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Freitag, 2. April 2010

Das Störende an Kaviar....


Das Störende an Kaviar ist das Störende (Stör-Ende) .... und genau darauf baut das Tropenhaus Frutigen. Die Fische teilen die Begeisterung über die geplante Leistungssteigerung wohl mit Nichten (und Neffen), heisst: äusserst ungern. In diesem Herbst voraussichtlich 150 Kilo eigenen Kaviar genügt den Produzenten als "Ernte"ertrag nicht.... nein, man beabsichtigt, diesen Ertrag jährich um 500 bis 600 Kilo zu steigern!!

Das ist das Problem bei uns Menschen: wir wollen mehr - IMMER, unendlich, grenzenlos. Man nennt das, glaube ich Gier, und diese Gier ist verantwortlich für die allmähliche Zerstörung unserer Umwelt, der nur die Natur selber mit ihren ewig wirkenden Reparaturmechanismen noch etwas entgegenhalten kann.

Persönlich mag ich Kaviar überhaupt nicht. Obwohl ich weiss, dass die Geschmäcker verschieden sind, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass jemand das widerliche Zeug ehrlich mag. Es zu mögen könnte in unserer Cüpli-Gesellschaft auch einfach Prestigeangelegenheit sein, so wie unser Essverhalten mehr und mehr Züge einer gewissen Dekadenz aufweist.

Der Stör selber hat ein wunderbares, schmackhaftes Fleisch und jede Menge Omega3-Fettsäuren. Ob er sein Leben liebt, an ihm hängt oder es gerne in den Dienst der Gesundheit anderer stellt, darüber wurde er wohl bisher nicht befragt. Wie er es wohl sehen würde, dass seine potentiellen Nachkommen sekundenschnell den Gaumen irgendwelcher Gourmets oder Gourmands kitzeln, bevor sie, etwas weiter unten, in Magensäure eine andere Lösung finden?

Sonntag, 31. Mai 2009

Kartoffelsalat - Solanum tuberosum olé


Viele würden es nicht glauben, aber ich kann tatsächlich nicht schlecht kochen. Ich behaupte sogar: gut bis sehr gut. Es gibt welche, die steigern sich sogar in Superlative wie superlecker, mega, genial etc.

Seit Jahrmillio...eh.... -zehnten haben wir an Pfingsten ein Familientreffen. Toll mal wieder (hoffentlich!!) alle beieinander zu sehen, friedlich vereint bei "Tris de Buffetvariation" (Apéro-Hauptgang-Dessert), fröhlich plaudernd, Verdauungsspaziergänge unternehmend, sich eifrig austauschend und sich schon aufs nächste Mal freuend (fakultativ!!! :-).

Und jeder bringt etwas mit. Wird eine (!!) von uns in höhere Welten abberufen, erbt eine andere deren Gericht, wenn auch nicht unbedingt das dazugehörige Talent. So kamen wir zum Kartoffelsalat oder wohl doch eher auf den Hund?

Ich koche kreativ, NUR EINMAL IM JAHR KARTOFFELSALAT, nie nach Rezept, frei Schnauze und mit viel Bauchgefühl. Ist etwas einmal genial+++, kann ich es leider nicht noch einmal so hinkriegen, das ist der Nachteil. Nur an Pfingsten, wenn allen alles bekanntlich am ringsten geht, tue ich mich schwer.

Da meine Auslegung dieses Emmentaler-Klassikers nicht bei allen ankam - zuviel Knoblauch, falsches Öl etc. - habe ich mir vor allem schwesterlicherseits (Sterneköchin!!) Rat eingeholt. Ihre diesjährige Variante auf Notizzetteln entspricht nicht ganz der festgehaltenen vom letzten Jahr. Ob ich sie mal kurz anrufe???? Geht nicht, die Gute macht schon eine 5 Kilo-Züpfe, die beste Schokoladenmousse aller Zeiten sowie Reissalat. Viel sagen Sie? Ja schon, aber... ähm... Okay, ich habe verstanden.

Ich fühle mich jedoch mit meinem leidigen Erbe völlig unsicher, fast wie eine Anfängerin, die gerade heute entdeckt hat, dass das komische Ding in der Küche ein Herd ist, mit dessen Hilfe man zum Beispiel Urknollen weichmachen kann. Hätten die Spanischen Eroberer seinerzeit etwas anderes entdeckt, würde ich vielleicht heute etwas noch Exotischeres zubereiten, zum Beispiel Maniok-Raspel frittiert. Aber: es ist wie es isst und es isst gut so!

