Samstag, 20. Januar 2018

#No-Billag - Abstimmungskampf mit ungleichen Waffen

Degen gegen Zahnstocher
Gäng wi Gäng, der Abstimmungskampf um die Radio- und Fernsehgebühren läuft auf Hochtouren. Bald wird der nicht immer gleichermassen souveräne Souverän an die Urne gebeten.

Es vergeht kein Tag, an welchem wir nicht in zahlreichen (Er)Schlagzeilen lesen oder am Fernsehen mitbekommen müssen, was alles Schlimmes passieren wird, wenn die No-Billag-Initiative tatsächlich angenommen würde. Ein Weltuntergang könnte kaum dramatischer sein, jedenfalls wird es so dargestellt.

Und dann legen sich natürlich noch die Promis richtig ins Zeug, z.B. mit "Stars klatschen gegen No-Billag". Wie Sina das rüberbringt …. WoW …. diese Qualität würde man sich am TiWu immer wünschen. Klar, dass dies unmöglich ist, denn 24 Stunden Sendezeit mit qualitativ hochstehenden Formaten auszufüllen, ist kein leichtes Unterfangen. Deshalb die vielen amerikanischen Soaps und sonstiges seichtes Trash-Fernsehen. Wenn da nicht die vielen Werbeblöcke wären, könnte man glatt verzweifeln.

Nach diversen unerwünschten Abstimmungsergebnissen in der Vergangenheit (MEI-mei!!) geht den Gegnern der Initiative wohl allmählich der Arsch auf Grundeis, wobei die letzten Umfragewerte eher Richtung Ablehnung tendieren. Nachdem im Dezember noch 57 Prozent der Befragten ein Ja in die Urne legen wollten, scheint sich das Blatt mittlerweile gewendet zu haben. Laut Tamedia-Umfrage wollen gar 59 Prozent ein Nein auf ihren Stimmzettel schreiben.

Von den Initianten ist kaum mehr was zu vernehmen. Ihnen ist wohl der Strom ausgegangen respektive alle Kohlen bereits verheizt. Sie können den Abstimmungskampf nicht mit Zwangsgebühren oder Steuergeldern finanzieren, sondern müssen in die eigene Tasche greifen oder sind allenfalls auf Spenden angewiesen. Auch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ihnen von den Massenmedien kein Platz eingeräumt werden DARF. Was ihnen bleibt ist die Möglichkeit, sich über die sozialen Medien bemerkbar zu machen.

Es bleibt also weiterhin spannend und wir dürfen noch bis am 4. März unsere Fingernägel weiter malträtieren. Und wer weiss, vielleicht stimmen wir sogar mal über No-Bundesräte ab, das wäre eine Ersparnis, sag ich Ihnen, denn wie ich gelesen habe, hat Ueli Maurer die Swissbau 2018 eröffnet und dabei ein Projekt vorgestellt, wie unser neues Bundeshaus direkt an der Aare aussehen könnte. Grrrrr …..

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