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Samstag, 25. April 2020

Let’s Dance 2020: Ilka Bessin und die Netikette

Anständig bleiben bitte 🙏 Dankeschön
RTL setzt auch dieses Jahr besonders Motivierte und Nervenstarke jeweils Freitags stundenlanger Werbung aus, unterbrochen durch einige, teilweise höchst sehenswerte Tanz-Momente.

Die meisten Zuschauer schalten logischerweise wegen des Tanzens ein und nicht wegen Empfehlungen für Wimperntusche, Tampons, Intimrasierern, Smoothies oder was auch immer. Einige davon verstehen sogar etwas von Tanzen; das sind die Leittragenden, denn sie müssen Sachen über sich ergehen lassen, die für ein geschultes Auge nur schwer zu ertragen sind.

Jedes Jahr bekommt besonders ein Promi sein Fett weg, nicht nur physisch, sondern vor allem was Negativ-Kommentare bis hin zum Shitstorm anbelangt. Es sind dies - gut sichtbar - erklärte Nichttänzer. Und es läuft immer nach dem gleichen Muster ab: von der Jury die niedrigste Punktzahl, von den Anrufern weitergeschickt. Gute bis sehr gute Tänzer müssen die Show verlassen, weil sie von diesen Publikumslieblingen mit grosser Fanbase weggedrängt werden.

Man erinnere sich zum Beispiel an Ulli Potofski. Er schaffte es trotz schlechtester Wertung aller Zeiten sogar bis in Show 9. Oder letztes Jahr Kerstin Ott, eine liebenswürdige Person zwar, die leider wirklich nicht tanzen kann. Sie bat ihre Fans, sie nicht mehr weiterzuwählen und durfte in Show 5 endlich gehen.

In der aktuellen Staffel scheint diese undankbare Rolle Ilka Bessin übertragen worden zu sein. Ihre Fangemeinde scheint riesig zu sein und so hat sie denn gestern ihr Ticket für Show 9 erhalten. Zittern mussten dagegen die tänzerisch viel begabteren Laura Müller und Martin Klempnov, der dann letztlich seine Sachen packen musste.

Ilka sagte kürzlich, sie sei über die Hass-Kommentare im Netz schockiert. Sie wird aufs übelste beleidigt und beschimpft, was natürlich sehr verletzend und nicht leicht auszuhalten ist. Sie machte sich schon Gedanken, aus der Show auszusteigen. Allerdings ist wohl ein Handtuch-Werfen in den AVB’s nicht vorgesehen.

Die Kommentare hören/lesen sich schrecklich an. Ich frage mich immer, was für Leute dahinter stecken! Tut mir echt leid für Ilka. Allerdings sind ihre Performances leider wirklich keine Augenweide, aber sie hat wenigsten ihren Humor hinüberretten können. Sie hat dieselbe sympathische Berliner Schnauze wie einst die göttliche Grethe Weiser — aber eben, es geht bei Let’s Dance um TANZEN!

Wie schon mehrfach vorgeschlagen, sollte das Konzept überdacht und auch geändert werden. Zum Beispiel wie in Dancing on Ice, wo die Jury entscheidet, wer von den "Zitterern" die Show verlassen muss. Auch dürften die Zuschaueranrufe nicht gleich gewertet werden, wie das Voting der Juroren.

Eines ist sicher, Sieger*in wird jemand anderes werden. Nächste Woche, spätestens übernächste, wird für Ilka Schluss sein. Favoritenpaare sind wohl:

Lili Paul-Roncalli — Massimo Sinató
Tijan Njie — Kathrin Menzinger
Luca Hänni — Christina Luft
Moritz Hans — Renata Lusin

Lili hat gute Chancen, ist sie doch fleissig, bescheiden, sympathisch, begabt, tanzbegeistert und wird sogar von Frauen in den Kommentaren gelobt.

Tijan hat gute Moves drauf, wird von Motsi in den höchsten Tönen gelobt und kommt auch in den Kommentaren gut weg. Seine Partnerin ist dagegen nicht so beliebt bei den Leuten, also da könnte es hapern.

Luca Hänni ist sympathisch, gilt als Frauenschwarm, hat sich super entwickelt, kann Kritik annehmen und umsetzen, ist respektvoll. Er erntet damit viel Lob und lauter positive Kommentare. Viele finden sogar, er habe den Sieg verdient.

Moritz Hans ist eine coole Socke und wird auch so eingeschätzt in den Kommentaren. Seine Leistungen schwanken jedoch ein wenig zwischen überhängend und nicht schlecht. Manchmal ist er nicht ganz auf dem Takt, aber der hat ein Riesen-Potential! Er hat jedoch wohl nicht so viele Fans wie zum Beispiel ein Luca.

Läuft alles nach Programm, werden wir am 22. Mai mehr wissen. Es bleibt also spannend!

An der mangelnden Netikette, ob in Zusammenhang mit Let's Dance oder auch sonst, wird sich wohl so bald nichts ändern, leider!

Freitag, 18. Mai 2018

#Tamynique - Outing als Karrierekick

Outing als Karrierekick 🤔
Tamynique, ein sogenanntes Kofferwort, zusammengesetzt aus Tamy und Dominique. Ein Trend aus Amerika: Brangelina schrieben praktisch Geschichte, wenn auch eine ohne Happy End.

Taminique, DAS Vorzeigepaar, wenn es um gleichgeschlechtliche Liebe geht!

Tamy Glauser war ohne das "Nique" wohl vor allem Mode-Insidern bekannt und zwar als androgynes Model. Sie kann sowohl als Frau als auch als Mann über den Laufsteg gehen und trifft damit voll den Nerv der Zeit. Da mittlerweile Modeln auch für zahlreiche Männer DER Traumberuf schlechthin ist, wäre das eigentlich nicht nötig, aber Logik hat ihren Stammplatz wohl in einem anderen Business.

Dominique Rinderknecht wurde 2013 zur Miss Schweiz gekrönt - Punkt! Das ist jedoch auch schon ganze 5 Jahre her. Was sie nach ihrem Amtsjahr so alles getan hat, darüber schweigt das Internet sich aus, und zwar bis zu jenem Moment, als sie und Tamy Ende 2016 per Videobotschaft ihre Liebe gross verkündeten ….. oder sollte es heissen: ihre grosse Liebe verkündeten.

Kann es heutzutage wirklich noch sein, dass ein solches Outing wie eine Initialzündung oder ein Brandbeschleuniger für die Karriere wirkt (natürlich nicht in jeder Berufssparte!). Offensichtlich! Seither sind Tamynique nämlich aus den Medien nicht mehr wegzudenken, und das beinahe täglich.

Zum Beispiel die pinkig-klebrige Siroop-Kampagne samt passender Blick-Erschlagzeile "Sie kleben aneinander". Oder Knutschalarm bei "Aeschbacher" - ungefährlich - und ebensolcher, noch kribbeliger und leicht provozierend in Dubai - brandgefährlich, da Homosexualität in Dubai verboten ist. Glanz & Gloria zeichnete das Paar im Januar mit einem Glory Kategorie "Love" aus, obwohl es da gerade mal sein erstes Beziehungsjahr hinter sich gebracht hat.

Heute Abend sind Tamynique nun auch noch bei Projer in der Arena zu Gast. Sie wollen daselbst für die Homo-Ehe kämpfen. Nicht zum ersten Mal setzen sie sich für die Anliegen der Lesben und Schwulen ein.

