Schwierig wird so ein Leben, wenn das einzig Positive respektive positiv zu Vermeldende der Drogentest ist. Lindsay Lohan ist so ein Fall... einer von vielen und wenn man mal einen Blick auf Whitney Huston's Karriereentwicklung wirft, kommen einem echt die Tränen.
Man kann sich sowieso des Eindrucks nicht erwehren, die Promis hielten sich in ihrem Leben nicht so sehr an den roten Faden, sondern viel lieber an die für sie offenbar ganz einfach zugänglichen weissen Linien.
Was würde helfen? Meines Erachtens wäre das einzige ein Legalisieren und somit Entkriminalisieren der Drogen. Der Handel damit wäre wohl um einiges weniger lukrativ und der Einstieg in eine legale Drogenwelt nicht mehr gar so attraktiv.
Was verboten ist, wirkt magnetisch und magisch, vor allem auf Jugendliche. Und wer weiss, wirklich trendy wird wohl bald nur noch sein, wer sein Koks hingezaubert in A-Dur oder B-Moll konsumiert. Aufs Bild kommts an, denn das Auge schnüffelt schliesslich mit!
....ein Satz, den man oft schon auf sich zukommen sieht, bevor er laut geäussert wird.
Wir haben Fürsorge, Fixerstübli und ein gut haltendes soziales Auffangnetz. Dennoch betteln viele, vor allem Drogensüchtige, auch weiterhin auf unseren Strassen. Was sicher zunächst Überwindung oder gar einen Mut der Verzweiflung braucht, wird mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit, zu einer Art Automatismus, ebenso wie mein darauffolgendes "Nein".
Das mag jetzt sicher hart klingen, aber ich gebe seit geraumer Zeit nichts mehr, mag ich doch auch indirekt nicht in Drogen investieren. Dennoch bin ich der Meinung, dass niemand Hunger leiden sollte und deshalb plädiere ich dafür, jemandem etwas zu Essen zu geben, wenn er sagt, er habe Hunger. Geld für die Strassenbahn braucht man nicht zu spendieren, denn die Süchtigen dieser Zeit fahren sowieso, ob mit oder ohne Fahrschein... und das ohne Konsequenzen. Die Kontrolleure sind in solchen Fällen einfach tolerant.
In Zeiten der Krise gibt es wohl auch immer mehr Bedürftige. So habe ich denn kürzlich eine so erheiternde Bettelattacke gesehen, dass ich sie Ihnen nicht vorenthalten möchte: 100 Franken verloren, bitte melden unter 079...., Finderlohn :-).
Das fand ich soooo süss, dass ich beinahe dort angerufen hätte um zu fragen, wie die Note denn ausgesehen habe. Sofort zu wissen, wer den 100-Franken-Schein ziert, wer die 50er-Note, den 20er, den 10er.... keine leichte Aufgabe, oder hätten Sie's gewusst? Wenn nicht, dann klemmen Sie sich mal dahinter, und zwar bevor wir schon wieder einen Satz neue Banknoten kriegen.
Zeitlose Schönheit, Erlesenheit, Klasse und Beständigkeit...
...woher kennen die von Globus mich so gut, wobei vielleicht Erlesenheit durch Belesenheit ersetzt werden könnte, oder auch wieder nicht. Jedenfalls erhielt ich heute einen dieser ganz persönlichen Briefe vom Berner (Halb)Edelkaufhaus, welcher gleichzeitig an tausende andere Haushalte verschickt wurde.
Worum geht es genau bei Schönheit und Erlesenheit? Um den "neuen Luxus", um zeitlos Edles. Eigentlich nichts Neues in einer "weil ich es mir wert bin"- oder "man gönnt sich ja sonst nichts"-Gesellschaft. Alle jammern, und keiner hat angeblich Geld, ausser vielleicht für eine anprechende, ihm oder ihr entsprechende Portion Luxus. Da spart man viel lieber bei Kleinigkeiten (Geiz ist geil), um dann sein mühsam Angehäuftes in edel benamste (ND: belabelte) Luxusgüter zu investieren.
LUXUS: Das kann einfach ein gutes Essen beim Sternekoch sein, ein Wellness-Wochenende im Luxus-Spa, aber auch ein Kilo Kaviar auf Eis, den wohl niemand so wirklich mag, der aber löffelweise genossen einfach irgendwie einen edlen Touch verleiht. Oder wie wäre es mit 22karätiger Goldschockolade von Cocoa Gourmet? Ob sich das mit unseren Amalgamfüllungen und dem Budget einigermassen verträgt?
