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Dienstag, 4. Juli 2017

#SchweizerPost erstklassig - in Sachen Leistungs- und Qualitätsabbau

Post .... prost Nägeli!
Einst wurden Service und Qualität bei der Schweizer Post gross geschrieben. Die Zeiten, als man mit dem Pöschteler noch ein paar Worte wechseln oder ihm gar einen Kaffee aufschwatzen konnte, sind längst Geschichte. Briefträger und Paketpoten stehen gleichermassen unter Druck. So konnte man zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit der Zeitung entnehmen, dass ein Mitarbeiter der Post aus lauter Verzweiflung Briefe und Pakete einfach im Wald entsorgt hat, um den straffen Zeitplan überhaupt erfüllen zu können.

Im Februar erhielt ich von einer Behörde ein offizielles Einschreiben. Leider hatte man bei der Adressierung einen Fehler begangen und es an meine alte Adresse geschickt. Bei einer eingeschriebenen Sendung muss der Empfänger persönlich mit Unterschrift quittieren. Der Brief ging an die Wiesenstrasse, von wo ich vor fast 5 Jahren weggezogen bin, wo aber mein Vater noch seinen Bürobriefkasten hat. Wie meine Abklärungen ergaben, legte der Briefträger ein an mich - Annemarie Schwab - adressiertes Schreiben, in welchem zudem wichtige Fristen relevant gewesen wären, in den Briefkasten meines Vaters, der nicht Schwab sondern Vollenwyder heisst, und Annemarie schon gar nicht.

Meine an den Kundendienst adressierte Reklamation blieb unbeantwortet. Man hat wohl versucht, mich einmal telefonisch zu kontaktieren, das Ganze dann aber auf sich beruhen lassen. Als ich mich dann selber telefonisch nach dem Resultat erkundigte, vor allem danach, wer denn mit Unterschrift den Erhalt von besagtem Einschreiben quittiert habe, erhielt ich eine eher schnoddrige Antwort und die Bestätigung, dass niemand unterschrieben hatte. Ein absolutes No-Go!

Seit einigen Tagen erwarte ich sehnlichst ein Päckchen aus Deutschland. Mir war bewusst, dass noch Zollkosten anfallen würden und da mir der Betrag dank einer SMS seitens der Post bekannt war, legte ich ihn gleich bereit. Ich war heute den ganzen Morgen über zuhause, hätte also das Klingeln gehört. Zufällig fand ich dann gehen 10 Uhr einen Abholschein in meinem Briefkasten. Wie meine Nachbarin mir mitteilte, wurde auch die Praxisklingel nicht betätigt. Der Paketbote hat also ohne zu Klingeln einen Abholschein in meinen Briefkasten gelegt, wohl weil er befürchtete, noch Wechselgeld geben zu müssen - je nachdem ein relevanter Zeitfaktor. Der Zustelldienst hat sein möglichstes getan, eine Zweitzustellung zu veranlassen; offenbar leider vergebens. Soeben erhalte ich eine SMS, das Paket könne ab morgen bei der zuständigen Poststelle abgeholt werden. SHAME!

Wie wir alle wissen, werden nach und nach immer mehr Poststellen geschlossen und Dienstleistungen der Post an andere Dienstleiter ausgelagert (Kioske, lokale Geschäfte etc.). Man sagt immer und bei allem: früher war es besser. Die Leistungen der Post waren es definitiv! Aber wer weiss, vielleicht gibt es bald ein Aufatmen, wenn die Post z.B. an die Chinesen verkauft wird. Schlimmer geht fast nimmer, weder beim Datenschutz (s. oben) noch bei der Leistung.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Brabantia .... für Blondinen ungeeignet

Brabantia von Trabantia?
Stuzzicadenti gefällig?
Gentlemen prefer blondes .... Brabantia offensichtlich nicht!

Der Name ist Ihnen kein Begriff? Mir bis vor kurzem auch nicht. Ziel des Unternehmens ist nach eigenen Angaben, "das Leben mit schön gestalteten Produktkonzepten für das Leben und Geben zu bereichern, bei denen auch die Verwendung eine Bereicherung darstellt".

Grosse Worte, aber mit ausgeklügelten Konzepten kommen Menschen mit meiner Haarfarbe meist schlecht zurecht. Gottseidank habe ich einen Mann an meiner Seite, der nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch intelligent, geschickt und clever genug ist, die Büchse der Pandorra zuzulassen, dafür alle anderen Behältnisse mit der ihm angeborenen Leichtigkeit und Eleganz zu öffnen.

Wie schon so oft waren wir kürzlich im Lorenzini essen. Stuzzicadenti, also Zahnstocher, wurden mir gerne und sogar mit einem Lächeln überreicht.... oder war es eher ein ahnungsvolles Grinsen? Danach begann nämlich ein Unterfangen, das ich, was mich anbelangt, nur als misslungen bezeichnen kann. Trotz Anstrengung gelang es mir nicht, den Behälter zu öffnen. Hilfesuchend schaute ich meinen Göttergatten an, welcher mit einem kurzen Tippen seines Zeigefingers meinem Leiden ein Ende bereitete! Nicht nur die Zähne habens ihm gedankt, sondern auch ich …. mit einem Spinat-freien Lächeln!

Hätten Sie's auch gekonnt? Dann sind Sie vielleicht eine Blondine mit dunkler Vergangenheit oder Genie ist Ihr zweiter Vorname! Martin G. Schwab …. warum nicht!

Dienstag, 16. September 2014

Bettgeschichten ... frei nach den Gebrüdern Grimm

Was Märchenlesen für Folgen haben kann ;-)
"Du hast doch sicher dieses Märchen von den Gebrüdern Grimm gelesen", fragt der beste Ehemann von allen, sichtlich angeschlagen von dem ewigen Hin- und Herschleppen von Betten, Matratzen etc. Die Frage kam etwa zwei Tage, nachdem ich mittels Zeichnung (s. oben) versucht hatte, mein Problem optisch einzugrenzen: "Die Prinzessin auf der Erbse"!

