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Donnerstag, 12. September 2013

Realsatire - Kindererziehung

wenn Väter an Grenzen stossen ;-)
Die älteste der drei Mädchen traut der Sache überhaupt nicht. Wie es sich herausstellt, will die fünfköpfige Familie einen Ausflug mit dem Dampfschiff machen, wohl auf dem Thunersee. "Die kluge Else" möchte nun wissen, wie es denn wäre, wenn das Gefährt wider Erwarten doch absaufen sollte. "Wissen die denn, dass wir da drauf waren, und wenn ja, woher? Finden die uns denn, und wie?"

Fragen über Fragen, alles nicht von der Hand zu weisen und einigermassen logisch. Vater zeigt erste Ermüdungserscheinungen, hat er sich doch offenbar schon den Mund fusselig geredet, und als nun auch die zwei Kleinen nicht mehr ganz so voller Vorfreude strotzen, lässt er sich zu folgendem beruhigenden Satz hinreissen:
Schatz, da wirst Du eher sechsmal auf dem Schulweg vom Auto überfahren, als dass dieses Schiff kentern würde.
Sehr ermutigend, da mutiert man gleich zu Susi Sorglos! Also den Mann könnte man in Pulverform direkt als Sedativa verkaufen.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Gugge u Wäie? ... he jo derno

Gugge? Ah...Guggemusig
"Wännsi ä Gugge"? Wie bitte? Ah, eine Tüte, oh ja, gerne. Gugge heisst so ein Teil also im Kanton Basel. Interessant, doch woher stammt dieser Ausdruck? Vielleicht von "ine gugge" (reinschauen)? Demnach wäre Guggemusik solche zum Eintüten? Wenn es nach gewissen Leuten geht, dann schon, denn dieser nicht ganz leise Ausdruck in Noten ist nicht jedermanns Sache. Oft klingt für's Ohr dysharmonisch, was dann über Heimatliebe wieder in den grünen Bereich gefühlt wird. Musik ist bekanntlich eine Herzensangelegenheit.

Basler Fastnacht, ein Virus, der auch Ausserkantonale befallen kann, wie zum Beispiel meine Mutter. Ich teile diese Vorliebe nicht, so wie Fastnacht über all die Jahre generell nicht meins geworden ist.

Gestern in Basel war ich nicht die einzige Ausserkantonale. So erzählte mir ein Berner Käser, der vor dem Globus Fonduemischungen der Alpkäserei Morteratsch zum Besten gab, dass er als junger Mann in Liestal ein Käsegeschäft geführt habe. Immer wieder kamen Leute und fragten: "Hänsi Wäietäig?" Nein, leider nicht, antwortete der Berner-Bube und wunderte sich derweil, weshalb er auf dem ganzen Kuchenteig sitzen blieb.

Sollte man also einen längeren ausserkantonalen Aufenthalt planen, lohnt sich eventuell eine vorgängige intensive Auseinandersetzung mit der Sprache. Das gilt übrigens auch für unser geliebtes "Bernbiet": "Mir hei nämlech Gring, Grütz u Füdle" und das nicht zu knapp.
pfüüüüüüüü

Freitag, 30. Juli 2010

STROM - MORTS


Wir hatten heute ein Touristenvisum für Bern. Den ursprünglichen Plan, Zürich heimzusuchen, haben wir aufgrund der Wetterprognosen fallengelassen. Warum sollten wir in den Norden reisen, wenn es in der Zentral- und Westschweiz viel sonniger ist? Eben.

Anziehungspunkte waren natürlich zuerst Letec und Data Quest, unsere beiden Apfelparadiese, welche mal wieder nicht mit dem Neusten vom Neuen dienen konnten, dem Trackpad. Der nächste Programmpunkt nach einem wirklich guten Mittagessen in der Krone war Flanieren.