Ist Homosexualität wirklich noch immer soooo ein Thema, dass sie für in der Öffentlichkeit stehende "Betroffene" fast zu einem weiteren beruflichen Standbein werden kann. Warum interessieren wir uns so sehr für die sexuelle Ausrichtung, wenn sie nicht der Norm entspricht. Kein Mensch sagt: "Herr Soundso ist Banker und dazu erst noch hetero".

Ob wir Heteros uns irgendwann fast entschuldigen müssen, weder lesbisch noch schwul noch transgender zu sein, sondern einfach nur stinknormal. Ob die sexuelle Ausrichtung nebst dem Herkunftskanton, der Muttersprache und dem Geschlecht künftig bei der Vergabe eines interessanten Jobs auch noch eine Rolle spielen wird. Hmmmm…..

Was die tägliche Berichterstattung anbelangt, sind Taminique nicht als einzige omnipräsent. Ich sage nur: Multitalent Christa Rigozzi oder Milo Moiré, die Nacktsein für sich zum Beruf erkoren hat. Warum ist das so?

Wir haben in der Schweiz keine Royals! LEIDER!! Kein Prinz Harry, der - ganz aktuell - seine Meghan zum Traualtar führt und dann in einer Kutsche durch die ganze Stadt fährt, damit jeder ihm zujubeln und ein Stück vom Glanz abbekommen kann.

Da muss natürlich die gesamte schweizer Cervelat-Prominenz in die Bresche springen, ob es uns passt oder nicht. Und eines ist klar, bei den meisten ist eh die Wurst der Star - nein nicht Conchita, die Cervelat natürlich, bei der versteht ein Schweizer keinen Spass. Vor 10 Jahren geriet unsere Nationalwurst arg in Bedrängnis. Es ging um ein EU-Importverbot für brasilianische Rinderdärme. Eine Schweiz ohne Cervelat konnte sich jedoch ausser den Vegetariern (vegan war damals noch nicht in) keiner vorstellen und so fand man in absoluter Rekordzeit eine für alle Seiten befriedigende Lösung. Huch ….

PS: Wann gelangen wir endlich an den Punkt, an welchem wir nicht als Mann/Frau, nicht als hetero/homo, nicht als verfressen/magersüchtig gesehen werden, sondern ganz einfach als Mensch? 

MENSCHENSKIND!!!!! 🙄

PS: wenn man einen einst bekannten Song ein wenig umschreiben könnte .... die Melodie ist doch eigentlich noch immer ganz frisch und fröhlich: "Taminique nique nique s'en allait tout simplement"

Sonntag, 29. April 2018

#Let’sDance: 2006 - 2018

Let's Dance .... geht eigentlich um Tanzen
Ich liiiiiiebe Tanzen und halte deshalb Let’s Dance seit 2006 die Treue. Die Sendung hat sich jedoch im Laufe der Zeit dermassen verändert, dass ich mein Verhalten entsprechend anpassen musste.

Meines Erachtens steht eine Sendezeit von ganzen 3 Stunden für - wie gestern - 9 Tänze à 2 Minuten einfach in keinem Verhältnis. Klar, davor kommt meist noch ein Eröffnungstanz von ebenfalls 2 Minuten. Alles in allem sind dies knapp 20 Minuten Tanzen, der Rest ist Moderations-Blabla, Jury-Geplänkel und Werbung, Werbung, Werbung.

Genau genommen ist Let’s Dance mittlerweile zur Werbesendung verkommen, unterbrochen durch die oben erwähnten Unterhaltungssequenzen. Normal werden immer 2 Tänze gezeigt, gefolgt von 15 Minuten Werbung. Das hältst Du im Kopf nicht aus.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, die Werbepausen sinnvoll zu gestalten (Hausarbeit, Memoiren schreiben, Freunde anrufen etc.) oder auch gänzlich zu umgehen. Das geht ganz einfach. Man googlet nach der Sendung nachts mal kurz, wer raus ist, so hat man erst einmal seine Neugier gestillt. Am nächsten Tag schaut man sich die Tänze in aller Ruhe online an und switcht beim Video, das Gelabber der Jury umgehend, direkt zu der Punktevergabe. Eine super Möglichkeit haben Leute mit einer Replay- oder Aufnahmefunktion, wie ich sie seit ein paar Tagen geniesse. Sie schauen die ganze Sendung am Folgetag und überspringen alles Unnötige, Nervende. Die 3 Stunden reduzieren sich so auf 30 Minuten!

Nerven tun übrigens auch die vielen verletzenden Kommentare auf der Let's Dance Seite auf Facebook. Es ist einfach unglaublich, wie sich Leute im Web benehmen. So wird zum Beispiel momentan Judith Williams in einer Weise herabgemacht, die einem richtig weh tut. Meist sind es übrigens Frauen, und das Wort "stutenbissig" drängt sich auf. Müssen Frauen erfolgreiche Geschlechtsgenossinnen dermassen runtermachen? Ist wohl in den Genen drin und läuft unter dem Überbegriff: NEID. Auch Neumoderatorin Victoria Swarowski bekommt ihr (nicht vorhandenes) Fett weg. Nachdem man Sylvie Meis 7 lange Jahre auf den Mars gewünscht und gedisst hat mit Sätzen wie "schickt die Käsetussi nach Holland zurück", wünscht man sie sich jetzt plötzlich zurück, als wäre sie DIE Traummoderatorin schlechthin. Logik geht irgendwie anders.

Was die Jury anbelangt, fällt mir spontan das Wort "Kindergarten" ein. Wie sich Jorge, Motsi und Llambi benehmen, ist weder lustig noch unterhaltsam. Wenn dann Herr Hartwich noch Pausenclown spielt, dann ist Kühlschrank angesagt! Nervennahrung oder Nervenklinik, da fällt die Wahl doch leicht.

Am Schluss einer jeden Sendung muss jeweils ein Paar die Show verlassen. Und man kann eine Bank drauf wetten, dass es nicht das schlechteste, unbegabteste ist. Im Gegenteil, oft ist es sogar eines aus dem oberen Drittel, bei dem Promi und Profi nicht über eine so riesige Fanbase verfügen. Gestern hat Charlotte ihrem Namen entsprechend Würdig vom Tanzparkett Abschied genommen. Diejenigen, welche von der Jury und übrigens auch von mir auf den letzten Platz gesetzt worden sind, dürfen weitertanzen.

Leute, Let’s Dance: EIGENTLICH ginge es ums TANZEN!!!! Eigentlich! Gute Nacht!

Mittwoch, 1. Juni 2016

#MarilynMonroe: 90 Jahre Happy Birthday

Pooh pooh bee doo

Sie war wohl die erste und ist wohl auch die einzige überhaupt, welche man tatsächlich als "Hottie" bezeichnen könnte, wenn es nicht irgendwie despektierlich klingen würde. Aus "some like it hot" wurde dank ihrer besonderen Ausstrahlung "all like it hot". Sie ist und bleibt "everybody's darling".

Genau genommen war sie einfach eine Blondine mit dunkler Vergangenheit, denn die eigentliche Haarfarbe von Norma Jean Baker war Dunkelbraun. Allein das Aufhellen der Haare war jedoch kaum der Grund dafür, dass sie dermassen geliebt und verehrt wurde und noch wird, und zwar von Männern und Frauen gleichermassen. Das hat nebst ihr wohl nur Lady Di geschafft - auf etwas andere Weise vielleicht noch Audrey Hepburn.

