Donnerstag, 25. August 2011

Nespresso - letzte Bastion gestürmt

Zwei stilisierte High Heels - und Erfolg ist garantiert!
Die einzige Nespresso-freie Zone der Schweiz (der Welt?) ist gefallen - wir haben kapituliert.

Seit Jahren lebten wir als eine Art Fossile der modernen Zivilisation und brauten unseren Kaffee nach Vorvätersitte in einer sogenannten "Espressomaschine" der Marke Alessi. Tempi passati!

Wir übernahmen Occasion und zunächst eher zaghaft eine "König Capri", obwohl wir uns nur ungern vom Familienthron vertreiben liessen. Seither ist sie nämlich die uneingeschränkte Herrscherin unseres Alltags - what else!

Eigentlich wollte ich sie ursprünglich in die Praxis nehmen, um zwischen zwei Klienten möglichst rasch etwas Weckamine einwerfen zu können. Pustekuchen, das Teil ist so praktisch, dass ich auch zuhause nicht mehr bereit war, auf den leckeren Espresso zwischendurch zu verzichten.

Nun haben wir nicht nur eine Nespressomaschine, sondern gleich deren zwei. Turmix Pixie samt Kapselsortiment sorgt nun auch in meiner Praxis für Stimmung! Olé!!

Obwohl ich mittlerweile zur guten Kundin mutiert bin, ist George bisher nicht persönlich vorbeigekommen - what else! Aber ich bin jetzt Mitglied in seinem Club, und das ist ja auch schon etwas.

Das Erfolgsgeheimnis von Nespresso? Nein, nicht Clooney! Schauen Sie sich mal das "N" an. Also wenn das nicht zwei umfunktionierte High Heels sind, weiss ich auch nicht.... und welche Frau kommt schon an sowas vorbei!


Eine Runde Nespresso für alle! What else ;-)

Mittwoch, 24. August 2011

Loriot - stets mit Liebe und einem Lächeln im Knopfloch

Ich möchte einfach nur hier sitzen ;-)
Und wieder ist einer weitergezogen; hat sein Erdenkleid eingetauscht gegen jene unendliche Freiheit jenseits unserer Welt. In einem seiner letzten Interviews hat er noch gesagt, dass er nun Dinge doppelt sehe, von denen ihm eines schon zuviel sei! Ja, der Mann hatte Humor, jenen feinsinnigen, wie er heute nicht mehr von vielen verbreitet, eventuell gar verstanden wird. Was haben wir gelacht, wenn er eine Nudel im Gesicht spazieren führte (Hildegard, wissen sie, dass wir uns jetzt schon fast zwei Jahre kennen.... und nun schon zum zweiten Mal miteinander essen ;-) oder sich bei seiner Berta erkundigte, wie lange das 4Minuten-Ei gekocht worden sei:




Die Art, wie er mit unseren kleineren und grösseren menschlichen Schwächen umgegangen ist, zeigt, dass es ihm gelungen ist, sich und andern ebendiese zu verzeihen. Chapeau, das ist nicht einfach, zumindest für einen Perfektionisten. Und Victor von Bülow war ein solcher, zumindest was seine Arbeit anbelangt. Aber er hatte diesen Zug gut unter Kontrolle und trug stets ein Augenzwinkern oder gar ein Lächeln im Knopfloch.

"Bello, sag mal: Otto holt grosse rote Rosen" - "oo o oo oo oo - trzü":


Tja, wie ein Politiker weiss das Tier nicht, wovon es spricht! Auf so subtile Weise etwas anzubringen ist einfach genial!

Loriot steht für mich für Liebe gepaart mit Weisheit, die er Kraft seines Taktes und Talentes umsetzen und unter die Leute bringen konnte. Er hinterlässt uns eine Fülle herrlicher Sketche und wird wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass uns das Lachen nicht ganz ausgeht.... trotz allem!

Ich wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg von ganzem Herzen alles Liebe und Gute und sage einfach nur "DANKE für alles"!

Berta: "Herrmann?" 

Hermann: "Ja?" 

Berta: "Was machst du da?" 

Hermann: "Nichts!" 

Berta: "Nichts? Wieso nichts?" 

Hermann: "Ich mache nichts!" 

Berta: "Gar nichts?" 

Hermann: "Nein." 

Berta: "Überhaupt nichts?" 

Hermann: "Nein, ich sitze hier!" 

Berta: "Du sitzt da?" 

Hermann: "Ja." 

Berta: "Aber irgendwas machst du doch!" 

Hermann: "Nein." 

Berta: "Denkst du irgendwas?" 

Hermann: "Nichts besonderes." 

Berta: "Es könnte ja nicht schaden, wenn du mal etwas spazieren gingest!" 

Hermann: "Nein, nein." 

Berta: "Ich bringe dir deinen Mantel!" 

Hermann: "Nein, danke." 

Berta: "Aber es ist zu kalt ohne Mantel!" 

Hermann: "Ich geh ja nicht spazieren." 

Berta: "Aber eben wolltest du doch noch!" 

Hermann: "Nein, du wolltest, dass ich spazieren gehe!" 

Berta: "Ich? Mir ist es doch völlig egal, ob du spazieren gehst!" 