Zwei Jahre ist es nun her, seit wir vom Breitenrain an den Burgernzielweg gezogen sind. Genau so lange versuche ich nun, hier heimisch zu werden, vor allem was das Schlafen anbelangt. Das Möblieren der neuen Wohnung war nicht eben einfach, obwohl wir nun über viel mehr Wohnfläche verfügen. Allein den optimalen Schlafplatz zu finden, war schwieriger, als die versunkene Insel Atlantis ohne Ortunsgeräte aufzuspüren. Das Auseinandernehmen der vom Hüsler-Nest zum endlich bequemen Doppelbett umfunktionierten Schlafstatt endete in zwei 80cm-Einzelbetten. Schlafen in Achtungsstellung ... eher etwas für's Militär.

Mein Schatz setzte ja von Anfang an auf eine ein Meter breite Lattoflex-Couch, die wir sozusagen geerbt hatten. Als ich vor zirka 2 Monaten ebenfalls auf ein freigewordenes Lattoflex umstieg, begannen die Probleme erst recht. Die Latten sind mittig durch ein Kautschukband verbunden, was den Körper entweder zur einen oder zur anderen Seite hinkippen lässt. Mein ehemals so geschmeidiger Körper zeigte zunehmend Verschleisserscheinungen wie Muskelverkrampfungen und Parästhesien in den Füssen. Vor einer Woche dann die wohlbekannten ersten Anzeichen von nicht mehr ganz optimal sitzenden Bandscheiben. Alarmstufe rot!

Bei sato-Schlafräume kann man für 100 Franken Futons und Futonmatratzen probeliegen. Falls man fündig wird, werden die 100 Franken dann am Kaufpreis angerechnet. Was noch zu erwähnen ist: man wird aussergewöhnlich zuvorkommend bedient; keine Selbstverständlichkeit (s. unten). Eine deformationsstabile Unterlage ist für den Körper sehr gut, viel besser als eine, die uns im Schlaf immer wieder zum Umpositionieren zwingt - das sagt auch Bandscheiben-Papst Dr. Packi. Mir hätte das japanische Schlafsystem ja gepasst, aber leider ist es mir tatsächlich zu hart. Ich weiss, dass man sich an Futons gewöhnen muss, allerdings sagt mein Körper mir meist sehr rasch, was meine Sache ist ... und Futons gehören definitiv nicht dazu - leider!.

Die Verzweiflung ist gross, wenn man nicht weiss, wo und wie man noch schlafen soll. Die Umschulung zur Ständerlampe, welche locker in der Ecke steht, wäre natürlich eine Möglichkeit, aber wir Menschen sind nun mal an Liegen gewöhnt.

Man macht die verschiedensten Erfahrungen, wenn man sich professionell beraten lässt. Speziell aufgefallen sind dabei:

Schlaf- und Liegeberatung Schweizer aus Gümligen: sehr positiver Kontakt. Obwohl eher skeptisch hat Herr Schweizer hat mir sogar ein Einlagebrett gefertigt, damit ich mal versuchen konnte, wie es wäre, auf einer wirklich deformationsstabilen Unterlage zu schlafen. Das ging effektiv gar nicht, allerdings hätte ich bei Schweizers die Möglichkeit, mich intensiv beraten zu lassen. Einziger Knackpunkt: ohne Auto ist das Geschäft schlecht zu erreichen.

Zbinden Möbel- und Bettenhaus Bern: katastrophaler Kontakt. Der Chef höchstpersönlich geht so mit mir um, dass ich nach 5 Minuten das Geschäft verlasse, weil ich es einfach nicht mehr nötig habe, mich so behandeln zu lassen. Herr Zbinden scheint Frauen nicht besonders zu mögen und kann offenbar weder zuhören noch auf Menschen eingehen. Die angepriesene Bettenausstellung über ganze 5 Etagen ist offenbar nur Leuten zugänglich, die genau wissen, was sie wollen. Denen werden die entsprechenden Betten dann gezielt gezeigt. Einfach so durch die Ausstellung schlendern wird einem verwehrt. Wenn ich jedoch weiss, was ich will, brauche ich keine Beratung, oder?

Möbel Pfister Bern: sehr positiver Kontakt. Ich werde vom Berater kompetent und zuvorkommend beraten. Hat man bei Pfister das Produkt seiner Wahl käuflich erstanden, besteht nachträglich die Möglichkeit, z.B. die Matratze bis zu 6 Monate nach Kauf auszutauschen. Besser ist natürlich, wenn man im Vorfeld herausfiltern kann, welches System wirklich zu einem passt.

Ich habe jetzt "zufällig" herausgefunden, was für mich ein riesen Knackpunkt ist in Sachen Schlafqualität. Meist kommen Erkenntnisse ja spontan in mein Bewusstsein, wenn ich sie am wenigsten erwarte. An dieser Stelle auszuführen, warum wie was und wieso, würde zu weit führen und eventuell gar auf Unverständnis stossen. Mir wurde gezeigt, dass mit einem Switch von nordisch Schlafen zum erzkonservativen Oberleintuch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten. In der Leinenweberei Bern wurde ich diesbezüglich super beraten und habe ein Probetuch für Fr. 18.50 erstanden. Der Erfolgt lässt sich sehen und wenn ich irgendwann unbedingt will, kann ich mir auch eine etwas luxuriösere Anfertigung aus satinierter Baumwolle zulegen .... man gönnt sich ja sonst nichts. Jedenfalls schlafe ich jetzt 80+, mal sehen, wie lange das dauert! Sicher werde ich mir mal ein 90er- oder gar 100er-Bett gönnen und dazu die richtige Matratze wählen. Solange ich jedoch unschlüssig bin, welche das sein sollte, lasse ich es einfach bleiben.

