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Sonntag, 28. Oktober 2012

Spitex .... a helping hand ;-)

Das heisst Brauen ..... nicht Grauen!
Warum man ab einem gewissen Alter zu kurze Arme hat, um ohne Zukneifen der Augen sehen zu können, weis keiner so recht. Da hat wohl jemand zu wenig überlegt, oder gar nichts. Früher war es doch problemlos möglich, heimlich im Finstern zu lesen, meist noch unter der Bettdecke. Aber nicht nur Lesen macht Probleme. Auch einfache Alltäglichkeiten oder Dinge, die der Verschönerung dienen, wie zum Beispiel Augenbrauen zupfen.

Gestern hatten wir ein grosses Fest, und da durfte ich unmöglich mit einem Urwald über dem Auge erscheinen. Überraschenderweise konnte mir da eine Mitarbeiterin meines Star-Figaros unter die Arme greifen .... öhm .... aus der Patsche helfen. Ruck-zuck-zack-zack-Autsch hatte ich einen wacheren Blick. Da sagt Pepe trocken von der Seite her: Spitex beginnt eben bei den Augenbrauen.

In diesem Sinne wünsche ich allen, nicht im Schnee zu versinken oder gar Trübsal zu blasen. Der nächste Frühling kommt bestimmt

Freitag, 18. Dezember 2009

Unding? FinnDing?


Das Wort Unding wird wohl ab dato bei uns in Bern durch FinnDing ersetzt! Es zeugt von der hier grassierenden absoluten Humorlosigkeit. Selbstverständlich haben wir mit unserer Regierung wenig zu lachen. Sind wir vielleicht gerade deshalb die einzige Schweizer Stadt, in welcher die Bürger mittels Netzen daran gehindert werden müssen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Bei der Kornhaus- und Kirchenfeldbrücke sind die Sicherheitszäune bereits monitiert, allerdings nicht über die ganze Länge. Wie mir scheint, sollen durch die hässlichen Dinger einfach unschuldige Bürger davor geschützt werden, von einem herunterfallenden Lebensmüden erschlagen zu werden. Der Sprung ins kalte Wasser ist jedoch nach wie vor möglich. Ob sich Verzweifelte durch eine angebrachte Warntafel davon abhalten lassen, sich an der "richtigen Stelle" runterzustürzen, wird die Zukunft weisen.

Ich fand das online-Spiel "FinnDing" jedenfalls absolut lustig und bedauere, dass Leute mit Lachfältchen bei uns auch weiterhin als zwielichtig oder suspekt gelten. Könnte ja sein, dass sie sich diese beim Einsammeln von Plastiksäcken resp. Ausweichen von Bären geholt haben. Leider konnte ich in Sachen Highscore gar nicht punkten, da zuwenig Übungszeit zur Verfügung stand. Dafür habe ich aber mal wieder so richtig frei und laut herausgelacht. Ein Unding oder ein Finnding?

Die Erfinder des Games haben das Spiel mittlerweile entfernt und es tut ihnen leid-leid-leid, wenn sie damit die Gefühle der einen oder anderen Person verletzt haben sollten. Ach, waren es tatsächlich zwei?
:-@

Freitag, 15. Mai 2009

Agathe Bauer und die Songverhörer


Agathe Bauer, ein Welthit. Sicher kennen Sie den bestens...



... und so sind wir beinahe schnörkellos und ohne Umweg beim Thema Songverhörer angelangt.

Versteht jemand eine Sprache nicht, also beispielsweise kein Englisch, entnimmt er englischen Songs die interessantesten Zeilen. So wird denn "I'm under a heavy cloud" sehr schnell zu "der Mann der 'n Handy klaut". Hier eine super Auswahl, zum Beispiel der "Dickschädel Blues" (deep shade of blue), "Hau auf die Leberwurst" (hope of deliverance), "Oma fiel ins Klo" (all my feelings grow) oder gar etwas churchy "Oh Annelise popel nicht" (Cum angelis et pueris). So kann ich denn nur viel Spass wünschen bei dieser kleinen Auswahl.



