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Samstag, 18. April 2020

Coronoia, der Impfstoffreigen und die Menschlichkeit

Homo sapiens oder Monster?
Das 5. Gebot: Du sollst nicht töten
Leute, ich kann einfach nicht mehr aufhören, zu weinen. Der entsetzte, hilflose Blick dieses lebendigen, wunderbaren Geschöpfes angesichts der Injektionsnadel, welche Sekunden später in sein Auge gebohrt wird, ist zuviel für mich. Fliehen ist für das Mäuschen keine Option, zu fest sitzt der Griff der Laborantin, welche solche schändlichen Taten im Namen des Forschungsteams rund um Martin Bachmann, Inselspital Bern, ausführen muss. Bachmann selber sprüht nur so vor Selbstgefälligkeit und Übereifer auf der Suche nach dem Clou, sein Team klatscht gehorsam Beifall.

Entstanden ist das Konzept des Impfstoffes wohl nach bewährter Manier: in den Gängen und Windungen des Gehirns sogenannter Wissenschafter, welche sich einen preisverdächtigen (Nobel?) Kampf rund um die raschmöglichste Entwicklung eines Corona-Impfstoffs liefern. Da ist der Irrtum gleich mit eingebaut, und falsche Schlüsse ebenso.

Es geht um mehr als nur Ruhm und Ehre: der Rubel/Dollar/Euro oder noch lieber SchweizerFranken muss rollen. Selbstverständlich ist ein Eintrag bei Wikipedia schon reserviert, und das auf unbestimmte Zeit — zumindest bis das Rad des Wissens und der Erkenntnisse sich einmal um sich selbst gedreht hat und der jetzige Stand wissenschaftlichen Irrtums auf eine neuere Version (Neudeutsch) upgegradet werden konnte.

Wie schon immer, verlassen sich die diversen Forscherteams mehr oder weniger auch auf "Mitarbeiter Zufall". Viele Entdeckungen waren tatsächlich auf letzteren zurückzuführen.

So zum Beispiel Teflon: Chemiker Roy Plunkett experimentierte auf der Suche nach einem besseren Kältemittel mit Tetrafluorethylen. Eines Abends vergass er eine der Gasflaschen in den Kühlschrank zu stellen und fand am nächsten Tag darin ein weisses Pulver vor: die Moleküle des Gases hatten sich zu langen Ketten verbunden, dem Polytetrafluorethylen. Erst 20 Jahre nach dieser bahnbrechenden Entdeckung kam eine finnische Firma auf die Idee, mit diesem Kunststoff Pfannen zu beschichten. Etwas später hielt das Material Einzug in die Raumfahrt und zu guter Letzt entwickelte Bob Gore daraus das mittlerweile aus der Bekleidungsindustrie nicht mehr wegzudenkende Gore-Tex. Sympathisch an dieser Geschichte: es mussten keine Tiere dafür leiden und sterben!

Auch die Vulkanisation schaut auf eine solche Geschichte zurück. Charles Goodyear werkelte mit Gummi und produzierte daraus die verschiedensten Sachen: Postsäcke, Kleidung etc. Bei Hitze wurde das Material jedoch weich und klebrig, bei Kälte brüchig. Nun Kombinierte der Forscher damit verschiedenste Chemikalien, um den Stoff flexibler und beständiger zu machen. Inspiriert von jemand anderem probierte er auch die Kombi mit Schwefel. Nach vielen erfolglosen Versuchen geriet ein Teil der Schwefel-Kautschuk-Masse auf eine heisse Ofenplatte, und zur Überraschung des Experimentators hatte der Gummi nun die gewünschten Eigenschaften: robust und stabil gegenüber Witterungseinflüssen und trotzdem flexibel.

Auf so einen Zufall hoffen nun unter anderen wohl auch die gestern in 10vor10 vorgestellten drei Schweizer Forscher im Rennen um einen von einem sicher beachtlichen Teil der Bevölkerung weltweit erhofften Impfstoff gegen das Coranvirus. Dabei ist ihnen kein Weg zu weit (wo ist die Cafeteria?), kein Schmerzensschrei zu laut.

Ein Chef von mir arbeitete einige Jahre bei Ciba Geigi. Tierfreund wie er war, wollte er sich für die armen Versuchstiere einsetzen respektive ein Beenden der leidigen Tierversuche vorantreiben. Die Schreie der Tiere hallten durch die Gänge, für ihn Grund genug, die Versuche einzustellen. Man reagierte auf seine Kritik, indem man schallschluckende Wände montierte; damit war die Sache ausgestanden. Warnblinker mit Pflaster abgeklebt ….. Homo sapiens eben! 

By the way: wussten Sie, dass "Menschenfreund" Bill Gates eine ID bezüglich Impfen erstellen will: der im Körperinnern getragene Impfpass — man verlegt oder verliert ja so vieles im Alltag. Deren Name? Certificate of Vaccination ID, kurz COVID. Zufall?

Ich zittere noch immer vor Empörung. Diese Verrohung unserer Species, jedenfalls eines Teils davon, raubt mir den Atem. Da wird eingeteilt in wertes und unwertes Leben. Hatten wir das nicht schon mindestens einmal? 

Vor Jahren, als es um eine der vielen Abstimmungen rund um die Tierversuche ging, wurde ich gefragt, ob ich nicht auch froh wäre, wenn dadurch ein Medikament gefunden würde, das mir, wenn ich krank würde, helfen könnte. 

Unnötig zu sagen, dass auch das von Fleming erfundene Penicillin Freund Zufall zu verdanken ist, besser gesagt einer Schlamperei: Fleming hatte vor seiner Abreise in die Sommerferien ein Laborgefäss auf einem Labortisch stehen lassen, ungewaschen und voll mit Staphylococcus aureus. Alles andere ist Geschichte. 

Meine Antwort war ein klares NEIN! Da werden Millionen von Lebewesen krank gespritzt, misshandelt, operiert, missbraucht und massakriert im Namen einer Wissenschaft, welche diesen Namen nicht verdient! Damit jedoch ein Medikament oder Impfstoff zugelassen wird, muss er erst an Menschen getestet werden, daran denken die wenigsten. Und wenn es dann unerwartet-unerwünschte Nebenwirkungen gibt, sagt man ohne mit der Wimper zu zucken: man könne ja nicht von einer Ratte auf einen Menschen schliessen. Wo bleibt da die Logik?

