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Mittwoch, 15. September 2021

Stoppt endlich diesen Genderwahn!

Geschlecht von der Stange🥴
Um es vorweg zu nehmen: mir ist egal ob jemand Cis-Gender, lesbisch, schwul, bisexuell, polyamor oder was auch immer ist, Hauptsache glücklich.

Was jetzt mit unserer geschriebenen Sprache passiert, ist jedoch unerträglich, da war die neue Rechtsschreibung ein Klacks dagegen! Gerade habe ich mir den Quav4 zu Gemüte geführt und konnte praktisch aufs Mittagessen verzichten. Danke vielmal, meine Waage wird morgen jubeln!


Früher gab es "Künstler", dann gab es "Künstler und Künstlerinnen", später einigte man sich auf KünstlerInnen resp. Künstler(innen) …. und aussen …., um dann bei Künstler*innen zu landen. Gendergerecht wäre übrigens gemäss GESCHICKT GENDERN Kunstschaffende, wobei wohl "kunstschaffende Person" noch korrekter wäre.


Moment, mir wird schlecht, bin gleich zurück!🤢


"Mutter" ist seit kurzem in die Genderpause gegangen und wird neu einfach als "Elternteil" bezeichnet, oder auch spezifizierend als "stillender Elternteil". Alles klar? "Vater" ist auch "Elternteil", wobei das mit dem Stillen trotz LBTQI-Parolen partout nicht klappen wird!

Müssen jetzt sämtliche Klassiker umgeschrieben oder, wenn schon, verbrannt werden? Goethes Faust inklusive Gretchenfrage? Wie würde das wohl aussehen? Hänschen- und Gretchenfrage?


Problematisch finde ich auch, dass Kinder neu selbst entscheiden dürfen, ob sie mit Hilfe von Hormonen und später Operationen ihr angeborenes Geschlecht ändern wollen. Vielleicht fühlen sie sich ja vorübergehend einfach im falschen Körper, so wie Shiloh Pitt, welche selbstverständlich dank ihrer umsichtigen Eltern umgehend medizinische Unterstützung erhielt, im Alter von 12 Jahren mit der Einnahme von Hormonen begann und dann 2019 mit 13 Jahren den Namen "John" annahm, John Jolie-Pitt. Jetzt ist aber wieder alles anders (in Butter?): man sieht Shiloh wieder in Frauenklamotten mit langen Haaren und er-sie-es-man nennt sich wieder Shiloh Jolie ohne Pitt.


Shiloh ist übrigens nicht das einzige Promikind, das Probleme hat mit seiner Identität. Seit ich nicht mehr zum Friseur gehe, bin ich nicht mehr auf dem neusten Stand, aber entsprechende Meldungen häufen sich.


Was hier geschieht, ist hahnebüchen. Es gibt nun mal Mädchen, welche lieber Fussball als mit Puppen spielen. Sind die jetzt alle Transgender oder einfach nur ein wenig anders als ihre Geschlechtsgenoss*innen?


All die erfolgten Geschlechtsumwandlungen haben nur wenige glücklich gemacht, wenn überhaupt. Viele solche Geschichten endeten mit dem Selbstmord einer gequälten Seele. Coco zum Beispiel, die erste berühmte Transfrau der Schweiz, welche sich 1990 mit 21 zur "Operation zwecks Geschlechtsangleichung" entschloss und offiziell als Frau anerkannt wurde. Sie hiess ab diesem Datum Eve-Claudine statt Marc-Patric Lorétan. Paul Rinniker verfasste dazu den eindrücklichen Dokfilm "Traum Frau Coco" und Eve-Claudine wurde über Nacht bekannt. Der Preis für die Umwandlung war hoch; Coco spricht von unerträglichen Schmerzen nach dem Eingriff, bei welchem ihr Penis in eine Vagina umgestaltet wurde, und lag nach eigenen Worten ein Jahr darnieder. Nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle schied Coco 1998 im Alter von 29 Jahren freiwillig aus dem Leben.


Wir kommen als Mann oder Frau auf die Welt, meines Erachtens um Erfahrung in dieser Rolle, mit dem dazu passenden Körper zu machen. Unser Wesen ist androgyn; wir verkörpern uns, um Lernerfahrungen zu machen. Im jetzigen Leben bin ich eine Frau, eine, die relativ viel Yang hat, was nicht immer einfach ist. Yin und Yang harmonisch in Einklang zu bringen, unsere weiblichen und männlichen Seelenanteile zu schätzen, auszubalancieren, die Kräfte auszugleichen und so zu einem erfüllten Leben zu finden ist ein wichtiger Teil dieses Lernprozesses. Unser ganzes Universum, jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze unterliegt dem Gesetz der Dualität. Seit Jahren herrscht in der modernen westlichen Welt ein Yin-Yang-Ungleichgewicht, denn es besteht ein akuter Yang-Überschuss. "It is a mens world"! Bei der Sprache oder gar im Operationssaal anzusetzen ist ein Irrweg, der uns nicht das bringen wird, was wir davon erwarten!


Die ersten Probleme gingen schon medial. Wenn eine Transgender-Frau 2021 GNTM gewinnt, kratzt dies wohl kaum jemanden, denn das Format schaut ja praktisch keiner. Wenn aber transgegenderte "Frauen" in der Leichtathletik den als Frau geborenen Konkurrentinnen den Rang ablaufen und laufend neue Weltrekorde aufstellen, dann ist das weiblicherseits frustrierend.


"Man" darf man ja nicht mehr guten Gewissens schreiben, liegt der Wortstamm doch angeblich bei Mann. Mensch fragt sich also, was das Ganze eigentlich soll! Eine Antwort darauf habe ich bisher leider nicht gefunden, allerdings sage ich in diesem und auch in anderen Zusammenhängen: Hände weg von unseren Kindern!👊

Mittwoch, 4. November 2020

Virenprophylaxe: Hybridisierung statt RNA-Impfung



An die Politiker und Wirrologen dieser Welt: wenn schon mit den Genen rumspielen, dann logisch und folgerichtig. Was bei den Tieren durch Kreuzung klappt, sollte doch auch bei uns Menschen kein Problem sein. Hybridisierung lautet das Zauberwort. 2020 war der Startschuss zu so vielem, warum nicht auch gleich zum Mensch-Hybriden. Also viel gruseliger als die durch Dr. Sergio Canavero geplante Kopftransplantation ist das auch nicht, ganz zu schweigen vom Umbau der Gesellschaftsstruktur im Sinne einer Neuen Weltordnung, wie sie aktuell vorangetrieben wird!

Konkrete Vorschläge? Klar, und erst noch gratis! Ich sage nur: Seehunde! Diese können bis zu 45 Minuten unter Wasser bleiben. Warum das? Sie können einfach die Schotten dicht machen, d.h. ihre Nasenlöcher schliessen sich sogar automatisch, wenn sie im Wasser sind. Daneben sind sie trotz ansehnlichem Speckmäntelchen — neu Corona-Look genannt — wendig, sympathisch und richtig süss. Ihre Fettschicht ist bis zu fünf Zentimeter dick und erlaubt Wohlgefühl bis hin zu -40°C, womit Heizen unnötig würde und der Klimaschutz kein Thema mehr wäre!

Aber das Genialste kommt ja erst: Überall da, wo künftig der Abstand nicht eingehalten werden kann, in Innenräumen, Aussenräumen, im ÖV, im Flieger: die Nasenlöcher von "Homo vitulina" schliessen sich von selbst, der Luftausstoss inklusive Aerosolen und all dem Kram bleibt drin. Also Nase-Mund zu und durch! Die ganzen Müllberge durch all die Masken, das Einatmen giftiger Nanopartikel — diese und viele andere Probleme wären schlagartig gelöst. Okay, auf Langstreckenflügen müsste man sich vielleicht noch kurz etwas einfallen lassen, ein umfunktioniertes Luftloch zum Beispiel.

Das einzige Problem: die Lösung würde erst bei kommenden Generationen so richtig greifen! Wie Virusfachmann HillyBilly Geits-no sagt, wird das alles noch GAAAANZ lange dauern mit diesen Viren.