Ging mir übrigens seinerzeit mit der "Mercy dispense" (Mercedes Benz) von Janis Joplin nicht anders:



Hier der Link zu der Webseite Songverhörer, die vermutlich laufend aktualisiert wird. Auf YouTube gibt es ebenfalls einen eigenen "Verhör"kanal. Also Ohren auf und immer schön mitsingen =D

Samstag, 7. Februar 2009

Ostfriesenmutter oder doch eher Blondine


Lustig, wie telepathisch wir doch veranlagt sind. Da dachte ich vorgestern noch an einen Text, den ich gerne einmal verbloggen wollte. Es handelt sich dabei um den Brief einer Ostfriesenmutter an ihren Sohn:
Lieber Sohn
Ich schreibe dir, damit du weisst, dass ich noch lebe. Ich schreibe langsam, weil ich weiss, dass du nicht schnell lesen kannst.
Wenn du wieder einmal nachhause kommst, wirst du unsere Wohnung nicht mehr erkennen; wir sind nämlich umgezogen. Sogar eine Waschmaschine war schon in der Wohnung. Ich habe ein Dutzend Hemden hineingegeben und zog an der Kette; die Hemden habe ich dann allerdings nicht mehr wiedergesehen.
Dein Vater hat die Stelle gewechselt. Er hat jetzt 500 Leute unter sich. Er mäht den Friedhofsrasen.
Deine Schwester hat gestern ihr Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, kann ich dir nicht sagen, ob du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.
Letzte Woche hat es nur sieben Mal geregnet, erst drei Tage und dann vier. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn gleich viermal dasselbe Ei gelegt hat.
Ich schicke dir auch noch die Weste, die du sicher vermissen wirst. Die Knöpfe habe ich abgetrennt, um das Gewicht und somit das Porto zu vermindern. Sie stecken in der obersten Tasche rechts.
Am Dienstag sind wir übrigens alle gegen Erdbeben geimpft worden.

In Liebe
Deine Mutter
PS: Ich wollte Dir noch Geld mitschicken, aber da hatte ich den Brief schon zugeklebt.
Nun kriege ich diesen Brief gestern pfannenfertig von meiner lieben Nichte per Mail zugeschickt. Der Text ist praktisch identisch, nur ist die Ostfriesenmutter diesmal eine Blondine. Spielt das eine Rolle?

Wie es nun mal so ist, werden gewisse Leute in Witzen bevorzugt. Was in Deutschland die Ostfriesen erdulden mussten, kriegten bei uns die Freiburger angedichtet, oder eben die Blondinen. Auch die Österreicher kamen nicht wirklich zu kurz:
"Kürzlich ist auf dem Wiener Zentralfriedhof ein Helikopter abgestürzt. Es wurden 800 Leichen geborgen."
Hauptsache man kann noch über etwas lachen. Warum zum Beispiel fällt es einer Blondine so schwer, nach Kochbuch ein Rezept für die doppelte Anzahl Gäste nachzukochen? Na weil der Ofen nicht bis 440 Grad aufheizbar ist, ist doch logisch, oder.

Aber lassen wir einmal den Meister des Lachens respektive der Lacher zu Wort kommen, Loriot:

...wobei dieser junge Mann hier wohl nicht wirklich viel zu lachen hat, oder?

Freitag, 26. Dezember 2008

Ein stilles (??) Örtchen

Ich muss mal... ein fundamentaler Satz im Dasein eines jeden Menschen. Meist findet sich ja eine Möglichkeit, dem inneren Drang Ausdruck zu verleihen, aber eben nicht immer. So beschwerte sich denn kürzlich eine Amerikareisende, dass dort die Toiletten (Klosett) immer alle geschlossen sind.

Da ich über zwei gute und fleissig arbeitende Nieren verfüge, kannte und kenne ich die Toiletten von nah und bern... eh fern. Meine Informationen beschränken sich nicht nur auf den Standort, sondern ich weiss auch bestens Bescheid über den Gesundheitszustand, den man nach Aufsuchen dieses stillen (??) Örtchens vermutlich in drei Tagen noch haben wird. Es gibt Orte, da kann sich echt keiner hinbegeben, geschweige denn hinsetzen. Auch übergeben würde ich mich lieber am Strassenrand, als da auch nur einen Fuss hineinzusetzen.

