Samstag, 7. Februar 2009

Ostfriesenmutter oder doch eher Blondine


Lustig, wie telepathisch wir doch veranlagt sind. Da dachte ich vorgestern noch an einen Text, den ich gerne einmal verbloggen wollte. Es handelt sich dabei um den Brief einer Ostfriesenmutter an ihren Sohn:
Lieber Sohn
Ich schreibe dir, damit du weisst, dass ich noch lebe. Ich schreibe langsam, weil ich weiss, dass du nicht schnell lesen kannst.
Wenn du wieder einmal nachhause kommst, wirst du unsere Wohnung nicht mehr erkennen; wir sind nämlich umgezogen. Sogar eine Waschmaschine war schon in der Wohnung. Ich habe ein Dutzend Hemden hineingegeben und zog an der Kette; die Hemden habe ich dann allerdings nicht mehr wiedergesehen.
Dein Vater hat die Stelle gewechselt. Er hat jetzt 500 Leute unter sich. Er mäht den Friedhofsrasen.
Deine Schwester hat gestern ihr Baby bekommen. Da wir nicht wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, kann ich dir nicht sagen, ob du jetzt Onkel oder Tante geworden bist.
Letzte Woche hat es nur sieben Mal geregnet, erst drei Tage und dann vier. Es hat so gedonnert, dass unser Huhn gleich viermal dasselbe Ei gelegt hat.
Ich schicke dir auch noch die Weste, die du sicher vermissen wirst. Die Knöpfe habe ich abgetrennt, um das Gewicht und somit das Porto zu vermindern. Sie stecken in der obersten Tasche rechts.
Am Dienstag sind wir übrigens alle gegen Erdbeben geimpft worden.

In Liebe
Deine Mutter
PS: Ich wollte Dir noch Geld mitschicken, aber da hatte ich den Brief schon zugeklebt.
Nun kriege ich diesen Brief gestern pfannenfertig von meiner lieben Nichte per Mail zugeschickt. Der Text ist praktisch identisch, nur ist die Ostfriesenmutter diesmal eine Blondine. Spielt das eine Rolle?

Wie es nun mal so ist, werden gewisse Leute in Witzen bevorzugt. Was in Deutschland die Ostfriesen erdulden mussten, kriegten bei uns die Freiburger angedichtet, oder eben die Blondinen. Auch die Österreicher kamen nicht wirklich zu kurz:
"Kürzlich ist auf dem Wiener Zentralfriedhof ein Helikopter abgestürzt. Es wurden 800 Leichen geborgen."
Hauptsache man kann noch über etwas lachen. Warum zum Beispiel fällt es einer Blondine so schwer, nach Kochbuch ein Rezept für die doppelte Anzahl Gäste nachzukochen? Na weil der Ofen nicht bis 440 Grad aufheizbar ist, ist doch logisch, oder.

Aber lassen wir einmal den Meister des Lachens respektive der Lacher zu Wort kommen, Loriot:

...wobei dieser junge Mann hier wohl nicht wirklich viel zu lachen hat, oder?

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