Wer nicht geniesst, wird irgendwann ungeniessbar. Wer sich nichts gönnt, gönnt andern nicht mal die Magenschmerzen. Wo hört jedoch der Genuss auf? Wo ist die Schmerzgrenze? Ab wann geht es nur noch um reine Prahlerei? Wenn eine Flasche Wein oder gar ein Champagner über 1000 Euro die Flasche kostet in irgendeinem Edelschuppen; Champus, der dann nicht mal getrunken wird sondern geschüttelt und versprüht? Wann geraten wir ins Reich der Dekadenz? Wo ist die Grenze?
Das bringt mich auf den Brief vom Globus (savoir vivre) zurück: die schreiben da nämlich: neuer Luxus beinhaltet alte Werte. Neuer Luxus ist dieRückbesinnung auf die wichtigen Dinge im Leben: sich in schönem Ambiente Zeit für Familie und Freunde gönnen (immerhin), die Sinnlichkeit edler Materialien auf der Haut spüren, genussvoll einen seltenen Champagner trinken, eine exklusive handgemachte Schokolade auf der Zunge zergehen lassen. SCHMELZ!!!!!!!
Man versucht hier, des Menschen Sehnsucht nach den alten Werten zu kombinieren (ND: verlinken) mit Luxus, also mit Teuerstem aus den Bereichen Kulinarik (Food), Kosmetik, Mode (Fashion), Uhren und Schmuck, Design etc.
Meines Erachtens wohnt in jedem Menschen die Sehnsucht nach alten Werten. Irgendwie erinnern wir uns daran, und doch auch wieder nicht. Wir wissen mit Bestimmtheit, dass es nebst all diesen Äusserlichkeiten noch etwas anderes gibt, etwas, das uns einfach glücklich macht und uns Erholung schenkt von der Hektik unseres Alltags. Was war das nur? Wo finde ich das? Wie kann ich meine Sehnsucht stillen?
Eventuell auf einer dieser fantastischen Reisen von "Globus Reisen", deren Prospekte "Reisewelten" so sinnlich verlockende Landschaften und Hotels präsentieren, dass es selbst mich fast vom Hocker haut und beinahe automatisch ins nächste Flugzeug katapultiert?
Wie wäre es mal wieder mit einem Spaziergang im Wald. Die Umgebung mit allen Sinnen erfahren und erfassen. Den Geruch von frischem Moos, von Pilzen; das Geräusch des Windes in den Blättern, die Berührung der Haut durch die bereits milder gewordenen Sonnenstrahlen, das Plätschern eines Baches, das Singen eines Vogels.... und und und.... Luxus ist für mich ist auch, einfach Zeit zu haben, in die Natur zu gehen, am liebsten natürlich mit Martin, durch dessen Art zu sehen ich Dinge sehe, die ich so nicht wahrgenommen hätte! Die wirklich wichtigen Dinge im Leben bringen mich zu mir selber zurück, mit meinem Innersten in Kontakt, wirken wohltuend, entspannend und heilsam. Und das Witzige dabei: sie kosten überhaupt nichts. Investieren muss ich dabei lediglich ein wenig Zeit; Zeit die ich mir gerne schenke.
Um eine beinahe unstillbare Sehnsucht geht es auch bei diesem Film. Wie sich dieser Kiwi den Wunsch zu Fliegen erfüllt, was für Strapazen er dabei auf sich nimmt, ist wirklich sehr berührend.
Botellón... ein Wort in (fast) aller Leute Munde. Botellón bewegt die Gemüter und lässt unsere Stadt auf altbewährte Methoden zurückgreifen: Zuwarten, sich Ergeben, keine Extra-Vorkehrungen treffen und ja keinen Widerstand hervorrufen, mit einem Wort: RGM antiautoritär.
Das Massenbesäufnis in Bern wird auf der grossen Schanze stattfinden. Man sei bereit, vor allem die Leute von der Müllabfuhr. Laut Gemeinderat Stephan Hügli freuen die sich schon, allfällige Abfallberge sofort wegzuräumen. Das ist aber schön, doch wer zahlt das? Habe ich Bock drauf, solche sich häufenden Extraeinsätze unseres Entsorgungsteams zu bezahlen? Nein und nochmals nein!!