Unseren Altenbergsteg haben ein paar Aktivisten offenbar zur Meinungsplattform umgerüstet. Unter anderem steht da momentan in Grossbuchstaben: GEGEN DEN STROM. Da ich die Aare aber von der anderen Seite her überquerte, las ich zu allererst: MORTS, also Tote. Die enge Verbindung von Strom und Lebensgefahr wurde mir nie klarer wie heute. Strom bringt aber auch jede Menge Spass! Man stelle sich mal das Leben ohne ihn vor. Düster!

Lebensgefahr und Spass scheinen überhaupt ein Paar zu sein, zu welchem sich als dritter im Bunde noch die Abenteuerlust gesellt. Schauen Sie mal diesen jungen Leuten beim Leiterspiel respektive -sport zu. Die scheinen echt auch unter Strom zu stehen. Statt Pompadour, Pomparkour....



ÜBERHÄNGEND das Ganze. Da möchte man fast nochmal jung sein, mit der Betonung auf fast. Ich krieg echt ein wenig die Krise, wenn ich sehe, wie weit sich die Jungs da rauslehnen. Aber eben, was tut man nicht alles für eine Portion Nervenkitzel und so ganz ohne Vorbereitung geht es auch bei diesen Semiprofis nicht:



Hier lautet das Motto für einmal: NICHT LOSLASSEN.... sonst wird aus dem Leiterspiel ganz schnell ein Leiderspiel! Join!!!

Montag, 26. Juli 2010

Mann - Frau....


Mars - Venus, ihre Zeichen symbolisieren Mann und Frau.

Mars - eine Symbiose aus Kreis (das geistige Prinzip) und Pfeil (Aktivität). Mars steht für: Tatkraft, Spannung, Leidenschaft, Aktivität, Leistung, Kampf, Streit....

Venus - ein Zusammenschluss aus Kreis (das harmonisch-geistige Prinzip) und Kreuz (das Körperliche). Das Geistige über dem Körperlichen stehend ist die Venus auch die Formerin von Materie. Venus steht für: Daseinsbejahrung, Ästhetik, Liebe, Harmonie, Kunst, Erotik, Hingabe, Zärtlichkeit....

Mars steht auch für den Mann resp. das männliche Prinzip, Venus für die Frau respektive alles Weibliche. In der Realität kann das aber alles auch genau umgekehrt sein (le Pastis c'est pour Madame :-).

Mars steht auch für schnelles Einparken und Venus für einen unbändigen Drang, sich permanent mitzuteilen.....

Schön ist ja, dass wir in den meisten Sprachen klare Begriffe für Adam und Eva kennen.

Deutsch: Mann - Frau
Holländisch: Man - Vrouw
Französisch: Homme - Femme
Italienisch: Uomo - Donna
Spanisch: Hombre - Mujer
Portugiesisch: Homem - Mulher
Chinesisch: 丈夫 - 女子
Japanisch: Otoko (男) - Onna (女性)
Koreanisch 남자 - 여자
Russisch Человек - Женщина
Griechisch Άνθρωπος - Γυναίκα
Arabisch: رجل - امرأة (von links nach rechts, wegen der nassen Aussprache!)

Nur in Amerika, England, Kanada, Australien und Neuseeland sieht das ein wenig anders aus. In der selbsterklärten Weltsprache Nummer 1 finden wir mal den Mann als "man". Wendet man sich seiner weiblichen Ergänzung zu, fragt man ganz unverschämt: "wo-man", bei Vielmännerei (die gibt es übrigens in einigen Ländern wegen Frauenmangels) sogar "wo-men"?

Wo Mann? Ej Mann, nix Mann, wir sind selbständige Wesen! So heisst wohl "single" in Englisch auch "no-man"?!

Solche Dinge fragt sich Frau, wenn sie auf einem Spaziergang ihren Blick schweifen lässt.... beim Mann ist letzteres ja meist eher umgekehrt, jedenfalls bei den Nacktwanderern.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ausgebüchst .... Weisheiten für jeden Tag


In Büchsen bewahrt man allerhand auf: alte Fotos, wichtige Papiere, Gruschkram oder eben Süssigkeiten. Unsere Güetzibüchse war stets prall gefüllt, jedenfalls in den ersten Minuten nach dem Auffüllen. Dass dem nicht lange so blieb, dafür haben wir dann eifrig gesorgt.