Noch etwas zum Schluss: während wir alle auf steigende Fallzahlen blicken, welche wohl logischerweise aufgrund des Schnelltests noch mehr in die Höhe schnellen werden, findet davon praktisch unbeachtet ein Umbau gigantischen Ausmasses statt. Covid-19? Ich sage nur "wag the dog" oder "der Schwanz wedelt mit dem Hund". Noch kann man sich online einigermassen informieren, mit der Betonung auf "noch". Die Zensuristen sind jedoch sowohl tag- als auch nachtaktiv. Also, beeilen Sie sich ….. Sie können zwar trotzdem selber nicht viel tun, aber Sie wissen wenigstens, was auf Sie zukommt. 

Oder wir ziehen einfach alle nach Schweden, aber da dürft's dann mit der Zeit etwas eng werden.
🤪


PS: nach langem Suchen doch noch den Link gefunden, falls es Sie interessiert (Covid-19 Transformation Map)!

Dienstag, 7. Januar 2020

Influencer — Influenza? — und #ChristaRigozzi

Motto: ich nutze meine Influenza ...
Ein neuer Virus grassiert weltweit: der Influencer-Virus. Vermutlich kommt das Wort nicht vom englischen "to influence", sondern von Influenza — Grippe! Und genau wie der Grippevirus greift der Erreger um sich, mittlerweile flächendeckend.

Influencer haben sogenannte Follower, also Anhänger, besser gesagt Anhängsel. Die sind idealerweise vergleichbar mit Schafen, welche dem Leitschaf folgen, selbst wenn es über die Klippe springen sollte.

Je mehr Follower jemand hat, umso grösser ist dessen Ansteckungspotential. Auch hat dies eine Influence darauf, welche Produkte der Influencer alles gratis erhält, in welchen Hotels er gratis übernachten oder Ferien machen kann, in welche TV-Shows er oder sie eingeladen wird und und und. Ich spreche hier von denjenigen, die nicht durch besondere Fähigkeiten auffallen, sondern durch auf- und ausfälliges Benehmen, wie gerade eben die 17jährige Michelle Melody (!!), welche andere Jugendliche in einem Video als hässlich bezeichnet.

Auf dem Likeometer der Influencer mit Berufshintergrund weltweit ganz zuoberst ist Huda Kattan mit 40,6 Millionen Followern. In der Schweiz führend ist ein Dean Schneiders mit 4,3 Millionen, gefolgt von (man höre und staune) Loredana mit 2,5 Millionen.

Huda ist offenbar eine iraktisch-amerikanische Maskenbildnerin, Beauty-Bloggerin und Unternehmerin mit eigener Kosmetiklinie namens Huda Beauty. Dean Schneiders Mission ist es, die Herzen der Menschen für Tiere zu öffnen. Er ist 2017 nach Südafrika ausgewandert und hat eine Auffangstation für verletzte und verwaiste Wildtiere gegründet. Seine Löwen-Knuddel-Videos sind wirklich eindrücklich. Übrigens: Alain Berset hat auch 14’465 Follower.

Unter Prominenten weltweit am meisten Follower hat Instagram (300 Mio), gefolgt von CR7 (195 Mio), Bronze garniert Ariana Grande (169 Mio) ….

Und Christa Rigozzi? Sie hat ihre 44’000 Follower aufgefordet, das Restaurant Allpenrose in Leukerbad grossräumig zu umgehen. Der Schuss ging wohl nach hinten los: viele haben das Restaurant in der Folge bewertet, und zwar durchwegs positiv. 630 Google-Rezensionen und ein Notenschnitt von 4,8 von 5 Sternen sprechen eine deutliche Sprache. Christa Rigozzi hat ganz sicher eines erreicht, einen persönlichen Image-Schaden oder zumindest einen Image-Knacks.

Morgen oder übermorgen ist jedoch alles wieder vergessen, spätestens dann, wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Freitag, 15. Februar 2019

Augenblick: wo bleibt das Leben - mein Leben?

☘️ Lebensqualität - kostbare Augenblicke ☘️
Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen liegt momentan bei etwas über 80 Jahren. In gewissen Ländern wie z.B. Japan wird man sogar etwas älter. Weitere Unterschiede betreffen Mann/Frau, Stadt/Land, arm/reich etc.

Die Anzahl gelebter Jahre sagt jedoch NICHTS über die Qualität derselben aus. Ab einem gewissen Alter fängt man sich an zu fragen: was ist wirklich wichtig für mich. Auch traut man sich vermehrt, Erwartungen anderer NICHT zu erfüllen, wenn sie nicht dem entsprechen, was einem liegt. Man lernt sich sowieso erst über die Jahre so richtig kennen; weiss genau, was einem wirklich Freude macht und wo der Stress anfängt.

Die digitale Revolution der letzten Jahre hat unser aller Leben verändert. Und sie ist noch nicht vorbei! Im Gegenteil! Der Faszination gewisser Dinge kann man sich einfach nicht entziehen.

Alles in unserer polaren Welt hat zwei Seiten. So ist Positiv untrennbar mit Negativ verbunden. Unsere Umwelt hat sich verändert, nicht wirklich zum Besten, wie mir scheint. Diagnose: "die Erde hat Mensch"!

Die Augen sind zentral in Bezug auf unsere Lebensweise, auf unser Erleben, unser Ausgerichtet-sein, unser Wohlbefinden. Man spricht bekanntlich von "Augenblicken" des Lebens. Marie von Ebner-Eschenbach meinte sogar: die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.

Was erblicken unsere Augen in erster Linie? Darüber entscheiden nur wir allein. Lebensgestaltung ist eine Kunst, die erlernt werden will. Und manchmal muss man ganz einfach den Notstopp betätigen und sich selber zur Umkehr bewegen.

Die Art, zu schauen und wahrzunehmen ist zwar im weitesten Sinn überliefert und doch auch wieder individuell. Das World-Wide-Web fordert uns heutzutage heraus wie niemals etwas zuvor. Nur schnell etwas googlen, und schon sind locker zwei Stunden vorbei. Noch schnell die News auf 20min oder Blick, und eine weitere Stunde gesellt sich dazu. Essen? Ganz oft vor dem Fernseher. Man merke: noch hat man nichts erlebt, wahrgenommen, gespürt, erfahren! Nach 16 Stunden ist ein Tag ins Land gegangen und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, wieder einmal die Chance nicht gepackt zu haben.

Unsere Augen sind es mittlerweile gewohnt, selektiv wahrzunehmen im Sinne von: was interessiert mich, was ist wichtig, was muss ich mit meinen Facebook-Kontakten teilen etc. Lauter Einzelbilder also, die in unserem Kurz- oder Langzeitgedächtnis gespeichert werden oder direkt in den Papierkorb wandern. Das Leben findet so meist ausserhalb von uns selber statt.

Was für ein unterschiedliches Wahrnehmen haben wir während einem Spaziergang in der Natur. Wir riechen die Frische der Luft, hören Vögel singen, bewundern die ersten Frühlingsboten, ruhen ganz in unserer Mitte. Die Augen ermöglichen es uns, Teil dieses Paradieses zu sein. Wir LEBEN.

Ich habe mich jetzt entschlossen, meine Zeit auf Virtuasia massiv einzuschränken …. und siehe da: ich stehe ganz anders im Leben. Das Leben ist ein Geschenk und es ist viel zu schade, dieses Geschenk nicht zu öffnen und sich von ihm betören zu lassen. Leben Sie wohl, froh und voller Freude!

Sonntag, 14. Oktober 2018

#Gewerbepolizei Bern - fragwürdige Bewilligungspolitik

🤯🤯🤯
Freitag, 12. Oktober, Mitternacht ist längst vorbei, es wird immer noch gefeiert - und zwar nervtötend laut, penetrant vernehmbar, trotz geschlossener Fenster. An Schlafen nicht zu denken. Es klingt, als wäre das letzte Gurten-Festival wieder auferstanden. Tong-tong-tong-tong …. die Bässe versuchen, mein Herz umzustimmen.

Nach zahlreichen Einschlafversuchen wollen Göttergatte und ich der Sache nachgehen, die Lärmquelle eruieren, um unsere Ordnungshüter gezielt zu aktivieren. Guter Name: Ordnungs!!hüter … was für eine Ordnung?