Viele wollten sein wie sie, die meisten sind daran gescheitert. Das hat auch damit zu tun, dass wahre Schönheit von innen kommt. Marilyn war nicht nur ein Strahlewesen, sondern eine authentische, sehr intelligente Frau, welche wohl letztlich an ihrem Ruhm zerbrach. Mit dem letzten Satz spiele ich nicht etwa auf ihren angeblichen Suizid an, sondern darauf, wie es sein muss, dauernd von Fotografen "geblitzt" zu werden, sobald man das Haus verlässt. Wie ein Wild während der Jagdsaison hat man kaum noch Rückzugsmöglichkeiten - und diese Jagd hat keine Saison. Jahraus jahrein Freiwildstatus? Nein danke, diesen Teil möchte man dann nur allzu gern auslassen.

Der eine oder andere Star hat erst mit Erreichen des Zenits bemerkt, was Ruhm tatsächlich bedeutet. Einige flippen aus, schlagen um sich oder spülen dreimal täglich mit Rum, ziehen sich eine Linie rein ….. Es ist nicht einfach.

Wie wäre Marilyn mit dem Altern umgegangen? Wie sähe sie heute aus? Hätte sie die Beauty-Docs reich gemacht oder wäre sie wie Brigitte Bardot in Würde gealtert? Hätten Demenz oder Alzheimer ihr in dieser Hinsicht einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Marilyn Monroe niemals zu so einer Legende geworden wäre, wenn sie bis zum heutigen Tag durchgehalten hätte. Spätestens vor 45 Jahren hätte man kaum mehr Rollen für sie gefunden und sie wäre in Vergessenheit geraten. Der Winter des Lebens ist nichts für zarte Seelen - und das war sie unter anderem: unsere Marilyn! Und sie wollte vor allem eins: geliebt werden, und das hat sie erreicht!

So erhebe ich denn mein Glas auf Dich, liebe Marilyn, und sage: auf weitere 90 Jahre Kultstatus!


Freitag, 13. Mai 2016

ESC 2016: Rykka's Squats vs. Marilyn's Sexappeal

what a difference!
Im Februar 2016 fällt die Entscheidung per Zuschauervoting: Rykka fährt für die Schweiz zum Eurovision Song Contest. Warum kann sie sich damals gegen die Konkurrenz durchsetzen? Genau: Marilyn! Das grosse Sehnen …..



….. M a r i l y n …..

Schmelz, WoW-Alarm …. einfach umwerfend!

Und dann gestern die Enttäuschung, vor allem auf den Gesichtern derjenigen, die seinerzeit für Rykka gevotet hatten. Blaue Haare, rauchende Achselhöhlen und Squats-Squats-Squats als inspirierte Choreo von Rafael Antonio. Der meint, Rykka sei eben eine eigentständige Künstlerin, die sich gut auf der Bühne bewege (???) und authentisch sei im Sinne von: ich bin wie ich bin. War das jedoch die richtige Einstellung, einen Auftrag zu erfüllen und unser Land zu vertreten oder war das einfach ein RIESEN EGOTRIP auf Kosten der Schweiz?

Hmmm …. für all diejenigen, die für das Gesamtpaket "Marilyn" abgestimmt und dafür die authentische Mogelpackung Rykka erhalten haben, dürfte dies eine herbe Enttäuschung gewesen sein. Für alle, welche eh seit Jahren dafür wären, dass die Schweiz sich ENDLICH nicht mehr am ESC lächerlich macht, eine weitere Frust-Ration.

Hier die beiden Auftritte im Vergleich:




Sehen Sie den Unterschied? Meines Erachtens sind ja weder der Song noch die Stimme herausragend. Trotzdem stellt sich heute jeder hier im Lande die Frage: 


Wo war Marilyn?

Man stelle sich vor, Lena Meyer-Landrut hätte nach Ihrem Sieg in der Vorausscheidung in Deutschland ihr Styling total umgedreht und wäre in Oslo im "Weil-Sie-es-sich-wert-sind"-Look angetanzt (Lena wirbt heute offiziell für diese Marke). Der Satellit wäre noch vor dem Abschuss untergegangen und Deutschland ebenso blöd dagestanden wie die Schweiz jetzt …. und das grosse Wunder wäre NIE passiert. 

 Mir ist das alles relativ egal, schaue ich die Sendung längst nicht mehr. Das einzige was mich ärgert: ich muss mich indirekt finanziell beteiligen, ob ich will oder nicht. Ich glaub, ich brauch grad mehr als eine Tafel Schokolade! Gute Nacht!!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Marilyn Monroe - happy birthday

Always love you ♡
Unvorstellbar aber wahr: heute wäre die unvergleichliche, einzigartige Marilyn 85 Jahre alt geworden. Sie gehörte zu den Frauen, die Zeit ihres Lebens - und auch nach ihrem Tod - Männer und Frauen gleichermassen begeisterte, so wie nach ihr wohl nur noch Lady Di. Wann immer ein Film von ihr am Fernsehen gezeigt wurde, sass ich in jungen Jahren wie gebannt vor dem Schirm. Sie hatte was; das gewisse Etwas! Was es genau war, kann man nicht in Worte fassen. Sie war nicht nur schön sondern hatte eine fast durchsichtige Verletzlichkeit, welche in einem Beschützerinstinkte weckte.

Marilyn litt an Selbstzweifeln, stellte enorm hohe Ansprüche an sich selbst. Sie war zeitlebens auf der Suche nach Liebe, einer starken Schulter zum anlehnen. Dass sich alle um sie rissen, konnte ihre Sehnsucht nicht stillen. Sie konnte sich schlecht abgrenzen, war jedoch alles andere als dumm und eine wirklich ernstzunehmende, gute Schauspielerin, was nicht wirklich anerkannt wurde.

Sie ist viel zu früh gestorben, das hört und denkt man immer wieder. Wie aber wäre sie mit dem Altern umgegangen? Wie hätte sie den allmählichen Zerfall ihrer Schönheit erlebt? Man kann sich Marilyn einfach nicht als 85jährige vorstellen, vielleicht aber auch einfach, weil es keine solchen Bilder von ihr gibt.

Interessant in diesem Zusammenhang: sowohl Marilyn Monroe als auch Lady Di wurden nur 36 Jahre alt!

Happy Birthday, liebe Marilyn. Always love you!


Warum heute keine Monroe-Filme am Fernsehen gezeigt wurden, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Schade - eine verpasste Chance der Programmverantwortlichen!

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Gesucht: echter Spiderman....

Ticket to Nottwil gefällig?
... für gleichnamiges Musical. Voraussetzung: erfahrener Basejumper mit Gummiknochen und eingebautem Fallschirm, guter Versicherung und stets genügend Schutzengeln!

Am New Yorker Broadway lebt sich's gefährlich: aus 9 Metern abzustürzen ist bekanntlich kein Schleck. Wer Glück hat kommt mit dem Schreck und leichten Verletzungen davon, so wie der Darsteller (besser gesagt: Stuntman) des berühmten Spinnenmanns in "Spiderman - Turn off the Dark", welcher am Montag Abend die Aufführung mit einem unsanften Abgang vorzeitig beendete. Drei andere Darsteller hatten sich davor auch schon ernsthaft verletzt, und das gerade mal innerhalb eines Monats.




Eines fällt auf: um dem Action-verwöhnten Zuschauer etwas zu bieten, werden immer mehr Risiken auf sich genommen. Wie schnell etwas passiert ist, das leider nicht mehr ungeschehen gemacht werden kann, zeigt der Fall Samuel Koch (s. Post 1 und 2). Wir schauen vielleicht noch ab und zu, ob die Printmedien etwas Neues über seine Fortschritte berichten; für Samuel sieht die Realität etwas anders aus. Der Weg zurück in eine gewisse Selbständigkeit ist steil, kräftezehrend und braucht den vollen Willen, den ganzen Krafteinsatz. Auch den Lebensmut muss man stets von Neuem in sich nähren.