Eine freie Mitarbeiterin am Schalter des TST, heute Psychologin mit eigener Praxis, hat jeweils die jungen sportlichen Studenten angesprochen, ob sie nicht etwas Geld dazuverdienen möchten. Alles was sie machen müssten, sei, sich eine Infusion setzen zu lassen und ein paar Stunden zu liegen. Es sei absolut keine Gefahr damit verbunden, alles ärztlich überwacht, und der Verdienst sei nicht zu verachten. Reihenweise hatte sie Erfolg und wurde für diese Aquise vermutlich ebenfalls grosszügig entlohnt. SHAME!

Ich wünsche mir keinen Impfstoff, weder für noch gegen Corona noch gegen irgendetwas, schon gar nicht einen, der in irgendwelchen gefühlskalten Verstandesarealen eines Forscherkollektivs konzipiert wurde und noch dazu auf dem Leid von Tieren basiert. Auch einen tierversuchsfreien Impfstoff lehne ich ab. 

Noch kann ich das tun, da das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf körperliche und geistige Unversehrtheit sowie übrigens auch Bewegungsfreiheit in der Bundesverfassung der Eidgenossenschaft als Grund- und Bürgerrechte verankert ist (Art. 10). Daselbst ist übrigens auch der Schutz der Privatsphäre aufgeführt, u.a. vor Missbrauch persönlicher Daten (Art. 13).

Seit dem 1.1.2016 ist das revidierte Epidemiegesetz in Kraft. Laut Art. 5 (Besondere Lage) kann der Bundesrat Impfungen bei gefährteden Bevölkerungsgruppen, bei besonders exponierten Personen und Personen, die bestimmte Tätigkeiten ausüben, für obligatorisch erklären. Laut Art. 7 (Ausserordentliche Lage) kann er diese Massnahmen für das ganze Land oder einzelne Landesteile anordnen.

Wer sich interessiert, kann sich unsere Grundrechte mal in voller Länge durchlesen. Interessant, wie viele dieser Rechte wir seit dem 16.3. eingebüsst haben, weil durch das Epidemiegesetz teilweise ausser Kraft gesetzt. Es ist in unserem Sinn, dass nach Zurückkehren in die Normalität wieder die Garantie auf die Gesamtheit dieser sinnigen, klaren Gesetze besteht und wir nicht das eine oder andere Grundrecht opfern, nur weil man uns lange genug Angst gemacht hat.

"Ein Floh, der unkontrolliert durch die Gegend springt, kann einen Löwen zum Wahnsinn treiben. Aber es dauert lange, bis ein Löwe einen Floh zum Wahnsinn treiben kann" 

Nein, das hat nicht etwa "Konfuse" gesagt, sondern ein Politiker: Jean-Claude Juncker, bekannt durch seine Tätigkeiten (im wahrsten Sinne des Wortes) als Präsident der Europäischen Kommission. Wie er in den Haaren von Protokollchefin Pernilla Sjölin herumwuschelt, ist unvergessen. Vielleicht suchte er ja genau nach diesen kleinen Tierchen!


Ob alle Politiker uns für gefährliche Flöhe halten, welche man unter Kontrolle bringen muss. Eines ist sicher: lassen wir die Löwen zu lange gewähren, dann könnten sie uns tatsächlich nicht nur an die Haare, sondern ans Leder gehen.

Dienstag, 8. Januar 2013

Staudamm von Belo Monte ... denn sie wissen nicht, was sie tun!

Ich weine mit diesen Menschen .....
Die Evakuierung des Kayapó-Stammes - eines Indianervolkes des Amazonasgebiets im brasilianischen Mato Grosso hat begonnen. Der Bau des hydroelektrischen Staudamms von Belo Monte wurde trotz zahlreicher Proteste und über 600.000 gesammelten Unterschriften freigegeben.

Belo Monte wird insgesamt 400.000 Hektar Regenwald überschwemmen, ein Gebiet, das grösser ist als der Panamakanal. 40.000 Menschen indigener und lokaler Bevölkerungsgruppen werden vertrieben, der Lebensraum von unzähligen Tier- und Pflanzenarten wird unwiderbringlich zerstört. Ziel: Elektrizität, die leichter, effektiver, und vor allem gewinnbringender von Investoren erzeugt werden kann.

Es bricht einem das Herz!!!! Ich weine mit diesen Menschen; traure mit den Tieren und Pflanzen und bete, dass der Mensch endlich begreift und sein Herz öffnen kann!

Der Einfluss auf den lebenswichtigen Wasserkreislauf und somit auf das Wetter respektive Klima ist nicht abschätzbar, und zwar global gesehen. Es ist dies übrigens nicht das erste gigantische Projekt dieser Art. Ich erinnere an die umstrittene Drei-Schluchten-Talsperre in China!

When will they ever learn ..... oder: When will WE ever learn?

Montag, 26. März 2012

Steckmücken offenbar Pseudomonas-Feinschmecker

da hilft nur Pseudomonas aeruginosa
Nun scheint alles klar, zumindest für die Forscher der niederländischen Universität Wageningen. Weder Farbe noch Süsse des Blutes entscheidet darüber, ob wir für Mücken attraktiv sind oder nicht. Es geht allein um die Zusammensetzung der Bakterien auf unserer Haut. Anziehend für Blutsauger scheinen vor allem Keime der Gattung Staphylokokkus. Das genaue Gegenteil bewirken Pseudomonas aeruginosa. Beide Keime gehören zum üblichen Bakterienzoo eines jeden Menschen, allerdings in unterschiedlicher Zusammensetzung. Und da die Mikroorganismen den eigentlich geruchlosen Schweiss in jene spezifischen Duftnoten umwandeln, wie sie in Garderoben oder abends im ÖV in verschiedensten Variationen ausgiebigst wahrgenommen werden können, muss jetzt wohl ein entsprechendes Mückenspray kreiert werden .... auf Pseudomonas-Basis.

Bisher hatten wir nur bakterizide Abwaschmittel, bald gibt es bakteroide Hautschutzmittel - und bei beiden Ausführungen weiss Homo sapiens noch nicht, was für Nebenwirkungen sie auf Dauer hervorrufen werden. Das Motto heisst wie immer: erst mal einfach ausprobieren und allfällige weitere Probleme angehen, wenn sie sich stellen. Zauberlehrling lässt grüssen.

Übrigens: Anstelle eines Mückensprays kann natürlich auch ein Lebensabschnittpartner mit starkem Staphylokokken-Befall sehr hilfreich sein, und sei es nur in der warmen Jahreszeit.

