Donnerstag, 29. Juli 2010

Kachelmann - ENDLICH frei


Nachdem man sich nun seit geschlagenen 4 Monaten Sorgen machen musste um den Zustand des Rechtssystems in Deutschland, wurde heute unser Kachelfrosch endlich auf Anweisung des Oberlandesgerichts Karlsruhe in die Freiheit entlassen. Momentan bestehe kein dringender Tatverdacht mehr! Es sei nicht mehr auszuschliessen, dass die Frau ihn zu unrecht belastet habe. Die Fachleute sind sich einig: diese Entscheidung war längst überfällig.

Das Heraustreten aus der Haftanstalt, welche doch irgendwie auch eine Art Schutz bedeutete in diesen hektischen Zeiten der Berichterstattung und Meinungsbildung.... ein schwieriger Moment, selbst für den mediengewohnten Meteoprognostiker, denn irgendwie muss man ja gut Wetter machen vor all den Kameras, der Öffentlichkeit... oder eben eine gute Figur, man weiss ja wie das so läuft!

Wie man es nämlich macht, ist es falsch. So wurde durch RTL Punkt12 ein sogenannter TOP-Experte für Körpersprache (Menschenkenntnis und Charakterkunde) namens Bernhard Wirth bemüht, um uns Doofis zu erklären, was in Jörg Kachelmann im Moment der Freilassung vorging.

So sei seine Verabschiedung des Haftjustizbeamten unnatürlich (gut sichtbar an der Haltung von Oberkörper und Kopf) und die Farbe des T-Shirts mit unschuldigem Weiss eine bewusste Aussage. Dass Kachelmann zwar lächle, die Zähne aber dabei niemals zu sehen seien, deute darauf, dass er innerlich nicht ganz so locker war (wen wundert's!). Ein geschlossener Mund sei ein Zeichen von Aggressivität. Ob Herr Wirth deshalb so viel redet?

Um zu sehen, was in dem Menschen Kachelmann heute vorgegangen ist, brauche ich keinen Simultan-Übersetzer. Ich habe fast ein wenig mitgelitten. Es war unübersehbar, dass er sich unsicher und ausgestellt fühlte, nicht zuletzt, weil ihm als Medienmann bewusst war, dass man jedes Zucken seiner Augenwinkel, jeden Atemzug, jede Bewegung genauestens unter die Lupe nehmen und bis zu einer absoluten Unkenntlichkeit vergrössern und breittreten würde.

Ich wünsche unserem Wetterfrosch, dass er die Füsse wieder auf den Boden bekommt, dass die Sonne für ihn wieder scheint (für uns hoffentlich auch!) und die ganze Wahrheit endlich ans Licht kommt. Sollte die Anklägerin, deren voller Name über Internetforen übrigens mittlerweile bekannt ist, der Lüge respektive des versuchten Rufmordes überführt werden, dann wäre es meines Erachtens zwingend, dass sie sich dafür auch verantworten muss. Es darf nicht angehen, dass man ungestraft und aus purer Rachsucht das Leben eines Menschen vollkommen umkrempeln und schlimmstenfalls praktisch ruinieren kann.

Am 6. September wird es wohl vor Gericht losgehen. Am Schluss des Prozesses werden wir eines wissen: das Urteil der Richter. Wie sich die Sache tatsächlich abgespielt hat, wissen nur die Beteiligten selbst.... und da steht bekanntlich Aussage gegen Aussage.
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