Dienstag, 13. November 2012

Wahlen .... eine Form der Prostitution?

gemeinsame Nutzung öffentlichen (?) Raums
˝Mädels, alles ist eine Form der Prostitution˝, sagte uns einst unser Schauspiellehrer Norbert Klassen. ˝Ob Ihr direkt auf den Strich geht oder Euch um ein Engagement bemüht, als Bankmitarbeiter durchstarten möchtet oder was auch immer: Ihr verkauft Euch letztlich selber, tragt praktisch Eure Haut zu Markte, und nicht nur die Haut˝. Daran muss ich kurz vor den Wahlen immer wieder denken. Ein wenig habe ich mich bereits in meinem Wahlblog anno 2010 ausgelassen.

Alexander Tschäppät setzt dem Ganzen jedoch jeweils noch die Krone auf .... oder eben den Tschäppu. Wie er auf Stimmenfang geht, macht fast schon Angst. Die Fussballfans hat er längst in der Tasche, ebenso wie die Cüpligemeinde. Jetzt braucht es noch etwas Masse, zum Beispiel das Partyvolk. So schlägt der amtierende Stadtpräsident, Gemeinderat, Nationalrat (!!!) Tschäppät vor, Parkhäuser für Partys zu nutzen. Na Bravo!

Irgendwie unlogisch: am 1. September gab es zum letzten Mal Party im Wankdorf-Club. Die Grossdisco rentierte nicht. Obwohl bei Teenagern sehr beliebt konnte damit nicht das erhoffte Geld erwirtschaftet werden, um die teure Miete zu bezahlen. Leute in dem Alter sind schlechte Kunden, haben wenig Geld und konsumieren entsprechend knapp. Ausserdem war der Eintritt gratis. Ein durchdachtes Fehlkonzept eben. Warum Parkhäuser jetzt eine Alternative bieten sollten, weiss wohl nicht einmal Alexander der Grosse. Er wird sich jedoch etwas dabei gedacht haben, zum Beispiel, dass er mit einem Satz die unbedingt erforderliche Aufmerksamkeit einer potentiellen Wählerschaft erschlichen hat. Was nach den Wahlen sein wird: that‘s another story!
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