Dienstag, 1. Februar 2011

Transglutaminase - es (k)lebe geklebtes Frischfleisch :@

ich klebe - also lebe ich
Transglutaminasen (TGn) sind Enzyme, welche, als Biokatalysatoren genutzt, an Reaktionen in unteschiedlichsten Lebewesen beteiligt sind. Sie bieten die Möglichkeit der Veränderung physischer Eigenschaften von eiweissreichen Lebensmitteln. In Japan wurden TGn schon Ende der 80er-Jahre endeckt und werden seither als technischer Hilfsstoff bei der industriellen Herstellung von Lebensmitteln genutzt. TGn katalysieren chemische Reaktionen ohne dabei selber strukturell verändert zu werden.

Die japanische Firma Ajinomoto produziert TG in Frankreich, ein Hilfsstoff, mit welchem man aus Fleischresten in Nullkommanichts ein saftiges Steak herstellt, das sich rein optisch nicht von einem wirklichen Steak unterscheidet. Warum jedoch ausgerechnet in Frankreich? Weil da, anders als in anderen europäischen Staaten, Transglutaminase als Verarbeitungshilfsstoff in vielen Lebensmittelkategorien zugelassen ist. In den USA gilt das Enzym gar als GRAS (Generally Recognized As Safe).

Gepriesen wird auf ajinomoto.de die milchallergenfreie Bindung für Schweinefleischprodukte, die hohe Stabilität während weiterer Bearbeitungsschritte wie Slicen, Marinieren, Erhitzen und Verpacken und die Verbesserung der Produktivität durch eine Standardisierung von Produkten, also h.B. durch die Herstellung verlängerter Rohschinken-Rohlinge zur Reduzierung von Slicingverlusten. Mmmmmmmh - einfach toll???! Auf dieser Seite finden Sie auch diverse Loblieder auf ACTIVA® GS, dem Markennamen für Transglutaminasepräparationen von Ajinomoto, zum Beispiel in Zusammenhang mit Fisch!

Ich habe kürzlich den Chef der Metzgereiabteilung unserer Coop-Filiale auf TG und die falschen Steaks angesprochen. Der hat noch nie davon gehört und zweifelt auch daran, dass es so etwas gibt, je geben wird oder dass jemals etwas solches in der Schweiz zugelassen oder zum Einsatz kommen wird! Seltsam nur, dass zum Beispiel bei Konkurrent Migros Truthahnschnitzel verkauft werden, welche aufgrund ihrer kreisrunden Form und überhaupt vom Aussehen her auf einen Einsatz von TGn schliessen lassen. In Deutschland scheint die Information selbst der zuständigen Stellen ebenso schlecht zu sein. Nachforschungen von ZDF haben jedoch ergeben, dass die Gastronomie ganz oft und gerne beliefert wird. So kann eine Perlhuhnbrust mit einer Pouletbrust veredelt werden... oder umgekehrt. Aber sehen Sie doch dazu den Beitrag der ZDFmediathek! Was kann man anderes erwarten, wenn man Ingenieure an unsere Lebensmittel ranlässt!? Das würde mal wieder für eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise sprechen!!

Also wir müssen echt aufpassen, sonst fliegen uns bald die Nashörner um die Ohren... und dann kann's unangenehm werden.

Weiterer Link: 1

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rappaz - Hungern für eine gerechte Sache?

THC im Dienste der Menschheit?
100 Tage Hungerstreik - eine Nulldiät aus prinzipiellen Gründen - und ein stattlicher, nicht einmal 60jähriger Mann verwandelt sich in einen Zittergreis. 40 Kilo leichter, ein Puls von 45 Schlägen pro Minute, die Körpertemperatur auf 35 Grad und der Zuckerspiegel im Keller. Rappaz will zwar nicht sterben, doch wenn er so weiterfährt, wird das nichts mehr mit seinem Kampf für Gerechtigkeit sowie seinem Einsatz für eine zwar schulmedizinisch anerkannte Heilpflanze, deren Anbau und Handel jedoch kriminalisiert wurde, nicht klappen.

Cannabinoide sind wunderbare Schmerzmittel und werden gerade in der Palliativmedizin angewandt und geschätzt. Sie sind Morphium u.a. dadurch überlegen, als dass das THC (Tetrahydrocannabinol) selbst bei Überdosierung keine Atemdepression bewirkt. Auch habe ich gehört, dass der Patient nach der Einnahme nicht wirklich bedusselt ist sondern irgendwie noch Herr seiner Sinne bleibt. Er kann in gewisser Weise ein normales Leben führen - halt ohne oder mit weniger Schmerzen.

Was passiert jedoch, wenn es beiden Parteien in einer Sache ums Prinzip geht, ums "Munele" und Recht haben sozusagen?

Wer ist stärker?

Keiner ist bereit, auch nur einen Millimeter von seiner Sicht der Dinge abzuweichen, wobei natürlich der Staat IMMER am längeren Hebel sitzt und im Gegensatz zum Nahrungsverweigerer auch alle Zeit der Welt hat. So haben "sie" im November denn auch Rappaz Hof versteigert (um Schulden zu bezahlen), was wohl selbst beim stärksten Menschen den Lebensmut sinken und die Zukunftsängste ins Unermessliche steigern liesse. Der ehemalige Hanfbauer ist jedoch überzeugt von der Heilkraft von Marihuana. Er hungert, weil er die Strafe von fünf Jahren und acht Monaten als unangemessen für sein Vergehen betrachtet und eine Begnadigung oder zumindest Neueinschätzung verlangt.

Super, dass sich die Ärzte des Genfer Unispitals nicht vom Staat dazu verdonnern liessen, den Häftling zwangszuernähren. Sie haben Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Durch Zwangsernährung steige das Sterberisiko bis auf 60 Prozent, begründete der behandelnde Arzt seine Weigerung.

Rappaz hat über seinen Kampf ein Buch geschrieben, für welches er noch einen Verleger sucht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damit nach Rappaz' Tod sofort klappen wird und sich die Verlage um den Stoff (!!!) reissen werden. Bestimmt werden sich zudem einige Regisseure um die Filmrechte streiten. Und definitiv wird man sich in ein paar Jahren - oder eventuell vorher schon - an die Köpfe fassen und sich fragen, wie es möglich war, dass man in früheren Jahren (1970 - 20??) eine Heilpflanze dermassen verdammte, deren Anbau und Handel verbot und kaltblütig den Tod eines Mitmenschen auf sich nahm, nur weil es Leute gab und gibt, die Cannabis missbräuchlich, d.h. als Genussmittel anwenden. Ich meine, Alkohol und Tabak sind auch Drogen, oder?