Mein Vorschlag wäre, dass sich die diversen Räte (Bundes, Gemeinde, Stadt) einmal selber direkt diesem Problem widmen würden, indem sie sich der Sache, die sie zwar nicht selber eingebrockt, aber auch nicht abgeblockt haben, höchstpersönlich annehmen. Müllentsorgung auf höchstem Niveau, einmal nicht redegewandt sondern overall bekleidet selber Hand anlegen. Was glauben Sie wie schnell sich da mal etwas ändern würde, spätestens dann, wenn es sich um die ekligeren Spuren natürlicher menschlicher Bedürfnisse handelt.
Politiker an die vorderste Front! In Zeiten des Krieges und in Zeiten solcher sich anbahnender Probleme!
Warum schreitet man denn nun wirklich nicht ein, frage ich mich nicht erst in diesem Zusammenhang. Warum verärgert man zum Beispiel die harmlosen Fischer, indem ab 2009 eine Ausbildung samt Prüfung für Hobbyfischer Pflicht wird, während man die ungezügelte Jugend ihrem gesundheitswidrigen Hobby einfach überlässt? Ganz einfach, man hat Angst vor Ausschreitungen. Und Leute, die Angst machen, haben eine Art Narrenfreiheit. Man schaut zu und hofft, dass nicht allzuviel Schaden entsteht. Bei harmlosen Menschen wie mir oder Ihnen setzt man sofort Daumenschrauben an: hier noch eine Gebühr, da ein neues Gesetz und wehe, jemand hält sich nicht daran. Darum mein Rat: finster schauen und bedrohlich wirken... und die Parkzeitüberschreitung ist kein Thema mehr. Sie erhalten dann vielleicht den Grimmi-Preis, wenn es mit dem Grimme-Preis schon nicht klappt.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass man hofft, dass bei den Teilnehmern solcher Massenevents mit der Zeit dermassen viele Hirnregionen lahmgelegt werden, dass man in gewisser Weise Ruhe vor ihnen hat - Alkohol hat nämlich tatsächlich verheerende Auswirkungen auf unseren Zentralrechner.
Ihr sollt werden wie die Schafe, leitbar und abhängig... damit wir machen können, was wir wollen... und keiner merkt etwas... hicks!
Der Schein trügt manchmal, aber wie genau?? Das herauszufinden ist (nicht) jedermanns Sache.
Botellón, was da so harmlos klingt, ist ein öffentliches Besäufnis. Sich die Lampe füllen bis zum Umkippen und gleichzeitig einen öffentlichen Platz in eine Müllkippe zu verwandeln.
Warum Botellón? Botellón heisst grosse Flasche, womit nicht der Jugendliche selbst gemeint ist, was vermutlich in diesen hoffnungslos scheinenden Fällen zutreffend wäre, sondern eine 1 bis 1,5-Liter-Flasche, in welcher sich die Teilnehmer solcher Veranstaltungen ihre eigenen Getränkemix' mitbringen. Ich meine, wenn es darum geht, möglichst schnell die Kontrolle über sein Zentralnervensystem zu verlieren, dann geht das nicht mit Bier, da muss schon was Stärkeres her.
Was also früher heimlich hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat, gibt heutzutage nur noch den richtigen Kick, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit darauf gezogen werden kann. Seit 2002 gibt es sogenannte Macrobotellones mit Tausenden von Teilnehmern. Sie werden über Webseiten, Mail loder SMS spontan organisiert. Und die Medien berichten brav. Allein ganz normales (!!!) Kampfsaufen hat einen festen Platz in der Berichterstattung von Privatsendern wie RTL und Pro7.
Genau gesehen hat doch heute Otto Normalverbraucher (was ist normal?) die Aufmerksamkeit, welche er eigentlich nicht unbedingt verdient. Wodurch auch. So schauen wir Bulemikerinnen beim Kotzen zu, Magersüchtigen bei der Gewichtserfassung mittels Briefwaage oder als Kontrastprogramm Frau Müller bei einer eher zähen Gewichtsabnahme, begleiten jugendliche Brutalos auf ihrem Weg durch Innenstadt, Erziehungsanstalt oder Entrohungscamp, nerven uns gemeinsam mit Supernannys über unerzogene Sprösslinge und unbedarfte Erziehungsberechtigte, sehen schöne Menschen mittels Schönheits-OP noch schöner (?) werden etc. etc. etc. Die Liste ist unendlich lang.
