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Donnerstag, 2. Juli 2020

Maskenpflicht — der neue Gesslerhut

🇹🇭 Das war Tell's Geschoss 🇹🇭
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefÀllt"!

Wilhelm Tells böser Nachbar war Landvogt Gessler, der den MeisterschĂŒtzen dazu zwang, einen Apfel vom Kopf des eigenen Sohnes zu schiessen, weil er den Hut der Unterwerfung nicht grĂŒssen wollte. Tell trifft denn auch perfekt und, wie die Legende sagt, kurz darauf auch seinen Herausforderer, diesen dann direkt tödlich. "Durch diese hohle Gasse muss er kommen", wir erinnern uns.

Wer ist unser böser Nachbar? Bill Gates ist zwar ein ganz schlimmer Finger, aber direkt als Nachbarn wĂŒrde ich ihn nicht bezeichnen. Viel nĂ€her sind doch da die 7 Bundeszwerge, angefĂŒhrt von einem Gesundheitsminister, der durchaus etwas Antikes in seiner Einstellung vermuten lĂ€sst. Wie einst Louis XIV schwelgt er geradezu im herrlichen GefĂŒhl "l’Ă©tat c’est moi". Voraussichtlich wird das Parlament gehorsam der ÜberfĂŒhrung der Notverordnungen in dringliches Bundesrecht zustimmen, und dann kann es fĂŒr Berset und Konsorten ja getrost so mĂ€chtig weitergehen bis Ende 2022.

Wenn mir auch ein grosser Prozentsatz der Menschen hier widersprechen wird, halte ich die Maskenpflicht dennoch fĂŒr eine Anordnung, deren einzig erkennbarer Zweck ein gross angelegter Test respektive die öffentliche Erzwingung untertĂ€nigen Verhaltens ist. Es ist dies nur ein erster Schritt — weitere werden folgen. Die Akzeptanz der Bevölkerung wird in jeder Phase durch kurzes Abwarten geprĂŒft werden, so wie von Jean-Claude Juncker empfohlen (s. Blogeintrag vom 24.6.).

Die Frage eines Journalisten an der gestrigen Pressekonferenz, ob es denn ĂŒberhaupt Zahlen gebe, welche zeigten, dass es im ÖV zu Ansteckungen kommen könnte, verneinte Berset. Man könne aber im öffentlichen Verkehr nicht alle Beteiligten ermitteln und der Abstand könne nicht eingehalten werden. FĂŒr BR Sommaruga ist klar: die Maskenpflicht ist eine PrĂ€ventionsmassnahme, beschlossen nicht aufgrund eines spezifischen Gefahrenherdes. Bei anderen spezifischen Gefahrenherden wie z.B. einem Club gebe es Sicherheitskonzepte. Okay, wo war das Sicherheitskonzept anlĂ€sslich der illegalen Party vor der Reitschule von letzten Samstag (s. Blogeintrag vom 28.6.). Und warum wurde von Seiten der Polizei nicht eingegriffen, obwohl tausende Anrufer den Umstand meldeten?



Viele finden, es sei nun nicht sooooo schlimm, im ÖV eine Maske aufzusetzen. Wartet mal ab, Ihr Lieben, die wirklich heissen Sommertage stehen noch aus. Im weiteren geht es ums Prinzip und darum, der Obrigkeit zu zeigen: bis hierher und nicht weiter, sondern umgehend zurĂŒck zum Ausgangspunkt oder gar zum Anfang. Womit wir fast schon wieder beim Apfel und Paradiesischen ZustĂ€nden wĂ€ren.

Wollte heute mein Libero-Abonnement zurĂŒckgeben, da ich nicht vorhabe, dem Vermummungsverbot entgegenzuhandeln und maskiert durch die Gegend zu laufen, das wĂ€re ja illegal! Ich gehe also vorbei und stelle mit Erstaunen fest, dass der RĂŒckerstattungsanspruch mit Anzahl der benutzten Tage stetig zurĂŒckgeht. Obwohl mein Abonnement noch genau 7½ Monate gĂŒltig ist, erhalte ich abzĂŒglich einer GebĂŒhr von 20 Franken nur noch 250 Franken zurĂŒck. Eine Hinterlegung des Abos fĂŒr einige Monate ist ebenfalls nicht vorgesehen. Somit verzichte ich auf das RĂŒckgaberecht.


wie bitte? 🧐


Kann mir jemand sagen, wieso man 55% verlustig geht, wenn ein Abo gerade mal 152 Tage von 382 (+16 Coronabonus-Tage) genutzt wurde. Man stelle sich vor: ein Gutschein fĂŒr eine Behandlung in meiner Praxis verliert mit jeder Woche nach Ausstellungsdatum prozentual an Wert und ist nach einem Jahr auf 0%! Ich frage Sie: welche Firma kann so arbeiten? Genau: Bernmobil, SBB etc. By the way: ein Monats-Abo ist bereits ab Tag 8, also nach einem Viertel der Zeit, nichts mehr wert. 0% Erstattungsanspruch. Klar, steht vermutlich alles in den AGBs, die eh keiner liest!

Der Wahnsinn scheint weiter Tempo aufzunehmen. Wo ist ein Wilhelm Tell, der dem ganzen Einhalt gebieten könnte. BrĂ€uchte nicht mittels Armbrust zu sein. Könnte auch auf juristisch-sachlicher Ebene geschehen, wobei: unsere Regierung kann aufgrund des diplomatischen Status’ nicht zur Verantwortung gezogen werden, leider!

Übrigens: wir haben ab 6. Juli Maskenpflicht im ÖV. Hat eigentlich einer gesagt, wie und wo die genau getragen werden mĂŒssen?

eine Möglichkeit von vielen 😅

Sonntag, 14. Juni 2020

Dubler Mohrenköpfe — die Königsklasse 👑

Da scheint ja echt was Wahres dran zu sein!
Sie sind wahrhaftig zum Reinbeissen, diese Dublers, aber nur im Original. Mit einem charakteristischen zarten "Knack" bricht die schokoladige HĂŒlle auf und gibt einen luftig-schmelzigen Inhalt preis, der keine WĂŒnsche offen lĂ€sst. Das ist Liebe auf den ersten Biss, mit der man stets treu verbunden bleibt. Kennengelernt haben wir uns unter dem Begriff "Mohrenkopf".

Political Corectness, neudeutsch fĂŒr politische Korrektheit, nahm erst in den 1980er Jahren so richtig Fahrt auf. Da kann man Schiller sein "Fiasko" mit "Verschwörung des Fiesco zu Genua" doch echt nachsehen, also zumindest den Beschreib von Muley Hassan, dem Mohr von Tunis: "ein confiscirter Mohrenkopf, die Physiognomie eine originelle Mischung von SpitzbĂŒberei und Laune" und auch den berĂŒhmten Satz: "der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen". Vermutlich wird das Werk oder Abschnitte daraus irgendwann der immer schĂ€rfer werdenden Zensurenschere zum Opfer fallen. Da sind die BĂŒcherverbrennungen ja nicht mehr ganz so weit, alles schon mal dagewesen.

