Posts mit dem Label Abstrusia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Abstrusia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. Juni 2020

Diktatur kommt von "diktieren"

😻Realistische Selbstüberschätzung?😽
Dem einen oder anderen mag aufgefallen sein, dass momentan sehr viel diktiert wird von seiten der Regierung hier und anderswo. Wie schnell aus einer freien Demokratie eine Demokratur - die Vorstufe zur Diktatur - werden kann, hat mich in meinen Grundfesten erschüttert.

Eigentlich haben wir in der Schweiz auch eine Art von Oligarchie, d.h. die Führung resp. Herrschaft liegt in den Händen von ganz wenigen, gut betuchten Menschen im Hintergrund. Oder wie ist es zu erklären, dass ein Software-Milliardär mittels "Sponsoring" bei uns die Fäden zieht, so wie er dies übrigens weltweit tut? Dass die Swissmedic, also die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Medikamente und Impfstoffe im Februar 2020 von der BMGF 900’000 Dollar erhalten hat? Genau, Swissmedic entscheidet eben u.a. auch über die Zulassung des geplanten Gentech-Schnellschuss-Impfstoffes, der dann aufgrund des in die Vernehmlassung gegangenen, durch den Bundesrat u.a. erstrebten Impfzwangs per Verordnung der 7 Bundeszwerge in jeden zarten Schweizerhintern eingebracht werden kann.

"Mein Körper gehört mir", diesen Satz hört man sonst vor allem von Abtreibungsbefürworterinnen. Er sagt jedoch alles: mein Körper ist nicht Eigentum des Staates, und was in diesen eingebracht wird, darüber entscheide ich allein. So muss das sein und so muss das bleiben!

Nun ist es ja eigentlich so, dass auch unser Gehirn nicht wirklich geschützt ist vor Eingriffen und Zugriffen des Staates. Was wir zum Beispiel lernen sollen/dürfen/müssen, steht in den Lehrplänen, welche unseren Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden. Über diesen Weg kann demnach praktisch ALLES eingetrichtert und zur Normalität werden. Der Schüler will punkten, gute Noten, lernt auswendig, schaltet das selber Denken weitgehendst aus … Was allein die Kleinsten bereits über die Corona-Angstmache integriert haben, ist eindrücklichst, dies nicht allein bezüglich Händewaschen und Desinfizieren.

Selbstverständlich hat Bill Gates nur einen relativ begrenzten Einfluss auf das "Wohl unseres Staates" und seiner Bürger. Viel schlimmer sind die unzähligen Lobbyisten, welche seit Jahren mittels Besucherkarten im Bundeshaus ein- und ausgehen. Praktisch jeder Parlamentarier vertritt finanzstarke Fremdinteressen — und nicht, was ihre Aufgabe wäre, die des Volkes, sondern eben zum Beispiel die der Pharmamultis. Ein richtig dichter Filz ist da gewachsen, kennt man sich doch z.B. schon von der Uni und tut sich doch gerne mal einen Gefallen.

Gefallen sind wohl auch die Schranken der Zurückhaltung. Wie es aussieht werden die Politiker immer dreister. So will der Bundesrat das Notrecht gar in ein dringliches Bundesrecht überführen. Dadurch könnten die Grundrechte von uns Schweizer Bürgern noch leichter eingeschränkt oder gar aufgehoben werden. Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein (Art. 5, Bundesverfassung, Abs.2). Tut es dies? Und wie steht es diesbezüglich mit Art. 40 EpG und der Möglichkeit, Impfungen für obligatorisch zu erklären?

Sehr gerne transferiert man Steuergelder auch ins Ausland. Hier nur eines von ganz vielen Beispielen: "L’état c’est moi" kommt mir dabei in den Sinn, wenn ich unseren Kleinkönig so sehe, nicht wahr Herr Berset!

🇨🇭 L'état c'est moi .... ! ?🇨🇭

Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, sagte einst: 


Wir beschliessen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein grosses Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt!
Die Brüsseler Republik, Der Spiegel, 27.12.1999).
Alles klar, und jetzt wissen wir auch, was wir zu tun haben. Vielen Dank für den Tipp, Herr Juncker!



Diesen Kurzfilm möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: 2 + 2 = 5. Er wurde 2012 ausgezeichnet (Bafta Film Awards), zu recht, wie ich meine. Er zeigt unglaublich eindrücklich, wie das System respektive das Wesen "Mensch" funktioniert und wie beides ineinander greift, miteinander verwoben ist.

Es gibt vier Typen von Menschen:
  1. Diejenigen, die die Wahrheit enthüllt haben
  2. Diejenigen, die für die Wahrheit gestorben sind.
  3. Diejenigen, die die Wahrheit kannten, sie aber für die eigene Sicherheit für sich behalten
  4. Diejenigen, die nicht für das einstehen, was die Wahrheit ist

Die Frage ist: zu welchem Typus Mensch gehöre ich. Bin ich bereit für (m)eine Wahrheit zu sterben, weil ich authentisch sein will oder passe ich mich an, bin ich zu feige, oder erst dann bereit, damit herauszurücken und dazu stehen, wenn andere mit gutem Beispiel vorangehen?

Bin ich bereit, einen tiefen Blick in den Spiegel zu riskieren? Kätzchen oder Tiger?

Sie?

Sonntag, 14. Juni 2020

Dubler Mohrenköpfe — die Königsklasse 👑

Da scheint ja echt was Wahres dran zu sein!
Sie sind wahrhaftig zum Reinbeissen, diese Dublers, aber nur im Original. Mit einem charakteristischen zarten "Knack" bricht die schokoladige Hülle auf und gibt einen luftig-schmelzigen Inhalt preis, der keine Wünsche offen lässt. Das ist Liebe auf den ersten Biss, mit der man stets treu verbunden bleibt. Kennengelernt haben wir uns unter dem Begriff "Mohrenkopf".

Political Corectness, neudeutsch für politische Korrektheit, nahm erst in den 1980er Jahren so richtig Fahrt auf. Da kann man Schiller sein "Fiasko" mit "Verschwörung des Fiesco zu Genua" doch echt nachsehen, also zumindest den Beschreib von Muley Hassan, dem Mohr von Tunis: "ein confiscirter Mohrenkopf, die Physiognomie eine originelle Mischung von Spitzbüberei und Laune" und auch den berühmten Satz: "der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen". Vermutlich wird das Werk oder Abschnitte daraus irgendwann der immer schärfer werdenden Zensurenschere zum Opfer fallen. Da sind die Bücherverbrennungen ja nicht mehr ganz so weit, alles schon mal dagewesen.

Überhaupt, was sollen all diese alten Schinken, wir haben ja - juhuuu - Fernsehen oder Netflix mit meist amerikanischen Formaten. Desperate Houswifes, Sex and the City, Friends, Games of Thrones oder wie sie alle heissen. Wer will da überhaupt noch lesen.

Apropos Mohrenkopf: wussten Sie, dass dieser Ausdruck zurückgeht auf den Heiligen Mauritius? Mauritius, auch St. Maurice oder Moritz, abgekürzt Mohr, lebte im 3 Jahrhundert. Das offenbarte uns kürzlich Eberhard Geisler, Pfarrer in Bärstadt, und ich hoffe, er hat uns da keinen Bären aufgebunden: "…. Mauritius war Afrikaner. sein dunkles Konterfei ziert als Standbild den Magdeburger Dom, im Wappen des Bistums München und Freising ist er als Schutzheiliger abgebildet und als solcher ist er auch in das Wappen von Papst Benedikt XVI gewandert. Da er auch als Heilkundiger galt, wurde er Patron der Apotheken. Moritzkirchen, Moritzapotheken oder Mohrenapotheken erinnern an den Afrikaner, der sich den Christenverfolgungen entgegenstellte. …."

Danke Herr Geisler für Ihre grossartigen Ausführungen. Am 22. September ist übrigens Gedenktag des Heiligen Mohren. Ob man zu seinen Ehren dieses Jahr noch irgendwo einen Mohrenkopf kaufen kann, ist fraglich. In der Migros jedenfalls nicht.

Schaumkuss oder Schokokuss klingt ja ganz süss, trotzdem ist diese Zensur zur Bekämpfung von Rassismus nichts als Augenwischerei.

