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Dienstag, 7. Februar 2023

Convenience-Produktebewertung: Migros Alaska-Seelachs-Filets


Convenience Food — wirklich so convenient, im Sinne von: günstig, dienlich, passend oder gar gesund?

Mittags verpflege ich mich meist ganz einfach, da zu faul, zweimal täglich zu kochen. So gibt es denn meist Salat und eine kleine Beilage, zum Beispiel Brot, Bündnerfleisch und wenn erhältlich, auch gerne mal Sashimi oder lecker Sushi.





Heute habe ich erstmals (und letztmals) den Alaska Seelachs von der Migros getestet. Sah für mich einigermassen ansprechend aus. Gemäss Inhaltsangaben: 65 Prozent Fisch, der Rest ist Panade, welche bezüglich Allergene fast alles enthalten kann ausser einem Brillenetui! Genau genommen würde sich die Panade, vom Fisch befreit, genau zu diesem Zweck am besten eignen! Fisch habe ich im Verhältnis zur Panade maximal 40 Prozent gefunden (s. Bild).





Erst bei genauerem Durchlesen sehe ich, dass der Fisch zudem mit Schleppnetzen gefangen wurde. Hmmm… 🤪


Also doch wieder rund um die Uhr selber kochen, auch mittags, zum Beispiel Fisch in Ei und Panko wenden und kurz anbraten? Vermutlich wäre es um einiges gesünder, auch bezüglich nicht Deklarationspflichtiger Inhaltsstoffe wie z.B. den seit 2021 neu zugelassenen Insekten (Madenwürmer, Grillen etc.).


Oder eben doch Sashimi, sehr umweltfreundlich, da ohne Strom zuzubereiten. 😂 Der Bundesrat schickt mir bestimmt ein Dankesschreiben!

Freitag, 17. Januar 2020

#RosinsFettkampf — oder besser: FettKrampf?

LowFat - LowCarb - LowQuality-TV
Manchmal ist es mit TV wie bei einem Unfall: Du kannst einfach beim besten Willen nicht wegschauen.

Mit Diäten habe ich Erfahrung. Seit Jahrzehnten bin ich immer mal wieder am Abnehmen. Am meisten Erfolg hatte ich 2011 mit Weight Watchers, und ich konnte mein Goldgewicht auch gute 3 Jahre halten, bis zu einer Ernährungsumstellung 2014 zuerst auf vegetarisch, dann vegan. So ging ich die eingefahrenen Erfolgsstrukturen schnell wieder verlustig. Habe sie auch nach der Rückstellung auf Allesesserin nicht mehr wiedergefunden.

2017 versuchte ich es nochmal mit WW, allerdings hatte da einiges geändert. Damals hätte nämlich ein Gläschen Orangen-Karottensaft satte 5 Punkte gekostet, und das mit gerade mal 98 Kilokalorien. Bei einem Tages-Guthaben von 28 Punkten war das etwas zwischen einem Fünftel und einem Sechstel Tagesbedarf. Hätte man zu diesem Getränk noch 2 Esslöffel Mascarpone Léger (101 kcal) gegessen, hätte man weitere 5 Punkte weggeputzt. Ein Drittel des Tagesbedarfes hätte also 199kcal entsprochen. Ein Teller Spaghetti Bolognaise im Restaurant (27 Punkte/886 kcal) und ich hätte gerade noch einen Punkt übrig gehabt. Klar gab es noch die Wochenextras und Nullpunkter, aber der Aufbau der Punktevergabe war meines Erachtens eher im LowCarb-Bereich angesiedelt, und das vertrage ich gesundheitlich nicht. Ich hatte keinen Bock (109 kcal/100g) mehr! Auch lag allein mein Grundumsatz damals um die 1200 kcal. Aufgrund gesteigerter Lebenserfahrung 😜 ist er heute entsprechend höher.

2020 scheint das Konzept bei WW wieder völlig überdacht und überarbeitet worden zu sein und man könnte sich tatsächlich überlegen, wieder einzusteigen! Könnte — denn nach der Diät ist vor der Diät und vor der Diät ist nach der Diät! LEIDER!

Was ich da bei Rosins Fettkampf bis jetzt gesehen, ist hahnebüchen und widerspricht allem, was Ernährungsberater einem nahelegen. In den ersten zwei Wochen gab es Kandidaten mit einem Gewichtsverlust von 10 und mehr Kilo. Bei WW sprach man 2011 von 1 bis 1,5 Kilogramm pro Woche als Ziel. Druck sollte absolut keiner ausgeübt werden, man sollte seine Ernährungsumstellung locker angehen, sein Ess- und sonstiges -verhalten überdenken und so eine nachhaltige Änderung herbeiführen.

Frauen nehmen generell viel langsamer ab als Männer. Der Anteil Muskelmasse ist bei letzteren mit zirka 38% höher als bei uns mit 31%. Dafür punkten Frauen beim Fettanteil, leider: mit 45 Jahren sind es bei uns ganze 30% gegenüber 22-24% bei Männern. Cellulitis z.B. fehlt bei Adam nicht aus ästhetischen Gründen, sondern weil bei ihm Bindegewebe anders, also netzartig aufgebaut und fester ist. Bei uns Evas verlaufen die Bindegewebsfasern senkrecht zur Hautoberfläche. An solchen Tatsachen ist nicht vorbeizukommen, beim besten Willen nicht.

Rebecca Siemoneit-Barum (1977 - LowFat-Teamchefin) hat deshalb einen schweren Stand gegenüber Willi Herren (1975 - LowCarb-Teamchef). Von den körperlichen Gegebenheiten her KANN sie gegen ihn eigentlich nur verlieren, es sei denn, er gönnt sich hie und da ein paar Bierchen, und das gleich jeden Tag. Dies obwohl man die Abnahme prozentual zum Ausgangsgewicht anschaut. Die beiden gegeneinander antreten zu lassen ist ebenso schwachsinnig wie ein Wettkampf der beiden, schwanger zu werden, nur weil beide in etwa gleich alt sind🤪.

Rebecca war wütend auf sich, traurig und frustriert, bereits zum zweiten jemanden von ihrem Team nach Hause schicken zu müssen. Und ihr Team ist allmählich richtig sauer auf sie — das spürt sie, das merkt auch der Zuschauer.

Rosin selber macht während der Dreharbeiten 16/8, also intermittierendes Fasten, was für viele noch die erträglichste aller Diäten ist. Als Ernährungsberater würde ich ihn jedoch nicht bezeichnen, selbst wenn er ein Buch mit Schlankheitsrezepten (Gesund und Fit mit Frank Rosin) herausgegeben hat.

Erfahrungsgemäss wird es nur besser mit dem ewigen Diätwahn, wenn plötzlich andere Probleme und Zipperlein überwiegen. Man vergisst dann vollkommen, dass da doch auch noch etwas war 🧐 Gottseidank! 🙏

Mittwoch, 11. Mai 2011

Das bisschen Haushalt....

super Partner fürs Fotoshooting
der Spargelschäler von der Migros
Das bisschen Haushalt
... mach ich nebenbei
... guck doch mal
... ist kein Problem
... und manchmal auch bequem
... stinknormal

oder auf Hundert:

Das bisschen Haushalt
... setzt mir richtig zu
... sag ich mal
... und wird es stressig
... grenzt's schon mal an Qual
... fast letal

Warum muss eigentlich immer alles gleichzeitig gemacht werden. Frühstücken, während man die Abwasche ausräumt, Korrespondenz erledigen wenn die Buchhaltung ruft, Bügeln und daneben kochen.... und dann klingelt auch noch die Post. Ich koch gleich über!!! Dann entscheide ich mich, die Zeit auszupressen wie eine überreife Zitrone...

