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Samstag, 25. April 2020

Let’s Dance 2020: Ilka Bessin und die Netikette

Anständig bleiben bitte 🙏 Dankeschön
RTL setzt auch dieses Jahr besonders Motivierte und Nervenstarke jeweils Freitags stundenlanger Werbung aus, unterbrochen durch einige, teilweise höchst sehenswerte Tanz-Momente.

Die meisten Zuschauer schalten logischerweise wegen des Tanzens ein und nicht wegen Empfehlungen für Wimperntusche, Tampons, Intimrasierern, Smoothies oder was auch immer. Einige davon verstehen sogar etwas von Tanzen; das sind die Leittragenden, denn sie müssen Sachen über sich ergehen lassen, die für ein geschultes Auge nur schwer zu ertragen sind.

Jedes Jahr bekommt besonders ein Promi sein Fett weg, nicht nur physisch, sondern vor allem was Negativ-Kommentare bis hin zum Shitstorm anbelangt. Es sind dies - gut sichtbar - erklärte Nichttänzer. Und es läuft immer nach dem gleichen Muster ab: von der Jury die niedrigste Punktzahl, von den Anrufern weitergeschickt. Gute bis sehr gute Tänzer müssen die Show verlassen, weil sie von diesen Publikumslieblingen mit grosser Fanbase weggedrängt werden.

Man erinnere sich zum Beispiel an Ulli Potofski. Er schaffte es trotz schlechtester Wertung aller Zeiten sogar bis in Show 9. Oder letztes Jahr Kerstin Ott, eine liebenswürdige Person zwar, die leider wirklich nicht tanzen kann. Sie bat ihre Fans, sie nicht mehr weiterzuwählen und durfte in Show 5 endlich gehen.

In der aktuellen Staffel scheint diese undankbare Rolle Ilka Bessin übertragen worden zu sein. Ihre Fangemeinde scheint riesig zu sein und so hat sie denn gestern ihr Ticket für Show 9 erhalten. Zittern mussten dagegen die tänzerisch viel begabteren Laura Müller und Martin Klempnov, der dann letztlich seine Sachen packen musste.

Ilka sagte kürzlich, sie sei über die Hass-Kommentare im Netz schockiert. Sie wird aufs übelste beleidigt und beschimpft, was natürlich sehr verletzend und nicht leicht auszuhalten ist. Sie machte sich schon Gedanken, aus der Show auszusteigen. Allerdings ist wohl ein Handtuch-Werfen in den AVB’s nicht vorgesehen.

Die Kommentare hören/lesen sich schrecklich an. Ich frage mich immer, was für Leute dahinter stecken! Tut mir echt leid für Ilka. Allerdings sind ihre Performances leider wirklich keine Augenweide, aber sie hat wenigsten ihren Humor hinüberretten können. Sie hat dieselbe sympathische Berliner Schnauze wie einst die göttliche Grethe Weiser — aber eben, es geht bei Let’s Dance um TANZEN!

Wie schon mehrfach vorgeschlagen, sollte das Konzept überdacht und auch geändert werden. Zum Beispiel wie in Dancing on Ice, wo die Jury entscheidet, wer von den "Zitterern" die Show verlassen muss. Auch dürften die Zuschaueranrufe nicht gleich gewertet werden, wie das Voting der Juroren.

Eines ist sicher, Sieger*in wird jemand anderes werden. Nächste Woche, spätestens übernächste, wird für Ilka Schluss sein. Favoritenpaare sind wohl:

Lili Paul-Roncalli — Massimo Sinató
Tijan Njie — Kathrin Menzinger
Luca Hänni — Christina Luft
Moritz Hans — Renata Lusin

Lili hat gute Chancen, ist sie doch fleissig, bescheiden, sympathisch, begabt, tanzbegeistert und wird sogar von Frauen in den Kommentaren gelobt.

Tijan hat gute Moves drauf, wird von Motsi in den höchsten Tönen gelobt und kommt auch in den Kommentaren gut weg. Seine Partnerin ist dagegen nicht so beliebt bei den Leuten, also da könnte es hapern.

Luca Hänni ist sympathisch, gilt als Frauenschwarm, hat sich super entwickelt, kann Kritik annehmen und umsetzen, ist respektvoll. Er erntet damit viel Lob und lauter positive Kommentare. Viele finden sogar, er habe den Sieg verdient.

Moritz Hans ist eine coole Socke und wird auch so eingeschätzt in den Kommentaren. Seine Leistungen schwanken jedoch ein wenig zwischen überhängend und nicht schlecht. Manchmal ist er nicht ganz auf dem Takt, aber der hat ein Riesen-Potential! Er hat jedoch wohl nicht so viele Fans wie zum Beispiel ein Luca.

Läuft alles nach Programm, werden wir am 22. Mai mehr wissen. Es bleibt also spannend!

An der mangelnden Netikette, ob in Zusammenhang mit Let's Dance oder auch sonst, wird sich wohl so bald nichts ändern, leider!

Freitag, 17. Januar 2020

#RosinsFettkampf — oder besser: FettKrampf?

LowFat - LowCarb - LowQuality-TV
Manchmal ist es mit TV wie bei einem Unfall: Du kannst einfach beim besten Willen nicht wegschauen.

Mit Diäten habe ich Erfahrung. Seit Jahrzehnten bin ich immer mal wieder am Abnehmen. Am meisten Erfolg hatte ich 2011 mit Weight Watchers, und ich konnte mein Goldgewicht auch gute 3 Jahre halten, bis zu einer Ernährungsumstellung 2014 zuerst auf vegetarisch, dann vegan. So ging ich die eingefahrenen Erfolgsstrukturen schnell wieder verlustig. Habe sie auch nach der Rückstellung auf Allesesserin nicht mehr wiedergefunden.

2017 versuchte ich es nochmal mit WW, allerdings hatte da einiges geändert. Damals hätte nämlich ein Gläschen Orangen-Karottensaft satte 5 Punkte gekostet, und das mit gerade mal 98 Kilokalorien. Bei einem Tages-Guthaben von 28 Punkten war das etwas zwischen einem Fünftel und einem Sechstel Tagesbedarf. Hätte man zu diesem Getränk noch 2 Esslöffel Mascarpone Léger (101 kcal) gegessen, hätte man weitere 5 Punkte weggeputzt. Ein Drittel des Tagesbedarfes hätte also 199kcal entsprochen. Ein Teller Spaghetti Bolognaise im Restaurant (27 Punkte/886 kcal) und ich hätte gerade noch einen Punkt übrig gehabt. Klar gab es noch die Wochenextras und Nullpunkter, aber der Aufbau der Punktevergabe war meines Erachtens eher im LowCarb-Bereich angesiedelt, und das vertrage ich gesundheitlich nicht. Ich hatte keinen Bock (109 kcal/100g) mehr! Auch lag allein mein Grundumsatz damals um die 1200 kcal. Aufgrund gesteigerter Lebenserfahrung 😜 ist er heute entsprechend höher.

2020 scheint das Konzept bei WW wieder völlig überdacht und überarbeitet worden zu sein und man könnte sich tatsächlich überlegen, wieder einzusteigen! Könnte — denn nach der Diät ist vor der Diät und vor der Diät ist nach der Diät! LEIDER!