Es scheint ein wenig meinem Lebensmotto zu entsprechen, hauptsächlich Dinge zu tun, die ich nicht wirklich kann. So habe ich nach der Musicalschule statt Physiotherapie Arzthelferin gelernt, deshalb mache ICH unsere Buchhaltung, betätige mich im Haushalt als Putz- und Kochperle und hadere mit meinem Frauenschicksal. Nur manchmal, da kann ich meine wahren Seelenaspekte ausleben, und die haben mit Kartoffelsalat seeehr wenig zu tun!!!

Dank meinem Göttergatten hat sich heute das Blatt noch einmal zum Guten gewendet und so überlege ich mir denn, ob ich mein Erbe tatsächlich gegen den Teigwarensalat eintauschen werde oder ob wir uns nächstes Jahr nach dieser Zangengeburt wieder gegenseitig auf die Schultern klopfen und jubeln werden: "Congratulations, you did it"

Samstag, 15. November 2008

Medizin aus der Küche


Hühnersuppe gegen Erkältung? Geht das? Gut möglich, denn ich habe noch nie ein verschnupftes Huhn getroffen. Wenn ich allerdings an die Vogelgrippe denke, dann habe ich schon wieder einige Bedenken.

Wie es so ist im Leben, werden einem Antworten vorgesetzt, wenn Fragen im Raum stehen... und dazu noch anhaltend Husten und Schneuzen. Meist finden diese Anleitungen ihren Weg übers Fernsehen, also durch unser Wohnzimmer, direkt in unsere Küchen und von dort in unsere Herzen oder zumindest unser Verdauungssystem.

Kochen ist ja ein sehr beliebtes Thema und in diesem Zusammenhang werden gleich noch jede Menge praktische Gesundheitstips an den Mann und die Frau gebracht. Wie Hippokrates schon sagte, sollten unsere Nahrungsmittel unsere Heilmittel sein und nicht Auslöser von Krankheiten aller Art.

So wurde denn kürzlich mit Hilfe dreier Erkältungsopfer getestet, ob tatsächlich etwas dran ist am Geheimrezept unserer Grossmütter, eben der Hühnersuppe gegen triefende Nase. Eine Probandin versuchte, mit Äpfeln und Tee zu punkten, nach dem Motto: "an apple a day keeps the doctor away". Tapfer kaute sie sich durch und goss einige Liter Spezialgebräu nach. Bettruhe sollte den Rest erledigen. Der Effekt: nach drei erfolglosen Tagen gab sie entnervt auf. Die beiden andern Probanden testeten a) selbstgemachte und b) vorgefertigte Hühnerbrühe, und zwar mit Erfolg. Nach bereits 2 Tagen ging es beiden wieder gut. Von der Erkältung war nicht mehr viel zu sehen. Waaaahnsinn, hätt ich echt nicht gedacht.

Im Labor wurde dann noch ausgetestet, was denn von chemischer Seite her gesehen an einer Hühnersuppe so dran ist. Offenbar enthält sie grosse Mengen von Zink; die selber gemachte um einiges mehr als das Fertigprodukt. Von diesem Spurenelement wird behauptet, dass es viel Hilfreiches für uns bereithält und eingesetzt werden kann gegen Akne, Haarausfall, Potenzstörungen, Allergien, Arterienverkalkung und vor allem eben bei Erkältungen. Viermal täglich solle man eine Tasse Hühnersuppe essen, mit etwas Vitamin C ergänzen und zudem viel Wasser trinken.

So habe ich denn heute eine Hühnersuppe gemacht, mit Gemüse und so. Nach einer Stunde war es dann soweit: wir konnten den Selbstversuch starten. Und? Lecker war's!!!! Auffallend auch, wie nahrhaft so eine Suppe sein kann. So waren wir beiden denn pappsatt und hatten über Stunden nicht mehr das Bedürfnis, zu essen, weder Hühnerbrühe noch sonst etwas. Wann sich die Erkältung endlich verziehen wird, weiss ich noch nicht. Ich hoffe aber, bereits morgen frei davon zu sein. Sicher ist, dass ich mir bestimmt regelmässig Hühnersuppe "fatta in casa" gönnen werde, ich brauche dazu ja nicht unbedingt einen speziellen Grund abzuwarten.

