Dienstag, 14. Oktober 2008

Finan-ZEN


"Ja' - yeah - jippiiii"
"Einer wird gewinnen"
"wer zuletzt lacht..."
∅∉∞≢

Die Börsianer in Frankfurt sind ausser Rand und Band. Staatliche Hilfspakete sorgen für ein Rekordplus an der Börse. Wessen Rechnung geht da gerade mal wieder auf?

1700 Milliarden Euro oder 2600 Milliarden Schweizer Fränkli heisst die Formel einer neuen Grippeimpfung für die krisengeschüttelte Bankenwelt. So wurde auch der Bankweltuntergang bis auf weiteres verschoben. Zahlreiche EU-Länder kündigten Hilfspakete für die Finanzindustrie an, und zwar Deutschland, Frankreich, Italien. Österreich, die Niederlande und Spanien. 

Ja muchas gracias alle miteinander, sans fräindlich grüesst, sapperlott! Ich stell mir grad vor, wie die Pakete über der jeweiligen Bankenstadt abgeworfen werden, zum Beispiel aus Militärhelikoptern. Ein paar Fresspäckli sind auch dabei, denn immer nur an den Nägeln kauen ist nicht!

Kann ich mir so eine unglaubliche Zahl überhaupt vorstellen. Ich meine 17 oder 26 geht ja noch, aber wie viele Nullen gehören da angefügt. Nein, ich spreche nicht von Ospeln, sondern von wirklichen mathematischen Werten. Also eine Milliarde hat 9 Nullen, dann hätten also 2600 Milliarden 11 Nullen.

Und so  sieht das aus: 2'600'000'000'000. Eine runde Sache also. Das Hilfsprogramm soll nun die Abwärtsspirale stoppen und vielleicht eine gewisse Stabilisierung der Finanzbranche mit sich bringen.

Für mich als Laie sieht das in etwa so aus: Aktionäre profitieren im besten Fall, wenn es der Börse gut geht und alles in Butter ist... oder gar schwimmt. Alle andern - auch Sie und ich - gehen leer aus. Müssten nun allerdings die Grossbanken tatsächlich vor dem Untergang bewahrt werden, wer würde dann in seine Taschen greifen müssen? Genau!! 

Eigentlich ist das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren eine Art Lotterie. Mal kann man gewinnen, mal wird man verlieren. Der ehemalige Börsensguru, André Kostolany hat einmal gesagt: wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muss spekulieren. Bei den Banken könnte man manchmal echt von letzterem ausgehen?!!

Wie dem auch sei, meines Erachtens müssten diejenigen, welche die Gewinne einstreichen auch die Verluste auffangen. Wann werden ENDLICH die Verantwortlichen in die Verantwortung genommen?

Homer Simpson jedenfalls soll sich Berichten zufolgen nicht haben lumpen lassen. Er hat eine eigene Serie Spezialmünzen auf den Markt geworfen haben. Ein Simpson entspricht in etwa einem Südkoreanischen Won, was umgerechnet 0,001 Schweizerfranken wären. Na da kann ja echt nichts mehr schief gehen.

Aber bleiben wir doch einfach gelassen. Von Finanzen zu Finan-ZEN. Die Migros bietet dazu bereits Spezialkurse an, eventuell geleitet von Uriella. Im 10er-Abonnement geht das auch günstiger. Und bevor der SMI noch mehr zulegt, könnten Sie sich ja auch etwas zulegen, zum Beispiel ein paar UBS-Aktien. Sie sind zwar nicht mehr ganz so günstig wie vorgestern, aber deswegen so laut schreien brauchen Sie nicht!

Apropos Katzenjammer, vielleicht möchten Sie dazu ja das Dokudrama: "and the winner is" anschauen. Wer holt sich da wohl die goldene Stimmgabel? Aber voten Sie doch gleich mit oder schicken Sie eine SMS an die Nummer 1726... oder halten sich ganz einfach die Ohren zu!!

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