Was ich da bei Rosins Fettkampf bis jetzt gesehen, ist hahnebüchen und widerspricht allem, was Ernährungsberater einem nahelegen. In den ersten zwei Wochen gab es Kandidaten mit einem Gewichtsverlust von 10 und mehr Kilo. Bei WW sprach man 2011 von 1 bis 1,5 Kilogramm pro Woche als Ziel. Druck sollte absolut keiner ausgeübt werden, man sollte seine Ernährungsumstellung locker angehen, sein Ess- und sonstiges -verhalten überdenken und so eine nachhaltige Änderung herbeiführen.

Frauen nehmen generell viel langsamer ab als Männer. Der Anteil Muskelmasse ist bei letzteren mit zirka 38% höher als bei uns mit 31%. Dafür punkten Frauen beim Fettanteil, leider: mit 45 Jahren sind es bei uns ganze 30% gegenüber 22-24% bei Männern. Cellulitis z.B. fehlt bei Adam nicht aus ästhetischen Gründen, sondern weil bei ihm Bindegewebe anders, also netzartig aufgebaut und fester ist. Bei uns Evas verlaufen die Bindegewebsfasern senkrecht zur Hautoberfläche. An solchen Tatsachen ist nicht vorbeizukommen, beim besten Willen nicht.

Rebecca Siemoneit-Barum (1977 - LowFat-Teamchefin) hat deshalb einen schweren Stand gegenüber Willi Herren (1975 - LowCarb-Teamchef). Von den körperlichen Gegebenheiten her KANN sie gegen ihn eigentlich nur verlieren, es sei denn, er gönnt sich hie und da ein paar Bierchen, und das gleich jeden Tag. Dies obwohl man die Abnahme prozentual zum Ausgangsgewicht anschaut. Die beiden gegeneinander antreten zu lassen ist ebenso schwachsinnig wie ein Wettkampf der beiden, schwanger zu werden, nur weil beide in etwa gleich alt sind🤪.

Rebecca war wütend auf sich, traurig und frustriert, bereits zum zweiten jemanden von ihrem Team nach Hause schicken zu müssen. Und ihr Team ist allmählich richtig sauer auf sie — das spürt sie, das merkt auch der Zuschauer.

Rosin selber macht während der Dreharbeiten 16/8, also intermittierendes Fasten, was für viele noch die erträglichste aller Diäten ist. Als Ernährungsberater würde ich ihn jedoch nicht bezeichnen, selbst wenn er ein Buch mit Schlankheitsrezepten (Gesund und Fit mit Frank Rosin) herausgegeben hat.

Erfahrungsgemäss wird es nur besser mit dem ewigen Diätwahn, wenn plötzlich andere Probleme und Zipperlein überwiegen. Man vergisst dann vollkommen, dass da doch auch noch etwas war 🧐 Gottseidank! 🙏

Freitag, 18. Mai 2018

#Tamynique - Outing als Karrierekick

Outing als Karrierekick 🤔
Tamynique, ein sogenanntes Kofferwort, zusammengesetzt aus Tamy und Dominique. Ein Trend aus Amerika: Brangelina schrieben praktisch Geschichte, wenn auch eine ohne Happy End.

Taminique, DAS Vorzeigepaar, wenn es um gleichgeschlechtliche Liebe geht!

Tamy Glauser war ohne das "Nique" wohl vor allem Mode-Insidern bekannt und zwar als androgynes Model. Sie kann sowohl als Frau als auch als Mann über den Laufsteg gehen und trifft damit voll den Nerv der Zeit. Da mittlerweile Modeln auch für zahlreiche Männer DER Traumberuf schlechthin ist, wäre das eigentlich nicht nötig, aber Logik hat ihren Stammplatz wohl in einem anderen Business.

Dominique Rinderknecht wurde 2013 zur Miss Schweiz gekrönt - Punkt! Das ist jedoch auch schon ganze 5 Jahre her. Was sie nach ihrem Amtsjahr so alles getan hat, darüber schweigt das Internet sich aus, und zwar bis zu jenem Moment, als sie und Tamy Ende 2016 per Videobotschaft ihre Liebe gross verkündeten ….. oder sollte es heissen: ihre grosse Liebe verkündeten.

Kann es heutzutage wirklich noch sein, dass ein solches Outing wie eine Initialzündung oder ein Brandbeschleuniger für die Karriere wirkt (natürlich nicht in jeder Berufssparte!). Offensichtlich! Seither sind Tamynique nämlich aus den Medien nicht mehr wegzudenken, und das beinahe täglich.

Zum Beispiel die pinkig-klebrige Siroop-Kampagne samt passender Blick-Erschlagzeile "Sie kleben aneinander". Oder Knutschalarm bei "Aeschbacher" - ungefährlich - und ebensolcher, noch kribbeliger und leicht provozierend in Dubai - brandgefährlich, da Homosexualität in Dubai verboten ist. Glanz & Gloria zeichnete das Paar im Januar mit einem Glory Kategorie "Love" aus, obwohl es da gerade mal sein erstes Beziehungsjahr hinter sich gebracht hat.

Heute Abend sind Tamynique nun auch noch bei Projer in der Arena zu Gast. Sie wollen daselbst für die Homo-Ehe kämpfen. Nicht zum ersten Mal setzen sie sich für die Anliegen der Lesben und Schwulen ein.

Ist Homosexualität wirklich noch immer soooo ein Thema, dass sie für in der Öffentlichkeit stehende "Betroffene" fast zu einem weiteren beruflichen Standbein werden kann. Warum interessieren wir uns so sehr für die sexuelle Ausrichtung, wenn sie nicht der Norm entspricht. Kein Mensch sagt: "Herr Soundso ist Banker und dazu erst noch hetero".

Ob wir Heteros uns irgendwann fast entschuldigen müssen, weder lesbisch noch schwul noch transgender zu sein, sondern einfach nur stinknormal. Ob die sexuelle Ausrichtung nebst dem Herkunftskanton, der Muttersprache und dem Geschlecht künftig bei der Vergabe eines interessanten Jobs auch noch eine Rolle spielen wird. Hmmmm…..

Was die tägliche Berichterstattung anbelangt, sind Taminique nicht als einzige omnipräsent. Ich sage nur: Multitalent Christa Rigozzi oder Milo Moiré, die Nacktsein für sich zum Beruf erkoren hat. Warum ist das so?

Wir haben in der Schweiz keine Royals! LEIDER!! Kein Prinz Harry, der - ganz aktuell - seine Meghan zum Traualtar führt und dann in einer Kutsche durch die ganze Stadt fährt, damit jeder ihm zujubeln und ein Stück vom Glanz abbekommen kann.

Da muss natürlich die gesamte schweizer Cervelat-Prominenz in die Bresche springen, ob es uns passt oder nicht. Und eines ist klar, bei den meisten ist eh die Wurst der Star - nein nicht Conchita, die Cervelat natürlich, bei der versteht ein Schweizer keinen Spass. Vor 10 Jahren geriet unsere Nationalwurst arg in Bedrängnis. Es ging um ein EU-Importverbot für brasilianische Rinderdärme. Eine Schweiz ohne Cervelat konnte sich jedoch ausser den Vegetariern (vegan war damals noch nicht in) keiner vorstellen und so fand man in absoluter Rekordzeit eine für alle Seiten befriedigende Lösung. Huch ….

PS: Wann gelangen wir endlich an den Punkt, an welchem wir nicht als Mann/Frau, nicht als hetero/homo, nicht als verfressen/magersüchtig gesehen werden, sondern ganz einfach als Mensch? 