Überhaupt, was sollen all diese alten Schinken, wir haben ja - juhuuu - Fernsehen oder Netflix mit meist amerikanischen Formaten. Desperate Houswifes, Sex and the City, Friends, Games of Thrones oder wie sie alle heissen. Wer will da ĂŒberhaupt noch lesen.

Apropos Mohrenkopf: wussten Sie, dass dieser Ausdruck zurĂŒckgeht auf den Heiligen Mauritius? Mauritius, auch St. Maurice oder Moritz, abgekĂŒrzt Mohr, lebte im 3 Jahrhundert. Das offenbarte uns kĂŒrzlich Eberhard Geisler, Pfarrer in BĂ€rstadt, und ich hoffe, er hat uns da keinen BĂ€ren aufgebunden: "…. Mauritius war Afrikaner. sein dunkles Konterfei ziert als Standbild den Magdeburger Dom, im Wappen des Bistums MĂŒnchen und Freising ist er als Schutzheiliger abgebildet und als solcher ist er auch in das Wappen von Papst Benedikt XVI gewandert. Da er auch als Heilkundiger galt, wurde er Patron der Apotheken. Moritzkirchen, Moritzapotheken oder Mohrenapotheken erinnern an den Afrikaner, der sich den Christenverfolgungen entgegenstellte. …."

Danke Herr Geisler fĂŒr Ihre grossartigen AusfĂŒhrungen. Am 22. September ist ĂŒbrigens Gedenktag des Heiligen Mohren. Ob man zu seinen Ehren dieses Jahr noch irgendwo einen Mohrenkopf kaufen kann, ist fraglich. In der Migros jedenfalls nicht.

Schaumkuss oder Schokokuss klingt ja ganz sĂŒss, trotzdem ist diese Zensur zur BekĂ€mpfung von Rassismus nichts als Augenwischerei.

Ein ausgesprochen liebenswĂŒrdiger, sympathischer Nachbar von uns, dessen Vater aus Afrika stammt - seine Mutter ist Schweizerin - wurde am 1. Juni beim Aussteigen aus dem Interregio (!!) Bern—Biel von drei Zollbeamten blockiert und gefilzt: "Personenkontrolle"! Der Rucksack wurde minutiös durchwĂŒhlt, jedes Dingelchen aufgeschraubt. Er musste sogar seinen Arbeitgeber anrufen, dass er sich verspĂ€ten wĂŒrde. Dies geschah ĂŒbrigens wĂ€hrend des Lockdowns, sĂ€mtliche Grenzen waren also geschlossen und man fragt sich, warum Zoll und welche Grenze zwischen Bern und Biel ĂŒberschritten werden muss ausser diejenige zu Amtsanmassung und WillkĂŒr. Grenzwertig, tatsĂ€chlich! Warum ausgerechnet er kontrolliert worden sei; eine stimmige Antwort blieben die drei Beamten meinem Nachbarn schuldig. Die Hautfarbe sei es jedenfalls nicht. Interessanterweise war es gerade an dem Tag, als schweiz- und weltweit die vielen "BlackLivesMatter"-Proteste stattfanden.

Solche Wortklaubereien und Spitzfindigkeiten sind in etwa so sinnvoll wie angesichts eines FlÀchenbrandes nach einem Brandstifter zu suchen. Etwas wirklich Gescheites, Hilfreiches kommt dabei nicht raus.

Wie sagte Guy de Maupassant so schön: Dumme Menschen sind nie Feinschmecker. Da scheint ja echt was Wahres dran zu sein.

Freitag, 21. Dezember 2012

Bernmobil - Werbung und Wirklichkeit

Freundlichkeit ........ FREUND-lichkeit
braucht nicht mehr Zeit
Was macht Stress nur aus uns Menschen? Wie fĂŒhlen wir uns, wenn uns im Alltagskampf die Mitmenschlichkeit abhanden kommt? Einfach nur traurig!

In der Leistungskampagne 2012 wirbt Bernmobil im Gegensatz zum letzten Jahr mit LĂ€cheln, LĂ€cheln und nochmals LĂ€cheln. 



Dass RealitÀt und Wirklichkeit oft krass auseinanderklaffen, musste ich heute wieder mal miterleben.

Es ist ja tatsĂ€chlich extrem, wie viele Trams und Busse im Bereich Spital- und Marktgasse unterwegs sind. Es sind dies die Linien 6, 7, 8, 9 und 12. Dazwischen quetschen sich Lastwagen und Taxis, schlĂ€ngeln sich Velofahrer, und dann sind da natĂŒrlich noch die FussgĂ€nger, welche manchmal auf lebensgefĂ€hrliche Weise im letzten Moment vor den Fahrzeugen durchrennen. Kein Schoggijob fĂŒr die Fahrer, das sehe ich ein.

Ich kriegte heute beim Warten am BĂ€renplatz die ganze Palette vorgefĂŒhrt: die 9 Richtung Bahnhof Wankdorf, der Bus Richtung Klee-Zentrum, das Worb-BĂ€hnli .... und dann die 3 Richtung Saali. Eine junge Frau im Elektrorollstuhl musste da einsteigen und machte sich mit dem Spezialknopf seitlich der TĂŒr bemerkbar.

Der Fahrer stieg fluchend aus (..... ausgerechnet im grössten Puff und wenn man eh im RĂŒckstand ist, ist mal wieder typisch.... ) und klappte der Behinderten mit einem Riesenknall die Rampe vor die RĂ€der. Hinter ihr klappte er das Ding lautstark wieder in die Wandhalterung zurĂŒck, noch immer schimpfend und HĂ€nde ringend!

Er wird sich innert kurzer Zeit wieder etwas beruhigt haben. FĂŒr die Frau Ă€ndert sich, was ihre MobilitĂ€t anbelangt, so schnell wohl nichts. Sie hat lebenslĂ€nglich. Wohl mit ein Grund, warum sie sich den Ausbruch des Chauffeurs ungerĂŒhrt anhören konnte, ohne nĂ€her darauf einzugehen oder gar in TrĂ€nen auszubrechen. Was fĂŒr einen speziellen Schutzmantel hat sie sich wohl im Laufe ihres Lebens aufgebaut.

WĂ€re es nicht schön, wenn sowohl der Fahrer als auch sĂ€mtliche FahrgĂ€ste tatsĂ€chlich Grund zum LĂ€cheln hĂ€tten. Man mĂŒsste unter anderem die Voraussetzungen dafĂŒr schaffen. Ob wohl aus diesem Grund demnĂ€chst die Frequenz der Linie 7 und 8 herabgesetzt wird? Na wenn es denn hilft !!!

PS: Mit etwas Freundlichkeit begegnet man, wie das Wort schon sagt, lauter Freunden!

Dienstag, 20. September 2011

Bernmobil - Werbung eine Lachnummer

cross your fingers....
Viele kennen ihn wohl nicht mehr: Fernand Joseph DĂ©sirĂ© Contandin, kurz Fernandel. Seine Glanzrolle war das umtriebige Schlitzohr Don Camillo, der es mit kirchlichen Regeln nicht immer ganz so genau nahm oder sie stets zu seinem Vorteil zu nutzen wusste. Gekreuzte Finger waren sozusagen sein Wahrzeichen! 