Um wieviel ruhiger geht es da in gewissen Büros zu. Manchmal hat man echt Mühe, zu erkennen, ob der Mann am Rechner noch lebt; die Frau am Schreibtisch "eingefroren" ist wie ein Microsoft-Computer bei Überlastung. Büromikado: wer zuerst bewegt, hat verloren!

Ich renne hin und renne her, bücke und strecke mich und wirke wie der berühmte Furz in der Laterne. Klar hat das auch damit zu tun, dass ich mich schlecht organisiere, aber das braucht ja keiner zu wissen.

Ab und zu reicht es trotzdem, ein riesiges Lob einzufahren. So kürzlich, als ich den Einkauf eines Spargelschälers gestand - supergünstig aus meiner Migros!!! Göttergatte hasst es, wenn ich Unnötiges (was ist das?) einkaufe und so schaute er echt kritisch, bis er ihn selber ausprobierte: "Ich muss Dich echt loben", meinte er, "der Schäler ist der Hammer!" Das ist er übrigens wirklich: im Handumdrehen ist erledigt, was sonst ewig dauert! Und auch als Partner fürs Fotoshooting ist er vielseitig einsetzbar. Viel Spass an der Spargelsaison!

Montag, 11. Oktober 2010

Etepeteterlig....

Wildbeilage à ma façon :-)
Erlebnisgastronomie - Fusion kitchen - Molekularküche ... :@

Eigentlich nehme ich gerne als Leserin an einem Festschmaus teil, wenn der Schreiber den Genuss in Worte zu fassen versteht, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Wenn jedoch Kapuzinerkresse mit winzigen gegarten Schnecken ergänzt wird, rohe Zucchiniblüten mit einer Emulsion von Austern gefüllt werden und der Küchenchef zudem erklärend neben dem Tisch stehenbleiben muss, weil: "die weissen Beeren bitte nicht essen, sie sind nur Dekoration", dann finde ich persönlich es mühsam. Dennoch scheint der Schauplatz solchen Geschehens, das Noma in Kopenhagen auf Monate hin ausgebucht zu sein und rangiert in der "San-Pellegriono World's 50 Best" Liste als das beste Restaurant der Welt.

Bei einem Restaurantbesuch will ich in Ruhe und konzentriert die Karte durchgehen, und die muss selbsterklärend sein. Ein halbstündiger Vortrag des Gastronomen, mag er auch noch so interessant sein, kann dermassen nerven, dass man trotz himmlischer Küche beim nächsten Mal ein anderes kulinarisches Paradies aufsucht.

Der "Chrüteroski" war so ein Fall. Es gab keine Menukarte... der Chef verpackte das Angebot in eine Geschichte zum Beispiel über den Jahreszeiten entsprechende Traditionen. Engagiert und begeistert wie er war, was Herkunft und Frische von Produkten und Kräutern sowie den richtigen Umgang damit anbelangt, glänzte er an jedem einzelnen Tisch mit einem nicht zu bremsenden Wortschwall, bis man die Rede auswendig kannte und mit in seine Träume nahm. Irgendwann brauchten wir das jedenfalls nicht mehr, obwohl die Speisen himmlisch schmeckten.

Meines Erachtens besteht die Kunst des Kochens nicht aus "Etepeteterlig" wie beispielsweise 'getrüffeltem Pferdeschwanz auf Tomatencoulis mit Zwetschen-Confit' sondern darin, aus ganz einfachen Produkten wunderbare Gerichte zu zaubern, ohne Schnörkel und PiPaPo - etwas, das unsere Grossmütter und teilweise Mütter noch ohne viel Aufhebens beherrschten.

So haben wir zum Beispiel kürzlich im Seepark Schiffenen extrem gut gespiesen. Ich liess mir einen fantastischen grünen Salat kredenzen (frisch, schön angerichtet, Chicorée weiss und rosso, Nüssler, Blattsalat, süsse Kirschtomaten, ein Ei) gefolgt von Rehfilet mit Rosenkohl, Rotkraut, Spätzle, Kastanien, gekochtem Apfel mit Preiselbeeren, einer kleinen gekochte Birne sowie ein paar Eierschwämmen. Ein Klassiker, aber 1A gekocht. Rehfilet ist übrigens ganz anders als die dünnen Rehschnitzel und die Spätzle waren dermassen gut, dass mir bereits eine Idee für unseren nächsten Selbstversuch gekommen ist.

Übrigens: mir schmecken meist vor allem die ganz einfachen Sachen. Heute hatten wir mal wieder Raclette mit Kartoffeln... das liebe ich dermassen, dass ich schon morgen wieder zuschlagen könnte. Solange ich noch an den besten Raclettkäse der Welt, produziert von der Fromalp AG, komme, muss ich es ausnützen, denn Fromalp-Neubesitzerin Emmi dreht hier leider per Ende Jahr den Hahn zu.

Montag, 4. Oktober 2010

Das Auge isst mit...

Das Auge isst mit....
... AUTSCH! Wenn man ein Wort allzu wörtlich nimmt, kann es schon mal gefährlich werden oder eben ins Auge gehen.

Wenn unser Fenster zur Welt mitdegustiert, wer oder was hilft mir beim Einkaufen? Entscheidet der Magen, was ich heute koche oder ist es doch eher der Kopf. Dass solche Fragen auch ein wenig vom Inhalt des Geldbeutels abhängen, zeigt, dass wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben, denn wenn das einzige, was zur Verfügung steht, Reis ist oder Maniok, dann.... brauche ich bloss noch die 20 Kilometer zur Wasserstelle zu pilgern, denn ohne dieses Element läuft gar nichts, das wissen selbst die "Grand Chefs", und die kochen letztendlich doch auch nur mit Wasser.

Die Frage einer mittelständischen europäischen Frau, deren Herz nicht zwingend für den Haushalt lebt und schlägt, die aber immer wieder Hunger hat und gerne gut isst, bleibt: was koche ich heute? Antworten werden unter diesem Anschluss gerne entgegengenommen; Kutteln und Ähnliches bleibt jedoch garantiert im Spamfilter hängen.

Freitag, 24. September 2010

Traditionell bewährte Reihenfolge?

eviva Nasenklammer
Ein mittlerweile alltägliches Bild in Schweizer Strassen: traditionellerweise sieht die Inderin ihren Mann bei gemeinsamen Spaziergängen nur von hinten. Brav folgt sie dem ihr Angetrauten, Anvertrauten und stets zu Verwöhnenden wie mittels Magnet verbunden.

Als wir gerade mal wieder einen herrlich mundenden Mung Dhal genossen hatten, wusste mein Göttergatte endlich, warum das so ist. Mann will Linsen und Bohnen zwar gerne geniessen, kann aber auf die bekanntesten Folgeerscheinungen verzichten. So muss Mutti denn brav im Hintergrund Dampf ablassen, während er seine Nase in Frischluft badet.