MENSCHENSKIND!!!!! 🙄

PS: wenn man einen einst bekannten Song ein wenig umschreiben könnte .... die Melodie ist doch eigentlich noch immer ganz frisch und fröhlich: "Taminique nique nique s'en allait tout simplement"

Sonntag, 13. Mai 2018

#ESC 2018 - Gebührenzerstäubung von SRF ungebremst

Warum nicht wie die grosse Helene?
Die Gebührenzerstäubung auf SRF läuft auch nach dem Nein zu NoBillag weiter wie bisher. Nichts hat sich geändert. Wir hatten die Chance, einen Schlusspunkt zu setzen, haben sie aber nicht genutzt.

Warum versucht die Schweiz Jahr für Jahr mit verschiedensten Strategien, wenigstens einen Fuss ins Finale dieser Veranstaltung zu setzen? Geht es um spezielle Verträge, die wir einhalten müssen, über die wir nicht informiert sind?

Wie dem auch sei: in den meisten Fällen klappt es nicht mit Finale. Sind wir dann doch mal dabei, heisst es mit Garantie: Switzerland Zero Points.

Warum kupfern wir nicht etwas bei der grossen Helene ab. Sie zeigt uns nämlich mit grosser Regelmässigkeit, was die Massen lieben und wo der Knackpunkt liegt, sitzt, steht oder hängt! Notfalls nämlich sogar hoch über den Köpfen der Zuschauer, singend am Trapez.

Und wenn es schon nie klappt, warum um alles in der Welt hört man nicht auf die (längstens) Mehrheit der Leute, die seit Jahren einen Ausstieg aus diesem Zirkus fordern? Weder Ausstrahlungsrechte noch Teilnahme sind billig, vom übrigen Brimborium mal abgesehen. Da ist Moderator Sven Epiney geradezu ein Schnäppchen.

Wer dem Spektakel weiterhin beiwohnen möchte, kann dies auf schätzungsweise 25 bis 50 weiteren TV-Sendern tun. Man würde also niemandem etwas wegnehmen. Und die freiwerdenden Millionen könnten für wirklich interessante kulturelle Projekte eingesetzt werden.

Der letzte Schweizer-Sieg am Eurovision Song Contest feiert übrigens dieses Jahr 30jähriges JUBILÄUM. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Lassen wir also die Korken knallen.


Prösterchen

Sieger der Veranstaltung wurde übrigens Israel, dies bereits zum vierten Mal. 2019 pilgern Teilnehmer und Fans also nach Jerusalem. Frage in die Runde: WO GENAU IN EUROPA LIEGT ISRAEL? Meine sämtlichen (kläglichen) Geografiekenntnisse versagen hier.

Samstag, 4. Juni 2016

Marathon Man oder: Krimi gestern und heute

nichts für schwache Nerven!
Am Donnerstag wurde auf "Star TV Switzerland" der Film "Marathon Man" aus dem Jahre 1976 gezeigt. 125 Minuten atemlos, jedenfalls fast. Die Spannung war beinahe unerträglich, zum Beispiel in jener Szene, als Dr. Szell mit Hilfe zahnmedizinischer Kunst den Protagonisten foltert, obwohl der arme Kerl nichts sagen kann, weil er auch nichts weiss! Ob es mir deshalb so eingefahren ist, weil ich am selben Tag grad wiedermal höchstpersönlich auf dem Zahnarztstuhl sass? Jedenfalls war das ganz grosses Kino!

Vergleicht man einmal die Machart von Krimis gestern und heute, dann bin ich sehr gern für einmal "von gestern". Der rote Faden, dieser gekonnte Spannungsaufbau mit einfachsten Mitteln, die Subtilität, wie sie nebst John Schlesinger zum Beispiel auch Alfred Hitchcock so gut beherrschte, all das sucht man heutzutage meist vergebens, leider.

Früher wurde auf raffinierte Art und Weise mit dem Nervensystem des Zuschauers gespielt, einerseits dadurch, dass nur ihm etwas bekannt war, den Protagonisten jedoch nicht (z.B. in "the Rope"), oder mittels Erzeugen von schlimmen Ahnungen und Befürchtungen bis hin zu nackter Panik. Nicht von ungefähr wurde Hitchcock auch "Master of Suspense" genannt.

Heute geht man viel grobschlächtiger vor und setzt auf Knalleffekte bis hin zu Explosionen; mehr auf nackte Haut als auf ebensolche Tatsachen, auf ganz viel Gequatsche und natürlich auf den berühmten CSI-Effekt.

Speziell schön war auch, wieder einmal Manfred Schott's markante Stimme zu hören. Er war Schauspieler, Filmemacher und seinerzeit ein sehr bekannter und beliebter Synchronsprecher für viele ganz Grosse des Business wie eben Dustin Hoffman, Jack Nickolson, Michael Caine, Terence Hill, Burt Reynolds, Peter Sellers ….. Raumschiff Enterprise-Fans haben seine Stimme wohl noch im Ohr - nämlich als Pille (Dr. Leonard McCoy) auf gut Deutsch. Manfred war der Lebenspartner meiner Tante und somit ein guter Freund unserer Familie. Er ist 1982 unter misteriösen Umständen bei einem Unfall ums Leben gekommen. Er wäre dieses Jahr 80 Jahre alt geworden.

Da erheb ich doch direkt mal mein Glas auf Dich. liebster Manfred, und darauf, dass es auch in Zukunft noch Filmemacher geben wird, welche das Potential haben, Niveau und Qualität der Vergangenheit in eine glorreiche Zukunft führen zu können. PROST!

Sonntag, 22. Mai 2016

Die Tränen der #Ekaterina #Leonova

Das AUS für Ekat und Julius
Die Tränen der Ekaterina Leonova ... WoW, was gäbe das für einen Buchtitel. Man lasse sich den mal genüsslich auf der Zunge zergehen!

Gestern Abend stand wieder ganz im Zeichen von Let's Dance. Seit ich mir angewöhnt habe, die lästigen Werbepausen zu nutzen, um ebensolche, anstehende Hausarbeiten zu verrichten, bin ich wieder mit dabei. Es hat übrigens für Küche und Bad gereicht, bei drei Küchenschränken gar für die Frühjahrsreinigung …. Juhuuuu.

Die verbleibenden 5 Paare des Viertelfinals waren echt stark. Es gab wohl noch nie eine Staffel mit so vielen guten Promis. Victoria Swarowski zeigt uns allen, dass man sich nicht auf einem berühmten Namen ausruhen muss und schon gar nicht darauf reduziert werden sollte. Als erste überhaupt holt sie mit ihrem Partner Erich Klann 60 Punkte für zwei Tänze. Jana Pallaske zeigt nebst einer beachtlichen Leistung auch ihre verletzliche Seite. Sarah Lombardi erfreut des Zuschauers Auge mit zunehmend tänzerischem Können und ihrem einnehmendem Wesen, Erich Stehfest harmoniert perfekt mit seiner Tanzpartnerin Oana Nechiti, eine der besten Profi-Tänzerinnen vor Ort mit Beinen, die einem vor Neid erblassen lassen und dann war da natürlich Ekatarina Leonova - genannt Ekat - die Hammerfrau an Seite des Promis Julius Brink, der nichts mit Musik sondern mehr mit Sport zu tun hat.