Da hat er etwas mit Bernmobil gemeinsam. Die werben nĂ€mlich mit Fernandel - cross your fingers - und folgendem Slogan: 

 "Im Stau stecken geblieben? 
Mit BERNMOBIL pendeln Sie stressfrei und sind immer pĂŒnktlich." 
gröhl!
Komisch, bei mir, die ich jeden Tag den Öv nutze, ist das gerade umgekehrt: viel Stress und darauf angewiesen, stets mehr als genug Zeit einzurechnen. Das geht aber nicht nur mir so, sondern auch meinen Klienten. Gerade gestern wieder. Nachdem wir einen Sommer mit Gehen ohne Ende verbracht haben, da das Zeitglockenkreuz Schienentechnisch völlig renoviert wurde, rief gestern mein Patient ziemlich aufgeregt an, die Fahrleitung am Zeitglocken sei herunter gekommen und man wisse noch nicht, wie-was-wann-jetzt. Die Umsetzung meines Rates, doch das berĂŒhmte "blaue BĂ€hnli", das heute auch nicht mehr völlig blau ist, zu nehmen, war deshalb unmöglich, weil sich davor ein stehendes Tram ans andere reihte und zudem eine weitere Panne im Bereich Brunnadern den Verkehrsfluss völlig zum Erliegen brachte. Die Alternative Taxi wĂ€re also auch im Stau gestanden! 

Per Pedes ist, wie die Erfahrung zeigt, fast die einzige Möglichkeit, garantiert innerhalb der dafĂŒr eingerechneten Zeit ans Ziel zu kommen, es sei denn, es hat sich eine neue Baustelle zu den vielen schon bestehenden dazugesellt (Umweg!) oder man fĂ€llt vor Erschöpfung tot um. 

PP ist allerdings etwas zeitintensiv, brauche ich doch von zuhause bis ins Dojo 40 Minuten, von zuhause bis in die Praxis deren 35 - und dann kommt ja immer noch der RĂŒckweg. Allerdings spare ich mir dann den Gang ins Fitness-Center. 

Hier ĂŒbrigens ein kleiner Eindruck von Don Camillos Einsatz aus dem Jahr 1952 (Teil 1) - viel Spass!

 


Und wer es schon lange nicht mehr gehört hat, es liiiiiiiiebt und einigermassen BĂ€rndĂŒtsch versteht oder radebricht: hier "dr schnĂ€uschst WĂ€g nach Worb" - gröhöl!!

Sonntag, 27. Februar 2011

HÀssliche Frauen oder: wo liegt die Schönheit?

all you need is LOVE ♡
"HĂ€ssliche Frauen - wir haben hier wirklich die hĂ€sslichsten Frauen!" klingt es gut vernehmlich und mĂŒrrisch vom Sitz hinter mir. Wer sagt so etwas, vor allem ĂŒber diese gepflegte Frau mittleren Alters, die soeben mit ihren beiden Hunden ausgestiegen ist? Zugegeben, sie hat einiges an Farbe im Gesicht, aber nicht ĂŒbertrieben und gekonnt gesetzt. Dazu stahlt sie eine ĂŒberschĂ€umende Lebensenergie und Freude aus; ihr LĂ€cheln ist einnehmend und ansteckend; man kann es annehmen wie ein seltenes Geschenk in unserer oft ernstmienigen Gesellschaft.... könnte es!

Ich drehe mich um, weil mich interessiert, wem die nörgelnde Stimme hinter mir gehört. "Ist doch wahr", meint er "wir haben in der Schweiz wirklich die hĂ€sslichsten Frauen der Welt". Er sieht nicht aus wie jemand, der etwas von Schönheit versteht noch wie jemand, der sie gepachtet hat. Vielmehr erinnert er mich an einen jener speziellen ZierkĂŒrbisse.... die mit den grossen Pickeln. Auffallend viel Ähnlichkeit hat er auch mit jenen MĂ€nnern, welche sich aus Asien ein Souvenir mitbringen, das auf zwei zierlichen FĂŒssen durch die Welt trippelt, immer ein-zwei Schritte hinter IHM.

Man kann ja mal eine schlechte Laune haben, aber gestern im 9er-Tram "moffelten" gleich mehrere Exemplare. Das war vielleicht eine Energie, sag ich Ihnen. Wir haben wirklich die mĂŒrrischsten unhöflichsten und unfreundlichsten MĂ€nner der Welt, könnte man manchmal denken. Um etwas so Persönliches, Verletzendes laut zu sagen, braucht es jedoch schon etwas mehr Unverfrorenheit oder ganz einfach das GefĂŒhl einer tiefen Verlassenheit und Einsamkeit. LIEBE ist eigentlich das, wonach wir alle streben, wonach uns buchstĂ€blich dĂŒrstet.... und sie fehlt schon mal hie und da. "All you need is LOVE" und die Welt wird rosarot!


Ich beliess es jedenfalls auf diesem einen Blick nach hinten und war froh, dass mich mein Auge nicht im Stich lĂ€sst.... denn Schönheit liegt bekanntlich eh im Auge des Betrachters.... dann hat nĂ€mlich selbst das pickligste KĂŒrbisgesicht seine ganz ureigenste Schönheit.

Dienstag, 11. Januar 2011

Bernmobil - Schwarzfahren zu teuer?

....voll konkret krass Mann!!!
"Isch waaahnsinnig Mann, voll konkret krass... immer mussen zahle, immer mehr. Schwarzfahren 80 Franken, Mann.... 80 Franken!!! 80 Franke mir reichen fĂŒr 2 Monate, Mann." Das ebenfalls schwarzhaarige, bĂ€rtige GegenĂŒber des aufgebrachten Bernmobil-Kunden respektive Schwarzfahrers kickt letzteren vielsagend an, vergebens... der Vortrag geht weiter. "Isch doch wahr, Mann, Leute sind nicht mehr zufrieden, niemand...."

Da mag er ja recht haben, der wortreiche Immigrant. Vielleicht spart er ja gerade fĂŒr seine EinbĂŒrgerung. Ob er sich mal ĂŒberlegt hat, dass er fĂŒr 2 Franken eine kurze Strecke mitfahren oder aber einfach gratis zu Fuss gehen könnte?! So eine Wahl haben wir bezĂŒglich unserer Krankenkassen nĂ€mlich nicht, und die kosten uns mehr als 80 Franken im Monat... aber wer weiss, vielleicht in nicht allzuferner Zukunft 80 Franken im Tag.

Montag, 13. September 2010

Kamasutra oder Pino?


So etwas habe ich noch nie erlebt. Tram Nummer 9 high noon: er, ein Italian Lover wie er im Buche steht, zirka 1 Meter 80, braungebrannt mit glĂ€nzenden, knackigen Muckis und ebensolchem Hintern, comme il faut. Ein selbstgefĂ€lliges Strahlen auf dem Gesicht hĂ€lt er seine Angebetete... besser gesagt: seine ihn Anbetende im Arm. Sie hat dafĂŒr auch genau die richtige Körpergrösse, misst sie doch höchstens einen Meter 50 und kann deshalb wirklich nur zu ihm aufschauen.