Vor dem Fernseher sitzen und gedankenlos Kalorienträger in sich hineinzustopfen ist eine fatale Handlung. Trotz eifrigem Einsatz der Hand kann man jedoch nicht wirklich von einer Handlung sprechen, denn alles passiert automatisch. Hand - Mund - Kauen - Schlucken - Hand ....

Würde einem die Waage nicht ab und zu den Spiegel vorhalten, könnte das vermutlich ewig so weitergehen. Bei mir ist jetzt Ende Feuer und aus mit solchem Büchsenfutter.

Die Keksvernichtungsmaschine Annemarie Schwab hat ihren Dienst eingestellt ... hoffe ich jedenfalls. Ich habs mir ganz fest vorgenommen. Einige Kilos mehr auf Rippen und Hüften ist irgendwie gleichbedeutend mit einigen Jahren mehr auf dem Buckel. Man fühlt sich plötzlich alt.

Gestern bin ich nun zufällig auf eine Büchse gestossen, die eine wahre Alternative zu sein scheint: "365 fernöstliche Weisheiten", also für jeden Tag eine. Da kann man sich auch mal ein paar hintereinander zu Gemüte führen ohne saures Aufstossen! Im Gegenteil; "Harmonie und Gelassenheit für das ganze Jahr" wird einem hier versprochen.

Da werde ich jetzt ganz spontan mal reinfassen und schauen, was auszubüchsen gedenkt. Kurz schütteln, herzhaft zugreifen und ...

... ein japanisches Sprichwort sagt mir: "Was du deinen Eltern schuldig bist, weisst du erst, wenn du selber Kinder hast."

Ui-ui, das ist jetzt aber ganz schlecht. Da ich die Kinder übersprungen habe und seit Jahren vergeblich auf Enkelkinder warte, werde ich das wohl nie erfahren. Ob ich mal meine Schwester fragen könnte? Oder hat jemand von Ihnen eine bessere Idee?

Sonntag, 28. Juni 2009

Ein Rätsel...


... zwei Lösungen!

Das Kryptische Rätsel gehört für mich zu den Highlights des Anzeigers. Immer gegen Ende Monat wartet "Wettbewerb abzweiger" damit auf. Man könnte einen Gutschein vom Stauffacher gewinnen, aber wir lösen meist einfach nur die gordischen Verbalknoten, d.h. wenn wir es denn können.

Da gibt es nicht einfach Fragen wie "Nennen Sie die Hauptstadt der Schweiz" sondern eben speziell verpackte, wie beispielsweise:

"Einen ... des Rheins gibts nur beim Rhein - Reich ... ... hingegen überall auf der Welt". Sofort dachte ich an Reinfall, denn so etwas ist heutzutage weit verbreitet. Falsch, die richtige Antwort lautete: Nebenarm! Okay, alles klar... eh... ja genau!!!!

Weiteres Beispiel gefällig?:
"Worin gut tappen ist, auch im Halbdunkel". Natürlich in die Falle, logo, oder? In so eine bin ich wohl eben auch getappt, denn die passende Antwort lautet "Nebel".

"Unheilvoll, hilft aber immerhin, bei Koordin den Weg zu finden" (Ate)
"Tuts bei Wolkenbruch, dort und anderswo, und jene hier schwillt dann an" (Giessen)
"Beagles Tagtraum, Fuchses Nachtmahr" (Hetzjagd)
"Klingen wie eine Benzinwährung, und Hedera helix gehört dazu" (Aralien)

Dass es für ein Problem oder ein Rätsel mehrere Lösungen gibt, beweisen Ihnen Annemarie und Martin Schwab, tatatattaaaa!!

Mein Ansatz: brauche ich für ein ein Sudoku oder sonstige Hirnakrobatik mehr als eine halbe Stunde, dann lässt die Begeisterung nach.

Mein Rätsel an Sie: welche der beiden Fotos zeigt meine Lösung?
Zusatzfrage: welche Lösung beweist mehr Geduld?

Was es zu gewinnen gibt: Das Gefühl, eine wirkliche Intelligenzbestie mit scharfsinnigem Verstand zu sein. BRAVO!!

Habseligkeiten - Hab Seligkeiten


Meine Freundin Erika war unter anderem eine Philosophin und Wortakrobatin. So konnte sie denn dank ihrem Gespür und einem Sinn für das Wesentliche beinahe jedem Wort das ihm innewohnende Geheimnis entlocken - den Wahrheitskern.

Habseligkeiten war so ein Wort. Sprechen wir allgemein von Habseligkeiten, bezeichnen wir damit umgangssprachlich den mehr oder weniger armseligen Besitz Mittelloser. Erika brauchte mich jedoch nur kurz damit anzustupfen und ich sah darin sofort die Aufforderung "habt selig".

Die meisten unserer Besitztümer finden kaum mehr Beachtung. Sie sind uns selbstverständlich geworden. Bei Kindern ist das noch etwas anderes. Sie sind selig mit ihrer Habe, deren Wert sie nicht auf monetärer Ebene sehen. So lieben sie beispielsweise inbrünstig ihren Stoffteddy, wie abgegriffen er auch immer aussieht. Selbst wenn ihm ein Auge fehlt, ist er unersetzlich. Um nichts in der Welt würde eine treue Seele ihn gegen einen Neuen aus dem Warenhaus eintauschen.

So erzählte mir einst mein Schauspiellehrer, dass er als Kind während des Krieges bei Bombenalarm jeweils selber sein Köfferchen packen musste, um in den Schutzkeller zu gehen. Er füllte das Behältnis mit seinen Habseligkeiten, den Dingen nämlich, die seine Gefühlswelt bereicherten. Mutters Kontrollblick entging der Fehlgriff meist nicht, und sie packte um und vor allem Kleider und Essbares ein. Sobald sich Klein-Ruedi jedoch die Gelegenheit bot, hat er diesen "Fehler" korrigiert.

Wann haben wir selber das letzte Mal bewusst wahrgenommen, was bei uns so alles herumsteht? Bedeuten uns die Sachen noch etwas oder sind sie uns einfach egal? Manch ein einstiges Lieblingsstück fristet bei uns lediglich noch ein Dasein als Staubfänger? Kennen wir jemandem, dem es noch wahre Freude bereiten könnte?

Irgendeinmal werde ich mich wohl daran machen müssen, meine Besitztümer zu durchkämmen und aufs Wesentliche zu beschränken und nur noch Dinge um mich zu haben, die mich erfreuen und noch mit mir und meinem aktuellen Leben zu tun haben - echte Habseligkeiten eben. Das wird nicht leicht werden und viel Zeit kosten, da bin ich mir ziemlich sicher.

Ob ich in meinen Ferien gleich damit anfange? Und wenn ich gar nicht weiss, wohin mit dem Rest, wäre das dann vielleicht ein Fall für Google, genauer gesagt Gugel Kram?

Freitag, 15. Mai 2009

Agathe Bauer und die Songverhörer


Agathe Bauer, ein Welthit. Sicher kennen Sie den bestens...



... und so sind wir beinahe schnörkellos und ohne Umweg beim Thema Songverhörer angelangt.

Versteht jemand eine Sprache nicht, also beispielsweise kein Englisch, entnimmt er englischen Songs die interessantesten Zeilen. So wird denn "I'm under a heavy cloud" sehr schnell zu "der Mann der 'n Handy klaut". Hier eine super Auswahl, zum Beispiel der "Dickschädel Blues" (deep shade of blue), "Hau auf die Leberwurst" (hope of deliverance), "Oma fiel ins Klo" (all my feelings grow) oder gar etwas churchy "Oh Annelise popel nicht" (Cum angelis et pueris). So kann ich denn nur viel Spass wünschen bei dieser kleinen Auswahl.



