Donnerstag, 13. September 2012

Sunrise flex und flat - all inclusive .... abgesehen vom Empfang!

bei Sunrise gehts eher Richtung Sunset!
Sunrise flex Inklusivpakete: alles, was du willst? Ich? So? Nicht wirklich!

Zu einem „flex S“ habe ich mich überreden lassen, weil ich ENDLICH garantiert und durchgehend auf Empfang sein wollte, und sei es nur innerhalb der Stadt Bern. Ich habe zwei Geschäfte — klein zwar, aber mein — und möchte daher erreichbar sein, zumindest zu Geschäftsöffnungszeiten. Das ist leider offenbar bei Sunrise noch immer nicht möglich. In unserem Dojo habe ich praktisch nie Emfpang und auch in der Praxis fehlt er immer mal wieder. Was tun, wenn man wirklich mal dringendst telefonieren sollte? Schreien oder Trommeln?

Ende Januar ging ich mit genau diesem Problem in den Sunrise-Shop und wurde überzeugt, dass der treue alte Silberrücken (iPhone G2) nun wohl doch endlich ausgedient hat. Ausserdem sei die alte SIM-Karte natürlich nicht der Hammer. 

Obwohl ich seit Jahren ein unvergleichliches Abo hatte, bei dem man pro Monat 25 Franken zahlte, die dann aber sozusagen konsumieren konnte (SMS, Telefonie, Internet) und nur diesen Betrag übersteigende Leistungen zahlen musste, schloss ich einen neuen Zweijahresvertrag ab. Ich nahm also in Kauf, vertragsmässig schlechtere Karten zu haben in der Hoffnung, dafür zumindest telefonieren zu können und für meine Kunden erreichbar zu sein. Ein absoluter Trugschluss.

Kürzlich stand ich wieder einmal wie der Esel am Berg, und das mitten in Wabern und ohne Kontakt zur Aussenwelt! Zudem zeigen mir die letzten Monate, dass ich nun seit dem Vertragswechsel gleich zwei- bis dreimal so teure Rechnungen erhalte wie vorher. Mein Entschluss steht fest: ich kündige und zahle eine „Bearbeitungsgebühr in der Gesamthöhe der Abogebühren bis zum Ablauf der Vertragsdauer“. Das sind satte 425 Franken. Ich erhalte daran vom neuen Anbieter, der Swisscom, 100 Franken und lasse mein Vivo Casa in ein Vivo Tutto umwandeln. Dadurch habe ich ein „all inclusive-Angebot“, wie man es sich nur wünschen kann, will heissen: ich zahle rund ums Handy einen fest vereinbarten Preis und habe dank der tieferen Abokosten die Ablösungssumme in 5 Monaten „amortisiert“. Was aber wohl der wichtigste Punkt sein dürfte: ich habe dann garantiert Rundumempfang, und zwar zumindest schweizweit!

Was die Kundenfreundlichkeit anbelangt, finde ich einen Punkt noch erwähnenswert. Ich will nämlich meine Natelnummer behalten. Sobald die Portierungsanfrage seitens der Swisscom bei Sunrise eingetroffen ist, sollte man davon ausgehen, dass der SIM-Lock auf meinem iPhone 4 automatisch rausgenommen wird. Pustekuchen. Die Kundenberaterin meinte, vielleicht hätte ich dann ja ein neues Telefon und sie könne ja nicht bei Tausenden von Kunden (!!!) immer noch solche Sachen überwachen. Ich muss also zu gegebener Zeit extra wieder bei Sunrise anrufen und die Freischaltung veranlassen, und zwar idealerweise etwa 4 Tage bevor die Nummer bei Swisscom aufgeschaltet wird. Dann kann ich nur noch hoffen und beten, dass ich nicht ohne funktionierendes Geschäftshandy dastehe, denn wenn man den diversen Einträgen im Netz Glauben schenkt, wurden in dieser Angelegenheit schon mehr als einmal Anwälte eingeschaltet.

Das Smiley, ehemals Zeichen von Sunrise hat ausgedient und es geht rasant Richtung Sunset! Ich frage mich bloss, wie die Sunrise flat-Abos bei den Kunden ankommen. Da wird geworben mit "grenzenlos verbunden mit den neuen Sunrise flats für die Schweiz und die Welt". Blöd nur, wenn der Empfang schon jenseits der Handyantenne aufhört, oder?

PS: Noch-Kunden von Sunrise können mal folgenden Trick versuchen: 3G ausschalten, dann klappt es MANCHMAL mit dem Telefonieren!
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