DichtgedrĂ€ngt stehen sie beisammen, obwohl genĂŒgend Platz vorhanden wĂ€re. Sie haben nur Augen und HĂ€nde fĂŒreinander und knutschen, kuscheln, flĂŒstern sich Dinge ins Ohr... man hat fast ein wenig Hemmungen und befĂŒrchtet schon, alsbald in die ersten "Stellungen des Verlangens" von Kamasutra eingefĂŒhrt zu werden.

Man ist ja zugegebenermassen lernwillig, manchmal gar lernbegierig, aber gewisse Dinge sind persönlich und so intim, dass sie meines Erachtens noch immer in die eigenen vier WÀnde gehören. Wenn ich einen Erotikfilm sehen will, gehe ich ins Kino oder in die Videothek!

Beim Kursaal fĂ€llt den beiden schlagartig ein, dass sie ja aussteigen mĂŒssen und das tun sie dann auch im letzten Augenblick. Die TĂŒren schliessen sich und dann: ein Schrei! PINO! PINO!!!!

Und drinnen der kleine Junge: Mamma, Mamma! Nur der schnellen Reaktion zweier jungen Frauen ist es zu verdanken, dass Pino (Peppino - also offenbar Giuseppe) noch aussteigen konnte, denn normalerweise sind die TĂŒren nach dem Schliessen blockiert und können von aussen und spĂ€ter auch von innen nicht mehr geöffnet werden.

Wie ist es möglich, dass man im Reigen von Östrogen und Testosteron sein eigenes Kind vergisst, und das erst noch im ÖV!?? Irgendwie tut mir der Kleine leid, denn er muss sich vorkommen wie das fĂŒnfte Rad am Wagen. Man hat echt den Eindruck, dass Mamma und Papa (eventuell Neu-Lover und gar nicht Erzeuger von Pino) stark drauf setzen, dass man ja immer noch ein neues Kind zeugen kann, sollte man das alte verlieren. Und wozu gibt es in jeder Stadt ein FundbĂŒro...


Donnerstag, 3. Juni 2010

Alltagstaugliche (?) Bau- und Verkehrsplanung...


.... Vision oder doch eher Illusion?

Ab und zu fahre ich mal wieder mit dem PW umher, statt mit dem grossen Mercedes samt eigenem Chauffeur (=Buslinie 40, RBS).

Da unsere Verkehrsplaner es nun - dank verschiedener, gleichzeitig verkehrsbehindernder Massnahmen (Baustellen Viadukt, Wankdorf, Schosshalde, Brunnadern etc.) - tatsÀchlich beinahe geschafft haben, ihre Vision vom Dauerstau in die RealitÀt umzusetzen, kann man oft echt ausflippen.

Eigentlich habe ich ja jeweils genĂŒgend Zeit eingeplant; was fehlt ist meist die Geduld. Zu gewissen Zeiten braucht man z.B. im Ostring ganz viel davon, plus eine Extraportion starke Nerven, denn man kriegt an der Ampel zwar grĂŒnes Licht, aber die Kreuzung ist verstopft. Von zwei Autobahnen sowie der Hauptverkehrsachse ergiesst sich der Verkehr auf die Kreuzung. Jeder fĂ€hrt bei GrĂŒn einfach mal los und irgendwann kann gar keiner mehr fahren, nicht einmal der Bus. Höchstens der Velofahrer, und auch das nur, weil er auf das Trottoir ausweicht.

Nun bin ich an der Reihe. Ich ĂŒberlege kurz, als intelligente Person etwas zu warten, zumindest bis die Kreuzung frei ist. Da wird mir schlagartig bewusst, dass das nichts bringen wĂŒrde, weil von drei andern Ampeln her die Leute vermutlich nicht so rĂŒcksichtsvoll wĂ€ren und weiter die Kreuzung stĂŒrmten. Da ich vor Weihnachten noch etwas zu tun habe, stĂŒrze ich mich ebenfalls bei der nĂ€chsten GrĂŒnphase ins GetĂŒmmel und bahne mir einen Weg auf meine Spur. Huch... es hat geklappt, gerade noch mal GlĂŒck gehabt.

Noch vor Ankunft in der Praxis formuliere ich in Gedanken einen Brief an das Tiefbauamt. Warum muss man gleichzeitig an verschiedenen, miteinander in direkter Verbindung stehenden Orten die Strasse aufreissen, noch dazu, da sie, wie im Bereich Schosshalde, erst vor kurzem nach langedauernden Bauarbeiten wieder geschlossen worden war? Ich darf mir gar nicht vorstellen, dass wir die fĂŒr dieses Chaos Verantwortlichen noch mit unseren Steuergeldern fĂŒrstlich entlöhnen, sonst ... ehm.... tja... ;-@

Donnerstag, 25. MĂ€rz 2010

QUAV4 - alles klar wie Wurstsuppe




"VelofĂŒhrung untere Thunstrasse", unter dieser Überschrift erlaubt uns Peter Blaser (pb) des Quartieranzeigers, Stadtteil IV, einen tiefen Einblick ins politische System der Schweiz.

So haben wir Schweizer bekanntlich stets eine klare Linie und der optimale Durchblick zieht sich wie ein roter Faden durch die Politlandschaft. Aber lesen Sie doch gleich selber:

"Nachdem sich ein Unfall ereignet hat, soll die vom Helvetiaplatz bis Mottastrasse auf das Trottoir gelegte Velospur wieder aufgehoben werden. Die Stadt möchte einen separaten Velostreifen neben dem Tram fĂŒhren, was aber den Verlust von acht ParkplĂ€tzen zur Folge hĂ€tte.
Die QUAV4 ist der Ansicht, dass die heutige Situation - besonders im untersten Bereich entlang der Museumsmauer - entschÀrft werden muss.
ZukĂŒnftig wird im untersten Abschnitt entlang der Museumsmauer die Haupt-Velospur wieder auf die Strasse verlegt. Velos mit AnhĂ€ngern und Langsamfahrer sind - mit gebĂŒhrender Umsicht - auf dem Trottoir erlaubt. Diese Massnahme scheint sinnvoll; die Verlangsamung der Velofahrer auf dem Trottoir soll aber nach Auffassung der QUAV4 möglichst durch andere Massnahmen als mit weiteren Pfosten (davon hat es im Bereich Helvetiaplatz bereits mehr als genug!) erreicht werden.
Kritisch werden die Massnahmen im Abschnitt zwischen Helvetia- und Mottastrasse beurteilt. So begrĂŒssenswert eine separate Velospur ist, wird der Verlust von acht KurzzeitparkplĂ€tzen in unmittelbarer NĂ€he der beiden Restaurants, eines CafĂ©s und verschiedener anderer Kleinbetriebe als schwierig beurteilt. Einsprachen sind absehbar. Das Projekt muss mit den Betroffenen diskutiert und auf ein vertrĂ€gliches Minimum an Erschwernissen fĂŒr die anliegenden Betriebe reduziert werden."
Alles klar? Das ist Blinde-Kuh-Spielen auf höchstem Niveau! Keiner weiss nun, ob er zu den Langsamfahrern gehört oder ob man als Warmduscher ausnahmsweise auch mal aufs Trottoir ausweichen kann. Wie steht es ĂŒbrigens mit den Ü'FĂŒs, den U'Hus, den U'Zehs? Nicht jeder kann das Tram in seinem Windschatten mitziehen! Und wer mit dem ĂŒblichen Tempo nicht mithĂ€lt, gewinnt schon mal einen genervten Klingelton vom Bernmobil-Chauffeur.