Im Tramdepot Burgernziel geht was ab! Eine Art "neue Reitschule", und das mitten in einem Wohnquartier. Polizeistunde war offenbar gestern respektive hat sich bis weit in die Nacht hinein verschoben. 

Ob Gurtenfestival, Murifeldfest oder - wie es sich herausstellte - Party der VBFH: die Gewerbepolizei erteilt in letzter Zeit stets grosszügige Bewilligungen bis 04:00. 

Polizeistunde für Gastbetriebe: auch heute noch 0:30 Uhr, von speziellen Anlässen wie z.B. dem Rathausgass-Fest, Buskers etc. mal abgesehen. Von 22:00 bis 06:00 gilt Nachtruhe, übermässiger Lärm in dieser Zeit gilt als Nachtruhestörung. Nach wie vor ..... eigentlich!

Interessant: früher fing der sogenannte "Ausgang" viel früher an. Man ging zum Beispiel um 18:30 gemeinsam Pizza essen, um dann noch etwas zu unternehmen. Heute geht man nicht vor 22 Uhr essen und steigt danach in den Abend - besser gesagt in die Nacht. Dank Ecstasy und ähnlichem Schrott kann manch einer dann auch durchfeiern bis in die Morgenstunden.

Die Polizei versprach auf unseren Anruf hin, nochmal vorbeizugehen. Dass ihnen bereits bei ihrem ersten "Besuch" der Veranstaltung sämtliche Bewilligungen vorgelegt worden sind, sagte man mir nicht. Da daraufhin einfach NICHTS geschah, rief ich erneut an und wurde um Geduld gebeten. Als wir einige Zeit später vom Zweiteingang auf’s Gelände wollten, standen da drei Leute von Bronco-Security, der eine war früher selber bei der Polizei. Der hatte dann schlussendlich die Eingebung, hineinzugehen und die Verantwortlichen zu bitten, die Bässe etwas runterzuschrauben, das sind bekanntlich die grössten Störefriede. Gegen 01:45 gingen wir nach Hause zurück und siehe da: wir konnten tatsächlich endlich einschlafen.

Warum kam die Polizei nicht auf diese Idee? Sie geniesst zwar nicht dieselbe Akzeptanz wie die Broncos, aber trotzdem? Und wie begründet die Gewerbepolizei ihre fragwürdige Bewilligungspolitik? Ich werde dem garantiert noch auf den Grund gehen!

Übrigens: Die Initiative "Stadtraum Burgernziel" ist 2017 aufgrund von 900 ungültigen Unterschriften nicht zustande gekommen. 4352 gültige Unterschriften reichten eben nicht aus. Die Initianten wollten erreichen, dass das Gebäude auf dem Areal erhalten bleibt und die gesamte Liegenschaft als selbsttragende Veranstaltungsplattform genutzt werden kann. Obwohl ich es persönlich auch schade finde, wenn gewisse historische Gebäude aus wirtschaftlichen Erwägungen weichen müssen, bin ich jetzt doch echt erleichtert, dass die Initiative nicht zustande kam, denn Veranstaltungsplattformen à-la Reitschule können wir hier nicht brauchen.

PS: Die Müllhalde an der Tramstation war heute Morgen bereits weggeräumt und zwei Frauen waren dabei, die grosse Halle des Depots von all den Scherben und den vielen Plastikbechern (die Umwelt lässt grüssen) etc. zu befreien.

Freitag, 17. August 2018

#Werbung überall …. (Advertising)Time is money

Wohin man auch geht, schaut hört.....
Sicher haben Sie sich auch schon einmal über die omnipräsente Werbung geärgert. Was heisst hier einmal !!

Wohin man auch geht, schaut, hört …. es gibt kein Entrinnen.

  • Fernsehen heute: Werbung mit Unterbrecher-Film 
  • Gratis-Apps: nur gratis mit Werbung, Freischaltung gegen Cash 
  • Newsportale (auch Gratiszeitungen): Adblocker ausschalten, bezahlen oder Werbung über sich ergehen lassen


Sieht so Freiheit aus?

Warum bezahlen Firmen Riesensummen, um ihr Angebot zu bester Sendezeit zu platzieren, wenn doch Werbung offenbar von den meisten bewusst übersehen, überhört, überspult und übergangen wird?

Vermutlich geht es unter dem Strich eben trotzdem auf. Etwas ganz bewusst nicht wahrzunehmen bedingt, dass ich es eben doch irgendwie aufnehme, mich ungewollt damit auseinandersetze. Ignorieren ist auch eine Form des Wahrnehmens - man ist nicht frei!

Quantenphysiker würden vielleicht sogar ausführen, dass wir alles, was momentan gerade über den Äther gesendet wird, so oder so aufnehmen, selbst bei ausgeschaltetem Radio oder Fernseher. Es ist einfach vorhanden, anzapfbar von unseren Sinnen, halt eben unbewusst.

Kann ich mir gut vorstellen! Würde erklären, wie mein Kühlschrank es schafft, mich regelmässig vor seine Tür zu locken, um mir seine inneren Werte anzubeiten - Widerstand zwecklos.

Vor Jahren wurde in einer Doku gezeigt, dass Cutter von Kinofilmen einst an einer bestimmten Stelle - kurz vor der geplanten Pause - jeweils nur ein Bild z.B. von einer Cola oder einem Eisbecher einzufügen pflegten. Solche Bilder werden zwar bewusst nicht gesehen, aber dennoch wahrgenommen. Man hat plötzlich unheimliche Lust auf Cola oder Eis - je nach Geschmack. Sicher wurde dieses Vorgehen noch weiter verfeinert.

  • Was macht Werbung aus uns?
  • Wäre Übergewicht auch ohne die angeblich gesunde Kinderschokolade oder das überzuckerte Frühstücksmüesli ein Thema?
  • Ist Werbung nicht ein Angriff auf unsere Gesundheit, unsere Intelligenz, letztlich unsere Freiheit?
  • Warum wird Werbung nicht verboten?


Die letzte Frage ist einfach zu beantworten: Time is money, Advertising Time is more money, und bei Geld hört der Spass, der Schutz von Mensch und Natur und vieles andere heutzutage immer noch auf, leider!

Erst wenn der letzte Baum …..

Samstag, 2. Juni 2018

#Migrosbank - Kosten-Nutzen-Analyse zulasten Kundenfreundlichkeit

Money - Fake-Money - No Money 🤪
Meine geplante Geldtransaktion àlà 90er-Jahre fiel gestern brutal ins Wasser. Die Migros setzt neu auf Beratungszone und Geldautomat anstelle des klassischen Bankschalters. Barbezüge innerhalb der Bankfillialen sind ausschliesslich am Bancomat möglich. Das kommt nicht bei allen gut an; bei mir schon gar nicht!

Was bei anderen Oldtimern vom technischen Verständnis her gesehen gar nicht mehr möglich ist, scheiterte bei mir an der Art des Kontos: ein Anlagesparkonto (Zins 0,08% !!!) ohne gültige Maestro-Karte. Meine Transaktion hätte sich bis zum Eintreffen einer solchen verzögert. Auch die vom Berater vorgeschlagene Umwandlung unseres Kontos in ein Privatkonto (Zins 0,0%) machte in meinen Augen keinen Sinn, ausser vielleicht, dass ich mit der dazu passenden Maestro-Karte an jeder Migros-Kasse hätte Geld beziehen können; nur leider nicht sofort. Die für diesen Tag geplante, sinnvolle Geldtransaktion fiel der Modernisierung zum Opfer.

Ich entschliesse mich nach Rücksprache mit Göttergatten Martin zur sofortigen Auflösung des Kontos/Geschäftsverhältnisses. Die Summe kann jedoch nicht bar ausbezahlt werden, sondern wird mir nach Saldierung und Abzug von 20 Franken Spesen auf mein Konto bei einer anderen Bank überwiesen. Dies dauert bestenfalls eine halbe Woche.

Aus aktuellem Anlass habe ich danach grad ein wenig mit meinem Berater über die Abstimmung vom 10. Juni diskutiert. Ich zeige ihm mein selbstkreiertes 10er-Nötli und werfe die Frage auf, ob das von mir aus dem Nichts erschaffene Geld wohl ebensolche Akzeptanz geniessen würde wie dasjenige der Banken. Die dürfen nämlich hochoffiziell Geld aus dem Nichts erschaffen, es danach z.B. verleihen, um dann über Jahre Zins einzustreichen. Von einer Annahme der Initiative durch das Schweizer Stimmvolk wäre ich übrigens äusserst überrascht, zu sehr werden wir alle durch Medien und Politik konditioniert.