Ein ausgesprochen liebenswürdiger, sympathischer Nachbar von uns, dessen Vater aus Afrika stammt - seine Mutter ist Schweizerin - wurde am 1. Juni beim Aussteigen aus dem Interregio (!!) Bern—Biel von drei Zollbeamten blockiert und gefilzt: "Personenkontrolle"! Der Rucksack wurde minutiös durchwühlt, jedes Dingelchen aufgeschraubt. Er musste sogar seinen Arbeitgeber anrufen, dass er sich verspäten würde. Dies geschah übrigens während des Lockdowns, sämtliche Grenzen waren also geschlossen und man fragt sich, warum Zoll und welche Grenze zwischen Bern und Biel überschritten werden muss ausser diejenige zu Amtsanmassung und Willkür. Grenzwertig, tatsächlich! Warum ausgerechnet er kontrolliert worden sei; eine stimmige Antwort blieben die drei Beamten meinem Nachbarn schuldig. Die Hautfarbe sei es jedenfalls nicht. Interessanterweise war es gerade an dem Tag, als schweiz- und weltweit die vielen "BlackLivesMatter"-Proteste stattfanden.

Solche Wortklaubereien und Spitzfindigkeiten sind in etwa so sinnvoll wie angesichts eines Flächenbrandes nach einem Brandstifter zu suchen. Etwas wirklich Gescheites, Hilfreiches kommt dabei nicht raus.

Wie sagte Guy de Maupassant so schön: Dumme Menschen sind nie Feinschmecker. Da scheint ja echt was Wahres dran zu sein.

Mittwoch, 8. April 2020

Massenmedien: Machtinstrument oder (Massen)Vernichtungswaffe?

Control, Insert, Delete, End ... noch Fragen?🧐
"Blick war der Erste, der mit dem Toten sprach", sagte man früher, als die geneigte Leserschaft am Kiosk noch einen "Bund mit" kaufte, also ein Sandwich, wobei in diesem Fall der "Schinken" nicht unbedingt das Beste daran war. Kaum einer traute sich, das als Schmierblatt verschriene Pamphlet offen zu kaufen.

Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Der Blick hat wohl neben 20minuten die höchste Auflage, von Coop- und Migroszeitung mal abgesehen. Beide sind auch online gut besucht, was ihnen eine nicht zu verachtende Machtposition gibt.

Letztes Jahr feierte "20minuten" 20jähriges Bestehen. Vieles hat sich seither verändert in der Medienlandschaft. Die Printmedien bekunden zunehmend Mühe, laufen ihnen doch die Abonennten davon. In unserer Geiz ist geil-Gesellschaft haben die Gratiszeitungen mittlerweile fast jeden hierzulande an der Angel; warum sollte man für etwas bezahlen, das man kostenlos wenn möglich noch vor die Haustür geliefert bekommt.

Ganz kurz gab es nämlich noch eine Gratis-Pendlerzeitung namens ".Ch". Eine Hauszustellung war geplant, die Hauseigentümer mit einem eigens dafür hergestellten Ständer für den Eingangsbereich zwangsbeglückt. Man musste sich vehementestens wehren, wollte man kein solches Teil bei sich rumstehen haben. 20minuten kriegte ob dieser Konkurrenz kalte Füsse, erhöhte die Auflage und schmiss eine weitere Gratiszeitung namens "News" in die Runde. Am 4.5.2009 nach nicht einmal 2 Jahren war für Punkt-Ch Schluss.

Schaut man sich einmal den Nutzen einer Gratiszeitung im Vergleich zu einem Zeitungsabonnement an, dann liegt der eigentlich nicht bei uns Konsumenten, sondern im Kern vor allem darin, dass man dadurch problemlos Informationen breit streuen kann, ob sie nun stimmen oder nicht. Auf dem Weg von und zur Arbeit oder gleich beim Einschalten des PCs als erstes: wir haben uns angewöhnt, uns über die Headlines — die Erschlagzeilen — kurz mal einen Überblick über die aktuellen Themen zu verschaffen. Davon lassen wir uns auch durch die zunehmende Flut an Werbung nicht abbringen.

Wenn nun jeder auf solch einfache Weise gleichgeschaltet werden kann, warum sollte man das nicht — auch von Staats wegen — nutzen. Rein theoretisch oder auch praktisch könnten Fake-News gestreut werden, die einen Grossteil der Bevölkerung erreichen.

Wir sind uns nicht bewusst, was wir uns mit gewissen Gratisangeboten so einhandeln. Die Frage ist doch: was sind wir bereit zu geben; preiszugeben. Mit den Social Media ist es doch genau dasselbe. Facebook, Instagram, Pinterest oder wie sie alle heissen sind nicht kostenlos; wir zahlen, einfach nicht mit Geld, sondern mit unseren Daten. Kürzlich habe ich gelesen, dass Facebook ein viel klareres Bild von uns als Person zeichnen könnte, als wir selber. Wir haben unsere blinden Flecken und sind hie und da voreingenommen. Durch unsere Klicks, Likes und Posts jedoch werden wir für psychologisch geschulte Menschen immer klarer durchschaubar — werden also vom verpixelten zum entpixelten Wesen. Und das Netz vergisst nichts. Ist ein wenig so, als würden wir dem Teufel unsere Seele verkaufen und doch: ich nutze es auch und schätze die Kontaktmöglichkeit mit meinen Freundinnen im Ausland.

Mittlerweile sind sowohl die 20minuten-Leser als auch die Blickleser offenbar zu Fachleuten mutiert und wissen über Covid-19 besser Bescheid, als Experten wie Prof. Martin Haditsch, Prof. Stefan Hockertz, Prof. Sucharid Bhakdi, Dr. Streeck, Dr. Wodarg, die über ein Studium verfügen und welche sich von Berufs wegen seit Jahren mit diesen Themen beschäftigen. Die Kommentare unter den jeweiligen Artikeln sind ebenfalls entsprechend.
Fazit: mit 20minuten innerhalb von 3 Monaten vom Laien zum Arzt, Virologen, Infektions-Epidemiologen, Toxikologen, Mikrobiologen. Sozusagen im Fernstudium. Vielleicht können Interessierte ja am Ende der Coronakrise online ein Diplom downloaden.
Ich bewundere den Mut solcher Menschen, welche sich erstaunlich weit aus dem Fenster zu lehnen trauen. Da wird nämlich aus dem Wissenschafter Dr. Wolfgang Wodarg ratzfatz der Verschwörungstheoretiker Wodarg — ohne Dr. selbstverständlich. Geht ihm nicht besser als Dr. Daniele Ganser, der sich getraute, im Schweizer Fernsehen in der "Arena" vom 24.2.2017 die einfache und durchaus sinnvolle Frage zu stellen, warum am 11.9.2001 WTC 7 in sich zusammenfiel, obwohl das Gebäude nicht von einem Flugzeug getroffen wurde. Er ging all seiner Ämter verlustig und wird seither nicht mehr als Historiker aufgeführt, sondern als Verschwörungstheoretiker.

Die Massenmedien sind nicht nur Machtinstrumente, sonden wahre (Massen)Vernichtungswaffen. Je nachdem, wie (oder wem?) es gerade passt, werden Existenzen aufgebaut oder vernichtet. Das Fotomaterial wird entsprechend ausgesucht. Das ist Meinungs-Bild-ung.

Gibt man heute "Wolfgang Wodarg" ein, gibt es auf Google in 30 Sekunden 242’000 Ergebnisse mit Worten wie Fehlinformation, wirre Thesen, gefährliche Falschinformation, Ignoration von Fakten, falsche Behauptungen, Besserwisser und viele mehr. Man hat sich medial gleichgeschaltet, die Maschinerie läuft. Dr. Wodargs Homepage ist mittlerweile nicht mehr aufrufbar. Wie es ihm geht, kann ich mir nur einigermassen vorstellen. Was, wenn er sich das Leben nehmen würde; wie sähe es dann mit der Schuldfrage aus? Fahrlässige Tötung?

Da fällt mir die berühmte Rede von John F. Kennedy ein, die er am 27.4.1961 vor führenden Journalisten und Zeitungsverlegern hielt:


Hier der ganze Text sowohl in Englisch als auch in Deutsch.

Man darf Mehrheit und Wahrheit nicht verwechseln. Schaut man sich einmal das Netz der Schweizer Medien an, dann gibt es nebst der SRG gerade mal 5 grosse Anbieter: Axel Springer, Ringier, ch media, NZZ Mediengruppe und Tamedia. Also recht zentralisiert mit einem enormen Potential zur Manipulation, was auch entsprechend genutzt wird, zum Beispiel vor Urnengängen.