Das Wort "Trottoir" kommt ĂŒbrigens nicht von Trottel, das muss wieder einmal gesagt sein. Trottoir - Gehsteig - bezeichnet einen Bereich, der eigentlich!!! denjenigen vorbehalten ist, die zu Fuss unterwegs sind. Aufgrund von so klaren Aussagen und Vorgehensweisen, wie sie die Verantwortlichen immer wieder tĂ€tigen, bleibt es jedoch auch weiterhin eine Abenteuerzone. Das Motto lautet: "der StĂ€rkere gewinnt".

Mittwoch, 20. Januar 2010

Bernmobil löst Abfallproblem


Bernmobil begegnet dem Abfallproblem auf innovative Weise und ganz anders, als die Stadt Bern sich das je getraut hÀtte.

FrĂŒher musste das hauseigene "Team Sauber" bereits frĂŒh zum Einsatz erscheinen. Selbst wir Abonnementskunden wurden persönlich angeschrieben und motiviert, Teil dieses Teams zu bilden, was ich dann bei DEN Preisen nicht unbedingt eingesehen habe. FĂŒr mich war stets klar, dass ich selber unsere Strassenbahnen und Busse nicht als Abfalleimer missbrauche, aber dass ich als zahlender Kunde gleich noch den MĂŒll der anderen unentgeltlich entfernen sollte, wollte mir nicht einleuchten.

Nun hat Bernmobil auf ihre wachsenden Sonderdeponien, die ĂŒbrigens allenfalls teilweise (MikromĂŒ-Bereich) auf meine Verweigerung zurĂŒckzufĂŒhren waren, reagiert und auf- respektive abgerĂŒstet. Die neuen Trams fallen nebst modernem Design auch noch dadurch auf, dass sie ohne jegliche Abfalleimer auskommen. Das interessante dabei ist, dass die Wagen völlig entgegen logischer Vermutung viel sauberer daherkommen und auf spezielle Saubermacher verzichten können.

Wow, da muss mal einer drauf kommen. Die Stadt hat zwar auch in einer frĂŒheren Aktion ein paar Entsorgungsstellen ersatzlos gestrichen, versucht dem Fehlverhalten ihrer BĂŒrger aber mit teilweise RiesenkĂŒbeln zu begegnen. Trotzdem, oder eben eventuell gerade deswegen, sind die Strassen gut mit MĂŒll eingedeckt. Wie wĂ€re es, wenn wir sĂ€mtliche Abfalleimer in der Versenkung verschwinden liessen. Möglicherweise wĂŒrden Schweizer Strassen dann wieder zum Synonym fĂŒr absolute Keimfreiheit, wie dies einst so lustig von Ephraim Kishon geschildert wurde, der verzweifelt versucht hatte, ein Schokoladenpapier unauffĂ€llig auf die Strasse zu schmeissen. Es wĂ€re zumindest einen Versuch wert.

Dienstag, 8. September 2009

Intelligenztest an der Urne


Am 27. September ist es soweit. Die AuszĂ€hlung der Stimmen gibt nicht nur Auskunft darĂŒber, wie unser Bahnhofsplatz in Zukunft aussehen wird. Klar wird durch das Resultat auch, wie hoch der Anteil manipulierbarer WĂ€hler ist und wie es um den IQ der Berner bestellt ist.

Da schwĂ€rmt z.B. Michael Aebersold - Stadtrat SP Bern Nord - im Anzeiger fĂŒr das Nordquartier den TrĂ€nen der RĂŒhrung nah von einem "Bahnhofsplatz zum Leben", dem ersten verkehrsfreien der Schweiz ĂŒberhaupt, und plĂ€diert fĂŒr ein deutliches JA. Ein neues Wunder von Bern wĂŒrde das bewirken. Ob er damit meint, dass unsere Busse, Ambulanzen, Feuerwehrautos, Taxis etc. fliegen lernen? Das mĂŒssten sie nĂ€mlich, denn frei wird der Bereich um den Bahnhof allenfalls vom Privatverkehr. Wer sich eine verkehrsfreie Flanierzone vorstellt, sollte vor der Stimmabgabe noch mal kurz das Hirn einschalten.

Die Initiative sei ein Mosaikstein einer klugen Verkehrspolitik, meint Aebersold. Eine solche vermisse ich seit Jahren, und ich stehe mit dieser Ansicht nicht alleine da. Die Ausrichtung unserer Verkehrsplaner ist eine völlig falsche. Anstatt auf Verkehrsfluss setzen sie auf Stau und vertrauen darauf, dass so der lÀstige Privatverkehr irgendwann verschwinden wird.

80 Millionen in den Wind geschossen!!! Meines Erachtens ist es eine Frechheit, 15 Monate nach Fertigstellung der aktuellen Situation alles wieder auf Anfang zu stellen und allein fĂŒr die Neuplanung einen Kredit von 900'000 Franken zu sprechen. Aber wir haben es ja flĂŒssig.... ĂŒberflĂŒssig!! Wenn es nach mir geht vor allem, was die dĂ€mlichen Verkehrsverplaner anbelangt.

Jetzt hilft nur noch DaumendrĂŒcken... oder Beten!!!!

Sonntag, 23. August 2009

DJane des Strassenverkehrs





Du Tarzan... ich DJane ;D

Alles ist doch stets eine Frage der Sichtweise. Als FussgĂ€nger nerv' ich mich ĂŒber die doofen Velofahrer, welche nicht nur sĂ€mtliche Verkehrsregeln missachten oder gar nicht kennen, sondern fĂŒr ihr Fortkommen stets die Trottoirs bevorzugen und um einen rumkurven, dass einem Angst und Bange wird.

Auch die dÀmlichen Autofahrer könnte ich auf den Mond schiessen.... bis.... ja bis ich selber am Steuer oder auf dem Beifahrersitz Platz nehme und alles besser weiss, vor allem, dass die erste Regel im Strassenverkehr lautet: "ich habe Vortritt". Leider wissen das all die andern nicht, und dadurch kann es leicht zu Komplikationen kommen.

Nein, echt, wer schon mal mit seinem Strassenkreuzer die Gegend rund um den Berner Bahnhof beehrt hat, weiss, dass sie sich da mit der Strassenbemalung sehr viel MĂŒhe gegeben haben: alle 4 Meter ein FussgĂ€ngerstreifen!! Dennoch stĂŒrzen sich die Leute einfach ins GewĂŒhle und ĂŒberqueren die Fahrbahn gerade da, wo es ihnen am besten gefĂ€llt. Dabei sind sich die meisten nicht bewusst, dass man nachts und in dunkler Kleidung nicht jedem Steuermann sofort auffĂ€llt. Und ĂŒberfahren darf man FussgĂ€nger nun mal nicht, jedenfalls nicht ungestraft, selbst wenn diese sich unkorrekt verhalten.