Hier übrigens noch ein Bettflüsterer in Aktion:


Dienstag, 1. Juli 2014

Flyersegen vs. "keine Werbung"

Aikiko®

Körper- und Energiearbeit
Aikido
Ist immer so eine Sache mit Flyern, vor allem, da die meisten Leute heutzutage gerne auf Werbung in ihrem Briefkasten verzichten. Was habe ich mir diesen Frühling die Hacken abgelaufen, um nur ein paar einwerfen zu können. Anders als die hiesigen Pizzerien respektiere ich den Willen des Briefkasteninhabers …. man will ja seine potentiellen Kunden nicht verärgern. Allerdings weiss der dann nichts von seinem Glück, potentieller Kunde zu sein, denn ich habe ja nichts eingeworfen … Hmmmmm ;-)

Etwas, das immer mehr aufkommt sind die Flyerkästen in Geschäften. Einen habe ich schon seit Februar in Betrieb, und zwar im "Kalisha". Ab heute füttere ich nun für ein halbes Jahr einen weiteren bei der "Quelle - Ort der Begegnung". Hoffe dass sich da doch einige interessieren werden, und sei es "nur" für eine Wohlfühl- oder Heilbehandlung in der Praxis B4 - da sind Wunder an der Tagesordnung und Staunen nicht verboten. Wer noch aktiver etwas für seine Gesundheit tun möchte, ist herzlich eingeladen, bei AIKIDO AI ein bis zwei Probelektionen in Aikido oder Aikiko® zu absolvieren und dann, falls Lust auf mehr entstanden ist, eine zweimonatige Einführungszeit anzuhängen.

Na wie wär's … eventuell noch vor den Sommerferien (20. Juli bis 10. August) oder dann spätestens danach. Ich freue mich auf Sie!!! Und wer weiss, vielleicht habe ich bis dahin Flyerkästen für Ihre Werbung montiert … man ist schliesslich lernfähig ;-)

Montag, 27. Januar 2014

Bundesverwaltung sperrt Internet-Fernsehkanäle ...

Beamt-Er: war das heute wieder ein anstrengender Tag ;-)
..... das ist ja nun keine Katastrophe sondern von mir aus gesehen eine Selbstverständlichkeit. Die Beamten sind ja nicht da, um Fernsehen zu schauen, sondern um zu arbeiten.

Die Meldung betreffend Sperrung der Kanäle stand jedoch im Zusammenhang mit dem Halbfinalmatch von Federer-Nadal vom 24. Januar. Die Massnahme wurde getroffen, nachdem am Vortag während des Halbfinals Wawrinka-Berdych die Infrastruktur des Bundes ans Limit gelangte. Das Bundesamt für Informatik und Technologie befürchtete, dass Interesse am Federerspiel könnte das Bundesnetz vollends in die Knie zwingen.

Klar, zu meiner Zeit (wie das klingt!) war Internet im Büro noch kein Thema. Also nicht alle 5 Minuten kurz bei Facebook vorbeischauen, 20Minuten-News lesen oder private E-Mails beantworten. Die Zeiten haben sich geändert, das ist richtig. Geändert hat sich jedoch nicht die eigentliche Aufgabe eines Arbeitnehmers. Der ist nämlich dafür da, die ihm zugewiesenen Arbeiten zur Zufriedenheit seines Chefs und im Sinne des Betriebes zu erledigen. Für alles andere hat er genügend Freizeit oder Ferien. Auch da hat sich nämlich einiges getan, das heisst: von einer 45-Stunden-Woche sind wir jetzt bei einer 42- oder gar 40-Stunden-Woche angelangt und in einigen Betrieben hat man gar 5 Wochen Ferien.

Also: ich bin dafür, dass die Bundesverwaltung die Internet-Fernsehkanäle sperrt, und zwar dauerhaft! Vielleicht würde die Verwaltung dann mit weniger Angestellten einiges mehr erledigen können, was den Steuerzahler entsprechend entlasten könnte.

Die Frage bleibt, ob Federer den Match verloren hat, weil die unzähligen Daumendrückeinheiten unserer Bundesbeamten gefehlt haben? Es könnte einem das Herz brechen …...

Sonntag, 10. April 2011

Verkaufsstrategien oder "das Geschäft meines Lebens"

Kaffee mit Herz ♡
Wir brauchen Blütenpollen. Ich bilde mir ein, dass sie mein Immunsystem unterstützen und auch sonst gesund sind. Da der "Vatter Bärenplatz" seine Tore nun endgültig geschlossen hat, muss ich mich anderweitig orientieren. Auf dem Markt gibt es einen Honigstand, wo Pollen der Schweizerischen Pollenimkervereinigung verkauft werden.

Am Stand ein Mann und eine Frau. "Blütenpollen, gerne, bei uns kriegen sie die Packung für 20 Franken, im Laden zahlen Sie dafür mindestens 3 Franken mehr. Somit ist der Znünikaffee sozusagen gratis!" schwärmt Männiglich mit stolz geschwellter Brust und will mir 7 Franken in die Hand drücken... als Wechselgeld auf meine 100 Franken etwas wenig. "Wie komme ich jetzt bloss auf 7 Franken" logorrhiert er und kann sich nebst dem eigenen Redeschwall nun endgültig nicht mehr konzentrieren. "Wohl wegen der 3 Franken" kürze ich seinen Denkvorgang ab, was bei ihm leider ein weiteres Wortgeplätscher auslöst. "Sie haben es nicht kleiner", fragt er dazwischen. Leider nein. "Macht nichts, ich habe eine super Wechselkasse, meint er und wendet sich an die Verkäuferin beim benachbarten Blumenstand. Ohne zu Murren wechselt die ihm den 100-Franken-Schein, wohl damit er nicht zu dozieren anfängt. Halloooo, denke ich nur, bin aber froh, mich endlich von dannen machen zu können. "Sie kriegen hoch ein Honigbonbon"... ruft mir der Verkäufer noch nach, aber ich BE = bin eilig!

Vielleicht hätte ich mir die Zeit nehmen sollen. Zuhause rechne ich "das Geschäft meines Lebens" nämlich einmal nach. Die Vatter'schen Blütenpollen (125g = CHF 12) kamen auf 9.60 pro 100 Gramm zu stehen; das Schnäppchen vom Markt (200g = CHF 20) auf 10.00 pro 100 Gramm, also genau 40 Rappen teurer. Die habe ich wohl für die Unterhaltung draufgelegt. Nix mit Gratis-Kaffee. Das soll dem Mann mal einer nachmachen!