Ging mir übrigens seinerzeit mit der "Mercy dispense" (Mercedes Benz) von Janis Joplin nicht anders:



Hier der Link zu der Webseite Songverhörer, die vermutlich laufend aktualisiert wird. Auf YouTube gibt es ebenfalls einen eigenen "Verhör"kanal. Also Ohren auf und immer schön mitsingen =D

Mittwoch, 18. März 2009

Deutsche Sprak schwere Sprak


Mobilezone mit Rekordergebnissen, hiess es kürzlich in den Medien. Dem Handy-Riesen geht es also prächtig. Auf was ist dieser Aufwind wohl zurückzuführen? Da steht es schwarz auf weiss: 2000 Kunden kaufen täglich Handys!

Meine Kaufwut in Bezug auf diese kleinen Gadgets hält sich einigermassen in Grenzen. Meist so nach eineinhalb-zwei Jahren geht die eine oder andere Funktion nicht mehr und ich entschliesse mich zum Neukauf. Aber täglich ein Handy, 365 Stück im Jahr abzüglich zirka 60 (Sonn- und Feiertage), das wäre mir echt zuviel. Nun frage ich mich: was machen die Freaks damit. Vieltelefonieren wohl.

Es ist schwierig mit der deutschen Sprache. So äusserte sich kürzlich einer im TiWu: "Der Heinz hat lauter schöne Frauen an den Wänden hängen!" Dass der Mann noch nicht festgenommen wurde, kann ich nicht verstehen.

Man kennt es ja aus Briefen an Versicherungen, zum Beispiel:

In hohem Tempo näherte sich mir die Telegrafenstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf mich die Stange am Kühler.
Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitplanke, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über das Auto.
Dummerweise stiess ich mit einem Fussgänger zusammen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und bedauerte dies sehr.
Der Fussgänger rannte in mich und verschwand wortlos unter meinem Wagen.
Der Fussgänger hatte keine Ahnung, in welcher Richtung er gehen sollte... und so überfuhr ich ihn.
Der andere Wagen war absolut unsichtbar und verschwand dann wieder.
Ich habe so viele Formulare auszufüllen, dass mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben.
Der Mopedfahrer, der am Tatort alles miterlebte, hat der Fahrerin meines Autos aufrichtig erklärt, dass er seiner Zeugungspflicht nachkommen würde.
Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorne in meinen Frisiersalon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden.
Autsch, alles erfunden, meinen Sie? Ich habe ähnliches in Unfallbeschrieben mit eigenen Augen gesehen. Zum Beispiel gab eine Frau, die in der Wohnung gestürzt war, als "Zeuge des Unfalls" "meine Katze" an und unter "Name des Zeugen" "Mitzeli". Deren Befragung gestaltete sich dann entsprechend schwierig. Ein Fall für Berlitz oder Bermitz?

Miaouuuuu!!

Freitag, 16. Januar 2009

Bärndütsch... sogar üf Windows


Was musste ich gestern der Zeitung entnehmen. Bärndütsch is no more Unterrichtssprache. das ist ja "Fatal error", würde ich sagen. Wer jetzt denkt, wir würden in der Schweizer Hauptstadt auf Englisch setzen, "the international Knuddelmuddel", der täuscht sich. Die Kiddies können das sowieso. Nein, "Hauchdeutsch" soll es werden und kein Fach soll davon ausgenommen sein, auch Turnen nicht (Schiess mir doch die Balle rüber).

Für dieses Vorgehen kann es nur zwei (Ab)Gründe geben. Erstens könnte es damit zusammenhängen, dass bei einem Klassenbestand von 20 Kindern ebensoviele Nationen vertreten sein könnten. Wir sind halt international geworden. Andererseits könnte fälschlicherweise seitens der Verantwortlichen davon ausgegangen werden, dass sich durch diese Massnahme die Anzahl der Analphabethen und aller, die es niemals werden wollen, verringern könnte (?!!;-).