Aber seien wir ehrlich: manchmal wĂŒrde man gerne ein wenig Gott spielen und aktiv eingreifen: hier einen Denkzettel verpassen, da jemanden zurĂŒckbinden, dort Anfahrtshilfe spielen oder auch einfach laut Hupen. Jetzt hat wohl jemand diesen Traum aufgegriffen und setzt die Möglichkeiten eines DJs aktiv im Strassenverkehr ein. BRAVO!!! Darf ich bitte auch mal mitspielen?

Bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte-bitte....
Ich bin die DJane des Strassenverkehrs!!
What a feeling!!!
Juhuuuuuu
;D

Donnerstag, 20. August 2009

Auto-nomie


SelbstĂ€ndigkeit in Denken und Handeln, ein angenehmes GefĂŒhl. Man ist nicht lĂ€nger ausgeliefert und angewiesen auf die Ideen anderer. Sicher, die mögen eventuell ĂŒber mehr Knowhow verfĂŒgen, sind aber irgendwie doch festgefahren, was gerade in der Autoindustrie alles andere als verlockend klingt.

Mit AbwrackprĂ€mien versucht man hierzulande den Verkauf zukĂŒnftiger Rostlauben voranzutreiben. Noch trĂ€umen wir den Traum grenzenlosen Wachstums und helfen ihm allenfalls auf die SprĂŒnge.

Marke, Form und FunktionalitĂ€t sind beim beliebtesten Fortbewegungsmittel ebenso wichtig wie genĂŒgend PS unter der Haube. Bei Frauen ganz besonders beliebt sind Einparkhilfen. Man kennt ja den Kampf mit Kupplung, Gas und richtigem Winkel.



Manchmal kann man echt nur hoffen, dass einem niemand zuschaut, oder noch schlimmer: filmt!!! An mangelndem Durchhaltewillen lag es in diesem Fall nicht. "Disgraziato, va f.. c...!!" Aber wenn man schon mal einen Parkplatz gefunden hat!

Nun hat man ausgerechnet in Ägypten - einem Land ohne eigene Autoproduktion - das Non Plus Ultra fĂŒr die moderne Frau erfunden, DIE Einparkhilfe ĂŒberhaupt. Man nutzt dabei das Zirkelprinzip. BRAVO!!! Super!!! Genial!!!! Hoffen wir, dass sich die Autoproduzenten daran ein Beispiel nehmen. Inshallah!!!

Samstag, 1. August 2009

Autofahren kinderleicht?







Die heutige Jugend will bereits in frĂŒhen Jahren unabhĂ€ngig sein. So kann ein Kirchenbesuch selbst unsere Kleinsten zu einer echten Übersprungsreaktion verleiten... oder doch eher zu einer Verzweiflungstat?

Statt schön brav einer ewigen Litanei zuzuhören oder auf der harten Bank ein Nickerchen zu nehmen, zog es ein 7jĂ€hriger aus Utah vor, der Predigt zu entkommen und mit dem Auto der Eltern nach Hause zu kurven. Dabei stellt er sich nicht einmal so ungeschickt an. HĂ€tte er nicht ein Stopschild ĂŒbersehen, wĂ€ren wir wohl nicht in den Genuss dieses Videos gekommen....



Also wenn Autofahren so kinderleicht ist, warum verplempern wir dann unsere kostbare Zeit mit einem Fahrlehrer? Wie kann es sein, dass es noch Leute gibt, die ein- oder mehrmals ihre PrĂŒfung versemmeln? Wie man sieht brĂ€uchten wir nur etwas andere PlatzverhĂ€ltnisse, dann wĂŒrde sich das ganze L-Rumgekurve erĂŒbrigen. Wer tritt uns armen Schweizern etwas Land ab? Als Gegenleistung wĂ€ren wir eventuell bereit, auf die Löcher im Emmentaler zu verzichten!!

Dienstag, 9. Juni 2009

Bernmobil = Perpetum stehbile



Ups..... they did it again. 13.40 Ortszeit. Auf die Minute genau 2 Wochen nach dem Kurzgrounding vom 26.5. stehen Berns Strassenbahnen der Linie 3, 5 und 9 wieder still. Es ist wie verhext. Jedesmal wenn ich Dienstags vom Training komme und noch schnell dies und das erledigen sollte, werde ich von den umstĂ€ndlichen UmstĂ€nden eines Besseren belehrt. Per pedes heisst es dann, aber dallidalli. Ob die bei Bern Inmobil bemerkt haben, dass ich dringendst etwas fĂŒr meine Kondition tun sollte?

Eines ist sicher, die roten Flitzer verbinden sich, alles in allem gesehen, mehr und mehr zu einem Perpetum stehbile. Hoffen wir nur, dass sich nicht bald die ersten StandschĂ€den zu Worte melden. Leider habe ich mein Tramabonnement soeben erneuert, sonst mĂŒsste ich mir tatsĂ€chlich ĂŒberlegen, mir ein paar schnelle Schuhe zu kaufen, zum Beispiel die original 7Meilenstiefel-Pro. Selbst das Spitzenmodell ist mit CHF 689 immer noch 11 Franken billiger als ein Jahresabo bei Bernmobil.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Bernmobil - Kurzgrounding


Gestern, 26.5. 2009, Tram Nummer 9, 13.40 Ortszeit: mein Magen murrte schon von wegen verspĂ€tetem Mittagessen, da lassen es die Gewitterwolken mal so richtig krachen. Blitze zucken scheinbar wahllos und treffen offenbar eine Leitung. Laaaangsaaam geht das Licht aus und das GefĂ€hrt bleibt wie ein mehr als begossener Pudel anfangs KornhausbrĂŒcke stehen.

Gottseidank sind lauter gutgelaunte Leute an Bord, ausser vielleicht jener GeschĂ€ftsmann, der darauf besteht, so-fort aussteigen zu mĂŒssen; er habe eine Sitzung. Wir andern bleiben sitzen und rĂ€tseln. "MĂŒssen wir jetzt schieben?" erkundige ich mich. Der Chauffeur entgegnet, er habe wohl gar keinen Strom mehr und könne allenfalls das Ding noch rĂŒckwĂ€rts rollen lassen. Meine Frage, ob Bernmobil wohl die Schulden beim EWB nicht beglichen habe, scheint berechtigt. Wir kennen das ja von der Swissair. Fast schon lassen wir eine SammelbĂŒchse kursieren, da wird die Leitung erneut und mit etwas mehr Power gespiesen. Jetzt aber - Licht an und los von Rom. Das Doping reicht jedoch nur bis kurz nach Station Kursaal, dann das zweite und fĂŒr eine (Lange)Weile ziemlich endgĂŒltige Grounding.