Erst jetzt fällt mir ein, dass Rechnen nicht zu meinen Stärken gehört, ebensowenig wie alles zu glauben, was man mir über Schnäppchen erzählt!

Sonntag, 27. Februar 2011

Hässliche Frauen oder: wo liegt die Schönheit?

all you need is LOVE ♡
"Hässliche Frauen - wir haben hier wirklich die hässlichsten Frauen!" klingt es gut vernehmlich und mürrisch vom Sitz hinter mir. Wer sagt so etwas, vor allem über diese gepflegte Frau mittleren Alters, die soeben mit ihren beiden Hunden ausgestiegen ist? Zugegeben, sie hat einiges an Farbe im Gesicht, aber nicht übertrieben und gekonnt gesetzt. Dazu stahlt sie eine überschäumende Lebensenergie und Freude aus; ihr Lächeln ist einnehmend und ansteckend; man kann es annehmen wie ein seltenes Geschenk in unserer oft ernstmienigen Gesellschaft.... könnte es!

Ich drehe mich um, weil mich interessiert, wem die nörgelnde Stimme hinter mir gehört. "Ist doch wahr", meint er "wir haben in der Schweiz wirklich die hässlichsten Frauen der Welt". Er sieht nicht aus wie jemand, der etwas von Schönheit versteht noch wie jemand, der sie gepachtet hat. Vielmehr erinnert er mich an einen jener speziellen Zierkürbisse.... die mit den grossen Pickeln. Auffallend viel Ähnlichkeit hat er auch mit jenen Männern, welche sich aus Asien ein Souvenir mitbringen, das auf zwei zierlichen Füssen durch die Welt trippelt, immer ein-zwei Schritte hinter IHM.

Man kann ja mal eine schlechte Laune haben, aber gestern im 9er-Tram "moffelten" gleich mehrere Exemplare. Das war vielleicht eine Energie, sag ich Ihnen. Wir haben wirklich die mürrischsten unhöflichsten und unfreundlichsten Männer der Welt, könnte man manchmal denken. Um etwas so Persönliches, Verletzendes laut zu sagen, braucht es jedoch schon etwas mehr Unverfrorenheit oder ganz einfach das Gefühl einer tiefen Verlassenheit und Einsamkeit. LIEBE ist eigentlich das, wonach wir alle streben, wonach uns buchstäblich dürstet.... und sie fehlt schon mal hie und da. "All you need is LOVE" und die Welt wird rosarot!


Ich beliess es jedenfalls auf diesem einen Blick nach hinten und war froh, dass mich mein Auge nicht im Stich lässt.... denn Schönheit liegt bekanntlich eh im Auge des Betrachters.... dann hat nämlich selbst das pickligste Kürbisgesicht seine ganz ureigenste Schönheit.

Sonntag, 6. Februar 2011

Wasserfall - kalt oder doch lieber wohltemperiert

der Wasserfall fällt auf jeden Fall ins Wasser!
Was tut der Wasserfall bei jedem Wetter? Genau, er fällt ins Wasser! Und niemand nimmt ihm dies übel.

Die Geberit AG wirbt ebenfalls mit einem Wasserfall... und mit einer toll aussehenden Melanie Wyniger: "Ich liebe Wasser, weil es so ist wie es ist, rein, frisch natürlich - das ist für mich Lebensqualität. Wasser ist das natürlichste der Welt. Ich liebe Wasser....." Geberit AquaClean, das WC, das Sie mit Wasser reinigt.

Man sieht der Powerfrau nicht an, dass das Wasser mit gerade mal 8 Grad Celsius wirklich sehr frisch gewesen sein muss! Sie ist halt ein Profi und der Clip kommt super rüber. Beim Dreh war Melanie übrigens erkältet. Tags darauf waren alle Krankheitssymptome verschwunden.... die Viren hatten das Weite gesucht! Aber informieren Sie sich gleich selber unter "www.i-love-water.de".

Man kann übrigens davon ausgehen, dass AquaClean den Allerwertesten mit wohltemperierten 25 Grad oder mehr verwöhnen wird.

Apro-Po: der Herz-Po aus der Plakatwerbung scheint nicht ganz so gut anzukommen. So hat jemand kürzlich das entsprechende Plakat mit einem extra PorNo-Kleber überdeckt. Ich hab's genau gesehen PorNo nicht PoNo! Schono!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Hedy Flükiger - mehr als eine Kassiererin

Es gibt sie noch, die Engel des Alltags. Um sie zu finden, muss man ihnen nur seine Augen und sein Herz öffnen. Ein solches Lichtwesen sass seit Jahren in unserem Coop Breitenrain an der Kasse, bis und mit diesen Montag, da war Ultimo.

"Guten Tag, Frau Schwab, geht es Ihnen gut?" - wie mich kannte Frau Flükiger viele der Kunden beim Namen, wusste Begebenheiten aus deren Leben und zeigte Interesse und Mitgefühl. All dies hinderte sie nicht daran, gleichzeitig zügig die Produkte einzulesen. Sie war eine der schnellsten. Das führte dazu, dass man sich gerne bei ihr einreihte, obwohl an Kasse 3 immer am meisten Leute standen.

Ihrem Arbeitgeber gegenüber war sie stets hundertprozentig loyal. Niemals hätte ich eine negative Äusserung von ihr gehört. Kleinere Anliegen konnte man ihr vortragen; die wurden garantiert dem Chef vorgelegt.

"20.12. Coop Flükiger ultimo" hatte ich denn am 18.12. terminiert, damit ich meiner Lieblinskassiererin noch etwas vorbeibringen konnte - ein kleines Geschenk und einen kleinen Brief. Auch dafür musste ich mich einreihen, denn andere Fans hatten gleichentags dieselbe Idee.

