Freitag, 3. Juni 2011

Protesteron statt Östrogen, Testosteron und Konsorten

all you need is LOVE .... and C18H25O3

Hormone sind chemische Botenstoffe, denen sich keiner so richtig entziehen kann. Böse Zungen behaupten gar, die vielgepriesene Liebe sei nichts anderes als Chemie.

Wühlmausweibchen - und ich spreche NICHT von Kundinnen bei H&M zu Zeiten des Ausverkaufs - binden sich offenbar sehr schnell an das nächstbeste Männchen, wenn ihr Gehirn mit Oxytocin überschwemmt wird. Dieses Hormon beeinflusst jenes von Dopamin gesteuerte Belohnungssystem, auf welches beim Menschen auch Drogen wie Nikotin, Kokain oder gar Heroin einwirken.

Die Vorstellung, dass die hohen Gefühle, welche wir für unsere Liebsten hegen und pflegen, nur die Folge irgendwelcher Botenstoffe im Gehirn sein könnten, scheint schlicht und einfach inakzeptabel. Liebe nichts anderes als die Folge eines Hormon-Cocktails.... on the rocks?

Der Botenstoff Protesteron scheint in immer grösseren Mengen die Zentralrechner der menschlichen Rasse zu überschwemmen. Dieses Hormon hatte schon anno 1968 eine Hochzeit. "Make Love not War" lautete damals die Devise. Noch immer halten es viele mit dem genauen Gegenteil, und sei es nur wegen der vielen Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie und den Milliarden und Abermilliarden, die man mit Krieg verdienen kann.

Mit Protestieren allein ist jedoch noch gar nichts getan, mit Reden übrigens auch nicht. Um wirklich etwas zu bewegen, braucht es etwas mehr.


Nicht alles, was nach ernsthaftem Protest aussieht, ist es auch. Das zeigen uns die vielen Zeltbegeisterten vor dem BKW-Gebäude in Bern, welche sich dort mittlerweile schon fest angesiedelt haben.

Neu - Zaffaraya - Berns Scheiterhaufen für unsere Politiker!

Ein Zirkus mit entsprechendem Zelt, einem Tempelhäuschen, Spielanlagen sowie einem umfunktionierten Blumenbeet, umgegraben wohl zwecks Bepflanzung mit gesundem Grünzeug (garantiert EHEC-frei). Die Berner Regierung schaut zu und staunt. Unser Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, Reto Nause, kriegte kürzlich die Nausea permagna, schmiss das Handtuch und überliess weitere Verhandlungen unserem Stapi Tschäppät. Das kann ja heiter werden. Der wird es sich vermutlich nicht nehmen lassen, den allabendlichen Trommelsessions beizuwohnen und mit einem Spezial-Cocktail auf SEINE geniale Stadt anzustossen.

Persönlich bin ich auch keine Freundin von Atomkraftwerken und wirkliches Engagement begrüsse ich sehr, mit Betonung auf wirkliches. Neu-Zaffaraya dagegen ist sozusagen Berns neuer Scheiterhaufen, was unsere aktuelle Politik anbelangt. Peace allesamt! Genau, verpeaced Euch!

1 Kommentar:

piet hat gesagt…

ich denke dass dir andrew lehman's neoteny.org gefallen wird

ueber occupy hab ich mir auch gedanken gemacht ..
https://sites.google.com/site/poetpiet/uploads
direct downloads da, all meine notizen aus 2011