Nehmen wir z.B. Tamedia: dazu gehören: TagesAnzeiger, SonntagsZeitung, 20minuten, BernerZeitung, Der Bund, Das Magazin, Zürcher Regionalzeitungen, Basler Zeitung, Finanz und Wirtschaft, 24heures und Tribune de Genève.

Spielt es da noch eine Rolle, welches Blatt man sich zu Gemüte führt? Also wenn Sie mich fragen ….

PS: folgender Text ist "zufällig" gerade jetzt bei mir eingegangen. Er wurde verfasst von Dr. Harald Wiesendanger, seines Zeichens Wissenschaftsjournalist und Autor, Gründer der Stiftung "Auswege". Ich erlaube mir, ihn hier zu veröffentlichen, weil er haargenau passt:

ICH SCHÄME MICH – meines Berufsstands. Seit über 35 Jahren arbeite ich als Wissenschaftsjournalist, mit Schwerpunkt Medizin. Jederzeit konnte ich dazu stehen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Falls jedoch das, was Massenmedien in der Corona-Krise nahezu geschlossen abliefern, noch als „Journalismus“ durchgeht, so will ich damit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben. Falls das, was sie sich als „Wissenschaft“ verkaufen lassen und unverdaut an ihre Zielgruppen weiterreichen, durchweg Wissenschaft ist, so räume ich schleunigst mein Arbeitsgebiet.

Mit blankem Entsetzen und ohnmächtiger Wut verfolge ich das unwürdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin über den „Tagesthemen“- und „Heute“-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese überhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht. Sie machen im Eilverfahren zugelassene, mangelhaft überprüfte Tests wichtig und notwendig, ohne zu beleuchten, was diese überhaupt messen; was aus ihnen folgt und auch nicht; wie hoch die Fehlerquote ist; wer von ihrem Masseneinsatz profitiert. Sie schocken mit dem jüngsten Corona-Exitus, der allerneuesten, noch haarsträubenderen Todesstatistik, ohne auch nur in einem einzigen Fall nachzuforschen, WORAN die Betroffenen denn eigentlich gestorben sind. Wer MIT dem Virus stirbt, tut es stets DESWEGEN? Wer seine Leser/Zuschauer derart kurzschließen lässt, könnte ihnen ebensogut weismachen, Wasser sei ein Superkiller, weil ein H2O-Test garantiert bei jeder Leiche positiv ausschlagen würde. Diese „Jahrhundert-Pandemie“ an früheren Grippewellen und WHO-Fehlalarmen zu messen, kommt so einer Journaille nicht in den Sinn. Wild spekuliert sie über Corona-Befall von Promis wie Merkel und Johnson, sobald diese ein wenig niesen, hüsteln und fiebern - jede banale Erkältung darf neuerdings „Breaking News“ produzieren, so weit sind wir schon. Jeder Tote starb am Killerkeim, solange sein Ableben noch Fragen aufwirft. („Lebensgefährte von Klaus Wowereit gestorben – Infektion mit Coronavirus?“, t-online, 29.3.2020.) Untereinander wetteifern Journalisten wie von Sinnen um den gruseligsten Schnappschuss, die herzzerreißendste Corona-Tragödie, das alarmierendste Experten-Statement. Wie selbstverständlich leisten sie Beihilfe zur Unterdrückung von abweichenden Meinungen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, seid ihr noch ganz bei Trost? Kaum einer von euch wagt es, an den Säulenheiligen vom Robert-Koch-Institut und der Charité zu kratzen. Kaum einer hört sich die wohlbegründeten, sachlichen Bedenken vieler Ärzte und Wissenschaftler an, die der Corona-Hype befremdet, ja entsetzt – und wenn doch, mangelt es euch anscheinend an der Courage, das Gehörte an die große Glocke zu hängen. Keiner wundert sich, weshalb sich freie Bürger, bloß weil sie einer „Risikogruppe“ angehören, wie Unzurechnungsfähige gängeln lassen müssen – als ob sie nicht auf sich selber aufpassen könnten. Leben ist stets lebensgefährlich, erst recht am Lebensabend. Welche gesundheitlichen Risiken Opa in Kauf nehmen oder vermeiden will: Sollte das nicht ihm überlassen bleiben, wie Rauchen und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und minderwertige Ernährung? Kein Journalist fragt, warum plötzlich anders verfahren werden muss als bei früheren Grippewellen, die zuverlässig kamen und gingen, wobei sie alljährlich für Millionen Infizierte und Zehntausende Tote sorgten, ohne dass ein Hahn danach gekräht hätte. Keinem scheint aufzufallen, dass die vermeintliche „Lösung“ schon jetzt weitaus schlimmer ist als das Problem. Keiner will wissen, weshalb es Aufrufe zu verstärkter Hygiene, besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme nicht genauso getan hätten wie vor 2020. Keiner recherchiert, wer den blutigen Medizinlaien am Kabinettstisch der Bundesregierung eigentlich all die apokalyptischen Infos und Lageanalysen gesteckt hat, die ihnen einen Notstandsaktionismus „alternativlos“ erscheinen lassen; mit wie vielen und welchen Lobbyisten sie vor und während der Krise worüber gesprochen haben. Kaum einer traut sich, auch nur das schüchternste Fragezeichen hinter irgendeine Infektionsschutzmaßnahme zu setzen. Keinen beschäftigt, ob es irgendwem nützen könnte, dass die Krise für möglichst große Massenpanik sorgt und sich in die Länge zieht. Keinen beschleicht das ungute Gefühl, dass er sich gerade instrumentalisieren lässt - als Handlanger in einem Thriller, dessen Story sich mit der Präzision eines Uhrwerks entfaltet, nach einem Drehbuch, das womöglich schon vor Wuhan geschrieben war. . Und … und … und …

Wie ein Berufsstand, der als unabhängige, kritische, unvoreingenommene Vierte Gewalt die Mächtigen kontrollieren soll, ebenso blitzschnell wie nahezu einmütig derselben kollektiven Hysterie erliegen kann wie sein Publikum und sich für Hofberichterstattung, Regierungspropaganda, expertengläubige Vergötterung der Heiligen Kuh Wissenschaft hergibt: Das ist mir unbegreiflich, es widert mich an, ich habe genug davon, ich distanziere mich voller Fremdscham von dieser unwürdigen Performance. Wahrhaftigkeit und sorgfältige Recherche; Schutz der Ehre und Achtung der Würde von Menschen – auch solcher, die abweichende Meinungen vertreten; das Gegenchecken jeder Informationsquelle, egal wie glaubhaft sie auf den ersten Blick erscheinen mag; das Vermeiden sensationeller Darstellungen, die überzogene Hoffnungen oder Befürchtungen wecken könnten: All das zählt zu den obersten Geboten jedes Pressekodex. Den Angriff von SARS-Cov-2 scheint, ein knappes Vierteljahr nach Beginn der Pseudo-Pandemie, keines zu überlebt zu haben, zumindest nicht in den infizierten Hirnen derer, für die sie gelten sollten. Wo hält zur Zeit eigentlich der Presserat seinen Tiefschlaf? Neben der eingepennten parlamentarischen Opposition?

Wenigstens einer traut sich noch, den Finger in die klaffende Wunde zu legen: der deutsche Medienwissenschaftler Otfried Jarren, bis Ende 2018 Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich und Präsident der Eidgenössischen Medienkommission in der Schweiz. Scharf kritisiert er im Pressedienst „epd medien“ das öffentlich-rechtliche Fernsehen. (https://www.epd.de/ueberregional/schwerpunkt/medien/experte-kritisiert-gleichfoermige-corona-berichterstattung) Seit Wochen treten immer die gleichen Experten und Politiker auf, die als Krisenmanager präsentiert würden, so Jarren. Dadurch inszeniere das Fernsehen zugleich Bedrohung und exekutive Macht – und betreibe „Systemjournalismus“. Kritiker bleiben außen vor. Vor allem der Norddeutsche Rundfunk falle ihm durch eine „besondere Form der Hofberichterstattung“ auf.

„Die Chefredaktionen haben abgedankt“, folgert Jarren. In der Berichterstattung vermisst er „alle Unterscheidungen, die zu treffen und nach denen zu fragen wäre: Wer hat welche Expertise? Wer tritt in welcher Rolle auf?“ Gesendet würden zudem größtenteils einzelne Statements, eine echte Debatte zwischen Experten, die gegensätzliche Standpunkte und Aspekte einbringen könnten, finde nicht statt.

