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Mittwoch, 11. Dezember 2013

Schöner, schlanker, jünger ..... alles ist relativ

alles ist relativ …. I like ♥
Was strengen wir uns doch alle an - tagein, tagaus: schöner, jünger, schlanker, liebenswürdiger, effizienter, schneller ..... das Leben: ein nie enden wollendes Bemühen um Erstklassigkeit, jedenfalls für viele von uns. Ausnahme davon bilden die "ist-doch-eh-alles-egal"-Menefreghisti oder die "locker-vom-Hocker"-Gesellschaft!

Genau genommen ist jedoch alles relativ. Stehe ich neben einer 7jährigen, bin ich nicht nur alt, sondern fühle mich möglicherweise auch so. Neben einer 90jährigen, vermeine ich einen gewissen jugendlichen Übermut durch meine Adern fliessen zu hören. Im Vergleich zu Naomi Campbell bin ich nicht nur um einiges bleicher und viel weniger zickig als sonst, sondern auch klein und dick. Beth Ditto macht aus mir eine Gazelle, wenn ich nur nahe genug an sie rankomme.

Es gibt nichts Absolutes, alles läuft über Vergleiche. Schwarz gibt es nur, weil weiss den perfekten Gegensatz dazu bildet. Heute erhielt ich von der Natur den Beweis frei Haus geliefert. Am Morgen bei Sonnenaufgang zeichnet sich der Rauch, der aus den Kaminen aufsteigt, grau ab. Sobald die Sonne etwas höher steht, wird er weiss.

Licht verstärkt die Schatten, lässt manches hell erstrahlen und anderes dunkler werden .... aber eben nur relativ. Licht bringt auch unsere Schatten deutlicher hervor. Wichtig ist nur, dass wir eben auch hier erkennen können, dass alles mit Vorbehalt zu geniessen ist.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine lichtvolle Adventszeit! Häbet's guet!!

Freitag, 17. September 2010

Mutterbindung?


Was kann man nicht alles von unseren Kleinsten lernen. In letzter Zeit wurde mir immer mal wieder eindrücklichst vor Augen geführt, auf was die lebenslange Mutterbindung wohl letztlich zurückzuführen ist. Der hoffnungsfrohe Nachwuchs folgt Mammas Einkaufswagen wie frischgeschlüpfte Enten ihrem Ziehvater. Mämmämm... Essen klingt schliesslich fast wie Mamma und die geschickten Patschhändchen öffnen jede noch so gut gesicherte Tasche problemlos.

Eigentlich heisst es ja, die frühkindliche Bindung an eine Bezugsperson sei lebenswichtig. Meine Beobachtungen in der freien Wildbahn haben jedoch ergeben, dass diese Bindung wohl eher mit Abhängigkeit zu tun hat, zum Beispiel was das Verabreichen von Nahrung anbelangt.

Kurz nachdem man den postnatalen Schlag auf den Hintern verdaut hat, kriegt man Mutters wunderbar weiche Brust ins Gesicht gedrückt und entdeckt, dass Eigenversorgung ohne Umweg über die Nabelschnur richtig gut schmecken kann. Eine Sucht ist geboren und Mutterbindung wird ab dato gleichgesetzt mit Nahrungsversorgung. Eigentlich klar, denn anders als bei die meisten unserer vierbeinigen Freunden ist ein Säugling 100 Prozent auf Versorgung und Betreuung angewiesen, andernfalls würde er kläglichst eingehen. Ist wirklich alles, was wir über die Eltern-Kind-Bindung gelernt haben, reine Illusion?

All you need is love.... und war leckeres zu Essen. E Guete!