Apropos Suppe: da sagte doch neulich ein Testesser in der Sendung "unter Volldampf": die Suppe war ansprechbar!! Na Gottseidank... eh... was hat sie denn gesagt?

Montag, 15. September 2008

Datselbe in Rosa...

Meine Vorliebe für Kochsendungen dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. So schalte ich denn gerne am Sonntag nach dem traditionellen Tatort um auf "das perfekte Promi-Dinner". Wer da so alles kocht, oder es zumindest versucht, ist schon lustig. 

Offenbar hatte Kate Hall (who the f... is..?) etwas Pech mit ihrem Risotto, und Menu 1 verschwand sang- und klanglos in der Mülltonne. Es gab als Notlösung Brot "mit Kühlschrank" und den ehrenvollen letzten Platz. Dieter Landurius (who....?) entführte seine Gäste nach Griechenland und versuchte, Freunde für Halloumi zu gewinnen um dann noch mit seinen Hähnchenflügeln zu trumpfen. Tja und griechischer Joghourt mit Nüssen ist eh Klasse. Gabrielle Scharnitzky (what...?) erhielt ganz viele Punkte für "Quinoa (uää) salad", Fisch in Vermouth und Naranjas de Cordoba, also Orangen mit Zucker und Zimt.  
Quinoa scheint zu blähen, denn ein Gast übte sich in Dauerpupsen.

Und dies war eben so unerträglich wie der Gast selber: Rosa von Praunheim mit Namen und eine absolute Zumutung. Der Filmemacher... tschuldigung, der schwule Filmemacher fiel ganz schön durch bei mir. Ein Selbstdarsteller der übelsten Sorte. Irgendwie kann er sein Leben nicht vom Schwulsein trennen. Daher eben der schwule Filmemacher, Schriftsteller, Journalist und Maler.

Es gibt ganz viele homosexuelle Künstler, vor allem männlicherseits. Eventuell gar mehr als Heteros. Bei den meisten steht Beruf vor Schwulsein. Ein guter Schauspieler zu sein ist nicht von der sexuellen Ausrichtung abhängig, sondern vom Können! Kunst kommt bekanntlich von können!!! Bei Rosa müsste Kunst eher Schwulst heissen oder ähnlich. Das eine bedingt das andere.

Rosa von Praunheim heisst eigentlich Holger Bernhard Bruno Mischwitzky, geborener Holger Radtke; so zumindest sagt mir das meine Freundin Wiki. Sein erster grosser Spielfilm "die Bettwurst" war kult, und er kennt da alles respektive nichts, wie er selber sagt: oral, anal, banal.

Heiligs Blechle, wir hatten also dreimal das perfekte Promidinner und einmal das schwule perfekte Promidinner, nur echt mit Dessert im hauseigenen SM-Keller. Nota bene, all das zur besten Sendezeit. Es gab Brennesselsuppe (Milch mit Brennessel veredelt und mit etwas Salz abgeschmeckt), Kuheuter mit Kartoffeln und  Karotten, dann eben die Nachspeise, eine Mousse au chocolat, herausgepresst aus einer Tube, serviert nach SadoMaso-Manier im Hundenapf. Alles Pico Bello... wuff. 

Rosa lässt sich coram publico kurz von der Domina bearbeiten und wundert sich über seine Gäste: die fressen aber auch alles, meint er. Reine Höflichkeit, wenn Sie mich fragen. Ich kann nur sagen, da hat jemand voll am Thema vorbei gewerkelt. Gastgeber sein heisst, den Gästen etwas bieten, also geben und schauen, dass sie sich wohl fühlen. Nicht partout schockieren und Ekelgefühle züchten wollen, um sich mal wieder zu beweisen, was für eine g... Sau man doch ist.

Da hat einer doch zu sehr in der Spielfilmkiste gewühlt und sich zwischen den "120 Tagen von Sodom" und dem "grossen Fressen" nicht entscheiden können. "Wat die können, kann ich auch", wird er sich gedacht haben.... "datselbe in Rosa"!

