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Samstag, 25. April 2020

Let’s Dance 2020: Ilka Bessin und die Netikette

Anständig bleiben bitte 🙏 Dankeschön
RTL setzt auch dieses Jahr besonders Motivierte und Nervenstarke jeweils Freitags stundenlanger Werbung aus, unterbrochen durch einige, teilweise höchst sehenswerte Tanz-Momente.

Die meisten Zuschauer schalten logischerweise wegen des Tanzens ein und nicht wegen Empfehlungen für Wimperntusche, Tampons, Intimrasierern, Smoothies oder was auch immer. Einige davon verstehen sogar etwas von Tanzen; das sind die Leittragenden, denn sie müssen Sachen über sich ergehen lassen, die für ein geschultes Auge nur schwer zu ertragen sind.

Jedes Jahr bekommt besonders ein Promi sein Fett weg, nicht nur physisch, sondern vor allem was Negativ-Kommentare bis hin zum Shitstorm anbelangt. Es sind dies - gut sichtbar - erklärte Nichttänzer. Und es läuft immer nach dem gleichen Muster ab: von der Jury die niedrigste Punktzahl, von den Anrufern weitergeschickt. Gute bis sehr gute Tänzer müssen die Show verlassen, weil sie von diesen Publikumslieblingen mit grosser Fanbase weggedrängt werden.

Man erinnere sich zum Beispiel an Ulli Potofski. Er schaffte es trotz schlechtester Wertung aller Zeiten sogar bis in Show 9. Oder letztes Jahr Kerstin Ott, eine liebenswürdige Person zwar, die leider wirklich nicht tanzen kann. Sie bat ihre Fans, sie nicht mehr weiterzuwählen und durfte in Show 5 endlich gehen.

In der aktuellen Staffel scheint diese undankbare Rolle Ilka Bessin übertragen worden zu sein. Ihre Fangemeinde scheint riesig zu sein und so hat sie denn gestern ihr Ticket für Show 9 erhalten. Zittern mussten dagegen die tänzerisch viel begabteren Laura Müller und Martin Klempnov, der dann letztlich seine Sachen packen musste.

Ilka sagte kürzlich, sie sei über die Hass-Kommentare im Netz schockiert. Sie wird aufs übelste beleidigt und beschimpft, was natürlich sehr verletzend und nicht leicht auszuhalten ist. Sie machte sich schon Gedanken, aus der Show auszusteigen. Allerdings ist wohl ein Handtuch-Werfen in den AVB’s nicht vorgesehen.

Die Kommentare hören/lesen sich schrecklich an. Ich frage mich immer, was für Leute dahinter stecken! Tut mir echt leid für Ilka. Allerdings sind ihre Performances leider wirklich keine Augenweide, aber sie hat wenigsten ihren Humor hinüberretten können. Sie hat dieselbe sympathische Berliner Schnauze wie einst die göttliche Grethe Weiser — aber eben, es geht bei Let’s Dance um TANZEN!

Wie schon mehrfach vorgeschlagen, sollte das Konzept überdacht und auch geändert werden. Zum Beispiel wie in Dancing on Ice, wo die Jury entscheidet, wer von den "Zitterern" die Show verlassen muss. Auch dürften die Zuschaueranrufe nicht gleich gewertet werden, wie das Voting der Juroren.

Eines ist sicher, Sieger*in wird jemand anderes werden. Nächste Woche, spätestens übernächste, wird für Ilka Schluss sein. Favoritenpaare sind wohl:

Lili Paul-Roncalli — Massimo Sinató
Tijan Njie — Kathrin Menzinger
Luca Hänni — Christina Luft
Moritz Hans — Renata Lusin

Lili hat gute Chancen, ist sie doch fleissig, bescheiden, sympathisch, begabt, tanzbegeistert und wird sogar von Frauen in den Kommentaren gelobt.

Tijan hat gute Moves drauf, wird von Motsi in den höchsten Tönen gelobt und kommt auch in den Kommentaren gut weg. Seine Partnerin ist dagegen nicht so beliebt bei den Leuten, also da könnte es hapern.

Luca Hänni ist sympathisch, gilt als Frauenschwarm, hat sich super entwickelt, kann Kritik annehmen und umsetzen, ist respektvoll. Er erntet damit viel Lob und lauter positive Kommentare. Viele finden sogar, er habe den Sieg verdient.

Moritz Hans ist eine coole Socke und wird auch so eingeschätzt in den Kommentaren. Seine Leistungen schwanken jedoch ein wenig zwischen überhängend und nicht schlecht. Manchmal ist er nicht ganz auf dem Takt, aber der hat ein Riesen-Potential! Er hat jedoch wohl nicht so viele Fans wie zum Beispiel ein Luca.

Läuft alles nach Programm, werden wir am 22. Mai mehr wissen. Es bleibt also spannend!

An der mangelnden Netikette, ob in Zusammenhang mit Let's Dance oder auch sonst, wird sich wohl so bald nichts ändern, leider!

Sonntag, 13. Mai 2018

#ESC 2018 - Gebührenzerstäubung von SRF ungebremst

Warum nicht wie die grosse Helene?
Die Gebührenzerstäubung auf SRF läuft auch nach dem Nein zu NoBillag weiter wie bisher. Nichts hat sich geändert. Wir hatten die Chance, einen Schlusspunkt zu setzen, haben sie aber nicht genutzt.

Warum versucht die Schweiz Jahr für Jahr mit verschiedensten Strategien, wenigstens einen Fuss ins Finale dieser Veranstaltung zu setzen? Geht es um spezielle Verträge, die wir einhalten müssen, über die wir nicht informiert sind?

Wie dem auch sei: in den meisten Fällen klappt es nicht mit Finale. Sind wir dann doch mal dabei, heisst es mit Garantie: Switzerland Zero Points.

Warum kupfern wir nicht etwas bei der grossen Helene ab. Sie zeigt uns nämlich mit grosser Regelmässigkeit, was die Massen lieben und wo der Knackpunkt liegt, sitzt, steht oder hängt! Notfalls nämlich sogar hoch über den Köpfen der Zuschauer, singend am Trapez.

Und wenn es schon nie klappt, warum um alles in der Welt hört man nicht auf die (längstens) Mehrheit der Leute, die seit Jahren einen Ausstieg aus diesem Zirkus fordern? Weder Ausstrahlungsrechte noch Teilnahme sind billig, vom übrigen Brimborium mal abgesehen. Da ist Moderator Sven Epiney geradezu ein Schnäppchen.

Wer dem Spektakel weiterhin beiwohnen möchte, kann dies auf schätzungsweise 25 bis 50 weiteren TV-Sendern tun. Man würde also niemandem etwas wegnehmen. Und die freiwerdenden Millionen könnten für wirklich interessante kulturelle Projekte eingesetzt werden.

Der letzte Schweizer-Sieg am Eurovision Song Contest feiert übrigens dieses Jahr 30jähriges JUBILÄUM. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Lassen wir also die Korken knallen.


Prösterchen

Sieger der Veranstaltung wurde übrigens Israel, dies bereits zum vierten Mal. 2019 pilgern Teilnehmer und Fans also nach Jerusalem. Frage in die Runde: WO GENAU IN EUROPA LIEGT ISRAEL? Meine sämtlichen (kläglichen) Geografiekenntnisse versagen hier.

Sonntag, 29. April 2018

#Let’sDance: 2006 - 2018

Let's Dance .... geht eigentlich um Tanzen
Ich liiiiiiebe Tanzen und halte deshalb Let’s Dance seit 2006 die Treue. Die Sendung hat sich jedoch im Laufe der Zeit dermassen verändert, dass ich mein Verhalten entsprechend anpassen musste.

