Freitag, 27. Januar 2012

Hannah Mangold und Lucy Palm als Werbeunterbrechung

Duldedax - OMG - Come Caca
weil Sie es sich wert sind!
Fernsehen auf gewissen Sendern bedeutet oft "unterbrochene Werbung" .... oder war es ununterbrochene Werbung?

Ob Sat1, Pro7, RTL, RTL2, VOX oder sonst ein Privatsender .... eine halbstündige Sendung, Beginn 20:00, kann da gut und gerne bis 22:15 in die Länge gezogen werden ... wie ein Schweizer Fondue moitié-moitié. Von halb-halb kann jedoch keine Rede sein: das Verhältnis ist wohl eher 35 zu 65 Prozent zugunsten der Werbung.

Am Dienstag gab es auf Sat1 den Pilotfilm zu "Hannah Mangold und Lucy Palm". Je nach Quote könnte das Format in Serie gehen. Die psychisch labile Hannah mit dem Gespür fürs Übersinnliche und die selbstbewusste "und wehe wenn sie losgelassen" Lucy könnten gegensätzlicher nicht sein, und doch stimmen sie in den meisten Dingen überein. Beide lassen sie sich von nichts aufhalten, durch nichts und niemanden eines Besseren belehren ... zwei Rebellinnen mit verschiedenen An- und Absätzen.

Interessant? Vielleicht wenn man die Sendung aufnimmt. So aber war es ein durch etwas Spannung unterbrochenes Werbefenster mit Hauptsponsor "Caotina". Als Zuschauer musste man sich anstrengen, nach den aufgezwungenen Pausen den Anschluss wieder zu kriegen! Bewerten würde ich den Pilotfilm auf einer Skala von 1 bis 10 maximal mit einer 6.

Interessiert? Dann schauen Sie sich das Video in voller Länge im Internet an. Mit einem Klick sind Sie dabei.

Allerdings müssen sich die Sendeanstalten langsam Gedanken machen, oder gerne auch viel schneller, sonst verkaufen noch die letzten Unentwegten ihre Flachbild-Werbeschleudern, um wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu haben .... weil sie es sich wert sind!

Mittwoch, 25. Januar 2012

Heidi und Seal - Yin und Yang gehen getrennte Wege

YIN und YANG getrennt!
Woran kann man heute noch glauben, frag ich Sie?

Früher glaubte manch einer an den Lehrer .... tschuldigung: den "Herr Lehrer", den Pfarrer, den Arzt und vielleicht noch an die Kirche und den lieben Gott. Ist halt so eine Sache mit dem Glauben. Er setzt überall da ein, wo Wissen erwünscht wäre, aber fehlt. Was ich weiss, muss ich nicht glauben ... stimmt doch, oder!

Wer den Glauben an die Liebe verloren hatte, der konnte sich von DEM Promi-Vorzeigepaar überhaupt - nämlich von Heidi und Seal - eines Besseren belehren lassen. Friede, Freude, gefolgt von Eierkuchen und vier Kindern .... das ist noch möglich. Küsschen hier und Küsschen da und daneben noch an einer gigantischen Karriere arbeiten? Kein Problem! Trotz Überarbeitung immer für ein Spässchen oder ein Schäferstündchen im heimischen Kleiderschrank zu haben, das hat uns Topmodel Klum immer wieder weisgemacht. Und die waren ja immer soooooo locker, lässig und strahlend. Da wurde weder geflucht noch geberserkert, da waren eitel Flötentöne angesagt. Neeeid!!! Wirklich?

Das war einmal: die beiden haben sich getrennt. Unfassbar! Es ist fast, als hätte YIN seinem YANG Adieu gesagt. Die Welt hält den Atem an. Und wie werden Hans und Franz das überleben ... von Leni, Henry, Johan und Lou ganz zu schweigen!

Wir sind jedenfalls um eine Illusion ärmer respektive eine Erfahrung reicher, diejenige nämlich, dass es den Stars auch nicht anders geht als uns Normalbürgern auch und dass es eventuell noch schwieriger ist, eine Beziehung im Licht der Öffentlichkeit zu leben als im Schatten eines zwischenzeitlich manchmal auch farblosen bis grauen Alltags.

Sonntag, 22. Januar 2012

Frau am Steuer - Ungeheuer?

zieht jeden linken Fuss optimal aus dem Verkehr
"Was zeigt man einer Frau, die zwei Jahre unfallfrei gefahren ist? ---- Den zweiten Gang".

Das klingt irgendwie nicht nett; fast ein wenig frauenfeindlich. Dennoch verschone ich liebenswürdigerweise seit Jahren die Umwelt weitgehends mit meinen Fahrkünsten. Wer liebt schon Sonntagsfahrer, oder noch schlimmer: die gefürchteten "21.-Januar-Fahrerinnen"!

Sie glauben es jetzt vielleicht nicht, aber es gibt Mitmenschen, die sind nicht ganz so rücksichtsvoll wie ich und muten meinem Schatz (Chauffeur) und seiner genervten Beifahrerin (und Ansprechsperson für richtiges Autofahren = mir) einiges zu. Das nur so nebenbei.

Seit wir in unserem Volvo durch einen viel angenehmeren Alltag gleiten, bin ich nicht oft selber am Steuer gesessen. Ehrlich gesagt nur einmal, am 4. September 2011 (s. Blogeintrag). Gestern hatte Martin die gloriose Idee, ich könne doch nebenstrassenseits von Herzogenbuchsee Richtung Bern mal wieder selber am Steuer sitzen. So ganz wollte ich es mir ja nicht zutrauen, doch dann nahm ich das Steuer fest in meine geschickten Therapeutinnenhände.

Es ging ja auch alles sehr gut und Martin fand genau die richtigen lobenden Worte. Als das Verkehrsaufkommen etwas dichter wurde, zeigte ich erste Ermüdungserscheinungen und wollte an unseren Top-Driver übergeben .... und zack .... sanft grüsst die Windschutzscheibe, jedenfalls beinahe. Der böse linke Fuss aber auch!! Der wollte doch tatsächlich auskuppeln, obwohl er in einem Automat idealerweise Ferien hat. Gottseidank zeigte unser Hintermann Reaktionen und konnte bremsen. Etwas irritiert schaute er schon zu uns rein, als er an uns vorbeifuhr, aber meine Haarfarbe war wohl Erklärung genug.

Ich habe nun genau zwei Möglichkeiten: gar nicht mehr selber fahren oder aber viel mehr üben. Wir könnten ja einen Bügel in den Boden des Fahrerbereiches schrauben ... einer, der den linken Fuss wirksam aus dem Verkehr zieht. Und statt einer Unwetterwarnung könnte ich online eine "ANI- am Steuer -Warnung" aufschalten, inklusive geplante Reiseroute - gegen ein kleines Entgelt natürlich. Ja, so nett bin ich.

Aber sehen Sie selber, woran Frauen immer wieder scheitern ... Teufel aber auch!!!!

Freitag, 20. Januar 2012

Bankenabzocke - apropos "Dienstleistungen"

Kalligraph Huber beim Ausstellen eines Bankchecks
Was heisst denn hier "Dienstleistungen"?

Die CoopBank schreibt uns, dass sie im Jahr 2012 ihre Gebühren und Konditionen den Marktgegebenheiten anpasst. Da steht unter anderem:

  • CHF- resp. EUR-Zahlungsauftrag in der Schweiz (Tel, Fax, Schalter): 25 Franken
  • CHF- resp. EUR-Zahlungsauftrag in der Schweiz (Brief): 10 Franken
  • Zuschlag für Zahlung ab Sparkonto: 3 Franken
  • Ausstellung Bankcheck: 50 Franken !!!!
  • Rote Einzahlungsscheine: 10 Rappen pro Stück
  • Nachforschungen i.A. des Kunden: 180 Franken pro Stunde, nach Aufwand
  • Zuschlag für Zahlungen ohne korrekte Angabe von BIC oder IBAN: 12 Franken
  • Zuschlag für Spesenoption OUR (=alle Spesen zu Lasten Auftraggeber): 20 Franken
  • Travel-Cash-Bezug in EUR: 4 Franken pro Bezug
  • Travel Cash-Bezug in USD: 5 Franken pro Bezug
  • Kontobetreuung generell für Kunden in der Schweiz 4 Franken pro Monat, für solche im Ausland 10 Franken. Kostenlose Kontoführung nur für Leute bis 25, für solche mit mehr als 15'000 Franken vermögen oder Leute mit Coop Hypothek oder Baukredit.
Was kostet ein freundliches Lächeln? Eine kompetente Beratung am Schalter? Kein Witz, in manchen Banken zahlen Sie für als Kontoinhaber für Bargeldbezüge am Schalter! Laut meiner Mutter erhält sie seit kurzem auf Anfrage am Schalter auch keinen Kontoausdrucke mehr. Das variiert jedoch von Bank zu Bank respektive Fall zu Fall.

Wie meine Abklärungen bei diversen Banken ergeben haben, war die Coop-Bank Spitzenreiter, was das Ausstellen eines Bankchecks anbelangt. Die Preise bewegen sich da zwischen 25 und 50 Franken. Ich gehe deshalb davon aus, dass man sich bei Coop wohl extrem Mühe gibt und extra einen Kalligraphen angestellt hat, der von Hand und mit viel Geschick und Genie etwas Wunderschönes, Wertvolles, Wertvermehrendes auf Büttenpapier zaubert, es mit einem Siegel versieht und mit Chanel No 5 einparfümiert. So wird jeder Bankcheck zum Unikat ---- viel zu schön zum Weitergeben.

Wir haben unser Konto bei Coop kommentarlos aufgelöst, bevor es sich in 4 Franken-Schritten (Kontobetreuung) innert kürzester Zeit selber aufgelöst hat!

Wo man sein Geld noch aufbewahren kann, ausser in der Matratze: ich weiss es doch auch nicht, habe ich doch grad kürzlich mit der sonst so vielgelobten DC-Bank der Bernburger Unglaubliches erlebt!

Vielleicht die berühmte Beraterbank, die uns von Chrissy Henning so wärmstens empfohlen wurde, als mir das Spitzenformat Ehrensenf († 28. Juli 2011) noch jeden Werktag mehr als nur ein Lächeln aufs Gesicht zauberte.


Drum: machen wir der Abzocke ein Ende und bringen wir unser Geld doch einfach umgehend wieder in Umlauf - im Sinne eines höchst effizienten Lohnzerstäubers - bevor es noch weiter entwertet wird!

KINDERLACHEN - gottseidank ansteckend!

hihihihihihi - gröhl
An der Station warten schätzungsweise zwei Schulklassen aufs Tram. Alle schwatzen wild durcheinander, einer versucht den andern zu übertönen und man fragt sich, ob wohl überhaupt welche zuhören. Was aber vor allem auffällt, ist das viele Lachen. Plötzlich kann ich mich erinnern, wie wir oft einfach losgeprustet haben, grundlos oder dann haben wir uns selber den Grund geliefert.

Wir Erwachsenen - besser gesagt (dem Lachen) Entwachsenen - liefern mit unseren ernsten, besorgten oder gar verkniffenen Minen ein Kontrastprogramm der erschreckenden Art. Ich frage mich, ob wir einfach zu viel Zeitung lesen, zu oft und zu intensiv in eine ungewisse Zukunft blicken, zu direkt die Last der Verantwortung oder der Jahre spüren.

Wo ist unser Lachen geblieben? Ich vermisse es - sehne mich danach, und spüre es plötzlich auftauchen, aus der Mitte des Bauches heraus im Bereich des Sonnengeflechts. Mein Gesicht entspannt sich zu einem Lächeln - einem Lächeln voller Dankbarkeit.

Und immer wieder im Verlaufe des Tages lasse ich das gespeicherte Lachen tief in meinem Innern aufleben. Die Kinder toben sich sozusagen in meinem Bauchraum aus und helfen mir so, dass mich auch die etwas schwerer wiegenden Gefühle nicht aus der Bahn werfen.

Kinder lachen durchschnittlich 450 mal am Tag, habe ich gelesen. Erwachsene bringen ihr Zwerchfell wesentlich seltener zum schütteln, so wenig, dass es mittlerweile auch bei uns in der Schweiz sogenannte Lachclubs oder offene Lachgruppen gibt. In Bern zum Beispiel wird offenbar jeden Montag um 19 Uhr an der Genfergasse 1 im 2. Stock mal wieder so richtig gelacht. Lachen Sie nicht, das ist kein Witz! ;-)

Übrigens: es ist nicht verboten, sich selber ein Lachen zu entlocken, indem man sich zum Beispiel mal wieder einen Witz erzählt. Lachen entspannt, ist gut für Herz und Kreislauf und stärkt das Immunsystem. Lachen Sie's gut.