Zurück zum neuen Migros-Konzept und einigen Momentaufnahmen: am einen Schalter wird ein älterer Herr darüber aufgeklärt, dass nebst der Maestro-Karte, die er dabei hat, auch der passende PIN-Code von Nöten sei, um den Bancomat zu melken. Den Code habe er mit separater Post erhalten. Und nein, man könne ihm keinen neuen ausstellen, er müsse  halt zuhause suchen gehen.

An drei Bancomaten sind Mitarbeiter damit überfordert, nicht mehr ganz Taufrischen Mitmenschen die selbsterklärenden Möglichkeiten wie "Barbezug", "Einzahlung" etc. zu erklären. Einige der Senioren hatten vielleicht weniger Mühe mit dem Verstehen als mit den Augen. Grauer Star, grüner Star, Makuladegeneration oder wie all die hübschen Begleiterscheinungen des Alters so heissen.

Gut möglich, dass kommende Generationen sich eher schwertun werden mit den praktischen, handfesten Aspekten des Lebens als mit den technischen in unserer zunehmend virtuellen Welt! So programmiert Mann/Frau zu jedem Habakuk eine passende App, aber Kochen ist ein Fremdwort. Kein Problem, dafür gibt es ja Eat.ch!

Und vielleicht hat bald schon jeder den berühmten Chip unter der Haut, wie man uns das schon vor Jahrzehnten prophezeit hat. Heute haben lediglich ein paar Freaks diesen Schritt bereits vollzogen.

Was würde wohl Dutti wohl zu der Entwicklung seiner MIGROS sagen? Im Grab rotieren vermutlich!

Aktuell wie nie: Christine Henning und die Berater-Bank Ihres Vertrauens. Miss you deeply #Ehrensenf!

Dienstag, 4. Juli 2017

#SchweizerPost erstklassig - in Sachen Leistungs- und Qualitätsabbau

Post .... prost Nägeli!
Einst wurden Service und Qualität bei der Schweizer Post gross geschrieben. Die Zeiten, als man mit dem Pöschteler noch ein paar Worte wechseln oder ihm gar einen Kaffee aufschwatzen konnte, sind längst Geschichte. Briefträger und Paketpoten stehen gleichermassen unter Druck. So konnte man zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit der Zeitung entnehmen, dass ein Mitarbeiter der Post aus lauter Verzweiflung Briefe und Pakete einfach im Wald entsorgt hat, um den straffen Zeitplan überhaupt erfüllen zu können.

Im Februar erhielt ich von einer Behörde ein offizielles Einschreiben. Leider hatte man bei der Adressierung einen Fehler begangen und es an meine alte Adresse geschickt. Bei einer eingeschriebenen Sendung muss der Empfänger persönlich mit Unterschrift quittieren. Der Brief ging an die Wiesenstrasse, von wo ich vor fast 5 Jahren weggezogen bin, wo aber mein Vater noch seinen Bürobriefkasten hat. Wie meine Abklärungen ergaben, legte der Briefträger ein an mich - Annemarie Schwab - adressiertes Schreiben, in welchem zudem wichtige Fristen relevant gewesen wären, in den Briefkasten meines Vaters, der nicht Schwab sondern Vollenwyder heisst, und Annemarie schon gar nicht.

Meine an den Kundendienst adressierte Reklamation blieb unbeantwortet. Man hat wohl versucht, mich einmal telefonisch zu kontaktieren, das Ganze dann aber auf sich beruhen lassen. Als ich mich dann selber telefonisch nach dem Resultat erkundigte, vor allem danach, wer denn mit Unterschrift den Erhalt von besagtem Einschreiben quittiert habe, erhielt ich eine eher schnoddrige Antwort und die Bestätigung, dass niemand unterschrieben hatte. Ein absolutes No-Go!

Seit einigen Tagen erwarte ich sehnlichst ein Päckchen aus Deutschland. Mir war bewusst, dass noch Zollkosten anfallen würden und da mir der Betrag dank einer SMS seitens der Post bekannt war, legte ich ihn gleich bereit. Ich war heute den ganzen Morgen über zuhause, hätte also das Klingeln gehört. Zufällig fand ich dann gehen 10 Uhr einen Abholschein in meinem Briefkasten. Wie meine Nachbarin mir mitteilte, wurde auch die Praxisklingel nicht betätigt. Der Paketbote hat also ohne zu Klingeln einen Abholschein in meinen Briefkasten gelegt, wohl weil er befürchtete, noch Wechselgeld geben zu müssen - je nachdem ein relevanter Zeitfaktor. Der Zustelldienst hat sein möglichstes getan, eine Zweitzustellung zu veranlassen; offenbar leider vergebens. Soeben erhalte ich eine SMS, das Paket könne ab morgen bei der zuständigen Poststelle abgeholt werden. SHAME!

Wie wir alle wissen, werden nach und nach immer mehr Poststellen geschlossen und Dienstleistungen der Post an andere Dienstleiter ausgelagert (Kioske, lokale Geschäfte etc.). Man sagt immer und bei allem: früher war es besser. Die Leistungen der Post waren es definitiv! Aber wer weiss, vielleicht gibt es bald ein Aufatmen, wenn die Post z.B. an die Chinesen verkauft wird. Schlimmer geht fast nimmer, weder beim Datenschutz (s. oben) noch bei der Leistung.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Modernes #Management oder: wo #Abfallberge sich erheben

Ersatzteile? Zu teuer!
Drum lasst uns auf ein Wunder hoffen!

Sind Sie auch Teetrinker? Dann kennen Sie bestimmt den unangenehmen Nebeneffekt von abgekochtem Wasser aus metallenen Wasserkochern. Braucht nicht einmal lange drin zu stehen, die Geschmacksübertragung funktioniert in Sekundenschnelle und jeder Tee hat umgehend ein Uäää-Aroma!

Deshalb habe ich vor nicht allzu langer Zeit den Mio Star Kettle Wasserkocher aus Glas erstanden, für Franken 69.80. Warum man solche Beträge nicht auf 70 Franken aufrundet, bleibt das Geheimnis des modernen Managements, denn mit den gesparten 20 Rappen komme ich nicht weit und habe auch nicht das Gefühl, das Gerät koste "nur" 60 Franken!

Auch auf die moderne Managementstruktur ist es wohl zurückzuführen, dass Deckel sowie andere Ersatzteile wie Filter nicht nachbestellt werden können. Das käme zu teuer, wurde mir freundlichst klargemacht, als ich bei der Migros einen Deckel nachbestellen wollte. Man könne mir allerdings den Wasserkocher auf Garantie ersetzen, sofern diese nicht abgelaufen sei.

Habe mir das Angebot über Mittag gründlichst überlegt. Dagegen sprach, dass wegen eines kleinen Deckels ein gesamtes Gerät entsorgt werden muss. Dafür sprach dann aber, dass man das Wasser nicht mehr ausgiessen kann, ohne dass der Deckel runterfällt und gänzlich kaputt geht oder man sich verbrennt, wenn man ihn vor dem Ausgiessen entfernt. So habe ich denn nolens-volens die für mich bessere Variante gewählt.

Dennoch werde ich mich niemals mit dieser modernen Vorgehensweise anfreunden. Geflickt wird kaum mehr etwas, da gemäss Kostenrechnung der Ersatz eines Gerätes meist günstiger zu stehen kommt. Bekanntlich denkt man von Wirtschaftsseite her nur in Dollar, Euro etc. und kümmert sich nicht darum, dass bei alledem die Umwelt auf der Strecke bleibt. Ja, meine Lieben, das ist modernes Management; das wird den Leuten in den anerkannten Schulen heute so beigebracht.

