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Donnerstag, 27. Juni 2019

#Klimawandel oder: ich H-A-S-S-E den Sommer

Einmal Eisfach bitte

Nach 1½ Jahren ohne Ferien habe ich mich diesmal entschlossen, 14 Tage nicht zu arbeiten, sintemal wir zudem die Handwerker im Haus haben. Nicht arbeiten heisst konkret: nicht in der Praxis arbeiten. Der Haushalt schläft niemals: Kochen, Waschen, Bügeln, Putzen, Einkaufen, das Motto lautet 24/7!

Nun bin ich ja einigermassen bescheiden. Ich brauche nicht auf die Malediven zu reisen oder allenfalls Mallorca unsicher zu machen. Mir reichen meist uHu-Ferien (ums Hus ume = ums Haus herum). Nach dem Aufstehen und Frühstücken eine Runde Aikiko®, lecker enkaufen und das Erstandene gekonnt zubereiten. Nach dem Mittagessen ein kleiner Ausflug, nichts Übertriebenes, ein Waldspaziergang zum Beispiel. Abends eventuell auswärts etwas essen, an einem See oder sonst einem lauschigen Plätzchen. Wie gesagt: relativ bescheiden und ökologisch vertretbar.

An Stelle von uHu-Ferien machen wir aktuell bei iHi-Ferien….. nicht zu vergleichen mit Hihihihi-Ferien, denn zum Lachen ist mir nicht zumute. Die Abkürzung iHi bedeutet "im Haus drinnen" und das mit zugezogenen Jalousien/Markisen, verdunkelten Räumen und geschlossenen Fenstern. Kein Luftzug stört unsere Indoor-Aktivitäten — dies bis etwa 22 Uhr, denn wir "geniessen" momentan Tropennächte. Wirklich kühl — so um die 21 Grad — wird es erst ab 05:00 des Folgetages, und wer will sich um diese Zeit schon aus dem Bett schälen, um einen Waldspaziergang zu machen.

Alles Gejammer, meint Göttergatte Martin. Er mag uHu ebenso wie iHi… Hauptsache seine bessere (??) Hälfte leidet wortlos, tonlos und still.

Sicher, ich jammere auf hohem Niveau. Ich kenne Menschen, die wirklich Probleme haben und habe ein entsprechend schlechtes Gewissen. Trotzdem darf ich doch den Sommer aus tiefstem Herzen hassen, oder etwa nicht. Wenn ich dabei zu sehr ins Schwitzen gerate, ist das schliesslich meine Sache — eine ziemlich nasse noch dazu.

Meines Erachtens könnten wir den Sommer direkt ersatzlos streichen. Der Frühling ist den meisten warm genug. Statt "quattro stagioni" wären "tre" vollkommen ausreichend — aber auf mich hört ja keiner.

Wie oft habe ich über das Schwab-Wetter gelästert. Regengüsse ohne Ende. Zum Beispiel am 6. Juli 2008 - ein Beispiel von ganz vielen. Wer will kann diesen Blog durchforsten! Irgendwie sehne ich mich heute richtig danach. Dassss waren noch Zeiten 🤩

Donnerstag, 5. Juli 2012

Siebenschläfer Wetter-App

Siebenschläfer Wetter-App kontra Schwab-Wetterwarnung?
Was bitte schön haben Siebenschläfer und Wetter miteinander zu tun? Nichts? Stimmt auffallend!

Bauernschlaue Menschen haben allerdings bereits vor einigen hundert Jahren dazu etwas sagen können. Die früheste gedruckte Sammlung von Bauernregeln stammt aus dem Jahre 1505. Anders als heute die Wetterfee vom Fernsehen weissagten sie in Versen: "So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Weizen mahlt" oder "Hagelt's im Juli und August, ist's aus mit des Bauern Freud und Lust". Stellen Sie sich mal den Bucheli vor, wie er schwitzend über seinen Versen sitzt, egal wie kalt oder warm es draussen ist !!!

Nun soll es also einen Zusammenhang geben zwischen dem Wetter am 27. Juni und Sonne oder Regen in den drauffolgenden 7 Wochen!

  • Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, regnet's ganze sieben Wochen
  • Werden sieben Schläfer nass, regnet's noch lange Fass um Fass
  • Das Wetter am Siebenschläfetag sieben Wochen bleiben mag
  • .......
  • ....
  • ...
  • .
Würden solche Voraussagen stimmen, dann würden wir jetzt aus allen Poren schwitzen, die Ventilatoren wären alle ausverkauft, die Eisverkäufer hätten keine Ware mehr und unsere Ferien würden für einmal nicht ins Wasser fallen .... respektive in die Regenzeit. Langjährige KurzumBlog-Leser kennen es nämlich bereits, das legendäre Schwab-Wetter. Und unsere Ferien beginnen Ende dieser Woche!

Der Siebenschläfertag hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen putzigen Tierchen zu tun, sondern ist ein Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus. Wie dem auch sei: manchmal hat man trotzdem dran zu nagen, wenn Erwartungen enttäuscht werden, und waren sie auch noch so illusorisch.

Aber ehrlich: wäre so ein Siebenschläfer Wetter-App nicht genau das, was uns auf unserem iPhone, iPad ....... oder auch als dekoratives Tattoo ..... noch fehlt, Wetter hin oder her?

Dienstag, 9. August 2011

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs
Während der Ferien gerät manch einer in Schräglage, um nicht zu sagen: ins Schleudern. Mir geht das regelmässig so. Wenn ich an all die Dinge denke, die zu unternehmen ich mir vorgenommen hatte!

Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Dabei ist nicht das Wetter allein erfolgreicher Verhinderer. Es sind vor allem unsere Verhaltensmuster. Kommen dann noch zwei ähnlich Gestrickte zusammen, kann es sehr schnell heiter werden.... oder bewölkt, schlimmstenfalls alltäglich.

  • Packen! Ja aber.....
  • Reiseziel? Hmmm.....
  • Reiseart: eigentlich schwören wir auf "per Pedes"
  • Planung? By Chaos.... funktioniert nie!

So fragen wir uns regelmässig gegen 16:30 Uhr, ob wir bei dem Wetter nicht einfach eine Stadt besichtigen möchten. Okay, aber welche? Vor allem eine, die wir noch vor Ladenschluss erreichen könnten, würde ich sagen! Martin sind offene Geschäfte vermutlich weniger wichtig und unsere Haushaltskasse liebt heruntergelassene Gitter.

Apropos heruntergelassen: Wird bei Mundwinkeln nicht gern gesehen, lieber diese flockig-leichte Gelassenheit und Lässigkeit, wie wir sie aus Filmen kennen und im Alltag meist vermissen.

Meteocentrale.ch verwöhnt uns mal wieder mit niederschlagenden Radarbildern, während draussen die Sonne zwischen Wolkentürmen durchblendet. Göttergatte liegt darnieder, geschafft von einem sehr leckeren Essen nach Dojoputzete. Ob ich ihn mal kurz anstupse?

Mein Glückskeks würde dazu wohl sagen: "Für Risiken und Nebenwirkungen halten Sie ein Nunchaku griffbereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld."

...halten Sie Ihr Nunchaku bereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld!


PS: So gut wie Bruce Lee bin ich mit dem Nunchaku allerdings nicht.... noch nicht!

Sonntag, 17. Juli 2011

Ferienzeit - Schlappschusszeit

Schlappschüsse 2011
Sommer 2011, unsere Ferien nähern sich in Riesenschritten und es sieht in Bern ganz nach Schwabwetter aus (eifrige Kurzum-Blog-Leser wissen, was das heisst). Um Wasserreserven brauchen wir uns wohl nicht weiter zu bemühen. Kluge Menschen versuchen, nicht dieselbe Desti-Nation anzupeilen wie wir. Eventuell lohnt es sich also, Frongkraisch grossräumig zu umgehen.

Ferienzeit ist immer auch Schlappschusszeit. Man fotografiert sich gegenseitig in jeder nur erdenklichen Pose und Situation, nicht immer vorteilhaft. Hauptsache es macht Spass.... meist allen, ausser dem Sujet selber, es sei denn es handle sich um ein gähnendes Kamel oder die Wüste Gobi... beide garantiert nicht eitel.

Ich frage mich immer, wer sich all diese Aufnahmen mal ansehen wird. Meine Unvollendete - unser Hochzeitsalbum vom Februar 1993 - fällt mir ein. Schande über mich.... ich konnte mich immer noch nicht aufraffen; wohl zu schlapp!

Schlapp fühlt man sich nicht nur während der Ferien, sondern auch kurz davor und unmittelbar danach. Viele Arbeitnehmer werden zufällig genau dann "krank", davon können Arbeitgeber ein Lied singen!

Was für einen Rat kann ich mir jedoch jetzt erteilen, kurz bevor es losgeht mit Freizeitvergnügen:

  •  nicht zu hohe Ansprüche stellen; es braucht nicht jede Minute unter dem Motto "non plus ultra" zu stehen
  • dem Allerliebsten mal eine Pause zu gönnen; keiner kann pausenlos zuhören
  •  beim Fahren auf der Autobahn nicht nur eines, sondern am besten gleich beide Augen zudrücken, der Lastwagen vor einem schwankt nur, weil der Chauffeur schunkelt
  •  unbedingt das eigene Kopfkissen mitnehmen
  • die Hygieneansprüche runterschrauben
  • am besten einen leeren Koffer mitführen; er kann vor Ort gefüllt werden, wobei diesbezüglich Paris vor St. Emilion kommt, ausser vielleicht bei Rotweinen
  • EINFACH DIESES JAHR NICHT ZUHAUSE BLEIBEN.... nur Mut!!

Übrigens: Apropos Schlappen: einstecken kann man solche auch während der Arbeitszeit! Darum: schöne Ferien!

PS: das war mein 800ster Eintrag auf blogger.com, abzüglich zweier Posts, die ich gelöscht habe!

Dienstag, 14. Juli 2009

UHU-Ferien


Warum denn in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah. Ferien "ums Huus ume" machen Spass und man spart sich die lästige Plackerei mit der Packerei. Reine Kraftverschwendung sag ich Ihnen, und ausserdem mag heutzutage keiner so recht in einen Flieger steigen oder einen Zug, nicht zu reden vom Auto. Gut beraten sind all diejenigen, welche einen Fuss vor den andern setzen, und das möglichst gemächlich. Einzig das schöne Wetter ist nicht immer mit von der Partie.

Um Magenverstimmungen vorzubeugen empfiehlt es sich sowieso, möglichst gewohnte Nahrung zu sich zu nehmen, am besten aus Eigenproduktion... man will ja nichts riskieren. Selbstgekocht ist halb verdaut und notfalls kann man ab und zu ja trotzdem auswärts essen.

Im eigenen Bett zu schlafen ist der ultimative Luxus, d.h. wenn es nicht völlig durchgelegen ist. Man ist mit den hauseigenen Milben auf Du und Du, von den Kuschelecken ganz zu schweigen.

Je nach Feriendestination wird seitens des Personals wenig Wert gelegt auf höfliche Umgangsformen. Etwas besser wird allenthalben auf die Tischdeko geachtet. Eine weisses Tischtuch mit kostbarer und wohlgefalteter Serviette ersetzt jedoch nicht zwingend die Liebenswürdigkeit, ist jedoch sicher nicht zu verachten.

Was gibt es Schöneres als an einem schön gedeckten Tisch eine gemütliche Zvieripause zu machen. Das kann man nämlich auch zuhause, wie dieses Foto hier beweist...

...eh... öh.... Tja wie sagt man so schön: an Apple a day keeps the doctor away! Und die Erdbeeren (s. Markierung) waren echt lecker.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Amazone trifft ... Amazonas




Man muss nur frech genug sein, zu fragen. Im Kemmeribodenbad ist nicht nur lecker Essen ein Thema, sondern offenbar auch die Kunst des Bogenschiessens. Und da sowohl der Chef als auch das gesamte Team die Kunst des Gastgebertums bestens beherrscht, haben sie mein Ansinnen, eine Auszeit als Amazone zu nehmen, tatkräftigst unterstützt.