Obwohl mein Hochdeutsch gut ist und mir schon oft aus der Bredouille geholfen hat - "nein, entschuldigen Sie, ich bin selber nicht von hier" - finde ich es schade, um nicht zu sagen allerhand, dass diese Form der Gemütlichkeit aus unseren Klassenzimmmern und Turnhallen zu verschwinden droht. Gottseidank gibt es da wenigstens noch die Windows-Version für Berner, welche Klartext redet.....

u we dr Hund de ändleche vom Schitte zrügg isch, de chani de würklech e Schritt witer gah!! Tschööö☺

Sonntag, 19. Oktober 2008

Rätseln


2. Sohn Noahs im Alten Testament. Juhuu, ich weiss: HAM. HAM, ham.... konnten die damals schon Englisch? Jeder weiss es, der Schinken ist immer in der Mitte.

Was isch es Sändwich ohni Fleisch, s'isch nüt aus Brot, 
was isch es Sändwich ohni Brot s'isch nüt aus Fleisch , 
ersch we D' mit Fleisch dis Brot beleisch, 
ersch we D' mit Brot umgisch dis Fleisch, 
berchunsch äs Sändwich - Brot und Fleisch, 
lue das Du dämm gäng rächnig treisch.
Und zwar isch's wichtig das Du folgendes o weisch, 
s'gnüegt nid das Du ds Brot eifach unterleisch am Fleisch, 
s brucht eis Brot undefür versteisch, 
u eis wo D' obedrüber leisch, 
nume we D' so drahäre geisch, 
'berchunsch as Sandwitch, eis mit Fleisch.
D's Problem vom Anke chäm, das stimmt de no derzue, 
es gilt ne ja nid uf die lätzi Syte ds tue, 
Du gsesch Du issisch Du Barbar, 
und füllsch Dy Buch u wirsch nid gwahr, 
was im ne Sandwitsch uf Dym Tisch, 
für Dialektik drinne isch

Ja, der liebe Mani Matter. Das war ein unglaublicher Wortjongleur. Ich liebte seine Lieder schon als kleines Kind. Bern war nicht mehr dasselbe, als er sich an jenem 24. November des Jahres 1972 aufmachte, um fortan die Engel mit seinen Liedern zu erfreuen, zum Beispiel mit seinen "Hemmige":

"... und sieht man heute was der Menschheit droht, da sieht man wirklich schwarz und nicht nur rot, und was man hoffen kann das ist allein, dass sie Hemmungen haben werden." Da können wir uns doch auch im Jahre 2008 immer noch anschliessen, oder?

Aber nun jonglieren wir ein wenig.... Wasservogel: ENTE, Geländeform: _N_ (N von Ente).... TAL, und die Ente wird zur GANS richtigen Lösung. 

Mein Schatz und ich haben heute des Rätsels Lösung gesucht und uns über diverse Wissensgebiete ausgetauscht. Allerdings frage ich mich schon, ob jeder auf Anhieb weiss, wohin das Traumgespenst (ALB) eine Fahrkarte lösen müsste, wenn es über das Ende eines Hügelzuges (EGG) in eine Stadt nach Serbien (NIS) fahren möchte, um dort auf dem Geländekamm (KRETE) mit Kreti und Pleti über den neusten Modestil (LOOK) zu diskutieren. Wenn es dann nicht aufpasst, wird es nämlich vom männlichen Schwein (EBER) angegriffen oder auch einfach von irgendwelchem Glutgestein (MAGMA) überrollt. In medias einer lateinischen Sache (RES), also inmitten der Dinge, die da kommen mögen besorgt es sich für alle Fälle ein Grossbeil (AXT) um mangels einer Angel trotzdem den Fluss- und Speisefisch (ALET) zur Strecke zu bringen....