Dem einen oder andern wäre vielleicht "das weisse Rössl am Wolfgangsee" als Vorlage um einiges lieber gewesen. Leider hat sich das Desaster in der Punktzahl nicht niedergeschlagen. Obwohl Gabrielle wegen SM-Keller samt Domina Mühe bekundet hat, gab sie Rosa ganze 8 Punkte. Kate Hall wollte wohl Coolness zeigen und gab sogar deren 9 von maximal 10. Allein der einzige Mann (!!) in der Runde hatte den Mut zu bekunden, dass fürs Essen eigentlich 0 Punkte richtig wären, dass er aber sinnigerweise auf 6 (!!!) Punkte erhöhe. Tja, und so belegte unser Röschen denn Platz Nummer 2, was ihn fast zu rosaroten Tränen rührte.

Wer möchte kann sich selbst ins Bild setzen. Think pink!!!

Mittwoch, 6. August 2008

Olfaktorische Katastrophen


Heute war ein tüppiger Tag. Jetzt allmählich wird es kühler und lohnt sich, die Fenster weit zu öffnen. In weiser Voraussicht hatten wir am frühen Abend das Schlafzimmerfenster offen gelassen, damit wir beim Nachhausekommen schon von der Frische des Abends profitieren können.

Ich komm also rein, und denk, es ist ein verrotteter Fisch in der Wohnung gelandet. Paaa, es stinkt wie Sau, echt. Ist es unser Abfallkübel? Nein, dort tummeln sich zwar einige Fruchtfliegen, aber Fisch? Ist es wirklich Fisch oder riecht es eher nach gegrilltem Gammelfleisch. Meine Nase spielt verrückt.

Spielt es überhaupt eine Rolle, was stinkt, wenn etwas stinkt? Ja und nein, denn leidet ein Familienmitglied an permanenten Schweissfüssen, dann ist das sicher auf Dauer bedrohlicher als ab und an mal ein schlecht riechender Kübel.

Die olfaktorischen Katastrophen, hergestellt auf was für Grillgeräten auch immer, sind jedoch ein ständig zunehmendes, ernstzunehmendes Problem, denn das ist Geruchsbelästigung der übelsten Sorte. Und man kann nicht wirklich ausweichen, den die Grillfreunde sind überall... auf Wiesen, im Wald und vor allem im Nachbarsgarten.

Manchmal weiss ich echt nicht, was schlimmer ist: jemand der falsch singt oder übel riecht. Und meistens kann man nicht einmal auswählen.

Hei Leute, wie wäre es mit einer Gartenparty mit kalten Häppchen. Salaten zum Beispiel. So ein Kartoffelsalat wie ihn meine Schwester macht ist ein Gedicht. Der zergeht einem auf der Zunge. Und wer auf Fisch und Fleisch nicht verzichten möchte... gerne, aber einfach kalt bitte.

Und was sagt Pilger Mu? Er ist einer meiner besten Freunde, erschaffen von Alex Ignatius. Gerne werde ich Sie ab und zu in seine Erkenntniswelt entführen. Wer lieber sofort etwas mehr über ihn erfahren möchte, wird hier fündig. 

Also Mu freut sich momentan gerade, denn er hat nach langem Warten und Suchen endlich einen Fisch gefangen (s. oben).

Braune Streifen...



"Nur echt mit dem braunen Streifen"; was einst eher für die Unterhose galt, hat es heutzutage bis in die Spitzengastronomie geschafft. Wo früher Puderzucker über alles gestreut wurde, unterliegen jetzt eben braune Streifen.

Aceto balsamico, ein Name wie geschaffen für die eben erwähnte steile Karriere. Kein Salat wagt sich noch vor die kritischen Augen einer Jury, wenn er nicht zumindest mit einem Hauch dieses Wunderessigs angemacht (!!) wurde. Aber auch mal hier, mal da als Geschmacksveredler mit reingegeben - zum Beispiel in Rotkraut - sorgt er für entzückte Ausrufe wie "das ist vielleicht lecker, was hast Du hier für ein Zauberkraut reingemixt". Welche Köchin würde nicht fast einen Rückenschaden kriegen vor Stolz, wenn zum Beispiel die sonst so kritische Schwiegermama fast einen dreifachen Salto schlägt vor Begeisterung.