Die Bogen wurden neu bespannt und auch eine kurze Einweisung inklusive Hinweis, dass es sich hier ganz klar um eine Waffe handle, lag drin, dann konnte es losgehen. Als Frau mit Oberweite aber ohne Brustschutz hat man die Schwierigkeit, den Busen vor der zurückschnellenden Sehne zu schützen. Aus diesem Grund habe ich meine Abgabeposition leicht angepasst, zulasten einer gewissen Treffsicherheit.

Es hat trotzdem ganz toll Spass gemacht bis zu dem Moment, als der Styroporwürfel mit der Zielscheibe vom Wind erfasst und zu Boden geworfen wurde. Leider ging dabei ein Pfeil zu Bruch. Hoffentlich ein gutes Omen!!!

Unnötig zu sagen, wer letztendlich besser geschossen hat. Obwohl ich recht gut war und sich meine Pfeile meist in die Zielscheibe bohrten, konnte man die Geschosse meines Freizeit-Tells kaum mehr aus dem Styropor entfernen. Der Mann hatte sich ja auch nicht um einen Busen zu kümmern, wenn er sicher auch da nicht nein gesagt hätte. Gegen den Amazonas kann eine Amazone höchstens mit Verbalattacken punkten.... oder eben mit einem schönen Busen!!

Dienstag, 7. Juli 2009

Ferienwetter, was nun?



Wer meine Blogeinträge über längere Zeit verfolgt hat, weiss um das Schwab'sche Ferienwetter. Es ist dies eine Mischung aus Aprilkapriolen, Schafskälte, Nieselregen, Hagel und ganz selten mal ein Hitzestau. Viele richten ihre Ferien explizit nach den unseren, das heisst sie nehmen sie entweder vorher oder nachher. Wer ganz sicher vom Wettergott verwöhnt werden möchte, der nimmt seine Auszeiten gleichzeitig mit meiner Schwester, die hat ein sicheres Händchen dafür.

Was tun, wenn man nicht weit verreisen möchte, weder Fliegen noch Autofahren oder Zugreisen mag? Am liebsten wäre mir ja Wandern gewesen, braucht ja nicht unbedingt der Jakobsweg zu sein. Einfach Kontakt mit der Natur haben, einen Fuss vor den andern setzen und zu sich kommen. Aber bei DEM Wetter! Museen besuchen ist nicht so mein Ding, wobei die Keltenausstellung sicher interessant wäre, vor allem die Schmuckstücke.

So sind wir denn heute wieder einmal beim Bowlingcenter Bern vorbeigegangen. Es war dies unser zweites Mal. Mein erster Wurf war vielversprechend, denn es fielen gleich 9 Pins um... und schon war ich voller Erwartungen an mich selbst. Ehrgeiz kommt vor dem Fall; das konnte nicht wirklich gut gehen. Nach einer gewissen Zeit merkte mein Schatz dann auch noch, dass ich die Kugel völlig falsch hielt, doch für mich gab es kein Zurück mehr. Mit der korrekten Handstellung spielte ich dermassen schlecht, dass die animierten Rückmeldungen sich einer immer klareren Sprache bedienten. Leider schaffte ich es nicht, vernünftige Fotos davon zu machen, und so habe ich halt zum Zeichenstift gegriffen, und das ohne Übertreibung.

Den Stein habe ich mir nicht an den Hals gehängt und aufgegeben noch lange nicht. Was kann man nach einer Trainingseinheit auch gross erwarten. Allerdings steht im Bowlingcenter auch noch ein Billardtisch und es würde mich schon reizen, meine Fähigkeiten mit einem Stock zu testen. Kenne zwar die Regeln nicht, aber wozu hat man denn das Internet. Hier ein paar ganz tolle Tricks zum Nachahmen:



Und das geht erst noch bei jedem Wetter, das heisst wenn es geht!! =D