Am Samstag dann die riesen Überraschung: die Bernerzeitung widmet Frau Flükiger unter "Ansichten einer ungewöhnlichen Kassiererin" eine ganze Seite. Das finde ich einfach fantastisch in einer Zeit, in welcher die Printmedien vor allem mit negativen Inhalten zu punkten pflegen.

Ich werde "meine" Frau Flükiger sehr vermissen und ich glaube zu spüren, dass sie uns - "ihre" Kunden, vor allem die Kinder - ebenfalls vermisst. Ich habe ihr geraten, sich mit dem Wort "Ruhestand" keinen Bären aufbinden zu lassen, denn wer schon je einem sogenannten "Pensionär" einen Termin geben musste, der weiss: AHV-Bezüger haben niemals Zeit.... NIE! Deshalb wünschte ich ihr auch an dieser Stelle nochmals einen wunderschönen und erlebnisreichen UNRUHEZUSTAND.

Bleibt zu hoffen, dass es auch weiterhin Menschen geben wird wie Frau Flükiger. Der heutigen Bernerzeitung entnehme ich, dass Christian Brantschen und Disu Gmünder von Patent Ochsner gemeinsam mit 100 Coop-Kunden und Flükiger-Fans der gerührten Frau ein Abschiedsständchen gaben: S'isch nümme die Zyt, wo albe isch gsy, wo mir bir Frou Flükiger ar Kasse sy gsy. Vom ganze Quartier kennt si Gross u Chly, im Breitsch-Copp wird's ohni si nümme glych sy". WOW, wenn das nicht echte Liebe ist!!!!

Donnerstag, 16. Dezember 2010

So viel Negatives... oder: wer die Wahl hat.....

süss und knackig oder mehlig-schrumpelig?
Wer die Wahl hat, hat die Qual, meint der Volksmund. Dem ist nicht immer so. Oft treffen wir Entscheidungen automatisch, eher unbewusst, wählen nebenbei, ohne vom Entweder-Oder überfordert zu sein. Es ist einigermassen klar, welchem Apfel wir auf Anhieb den Vorzug geben würden. "Wo immer es geht BIO" lautet mein Motto, und deshalb fällt meine Wahl auf die knackigen süssen, statt auf die schrumpelig-gesunden.

Auch unsere Eingangstür steht nicht für jeden offen. Gezielt gewähren wir Einlass oder lassen draussen im Regen stehen. Unsere beste Freundin oder doch lieber die "Zeugen Johovas"? Ist das ernsthaft eine Frage?

Unser Bewusstsein nehmen wir meist nicht als so schützenswert wahr. Als ob es keine Rolle spielen würde. So klicken wir uns denn durch die (Er)Schlagzeilen, zappen durch das TV-Programmangebot und merken oft zu spät, dass wir dies oder das jetzt nicht unbedingt gebraucht hätten.

So rate ich uns allen denn zu einer selektiven Wahrnehmung, was News oder anderer Lesestoff, TV-Krimis oder auch einfach die alltägliche Reizüberflutung anbelangt. Wenden wir uns dem durchaus im Überfluss vorhandenen Positiven zu - es lohnt sich! In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete Vorweihnachtszeit.

PS: die Weihnachtsgüetzi meiner Schwester zum Beispiel sind der absolute Hammer!!!!!!

Sonntag, 14. November 2010

Halskrätze oder: mir geht was an die Gurgel

Shank- oder Muschelmudra
"Du stinkst", meinte soeben Göttergatte Martin, nachdem er meinen morgigen Termin mit einer Freundin, die ich seit über einem Jahr nicht gesehen habe, für mich telefonisch gecancelled hat. "Hui, sorry", flüstere ich beschämt und bewege die riesige Knoblauchzehe in die andere Backentasche. Knoblauchlutschen soll nämlich dem Hals auf die Sprünge helfen, nebst vielem anderen.

Seit drei Tagen leide ich unter absolut tierischen Halsschmerzen, und es wird immer schlimmer. Noch habe ich das ultimative Heilmittel nicht herausgefunden. Im Netz findet man jene Menge gute Hausmittelchen: gurgeln mit Salbei, gurgeln ja nicht mit Salbe, gurgeln mit Kamille, gurgeln mit Salzwasser, Teebaum, diverse Schüsslersalze, Heilpflanzen wie schwarze Johannisbeere, Eibisch, Malve, isländisch Moos, aber auch Süssholzraspeln wäre keine schlechte Idee, wenn man welches im Haus hätte. Viel trinken und ja den Honig nicht vergessen (Cystus-Tee, Kamillentee, Lindenblütentee), Inhalieren mit Japanöl, Sole oder Lavendel, dazu ein paar Mudras wie das Shank-Mudra.

"Schweig einfach", meint Martin, und damit hat er vermutlich recht, aber das mit dem einfach kann sich noch als echte Knacknuss für mich herausstellen. Sofort fällt einem auf, wieviel man nur noch schnell dem andren sagen, ihn fragen muss.

PS: das mit dem Knoblauchlutschen hat tatsächlich etwas gebracht, allerdings nicht das Gewünschte.... die Schmerzen sind schätzungsweise doppelt so stark wie vorher und selbst der sanfteste Tee brennt jetzt wie Feuer! Na Bravo....

Samstag, 18. September 2010

Robbie's Pfiff


Samstag Morgen früh, fast Wochenende, noch ein wenig auf den Felgen. Wie immer gehe ich zu Fuss in die Stadt. Lustigerweise bin ich auf der einen Route schneller. Muss an der Streckenführung liegen und daran, dass es die meiste Zeit nicht geradeaus geht, sondern leicht der Schwerkraft entgegen.

Dann, Ecke Breitenrainstrasse-Optingenstrasse ein anerkennendes Pfeifen, "phü-phü", man fühlt sich wieder jung, obwohl einem bewusst ist, dass es sich um eine spezielle technische Installation handelt, ein Gagmobil sozusagen. Sicher war es nicht Robbie Williams, der kurz darauf bei Radio Energy Bern aus der Tür zu treten und zu fragen scheint: "Kennt einer von Euch den Text".

