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Donnerstag, 27. Juni 2019

#Klimawandel oder: ich H-A-S-S-E den Sommer

Einmal Eisfach bitte

Nach 1½ Jahren ohne Ferien habe ich mich diesmal entschlossen, 14 Tage nicht zu arbeiten, sintemal wir zudem die Handwerker im Haus haben. Nicht arbeiten heisst konkret: nicht in der Praxis arbeiten. Der Haushalt schläft niemals: Kochen, Waschen, Bügeln, Putzen, Einkaufen, das Motto lautet 24/7!

Nun bin ich ja einigermassen bescheiden. Ich brauche nicht auf die Malediven zu reisen oder allenfalls Mallorca unsicher zu machen. Mir reichen meist uHu-Ferien (ums Hus ume = ums Haus herum). Nach dem Aufstehen und Frühstücken eine Runde Aikiko®, lecker enkaufen und das Erstandene gekonnt zubereiten. Nach dem Mittagessen ein kleiner Ausflug, nichts Übertriebenes, ein Waldspaziergang zum Beispiel. Abends eventuell auswärts etwas essen, an einem See oder sonst einem lauschigen Plätzchen. Wie gesagt: relativ bescheiden und ökologisch vertretbar.

An Stelle von uHu-Ferien machen wir aktuell bei iHi-Ferien….. nicht zu vergleichen mit Hihihihi-Ferien, denn zum Lachen ist mir nicht zumute. Die Abkürzung iHi bedeutet "im Haus drinnen" und das mit zugezogenen Jalousien/Markisen, verdunkelten Räumen und geschlossenen Fenstern. Kein Luftzug stört unsere Indoor-Aktivitäten — dies bis etwa 22 Uhr, denn wir "geniessen" momentan Tropennächte. Wirklich kühl — so um die 21 Grad — wird es erst ab 05:00 des Folgetages, und wer will sich um diese Zeit schon aus dem Bett schälen, um einen Waldspaziergang zu machen.

Alles Gejammer, meint Göttergatte Martin. Er mag uHu ebenso wie iHi… Hauptsache seine bessere (??) Hälfte leidet wortlos, tonlos und still.

Sicher, ich jammere auf hohem Niveau. Ich kenne Menschen, die wirklich Probleme haben und habe ein entsprechend schlechtes Gewissen. Trotzdem darf ich doch den Sommer aus tiefstem Herzen hassen, oder etwa nicht. Wenn ich dabei zu sehr ins Schwitzen gerate, ist das schliesslich meine Sache — eine ziemlich nasse noch dazu.

Meines Erachtens könnten wir den Sommer direkt ersatzlos streichen. Der Frühling ist den meisten warm genug. Statt "quattro stagioni" wären "tre" vollkommen ausreichend — aber auf mich hört ja keiner.

Wie oft habe ich über das Schwab-Wetter gelästert. Regengüsse ohne Ende. Zum Beispiel am 6. Juli 2008 - ein Beispiel von ganz vielen. Wer will kann diesen Blog durchforsten! Irgendwie sehne ich mich heute richtig danach. Dassss waren noch Zeiten 🤩

Sonntag, 27. März 2016

#Sommerzeit - #Ferienzeit - #Abnehmzeit

Dinner-Cancelling
Ferien-Cancelling
Cancelling-Cancelling
Sommerzeit: haben Sie alle Ihre Uhren schon umgestellt? Noch gibt es hie und da welche, die das nicht selbständig erledigen.

Sommerzeit - Ferienzeit, diese Verbindung kommt unweigerlich. Oh wetsch - Oh quetsch! All die leckeren vergnüglichen Stunden der letzten Monate haben ihre Spuren hinterlassen. Uns bleiben genau noch 5 Wochen, um wieder an vergangene Zeiten anzuknüpfen. Der wunderschöne Badeanzug, den ich im August 2014 in Usedom gekauft habe: nie getragen und doch völlig unpassend. Sch…...ade!

Jetzt weiss ich, warum Seelöwen und vor allem auch die hübschen Walrösser keine Badeanzüge tragen. Man weiss einfach nie, wie fit man in die Saison startet.

Grad als ich dachte: das mit dem Abnehmen kannst Du eh vergessen, kam Göttergatte Martin mit einem Motivationsschub. Auch er hat seit der Schliessung unseres Dojos etws zugelegt. Sein Programm für den heutigen Abnehm-Tag lautete wie folgt: Jetzt ein üppiges Frühstück und dann gibt's nichts mehr bis zum Mittagessen. Also wenn man mittels Lachen tatsächlich abnehmen kann, dann hab ich dank dem Lachanfall sicher an die 15 Gramm verloren. Danke Schatz!

Auf was sich das CANCELLED auf dem Bild bezieht, ist mir selber noch nicht ganz klar. Folgendes steht zur Auswahl:


  • Dinner-Cancelling 
  • Ferien-Cancelling 
  • Cancelling-Cancelling


In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Start ins zweite Viertel des Jahres!

Sonntag, 14. Dezember 2014

Brabantia .... für Blondinen ungeeignet

Brabantia von Trabantia?
Stuzzicadenti gefällig?
Gentlemen prefer blondes .... Brabantia offensichtlich nicht!

Der Name ist Ihnen kein Begriff? Mir bis vor kurzem auch nicht. Ziel des Unternehmens ist nach eigenen Angaben, "das Leben mit schön gestalteten Produktkonzepten für das Leben und Geben zu bereichern, bei denen auch die Verwendung eine Bereicherung darstellt".

Grosse Worte, aber mit ausgeklügelten Konzepten kommen Menschen mit meiner Haarfarbe meist schlecht zurecht. Gottseidank habe ich einen Mann an meiner Seite, der nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch intelligent, geschickt und clever genug ist, die Büchse der Pandorra zuzulassen, dafür alle anderen Behältnisse mit der ihm angeborenen Leichtigkeit und Eleganz zu öffnen.

Wie schon so oft waren wir kürzlich im Lorenzini essen. Stuzzicadenti, also Zahnstocher, wurden mir gerne und sogar mit einem Lächeln überreicht.... oder war es eher ein ahnungsvolles Grinsen? Danach begann nämlich ein Unterfangen, das ich, was mich anbelangt, nur als misslungen bezeichnen kann. Trotz Anstrengung gelang es mir nicht, den Behälter zu öffnen. Hilfesuchend schaute ich meinen Göttergatten an, welcher mit einem kurzen Tippen seines Zeigefingers meinem Leiden ein Ende bereitete! Nicht nur die Zähne habens ihm gedankt, sondern auch ich …. mit einem Spinat-freien Lächeln!

