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Dienstag, 5. Juli 2011

Kat-Zen: Unerwünschter Whiskas-Rücklauf

Grrrrrrr-ummel !!!
Ich mag Katzen. Sie sind mir in vielem ein Vorbild. Ihre Bewegungen fliessen harmonisch und elegant, und sie scheinen irgendwie nicht von dieser Welt. Ätherische Wesen halt. Eines würde ich persönlich jedoch niemals tun: das kleine oder grosse Geschäft den Nachbarn vor die Eingangstür zu platzieren.... und das beinahe täglich. Das geht nun schon seit Jahren so und nicht jede ist so anständig, ihr Werk entsprechend zu signieren.

Mitzeli von der Heide
In Gedanken habe ich sie schon gevierteilt und ihr versprochen, dass sie zwischen zwei Brotscheiben auf meinem Teller landet, wenn das nicht aufhört. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass ich angesichts der vier Samtpfötchen dazu nicht fähig wäre und so werden wir wohl nach jeder Menge Pfefferstreuen demnächst auf etwas neuere Technologien setzen, zum Beispiel eines dieser kleinen Geräte, welches einen für uns meist unhörbaren Ton erzeugt und dafür sorgen wird, dass Mitzeli unverrichteter Notdurft von Dannen schleicht.

Dienstag, 25. Mai 2010

From Bearwatch to Bearwatsch...


Gestern in aller Hergottsfrühe haben wir uns aufgemacht zum Bearwatching. Die Kleinen sind wirklich mega süss und am Morgen richtig hyperaktiv. Wir haben in kürzester Zeit die ganze Palette ihrer bisher antrainierten Fähigkeiten geniessen dürfen: rennen, klettern, Steine verschieben, kämpfen und sogar etwas schwimmen. Fressen können sie auch, fast schon so viel wie Mama-Bär, welcher sie meist auf Schritt und Tritt folgen. Und der schien das urplötzlich auf den Wecker zu gehen... und Klatsch, kriegte das eine eine Watsche, dass es das Gleichgewicht verlor und Katja Saalfrank vor Schreck wohl in Ohnmacht gefallen wäre.

Ein typischer Fall von Bearwatsch! Ob sich das Jugendamt einschalten und Urs und Berna in eine Pflegefamilie geben wird, ist noch nicht ganz ausgefochten!

Man sieht es jedoch immer wieder. Tiererziehung ist alles andere als antiautoritär. Man fragt auch nicht für alles und jedes die Kleinen, was sie und wie sie es gerne hätten. Oft genügt es, wenn Mama Bär eine Braue anhebt, manchmal knurrt sie vielleicht und ab und setzt es halt auch eine Backpfeife. Sagt einer heutzutage öffentlich, ein Klaps auf den Hintern habe einem Kind noch nie geschadet, wird er gleichentags verhaftet.

Ob unsere Erziehungsmethoden besser sind als die von Björk? Jedenfalls hat der Kleine sofort munter weitergespielt und wird sicher das eine oder andere Mal wieder an Mutters Grenze gehen... oder eben darüber hinaus. Was diese auch mal bereit ist zu tun....

.... eindrücklich!! Wir bleiben an dem Fall dran ;-)

Donnerstag, 15. April 2010

Der Ruf nach Freiheit


Ein tapferer Freiheitskämpfer reiste einst durch die Berge. In einer Karawanserei machte er einen Zwischenhalt und blieb gleich über Nacht. Dort gab es einen wunderschönen Papagei in einem goldenen Käfig, welcher ständig krähte: "Freiheit, Freiheit", und zwar so laut, dass das Echo von Bergen und Tälern widerhallte.

Der Mann konnte es mit seinem Freiheitskämpferethos nicht vereinbaren, dem armen Tier nicht zu helfen. So stand er den Mitten in der Nacht auf und öffnete die Tür des Käfigs. Nichts passierte! "Du kannst rauskommen", raunte er dem Tier zu, doch.... der Papagei klammerte sich an den Käfigstangen fest. "Jetzt hast du deine Freiheit, komm endlich raus! Hast du vergessen, dass du dich nach Freiheit sehnst? Die Tür ist offen, der ganze Himmel gehört dir!"