Die ersten Musicals waren noch ganz harmlos. My fair Lady, Westside Story, A Chorus Line, Cats, Dirty Dancing...... da machte man doch höchstens mal einen Misstritt. Wer bei Starlight express mitfährt, ist etwas schneller und gefährlicher unterwegs. Wer jedoch als Spiderman gleich die Wände hochklettert, riskiert Kopf und Kragen.

Ob die diversen Computerspiele, in welchen man mehr als ein Leben besitzt, einem vorgaukeln, dass man nach einem Absturz mit einem einzigen Klick zurück an den Start gehen und es noch einmal versuchen kann? Ist der moderne Mensch zu modern oder gar zu dumm um zu bemerken, dass er zu seinem Körper Sorge tragen muss, da selbst mit Hilfe der grossen Chirurgen nicht alles machbar und auch weit und breit kein Ersatzteillager in Sicht ist? Turn off the Dark? Nein: Turn on your Brain!

PS: ich gehe auch ab und zu die Wände hoch.... aber das ist eine andere Geschichte!

Sonntag, 30. Mai 2010

ESC - viel hätte nicht gefehlt für die Schweiz









Wäre Michael von der Heide....

- hetero
- etwas jünger
- etwas viriler
- etwas freakiger
- muskelbepackt - am liebsten Sevenpack ;-)
- etwas lockerer - flockiger
- weniger lyrisch
- z.B. Immigrant mit russischen Wurzeln und englischer Muttersprache
- eine Art Klon von Clooney
- nur echt mit Pearcing
- oder gar Tattoo
- eine Art männliche Lena Meyer-Landrut
- .......
- .......

- und vielleicht noch mit einem anderen Song....

.... also es hätte echt Gold geregnet. Aber ➠ der Rest ist Geschichte. Es hat wieder mal nicht sollen sein.

Gemäss Stefan Raab ist Michael eine Mischung von Prinz Charles und Ross Anthony. Etwas böse aber auch nur knapp daneben.

Übrigens: das Feld von hinten aufgerollt belegen wir ja dieses Jahr schon Platz eins! ;-)

ESC: €uropa im Lena-Fieber....


Sie kam, sang und siegte: Lena Meyer-Landrut. Und ihr Land kommt seither nicht mehr zur Ruhe; ja was sag ich: €uropa schafft es nicht mehr, aus ihrem Satelliten auszusteigen.

Das Lied: ein echter Ohrwurm, und Lena selbst: ein Kracher, eine Rakete im Steilflug! Nur das Champagneröffnen muss sie noch ein wenig üben, aber dafür hat sie ja einen starken Mann an ihrer Seite: Stefan Raab.



Er war es auch, der sie erfolgreich vor allzu aufdringlichen Reportern und Fans abschirmte. Die Ruhe selbst, ein Fels in der Brandung... und doch begeisterungsfähig und ehrgeizig, das alles ist er, unter anderem.

Stefan ist mehr als ein witziges Kerlchen. Was er schon so alles aus dem Boden gestampft hat, ist unglaublich. So ist er in vielem praktisch ein Garant für Erfolg.

War es nicht auch Stefan Raab, der uns Schweizern zeigen musste, was da im hintersten Wallis für ein stimmgewaltiger Rohdiamant heranwuchs, obwohl sie damals noch fleissig die Schulbank drückte, unsere Stefanie Heinzmann.

In einem Format wie DSDS hätte Stefanie nach eigenen Angaben niemals mitgemacht und wenn, dann hätte sie dort definitiv keine Chance auf den Sieg gehabt. Stefan Raab hat einen Riecher für Musik, für Potential, für Erfolg und für sogenannte "Typen" und stösst so auf starke, selbstbewusste, moderne junge Frauen, welche es vielleicht gerade deshalb schaffen werden, sich längerfristig im Geschäft zu behaupten und auch mit dem Druck der Medien umzugehen: mit dem Hype, der oft unschönen Kritik, der Intoleranz....

In England würde Stefan wohl spätestens nach dem sensationellen Sieg am €urovision Song Contest geadelt. Sir Stefan also.

Eventuell könnte genau dieser Mann unseren Juroren bei der Vorauswahl für ESC 2011 mal auf die Sprünge helfen. Dass diese einen Michael von der Heide direkt in den Grossstadtdschungel Oslo schickten, lässt nur einen einzigen Schluss zu: die Leute haben Angst, die Schweiz könnte doch mal wieder einen ersten Platz gewinnen. Und was dann??? Wir haben doch nicht das Geld, einen so riesigen Anlass zu finanzieren.

Unser Lenchen von Platz eins zu verdrängen, hätte dieses Jahr wohl selbst Stefanie Heinzmann nicht geschafft. Da war dieser ganz spezielle Zauber, dem sich niemand entziehen konnte oder wollte. So haben wir denn auf ihren Sieg angestossen und uns erlaubt, ein wenig mitzufeiern, denn schliesslich hatten wir auch fleissig für sie angerufen.

Mittwoch, 28. April 2010

Menowin - der schlechteste DSDS-Verlierer....


....aller Zeiten! Da hat er echt die Nase vorn!!

Menowin, oder, "Nomen est omen": me-no-win (ich nicht siegen!) ist tatsächlich der schlechteste Verlierer aller DSDS-Staffeln. Am Finalabend hatte er 150 Prozent damit gerechnet, als Sieger hochgejubelt zu werden, während sein Herausforderer den ganzen Abend mit genau dem Gegenteil zu kämpfen gehabt hatte, nämlich dem Gefühl, im letzten Moment seinen Traum vom Superstar begraben zu müssen.

Es kam, wie es meines Erachtens und verdienterweise kommen musste; Mehrzad gewann, und das nicht zu knapp. Allerdings gelang es Menowin, umgehend die geballte mediale Aufmerksamkeit vom Sieger abzuziehen. Man kriegte nämlich fast Angst beim Anblick eines Menschen, der innerlich wie abgelöscht schien und Fragen zunächst weder hörte noch beantworten konnte.

Ob dies der Grund ist, dass der 2. Sieger zu Sendungen wie "Let's Dance" zusammen mit dem DSDS-Superstar gleich mit eingeladen wird? In einem kürzlichen BRAVO-Interview, teilweise ausgestrahlt auf RTL, äussert er sich jedenfalls ziemlich negativ über Mehrzad Marashi und bescheinigt dem eine Allerweltsstimme. Der "alte Menowin" hätte ihm eine runtergehauen. Ob der heutige besser ist, weiss ich nicht. Jedenfalls gelingt es ihm noch Wochen nach dem Finale, die Fans zu mobilisieren und durch sein Verhalten zu Protestaktionen zu verführen.

"Ich will mehr, mehr, mehr" sagt er begeistert zum Reporter. Seit wann stottert der Kerl? Eigentlich wollte er ja wohl sagen: "Ich will Mehrzad", oder?

Sonntag, 18. April 2010

Der Glööckler von der Jury-Bank


Kaum hat uns DSDS in einen hoffentlich musikerfüllten Alltag entlassen, trumpft RTL mit einem wiederentdeckten Format auf. "Let's dance" lautet die Aufforderung an 10 mehr oder weniger begabte Promis verschiedenen Alters. Die versuchen sich in Salsa, Samba, Rumba und Poba(cke). Hillu Schwetje hat bei den Proben sogar einen Kniefall vorgezogen und konnte in der letzten Sendung gar nicht erst antreten.

Ich sage meinen Schülern immer: die Airbags befinden sich hinten rechts und links, sprich: am Po und seitlich der Hüfte. Also Stürze möglichst nicht mit den Handgelenken auffangen und Niederwerfungen dem Papst überlassen.

Es ist teilweise beeindruckend, was die Promis nach wenigen Wochen Training bereits können. Vor der ersten Sendung müssen sie mindestens 45 Stunden trainiert haben.... hört sich nach viel an, ist aber eher wenig. Frau tut sich oft schwerer mit den High-Hells als mit den Schritten an sich.

Unterhaltend wird eine Sendung auch durch witzige Moderatoren - HP-Kerkeling war leider dieses Jahr verhindert - und deren verbalem Schlagabtausch mit einer mehr oder weniger fachigkundigen Jury.

Joachim Llambi ist top, und das nicht nur im Sinne von kompetent. Wirkt er auch ein wenig streng, hat er es doch faustdick hinter den Ohren. Im weiteren kann der Sender sparen, da bei ihm die Punkttafeln 6 bis 10 noch praktisch fabrikneu sind; Llambi hält sich lieber an die 2 und 3, maximal die 4.

Isabel Edvardsson hat dieses Jahr vom Parkett hinter den Jurorentisch gewechselt und macht auch dort eine gute Figur, fast besser noch als im Playboy, wobei das Geschmacksache ist. Angenehmerweise sind ihre Kommentare stimmig direkt und enthalten immer auch Anregungen für das weitere Training.

Peter Kraus kennt eigentlich jeder uHu (??)! Als echter Rock 'n' Roller fetzte er einst über die Bühne, dass man beim Zuschauen einen Trainingseffekt zu verspüren glaubte. Ein gewisses Verständnis für Tanz ist auch bei ihm unverkennbar.

Was aber bitte schön hat Harald Glöckn... eh... Glööckler in "Notre-Jury" verloren? Er klimpert und bimpert mit falschen Wimpern, glänzt mit jeder Menge Lametta - sicher alles echt - und verteilt Punkte nach Windrichtung und Parfümduft. Moschus hat wohl die Nase ganz weit vorn. Haralds Vorgehensweise hat sich mir noch nicht ganz offenbart, denn die Benotung stimmt definitiv nicht mit den tänzerischen Fähigkeiten überein. Allerdings ist sie jeweils umgekehrt proportional zu derjenigen Llambis und führt so zu einem gewissen Relativieren. Die Frage, ob er denn selber tanzen könne, liess das Jury-Glanzlicht diplomatisch unbeantwortet.

"Let's fetz" sprach der Frosch, und sprang in den Ventilator! "Okay" erwiderte der Vogelschwarm und sah sich nach dem nächsten Triebwerk um (heute eher schwierig mangels Flugverkehr über Europa). Meine Favoriten sind jedenfalls Raùl Richter, Sophia Thomalla und Nina Bott und ich lasse sie gerne auch diese Woche wieder für mich fleissig weitertrainieren; das tut guuuut ;-).

Samstag, 17. April 2010

Andere Saiten bei DSDS


Schade aber wahr! Bei DSDS werden andere Saiten aufgezogen und bespielt als dies eigentlich wünschenswert wäre. Die Gerüchte, das Finale könne nicht stattfinden, weil Menowin wegen Drogenhandels direkt von der Garderobe ins Gefängnis wandern würde, schaden nicht allein letzterem, sondern auch dessen Konkurrenten und dem Finale an sich.

Um was geht es eigentlich bei der Sendung? Okay, Singen allein steht nicht im Vordergrund, sonst würde DSDS ja heissen: "Deutschland sucht den Supersänger". All die Beigeräusche der letzten Wochen wirken sich jedoch störend aus und hinterlassen mehr als einen bitteren Nachgeschmack.

Da sind nämlich all diejenigen, welche sich im Leben generell nichts vorschreiben lassen und nun grad extra für den vermeintlich Verfolgten einsetzen werden, auch wenn sie eigentlich für den anderen Kandidaten angerufen hätten. Das läuft unter einer Art von Beschützerinstinkt. Man täuscht sich dabei selber vor, frei zu entscheiden und ist doch nur ein Opfer derjenigen Machtgebahren, wie sie hauptsächlich und seit Beginn der Mottoshows von den männlichen Juroren ausgehen.

Dieter Bohlen kann es nämlich nicht haben, wenn nicht sein Favorit gewählt wird, ebensowenig Mitjuror Volker Neumüller. Notfalls schalten sie ihre Ohren auf Durchzug und eröffnen den verbalen Krieg. Schachzug um Schachzug reden sie eine passable Leistung zu einer Superperformance, bis das Etikett im Bewusstsein der Zuhörer sitzt und hält. Leider lassen sich nur allzu viele davon beeinflussen. Wäre da nicht Nina Eichinger, die solche Schönfärberei ab und zu relativierte......

Trotz allem hin und her, für und wider, auf und ab, wird das Finale wohl stattfinden. Gestern hätte ich vom energetischen Eindruck noch geschworen, dass es Bohlen auch diesmal wieder gelingen wird, seinen Wunschkandidaten auf Platz 1 durchzuboxen. Heute sieht es, wie mir scheint, etwas anders aus.

Dass im Showbusiness eine stabile Persönlichkeit von Vorteil wäre, das beweisen uns Leute wie Whitney Huston, Amy Winehouse und viele mehr anhand von Negativbeispielen. Sollte also Deutschland tatsächlich Menowin wählen, dann setzen die Leute wohl einen eher kurzfristigen Trend, denn "nicht wirklich Fröhlich" wird wohl mit seinen kriminellen Tendenzen auch künftig immer wieder Futter für die Medien bieten, aber ob er langfristig mit seiner Musik punkten wird, ist wohl doch eher fraglich.

Montag, 21. September 2009

der Clou-ney


Als mir eine Kindergartenkollegin seinerzeit unsanft eröffnete, den Weihnachtsmann und den Osterhasen gäbe es "im Fall nicht", verneinte ich dies vehement. Mein Argument: meine Mutter lügt mich nicht an.

Zuhause angekommen informierte ich diese empört über die ätzenden Verleumdungen, worauf sie eingestehen musste, dass .... Sauerei, was soll das? Warum muss ein Kind für dumm verkauft werden? Ich konnte es kaum fassen!!

Nun häufen sich die Gerüchte, "the sexiest man alive" solle schwul oder bestenfalls bisexuell sein. Mit letzterem wäre er voll im Trend, denn alle Normalos sollen sich mal schämen, zumindest könnte man das meinen, wenn man tagtäglich die News durchforstet (I kissed a girl... tralallalla...).

Das mit der Neuen an Clooneys Seite soll also eine "Pardon-Excusez-"-Scheinbeziehung sein; alles zusammen ein symbiotischer Akt gegenseitiger medialer Wertsteigerung. Elisabetta Canalis sagte zwar in einem Interview, dass sie gerne Männer an sich binde, welche schwer zu haben seien. Ob sie damit unseren Nespresso-Man gemeint hat? Das wäre ja dann der Clou-Clou-Clou-ney, oder?

Warum um alles in der Welt müsste uns der sympatische Schauspieler überhaupt etwas vormachen? Was einer für eine sexuelle Ausrichtung hat, sollte doch eigentlich egal sein, Hauptsache er macht seine Sache gut..... eigentlich!!! Im Falle des weltweit weiblicherseits begehrten Clooney - wer würde den schon von der Bettkante stossen, ausser mir? - wäre Homosexualität wohl eine Tragödie, geht man doch davon aus, dass seine Filme bei der Damenwelt nicht mehr ankommen würden. Der Womanizer würde ihm nicht mehr abgenommen, das ganze Image zerbröckeln.

Überlegen wir doch kurz einmal! Kein Mensch sagt Dinge wie: "Stell Dir vor, Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank ist ein Hetero!! Und der Steinbrück soll auch dazu gehören, und die Merkel.... alles ein Filz, aber das ist in der Schweiz wohl nicht besser!!" Ist es nicht einfach grotesk, wieviel Wert auf Nebensächlichkeiten gelegt wird, um dabei an der Hauptsache vorbeizudiskutieren!

Na, mir soll's egal sein, ich finde George super sympathisch, denn er nimmt sich selber nicht allzu wichtig und ist bei all dem Rummel bescheiden geblieben. Er mag es so oder so nicht, wenn er ausgefragt wird, wie mir scheint....



.... aber wer mag das schon!

Jedenfalls haben wir wohl seit dem armen Rock Hudson nichts dazugelernt, das aber gleich gründlich!! See you George, am Comer See, hopefully!!

Sonntag, 13. September 2009

Sing out loud, sister....


... sagte einst Perez Hilton. Er ist ein absoluter Fan von ihr, und ich kann mich dem nur anschliessen. Nicht alle Kommentare unter seinen Einträgen über UNSERE Stefanie Heinzmann klingen positiv. Meist wird das Schweizer Stimmwunder als Deutsche bezeichnet und einige meinen, warum man in Amerika Leute wie sie brauche, wenn man doch mit Beyoncé mehr als gut bedient sei.

Am Freitag kam Stefanies neues Album raus und ich kam nicht umhin, mir kurz etwas Stress aufzubürden, um das Teil in meine mittlerweile beachtliche CD-Kollektion einzureihen. Also eingereiht habe ich bisher allenfalls die Hülle, denn die CD selber läuft fast rund um die Uhr. Ich sage Ihnen, es ist der Hammer!!!! Wenn man bedenkt, dass die Künstlerin dieses Jahr 20 geworden ist....

Man kann gespannt sein, ob Stefanie das hohe Niveau halten kann und auf Dauer mit dem Status des Prominentseins klar kommt. Dank dem Zusammenhalt mit ihrem Bruder stehen die Chancen gut. Ich halte ihr jedenfalls sämtliche verfügbaren Daumen und schliesse mich Perez an.....

Sing out loud, sister, on and on and on....


Sonntag, 23. August 2009

Nackte Tatsachen


Was macht man, wenn man sich beruflich etwas in den Kopf gesetzt hat und es UNBEDINGT durchziehen möchte? Kommt drauf an, was es ist. Oft genügt eine zielorientierte Weiterbildung. Diplome oder gar Doktortitel sind auch sehr gefragt. Wer nicht über genügend Fleiss verfügt, kann offenbar in Thailand Doktortitel, Adelstitel oder Diplomatenpässe käuflich erstehen.

Nun gibt es aber Berufe, bei denen wird eine gewisse Unbeholfenheit brutal offenbar - Diplom hin, Fähigkeitsausweis her. Einer davon ist die Schauspielerei. Irgendwie scheint jedoch Hollywood auf unsere Ex-Missen eine magische Anziehung auszuüben. So versuchen Lauriane Gilléron - pardon Lauriane Gill - und Nadine Vinzens seit einigen Jahren vergeblich, sich einen Platz an der Sonne LAs zu erobern. Selbstverständlich lassen sie dabei nichts unversucht und haben sich an der renovier.... eh... renommierten Lee Strasberg-Schauspielschule weiterbilden lassen. Bis jetzt lässt der grosse Durchbruch auf sich warten. Ob es daran liegen könnte, dass beide sich mit dem "riil amerikän äkzent" etwas schwertun?



Nicht jeder ist ein linguistisches Chamäleon, wie man sieht. Amerikaner sind nämlich, was die Sprache angeht, ziemlich heikel. Sie mögen in ihren Filmen keinen schweizerischen Unterton. Immerhin konnte Lauriane bereits in der Serie "Rules of Engagement" mitwirken. Eine einmalige Chance, mit Betonung auf ein Mal. Als Kellnerin in einem "frangsösische" Restaurant darf sie die Gäste mit "Bonsoir" begrüssen und sie zu Tisch geleiten. Das macht sie doch super, oder?



Wie ich gelesen habe wurde übrigens eine andere Schweizer Filmhoffnung - kann mich an ihren Namen nicht erinnern - erst kürzlich aus dem neusten Tarantino-Film "Inglorious Basterds" rausgeschnitten. Autsch, das tut weh, Ihr Bastards!!!

Ob Laurianes "Erfolg" auf ihre Nacktbilder in der "L'illustré" von anno 2007 zurückzuführen ist? Doch wohl eher nicht, oder? Dennoch posiert jetzt auch Nadine Vinzens nackt in einem Softporno-Magazin, wobei man den Bildern ansieht, dass sich das Modell nicht wirklich wohl gefühlt hat.

Mädels was soll das? Welche wirklich ernstzunehmende Schauspielerin hat es nötig, mit nackten Tatsachen zu punkten, ausschliesslich meine ich? Klar kann es heutzutage für eine Rolle nötig sein, die Hüllen fallenzulassen, weil es eben so ins Drehbuch hineingenommen wurde, als Quotentreiber sozusagen. Hat jedoch eine Jodie Foster je mit ganz viel Haut oder Skandalen auf sich aufmerksam gemacht? Nein! Sie hat vor allem eines... Talent. Dazu ist sie geradezu unheimlich intelligent und schloss u.a. ihr Literaturstudium an der Yale University Magna Cum Laude ab.

Wenn es wirklich einmal um eine gute Rolle gehen sollte, dann können solche Schmuddelbildchen eher hinderlich sein. Hast Du Dich einmal für eine Schiene entschieden, wird es schwierig, im gewünschten Bahnhof respektive auf dem Schauspielolymp anzukommen.

Eigentlich ist es ja seltsam. Lässt eine Frau mittels raffiniertem Décoltée tiefe Einblicke gewähren und der Fantasie ihres männlichen Gegenübers noch etwas Raum, dann wirkt das meist besser, als wenn sie wirklich alles offenbart, Halszäpfchen inklusive! Hat man einmal alle Äusserlichkeiten von sich gezeigt, kann man sich nicht weiter enthäuten. Die Jahre bringen dann zwar eine gewisse, nicht wirklich willkommene Abwechslung, welche raffiniert mittels Sofakissen oder anderen Hilfsmitteln gedämpft werden könnte, aber danach bleibt doch allenfalls noch die Aussicht auf eine Karriere in Gunther von Hagens Körperwelten, aber dann ist es für eine Hollywood-Karriere, einen Oscar und alles andere eh zu spät.

Vielleicht sollten sich Lauriane, Nadine und all die andern Möchtegernstars einmal überlegen, ob sie nicht einfach einen Punkt machen und etwas anderes tun sollten. Eventuell würden sie auf bisher verborgene Talente stossen, welche nicht einfach durch ein Wegfallen der Kleidung enthüllt werden. Das Leben hat immer wieder eine Überraschung für uns bereit. Es muss ja auch nicht zwingend ein Leben in der Öffentlichkeit sein, das einem Zufriedenheit bringt.

Übrigens: "Ein Wunsch kann durch nichts mehr verlieren als dadurch, dass er in Erfüllung geht", sagte einst sehr trefflich der Schriftsteller Peter Bamm (1897 - 1975). ;-)

Freitag, 1. Mai 2009

Die unvergessliche, unvergleichliche Audrey...


Am 4. Mai hätte sie ihren 80sten Geburtstag feiern können. Eine wundervolle Frau.

Sie hatte das gewisse etwas, eine ungeheure Anziehungskraft auf Männer und Frauen gleichermassen. Ihr liebevolles Wesen, ihre wunderschönen, ausdrucksstarken Augen, vor allem aber ihr Lächeln, das einem ganz tief innen berührte, gaben einem das Gefühl, sie persönlich zu kennen oder gerne kennenlernen zu wollen. Für mich strahlte sie etwas sehr Reines aus, einen gewissen Adel des Wesens, welcher auch in ihren verbalen Aussagen Ausdruck fand. Hier eines ihrer letzten Interviews:

Interview Teil 1


Interview Teil 2:


Eigentlich wollte Audrey ursprünglich Tänzerin werden - die Figur dazu hätte sie ja gehabt - wuchs dann aber über das Mass einer Ballerina hinaus und wurde gottseidank zur Freude vieler für Hollywood entdeckt.

"My fair Lady", diesen Film haben sicher viele gesehen, wenn er auch nicht zu meinen persönlichen Lieblingsfilmen gehört. "Warte bis es dunkel ist", "Ein Herz und eine Krone", "Frühstück bei Tiffany", "die Geschichte einer Nonne" und natürlich "Sabrina" trafen da eher meinen Geschmack.

Audrey Hepburn war auch eine etwas "sophisticatetere", möglicherweise auch intelligentere und sicher viel warmherzigere Version einer Paris Hilton ihrer Zeit, denn sie kreierte einen Look.... einen, der sich nicht so ganz meinen rundlichen Formen anpassen wollte. Was hätte ich darum gegeben, auszusehen wie mein Idol!!! Givenchy schneiderte ihr die Kleider auf den gertenschlanken Leib. Sie war für ihn sowohl Muse als auch Model und präsentierte seine Werke praktischerweise in ihren Filmen. Trug Audrey 7/8-Hosen und flache Ballerinas, dann wurde sie weltweit von Tausenden und Abertausenden kopiert. Ihr Lidstrich verwandelte zwar nicht jedes Auge in ein Rehauge - sowas konnte buchstäblich ins Auge gehen - aber probieren tat man es dann doch.

1988 wurde sie übrigens zur Sonderbotschafterin der UNICEF ernannt. In diesem Zusammenhang hat sie wohl einiges gesehen, vermutlich mehr als es für diese sensible, mitfühlende Frau gut war. Mit an ihrer Seite war stets ihr Lebenspartner, Robert Wolders.



Dass Audrey nach zwei gescheiterten Ehen gegen Ende ihres Lebens noch ein paar Jahre eine ganz speziell erfüllende Liebe mit diesem tollen Mann leben durfte, finde ich einfach grossartig.

Liebe war nämlich ein zentraler, wenn nicht DER zentrale Punkt in Audreys Leben, davon erzählt ihr Ausdruck. Audrey strahlte Liebe nicht nur aus, Audrey IST spürbare Liebe.



Liebe Audrey, Hollywood ist ohne Dich respektive Schauspielerinnen Deines Formats nicht mehr dasselbe.... und das wird wohl leider auch weiterhin so bleiben.

Sonntag, 26. April 2009

Popstar - Superstar - ESC 2009: das Rezept


Was braucht es, um im Showgeschäft erfolgreich durchzustarten? Annemarie von DSDS hat da ihre eigenen Ansichten, und die zeigt sie auch regelmässig beinahe hüllenlos. Ihr Konzept scheint aufzugehen, obwohl nicht jedermann damit einverstanden zu sein scheint, dass sie im Halbfinal mit von der Partie resp. Party sein wird.

Da DSDS dieses Jahr eine beinahe völlig talentfreie Zone ist, informiere ich mich jeweils am Sonntag kurz, wer wieder rausgefault ist wie ein überreifer Apfel. Dominik war offenbar diesmal der Glückliche.

Eigentlich stimmen fast alle Leute damit überein, dass die Qualität von Gesang und Stimme eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt, obwohl "je t'aime, moi non plus" eigentlich zeigt, dass gar keine Stimme oder ein heiseres Flüstern ganz viel Erfolg mit sich bringen kann:



Ja, das waren noch Zeiten! Nebst (k)einer Stimme zählt aber auch der Einsteigersong; man muss ja seine Fangemeinde im übertragenen Sinn anfixen. Und jetzt kommt etwas ganz wichtiges mit ins Spiel, und darauf machen "The Axis of Awesome" in ihrem Video "4 Chords" aufmerksam: alles was ein Song braucht, um ein Welthit zu werden, sind gerade mal vier Akkorde.... aber sehen Sie selbst:



Na, haben Sie's begriffen. Nochmals kurz zum Memorieren. Alles was ein Popstar braucht:

- "tits and as" (zit. "A Chorus Line")
- nicht zu wenig Extravertiertheit
- auch mal ein paar Minute Schande überstehen können
- etwas Stimme
- 4 Akkorde

Vielleicht wäre nicht schlecht, wenn diese Erfolgsgarantien zum Teil ein-oder noch besser umgesetzt würden, um einen Song beim ESC zu präsentieren, damit es nicht wieder heissen wird: Switzerland zero points. Unser Land will bekanntlich allen Unkenrufen zum Trotz einen weiteren Versuch starten. Also Leute, mit 4 Akkorden auf Reisen gehen! Moskau wir kommen.... Yeah-Yeah-Yeah....

Dies ist er übrigens, der Schweizer Beitrag der Lovebugs, zählen wir also mit.... 1, 2, 3



Wenn Sie mich fragen, dann geht das auch diesmal wieder voll in die Hose... ein glatter Durchfall und wenn es gut kommt maximal 3 Pünktchen, denn beim ESC spielt nebst den 4 Akkorden noch die Herkunft eine Hauptrolle, und die stimmt bei uns Eidgenossen definitiv nicht mit den aktuellen Erfordernissen überein.

Samstag, 28. Februar 2009

Das Netz als Künstleragentur


Was machten früher mehr oder weniger brotlose Künstler, welche gerne gearbeitet hätten? Für manch einen hiess es dann hauptamtlich "Warten auf Godot" sowie Pendeln zwischen Arbeitsamt und Agentur.

Vorsprechen - Neudeutsch: Casting - Hoffen, Bangen und schieres Verzweifeln. "Ich bin die Beste, warum merken die Deppen da draussen das nicht?" Und Du fragst Dich mal wieder, ob Du nicht besser auf Oma gehört und eine anständigen Beruf ergriffen hättest. Aber da ist dieser Drang in Dir, der Dich auf die Bretter treibt, die manch einem die Welt bedeuten und andere vor dem Kopf zu haben scheinen.

Wer sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat ärgert sich vermutlich, wenn Laien von der Schulbank direkt in einer Endlosserie Fuss fassen können, ohne jede Ausbildung und mit auffallend wenig Begabung.

Oder wie Moritz A. Sachs, besser bekannt als Klausi Beimer von der Lindenstrasse, der anno 1985 - damals 7jährig - einstieg und heute noch mit dabei ist. Er ist letztes Jahr 30 geworden. Ein Ende der Serie ist nicht abzusehen und so werden wir Klausi resp. Moritz wohl noch als Opa erleben, d.h. natürlich nur wenn wir bei Lindenstrasse nicht einfach weiterzappen.

Horst Tappert war Vollblut-Oberinspektor. Er tappte in die Falle Derrick und kam da vor Erreichen des Pensionsalters nicht mehr heraus. Genauer gesagt liess er im zarten Alter von 75 den getreuen Harry noch immer den Wagen vorfahren.

Auch wenn Martin und ich uns einig sind, dass eigentlich nicht die Sekretärin von Dr. Lessing hätte ausgetauscht werden sollen, sondern der etwas in die Jahre gekommene Matula - er wird im April 66 - so werden wir wohl Claus Theo Gärtner auch weiterhin über die Schulter blicken müssen und nicht um einen Fall für zwei rumkommen.

Ihr Lieben, wir sprechen hier von Lebensstellen. Das gab es früher nur bei den Normalsterblichen. Da lernte einer Buchhaltung und arbeitete dann 45 Jahre im selben Betrieb. Heute schwingt ein Buchhalter möglicherweise nach ein paar Jährchen Berufstätigkeit lieber den Kochlöffel und führt ein eigenes kleines Restaurant, während ein Gärtner sich als Detektiv betätigt.

Anna Gaden, eine junge Schauspielerin und Musikerin, hat sich die Möglichkeiten des Kommunikationszeitalters zu Nutze gemacht und eine eigene Homepage aufgeschaltet. Um zu zeigen, wie wandelbar sie ist, hat sie den Kurzfilm "0 Uhr 50" ins Netz gestellt. Sie führte nicht nur Regie sondern schlüpft auch in die verschiedensten Rollen und zeiht alle Register, die sich in einer Bar so anbieten. Also mir gefällt's. Man muss sich eben was einfallen lassen... wer nicht wagt, der nicht gewinnt.



Und hätte nicht die Moderatorin von Ehrensenf auf der Strasse nach Linktipps gesucht - hier der entsprechende Ausschnitt - dann hätte es wohl noch eine Weile gedauert, bis man auf die Gaden aufmerksam geworden wäre. Wer sich jedoch selber hilft, dem kommt Freund Zufall gerne zuhilfe; cool!!!!!

Sonntag, 11. Januar 2009

Dschungel-WGs


Was bringt Leute dazu, bis ans andere Ende der Welt zu reisen und dort in einer Art Freiluft-WG zu "hausen", mehr oder weniger zu hungern und alles was da so hängt und schwabbelt einer oft schadenfrohen Öffentlichkeit preiszugeben. Dazu kommt jede Menge Zoff innerhalb der Gruppe, vor allem aber das endlose Warten und Zittern vor der nächsten Ekelprüfung.

"Gebt ihnen Kot und Spiele", und nicht zuletzt eine Portion Erotik (??!), wird sich der Sender wohl gedacht haben.

Wer ist jedoch schon scharf auf eine Happy Hour mit "Peniscolada", einmetrigen Würmern (bitte vor dem Runterschlucken gut kauen), Kakerlaken-Martini und Känguruh-Hoden? Doch wohl niemand, ausser solches wäre denn für die dortige Bevölkerung eine Delikatesse oder zumindest eine willkommene Eiweissquelle, so wie die Maden z.B..

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus" würde der ganzen Qual sofort ein Ende setzen, aber da traut sich wohl niemand.

Was ist jedoch ein Star? Brad Pitt, Angelina Jolie, Christina Aguilera, Nicole Kidman; oder aus dem klassichen Fach: Anna Netrebko, Cecilia Bartoli.... Die waren jedoch alle noch nie mit dabei. Auf solche Sachen lassen sich nun mal nur die sogenannten C- oder D-Promis ein ("ich war mal ein Star..."), oder war Ihnen Nico Schwanz - sorry, aber der heisst wirklich so - bisher ein Begriff?

Damit für das gesundheitliche Wohl gesorgt ist, konnte man ab der ersten Staffel Dr. Bob McCarron gewinnen, der sich unter anderem darum kümmert, dass diversen Silikon-Busen nichts passieren kann und die Leute allenfalls noch gesundheitlichen Gewinn aus der Sache ziehen könnten, z.B. mit einem Verlust von bis zu 10 Kilo Körpergewicht. Zunehmen könnte bei einigen dagegen das Selbstwertgefühl, denn unter Extrembedingungen wird einem ja vielleicht erst bewusst, zu was man alles fähig ist.

Dr. Bob und RTL mögen finanziell von einem solchen Sendeformat profitieren, und die Kandidaten vielleicht auch. Verlierer sind dagegen ganz klar die Tiere. Kakerlaken, Würmer, Maden, Heuschrecken (alles bääää)... werden kurzerhand in den Mund gesteckt und durch emsiges Kauen ins Nirvana befördert. Spinnen, Schlangen, Kakerlaken auf nackter Haut und... "uääää", der Ekelfaktor schlägt wieder zu. Haben wir uns tatsächlich so weit von der Natur entfernt, dass wir jeglichen Respekt gegenüber unseren Mitgeschöpfen, und seien sie noch so klein, verloren haben?

"Die spüren ja nichts", sagt man. Wussten Sie jedoch, dass genau dieser Satz vor einigen Jahren noch dazu geführt hat, dass man "Frühchen" ohne
Anästhesie operierte. Und nach wie vor laufen Diskussionen, ob es sich bei Tieren um Sachen oder doch eher um Lebewesen handelt. Dazu kommt noch die bekannte Schubladisierung in Haustiere, Nutztiere, Wildtiere....

Mensch, was ist bloss mit Dir los? A little bit of respect, please.....


Thank you Aretha =D

Montag, 24. November 2008

Versteckte Talente....


Den Spaziergang haben wir gestern tatsächlich gemacht. Die Temperatur fiel zwar nicht unter die Nullgradgrenze, aber der Wind sorgte dafür, dass die Kälte sich spielend zu den inneren Organen vorkämpfen konnte.

Bei mir hat er das jedoch nicht geschafft. Erstmals überhaupt besitze ich eine Jacke, welche sich ein solches Vorgehen verbittet und mich vor jedem Wind und Wetter schützt. In früheren Jahren fror ich mir trotz Unterhemd plus 4 Pullovern - teilweise Faserpelze - den Allerwertesten ab. Jetzt kann mich die kalte Jahreszeit nicht mehr einschüchtern, zumindest solange nicht sibirische Verhältnisse herrschen.

Martin hält sich ja meist für impermeabel und ist in Sachen Wärmebekleidung ein absoluter Minimalist. Dass sich dies gestern nicht ganz so gut anfühlte, sieht man auf dem Foto. So zog er denn die Jacke über die Ohren und jammerte so lange, bis wir endlich ein angeschriebenes Haus heimsuchten.

Er hätte natürlich auch konvertieren können, zum Beispiel zum Islam. Michael Jackson zumindest hat diesen Schritt gewagt, allerdings wohl weniger aufgrund winterlicher Temperaturen, sondern vielmehr der praktischen Kleidung wegen. Die Abaya - eigentlich der arabischen Frau vorbehalten - lässt einiges an Spielraum offen respektive zu. Zum Beispiel kann man ohne Sonnenbrille unerkannt shoppen gehen, was für einen Promi diesen Bekanntheitsgrades sonst undenkbar ist. Auch kleinere und grössere iatrogene Schönheitsfehler - herzlichen Gruss an dieser Stelle an den studierten Verursacher - lassen sich so spielend leicht verstecken.

Aber ehrlich: sich zu verstecken hatte Michael früher doch wirklich nicht nötig und ich muss hier wieder einmal sagen: er hat die Popmusik geprägt wie kein zweiter, Hochwasserhosen hin oder her. Und ohne zu erschrecken in den Spiegel schauen, das konnte damals er auch noch....



"If you want to make this world a better place, take a look at yourself and make that change".... Beschränken Sie sich bei "Change" jedoch lieber auf die inneren Werte und machen Sie einen grossen Bogen um alle Schönheitschirurgen, dann brauchen sie Ihre Talente nicht zu vermummen. Ich wünsche allen einen geruhsamen Schönheitsschlaf.