Wie gleichförmig die Berichterstattung über das Coronavirus daherkommt, fällt zumindest dem Medienjournalisten Andrej Reisin unangenehm auf. Im Portal „Übermedien“ kritisiert er, auch in Krisenzeiten sei es nicht die Aufgabe der Medien, den verlängerten Arm der Regierung zu spielen und Kampagnen à la „Wir gegen das Virus“ zu inszenieren, wie es etwa die „Tagesschau“ in sozialen Medien getan habe. (https://uebermedien.de/47188/corona-krise-staatsraeson-als-erste-medienpflicht/)

Im Deutschlandfunk forderte die Medienjournalistin Vera Linß, im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus die Themen Überwachung und Datenschutz stärker in den Fokus zu rücken. Auch Linß bemängelt, dass sich viele Journalisten momentan anscheinend dazu verpflichtet fühlen, die Krisenstrategie ihrer Regierung weitgehend kritiklos zu transportieren – „als eine Art Service-Journalismus“. (https://www.deutschlandfunkkultur.de/journalismus-in-der-coronakrise-berichten-die-medien-zu.1264.de.html?dram:article_id=473101)

87 Jahre ist es her, dass in Deutschland aus Journalisten „Staatsdiener“ wurden. Reichspropagandaminister Goebbels hielt dafür ein ausdrückliches „Schriftleitergesetz“ für erforderlich. In der Corona-Krise, wie zuvor bei Themen wie Masernimpfzwang oder der Existenzberechtigung von Heilpraktikern und Homöopathen, stellt sich indes am laufenden Band heraus: Die Medien des 21. Jahrhunderts spuren offenkundig auch ohne Paragraphendruck. Die Schere im Kopf war schon immer die schärfste.

Nachtrag (31. März): Ermutigt vom enormen Echo auf diesen Artikel, bot ich ihn vier Printmedien an, denen ich noch am ehesten zugetraut hätte, ihn zu übernehmen: Frankfurter Rundschau, taz, Der Spiegel, Die Zeit. Reaktionen? Null. Nicht einmal Absagen. Bloß Schweigen.

Montag, 18. September 2017

Hilfe - #UPC-Cablecom - rette sich wer kann!

Wir sehen uns auf dem Mars !!!
Wer in meinem Kurzum-Blog das Suchwort "Cablecom" eingibt, stösst auf viele meiner bisher ausschliesslich negativen Erlebnisse mit dieser Firma. Das sind Unglaublichkeiten, Unsäglichkeiten, gepaart mit einer grenzenlosen Unprofessionalität! Da sind sie wohl weltweit führend - daran hat auch der Namenswechsel nichts geändert.

Als wir vor 5 Jahren hierher zogen, musste ich aufgrund der Kabelsituation in Sachen Fernsehen meinen Kontakt zu UPC schweren Herzens reaktivieren. Eigentlich lief dann alles erstaunlich normal, bis auf ein einziges Mal, als man den Preis für meine Mediabox einfach heraufsetzte, ohne mich zu informieren. Die Ausrede damals: Sie erhalten Ihre Rechnung jeweils Januar und März, wir haben die Info unseren Rechnungen jedoch nur im Februar und April beigelegt.

Als die Swisscom dieses Jahr technisch umrüstete, mussten wir entscheiden, ob wir künftig alles über UPC nehmen oder aber auch in punkto Fernsehen wieder zu Swisscom wechseln sollten. UPC wäre aufgrund von Kabel-Steckdosensituation und Internetgeschwindigkeit wohl etwas besser gewesen und deshalb erkundigte ich mich, ob das an unserem Wohnort überhaupt möglich wäre. Der Mitarbeiter sagte, ein Techniker müsste dies vorgängig prüfen; der käme allerdings erst, wenn ich das Paket definitiv bestelle. UPC-Logik eben!

Seit Ende Juni läuft bei uns deshalb alles wieder über Swisscom. Ich kündigte bei UPC termingerecht und eingeschrieben per Ende Juni 2017, veranlasste das Plombieren der Dose, gab am 30 Juni unsere Mediabox zurück - Gottseidank gegen Quittung - und dachte, jetzt sei alles paletti!

Denkste! Ich erhielt im September eine Rechnung für meine Mediabox für die Monate Juli und August, welche ich selbstverständlich nicht bezahlte. Um sicher zu sein, dass die nicht noch mit einer Mahnung/Betreibung daherkommen, schrieb ich vorsichtshalber einen Brief und legte gleich eine Kopie meines Kündigungsschreibens sowie eine Kopie der Rückgabe-Quittung bei. Ich bat zudem um eine schriftliche Bestätigung meiner rechtmässigen Kündigung.

Ein paar Tage später sah ich, dass UPC mich offenbar telefonisch hatte kontaktieren wollen und rief unvorsichtigerweise zurück. Der Mann am Draht hatte keine Ahnung. Er war von der Vertragsabteilung und behauptete, man hätte mich nur deshalb kontaktiert, weil ich die Mediabox zurückgegeben hätte. Dass man sich dabei wohl kaum 3 Monate Zeit gelassen hätte, kam als Argument nicht bei ihm an. Mein Brief war für den Sachbearbeiter im System leider nicht sichtbar und er erzählte mir daraufhin dermassen hahnebüchenen Unsinn, dass ich ihn einfach unterbrechen musste. Ich war nämlich stinksauer und kurz vor dem Abheben auf den Mars! Herr D. meinte dann, man könne ja ausnahmsweise eine Kündigung per Ende September in Erwägung ziehen, was die Schubkraft meiner bevorstehenden Explosion noch verstärkte. Hallllllooooo, Kündigung termingerecht per Ende Juni - Ohren auf Junge! Der meinte aber nur, ich müsse ihm jetzt mal endlich zuhören und einen Moment am Draht warten, er müsse das jetzt abklären. Da jedoch mittlerweile bereits 15 Minuten meiner kostbaren Zeit vergangen waren, erklärte ich ihm, dass ich jetzt das Telefonat beenden und auf eine schriftliche Bestätigung meiner Kündigung warten würde.

Vorsichtshalber schrieb ich nochmals EINGESCHRIEBEN einen Brief mit der Bitte um schriftliche Bestätigung des Vertragsendes per 30. Juni 2017. Heute erhalte ich ein Schreiben von der UPC mit dem Titel "Rückwirkende Kündigung". Vor den freundlichen Grüssen drücken sie ihre Hoffnung aus, mir ihre Dienstleistung zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung stellen zu dürfen. Das kommt einer Drohung gleich und ich kann darauf nur sagen: HOFFENTLICH NIEMALS WIEDER!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Tour de France und GIGN - in Bern!

Wie heisst die Hauptstadt von Frankreich?
BERN
Jetzt reicht es langsam! Mit den Regierungen dieser Welt wird man langsam automatisch zum Wutbürger!

Sport ist für mich okay, auch wenn ich lieber den andern den Vortritt lasse!

Die Tour de France geht mich nichts an, zumindest dachte ich das bisher. Bereits vor ein paar Jahren durchstreifte sie kurz am Rande die Schweiz, ausgerechnet an dem Wochenende, als wir in Saignelégier unser traditionelles Internationales AikidoStage durchführten. Die Anreise der Teilnehmer gestaltete sich entsprechend schwierig.

Letztes Jahr gab es Verkehrsbehinderungen anlässlich der Tour de Suisse, deren 8. und 9. Etappe durch Bern respektive Wabern verlief. Wie gesagt: die Tour de SUISSE.

Wem wir die Idee zu verdanken haben, die Tour de France durch Bern strampeln zu lassen, braucht man nicht zu recherchieren. Wer unseren Noch-Stapi kennt, der weiss Bescheid. Ein wenig ungehalten ist Tschäppu ja schon, dass die Bernerinnen und Berner sich so überhaupt nicht darüber freuen mögen, dass uns die Radler die Ehre geben. "In Frankreich steht alles stramm, wenn die Tour de France angekündigt wird". Oui Monsieur le Président …. in Fronkraisch schon! Wir sind hier aber nicht in Frankreich. Was müssen die Etappen 18 bis 20 in unserem Land stattfinden? Allein im Kanton Bern werden 40 Gemeinden durchquert. Durchquert klingt so harmlos - oder sollte man eher sagen: ins Chaos gestürzt.