Seit über 5000 Jahren ist die heilende Wirkung von Cannabis (Cannabis sativa - Hanf) bekannt. Aufgrund ihrer Verwendung als Droge wurde die Pflanze richtiggehend verteufelt. Dabei könnten deren Wirkstoffe vielen Menschen mit chronischen Schmerzen helfen. Die erste dokumentierte Erwähnung von Hanf als Heilpflanze stammt aus dem Jahr 2737 vor Christus, und zwar von Sheng-Nung, dem Begründer der chinesischen Kräuterheilkunde. Schmerz- und krampflindernd soll Cannabis sein, und angewendet werden kann es bei MS, Rheuma, Migräne und natürlich gegen die unangenehmen Nebenwirkungen von Krebserkrankungen. Im 19 Jahrhundert war Hanf ein wichtiger Bestandteil unserer Hausapotheken. Erst als die Pharmakologie Alternativen (?)brachte, wurde bei Cannabis immer stärker die Möglichkeit zum Missbrauch in den Vordergrund gestellt. Mehr und mehr aktuelle Studien legen nahe, dass die Verdammung der Pflanze auch im medizinischen Bereich ein riesen Fehler war, denn wo moderne Medikamente versagen, könnte Cannabis Abhilfe schaffen. Laut Befragungen wird das Mittel von Ärzten unter der Hand von Ärzten empfohlen. So gaben in den USA schon vor 20 Jahren 44 Prozent der Onkologen in einer anonymen Umfrage zu, ihren Krebs-Patienten zur Behandlung von starker Übelkeit und Erbrechen Cannabis empfohlen zu haben.

Gut möglich, dass die Pharmaindustrie aus finanziellen Gründen etwas gegen den legalisierten Einsatz von Hanf haben könnte, es sei denn, sie selber würde explizit beauftragt, Cannabis-basierte Medikamente herzustellen. Es gibt heute schon welche, zum Beispiel Sativex von GW Pharmaceuticals, welches bei neuropathischen Schmerzen von MS-Patienten Wunder wirken soll. Erhältlich es es seit 2005 erst einmal in Kanada. Ob und wann sich bei uns etwas tun wird?

Eines ist sicher: auf die oben beschriebene Weise werden Helden geboren, auch wenn sie dafür erst ihr Leben lassen müssen. So nahe liegen Geburt und Tod zuzsammen! Ob Bernard Rappaz den Märtyrertod sterben wird oder ob er sich mit seinem Hungerstreik tatsächlich Gehör verschafft und die Obrigkeit zum Nachgeben bringt? Ich denke eher nicht, denn der Staat - oder in diesem Fall der Kanton Wallis - geht davon aus, dass er sich nicht erpressen lassen darf.... aber überdenken könnte man allenthalben seine Einstellung rund um den Hanf... denn man sollte Volk und Medizin nicht seiner Möglichkeiten berauben, oder?

Montag, 8. November 2010

BRAVO: Deutschland geht auf die Strasse...

Menschen für und wider die Natur
... und wir könnten uns echt ein Beispiel daran nehmen. Sie tun dies für einmal nämlich nicht wegen einer Erhöhung des Rentenalters oder aufgrund geplanter Lohnkürzungen. Sie tun dies für die Natur und dafür, Lebensqualität für kommende Generationen zu erhalten. Es sind dies Aktionen gegen eine kurzsichtige, kurzfristige und rücksichtslose Planung, welche rein gewinn- und prestigeorientiert ist.

Zehntausende protestierten tagelang gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Sofortiger Baustopp und Gespräche waren ein Etappenziel, das zumindest teilweise erreicht wurde. Selbst eine symbolische Wiederbegrünung vor Ort wurde von Aktivisten durchgeführt. Man wird jedoch den Eindruck nicht los, dass sich die materialistische Sichtweise der Politiker letztendlich durchsetzen wird und der Bürger mal wieder nur die Faust im Sack machen kann. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr lange so weitergehen wird. Vielleicht braucht es nur noch den berühmten letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und die Emotionen zum überschwappen bringt.

People dare to care; besser gesagt: big enough to dare, small enough to care. Zum Beispiel jene 14jährige, die mit Erlaubnis ihrer Eltern jeden Tag vor Ort war um zu protestieren! Weil man nicht zuschauen kann, bis es zu spät ist.



Ein uralter Baum, einmal gefällt, kann nicht ersetzt werden. IKEA führt keine alten Bäume! Bäume sind kostbar, sind unsere Verbündeten und Freunde, nur sehen die ganz oben an der Macht die Zusammehänge nicht mehr, wenn sie überhaupt je etwas anderes als ihre eigenen Interessen im Fokus gehabt haben.

Aber auch die Castor-Transporte werden nicht mehr einfach kommentarlos hingenommen. Da gibt es Menschen, die sich einsetzen, mit ihrem Körper, mit ihrem Willen und ganz viel Herz. Trotz grosser Kälte haben Demonstranten die Strecke für den Atommüll-Transport blockiert. Manche haben gar versucht, die Gleise zu stürmen. Zuletzt wurden die Atomkraftgegner dann in einem improvisierten Lager solange festgehalten, bis der Staat seinen Willen durchgesetzt hatte, wieder einmal!

Wären die Politiker nicht dafür verantwortlich, im Interesse des eigenen Volkes zu handeln? Kann es im Interesse eines Volkes sein, zum Beispiel der Menschen im niedersächsischen Gorleben, 123 Tonnen französischen Atommüll zwischenzulagern? Definitiv NEIN, sollen die ihren Müll doch selber horten, wenn das die französischen Staatsbürger zulassen.

Das nur mal wieder zum Thema: saubere Energie. Wer sich mal die Halbwertszeiten von Uran etc. anschaut, kriegt echt die Krise. Der Mensch hat mit den Atomkraftwerken nicht (nur) Lösungen geschaffen, sondern massive Probleme, solche, die Tag für Tag ganz automatisch immer grösser werden. Homo sapiens? Nööö!

Für die Polizisten ist das Ganze übrigens alles andere als lustig. Logischerweise müssen sie ihre private Gesinnung in der Garderobe lassen, auch mal gegen die (eigene) Natur und gegen Leute vorgehen, die doch eigentlich nur das Beste wollen.

Im Namen von uns allen, auch kommender Generationen, danke ich all jenen Mutigen, die aufstehen, etwas tun und die uns beweisen, dass man mit Duckmäusern allein in dieser Welt nichts bewegen kann!

Mittwoch, 29. September 2010

Polyphasic Sleep.... Bieridee oder Grenzerfahrung?

Traumrealitäten...
Nur 2 Stunden Schlaf pro Tag bringen einem was? Genau, genügend Freizeit! Super!! Aber wie soll das funktionieren?

Man schläft zum Einstieg 3 Stunden und wird dann aufgeweckt. Um ein möglichst schnelles Erwachen zu gewährleisten wird das Schlafzimmer blitzartig erleuchtet, auch wenn das Licht zunächst in den Augen schmerzt. Dann geht es erst richtig los:

Auf 4 Stunden Wachphase, welche Raum für Aktivitäten lässt, folgen 20 Minuten Schlaf. Gnadenlos wird man danach aus dem Reich der Träume zurückgeholt, erneut für abgezählte 4 Stunden. Wieder gönnt man sich 20 Minuten Schlaf, bevor eine weitere 4-Stunden-Hyperaktivitätsphase eingeläutet wird ... und so weiter und so fort.

Seltsam dabei ist, dass 6 x 4 Stunden Wachphase allein schon einen 24-Stunden-Tag ergeben. Die 6 x 20 Minuten sind also ein Supplement, ein Nachschlag sozusagen. Somit haben die sogenannten polyphasic Sleepers einen 26-Stunden-Tag, es sei denn, der Wach-Schlaf-Rhythmus verschiebt sich jeden Tag um zwei Stunden.

RTL-Reporter Thorsten Sleegers hat sich auf ein 50-Stunden-Experiment unter medizinischer Aufsicht eingelassen, wobei in der heutigen Folge nicht ganz klar war, ob er es auch abschliessen konnte, denn nach dem ersten Tag ging es ihm plötzlich dermassen dreckig, dass sich die Leiter des Schlaflabors diesbezüglich nicht ganz sicher waren. Es wird also spannend bleiben.

Auf was für schwachsinnige Ideen der Homo sapiens... wohl besser spinnerens immer wieder kommt. Wäre der Mensch für so ein Phasenleben eingerichtet, würde die Sonne naturgegeben ebenfalls diesem Rhythmus folgen respektive ihn erst auslösen. Sie würde also 4 Stunden scheinen, für 20 Minuten verschwinden, 4 Stunden scheinen... Dass dem nicht so ist, zeigt uns Helios bei schönem Wetter ganz prachtvoll.

Thorsten hat jedenfalls herausgefunden, dass 50 Stunden Schlafentzug unter anderem eines machen: unkonzentriert und aggressiv. Eine Nacht ohne Schlaf - für Spitalärzte übrigens leider brutaler Alltag - wirkt auf den Körper wie 1,8 Promille im Blut! Wenn man die zahlreichen Selbstversuche in der Blogosphäre verfolgt, sprechen viele der Probanden von luziden Träumen, ganz oft vom Fliegen. Solange sie das dann nicht im Wachzustand versuchen indem sie sich aus dem nächsten Fenster stürzen, geht es ja noch. Viele stellen ihr Experiment wieder ein, weil es zwar kurzfristig tatsächlich möglich zu sein scheint, sein Schlafverhalten zu ändern. Die Frage ist, wie lange man es durchhält, ohne krank zu werden. Viele berichten übereinstimmend von Charakterveränderungen. Das grösste Problem scheint jedoch für die meisten zu sein, dass sie nicht wissen, was sie mit der vielen gewonnenen Zeit anfangen sollen. Blöd ist das Ganze auch für Leute, welche unter Einschlafschwierigkeiten leiden und während der doch eher kurzen Ruhephase den Schlaf nicht finden. Wer mehr als 20 Minuten braucht, bis er einschlafen kann, soll nicht einmal mit dem Gedanken spielen, diesen Schwachsinn selber auszuprobieren.

Was aber die gewonnene Zeit anbelangt, hätte ich da so eine Idee: wie wäre es mit einem praktischen Table-Dance-Tournier mit Partner, bei welchem man sich nicht einmal vom Tisch zu erheben braucht.... das bringt den richtigen Schwung und weckt garantiert die Lebensgeister.




Und wenn Ihr Mann nicht will, dann fragen Sie Ihren Hund oder ... sorgen dafür, dass Ihr lästiger Wecker endlich das zeitliche segnet! Gute Nacht!

Mittwoch, 21. April 2010

Rauchen verboten, auch für Vulkanos!


Das ist einfach unglaublich; kurz bevor die Schweizer Raucher in sämtlichen Kantonen vor die Tür gesetzt werden, wenn sie ihrem Hobby frönen, zeigt einer mit dem unaussprechlichen Namen "Eyjafjallajökull" uns allen, wie Rauchen beim Profi aussieht. Und die Welt hält den Atem an, vor allem diejenigen, welche alles in Dollars oder Euros umrechnen. Die machen sich gerade vor Angst in die Hose; überschlagen, wieviele Milliarden allein das Grounding der Flieger kostet. Die Meteorologen wagen bereits erste Voraussagen darüber, ob der Sommer ins Wasser fällt oder gar mit Eisblumen aufwarten wird und die Fernsehmacher verunsichern ihre Zuschauer mit Horrorszenarien wie z.B. Hungersnöten und deren Wirkung auf die niedrigsten menschlichen Instinkte.

Die Isländer haben derweil ganz andere Sorgen. Ihnen geht buchstäblich die Luft aus. Ohne Atemmaske und Brille geht da keiner mehr ausser Haus und die Tiere können kaum geschützt werden. Unfassbar, wie es dort vor Ort aussieht!!!! Obwohl man weiss, dass Asche eigentlich fruchtbar wäre und wichtige Pflanzennährstoffe enthält, wird dem Betrachter sofort klar, dass es wohl noch eine ganze Weile dauert, bis man der aktuellen Situation etwas Positives wird abgewinnen können.

Jeder Körper hat eine Art Selbstheilungsprogramm, darauf programmiert, stets ein Optimum wiederherzustellen. Könnte es sein, dass die Erde, die ja ebenfalls ein Lebewesen mit einem physischen Körper ist, sich in Sachen Klimaerwärmung was hat einfallen lassen, notgedrungen?

Wie NASA-Videos beweisen, haben die kalten Temperaturen dieses Winters bereits dafür gesorgt, dass das Eis der Arktis am Nordpol massiv zugelegt hat, und das gerade mal in der Zeit zwischen dem 1. September 2009 und dem 30. März 2010.

Der Mensch hat in den Jahren der Industrialisierung einiges durcheinandergebracht, in seiner Gier nach endlosem Wachstum. Unser Klima hat sich tatsächlich verändert. Meiner Meinung nach haben auch die gigantischen Antennenfelder HAARP (s. Kurzum-Blog 11.6.2007) darauf einen massgeblichen Einfluss. Man schaue sich nur einmal einige der US-Patente in diesem Zusammenhang an.