Hätten Sie's auch gekonnt? Dann sind Sie vielleicht eine Blondine mit dunkler Vergangenheit oder Genie ist Ihr zweiter Vorname! Martin G. Schwab …. warum nicht!

Dienstag, 16. September 2014

Bettgeschichten ... frei nach den Gebrüdern Grimm

Was Märchenlesen für Folgen haben kann ;-)
"Du hast doch sicher dieses Märchen von den Gebrüdern Grimm gelesen", fragt der beste Ehemann von allen, sichtlich angeschlagen von dem ewigen Hin- und Herschleppen von Betten, Matratzen etc. Die Frage kam etwa zwei Tage, nachdem ich mittels Zeichnung (s. oben) versucht hatte, mein Problem optisch einzugrenzen: "Die Prinzessin auf der Erbse"!

Zwei Jahre ist es nun her, seit wir vom Breitenrain an den Burgernzielweg gezogen sind. Genau so lange versuche ich nun, hier heimisch zu werden, vor allem was das Schlafen anbelangt. Das Möblieren der neuen Wohnung war nicht eben einfach, obwohl wir nun über viel mehr Wohnfläche verfügen. Allein den optimalen Schlafplatz zu finden, war schwieriger, als die versunkene Insel Atlantis ohne Ortunsgeräte aufzuspüren. Das Auseinandernehmen der vom Hüsler-Nest zum endlich bequemen Doppelbett umfunktionierten Schlafstatt endete in zwei 80cm-Einzelbetten. Schlafen in Achtungsstellung ... eher etwas für's Militär.

Mein Schatz setzte ja von Anfang an auf eine ein Meter breite Lattoflex-Couch, die wir sozusagen geerbt hatten. Als ich vor zirka 2 Monaten ebenfalls auf ein freigewordenes Lattoflex umstieg, begannen die Probleme erst recht. Die Latten sind mittig durch ein Kautschukband verbunden, was den Körper entweder zur einen oder zur anderen Seite hinkippen lässt. Mein ehemals so geschmeidiger Körper zeigte zunehmend Verschleisserscheinungen wie Muskelverkrampfungen und Parästhesien in den Füssen. Vor einer Woche dann die wohlbekannten ersten Anzeichen von nicht mehr ganz optimal sitzenden Bandscheiben. Alarmstufe rot!

Bei sato-Schlafräume kann man für 100 Franken Futons und Futonmatratzen probeliegen. Falls man fündig wird, werden die 100 Franken dann am Kaufpreis angerechnet. Was noch zu erwähnen ist: man wird aussergewöhnlich zuvorkommend bedient; keine Selbstverständlichkeit (s. unten). Eine deformationsstabile Unterlage ist für den Körper sehr gut, viel besser als eine, die uns im Schlaf immer wieder zum Umpositionieren zwingt - das sagt auch Bandscheiben-Papst Dr. Packi. Mir hätte das japanische Schlafsystem ja gepasst, aber leider ist es mir tatsächlich zu hart. Ich weiss, dass man sich an Futons gewöhnen muss, allerdings sagt mein Körper mir meist sehr rasch, was meine Sache ist ... und Futons gehören definitiv nicht dazu - leider!.

Die Verzweiflung ist gross, wenn man nicht weiss, wo und wie man noch schlafen soll. Die Umschulung zur Ständerlampe, welche locker in der Ecke steht, wäre natürlich eine Möglichkeit, aber wir Menschen sind nun mal an Liegen gewöhnt.

Man macht die verschiedensten Erfahrungen, wenn man sich professionell beraten lässt. Speziell aufgefallen sind dabei:

Schlaf- und Liegeberatung Schweizer aus Gümligen: sehr positiver Kontakt. Obwohl eher skeptisch hat Herr Schweizer hat mir sogar ein Einlagebrett gefertigt, damit ich mal versuchen konnte, wie es wäre, auf einer wirklich deformationsstabilen Unterlage zu schlafen. Das ging effektiv gar nicht, allerdings hätte ich bei Schweizers die Möglichkeit, mich intensiv beraten zu lassen. Einziger Knackpunkt: ohne Auto ist das Geschäft schlecht zu erreichen.

Zbinden Möbel- und Bettenhaus Bern: katastrophaler Kontakt. Der Chef höchstpersönlich geht so mit mir um, dass ich nach 5 Minuten das Geschäft verlasse, weil ich es einfach nicht mehr nötig habe, mich so behandeln zu lassen. Herr Zbinden scheint Frauen nicht besonders zu mögen und kann offenbar weder zuhören noch auf Menschen eingehen. Die angepriesene Bettenausstellung über ganze 5 Etagen ist offenbar nur Leuten zugänglich, die genau wissen, was sie wollen. Denen werden die entsprechenden Betten dann gezielt gezeigt. Einfach so durch die Ausstellung schlendern wird einem verwehrt. Wenn ich jedoch weiss, was ich will, brauche ich keine Beratung, oder?

Möbel Pfister Bern: sehr positiver Kontakt. Ich werde vom Berater kompetent und zuvorkommend beraten. Hat man bei Pfister das Produkt seiner Wahl käuflich erstanden, besteht nachträglich die Möglichkeit, z.B. die Matratze bis zu 6 Monate nach Kauf auszutauschen. Besser ist natürlich, wenn man im Vorfeld herausfiltern kann, welches System wirklich zu einem passt.

Ich habe jetzt "zufällig" herausgefunden, was für mich ein riesen Knackpunkt ist in Sachen Schlafqualität. Meist kommen Erkenntnisse ja spontan in mein Bewusstsein, wenn ich sie am wenigsten erwarte. An dieser Stelle auszuführen, warum wie was und wieso, würde zu weit führen und eventuell gar auf Unverständnis stossen. Mir wurde gezeigt, dass mit einem Switch von nordisch Schlafen zum erzkonservativen Oberleintuch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden könnten. In der Leinenweberei Bern wurde ich diesbezüglich super beraten und habe ein Probetuch für Fr. 18.50 erstanden. Der Erfolgt lässt sich sehen und wenn ich irgendwann unbedingt will, kann ich mir auch eine etwas luxuriösere Anfertigung aus satinierter Baumwolle zulegen .... man gönnt sich ja sonst nichts. Jedenfalls schlafe ich jetzt 80+, mal sehen, wie lange das dauert! Sicher werde ich mir mal ein 90er- oder gar 100er-Bett gönnen und dazu die richtige Matratze wählen. Solange ich jedoch unschlüssig bin, welche das sein sollte, lasse ich es einfach bleiben.