Ich hatte dazu eine etwas andere Idee: Dank SEINER Ausdünstungen wird sie erst fähig, sich brav im Hintergrund und an bewährte Traditionen zu halten.

Beide Möglichkeiten sind denkbar, wer hat eine andere Idee?

Wir konnten uns jedenfalls an besagtem Tag nicht einigen, wer jetzt hinter wem hergeht... und so zogen wir Arm in Arm glücklich von dannen! ☺

PS: Wie ich gelesen habe, sollen Munglinsen die einzigen sein, welche nicht blähend sind. Was ich gehört habe, steht auf einem andern Blatt. Jedenfalls sind Linsen enorm gesund und für Vegetarier eine wertvolle Eiweissquelle, die jedoch auch von uns Carnivoren angezapft werden kann. E Guete!

Samstag, 17. Juli 2010

Silikone Pamela Anderson


Unglaublich aber wahr! Da wollte die Mutter aller Silikonen, Pamy Anderson, das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und mit vollem Körper- und Kunst(stoff)einsatz unser Herz für die Tiere sowie unsere Erinnerung an Baywatchzeiten wecken, da wird ihr Plakat verboten... zumindest in Montréal, Kanada. Dabei hat sie noch nicht einmal gegen die absolut verwerfliche, dort offenbar als normal geltende, grausame Robbenjagd geposed.

Das Plakat ist eigentlich!! harmlos, zeigt es doch lediglich Pamelas wohlgeformte Körperteile beschriftet mit einer Nomenklatur, wie wir sie vom Fleischer her kennen. Das Bild sei sexistisch, meinte der offizielle Sprecher der Behörden.

Pamela setzt sich übrigens seit Jahren in zahlreichen Kampagnen für PETA ein. Schon als Teenagerin mutierte sie zur Vegetarierin. Alle Nicht-Vegetarier kennen das unangenehme Gefühl, das einem immer dann beschleicht, wenn man wieder einmal darüber nachdenkt, dass für unsere Gaumenfreuden ein anderes Lebewesen mit seinem Leben bezahlen muss. Fleisch ist nicht einfach ein Begriff!!

Selber lebte ich jahrelang vegetarisch, habe aber wieder mit Fleischessen angefangen, nachdem ich eine Lungenentzündung nur knapp überlebt hatte. Und seitem leide eben auch ich wieder ab und zu unter diesem unangenehmen Gefühl..... würde aber deswegen wohl kaum ein Plakat gegen Fleischkonsum verbieten. Sie?

Freitag, 2. April 2010

Das Störende an Kaviar....


Das Störende an Kaviar ist das Störende (Stör-Ende) .... und genau darauf baut das Tropenhaus Frutigen. Die Fische teilen die Begeisterung über die geplante Leistungssteigerung wohl mit Nichten (und Neffen), heisst: äusserst ungern. In diesem Herbst voraussichtlich 150 Kilo eigenen Kaviar genügt den Produzenten als "Ernte"ertrag nicht.... nein, man beabsichtigt, diesen Ertrag jährich um 500 bis 600 Kilo zu steigern!!

Das ist das Problem bei uns Menschen: wir wollen mehr - IMMER, unendlich, grenzenlos. Man nennt das, glaube ich Gier, und diese Gier ist verantwortlich für die allmähliche Zerstörung unserer Umwelt, der nur die Natur selber mit ihren ewig wirkenden Reparaturmechanismen noch etwas entgegenhalten kann.

Persönlich mag ich Kaviar überhaupt nicht. Obwohl ich weiss, dass die Geschmäcker verschieden sind, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass jemand das widerliche Zeug ehrlich mag. Es zu mögen könnte in unserer Cüpli-Gesellschaft auch einfach Prestigeangelegenheit sein, so wie unser Essverhalten mehr und mehr Züge einer gewissen Dekadenz aufweist.

Der Stör selber hat ein wunderbares, schmackhaftes Fleisch und jede Menge Omega3-Fettsäuren. Ob er sein Leben liebt, an ihm hängt oder es gerne in den Dienst der Gesundheit anderer stellt, darüber wurde er wohl bisher nicht befragt. Wie er es wohl sehen würde, dass seine potentiellen Nachkommen sekundenschnell den Gaumen irgendwelcher Gourmets oder Gourmands kitzeln, bevor sie, etwas weiter unten, in Magensäure eine andere Lösung finden?

Freitag, 29. Januar 2010

.... das liegt an meinen Genen


"Wissen Sie, das liegt an meinen Genen" meint die Frau mittleren Alters, welche mir unaufgefordert zwischen Bahnhof Bern und Brunnmattstrasse ihr Herz ausschüttet. Offenbar hat sie Probleme mit ihrem Zeitmanagement, da sie mittags selber kochen möchte, um ihr Gewicht in den Griff zu kriegen.

"Ich denke, wir sollten die familiären Muster respektive die Macht der Gewohnheit nicht unterschätzen, die sind an solchen Problemen viel stärker beteiligt, als wir es wahrhaben wollen", entgegne ich. Verblüfft schaut mich mein Gegenüber an und fragt nach. So lasse ich mich denn zu einem Kurzvortrag über Ernährungsweisheiten hinreissen; genügend Erfahrung habe ich ja mittlerweile.

"Wir müssen unsere individuellen 2 bis 3 Fallstricke erkennen, dann steht einer schlanken Zukunft - noch besser "Gegenwart" - nichts mehr im Wege. Jeder hat andere Vorgehensweisen und Vorlieben, welche fast untrennbar mit dem verknüpft sind, was wir zuhause vorgelebt erhalten haben. Wenn wir genau da ansetzen und ein paar wichtige Regeln und Fitformeln beachten, ist der Erfolg garantiert".

"Jetzt müsste man nur noch wissen, wie das genau geht", meint die Dame interessiert. Da ich sehr offen mit meiner Mitgliedschaft bei Weight Watchers umgehe, kläre ich sie darüber auf und weise darauf hin, dass wir soeben am WW-Treffpunkt Effingerstrasse vorbeigefahren sind. Ob ich meiner Mitfahrerin damit habe helfen können, weiss ich nicht, denn den ersten Schritt muss jeder selber tun.

Dass ich mit den Gewohnheiten und dem Vorleben von Mustern nicht ganz unrecht hatte, durfte ich heute im Tram miterleben. Mutti, nur scheinbar im 8. Monat schwanger, hat wohl kürzlich erst entbunden. Nachwuchs Nummer 2 linst vergnügt aus dem Kinderwagen, während die Erstgeborene sich schon selber an der Stange festalten kann. Es gibt Frühstück. Mutti kramt in ihrer Tasche und händigt der Prinzessin einen halben Liter Schokodrink aus, den die beiden sich dann auf der weiteren Fahrt teilen werden. Und da zu einem vollwertigen Frühstück etwas mehr gehört als nur Trinksames (?!), packt die Versorgerin der Familie eine Tüte mit 4 Buttergipfeln und 2 Weggli aus. Das Kleinkind wird wohl noch gestillt und geht natürlich leer aus. Seine Schwester kriegt ein Weggli in die Hand gedrückt und übt gleich fürs Leben - denn das ist bekanntlich eine endlose Stehparty.