Machmal sind solche Rätsel echt langweilig, vor allem die Fragen sind doof. Da lob ich mir das "kryptische Rätsel", das jeweils gegen Ende Monat in unserem Anzeiger erscheint und etwas mehr Spass verspricht. Das geht so ähnlich zu wie bei dieser online-Ausgabe für Querdenker.

Mein Schatz ist ja der absolute Spezialist für schwierige Sudoku. Oft sind die als einfach betitelten die kompliziertesten und umgekehrt. Früher habe ich mich über Stunden und Tage mit einem befassen können, heute verliere ich nach einer halben Stunde die Geduld und gebe an Martin weiter. Wir sind halt eben in manchem ein Dreamteam, was auch bedeuten kann: Toll Ein Anderer Machts.

Raten Sie's gut.

Montag, 28. Juli 2008

Eigentlich...


Heute beginnt der Rest des Lebens....
Diesen sinnigen Satz habe ich mal irgendwo gelesen. Stimmt eigentlich, wobei eigentlich eigentlich ein Unwort ist. Man könnte auch einfach schreiben: stimmt, ohne wenn und aber, ohne eigentlich, ohne sich etwas Raum offen zu halten, falls es denn doch nicht stimmen sollte.

Meines Erachtens gibt es Anfang und Ende des Lebens eigentlich (!!) nur auf dieser Ebene, der physischen, materiellen, die für uns so stark nach Realität riecht, vor allem dann, wenn sich die lieben Leute im Bus mal wieder nicht geduscht haben, bevor sie in das wackelige Gefährt eingestiegen sind. Auf einer anderen Ebene gibt es keinen Anfang, kein Ende, gibt es einfach nur Leben... Sein.

Was sicher ist: heute beginnt für uns in Praxis und Dojo das 2. Halbjahr 2008. Wir haben versucht, einen gewissen Abstand zu gewinnen, damit wir alles auch mal wieder wie von aussen betrachten können. Das ist sehr wichtig, denn sobald sich Automatismen einschleichen, vermehren sich die blinden Flecken wie Bakterien auf einem optimalen Nährboden. 
So muss man sich denn immer wieder die Frage stellen: was läuft gut, wo könnten wir mit wenig Aufwand mehr Ertrag verbuchen, und sei es "nur" auf Seiten der Energiebilanz. Auch kann man mal wieder in die Räumlichkeiten eintreten, als sähe man sie das erste Mal, und sie auf sich wirken lassen, als wäre man ein Kunde.
Ich finde sowohl Dojo als auch Praxis einfach wunderschön. Okay, vielleicht bin ich etwas befangen, aber ich liebe diese Atmosphäre, die für die jeweiligen Einsätze einfach ideal ist.

So haben wir an der Wagnerstrasse 23 einen schönen Raum mit Tageslicht, der von den interessanten Eingebungen und Erfahrungen spricht, die wir dort schon erhalten haben. Ich freue mich bereits auf die heutigen Lektionen und bin mir ziemlich sicher, dass es anderen ebenso geht.
Am Burgernzielweg 4 sind die Räumlichkeiten wie eingerahmt und beschützt von den Bäumen des schönen Gartens, welche zugleich Schatten spenden. Auch hier ist spürbar, was für Quantensprünge im Bewusstsein vieler dort schon haben stattfinden dürfen. Heute habe ich die erste Behandlung durchgeführt, wobei in meiner Arbeit ganz wichtig ist, nichts willentlich zu tun, sondern geschehen zu lassen. Es war sehr wohltuend, sowohl für meine Klientin als auch für mich, und ich kann mich kaum zurückhalten, so sehr bin ich motiviert =D