Robbie zweidimensional, aber lebensecht, ein super Poster dieses Ausnahmekünstlers, der Pannen mit so viel Witz und Charme ins Programm einbaut, dass man ihm einfach nur allzu gerne aushilft. Das haben auch die Fans am Benefizkonzert "Help for Heroes" getan. 60'000 sangen begeistert:
Come on hold my hand

I wanna contact the living

Not sure I understand

This role I've been given
I sit and talk to God 

And he just laughs at my plans 

My head speaks a language 

I don't understand
I just wanna feel real love

Fill the home that I live in

'Cause I got too much life 

Running through my veins 

Going to waste
I don't wanna die 

But ain't keen on living either 

Before I fall in love

I'm preparing to leave her
I scare myself to death 

This's why I keep on running 

Before I've arrived 

I can see myself coming
I just wanna feel real love 

Fill the home that I live in

'Cause I got too much life 

Running through my veins 

Going to waste
And I need to feel real love 
In a life ever after
I cannot get enough
I just wanna feel real love

Fill the home that I live in 

I got too much love 

Running through my veins

To go to waste
I just wanna feel real love 

In a life ever after
There's a hole in my soul

You can see it in my face

It's a real big place
Come on hold my hand

I want to contact the living 

Not sure I understand 

This role I've been given
Not sure I understand 
- Not sure I understand 
- Not sure I understand.....



Schmelz. Voller Elan setze ich meinen Weg fort und frage mich, wem ich als nächstes begegne. Mein Tag ist jedenfalls gerettet!

Dienstag, 7. September 2010

Convince or confuse....



Wer nichts wird, wird Wirt.... wer das nicht schnallt, wird Rechtsanwalt... und wem selbst das nicht ganz gelungen, der macht in Versicherungen.

Eine leicht gekürzte Fassung nicht ganz ernst gemeinten Volksmundes, wobei mein neuster Versicherungsvertreter vorher tatsächlich Koch war. Zufall? Nein, zu strenge Arbeitszeiten.

Meist habe ich weder viel am Hut noch viel zu tun mit Versicherungen. Gottseidank! - "touch wood" - musste ich deren Hilfe auch noch nicht oft in Anspruch nehmen.

Einst hatte ich mit einem Berater der ELVIA ein echtes Vertrauensverhältnis aufbauen können. Er verstand mein Motto: sowenig wie möglich, soviel wie nötig und liess mich meist in Ruhe. Dann war leider Schluss mit lustig und meine Verträge wurden 1:1 von einer anderen Versicherung übernommen. Warum dann trotzdem neue Verträge aufgesetzt werden mussten? Vermutlich Provisions-Abründe, wobei es offiziell hiess, das sei für das System einfacher. Ich hab's nolens-volens getan und mir auch zähneknirschend für den neu und ab dato für mich zuständigen Berater Zeit genommen - das ist etwa 5 Jahre her.

So ein Versicherungsvertrag erneuert sich gemäss AVB nach Ablauf jeweils um ein Jahr, wenn nicht termingerecht von einer Seite her die Kündigung erfolgt. Warum ich trotzdem seit einigen Jahren mindestens halbjährlich von meinem "neu für Sie zuständigen" Berater wechselnden Namens kontaktiert werde, ist mir nicht ganz klar. Da sich jetzt im einen Bereich etwas leicht zu meinen Gunsten geändert hat, habe ich kürzlich einem Besuch zugestimmt, nicht ohne zu bemerken, dass wohl "bei Ihnen ein reger Personalwechsel herrscht".

"Convince them or confuse them", wie einfach ist es mit dieser Vorgehensweise, einem Laien einen Vertrags-Bären aufzubinden. Ich bin in dieser Hinsicht ein mehr als gebranntes Kind, hat mir doch unser früherer Vermieter, ein ehemaliger Karatelehrer, nach seiner Umschulung zum Anlageberater ein ganz mieses faules Ei gelegt, an welchem ich ganz arg zu knabbern hatte und immer noch habe. Umso misstrauischer bin ich heute und stelle Fragen wie: "Warum sollte ich einen Vertrag neu aufsetzen, der sich jeweils automatisch erneuert, wenn ich für die gleiche Ausgangslage respektive Leistung künftig mehr Prämie bezahlen muss?" Da heisst es dann schnell: "Tja, wie soll ich Ihnen das jetzt erklären?".

Ich hätte jetzt abwarten können, dass mir die Versicherung den Vertrag von ihrer Seite her kündigt - sprich: neu aufsetzt - falls eine Weiterführung zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich gewesen wäre. Da die Erhöhung nur geringgradig ist, habe ich für einmal ein Auge zugedrückt und denke, dass ich jetzt erst mal wieder etwas Ruhe habe.

Gibt es eigentlich eine Versicherung gegen Versicherungsvertreter? Noch nicht, aber man kann sich zu Kontrollzwecken während eines Beratungsgesprächs immer mal wieder selber Fragen stellen. Weiss man plötzlich nicht mehr, wie man heisst, dann ist echt Vorsicht geboten.

Mittwoch, 1. September 2010

Coca Cola .... simply the best


Die Welt wäre um einiges ärmer ohne dieses Kultgetränk. Gerade im Haushalt gibt es oft keinen anderen Weg aus einer auswegslosen Lage. Okay, man sollte nun mal nicht gleichzeitig kochen und am PC sitzen, jedenfalls solange man sich nicht an zwei Orten gleichzeitig manifestieren kann, wie dies angeblich Indische Meister können.

Mein wundervolles Gemüse, ich hätte heulen mögen, als ich die Kohleteile am Boden der Pfanne kleben sah, aber selbst meine bittersten Tränen hätten den Belag wohl nicht lösen können. Dies gelang selbst meinen stärksten Bäng-Bings nicht. Es war nicht nur zum Verzweifeln sondern fast zum Verdreifeln.

Nicht verzagen oder gar vervierfeln.... es gibt ja Coca Cola. Das ist für die meisten Putzarbeiten bestens, wenn nicht am besten geeignet, ausser vielleicht fürs Staubwischen. Seit Jahren habe ich immer mindestens eine Flasche in Reserve, da CC auch bei Magen-Darmerkrankungen das Heilmittel schlechthin ist.