Nebst einer Einzel-Choreografie zeigen die Paare erstmals einen Fusion-Tanz. Und da passiert es. Ekat und Julius werden angekündigt und gehen strahlend in Startposition. Plötzlich ein Kameraschwenk und ich sehe Ekat mit Tränen in den Augen …. vor dem Fusion-Tanz. Auch bei der Bewertung kann sie nicht aufhören, still vor sich hinzuweinen.

So verwundert es nicht wirklich, dass die beiden letzendlich die Show verlassen müssen. Trotzdem fragte ich mich und frage mich immer noch: wie kommt es, dass Ekaterina's Stimmung so plötzlich kippte? Eines war klar: sie wusste VOR der Performance, dass es ihre letzte in dieser Staffel sein würde.

Bei mir selber wundert mich solches nie, wusste ich doch vor Beginn der gestrigen Sendung, dass Julius gehen musste. Ich sehe das jeweils in der Energie (kann ich nicht erklären). Dass Ekat über dasselbe Talent verfügt, kann ich fast nicht glauben.

Eins ist sicher: die Jury hat sich bereits seit längerem festgelegt, wen sie in der Finalshow haben will. Erich Stehfest war zu Beginn ihr Liebling; jetzt sind es Victoria Swarowski und Jana Pallaske. Ganz klar wurde auch, dass sie eigentlich Sarah gestern raushaben wollten, was aufgrund der starken Fanbase des einstigen 'Engels' nicht zu regeln war. Allerdings fand ich es mehr als fies, wie schnell die Jury es schaffte, der jungen Frau ihre Freude an der gelungenen Performance zu nehmen bis auch sie in Tränen ausbrach.

Die Jury kriegt für ihre Bewertungen von mir eine nett gemeinte 3, was nicht zuletzt auf den leidigen Llambi zurückzuführen ist. Die Frage bleibt: warum weinte Ekat bereits VOR ihrem letzten Auftritt respektive: geht alles mit rechten Dingen zu bei RTL? 

Könnte Jan Böhmermann nicht ein paar Kameramänner, Techniker oder gar Promis bei Let's Dance 2017 einschleusen? In diesem Sinne: Gute Nacht!

Freitag, 13. Mai 2016

ESC 2016: Rykka's Squats vs. Marilyn's Sexappeal

what a difference!
Im Februar 2016 fällt die Entscheidung per Zuschauervoting: Rykka fährt für die Schweiz zum Eurovision Song Contest. Warum kann sie sich damals gegen die Konkurrenz durchsetzen? Genau: Marilyn! Das grosse Sehnen …..



….. M a r i l y n …..

Schmelz, WoW-Alarm …. einfach umwerfend!

Und dann gestern die Enttäuschung, vor allem auf den Gesichtern derjenigen, die seinerzeit für Rykka gevotet hatten. Blaue Haare, rauchende Achselhöhlen und Squats-Squats-Squats als inspirierte Choreo von Rafael Antonio. Der meint, Rykka sei eben eine eigentständige Künstlerin, die sich gut auf der Bühne bewege (???) und authentisch sei im Sinne von: ich bin wie ich bin. War das jedoch die richtige Einstellung, einen Auftrag zu erfüllen und unser Land zu vertreten oder war das einfach ein RIESEN EGOTRIP auf Kosten der Schweiz?

Hmmm …. für all diejenigen, die für das Gesamtpaket "Marilyn" abgestimmt und dafür die authentische Mogelpackung Rykka erhalten haben, dürfte dies eine herbe Enttäuschung gewesen sein. Für alle, welche eh seit Jahren dafür wären, dass die Schweiz sich ENDLICH nicht mehr am ESC lächerlich macht, eine weitere Frust-Ration.

Hier die beiden Auftritte im Vergleich:




Sehen Sie den Unterschied? Meines Erachtens sind ja weder der Song noch die Stimme herausragend. Trotzdem stellt sich heute jeder hier im Lande die Frage: 


Wo war Marilyn?

Man stelle sich vor, Lena Meyer-Landrut hätte nach Ihrem Sieg in der Vorausscheidung in Deutschland ihr Styling total umgedreht und wäre in Oslo im "Weil-Sie-es-sich-wert-sind"-Look angetanzt (Lena wirbt heute offiziell für diese Marke). Der Satellit wäre noch vor dem Abschuss untergegangen und Deutschland ebenso blöd dagestanden wie die Schweiz jetzt …. und das grosse Wunder wäre NIE passiert. 

 Mir ist das alles relativ egal, schaue ich die Sendung längst nicht mehr. Das einzige was mich ärgert: ich muss mich indirekt finanziell beteiligen, ob ich will oder nicht. Ich glaub, ich brauch grad mehr als eine Tafel Schokolade! Gute Nacht!!

Donnerstag, 18. Juni 2015

RTVG - der Souverän (?) entscheidet

RTGV = Qualitätssicherung?
Das neue Radio- und TV-Gesetz wurde angenommen, mit nur 3696 mehr "JA" als "NEIN". Schaut man sich einmal die Gesamtsumme "JA" an, dann ist die mit 1'128'369 nicht umwerfend.

Gemäss Conviva-plus.ch leben aktuell 8'237'000 Menschen in der Schweiz, davon 1'982'900 Millionen Ausländer. Der Anteil Einwohner mit Migrationshintergrund beträgt 2,37 Millionen Personen resp. 35% der Wohnbevölkerung, das nur so am Rande.

Die Stimmbeteiligung war demnach, wie es scheint, nicht sehr hoch. Allerdings gibt es einem schon zu denken, wenn doch 13,7 Prozent der Bevölkerung denken, die Qualität (welche Qualität?) unseres Fernsehprogrammes absichern zu müssen.

Okay, vielleicht haben sie ja "JA" gesagt zu einer vermeintlichen Gebührenreduktion. Ich persönlich finde es bedenklich, dass auch Leute werden zahlen müssen, die weder per Computer, noch mittels Radio oder Fernsehgerät, Tablet oder Smartphone die ausgestrahlten Sendungen verfolgen. Zum Beispiel AHV-Bezüger ohne Ergängzungsleistungen.

Das Argument der Befürworter:
"Radio und Fernsehen haben einen gesetzlichen Auftrag für die politische Meinungsbildung. Die Medien sind wichtig für den Zusammenhalt und tragen zur Stabilität des Landes bei. Selbst wer keine Medien nutzt, profitiert vom Funktionieren der direkten Demokratie."
Das könnte man auch anders ausdrücken, zum Beispiel:
"Radio und Fernsehen legen den Grundstein für eine erfolgreiche Manipulation der Bevölkerung. Die Medien sorgen dafür, dass alle mit denselben Lügen gefüttert werden und sorgen so für eine gewisse Stabilität des Landes. Nur wer keine Medien nutzt, entkommt den Auswüchsen einer funktionierenden Dekoramtei."
Was mich als Gebührenzahler - ob Billag oder sonstwie - stinksauer macht:

  • habe absolut keinen Einfluss auf die ausgestrahlten Programme im Sinne von: wer zahlt befiehlt
  • somit müssen Schrottsendungen von mir mitfinanziert werden (Bachelor, Bachelorette, Schawinski-Talk, Eurovision Song Contest, unzählige amerikanische Billig-Soaps)
  • trotz hoher Gebühren immer noch endlos Werbung

.... um nur ein paar Punkte aufzuführen.