Hier übrigens noch ein Bettflüsterer in Aktion:


Sonntag, 27. Mai 2012

Datensynchronisation: Samsung Galaxy mini vs Apple☺

Dromedar vor Android-Smartphone
Kontaktdaten in einen Eimer Wasser geben
und in homöopathischen Dosen übertragen
Heiligs Blechle, da weiss man, was man mit Apple☺ hat! Ob iPhone, iPod, iPod Touch, iMac, iPad .... das "I" für meine Wenigkeit wird ernst genommen. Ich stehe als KUNDE im Vordergrund und BENUTZERFREUNDLICHKEIT wird gross geschrieben! Manuals sind nicht nötig, weil Geräte und Programme einfach zu handhaben und selbsterklärend sind.

Das ist bei den Pseudonachahmungen zum Beispiel von Smartphones absolut nicht der Fall. Man kauft ein Gerät, kriegt keine Bedienungsanleitung und - jetzt ohne Witz - online im Extremfall auf Knopfdruck "Input" in koreanischer Sprache! Die Datensynchronisation ..... kann etwas Zeit in Anspruch nehmen :-(

Ein kostengünstiges Handy wollte ich, um meine Swisscomnummer weiterführen zu können .... allerdings als Prepayd-Version. Da Touch-Screens für mich mittlerweile Standard sind, wählte ich ein Samsung Androidhandy mit dem wohlklingenden Namen Galaxy mini. Ob es sich dabei wohl um Weltraumschrott handelt? Ein umfunktionierter abgestürzter Satellit? Gut möglich.

Martin und ich wollten gestern um 20 Uhr kurz ein paar Kontakte übertragen, mittels USB-Verbindung zum Rechner. Pustekuchen, an welchem 3 extra heruntergeladene Spezial-Synchronisationsprogramme - inklusive das vom Gerätehersteller vorgeschlagene "Kies" - beinahe erstickten. Ich tat es ihnen nach ... vor Ärger. Wieder einmal schwor ich Apple ewige Treue (T-Reue!!!). Doch ENDLICH um 23 Uhr hatte Martin eine zündende Idee: Kontakte aus dem Adressbuch in einen Ordner auf den Schreibtisch ziehen, Geräte über Bluetooth verbinden, Handy anwählen und "Daten senden" .... und siehe da, die Kontakte brauchen nur noch von Hand korrigiert zu werden, da alle "ä-ö-ü's" in unleserlichem Knuddelmuddel untergegangen sind. Trotzdem geht das schneller, als die Kontakte von Hand einzugeben ... sofern man von Anfang an auf Bluetooth setzt. In 3 Stunden hätte ich jedoch gleich noch den Lebenslauf von jedem Kontakt hinzugefügt ... mit handgezeichnetem Portrait. Ach ja, die Portraits hat es übrigens ebenfalls nicht übernommen.

Als ich um 24 Uhr noch das Hintergrundbild invalid.... eh..... individualisieren wollte, sah ich einen weiteren Qualitätsunterschied. Obwohl wie beim iPhone mit Wischen zwischen drei Ebenen geswitcht werden kann, ist die Qualität eines Hintergrundbilds mittels eigenem Foto katastrophal. Einen Neandertaler hätte man damit vielleicht noch beeindrucken können. Der hätte vor Erstaunen einen Luftsprung gemacht und sich in seiner Höhle den Kopf angeschlagen. Der "Generation Apple☺" kommen dabei allerdings die Tränen gepaart mit der Idee, das unglaubliche Gadget am nächsten Arbeitstag in den Swisscom-Shop zurückzubringen und vom Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen.

Die Hilfe-Foren geplagter MAC-User sind übrigens voll von verzweifelten Hilfeschreien genervter Menschen aller Hautfarben, Konfessionsgrössen =) und Ausbildungsstände. Wer wirklich auf Qualität, Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität ..... ...... ........ und ansprechendes Design setzen will, der kann wirklich nur eine Marke berücksichtigen!!! ------- lovelovelove

Ich rate jedem ab, ein Android-Smartphone zu kaufen. Allerdings muss ich zugeben, dass das von mir erstandene Galaxy mini vom Preis her gesehen natürlich eine völlig andere Klasse ist als ein iPhone 4s. Man müsste vielleicht ein Samsung derselben Preisklasse zum Vergleich nehmen. Mir ist jedoch die Lust auf Experimente vergangen.

Das Wort "Android" soll aus dem Grieschischen "andros" (Mann) abgeleitet worden sein und wäre laut Internet mit menschenähnlich (sorry Jungs!) zu übersetzen. Mich erinnert das Wort an Dromedar ..... weiss auch nicht wieso. Allerdings bin ich mir fast sicher, dass die Datensynchronisation mit einem Dromedar nicht 3 Stunden gedauert hätte. Einfach Kontaktdaten in einen Eimer mit Wasser geben und in homöopatischen Dosen übertragen. Probieren Sie's doch selber gleich mal aus!

Donnerstag, 1. März 2012

"Angelina's right leg" vs. "Annemarie's left leg®"

Angelina's right leg vs. Annemarie's left leg®
Angelina's rechtes Bein! Schön? Scheint Geschmackssache zu sein, wie alles, was sich um die Diva dreht und rankt. Böse Stimmen könnten behaupten, ein Hühnerschenkel sei um einiges appetitlicher.

Ich finde das Bein, das übrigens sogar schon mehrere eigene Twitter-Accounts pflegt, ganz okay; wahrscheinlich weil es dem gängigen Schönheitsideal entspricht und mein Auge entsprechend konditioniert wurde. Eigentlich ist "Angelina's right leg" überhaupt das Beste an der Jolie und erst noch absolut Tattoo-frei!

Sie merken es; ich mag die Frau nicht. Die ist scheinbar kalt wie Hundeschnauze und berechnender als sämtliche Top-Manager der Welt zusammen! Ob sie allerdings damit gerechnet hätte, dass in Belgrad gerade mal 12 Zuschauer der Premiere ihres Filmes beiwohnen würden und davon nach kurzer Zeit erst noch mehrere den Saal verlassen könnten? Da kommen einem zwar nicht die Tränen, aber der Gedanke an ein Teilgebiet der Mathemathik ... die Mengenlehre. 12 Leute sitzen im Saal, 30 verlassen ihn, wieviele müssten nun zum Kinobesuch motiviert werden, damit einer bis zum bitteren Ende durchhält. Glaubt man nämlich den Filmkritiken, ist das Werk eine zweistündige Abhandlung über die menschliche Barbarei.

Angelina's right leg ist bereits jetzt um einiges erfolgreicher als "In the Land of Blood and Honey". Definitiv nicht mithalten kann es allerdings mit "Annemarie's left leg®", das ist nämlich ein Ausnahmetalent.

Als wir vor 14 Jahren unsere Aikidoschule eröffneten, verteilte ich selbstverständlich überall Flyer, so auch im Coiffeursalon, wo Martin sich regelmässig seine Mähne stutzen liess. Ich war geradem im Gespräch mit der dort angestellten Renate, als der Besitzer von draussen hereinstürmte. Er bewies sogleich im Praktischen, dass das, was ich vorher theoretisch über Aikido erzählt hatte, tatsächlich stimmt. Uke (der Angreifer) wirft sich sozusagen selber, ohne das Zutun von Tori (dem Verteidiger). Der Mann flog über mein linkes Bein quer durch den Laden und Renate hatte Mühe, ihren Lachanfall in Grenzen zu halten ..... und Martin hat kurz darauf seinen Frisör gewechselt!

Wie sich übrigens jetzt herausstellt, hat Angelina Jolie Jennifer Aniston nicht nur den Mann ausgespannt, sondern auch das Beinfrei-Kleid, das diese anlässlich der Golden Globes 2010 getragen hat.
auch nicht von schlechten Eltern!

Sonntag, 22. Januar 2012

Frau am Steuer - Ungeheuer?

zieht jeden linken Fuss optimal aus dem Verkehr
"Was zeigt man einer Frau, die zwei Jahre unfallfrei gefahren ist? ---- Den zweiten Gang".

Das klingt irgendwie nicht nett; fast ein wenig frauenfeindlich. Dennoch verschone ich liebenswürdigerweise seit Jahren die Umwelt weitgehends mit meinen Fahrkünsten. Wer liebt schon Sonntagsfahrer, oder noch schlimmer: die gefürchteten "21.-Januar-Fahrerinnen"!

Sie glauben es jetzt vielleicht nicht, aber es gibt Mitmenschen, die sind nicht ganz so rücksichtsvoll wie ich und muten meinem Schatz (Chauffeur) und seiner genervten Beifahrerin (und Ansprechsperson für richtiges Autofahren = mir) einiges zu. Das nur so nebenbei.

Seit wir in unserem Volvo durch einen viel angenehmeren Alltag gleiten, bin ich nicht oft selber am Steuer gesessen. Ehrlich gesagt nur einmal, am 4. September 2011 (s. Blogeintrag). Gestern hatte Martin die gloriose Idee, ich könne doch nebenstrassenseits von Herzogenbuchsee Richtung Bern mal wieder selber am Steuer sitzen. So ganz wollte ich es mir ja nicht zutrauen, doch dann nahm ich das Steuer fest in meine geschickten Therapeutinnenhände.

Es ging ja auch alles sehr gut und Martin fand genau die richtigen lobenden Worte. Als das Verkehrsaufkommen etwas dichter wurde, zeigte ich erste Ermüdungserscheinungen und wollte an unseren Top-Driver übergeben .... und zack .... sanft grüsst die Windschutzscheibe, jedenfalls beinahe. Der böse linke Fuss aber auch!! Der wollte doch tatsächlich auskuppeln, obwohl er in einem Automat idealerweise Ferien hat. Gottseidank zeigte unser Hintermann Reaktionen und konnte bremsen. Etwas irritiert schaute er schon zu uns rein, als er an uns vorbeifuhr, aber meine Haarfarbe war wohl Erklärung genug.

Ich habe nun genau zwei Möglichkeiten: gar nicht mehr selber fahren oder aber viel mehr üben. Wir könnten ja einen Bügel in den Boden des Fahrerbereiches schrauben ... einer, der den linken Fuss wirksam aus dem Verkehr zieht. Und statt einer Unwetterwarnung könnte ich online eine "ANI- am Steuer -Warnung" aufschalten, inklusive geplante Reiseroute - gegen ein kleines Entgelt natürlich. Ja, so nett bin ich.

Aber sehen Sie selber, woran Frauen immer wieder scheitern ... Teufel aber auch!!!!

Samstag, 31. Dezember 2011

Soeben noch Silvester - Kurzum Neujahr

in der neuen Bar .... ehm ... hicks ;-)
Alles Gute in der neuen Bar ... ehm ... hicks .... im neuen Haar ... Jahr. Mögen Ihnen allen die guten Ideen und edlen Tröpfchen NIEMALS ausgehen. Stossen Sie doch bitte mal mit mir an, denn mit sich selber anstossen macht fast keinen Spass!

Göttergatten haben so ihre Eigenarten und Macken (meiner bekanntlich meist MACen). Zum Beispiel werden sie zu den unmöglichsten Momenten leidend, und was verflixt ist: bei einem Mann weisst Du nie, wie schlimm es tatsächlich ist. Nach einem gravierenden Hinterwandinfarkt erklärt er seiner Angetrauten im Brustton der Überzeugung, er gehe jetzt arbeiten. Klemmt er sich aber den Fingernagel in der Autotür, sind die Ferien gelaufen.

Meiner hustet sich seit geraumer Zeit sämtliche Lungen, Viren und sonstigen Käfer aus dem Leib. Klingt echt gar nicht gut, was jetzt nicht heissen will, dass er weiter üben soll! Und mit dem Fieber hat er eine On/Off-Beziehung!!! Schluss-di-Buss, denn eigentlich hätte er Ferien und heute ist erst noch Silvester. Da wollten wir doch in unserer Schule ein Spezialtraining machen, gefolgt von einem gemütlichen Apéro.

heul-schluchz-Weinkrampf
Wein?
in dubbio Prosecco!
Okay, können wir immer noch nachholen, aber eben ... same procedure as every year fällt wohl aus. Hier übrigens eine etwas aktuellere Version =)



Prost, ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch und erwarte Sie auf der anderen Seite, im magischen und sagenumwobenen Jahr 2012.

Übrigens: Dass Jahreszahlen, Datümer, Irrtümer und die Zeit überhaupt relativ sind, zeigt uns ganz deutlich der Inselstaat Samoa, der aus wirtschaftlichen Erwägungen mal eben den 30. Dezember (also nicht Silvester!!!) einfach gestrichen hat, um das neue Jahr einen Tag früher angehen zu können. Back to the future, hoffentlich gute Geschäfte mit den neuen Handelspartnern und für 775 Unentwegte eine Verjüngungskur der besonderen Art: ihr Geburtstag ist für einmal gestrichen worden. Das sollte mir mal passieren .....

Montag, 24. Oktober 2011

VORSICHT KINDER!

Huch - jung, unbewaffnet, aber gefährlich
Man muss Gelegenheiten nutzen, vor allem jetzt im Herbst, wenn nebelfreie Zeiten rar sind und man jeden Sonnenstrahl einzeln einfangen sollte. Das haben wir gestern getan und trotz vollgepacktem Programm einen kurzen Spaziergang unternommen. Allerdings scheint das Gebiet um meine Praxis herum (Sonnenhofspital, Buchserstrasse, Melchenbühlweg, Klee-Zentrum) ein gefährliches Pflaster zu sein. Alle paar Meter warnt ein riesiges Plakat rosa und violett auf gelb: VORSICHT KINDER! Nur diese beiden Worte, zwei rennende Körper, kopflos noch dazu.

Freilaufende Kinder in der Wildbahn - das kann ja heiter werden! Lieber Finn und Björk samt Nachwuchs!

Obwohl wir die ganze Zeit kein einziges Kind zu Gesicht bekamen, traten wir umgehend den Rückzug in die eigenen, sicheren vier Wände an - man weiss wirklich nie. Es ist ja eigentlich nichts passiert... vielleicht haben wir aber auch einfach nur Glück gehabt.

PS und hyperaktuell: Da wo Plakate uns wirklich warnen sollten, stehen meistens keine!!!!!!

Dienstag, 11. Oktober 2011

Bern: mit BOGA Jump

BOGA-Altersmeter - 365 Tage im Jahr geöffnet...
...besser gesagt: geschlossen, ab 17 Uhr ;-)
Jumping to conclusions in gemütlicher Atmosphäre?

Wie auch immer: wir haben heute einen wunderschönen Abendspaziergang unternommen, mit einem kurzen Abstecher in den Botanischen Garten. Ein Paradies und dazu so angenehmes Herbstwetter - einfach atemberaubend!

So lustwandelten wir denn längs und quer um zu guter Letzt vor verschlossenen Toren zu stehen, wir Tore! Eigentlich wissen wir ja seit Jahren, dass die Gartenanlagen um 17 Uhr geschlossen werden.

Anders als vor ungefähr zwanzig Jahren bin ich jedoch völlig ohne Hilfe, ohne Schieben und Stossen seitens von Martin, anmutig wie eine Gazelle auf der anderen Seite des Zaunes gelandet. Ich lass mich doch von solchen Nebensächlichkeiten nicht aufhalten.

Jetzt weiss ich, wie sich Reinhold Messner, Ueli Steck und Konsorten fühlen, wenn sie einen Achttausender bestiegen haben... wie ein Tausendsassa eben.

Eben! The system works: je älter desto fitter, flexibler, schöner und überhaupt. Mit diesem guten Gefühl verabschiede ich mich in den mittlerweile unverzichtbaren Schönheitsschlaf.

PS: der BOGA-Altersmesser ist 365 Tage im Jahr geöffnet ... also geschlossen, und zwar ab 17 Uhr. Probieren Sie's aus!

Sonntag, 4. September 2011

Und noch etwas PS: JJ Love - on the road again !!!

JJ - Tschei-Tschei - LOVE ♡
Habe ich Ihnen schon von meiner neuen Liebe erzählt? Nein? Schnittig, flitzig und jede Menge PS ♡♡

Was heisst denn hier flatterhaft? Ja, okay, meine Nerven haben schon ein wenig geflattert, als ich heute versuchshalber auf einem Parkplatz rumgekurvt bin und mich nach 5 Minuten plus gutem Zureden sogar auf die Hauptstrasse getraut habe. Wie eine gut ausgebildete Hebamme sagte Göttergatte in regelmässigen Abständen: "Luft nicht anhalten, tief durchatmen.... alles ist gut". Nach zwei-drei Häuserecken haben meine Synapsen dann einen auf Kurzschluss gemacht und ich übergab mit zitternden Knien wieder an Martin. Der zerdrückte ein zufriedenes Lächeln zwischen den Backenzähnen und setzte sich wieder in Pole Position.

Wir und unser geliebter VOLVO .... was haben wir in der kurzen Zeit nicht schon alles erlebt? Das kann man gar nicht in Worte fassen und geht auch keinen so wirklich was an!

Was Geschlecht und natürlich Namen anbelangt, waren wir lange Zeit unschlüssig. Gerit, Berit, Merit oder Meret kam in die engere Wahl. Doch jetzt sind wir ganz sicher.... wollwoll... VOLVO darf keine Zicke sein.

JJ - Tschei-Tschei - soll er sein.... ja, wie Jan Josef, einer unserer Lieblingsschauspieler. Da fährt es sich schon ganz anders .... und ich brauch auch nicht eifersüchtig zu werden, wenn sich meine bessere Hälfte für eine gute Stunde in die Garage zurückzieht, um sämtliche Knöpfe kennenzulernen.

PS: Bin mir ziemlich sicher, dass JJ und LEO gute Freunde geworden wären, wenn man Ihnen die Gelegenheit dazu gegeben hätte .... so richtig gute Kumpel! Alles wird gut =)

Auch Autos haben Gefühle !!!!

bye-bye LEO - Love :'-( 
Nein, Sie könnten Ihr Kind nicht einfach irgendwo abgeben und davonlaufen; Sie nicht!

Am süssesten sind sie ja, wenn sie fast noch durchschlafen, und das mit einem engelsgleichen verzückten Lächeln. Einfacher werden sie nicht mit den Jahren und aufwendig im Unterhalt sind sie sowieso, unsere Kleinen. Irgendwann kommen sie dann in die Pubertät und mit 15 wissen sie schon ganz genau, wie das Leben funktioniert und dass alle andern doch ne Meise haben, vor allem ihre Alten. Nur ja nicht auf die hören!!!

Würden Sie sich deswegen distanzieren? Nein, das wäre echt ein Scheissgefühl.... sind es doch nun mal Ihre Kinder!

Fast so ein emotionales Karussell habe ich durchlaufen, als wir unseren LEO beim Garagier unseres Vertrauens zurückgelassen haben. Wie eine Verräterin, eine Rabenmutter fühle ich mich noch immer. Da hat uns das Gefährt (von Gefährte!) nun treu und redlich fast 15 Jahre durch viele Situationen begleitet, ja getragen.... und nun kriegt es noch allenfalls ein Gnadenbrot, eine Gnadenfrist.... von jemand Fremden noch dazu. Mir kommen die Tränen, obwohl 300 wunderschön verpackte PS darauf warten, von uns in Besitz genommen zu werden. Ich kann es nicht lassen und mache noch zwei Fotos.

Ich denke oft an LEO und daran, wie er sich wohl jetzt fühlt. Ob er uns vermisst? Das ist jetzt der Dank, wird er sich sagen, wenn er zwischen lauter fremden Konkurrenten steht und darauf wartet, dass sich jemand seiner annimmt und ihm einen Platz in seinem Leben einräumt.

Leider konnte er nicht ausbüchsen wie Kuh Yvonne, welche jetzt auf Gut Aiderbichl ein schönes Plätzchen gefunden hat; an ihrer Seite Friesi, ihr zweieinhalbjähriger Sohn. Ob ich da mal anrufe, denn schliesslich hat LEO Löwenblut in den Adern.... ? Ich glaube, er würde auch ohne Betäubung mitgehen. Und vielleicht könnte ich per Webcam ab und zu kontrollieren, wie es ihm geht!


LEO - ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag und schicke Dir tausend Umarmhäppchen auf die Garagenweide!

Donnerstag, 25. August 2011

Nespresso - letzte Bastion gestürmt

Zwei stilisierte High Heels - und Erfolg ist garantiert!
Die einzige Nespresso-freie Zone der Schweiz (der Welt?) ist gefallen - wir haben kapituliert.

Seit Jahren lebten wir als eine Art Fossile der modernen Zivilisation und brauten unseren Kaffee nach Vorvätersitte in einer sogenannten "Espressomaschine" der Marke Alessi. Tempi passati!

Wir übernahmen Occasion und zunächst eher zaghaft eine "König Capri", obwohl wir uns nur ungern vom Familienthron vertreiben liessen. Seither ist sie nämlich die uneingeschränkte Herrscherin unseres Alltags - what else!

Eigentlich wollte ich sie ursprünglich in die Praxis nehmen, um zwischen zwei Klienten möglichst rasch etwas Weckamine einwerfen zu können. Pustekuchen, das Teil ist so praktisch, dass ich auch zuhause nicht mehr bereit war, auf den leckeren Espresso zwischendurch zu verzichten.

Nun haben wir nicht nur eine Nespressomaschine, sondern gleich deren zwei. Turmix Pixie samt Kapselsortiment sorgt nun auch in meiner Praxis für Stimmung! Olé!!

Obwohl ich mittlerweile zur guten Kundin mutiert bin, ist George bisher nicht persönlich vorbeigekommen - what else! Aber ich bin jetzt Mitglied in seinem Club, und das ist ja auch schon etwas.

Das Erfolgsgeheimnis von Nespresso? Nein, nicht Clooney! Schauen Sie sich mal das "N" an. Also wenn das nicht zwei umfunktionierte High Heels sind, weiss ich auch nicht.... und welche Frau kommt schon an sowas vorbei!


Eine Runde Nespresso für alle! What else ;-)

Dienstag, 9. August 2011

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs
Während der Ferien gerät manch einer in Schräglage, um nicht zu sagen: ins Schleudern. Mir geht das regelmässig so. Wenn ich an all die Dinge denke, die zu unternehmen ich mir vorgenommen hatte!

Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Dabei ist nicht das Wetter allein erfolgreicher Verhinderer. Es sind vor allem unsere Verhaltensmuster. Kommen dann noch zwei ähnlich Gestrickte zusammen, kann es sehr schnell heiter werden.... oder bewölkt, schlimmstenfalls alltäglich.

  • Packen! Ja aber.....
  • Reiseziel? Hmmm.....
  • Reiseart: eigentlich schwören wir auf "per Pedes"
  • Planung? By Chaos.... funktioniert nie!

So fragen wir uns regelmässig gegen 16:30 Uhr, ob wir bei dem Wetter nicht einfach eine Stadt besichtigen möchten. Okay, aber welche? Vor allem eine, die wir noch vor Ladenschluss erreichen könnten, würde ich sagen! Martin sind offene Geschäfte vermutlich weniger wichtig und unsere Haushaltskasse liebt heruntergelassene Gitter.

Apropos heruntergelassen: Wird bei Mundwinkeln nicht gern gesehen, lieber diese flockig-leichte Gelassenheit und Lässigkeit, wie wir sie aus Filmen kennen und im Alltag meist vermissen.

Meteocentrale.ch verwöhnt uns mal wieder mit niederschlagenden Radarbildern, während draussen die Sonne zwischen Wolkentürmen durchblendet. Göttergatte liegt darnieder, geschafft von einem sehr leckeren Essen nach Dojoputzete. Ob ich ihn mal kurz anstupse?

Mein Glückskeks würde dazu wohl sagen: "Für Risiken und Nebenwirkungen halten Sie ein Nunchaku griffbereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld."

...halten Sie Ihr Nunchaku bereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld!


PS: So gut wie Bruce Lee bin ich mit dem Nunchaku allerdings nicht.... noch nicht!

Donnerstag, 28. Juli 2011

Mit dem Wettergott auf Kriegsfuss

nimm Dich in Acht... Wettergott!! Grrrr!!!
 "Ab Montag wird das Wetter besser" prophezeihten mir viele gegen Ende letzter Woche, als ich relativ skeptisch Richtung bevorstehende Ferien blickte. Doch-doch, der Bucheli hat's vom Dach gepredigt, da kann echt nichts mehr schiefgehen.

Wer's glaubt wird selig und ich war mehr als skeptisch, sintemal Schwab'sches Ferienwetter kapriziöser ist als wir selber es je werden können. So wirklich sonnig war unsere erste Ferienwoche bis jetzt tatsächlich nicht.

Gestern hatten wir mit der Petersinsel eine glückliche Wahl getroffen. Heute wollten wir die absolut sehenswerte Gotteronschlucht durchwandern, also von Fribourg nach Tafers pilgern. Ich war an sich guter Dinge, hatte doch auch Kachelfroschs Meteocentrale das Wetter in Fribourg wie folgt beschrieben: "Am Donnerstag ist es am Tag bewölkt, aber überwiegend trocken. Am Abend gibt es wechselhaftes Wetter mit einigen Regenschauern. In der Nacht setzt sich sternenklares.... usw.".

nur echt mit Sherpa ... und violetten Schuhen
Nach einem leckeren Mittagessen nahmen mein Sherpa und ich die ersten Kilometer unter die der Tour entsprechend ausreichend beschuhten Füsse. Eine zauberhafte Landschaft präsentierte sich und liess unsere Herzen höher schlagen, nicht zuletzt wegen der zunehmend steilen Passagen - Puls geschätzte 200 Schläge pro Minute - welche uns überdeutlich offenbarten, dass bei uns im Herz-Kreislauf-Bereich echt Handlungsbedarf bestünde.

Von wegen vorwiegend trocken; die ersten Tropfen fielen ziemlich rasch, zu denen sich dann auch postwendend viele weitere gesellten, bis es schliesslich sträzte wie Sau. Männiglich hatte eine Goretex-Jacke, ich selber einen kleinen Schirm und so dauerte es nicht lange, bis wir beide ziemlich durchnässt waren. Als ich dann mit meinen neuen tollen Schuhen noch durch eine Megapfütze hätte schwimmen sollen, wählten wir den Weg zurück.

Ich war stinksauer, besser gesagt: ich rauchte und spie Feuer vor Wut. Wir Schwabs sind offenbar nach wie vor Garanten für einen richtigen Landregen, selbst wenn vorher das schönste Wetter angekündigt war. Eigentlich sollte man uns ins Schweizer Hilfskorps integrieren und als Regenmacher in Gebiete mit Dürrekatastrophen schicken, damit das lebensspendende Nass auch da wieder einmal die Erde beglückt.

ich: noch rothaarig
und völlig durchnässt
Das erinnert mich an unser 10jähriges vom Dojo. Strahlenden Sonnenschein sollte es geben und so bestellte ich zwei Zelte, die als Schattenspender gedacht waren. Spinnst Du, was soll das mit den Zelten, meinten einige noch. Kurz nach Ende der Vorführungen, als alle so richtig ins Apéro liegen wollten (wir hatten ein super Catering mit allem was das Herz begehrt!) fing es an zu regnen. Nach 5 Minuten kübelte dermassen, dass wir alle in kürzerster Zeit völlig durchnässt waren, trotz Zelten und so.

Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Wettergott es persönlich auf mich abgesehen hat und so scheint ein Verschieben des Austragungsortes für unsere restlichen Ferientage eine relativ sinnlose Angelegenheit zu sein. Wir möchten auch nicht verantwortlich zeichnen dafür, dass z.B. in Malle eine Schlechtwetterperiode einsetzt.

Im Nachhinein und angesichts wirklicher Probleme, z.B. in Somalia, schäme ich mich für mein Verhalten und gelobe Besserung. Da auch dies nicht das erste Mal ist, habe ich auch hier wenig Hoffnung auf eine wirkliche Wende! Wie heisst es doch so schön: das einzige, worauf man sich im Leben verlassen kann, ist der stete Wandel, die Veränderung, der ewige Wechsel von Yin und Yang.... !?

Samstag, 25. Juni 2011

Leben nach dem Lustprinzip...

besser ein gemalter Burger als gar nichts auf dem Teller!
... oder war's doch eher das Unlustprinzip?

"Ich habe keine Lust auf den Markt zu gehen" erklärt mir Göttergatte heute in aller Herrgottsfrühe und bittet mich, doch seinen Teil der Einkäufe gleich mitzuerledigen. Hoppla. Wenn ich ihm aufzählen würde, wofür mir in Sachen Haushalt die Lust fehlt, würde ich wohl bis heute Abend nicht fertig.

Eigentlich hat der Mann ja recht! Warum immer die Zähne aufeinanderbeissen und dann den halben Lohn für zahnärztliche Leistungen ausgeben? Allerdings frage ich mich, wie unsere Wohnung aussehen oder was mittags oder abends unsere Teller zieren würde, wenn ich mich ab dato nur den lustvollen Momenten zuwenden tät. Ich denke, wir müssten auf Porzellanmalerei zurückgreifen um nicht ins Leere zu starren. Wie wär's mit einem modernen Burgerking-Motiv? Fast so praktisch wie ein Permanent-Make up.... und: nein, Pommes gibt's dazu keine, auch keine gemalten! E Guete aus Staubhausen und viele lustvolle Momente!

PS: Besser ein gemalter Burger als gar nichts auf dem Teller!

Mittwoch, 11. Mai 2011

Das bisschen Haushalt....

super Partner fürs Fotoshooting
der Spargelschäler von der Migros
Das bisschen Haushalt
... mach ich nebenbei
... guck doch mal
... ist kein Problem
... und manchmal auch bequem
... stinknormal

oder auf Hundert:

Das bisschen Haushalt
... setzt mir richtig zu
... sag ich mal
... und wird es stressig
... grenzt's schon mal an Qual
... fast letal

Warum muss eigentlich immer alles gleichzeitig gemacht werden. Frühstücken, während man die Abwasche ausräumt, Korrespondenz erledigen wenn die Buchhaltung ruft, Bügeln und daneben kochen.... und dann klingelt auch noch die Post. Ich koch gleich über!!! Dann entscheide ich mich, die Zeit auszupressen wie eine überreife Zitrone...

Um wieviel ruhiger geht es da in gewissen Büros zu. Manchmal hat man echt Mühe, zu erkennen, ob der Mann am Rechner noch lebt; die Frau am Schreibtisch "eingefroren" ist wie ein Microsoft-Computer bei Überlastung. Büromikado: wer zuerst bewegt, hat verloren!

Ich renne hin und renne her, bücke und strecke mich und wirke wie der berühmte Furz in der Laterne. Klar hat das auch damit zu tun, dass ich mich schlecht organisiere, aber das braucht ja keiner zu wissen.

Ab und zu reicht es trotzdem, ein riesiges Lob einzufahren. So kürzlich, als ich den Einkauf eines Spargelschälers gestand - supergünstig aus meiner Migros!!! Göttergatte hasst es, wenn ich Unnötiges (was ist das?) einkaufe und so schaute er echt kritisch, bis er ihn selber ausprobierte: "Ich muss Dich echt loben", meinte er, "der Schäler ist der Hammer!" Das ist er übrigens wirklich: im Handumdrehen ist erledigt, was sonst ewig dauert! Und auch als Partner fürs Fotoshooting ist er vielseitig einsetzbar. Viel Spass an der Spargelsaison!

Sonntag, 17. April 2011

Rosengarten Bern - Hochzeitsalarm

LOVE ♡ forever ... auf jeden Fall bis heute Abend
Das Leben ist manchmal ein Rosengarten. In Bern haben wir einen solchen, der übrigens früher als Friedhof diente.

Wunderschön ist es dort, gemütlich auf der Mauer zu sitzen, in die Sonne zu blinzeln und Gott einen lieben Mann sein zu lassen! Herrlich, das könnte ewig so weitergehen.

Könnte! Wie das so ist im Leben, wird die Idylle jäh gestört, eine Kutsche mit zwei weissen Pferden naht. Ich muss meine Beine zurückziehen, so nah steuert der Kutscher an uns vorbei. Das gefällt wohl auch den beiden Zugtieren nicht, welche nun intensiv ihre Duftmarken setzen. Pflatsch - Pflatsch - Pflatsch.... Riesenbollen in kurzen Abständen... wohl der Hochzeitsm♬arsch!

Das stinkt nicht nur mir und so fordere ich den Steuermann auf, Boden und Luft wieder zu reinigen. Der überhört mich geflissentlichst und fährt weiter Richtung Restaurant. Die Pferde sind nervös, so wie auch die Brautführerin, welche wie ein aufgescheuchtes Huhn um die Kutsche wieselt und organisiert. Sie werde die Bollen aufheben, meint sie dazwischen.

Wir entschliessen uns zu gehen, denn es ist nicht absehbar, wie lange die beiden Pferde - Pferde sind Fluchttiere - noch einigermassen gebändigt werden können. Vielleicht mögen sie auch die laute Musik nicht, welche die Gäste des Brautpaars in Stimmung zu versetzen sucht. Nicht auszudenken was passieren könnte, wenn die beiden Angeschirrten einfach losdreschen, und das gleich neben dem Spielplatz.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kutschenfahren im Rosengarten verboten ist. Heutzutage kann man jedoch seiner Liebe nicht einfach still die Krone aufsetzen! Eine Hochzeit muss super-giga-genial-aussergewöhnlich und der schönste Tag im Leben einer Frau und vielleicht auch eines Mannes sein. Man lässt Tauben fliegen, Elefanten auftreten, womit ich nicht den tanzenden Bräutigam meine, Ballons steigen, Essen für 24 Jahre auftischen.... ja am besten feiert man gleich ein paar Tage hintereinander an verschiedenen Orten der Welt. Interessanterweise kann man feststellen, dass eine GigantoMega-Hochzeit und die Dauer der darauffolgenden Ehejahre umgekehrt proportional sind: d.h. je doller die Feier desto schneller erfolgt die Scheidung!

Apropos "schönster Tag": vermutlich haben die Gäste um einiges mehr von den Hochzeitsfeierlichkeiten als das mit Lächeln und Konversieren überbeschäftigte Brautpaar, das im Eifer des Gefechtes nichts von den aufgetischten Köstlichkeiten mitkriegt und während des Essens in Gedanken noch einmal kurz den Brautwalzer durchgeht (und eins-zwei-drei=eins-zwei-drei=eins...). Stress pur und somit kann es eigentlich im Ehealltag nur noch besser werden.... könnte es.

So wie heute morgen im Hause Schwab vor dem Frühstück: strahlend komme ich aus dem Bad und mein Lächeln fragt: "na, wie sehe ich aus". Der zärtliche Guten-Morgen-Kuss wird abgelehnt mit den Worten "Fastnächtler küss ich nicht...." um dann einzulenken mit "...okay, also ausnahmsweise"! Danke, lieber Schatz, bei so vielen kratzigen Bartstoppeln mach ich keine Ausnahme, und schon gar nicht auf nüchternen Magen: "rasier Dich erst einmal!"

Sonntag, 13. Februar 2011

Anreize setzen leicht gemacht

heute wird ein Bein-reicher Tag, vielleicht.... ;-)
Wie ich schon immer im Unterricht predige: Will ich Mann beim Kühlschrank, dann geht das nicht mit Ziehen und Zerren! Einfach Anreize setzen wie: "Wie wär's mit einer Praline?" Ehe er denken kann öffnet Göttergatte die Tür zum Kühlfach: "Wenn du schon dort bist, bringst du mir gleich eine mit? Bist ein Schatz!"

Um doch etwas Bewegung in netter Begleitung zu haben, greift Frau auch schon mal zur List. "Bei dem Wetter wird das wohl ein Bein-reicher Sonntag, mein Lieber", das nebenbei erwähnt, löst auch die festgefahrendsten Männeraugen vom PC und motiviert selbst Bewegungsmuffel zu einem Spaziergang an der frischen Lust.... ehm Luft. Viel Spass beim Ausprobieren!
es wird Frühling, hoffentlich

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Rehab: doch Smart♡in!

'Eins' - 'Zwei' - 'Drei' ♡
Irgendwie stimmt es ja schon, ich brauche nicht mehr als ein iPhone (s. Eintrag vom 4.10.), sonst würde es Zweiphone heissen. Das W580i von Sony Ericsson hat ein super Format, wenn man mit leichtem Gepäck unterwegs sein möchte, zum Beispiel bei einem Herbstspaziergang.

Etwas staubig hat mich Göttergatte Martin zunächst schon gemacht und ich erhielt bereits die ersten süssen Kommentare auf Facebook. Die eine Geschichte finde ich besonders gelungen; es geht um das Geheimnis einer erfolgreichen Ehe, und die möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten:

Bei der diamantenen Hochzeit kommt ein Reporter und fragt das Ehepaar, warum sie immer so harmonisch zusammen gelebt haben. Freimütig erzählt der Ehemann: "Das fing schon damals auf der Hochzeitsreise in Mexiko an. Wir machten einen Ausritt mit einem Maultier. Beim Aufsteigen hat das Tier meine Frau getreten. Sie sagte ganz leise: 'Eins'. Nach einigen Kilometern war ihr Maultier bockig und wollte nicht mehr weiter. Sie sagte ganz leise: 'Zwei'. In einer Schlucht hat das Tier gescheut und meine Frau fast abgeworfen. Meine Frau sagte: 'Drei', hat einen Revolver gezogen und das Tier erschossen. Daraufhin habe ich meiner Frau Vorhaltungen gemacht und gesagt, das sei ja wohl jetzt nicht notwendig gewesen. Sie hat mich nur angesehen und sagte dann ganz leise: 'Eins'!"

Ob ich zu laut 'Eins' gedacht habe, jedenfalls hat sich Martin am Montag umgehend in den Google-Dschungel begeben und ist tatsächlich fündig geworden. Für umgerechnet knapp 3 Schweizerfranken konnten wir auf feisar.com ein Programm namens iSync runterladen, mittels welchem ich meine Kontakte und Kalenderdaten innerhalb einer Minute (= 60 Sekunden) geladen hatte. Perfekt.

Sie sind doch sicher einverstanden, dass ich meinen Martin wieder zum Smart♡in mache und mich in Ruhe auf meine diamantene Hochzeit vorbereite. Die wird laut Google im Jahre 2053 stattfinden. Die blecherne (8 Jahre Essen aus der Konservendose) haben wir längst überstanden, wir stehen auch nicht so auf Fastfood. Das nächste Grossevent wird wohl die silberne Hochzeit sein (25 Jahre), aber das dauert noch. Dann stehen die Perlen an (30 Jahre), Gold gibt's für "50 Jahre narbenfreie Kompromisse" und je nach Region folgen die Eiserne resp. die Steinerne (ab 60 resp. 65 aufwärts).

Also, 2053, am 2. Februar.... Sie kommen doch, oder?