Mittwoch, 28. September 2011

Sixpack im Speckmantel...


Mmmh.... lecker :-)
Er hatte eine super Ausstrahlung samt einnehmendem Wesen. Mit dem Mann wäre sicher gut Kirschen essen, der weiss, wo die diversen Gourmettempel stehen. Sicher kann er auch selber gut kochen: Haute Cuisine am heimischen Herd. Ob ich ihm meine Telefonnummer hätte geben sollen?

Lächelnd und aufgestellt sah er dem Stepke zu, wie er mit seinem pp-Velo (pp für fussangetrieben) durchs Tram rollte. Sofort entstand zwischen den beiden ein Gespräch, an dem sich auch die Mutter des Jungen eifrig beteiligte. Lachen machte sich breit und das Kind erzählte nur allzu gerne, wie es im Velogeschäft schon den Nachfolgeferrari ausgesucht hat.

Was den meisten zuerst aufgefallen wäre: der Mann hatte definitiv ein Sixpack im Speckmantel, also ein (über)gewichtiges Problem. Er entspricht damit so gar nicht den Anforderungen unserer Zeit. Da gehen gestählte Muskeln und durchtrainierte Körper vor Verstand. Allerdings wäre es einem mehr als recht, wenn man beides ohne grossen Aufwand im Internet bestellen könnte und derweil einem etwas gemächlicheren Lebenswandel frönen könnte.

Persönlich habe ich "Sofa Fletzen" als Sportart bei Facebook aufgeführt. Da stemmt man seinen Wein (auf Bier, das rat ich Dir) und versucht, mit den Peanuts ein lustiges Fangspiel zu verstalten. 



Peanuts? Nööö, denn solche Geschichten haben Folgen und so kann es sein, das Kleidergrösse 36 inklusive Gesundheit alsbald unter einigen Fettschichten verschwunden sein wird. Wenn man es nämlich genau nimmt, haben wir alle einen knackigen Po... nur versteckt er sich bei den einen erfolgreicher als bei andern.

Zurück zu meinem Mitbürger aus dem Tram. Ich habe selten einen so sympathischen Menschen gesehen. Einem Lächeln oder gar Lachen zu begegnen ist heute selten. Und wer beim Stemmen von Gewichten oder Rennen durch die Walachei die Zähne zusammenbeissen muss, sollte aufpassen, dass er nicht bald so aussieht wie Arnie Schwarzenegger. 


Also meine Lieben, nur nicht allzu verbissen, dann kann das Leben auch wieder Spass machen. Nicht nur Bio, Körner picken und Gesundheitsschuhe.... es könnte nämlich sein, dass wir am Tage X denken werden: hätt' ich doch mein Leben etwas mehr genossen - etwas mehr gelebt!

Hier noch ein kleiner Tip von Saveur.com: ob diese Art des Knoblauchschälens allerdings tatsächlich eine Zeitersparnis bringt? Sicher aber zaubert das Video ein Lächeln in jedes Gesicht. SMILE!

Sonntag, 25. September 2011

Miss Schweiz 2011 vs. La Pinte de Meyriez



mmmmmmmmmmmmmmmmh
Die letzten werden die ersten sein... steht schon in der Bibel. Dass dies auch bei der diesjährigen Misswahl (!) der Fall war, zeigt eine kürzlich durchgeführte Blickumfrage. 

Wir haben unseren freien Abend ausserhalb genossen - in einer Pinte .... in DER Pinte überhaupt: "La Pinte de Meyriez" um genau zu sein. Die Speisekarte ist originell, von Angebot und Möglichkeiten gleichermassen. Das "Konfetti"-Prinzip erlaubt eine Zusammenstellung "secondo gusto", die meisten Gerichte für den kleinen oder grossen Hunger, bunt gemischt, leicht oder währschaft. Das milde Herbstwetter erlaubte es, draussen zu sitzen, den alten Baumbestand zu bewundern und durch die Bäume hindurch auch den See zu se(h)en! Ein Vorgeschmack auf's Paradies - SCHMELZ!

Alina Buchschacher ist ein typisches Berner(?)Mädel... die sind alle etwas exotisch, auf die eine oder andere Weise halt. Was wird die Presse in Kürze wohl alles über sie herausgefunden haben? Man erinnere sich an letztes Jahr; da genügte eine falsche Angabe von Kerstin Cook über ihr "Studium", und die Chancen, gleich viel oder mehr zu verdienen als ihre Vorgängerin, begannen einen unaufhaltsamen Sinkflug.

@Alina: Herzlichen Glückwunsch, geniess Dein Amtsjahr und vergiss nicht: es geht nicht allein ums grosse Geld!

PS: Misswahl vs. Pinte: von unserer Seite ein klares 1:0 für's Kulinarische.

Freitag, 23. September 2011

Troy Davis - kaltblütig ermordet

can't stop crying!
Guten Abend.... oder soll ich besser sagen: Gute Nacht Es ist unglaublich, dass Troy Davis Gnadengesuch abgelehnt wurde, obwohl jegliche Beweise für seine Schuld fehlen. Seit 20 Jahren sitzt er im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Amerika ist und bleibt ein Mörderstaat... ein Schurkenstaat - egal wer als Präsident amtiert. Amerika gehört somit zu den unzivilisierten Ländern und es ist UNGLAUBLICH, dass keiner etwas tut. Shame on you! Schlafen Sie gut? Schlafen Sie gut! 
Diesen Text habe ich am Tag vor der sogenannten Hinrichtung - nennen wir es Ermordung - von Troy Davis an die amerikanische botschaft in Bern und auch an das weisse haus geschickt. Unnötig zu erwähnen, dass die Antwort noch aussteht, obwohl ich "Antwort erwünscht" angeklickt habe!

Allen Protesten zum Trotz und entgegen der Fürsprache vieler wie z.B. auch Ex-Präsident Jimmy Carter oder Erzbischof Tutu, hat man die Akte geschlossen und diesen Akt der Unmenschlichkeit vollzogen, im Beisein von Zeugen.

"Alles was ich fordere ist, dass ihr diesen Fall eingehender untersucht, damit ihr am Ende die Wahrheit erkennt", sagte Davis unmittelbar vor seinem Tod. Quasi mit dem letzten Atemzug beteuerte er nochmals seine Unschuld. Würde er das tun, wenn er die Tat tat⇔sächlich begangen hätte?

Sieben der neun Zeugen, die 1991 gegen Davis ausgesagt hatten, haben ihre (laut eigenen Angaben sogar unter massivem Druck zustande gekommenen) Aussagen ganz oder teilweise widerrufen, einer davon (Sylvester Coles) stand sogar selber unter Tatverdacht. Andere Zeugen, die nicht vor Gericht gehört wurden, sagten aus, ein anderer Mann habe die Tat zugegeben. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden, ebenso fehlten DNS-Spuren, Fingerabdrücke oder andere Beweise.

Ich bin generell gegen die Todesstrafe. Meines Erachtens ist es unmöglich, einen Mord mittels Mord zu rächen. Im weiteren musste z.B. in diesem Fall der Gouverneur von Georgia Leute zum Mord anstiften, denn er war weder persönlich vor Ort noch hat er den Akt der Tötung persönlich durchgeführt.

Die USA sollte eigentlich!!! ein Rechtsstaat sein, greift aber regelmässig auf Methoden der Scharia zurück - auf das Gesetz der Rache! Dies selbst, wenn fast 100prozentige Zweifel an der Schuld des Angeklagten bestehen. Wo bleibt: in dubio pro reo?

Bei 15 Prozent Schwarzenanteil im Staate Georgia sind 48 Prozent der Inhaftierten schwarz. Würde man sich die Hinrichtungsstatistiken einmal genauer, sprich: schwarz auf weiss anschauen, wäre der Prozentanteil der Schwarzen wohl noch weit höher.

Das Leben in den USA ist somit lebensgefährlich für Sie, wenn folgende Punkte zutreffen:

  • Sie sind schwarz 
  • Sie sind nicht Präsident der USA 
  • Sie befinden sich in 27 Kilometer Umkreis eines Tatortes 
  • Sie wären rein theoretisch fähig, zu schiessen 
  • Sie wurden in der Vergangenheit vermehrt wegen Falschparkens registriert 
  • Sie sind kein Universitätsabgänger 
  • Sie sind arbeitslos 

Meine Worte klingen wohl vor allem wütend ohne Ende. Aber glauben Sie mir, ich bin nicht nur wütend, ich bin vor allem einfach nur todtraurig. Immer wieder muss ich weinen, wenn ich daran denke... wenn mir vorstelle, wie das sein muss, auf einen Tisch angeschnallt und todgespritzt zu werden, hilflos, machtlos und erst noch vor Publikum. Mir ist einfach nur schlecht.

In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass sich in vielen Fällen im Nachhinein - dank modernerer forensischer Methoden - herausstellte, dass der Hingerichtete tatsächlich unschuldig war. Den Betroffenen hat es nichts mehr gebracht, die Hinrichtung selber war jedoch somit ganz klar ein Mord und würde im "Land der Hinrichtungen" eigentlich nach einer solchen schreien.... nur wer würde dafür sein Leben geben? Da käme ja momentan von der Farbe her doch wohl nur einer in Frage, oder!?

Übrigens: schauen Sie mal, von wo aus eine der Zeuginnen Troy hat erkennen wollen, und das erst noch nachts um 2 Uhr (zirka Minute 4:02). Unglaublich, oder? Werfen Sie einen ebenso erstaunten Blick auf die Aussagen der diversen Zeugen (ab Minute 5:52), Anthony Hargrove sagt sogar, dass Sylvester Coles ihm gesagt habe, er hätte geschossen und dafür Troy verantwortlich gemacht. Shirley Riley sagt dasselbe.
  

Millionen von Unterschriften konnten das Verbrechen an diesem Mann nicht verhindern. Hören Sie dazu Chaz Guest....

 

Überlassen wir jedoch das letzte Wort jenem Menschen, der seit dem 21. September 2011, 23:08 Ortszeit nicht mehr unter uns weilt. Hier sein Brief an seine Unterstützer, den er seinen Betreuern übergeben hat: 
I want to thank all of you for your efforts and dedication to Human Rights and Human Kindness, in the past year I have experienced such emotion, joy, sadness and never ending faith. It is because of all of you that I am alive today, as I look at my sister Martina I am marveled by the love she has for me and of course I worry about her and her health, but as she tells me she is the eldest and she will not back down from this fight to save my life and prove to the world that I am innocent of this terrible crime.
As I look at my mail from across the globe, from places I have never ever dreamed I would know about and people speaking languages and expressing cultures and religions I could only hope to one day see first hand. I am humbled by the emotion that fills my heart with overwhelming, overflowing Joy. I can’t even explain the insurgence of emotion I feel when I try to express the strength I draw from you all, it compounds my faith and it shows me yet again that this is not a case about the death penalty, this is not a case about Troy Davis, this is a case about Justice and the Human Spirit to see Justice prevail.

Dienstag, 20. September 2011

Bernmobil - Werbung eine Lachnummer

cross your fingers....
Viele kennen ihn wohl nicht mehr: Fernand Joseph Désiré Contandin, kurz Fernandel. Seine Glanzrolle war das umtriebige Schlitzohr Don Camillo, der es mit kirchlichen Regeln nicht immer ganz so genau nahm oder sie stets zu seinem Vorteil zu nutzen wusste. Gekreuzte Finger waren sozusagen sein Wahrzeichen! 

Da hat er etwas mit Bernmobil gemeinsam. Die werben nämlich mit Fernandel - cross your fingers - und folgendem Slogan: 

 "Im Stau stecken geblieben? 
Mit BERNMOBIL pendeln Sie stressfrei und sind immer pünktlich." 
gröhl!
Komisch, bei mir, die ich jeden Tag den Öv nutze, ist das gerade umgekehrt: viel Stress und darauf angewiesen, stets mehr als genug Zeit einzurechnen. Das geht aber nicht nur mir so, sondern auch meinen Klienten. Gerade gestern wieder. Nachdem wir einen Sommer mit Gehen ohne Ende verbracht haben, da das Zeitglockenkreuz Schienentechnisch völlig renoviert wurde, rief gestern mein Patient ziemlich aufgeregt an, die Fahrleitung am Zeitglocken sei herunter gekommen und man wisse noch nicht, wie-was-wann-jetzt. Die Umsetzung meines Rates, doch das berühmte "blaue Bähnli", das heute auch nicht mehr völlig blau ist, zu nehmen, war deshalb unmöglich, weil sich davor ein stehendes Tram ans andere reihte und zudem eine weitere Panne im Bereich Brunnadern den Verkehrsfluss völlig zum Erliegen brachte. Die Alternative Taxi wäre also auch im Stau gestanden! 

Per Pedes ist, wie die Erfahrung zeigt, fast die einzige Möglichkeit, garantiert innerhalb der dafür eingerechneten Zeit ans Ziel zu kommen, es sei denn, es hat sich eine neue Baustelle zu den vielen schon bestehenden dazugesellt (Umweg!) oder man fällt vor Erschöpfung tot um. 

PP ist allerdings etwas zeitintensiv, brauche ich doch von zuhause bis ins Dojo 40 Minuten, von zuhause bis in die Praxis deren 35 - und dann kommt ja immer noch der Rückweg. Allerdings spare ich mir dann den Gang ins Fitness-Center. 

Hier übrigens ein kleiner Eindruck von Don Camillos Einsatz aus dem Jahr 1952 (Teil 1) - viel Spass!

 


Und wer es schon lange nicht mehr gehört hat, es liiiiiiiiebt und einigermassen Bärndütsch versteht oder radebricht: hier "dr schnäuschst Wäg nach Worb" - gröhöl!!

Montag, 19. September 2011

Kreislauf des Lebens....

Wer hat an der Uhr gedreht.... ?
Was man auch immer für fiese Sachen zugeschickt kriegt - tztztztz. Etwas Ähnliches fand ich kürzlich in meinem Posteingang. Ich habe es für Sie extra nachgebaut und noch Paulchen Panther hinzugefügt mit seinem: "wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät"!

Niederschmetternd oder erhebend? Auf Gravitations- oder Levitationskurs?

Am besten ist, sich einfach zu wundern, auf was für Ideen die Leute immer kommen, wobei.... ist das nun Wahrheit oder Fiktion? Ich werde es für Sie rausfinden. Geben Sie mir einfach ein paar Jahre Zeit.

Freitag, 16. September 2011

UBS - ein Casino mit Börsenanschluss

UBS - Ihr Casino mit Börsenanschluss
Kweku Adoboli, ein Name, den man sich merken muss. Nein, kein gefährlicher Virus, aber in gewisser Weise doch ein Schädling der Gesellschaft.

Dem 31jährigen UBS-Banker ist gelungen, wovon andere nur träumen - albträumen. So soll er in den letzten Jahren ganz allein (?) 2 Milliarden Euro verzockt haben! "Wer jetzt denkt: der Arme, warum hatte der denn keine Freunde", den kann ich beruhigen. Natürlich hatte er jede Menge Leute, die gerne mit ihm dem französischen Nationalgetränk huldigten und die vielen ausschweifenden Partys aufmischten. Was Frauen anbelangt, soll Kweku auch kein Kostverächter gewesen sein.

Erst letzten Mittwoch wurde die UBS auf den Betrug aufmerksam. Beim Verlust von 2 Milliarden soll es sich bislang lediglich um eine Schätzung handeln. Genau, Leute, da ist ja noch jede Menge (Glücks)Spielraum nach oben!

Wie ist es bitteschön möglich, dass ein Einzelner von internen Kontrollorganen unbemerkt und unbehelligt nicht nur jede Menge Bares verspielt, sondern gleichzeitig auch den Ruf einer Bank, die bereits vorher massiv an den Folgen eines immensen Vertrauensverlustes zu nagen hatte?

Eigentlich (!) sollte so etwas gar nicht möglich sein! Eigentlich!! Deshalb lautet wohl jetzt die Devise bei der UBS "Schlüsselbart auf Halbmast".... es hat ja noch zwei!

Nichts ist unmöglich.... und das hat bei allem Verunsichernden auch irgendwie etwas Beruhigendes!

Donnerstag, 15. September 2011

Melanie Winiger.... kein Stress mehr!

Stressless? Winiger ist manchmal mehr....
Seit gestern ist es offiziell: Strelanie sind Geschichte, und kein Mensch weiss warum - ausser die beiden selbst natürlich!

Ein Blitz hätte nicht verheerender einschlagen können als diese Nachricht. Wieder ein Schweizer Traumpaar weniger, da kann auch Francine mit ihrem Flöru nichts dran ändern, denn die haben bekanntlich.... aber lassen wir das!

Das verflixte siebte Jahr... ja-ja. Gemunkelt wird, das die beiden bezüglich Babypause nicht einer Meinung waren.

Leute was soll das? Kaum hat man mehr oder weniger pompös geheiratet, heisst es schon wieder Ende Feuer! Gebt uns die Illusion, dass die Schweiz ein ebenso gutes Pflaster für wahre Liebesgeschichten ist, wie... wie... wie....

Okay, vielleicht ist momentan auch einfach nicht die Zeit für die ganz grossen und vor allem auch dauerhaften Gefühle. Vermutlich ist es für Promipaare, welche quasi unter Dauerbeobachtung stehen, auch viel schwieriger, eine glückliche Beziehung in die Länge zu ziehen, bis dass der Sensemann höchstpersönlich einen Strich darunter zieht. Eine strikte Abschirmung des Privatlebens könnte hilfreich sein, aber wie macht man das, ohne dass plötzlich kein Hahn mehr nach einem kräht.

Wie denn auch sei: ich bin mal wieder um eine Illusion ärmer. Soooo ein Stress, echt!

Mittwoch, 14. September 2011

Amy Winehouse - Body and Soul!

R.I.P. ♡
Heute wäre Amy Winehouse 28 Jahre alt geworden. Noch immer scheint es irgendwie unwirklich, dass diese Stimme tatsächlich für immer verstummt sein soll. Amy reiht sich nahtlos in die Reihe berühmter Ausnahmekünstler ein, die viel zu früh von uns gegangen sind. So gehört sie seit dem 23. Juli auch zum "27 Club" oder "Forever 27 Club", dessen Mitgliedschaft nicht unbedingt erstrebenswert ist. Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain.... und eben Amy!

Ausser Frank (2003) und Back to Black (2006) hatte die Sängerin bis anhin keine Alben veröffentlicht, leider. Zu lange kämpfte sie mit den Folgen diverser Süchte. Dann kam irgendwie eine Wende. Im März diesen Jahres durfte sie mit Tony Benett in den legendären Abbey Road Studios "Body und Soul" performen. Zu ihrem Geburtstag heute wurde die Single veröffentlicht. Bennet äusserte sich übrigens begeistert von Amy's Ausnahmetalent.

Von Vater Mitch ebenfalls heute ins Leben gerufen wurde die Amy Winehouse Foundation, welche Kinder und junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen unterstützen wird.

Scheisse Leute, die Frau hatte so eine göttliche Stimme. Sie war eine richtige Jazz-Sängerin wie einst Billy Hollyday oder Ella Fitzgerald und offenbar selber ziemlich aufgeregt darüber, dass sie mit einer lebenden Legende - Tony ist übrigens 85 - einen Song zelebrieren durfte... Wer hätte gedacht, dass er die junge Frau noch überleben würde?


Hier noch das ganze Lied... Wahnsinn!!!


Body and Soul... jetzt vor allem Soul.... möge Amy's Seele jenen Frieden finden, der ihr auf dieser Ebene wohl verwehrt geblieben ist.

R.I.P. ♡

Und zum Schluss der Lieblingssong meines Liebsten:

Freitag, 9. September 2011

Karl Lagerfeld - nicht wirklich reizend, eher gereizt...

 Happy Birthday 
Es gibt reizende und gereizte Menschen. Karl der Grosse gehört eindeutig zu letzteren. Das hat er wohl von seiner Mutter, welche einmal gesagt haben soll: Kind, sprich schneller, du langweilst mich sonst zu Tode.

Schnell sprechen tut er noch heute, sei es auf Französisch oder auf Deutsch: "Mode bleibt Mode, bis sie den Leuten zum Halse raushängt", meinte er einst. Seine Kollektionen finden jedoch seit Jahren Anklang und so wie 2004 für H&M designt er dieses Jahr wieder günstig für "Irma Normalkundin". Macy's bietet seine erschwingliche Kollektion in des Kings Lieblingsfarben schwarz und weiss, Hauptsache edel, und zwar für jede Frau - egal welchen Namens. Nur einige Tupfer Pink hie und da sind zu sehen.

Ob dem Size Zero-Fan klar ist, dass Irma nicht nur weit über 18 sein kann, sondern auch mal einen ebensolchen BMI spazieren führen könnte. King-Size hat bei ihm eine ureigenste Bedeutung. Seit der Stardesigner mittels 3D-Diät über 40 Kilo abgenommen hat, schaffte es bisher ausschliesslich Beth Ditto, trotz etwas mehr auf den Hüften von ihm einigermassen akzeptiert zu werden. Seine Musen, allen voran "la Schiffer", sind ausnahmslos klapperdürr.

Die drei Ds stehen übrigens für Design, Doktor, Diät. Der Desinger stand fest, der Arzt hiess Jean-Claude Houdret und sollte wohl das Überleben des Designers sichern; die Diät ist vor allem eiweisshaltig, extrem kalorienreduziert und erlaubt nicht einmal das Herumkauen auf Bleistiften!

Morgen hat das Multitalent Geburtstag, den wievielten verrät er nicht. Von einem Journalisten darauf angesprochen explodiert er kurz und warnt: "Fragen Sie das nie wieder, sonst gibts wirklich Ärger!". Laut eigenen Angaben 1938 geboren geht Wikipedia jedoch von 1933 aus, nicht zuletzt seit die Bild am Sonntag Auszüge des kirchlichen Taufregisters der Stadt Hamburg veröffentlichte, bekräftigt durch entsprechende Kommentare seiner ehemaligen Klassenkameraden.

Aber machen 5 Jahre wirklich soviel aus? Bei Kleinkindern wohl noch am meisten, oder? Wie dem auch sei: Karlchen ist wohl der einzige Designer mit einer eigenen Coca-Cola-Linie... light natürlich und Limited Edition noch dazu!

Am 22. Juni 2010 übernahm der hyperaktive, auf vielen Hochzeiten tanzende Alleskönner übrigens für einen Tag den Posten des Chefredaktors der "Libération" und griff für die Karikaturen.... besser gesagt Karlikaturen... selber zu Bleistift und Pinsel.

eh bien oui !
Das Resultat lässt sich tatsächlich sehen, oder? Der Mann ist übrigens hochintelligent und liebt Bücher. Davon hat er auch jede Menge: sein Bücherarchiv umfasst mehrere Hunderttausend Exemplare und stellt die Bibliothek jeder Grosstadt mühelos in den Schatten. Karl hat zudem jedes Buch auch noch gelesen und findet den Geruch dermassen inspirierend, dass er offenbar gemeinsam mit dem Göttinger Verleger Steidl und dem Berliner Parfumeur Geza Schön ein Parfum entwickeln will, das nach bedrucktem Papier riecht. Verkauft werden soll das Flakon dann sinnigerweise in einem speziell ausgestanzten Buch! Witzig wäre "das Parfum" von Patrick Süskind?

Huch, was kommt alles noch? Lagerfeld beweist uns, dass Kreativität mit dem Alter immer noch zunimmt und sich auch in die Breite entwickelt, ohne dass sich dies mittels Fettröllchen bemerkbar machen muss. Toll. Ich wünsche dem Meister alles Gute zum Geburtstag und im neuen Lebensjahr jede Menge geniale Ideen.

Dienstag, 6. September 2011

Kuh Yvonne - die neue Helvetia?

Yvonne - eine neue Helvetia?
Obwohl es sich in Deutschland zugetragen hat, könnte die Geschichte schweizerischer nicht sein. Wir haben also mal wieder allen Grund, mit einem gewissen Neid nach Norden zu blicken.

Ich spreche natürlich von Yvonne, der berühmtesten Kuh dieses Sommers. Sie hätte sich Ende Mai einfach gottergeben zum Schlachter führen lassen können - sterben müssen wir ja eh eines Tages! Aber nein, Yvonne stellte sich quer und längs, büchste aus und hielt vor allem die Medien während zweieinhalb Monaten in Atem. Sie nächtigte im Wald oder im Maisfeld und liess sich selbst von einem ehemaligen (!) Zuchtstier nicht aus der Reserve locken. Letzten Freitag dann konnten die 650 Kilo Lebendmasse mittels Betäubungsspritze dazu überredet werden, in Gut Aiderbichl einzuziehen und ab dato dort Hof zu halten.

Wäre Kuh Yvonne nicht DIE neue Helvetia gewesen, ein Symbol für beherzten Widerstand, wo er sich wirklich lohnt. Bei unseren Politikern braucht es oft viel weniger als eine Betäubungsspritze, um sich von andern die Postordnung durchgeben zu lassen. Nur ungern erinnert man sich hierzulande an die Gaddafi-Affäre!

Was uns fehlt, ist Yvonnes Stärke und Durchsetzungskraft, auch auf diplomatischer Ebene. Nur dann würde aus unserer Dekoramtei wieder eine echte Demokratie und Entscheidungen des Souveräns respektiert und umgesetzt. So aber wird dies auf Druck der USA getan, anderes auf "Anraten" der EU. Statt zu regieren - sprich: zu agieren - wird nur noch reagiert! So können die Interessen des eigenen Volkes unmöglich wahrgenommen werden!

Hätte sich dieses Sommermärchen nur einige Kilometer weiter südlich zugetragen, wäre Yvonne bestimmt von der einen oder andern Partei zum Wahlargument gemacht worden - vor allem von der einen!!! Was in Frankreich Marianne wäre für Helvetien Yvonne geworden.... i Wonne!!

Mit Schreck hörte ich kürzlich einen musikalischen Textvorschlag für die neue Schweizer Nationalhymne! Muh-Muh, ich heiss Yvonne und wenn ich will, lauf ich davon... Das nehme ich nach der ersten Zeile gleich wörtlich.... drum RETTE sich, wer kann!!


Anhören auf eigene Gefahr!!! 

Sonntag, 4. September 2011

Und noch etwas PS: JJ Love - on the road again !!!

JJ - Tschei-Tschei - LOVE ♡
Habe ich Ihnen schon von meiner neuen Liebe erzählt? Nein? Schnittig, flitzig und jede Menge PS ♡♡

Was heisst denn hier flatterhaft? Ja, okay, meine Nerven haben schon ein wenig geflattert, als ich heute versuchshalber auf einem Parkplatz rumgekurvt bin und mich nach 5 Minuten plus gutem Zureden sogar auf die Hauptstrasse getraut habe. Wie eine gut ausgebildete Hebamme sagte Göttergatte in regelmässigen Abständen: "Luft nicht anhalten, tief durchatmen.... alles ist gut". Nach zwei-drei Häuserecken haben meine Synapsen dann einen auf Kurzschluss gemacht und ich übergab mit zitternden Knien wieder an Martin. Der zerdrückte ein zufriedenes Lächeln zwischen den Backenzähnen und setzte sich wieder in Pole Position.

Wir und unser geliebter VOLVO .... was haben wir in der kurzen Zeit nicht schon alles erlebt? Das kann man gar nicht in Worte fassen und geht auch keinen so wirklich was an!

Was Geschlecht und natürlich Namen anbelangt, waren wir lange Zeit unschlüssig. Gerit, Berit, Merit oder Meret kam in die engere Wahl. Doch jetzt sind wir ganz sicher.... wollwoll... VOLVO darf keine Zicke sein.

JJ - Tschei-Tschei - soll er sein.... ja, wie Jan Josef, einer unserer Lieblingsschauspieler. Da fährt es sich schon ganz anders .... und ich brauch auch nicht eifersüchtig zu werden, wenn sich meine bessere Hälfte für eine gute Stunde in die Garage zurückzieht, um sämtliche Knöpfe kennenzulernen.

PS: Bin mir ziemlich sicher, dass JJ und LEO gute Freunde geworden wären, wenn man Ihnen die Gelegenheit dazu gegeben hätte .... so richtig gute Kumpel! Alles wird gut =)

Auch Autos haben Gefühle !!!!

bye-bye LEO - Love :'-( 
Nein, Sie könnten Ihr Kind nicht einfach irgendwo abgeben und davonlaufen; Sie nicht!

Am süssesten sind sie ja, wenn sie fast noch durchschlafen, und das mit einem engelsgleichen verzückten Lächeln. Einfacher werden sie nicht mit den Jahren und aufwendig im Unterhalt sind sie sowieso, unsere Kleinen. Irgendwann kommen sie dann in die Pubertät und mit 15 wissen sie schon ganz genau, wie das Leben funktioniert und dass alle andern doch ne Meise haben, vor allem ihre Alten. Nur ja nicht auf die hören!!!

Würden Sie sich deswegen distanzieren? Nein, das wäre echt ein Scheissgefühl.... sind es doch nun mal Ihre Kinder!

Fast so ein emotionales Karussell habe ich durchlaufen, als wir unseren LEO beim Garagier unseres Vertrauens zurückgelassen haben. Wie eine Verräterin, eine Rabenmutter fühle ich mich noch immer. Da hat uns das Gefährt (von Gefährte!) nun treu und redlich fast 15 Jahre durch viele Situationen begleitet, ja getragen.... und nun kriegt es noch allenfalls ein Gnadenbrot, eine Gnadenfrist.... von jemand Fremden noch dazu. Mir kommen die Tränen, obwohl 300 wunderschön verpackte PS darauf warten, von uns in Besitz genommen zu werden. Ich kann es nicht lassen und mache noch zwei Fotos.

Ich denke oft an LEO und daran, wie er sich wohl jetzt fühlt. Ob er uns vermisst? Das ist jetzt der Dank, wird er sich sagen, wenn er zwischen lauter fremden Konkurrenten steht und darauf wartet, dass sich jemand seiner annimmt und ihm einen Platz in seinem Leben einräumt.

Leider konnte er nicht ausbüchsen wie Kuh Yvonne, welche jetzt auf Gut Aiderbichl ein schönes Plätzchen gefunden hat; an ihrer Seite Friesi, ihr zweieinhalbjähriger Sohn. Ob ich da mal anrufe, denn schliesslich hat LEO Löwenblut in den Adern.... ? Ich glaube, er würde auch ohne Betäubung mitgehen. Und vielleicht könnte ich per Webcam ab und zu kontrollieren, wie es ihm geht!


LEO - ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag und schicke Dir tausend Umarmhäppchen auf die Garagenweide!

Freitag, 2. September 2011

Wozu eigentlich Schmuckstücke?

Ein Kamel ist auch sehr schmuck - gelle ;-)
Prestigeobjekte - Eye-Catcher die von anderem ablenken - in Edelmetall gefasste Talismane - transportable Wertanlagen - Objekte der Begierde .... wozu tragen Menschen meist weiblichen Geschlechts Ringe, Ketten, Ohrstecker etc. ?

Aber auch er hat seine Schwachzone, zum Beispiel eine Rolex - am liebsten "limited edition" - zur Erhöhung der Kreditwürdigkeit.

Dann gibt es da noch die Piercings, diese jedoch meist aus Chirurgenstahl.... und nein, meine Damen: ohne jeden Liftingeffekt aber auch so eine Ansage ans Publikum.

Ich habe mich schon des öftern gefragt, warum wir allerlei unnötigen Tand mit uns herumschleppen, und damit meine ich für einmal nicht die Handtasche. Vor einigen Jahren hatte ich einmal vor dem Zubettgehen vergessen, meine Ohrstecker rauszunehmen. Trotz bleierner Müdigkeit schraubte ich den einen raus und "plusch" ... fühlte ein Plus an Energie in der Region. Zufall? Hmmm? Ich schraubte den andern raus und "plusch" .... auch hier "Bahn frei". Experimentierfreudig, wie ich nun mal bin, entfernte ich beide Ringe, wieder mit Plusch-Effekt! Wow!!

Seither trage eigentlich ich keinen Schmuck mehr, doch kürzlich wollte ich mein Outfit etwas aufmöbeln und wählte eine kleine Kette. Ein unangenehmer Energiestau im Halsbereich belehrte mich eines Besseren. Schade, denn etwas Edelmetall in den richtigen Dimensionen kann zum guten Aussehen beitragen.

Seit kurzem achte ich vermehrt auf die Art, wie denn Frau ihren Schmuck spazieren führt. Meist stosse ich auf eine Selbstverständlichkeit ohne jede Achtsamkeit. Man trägt ihn automatisch, weil er halt morgens auf dem Nachttisch liegt und irgendwie zu uns gehört. Anders als die unverzichtbare Brille hat er keine weitere Funktion.

Wo aber bleibt die Freude, Ihr Lieben.... jenes verzückte Lächeln samt Jubelgeschrei, mit dem man das kleine Ding seinerzeit aus der Schachtel entnommen hat?

Donnerstag, 1. September 2011

Herzliches Beileid, tiefempfundenes Mitgefühl

Was ist der Sinn des Lebens?
Hat es überhaupt einen Sinn?
Da steht es schwarz auf weiss in der Coopzeitung, anstelle der sonstigen Weinkolumne, das nachdenklich stimmende Wort "Nachruf". Die Redaktion trauert mit den Angehörigen um Frau Barbara Meier-Dittus, welche offenbar einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, erschossen von ihrem Ex-Freund. Obwohl ich die Sommelière persönlich nicht gekannt habe, ist es, als ob jemand aus dem näheren Kreis verschwunden ist, einfach so. Ein Leben, ausgelöscht... und von einem Moment zum andern ist nichts mehr, wie es einmal war.

Warum passieren solche Beziehungsdelikte immer wieder, und wie es scheint auch immer häufiger. Meines Erachtens sind solche Geschehnisse eine Folge falschen Besitzdenkens gepaart mit absoluter Frustrations-Intoleranz: Da macht sich "MEINE" Ex ein schönes Leben, ohne mich... oder schlimmer noch, mit einem neuen Mann an ihrer Seite.

In dieser Hinsicht sehe ich ganz stark den Unterschied Mann/Frau. Tendenziell greifen vor allem Männer zur Waffe, während Frauen eher auf den Psychiater setzen, oder ihre beste Freundin! Obwohl es sicher auch für uns Evas schwierig ist, "unseren" Mann in einer neuen Beziehung zu sehen, vor allem wenn die Trennung von ihm ausgekommen ist, ist Sturmgewehr für uns keine Option.

Frau Meier-Dittus war erst 47 Jahre alt, dreifache Mutter, beruflich äusserst erfolgreich, hatte bestimmt Visionen und jede Menge Pläne.... Ideen, welche nun nicht mehr umgesetzt werden können. Herzliches Beileid an sie und all ihre Angehörigen.

In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, wie es wohl ist, wenn einem der Lebensfaden sozusagen durchgeschnitten wird und man all das, was man noch hätte machen wollen, nun nicht mehr erledigen kann. Ein weiterer Grund, Dinge nicht mehr dauernd auf die lange Bank zu schieben, sondern sie möglichst freudig anzupacken und zu erledigen. Ich schwöre mir Instant-Healing, man weiss wirklich nie....

Wenn ich daran denke, wie hart und schwierig das Leben machmal werden kann, wenn man älter wird: die Sehkraft schwindet, vielleicht hört man nicht mehr gut, das Zahnfleisch zieht sich zurück, das Lächeln fälllt einem buchstäblich aus dem Mund, plötzlich scheint man viel zuviel Haut zu haben, es schmerzt ganz übel hie und da... alles geht langsamer, wenn überhaupt... und man wartet im Zimmer des Pflegeheims, worauf, weiss man nicht mehr so genau. Die Visionen und Pläne haben einem längst verlassen, zusammen mit der Lebensfreude und dem Elan. Eine junge Frau kommt herein; sie meint, es gäbe jetzt Mittagessen, doch man hat weder Lust noch Hunger. Etwas fehlt einem, doch man hat vergessen, was es war! Die Tage werden lang, einer gleicht dem andern.... was ist heute für ein Wochentag?... ach, ist wirklich schon Herbst? Keiner nimmt einem mehr für voll, und das nervt, jedenfalls solange man es noch merkt. Es ist der Winter des Lebens, und der Winter ist kalt. Mein tiefstempfundenes Mitgefühl auch hier!

Ja, Gedanken, die traurig machen oder zumindest nachdenklich stimmen. Aber wie ist das eigentlich? Ist es einfacher, im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte dem Leben entrissen zu werden oder - gesunde Lebensführung sei dank (?) - mit 90Plus im Altersheim auf den Sensemann zu warten? Ehrlich gesagt: ich weiss es nicht! Wissen Sie's?