Meines Erachtens steht eine Sendezeit von ganzen 3 Stunden für - wie gestern - 9 Tänze à 2 Minuten einfach in keinem Verhältnis. Klar, davor kommt meist noch ein Eröffnungstanz von ebenfalls 2 Minuten. Alles in allem sind dies knapp 20 Minuten Tanzen, der Rest ist Moderations-Blabla, Jury-Geplänkel und Werbung, Werbung, Werbung.

Genau genommen ist Let’s Dance mittlerweile zur Werbesendung verkommen, unterbrochen durch die oben erwähnten Unterhaltungssequenzen. Normal werden immer 2 Tänze gezeigt, gefolgt von 15 Minuten Werbung. Das hältst Du im Kopf nicht aus.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, die Werbepausen sinnvoll zu gestalten (Hausarbeit, Memoiren schreiben, Freunde anrufen etc.) oder auch gänzlich zu umgehen. Das geht ganz einfach. Man googlet nach der Sendung nachts mal kurz, wer raus ist, so hat man erst einmal seine Neugier gestillt. Am nächsten Tag schaut man sich die Tänze in aller Ruhe online an und switcht beim Video, das Gelabber der Jury umgehend, direkt zu der Punktevergabe. Eine super Möglichkeit haben Leute mit einer Replay- oder Aufnahmefunktion, wie ich sie seit ein paar Tagen geniesse. Sie schauen die ganze Sendung am Folgetag und überspringen alles Unnötige, Nervende. Die 3 Stunden reduzieren sich so auf 30 Minuten!

Nerven tun übrigens auch die vielen verletzenden Kommentare auf der Let's Dance Seite auf Facebook. Es ist einfach unglaublich, wie sich Leute im Web benehmen. So wird zum Beispiel momentan Judith Williams in einer Weise herabgemacht, die einem richtig weh tut. Meist sind es übrigens Frauen, und das Wort "stutenbissig" drängt sich auf. Müssen Frauen erfolgreiche Geschlechtsgenossinnen dermassen runtermachen? Ist wohl in den Genen drin und läuft unter dem Überbegriff: NEID. Auch Neumoderatorin Victoria Swarowski bekommt ihr (nicht vorhandenes) Fett weg. Nachdem man Sylvie Meis 7 lange Jahre auf den Mars gewünscht und gedisst hat mit Sätzen wie "schickt die Käsetussi nach Holland zurück", wünscht man sie sich jetzt plötzlich zurück, als wäre sie DIE Traummoderatorin schlechthin. Logik geht irgendwie anders.

Was die Jury anbelangt, fällt mir spontan das Wort "Kindergarten" ein. Wie sich Jorge, Motsi und Llambi benehmen, ist weder lustig noch unterhaltsam. Wenn dann Herr Hartwich noch Pausenclown spielt, dann ist Kühlschrank angesagt! Nervennahrung oder Nervenklinik, da fällt die Wahl doch leicht.

Am Schluss einer jeden Sendung muss jeweils ein Paar die Show verlassen. Und man kann eine Bank drauf wetten, dass es nicht das schlechteste, unbegabteste ist. Im Gegenteil, oft ist es sogar eines aus dem oberen Drittel, bei dem Promi und Profi nicht über eine so riesige Fanbase verfügen. Gestern hat Charlotte ihrem Namen entsprechend Würdig vom Tanzparkett Abschied genommen. Diejenigen, welche von der Jury und übrigens auch von mir auf den letzten Platz gesetzt worden sind, dürfen weitertanzen.

Leute, Let’s Dance: EIGENTLICH ginge es ums TANZEN!!!! Eigentlich! Gute Nacht!

Samstag, 4. Juni 2016

Let's Dance 2016: Victoria = Victory

V wie Victory 
Victoria Swarowski ist Dancing-Star 2016. An dieser Stelle erst einmal herzlichen Glückwunsch!

Wie früher im Eiskunstlauf standen die Plätze 1 bis 3 für die Jury bereits vor Beginn des Finales fest. Mein Grossvater war Preisrichter und hat mir erzählt, dass der Ausgang eines Wettbewerbs bereits feststand, bevor die erste Kuve das Eis berührte. Es brauchte dann sozusagen ein Wunder oder sehr viel Pech seitens des Favoriten, dass jemand anderes zum Sieger gekürt (wie sinnig in diesem Zusammenhang) wurde.

Anders als die Preisrichter konnten Jorge, Motsi und Llambi jedoch aktiv mit dem Zuschauer interagieren, konnten ihm also manipulativ zu verstehen geben, was die einzig richtige Entscheidung wäre. Llambi setzt dabei auf Fersen-Ballen-Geschichten und ausgetanzte Hände, Motsi wedelt sich schon mal die Tränen von den Wangen oder sprüht vor Begeisterung Funken und bei Jorge versteht man ohne Übersetzer meist sowieso nur Chica-Chica!

Wie das Publikum voten würde, war jedoch ebenfalls zu Beginn schon klar. Sarah Lombardi war die Gewinnerin der Herzen. Sie hat zudem die allergrösste Entwicklung gemacht. Mit ihrem Contemporary hat sie wirklich jeden geflasht und sogar Motsi zum Erröten gebracht. Nach jedem ihrer Tänze standen die Zuschauer wie eine Eins. Sarah ist eine ganz tolle, starke Frau mit einer unglaublich schönen Ausstrahlung, die vielleicht dank Let's Dance jetzt voll zu sich steht und ihre Weiblichkeit und ihre ganze Liebe - und davon hat sie viel - in jede ihrer Bewegungen hineinbringt.

Jana ist ein sehr feinsinniger, spiritueller Mensch. Das hat nichts mit ihrem Yoga zu tun, sondern liegt in der Tiefe des Wesens. In ihrem Zusammenhang waren die sogenannten "Haters" am aktivsten und ich frage mich manchmal, wie man als HSP (hochsensitive Person) mit so einem Shitstorm umgeht. Wohl einfach, indem man Augen und Ohren verschliesst, nur so schützt man sein Herz.
Jana hat ausgezeichnet getanzt, wobei sie oft ein wenig zu hoch benotet wurde, wohl aus taktischen Gründen. Bei Kicks z.B. ist es schwierig, auf dem Punkt und im Takt zu bleiben, wenn zu viel Spannung in den Beinen ist. Das könnte jedoch auch an den blöden High Heels liegen, denn da sind die Beine logischerweise etwas mehr durchgestreckt als in flachen Schuhen.

Victoria ist eine sehr schöne, fröhliche, liebenswerte Frau mit genügend Erdung, Tiefgang und Power ohne Ende. Die hat sich sowas von reingehängt und angestrengt. Unglaublich. Bereits ziemlich am Anfang der Staffel wurde klar: sie schafft es bestimmt ins Finale. Trotz gebrochener Rippe, die man ihr nicht allseits abgenommen hat, blieb sie am Ball und hat Jury und Publikum gleichermassen begeistert.
Dann kam der Moment, wo die Sympathien der Zuschauer fast kippten: Victoria erhielt auffallend viele Zehner, erstaunlicherweise auch aus Llambis Ecke. Schon wurden die ersten Stimmen laut, die Familie Swarovski hätte die Jury gekauft. Das ist insofern tragisch, als Victoria doch uns allen zeigen wollte, dass sie selber jemand ist, dass sie tanzen und alles schaffen kann, was sie sich vornimmt. Sie tanzte wirklich ausgezeichnet, wobei auch sie manchmal mit etwas Beinsteifigkeit zu kämpfen hatte. Victoria hat meines Erachtens verdient gewonnen!