Eines ist sicher: es sind bestimmt nicht Islands Raucher die sich zu einer gemütlichen Paffrunde im innern des Vulkans zusammengefunden haben. Man hofft und betet nun einfach, dass Eyjafjallajökulls grosser Bruder Katla nicht plötzlich geweckt wird und dass sich die Situation bald einmal normalisieren möge. Was aber, wenn Eyjafjallajökull nicht innert nützlicher Frist zum Nichtraucher wird?

Die Rauchzeichen führen uns jedenfalls etwas überdeutlich vor Augen: wir haben es nicht im Griff.... wir haben gar nichts im Griff, wenn es um die Natur geht!

Freitag, 16. April 2010

Wespentaillen-Alarm


Wie das Wort eigentlich!! ganz klar ausdrückt, ist eine solche Taille der Wespe vorbehalten. Bis zu Beginn des 20 Jahrhunderts sorgten Korsetts dafür, dass den Frauen nachhaltig die Luft wegblieb. Da sie damals sowieso nicht viel zu sagen hatten, war das sozusagen irrelevant, jedenfalls für den männlichen Teil der Bevölkerung.

Das scheint heute nicht mehr ganz so zu sein. Der Gatte von Ioana Spangenberg, einem Möchtegernmodel aus Brandenburg, unterstützt sie darin, mit ihrem Taillenumfang ins Guiness-Buch der Rekorde Einzug zu halten. Es fehlen ihr noch ungefähr 6 Zentimeter. Herr Spangenberg ist übrigens um einiges ehrgeiziger als seine asthenische Frau.



Die "Königin der Wespen(taillen)" heisst Cathie Jung, wobei Jung nur der Nachname ist, denn Cathie gehört mit ihren 71 Jahren zu den etwas älteren Semestern. Uneingeschnürt bringt sie es auf 43 Zentimeter, den Weltrekord hält sie geschnürt mit 38 Zentimetern plus angehaltener Luft sowie dem Potential zur Blasenschwäche.

RTL machte mit Ioana Spangenberg die Probe aufs Exempel. Wie schädlich sind solche Ambitionen? Die 1 Meter 75 grosse Frau bringt knappe 39 Kilo (BMI 12,73) auf die Waage. Essen kann sie nur ganz wenig, da sie ihr Korsett 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag tragen muss.... Feiertage inbegriffen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) bringt es an den Tag: Ioana's Innereien leiden! Der Magen liegt 20 Zentimeter tiefer als normal, und zwar im Unterbauch. Ihre Nieren haben sich um 15 Zentimeter nach oben verschoben und sind bereits dermassen eingedellt, dass der Arzt die Frau darauf hinweisen muss, dass sie ein lebensbedrohliches Risiko eingeht, sollte sie dieses Experiment weiterführen und dem Körper nicht umgehend die Chance geben, sich zu regenerieren, wenn das überhaupt noch möglich ist.

Ioana ist ernstlich beeindruckt. Sie habe nicht gedacht, dass sie ihre Gesundheit riskiere. Ihr Gesichtsausdruck lässt erkennen, dass sie Willens ist, sich selber die (Atem)Freiheit wiederzugeben, die wir Frauen seit ungefähr 1920 geniessen. Ihr Mann scheint damit nicht einverstanden zu sein: "Du wolltest doch eigentlich was erreichen? Was wolltest Du erreichen? Berühmt werden, genau, und das wirst Du bei Deinem durchschnittlichen Aussehen eben nur, wenn Du weiter auf Rekordkurs bleibst."

Der Frau kann ich nur folgendes raten:
1. Mann verlassen
2. Künftig einen grossen Bogen um ihn machen
3. Korsetts verlegen, verlieren, zerschneiden
4. Atmen und Essen
5. Leben geniessen und die Wespentaille künftig den Wespen überlassen
Kommentar: geit's no? resp. homo spinnerens!

Freitag, 2. April 2010

Das Störende an Kaviar....


Das Störende an Kaviar ist das Störende (Stör-Ende) .... und genau darauf baut das Tropenhaus Frutigen. Die Fische teilen die Begeisterung über die geplante Leistungssteigerung wohl mit Nichten (und Neffen), heisst: äusserst ungern. In diesem Herbst voraussichtlich 150 Kilo eigenen Kaviar genügt den Produzenten als "Ernte"ertrag nicht.... nein, man beabsichtigt, diesen Ertrag jährich um 500 bis 600 Kilo zu steigern!!

Das ist das Problem bei uns Menschen: wir wollen mehr - IMMER, unendlich, grenzenlos. Man nennt das, glaube ich Gier, und diese Gier ist verantwortlich für die allmähliche Zerstörung unserer Umwelt, der nur die Natur selber mit ihren ewig wirkenden Reparaturmechanismen noch etwas entgegenhalten kann.

Persönlich mag ich Kaviar überhaupt nicht. Obwohl ich weiss, dass die Geschmäcker verschieden sind, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass jemand das widerliche Zeug ehrlich mag. Es zu mögen könnte in unserer Cüpli-Gesellschaft auch einfach Prestigeangelegenheit sein, so wie unser Essverhalten mehr und mehr Züge einer gewissen Dekadenz aufweist.

Der Stör selber hat ein wunderbares, schmackhaftes Fleisch und jede Menge Omega3-Fettsäuren. Ob er sein Leben liebt, an ihm hängt oder es gerne in den Dienst der Gesundheit anderer stellt, darüber wurde er wohl bisher nicht befragt. Wie er es wohl sehen würde, dass seine potentiellen Nachkommen sekundenschnell den Gaumen irgendwelcher Gourmets oder Gourmands kitzeln, bevor sie, etwas weiter unten, in Magensäure eine andere Lösung finden?

Donnerstag, 12. November 2009

Bärenpark bärenstark?









Meine Herren, das sieht aber mal wieder trostlos aus! Als 1994 gesammelt wurde, um den seit 1974 unveränderten Bärengraben etwas den Bedürfnissen seiner Bewohner anzupassen, habe ich gespendet, gerne und voller Freude. Als Resultat hatte ich mir ein Bärenparadies vorgestellt, damit sie sich wohlfühlen würden wie einst Balu im Dschungelbuch....



Entstanden ist dann eine Anhäufung von Betonklötzen, deren Anordnung willkürlich zu sein schien. Jemand hatte ein paar Steinquader fallen lassen und dann mochte sie wegen des Gewichts keiner mehr zurechtrücken; etwa so sah das aus. Die Bären fühlten sich vermutlich nicht wohler als vorher. Nix von Gemütlichkeit und Lebens(t)raumatmosphäre.