Den Schawinski müsste man meines Erachtens umgehend absetzen. Roger hat zwar viel getan in Sachen Medien, deshalb kann er sich einiges erlauben, bei dem andere fliegen würden. Seine Talkrunde ist einfach unter aller Kritik. Als Interviewer hat man in den Hintergrund zu treten und durch interessante Fragen dem Interviewpartner die Chance zu geben, sich zu präsentieren. Kurt Aeschbacher kann das zum Beispiel ausgezeichnet. Dass Schawinski genau das Gegenteil macht, zeigte nicht zuletzt das Interview mit Andreas Thiel.


Apropos Bachelorette: obwohl ich die Sendung nie geschaut habe und somit weder die Frau noch die Kandidaten kenne, ist mir dank Blick-Schlagzeile nicht entgangen, dass Friedas Herzblatt nach dem Public Viewing der Entscheidungssendung die Nacht lieber mit seinem Ex-Konkurrenten Marc verbringt als mit der Bachelorette. Die Überschrift: was hat Marc, was Frieda nicht hat? Das dürfte wohl klar sein, oder? 

By the way: soviel ich weiss, ist noch nie ein Traumpaar aus so einer Sendung hervorgegangen. Allenfalls ein Z-Promi, der für eine gewisse Zeit in der Promiwüste Schweiz die Schlagzeilen füttern darf.

Mittwoch, 3. Juni 2015

DSDS: nach Severino = Deutschland sucht den Supergangsta?

Wie wär's mit einem Gangsta-Rock à la Bohlen?
Der Diddäää hat ein Superhändchen, sagt man. Die Frage ist einfach: worin? Menschenkenntnis jedenfalls scheint nicht seine Stärke zu sein.

DSDS steht schon lange nicht mehr auf meinem TV-Wunschkonzert. So liess ich auch alle Folgen von Staffel 12 aus. Einzig ins Finale habe ich kurz vor Schluss mal reingezappt und staunte nicht schlecht, dass der Drittplazierte Italiano, von welchem man bei Punkt12 noch so geschwärmt hatte, bereits ausgeschieden war.

Ein junger Mann schmetterte gerade aus voller Kehle einen typischen Bohlen-Song, wohl das Siegerlied. Seine Ausstrahlung machte mich stutzig. "Nein", sagte ich zu Martin, den das gar nicht interessierte, "so einer wird Superstar, der sieht richtig unehrlich aus, ganz schlechte Energie, das gibt's doch nicht!". Damals wusste wohl noch keiner von Severinos Vergangenheit, ausser er selber natürlich. Hätten die Zuschauer es vorher erfahren, hätte man wohl seitens der Jury auf die Tränendrüsen gedrückt und so hätte sich am Resultat eh nichts mehr geändert. Ich hoffte also, dass die Frau gewinnen würde, aber nein!

"Sind die Menschen eigentlich blind" fragte ich ins leere Wohnzimmer, denn Männiglich hatte sich vor den PC verzogen.

Heute erfahre ich, dass RTL die Zusammenarbeit mit dem Sieger einstellen wird. Severino wird ab dato keine weitere Plattform auf seinem Heim-Sender mehr bekommen. Er wurde soeben wegen Betruges verurteilt zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Wenn ich es recht verstanden habe, kann er die halbe Million Siegesprämie behalten und davon praktischerweise gleich 100'000 Euro zur Wiedergutmachung einsetzen. Wie ist es wohl mit dem Titel?

Er ist nicht der einzige erfolgreiche Kandidat mit krimineller Ader. Menowin Fröhlich, anno 2010 Zweitplatzierter hinter Mehrzad Marashi, wohnte mehr als einmal im Knast. Auch Mark Medlock, der Sieger von 2007, der übrigens eine super Stimme hat, fiel nicht immer durch letztere auf, sondern auch ganz oft durch Negativschlagzeilen. So wurde er zum Beispiel mehrfach wegen Körperverletzung und Beleidigung angezeigt und verurteilt.

Googlet man ein bisschen rum, stösst man noch auf weitere Kandidaten, welche schon mit der Justiz Erfahrung gemacht haben (z.B. Adrian Bujupi, Thomas Karaoglan). Wäre da nicht Strahlefrau Beatrice Egli, müsste man die Show wohl umbenennen in "Deutschland sucht den Super-Gangsta" und Dieter würde in Bohlenmanier einen "Gangsta-Rock" aus dem Ärmel zaubern.

Apropos unsere sympathische Schweizer-Gewinnerin: Dieter soll kürzlich einer Möchtegern-Kandidatin (eine Leider-Nein) gesagt haben, dass bei ihr im Gegensatz zu Beatrice Egli alles stimme, auch die Figur ... schade, dass sie nicht singen könne. Wenn ich eine CD anhöre, dann ist für mich die Musik wichtig und die Stimme! Ich nehme an, das geht Ihnen genau so, oder?

Freitag, 6. Juni 2014

Let's Dance 2014 - leider schon wieder Geschichte

mein Kalenderblatt Mai 2014
zufällig Let's Dance
Let's Dance 2014 war echt toll, nicht zuletzt dank Alexander Klaws, der uns gemeinsam mit seiner charmanten Partnerin Isabel Edvardsson immer aufs Neue verzauberte. Er war meines Erachtens der beste männliche Kandidat, den die Show je hatte, wobei im "Punktedurchschnitt pro Tanz" Wayne Carpendale bei den Männern die Nase vorne hat (s. Wiki). Allerdings kann das mit der im Laufe der Jahre stets wechselnden Besetzung der Jury zusammenhängen. Llambi war die einzige Konstante, leider möchte man fast sagen.

Dieser Juror - und Schreck aller Kandidaten - hat es sich mittlerweile zur Hauptaufgabe gemacht, zu polarisieren, sich selber darzustellen und in den Vordergrund zu rücken. Er vertritt sozusagen die "Marke Joachim Llambi", egal was es kostet und wie viele Tränen deswegen fliessen. Jedes Jahr kommt er eine Spur eingebildeter daher. War er zuerst einfach ein harter Brocken, der nur selten über eine 2 oder eine 3 gab, teilt er jetzt gerne aus mit einer Kritik, die eher im Persönlichen angesiedelt ist als im Bereich Tanztechnik. Als Juror muss man den Unterschied zwischen einer sachlichen und einer persönlichen Kritik kennen und anwenden können (hier einige Beispiele). Vielleicht tut Llambi das ja und setzt ganz bewusst auf der persönlichen Ebene an. Und um die Aussagen vor allem seiner Jurykollegin Marbuse zu minimieren, spricht er sie - wie auch oft die weiblichen Kandidaten - häufig mit einem herablassenden "mein Hase" an. Ein absolutes No-Go Herr Llambi!

So bin ich denn wohl nicht die einzige, welche sich ein Let's Dance 2015 sehr gut ohne ihn vorstellen respektive sogar wünschen würde. Die Show ist gut genug und braucht nicht auf Witziges zu setzen, das zudem überhaupt nicht witzig ist. Gags auf Kosten anderer geht gar nicht.

Mit einem "Punktedurchschnitt pro Tanz" von 33,17 (Alexander hatte 26,79) hält übrigens Sophia Thomalla mit Tanzpartner Massimo Sinató den absoluten Rekord. Auch beim Weihnachts-Special 2013, als sie im Finale gegen Magdalena Brzeska antrat, lag Sophia im Durchschnitt mit 28,4 höher als letztendliche Gewinnerin (27), welche aus für mich nicht ersichtlichen Gründen den Titel holte. Meines Erachtens war und ist Thomalla die Beste aller Kandidaten von Let's Dance ever!