So setzte die Jury:
1. Victoria
2. Jana
3. Sarah

Darauf beharrten offenbar die Zuschauer:
1. Sarah
2. Victoria
3. Jana

Als Jana gehen musste, wurde das spätestens klar. RTL machte dann noch etwas auf Spannung, aber rechnerisch gesehen KONNTE nur noch Victoria gewinnen (s. oben). Deshalb war die Verzögerung einfach nur lächerlich! 

Trotz allem: ich bin wohl nächstes Jahr wieder mit dabei; und Sie?

Sonntag, 22. Mai 2016

Die Tränen der #Ekaterina #Leonova

Das AUS für Ekat und Julius
Die Tränen der Ekaterina Leonova ... WoW, was gäbe das für einen Buchtitel. Man lasse sich den mal genüsslich auf der Zunge zergehen!

Gestern Abend stand wieder ganz im Zeichen von Let's Dance. Seit ich mir angewöhnt habe, die lästigen Werbepausen zu nutzen, um ebensolche, anstehende Hausarbeiten zu verrichten, bin ich wieder mit dabei. Es hat übrigens für Küche und Bad gereicht, bei drei Küchenschränken gar für die Frühjahrsreinigung …. Juhuuuu.

Die verbleibenden 5 Paare des Viertelfinals waren echt stark. Es gab wohl noch nie eine Staffel mit so vielen guten Promis. Victoria Swarowski zeigt uns allen, dass man sich nicht auf einem berühmten Namen ausruhen muss und schon gar nicht darauf reduziert werden sollte. Als erste überhaupt holt sie mit ihrem Partner Erich Klann 60 Punkte für zwei Tänze. Jana Pallaske zeigt nebst einer beachtlichen Leistung auch ihre verletzliche Seite. Sarah Lombardi erfreut des Zuschauers Auge mit zunehmend tänzerischem Können und ihrem einnehmendem Wesen, Erich Stehfest harmoniert perfekt mit seiner Tanzpartnerin Oana Nechiti, eine der besten Profi-Tänzerinnen vor Ort mit Beinen, die einem vor Neid erblassen lassen und dann war da natürlich Ekatarina Leonova - genannt Ekat - die Hammerfrau an Seite des Promis Julius Brink, der nichts mit Musik sondern mehr mit Sport zu tun hat.

Nebst einer Einzel-Choreografie zeigen die Paare erstmals einen Fusion-Tanz. Und da passiert es. Ekat und Julius werden angekündigt und gehen strahlend in Startposition. Plötzlich ein Kameraschwenk und ich sehe Ekat mit Tränen in den Augen …. vor dem Fusion-Tanz. Auch bei der Bewertung kann sie nicht aufhören, still vor sich hinzuweinen.

So verwundert es nicht wirklich, dass die beiden letzendlich die Show verlassen müssen. Trotzdem fragte ich mich und frage mich immer noch: wie kommt es, dass Ekaterina's Stimmung so plötzlich kippte? Eines war klar: sie wusste VOR der Performance, dass es ihre letzte in dieser Staffel sein würde.

Bei mir selber wundert mich solches nie, wusste ich doch vor Beginn der gestrigen Sendung, dass Julius gehen musste. Ich sehe das jeweils in der Energie (kann ich nicht erklären). Dass Ekat über dasselbe Talent verfügt, kann ich fast nicht glauben.

Eins ist sicher: die Jury hat sich bereits seit längerem festgelegt, wen sie in der Finalshow haben will. Erich Stehfest war zu Beginn ihr Liebling; jetzt sind es Victoria Swarowski und Jana Pallaske. Ganz klar wurde auch, dass sie eigentlich Sarah gestern raushaben wollten, was aufgrund der starken Fanbase des einstigen 'Engels' nicht zu regeln war. Allerdings fand ich es mehr als fies, wie schnell die Jury es schaffte, der jungen Frau ihre Freude an der gelungenen Performance zu nehmen bis auch sie in Tränen ausbrach.

Die Jury kriegt für ihre Bewertungen von mir eine nett gemeinte 3, was nicht zuletzt auf den leidigen Llambi zurückzuführen ist. Die Frage bleibt: warum weinte Ekat bereits VOR ihrem letzten Auftritt respektive: geht alles mit rechten Dingen zu bei RTL? 

Könnte Jan Böhmermann nicht ein paar Kameramänner, Techniker oder gar Promis bei Let's Dance 2017 einschleusen? In diesem Sinne: Gute Nacht!

Freitag, 13. Mai 2016

ESC 2016: Rykka's Squats vs. Marilyn's Sexappeal

what a difference!
Im Februar 2016 fällt die Entscheidung per Zuschauervoting: Rykka fährt für die Schweiz zum Eurovision Song Contest. Warum kann sie sich damals gegen die Konkurrenz durchsetzen? Genau: Marilyn! Das grosse Sehnen …..



….. M a r i l y n …..

Schmelz, WoW-Alarm …. einfach umwerfend!

Und dann gestern die Enttäuschung, vor allem auf den Gesichtern derjenigen, die seinerzeit für Rykka gevotet hatten. Blaue Haare, rauchende Achselhöhlen und Squats-Squats-Squats als inspirierte Choreo von Rafael Antonio. Der meint, Rykka sei eben eine eigentständige Künstlerin, die sich gut auf der Bühne bewege (???) und authentisch sei im Sinne von: ich bin wie ich bin. War das jedoch die richtige Einstellung, einen Auftrag zu erfüllen und unser Land zu vertreten oder war das einfach ein RIESEN EGOTRIP auf Kosten der Schweiz?

Hmmm …. für all diejenigen, die für das Gesamtpaket "Marilyn" abgestimmt und dafür die authentische Mogelpackung Rykka erhalten haben, dürfte dies eine herbe Enttäuschung gewesen sein. Für alle, welche eh seit Jahren dafür wären, dass die Schweiz sich ENDLICH nicht mehr am ESC lächerlich macht, eine weitere Frust-Ration.

Hier die beiden Auftritte im Vergleich:




Sehen Sie den Unterschied? Meines Erachtens sind ja weder der Song noch die Stimme herausragend. Trotzdem stellt sich heute jeder hier im Lande die Frage: 


Wo war Marilyn?

Man stelle sich vor, Lena Meyer-Landrut hätte nach Ihrem Sieg in der Vorausscheidung in Deutschland ihr Styling total umgedreht und wäre in Oslo im "Weil-Sie-es-sich-wert-sind"-Look angetanzt (Lena wirbt heute offiziell für diese Marke). Der Satellit wäre noch vor dem Abschuss untergegangen und Deutschland ebenso blöd dagestanden wie die Schweiz jetzt …. und das grosse Wunder wäre NIE passiert. 

 Mir ist das alles relativ egal, schaue ich die Sendung längst nicht mehr. Das einzige was mich ärgert: ich muss mich indirekt finanziell beteiligen, ob ich will oder nicht. Ich glaub, ich brauch grad mehr als eine Tafel Schokolade! Gute Nacht!!

Mittwoch, 3. Juni 2015

DSDS: nach Severino = Deutschland sucht den Supergangsta?

Wie wär's mit einem Gangsta-Rock à la Bohlen?
Der Diddäää hat ein Superhändchen, sagt man. Die Frage ist einfach: worin? Menschenkenntnis jedenfalls scheint nicht seine Stärke zu sein.

DSDS steht schon lange nicht mehr auf meinem TV-Wunschkonzert. So liess ich auch alle Folgen von Staffel 12 aus. Einzig ins Finale habe ich kurz vor Schluss mal reingezappt und staunte nicht schlecht, dass der Drittplazierte Italiano, von welchem man bei Punkt12 noch so geschwärmt hatte, bereits ausgeschieden war.