Als wir 1998 in Moskau ein Aikido-Stage besuchten, hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Der Trainingsraum war im 11. Stock des Gebäudes der Sportuniversität... der Aufzug stammte anscheinend noch aus den 50ern des letzten Jahrhunderts. Uääää!! Endlich oben angekommen und nichts war angeschrieben, keiner konnte so wirklich eine Sprache, welche ich auch kannte. Die Toilette fand man jedoch sofort der Nase nach. Was ich dort vorfand, war DER Albtraum schlechthin. Es gab keine normale Tür, sondern eine halbhohe Schwingtür. Der Spühlkasten war offen und schwarz vor Dreck, ebenso wie die Toilette selbst, die durch Fehlen von Sitz und Deckel besonders hervorstach. Hier konnte ich nicht!!!!!!!!!
Abklärungen ergaben: es war die Herrentoilette; diejenige für die Damen befand sich im 7. Stock. Zudem hatte es eine weitere im 4. Stock. Nochmals risky-Fahrstuhl besteigen und... eine Fahrt in den 7. Stock war unmöglich, dort wurde nämlich umgebaut, wie wir später sahen. Um die Sache abzukürzen stand denn Martin Schmiere und ich übte Loslassen unter erschwerten Bedingungen.

Was für eine tolle Sache wäre das gewesen, hätte es damals schon iToilet gegeben, das praktische Tool für praktisch überall


Es geht wohl nichts über frisch gedrucktes und individualisiertes Papier. Toll.

Toilettenstorys gäbe es jede Menge zu erzählen, ebenso wie solche neben und rund um das "Closed". So beschwerte sich denn eine Passagierin schriftlich bei Continental Airlines, dass sie auf ihrem Flug in einer Boeing Sitz 92 E zugewiesen bekam. Entnehmen Sie den genauen Text diesem PDF-Dokument, da man bei all dem Lärm die Hauptsache kaum mitkriegt.


Seat 29E from elena wen on Vimeo

Ja, ja, das Leben ist kein Zecken schlucken... eh Zucker schlecken, und schon gar nicht eingequetscht in der Economy-Class irgendeines Flugzeugs. Also bleiben wir doch auf dem Boden und geniessen wir wieder einmal unsere geräumige Wohnung mit all ihren Möglichkeiten, denn ... draussen isst es a-kalt!! Schönen Abend noch und - machen Sie's gut!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Was für's Auge


Schnee soweit das Auge reicht, und wir kriegen noch Nachschlag. Hei, haben die da oben nichts anderes zu tun, als dem zu geben, der schon hat? Wie wäre es mit globaler Gleichberechtigung? Schnee für die Sahara!!

Nicht was Sie jetzt wieder denken. Ich meine natürlich wirklichen Schnee und nicht denjenigen, der bei vielen die Nase rauf- und runtersaust!!

Warum ist Schnee eigentlich weiss und nicht schwarz? Weiss ich nicht so ganz genau, finde es aber mehr als anständig in einer Zeit, in welcher die Tage immer kürzer werden und bereits ab 16 Uhr die Dunkelheit über uns hereinbricht. Gut, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber ich bin schon heilfroh, dass es diesbezüglich ab Samstag wieder aufwärts geht (am Samstag fängt der Sommer an!!?). Da gibt man gerne etwas von seinen Nächten dran. Bei den meisten läuft eh nicht viel rund um Weihnachten, denn man fällt echt todmüde in die Federn und kommt kurz vor dem morgendlichen Grauen wieder zu sich.

Es soll ja bekanntlich auf die Augen schlagen, wenn in ehelichen und ausserehelichen Betten nichts mehr läuft; das sagen zumindest die Chinesen, und die müssen es ja wissen. Zum Beweis hier ein ganz spezieller Sehtest. Wenn Sie auf dem Bild oben nichts erkennen können, dann ziehen sie Ihre Augen etwas auseinander, bis Sie selber wie ein Chinese aussehen. Funktioniert leider nur in der Grossansicht des Fotos (bitte klicken), klein kann man es so oder so lesen. Aber sehen Sie selbst!!!!

Wer keine Lust hat auf Winter, Sehtests und Weihnachten, kann die Schotten gleich dicht machen und sich voll auf seine Arbeit konzentrieren. Diesen Spezialpulli montieren und los geht's. Neu gibt es den auch in der Flachvariante... natürlich für Flachbildschirme... was dachten Sie denn.

Arbeiten Sie gut =D

Mittwoch, 3. September 2008

Willy nudelfertig?

Was die Leute auch immer so alles fotografieren und filmen! Gerade in, oder noch schlimmer am Ende einer Beziehung kann das ganz schön brenzlig oder gar teuer werden, vor allem, wenn das Sujet weltbekannt ist, wenn auch nicht von DER Seite.

So soll ja Prinz Williams Wieder-Freundin Kate Middleton ihren Herzallerliebsten während ihrer Ferien in der Karibik geknipst haben, und zwar etwas weiter unten.... noch weiter.... Genau, dessen Hintern... und zwar von vorn, und das nicht nur einmal (ist keinmal!). Hei Mädel, was soll das? "Der Paparazzo auf meiner Bettkante" wenn schon nicht "der Feind in meinem Bett"?

Alles halb so schlimm, denke ich, denn vermutlich sieht der Hintern bei königlichen Häuptern nicht viel anders aus als bei Ihnen und mir.... eh.... also bei männlicherseits! Würde man also nur diesen kleinen (?) Ausschnitt in einem Skandalblatt abdrucken, dann könnte keiner wirklich sagen: das ist unverkennbar Prinz William.... ausser vielleicht die liebe Kate!

Dennoch ist der Blaublüter sicher nudelfertig und wechselt über zur Farbe rötlich, wenn er sich vorstellt, dass seine Grossmutter ihn, also ihren eigenen Enkel, so unter die Lupe nehmen könnte, um ihn von einer etwas anderen Seite kennenzulernen.

Es würde sich jedoch nicht um das britische Königshaus handeln, wenn da nicht sofort Polizei oder gar Geheimdienst aktiv ins Geschehen eingegriffen hätten. Einer der Diebe wurde schon gefasst. Ich kann dem Willy nur raten, sich da in Zukunft an die bewährte Pixel-Zensur-Technologie zu halten (s. Eintrag vom 27.8.).

Ich könnte ganz locker Martins Traumkörper auf einem Speicherchip verewigen, nackig, so wie Gott ihn schuf. Sicher würde sich das der eine oder die andere gerne ansehen?!! Doch ich tue das nicht, auch nicht gegen Geld!!

Was? Wieviel? Nein wirklich, also Sie wieder?? Aber versuchen wir es doch erst einmal mit dem Latte printer. Etwas Süsses zum resp. auf dem Kaffee wäre nicht ohne. Braucht ja nicht unbedingt Martins Hintern zu sein.... von vorn!!


Sehen Sie, doch gekörntes... gekröntes Haupt; aber wer mag schon kalten Kaffee, auch wenn es sich um einen Cappuccino handelt?

Noch etwas Kunst an der Milch gefällig?

Aber bitte mit Sahne =D

Samstag, 2. August 2008

Vom Perpetuum mobile zu Bernmobil


Vom Perpetuum mobile zu Bernmobil - ein Quantensprung in der Schüssel? 
Also ich weiss nicht, die haben echt Humor, die Leute welche für unseren ÖV zuständig sind, und zwar sogar mobilen.

Der thront in der Fahrer-Kanzel und hat seine genauen Anweisungen, gepaart mit einer Portion mangelnder Zivilcourage und völlig fehlender Kreativität. Der ideale Angestellte und Traum jeder Firma. Etwas grösser gesehen könnte man hinzufügen: der Traum jeden Staates, ja der ideale Staatsbürger überhaupt... lenkbar, ängstlich, verzagt und doch korrekt.

Geschehen heute in Tram Nummer 5, Kontrollnummer 768. Vor mir und meinem Vater ein Pärchen: er zugedröhnt, sie ihm vis-à-vis, lässig dahingegossen, eine Pose, eingeübt vor dem Spiegel in stundenlangen Selbstbeobachtungs-Sessions.... alles sitzt, nur die Schuhe stehen vor Dreck. Und gerade mit denen teilt die junge Dame ihren gepolsterten Sitz. Däd regt sich auf, zurecht, und macht mich erst aufmerksam. Um noch einen draufzusetzen, steckt sich das Mädel eine Zigarette an, lasziv mit einstudierter Läss-oh-Geste... wir sind ja soooooo khul. Däd, selbst starker Raucher, findet das nun echt zuviel. So mache ich denn den Vamp darauf aufmerksam, dass Rauchen hier verboten sei. Nun folgt ein filmreifer Gesichtsausdruck der Marke "verächtliche Lustigmache", gerade so, dass die natürliche Schönheit erhalten bleibt. Die Frau ist echt begabt und schafft es beinahe, mich aus der Reserve zu locken.
Okay, hier hätte ich meine schauspielerische Trickkiste öffnen und antworten können: Sehen Sie, wusst ich's doch, dass Sie das nicht gewusst haben. Für einmal habe ich jedoch anders entschieden und mich in Petzabsichten Richtung Führerkabine aufgemacht.