Sch…..ade! Noch immer hoffe ich, dass die Menschheit endlich aufwacht und sich die indianische Prophezeiung nicht erfüllt:
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann
Darum: Lasst uns weiter auf ein Wunder hoffen!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Idee-ologie HSG - die Religion der Moderne

BrainWash - für alle Farben und Temperaturen
Über Manager habe ich mich bereits des öftern ausgelassen. Wer mich kennt, weiss: Begeisterung klingt anders. Ma-Nager ⥤ sogenannte Nicht-Unternehmer ⥢ gehören zu den gierigsten Nagetieren überhaupt. Anders als die Eigentümer einer Firma lassen sie sich zu Spitzenkonditionen anstellen, gänzlich ohne eigenes Risiko .... und wenn ihre Ideen den Bach runtergehen, erhalten sie erst noch eine Abgangsentschädigung in beachtlicher Höhe - alles vertraglich gesichert. Da ist der Rettungsschirm gleich mit eingebaut und man braucht sich um nichts mehr Sorgen zu machen, ausser vielleicht dass man abends nach Hause kommt und der „Veuve Clicquot“ ist alle. Hat man ein Unternehmen zu Boden gewirtschaftet, wird man bestimmt im nächsten mit offenen Armen empfangen.

Wie wäre es zur Abwechslung mit einer Risiko- statt Gewinnbeteiligung? Ein frommer Wunsch!

Alles was es braucht, sind die richtigen Beziehungen ⥤ Filz vor Netz ⥢ und adäquate Diplome. Wer nicht via Ausbildung über eine Seilschaft verfügt, wird sich schwertun. Der Verein HSG-Alumni zum Beispiel ist die professionellste universitäre Ehemaligen-Organisation der Schweiz. Jeder Absolvent wird am Ende des Studiums eingeladen, Clubmitglied zu werden. Das Netzwerk reicht bis hinauf in die Top-Etagen namhafter Firmen weltweit. Man hat offenbar erkannt, wie unerlässlich die globale Vernetzung Ehemaliger und vor allem Gleichgepolter ist. Ich gehe davon aus, dass auf den jeweiligen Jahrestreffen die Postordnung (Weltordnung) durchgegeben wird. Dieses Jahr findet die Konferenz übrigens in Interlaken statt (27. - 29.9.); Motto: „Geld und Geist. Wohlstand-Werte-Wachstum: was wirklich zählt“.

„Geld und Geist“ (ursprünglich ein Buch von Jeremias Gotthelf) heisst auf Berndeutsch „Gäud u Geischt“ und wird bei richtiger Betonung zu „gäu Du geisch“, was soviel heisst wie: „nicht wahr, Du gehst“. Aber wohin mit all den Leuten =)

Stellen Sie sich mal vor, wieviel Macht Sie haben, wenn Sie Studien respektive Aus- und Weiterbildungen anbieten, welche weltweit anerkannt sind. Und alle Absolventen werden mit dem selben Einheitsbrei gefüttert. Idee-ologie ersetzt Kreativität und eigenes Denken! BrainWashing für alle Farben, bei allen Temperaturen. Irgendwann verselbständigt sich das System und Ihre Ideen dringen bis in die tiefsten Tiefen und höchsten Höhen vor .... die ganze Welt ist durchdrungen .... es gibt kein Entrinnen. Hiiiilfe!

Ein wenig erinnern solche Karriereschmieden an Sekten. HSG und Konsorten - die Tempel der Moderne? Da scheint es vermutlich keinen zu stören, wenn gutgehende, seriöse Firmen aufgekauft werden, nur um sie kurz darauf zu schliessen und so einen weiteren Konkurrenten erfolgreich vom Markt zu fegen. Welcher Unternehmer kann sich das leisten?

Unter Networking lese ich übrigens folgenden Satz: ....... das methodische und systematische Knüpfen von Kontakten sowie das Pflegen und Gestalten von Beziehungen. Im Zentrum des Interesses stehen die gegenseitige Förderung, der Austausch und der persönliche Vorteil. Genau, denn alles andere ist Nebensache ... selbst wenn die Welt zugrunde geht! Sachen gibt‘s

(~_~) ....... (@_@)

Ich denke, irgendwann kommen wir andern nicht darum herum, uns ebenfalls zu vernetzen. Fangen wir doch gleich heute damit an auf dass es ein lebenswertes Morgen geben wird für unsere Kinder und Kindeskinder!

Freitag, 16. September 2011

UBS - ein Casino mit Börsenanschluss

UBS - Ihr Casino mit Börsenanschluss
Kweku Adoboli, ein Name, den man sich merken muss. Nein, kein gefährlicher Virus, aber in gewisser Weise doch ein Schädling der Gesellschaft.

Dem 31jährigen UBS-Banker ist gelungen, wovon andere nur träumen - albträumen. So soll er in den letzten Jahren ganz allein (?) 2 Milliarden Euro verzockt haben! "Wer jetzt denkt: der Arme, warum hatte der denn keine Freunde", den kann ich beruhigen. Natürlich hatte er jede Menge Leute, die gerne mit ihm dem französischen Nationalgetränk huldigten und die vielen ausschweifenden Partys aufmischten. Was Frauen anbelangt, soll Kweku auch kein Kostverächter gewesen sein.

Erst letzten Mittwoch wurde die UBS auf den Betrug aufmerksam. Beim Verlust von 2 Milliarden soll es sich bislang lediglich um eine Schätzung handeln. Genau, Leute, da ist ja noch jede Menge (Glücks)Spielraum nach oben!

Wie ist es bitteschön möglich, dass ein Einzelner von internen Kontrollorganen unbemerkt und unbehelligt nicht nur jede Menge Bares verspielt, sondern gleichzeitig auch den Ruf einer Bank, die bereits vorher massiv an den Folgen eines immensen Vertrauensverlustes zu nagen hatte?

Eigentlich (!) sollte so etwas gar nicht möglich sein! Eigentlich!! Deshalb lautet wohl jetzt die Devise bei der UBS "Schlüsselbart auf Halbmast".... es hat ja noch zwei!

Nichts ist unmöglich.... und das hat bei allem Verunsichernden auch irgendwie etwas Beruhigendes!

Freitag, 4. Februar 2011

Transglutaminase zum Zweiten

noch kann jeder Chirurg Knöpfe selber annähen....
rekonstituiert ☺ nicht reformiert
Wie in meinem Post vom 1.2. beschrieben, weiss man in der Metzgereiabteilung Coop nichts vom Fleischkleber Transglutaminase und hält einen Einsatz des Hilfsstoffes in der Schweiz - unserer Insel der Sonderregelungen - für völlig unmöglich. Heute habe ich mir die runden Trutenschnitzel bei Coop-Konkurrent Migros mal genauer angesehen... und siehe da: das Produkt wird unter "Trutenscheiben rekonstituiert" verkauft und hintendrauf steht klar und deutlich: mit Hilfe von Transglutaminase hergestellt. Also wenn das kein Indiz dafür ist, dass wir Schweizer uns einfach des öftern fragen sollten, ob ein Produkt eher natürlich oder unnatürlich aussieht, in diesem Fall also, ob es tatsächlich so runde gleichmässige Scheiben gibt, wenn eine Trutenbrust in Stücke geschnitten wird! Da sieht man mal wieder, wie unter den Augen von uns Konsumenten Sachen eingeschleust werden können, ohne auf Widerstand zu stossen.

Und wer weiss, vielleicht findet TGn bald in der Chirurgie einen festen Platz. Das ist überhaupt DIE Idee!!! Warum einen Bauch noch zusammennähen, wenn man die Wundränder mittels TGn einfach, natürlich und praktisch über Nacht zusammenwachsen lassen kann? Ich sehe schon die ersten Schönheitschirurgen gierig-listige Äuglein machen! Die Zeit wird kommen, da wird selbst der beste Chirurg keinen Knopf mehr selber annähen können!

Wer klug ist, kauft Aktien von Ajinomoto - gleich heute noch - JETZT!

Dienstag, 17. August 2010

Zweiklassensystem bei der Post oder im Internet


Die Post startet im September in gewissen Gemeinden Versuche für ein etwas fragwürdiges neues Zustellsystem. So sollen Unternehmen künftig zuerst bedient werden und der Privatkunde hat das Nachsehen, sprich: seine Post schlimmstenfalls erst um 14 Uhr im Kasten. Das hat ein wenig mit der Routenplanung des Zustellers zu tun und vermutlich damit, wieviele Unternehmen sich in meiner Wohnzone befinden.

Angegebener Grund für die geplante Zweiklasseneinteilung: in einem Unternehmen müsse umgehend auf Anfragen eingegangen, die Korrespondenz teilweise noch am selben Tag erledigt werden. Dass ich nicht lache! Auf Antwortschreiben wartet man als Kunde bei gewissen Unternehmen nicht tage- sondern wochenlang, manchmal auch vergebens. Cablecom ist zum Beispiel so eine Firma. Ob die ihre Post um 8 Uhr oder erst um 14 Uhr erhalten ist völlig egal, landen doch die Beschwerdebriefe eh im Rundordner.

Was das Mehrklassensystem (Kastensystem?) anbelangt könnte auch die fürs Internet angestrebte Netzneutralität interessieren. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es zumindest da keine VI-Bits geben und alle Daten gleich schnell transportiert werden, unabhängig von Inhalt und Verfasser. In die Schlagzeilen geraten ist in diesem Zusammenhang Google, welcher gemäss NYT mit dem amerikanischen Proviter Verizon in Verhandlungen steht zwecks Bevorzugung von Verizons Datenverkehr gegen Bares. Google dementiert diese Meldung zumindest teilweise, wobei die Nachrichtenagentur Bloomberg in die Runde schmeisst, die beiden Unternehmen hätten wohl einen Kompromiss gefunden wonach sich der Provider verpflichte, die Daten z.B. von Googles YouTube nicht zu verlangsamen. Tja, eine Hand wäscht eben die andere - und nicht nur Bares ist Wahres, oder.

Ob die Sache um die "Bits and Bytes" gerichtlich geregelt werden muss, wird die Zukunft zeigen. Aber wir sind uns ja Zweit- und Drittklassenansätze seit langem gewohnt, nicht zuletzt dank unserer Krankenkassen.

I am a VI-Bit… in diesem Sinne schönen Abend.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Wunderpille kommt ....


.... und damit die ewige Jugend!? ;-o

Juhuu, hurra, juppiiii-yeah. Wie es aussieht, werden wir in Kürze mit 120 (nicht nur auf der Autobahn) auf den Putz hauen. Nix dekorativ in Urne rumstehen, nein, richtig Rämi-Dämi. Professor Nir Barzilai, man merke sich diesen Namen, entdeckt als erster das Methusalem-Gen.

Hallelujah und Pharmaindustrie sei wieder einmal dank wurde eine Pille herausgearbeitet, welche ewige Jugend inklusive Gesundheit verheisst. Sensationell!!!

Ab 2012 steht dieser in Pulver gefasste Menschheitstraum für die ersten Tests bereit, wobei die Produktetester aus Sicherheitsgründen zunächst wohl eher aus dem Tierreich rekrutiert werden; sicherlich nicht ganz freiwillig! Menschliche Probanden wird man wohl nicht lange suchen müssen, denn wer sich freiwillig Botox spritzen lässt und der Schönheit zuliebe auch mal ne dicke Lippe riskiert, der lässt sich wohl bei solchen Experimenten nicht zweimal bitten; ist ja erst noch alles gratis.

Mit der Einnahme von täglich einer Pille beginnt man am besten mit 40 resp. 50. Die Antibabypille wird also direkt von dieser Wunderwaffe wider die Natur abgelöst.

Ob Prof. Barzilai auch das Gen findet, welches unsere Hirnleistung dermassen optimiert, dass wir die durch die Wunderpille erst hervorgerufenen oder verschärften Probleme (Pensionierung, AHV....) werden lösen können?

Eines ist sicher: um auch im Alter körperlich und geistig fit zu bleiben, muss man früh genug beginnen, aktiv etwas zu tun. Das Pharmamudra (=Tablette rausdrücken und einwerfen) reicht bei weitem nicht aus. Auch mit 60, 70 oder 80, ja gar 100 Jahren gelenkig, kräftig und gesund zu sein, ist durchaus möglich, aber nicht mittels Fastfood, Fernsehmarathon und Dauermedikation. Die Erzeugnisse der Pharmamultis halten für den Anwender meist Risiken und unangenehme Nebenwirkungen bereit und wir müssen aufpassen, dass unsere Lieblingsstellung - im Yoga natürlich! - nicht diejenige über dem Klobecken sein wird.

Und: Gesundstossen werden sich mal wieder andere!

Mittwoch, 31. März 2010

Wetterpapst - Leben verkachelt?


Heutzutage muss man als Prominenter aufpassen, mit wem man sich zusammentut. Selbst beim Stehpinkeln besteht bei Stars die Gefahr, dass der Nebenmann Stoff für Flickr oder YouTube sammelt.

Potz Blitz und Donnerwetter: was die Medien auf die Kurze so alles über das Liebesleben unseres Wetterpapstes ans Tageslicht gebracht haben.... alle Achtung. Sie hatten dafür gerade mal geschätzte 10 Tage Zeit. Der Mann war offenbar kein Kostverächter und hat, wie man liest, auch dafür gesorgt, dass hie und da ein paar seiner kostbaren Gene eine Generation weitergegeben werden konnten. Monogamie: ein Unzustand oder gar ein Fremdwort?

Seit mehr als einer Woche sitzt Jörg Kachelmann wegen einer Vergewaltigungsanzeige in U-Haft. Es soll sogar eine Messerattacke stattgefunden haben. Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass hier jemand gewaltig reingelegt wurde, sei dies aus enttäuschter "Liebe", Rache oder sogar aus weitergehenden Interessen. Man darf nicht vergessen, dass Meteomedia kein Tante Emma-Laden ist, sondern eine Riesenfirma.

Dass auf der einen Seite niemand im Umfeld des Beklagten die Anklägerin als dessen Freundin wahrgenommen hat, scheint mir doch eher seltsam. Und dass ein Charakter ala Kachelmann, konfrontiert mit dem Vorwurf, er habe eine andere, sich ein Küchenmesser greift und Geschlechtsverkehr erzwingt, ist vollkommen unlogisch. So würde - psychologisch gesehen - echt keiner handeln. Das eifersüchtige Gekeife umgehend würde "Mann" wohl eher die nächstgelegene Kneipe aufsuchen, dem Barmann was vorlabbern oder sich selber zuprosten und sich freuen, dass an der nächsten Ecke bereits ein weiteres Abenteuer auf ihn wartet.

Kachelmann ist einfach nicht der Typ für so ein gewaltsames Vorgehen. Er mag ein Doppelleben geführt haben, im wahrsten Sinne des Wortes, indem er liebestechnisch vermehrt zwei- bis mehrgleisig unterwegs war. Eine ehemalige Geliebte, Heike Nocker-Beyer, ihres Zeichens Moderatorin und Buchautorin, sagte diesbezüglich zu den Reportern von RTL, dass der Wetterfrosch ein eher schüchterner und feinfühliger Mann sei, etwas von oben herab vielleicht, aber keinesfalls brutal. Ein Vergewaltigungsakt sei vollkommen undenkbar und passe überhaupt nicht zu diesem Menschen.

Das tragische daran ist, dass sich der Wetterpapst von diesem Knockout wohl nur schwer erholen wird. Muss man mit der Zeit tatsächlich eine Rund-um-die-Uhr-Videoüberwachung anstreben, um über jede Minute Rechenschaft ablegen zu können? Wir Normalsterblichen wohl eher nicht, aber Jörg Kachelmann käme so ein Alibi in Bildern jetzt wohl sehr gelegen. Irgendwie hat er sich durch seine Geheimnistuerei sein Leben gründlich verkachelt.

Möge die Wahrheit ans Licht kommen und mögen alle Involvierten die Gelegenheit erhalten, die Konsequenzen ihres Vorgehens zu tragen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Rufmord ist in gewisser Weise schlimmer als Mord. Sollte also die Klägerin gelogen haben, sollte sie nicht einfach mit einem blauen Auge davonkommen.... der Angeklagte natürlich bei Schuldbeweis auch nicht!

Sonntag, 21. März 2010

Therapeutische Klingeltöne


Es gibt nichts, was es nicht gibt.... und wenn es etwas nicht gibt - noch nicht - dann erfindet es bestimmt jemand. Hauptsache man kann damit Kohle holen.

Die meisten Bierideen stammen nicht aus München sondern werden aus den USA importiert, oder neuerdings auch aus Asien.

Die therapeutischen Klingeltöne zum Beispiel sind ein Produkt aus Japan. So kann man unter anderem mit Hilfe von Alphawellen den Tonus der Haut zu verbessern suchen - eine interessante Alternative zu Botox. Aber nicht nur in Sachen Schönheit würden wir musikalisch bereichert, sondern auch, was lästige Erkältungskrankheiten anbelangt. Selbst Grippe soll man damit kurieren können und die allenthalben grassierende chronische Schlaflosigkeit samt damit einhergehendem Müdigkeitssyndrom gehören ab dato der Vergangenheit an. Stimmungsschwankungen.... was ist das? Burnout... wie bitte? Viagra.... wer braucht denn noch sowas!!!

Entstammen tun die akustischen unsichtbaren Helfer dem "Japan Ringing Tone Laboratory", einer seit 8 Jahren bestehende Tochterfirma des "Japan Acoustic Laboratory". Leiter ist ein gewisser Matsumi Suzuki, dessen Karriere im Nationalen Forschungsinstitut für Polizei-Wissenschaft begann, wo er sich mit Voiceprints die ersten Sporen abverdiente. Eine der bekanntesten Errungenschaften war die Entwicklung eines synthetischen Moskito-Sounds, welcher vor allem von Teenagern vernommen werden kann und darum in Parks abgespielt unerwünschte Versammlungen von Jugendlichen verhindern konnte. In England kam selbiger Ton aus gutem Grund vor vielen Geschäften zum Einsatz. In Tokio hat man mit einer speziellen Frequenz Krähen erfolgreich verscheucht. Viele Quartiere Berns versuchen dies mit anderen Hilfsmitteln seit Jahren vergeblich.

Der erste therapeutische Ton, welcher von den Damen Sendo und Wakabayashi für die "Times" getestet wurde, sollte angeblich faule Hausfrauen wieder in Schwung bringen. Die Testpersonen waren jedoch viel mehr beeindruckt von den schlaffördernden und schlafverhindernden Klängen.

Herr Suziki's aktuellste Klingeltöne summen pünktlich zu Beginn der lästigen Heuschnupfensaison los. Angeblich fallen die schädlichen Pollen gleich haufenweise aus der Nase... wohin, das steht nicht im Beipackzettel, und wir fragen lieber gar nicht danach - igittigittigitt. Selbst die altgediente Bloody Mary hat ein klingendes Pendant gefunden, dem wir uns an dieser Stelle akustisch entziehen möchten ;-)

Die ständig steigende Zahl der Downloads zeugt davon, dass wir bis zu einem gewissen Grad auf einer Erfolgswelle mithören. Stellen Sie sich vor, Ihre Klingeltöne würden künftig von der Krankenkasse übernommen!! Immer noch billiger als die Chemiekeulen der Pharmaindustrie. Ob das die Pharma-Multis auf Dauer einfach so mitmachen?

Und hier der in Japan momentan populärste Klingelton fürs Handy; nur echt ohne Duftnote!! ;-)

Freitag, 19. März 2010

Druck von oben


Ich wohne nun schon eine ganze Weile im selben Haus in der selben Strasse. Unser Quartier ist fast wie ein Dorf; man kennt sich mit der Zeit und grüsst sich, fast so wie früher auf dem Land.

Einer unserer Briefträger ist mir seit jeher sympathisch. Stets hatte er ein Lächeln, ein freundliches Wort, war hilfsbereit und schien motiviert.

Über die Jahre wurde der Druck von oben offenbar auch bei der Post immer härter, stärker, fordernder. Früher wurden ja Pakete noch bis vor die Haustür gebracht. Der Postbote erhielt oft ein Schnäpschen oder liess sich gar auf ein Schwätzchen ein. Böse Zungen behaupten gar, dass es manchmal nicht dabei blieb und hie und da sogar ein sogenannter Bastard gezeugt wurde... übrigens ein Unwort für ein Kind.

Heute müssen sich selbst Leute über 80 die Treppen runterquälen, und zwar auch dann, wenn die Lieferung schwerer zu sein scheint, als die Empfängerin, der Empfänger selber. Wie das in etwa aussehen könnte, zeigt uns diese brave türkische Ehefrau (Cabuk-cabuk.... hopp-hopp!!):



Vermutlich haben unsere Pösteler stets einen Defi mit dabei... für alle Fälle.

Alles wurde im Laufe der Zeit neu organisiert. Die aktuell geplanten Sortieranlagen sollen zum Beispiel auch wieder ein paar Menschen ersetzen, sprich: zu Arbeitslosengeldbezügern machen. 3400 Pösteler bangen derzeit um ihren Job. Wie ein Brief nach der Passage durch die Sortieranlage auch aussehen kann, habe ich erst kürzlich gesehen. Beeindruckend zerschnibbelt!!! Die Post hat mir zwar die Marke ersetzt, Couvert und Neuausdruck ging jedoch zu meinen Lasten.

Wie es scheint ist die ehemalige PTT dabei, selbst die Ausliefernden allmählich wegzurationalisieren. Dass unser sympathischer Briefträger in letzter Zeit so bedrückt aussieht liegt wohl daran, dass er jetzt zwei Touren machen muss, statt nur einer, und das vermutlich in praktisch derselben Zeit. Da Herr M. eine neue Route nimmt, erhalten wir die Post nun wesentlich später als bisher. Manche Leute nehmen das nicht einfach so hin und reagieren ihren Ärger am Boten ab. Nebst dem üblichen Briefkram muss der jedoch seit geraumer Zeit auch noch diverse Zeitungen und Werbematerial in die Kästen legen, auch das ein Zeitfaktor.

Es ist ein wenig wie überall: doppelter Einsatz zum gleichen Lohn, jedenfalls für diejenigen ganz unten auf der Karriereleiter. Habe ich gerade Karriere geschrieben? Was für eine Karriere?

Diejenigen an der Basis werden zudem meist nicht gefragt, wenn es um Verbesserungsvorschläge geht. Sie werden jedoch gedrückt und gepiesackt, wo es nur geht, damit sich diejenigen an der Spitze beruhigt zurücklehnen und ihre Millionen zählen können. So hat der frühere Postchef Ulrich Gygi im Jahr 2008 angeblich stolze 829'387 Franken verdient. Ein beeindruckendes Sümmchen! Ob er es tatsächlich verdient hat, ist eine andere Frage.

Tja, vorbei sind die Zeiten der Schnäpschen, Schwätzchen oder gar Schäferstündchen. Modern Times halt .... wo führt das noch alles hin? Was meinst Du Charlie? ;-)

Sonntag, 22. November 2009

Sicherheitsstufe Netz?


Bern ist wirklich ein paradiesisches Plätzchen, meinen jedenfalls die Touristen. Mir selber gefällt es eigentlich auch recht gut, wobei ich Rot-Grün-Mitte zunehmend als wirklich zermürbend erlebe.

Ob es an unserer Regierung liegt, an den leidlichen Zukunftsaussichten, am Elektrosmog, an der Volkskrankheit Angst oder an was auch immer: es gibt selbst in unserer gemütlichen Stadt Lebensmüde, welche mit einem waghalsigen Sprung freiwillig aus dem Leben scheiden, und das sind nicht wenige. Früher wurde dafür meist die Münsterplattform - Plafä - genutzt, was für die Anwohner der Badgasse mehr als unangenehm war. 1998 reagierte Bern mit der Anbringung von Auffangnetzen. Wie sich das auf die Zahl der Selbstmörder in unserer Stadt ausgewirkt hat, entzieht sich meinen Kenntnissen. Als logisch denkender Frau ist mir jedoch bewusst, dass es noch andere Sprungmöglichkeiten gibt, welche auch regelmässig und fleissig genutzt werden. Daran kann selbst die Anbringung von Plakaten mit der Nummer der helfenden Hand nichts ändern. Brücken sind da sehr beliebt, vor allem die Kornhausbrücke. Nun möchte man Bernerseits auch hier Auffangnetze installieren. Das ist ja wirklich liebt gemeint, aber da sind noch die Kirchenfeldbrücke, die Lorrainebrücke, die Nydeggbrücke, da gibt es das Inselspital und andere Hochhäuser.... Ich sehe unsere Stadt vor meinem geistigen Auge schon vollständig vernetzt und nach dem tragischen Unfall im Bärenpark gibt es wohl auch da Handlungsbedarf, aber wie?

Kann Lebensmüden die Lust auf Selbsttötung genommen werden?

Eine Variante wäre, wenn es uns gelingen könnte, den Menschen wieder Mut zu machen, Hoffnung zu geben, Zukunftsaussichten zu präsentieren. Wichtige Voraussetzung dafür wäre eine weniger negative Berichterstattung seitens unserer Medien. Also, nehmen wir sie in die Verantwortung, aber schnell bitte!

Freitag, 6. November 2009

Express-Vinifizierung...


.... oder der gefolterte Wein!

Heute gibt man nichts und niemandem mehr die nötige Zeit für eine Entwicklung. Kaum können sie selbständig stehen, werden unsere Kleinsten gefördert und überfordert, was das Zeug hält, angetrieben durch den Ehrgeiz der Eltern und natürlich auch, damit der Nachwuchs es einmal besser hat als man selber.

Mit der eigenen Person ist man jedoch auch nicht unbedingt rücksichtsvoller. Die zur Verfügung stehende Zeit wird genutzt, indem man meist zwei-drei Sachen gleichzeitig erledigt, zusätzlich angetrieben durch eine Art virtuelle Stecknadel, die wir regelmässig tief in unser Fleisch reinbohren - Autsch! Man fühlt sich wie unter Strom, und Ein- resp. Durchschlafen kann auch mal zum Problem werden, ausser vielleicht am Arbeitsplatz.

Unter Strom steht in China seit Neustem auch der Wein. Ganz gezielt wird er elektrischen Feldern ausgesetzt, um so die Reifung zu beschleunigen. Vater dieses Gedankens war der chinesische Chemiker Zeng Xinan von der Technologie-Universität Guangzhou. Die besten Resultate erzielt man übrigens mit einer Feldstärke von 600 Volt pro Zentimeter über einen Zeitraum von 3 Minuten. In diesen 3 Minuten wird aus einem unreifen, ungeniessbaren ein gehaltvoller Wein, den selbst Sommeliers als ausgewogen und harmonisch bezeichnen. Ganz risikolos ist die Sache jedoch nicht: eine geringfügig höhere Spannung macht das Ausgangsprodukt sofort ungeniessbar.

Die richtige Menge Strom bringt chemische Reaktionen zwischen Alkohol und Säuren in Gang, welche aromatische Verbindungen entstehen lassen. Zudem lässt sich mit dem Vorgehen die Konzentration von z.B. Butanol oder Propanol um bis zu einen Viertel reduzieren.

Also nach Glykol, Schwefelung und anderen Wein"veredlungs"massnahmen gibt es für den überforderten Kunden einen weiteren Entscheidungspunkt zu beachten: Expresswein oder nicht!

Dass die Weinqualität auch ganz anders beeinflusst werden kann, habe ich erstmals nach meiner Reikiausbildung festgestellt. Ich war mit meiner Schwester essen und wir hatten offenen Chianti bestellt. Der war wohl für alles offen ausser dafür, getrunken zu werden. Man hätte ihn allenfalls unter "Essigsaures" verkaufen können. Anstelle einer Reklamation entschloss ich mich zu einem Experiment. Mit blossen Händen behandelte ich den Inhalt meines Glases und nahm einen Probierschluck. Wow!!! Sanfter, offener, fruchtiger, lebendiger.... wirklich lecker. "Lass mal probieren", meinte Schwesterherz, um mir daraufhin wortlos ihr Glas sowie die Karaffe zur Nachreifung zu übergeben.

Es braucht ein wenig Zeit, etwas Geduld, das richtige Gespür und man kann wieder einmal ein kleines Alltagswunder erleben. Wer die Reikisymbole kennt, kann auch mit diesen arbeiten und wer nicht wirklich über allzuviel Zeit verfügt, kann sich auch mit dem Grander Energiestab helfen.

Ein mit elektrischem Strom behandelter Wein mag ja eventuell für den Moment gut schmecken. Wie lange und nachhaltig er dies tut, dafür fehlen momentan noch die Erfahrungswerte. Für mich ist Wein etwas Lebendiges. Ich liebe es, zu schmecken, wieviel Liebe und Inbrunst andere in dieses Naturprodukt gesteckt haben. Selbst wenn ich den Unterschied von konventionell zur Reife gelangtem und Starkstromwein rein geschmacklich nicht unterscheiden könnte, ist mir die Slow-Food/Drink-Variante viiiiiel sympathischer. Folterwein kommt mir nicht in die Tüte.

By the way: wir sollten nicht nur dem Wein etwas mehr Zeit lassen, sondern regelmässig auch uns selber! Geniessen Sie's gut!

Montag, 13. Juli 2009

Neu: Drive-in Bankomat








Eine deutsche Grossbank hat vorgestern ihren ersten "Drive In" - Bankomaten in Betrieb genommen.

So sind Kunden neu in der Lage, Bargeld abzuheben, ohne ihr Auto verlassen zu müssen. Um die Vorteile der neuen Einrichtung auch richtig nutzen zu können, gibt es gleich zwei Bedienungsanleitungen; eine für den zielstrebigen Kunden und einen für die selbstbewusste Frau von heute. Wichtiger Hinweis nebenbei: eine Taste für Chicken nuggets sucht man hier vergebens!


Für unsere männlichen Kunden:

1. Fahren Sie an den Bankomat heran.

2. Öffnen Sie Ihre Fensterscheibe.

3. Führen Sie Ihre Karte ein und geben Sie Ihre PIN-Nummer ein.

4. Geben Sie den gewünschten Betrag ein und entnehmen Sie das Geld.

5. Entnehmen Sie Ihre Karte.

6. Schliessen Sie Ihr Fenster und fahren Sie weiter.




Für unsere weiblichen Kunden:

1. Fahren Sie an den Bankomat heran.

2. Starten Sie den abgewürgten Motor.

3. Fahren Sie rückwärts, bis der Bankomat wieder in Höhe Ihres Seitenfensters ist.

4. Öffnen Sie Ihre Fensterscheibe.

5. Öffnen Sie die richtige Fensterscheibe.

6. Leeren Sie Ihre Handtasche auf dem Beifahrersitz und suchen Sie Ihre Karte.

7. Falls Sie Ihren Eyeliner entdecken, checken Sie Ihr Make-Up jetzt nicht.

8. Versuchen Sie, Ihre Karte in den Bankomaten einzuführen.

9. Öffnen Sie die Autotür, um den Bankomaten besser erreichen zu können.

10. Überlegen Sie sich eine Ausrede, die die Beule in der Fahrertür plausibel erklärt.

11. Führen Sie die Karte in den vorgesehenen Schlitz ein.

12. Entnehmen Sie die Karte und führen Sie sie in richtiger Richtung nochmals ein.

13. Nehmen Sie Ihre Handtasche und suchen Sie Ihren Terminplaner. Die PIN steht auf der ersten Innenseite unter dem Vermerk "PIN (geheim!!!)"

14. Geben Sie die PIN ein.

15. Drücken Sie auf "Korrektur" und geben sie die richtige PIN ein

16. Geben Sie den gewünschten Betrag ein.

17. Überprüfen Sie währenddessen Ihr Make-up im Rückspiegel.

18. Entnehmen Sie Ihr Bargeld.

19. Öffnen Sie die Fahrertür und heben Sie das heruntergefallene Geld auf

20. Leeren Sie Ihre Handtasche erneut aus und suchen Sie Ihre Geldbörse

21. Verstauen Sie das Geld darin.

22. Ignorieren Sie die hupenden Autos hinter Ihnen.

23. Starten Sie den Motor.

24. Starten Sie den abgewürgten Motor erneut.

25. Fahren Sie rückwärts zum Bankomaten und entnehmen Sie Ihre Karte.

26. Stecken Sie Ihre Karte in die dafür vorgesehene Hülle.

27. Betätigen Sie nicht den Anlasser bei bereits laufendem Motor.

28. Fahren Sie los.

29. Lösen Sie nach ca. 2 bis 3 Kilometern die Handbremse.