Tschäppät schwärmt bereits in den höchsten Tönen davon, dass 12 Millionen Zuschauer Europaweit vor der Glotze sitzen und sich die atemberaubende Kulisse des Kantons Bern reinziehen werden. Wer bitteschön schaut schon die Kulissen an, wenn er sich auf's Theater konzentriert? Eben! Im weiteren berauscht sich der Patron unserer Stadt an der Vorstellung, dass solche Werbung tatsächlich unbezahlbar sei. Selbstverständlich werden die 1,74 Millionen Franken, auf die sich die Berner Tour-Etappen BESTENFALLS belaufen werden, vom Steuerzahler zu berappen sein, oder will Tschäppät die Spendierhose überziehen?

Es wird noch besser. Der französische Innenminister hat offenbar gestern entschieden, rund 23'000 Polizisten als Begleit-Tross in die Schweiz zu schicken, darunter auch Mitglieder der Sondereinheit "Groupe d'intervention de la Gendarmerie nationale" (GIGN), welche jeweils u.a. bei Anti-Terror-Einsätzen oder Flugzeugentführungen zum Zug kommt. Monsieur Cazeneuve betonte ausdrücklich, dass seine Supermen das Radrennen auf der gesamten Strecke begleiten werden, also u.a. auch durch Bern und durchs Wallis.

Halloooooo! Auch wenn sich unsere Polizei wohl nicht allzusehr wehren wird, bei ihrer schwierigen Arbeit unterstützt zu werden, grenzt das Ganze grenzt fast schon an "feindliche Übernahme" …. also nicht gerade feindlich, aber Übernahme schon. Was hat der französische Innenminister hier zu befehlen. 

Aber wie wir Schweizer so sind, werden wir uns durch passives Akzeptieren und Schönreden zu wehren wissen! Sch…..ade!

Übrigens: GIGN klingt ähnlich wie ein Berner Schimpfwort! Genau: GIGU!

Freitag, 30. August 2013

Highlife für Messerstecher Carlos

Zürich auf Hätschelkurs
29'000 Franken pro Monat gibt der Kanton Zürich offenbar für den 17jährigen Messerstecher Carlos aus. Der residiert seit einiger Zeit in einer schicken, neu renovierten Viereinhalb-Zimmer-Wohnung in Reinach. Inbegriffen ist überigens auch ein Wasch-, Koch- und Putzdienst durch eine Ersatzmutter, Thaibox-Kurse bei Zehnfach-Weltmeister Shemsi Beqiri, sowie ein zehnköpfiges Betreuerteam inklusive Privatlehrer und Anwalt.

Das mit dem Kampfsport wäre ja noch eins, der kann nämlich durchaus eine Verhaltensänderung bewirken. Vielleicht bringt ihm sein Lehrer ja ein paar Sachen aus dem Ehrenkodex der Samurei bei (Bushidō), wobei Thaiboxen wahrscheinlich eine eigene "Philosophie" hat.

Die sieben Tugenden des Bushidō wären übrigens:
Gi - Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
Yu - Mut
Jin - Güte
Rei - Höflichkeit
Makoto - Wahrheit, Wahrhaftigkeit
Meiyo - Ehre
Chūgi - Treue, Pflicht, Loyalität
Gemäss Berichterstattung ist jedoch Carlos' Boxlehrer im Februar selber wegen Körperverletzung und Drohung verurteilt worden und ist somit vorbestraft. Da wird wohl nicht viel über Ehre, Güte und Höflichkeit gesprochen.

Wie aber kann es sich eine Stadt oder Gemeinde leisten, monatlich so viel Geld für eine einzige Person auszugeben. Ob es am teuren Geschmack der Sozialarbeiterin liegt, welche mit ihrem Schützling ebenfalls in der grossen Wohnung lebt. Offenbar nicht, erklärt diese, denn die Kosten für die Betreuung seien so nicht höher, als wenn Carlos im Gefängnis sässe. Allerdings könnte man auf den Gedanken kommen, dass sich Verbrechen zumindest in Zürich lohnt, denn so ein Highlife geniesst man nicht überall. Wer von uns verdient so viel Geld pro Monat, und das erst noch ohne zu arbeiten?

Das mittlerweile 20jährige Opfer von Carlos jedenfalls nicht. Der hat bisher noch nicht einmal Schmerzensgeld erhalten. Er wird von der Opferhilfe bestenfalls mit einer einmaligen Zahlung von 3'500 Franken abgespiesen. A.Y. fordert nun anstelle dieser Summe 50'000 Franken Schadenersatz. Das wären nicht einmal Zwei Monate "offener Strafvollzug", wie man unschwer ausrechnen kann.

Jedenfalls ist das alles ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, welche sich jeden Morgen in aller Hergottsfrühe aus den Federn schälen, 9 Stunden arbeiten gehen, den Haushalt selber besorgen und für allfällige Sportkurse in die eigenen Taschen greifen müssen. Was machen wir alle falsch, oder wie sonst soll man die Message verstehen, wenn nicht "Verbrechen lohnt sich eben doch" oder "lieber Schützling als Sträfling".

Abstrusia in Reinkultur, sag ich da nur! Wenn ich es richtig verstehe, gehen die Behörden jetzt noch einmal über die Bücher. Ich setz mich mal eben in meine Hollywood-Schaukel und träum von besseren Zeiten .... 

Freitag, 23. August 2013

Das Gesetz nur für die Gesetzestreuen?

Hicks-Hicks-Hurrah
Das Gesetz ist für die Gesetzestreuen; für all diejenigen, welche ihre Steuern bezahlen, sich an die Parkordnung halten, Tempolimiten meistens einhalten ..... mit einem Wort: sich nichts zuschulden kommen lassen.

Eigentlich sollten die unzähligen Paragraphen ja für alle gleichermassen Gültigkeit haben und wären auch so gedacht. Allerdings gibt es da Ausnahmen. Die haben absolut nichts mit dem Einkommen eines Delinquenten zu tun, sondern damit, dass die Ordnungshüter auch nicht vor Angstgefühlen gefeit sind.

Sie möchten gratis Zugfahren? Zerzausen Sie sich Ihre Haare, ersetzen Sie Ihr "Chanel 5" durch einen guten Schuss "Erdinger", nehmen Sie auch gleich einen "zümpftigen" Schluck, wählen Sie Ihre Garderobe gekonnt ... Sie können sich in Zürich immer noch umziehen. Fletzen Sie sich mit einer Bierflasche in der Hand in die 2. Klasse, benehmen Sie sich für einmal voll daneben, belästigen Sie Ihre Mitreisenden mit erfundenen Anekdoten aus Ihrem Leben unter den Brücken (Lallen nicht vergessen) - ganz Mutige spielen gar mit Teelöffeln und Einwegspritzen. Schauen Sie den Billett-Kontrolleur unbedingt verständnislos und mit stumpfem Blick an ..... er oder sie wird sich nicht getrauen, auch nur annähernd nach Ihrer Fahrkarte zu fragen. Dasselbe funktioniert übrigens auch im Tram, wobei man da eher Gefahr läuft, auf Menschen zu treffen, die einem ganz anders kennen. Im dümmsten Fall ist man seinen Job los und landet tatsächlich unter den Brücken! Schlimmstenfalls können Sie aber immer noch behaupten, es handle sich um ein Experiment mit versteckter Kamera. RTL lässt grüssen!

Das mit der Kontrolle stimmt übrigens tatsächlich, das stand kürzlich auch im "Magazin". Und dass die Obrigkeit es allenthalben vermeidet, zum Rechten zu schauen lesen wir immer wieder in den Tageszeitungen, wenn wieder einmal über Vorkommnisse rund um die Reitschule berichtet wird oder davon, dass man den Stadtnomaden nun in Riedbach eine Zone für "alternatives Wohnen" zur Verfügung stellen will. Land kaufen, Häusle bauen, Hypotheken bezahlen oder als Alternative: Wohnung suchen, Miete bezahlen und alles was dazu gehört, das gilt nur für uns Gesetzestreuen.

Alles klar? Wunder-Bar! Hicks-Hicks-Hurrah! Und denken Sie daran: sollten Sie Ihren Wagen wieder einmal 5 Minuten zu lange stehen gelassen oder eine minimalste Tempoüberschreitung begangen haben: SIE werden garantiert zur Verantwortung gezogen!

PS: Dem heutigen "Touring" entnehme ich, dass der italienische Kassationshof (entspricht dem Bundesgericht) die Beschlagnahmung einiger Radargeräte verfügt hat, da diese hinter Büschen versteckt von den Automobilisten nicht frühzeitig genug gesehen werden konnten. Ein Automobilist hatte deswegen geklagt. Die Gemeinde als Besitzerin wird nun wegen Betruges verurteilt und zur Kasse gebeten. Mehr Abstrusia geht nicht, oder etwa doch?