Hallelujah Gloria und herzlichen Dank aus mittlerweile vor Freude tränenfeuchten Augen und tiefstem Herzen. Coca Cola - not just for the taste of it.

Das sehen andere wohl ebenso:

Freitag, 27. August 2010

Annemarie mit den Scherenhänden


Man hat niemals ausgelernt, gerade was Banalitäten oder Alltäglichkeiten anbelangt. Jetzt bin ich doch schon --- das möchten wohl jetzt viele gern wissen --- Jahre alt und lerne immer noch dazu. So zum Beispiel von meinem über alles geliebten Starfrisör. Pepe ist ne Wucht und gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erfinden. Manchmal sollte es ihn in doppelter oder dreifacher Ausführung geben, vor allem dann, wenn er ausgebucht ist.

In einem Gespräch kam es nun ans Licht des Tages, warum er so wunderbar Haare schneiden kann. Das hängt mit der Art zusammen, wie er sein Instrument hält. Nicht wie Laie und Laiin mit Daumen und Zeigefinger oder bestenfalls Daumen und Mittelfinger, nein: mit Daumen und Ringfinger, so kann man die Schere am besten stabilisieren und selbst im Mikrobereich genauestens arbeiten. Super!!! Das habe ich gleich ausprobiert als kürzlich meine Finger- und Zehennägel dran glauben mussten, und siehe da: so ein tolles Resultat habe ich noch niemals in meinem ganzen Leben erzielt, und das dauert ja nun auch schon eine ganze Weile an… wie lange verrate ich nicht… noch nicht! Üben Sie's gut =D

Mittwoch, 11. August 2010

DEOs von Ed Hardy und Ferrari!!


Manche Männer sind streng, andere wiederum riechen so. Frau kann sich dann oft nicht entscheiden, was ihr lieber ist. Gerade im Tram stossen wir diesbezüglich oft arg an unsere Grenzen.

Die Welt würde besser riechen, gäbe es Deo's der Marken Ed Hardy oder Ferrari. Für jeden Geschmack etwas; nichts ist so prägnant wie ein olfaktorisches Statement.

So wäre der junge Mann heute allein durch sein cooles T-Shirt aufgefallen oder noch besser durch den neuen dezenten EH-Duft für den gepflegten Mann. Und "la testa rossa" wäre nicht einer verzweifelten Schnappatmung zuzuschreiben, sondern ausschliesslich der Verpackung des edlen Pflegeproduktes vorbehalten.

Die Welt wäre um einiges friedlicher, wenn sich die männerorientierten Marken-Produzenten etwas mehr ins Zeug legen würden. Die Damenwelt könnte dann nämlich wieder mal auf- respektive frei durchatmen.

PS: Meine Nachforschungen haben ergeben, dass Ed Hardy und Ferrari diese Marktlücke schon entdeckt und geschlossen haben, eventuell leider von (manch einem) IHM unbemerkt. Sch☂de!

Samstag, 31. Juli 2010

Seifenspender

Meine Frage nach unseren Ferien mit doch vermehrt Restaurantbesuchen: warum heissen eigentlich Seifenspender Seifenspender, wenn doch meist nichts rauskommt?

Wahrscheinlich weil bei der Antwort "ich kümmere mich gleich darum" auch nur heisse Luft bewegt wird.

Gottseidank hat irgend ein kluger Mensch vor geraumer Zeit Messer und Gabel erfunden, sonst müsste man sich echt was einfallen lassen!

Freitag, 9. Juli 2010

Sentimental Journey.... 3 Engel für Charlie


Was für eine Freude erfüllt einem jedes Mal, wenn man auf Spuren aus seinen Kinder- und Jugendtagen stösst. Gerade das Fernsehen ist dafür bestens geeignet (s. Eintrag über Emma Peel).

Wer hat sie nicht, die Erinnerungen an damals, als man sich auch schon mal richtig anstrengte mit den Hausaufgaben, um pünktlich vor die Kiste zu kommen, diesen Familien-Störsender, der noch immer die Aufmerksamkeit aller in seinen Bann zu ziehen vermag?

Kürzlich habe ich mir zwei Folgen von "3 Engel für Charlie" angeschaut. Rot-Schwarz-Gold etwas anders. Überraschend für mich war, wie ungeschickt sich Frau damals noch anstellen musste, wie hilflos. Im geeigneten Augenblick sorgte Unfähigkeit oder Unaufmerksamkeit für unerträgliche Spannung, welche sich bei mir meist in Ärger über die Protagonistin entlud. Ungeschickt lässt grüssen! Vor allem die blonde Jill sorgte für ganz viel Tussialarm, Sapsi... also Sabrina war der kluge Kopf und Kelly verband auf vollendete Weise Schönheit mit Intelligenz.

An einem Punkt meines "Sentimental Journeys" hatte ich dann plötzlich den Eindruck, mein Fernseher sei kaputt resp. der Ton ausgefallen. Sabrina sass mit Bosley im Wagen, keiner sprach und es war .... still .... einfach nur still. Erst da wurde mir bewusst, dass es eine solche Ruhe vor dem Sturm in heutigen Krimis nicht mehr gibt, denn seit einigen Jahren ist IMMER und überall Musik unterlegt, eine, welche z.B. die Spannung ins unerträgliche steigern kann. Ein seltsames Erlebnis!

Mein Fazit über alte Krimiserien: man ist diese Machart nicht mehr gewohnt und der Genuss liegt mehr in einer gewissen Sentimentalität, die einem doch noch lieber ist als Senilität.

