Dienstag, 18. Februar 2014

Die Schweizer Luftwaffe .... eine Lachnummer?

   +   Unsere Luftwaffe … eine Lustwaffe?  + 
Man stelle sich mal vor: ein Flugzeug wird entführt und nimmt Kurs auf die Schweiz. Ja, genau, das Land, welches kürzlich die Initiative gegen Masseneinwanderung angenommen hat.

Was passiert? Begleitet wird das Flugzeug zuerst von zwei Italienischen Eurofightern (mille grazie, bella Italia), bis dann zwei Mirages der französischen Luftwaffe übernehmen (merci beaucoup mes chers) und die gekaperte Maschine samt Entführer sicher bis zur Landung in Genf eskortieren. Ein toller Escort-Service ;-)

Und was macht die Schweizer Luftwaffe, die sich übrigens mit dem Gedanken trägt, 3.126 Milliarden Franken in eine "Gripen-Infektion" der besonderen Art, mit 22 Erregern (vor allem der Gemüter der Steuerzahlers) zu investieren? Sie hat noch geschlossen, da die Entführung vor 8 Uhr morgens stattfand.

Was bitteschön bringen Kampfjets, wenn sie in Hangars laut vor sich hinrosten? Für so etwas kommen wir doch auch weiterhin sehr gut mit unserem beachtlichen Maschinenbestand klar, egal wie alt die Dinger sind. Als Abfangjäger dienen uns ja die Northrop 5-5 (42 Maschinen), als Mehrzweckkampfflugzeuge die F/A 18 C oder D (34 Maschinen). Hmmmm .....

Man sollte die Luftwaffe umbenennen. Mein Vorschlag: die Schweizer Lustwaffe, ein durchaus kindergerechter Ausdruck, geht es doch beim Thema Lust in diesem Fall darum, dass sie nur dann eingesetzt wird, wenn grade mal einer Lust hat zu arbeiten.

Selbstverständlich wird der Schweizer Luftraum permanent, will heissen: 24 Stunden im Tag, 7 Tage in der Woche überwacht .... FLORAKO sei dank. Was allerdings hilft eine Permanentüberwachung, wenn, wie von oberster Instanz erklärt wird, die Schweiz ausserhalb der Bürozeiten keine Interventionsmittel habe, um eine Luftraumverletzung zu verhindern. Und was bringen uns 34 F/A 18-Maschinen, wenn davon aufgrund von Pilotenmangel genau deren 8 operativ einsatzfähig sind, wie ich einem Blogbeitrag von Chris Steinegger aus dem Jahre 2012 entnehme? Hätten wir nun noch 22 Gripen dazu, dann würde sich die Anzahl nicht-einsatzfähiger Fighter um eben diese Zahl erhöhen.

Eine Luftwaffe taugt nur dann etwas, wenn sie auch eingesetzt werden kann. Ansonsten können wir den bestehenden Maschinenpark nutzen für Alpenrundflüge oder um unsere Bundespinsel in der Gegend rumzufliegen. Das mit den Rundflügen wäre doch ein weiteres, höchst willkommenes Standbein für Schweiz-Tourismus, jetzt, wo kein Ausländer sich mehr so richtig hierher traut.

Das unfreiwillige Outing (samt ebensolcher Komik) vom 17. Februar hat sicher einiges gebracht. Falls der Gripen-Kauf vor's Volk kommen sollte, dann hat sich die Angelegenheit hier ETWAS relativiert. Allerdings dienen unsere Bürozeiten sozusagen als Einladung. Die ganze Welt weiss jetzt, wann es am günstigsten ist, unerlaubterweise ungestraft bei uns einzufliegen: morgens vor 8:00, über Mittag und dann natürlich nach 17:00 Uhr.

"Ja Grüezi .... a very warm welcome mittenand!"
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