Freitag, 31. Juli 2009

Nationalfeiertag - Urbi et Gürbe...







Kann es der 1. August noch schaffen, in uns das bengalische Feuer der Begeisterung zu entfachen? Welche Begriffe verbinden wir mit dem Wort "Vaterland"? Was genau feiern wir?

  • 718 Jahre falsche Bescheidenheit
  • 41'285 Quadratkilometer begehbare Postkarte
  • 74 Jahre Bankgeheimnis (☼ 1935 - 2009 ✝)
  • Zuviele Jahre langfädig-unnötige Augustreden des jeweiligen Bundespräsidenten

Fühlen wir in uns überhaupt noch so etwas wie Nationalstolz? Sind wir nicht einfach froh, dass wir seit 1994 am Nationalfeiertag nicht mehr arbeiten müssen. So bleibt nämlich viel mehr Zeit zum grillieren und eine dritte Ladung Feuerwerk in die Luft zu lassen. Wie schlecht es auch um die familiären Finanzen stehen mag, dafür hat man doch immer Geld.

Als Kinder hatten meine Schwester und ich ja sogar Schiss, die Bengalischen selber anzuzünden. Wir überliessen diese Ehrenrunde lieber meinem Vater, der damit wunderschöne Achten in die Luft schrieb. Uns wurde aber vorher auch ziemlich eingeheizt von wegen Gefährlichkeit des Feuerwerks; wir kriegten allein von den Ermahnungen Brandblasen. Und schliesslich war es dann auch ausgerechnet mein Lieblingslampion gewesen, der da plötzlich lichterloh brannte.

Die Schweiz bedeutet für mich Heimat. Hier habe ich meine Wurzeln und fühle mich am wohlsten. Auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden bin und stets etwas zu meckern finde, möchte ich nirgendwo sonst lieber leben. Man hat eine gewisse Freiheit, geniesst den Frieden und wächst am Widerstand, der einem in vielen Dingen entgegengesetzt wird. Und wenn wir auch manchmal den Revolutionären in uns spüren und nähren....



...so sind wir doch irgendwie-irgendwo verdammt stolz auf uns, denn die Schweiz ist mehr als ihre farblosen Politiker.

Drum Urbi et Gürbe.... oder eben Aare, und allen einen schönen "ärgsten" August =D

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