Offenbar war der Zustand der Anlage auch einigen Politikern ein Dorn im Auge - eine Schande für die Hauptstadt eines so wichtigen Landes wie der Schweiz - und so wurde 2001 erstmals die Idee eines Bärenparks einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft gemacht. 10'000 qm bärengerechte Umgebung mit der Möglichkeit, ausgiebigst zu plantschen. Klang schon mal nicht schlecht.

Bereits die Umbauphase brachte es an den Tag. Die meisten Menschen können sich nicht einfühlen. Was Männern schon bei Frauen nicht recht gelingen will, klappte in Bezug auf Meister Petz auch nicht besser. Als erstes wurden mal die Bäume gerodet. War ja auch irgendwie störend, dieses wunderschöne Waldstück. Danach wurde der Hang mit Betonklötzen in eine Art Terrassenlandschaft umgestaltet, welche sich vielleicht für den Reisanbau eignen könnte, sollte es Finn und Björk nicht gelingen, sich da einzuleben. Keiner hatte mit einem instabilen Hang gerechnet und so schlagen die ursprünglich auf 9,7 Millionen geschätzten Kosten schlussendlich mit total 24 Millionen zu Buche. Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat so viel Pinkepinke, wer hat so viel Geld?



Das ist für mich nicht einmal die Hauptfrage bei dem Ganzen. Die viel brennendere wäre: wem gefällt dieses typische Beispiel von "Planung bei uns und anderswo", welche eine der besten Darstellungen davon ist, dass alles in den Köpfen und Computern funktioniert, eventuell auch irgendwie noch aussieht (bevor es doch noch zusammenfällt), aber garantiert ans Zielpublikum - in diesem Fall den Bären - nicht wirklich angepasst ist.

Unsere Stadt hat mal wieder den Vogel abgeschossen und das Geld gleich Kübelweise zum Fenster rausgeworfen. Nun versuchen die Verantwortlichen, unterstützt von unserem Stappi, däm Lappi, alles noch mit Superlativen wie "wunderschön, fantastisch" etc. schönzureden, bis wir es dann alle selber glauben.

Bern hat nicht nur einen Hang zu Bären sondern auch ausschliesslich einen Hang für die Bären, einen, der hoffentlich nicht doch noch ins Rutschen kommen wird.

Auf einer Skala von 1 - 10 gibt das minus 30 Punkte.

Dienstag, 3. März 2009

Verwirrte Wale...


...oder verwirrte Menschen?

Seit geraumer Zeit - wie gerade jetzt auch wieder 200 Wale und Delphine in Australien - stranden Meeressäuger, weil offenbar ihr Sonarsystem gestört zu sein scheint. Orientierungslos geworden steuern sie direkt in den beinahe sicheren Tod.

Man rätselt und vermutet, worauf das zurückzuführen sei. So fallen denn in diesem Zusammenhang auch Worte wie Wasserverschmutzung und Klimaveränderung. So soll die Anzahl der gestrandeten Tiere vor allem dann zunehmen, wenn starke Winde kaltes Wasser in die Nähe der Küsten treibe. Da im kühleren Wasser mehr Nahrung enthalten sei, folgten angeblich die Tiere unbedacht ihrer Beute und gerieten so in Gebiete mit flachen Küstengewässern, aus denen sie sich nicht mehr selber befreien können.

Aber auch Schwankungen im Erdmagnetfeld sollen sich fatal auf den Orientierungssinn der Meeressäuger auswirken, meinen einige Experten.

Sehr selten, und meist nur dank diverser Umwelt- oder Tierschutzorganisationen, geraten jedoch in diesem Zusammenhang auch die Manöver der Nato und der Marine resp. deren Sonartests in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Darf man in diesem Zusammenhang überhaupt Klartext sprechen? Kriegt man eine mediale Plattform, oder wird einem einfach ein Maulkorb verpasst oder gar eine Fiche angelegt.

Im März 2000 strandeten offenbar 18 Tiere innerhalb von 24 Stunden auf den Bahamas als Folge von Unterwasser-Schallversuchern der US-Marine mit Mittelfrequenz-Sonar, wie eine von der Navy selber in Auftrag gegebene Studie ergab. Die Untersuchung der Walköpfe, durchgeführt von der Woods Hole Oceanogprahic Institution und der Harvard Medical School, zeigten Blutungen und Gewebezerstörungen in den Bereichen des Innenohrs, des Rachens und im Gehirn, verursacht durch unter Einwirkung mechanischer Kräfte entstandenem Druck.

2002 verendeten 4 Stunden nach einem Unterwassermanöver einer spanischen Marine-Einheit (mittels Echolot in mittlerer Frequenz) 14 Schnabelwale an der Küste Lanzarotes und Fuerteventuras. Eine Untersuchung der Kadaver durch britische und spanische Forscher ergab, dass die Tiere an einer bei Walen bisher nicht bekannten Taucherkrankheit litten. Kleinere Blutgefässe waren wie durch Explosionen zerstört. Anzeichen für eine sonstige Erkrankung gab es bei den Walen nicht. Die Verletzungen entsprachen denjenigen, wie sie bei einer Bläschenbildung durch schnelle Dekompression entstehen. Der zu schnelle Druckabfall bei raschem Auftauchen ist offenbar auch für Wale lebensgefährlich und führt zu einer Bildung von grossen Stickstoffblasen, entweder ausgelöst durch das Echolot selber oder aber die Wale büssen durch die Beschallung ihr Gespür für die Meerestiefe ein und tauchen in der Folge zu schnell auf.

Im Juli 2004 sind nach einem Seemanöver der Nato 400 Kilometer nördlich des kanarischen Archipels erneut tote Wale an die Küste der Kanarischen Inseln gespült worden.

Das sind alles keine Einzelfälle, wie uns Google zeigt. Es passiert sehr oft, allzu oft, leider.

Da sich nun offenbar der Verdacht zu verdichten scheint, dass tatsächlich militärische Manöver für das Verenden so vieler Wale und Delphine verantwortlich sind, müssen solche Manöver meines Erachtens sofort verboten werden. Müssten!!! Eigentlich!!! Doch jedesmal nach solchen Massen-Walstrandungen begibt man sich erneut auf die Suche nach Erklärungen. Weltweit stösst man dank vieler Wissenschaftler und Spezialisten auf über 40 angebliche Ursachen. So sei die soziale Bande bei Walen ein riesiges Problem, denn wenn das Leittier orientierungslos umherirre oder gar den Freitod wähle, dann folgen ihm die anderen Tiere, weil sie helfen wollen, meinen dazu einige unserer überstudierten Leittiere und Meinungszersteuber. Was nicht sein darf, ist nicht! Punkt und Schluss.