Sonntag, 11. August 2013

OW = Oprah Winfrey oder: Affentheater um eine Kroko-Tasche

Shitstorm?
Nein: Trois Pommes (drei Äpfel)
OW respektive O Weh! Eine Tragikomödie in fünf Akten, besser gesagt: das Affentheater um eine Kroko-Tasche.

Akt 1: Wir lesen mehr oder weniger empört: aus angeblich rassistischen Gründen wird Oprah Winfrey eine Handtasche nicht gezeigt, da diese 35'000 Franken kostet. Es werden ihr zwar kostengünstigere Alternativen angeboten, aber das klingt eher nach Moll statt Dur. Frau W. überlegt, gleich den ganzen Laden zusammenzukaufen, lässt den Gedanken jedoch fallen, obwohl sie es wohl aus der Portokasse hätte verschmerzen können.

Akt 2: Die Talkerin bringt die Geschichte an die Öffentlichkeit. Ein medialer Aufschrei erfolgt. Winfrey wird umgehend zum "Rassismusopfer" und alle, die in Zürich jeh herablassend behandelt wurden, kriegen entsprechend Gehör. Auch andere melden sich zu Wort, erhalten aber sichtlich weniger Platz eingeräumt.

Akt 3: Boutiqueinhaberin Trudi Götz beharrt darauf, dass es sich beim Ganzen um ein Missverständnis gehandelt haben muss und dass ihre Leute top-geschult seien. Besagte Verkäuferin, die seit dem Vorkommnis schlaflose Tage und Nächte hat, sei es gewohnt, mit Prominenz umzugehen, sprich: mit Samthandschuhen zu sprechen, denn sie habe schon oft in der Niederlassung St. Moritz gearbeitet.

Akt 4: Es dämmert allmählich, warum besagte Tasche so teuer war. Ich meine, sogar eine Kelly-Bag von Hermès ist - je nach Material - um einiges günstiger. Das mittlerweile weltberühmte Stück war aus Krokoleder gefertigt! Das stösst nun wiederum "PETA" sauer auf, die bekannte Tierrechtsorganisation, welche die US-Talkmasterin 2008 zur Tierschützerin des Jahres gekrönt hatte. Uiuiuiui!

Akt 5: Oprah krebst zurück, lobt Zürich im Allgemeinen, den Wellnessbereich des Dolders im Speziellen und dankt besagter Verkäuferin für den wertvollen, 38'000-Dollar-Tipp, denn die Tasche wäre tatsächlich zu teuer gewesen für das bisschen Krokodil am Arm. Trudy Götz kann Ihre Krokodiltränen trocknen und die Schweissperlen abwischen; sie ist haarscharf an einem Shitstorm vorbeigesegelt. Alles ist gut, ausser dass die gute OW jetzt im Verdacht steht, die ganze Aktion als Publicity für ihren Film "The Butler" in Szene gesetzt zu haben. O Weh!

Übrigens: Als ich noch jung und einigermassen "verjäst" angezogen war (Jeans, Turnschuhe, Pilotenjacke), ging ich für einmal ohne meine Mutter in ein etwas luxuriöseres Schirm(!)geschäft. Ich hatte da einen Regenschirm gesehen, dessen Muster mir extrem gefiel. Er war nicht aus Krokodil! Zusammen mit Mutter war ich von der Inhaberin stets freundlichst gegrüsst worden, egal wie ich angezogen war. So aber guckte mich die Frau mit stumpfem Blick an und meinte: für Sie haben wir hier nichts! Leute, das hat weh getan!!!! Mit meiner weissen Haut in unserem Land konnte ich nicht laut "Rassismus" schreien, obwohl ich ebenso in einer "Schublade" abgelegt worden war. Egal, es hat mich sehr getroffen und falls sich die Verkäuferin tatsächlich geweigert haben sollte, Frau Winfrey die Tasche zu zeigen, dann muss das die Frau geschmerzt haben, denn egal wie berühmt oder reich .... es schmerzt, abgelehnt zu werden!

PS: kennen Sie jenen berühmten Witz: 2 Österreicher gewinnen eine Luxusreise nach Afrika. Auf einer Bootsfahrt kentert ihr Schiff. Keiner der beiden kann so richtig schwimmen. Da kommt elegant ein Krokodil angeschwommen. Sagt der eine zum andern: Du, dass ist aber wirklich toll hier, sogar die Rettungsboote sind von Lacoste.

Tja, der gehörte eben zu den Österreicherwitzen. Bei uns sind es dann oft auch die Fribourger, in Deutschland wohl die Ostfriesen, in Italien die Sizilianer .... auch eine Art Rassismus, aber sonst bleibt halt der Witz auf der Strecke ;-)

Montag, 1. August 2011

USA - geschafft.... okay, aber was genau?

s. auch YouTube: wie funktioniert Geld 1
"Obama geschafft (wie jetzt genau?)", titelt der Blick heute: "Wir haben einen Deal"!

Deal or no Deal: Wäre die überverschuldete USA zahlungsunfähig geworden, hätte sich wohl die Sonne verdunkelt, wäre der Planet selber ins Schwanken geraten. Etwa so sehen dies Wirtschaftsfachleute und Politiker gleichermassen.
Wie kann jemand, der total verschuldet ist, überhaupt zahlungsfähig genannt werden? Er ist allenfalls kreditwürdig... trotz allem oder für alle!
Wie dem auch sei: die Schuldenobergrenze der USA darf nun, sofern die beiden Kammern zustimmen, von derzeit 14,3 Billionen Dollar auf eine bisher nicht bestimmte Höhe hochgeschraubt werden. Selbstverständlich will man es auch mit Sparen versuchen, sagt Meister Obama, zum Beispiel durch Ausgabekürzungen.

Jedenfalls scheint jetzt angesichts der Entwicklung in den USA jeder irgendwie erleichtert, ja beinahe in Feierlaune. Fast euphorisch war man auch, als kürzlich entschieden wurde, dass man Griechenland erneut milliardenschwer unter die Arme greifen werde. Vorher waren bereits Portugal und Irland Empfänger einer solchen Palliativbehandlung und schon munkeln einige von Italien als potentiellem weiterem Patienten.

Wer sieht da noch durch. Wohl definitiv keiner. Höchstens zur Hälfte SCHWARZ, die andern ROT. Durch die Globalisierung ist es selbstverständlich geworden, das eigene Volk arbeiten zu lassen um die Misswirtschaft in anderen Ländern aufzufangen und so die eigene Währung zu stützen.

Das Denken in grösseren Zusammenhängen unter Missachtung der Bedürfnisse des eigenen Volkes ist nicht neu. Solange alles sich nur um bedrucktes Papier - sprich: Geld - dreht, wird das wohl auch so bleiben.

So zum Beispiel in Chile, genauer gesagt in der Atacama. Sie gilt als trockenste Wüste der Erde. Dennoch bietet genau diese Region mit ihren Gold und Kupferminen eine der wichtigsten Einkommensquellen der chilenischen Regierung (ich hätte zwar auch "des Staates" schreiben können, aber...).

Fast einen Kilometer tief haben sich die Arbeiter in Chuquicamata auf der Suche nach den gewinnbringenden Rohstoffen bereits gegraben. Bevor das Kupfer geschmolzen werden kann, muss das Erz mit enormen Mengen an Wasser und mit Hilfe giftiger Chemikalien "gewaschen" werden, und das in einem Landstrich, in welchem Mensch und Tier buchstäblich das Wasser zum Überleben langsam ausgeht. Aber nicht nur Wassermangel ist für die immer weniger werdenden Anwohner ein Problem, sondern auch die aus der Kupfergewinnung resultierenden physischen Probleme wie Staublungen, Asthma und Krebs (Feinstaub!) und eben die giftigen Chemikalien (z.B. Arsen), welche die Wasserqualität entsprechend prägen.

Ein Problem? Viele Probleme? Ach wo, solange der Rubel rollt, der Euro auf Kurs bleibt, der Franken nicht zu hoch aufsteigt und ein chilenischer Peso immer noch in Centavos unterteilt werden kann und nicht in Besitos ausbezahlt werden muss.... bleibt alles beim alten!

Homo sapiens lässt grüssen und stösst schon mal mit Billigsekt (Sparen tut not) auf die Klugheit der amerikanischen Republikaner und Dominikaner.... eh.... Demokraten an. Hicks!

PS: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, heisst ein altes Sprichwort!

Donnerstag, 30. Juni 2011

Hafturlaub - ich bin dann mal weg!

Vorsicht Behördenlogik
Und wieder ist ein gefährlicher Vergewaltiger und Mörder während seines Hafturlaubs geflohen. Hallooooooo! Ist es tatsächlich sinnvoll, solch mehrfachen Rezidivtätern überhaupt eine Auszeit vom Knast zu gewähren?

In den Augen des Strafrechtlers Jonas Weber von der Uni Basel handelt es sich bei dieser Geschichte um einen Einzelfall. Die Schweiz habe kein generelles Problem mit dem Vollzug von Verwahrungen.

Seltsamerweise hört man immer wieder von Häftlingen, welche den ihnen zugestandenen Ausgang eigenmächtig und unbewilligterweise verlängert haben, schlimmstenfalls auf Nimmerwiedersehen. Es ist nicht das erste Mal, weder in der Schweiz noch anderswo, ebensowenig wie der leider meist darauffolgende Rückfall in alte "schlechte Gewohnheiten".

Herr Weber meint, dass man das Risiko einer Flucht in Kauf nehmen müsse, denn ohne Lockerung der Haftbedingungen gäbe es für die Häftlinge keine Möglichkeit sich zu bewähren.

Genau, und falls er sich eben doch nicht bewähren sollte, dann besteht für Herrn Weber wohl kaum Gefahr, denn er entspricht keinesfalls dem Opferprofil eines Jean-Louis B.

Da die Polizei innerhalb nützlicher Frist keine Spur des Flüchtigen finden konnte, stellte sie die Suche vor Ort nach 3 Tagen ein. Gemäss Benjamin Brägger - bis Ende 2010 Leiter des Neuenburger Amtes für Justizvollzug - machen Ausgänge bei Gefangenen ohne Aussicht auf Haftentlassung keinen Sinn: "man spielt ihnen etwas vor und geht unnötige Risiken ein". Die Gefährlichkeitskommission hatte den Flüchtigen jedoch als erhöht gefährlich eingestuft und somit hatte er nicht mit einer Haftentlassung rechnen können.

Wer hier irgendwie, irgendwo die Logik (Beamtenlogik?) entdeckt, ist selber schuld! Da spielt mal wieder eine Behörde "Schicksal als Chance" oder so ähnlich. Lasst doch bitte nächstes Mal lieber einen Einbrecher ausbrechen - BITTE BITTE BITTE!

Sonntag, 15. Mai 2011

ESC 2011: €urovision - EU-raversion - Eur-asi-vison

Moderation: Sandra Studer
An erster Stelle ein Riesenkompliment an Anna Rossinelli für ihre souveränen Auftritte am Eurovision Song Contest. Auch wenn es offenbar nicht wirklich goutiert wurde, hatte sie eines der besten Lieder im Angebot.



Dazu sah sie echt toll aus. Ihr letzter Finalplatz hat nichts mit der Qualität ihrer Darbietung zu tun, sondern ist rein politisch zu verstehen.

Wir Schweizer sind nicht sehr beliebt. Obwohl unser Beitrag an die Rettunsmassnahmen des IWF gerne entgegengenommen wird, nimmt man uns wahrscheinlich unsere Sonderstellung bezüglich der EU übel. Zudem haben sich Punkteblöcke gebildet: der Ostblock ist das beste Beispiel dafür. Aber auch Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und die Niederlanden halten zusammen; Portugal und Spanien, Frankreich und Belgien etc. Wir stehen jedoch allein auf weiter Flur!

Jetzt zum Gewinner: "Aserbaidschan ist ein Binnenstaat in Vorderasien zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus" erklärt mir meine Freundin Wiki auf Anfrage. "Der Eurovision Song Contest - kurz ESC - ist jedoch ein internationaler Musikwettbewerb, der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion - kurz EBU - im Rahmen der Eurovision veranstaltet wird. Die Eurovision (Euro wie Europa!) selbst wurde anno 1954 von der EBU in Genf gegründet, zwecks Austausch von Fernseh- und Hörfunkprogrammen." erklärt mir Wiki weiter.

Heute noch bekannte Eurovisionssendungen sind nebst dem Eurovision Song Contest z.B. das Musikantenstadl, das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker und natürlich Wetten, dass...! In geringem Umfang kam es auch zu einem Programmaustausch mit den ehemaligen Ostblockländern (Intervision). Intervision organisierte übrigens von 1977 bis 1980 den Intervision-Liederwettbewerb.

Schaut man sich die Siegersongs seit Beginn einmal durch, könnte man viele noch nachträllern "Poupée de cire von France Gall, Merci Chérie von Udo Jügerns, Puppet on a String von Sandie Shaw, All Kinds of Everything von Dana, Après toi von Vicki Leandros, WATERLOO von Abba, Save your Kisses for me von Brotherhood of Man, Hallelujah von Honey, Ein bisschen Frieden von Nicole, Ne partez pas sans moi von Céline Dion und viele mehr. Wer jedoch kennt noch Everyway that I can von Sertab Erener, My Number One von Helena Paparizou, Molitva von Marija Šerifović, Believe von Dima Bilan? Die kamen jedoch allesamt nach Merci Chérie und zwar zwischen 2004 und 2008. Noch gar nicht so lange her also.

Aber auch Volare (nel blu dipinto di blu) kriegt jeder auf Anhieb hin, obwohl der Titel zwar beim Sanremo-Festival gross absahnte, beim ESC jedoch nur den dritten Platz belegte. Schnulz-schmelz ;-)


Ein Lied kennt jedoch jedes Kind: Lenas Satellite.


Der Song hat das gewisse Etwas, so wie Lena selber eben auch, wobei sie schon etwas Mühe bekundete, mit dem Urgestein des Fernsehens, Frank Elstner, adäquat, sprich: höflich umzugehen. Okay, der Frank macht aus einem Jahr gleich zwei, und das mag Frau natürlich überhaupt nicht. Schlechter Einstieg also! =D


Auch muss ich mich fragen, ob Katrin Bauerfeinds Parodie nicht noch einen Tick besser war:


Der Siegersong 2011 - Running Scared - wird wohl umgehendst in Vergessenheit geraten, ebenso wie hoffentlich auch das scheussliche Negligé der Leadsängerin Nikki!

Erfolgreichstes Land mit 7 Siegen war übrigens Irland, aber auch Israel konnte 3 Mal überzeugen, die Schweiz leider nur 1956 und 1988.

Sandra Studer - ihres Zeichens selber einst Teilnehmerin am ESC (1991) - sagte erst kürzlich in einem Interview, dass sie sehr-sehr-sehr gerne einmal die Finalsendung des Eurovision Song Contests moderieren würde, egal wie alt sie dann sei. Ich rechne, wenn überhaupt, mit 2050. Sandra wäre dann 81 Jahre jung und würde sicher noch einigermassen taufrisch aussehen, Maske sei dank. Das Motto könnte lauten: "Solar Ecstasy" oder doch eher "Pacemaker".

Viel besser fände ich jedoch, wenn die Schweiz sich ENDLICH aus dem Wettbewerb, der eigentlich keiner ist, zurücknehmen würde und sich auf wichtigere Dinge konzentriert, wie zum Beispiel.... die nächste Sendung von Giaccobo-Müller!

Montag, 18. April 2011

Edelweiss Shop Bern - CEO unbelehrbar!

Ei-Ei-Ei
Bellende Hunde beissen nicht.... meine Posts vom 1.3. und 4.3. sprechen für sich, aber nicht unbedingt für den Edelweiss Shop und dessen Inhaber/CEO Jean-Luc Bögli, der strahlende Kinderaugen nach wie vor über das Wohlergehen und die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu setzen scheint. Sein beissender Kommentar zeigt deutlich, wes Geistes Kind er ist.

Zunächst vermutete ich ja, dass er sich die Angelegenheit eventuell doch noch überlegen würde. Zumindest einmal hörte es sich fast danach an. Wie versprochen, blieb ich dran und will Ihnen jetzt einen direkten Eindruck der aktuellen Arbeitssituation in besagtem Shop geben.


Dieses nervtötende Gebell ertragen Böglis Leute klaglos morgens bis abends durchgehend, sprich: ununterbrochen, d.h. werktags Montag bis Mittwoch sowie Freitag 10 Stunden, Donnerstags deren 12 und am Samstag immerhin noch 9 Stunden. Nur am Sonntag herrscht Ruhe vor Ort.

Strahlende Kinderaugen sieht man kaum je. Ein einziges Mal habe ich dort kurz ein Mädchen stehen und in der Nase bohren sehen - ob vor Begeisterung oder aus was für Gründen auch immer.....



