Dienstag, 25. März 2014

Schlachthaus oder Zoo? Kopenhagen im Kreuzfeuer der Kritik

Giraffen sind lernfähig
vom Gir- zum Kletter-Affen
Giraffenbulle Marius wurde nur 18 Monate alt. :'(
Sein Verhängnis: sein Gen-Mix war demjenigen der anderen Tiere in der Herde angeblich zu ähnlich. Das komplett gesunde Jungtier wurde vor den Augen der teilweise geschockten Zoobesucher geschlachtet und den Löwen zum Frass vorgeworfen. Nichts für schwache Nerven.

Zoodirektor Holst steht seither im Kreuzfeuer der Kritik, findet sein Vorgehen aber absolut korrekt und zeigt keine Reue. Marius hätte sich zur Verhinderung von Inzucht eh nicht fortpflanzen dürfen und ohne Kinder zu zeugen hätte er einem gentechnisch wichtigeren Tier nur den Platz weggenommen.

Wer jetzt denkt, die Geschichte hätte damit ein - wenn auch trauriges - Ende gefunden, liegt falsch. Gestern wurden vier der (gefütterten) Löwen ebenfalls ermordet. Selbst heftigste Proteste halfen nichts. Gemäss Holst war der Generationenwechsel schon lange geplant, weil die beiden Zuchtlöwen bereits 16 respektive 14 Jahre alt waren. Und da ihre beiden zehnmonatigen Jungen nicht allein zurechtgekommen wären, hat man sie der Einfachheit halber ebenfalls abgeschlachtet. Euthanasie? Kopflastigkeit? Idiotie?

Eine Online-Petition fordert nun die schrittweise Schliessung des Zoos, zu Recht, wie ich meine. Direktor Holst soll mit sofortiger Wirkung freigestellt werden, unter neuer Führung sollen die Tiere anderswo plaziert werden und es dürfen keine neuen Tiere mehr aquiriert werden.

Vielleicht hat ja ein dänischer Schlachthof Verwendung für Holst. Der hat mittlerweile jede Menge Übung im Töten. Seinen Aktionen entnehme ich, das er eindeutig den Beruf verfehlt hat. Alles was bei Drei nicht auf den Bäumen ist........ Aber wie man sieht sind Giraffen lernfähig, auch wenn Klettern sonst nicht unbedingt zu ihren Spezialitäten gehört.
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