Wie würde wohl eine Welt aussehen, in der Männer - und es sind nun mal meistens die Jungs - nicht dauernd Krieg spielen wollten? Einfach unglaublich anders! Wunderbar!! Und die freiwerdenden finanziellen Mittel könnte man in die Produktion sinnvoller Dinge fliessen lassen, da würde soviel positive Energie freigesetzt!!!

Träumen wir also von einer Welt, in welcher die Natur sich erholen kann und Pflanzen und Tiere wieder eine Chance haben. Und vergessen wir niemals: was ich mir vorstellen kann und auch regelmässig vorstelle, wird irgendwann einmal Wirklichkeit.

Und überlassen wir es nicht einfach andern, den armen Tieren zu helfen!

Mittwoch, 4. Februar 2009

MÄNNER!! Unterbruch der Stromzufuhr...


...oder doch eher einer in der Interaktion männlicher Gehirnareale.

Wer nicht auf Facebook mit mir verlinkt ist, hat diesen Erklärungsversuch unterschiedlichen Denkens und Funktionierens von Mann und Frau noch gar nicht gesehen. Da stehen "Boxes" gegen "Wires", da steht Isolation gegen Interaktion, da steht die berühmte "Nichtsschachtel" unseren weiblichen Emotionen gegenüber.... Es erklärt alles....


Fast alles!!!! Gestern wurde unser Briefkasten mit einer Info des EWB beehrt "Unterbruch der Stromzufuhr Donnerstag zwischen 18 und 21 Uhr". Halloooo!!! Das Tageslicht wird genau zu dieser Zeit ausgeknipst und wir sollen zur Verhinderung von Schäden alle Stecker von PCs, Stereoanlagen, Radios, Telefonen, Faxgeräten, Generatoren, Solaranlagen etc. ziehen oder gleich alle Sicherungen rausschrauben.

Da hat es bei mir gleich ein paar interne Sicherungen "geputzt". Warum in aller Welt sind die Geschäftsleidungen nur von der männlichen Species bevölkert. Was anderes als ein Männerhirn kommt auf solch abstruse "Lösungen"? Sorry Jungs!!!

Ich habe ja keine Kinder - noch nicht =D !!!! Dennoch habe ich mir überlegt, was Mütter in dieser Zeit mit ihren Kindern machen. Die Väter können ja zum Italiener ausweichen, aber die Frauen? Okay, es gibt Kühlschrank, allerdings darf der nach Eintritt des Stromunterbruchs zum Schutze des Inhalts nicht mehr geöffnet werden. Dass die Heizung dann natürlich ausfällt, ist klar. So wird die Wohnung schön auskühlen, was zu einem familiären Massenlager einlädt. Aufpassen muss man beim Vorlesen der Gutenachtgeschichte, dass man die Bettdecke nicht in Flammen setzt, denn so eine Kerze ist auch nicht alles. Am besten besorgt man sich vorher eine Stirnlampe, wie wir sie vom Onkel Doktor kennen.

Was aber ist mit uns PC- und TV-Junkies. Gibt es spezielle Auffangstationen und wie um alles in der Welt werden wir uns auf EINE Sendung einigen können. Gilt dann das Faustrecht oder werden zur friedlichen Lösung iPhones verteilt, damit jeder seinen Abend nach eigenem Gusto gestalten kann? Wir könnten natürlich zwei Strassen weiter um Asyl ersuchen, aber ob die Leute dort auch "das perfekte Dinner" reinziehen möchten, ist wohl eher fraglich.

Tagsüber wäre das Problem mit der Helligkeit ein klitzekleinwenig besser zu lösen gewesen. Interessant ist, dass diese Zeitspanne gewählt wurde, weil 5 Geschäfte bis 18 Uhr arbeiten möchten: ein (S)Treuhänder, ein Immobilienheini, ein Malergeschäft, ein Architekt sowie die bedrohten Völker. Betroffen sind allerdings 16 Wohnblöcke.

Mein Vater hat nun bemerkt, dass unser Haus in dieser speziellen Schicksalsgemeinschaft gar nicht mit aufgeführt wurde. Hei SUPER, das ist ja ein Glück. Ich frage mich nun, wann das Notstromaggregat geliefert wird? Danke EWB!!
Einer Wird Beliefert =D

Mittwoch, 7. Januar 2009

Klimaerwärmung ... Hallo??


Immer diese leeren Versprechungen!!! Wenn noch einmal wer wegen der bedrohlichen Klimaerwärmung rumstänkert, dann setzt's was und er oder sie muss mindestens für eine Stunde nackt auf die Strasse.

Es ist ja momentan wirklich arschkalt (Tschuldigung). Gottseidank habe ich mir letztes Jahr eine super Winterjacke geleistet. Es ist für mich tatsächlich der erste Winter, der einigermassen erträglich ist. Ein wenig mit mir ringen musste ich schon, sind da als Füllstoff Daunen drin. Bei Daunen klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken, ebenso wie bei Gänseleber. Allerdings hatte ich es einfach satt, immer vier Pullis unter der Jacke anzuziehen und auszusehen wie eine Presswurst kurz vor dem Platzen... und immer noch zu frieren.

Heute morgen nun stand ich beim Coop unter, um etwas windgeschützt auf meinen Bus zu warten. So war es doch einigermassen erträglich. Plötzlich brachte einer der Coop-Angestellten eine Frühlingsüberraschung ins Spiel respektive vor die Tür: Blumenzwiebeln in Glasgefässen und gelbe Narzissen. Hei, die armen Blumen, einfach so mitten im Durchzug und ohne nichts, dabei hatten die doch gar nicht über die Klimaerwärmung gestänkert.

Gestänkert habe ich dann nicht grad, aber nachgefragt, ob es bei diesen Aussentemperaturen für Frühlingsblumen nicht schlicht und ergreifend zu kalt sei... ich meine, es war nicht einmal Null Grad warm. Das überforderte den Befragten bei weitem: die Gärterin sei leider grad nicht zur Stelle....

So mussten denn diese armen Wesen den unwirtlichen Standort weiter erdulden, obwohl sie, laut meiner Freundin Wiki, sonnige bis halbschattige Standorte in nährstoffreicher, feuchter (nicht gefrorener) Erde bevorzugen.

Ob sich Blumen auch den Arsch abfrieren können? Homo sapiens lässt grüssen :-(