Ein junger Mann schmetterte gerade aus voller Kehle einen typischen Bohlen-Song, wohl das Siegerlied. Seine Ausstrahlung machte mich stutzig. "Nein", sagte ich zu Martin, den das gar nicht interessierte, "so einer wird Superstar, der sieht richtig unehrlich aus, ganz schlechte Energie, das gibt's doch nicht!". Damals wusste wohl noch keiner von Severinos Vergangenheit, ausser er selber natürlich. Hätten die Zuschauer es vorher erfahren, hätte man wohl seitens der Jury auf die Tränendrüsen gedrückt und so hätte sich am Resultat eh nichts mehr geändert. Ich hoffte also, dass die Frau gewinnen würde, aber nein!

"Sind die Menschen eigentlich blind" fragte ich ins leere Wohnzimmer, denn Männiglich hatte sich vor den PC verzogen.

Heute erfahre ich, dass RTL die Zusammenarbeit mit dem Sieger einstellen wird. Severino wird ab dato keine weitere Plattform auf seinem Heim-Sender mehr bekommen. Er wurde soeben wegen Betruges verurteilt zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung. Wenn ich es recht verstanden habe, kann er die halbe Million Siegesprämie behalten und davon praktischerweise gleich 100'000 Euro zur Wiedergutmachung einsetzen. Wie ist es wohl mit dem Titel?

Er ist nicht der einzige erfolgreiche Kandidat mit krimineller Ader. Menowin Fröhlich, anno 2010 Zweitplatzierter hinter Mehrzad Marashi, wohnte mehr als einmal im Knast. Auch Mark Medlock, der Sieger von 2007, der übrigens eine super Stimme hat, fiel nicht immer durch letztere auf, sondern auch ganz oft durch Negativschlagzeilen. So wurde er zum Beispiel mehrfach wegen Körperverletzung und Beleidigung angezeigt und verurteilt.

Googlet man ein bisschen rum, stösst man noch auf weitere Kandidaten, welche schon mit der Justiz Erfahrung gemacht haben (z.B. Adrian Bujupi, Thomas Karaoglan). Wäre da nicht Strahlefrau Beatrice Egli, müsste man die Show wohl umbenennen in "Deutschland sucht den Super-Gangsta" und Dieter würde in Bohlenmanier einen "Gangsta-Rock" aus dem Ärmel zaubern.

Apropos unsere sympathische Schweizer-Gewinnerin: Dieter soll kürzlich einer Möchtegern-Kandidatin (eine Leider-Nein) gesagt haben, dass bei ihr im Gegensatz zu Beatrice Egli alles stimme, auch die Figur ... schade, dass sie nicht singen könne. Wenn ich eine CD anhöre, dann ist für mich die Musik wichtig und die Stimme! Ich nehme an, das geht Ihnen genau so, oder?

Freitag, 6. Juni 2014

Let's Dance 2014 - leider schon wieder Geschichte

mein Kalenderblatt Mai 2014
zufällig Let's Dance
Let's Dance 2014 war echt toll, nicht zuletzt dank Alexander Klaws, der uns gemeinsam mit seiner charmanten Partnerin Isabel Edvardsson immer aufs Neue verzauberte. Er war meines Erachtens der beste männliche Kandidat, den die Show je hatte, wobei im "Punktedurchschnitt pro Tanz" Wayne Carpendale bei den Männern die Nase vorne hat (s. Wiki). Allerdings kann das mit der im Laufe der Jahre stets wechselnden Besetzung der Jury zusammenhängen. Llambi war die einzige Konstante, leider möchte man fast sagen.

Dieser Juror - und Schreck aller Kandidaten - hat es sich mittlerweile zur Hauptaufgabe gemacht, zu polarisieren, sich selber darzustellen und in den Vordergrund zu rücken. Er vertritt sozusagen die "Marke Joachim Llambi", egal was es kostet und wie viele Tränen deswegen fliessen. Jedes Jahr kommt er eine Spur eingebildeter daher. War er zuerst einfach ein harter Brocken, der nur selten über eine 2 oder eine 3 gab, teilt er jetzt gerne aus mit einer Kritik, die eher im Persönlichen angesiedelt ist als im Bereich Tanztechnik. Als Juror muss man den Unterschied zwischen einer sachlichen und einer persönlichen Kritik kennen und anwenden können (hier einige Beispiele). Vielleicht tut Llambi das ja und setzt ganz bewusst auf der persönlichen Ebene an. Und um die Aussagen vor allem seiner Jurykollegin Marbuse zu minimieren, spricht er sie - wie auch oft die weiblichen Kandidaten - häufig mit einem herablassenden "mein Hase" an. Ein absolutes No-Go Herr Llambi!

So bin ich denn wohl nicht die einzige, welche sich ein Let's Dance 2015 sehr gut ohne ihn vorstellen respektive sogar wünschen würde. Die Show ist gut genug und braucht nicht auf Witziges zu setzen, das zudem überhaupt nicht witzig ist. Gags auf Kosten anderer geht gar nicht.

Mit einem "Punktedurchschnitt pro Tanz" von 33,17 (Alexander hatte 26,79) hält übrigens Sophia Thomalla mit Tanzpartner Massimo Sinató den absoluten Rekord. Auch beim Weihnachts-Special 2013, als sie im Finale gegen Magdalena Brzeska antrat, lag Sophia im Durchschnitt mit 28,4 höher als letztendliche Gewinnerin (27), welche aus für mich nicht ersichtlichen Gründen den Titel holte. Meines Erachtens war und ist Thomalla die Beste aller Kandidaten von Let's Dance ever!

Verglichen mit dem amerikanischen Pendant "Dancing with the Stars" ist das meiste, das wir in der deutschen Ausgab sehen, nicht unbedingt vergleichbar. Aber schauen Sie doch gleich mal selber; zum Beispiel Nicole Scherzinger mit ihrem Partner Derek Hough - beide ganz fantastische Tänzer. Viel Spass - es lebe das Tanzen - Let's Dance!

Donnerstag, 15. Mai 2014

ESC 2014 .... alles Wurst oder was?

Rise like a Phoenix
ESC-ape the rules ... sei anders, auffallend, glamurös und doch kraftvoll. Wer den Eurovision Song Contest gewinnt ist eh Wurst, diesmal sogar Conchita Wurst. Und wie beim gleichnamigen Nahrungsmittel weiss man auch in ihrem/seinem Fall nicht genau, was drin steckt in der Pelle - aber das ist ja fast bei uns allen so ;-)

Ich vermutete schon am Donnerstag, wie die ganze Chose ausgehen würde. Wie immer habe ich mir die Veranstaltung jedoch nicht angetan und erfuhr erst am Sonntag abend zufällig, dass meine Prognose richtig war. DragQueens sind eigentlich gar nicht mein Ding. Dennoch kam man seit Samstag nicht umhin, das eine oder andere Interview mit Conchita/Tom zu sehen, und wen und was ich da sah, hat mich echt positiv überrascht. Eine total sympathische Person, die zudem noch singen kann und eine tolle Performance hingelegt hat. Umso weniger kann ich die krassen und verletzenden Äusserungen verstehen, die so zahlreich das Netz verschmutzten und die angeblich sogar bis hin zu Morddrohungen gehen.

Ich wünsche mir sehnlichst eine offenere Welt, in welcher wir miteinander liebevoll umgehen und uns den Spruch zu Herzen nehmen: "behandle andere so, wie du selber gerne behandelt werden möchtest".