Nicht inkognito sondern ganz offensichtlich und von allen gut einsehbar daher kommt die "Crema di balsamico", welche etwas an eingedickten Fruchtsaft erinnert. Die schöne braune Farbe, der Schimmer, und schon steht einem glanzvollen Auftritt als Tellerdeko nichts mehr im Weg. Das kann mal drunter und drüber sein, oder entweder oder. Auch einfach reingeschmuggelt in einige Erdbeeren, und kein Gast wird sich mehr den Mund zerreissen über Ihre Kochkünste. Wirklich süss schmeckt auch diese balsamische Variante nicht, aber auch nicht wirklich sauer.... nicht süss-sauer also, sondern weder-noch. Und doch muss ich sagen: es schmeckt eigentlich! ganz gut =D

Kochen ist einfach faszinierend. Heutzutage findet es allerdings oft mehr im Fernsehen statt, anstatt in der hauseigenen Küche. Viele können heute gar nicht mehr kochen - Convinience sei dank. Und gerade dem wollten Jamie Oliver und Tim Mälzer ein Ende bereiten. Jamie als Chartstürmer mit seiner Ode an ein Lamm-Curry, das allerdings ohne balsamische Beigabe auskommen muss und sicher dennoch schmeckt....


ja-tatatta-tai-thai....

"Schmeckt nicht gibts nicht" meinte Mälzer bis kurz vor seinem Burnout, wobei auch er ab und zu Fleisch bis zur Unkenntlichkeit kremierte, wenn er es während des Kochvorgangs vorzog, mit Nina zu flirten.


Ups, das war wohl die falsche Show... auf ein weiteres:


Das scheint ja überhaupt nicht zu klappen. Sie müssen wohl direkt auf VOX-Kochen gehen, um sich ein par Dipps zu holen..... gelle?

Ich bin ja ein Fan von Fernsehkochen, sehr zum Leidwesen meines Göttergatten. Für diejenigen, welche ihn kennen: nein, er ist nicht deshalb so schlank! Er hat einen speziellen Stoffwechsel, der irgendwo im Untergrund stattzufinden scheint und dafür sorgt, dass der Mann gar nicht zunehmen kann!!! Njet, nada, nichts!!!! Schokolade, Bisquit, Berge von Essen... alles wird weggesteckt wie nichts.... und keine braunen Streifen, nirgends, wenn Sie wissen, was ich meine. Der Mann ist ein Traum!

Und so schaue ich mit Vorliebe "das perfekte Dinner" und geniesse es, wenn die Kandidaten Bonmots von sich geben wie: "die Consomé war dann eine Suppe, aber sie hat trotzdem geschmeckt" oder "Seezungenröllchen, weiss jetzt gerade nicht! Ob die mit Fisch gemacht werden?" Echt, kein Sch..., habe ich mir extra notiert und für Sie im Kühlschrank aufbewahrt =D

"Unter Volldampf", das sind 5 Hobbyköche und einstige Gewinner des perfekten Dinners, welche während einer Woche in Küche und Service eines Sternehotels mithelfen. Man achte bei diesem Video: bereits punkt 0:57 die ersten braunen Streifen auf dem Vorspeiseteller. Super, und soooo innovativ. Aber sehen Sie selbst:


Dann gibt es noch die Kocharena, in welcher eigentlich Rainer Calmund der Star ist, weil er hier den Mund so vollnehmen darf, wie er will und die Teller stets schön leerisst. Seine Mutti wird sich aber freuen!! Waage und Hausarzt sind da allerdings etwas anderer Meinung...

Alfred Biolek kocht schon seit Fernseh-Urzeiten gemeinsam mit Promis. Er scheint auch ein Weinkenner zu sein, zumindest ist er dieser Ansicht. 
Hat der jetzt Zapfen oder zuviel Eichenfass?


Da sagt die Anke schnell Danke und bleibt lieber beim Weisswein.

Auf so einen Erfolgszug musste natürlich auch unser Schweizer Fernsehen aufspringen, mit al denkste... eh dente und dem omnipräsenten Sven Epiney, dessen Schokoladekuchen, das muss ich zugeben, einfach göttlich schmeckt.... auch ohne braune Streifen. Hier geht es zum entsprechenden Podcast.