Nun kommt der absolute Witz. Der Mann zuckt die Achseln und sagt, er könne nichts tun; ich müsse halt schauen. Das seien schliesslich Kunden - wenn sie es denn waren - und er könne die ja nicht in die Verantwortung nehmen oder in eine solche ziehen. Ich solle mich mit meiner Beschwerde ans infocenter wenden - Öffnungszeiten Montag bis Freitag 8.30 bis 18.00 Uhr. Hihihihihi-heute ist Samstag und überhaupt, wir sind hier und jetzt und nicht dort und irgendwo. 

Ich setz mich also hin und halte die Klappe, worauf der junge Mann plötzlich das Bedürfnis zu haben scheint, mit mir weiterzudiskutieren. Kann er haben! Meiner Meinung nach brauchen wir keine Vorschriften und Gesetzesbücher, wenn die Sachen nicht durchgesetzt werden. Ich erzähle Kontrollnummer 768, dass neulich im Bus ein Kollege von ihm jemanden samt Velo rauskomplimentiert hätte. 768 fürchtet um seine körperliche Unversehrtheit und zieht "Acqua in bocca" vor. Dabei hätte er doch locker über sein Mikrophon wenigstens die Stimme erheben und so etwas wie Präsenz markieren können, irgendwo zwischen saignant oder à-point. Aber Kunde ist Kunde, wobei ich ihn dann schon mit der Bemerkung verunsichere, die beiden hätten vielleicht gar keine Fahrkarte. Schon fällt sein weises, geschultes Auge auf eine Gruppe Kontrolleure auf der anderen Strassenseite, und prompt steigt er aus, macht auf sich aufmerksam und lädt die wahren Helden von Bernmobil freundlich ein, ihres Amtes zu walten oder ihres Waltes zu amten. Das tun sie denn auch und die beiden "Delinquenten" steigen bei der nächsten Station aus, so wie ich auch, und ich könnte mir vorstellen, dass die lässige Schönheit wirklich alles hatte, ausser einer Fahrkarte, denn ihr Verhalten war leicht irritiert und nervös. Er faselte zu ihr etwas von Abonnement und Billett, was darauf schliessen liess, dass er zumindest diesbezüglich bestückt war. 
Vielleicht liege ich mit allem auch völlig falsch und hatte heute die Ehre, mit der neuen Greta Garbo - evviva la diva - ein kleines Stück des Weges gefahren zu sein.

Was soll ich aber in Zukunft all den ängstlichen, oft älteren Leuten erzählen, welche mich jeweils bezüglich Sicherheit angehen. Vor allem in den Abendstunden fühlen die sich im Tram nicht besonders wohl. Bis jetzt habe ich von Selbstverteidigungskursen jeweils abgeraten mit dem Hinweis, sie sollten einfach ins Abteil mit dem Fahrer einsteigen, denn der habe die Verantwortung und werde im Notfall sicher helfen. Wenn das nicht einmal bei einer Zigarette möglich ist, was würde dann z.B. bei einer Messerattacke passieren, und sei diese nur auf die Polsterung der Sitze? Nun weiss ich es: NICHTS, NADA, NIENTE, NANI MO NAI, NOTHING.... RIEN NE VAS PLUS.

Übrigens: mein Vater, der einige Stationen früher ausgestiegen ist als ich, erzählte mir, dass die Frau sofort ihre Zigarette seitlich des Sessels ausgedrückt hätte, als ich nach vorne gegangen sei. Er habe ihr dann noch was von wegen der Schuhen auf der Bank gesagt, was ihm eine Beleidigung seitens des Makers an Gretas Seite eingetragen hat.

ÜBRIGENS 2: die ganze Zeit über war mir stets bewusst, dass ich ja eigentlich! auch Kunde von Bernmobil bin und mein Vater auch, und erst noch beide mit gültiger Fahrkarte. Ob ich nun auf andere Verkehrsmittel umsteige? Bin mir noch nicht ganz schlüssig, denn Bernmobil ist ja so beruhigend abenteuerfrei, meistens jedenfalls =D