Gar nicht Wurst war der Schweiz übrigens, dass unser Teilnehmer äh... öh.... hmm.... Sebalter es auf den 13. Platz geschafft hat. Wie erst jetzt veröffentlicht wurde, hätte es aufgrund des Televotings und ohne Berücksichtigung der Jurystimmen gar für Platz 7 gereicht ... aber eben, das ist ja nun wirklich: WURST und zudem Schnee von gestern - passend zum Wetter!

Und hier der Siegersong für alle, die ihn noch nicht kennen:


Dienstag, 4. März 2014

GNTM 2014 .... neue Töne in alten Schläuchen (all you can eat!)

all you can eat … ohne Rücksicht auf Verluste?
Denkste!!!!
Heidi isst !!!!!!!!!!! Ja genau, die Klum, und erst noch ohne Rücksicht auf Verluste respektive in diesem Fall Gewinne!

In der neusten Staffel von "Germany's next Topmodel" zeigt sie uns allen: ICH schnabulier mal dies, mal das, und alles mit ansehnlich viel Kalorien, aber ohne Konsequenzen für meine Figur: Döner, Pizza, Eisbecher ... lauter gesunde Sachen halt. Zudem schickt sie zwei klapperdürre Möchtegernkandidatinnen mit den Worten nach Hause: "Du bist zu dünn!". Ganz neue Töne, und trotzdem: die Mädchen sind auch in diesem Jahr vor allem eines: superschlank!

Was mir sofort auffällt: keine ist so wirklich der Hingucker. Wieso das denn? Irgend einer online-Zeitung entnehme ich, dass wohl dieses Jahr nicht so viele Mädchen zu den Castings gepilgert sind. Leere Hallen? Tja, dann muss man halt nehmen, was man kann, notfalls klappert man die Schulen ab.

Kandidatin Anna ist übrigens ein krasses Beispiel dafür, was unsere Kieferorthopäden den lieben langen Tag mit Jugendlichen machen, wenn sie sich ihre Lachsbrötchen verdienen. Was immer noch nicht überall durchgedrungen ist: solche Eingriffe können fatale Folgen für unseren Körper haben. Selbst Zahnarzt-Victim könnte ich eine ganze Enzyklopädie füllen mit meinen Erfahrungen. Aber die Mädels von GNTM sind nicht so kompliziert. Notfalls nehmen sie ihre Zahnapparate für die Dauer der Sendung raus.

Die Jury wurde "bereichert" (?) mit Wolfgang Joop, der immer mal wieder durch Abwesenheit glänzt, und wenn er denn schon mal da ist, stündlich die Klamotten wechselt und so den ganzen Betrieb aufhält. Er wirkt neben Thomas und Heidi wie ein Exot und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Teamgeist nicht unbedingt seine Stärke ist. Das Zeichnen und Skizzieren dagegen schon; seine Zeichnungen der Kandidatinnen waren echt toll! Gelernt ist eben gelernt!

Meine absolute Lieblingssendung war ja immer das Umstyling. Da nahm ich jeweils sogar die häufigen, zirka 20minütigen Werbeunterbrechungen gerne in Kauf. Dieses Jahr wurde den Kandidatinnen jedoch offenbar bereits am Vorabend mitgeteilt, was man mit ihren Haaren vorhatte. Das waren geschätzte 8 Stunden Vorsprung im Heulen. Dadurch war auch der ganze Pepp raus. Und ehrlich gesagt: so gross waren die Unterschiede vorher-nachher nun auch wieder nicht.

Tja, es ist eben immer dasselbe: Shootings in schwindelerregender Höhe, mit wilden Tieren, mit mehr oder weniger wilden Kerlen, ab und zu ein Schaulaufen, ein Casting. Man spielt mit Gefühlen wie Angst und Ekel, dem Neid der Besitzlosen auf diejenigen, welche einen interessanten Job ergattern konnten sowie jede Menge Stuten- respektive Fohlenbissigkeit. 
L a n g w e i l i g, das fand sogar Aminata zum Kotzen, übrigens in schwindelerregender Höhe, hängend an einem Strauss Luftballons. Aber sie hatte ja laut eigenen Angaben nur zuviel gegessen. Offengelegte Bulimie?

Eines ist sicher: würden Models tatsächlich so viel futtern, wie uns dieses Jahr vorgemacht wird, dann sähen die Mädels in ihren futuristisch anmutenden Körperkondomen (mit eingebauter Burka - Sendung 4) wohl alsbald ganz anders aus; man erinnere sich: die goldenen Gummidinger legen jedes noch so kleine Knubbelchen und Wabbelchen frei! Wie sangen die Beatles doch so schön: "Wabbeldi-Schwabbelda - life goes on, YEAH"!

GNTM 2014, eine von Unterhaltungssequenzen unterbrochene Werbesendung (Emmi Chai Latte, Venus, McDonalds, Caotina), eine Mischung von "all you can eat", "yummy yummy",  junggebliebener (?) Model-Mummy mit Quengelbande und einigen Quotenstars. Für mich war's das wohl definitiv für dieses Jahr.

Zum Schluss noch Heidi Klums Burgerwerbung. Wie manche Stunde hat sie nach nur einem Drehtag wohl trainieren müssen, die Arme (-: samt Bauch und Beinen! :-) ..... dann doch lieber ein Luftballon-Flug àlà Aminata! Aber ehrlich: finden Sie die moderne Mrs. Robinson wirklich sexy?

Mittwoch, 5. Juni 2013

Let's Dance 2013 - eigentlich mit zwei Siegerpaaren!

Was für ein Paar - was für eine Entwicklung!
Letzten Freitag war es soweit: Finalstimmung auf dem Tanzparquett. Trotz der auf RTL stets unzumutbar langen Werbeunterbrechungen MUSSTE ich einfach schauen. Die beiden Paare waren ziemlich gleich auf, was einen spannenden Abend versprach.

Zu Beginn der Staffel hatte Sila Sahin die weitaus besseren Karten und galt denn auch lange als Favoritin. Sie erinnerte vom Wesen her an eine Ballettelevin. Entsprechend diszipliniert trainierte sie denn auch, erlaubte jedoch wenig Einblick in ihre jeweilige Gefühlssituation.

Ganz anders Manuel Cortez: gleich zu Beginn hatte ich den Eindruck, einen sehr tiefgründigen Menschen zu sehen, wohl auch oft schwankend zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Ein wahrhaft leidenschaftlicher Mensch, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Unglaublich, welche Entwicklung er in den paar Wochen gemacht hat, und das nicht nur tänzerisch!

Auf seiner Homepage steht der Satz: "Im Leben geht es nicht darum, sich vor dem Sturm zu verbergen, es geht darum, zu lernen im Wind zu tanzen!"

Tänzerisch wurde denn auch einiges geboten an dem Abend. Sila und Manuel mit ihren beeindruckenden Partnern berührten mich gleichermassen. Ihre Performances hätten unterschiedlicher nicht sein können, waren aber gleichermassen perfekt. Nach den drei Tänzen war von Juryseite her alles klar: beide Paare hatten 82 Punkte, zu recht wie ich meine. Die Entscheidung lag also beim Publikum.

Lustigerweise wusste ich schon zu Beginn des Abends, dass es diesmal Manuel und Melissa sein würden. Es war einfach so ein Gefühl, obwohl ich noch nie eine so berührende, authentische Sila gesehen habe, wie im Finale. 50,6 zu 49,4 .... knapper kann ein Resultat kaum sein. Für mich ein Zeichen, dass auch die Zuschauer es sahen wie die Lambi, Marbuse und Gonzalez: es gab eigentlich zwei gleichwertige Sieger bei Let's Dance 2013. Herzlichen Glückwunsch!

PS: Ist es nicht einfach wunderbar, mitverfolgen zu können, wie das intensive gemeinsame Training aus Tanzpartnern im Herzen ganz fest verbundene Freunde macht! Könnte man diesen Ansatz nicht nutzen für mehr Frieden in der Welt?

Freitag, 9. November 2012

The Voice of .... fucking Commercials!

DIE Dauer-Werbesendung des Deutschen Fernsehens
Un-fucking-fassbar nervtötend, un-fucking-believable zeitraubend und schleppend. Ich spreche hier weder von den sympathischen Coaches noch von den begabten Sängern von „The Voice of Germany“. Mir reicht es einfach langsam - oder eher schneller - dass mehr und mehr auf Dauer-Werbesendungen gesetzt wird, welche von einem eigentlich interessanten Programm zwischenzeitlich kurz unterbrochen werden. So braucht es für ein paar wenige Battles über 2 ¼ Stunden.

Ich bin übrigens nicht die einzige, denen der Dauer-Werbestress auf den Sack geht. Auf Facebook melden zahlreiche User, die meine Meinung teilen. 


3 Statements von vielen Gleichlautenden
Leute, ich sage Euch, letztendlich geht Eure Rechnung nicht auf. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Ich habe längst ausgeschaltet und besseres zu tun, obwohl ich eigentlich solche Beiträge gerne sehen würde. Schade um den eigentlich genialen Ansatz und die guten Leute. 

Rat an die Programmverantwortlichen: Lasst Euch da ENDLICH mal was einfallen!
Rat an die Werbenden: Spart Euer Geld .... schaut eh keiner an!

Dienstag, 24. April 2012

DSDS 2012 Finale - Eltern dringendst gefragt .....

Drink oder Milchschnitte?
.... nicht zum Mitschauen, sondern als Sponsoren!

Über 13-jährige bekunden echt Mühe, sich das Format "Superstar"-Suche 2012 anzutun; das war in der ersten Staffel noch anders. Wohl mit ein Grund, dass alle drei Halbfinalisten zu jung waren, um nach 23 Uhr noch auf der Bühne zu stehen? Da wurde RTL-seits sogar kurzfristig die ursprüngliche Vorgehensweise angepasst und die Entscheidung gleich an den Showteil angehängt. Bis 2013 wird dann wohl eine Gesetzesänderung dafür sorgen, dass selbst Babys zeitlich unlimitiert Bühnenpräsenz zeigen dürfen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Da ich Bohlen trotz Tränenkanal Bruce an seiner Seite einfach nicht mehr vertrage, habe ich von DSDS 2012 wenig bis nichts mitbekommen, aber 2 Berner im Halbfinale, das fand ich schon nicht schlecht, und so "fieberte" ich die letzte halbe Stunde per iPad mit.

Wäre ja echt ein Witz gewesen, wenn die beiden Helvetier gleich noch das Finale bestritten hätten. Nach Jessies Rauswahl wird Deutschlands neuer Superstar jedoch nur vielleicht aus der Schweiz kommen!

Poor Jessie Ritch! Der einzige eigentliche Sänger weg .... da hat man nur noch die Wahl zwischen Negroni (klingt nach Salami oder dem berühmten Cocktail aus Gin, Campari und rotem Wermut) und Zuckerschnittchen Luca. Daniele wird alsbald wohl Anwärter für eine Stimmband-OP sein, denn seine "Gesangstechnik" ist nicht für längere Einsätze geeignet und Luca sieht zwar aus wie ein Teenie-Schwarm, ist gesanglich aber, eher unteres Mittelmass respektive mittleres Untermass!

Wie man unschwer feststellen darf, geht es bei DSDS auch dieses Jahr nicht ums Singen. Wenn aber das Aussehen so stark gewertet wird, dann MUSS "unser Lücu" einfach gewinnen. Er hat ganz einfach das perfekte BRAVO-Gesicht.

Na Bravo, da werden wohl die Eltern unserer Kleinsten grosse Augen machen, wenn die nächste Handy-Rechnung eintrifft. Aber für Luca greift man doch gerne tief in die Taschen, oder? Wobei, bei der trinkfesten Jugend heute hat Daniele echt das Zeug zum Superstar!

Donnerstag, 19. April 2012

Let's Dance 2012 - was bewegt wirklich

Tanzen oder doch Nebengeräusche (rumors)?
Seine Schuhe sind abendfüllend ..... zirka Grösse 56; ebenso gigantisch ist sein Humor. Der Al Bundy-Klon Lars Riedel, der einzige Mann, der sogar im Stehen aus dem Takt kommt, ist echt eines der Highlights von "Let's Dance 2012", wenn auch nicht in Sachen Tanzen.

Aber geht es überhaupt um Tanzen? Sind nicht vielmehr die Geschichten am Rande von Interesse für die Öffentlichkeit?

Das wird sich wohl auch Mandy Capristo gedacht haben und so hat sie sich in den geschätzen 90 Sekunden auf dem Parkett gleich dreimal umgezogen respektive umziehen lassen. Ich fragte mich zudem, weshalb sie sich wohl zu Beginn und zum Schluss ihrer Performance hinter ein Mikrophon stellte, ohne auch nur einen Ton erklingen zu lassen. Kaum Tanz und jede Menge Firlefanz, der die hohen Erwartungen des Publikums zunichte machte! Da half selbst die Ähnlichkeit mit Jennifer Lopez nicht mehr.

Haben sie oder haben sie nicht? Rebecca Mirs Antwort auf diese konkrete Frage fiel einigermassen abstrakt aus. Gottseidank dass es Gesichtsmasken gibt - das Outfit machts möglich: "Mein Ex-Freund und ich haben uns vor Wochen getrennt. Das hatte viele Gründe, aber nicht Massimo. Wir haben viel Spass miteinander .... beim Tanzen." Aber diese belegten Stimmbänder!!!!

Okay, vor zwei Jahren unterstellte man dem Ent-Zückerchen und herausragendsten Profi von Let's Dance bereits eine heisse Affäre mit Sophia Thomalla, der einzige Frau übrigens, die Lambi jeh eine volle 10 entlockt hat. Er hat ihr das Ding sogar geschenkt, ansonsten hätte der stinkige Juror das Schild wohl irgendwann als ungebraucht über E-Bay verkaufen können.

Sophia und Massi kriegten damals viermal die 10 .... die beste Wertung ever. Solches wird Massi wohl mit Becky, die im Becken zumindest auf der Tanzfläche manchmal noch etwas holzig ist, nicht erreichen. Und ob es reicht, mit Knistern allein gute Kandidatinnen wie zum Beispiel eine Magdalena Brzeska oder Stefanie Hertel zu überflügeln, ist zweifelhaft. Und wer weiss, vielleicht geht die Rechnung sowieso nicht auf und am Schluss gewinnt doch Sympathieträger Patrick Lindner oder eben Schuhgrösse 56 Riedel!

Aber eben: unerreicht bleibt unerreicht und so wünsche ich Ihnen allen noch einmal Gänsehaut pur mit dieser Traumleistung aus dem Jahre 2010 ..... nur das Abspielen bei Clipfish hat leider so seine Tücken! Hoffe es klappt - viel Spass =)



Mittwoch, 11. April 2012

GNTM 2012 Finale - es kann nur eine geben!

LUISA ist die richtige =)
Germany's next Topmodel .... klar, dass ich mal wieder schaue, obwohl der Gähnalarm das Ruder fast vollständig übernommen hat.

Es ist wie immer, Zickereien, Streitereien und jede Menge Neid, vor allem, wenn ein so gutaussehendes, sympathisches und begabtes Mädchen wie Luisa mit dabei ist. Sie ist mir von Anfang an aufgefallen, nicht zuletzt wegen einer beinahe unheimlichen Ähnlichkeit mit Lena Gercke, der Siegerin der ersten Staffel, die sich übrigens auch heute noch nicht über Arbeitsmangel beklagen muss.

die Ähnlichkeit ist frappierend
Faszinierend ist jeweils die Rollenverteilung. Es ist ein wenig wie im Theater. Oft sind es dieselben Gesichter oder Charakteren, wie in den vorangegangenen Staffeln, nur die Namen sind anders. Sarah-Anessa zum Beispiel sah vor dem Umstyling fast ein wenig aus, wie Jana Beller, die Vorjahressiegerin. Vielleicht fiel deshalb die blonde Mähne einem krassen Umstyling zum Opfer .... Sarah-Anessa ist jetzt dunkelhaarig. Wir erinnern uns: das Unternehmen Klum und die Beller - nicht wirklich ein Herz und eine Seele!

Spätestens anlässlich der Fashion-Week in New York wurde jedenfalls offensichtlich, wie es mit meiner Favoritin weitergehen könnte. Die Profis haben Luisa's Potential ebenfalls entdeckt, wenn diese auch noch etwas schüchtern wirkt. Luisa IST ein Model, sie braucht keines mehr zu werden. Und dass sie auch einstecken und charmant auf die Zähne beissen kann, hat sie uns bewiesen. Wie einst die bösen Stiefschwestern von Aschenbrödel wurde das arme Mädchen mit Brachialgewalt in Schuhe gezwängt, die gute zwei Nummern zu klein waren.

Ruckedi guuuu .... Blut klebt im Schuh =(
Darin "durfte" sie dann bei einer Modepräsentation 3 Stunden lang still stehen und sich anschauen und fotografieren lassen. Dass sie dann unter anderem für Jad Ghandour laufen durfte und zu guter letzt für ein Fotoshooting seiner gesamten Kollektion gebucht wurde, war echt das Sahnehäubchen für die Ostfriesin.

Luisa ist speziell .... speziell schön, speziell sympathisch, speziell begabt. Ob es daran liegt, dass ihr linkes Auge zweifarbig ist? Wie dem auch sei: sie wird das Rennen dieses Jahr machen - sie MUSS es einfach machen, ansonsten wären die Juroren tatsächlich mit Blindheit geschlagen!

Donnerstag, 16. Februar 2012

The Voice ..... of Ivy Quainoo

Go for it - Ivy ✌
Fan-fucking-tastic! Ivy Quainoo hat den Sieg in der Tasche. Ihr stehen jetzt alle Wege und Türen offen. Das Finale von "The Voice of Germany" löste tatsächlich ein Versprechen ein, nämlich, einem Star sozusagen aus der Enge des Geburtskanals hinaus ins Scheinwerferlicht der Welt geholfen zu haben.

Obwohl ich nicht immer mit den Juroren einer Meinung war, wenn es um die Abwahl eines Kandidaten ging und so einige meiner Favoriten frühzeitig aus dem Rennen geschieden waren, wählten die Zuschauer von den verbliebenen vier Finalisten die richtige Siegerin, und hielten sich auch bei der übrigen Reihenfolge genau an meine Wunschliste. Von Anfang an waren Ivy und Kim meine Kronfavoritinnen .... Max Giesinger hätte es bei mir nicht bis in die Endshow geschafft, ausser vielleicht wenn es statt um Stimme um die Schönheit und Ebenmässigkeit der Frontzähne gegangen wäre. Mit ihm hatte sich Dr. Ton gewaltig in letzterem vergriffen, und es war und ist wohl keinem so richtig klar, warum Xavier Max im Halbfinale Mic Donet vorgezogen hat.

Da es jedoch nicht um Looks sondern um Musik und letztendlich natürlich auch ums Geschäft geht, MUSSTE Ivy einfach gewinnen. Daran hätte auch ein Mic nichts ändern können. Sie hat nebst einer natürlichen Austrahlung und einem angenehmen Wesen eine wahrhaft göttliche Stimme und singt mit einer Leichtigkeit, die einen an die ganz Grossen dieses Fachs erinnert, an Künstlerinnen wie Aretha Franklin oder eben Whitney Huston. Mit letzterer wurde Ivy ja bereits mehrfach in diversen Sendungen verglichen und vielleicht dient ja gerade das tragische Ende der Popdiva als eine Art Mahnmal, nicht in gewisse Fallen zu tappen und von gewissen Sachen einfach die Finger zu lassen.

Liebe Ivy, herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite: I really do like what I see, vor allem aber auch ... what I hear! Wir werden wohl noch lange und viel von Dir hören - Toi-Toi-Toi!

Freitag, 16. Dezember 2011

The Voice of Germany - fan-fucking-tastic

un-fuckin-fassbar
fan-fucking-tastic
un-fucking-believable

✌
Aus diversen Gründen bin ich seit einigen Monaten etwas fernsehmüde. Allenfalls bei Castingshows habe ich hie und da eine Ausnahme gemacht, nota bene nur noch bei Bohlen-freien. Zwar hat "unsä Ditä" die Fernsehlandschaft geprägt, wie kein Zweiter und sogar eine Art Sprache kreiert, welche man wohl am besten als Juryslang umschreiben könnte; Hauptmerkmal: "humor"volle Beleidigungen auf Kosten anderer. Oft sitzt neben Bohlen noch Gesichtsmaske Sylvie van der Vaart, und da wird zappen zur akuten Selbstverteidigung, oder "hast Du schon für Deine Lieblingskandidaten angerufen?". Eben!

Die erste DSDS-Staffel konnte mich noch packen und begeistern, dann gings langsam bergab. X-Factor war demgegenüber schon eine riesige Steigerung, weil die meisten Juroren einigermassen musikalisch kompetent waren.

The Voice of Germany übertrifft alles, was mir bisher präsentiert wurde. Offenbar treffen Fachleute bereits eine Vorauswahl. Leider-Neins haben keine Möglichkeit, sich in einer grösseren Öffentlichkeit zu blamieren. Die Kandidaten singen gut bis unfassbar gut. Die Jury harmoniert, ist kompetent, sympathisch und respektvoll, auch einander gegenüber. Manchmal klingt sogar ein Hauch von Demut in der Stimme mit, zum Beispiel dann, wenn zwei Stimmgiganten wie Pamela Falcon und WooDoo-Zauberer Percival im Battle gegeneinander ansingen. Nena meinte echt geflasht: Das ist von Gott gegeben ... warum ihr und nicht ich?

Ob gestern bei den Battles immer noch allein die Stimme zählte oder ob im Hinterkopf des einen oder anderen Juroren doch das Alter des Kandidaten mitgespielt hat? Jedenfalls waren nicht alle Entscheidungen nachvollziehbar. So hätte von Können und Bühnenpräsenz her gesehen Butch Williams die zwanzig Jahre jüngere Ramona Nerra mit Leichtigkeit aus dem Rennen singen sollen. Dennoch entschieden sich die Coaches BossHoss gegen "The World sexiest Grandfather". Katja Georgas Spanos rockte meines Erachtens "Are You Gonna Be My Girl" etwas mehr unter meine Haut als die mit Nenas E-Gitarre bewaffnete Sharron Levy. Trotzdem kam letzere weiter.

Was ich allerdings vom taktischen her überhaupt nicht verstanden habe, war, dass Rea Garvey die oben erwähnten Pamela und Persival gegeneinander antreten liess. Wenn ich zwei meiner Favoriten gegeneinander ins Rennen schicke und mir erst kurz vor der Entscheidung klar wird, dass ich mir da was eingebrockt habe, dann möchte ich nicht mehr in meiner Haut stecken =) wobei: eigentlich spielt das alles keine Rolle, denn "The Voice of Germany" ist als Show mitreissend und bietet tolle Musikmomente - ob allerdings irgend jemand nach ein zwei Jahren noch weiss, wie der Sieger hiess? Time will tell!

Aber wie sagt Rea so schön: 
Die Show ist so oder so: 
Fan-fucking-tastic - un-fucking-fassbar - un-fucking-believable, 
kurz:
un-BE-lie-✌-ABLE
BE ABLE
✌

Mittwoch, 2. November 2011

X-Factor - Verbalattacken und Kandidatenbillard ...

ist die Zeit reif für etwas Romantik und Felicità?
... und wo bitteschön bleibt dabei die Musik? Wohl wie immer bei solchen Formaten: auf der Strecke!

"Du siehst immer aus wie eine Kuh auf der Alm", so wurde Manuel von BenMan in der 3. Liveshow durch das Bo angemacht. In Japan ist ein Bo übrigens auch eine schmerzhafte Waffe: ein Langstock!

Ob es am Namen liegt: Bo teilte jedenfalls gestern extrem aus und machte auch Nicas Joe an von wegen Operngesang als Magicbrecher. Ehrlich: Frosch, der dazwischen quakt ist nicht eben ein Kompliment für einen ausgebildeten Sänger.

Das Bo kann sich ganz offensichtlich nicht vorstellen, dass so eine Paarung auch finanziell gesehen Erfolg haben kann. Alt genug wäre er um ein solches Erfolgsduo noch zu kennen: Al Bano und Romina Powers, welche in den 80er-Jahren wahre Triumphe feierten. Die räumten nicht nur mit "Felicità" extrem ab. Wer weiss, vielleicht wäre die Zeit wieder reif für etwas Romantik und Glück?


Von den Kandidaten positiv aufgefallen sind nebst Nica & Joe vor allem Rufus und Raffaela Wais. Die gehören aus meiner Sicht alle drei ins Finale. Nummer 1 ist für mich momentan ganz klar Rufus, wobei sein Lebensstil ihm ohne Durchstrukturierung seitens des Senders einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte. Nebst Talent und Können ist auch Selfmanagement ein wichtiger Punkt im Leben eines Künstlers, was uns diverse Negativbeispiele immer wieder vor Augen geführt haben (Whitney Huston).

Was die Juroren anbelangt ist für mich Till Brönner ganz klar der Beste und Professionellste, und das gleich mit Riesenabstand. Für ihn zählt die Musik und nur die Musik. Er ist halt selber ein Profimusiker durch und durch, wobei er in einem direkten Duell natürlich seinen eigenen Kandidaten unterstützen muss.

Sarah Conner ist ganz klar die schlechteste der drei. Wie schon in der ersten Staffel wird überdeutlich, dass sie einfach Mühe hat mit Frauen, die gut singen. Das war bei Edita so und bei Gladys... Auch zählen bei ihr soziale Aspekte viel mehr als die Musik selber. Daneben spielt sie auf Kosten der Teilnehmer ein ziemlich unfaires Kandidatenbillard und hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, Tills Acts rauszuspicken und damit zu verunmöglichen, dass er mit einem der verbliebenen seinen Erfolg vom letzten Jahr wiederholen kann. Wenn sie sich da mal nicht verrechnet hat!

So oder so: Im Fussball wäre undenkbar, dass ein Schiedsrichter selber mit dem einen oder andern Verein verbandelt wäre oder daselbst sogar Nachwuchsförderung betriebe. Ein Schiedsrichter muss neutral sein - so wie die Schweiz es einst international gesehen war. Eventuell müsste man bei X-Factor mal gründlich über die Bücher gehen .... denn sonst geht das an sich interessante Format den Bach runter - weil vollkommen unglaubwürdig.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

X-Factor: Sarah Connor - ein Hörsturz?

X-Factor
Nachwuchsförderung oder Prestigeangelegenheit?
"Du denkst von allen immer nur das Beste", sagt meine Schwester mir in regelmässigen Abständen, und sie scheint damit tatsächlich recht zu haben, wie diverse unangenehme Erfahrungen der letzten Tage zeigen.

Eigentlich mache ich ja eine TV-Pause. Das Interesse an gewissen Formaten bleibt jedoch bestehen. So schaute ich nach einem dreistündigen (!!) Telefonat mit einer Freundin mal eben kurz online, wer bei X-Factor raus ist: Gladys Mwachiti? Das kann doch nicht sein .... ich staune nicht schlecht. Da ich die Sendung aufgenommen habe, konnte ich mir im Schnelldurchlauch kurz selber ein Bild machen und was ich sah, spricht nicht eben für die gestandene Pop-Diva.

Lag es an der einseitigen Frisur, welche Auge und Ohr gleichermassen verhüllte? Hat Sarah Connor Tomaten auf den Ohren? Hat ihr einst so sicheres Musikgehör nach der Geburt von Tochter Delphine Malou verzweifelt das Weite gesucht? Geht es vielleicht um Tinnitus oder gar einen kompletten Hörsturz?

Gladys war eine der besten Sängerinnen. Sie hatte daneben durchaus Entertainer-Potential, wie sie in den Castings deutlich bewiesen hat. Ihre Gesangsduell-Gegnerin Monique überzeugte dagegen weit weniger und konnte bereits zum zweiten Mal das Publikum nicht zum Anrufen bewegen .... eigentlich eine klare Aussage.

Sarahs gestrige Wahl war meines Erachtens nicht ihr erster Fehlentscheid. Als es darum ging, 4 wettbewerbsfähige Showacts zu wählen, war ich bei zweien klar nicht ihrer Meinung ... von beiden musste sie sich letztes Mal verabschieden. Sie ist also gerade noch mit zwei Acts im Rennen, wobei Nica und Joe tatsächlich das Rennen machen könnten, nicht allein wegen ihrer tollen Stimmen sondern auch wegen des Rätselns um ihren Beziehungsstand, das ewige Knistern, Joes Art, Nica mit blossen Augen auf Händen zu tragen .... und mehr als einen Act braucht es für den Juroren bekanntlich nicht zum Sieg!

Gestern sassen allerdings nicht alle Töne (Huch):


Ist allerdings m.E. unmöglich, auch nur annähernd an die Version von U2 und Marie J. Blidge ranzukommen....


Eines meiner Lieblingslieder - eine der besten Performances ever - I♡like!

Wie dem auch sei: gestern entschloss sich wohl Sarah zu einer taktischen Massnahme, indem sie eine von Tills stärksten Kandidaten, wenn nicht die stärkste, aus dem Rennen schmiss, damit spekulierend, dass Monique wohl auch in der nächsten Runde ins Gesangsduell muss!

Sarah die böse Stiefmutter? der eiskalte Engel? Darauf bin ich nicht selber gekommen, die Medien haben es rausposaunt ... und je länger ich darüber nachdenke, umso mehr erscheint mir das plausibel. Jedenfalls konnte ich mir vorher nicht vorstellen, dass eine Profimusikerin solch unprofessionellen Entscheidungen trifft.

Das ist auch der Schwachpunkt von X-Factor. Jeder Juror möchte gewinnen - ohne Rücksicht auf Verluste anderer. Meines Erachtens kann man auf diese Weise keine Nachwuchsförderung betreiben, was wieder einmal gegen das Medium Fernsehen spricht!