Freitag, 18. Juli 2008

Grillsaison


Die Grillsaison hat längstens wieder angefangen. Überall empfängt einem der Duft nach mehr oder weniger auf den Punkt kremierten Spezialitäten. Éclat von Lanvin gefällt mir viiiel besser, aber das ist Geschmackssache. Manch einer kann es halt besser, manch einer weniger. Ist in gewisser Weise Glückssache, es sei denn, man/Mann versteht was davon.

Da ist mir kürzlich ein Text dazu in die Hände gefallen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Es geht um das Thema Grillieren respektive "heute ist mal er der Koch":

Saisongemäss ist es wichtig, dass wir uns gleich ein paar Punkte in Erinnerung rufen über die Regeln des Kochens draussen, da es das einzige Kochen ist, das echte Männer unternehmen, weil damit ja immer eine gewisse Gefahr verbunden ist. Erklärt sich der Mann dazu bereit, das Grillen zu übernehmen, wird folgende Kette von Ereignissen in Bewegung gesetzt:
1. die Frau kauft das Essen
2. die Frau macht die Salate, bereitet das Gemüse zu sowie den Nachtisch
3. die Frau bereitet das Fleisch fürs Grillieren vor, legt es auf ein Tablett, zusammen mit sämtlichen notwenigen Utensilien und trägt es nach draussen, wo der Mann schon mit einem Bier in der Hand vor dem Grill sitzt und wartet.
Hier kommt nun der ganz wichtige Punkt im Ablauf!!!
4. DER MANN LEGT DAS FLEISCH AUF DEN GRILL
5. Danach folgt reine Routine, die Frau bringt Teller, Besteck sowie Getränke nach draussen.
6. Die Frau informiert den Mann, dass das Fleisch am Anbrennen ist.
7. Er dankt ihr für diese wichtige Info und bestellt gleich noch mal ein Bier bei ihr, während er sich der Notlage widmet.
Dann wieder ein immens wichtiger Punkt:
8. DER MANN NIMMT DAS FLEISCH VOM GRILL UND ÜBERGIBT ES DER FRAU
9. Und jetzt wieder reine Routine: die Frau widmet sich den Gästen, verteilt das Fleisch, reicht die Salate, schenkt ein, holt noch Wasser.....
10. Nach dem Essen räumt die Frau den Tisch ab und wäscht das Geschirr.
Jetzt der beinahe wichtigste Punkt:
11. ALLE LOBEN DEN MANN FÜR SEINE TOLLEN KOCHKÜNSTE UND DANKEN IHM FÜR DAS FANTASTISCHE ESSEN.
12. Der Mann fragt die Frau, wie es ihr denn gefallen habe, für einmal nicht kochen zu müssen.
13. Da er sieht, dass Frau leicht eingeschnappt ist, kommt er zum wichtigen Schluss, dass man es den Weibern sowieso nie recht machen kann.
PS: Die Reinigung des Grills übernimmt natürlich wieder.... na wer schon?

Gut, ich habe das auch schon ganz anders erlebt. Ob es sich um Ausnahmen handelt, welche die Regel bestätigen oder umgekehrt.... who knows. Eines ist aber sicher: Bier spielt in diesem Zusammenhang eine ganz wichtige Rolle. Dass sich dabei eine ganz starke Resonanz entwickeln kann, sozusagen eine Liebe über den Tod hinaus, also von Reinkarnation zu Reinkarnation, zeigt dieser Film eines mutierenden Mutanten, der es nicht lassen kann.


Das war übrigens eben ein Panda-Beer =D
Na den Prost...

Donnerstag, 17. Juli 2008

Küchenzauber



Was wollt ich bloss alles in meinen Ferien erledigen? Ich hab's ja gross angekündigt: irgendwie die Wohnung auf Vordermann bringen, ausmisten. Hätte das wirklich geklappt, wäre nicht Freund Zufall gemeinsam mit Murphy zu Hilfe gekommen? Nöööö!

Es gibt Leute, die brauchen etwas Druck, damit sie überhaupt aktiv werden. Ist das nicht bei uns allen ein wenig der Fall. Geht es dem Menschen zu gut, dann wird er träge. Träge heisst, er lässt sich tragen und treiben von Wellen des Schlendrians. Leben bedeutet auch Action, also erheben wir uns von unseren aufgeblasenen Luftmatratzen und krempeln wir die Ärmel hoch.