Dienstag, 6. Juli 2010

906er-Nummern oder: Lachalarm im Hause Schwab


Am Samstag haben wir uns wieder einmal gegenseitig inspiriert, wie das bei eingespielten Ehepaaren so üblich ist. So habe ich mich z.B. sehr über "Güzins Welt" in der Tele amüsiert. Die wird doch tatsächlich von Woche zu Woche besser. Diesmal ging es darum, dass Äusserlichkeiten einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den beruflichen Erfolg haben können, also Grösse, Haarfarbe, Bart(los) etc., alles ist wichtig. So müsste in einem Beispiel Frau M. auf 214 cm Körpergrösse anwachsen oder Ihren Kollegen J. auf 147 cm kürzen um den bestehenden Lohnunterschied auszugleichen!
Im Gegenzug zeigte mir Martin Andreas Thiels Kolumne in der Bernerzeitung. Die fand ich diesmal zwar nicht ganz so gut, aber immerhin, ein Schmunzeln konnte sie mir doch entlocken.

Da - plötzlich - ein nicht zu bremsender Lachkrampf bei meinem Herzallerliebsten. "Das schlägt echt alles"... japste er, und schob mir die Zeitung rüber. Unter "Telekiosk" waren da ein paar 090Sex-er-Telefonnummern aufgeführt mit sehr speziellen Angeboten.... und zwar: ich zitiere wörtlich:

"Ich bin eine reichte Witwe und suche geile Männer. Kann dir auch ein Taschengeld geben." Der Anrufer wird dabei unter 0906 999 XXX 2.50 Grundtaxe sowie denselben Betrag im Minutentakt los, was jedoch bei dem versprochenen Taschengeld kein Problem darstellen sollte.

"Blonder Engel - oder Teufel? - möchte dir gerne ihre Vielfalt an Dessous vorführen. Gefällt dir schöne Unterwäsche?" Nicht viel- sondern einfältig muss man sein, um sich für 2.95 pro Minute die Spitzen(bordüren) beschreiben zu lassen?

"Bitte verwöhne meine Doppel-D-Möpse!..." oder waren es doch eher begossene Pudel, und erst noch besonders kostspielige.

"Bin nicht die Schlankste, dafür aber sehr wild im Bett! Stehe auf aussergewöhnliche Dinge! Willst Du wissen, welche?" Nööööööö, behalte das für 2.95 in der Minute lieber für Dich!!!

Wir lachen, bis uns die Bäuche wehtun und stellen uns vor, wie Frau Müller sich ihren Rentnerinnenalltag etwas kurzweiliger gestaltet und dabei erst noch etwas dazuverdient. Und um sich etwas von der verkrampften Lüsternheit der Anrufer abzulenken, strickt sie für ihren Enkel noch einen Schal für Weihnachten.....

Donnerstag, 1. Juli 2010

Pastis-serie


Manche lieben Pâtisserie, andere Pastis-serie... also ohne Ende =D

Bei unseren Aufenthalten in Saignelégier pflegte ich jeweils den Abend mit einem Pastis (vom provenzialischen "Pastaga" für Mischung oder auch "Pastiche" für Nachahmung in Bezug auf Absinth abgeleitet) einzuläuten, während sich Martin meist lieber Kaffee und Kuchen zu Gemüte führte. "Le Pastis c'est pour Monsieur?" fragte jeweils die Servierkraft zielsicher. Mein "non, le Pastis c'est pour Madame" sorgte stets für Staunen. Ein seltsamer Rollentausch....

Original Pastis wird aus Alkohol, Sternanis, Wasser und Zucker hergestellt. Diese Ingredienzien lässt man über 24 Stunden ziehen und so zum Anisextrakt werden. Auf gleiche Weise wird aus Lakritzpulver und Alkohol ein Lakritzextrakt hergestellt. Beide Extrakte werden nun nochmals mit Alkohol, Wasser und Zucker vermischt, und eines der bekanntesten Apéritifs, das Pastis 51, ist geboren. 51 heisst diese beliebte Sorte, weil sie seit dem Jahr 1951 von Pernod vertrieben wird, enthalten tut er "nur" an die 45 Volumenprozent Alkohol. Ich kaufe meist den etwas günstigeren Pastis 45.... der schmeckt auch und wird praktisch identisch hergestellt.

Pastis mundet ausgezeichnet und eignet sich auch gut zum Aromatisieren von Speisen und Saucen. Man sagt ihm sogar Heilkräfte nach!! Anders als seinerzeit Absinth resp. Wermut enthält Pastis oder Pernod kein Thujon, ein Kraut, welches u.a. Schwindel, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Depressionen oder gar Blindheit hervorrufen kann. Seit 1998 darf die "grüne Fee" übrigens wieder legal verkauft werden. In Saignelégier konnte man schon vorher illegal den klaren Absinth, auch "Blanche" oder "La Bleue" genannt, kaufen. Aus Vorsicht verzichtete man bei der Herstellung auf die verräterische typische Grünfärbung!

Heute sprach ich mit jemandem über Pastis und dessen Wirkung auf unser Wohlbefinden... letztere natürlich nur, wenn nicht übertrieben wird. Da meine Freundin das Getränk nicht kannte, schlug ich vor, gemeinsam einen zu geniessen.

Meine empfindlichen Geschmacksnerven meldeten sofort und auch für mich einigermassen überraschend: Pastis ist nicht gleich Pastis.... meine Enttäuschung über das gebotene Geschmackserlebnis war riesig. Da war zwar dieser angenehm mundende Anisgeschmack, der wurde jedoch übertönt durch etwas, das mich sofort an die indische Küche denken liess. Meine diesbezügliche Frage konnte das Personal nicht beantworten, allerdings wurde mir die Flasche präsentiert. Meine Freundin Wiki lüftete dann das Geheimnis. Im Pastis Henri Bardouin findet sich nebst den üblichen Inhaltsstoffen unter anderem Zimt, Pfeffer und Kardamom. Letzteres war es auch, das mich störte, dies obwohl genau dieser Pastis 2008 mit einer Medaille d'Or ausgezeichnet wurde. Trotzdem schmeckt der auf wenige Ingredienzen reduzierte um vieles besser.

"In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung" lautete Leonardo da Vincis Motto und Schiller meinte dazu: "Einfachheit ist das Resultat der Reife."... und auf die reife Leistung meiner Geschmacksknospen bin ich schon ein wenig stolz. Prost zäntume =D