Seit das Fernsehen entdeckt hat, dass der Mann oder die Frau von der Strasse mediengeil ist und sehr viel kostengünstiger vermarktet werden kann als Promis, sind sie voll auf diesen Zug aufgestiegen. Und wenn dabei noch Fälle verarbeitet werden können wie die Entführung Kampusch oder der Fall Fritzl, dann schlagen sie zu. Angefangen hat dieser Trend bereits vor 20 Jahren, als eine elfenhafte junge Frau namens Silke Bischoff beim Geiseldrama von Gladbeck durch Kopfschuss starb. Der Vorwurf an die Journalisten damals, sie hätten die Arbeit der Polizei behindert, steht bis heute im Raum und man fragt sich, wie sich die Situation hätte entwickeln können ohne diese mediale Hetzjagd resp. Medienpräsenz.
Wenn sich einer kaputtmachen will, und das gegen jede Logik und obwohl man bestens weiss, was das jeweilige Gift bewirkt - oder vielleicht gerade weil man es weiss - dann soll er das bitteschön tun. In seinen eigenen vier Wänden! Die Öffentlichkeit will dabei weder zusehen noch für die Folgen aufkommen, die dann entstehen, wenn die Plätze nach solchen Massenveranstaltungen wieder aufgeräumt oder Leute vom Sozialnetz aufgefangen werden müssen.
Früher haben die Jugendlichen ein wenig gekifft, wobei Cannabis für viele lediglich Einstiegsdroge war. Vom Psychokampfstoff zum "Genussmittel" hat es Ecstasy geschafft. Es sorgte bei manchen für eine Dauerekstase, bei anderen für ein frühzeitiges Ableben. Es wird jedoch weiter gepröbelt - und gepöbelt - und so sorgt momentan die Partydroge Crystal für Schlagzeilen. Konsumenten weltweit zirka 16 Millionen, Tendenz steigend, wobei der Stoff geschnupft oder geraucht werden kann. Neuerdings wird das Mittel offenbar auch aufgelöst und injiziert, man gönnt sich ja sonst nichts.
Crystal macht rasend schnell süchtig, das ist bekannt. Weniger bekannt war bis vor kurzem, dass zudem ein rasant schneller physischer Abbau geschieht, welcher bei manchen nur wenige Monate dauert. Nebst den physischen Problemen ist jedoch auch der negative Effekt auf die Psyche auffallend, wobei bei diesen Vorher-Nachher-Bildern gut sichtbar ist, dass es vielleicht gerade dieses Gefühl der Leere und Trauer war, das man mit Crystal bekämpfen wollte:
RTL (!!!) hat kürzlich über eine junge Frau berichtet, die vor allem mit den sichtbaren Folgen von Crystal nicht klar kam und sich in ihrer Verzweiflung das Leben nehmen wollte. Der Versuch misslang und sie liegt jetzt im Koma. Ein Leben, weggeworfen und vertan durch einen unstillbaren Drang, Grenzen zu erkunden und zu erfahren, der Sehnsucht nach noch grösser, noch haltloser, nach einer endlosen Steigerung. Einer Steigerung von was? Letztendlich wurde nur das gesteigert, was bereits vorbestanden hat und längst vorhanden war: dieses Gefühl der Leere, der Sinnlosigkeit und einer tiefsten Trauer.
So erfüllt man sich die Träume von Grossartigkeit (mit Alkohol), erlangt man die ersehnte Aufmerksamkeit oder stillt eine innere Sehnsucht, deren Botschaft man längst nicht mehr verstehen kann, und wird zu einer leeren Hülle, allenfalls zu einem Mahnmal für andere Suchtwillige, welche sich jedoch weder durch das abschreckende Beispiel noch durch andere Ermahnungen von einer Selbsterfahrung abhalten lassen werden.
Gerade jetzt während der aktuellen olympischen Spiele ist der Gedanke nach "diesem einen Moment der Grossartigkeit" im Leben nahe, DENJENIGEN Moment (One moment in time - Olympiasong 1988), für den wir alles tun... fast alles:
Wann werden wir lernen, das zu schätzen, was uns geschenkt wurde: das Leben selbst, und dieses Leben leben, in einfachem Sein! Wann werden wir lernen, dass es nichts zu erringen gibt und dass Freude unsere wahre Bestimmung ist? Dass nicht zählt, warum uns etwas geschieht sondern wie wir damit umgehen... JETZT!
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, denn wie Sie sicher wissen: die Hoffnung stirbt zuletzt.