Wir haben uns ein wenig in unserer Küche umgetan und versucht, das Umfeld einigermassen dem wunderschönen Herd samt Kochfeld anzugleichen. So durften wir gleich sehen, dass Staub tatsächlich in die kleinsten Ritzen dringt. Beruhigend dabei ist, dass er sich relativ leicht abwaschen lässt. Und so kam Schrank um Schrank dran.... wir sind allerdings noch nicht ganz durch, haben aber die Aussicht, dass wir gegen Ende Ferien das wunderbare Gefühl haben werden, dass eine späte Frühjahrsreinigung der Küche ihren erfolgreichen Abschluss gefunden hat.

Apropos Küche, da stehen ja immer jede Menge Geräte herum, von Hand betreibbare, elektrische, praktische, unpraktische, selbsterklärende, rätselhafte. Ich bin ja immer froh, wenn ich spontan Auskunft geben kann darüber, wofür man die einzelnen Teile einsetzen kann. Das ist nicht immer selbstverständlich. Manch einer vertut sich da gewaltig. Das bringt mich zu folgender Rezeptur resp. folgenden Stichworten:

Display 3,5'' (Auflösung 480x320 Pixel; 163 ppi)
Speicherkapazität 8 GB (Diätvariante) / 16 GB
Mobilfunk GSM/EDGE/UMTS/HSDPA (850, 00, 1900, 2100 MHz)
Funkdaten Wi-Fi (802,11b/g)
Kamera 2,0 Megapixel
Batterie-Sprechdauer: bis zu 10 Stunden
Standbydauer: bis zu 300 Stunden
Internetnutzung: bis zu 5 Stunden mit 3G, bis zu 6 Std. mit Wi-Fi
Videowiedergabe: bis zu 7 Stunden
Audiowiedergabe: bis zu 24 Stunden
Abmessungen: 115 x 62,1 x 12,3 mm
Gewicht: 133 g

Was passiert, wenn ein Wahnsinniger aus was für Gründen auch immer mit einem Mixer bewaffnet Gott Shiva, dem Zerstörer, ein Opfer darbringt. Nichts, solange er den Ein-Schalter nicht betätigt. Alles, wenn er es dennoch tut. 
Trrrrrr und ein vielversprechendes, wohldurchdachtes Wunder der Technik, ein Gerät der Superlative, das Herzen höher schlagen und Träume wahr werden lässt, das meistbegehrte Handy aller Zeiten, für welches Leute Schlange standen und sich manch einer sogar vergeblich die Nacht um die Ohren geschlagen hat... hat sich in Staub aufgelöst. Und Staub, meine Lieben, damit habe ich seit gestern echt Erfahrung, sollte man nicht einatmen, das ist ungesund, selbst dann, wenn es sich um die sterblichen Überreste eines iPhones handelt.


Ich rege an dieser Stelle zu einer Schweigeminute an....

Übrigens, heute habe ich ein Plakat gesehen, darauf steht in frohem gelb auf blau: 

"Der Herr ist nahe allen, die ihn ehrlich anrufen"

Das braucht übrigens nicht unbedingt mit einem iPhone zu sein. Eines darf allerdings nicht fehlen, und das ist die richtige Nummer.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Ferienstimmung



Gestern: Wettervorhersage super schön... Wetter entsprechend... und ich um 15 Uhr einen Termin bei meinem Starfriseur. Okay, ich hab's ja genossen, ein wenig verwöhnt zu werden; vor allem den eiskalten Kaffee mit Sahnehäubchen....  mmmh, lecker. Durch diesen einschneidenden Termin mussten wir den Ferientag jedoch etwas anders gestalten und den Schwerpunkt mit Ausgang auf den Abend verlegen. So mischten wir denn Thun ein wenig auf. Dieser Blick auf die Berge... wow. Wir leben schon ein wenig in einer begehbaren Ansichtskarte.

Heute: Einbau eines neuen Küchenherdes samt Kochfeld in unserer Wohnung: ab 10 Uhr, Dauer zirka eineinhalb Stunden. So planten wir denn eine Schiffahrt, um uns das passende mediterane Ferienfeeling reinzuziehen. Leider hatte der Fachmann vorgängig falsch gemessen und das Kochfeld passte nicht in die bestehende Aussparung. Mannaccia, ist das denn die Möglichkeit. Da kommt einem Murphys Gesetz in den Sinn: "whatever can go wrong will go wrong" (alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen). Nun hoffen wir, dass sich ab jetzt die Aktion "neue Küche" nach Yhprums Gesetz gestalten wird, das da lautet: "alles, was funktionieren kann, wird auch funktionieren".