Der Chauffeur schwitzt, fĂŒhlt er sich doch irgendwie verantwortlich. Wir grinsen. Der Aussteiger von vorhin geht schnellen Schrittes an uns vorbei, klitschnass bis auf Seidenhemd und Unterhose und sicher nicht sitzungstauglich. Dennoch halten es wieder ein paar Passagiere nicht mehr aus und stĂŒrzen sich in die Fluten. "Jetzt haben wir quasi Ballast abgeworfen, wie wĂ€re es mit einem neuen Versuch", rege ich an. Es geht nicht und so sitze ich denn gemĂŒtlich mit ein paar andern Bernern und schaue dem Wasserspiel zu, bis die Lage sich etwas beruhigt hat. FĂŒr den Rest der Reise lasse ich Bern Inmobil links liegen und setze auf meine flinken FĂŒsse.

Ein Blitz genĂŒgt, und die halbe Stadt ĂŒbt sich in Musse und hat wieder einmal Zeit, bei sich selber anzukommen. =D

Donnerstag, 21. Mai 2009

Bernmobil appelliert...


... an mein Gewissen. Das ist jedoch fĂŒr einmal nicht nur sauber, sondern rein, denn ich habe nicht die Angewohnheit, meine dreckbeschuhten FĂŒsse auf den Sitz gegenĂŒber zu legen, meinen Mittagslunch in Tram oder Bus abzuhalten oder gar daselbst eine Bierlaune auszuleben, um das stinkige Gesöff zuletzt ĂŒber den ganzen Boden zu verteilen. Mein 20Minuten kommt bei mir ins Altpapier, der MĂŒll wird im Abfalleimer zuhause entsorgt.

Es kann durchaus auch vorkommen, dass ich mich mal einmische und verbal fĂŒr Rauchfreiheit oder etwas mehr Sauberkeit im ÖV sorge. Wie ich letzten Sommer erleben durfte, tun die Chauffeure selbst wenn es brenzlig wird nichts, ausser chauffieren natĂŒrlich. Ihre Sicherheit geht nĂ€mlich vor; fĂŒr alles andere sei das Infocenter mit beschrĂ€nkten BĂŒrozeiten aber hoffentlich nicht ebensolchem Personal zustĂ€ndig.

Nun erhalte ich als zahlende Kundin einen zweiseitigen Brief von Bernmobil-Direktor RenĂ© Schmied. Er schildert darin wortreich, wie er sich aktiv fĂŒr das Wohlbefinden seiner Kunden einsetze. Erstens stehe das spezielle Reinigungsteam 12 Stunden tĂ€glich im Einsatz. Es wĂŒrden pro Jahr ĂŒber 200'000 Kilo Abfall gesammelt, und trotzdem reiche das nicht. Auch koste es zehnmal soviel, Abfall aufzusammeln als ihn aus den Abfalleimern zu entleeren.

Bei mir trifft es durchaus zu, dass ich eine druckfrische Gratiszeitung einer bereits gelesenen vorziehe, weiss ich doch nicht, wie sauber die Finger meines VorgÀngers waren. Ich lese NIE liegengebliebene Zeitungen, lasse aber auch nie welche liegen. Auch mich stören Abfallberge und sonstiger Dreck im Tram. Den Geruch von Pommes oder Chicken nuggets finde ich auch nicht unbedingt anturnend und hÀtte deshalb nicht wirklich etwas gegen ein Ess- und Trinkverbot. Muss ich mir jedoch wirklich jeden Hut aufsetzen?

Herr Schmied appelliert jedenfalls an MEIN VerantwortungsgefĂŒhl, z.B. indem er uns allen mit gutem Beispiel vorangeht und auf seinem ÖV-Arbeitsweg aktiv Saubermann spielt. Er geht sogar noch weiter und bittet mich, Teil seines "Team Sauber" zu werden und zum Beispiel die GetrĂ€nkedose auf dem Nachbarssitz doch gleich zu entsorgen, "meinem" Verkehrsmittel zuliebe. Er selber sei wegen solcher Aktionen noch niemals ausgelacht oder beschimpft worden, was ja irgendwie auch logisch ist.

Bernmobil gerĂ€t wortreich an seine nicht zu knapp zahlende Kundschaft, weil sie bei den meines Erachtens oftmals gratis fahrenden Abfallverursachern (wie DrogensĂŒchtige, jugendliche Angeber etc.) auf taube Ohren stossen. Wir sollen Vorbilder schaffen, welche die Anzusprechenden eh nicht interessieren, indem wir selber Vorbild sind.

Der Brief geht an 28'000 Libero-Abonnenten und kostet Bernmobil sicher eine zusĂ€tzliche Stange Geld. Als Gegenleistung bietet man uns ĂŒbrigens.... die saubersten Trams und Busse der Schweiz.

Martin und ich sind ganz putzige Wesen.... und momentan an vier Orten im Einsatz. Noch niemals ist es mir jedoch eingefallen, unsere zahlenden Kunden zu Reinigungsarbeiten anzuhalten. Unser Dojo ist kein Esstaurant und auch die Praxis nicht in erster Linie ein Ort der Verpflegung. Unsere Kunden suchen uns fĂŒr ein Training oder eine Behandlung auf. NatĂŒrlich sollen sie sich wohlfĂŒhlen. Es ist und bleibt jedoch UNSERE Verantwortung, fĂŒr Sauberkeit und Ordnung zu sorgen... das wĂ€re ja noch schöner.

Ich kann nur erneut sagen: Bernmobil (er)fahrbarer Humor.

Montag, 11. Mai 2009

Die gelben Engel...


FĂŒr mich mĂŒssen Autos einfach fahren, wenn ich den ZĂŒndschlĂŒssel im Schloss umdrehe und Gas gebe. Leise gleiten sie dahin, bringen mich von TĂŒr zu TĂŒr, kĂŒhlen im Sommer, wĂ€rmen im Winter und alles lĂ€uft rund.

Ich brauche nicht zu wissen, was eine Nockenwelle ist und wo der Bremsschlauch reisst. Auch will ich keinen Kurs in RÀderwechseln oder Motorausbauen belegen, denn Karrensalbe ist nicht mein Ding. Das wussten meine Garagisten schon immer und so starteten sie denn niemals einen ErklÀrungsversuch, wenn es um technische Einzelheiten ging.

Eines weiss ich aber bestimmt: wenn was mit Leo ist, dann spĂŒre ich, höre ich und weiss ich das. Es ist dieses innere Wissen, das man auch Intuition nennt. Oft schon konnten wir grössere Reparaturen abwenden, weil wir Probleme im Nanoformat abfangen konnten.

Seit Wochen lag ich meiner besseren HĂ€lfte in den Ohren, nun doch endlich den Wagen zum Service anzumelden, da das Fahren sich nicht mehr gleich anfĂŒhlte. Es brauchte jedoch mehr als meine engelhafte Stimme, um ihn dazu zu bewegen. Ein Loch im Auspuff röhrte von zusĂ€tzlichen Ausgaben und versprach reichlich Ärger. Am Freitag abend klangen wir wie ein umfunktionierter Ferrari und laut mir konnten wir so nicht mehr weite Strecken fahren. "Ach was, X und Y fahren seit Monaten so herum, kein Problem" hiess es von rechts und links sehr ĂŒberzeugend und so liess ich mich denn umstimmen.

Gestern abend um 21.30 dann ein Anruf bei der TCS-Pannenhilfe. Standort Migrosparkplatz Murgenthal. Die diversen Auspuffteile hatten sich entzweit und an ein Weiterfahren war nicht mehr zu denken. 50 Minuten Wartezeit klingt des nachts nicht allzu verlockend und so waren wir denn mehr als glĂŒcklich, dass die helfende Hand nach 40 Minuten bereits eintraf. Der Mann hatte uns zuliebe seine Pause ausfallen lassen. Das Wort "die gelben Engel" hat fĂŒr mich eine ganz neue Bedeutung, und innerlich jubelte ich Hallelujah. Bereits nach 15 Minuten konnten wir uns auf den RĂŒckweg begeben und unsere glĂŒcklichen Gesichter wurden unterwegs erst noch von einem blechernen Polizisten fĂŒr die Ewigkeit festgehalten. War halt ein richtiges Abenteuer und wie das Wort schon sagt, wird da der Abend teuer.

Montag, 23. MĂ€rz 2009

Nanotechnologie auf 4 RĂ€dern


Bei uns geht die Autoindustrie flöten oder sogar betteln, und derweil entwickelt Indien das billigste Auto der Welt. 2203 Franken soll die Staatskarosse kosten, allerdings ohne Schnickschnak wie Servolenkung oder elektrische Fensterheber. Sogar die Klimaanlage wird durch Abwesenheit glÀnzen, was in Indien zu gewissen Jahreszeiten eher fatal sein könnte.

VW auf Indisch also, der Tata Nano.... und Tata können kleine Kinder noch eher sagen als Fielmann. Die aktuelle Version des TatĂŒ-Tata wird uns EuropĂ€er nicht beglĂŒcken, wir werden eine eigene Version erhalten; eine, die nicht gleich unseren strengen Tests in Sachen Sicherheit zum Opfer fĂ€llt.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde ja ein Mittelklassewagen aus China vorgestellt, der Brillance BS6, welcher zwar in der DeLuxe-Version keine WĂŒnsche offen liess, ausser eben in Sachen Sicherheit. Beim ersten Euro-NCAP-Test vor knapp zwei Jahren erreichte er gerade einen von 5 Sternen. Bereits bei einem Frontalaufprall von 64 km/h - und sowas ist ja Alltag auf unseren Strassen - wurde die Fahrgastzelle derart stark deformiert, dass an ein Überleben der Insassen selbst bei Aktivierung sĂ€mtlicher global verfĂŒgbaren Schutzengel nicht zu denken gewesen wĂ€re. Trotzdem lag der Preis damals zwischen stolzen 19'000 und 21'900 €uro.

FĂŒr dieses Geld krieg ich hier einen Smart oder eben wieder einen Peugeot und habe erst noch die Garantie, dass allfĂ€llige Ersatzteile innert nĂŒtzlicher Frist verfĂŒgbar sind.

Wer nicht ĂŒber ein so grosses Budget verfĂŒgt, sollte sich hierzulande vielleicht eher mit dem Gedanken tragen, ein Bike zu kaufen oder seinen edlen Körper dem ÖV anzuvertrauen. Und mit etwas "Überzeit" könnte man sich den Gang ins Fitness-Center sparen und ĂŒberallhin zu Fusse pilgern.

Indien, da denkt jeder sofort an Curry, Dhal, und Taj Mahal, an Schlangenbeschwörer, indischen Tanz, Sitharmusik, Yogaverrenkungen, an Krisna, Vishnu, Ganesha oder Erleuchtung, allenfalls noch an Computertechnik, aber an Fahrzeuge? Rikscha ja, aber Autos? Niemals, und daran wird sich wohl auch in den nÀchsten Jahren nichts Àndern! Das hoffen nicht zuletzt die Alteingesessenen dieser Branche.

Donnerstag, 19. MĂ€rz 2009

SMS bei 120 kmH

Ice cream oder I scream?
Lastwagenchauffeure, ein Völkchen fĂŒr sich - einst DIE Autofahrer per se. FrĂŒher gab es fĂŒr die harten Kerle so etwas wie einen Ehrenkodex. Oft waren sie richtige Helden der Strasse, welche auch schon mal bei UnfĂ€llen anderen aus der Patsche halfen oder ihnen gar das Leben retteten.

Heute sind sie selber oft Unfallverursacher. Meldungen wie: "Lastwagen fuhr ungebremst ins Stauende" hĂ€ufen sich. Es trĂ€gt nicht unbedingt zur Beruhigung bei, wenn man vor sich einen Brummer sieht, der zwischen Pannenstreifen und Überholspur hin- und her-"torkelt".

Woran kann das diesmal liegen, fragt man sich jeweils besorgt - und das ist bei mir noch die low-fat-Variante. Hier eine mögliche Antwort

Dieser Chauffeur bildet sich weiter. BRAVO! Ist ja logisch, man muss seine Zeit nutzen, vor allem die Arbeitszeit. Alles auf Feierabend zu verschieben gĂ€be daselbst eine Überlastung, die nur schwer zu handhaben wĂ€re, denn man hat schliesslich noch andere Interessen. Möglicherweise schaut der Fahrer aber auch nur schnell die News des Tages durch, von wegen Wetterprognosen und so.

Das machen schliesslich Beamte auch lieber im BĂŒro, da haben gerade VĂ€ter ihre Ruhe.

Oft werfe ich beim Vorbeifahren einen Blick hinauf in die FĂŒhrerkabine. Das sollte ich wohl kĂŒnftig tunlichst unterlassen, denn meist habe ich sofort eine neue Frisur. Da war schon mal einer, der hatte sich kurz gebĂŒckt, wohl um etwas unter dem Beifahrersitz zu suchen. Ein anderer hatte die Zeitung so vor sich ausgebreitet, dass ein grosser Teil der Frontscheibe damit bedeckt war. Wahrscheinlich hat ihn seine eigene Fahrweise zu sehr beunruhigt und so dachte er: Augen zu und durch. Und heute wieder Muttis Liebling, der bei sage und schreibe 120 kmH eine SMS schrieb.

FrĂŒher fuhr ich gerne auf der Autobahn hinter Brummies, denn das gab mir ein GefĂŒhl der Sicherheit. Heute weiss ich nicht, was mir lieber wĂ€re: hinterhertuckern oder so schnell wie möglich vorbeifahren und Land gewinnen. Dass auch LKWs aus der Gegenrichtung gefĂ€hrlich werden können, zeigt uns dieses wirklich tragische Video - der Chauffeur vermutlich Opfer eines Sekundenschlafs:


Das Leben ist nun mal lebensgefÀhrlich, aber lesen Sie dazu meinen Blog vom 22. Juni 2007, zu finden auf mac.com.
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Ich werde mich wohl kĂŒnftig solchen Abenteuern verschliessen und zuhause bleiben. Der Sitz ist schon angewĂ€rmt und die Fernbedienung liegt richtig gut in der Hand.