Kinder machen Hunger, vor allem eigene, und so versucht Mutti der inneren Leere.... diesem Gefühl des unstillbaren Hungers, mit Gipfeli zuleibe zu rücken - 3 schafft sie von Guisanplatz bis Zytglogge. Um auch von der Süsse des Lebens noch einen Schluck zu erhaschen, saugt sie verzweifelt am Röhrli. Es ist nicht einfach, Mutter zu sein!!!!!!!!!!!!!!!!

Bestimmt ist dieser Frau nicht bewusst, dass sie nur mal so und einigermassen gedankenlos ihrer Körpergrösse entsprechend schätzungsweise eine halbe Tagesration an "Nähr"werten in sich hineingeschlungen hat.... und satt ist sie damit vermutlich noch lange nicht. Sicherlich folgt bald mal ein Nachschlag in Form von weiterem "Leergut", wobei man bloss hoffen kann, dass daraus einmal "Lerngut" werden könnte, zugunsten einer gesunden Zukunft für die ganze Familie.

Man kann den Genen vieles nachsagen, aber ihnen nicht immer und auf der ganzen Linie die Schuld zuschieben. Wer möchte, lese dazu als Abschluss noch "die Hungerkur" (Blogeintrag 12.2.2009). Und wenn man die leckeren Hörnchen respektive Gipfeli sieht, dann kann man bloss hoffen, dass sie schleunigst Füsse kriegen .... oder aber man plane sie denn gekonnt ein.
E Guete =D

Samstag, 26. Dezember 2009

WW: da kriegt jeder sein Fett weg....


Wahnsinn; nach einem zweijährigen Aufenthalt in den USA kehrt Michelangelos David reumütigst nach Italien zurück. Es ist ja nun nicht so, dass das Essen in Italien nicht lecker schmecken würde, aber wenn man schon über solche Sponsoren stolpe... eh... verfügt....

....dann wird alles klar wie Wurstsuppe. Geschmacksverstärker, künstliche Aromastoffe, Aspartam und jede Menge Fett.... nicht gerade das, was der liebe Onkel Doktor uns verschrieben hat.

Dennoch gibt es auch in der Schweiz Hüftgoldzeiten, Weihnachten-Neujahr zum Beispiel. Apéros, Einladungen, süsse Geschenke!

Nach jahrelangem Auf und Ab auf der Waage und einigem Zögern hatte ich mich, was das anbelangt, Ende September in bewährte Hände begeben. Der Leidensdruck hatte diesmal genügt. Einer der wohl häufigst gedachten Gedanken bei Weight Watchers ist vermutlich: "das funktioniert ja auch bei mir!". Die Pfunde purzelten und das interessante dabei: ich konnte mich sattessen. Was heisst hier konnte; ich muss(te) mich sattessen! Manch einer muss sich nämlich direkt anstrengen, alle Punkte zu brauchen.

Zu den ersten Erfolgserlebnissen führten mich die Flex Points®. Als ich dann alles geistig in etwa intus hatte und ein gewisser Automatismus die Führung übernahm, hiess es: alles auf Anfang. Das Pro Points™-System hatte die Testphase bestanden und wurde uns Ende November vorgestellt. Nach ein paar Tagen wurde klar: the system works.... und zwar noch besser als das vorherige. Toll, ich fühle mich wie neu geboren!

Wenn mich jemand fragen würde, was ich wohl anders machen würde in meinem Leben, wenn ich die Chance erhielte, müsste ich antworten: "Meine Brille würde ich nach wie vor nicht bei Jedermann kaufen, aber bei Weight Watchers schon in jungen Jahren vorbeizuschauen hätte sich echt gelohnt. Mir wäre viel erspart geblieben!"

Unser Santa hier sollte sicher erst einmal die Feuerwehr bemühen und sich dann aber bei Weight Watchers ein paar Tipps abholen. Bis zur nächsten Saison wird er dann fit wie ein Turnschuh sein. Es muss dann nur aufpassen, dass er nicht zu früh mit seinen Geschenken bei uns auftaucht.

Geniessen Sie's gut - aber alles immer mit Mass!


=D

Dienstag, 28. Juli 2009

Harmonie pur... rülps... sorry


"Zwei doofe - ein Gedanke" könnte man sagen, oder eben "Übereinstimmung auch in den kleinen Dingen des Lebens".

Unglaublich, wie Martin und ich harmonieren, wenn wir nicht gerade der Uneinigkeit frönen. Heute haben wir unabhängig voneinander genau dasselbe zu Mittag gegessen.

Für mich war es der erste essbare Mac, genauer gesagt ein CBO (Chicken, Bacon, Ognion .... rülps). Martin hatte sich immer dermassen lobend über das gleichnamige Menu geäussert, dass ich bei meinem Erstbesuch (!!!) eines Mc Donalds fast automatisch das einzige bestellte, das mir geläufig war, allerdings ohne Pommes, meinen Stromlinien zuliebe. Also ich muss sagen, es schmeckte gar nicht mal so übel.

Während ich da so rumkaute kam mir plötzlich der Gedanke, dass meine bessere Hälfe im fernen Zollikofen vielleicht zufällig auf dasselbe Mittagessen ausgewichen ist, wohlwissend dass ich keine Zeit zum Kochen hatte. Ein zartes Lächeln umspielte dabei meine Lippen....

Und siehe da, abends stellte es sich heraus, ich lag genau richtig. Also wenn wir kein Traumpaar sind, dann weiss ich auch nicht.

Mc Donalds ist einfach gut... und wer es schafft, ohne Gegenfrage zu bestellen, der ist bestimmt ein alter Hase =D

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ausgebüchst .... Weisheiten für jeden Tag


In Büchsen bewahrt man allerhand auf: alte Fotos, wichtige Papiere, Gruschkram oder eben Süssigkeiten. Unsere Güetzibüchse war stets prall gefüllt, jedenfalls in den ersten Minuten nach dem Auffüllen. Dass dem nicht lange so blieb, dafür haben wir dann eifrig gesorgt.

Vor dem Fernseher sitzen und gedankenlos Kalorienträger in sich hineinzustopfen ist eine fatale Handlung. Trotz eifrigem Einsatz der Hand kann man jedoch nicht wirklich von einer Handlung sprechen, denn alles passiert automatisch. Hand - Mund - Kauen - Schlucken - Hand ....

Würde einem die Waage nicht ab und zu den Spiegel vorhalten, könnte das vermutlich ewig so weitergehen. Bei mir ist jetzt Ende Feuer und aus mit solchem Büchsenfutter.

Die Keksvernichtungsmaschine Annemarie Schwab hat ihren Dienst eingestellt ... hoffe ich jedenfalls. Ich habs mir ganz fest vorgenommen. Einige Kilos mehr auf Rippen und Hüften ist irgendwie gleichbedeutend mit einigen Jahren mehr auf dem Buckel. Man fühlt sich plötzlich alt.

Gestern bin ich nun zufällig auf eine Büchse gestossen, die eine wahre Alternative zu sein scheint: "365 fernöstliche Weisheiten", also für jeden Tag eine. Da kann man sich auch mal ein paar hintereinander zu Gemüte führen ohne saures Aufstossen! Im Gegenteil; "Harmonie und Gelassenheit für das ganze Jahr" wird einem hier versprochen.

Da werde ich jetzt ganz spontan mal reinfassen und schauen, was auszubüchsen gedenkt. Kurz schütteln, herzhaft zugreifen und ...

... ein japanisches Sprichwort sagt mir: "Was du deinen Eltern schuldig bist, weisst du erst, wenn du selber Kinder hast."

Ui-ui, das ist jetzt aber ganz schlecht. Da ich die Kinder übersprungen habe und seit Jahren vergeblich auf Enkelkinder warte, werde ich das wohl nie erfahren. Ob ich mal meine Schwester fragen könnte? Oder hat jemand von Ihnen eine bessere Idee?

Sonntag, 31. Mai 2009

Kartoffelsalat - Solanum tuberosum olé


Viele würden es nicht glauben, aber ich kann tatsächlich nicht schlecht kochen. Ich behaupte sogar: gut bis sehr gut. Es gibt welche, die steigern sich sogar in Superlative wie superlecker, mega, genial etc.

Seit Jahrmillio...eh.... -zehnten haben wir an Pfingsten ein Familientreffen. Toll mal wieder (hoffentlich!!) alle beieinander zu sehen, friedlich vereint bei "Tris de Buffetvariation" (Apéro-Hauptgang-Dessert), fröhlich plaudernd, Verdauungsspaziergänge unternehmend, sich eifrig austauschend und sich schon aufs nächste Mal freuend (fakultativ!!! :-).

Und jeder bringt etwas mit. Wird eine (!!) von uns in höhere Welten abberufen, erbt eine andere deren Gericht, wenn auch nicht unbedingt das dazugehörige Talent. So kamen wir zum Kartoffelsalat oder wohl doch eher auf den Hund?

Ich koche kreativ, NUR EINMAL IM JAHR KARTOFFELSALAT, nie nach Rezept, frei Schnauze und mit viel Bauchgefühl. Ist etwas einmal genial+++, kann ich es leider nicht noch einmal so hinkriegen, das ist der Nachteil. Nur an Pfingsten, wenn allen alles bekanntlich am ringsten geht, tue ich mich schwer.

Da meine Auslegung dieses Emmentaler-Klassikers nicht bei allen ankam - zuviel Knoblauch, falsches Öl etc. - habe ich mir vor allem schwesterlicherseits (Sterneköchin!!) Rat eingeholt. Ihre diesjährige Variante auf Notizzetteln entspricht nicht ganz der festgehaltenen vom letzten Jahr. Ob ich sie mal kurz anrufe???? Geht nicht, die Gute macht schon eine 5 Kilo-Züpfe, die beste Schokoladenmousse aller Zeiten sowie Reissalat. Viel sagen Sie? Ja schon, aber... ähm... Okay, ich habe verstanden.

Ich fühle mich jedoch mit meinem leidigen Erbe völlig unsicher, fast wie eine Anfängerin, die gerade heute entdeckt hat, dass das komische Ding in der Küche ein Herd ist, mit dessen Hilfe man zum Beispiel Urknollen weichmachen kann. Hätten die Spanischen Eroberer seinerzeit etwas anderes entdeckt, würde ich vielleicht heute etwas noch Exotischeres zubereiten, zum Beispiel Maniok-Raspel frittiert. Aber: es ist wie es isst und es isst gut so!

Es scheint ein wenig meinem Lebensmotto zu entsprechen, hauptsächlich Dinge zu tun, die ich nicht wirklich kann. So habe ich nach der Musicalschule statt Physiotherapie Arzthelferin gelernt, deshalb mache ICH unsere Buchhaltung, betätige mich im Haushalt als Putz- und Kochperle und hadere mit meinem Frauenschicksal. Nur manchmal, da kann ich meine wahren Seelenaspekte ausleben, und die haben mit Kartoffelsalat seeehr wenig zu tun!!!

Dank meinem Göttergatten hat sich heute das Blatt noch einmal zum Guten gewendet und so überlege ich mir denn, ob ich mein Erbe tatsächlich gegen den Teigwarensalat eintauschen werde oder ob wir uns nächstes Jahr nach dieser Zangengeburt wieder gegenseitig auf die Schultern klopfen und jubeln werden: "Congratulations, you did it"

Donnerstag, 7. Mai 2009

BMI für Katzen ????


Wie mir gestern eine Kundin verriet, werden jetzt auch Hunden und Katzen Opfer unseres Durchschnittsdenkens. Der berühmte Garfield bekam vor Jahren schon einen Vorgeschmack darauf: Herrchen Jon besitzt nämlich eine sprechende Waage, welche gerne Verbalattacken auf die Waagemutigen startet. Zum Beispiel fragt sie ihr Opfer mal ganz lakonisch "wie viele seid ihr" als Garfield eigentlich was ganz anderes hören wollte. Aber wie das so ist, für Komplimente sind wohl eher andere zuständig.


Neu regelt der FBMI® (Feline Body Mass Index®) den Grenzbereich zwischen "knuffig" und "übergewichtig". So wiegt eine normale Hauskatze 2,5 bis 4,5 Kilo, während einer Perser oder Siam schon mal über 5 Kilo zugestanden werden. Und nein, ob Tigerli oder Karthäuser um die Häuser ziehen, spielt keine Rolle, solange sie über genügend Bewegung verfügen und vor allem nicht vor meine Haustüre scheissen.... Hauskatze ist Hauskatze, auch wenn sie sich im Garten aufhält.

Wann es die ersten Magersüchtigen oder Bulemiker geben wird, steht in den Sternen; Schönheitswettbewerbe gibt es ja schon seit Jahren.

Und wenn das ganze Getue mit FBMI® auch für die Katze ist, so können wir uns in gewisser Weise selber an der Nase nehmen.

Übrigens: gemeinsam abspecken macht stark!! Yes we can!! Move.....

Samstag, 25. April 2009

Sprachhäppchen (145 kcal pro 100 g)


MEINE FRAU IST EINE GANZ SÜSSE...

Ein Satz kann je nach Bild dahinter mehr als eine Bedeutung haben. Darum sagen Bilder oft mehr als tausend Worte.

So war ich einmal eine ganz Süsse und bin es noch immer, allerdings mit anderen Vorzeichen. Ich liebe Schokolade, Kuchen, Guetzli... kurz: (fast) alles, was süss ist. Einzig mit schlabbrigen Crèmetorten und ähnlichen Katastrophen kann man mich jagen.

Der süssen Orgie folgt dann oft das Kontrastprogramm mit etwas Käse und Salzigem.

Aber geht das nicht jeder Frau so? In jungen Jahren brauchen sie sich kaum anzustrengen und später mag sie es nicht mehr. Die Last zusätzlicher Jahre und Kilos ist nur schwer in Leichtigkeit und Geschwindigkeit zu übertragen.

Früher flog ich beinahe, so schnell nahm ich die letzten Meter bis zur Tramstation. Heute grenzt das an ein Hechel-Würg in mehreren Akten. Wehret denn Anfängen, sag ich mir und so ist mir denn bewusst, dass JETZT unbedingt etwas geschehen sollte. Dass das Wälzen von Diätschunken nur dann etwas bringt, wenn ich sie als Trainingsobjekte zum Muskelaufbau verwende, ist mir klar und Kalorienzählen mag ich schon lange nicht mehr. Ich suche meine Möbel ja auch nicht nach ihrem Brennwert aus. Mir schwebt vor, dass ich von allem essen kann und darf... einfach in Massen im Sinne von massvoll und nicht in Massen nach dem Motto "das Mass ist voll".

Es gelingt mir leider in letzter Zeit nicht ganz und so versuche ich denn, meine Schreibfinger etwas schneller zu bewegen, um Herz und Kreislauf anzuregen. Augenturnen soll auch ganz gut sein und ab und zu die Pobacken zusammenkneifen.

Dass Schokolade eigentlich gesund ist, müsste jedem einleuchten. Diese Köstlichkeit wird aus der Bohne der Kakaopflanze hergestellt und Bohnen gehören nun mal zu den Gemüsen. Auch Zucker an sich wird aus der Zuckerrübe gewonnen, also ebenfalls ein Gemüse. So gehört Schokolade zu den Gemüsesorten und davon sollte man bekanntlich täglich ordentlich futtern. Mindestens 40 Prozent unserer Nahrung sollte aus Gemüsen und Früchten bestehen.

Milchschnitten und Schokoriegel enthalten Milch und sind demnach gleich doppelt gesund. Auch Rosinen, Orangen oder Nüsse sind bekömmlich, und so kann man sie samt der sie umgebenden Schoggi ruhigen Gewissens geniessen.

Schokolade ist gut gegen Stress. "Stressed" rückwärts gelesen ist eine Aufforderung: "Desserts", und so verlangen Sie am besten jedes Mal im Restaurant genau diese Karte. Und wer weiss, vielleicht wird Schokolade ja demnächst als Mittel gegen Depressionen und Burnout in die Liste der von den Kassen übernommenen Medikamente aufgenommen, denn eines ist klar, diese auf der Zunge schmelzende Verführung ist besser als all die Chemie der Pharmaindustrie zusammen.

Und da wir Schweizer die Schokolade zwar nicht erfunden, aber doch massiv veredelt haben, ist unsere Schoggi weltweit die beste. Lassen Sie sich also kein Billigprodukt aus Belgien andrehen.

12,4 Kilo pro Kopf sollen wir Schweizer letztes Jahr vertilgt haben und die Schokoladenherstellung soll ein krisensicheres Geschäft sein. 2008 war laut Angaben von Chocosuisse ein absolutes Rekordjahr. Statt Ihr Geld in Aktien den Bach runterlaufen zu lassen, legen Sie sich besser einen Vorrat an, dann haben Sie wenigstens was davon. Wie wäre es mit einem Schokoladenbrunnen im Garten?

Schmelz !!!!

Freitag, 20. März 2009

Spitzengastronomie süss-sauer




Gestern genossen wir einen freien Tag und fuhren in den Jura. Irgendwie fühlen wir uns dort zuhause seit diversen Aikido-Stages in Saignelégier. Selbst ausserhalb der Stagezeiten sind wir immer mal wieder dorthin gepilgert, weil es da wahre Kraftorte zu entdecken gibt, wie zum Beispiel den Etang de Gruyère, jenes Hochmoor mit dazugehörigem See, welcher in angemessener Zeit zu Fuss umrundet werden kann oder die nahezu magische Landschaft entlang des Doubs.
Dort ist es heute leider nicht mehr ganz so überwältigend wie anno 2004, da selbst diskrete bauliche Massnahmen immer einen massiven Eingriff in die Natur darstellen.

Sowieso war gestern alles anders, auch im Dorf selber. Der Coop ist umgezogen, das Restaurant de la Gare in eine Art Westerntaverne verwandelt, nur echt mit zwei laufenden Fernsehgeräten - Grund genug für uns, zu dislozieren. Aber wohin mit zwei hungrigen Seelen oder besser gesagt Mägen? Wir fuhren also los Richtung la Chaux-de-fonds. Der Name hat nichts mit heissen Hintern zu tun, wie Martin hoffte, und auch nicht mit heissen Quellen wie ich meinte, sondern gemäss Wiki mit Kalkgrund. Hust! Wie auch immer, auf dem Weg dahin kommt man an Noirmont vorbei, einem kleinen Kaff, das vor allem mit einem berühmten Koch punkten kann, Georges Wenger. Ob das in der Gegend "Wansché" ausgesprochen wird, nobel ist die Adresse seines Relais auf jeden Fall.
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Da wir gerne gut essen, war die Hemmschwelle, dort zumindest einmal zu parkieren, nicht allzu gross. Ein Blick auf das aktuelle Menu à la Truffe Noire, "Tuber Melanosporum, provenance Périgord", erhältlich nur ab 2 Personen für 320 Franken pro Person zeigte klar an: hier wären wir wohl willkommen aber nicht unbedingt zuhause. Ich will ja das Restaurant nicht gleich kaufen, nur weil ich etwas zu Mittag essen will. Nicht auszumalen, in welchen Sphären sich der Preis bewegen würde, hätte Georges weissen Trüffel genommen, denn da kostet das Kilogramm nämlich bis zu 9000 €uro pro Minute!

Auch wenn ich mich jetzt wieder einmal unmöglich oder gar lächerlich mache in den Augen vieler: ich mag Trüffel nicht wirklich. Ab und zu ist ganz okay, aber bitte nicht dauernd oder wie hier gar in 9 Gängen.

Da wir wirklich hungrig waren, riskierten wir kurz einen Blick auf das à la carte-Angebot... schauen kost' ja nix. Der erste Punkt unter Vorspeisen: dreimal grand-cru-Schinken en apprêt... in Appretur! So , so, wohl mit Goldhandschuhen und vollendet-veredelter Behandlung auf den Teller gelegt oder was? Stolze 66 Franken will Wensché dafür. An zweiter Stelle sehe ich gleich Froschschenkel (cuisse de grenouilles), was ich für absolut verwerflich halte, egal zu welchem Preis. Les Cuisses dürfen in jurassischen Speisekarten offenbar keinesfalls fehlen, was die Auswahl eines Restaurants für mich jedes Mal schwierig gestaltet. Normalerweise meide ich Lokalitäten, welche solch barbarische "Erntemethoden" unterstützen. Aber würden die Leute es nicht bestellen, wäre es auch nicht im Angebot. Leute, wo bleibt das Gewissen? Zwischen Teller und Gaumen auf der Strecke, ich verstehe.

So machten wir uns denn schleunigst vom Acker und fuhren weiter bis zu den heissen Hin.... also nach Kalkgrund. Das Intérieur des Hôtel de Ville war Klasse, die Hygienevorschriften waren wohl eingehalten worden, nur das Essen war leider trotz der 13 GautMillau-Punkte (wie ich jetzt auf der Homepage sehe) nicht wirklich gut. Es gab um die Zeit nur noch den Tagesteller: ein in literweise Rotem verkochtes Fleisch (Civet de Boeuf à l'ancienne), etwas Gemüse (Jardinière de Légumes) und, da wir Polenta crèmeuse nicht mögen, Pommes. Letztere waren eine Abscheulichkeit, wohl ein Gruss aus der Mikrowelle. Das beste war wirklich das Brot, das war superlecker.

Wenn ich übertriebenes Getue rund ums Essen und Trinken sehe, dann tritt bei mir das Wort "Dekadenz" in den Vordergrund. Schlemmen und gesunde Ernährung sind nicht unbedingt ein- und dasselbe. Auch stellt sich die Frage: was braucht mein Körper, was würde er sich bestellen und was will der verwöhnte Gaumen sich noch so alles antun. Mittlerweile ist zum Beispiel die Molekularküche in aller Leute Munde und selbst Herr und Frau Biedermann machen einen auf Ferran Adrià, jenen Spitzenoch aus Spanien, der auf Monate ausgebucht ist und bei welchem die Gäste oft ein halbes Vermögen liegen lassen.

Zuviele chemische Zusätze, warnen jetzt die Gastrokritiker - allen voran GaultMillaud-Chefredaktor Manfred Kohnke - und schädlich für die Gesundheit. Es ist jedoch sicher eine Zeiterscheinung, dass man sich heute nicht mehr nur auf eine einfache Essenszubereitung konzentriert, sondern versucht, noch verrückter, noch teurer, noch komplizierter, noch ausgefallener zu sein als der Kollege. Gourmettourismus ist in.... "warst Du schon bei...?" Wer eine solche Frage mit: "wer ist das denn?" beantwortet, hört praktisch auf ein Mensch der zivilisierten Gesellschaft zu sein. Das ist fast so, als würde ich als Europäer am Tisch rülpsen, eine (Un)Sitte, die bei den Chinesen eine Höflichkeitsgeste ist.

Obwohl man bekanntlich sagt: "Il y a plus de vieux gourmands que de vieux médecins" essen wir tunlichst gesund, in Massen (?) und noch immer am liebsten Zuhause, denn...
...froh zu sein bedarf es wenig und wer Fro(sc)h ist, ist ein König.

Dienstag, 24. Februar 2009

Nur nackt mit Badekappe


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Es gibt Dinge, die haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Umwelt. Kommt man ihnen zu nahe, dann erkennt man noch nach Jahren ihre Spuren auf ehemals sauberen T-Shirts, Wänden etc.

Ein ehemaliger Chef von mir riet zum Beispiel dazu, Spaghetti Bolognaise nur nackt mit Badekappe zu geniessen. Als Lokalität schlage ich zudem eine abwaschbare Gummizelle vor. Keine Pizzeria kann dieses Gefühl von Gemütlichkeit auslösen, das sich dann einstellt, wenn man einfach ohne negative Folgen zuschlagen kann.... eh.... ;-)

Ich liebe Granatapfel. Mein Erstkontakt mit dieser paradiesischen Frucht glich zwar eher einem Sketch, denn wir erhielten anno domini in Tunesien einen Fruchtsalat. Es hat uns schon ein wenig erstaunt, dass der Küchenchef die vielen Kerne nicht entfernt hatte und so klaubten wir diese roten Dinger minutiös heraus. Der Kellner sagte zwar nichts, schien jedoch schon ein wenig erstaunt, als er die halbvollen Dessertschälchen wieder abholte. Jahre später habe ich dann begriffen, dass es sich bei jenen Kernen um eine Köstlichkeit ganz besonderer Art gehandelt hätte.

Granatäpfel sind mega gesund, eine wahre Vitaminbombe wie mir scheint. Auch hat diese Frucht bei mir verdauungsfördernde Eigenschaften. Einziges Problem war bis vor kurzem das Herauslösen der Samen ohne alles rundherum in Rot zu tauchen. Es soll ja Leute geben, die nach starkem Pressen und Kneten besagter Frucht ein Loch verpassen und den Saft direkt da raussaugen. Ich mag aber die Samen und so habe ich verschiedene Tricks ausprobiert, zum Beispiel das Schälen in einen Plastiksack verlegen. Na ja :-£. Gut zurecht kam ich mit der Variante: Schahatz, kannst Du mir mal schnell. Martin ist dermassen geschickt, dass er im Rüsten immer besser wurde und mir jetzt DIE Technik verraten hat, die mir erlaubt, die Sache wieder Selbst in die Hand zu nehmen.

I don't come out of the kitchen dafür, aber es klappt.

Die Haut der Frucht mit dem Messer etwas einritzen, durch eine leichte Drehbewegung in zwei Hälften teilen, durch sanftes Drücken einige Kerne rausdrücken bis die Schale beweglich wird, drehen, die restlichen Kerne rausnehmen - fertig. Und die Küche sieht...... noch genau so aus wie vorher, und die Kleider auch. Juhuuu, jetzt steht einem granatigen Zeitalter nichts mehr im Weg. Leider haben wir noch keinen Film auf Youtube plaziert.

Warum also so kompliziert:

Wenn es um vieles einfacher geht!!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Die Hungerkur


Sie steht unter dem Motto aller Vollschlanken "gscheiter rund und gsund als schlank und krank". Ich habe diesen Diätplan vor etwas mehr als 20 Jahren erhalten. Er stammt vermutlich aus Österreich und ist daher etwas schwer zu verstehen, nachzuvollziehen oder gar zu imitieren:

I hob mit der Figur ka Glück, net dass Sie glaubn, i bin zu dick
ja mollert bin i scho a weng, die Schoss und Klaidl werm ma zeng,
so dass i mi no einipress, in so a schwache Dreiergröss.
Und weil des net so weitergeht, leb i jetzt nur no streng Diät.
Na in der Früah: a Lackl Tee, kan Zucker und kan Mülchkaffee, von Gugelhupf u Wuchtln gar ka Red, koan Striezl u koan Studl net.
Zwoa Keks, Orangensaft dazu, wos tuat ma net zweng de Figur.
Am Vurmittog, waun i nix iss, wird ma vor lauter Hunga mies.
Na sowas hot jo koan' Zweck, a Salzstangerl, a Schinkenspeck, dös is erlaubt bei jeder Kur, ma isst ja 20 deka nur.
A Flascherl Bier, koa schwers derfs sein, dös macht sunst dick, dös siach i ein.
Dann turn i fest, weng meine Füass u kriag oan Gusta auf was Süass.
A Mozartkugerl, a Praline, a Kokoskuppel, a Frappé, in Mixa eini, glei is fix, ma isst jo sunst do eh fast nix.
Zu Mittag a Kalbsschnitzerl natur, nur ka Panier, zweng da Figur,
a bisserl Reis, a wengl Soft - ma braucht ja schliessli a sei Kraft.
A weng Kompott dann zum Dessert, a Glasl Wein, o nur net mehr.
Den Schwarzen nur mit Sacharin, dann leg i mi am Diwan hin,
weil i erschöpft bin von dera Kur, von 1 bis 3 dann schlofn tua.
Zur Jausn bin i gar net fad, a Butterbrot mit Marmelad,
Vanillekipferl zan Kaffee, worauf i dann ind Sauna geh.
Na ma kriagt bei dere Schwitzerei, oan guaten Appetit dabei.
I geh zan Bachler in die Stodt u iss zwoa Indianer grod.
Mehr mog i net, zweng der Glasur, dös schad am End sunst der Figur.
Es Nochtmohl kummt denn eh scho bold, am liabstn iss i do nur kalt.
A Futzerl Wurscht, a Stückl Käs, oan Fleischsalat mit Majonäs.
Zur Nachspeiss gschwind oan Kaiserschmoarn,

bevur ma dann ins Gasthaus fahrn.
Auf dös hab i mi lang scho gfrein, do hau i dann erst richtig drein,
A Kaiserfleisch, nur leicht durchspickt
weil sonst mei Mann die Groll gleich zwickt.
Dazua so 3-4 Viertln gschpritzt, wenn ma komod beinandersitzt,
und plauscht u kieflt so dabei, Salzmandln u Käsbäckerei....
Segns... dös is olls - i iss net vül, a andrer wird dabei a Grüll,
nur i wer bei der hungerkur, net mager- na, i nimm no zua.....
glei kiloweis bei jedem Wiegn, bei mir muass dös an die Drüsn liegn.
Ja, meine Lieben, bei mir wohl auch. Da läufts fast identisch ab. Was ich hie und da einspare, kommt bei der süssen Fernsehunterhaltung unbemerkt wieder rein. Und jeden Tag sag ich mir: "................", um dann doch ......... !!!! Der Geist ist willig, nur das Fleisch ist schwach. Okay, solange es nicht schwabbelbabbelt, kann ich zufrieden sein, oder?

Sonntag, 8. Februar 2009

Achterbahn mit Linsen




Das Leben, machmal eine Achterbahn (der Gefühle). Noch liegt man im Bett und geniesst das Wohlgefühl einer Katze, welche ihre geschmeidigen Glieder reckt und streckt. Beim Aufstehen stösst man als erstes gegen das Wasserglas und darf gleich die ersten putzigen Momente erleben. Um endlich doch noch aufzuwachen, stösst man sich mit Vorteil den Kopf am Badezimmerschränkchen. Nachdem man immer noch schlaftrunken torkelnd die Küche endlich gefunden hat - die war doch gestern noch ganz woanders - empfiehlt sich ein weiteres Schreckmümpfeli beim Hantieren mit heissen Sachen. Lieber gleich hier die Finger verbrennen als nachher im Geschäft, das hat weniger Konsequenzen. Oder Sie schneiden sich gleich tief ins Fleisch, das macht wenigstens Eindruck. Auf der Suche nach einem Pflaster entdeckt man hauseigene Mängel im Auffüllen des Lagerbestandes... es sind nur noch diese bunten Kinderpflaster da und die Lacher der Kollegen sind auf Ihrer Seite. Jetzt noch schnell die Taschen packen und los geht's. Wo ist das Handy? Am besten kurz drauf anrufen, dann gibt es sein Versteck preis. Oh NEIN!!!, Sie haben gestern auf stumm gestellt... und der Tag ist gelaufen. Schlüssel.... wo-wo-such...

Vielleicht schafft man es dann im Laufe des Tages, sich mit Hilfe irgendwelcher Alltäglichkeiten wieder zu zentrieren und sagt sich: "Ganz ruhig, Du arbeitest und bist nicht auf der Flucht."

Dann kommt der Sonntag, endlich Zeit!!!! Da sich die Abstimmungscouverts bisher erfolgreich vor dem Zugriff versteckt haben, noch schnell beim Abstimmungslokal vorbeischauen. Habe schon lange nicht mehr an der Urne abgestimmt, immer nur brieflich. Nachdem ich mich kurz informiert habe, schaffte ich es tatsächlich, den richtigen Zettel in den richtigen.... Hat schon was Feierliches, wenn man auf diese Weise seinen Bürgerpflichten nachkommt. Meine Frage, ob es jetzt ein Sandwich gebe, wie anno domini beim Blutspenden, wurde verneint. Macht nichts, habe eh keinen Hunger.

Der kommt etwas später. Bei mir ist das immer so eine Sache. Lange spüre ich gar nichts und dann habe ich gleich Heisshunger. Ich könnte jeweils eine Kuh verdrücken, am besten sofort. Aber immer mit der Ruhe. Aufgrund des Lagerbestandes entscheide ich mich für die indische Kochkunst. Ein Teil der Kunst wäre, dass die Linsen nicht überkochen. Sie taten es leider auch diesmal wieder. Obwohl ich eigentlich multifunktional gedacht wäre, schaffe ich es manchmal nicht, mein perfektes Dinner reibungslos über die Bühne zu bringen.

Es gab übrigens.....
Paratha (gebratenes Brot) - megalecker!!!!
Basmatireis
Mung Dal (die verträglichsten Linsen)
Karottencurry
Joghourt-Chutney
Kürbis-Chutney

.... und etwas Stress, da es nicht so einfach ist, ausgetrampelte (Koch)Pfade zu verlassen und neue Sachen auszuprobieren. Aber es schmeckte fantastisch und obwohl ich gesagt habe: das war das letzte Mal.... werde ich wohl in diesem Fall zur Wiederholungstäterin.

Indische Küche ist einzigartig, fantasievoll, farbenfroh, stimmig, manchmal scharf, immer aromatisch und eine ewige Verführung. I love it.

Freitag, 23. Januar 2009

Endstation Sondermüll?

Würde Tennessee Williams in der heutigen Zeit leben, dann hiesse sein Stück nicht "Endstation Sehnsucht", sondern wohl eher "Endstation Sondermüll".

Was wir da so tagtäglich zu uns nehmen, über den Magen-Darmtrakt (HappiHappi, Medikamente), die Haut (Konservierungsstoffe in Kosmetika), über die Atemwege (Feinstaub), über die Augen (Brutalosachen), über die Ohren ("Musik")... es könnte einem tatsächlich Hören und Sehen vergehen, und das Essen schon längst.

Würde man einen Menschen aus dem Mittelalter mittels Zeitmaschine in die Gegenwart transportieren, dann wäre der vermutlich innerhalb weniger Sekunden tot. Das heisst jetzt nicht, dass früher alles besser war, aber halt anders, vor allem die Luft.

Heute war ich wieder in meinem Coop einkaufen. Die Chörbli sind immer noch nicht sauber, daher klemme ich jetzt die Einkäufe unter die Arme, was allem einen tollen Geschmack verleiht. Ganz sicher war es jedoch nicht auf diese Technik zurückzuführen, dass der Fisch, den ich gekauft habe - soll bekanntlich gesund sein - stank wie eine Chemiefabrik. Schon nach dem Auspacken zögerte ich, gab mir aber dann aber einen Ruck: hei, jetzt sei mal nicht so, das arme Tier soll sein Leben nicht für nichts gegeben haben. Ich bereite also die beiden Filets trotzdem nach allen Regeln der Kunst zu, doch selbst die diversen Geschmacksträger und -richtungen vermögen die Tatsache nicht zu übertönen: dies hier ist etwas für den Sondermüll. Den Testhappen inklusive verpacke ich alles in einem Plastiksack, nicht ohne mich vorher bei dem Tier entschuldigt zu haben. So hielt ich mich denn an die Beilagen und werde künftig Fisch, wenn überhaupt, nur noch gezielt einkaufen.

Ich frage mich nach dieser Erfahrung, ob wir nicht alle irgendwie irgendwann ein Fall für den Sondermüll werden, wenn es uns nicht gelingt, das Steuer noch herumzureissen? Antibiotika, Gentechmedis, Antibabypillen, Chemotherapien..... Schon krass, oder? Dann fast schon lieber Kakerlaken!! ? :-o