Samstag, 24. Juli 2010

British Polluters (BP) - Auf zum Boykott!


Der in die Schlagzeilen geratene Ölteppichhändler BP wurde mit dem nicht ehr- sondern höchst fragwürdigen Gaddaf(f)i handelseinig und sicherte sich die Bohrrechte im Mittelmeer, und das bereits vor 3 Jahren. Klar, Teppiche und Beduinen, das passt!! 900 Millionen Dollar sind eine Sprache, die Muammar gefällt. Auch soll bei diesem Kuhhandel eine Rolle gespielt haben, dass Grossbritannien den libyschen Lockerbie-Attentäter al-Megrahi auf Anraten des Ölkonzerns vorzeitig aus der Haft entlassen hat.

Heute müsste BP wohl noch tiefer in die mittlerweile fast leeren Taschen greifen, denn bei dem doch etwas angeschlagenen Ruf würde Libyen um einiges schwerer mit sich verhandeln lassen.

Die Bohrungen vor Libyen werden in wenigen Wochen beginnen. Man wird noch 250 Meter tiefer in den Körper der Erde eindringen, als dies vor Mexiko der Fall war (bis 1750 Meter!). Der Energiekonzern wies Sicherheitsbedenken über die neue Tiefseebohrung zurück. "Bedenken"; für skrupellose Menschen eine Buchstabensuppe ohne Bedeutung. "Gewinnmaximierung" ist zwar länger, steht jedoch schon eher in Resonanz mit der BP-Geschäftsleitung.

Interessant in diesem Zusammenhang: Im Juni, also 2 Monate nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko trieb ein angeblich alkoholisierter Börsianer durch Aufkauf von 7 Millionen Barrel Öl den Ölpreis auf ein Rekordhoch. Er wurde daraufhin mit einer Geldbusse von umgerechnet 89 000 €uro sowie einem fünfjährigen Berufsverbot belegt. Da fragt man sich als Laie tatsächlich, auf wessen Lohnliste der Mann wohl gestanden haben könnte!

Warum jedoch dieses Schweigen der Lämmer... eh.... Politiker! Ich finde es schockierend. Da mischt man sich international gesehen in alles und jedes ein, Hauptsache Kinkerlitzchen. So forderte zum Beispiel der Europarat die Schweiz kürzlich auf, das Bauverbot für Minarette aufzuheben, da es die Religionsfreiheit verletze, obwohl genau dieses Verbot offenbar bei der Abstimmung dem Volkswillen entsprochen hat. So wird aus einer Demokratie eine Dekoramtei! Den gleichen Rat kümmert übrigens herzlich wenig, dass in islamischen Ländern die Religionsfreiheit der Christen mit Füssen getreten wird und Kirchen weder neu gebaut noch bestehende renoviert werden dürfen. Die christlichen Gläubigen sind wohl im Jammern einfach zu wenig geübt!

Was ich jedoch grundsätzlich sagen will: wenn einer irgendwo zu laut hustet, dann wird das international gesehen kritisiert; jeder Furz wird vor irgendeinem Ausschuss diskutiert. Unsere Gesetze müssen zum Beispiel der EU angepasst werden, obwohl wir nicht Teil der EU sind. Aber man lässt ohne weiteres zu, dass die Ölkonzerne mit ihrem riskanten Unfug weitermachen und sich einfach dem nächsten Meer zuwenden, für ein Mehr an Kohle... oder eben Öl.

Man kann nichts besitzen, die Erde gehört uns nicht! Niemandem! Die jeweilige Nation hat für "ihr" Territorium einfach nur die Verantwortung. Sie muss Entscheidungen so treffen, dass die nächsten 7 Generationen gedanklich in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden, wie dies die Indianer taten, und nicht nur die nächsten 7 Minuten/Stunden/Tage oder bestenfalls Monate plus die eigenen 7 Bankkonten.



Ich rufe Sie hiermit auf, BP-Tankstellen künftig zu boykottieren!!! DANKE

Natürlich sind Shell, Exxon und all die andern vermutlich nicht viel besser. Dennoch geht es darum, ein Zeichen zu setzen. Vergessen wir nicht, dass der Boykottaufruf "Shell to Hell" in Bezug auf die seinerzeit geplante Versenkung der Bohrinsel Brent Spar die Umsätze bei Shell um 50 Prozent einbrechen liessen, worauf die Bohrinsel umweltschonend demontiert wurde. Der Ölmulti erholte sich nur schwer von dieser Einbusse.

Wir Konsumenten haben mehr Macht als wir wahrhaben (wollen). L'état c'est nous!!! Dadurch, dass wir etwas kaufen oder eben nicht oder halt woanders, zeigen wir direkt unsere Meinung und zwar in der praktisch einzigen Sprache, welche solche Leute verstehen "Money-Geld-Kohle"! Und wenn sie nicht spuren, dann wird "Mittelmeer" hoffentlich bald zu: "keine Mittel mehr!"

PS: Boykott auch über Facebook: D/E
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