Doch der Papagei klammerte sich noch fester. "Da muss ich ihn wohl zu seinem Glück zwingen", dachte der Mann, griff beherzt in den Käfig und versuchte das Tier mit blossen Händen herauszuholen. Das begann jedoch mit dem Schnabel nach seinem Befreier zu hacken, während es gleichzeitig rief: "Freiheit, Freiheit". Die nächtlichen Täler warfen das Echo zurück. Kämpfer wie er war blieb der Mann jedoch hartnäckig. Es gelang ihm schliesslich, den Papagei zu packen und ihn hinauf in den Himmel zu werfen. War auch seine Hand verletzt, so hatte er doch das gute Gefühl, eine wertvolle Tat begangen und eine Seele befreit zu haben. Das wirkte wie ein sanftes Ruhekissen und so schlief der Freiheitskämpfer den traumlosen tiefen Schlaf des Gerechten.

"Freiheit, Freiheit" war sein Weckruf am nächsten Morgen, und als er aus dem Fenster blickte, sah er, dass der Papagei wieder in seinem goldenen Behältnis sass..... die Tür war offen.

Unsere Macht, unser Besitztum, unser Prestige.... das alles sind goldene Käfige, unsere kleinen Gefängnisse. Die Seele möchte frei sein, doch diese Freiheit ist gefährlich, denn sie bietet keine Sicherheit und keinen Schutz. Freiheit bedeutet, auf Messers Schneide zu gehen - jeder Augenblick eine Herausforderung des Unbekannten.

Werden wir uns diese Freiheit nehmen oder werden wir weiterhin in unseren goldenen Käfigen dahinvegetieren und uns nach Freiheit sehnen? Es ist nicht leicht, die Wahl zu haben!!

Freitag, 8. Januar 2010

Hamstibamsti... me crazy in love



Als Kind wünscht sich jedes Mädchen ein Pferd oder zumindest die Möglichkeit, reiten zu dürfen. Spätestens nach Frederica de Cesco's "der rote Seidenschal" ist man überzeugt: das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

"Zu gefährlich" lautete die niederschmetternde Diagnose meiner Eltern. Ein Nachbarskind meines Vaters war offenbar einst vom Pferd gefallen und danach querschnittgelähmt gewesen, und dieser Eindruck wirkte bei ihm sehr lange nach.

Wir hatten einst von jemandem als Geschenk japanische Tanzmäuse erhalten; nebst den bekannten Hausstaubmilben und ab und zu einigen unerwünschten Insekten waren dies die einzigen Haustiere, die wir je hatten. Das Putzen des Käfigs war Chef- resp. Muttersache, währenddem ich die Mäuse auf der Hand balancierte. Die doofen Viecher waren übrigens dermassen degeneriert, dass sie sogar ihren eigenen Nachwuchs verspiesen. Wahrscheinlich hatte dies einen tieferen Grund, den ich schon als Kind nicht verstand. Das gab ein Geheul, sag ich Ihnen.

Mein Leben ging jedoch meist ohne Tiere an meiner Seite vonstatten. Nur der innere Schweinehund macht sich noch ab und zu auf dem Sofa breit, sonst bietet unsere Wohnung keinen Raum für Hund und Katz. Manchmal finde ich es irgendwie schade und ich kann mich gut erinnern, wie sehr ich es liebte, die frisch geborenen Kätzchen im Hause meiner Tante auf die Hand zu nehmen und zu streicheln. Sooooo süss.

Auf den Hund gekommen bin ich kurz vor meinem 20sten Geburtstag. Eine Freundin von mir hatte zwei Berner Sennenhunde die ich abgöttisch liebte. Diese Liebe wurde von Barry dermassen intensiv erwidert, dass er einmal sogar durch die geschlossene Balkontür sprang, als er mich auf das Haus zukommen sah.