Verglichen mit dem amerikanischen Pendant "Dancing with the Stars" ist das meiste, das wir in der deutschen Ausgab sehen, nicht unbedingt vergleichbar. Aber schauen Sie doch gleich mal selber; zum Beispiel Nicole Scherzinger mit ihrem Partner Derek Hough - beide ganz fantastische Tänzer. Viel Spass - es lebe das Tanzen - Let's Dance!

Dienstag, 4. März 2014

GNTM 2014 .... neue Töne in alten Schläuchen (all you can eat!)

all you can eat … ohne Rücksicht auf Verluste?
Denkste!!!!
Heidi isst !!!!!!!!!!! Ja genau, die Klum, und erst noch ohne Rücksicht auf Verluste respektive in diesem Fall Gewinne!

In der neusten Staffel von "Germany's next Topmodel" zeigt sie uns allen: ICH schnabulier mal dies, mal das, und alles mit ansehnlich viel Kalorien, aber ohne Konsequenzen für meine Figur: Döner, Pizza, Eisbecher ... lauter gesunde Sachen halt. Zudem schickt sie zwei klapperdürre Möchtegernkandidatinnen mit den Worten nach Hause: "Du bist zu dünn!". Ganz neue Töne, und trotzdem: die Mädchen sind auch in diesem Jahr vor allem eines: superschlank!

Was mir sofort auffällt: keine ist so wirklich der Hingucker. Wieso das denn? Irgend einer online-Zeitung entnehme ich, dass wohl dieses Jahr nicht so viele Mädchen zu den Castings gepilgert sind. Leere Hallen? Tja, dann muss man halt nehmen, was man kann, notfalls klappert man die Schulen ab.

Kandidatin Anna ist übrigens ein krasses Beispiel dafür, was unsere Kieferorthopäden den lieben langen Tag mit Jugendlichen machen, wenn sie sich ihre Lachsbrötchen verdienen. Was immer noch nicht überall durchgedrungen ist: solche Eingriffe können fatale Folgen für unseren Körper haben. Selbst Zahnarzt-Victim könnte ich eine ganze Enzyklopädie füllen mit meinen Erfahrungen. Aber die Mädels von GNTM sind nicht so kompliziert. Notfalls nehmen sie ihre Zahnapparate für die Dauer der Sendung raus.

Die Jury wurde "bereichert" (?) mit Wolfgang Joop, der immer mal wieder durch Abwesenheit glänzt, und wenn er denn schon mal da ist, stündlich die Klamotten wechselt und so den ganzen Betrieb aufhält. Er wirkt neben Thomas und Heidi wie ein Exot und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Teamgeist nicht unbedingt seine Stärke ist. Das Zeichnen und Skizzieren dagegen schon; seine Zeichnungen der Kandidatinnen waren echt toll! Gelernt ist eben gelernt!

Meine absolute Lieblingssendung war ja immer das Umstyling. Da nahm ich jeweils sogar die häufigen, zirka 20minütigen Werbeunterbrechungen gerne in Kauf. Dieses Jahr wurde den Kandidatinnen jedoch offenbar bereits am Vorabend mitgeteilt, was man mit ihren Haaren vorhatte. Das waren geschätzte 8 Stunden Vorsprung im Heulen. Dadurch war auch der ganze Pepp raus. Und ehrlich gesagt: so gross waren die Unterschiede vorher-nachher nun auch wieder nicht.

Tja, es ist eben immer dasselbe: Shootings in schwindelerregender Höhe, mit wilden Tieren, mit mehr oder weniger wilden Kerlen, ab und zu ein Schaulaufen, ein Casting. Man spielt mit Gefühlen wie Angst und Ekel, dem Neid der Besitzlosen auf diejenigen, welche einen interessanten Job ergattern konnten sowie jede Menge Stuten- respektive Fohlenbissigkeit. 
L a n g w e i l i g, das fand sogar Aminata zum Kotzen, übrigens in schwindelerregender Höhe, hängend an einem Strauss Luftballons. Aber sie hatte ja laut eigenen Angaben nur zuviel gegessen. Offengelegte Bulimie?

Eines ist sicher: würden Models tatsächlich so viel futtern, wie uns dieses Jahr vorgemacht wird, dann sähen die Mädels in ihren futuristisch anmutenden Körperkondomen (mit eingebauter Burka - Sendung 4) wohl alsbald ganz anders aus; man erinnere sich: die goldenen Gummidinger legen jedes noch so kleine Knubbelchen und Wabbelchen frei! Wie sangen die Beatles doch so schön: "Wabbeldi-Schwabbelda - life goes on, YEAH"!

GNTM 2014, eine von Unterhaltungssequenzen unterbrochene Werbesendung (Emmi Chai Latte, Venus, McDonalds, Caotina), eine Mischung von "all you can eat", "yummy yummy",  junggebliebener (?) Model-Mummy mit Quengelbande und einigen Quotenstars. Für mich war's das wohl definitiv für dieses Jahr.

Zum Schluss noch Heidi Klums Burgerwerbung. Wie manche Stunde hat sie nach nur einem Drehtag wohl trainieren müssen, die Arme (-: samt Bauch und Beinen! :-) ..... dann doch lieber ein Luftballon-Flug àlà Aminata! Aber ehrlich: finden Sie die moderne Mrs. Robinson wirklich sexy?

Mittwoch, 12. Februar 2014

"Der Bestatter" - ein Geniestreich von SRF ....

Ihr ergebener Diener und Chauffeur
"Der Bestatter"
.... der erste überhaupt, wenn es nach mir geht.

Der Dienstagabend-Krimi ist eine Institution beim Schweizer Fernsehen. Jahrzehntelang gab es ein paar überdimensionierte Tränensäcke zu sehen, samt "Harry hol den Wagen". Ich spreche selbstverständlich von "Derrick". Vom "Alten" sehen wir mittlerweile die vierte Ausgabe, wobei er schon so lange nicht mehr über den Schirm geflimmert ist, dass man versucht ist, eine Fahndung rauszugeben. "Siska" war mit der Erstbesetzung (Peter Kremer) ein Highlight, konnte dann aber mit Nachfolger Wolfgang Maria Bauer beim Publikum nicht mehr punkten. "Der Kriminalist" und "Stolberg" sorgen immer wieder für Spannung aber dann .....

.... kam "der Bestatter"! Kam, sah und siegte, jedenfalls was mich anbelangt. Der Bestatter macht süchtig! Bereits nach der ersten Staffel tauchte vielerseits der Wunsch auf, man möchte umgehend mit einer zweiten die unangenehmen Entzugserscheinungen umgehen. Und jetzt gestern: die letzte Folge von Staffel 2! Und das erst noch mit einem Cliffhanger. Rechtsmediziner Semmelweis musste dran glauben. Diagnose Bleivergiftung. Wer hat den sympathischen Mann ins Jenseits befördert? Und wann Gopfridstutz geht die Auflösung in Sendung.

Wir sind ja schon froh, dass Luc Conrad den Schulterschuss überlebt hat, denn sonst hätten wir die Hoffnung auf Staffel 3 gleich begraben können. Über 90 Prozent der 20minuten-Leser sind für eine Fortsetzung. Der Homepage von Reto Stalder, besser bekannt als Fabio Testi ;-) entnehme ich, dass die Dreharbeiten im Sommer weitergehen. Wie aber überbrücke ich die Zeit bis Anfang 2015. Erst dann werden wir nämlich in den Genuss der Fortführung kommen. Hiiiiiilfe! Hoffentlich überleb' ich das!!!