Sicher werde ich das Hin- und Herfahren mit Bus und Tram ab und zu wieder als Last empfinden, vor allem, da jetzt das 5er-Tram wegen der neuen Schienen nach Bern West wieder einmal nicht wie gewohnt fährt. 
Eventuell wäre ja ein Trottinett etwas netter zu mir, wobei ich mich noch nicht durchringen kann. Sicher werde ich mich aber nicht auf dem Brückengeländer bewegen, weder zu Fuss, noch mit dem Trotti und schon gar nicht mit dem Fahrrad. 
Tja, meine Lieben, in folgender Sequenz sehen wir wieder einmal, dass nicht überall die Trottoirs so grosszügig für den Zweiradverkehr freigegeben werden, wie dies bei uns der Fall ist....
Bild anklicken und Ton leise schalten !!
Wobei eigentlich Velofahrer auf die Strasse gehören. Aber eben, eigentlich ist eigentlich ein Unwort, und in der Schweiz stark verbreitet.

Wenn es eigentlich überhaupt einer Beschreibung für einen Schweizer bedarf....
einer in einem Wort..... dann wäre dies eigentlich EIGENTLICH.... oder zumindest eigen.
☺☺☺

Dienstag, 27. Mai 2008

Ach unendliche Möglichkeiten




Was sind wir Schweizer bloss für schlaue Kerlchen?! Und wenn wir es nicht sind, dann werden wir es bestimmt bald sein, dank der MIGROS, hallelujah! Da haben die sich doch mal wieder was ganz Schlaues einfallen lassen. Das neue Toilettenpapier "Soft Dictionary" ist sozusagen ein Mehrzweckartikel.... erst lernen, dann putzen. 
Auf jedem Papierchen stehen die verschiedensten Begriffe rund ums Thema Reisen in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, und ein Hotelplan-Reisegutschein im Wert von Fr. 50 für eine Städtereise liegt jeder Packung bei. Juhuuu!!! Das FSC-zertifizierte Superpapier gibt es zum Spezialpreis von Fr. 13.20 für 24 Rollen (ab 27. Mai solange Vorrat).
Aber jetzt doch bitte nicht heulen! Okay, Sie wollten nach Prag? Ist doch kein Problem, auf den Polizeiposten verstehen die praktisch sämtliche Sprachen, wenn Sie Ihre Wertsachen als gestohlen angeben wollen, die haben darin echt Übung.
Helmi Sigg zeigt übrigens auf diesem Bild (und online auf 61 weiteren), wie das Sprachenlernen auf dem stillen Örtchen so aussehen könnte. Was, Sie meinen das Ganze sei gar nicht wahr? Na, das werden wir aber mal sehen! Qui vivra verra, si vedrà fra poco, we'll see or time will tell! Sie sehen ja selber, was ich schon alles gelernt habe. Jedenfalls würden solche Sachen, wie sie in dem Buch "Übelsetzungen" von Langenscheidt so lustig präsentiert werden, gar nicht erst vorkommen, was dann auch wieder schade wäre.

Hier ein Beispiel aus Spanien:
Peligro, no pasar.... wird zu
Danger, ne pas arriver
I am in danger, not to happen
Ich bin in Gefahr, nicht zu geschehen... uuups :-)

Nun habe ich da so meine Ideen, wie man solches Papier auch sonst noch mehrzweckverwenden könnte. Ich wollte ja schon immer ein Buch schreiben. Nun habe ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn ich einen Krimi schreiben würde.... auf Klopapier - Fortsetzung folgt. Die Leute kämen dann gar nicht mehr runter von den Sitzen. Blöd wäre es allerdings in Mehrpersonenhaushalten, wenn der Nachfolger zwei ganze Kapitel braucht, nur weil er am Abend zuvor beim Italiener gegenüber Cozze (hat nichts mit Kotzen zu tun) gegessen hat, die nicht mehr so frisch waren.
Ich werde es mir jedenfalls mal überlegen, ich meine, wer sind wir denn, dass wir eine Marktlücke so ungenutzt an uns vorbeispazieren lassen würden.
Hier für die ganz neugierigen schon mal ein kleiner Auszug meines Erstlingswerkes....