Kann es wirklich sein, dass diese innige Beziehung zu Tieren irgendwie abhanden kommt im Laufe eines Erdendaseins; dass sie in all den "sollte noch" und "müsste schon" auf Nimmerwiedersehen verschwindet? Erst wenn man, wie ich kürzlich, mit seiner 8jährigen Nichte spricht, dann fällt einem alles wieder ein.

Okay, eine grosse Liebe von mir war auch Maxi die Dackeldame. Sie war der Hund einer Arbeitskollegin. Ein ganz aussergewöhnliches Tier, denn sie gehorchte nicht nur aufs Wort sondern verstand auch jedes. Und nicht nur das: Mäxchen konnte Gedanken lesen. Wenn man also zum Beispiel dachte: "soll ich ihr jetzt ein wenig von meinem Gipfeli abtreten", huschte sie sofort herbei und sah einem treuherzig und soooo hungrig an. Was habe ich jeweils geheult wie ein Schlosshund, wenn es Maxi schlecht ging.

Jetzt ist es meines Erachtens bei uns für Vierpfötchenalarm zu spät. Nicht nur lebe ich in einem Haus, in welchem Haustiere nicht erwünscht sind. Nein, ich bin auch nicht gewohnt, mit Tieren in so engem Kontakt zu leben. Auch mutiert man irgendwie zum Hygieniker und goutiert nur schwer, dass Hund mit nassem Fell auch mal richtig stinken kann.

Das will aber jetzt nicht heissen, dass ich ganz ohne tierischen Kontakt lebe. Dabei brauche ich nicht mal meinem Affen Zucker zu geben. Seit ich Hamstibamsti auf meinem Blog parkiert habe, gehe ich gerne vorbei, ihn zu füttern. Er ist sooooo süss... also ich kann es einfach nicht lassen, ihm mindestens einmal täglich einen Besuch abzustatten. Er ist wirklich absolut stubenrein und ich selber "crazy in love" ;-) !! Aber schauen Sie doch gleich selber mal; Jöööööööööööööööööööööööö:

Donnerstag, 26. November 2009

Dumm-Dumm gelaufen


Irgendwie scheinen der Bärenpark und seine Insassen nicht wirklich unter einem guten Stern zu stehen. Dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind, ist ein Detail - ein etwas teures zwar, aber nichts wirklich Neues.

Offenbar scheinen Bären und Besucher so gut voreinander geschützt zu sein, dass es einem geistig Behinderten gelang, ins Revier der Petze einzudringen. Wie die Presse meldet, war ihm etwas ins Gehege gefallen. Klar ist, dass so etwas eigentlich!!! nicht passieren dürfte. Eine direkte Berührung sollte mittels baulichen Massnahmen ausgeschlossen sein. Auch wenn man es vielleicht gerne möchte, kann man nicht die Passanten in die Verantwortung nehmen!

Bereits früher, im alten Bärengraben, gab es Unfälle. Immer wieder fühlten sich betrunkene Studenten dazu berufen, Mut zu beweisen und gleichzeitig ihren Gleichgewichtssinn auszutesten, indem sie über die Abtrennung zwischen den zwei Hauptbereichen torkelten. Wenn ich mich recht entsinne, gab es auch schon mal Tote. Vor 11 Jahren gelang es dem damaligen Bärenwärter Emil Hänni Bärin Selma abzulenken, als ein sturzbesoffener Mediziner zu ihr runterkletterte.

Ja, ja, der Alkohol bringt manch einen dazu, etwas zu tun, das er lieber lassen sollte!! Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und nicht der Schnapsflasche.

Was mir bei der ganzen Sache zu denken gibt, ist die Art des Geschosses, mit welchem Finn gestoppt wurde. Es handelte sich um ein Dumm-Dumm- resp. Dum-Dum-Geschoss (ein Teilmantelgeschoss, benannt nach der gleichnamigen indischen Stadt), welches, einmal in einen Körper eingedrungen quasi explodiert und in seine Einzelteile zersplittert. Die Verletzungen, welche eine solche Patrone hervorruft, sind um einiges schwerer als mit Normalmunition. Hätte man den Bären, der eigentlich nur sein Revier verteitigte, mit einem gezielten Streifschuss nicht ebenso vertreiben können? Wäre nicht auch ein Taser (Elektroschockpistole) eine Option gewesen?

Wenn's pressiert, sind solch tiefergreifenden Überlegungen nicht mehr zu machen, das ist klar. Das müsste vorher geschehen. Die Hauptfrage, die sich mir jedoch stellt, ist folgende: Ist unsere Polizei stets mit solcher Kriegsmunition ausgestattet, welche dann, je nach Situation, auch beim Menschen angewandt werden darf? Wie mir heute jemand erzählte, hat die Polizei ausschliesslich Dum-Dum-Geschosse, um sicherzustellen, dass ein Geschoss, einmal in den Körper eingedrungen, in diesem verbleibt und nicht austritt und noch weiterer Leute Leben gefährden kann. Hmm? Also wenn das wahr ist, dann bin ich doch tatsächlich für einmal sprachlos!!!!

Folgefrage: Wer schützt uns alle vor unserem Freund und Helfer?

Freitag, 17. Juli 2009

Vogelnest oder Blumenbeet?


... dies sind oft passende Bezeichnungen für Hüte. Am "Ladies Day" in Ascot würde sich keine Frau unbehütet zeigen ... je extravaganter desto besser.

Was wäre die Queen ohne Kopfputz? Ja, okay, sie wäre immer noch Königin von England, würde aber nicht mehr so viel hermachen, es sei denn, sie setzt gleich auf ein Diadem.

Frau von Welt trägt Hut - das habe ich mir auch gesagt - und sei es nur als Sonnenschutz! Mein "Chäppi" eignet sich dafür grossartig.

Als wir uns vorgestern an der Aare kurz die Füsse vertreten wollten - klingt zwar jetzt hier irgendwie nach Sehnenriss und Bänderzerrung - stiessen wir auf einen riesigen Libellenschwarm. Auf dem abgeernteten Weizenfeld neben dem Fussweg waren noch die Stoppeln übrig und boten offenbar den eleganten Flugobjekten Nektar oder sonstige Nahrung an. Am Fluss selber nutzte die restlichen Tiere ihre Zeit für eine Flugshow. Obwohl meines Erachtens die Brautwerbung eher im Frühjahr stattfindet, scheint das bei Libellen nicht der Fall zu sein.

Auch was das Paarung selber anbelangt, scheint diese die wohl faszinierendste in der gesamten Tierwelt zu sein, da Libellen mit gekoppelten Geschlechtsorganen gar nicht fliegen könnten - wie wir ja übrigens auch nicht☺!! Aus diesem Grund machen sie das berühmte herzförmige Paarungsrad.

Muss das alles jedoch gerade ausgerechnet auf meinem Sonnenhut stattfinden, noch dazu mit ohrenbetäubendem Flattern? Definitiv NEIN!!!

Diejenigen die mich kennen, können sich die Lautstärke meines (Ur)Schreis in etwa ausmalen. Unnötig zu sagen, dass ich mich kleinmütig aus der Natur zurückzog in die Sicherheit unseres geliebten Peugeots. Danke Leo!

Montag, 25. Mai 2009

Facebook für unsere Liebsten - tierisch gut


Was bisher nur dem Menschen vorbehalten war, soll nun auch eine Möglichkeit für unsere Liebsten werden. Die Rede ist von Hund, Katz und Co. Sie können sich seit kurzem auf www.petsite.com einloggen und neue Freunde finden, sich über ihre Wurmkuren unterhalten oder gar die Liebe ihres Lebens ins Bild setzen. Interessant sind sicher auch ihre Abhandlungen über Frauchen und Herrchen. Es ist bekanntlich nicht immer einfach, sich durchs Leben zu schlängeln, es sei denn, man ist zufällig eine Boa constrictor.

Wer hat's erfunden? Die Schweizer! Wer genau? Michel Lazecki aus Zürich. Innerhalb einer Woche haben sich bereits 400 Mitglieder zusammengefunden, und das aus allen Teilen der Welt. Täglich kommen weitere 50 dazu... und wer weiss, vielleicht wird schon bald Ihr kleiner Liebling Tier der Woche. Jööööööööö!

Ob Hausstaubmilben, Motten, Ameisen und Mücken auch willkommen sind, steht noch in der Schwebe, aber vielleicht gibt es ja bald eine FB-Variante für Kleinstlebewesen. Auch wenn es jetzt vielleicht etwas rassistisch anmutet: der H1N1 wäre dort sicher nicht erwünscht.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Finan-ZEN


"Ja' - yeah - jippiiii"
"Einer wird gewinnen"
"wer zuletzt lacht..."
∅∉∞≢

Die Börsianer in Frankfurt sind ausser Rand und Band. Staatliche Hilfspakete sorgen für ein Rekordplus an der Börse. Wessen Rechnung geht da gerade mal wieder auf?

1700 Milliarden Euro oder 2600 Milliarden Schweizer Fränkli heisst die Formel einer neuen Grippeimpfung für die krisengeschüttelte Bankenwelt. So wurde auch der Bankweltuntergang bis auf weiteres verschoben. Zahlreiche EU-Länder kündigten Hilfspakete für die Finanzindustrie an, und zwar Deutschland, Frankreich, Italien. Österreich, die Niederlande und Spanien. 

Ja muchas gracias alle miteinander, sans fräindlich grüesst, sapperlott! Ich stell mir grad vor, wie die Pakete über der jeweiligen Bankenstadt abgeworfen werden, zum Beispiel aus Militärhelikoptern. Ein paar Fresspäckli sind auch dabei, denn immer nur an den Nägeln kauen ist nicht!

Kann ich mir so eine unglaubliche Zahl überhaupt vorstellen. Ich meine 17 oder 26 geht ja noch, aber wie viele Nullen gehören da angefügt. Nein, ich spreche nicht von Ospeln, sondern von wirklichen mathematischen Werten. Also eine Milliarde hat 9 Nullen, dann hätten also 2600 Milliarden 11 Nullen.

Und so  sieht das aus: 2'600'000'000'000. Eine runde Sache also. Das Hilfsprogramm soll nun die Abwärtsspirale stoppen und vielleicht eine gewisse Stabilisierung der Finanzbranche mit sich bringen.

Für mich als Laie sieht das in etwa so aus: Aktionäre profitieren im besten Fall, wenn es der Börse gut geht und alles in Butter ist... oder gar schwimmt. Alle andern - auch Sie und ich - gehen leer aus. Müssten nun allerdings die Grossbanken tatsächlich vor dem Untergang bewahrt werden, wer würde dann in seine Taschen greifen müssen? Genau!! 

Eigentlich ist das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren eine Art Lotterie. Mal kann man gewinnen, mal wird man verlieren. Der ehemalige Börsensguru, André Kostolany hat einmal gesagt: wer viel Geld hat, kann spekulieren, wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, wer kein Geld hat, muss spekulieren. Bei den Banken könnte man manchmal echt von letzterem ausgehen?!!

Wie dem auch sei, meines Erachtens müssten diejenigen, welche die Gewinne einstreichen auch die Verluste auffangen. Wann werden ENDLICH die Verantwortlichen in die Verantwortung genommen?

Homer Simpson jedenfalls soll sich Berichten zufolgen nicht haben lumpen lassen. Er hat eine eigene Serie Spezialmünzen auf den Markt geworfen haben. Ein Simpson entspricht in etwa einem Südkoreanischen Won, was umgerechnet 0,001 Schweizerfranken wären. Na da kann ja echt nichts mehr schief gehen.

Aber bleiben wir doch einfach gelassen. Von Finanzen zu Finan-ZEN. Die Migros bietet dazu bereits Spezialkurse an, eventuell geleitet von Uriella. Im 10er-Abonnement geht das auch günstiger. Und bevor der SMI noch mehr zulegt, könnten Sie sich ja auch etwas zulegen, zum Beispiel ein paar UBS-Aktien. Sie sind zwar nicht mehr ganz so günstig wie vorgestern, aber deswegen so laut schreien brauchen Sie nicht!

Apropos Katzenjammer, vielleicht möchten Sie dazu ja das Dokudrama: "and the winner is" anschauen. Wer holt sich da wohl die goldene Stimmgabel? Aber voten Sie doch gleich mit oder schicken Sie eine SMS an die Nummer 1726... oder halten sich ganz einfach die Ohren zu!!

Montag, 15. September 2008

Datselbe in Rosa...

Meine Vorliebe für Kochsendungen dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. So schalte ich denn gerne am Sonntag nach dem traditionellen Tatort um auf "das perfekte Promi-Dinner". Wer da so alles kocht, oder es zumindest versucht, ist schon lustig. 

Offenbar hatte Kate Hall (who the f... is..?) etwas Pech mit ihrem Risotto, und Menu 1 verschwand sang- und klanglos in der Mülltonne. Es gab als Notlösung Brot "mit Kühlschrank" und den ehrenvollen letzten Platz. Dieter Landurius (who....?) entführte seine Gäste nach Griechenland und versuchte, Freunde für Halloumi zu gewinnen um dann noch mit seinen Hähnchenflügeln zu trumpfen. Tja und griechischer Joghourt mit Nüssen ist eh Klasse. Gabrielle Scharnitzky (what...?) erhielt ganz viele Punkte für "Quinoa (uää) salad", Fisch in Vermouth und Naranjas de Cordoba, also Orangen mit Zucker und Zimt.  
Quinoa scheint zu blähen, denn ein Gast übte sich in Dauerpupsen.

Und dies war eben so unerträglich wie der Gast selber: Rosa von Praunheim mit Namen und eine absolute Zumutung. Der Filmemacher... tschuldigung, der schwule Filmemacher fiel ganz schön durch bei mir. Ein Selbstdarsteller der übelsten Sorte. Irgendwie kann er sein Leben nicht vom Schwulsein trennen. Daher eben der schwule Filmemacher, Schriftsteller, Journalist und Maler.

Es gibt ganz viele homosexuelle Künstler, vor allem männlicherseits. Eventuell gar mehr als Heteros. Bei den meisten steht Beruf vor Schwulsein. Ein guter Schauspieler zu sein ist nicht von der sexuellen Ausrichtung abhängig, sondern vom Können! Kunst kommt bekanntlich von können!!! Bei Rosa müsste Kunst eher Schwulst heissen oder ähnlich. Das eine bedingt das andere.

Rosa von Praunheim heisst eigentlich Holger Bernhard Bruno Mischwitzky, geborener Holger Radtke; so zumindest sagt mir das meine Freundin Wiki. Sein erster grosser Spielfilm "die Bettwurst" war kult, und er kennt da alles respektive nichts, wie er selber sagt: oral, anal, banal.

Heiligs Blechle, wir hatten also dreimal das perfekte Promidinner und einmal das schwule perfekte Promidinner, nur echt mit Dessert im hauseigenen SM-Keller. Nota bene, all das zur besten Sendezeit. Es gab Brennesselsuppe (Milch mit Brennessel veredelt und mit etwas Salz abgeschmeckt), Kuheuter mit Kartoffeln und  Karotten, dann eben die Nachspeise, eine Mousse au chocolat, herausgepresst aus einer Tube, serviert nach SadoMaso-Manier im Hundenapf. Alles Pico Bello... wuff. 

Rosa lässt sich coram publico kurz von der Domina bearbeiten und wundert sich über seine Gäste: die fressen aber auch alles, meint er. Reine Höflichkeit, wenn Sie mich fragen. Ich kann nur sagen, da hat jemand voll am Thema vorbei gewerkelt. Gastgeber sein heisst, den Gästen etwas bieten, also geben und schauen, dass sie sich wohl fühlen. Nicht partout schockieren und Ekelgefühle züchten wollen, um sich mal wieder zu beweisen, was für eine g... Sau man doch ist.

Da hat einer doch zu sehr in der Spielfilmkiste gewühlt und sich zwischen den "120 Tagen von Sodom" und dem "grossen Fressen" nicht entscheiden können. "Wat die können, kann ich auch", wird er sich gedacht haben.... "datselbe in Rosa"!

Dem einen oder andern wäre vielleicht "das weisse Rössl am Wolfgangsee" als Vorlage um einiges lieber gewesen. Leider hat sich das Desaster in der Punktzahl nicht niedergeschlagen. Obwohl Gabrielle wegen SM-Keller samt Domina Mühe bekundet hat, gab sie Rosa ganze 8 Punkte. Kate Hall wollte wohl Coolness zeigen und gab sogar deren 9 von maximal 10. Allein der einzige Mann (!!) in der Runde hatte den Mut zu bekunden, dass fürs Essen eigentlich 0 Punkte richtig wären, dass er aber sinnigerweise auf 6 (!!!) Punkte erhöhe. Tja, und so belegte unser Röschen denn Platz Nummer 2, was ihn fast zu rosaroten Tränen rührte.

Wer möchte kann sich selbst ins Bild setzen. Think pink!!!

Sonntag, 10. August 2008

Sommerfliegen....

Sommer, Sonne, Schwitzibus
Ich glaub' ich geb Dir heut kein' Kuss
Kleben tu ich, s'ist ein graus
Drum halt ich mich aus allem raus
Was irgendwie noch heizen tut
Oder in Wallung bringt das Blut

Tja, es ist eine Freude, wir lieben ihn alle, den Sommer. Heute habe ich allerdings eine SMS aus Polen gekriegt, und da soll schon alles wieder vorbei sein, was an die heisseste Jahreszeit auch nur annähernd erinnert. Okay, Frauen jeden Alters freuen sich bereits auf den Altweibersommer, sofern er denn stattfindet. Man kann sich heute ja kaum mehr auf etwas verlassen.

Mit etwas kann man jedoch immer rechnen. Sitzt man in einem hübschen Gärtchen bei einem kleinen Imbiss, dann sind die Fliegen nicht weit. Wenn es nur eine wäre, dann ginge das ja noch; aber gleich ganze Heerscharen. Und einige hatten gar noch die gute Idee, sich auf unserem Tisch zu paaren... sah zumindest so aus. Den Nachwuchs haben wir dann nicht abgewartet.

Insekten im allgemeinen und Fliegen im besonderen haben ja etwas von Stalkern an sich. Nur leider lassen sie sich von keinem Gericht der Welt verbieten, einen Abstand von weniger als 50 Metern zu mir zu haben. Allein die Idee, wo sich die Viecher vorher rumgetrieben haben könnten, also bevor sie auf meinem Teller Maulaffen feilhalten, lässt mich erschauern.

Ich schildere mal so einen Kreuzflug erster Klasse der gemeinen Stubenfliege: Fensterscheibe von Müllers (seit 3 Jahren ungeputzt) - Blumenbeet (veredelt mit Biokill) - Misthaufen mit buntem Allerlei - Hundekot (frisch und unbetreten) - Kuhfladen (mmmh) - mein Teller, meine Serviette, meine Hand, mein Arm - Kuhfladen .....

Zuviel Fantasie, meinen Sie. Nöööö!!! Das absolut Abartigste, was ich in diesem Zusammenhang je erlebt habe, geschah in Luxor. Sie können sich vorstellen: ägyptische Stadt, in keinster Weise vergleichbar mit Paris, Lärm, Gestank, Exkremente aller Art (Spucke inklusive) und eine lebensmüde Fliege. Ich weiss nicht mehr, wie das genau passieren konnte, aber die flog direkt in meinen Mund und ich hab' sie vor Schreck gleich runtergeschluckt. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen; Martin und mein Schwager konnten sich gar nicht mehr einklinken vor Lachen; mir war eher nach Aushebern zumute, um es mal elegant auszudrücken. Die beiden Schwabs machten mich echt stinkesauer und so keifte ich eine Runde oder zwei. Sie daraufhin: was willst Du, wenn Du die ausspeien willst, dann passiert sie noch einmal Deinen Hals, also behalt sie drin und vergiss es. Das ist Schwab'scher Humor wie er leibt und lebt. 

Nun, ich hab es überlebt.... knapp. Ob das bei den beiden auch der Fall sein wird?


Der Stein meint: ich will dich da doch nicht reinreissen...
Der Ballon brüstet sich: ich habe so was Erhebendes...

Wo ich das herhabe? Nach langem Suchen habe ich endlich den Link wiedergefunden. Will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken!

Dienstag, 29. April 2008

Das Wunder von Bern reloaded


Wow, staun, unglaublich. Aus Schwänen wurden Pelikane. Ist das nicht eine zoologische resp. zoo-unlogische Sensation. Eventuell gehört das Thema ja auch mehr in den Bereich der Biologie.
Am Sonntag waren wir spazieren. Wie Sie sicher alle bemerkt haben, wurde am Wochenende der Frühling losgelassen respektive abgehalten. Also wer da noch drinnen blieb, dem war nun wirklich nicht zu helfen. Ich meine, Regen gibts genug, zuviel manchmal. Dennoch bin ich echt froh, dass bei uns das Wasser nicht nur mit einem einfachen Handgriff aus der Reserve gelockt werden kann, sondern dass es buchstäblich vom Himmel fällt. Ist nicht selbstverständlich, dass sich manch einer täglich ein mehrstündiges Duschvergnügen gönnen kann. Andere müssen da bis zu 20 km weit gehen um die tägliche Trinkration zu ergattern, von waschen ist da keine Rede. Wasser ist ein kostbares Gut und ich bin jeden Tag dankbar dafür.
Wie mit allem ist es jedoch auch mit dieser Kostbarkeit eine Frage des Masses. Und wenn dann eben das Fass respektive ein Fluss zum Überlaufen gelangt, dann kann das ganz schön unangenehm werden. 
Aber alles hat immer zwei Seiten und so gibt es eben auch von Wundern zu berichten. Es erstaunt ja schon ein wenig, zu lesen, dass die Aare als Landschaftsarchitektin im Tierpark Dählhölzli Bern eine solche Meisterleistung vollbracht haben soll. Wie hat sie das bloss gemacht.
Aus Schwänen werden Pelikane?? Hmmm??? Manchmal wird im besten Fall aus einem hässlichen Entchen ein schöner Schwan.... aber ein Pelikan??
Sollten nun weitere solche Wunder hier in Bern gesichtet werden, dann wäre das ja auch eine Möglichkeit mehr, diesen schönen Flecken Erde etwas bekannter zu machen. Wenn man einmal bedenkt, wer so alles nach Lourdes pilgert; da wäre für manch einen die Hauptstadt der Schweiz doch viel günstiger gelegen. Und wenn unser heimischer Fluss es schaffen kann, aus einem Vogel einen anderen Vogel zu machen, dann könnte er durchaus auch andere alchemistische Meisterleistungen vollbringen. Wie wäre es, wenn unsere diversen Manager oder Politiker für einmal kein Bad in der Menge nähmen, sondern wahrhaftig in die Fluten eintauchen würden um geläutert wieder aufzutauchen. Hallelujah. Und plötzlich sind wir DER Pilgerort für gefallene Politiker, z.B. für solche, welche auch nach 8 Jahren weder gefallen noch zu überzeugen vermögen. Eben zum Beispiel grad der Bush, und sei es auch ganz kurz vor seiner Abwahl. Es ist nie zu spät für ein Wunder in Bern ;-)