Ein grosses Lob an alle Darsteller, allen voran Mike Müller, der einen emotionalen Facettenreichtung vom Feinsten zeigt. Was haben wir hier in der Schweiz für grandiose Schauspieler. Jede und jeder kann auf höchstem Niveau mithalten, die Figuren sind sehr differenziert gezeichnet. Man hat zudem das Gefühl, dass jeder Künstler ganz viel von sich selber in seine Rolle hineingibt, dadurch wirkt das Ganze auch so authentisch.

Wieviele Folgen hatte Derrick schon mal? Meine Freundin Wiki Pedia meint 281. Na also, da ist ja noch jede Menge Luft nach oben für Staffel 4 bis 44 oder so. Ich sehe jedenfalls gespannt in die Zukunft!

Donnerstag, 8. August 2013

Der Bachelor .... ein Studiengang?

Verwirrspiel Bachelor
Ist es nicht immer wieder lustig mit der Werbung? Man setzt voll darauf, dass es im Bewusstsein des geneigten Lesers sofort Klick macht .... und das kann ganz schön in die Hose gehen, vor allem bei denjenigen, welche jeden Abend mit der Fernbedienung in der Hand einschlafen.

So wurde kürzlich im Tram ein "Bachelor-Studiengang" angepriesen. Wie bitte? Kann man das lernen? Was sind denn da die Unterrichtsfächer?

Dauerlächeln, Nonchalance-Yoga, Styling von Kopf bis Fuss, vertiefte Körperpflege, gesunde Ernährung, Sixpackaufbau, Umgang mit der Presse, Sektglasstemmen und .... Rosen verteilen!

Ja, denn wenn wir auch an der Sendung mit dem Junggesellen, der angeblich eine Lebenspartnerin finden möchte, so schnell wie möglich vorbeizappen, ist sie uns doch zumindest vom Wort her ein Begriff. Liebesglück war denn auch tatsächlich noch nie das Resultat dieses Formates, aber für viele der Bachelors und Kandidatinnen der berufliche Durchbruch. Da war doch Wohl Absicht die Mutter des Zufalls, oder?

Ich frage mich nur immer, was zum Beispiel ein Paul Janke tatsächlich beruflich macht, ausser Ferien auf Mallorca.

Zurück zum Verwirrspiel "Bachelor". Im einen Fall ist der Wortstamm im Englischen zu finden, und da heisst es eben Junggeselle. Im andern Fall stammt das Wort aus dem Latenischen "Bakkalaureus" oder "Baccalaureus" und bezeichnet einen akademischen Grad, der an einer Universität oder einer Hochschule erworben werden kann.

Wer übrigens seine berufliche Zukunft über das Fernseformat, welches auch in der Schweiz Fuss gefasst hat, verschönern oder gar zum Z-Promi mutieren möchte, könnte ja schon mal mit dem Rosenverteilen anfangen .... hier in den Restaurants gibt es allerdings eine starke Konkurrenz: die berühmten "Wolle Rose", der Schweizer Zweig der "Vu cumprà". Studieren Sie's gut ;-)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Let's Dance 2013 - eigentlich mit zwei Siegerpaaren!

Was für ein Paar - was für eine Entwicklung!
Letzten Freitag war es soweit: Finalstimmung auf dem Tanzparquett. Trotz der auf RTL stets unzumutbar langen Werbeunterbrechungen MUSSTE ich einfach schauen. Die beiden Paare waren ziemlich gleich auf, was einen spannenden Abend versprach.

Zu Beginn der Staffel hatte Sila Sahin die weitaus besseren Karten und galt denn auch lange als Favoritin. Sie erinnerte vom Wesen her an eine Ballettelevin. Entsprechend diszipliniert trainierte sie denn auch, erlaubte jedoch wenig Einblick in ihre jeweilige Gefühlssituation.

Ganz anders Manuel Cortez: gleich zu Beginn hatte ich den Eindruck, einen sehr tiefgründigen Menschen zu sehen, wohl auch oft schwankend zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Ein wahrhaft leidenschaftlicher Mensch, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Unglaublich, welche Entwicklung er in den paar Wochen gemacht hat, und das nicht nur tänzerisch!

Auf seiner Homepage steht der Satz: "Im Leben geht es nicht darum, sich vor dem Sturm zu verbergen, es geht darum, zu lernen im Wind zu tanzen!"

Tänzerisch wurde denn auch einiges geboten an dem Abend. Sila und Manuel mit ihren beeindruckenden Partnern berührten mich gleichermassen. Ihre Performances hätten unterschiedlicher nicht sein können, waren aber gleichermassen perfekt. Nach den drei Tänzen war von Juryseite her alles klar: beide Paare hatten 82 Punkte, zu recht wie ich meine. Die Entscheidung lag also beim Publikum.

Lustigerweise wusste ich schon zu Beginn des Abends, dass es diesmal Manuel und Melissa sein würden. Es war einfach so ein Gefühl, obwohl ich noch nie eine so berührende, authentische Sila gesehen habe, wie im Finale. 50,6 zu 49,4 .... knapper kann ein Resultat kaum sein. Für mich ein Zeichen, dass auch die Zuschauer es sahen wie die Lambi, Marbuse und Gonzalez: es gab eigentlich zwei gleichwertige Sieger bei Let's Dance 2013. Herzlichen Glückwunsch!

PS: Ist es nicht einfach wunderbar, mitverfolgen zu können, wie das intensive gemeinsame Training aus Tanzpartnern im Herzen ganz fest verbundene Freunde macht! Könnte man diesen Ansatz nicht nutzen für mehr Frieden in der Welt?

Dienstag, 13. November 2012

Tatort Drehbuch

Weniger wäre mehr!
Krimis einst und jetzt ...... ein Riesenunterschied. Früher war der Ermittler in erster Linie Kriminalist. Er sammelte Fakten, liess sich von Harry herumchauffieren oder sinnierte in den eigenen vier Wänden über mögliche Tathergänge. Heute ist er zum Beispiel eine durchgeknallte Type, welche zwischen Genie und Wahnsinn switcht, wie gestern Oberkomissar Faber im Dortmunder Tatort. Oder Frau Kommissarin: eine alleinerziehende Mutter mit kiffendem Sohnemann, die als Stressbewältigung in der Mittagspause auf einen Quickie mit einem Callboy setzt. Der Zuschauer sieht weit mehr als nötig wäre, um einen Krimi spannend zu machen. Die Frage ist: will er oder sie das auch? Nööö; eigentlich will ich einfach unterhalten werden und keine Pseudo-Psycho-Sozial-Studie. Wäre ich darauf aus, dann würde ich irgend einem amerikanischen Format den Vorzug geben.

˝Früher war alles anders˝, wer damit anfängt, kommt wohl allmählich in die Jahre. Zugegeben, ich erinnere mich gerne an die alten Alten, am allerliebsten jedoch an den ersten Siska mit Peter Kremer. Auch hier setzt der Tod seiner Frau einen Ausgangspunkt, aber die subtile Art, wie Siska die Fälle mit seinen Kollegen Hahne und Wiegand angeht, war jeweils dermassen packend, dass man sich beim Abspann schon auf die nächste Folge freute.

Unsere Lieblinge in Sachen Tatort sind übrigens eindeutig Thiel und Boerne. Leider glänzen gerade die beiden dadurch, dass sie sich extrem rar machen und man den Eindruck erhält, sie seien längst aus der Serie ausgestiegen. Gespannt bin ich auf Til Schweiger und hoffe natürlich, dass die Drehbuchschreiber bald mal wieder etwas herunterschrauben, was all den zusätzlichen Schnickschnack anbelangt, und dem Zuschauer wieder mehr Raum zum Mitraten geben.

Weniger ist auch bei Scripts eindeutig mehr!

Freitag, 9. November 2012

The Voice of .... fucking Commercials!

DIE Dauer-Werbesendung des Deutschen Fernsehens
Un-fucking-fassbar nervtötend, un-fucking-believable zeitraubend und schleppend. Ich spreche hier weder von den sympathischen Coaches noch von den begabten Sängern von „The Voice of Germany“. Mir reicht es einfach langsam - oder eher schneller - dass mehr und mehr auf Dauer-Werbesendungen gesetzt wird, welche von einem eigentlich interessanten Programm zwischenzeitlich kurz unterbrochen werden. So braucht es für ein paar wenige Battles über 2 ¼ Stunden.

Ich bin übrigens nicht die einzige, denen der Dauer-Werbestress auf den Sack geht. Auf Facebook melden zahlreiche User, die meine Meinung teilen. 


3 Statements von vielen Gleichlautenden
Leute, ich sage Euch, letztendlich geht Eure Rechnung nicht auf. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Ich habe längst ausgeschaltet und besseres zu tun, obwohl ich eigentlich solche Beiträge gerne sehen würde. Schade um den eigentlich genialen Ansatz und die guten Leute. 

Rat an die Programmverantwortlichen: Lasst Euch da ENDLICH mal was einfallen!
Rat an die Werbenden: Spart Euer Geld .... schaut eh keiner an!

Dienstag, 24. April 2012

DSDS 2012 Finale - Eltern dringendst gefragt .....

Drink oder Milchschnitte?
.... nicht zum Mitschauen, sondern als Sponsoren!

Über 13-jährige bekunden echt Mühe, sich das Format "Superstar"-Suche 2012 anzutun; das war in der ersten Staffel noch anders. Wohl mit ein Grund, dass alle drei Halbfinalisten zu jung waren, um nach 23 Uhr noch auf der Bühne zu stehen? Da wurde RTL-seits sogar kurzfristig die ursprüngliche Vorgehensweise angepasst und die Entscheidung gleich an den Showteil angehängt. Bis 2013 wird dann wohl eine Gesetzesänderung dafür sorgen, dass selbst Babys zeitlich unlimitiert Bühnenpräsenz zeigen dürfen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Da ich Bohlen trotz Tränenkanal Bruce an seiner Seite einfach nicht mehr vertrage, habe ich von DSDS 2012 wenig bis nichts mitbekommen, aber 2 Berner im Halbfinale, das fand ich schon nicht schlecht, und so "fieberte" ich die letzte halbe Stunde per iPad mit.

Wäre ja echt ein Witz gewesen, wenn die beiden Helvetier gleich noch das Finale bestritten hätten. Nach Jessies Rauswahl wird Deutschlands neuer Superstar jedoch nur vielleicht aus der Schweiz kommen!

Poor Jessie Ritch! Der einzige eigentliche Sänger weg .... da hat man nur noch die Wahl zwischen Negroni (klingt nach Salami oder dem berühmten Cocktail aus Gin, Campari und rotem Wermut) und Zuckerschnittchen Luca. Daniele wird alsbald wohl Anwärter für eine Stimmband-OP sein, denn seine "Gesangstechnik" ist nicht für längere Einsätze geeignet und Luca sieht zwar aus wie ein Teenie-Schwarm, ist gesanglich aber, eher unteres Mittelmass respektive mittleres Untermass!

Wie man unschwer feststellen darf, geht es bei DSDS auch dieses Jahr nicht ums Singen. Wenn aber das Aussehen so stark gewertet wird, dann MUSS "unser Lücu" einfach gewinnen. Er hat ganz einfach das perfekte BRAVO-Gesicht.

Na Bravo, da werden wohl die Eltern unserer Kleinsten grosse Augen machen, wenn die nächste Handy-Rechnung eintrifft. Aber für Luca greift man doch gerne tief in die Taschen, oder? Wobei, bei der trinkfesten Jugend heute hat Daniele echt das Zeug zum Superstar!

Mittwoch, 11. April 2012

GNTM 2012 Finale - es kann nur eine geben!

LUISA ist die richtige =)
Germany's next Topmodel .... klar, dass ich mal wieder schaue, obwohl der Gähnalarm das Ruder fast vollständig übernommen hat.

Es ist wie immer, Zickereien, Streitereien und jede Menge Neid, vor allem, wenn ein so gutaussehendes, sympathisches und begabtes Mädchen wie Luisa mit dabei ist. Sie ist mir von Anfang an aufgefallen, nicht zuletzt wegen einer beinahe unheimlichen Ähnlichkeit mit Lena Gercke, der Siegerin der ersten Staffel, die sich übrigens auch heute noch nicht über Arbeitsmangel beklagen muss.

die Ähnlichkeit ist frappierend
Faszinierend ist jeweils die Rollenverteilung. Es ist ein wenig wie im Theater. Oft sind es dieselben Gesichter oder Charakteren, wie in den vorangegangenen Staffeln, nur die Namen sind anders. Sarah-Anessa zum Beispiel sah vor dem Umstyling fast ein wenig aus, wie Jana Beller, die Vorjahressiegerin. Vielleicht fiel deshalb die blonde Mähne einem krassen Umstyling zum Opfer .... Sarah-Anessa ist jetzt dunkelhaarig. Wir erinnern uns: das Unternehmen Klum und die Beller - nicht wirklich ein Herz und eine Seele!

Spätestens anlässlich der Fashion-Week in New York wurde jedenfalls offensichtlich, wie es mit meiner Favoritin weitergehen könnte. Die Profis haben Luisa's Potential ebenfalls entdeckt, wenn diese auch noch etwas schüchtern wirkt. Luisa IST ein Model, sie braucht keines mehr zu werden. Und dass sie auch einstecken und charmant auf die Zähne beissen kann, hat sie uns bewiesen. Wie einst die bösen Stiefschwestern von Aschenbrödel wurde das arme Mädchen mit Brachialgewalt in Schuhe gezwängt, die gute zwei Nummern zu klein waren.

Ruckedi guuuu .... Blut klebt im Schuh =(
Darin "durfte" sie dann bei einer Modepräsentation 3 Stunden lang still stehen und sich anschauen und fotografieren lassen. Dass sie dann unter anderem für Jad Ghandour laufen durfte und zu guter letzt für ein Fotoshooting seiner gesamten Kollektion gebucht wurde, war echt das Sahnehäubchen für die Ostfriesin.

Luisa ist speziell .... speziell schön, speziell sympathisch, speziell begabt. Ob es daran liegt, dass ihr linkes Auge zweifarbig ist? Wie dem auch sei: sie wird das Rennen dieses Jahr machen - sie MUSS es einfach machen, ansonsten wären die Juroren tatsächlich mit Blindheit geschlagen!