16.30: 
Jedenfalls erwarten wir jeden Moment (!!! :-o ) den Steinmetz, der unsere Küche zwar in einen Steinbruch verwandeln wird und hoffentlich den dabei entstehenden Staub gleich mit einem professionellen Seufzer einsaugen wird. Also Yhprum, dann stell Dich mal nicht so an.

Einen mittelgrossen und prägenden Dämpfer erhielt ich übrigens in diesem Zusammenhang kurz vor High Noon: der Monteur versprach hoch und heilig, eine Stunde bevor er wieder erscheinen würde, meinen Sohn aufs Handy anzurufen. Hallo?!!! Sehe ich tatsächlich aus, als hätte ich einen 44jährigen Rotzlöffel durchzufüttern? Ich glaube, ich ruf mal bei Brigitte Nielsen an, damit sie mir die Natelnummer ihres knuddligen Chirurgen geben kann. Der sieht zwar auch nicht besser aus als ich, aber vielleicht könnte er mich so zurechtschnippeln, dass die Leute in Zukunft sagen werden: "wir werden Ihren Grossvater..." oder allenfalls "Vater hier ans Fenster setzen".

Seit Martin und ich zusammen sind, also seit über 18 Jahren, habe ich immer wieder beobachten können, dass Mitmenschen sich in Zusammenhang mit uns beiden intensivst mit dem Problem der Zugehörigkeit auseinandersetzen. So habe ich auch von Schülern schon ein erstauntes: "ach, Ihr wohnt an derselben Adresse, so ein Zufall!" gehört. Wir wurden aufgrund unserer Ähnlichkeit oft für Geschwister gehalten.
So von Frau zu Frau: es ist nicht einfach, sag ich Ihnen. Obwohl es heute IN ist, dass Frauen jüngere Männer haben - eventuell haben wir ja diesen Trend erst gesettet - ist die Differenz bei uns nicht so, dass man grad seinen Namen drauf verwetteten möchte, dass Martin mein Sohn sei. So geschehen vor etwas 5 Jahren, und der Mann bestand penetrant darauf, dass er Neuenschwander heissen würde..... Ich daraufhin: Herr Neuenschwander, warum sollte ich einen alten Mann nehmen, wenn ich einen jüngeren haben kann?
Am schlechtesten schnitt jedoch unsere SBB ab. Vor einigen Jahren reisten wir einmal im Zug - =D - und da Martin damals noch nicht mehrere Brillen und ein Handy in einer Tasche mit rumschleppte, gab er mir sein Billett in Verwahrung. So zeigte ich denn der Einfachheit halber auch gleich beide Fahrkarten. Damit konnte die Kontrolleuse nicht leben. Sie bedauerte den "bevormundeten" Mann dermassen, dass sie sich gleich mehrmals erkundigte, ob dies mein Sohn sei. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass ein Mann problemlos die Fahrkarte seiner Frau mit vorweisen kann... das ist ja dann normal, oder?

18.00: 
Es ist wie mit allem, was hat man für ein Problem mit dem Alter, wenn das mit dem Alten resp. Jungen um einiges grösser ist. Martin hat momentan grau gepuderte Haare, meine Küche ist ein Staubkeller, die Luft ist zum ersticken, und leider hat unser Superhirn den fahrbaren Servierboy mit meinen 500 Flaschen Spezialöl, Spezialessig, Spezialsirup mit einem Stückchen Plastik notdürftig bedeckt statt einfach aus dem Arbeitsbereich wegzurollen.... gibt ja kaum Staub, sagte auch der Experte und warum sollten wir das alles einfach machen, wenn es kompliziert auch geht. 
Aber ich sehe das ganz falsch, sagt mein Mann...

Ich dreh durch, echt, ich glaube das war wohl heute wieder mal eine Mischung zwischen Murphy und Yhprums gepaart mit männlicher Überlegenheit. Gefährlich.
Das einzige, was mich jetzt noch aufheitern könnte, ist Simon's Cat: