Dienstag, 20. September 2011

Bernmobil - Werbung eine Lachnummer

cross your fingers....
Viele kennen ihn wohl nicht mehr: Fernand Joseph Désiré Contandin, kurz Fernandel. Seine Glanzrolle war das umtriebige Schlitzohr Don Camillo, der es mit kirchlichen Regeln nicht immer ganz so genau nahm oder sie stets zu seinem Vorteil zu nutzen wusste. Gekreuzte Finger waren sozusagen sein Wahrzeichen! 

Da hat er etwas mit Bernmobil gemeinsam. Die werben nämlich mit Fernandel - cross your fingers - und folgendem Slogan: 

 "Im Stau stecken geblieben? 
Mit BERNMOBIL pendeln Sie stressfrei und sind immer pünktlich." 
gröhl!
Komisch, bei mir, die ich jeden Tag den Öv nutze, ist das gerade umgekehrt: viel Stress und darauf angewiesen, stets mehr als genug Zeit einzurechnen. Das geht aber nicht nur mir so, sondern auch meinen Klienten. Gerade gestern wieder. Nachdem wir einen Sommer mit Gehen ohne Ende verbracht haben, da das Zeitglockenkreuz Schienentechnisch völlig renoviert wurde, rief gestern mein Patient ziemlich aufgeregt an, die Fahrleitung am Zeitglocken sei herunter gekommen und man wisse noch nicht, wie-was-wann-jetzt. Die Umsetzung meines Rates, doch das berühmte "blaue Bähnli", das heute auch nicht mehr völlig blau ist, zu nehmen, war deshalb unmöglich, weil sich davor ein stehendes Tram ans andere reihte und zudem eine weitere Panne im Bereich Brunnadern den Verkehrsfluss völlig zum Erliegen brachte. Die Alternative Taxi wäre also auch im Stau gestanden! 

Per Pedes ist, wie die Erfahrung zeigt, fast die einzige Möglichkeit, garantiert innerhalb der dafür eingerechneten Zeit ans Ziel zu kommen, es sei denn, es hat sich eine neue Baustelle zu den vielen schon bestehenden dazugesellt (Umweg!) oder man fällt vor Erschöpfung tot um. 

PP ist allerdings etwas zeitintensiv, brauche ich doch von zuhause bis ins Dojo 40 Minuten, von zuhause bis in die Praxis deren 35 - und dann kommt ja immer noch der Rückweg. Allerdings spare ich mir dann den Gang ins Fitness-Center. 

Hier übrigens ein kleiner Eindruck von Don Camillos Einsatz aus dem Jahr 1952 (Teil 1) - viel Spass!

 


Und wer es schon lange nicht mehr gehört hat, es liiiiiiiiebt und einigermassen Bärndütsch versteht oder radebricht: hier "dr schnäuschst Wäg nach Worb" - gröhöl!!

Keine Kommentare: