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Mittwoch, 9. Dezember 2020

In Gedenken und Gedanken an einen Freund


Liebster Freund

Ich vermisse Dich unendlich! Ich vermisse Dein Lachen, Deine Umarmungen, Deine treffenden Bemerkungen, die Wortspiele, Dein Kommunizieren in Metaphern. Wie hättest Du diese Ausnahmesituation in Bilder gefasst! Es wären Fotos gewesen, die das Herz berühren, die aufdecken, aufwecken, die mehr aussagen als das, was man im Vorbeigehen — im Vorbeisehen — wahrnimmt. Dein Weggehen schmerzt noch immer. Mit Dir konnte man über Gott und die Welt diskutieren, Gespräche mit Tiefgang führen oder auch ganz einfach schweigen.


Was jetzt bei uns abläuft ist mehr, als man ertragen kann, beinahe jedenfalls, wobei es uns hier in der Schweiz noch gut geht. Ich kann Dir nicht sagen, wie lange ich das noch durchhalte! Stell Dir vor, meine Praxis werde ich per Ende Dezember schliessen. Stehe ich im Eingangsbereich, denke ich oft an Dich, sehe Dich die Treppe raufkommen, umarme Dich zur Begrüssung und erlebe einen Austausch, wie man ihn selten mit jemandem haben kann.


Stark sein? Ich bin nicht so stark wie ich gegen aussen vielleicht wirke. Ich bin aber auch nicht so schwach und hilflos, wie ich mich manchmal fühle. Ein Schachspieler ist seinem Gegener immer einige Züge voraus und ich weiss nicht mal, welchen Zug ich als nächstes machen kann, damit nicht alles den Bach runtergeht. Es geht schliesslich um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, auch wenn ich keine eigenen habe!


Ich vermisse Dich, liebster Freund, und ich sehe vor meinem geistigen Auge die Aufnahmen, die Du gemacht hättest während des Lockdowns und auch danach. Lockerungen nennen sie es, aber es sind keine Lockerungen. Wenn wir unsere Freiheit zurückhaben wollen, unsere Grundrechte, werden wir wohl dafür kämpfen müssen. Freiwillig werden sie uns diese nicht zurückgeben.


Nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin, und Du weisst das. Alles, was ich vor Monaten oder gar Jahren gesagt habe und wofür ich ausgelacht worden bin, wird jetzt in den Mainstream-Medien öffentlich publiziert. Die Menschen haben Angst, die Panikmache der Politik und der Hofberichterstattung ist dafür verantwortlich. Obwohl viele so wie ich ein Arztzeugnis haben, welches sie vom Maskentragen dispensiert, sind da Leute, welche anstelle der Polizei unberechtigt Verwarnungen aussprechen und Forderungen stellen. Es weht ein kalter Wind durch die Menschheitsfamilie. Trotz Zeugnis ist man versucht, dem Druck nachzugeben, ungeachtet der negativen Folgen. Stell Dir vor, Kinder resp. Jugendliche ab 12 Jahren müssen in der Schule Maske tragen, trotz teilweise Minustemperaturen stehen die Fenster meist offen. Militärdecken um die Schultern sollen das richten. Wärst Du unter den mutigen Kämpfern? Bestimmt!


Ich vermisse Dich, mein Lieber, und noch immer kann ich Deinen viel zu frühen Abgang nicht verstehen. Vielleicht hast Du aber auch einfach gespürt, was da auf uns zukommt. Trotzdem, Du liebtest das Leben, sahst das Schöne in kleinsten Dingen, warst ein Geniesser, der sich nicht nur Kulinarisches, sondern auch Worte auf der Zunge zergehen liess. 


Nowhere — Now here! Nein, ich habe es nicht vergessen! Wenn Martin nicht wäre, könnten die mich alle mal. Ich wäre gerne eine Jeanne D’Arc oder sonst eine mutige Frau, eine die eine Wende zum Guten herbeiführen könnte. Schliesslich sind wir nicht nur dazu da, um zu essen und trinken. Vielleicht hätte ich doch mal einen Schachkurs nehmen sollen. Planen war noch nie meine Stärke, eher das kreative Schöpfen aus dem Chaos.


Mein Lieber, wo bist Du jetzt? Vielleicht sehen wir uns ja schon ganz bald wieder — wherever it is — irgendwo im Nowhere aber ganz sicher im Now here! Als Bild habe ich ein Potpourry von Deinen Schönen aus unserer Wassertuchsession gewählt, die mir unvergessen bleibt. Ich umarme Dich ganz fest. DANKE und Dir nur das Beste! 

Freitag, 15. Februar 2019

Augenblick: wo bleibt das Leben - mein Leben?

☘️ Lebensqualität - kostbare Augenblicke ☘️
Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen liegt momentan bei etwas über 80 Jahren. In gewissen Ländern wie z.B. Japan wird man sogar etwas älter. Weitere Unterschiede betreffen Mann/Frau, Stadt/Land, arm/reich etc.

Die Anzahl gelebter Jahre sagt jedoch NICHTS über die Qualität derselben aus. Ab einem gewissen Alter fängt man sich an zu fragen: was ist wirklich wichtig für mich. Auch traut man sich vermehrt, Erwartungen anderer NICHT zu erfüllen, wenn sie nicht dem entsprechen, was einem liegt. Man lernt sich sowieso erst über die Jahre so richtig kennen; weiss genau, was einem wirklich Freude macht und wo der Stress anfängt.

Die digitale Revolution der letzten Jahre hat unser aller Leben verändert. Und sie ist noch nicht vorbei! Im Gegenteil! Der Faszination gewisser Dinge kann man sich einfach nicht entziehen.

Alles in unserer polaren Welt hat zwei Seiten. So ist Positiv untrennbar mit Negativ verbunden. Unsere Umwelt hat sich verändert, nicht wirklich zum Besten, wie mir scheint. Diagnose: "die Erde hat Mensch"!

Die Augen sind zentral in Bezug auf unsere Lebensweise, auf unser Erleben, unser Ausgerichtet-sein, unser Wohlbefinden. Man spricht bekanntlich von "Augenblicken" des Lebens. Marie von Ebner-Eschenbach meinte sogar: die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.

Was erblicken unsere Augen in erster Linie? Darüber entscheiden nur wir allein. Lebensgestaltung ist eine Kunst, die erlernt werden will. Und manchmal muss man ganz einfach den Notstopp betätigen und sich selber zur Umkehr bewegen.

Die Art, zu schauen und wahrzunehmen ist zwar im weitesten Sinn überliefert und doch auch wieder individuell. Das World-Wide-Web fordert uns heutzutage heraus wie niemals etwas zuvor. Nur schnell etwas googlen, und schon sind locker zwei Stunden vorbei. Noch schnell die News auf 20min oder Blick, und eine weitere Stunde gesellt sich dazu. Essen? Ganz oft vor dem Fernseher. Man merke: noch hat man nichts erlebt, wahrgenommen, gespürt, erfahren! Nach 16 Stunden ist ein Tag ins Land gegangen und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, wieder einmal die Chance nicht gepackt zu haben.

Unsere Augen sind es mittlerweile gewohnt, selektiv wahrzunehmen im Sinne von: was interessiert mich, was ist wichtig, was muss ich mit meinen Facebook-Kontakten teilen etc. Lauter Einzelbilder also, die in unserem Kurz- oder Langzeitgedächtnis gespeichert werden oder direkt in den Papierkorb wandern. Das Leben findet so meist ausserhalb von uns selber statt.

Was für ein unterschiedliches Wahrnehmen haben wir während einem Spaziergang in der Natur. Wir riechen die Frische der Luft, hören Vögel singen, bewundern die ersten Frühlingsboten, ruhen ganz in unserer Mitte. Die Augen ermöglichen es uns, Teil dieses Paradieses zu sein. Wir LEBEN.

Ich habe mich jetzt entschlossen, meine Zeit auf Virtuasia massiv einzuschränken …. und siehe da: ich stehe ganz anders im Leben. Das Leben ist ein Geschenk und es ist viel zu schade, dieses Geschenk nicht zu öffnen und sich von ihm betören zu lassen. Leben Sie wohl, froh und voller Freude!

Montag, 20. Juni 2016

Leben - mehr als Überleben

Einfach SEIN
EINFACH sein
Das Leben ist ein Mysterium, sagt man. Toll, da kann man sich wenigstens konkret etwas vorstellen. Ehm….. ?!?!

Das Leben muss gelebt werden, man kann es nicht verstehen. Versucht man das Geheimnis zu entschlüsseln, wird man kläglich scheitern.

Einfach SEIN - EINFACH sein: genau diese Einfachheit ist es, die uns manchmal an den Rande des Wahnsinns treibt: Nicht wissen, nicht tun, nicht planen, nicht denken: einfach sein!

Am natürlichsten verbringt man wohl die ersten Tage nach der Geburt. Man lebt einfach, ohne Wenn und Aber, lebt noch in seinem eigenen Universum. Es geht jedoch nicht lange, lernen wir etwas vom Wichtigsten überhaupt kennen und anwenden: Taktik. Jedes normal intelligente Kind wird innert kürzerster Zeit 'Actio-Reactio' durchschauen und von Erwachsenen oft unbemerkt erfolgreich anwenden. Mit seinem Lächeln wird es die Umwelt verzaubern und könnte wohl fast alles erreichen damit, wenn sich nicht das pure Gegenteil als fast noch erfolgreicher herausgestellt hätte, vor allem im Bus oder im Restaurant. Was ist überzeugender für den Erziehungsbeauftragten als ein lautes, anhaltendes Zetermordio? Irgendwann ist jeder weichgeklopft und gibt das erste, wenn auch nicht das letzte Mal nach.

Im Laufe der Lebensjahre sammeln wir nicht nur Jahres- und Augenringe, sondern viele weitere wunderbar erfolgreiche Taktiken. Das Leben besteht bald fast nur noch aus strategischen Überlegungen, welche letztlich unser Überleben sichern, jedenfalls für eine einigermassen normale Anzahl an Jahren.

So essen wir möglichst gesund, bewegen uns ab und zu vom Fernseher weg, finden auch schon mal den Ausschaltknopf vom PC, geniessen unsere tägliche Ration Frischluft, machen aktiv Stressmanagement, gehen zur Darmkrebs-Vorsorge, fasten jährlich 10 bis 14 Tage …. und und und.

Als Frau bewegt man sich noch bewusster als ein Mann, vor allem nachts. Gewisse Quartiere werden gemieden, auf den Mondscheinpaziergang geht man zu zweit oder schliesst sich gleich einer ganzen Gruppe an, das Outfit entspricht in vielen Fällen weniger der Mode als dem Zweck, den man damit verfolgt. Das kann durchaus auch sexy sein, zwecks letztendlich angestrebter Weitergabe der eigenen kostbaren DNA.

Wie sieht es mit dem Risiko und der Abenteuerlust aus? Bei manchen ist letztere so gross, dass sie mit dem Leben gelegentlich gerne eine Runde russisches Roulette spielen. Ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung verzichtet jedoch gemeinhin auf zuviel Nervenkitzel, um den nächsten Graden auch noch feiern zu können. Lieber Langeweile und 'Tretmühle einfach' als einen Aufenthalt in Nottwil riskieren. Irgendwann hat man es dann vielleicht geschafft, mit viel Voraussicht, Wachsamkeit, Zurückhaltung und was es noch dazu braucht: man sitzt einigermassen fit an einem Tisch mit seinen Liebsten und feiert 80-Plus, 90-Plus oder erhält gar einen Brief von seiner Wohngemeinde mit herzlichsten Glückwünschen zu 100 Jahren Planungserfolg.

Ist das wirklich 'Leben' oder nicht vielmehr Leben in seiner Umkehrung: Nebel? Irgend jemand hat mal so etwas gesagt wie: Leben ist das, was stattfindet, während wir mit etwas anderem beschäftigt sind! Muss das wirklich so sein …. so bleiben? Solange wir noch ein- und ausatmen, unsere Augen noch die Schönheit der Erde um uns wahrnehmen, so lange haben wir noch die Möglichkeit, der Lebenskunst unsere Aufmerksamkeit und unsere Zeit zu widmen, nämlich immer JETZT!


Einfach SEIN
EINFACH sein

Nicht vergessen! In diesem Sinne: leben Sie wohl!

Samstag, 4. Juni 2016

Marathon Man oder: Krimi gestern und heute

nichts für schwache Nerven!
Am Donnerstag wurde auf "Star TV Switzerland" der Film "Marathon Man" aus dem Jahre 1976 gezeigt. 125 Minuten atemlos, jedenfalls fast. Die Spannung war beinahe unerträglich, zum Beispiel in jener Szene, als Dr. Szell mit Hilfe zahnmedizinischer Kunst den Protagonisten foltert, obwohl der arme Kerl nichts sagen kann, weil er auch nichts weiss! Ob es mir deshalb so eingefahren ist, weil ich am selben Tag grad wiedermal höchstpersönlich auf dem Zahnarztstuhl sass? Jedenfalls war das ganz grosses Kino!

Vergleicht man einmal die Machart von Krimis gestern und heute, dann bin ich sehr gern für einmal "von gestern". Der rote Faden, dieser gekonnte Spannungsaufbau mit einfachsten Mitteln, die Subtilität, wie sie nebst John Schlesinger zum Beispiel auch Alfred Hitchcock so gut beherrschte, all das sucht man heutzutage meist vergebens, leider.

Früher wurde auf raffinierte Art und Weise mit dem Nervensystem des Zuschauers gespielt, einerseits dadurch, dass nur ihm etwas bekannt war, den Protagonisten jedoch nicht (z.B. in "the Rope"), oder mittels Erzeugen von schlimmen Ahnungen und Befürchtungen bis hin zu nackter Panik. Nicht von ungefähr wurde Hitchcock auch "Master of Suspense" genannt.

Heute geht man viel grobschlächtiger vor und setzt auf Knalleffekte bis hin zu Explosionen; mehr auf nackte Haut als auf ebensolche Tatsachen, auf ganz viel Gequatsche und natürlich auf den berühmten CSI-Effekt.

Speziell schön war auch, wieder einmal Manfred Schott's markante Stimme zu hören. Er war Schauspieler, Filmemacher und seinerzeit ein sehr bekannter und beliebter Synchronsprecher für viele ganz Grosse des Business wie eben Dustin Hoffman, Jack Nickolson, Michael Caine, Terence Hill, Burt Reynolds, Peter Sellers ….. Raumschiff Enterprise-Fans haben seine Stimme wohl noch im Ohr - nämlich als Pille (Dr. Leonard McCoy) auf gut Deutsch. Manfred war der Lebenspartner meiner Tante und somit ein guter Freund unserer Familie. Er ist 1982 unter misteriösen Umständen bei einem Unfall ums Leben gekommen. Er wäre dieses Jahr 80 Jahre alt geworden.

Da erheb ich doch direkt mal mein Glas auf Dich. liebster Manfred, und darauf, dass es auch in Zukunft noch Filmemacher geben wird, welche das Potential haben, Niveau und Qualität der Vergangenheit in eine glorreiche Zukunft führen zu können. PROST!

Mittwoch, 1. Juni 2016

#MarilynMonroe: 90 Jahre Happy Birthday

Pooh pooh bee doo

Sie war wohl die erste und ist wohl auch die einzige überhaupt, welche man tatsächlich als "Hottie" bezeichnen könnte, wenn es nicht irgendwie despektierlich klingen würde. Aus "some like it hot" wurde dank ihrer besonderen Ausstrahlung "all like it hot". Sie ist und bleibt "everybody's darling".

Genau genommen war sie einfach eine Blondine mit dunkler Vergangenheit, denn die eigentliche Haarfarbe von Norma Jean Baker war Dunkelbraun. Allein das Aufhellen der Haare war jedoch kaum der Grund dafür, dass sie dermassen geliebt und verehrt wurde und noch wird, und zwar von Männern und Frauen gleichermassen. Das hat nebst ihr wohl nur Lady Di geschafft - auf etwas andere Weise vielleicht noch Audrey Hepburn.

Viele wollten sein wie sie, die meisten sind daran gescheitert. Das hat auch damit zu tun, dass wahre Schönheit von innen kommt. Marilyn war nicht nur ein Strahlewesen, sondern eine authentische, sehr intelligente Frau, welche wohl letztlich an ihrem Ruhm zerbrach. Mit dem letzten Satz spiele ich nicht etwa auf ihren angeblichen Suizid an, sondern darauf, wie es sein muss, dauernd von Fotografen "geblitzt" zu werden, sobald man das Haus verlässt. Wie ein Wild während der Jagdsaison hat man kaum noch Rückzugsmöglichkeiten - und diese Jagd hat keine Saison. Jahraus jahrein Freiwildstatus? Nein danke, diesen Teil möchte man dann nur allzu gern auslassen.

Der eine oder andere Star hat erst mit Erreichen des Zenits bemerkt, was Ruhm tatsächlich bedeutet. Einige flippen aus, schlagen um sich oder spülen dreimal täglich mit Rum, ziehen sich eine Linie rein ….. Es ist nicht einfach.

Wie wäre Marilyn mit dem Altern umgegangen? Wie sähe sie heute aus? Hätte sie die Beauty-Docs reich gemacht oder wäre sie wie Brigitte Bardot in Würde gealtert? Hätten Demenz oder Alzheimer ihr in dieser Hinsicht einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Marilyn Monroe niemals zu so einer Legende geworden wäre, wenn sie bis zum heutigen Tag durchgehalten hätte. Spätestens vor 45 Jahren hätte man kaum mehr Rollen für sie gefunden und sie wäre in Vergessenheit geraten. Der Winter des Lebens ist nichts für zarte Seelen - und das war sie unter anderem: unsere Marilyn! Und sie wollte vor allem eins: geliebt werden, und das hat sie erreicht!

So erhebe ich denn mein Glas auf Dich, liebe Marilyn, und sage: auf weitere 90 Jahre Kultstatus!


Sonntag, 13. März 2016

#Vegane Ernährung - fördert sie #Gewichtszunahme?

Gesund und leicht: Gerichte aus dem Dampfgarer
Anno 2009 habe ich mit Weight Watchers innerhalb von 5 Monaten 14 Kilogramm abgenommen, erhielt in der Folge als Belohnung Goldstatus und somit bis auf weiteres gratis Zugang zu allen WW-Treffen. Ganze 3 Jahre hielt ich problemlos mein Wunschgewicht, was eigentlich der schwierigere Teil des Gewicht-Managements ist.

2012 war ein ereignisreiches Jahr. Einiges erwischte mich tatsächlich auf dem falschen Fuss und führte gleich auf mehreren Ebenen zu einem Ungleich-Gewicht (!). Die Sorge um die Eltern und nach dem Umzug eine neue Umgebung im Botschaftsquartier Berns mit entsprechenden Schwierigkeiten im Umgang mit deren Sicherheits-Technologien (Kurzwellensender, Störsender etc.), sicher einige Punkte, die sich eher negativ auf mein Schlaf- und Essverhalten sowie meinen BMI auswirkten.

Anfangs 2013 stellte ich meine Ernährung um: erstmal auf vegetarisch, um mich dann kurz darauf voller Begeisterung durch Vegan-Papst Attila Hildmann in die vegane Kochkunst einführen zu lassen (s. Blogeintrag vom 23.5.2013).

Krass fand ich die Reaktion meines Körpers auf Tofu: innerhalb einer Woche waren meine vorher eher kleinen Brüste plötzlich reisengross - wie aufgeblasen. Was bei Männern zu akuten Stielaugen führen kann, war für mich eher nervig, vor allem beim Trainieren. Was viele nicht wissen: Soja ist ein Phytoöstrogen (pflanzliches weibliches Hormon) und wirkt entsprechend auf den Körper, vor allem bei Menschen, welche wie ich schon einmal wegen Hormonen Probleme mit der Schilddrüse gehabt haben. Trotzdem blieb ich eisern vegan und entwickelte viele eigene schmackhafte Rezepte, sehr zur Freude meines Göttergatten, der schon vorher sehr wenig Fleisch ass.

Nun muss so ein Essen ja auch schmecken, und gerade deshalb ist vegane Küche kein Garant für eine schlanke Linie. Viele Menschen nehmen damit eher zu als ab, wie das Internet gleich zuhauf berichtet. Fleischersatzprodukte haben oft viel mehr Kalorien (oder bei WW: Punkte) als Fisch und Fleisch. Dazu kommt, dass man dem Tofu zwar nicht Leben einhauchen kann, aber zumindest so etwas wie Geschmack verpassen muss. Dazu dient zum Beispiel Öl. Die diversen Bratlinge, welche an unsere traditionellen Ernährungsgewohnheiten anknüpfen sollen, sind auch nicht eben kalorienarm. Fett ist halt ein, wenn nicht DER Geschmacksträger! Also immer rein damit.

Trotz einigermassen Geschmack schien zumindest mir etwas zu fehlen. Ich fühlte mich müde und unausgeglichen. Noch NIEMALS hatte ich so viele Tablettenschachteln griffbereit in der Küche. Nebst Vitamin B12 war auch sonst das eine oder andere für mein Wohlgefühl notwenig, und trotzdem kompensierte ich enorm. Fehlt dem Körper etwas, dann versucht er respektive man selber, diese Leere auszufüllen. Sowas bleibt nicht ohne Folgen. Dank der vielen wöchentlichen Trainingseinheiten blieb das einigermassen im Rahmen (einer Kleidergrösse!), allerdings nur bis wir unsere Aikidoschule Ende Juni 2015 schlossen.

Nach einem für meinen Stoffwechsel nicht idealen Ausflug ins SchlankR-Land esse ich seit einiger Zeit nun wieder "normal". Ich entwickle Rezepte und koche Gerichte, die tatsächlich ein Geschmackserlebnis sind, ob vegetarisch, mit Fisch oder gar Fleisch. Lecker, ja KÖSTLICH sag ich Ihnen, vielleicht auch, weil ich zunächst die veganen Geschmacksveredler (Kokosöl, Olivenöl, Sesamöl) auch weiterhin grosszügig einsetzte.

Wie geht es überhaupt Attila Hildmann? Das interessierte mich einigermassen und da er aktuell bei "Let's Dance" mitmacht, konnte ich am Freitag einen ersten visuellen Eindruck erhaschen. Ich war TOTAL erstaunt. Was hat der Mann zugenommen, nämlich, wie er selber sagt: ganze 10 Kilos. Genau wie ich seit WW!

Da er mich schon vor längerer Zeit mit seinen zum Teil auch untenrum leider fast alles enthüllenden Muskel-Selfies und eigenartigen Reaktionen auf kritische Kommentare (lauter "Haters", wie er meint) auf Facebook dazu gebracht hat, auf "gefällt mir nicht mehr" zu klicken, war ich längst nicht mehr à-jour! Das letzte, was ich aktiv mitbekommen hatte war nach "Vegan for fit" sein "Vegan for Youth" und die Behauptung, man könne essenstechnisch die biologische Uhr zurücksetzen und das mittels Spezialgerät sogar beweisen.

Attilas Sixpack ist wohl momentan einem Sixpack im Speckmantel gewichen. Ob es ihm einfach generell zu gut geht, ob er Mühe hat, mit dem öffentlichen Druck und dem Promi-Status fertigzuwerden oder ob es die vegane Küche ist? Sicher keine einfache Frage, möchte man sie tatsächlich beantworten.

Seit letzten Donnerstag setze ich persönlich auf einen Dampfgarer von Miele. Früher hätte ich mir nie vorstellen können, Weihnachts- und Geburtstagsgeld zusammenzusparen für Küchengeräte. Da mich Kochen jedoch fasziniert und ich kein Schuh-Typ bin (das Bild zeigt meine erstmalige Annäherung an High-Heels bei meiner Nichte; s. Blogeintrag vom 28.2.2011), fällt mir das überhaupt nicht schwer, im Gegenteil. Unser "Murphy-Richards", ein ganz anderes Preis- und Qualitätssegment, enthält leider schädliche Plastikanteile, die ich nicht in meinem Essen möchte.

Ob vegan, vegetarisch oder was auch immer: plötzlich merke ich wieder, wann ich satt bin. Auch brauche ich praktisch kein Salz mehr. Bis anhin habe ich immer und überall nachgesalzen. Dieser Impuls ist wie weggeblasen. Das Gemüse ist absolut köstlich, auch das Poulet kam gänzlich ohne Meersalz aus. Nur im Reis hatte es auf 1 ½ Tassen ½ Teelöffel drin. Ich denke, ich bin jetzt auf einem guten Weg, und das mit genügend Dampf und Schmackes, wobei: so dünn, wie anno 2011 möchte ich nicht mehr werden, und sei es nur meinem Gesicht zuliebe. Man gönnt sich ja sonst nichts ;-)

Mittwoch, 19. November 2014

Esther Pauchard .... Jenseits der Couch

AniTime
anytime
YEAH
Welch sinniger Titel - was für ein Buch! Die Konsequenz: Annemarie Schwab ab dato "Jenseits der Couch", fern der Glotze und auf Wolke 7.

Seit Monaten quälte mich wiederholt der Gedanke, womit ich eigentlich früher meine täglichen 24 Stunden bereichert habe, das heisst vor iMac, iPad, iPhone und TV. Ja, auch TV, denn in meiner ersten eigenen Wohnung gab es keinen Fernseher, ganz bewusst nicht, bis ich dann einen Occasion geschenkt kriegte. Der hatte dann allerdings nicht wirklich viel zu tun. Da ich zu der Zeit in meiner Freizeit intensiv Sprachen lernte - zuerst Italienisch und Englisch, dann Spanisch und Japanisch - hatte ich abends entweder Unterricht oder machte fleissig Übersetzungen. Daneben unterrichtete ich noch Jazztanz und trainierte Aikido. Diese Aktivitäten machten mir wirklich Freude und zudem profitierte ich von den erlangten Fähigkeiten, nicht zuletzt auch beruflich.

2014 - Wie farblos war mein Alltag mittlerweile geworden. Nur mal schnell ein Momentchen ins Internet ..... und schon sind wieder ein paar Stunden ins Land gegangen. Ich nenne dieses Land Virtuasia und es konsumiert mich ... und nicht umgekehrt, und das störte mich mehr und mehr!

Daneben trainierte ich fleissig und stundenlang meine Fingermuskeln am Zappomat, stets auf der Suche nach den Rosinen im TV-Programmdschungel. Die werden bekanntlich immer rarer, wenn es gut kommt findet sich noch eine pro Monat. Eigentlich ist Fernsehen eine Dauerwerbesendung unterbrochen vor allem von amerikanischen Serien (kann man sich nicht wirklich antun), einer Prise Kultur (oder was man heute dafür hält) und gezielt eingesetzter Politpropaganda samt Meinungsbildung mit Namen Tagesschau, Neudeutsch "News". Zu müde, sich zu anderm aufzuraffen, suchten wir uns im Hause Schwab halt stets vom Schlechten das Beste aus.

Jetzt meine Rettung, oder soll ich sagen: meine Retterin. In der BZ kriegen wir seit ein paar Tagen Häppchenweise den neusten Krimi von Esther Pauchard vorgesetzt. "Jenseits der Rache" .... ich war umgehend süchtig. Letzten Samstag kurz vor knapp tauchte ich in der Kornhausbibliothek auf und sicherte mir Pauchards Erstling und Zweitling: "Jenseits der Couch" und "Jenseits der Mauern". Fasziniert tauchte ich in die Welt von Kassandra Bergen, genannt Ka, ein und seither hat der Fernseher Ferien! Muss mir alle Mühe geben, dass Kochherd und Backofen nicht dasselbe Schicksal ereilt, denn sonst kriege ich Ärger mit meinem Göttergatten. Beim Essen hört der Spass nämlich auf, vor allem bei Fehlen desselben.

Ich mutiere langsam zur harmlosesten Form einer Ratte .... der Leseratte, Esther Pauchard sei dank. Endlich habe ich das Lesen wiederentdeckt und bin gar stolze Besitzerin eines Jahresabo beim Bibliotheksverbund Kornhaus und fühle mich unendlich glücklich. DANKE!

Besuchen Sie doch Esther Pauchards Homepage. Die sympathische und zudem noch wunderschöne Frau ist eigentlich Psychiaterin und aktuell Oberärztin an einer Suchtfachklinik in der Nähe von Bern. Schade dass so sicherlich wenig Zeit zum Schreiben bleibt, denn sie ist meines Erachtens eine grossartige Literatin, eine humorvolle noch dazu und so entspannend normal! Ich zitiere gerne für alle, die sich die Latte meist viel zu hoch legen:

"BITTE BEWUNDERN SIE MICH NICHT! Die Wahrheit ist: Ich bin kein hocheffizientes Leistungstier, keine perfekte Organisatorin, die lässig nebenher alles meistert, ein Werk von Schopenhauer in der einen, das Chanel-Nagellackfläschen in der anderen Hand. Mein Büro ähnelt mit seinen tektonischen Schichten von Papierkram, Erinnerungsstücken, Büchern und Teedosen einer freundlichen Müllhalde, mein Terminkalender würde explodieren, wenn nicht gutmütige und geduldige gute Geister (mein Mann, meine Eltern, meine Schwiegermutter und viele Freunde) meine groben Patzer in der Terminplanung wohlmeinend ausbügeln würden, und, es muss deutlich gesagt werden, ich kann keinen Kreuzstich, keinen Trinkröhrchen-Wandbehang und keine Dekorationsblumen bieten. Ich treibe kaum Sport, bin eine wirklich miese Hausfrau, lasse den Garten in fröhlichem Wildwuchs gedeihen und verliere die meisten Hinweiszettel aus Schule und Kindergarten meiner Kinder. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden, ich schaffe darin nicht mehr als andere. Aber Zeit ist relativ, und alles ist eine Frage der Prioritäten. Dass ich neben meinen täglichen Aufgaben noch Bücher schreibe, hat einen sehr unedlen, sehr egoistischen Grund: Es ist wunderbar, und es macht mich glücklich. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als in eine neue Welt abzutauchen, die ich gerade erst erschaffen habe, Neues auszuprobieren, über die Stränge zu schlagen und mich dabei immer wieder neu zu erfinden. Beim Schreiben kann ich ganz ich selbst sein. Und ganz ehrlich: Wenn es mir nicht so leicht fallen würde, dann würde ich mich nicht dazu zwingen – weil ich im Innersten auch ein Faultier bin, das es gerne bequem hat."

Na, interessiert? Esther Pauchard arbeitet übrigens momentan an ihrem Viertling. Das Warten darauf ist beinahe "Jenseits meiner Geduld". Auf der andern Seite kann ich mich sehr lange darauf freuen, nämlich bis 2016! Und eins ist sicher: ich bleib auch in der Zwischenzeit dem Lesen treu .... FREU!

Dienstag, 1. Juli 2014

Flyersegen vs. "keine Werbung"

Aikiko®

Körper- und Energiearbeit
Aikido
Ist immer so eine Sache mit Flyern, vor allem, da die meisten Leute heutzutage gerne auf Werbung in ihrem Briefkasten verzichten. Was habe ich mir diesen Frühling die Hacken abgelaufen, um nur ein paar einwerfen zu können. Anders als die hiesigen Pizzerien respektiere ich den Willen des Briefkasteninhabers …. man will ja seine potentiellen Kunden nicht verärgern. Allerdings weiss der dann nichts von seinem Glück, potentieller Kunde zu sein, denn ich habe ja nichts eingeworfen … Hmmmmm ;-)

Etwas, das immer mehr aufkommt sind die Flyerkästen in Geschäften. Einen habe ich schon seit Februar in Betrieb, und zwar im "Kalisha". Ab heute füttere ich nun für ein halbes Jahr einen weiteren bei der "Quelle - Ort der Begegnung". Hoffe dass sich da doch einige interessieren werden, und sei es "nur" für eine Wohlfühl- oder Heilbehandlung in der Praxis B4 - da sind Wunder an der Tagesordnung und Staunen nicht verboten. Wer noch aktiver etwas für seine Gesundheit tun möchte, ist herzlich eingeladen, bei AIKIDO AI ein bis zwei Probelektionen in Aikido oder Aikiko® zu absolvieren und dann, falls Lust auf mehr entstanden ist, eine zweimonatige Einführungszeit anzuhängen.

Na wie wär's … eventuell noch vor den Sommerferien (20. Juli bis 10. August) oder dann spätestens danach. Ich freue mich auf Sie!!! Und wer weiss, vielleicht habe ich bis dahin Flyerkästen für Ihre Werbung montiert … man ist schliesslich lernfähig ;-)

Freitag, 6. Juni 2014

Let's Dance 2014 - leider schon wieder Geschichte

mein Kalenderblatt Mai 2014
zufällig Let's Dance
Let's Dance 2014 war echt toll, nicht zuletzt dank Alexander Klaws, der uns gemeinsam mit seiner charmanten Partnerin Isabel Edvardsson immer aufs Neue verzauberte. Er war meines Erachtens der beste männliche Kandidat, den die Show je hatte, wobei im "Punktedurchschnitt pro Tanz" Wayne Carpendale bei den Männern die Nase vorne hat (s. Wiki). Allerdings kann das mit der im Laufe der Jahre stets wechselnden Besetzung der Jury zusammenhängen. Llambi war die einzige Konstante, leider möchte man fast sagen.

Dieser Juror - und Schreck aller Kandidaten - hat es sich mittlerweile zur Hauptaufgabe gemacht, zu polarisieren, sich selber darzustellen und in den Vordergrund zu rücken. Er vertritt sozusagen die "Marke Joachim Llambi", egal was es kostet und wie viele Tränen deswegen fliessen. Jedes Jahr kommt er eine Spur eingebildeter daher. War er zuerst einfach ein harter Brocken, der nur selten über eine 2 oder eine 3 gab, teilt er jetzt gerne aus mit einer Kritik, die eher im Persönlichen angesiedelt ist als im Bereich Tanztechnik. Als Juror muss man den Unterschied zwischen einer sachlichen und einer persönlichen Kritik kennen und anwenden können (hier einige Beispiele). Vielleicht tut Llambi das ja und setzt ganz bewusst auf der persönlichen Ebene an. Und um die Aussagen vor allem seiner Jurykollegin Marbuse zu minimieren, spricht er sie - wie auch oft die weiblichen Kandidaten - häufig mit einem herablassenden "mein Hase" an. Ein absolutes No-Go Herr Llambi!

So bin ich denn wohl nicht die einzige, welche sich ein Let's Dance 2015 sehr gut ohne ihn vorstellen respektive sogar wünschen würde. Die Show ist gut genug und braucht nicht auf Witziges zu setzen, das zudem überhaupt nicht witzig ist. Gags auf Kosten anderer geht gar nicht.

Mit einem "Punktedurchschnitt pro Tanz" von 33,17 (Alexander hatte 26,79) hält übrigens Sophia Thomalla mit Tanzpartner Massimo Sinató den absoluten Rekord. Auch beim Weihnachts-Special 2013, als sie im Finale gegen Magdalena Brzeska antrat, lag Sophia im Durchschnitt mit 28,4 höher als letztendliche Gewinnerin (27), welche aus für mich nicht ersichtlichen Gründen den Titel holte. Meines Erachtens war und ist Thomalla die Beste aller Kandidaten von Let's Dance ever!

Verglichen mit dem amerikanischen Pendant "Dancing with the Stars" ist das meiste, das wir in der deutschen Ausgab sehen, nicht unbedingt vergleichbar. Aber schauen Sie doch gleich mal selber; zum Beispiel Nicole Scherzinger mit ihrem Partner Derek Hough - beide ganz fantastische Tänzer. Viel Spass - es lebe das Tanzen - Let's Dance!

Mittwoch, 12. Februar 2014

"Der Bestatter" - ein Geniestreich von SRF ....

Ihr ergebener Diener und Chauffeur
"Der Bestatter"
.... der erste überhaupt, wenn es nach mir geht.

Der Dienstagabend-Krimi ist eine Institution beim Schweizer Fernsehen. Jahrzehntelang gab es ein paar überdimensionierte Tränensäcke zu sehen, samt "Harry hol den Wagen". Ich spreche selbstverständlich von "Derrick". Vom "Alten" sehen wir mittlerweile die vierte Ausgabe, wobei er schon so lange nicht mehr über den Schirm geflimmert ist, dass man versucht ist, eine Fahndung rauszugeben. "Siska" war mit der Erstbesetzung (Peter Kremer) ein Highlight, konnte dann aber mit Nachfolger Wolfgang Maria Bauer beim Publikum nicht mehr punkten. "Der Kriminalist" und "Stolberg" sorgen immer wieder für Spannung aber dann .....

.... kam "der Bestatter"! Kam, sah und siegte, jedenfalls was mich anbelangt. Der Bestatter macht süchtig! Bereits nach der ersten Staffel tauchte vielerseits der Wunsch auf, man möchte umgehend mit einer zweiten die unangenehmen Entzugserscheinungen umgehen. Und jetzt gestern: die letzte Folge von Staffel 2! Und das erst noch mit einem Cliffhanger. Rechtsmediziner Semmelweis musste dran glauben. Diagnose Bleivergiftung. Wer hat den sympathischen Mann ins Jenseits befördert? Und wann Gopfridstutz geht die Auflösung in Sendung.

Wir sind ja schon froh, dass Luc Conrad den Schulterschuss überlebt hat, denn sonst hätten wir die Hoffnung auf Staffel 3 gleich begraben können. Über 90 Prozent der 20minuten-Leser sind für eine Fortsetzung. Der Homepage von Reto Stalder, besser bekannt als Fabio Testi ;-) entnehme ich, dass die Dreharbeiten im Sommer weitergehen. Wie aber überbrücke ich die Zeit bis Anfang 2015. Erst dann werden wir nämlich in den Genuss der Fortführung kommen. Hiiiiiilfe! Hoffentlich überleb' ich das!!!

Ein grosses Lob an alle Darsteller, allen voran Mike Müller, der einen emotionalen Facettenreichtung vom Feinsten zeigt. Was haben wir hier in der Schweiz für grandiose Schauspieler. Jede und jeder kann auf höchstem Niveau mithalten, die Figuren sind sehr differenziert gezeichnet. Man hat zudem das Gefühl, dass jeder Künstler ganz viel von sich selber in seine Rolle hineingibt, dadurch wirkt das Ganze auch so authentisch.

Wieviele Folgen hatte Derrick schon mal? Meine Freundin Wiki Pedia meint 281. Na also, da ist ja noch jede Menge Luft nach oben für Staffel 4 bis 44 oder so. Ich sehe jedenfalls gespannt in die Zukunft!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein geschmeidiges neues Jahr 2014

wie die Katze - nicht für die Katz ;-)
'Bleib geschmeidig' lautet mein Leitspruch für das Jahr 2014 - Geschmeidigkeit auf allen Ebenen des Seins.

'Am Anfang war das Wort', besser gesagt: ein Gedanke. Nichts existiert einfach so. Alles was uns umgibt basiert auf einer Eingebung, einer Idee, welche meist automatisch ein Gefühl auslöst. So sind auch unsere Verspannungen oft eher mentaler und emotionaler Natur, werden uns jedoch grossenteils erst im Körper schmerzlich bewusst.

Flexibilität bedeutet weder Passivität noch Widerstand, sondern das Nutzen all dessen, was das Leben uns bringt. Es gilt, den gegenwärtigen Augenblick achtsam anzunehmen und selbst die schmerzlichsten Umstände bereitwillig anzunehmen. So wird manch ein Stolperstein zu einer Treppenstufe auf dem Weg in die gewünschte Richtung.

Indem wir das Leben in die Arme schliessen, umarmt es uns zurück. In diesem Sinne wünschen ich allen ein geschmeidiges neues Jahr.

Und hier die ganze Session
viel Spass ;-)


Mittwoch, 11. Dezember 2013

Schöner, schlanker, jünger ..... alles ist relativ

alles ist relativ …. I like ♥
Was strengen wir uns doch alle an - tagein, tagaus: schöner, jünger, schlanker, liebenswürdiger, effizienter, schneller ..... das Leben: ein nie enden wollendes Bemühen um Erstklassigkeit, jedenfalls für viele von uns. Ausnahme davon bilden die "ist-doch-eh-alles-egal"-Menefreghisti oder die "locker-vom-Hocker"-Gesellschaft!

Genau genommen ist jedoch alles relativ. Stehe ich neben einer 7jährigen, bin ich nicht nur alt, sondern fühle mich möglicherweise auch so. Neben einer 90jährigen, vermeine ich einen gewissen jugendlichen Übermut durch meine Adern fliessen zu hören. Im Vergleich zu Naomi Campbell bin ich nicht nur um einiges bleicher und viel weniger zickig als sonst, sondern auch klein und dick. Beth Ditto macht aus mir eine Gazelle, wenn ich nur nahe genug an sie rankomme.

Es gibt nichts Absolutes, alles läuft über Vergleiche. Schwarz gibt es nur, weil weiss den perfekten Gegensatz dazu bildet. Heute erhielt ich von der Natur den Beweis frei Haus geliefert. Am Morgen bei Sonnenaufgang zeichnet sich der Rauch, der aus den Kaminen aufsteigt, grau ab. Sobald die Sonne etwas höher steht, wird er weiss.

Licht verstärkt die Schatten, lässt manches hell erstrahlen und anderes dunkler werden .... aber eben nur relativ. Licht bringt auch unsere Schatten deutlicher hervor. Wichtig ist nur, dass wir eben auch hier erkennen können, dass alles mit Vorbehalt zu geniessen ist.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine lichtvolle Adventszeit! Häbet's guet!!

Mittwoch, 28. August 2013

Wer Schmetterlinge lachen hört .....

Wer Schmetterlinge lachen hört ....

Kürzlich habe ich einen wunderschönen Text gelesen. Er ist so wohltuend, dass ich Ihnen den gerade heute nicht vorenthalten möchte. Zugeordnet wird er verschiedenen Dichtern, unter anderen Christian Morgenstern (1871-1914), Dichter Novalis (1772-1801) oder eben Carlo Karges (1951-2002), einem der Gründungsmitglieder der deutschen Rockband Novalis. Ist ja eigentlich egal, Hauptsache es hat ihn jemand geschrieben:

Wer Schmetterlinge lachen hört
der weiss, wie Wolken schmecken
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht
die Nacht entdecken


Der wird zur Pflanze, wenn er will
zum Tier, zum Narr, zum Weisen
und kann in einer Stund
durchs ganze Weltall reisen


Er weiss, dass er nichts weiss
wie alle andern auch nichts wissen
nur weiss er was die anderen
und er noch lernen müssen


Wer in sich fremde Ufer spürt
und Mut hat sich zu recken
der wird allmählich ungestört
von Furcht sich selbst entdecken


Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf
den Kampf mit seiner Unterwelt
nimmt er gelassen auf


Wer Schmetterlinge lachen hört
der weiss wie Wolken schmecken
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht
die Nacht entdecken


Der mit sich selbst in Frieden lebt
der wird genauso sterben
und ist selbst dann lebendiger
als alle seine Erben
Wow .... da weiss man, was Sache ist! Ob auf zu neuen Ufern oder abwärts zu den Gipfeln, ein Duft der Freiheit schwingt immer mit!

Donnerstag, 23. Mai 2013

Zum Fair-Lieben: Vegane Küche

à la mode de la Cheffe

Anfang Jahr trug ich mich mit dem Gedanken, wegen meiner Verdauungsprobleme neue Wege zu erschliessen. Ein YouTube-Film über unser abscheuliches Verhalten gegenüber Tieren war dann sozusagen die Initialzündung. Vor zirka 20 Jahren ernährte ich mich bereits einige Jahre vegetarisch und gedachte, diesen Faden wieder aufzunehmen. Aber wie ging das schon mal? Einfach nur das Fleisch weglassen, ist bekanntlich nicht die Lösung.

Gottseidank gibt es ja Facebook und daselbst viele gleichgesinnte Freunde, welche einen inspirieren können. Einige davon leben seit Jahren vegan, eine sogar während ihrer gesamten Schwangerschaft. Man liest dann Sätze wie: "mir geht es grossartig" oder "hab mich noch nie im Leben soooo wohl gefühlt", lauscht seinen Blähungen und überlegt: "wäre das nicht auch was für mich?". Da fiel auf einmal der Name Attila Hildmann mit dem Hinweis, mal auf YouTube zu schauen, der zaubere nämlich ganz fantastische vegane Gerichte.

Schon im ersten Rezeptvideo wurde mir etwas Grundsätzliches übermittelt, was den Umgang mit Tofu anbelangt. Den habe ich nämlich vorher immer stundenlang mariniert (und schmecken tat er trotzdem nicht) und nun weiss ich: das ist völlig unnötiger Quatsch. Es geht anders: viel einfacher und dazu noch um einiges besser. WOW.



Unnötig zu sagen, dass ich kurz darauf mein eigenes Exemplar "Vegan for Fun" in den Händen hielt: ein wunderschönes Buch mit tollen Rezepten und Fotos, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Ich ergänzte meine Bibliothek mit Attilas 3 ersten veganen Kochbüchern (cholesterinbewusst, laktosefrei und klimafreundlich kochen), die er quasi im Eigenverlag herausgegeben hat. Beeindruckend wenn man bedenkt, dass Attila eigentlich Physikstudent und nicht gelernter Koch ist.

Ich geniesse jedoch auch die Möglichkeiten des Internets, denn da kann ich dem Meister jederzeit über die Schulter blicken. Eigentlich koche ich NIE nach Rezept! Meist lasse ich mich kurz inspirieren und koche dann mein eigenes Süppchen. Halte ich mich ausnahmsweise doch einmal an eine Vorgabe, ergänze ich fehlende Zutaten und Gewürze gekonnt ;-) durch andere. Meist reicht meine Kreativität, eigene Gerichte zu kreieren. Alles was ich brauche ist das PRINZIP und einen guten Lehrer .... und das ist dieser Attila Hildmann!

Im Moment ist er bezüglich seiner Physik-Diplomarbeit unterwegs, welche er gleich in ein neues Buch kanalisiert "Vegan - Forever Young". Er befindet sich auf den Spuren der Langlebigkeit/Unsterblichkeit, und damit ist wahrlich nicht eine Zitterpartie im Altersheim gemeint. Begleitet wird er von einem Dokumentarfilmer-Team, welches auch schon "Bottled life" und "Hunger" produziert hat.

Die Frage bleibt einfach: will ich überhaupt so lange leben? Wovon ich jedoch definitiv berichten kann: ich habe in meinem Leben noch nie so lecker gegessen. Viele Rezepte geben etwas mehr Arbeit, da ich zum Beispiel den Tofu meist separat anbrate. Salat und Gemüse gab es bei uns schon immer täglich, aber in der Zubereitung lasse ich mir jetzt einiges mehr einfallen. Schnibbelalarm, sag ich Ihnen! Das Herausragendste, Überzeugendste beim Ganzen ist der Verjüngungseffekt. Mein Gewebe hatte vorher einen Hauch von Schlabberlook. Nach kurzer Veganphase war es wieder voller und straffer. Was gefällt Frau besser als zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Ich werde dabei bleiben, weil ich es mir wert bin!

Und Göttergatte? Bereits die erste vegane Spaghetti Bolognaise hat ihn überzeugt. Er ist nicht ein Freund vieler Worte und meinte schnörkellos direkt: die will ich ab dato immer so! Obwohl ich ihm angeboten habe, ihm auf Wunsch Fleisch oder Wurst vorzusetzen, blieb die Nachfrage bisher aus. Nur Käse isst er noch, oder eben ab und zu Fleisch, wenn er sich in der betriebseigenen Kantine verpflegt.

Unsere Gäste? Die waren bisher ausnahmslos begeistert. Viele wussten gar nicht, dass sie soeben komplett vegan gegessen hatten, zum Beispiel die vegane Lasagne, gefolgt von einem superleckeren Mangoeis, das den fruchtigen Abschluss bildete.

Apropos Eis: inspiriert vom zweiten Video (s. oben) MUSSTE ich mir soeben mit dem, was der Kühlschrank hergab, eine Zwischenmahlzeit basteln. Wie Sie gesehen haben, dauert sowas nicht mehr als 60 Sekunden! Diesmal waren es Beeren .... Mmmmmh ... schmelz: LECKER ;-)

Und hier ein Blick in unsere Alltagsküche:

Sonntag, 4. März 2012

Sonnenbrille optimieren? - from Ray to Jim

from Ray to Jim - ein himmlischer Tausch
links: Ray Ban - rechts: Maui Jim
Der 28. Februar war in vielerlei Hinsicht ein aussergewöhnlicher Tag für mich. Da reihte sich Wunder an Wunder und ich konnte nur noch die vielfältige Kollektion bestaunen. Eines davon hat mich wirklich zum Lachen gebracht, ich konnte meine Mundwinkel kaum mehr nach unten bringen, was in unserer Beamtenstadt wohl eher verdächtig wirkte.

Alles begann damit, dass sich bei der einen Lesebrille eine Schraube löste und rausfiel. Unmöglich, ohne die Hilfe von Martins geschickten Händen das Teil selber zu fixieren. So ging ich rasch bei Visilab vorbei und nahm mir vor, bei der Gelegenheit noch einen Blick auf deren Sonnenbrillensortiment zu werfen.

Meine Ray Ban ist zwar eine Kultbrille, aber sie hat so ihre Tücken. So wie sie polarisiert ist, blendet sie mir zu viele Sachen einfach aus. Daher muss ich sie zum Beispiel beim Strasse überqueren immer leicht anheben, um herannahende Autos zu sehen, um nicht zu stolpern etc. Will ich im Tram aus dem Fenster schauen, sehe ich lauter regenbogenfarbige Zeichnungen und Schlieren. Ebenso sieht es mit Handy-Bildschirmen oder Digilatanzeigen aus. Auch ist die Ray viel zu dunkel! Ich war mir also ziemlich sicher, dass ich sie nur noch selten tragen und wohl eher auf ein nicht-polarisiertes Produkt umsteigen würde. Und da war ja noch etwas Geburtstagsgeld übrig, das nur darauf wartete, nutzbringend eingesetzt zu werden.

Während die Optikerin sich meiner lockeren Schraube (!) widmete, probierte ich das halbe Sortiment durch .... kein Modell wollte so richtig passen. Momentan sind alle Sonnenbrillen schwer, gross, dunkel und für mich wenig kleidsam. "Haben Sie noch andere Modelle?" frage ich, da fällt mir auf, dass meine Ray Ban, die ich vertrauensvoll auf die Theke gelegt hatte, verschwunden ist. Nun sieht es auch die Optikerin. Anstelle von Ray liegt da Jim, eine Maui Jim-Brille und ziemlich genau das Modell, das mich dauerhaft begeistern könnte und für welches ich mich wohl entschieden hätte, hätte es zu den Ausstellungsmodellen gehört.

"Da hat jemand die Gunst der Stunde genutzt", meint das Verkaufspersonal unisono. Genau davor war ich seinerzeit auch gewarnt worden, wobei mir nun die eine Visilab-Mitarbeiterin erklärt, Maui Jims seien ebenfalls Qualitätssonnenbrillen, und auch nicht gerade billig!

Mir geht es jedoch nicht um den Preis, sondern primär ums Wohlfühlen. So setze ich Jim auf die Nase und gebe ihm eine Chance. Das Ding passt wie angegossen, sowohl auf den dafür vorgesehenen Platz im Gesicht als auch ins RB-Brillenetui, und was das Fantastische ist: die negativen Effekte der Polarisation sind bei diesem Modell nicht eruierbar: das Farberleben ist sensationell, die Farben sind brillant und trotzdem ist die Blendung ausgeschaltet!

Sowohl die Crew bei Visilab als auch ich selber gehen davon aus, dass der Mann, der seine Brille anstelle der Ray Ban hat liegen lassen, sekundenschnell eine bewusste Wahl getroffen hat. Er MUSS den optischen Unterschied bemerkt haben, spätestens bei der nächsten Tramfahrt. Bis jetzt hat sich jedoch niemand gemeldet. Die Bänder der Überwachungskamera werden noch ausgewertet, aber wie es aussieht, werde ich MEINE Maui Jim wohl behalten dürfen. Ein Geschenk des Himmels - ein himmlischer Tausch! Ich hoffe natürlich, dass der andere mit meiner Ray Ban ebenso überglücklich ist! Und sollte er sich trotzdem noch melden, weiss ich jetzt, in was für einen Sonnenschutz ich künftig investieren werde!

Sonntag, 19. Februar 2012

Shelea Frazier - A Tribute to Whitney Huston

Shelea Frazer - very promising indeed =)
Gemäss Menscho-Meter leben aktuell 7'145'584'490 Menschen auf dieser Erde. Nur wenige davon sind prominent. Obwohl jeder von uns über eine spezielle Begabung verfügt, leben die meisten von uns ein Dasein irgendwo im Dschungel des Alltags, lieben, leiden, lachen und sterben letztendlich ihren individuellen Tod. Komödien und Tragödien spielen sich ab, ohne unser Wissen und meist auch ohne unser Zutun.

Whitney Hustons Tod bewegte Millionen; eigentlich fast jeden, dem ihr Name ein Begriff war. Ja, es soll tatsächlich Leute geben, welche noch nie einen Hauch unserer modernen Musikindustrie mitgekriegt haben, irgendwelche unbekannten Völker im Amazonasgebiet zum Beispiel. Die leben meist völlig isoliert und haben ganz andere Sorgen als den Tod irgend eines Mega-Stars, zum Beispiel die zunehmende Bedrohung ihres Lebensraumes durch Holzfäller.

Früher wollte jeder Junge Arzt werden, oder Pilot und wenn nicht, dann Lokomotivführer. Bei den Mädchen lag Krankenschwester ganz weit vorn. Heute gehen die Träume eher Richtung Model oder Superstar inklusive Nummer-Eins-Hits in den Charts. In unzähligen Musikshows konnten wir uns gleich mehrmals überzeugen: es gibt viele talentierte Sänger auf dieser Erde, und diejenigen, welche sich einer Jury stellen, sind wohl eher in der Minderzahl. Warum also schafft es jemand und ein anderer, eine andere nicht? "Das Gesamtpaket muss stimmen" würde unser "Ditä" wohl jetzt krächzen.

Eine, welche es noch nicht in den Olymp der Grössten ihres Fachs geschafft hat, ist Shelea Frazier. Sie verfügt über eine wundervolle Stimme und ihr Tribut an Whitney mit deren bekanntesten Songs kann sich tatsächlich sehen und hören lassen:


...... und nicht nur: auch eigene Songs wie "Love fell on me"!


Very promising indeed! Danke Shelea, Deinen Namen muss man sich merken!

Dienstag, 14. Februar 2012

Happy Valentinstag

Each Day is Valentine's Day ♡
Zwei Kurzgeschichten zum Valentinstag

Geschichte 1
Einst fragte der wunderschöne Jüngling seine Herzallerliebste: "willst Du mich heiraten"; sie sagte "Nein".... und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage!

Geschichte 2
ER hatte soeben den Bestseller "Ich bin der Herr im Haus" fertiggelesen. Okeyli-dokey, dachte er, da war ich wohl etwas zu nett zu meiner besseren Hälfte - da besteht wohl akuter Handlungsbedarf! Er stürmte in die Küche und verkündete mit herrischer Stimme: "Von nun an bin ich der Herr im Haus; mein Wort ist Gesetz! Ab heute Abend, wenn ich nach Hause komme, will ich verwöhnt werden, mit Gourmetessen, exquistem Nachtisch und wildem Sex. Nach meinem anschliessenden Entspannungsbad wirst Du mich abtrocknen und mir zu guter Letzt noch Hände und Füsse massieren. Und nun rate mal, wer mich morgen früh anzieht und mir die Haare kämt?" Daraufhin seine Frau: "Ein Angestellter des Bestattungsinstituts".

Geschichte 3: Hier könnten Ihre Glücksmomente aufgeführt sein. Greifen Sie also zur Feder .... hauen Sie in die Tasten und schreiben Sie Ihre Kurzgeschichte zum Valentinstag. Und denken Sie dran: so teuer wie heute sind Rosen sonst nie!!

Ach übrigens: Happy Valentine!

Freitag, 10. Februar 2012

Gottschalk like ... eh ... Live

Gottschalk Live - bitte weiter so!
Thommy - Thommy, Deine Erfolgsgeschichte ist lang. Sie begann bereits anno 1971 und mit einem Job als freier Mitarbeiter beim Bayrischen Rundfunk. Ob Du damals oder etwas später die eher humorlose Elisabeth Tessier so glanzvoll imitiertest und in schwarzen Strümpfen zwei ansehnliche Beine präsentiertest ... so ansehnliche, dass die berühmte Astrologin ihren zunächst verkniffenen Mund zu einem halben Lächeln und zu der Aussage zwang: "sie 'aben se'er schön' Beine!"

Jedenfalls hast Du mich damals mit Deiner spontanen Art sofort überzeugt. Bei Dir wusste man einfach: egal was passiert, Du schaffst es, fast alles mit einem coolen Spruch und einem ebensolchen frechen Grinsen wett zu machen und die Situation zu retten .... jedenfalls bis zu jenem 4. Dezember 2010. Das Schicksal von Samuel Koch hat nicht nur Dich tief berührt, sondern Millionen von Menschen. Du hast Dich jedoch in die Verantwortung genommen und Deinen Rücktritt von "Wetten Dass" bekanntgegeben.

Nun gibt es ja Menschen, die daraufhin in ein Jubelgeschrei ausgebrochen sind. Das waren vor allem diejenigen, welche sich über Deine chronische Unpünktlichkeit nervten und auf die Folgesendung warteten.

Was immer jedoch die Nörgler auch sagen - und deren gibt es viele: ich fühle mich von Dir gut unterhalten. Du gibst einem das Gefühl, dass die lustigen Sprüche Dir spontan einfallen und Du nicht auf jemanden angewiesen bist, der sie für Dich in stundenlanger, mühevoller Kleinarbeit aus der Feder saugt, wie etwa Ravenrockers für die Bülent Ceylan-Show. Headwriting heisst das auf Neudeutsch.

Nein, wie zuhause im Wohnzimmer, locker vom Retro-Lederhocker und immer jede Menge Gäste, interessante Leute, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, zum Beispiel Twiggy, die Mutter aller Magersüchtigen. Da war ich ja echt gespannt, wie die heute aussieht .... und wurde prompt von meinem Swisscom-Aufnahmegerät ausgetrickst. Pünktlich zu meinem Geburtstag hat das Ding versagt, und das nur ein einziges Mal .... AUSGERECHNET, ebenso wie das ARD-Archiv, in welchem genau diese Sendung fehlt.

Auch das Team hinter Dir verdient Anerkennung. Lauter sympathische Menschen, von denen man gerne mehr sehen würde!

Der Stern meldet heute, dass Du erstmals mit Deiner Vorabendshow unter eine Million gefallen bist. Wie die das immer rausfinden!? Da staunt der Laie und wundert sich der F(l)achmann. Als ob die jeden einzelnen Haushalt im deutschsprachigen Raum im Griff hätten. Fänd ich echt schade, wenn Du Dein Wohnzimmer wieder für "Marienhof", "Verbotene Liebe" oder noch schlimmer "irgendeinen amerikanischen Scheiss" räumen müsstest. Ich würd's zwar überleben, aber gleichzeitig auch sehr bedauern. Wir Blondschöpfe müssen doch zusammenhalten, oder?

PS: Apropos blond: ich finde es gut, dass meine Landsmännin Michelle Hunziker nicht mehr bereit ist, weiterhin bei "Wetten Dass" Assistentin zu spielen. Ihr wart ein Super-Team und Euch in vielem ähnlich. Michelle wurde viel kritisiert - zu viel - und massiv unterschätzt. Auch ihr wünsche ich an dieser Stelle alles Gute.

Sonntag, 5. Februar 2012

25.1. ➲ Tag der Luxemburgerli

25.1.  Tag der Luxemburgerli
auch Macarons oder Schaumkuss genannt
Neulich habe ich in der Bernerzeitung einen kleinen Eindruck davon erhalten, was alles für Gedenk- respektive ausserkirchliche Feiertage innerhalb eines Jahres durchgeführt werden. "Kleiner Eindruck" ist zwar leicht untertrieben, waren es doch ganze zwei Doppelseiten. Es gibt demnach keinen Kalendertag, der nicht mindestens einem Dingsbums oder Bumsdings gewidmet ist.

So ist der 21. Januar zum Beispiel der Weltknuddeltag - kein Witz - er wurde 1986 durch einen US-amerikanischen Pfarrer ins Leben gerufen. Diese Gelegenheit ist ja heuer bereits sang- und knuddellos über die Bühne gegangen und wir müssen uns also wieder fast ein Jahr gedulden.

Der 2. Februar, mein Geburtstag, ist unter anderem auch Welttag der Feuchtgebiete, allerdings sind damit nicht diejenigen von Charlotte Roche gemeint. "Und ewig grüsst das Murmeltier" hat allen eindrücklich vor Augen geführt, dass der 2.2. auch noch Groundhog Day, also Murmeltiertag und in den USA und Kanada ein Volksfest ist.

Wer kennt ihn nicht, den Valentinstag, eine Tradition, welche die Kassen der Blumengeschäfte zum Über- und das Personal beinahe zum Davonlaufen bringt.

Und Jungs, falls Ihr es vergessen habt: der zweite Sonntag des Monats Mai ist Muttertag .. .. also am besten schon jetzt mit Sparen anfangen!

Das alles haben wir ja noch gewusst, aber dass am 12. Mai der internationale Tag des Chronischen Erschöpfungssyndroms gefeiert wird, der CFS-Tag, erstaunt ebensosehr wie dass es seit 1992 am letzten Samstag im November einen Kauf-Nix-Tag gibt. Ich meine, es gibt einfach Dinge, die feiert man nicht!!!! Keiner der 365 Kalendertage ist übrigens ein Null-Acht-Fünfzehn-Tag.

Warum also nicht umgehend einen Luxemburgerli-Tag (auch Macarons oder Schaumkuss genannt) festlegen. Dieser Tag KANN einfach nur am 25. Januar gefeiert werden, denn dann hat meine Schwester Geburtstag ... und zu deren Ehren sind die Dinger ja einst erfunden worden, zwar schon anno 1957, aber man kann ja nicht früh genug mit Üben anfangen, oder?!

Freitag, 20. Januar 2012

KINDERLACHEN - gottseidank ansteckend!

hihihihihihi - gröhl
An der Station warten schätzungsweise zwei Schulklassen aufs Tram. Alle schwatzen wild durcheinander, einer versucht den andern zu übertönen und man fragt sich, ob wohl überhaupt welche zuhören. Was aber vor allem auffällt, ist das viele Lachen. Plötzlich kann ich mich erinnern, wie wir oft einfach losgeprustet haben, grundlos oder dann haben wir uns selber den Grund geliefert.

Wir Erwachsenen - besser gesagt (dem Lachen) Entwachsenen - liefern mit unseren ernsten, besorgten oder gar verkniffenen Minen ein Kontrastprogramm der erschreckenden Art. Ich frage mich, ob wir einfach zu viel Zeitung lesen, zu oft und zu intensiv in eine ungewisse Zukunft blicken, zu direkt die Last der Verantwortung oder der Jahre spüren.

Wo ist unser Lachen geblieben? Ich vermisse es - sehne mich danach, und spüre es plötzlich auftauchen, aus der Mitte des Bauches heraus im Bereich des Sonnengeflechts. Mein Gesicht entspannt sich zu einem Lächeln - einem Lächeln voller Dankbarkeit.

Und immer wieder im Verlaufe des Tages lasse ich das gespeicherte Lachen tief in meinem Innern aufleben. Die Kinder toben sich sozusagen in meinem Bauchraum aus und helfen mir so, dass mich auch die etwas schwerer wiegenden Gefühle nicht aus der Bahn werfen.

Kinder lachen durchschnittlich 450 mal am Tag, habe ich gelesen. Erwachsene bringen ihr Zwerchfell wesentlich seltener zum schütteln, so wenig, dass es mittlerweile auch bei uns in der Schweiz sogenannte Lachclubs oder offene Lachgruppen gibt. In Bern zum Beispiel wird offenbar jeden Montag um 19 Uhr an der Genfergasse 1 im 2. Stock mal wieder so richtig gelacht. Lachen Sie nicht, das ist kein Witz! ;-)

Übrigens: es ist nicht verboten, sich selber ein Lachen zu entlocken, indem man sich zum Beispiel mal wieder einen Witz erzählt. Lachen entspannt, ist gut für Herz und Kreislauf und stärkt das Immunsystem. Lachen Sie's gut.