Ganz anders sieht es zur Zeit im LOEB-Schaufenster aus, wobei man sich schon fragen kann, ob die Hasen sich als Ausstellungsobjekte wohlfühlen. Allerdings sehe ich dort rund um die Uhr strahlende Kinderaugen, und zwar von Leuten zwischen 0 und 99 Jahren.



Die sind soooooooooo süss, auch wenn sie nicht aus Schokolade sind, und dazu noch so ruhig. Hunde gibt es übrigens auch, die bellen jedoch nicht, kommen aber aus dem Staunen fast nicht raus...

Freitag, 8. April 2011

Bob Gibbins lässt die Puppen tanzen....

busty, trusty, friendly, bendy... und ganz schön teuer!
Note: bitte keine Tattoos stechen lassen!!
.... derweil wohl seine Frau den eher praktischen Teil des Haushalts übernimmt.

240 lebensgrosse resp. lebensechte Gummipuppen nennt das Ehepaar Gibbins sein eigen, wobei man den Verdacht nicht loswird, dass es sich wohl eher um SEIN teures Hobby handelt. Wir sprechen von einem Schatz im Betrag von über £(ibra) 100'000, also Pfund Sterling, was in Schweizer Fränkli die stolze Summe von 149'375.70 ergibt (in T-€uromanier = 116'464.70).

Und wie gesagt, während Bob seinen anbetungswürdigen, teils grossbusigen Wonderwomen Käse- und Leberwurstbrote schmiert, individuell mal mit und mal ohne Senf, führt wohl seine Frau Lizzie den Staubsauger spazieren, was bei der Bewohnerdichte wohl nicht einfach sein dürfte. Hier ein kleiner optischer Eindruck!

Aber auch Shoppen liegt ab und zu drin, denn Bob schnappt sich zum Beispiel Patsy Wonderbra und geht mit ihr Einkaufen. Ist das nicht für jeden Mann ein absoluter Traum: Frau kann weder sprechen noch selbständig die Goldkarte zücken. Da kann man auch mal unter der Woche die Shoppingmeilen besuchen, zu Ladenöffnungszeiten!

Puppen- statt Affentheater also im Hause Gibbins. Hab mich bloss gefragt, wer die 240 Leberwurstbrote schlussendlich in sich reinstopft. Wohl die hauseigene Mülltonne?! Also wenn Mann spinnt, dann gründlich. Dann schon lieber tausend Paar Manolos!!!!!

Übrigens lebt Bob mit seinen 60 Jahren sexuell enthaltsam, zumindest was die 240 Dummies anbelangt. Und was seine Frau betrifft, da wollen wir es eigentlich gar nicht so genau wissen, stimmt's?


Ob sich Ihr und mein Göttergatte wohl auch lieber mit den Tücken des Gummi-Objekts herumschlagen würde, als mit Redeschwall, Widerspruchsgeist und Frauenlogik?

Dienstag, 1. März 2011

Edelweiss Shop Bern oder ....

einmal Klappse und kein zurück
... Hunde die bellen beissen nicht.

Mag ja stimmen, aber sie nerven!!!!!

Seit einiger Zeit gibt es bei der Haltestelle (Tram 9) am Zytglogge einen Edelweiss Shop. Edelweisse sind friedliche Erdenbürger, still und bescheiden. Als Alpenbewohner bevorzugen sie felsige Höhenlagen resp. die Ruhe und Erhabenheit, die im Gebirge herrscht. Das hat so gar nichts mit besagtem Souvenirshop zu tun.

  • Ob es sich bei der verkauften Ware um Schweizer Sujets "made in China" handelt oder ob einige Artikel tatsächlich aus Schweizer Produktion mit ebensolchem Qualitätsstandard handelt ist für mich nicht relevant.
  • Dass aus dem Eingangsbereich bei offener Tür jahraus-jahrein zwei rund um die Uhr kläffende Plüschköter meine Nerven in Anspannung versetzen, mag auch noch angehen, da die maximale Wartezeit vor Geschäftsschluss 15 Minuten beträgt.
  • Dass allerdings ein Geschäft sein Verkaufspersonal dieser nervtötenden Dauerbelastung aussetzt, finde ich unfassbar. Ob das arbeitsmedizinisch zulässig ist? Jedenfalls geht das nur, weil sich die eigentliche Geschäftsleitung wie es aussieht in Bülach befindet, also ausser Hörweite.

    Heute habe ich die Verkäuferin darauf angesprochen und sie meint auf die Frage, ob das nicht nerve: "Ja natürlich, aber was soll ich tun. Wir verkaufen die Dinger dermassen gut!" Das nenne ich Loyalität, echt. Ich würde es dort als Angestellte nicht eine Stunde aushalten, schon gar nicht ohne Oropax oder Valium, vor allem bei DEN Öffnungszeiten!

    Apropos "made in China": an der Nydeggasse 17 gibt es ein Geschäft, dass läuft erst wirklich gut, seit die Inhaberin, selber gebürtige Chinesin, sogenannte "Schweizer Souvenirs" - allesamt made in China - fast ausschliesslich ihren eigenen Landsleuten verkauft. Das nennt man "Wasser in die Aare getragen" und erst noch über lange Umwege. Es lebe der Tourismus!!

    Samstag, 15. Januar 2011

    RTL: Ich bin ein Star.... holt mich hier raus

    Abstrusia lässt grüssen
    Nach zwei Jahren Pause geht das RTL-Dschungelcamp in die nächste Runde. "Die Hölle öffnet ihre Pfoten" steht in den News zu lesen. Auf wen oder was sich das Wort "Hölle" jedoch bezieht und für wen eine höllische Zeit beginnt, ist sicher Ansichtssache.

    Wer mich kennt, weiss, dass ich keine Insektenfreundin bin und wohl vor Schreck tot umfallen würde, wenn ich auch nur eine Minute im Dschungel campieren müsste, und das sogar ohne die berüchtigten Dschungelprüfungen. Bei meiner Insektenphobie wäre es schon unerträglich, ruhig liegen oder sitzen zu bleiben, wenn ich auf meiner Pritsche Besuch von einem unbekannten Flugobjekt, einer Spinne oder Giftschlange erhalten würde, geschweige denn beim wichtigsten Tagesgeschäft!

    Dennoch tun mir bei dem vermaledeiten Fernsehformat nicht die Promis leid. Die werden für ihren Einsatz bezahlt und erhalten wieder etwas mehr mediale Aufmerksamkeit. Und geht gar nichts mehr, genügt ein Satz: "Ich bin ein Star (?!), holt mich hier raus".

    Die wirklich bedauernswerten Geschöpfe sind die Tiere, und die geraten ganz einfach in Panik, wenn so ein unbekanntes Riesenwesen seinen Schlund öffnet, sie zur Hälfte reinsteckt und mit den Zähnen festhält. Da sie das Drehbuch nicht gelesen haben, wissen sie nicht, dass sie die Prozedur nicht länger als 30 Sekunden aushalten müssen. Für sie geht es um Leben und Tod, und wenn sie dann in Ihrer Todesangst noch einen Saft absondern, eventuell zur Abwehr, machen sich die Moderatoren noch darüber lustig, dass "das Tierchen kotzt".

    Da fehlt wirklich jeglicher Respekt vor dem Leben. Die "Krone der Schöpfung" hat damit (und bedauerlicherweise nicht nur hier) eindeutig Grenzen überschritten, die unbedingt gewahrt werden müssten. Sendungen wie diese leben von der Schadenfreude und nähren die niedrigsten Charakteranteile des Menschen.

    Meines Erachtens müsste der Tierschutz hier wirklich endlich massiv durchgreifen, und zwar vor Ort, denn dieses Format läuft in verschiedenen Ländern, und wenn die Deutsche Staffel vorbei ist, beginnt vielleicht die Englische...

    Leider können die Tiere nicht reden, sonst würden sie bestimmt sagen: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", und zwar bevor jemand lustlos und voller Ekel - wie im Falle der Kängurus - auf ihren Hoden herumkaut. Die Kängurus merken davon zwar nicht mehr viel... sie sind bereits tot. Ganz anders die Mehlwürmer, Kakerlaken, Maden und anderen Tiere, welche beim Dschungeldinner bei lebendigem Leibe verspeist werden.

    "Mensch, mir graut vor dir"... würde Gretchen dazu wohl sagen. Die Hölle ist manchmal nicht aussen zu suchen....