Hermann: "Gut." 

Berta: "Ich meinte nur, es könnte ja nicht schaden, wenn du mal spazieren 
gehen würdest!" 

Hermann: "Nein, nein, schaden könnte es nicht." 

Berta: "Also was willst du denn nun?" 

Hermann: "Ich möchte hier sitzen!" 

Berta: "Du kannst einen ja wahnsinnig machen!" 

Hermann: "Ach." 

Berta: "Erst willst du spazieren gehen, dann wieder nicht. Dann soll ich 
deinen Mantel holen, dann wieder nicht. Was denn nun?" 

Hermann: "Ich möchte hier sitzen!" 

Berta: "Und jetzt möchtest du plötzlich da sitzen!" 

Hermann: "Gar nicht plötzlich. Ich wollte immer nur hier sitzen!" 

Berta: "Sitzen?" 

Hermann: "Ich möchte hier sitzen und mich entspannen!" 

Berta: "Wenn du dich wirklich entspannen wolltest, würdest du nicht dauernd 
auf mich einreden!" 

Hermann: "Ich sag ja nichts mehr!" 

Berta: "Jetzt hättest du doch mal Zeit irgendwas zu tun, was dir Spass 
macht!" 

Hermann: "Ja." 

Berta: "Liest du was?" 

Hermann: "Im Moment nicht!" 

Berta: "Dann lies doch mal was!" 

Hermann: "Nachher, nachher vielleicht!" 

Berta: "Hol dir doch die Illustrierten!" 

Hermann: "Ich möchte erst noch etwas hier sitzen." 

Berta: "Soll ich sie dir holen?" 

Hermann: "Nein, nein. Vielen Dank." 

Berta: "Will sich der Herr auch noch bedienen lassen, was. Ich renne den 
ganzen Tag hin und her. Du könntest wohl einmal aufstehen und dir die 
Illustrierten holen!" 

Hermann: "Ich möchte jetzt nicht lesen!" 

Berta: "Mal möchtest du lesen, mal nicht." 

Hermann: "Ich möchte einfach hier sitzen." 

Berta: "Du kannst doch tun, was Dir Spass macht!" 

Hermann: "Das tue ich ja!" 

Berta: "Dann quengle doch nicht dauernd so rum!" 

Berta: "Hermann?" 

Hermann: "-" 

Berta: "Bist du taub?" 

Hermann: "Nein, nein." 

Berta: "Du tust eben nicht, was dir Spass macht. Statt dessen sitzt du da!" 

Hermann: "Ich sitze hier, weil es mir Spass macht!" 

Berta: "Sei doch nicht gleich so aggressiv!" 

Hermann: "Ich bin doch nicht aggressiv!" 

Berta: "Warum schreist du mich dann so an?" 

Hermann: "Ich schrei dich nicht an!"
,-)


Mittwoch, 17. August 2011

Beckhams: Harper's Bazaar oder Harper Bizarr

Harper Seven?
Ich frage mich, wie man ein Mädel Harper Seven nennen kann? Wäre Harper's Bazaar ein Kaufhaus, müsste man echt von einer innerehelichen Besenkammer-Affäre ausgehen.

Victoria Beckham ist ja sowohl echte Stilikone als auch eine sehr begabte Modedesignerin. Nebenberuflich amtet sie seit kurzem als Vierfach-Mutter. Echt süss, das erste Foto, das sie mit ihrer bisher einzigen Tochter zeigt!

Ob sie auch fast hyperventiliert vor Begeisterung, von wegen: "eine Tochter ist das Grösste, was einem (Mann) im Leben passieren kann!". Da tun einem echt die drei Jungs leid. Es ist selbst für Erwachsene schwierig, so eine Aussage nicht persönlich zu nehmen - im Sinne von: "hei, Papa, ich bin dann auch noch da".

So eine innige Liebe geht auch unter die Haut. Deshalb hat sich Becks den Namen "Harper Seven" gleich auf sein Schlüsselbein tätowieren lassen. Der Schlüssel zur perfekten Vater-Tochter-Beziehung?

Kurz nach der Geburt äussert sich der Fussballer übrigens dahingehend, dass die Beckhams mit Glück noch ein Baby bekommen werden, fünf Kinder wären echt eine schöne Zahl. Viel Spass, sag ich da nur, vor allem an Victoria's Adresse. So eine Geburt ist ja bekanntlich ein Klacks! Warum nicht gleich auf 11 oder 12 aufstocken, dann wäre die erste gemischte Fussballmannschaft der Welt komplett - inklusive Ersatzspieler? Eine Art Kelly-Family in sportlich-elegant!

Montag, 15. August 2011

Stark.... eh... Stork; Franco Stork und der Camouflage-Look

Qui qu'a vu Coco?
Nur 800 Euro tief muss Frau in die Tasche greifen für dieses Kaschmirkleid von Camouflage Couture respektive von Franco Stork (s. unten). Der Meister hat die Löcher eigenhändig und individuell angebracht, mit Hilfe einer Rasierklinge... und so ist jedes Stück sozusagen ein Einzelstück - klingender gesagt "ein Unikat". Camouflage punktet mit limitierten Serien und Nieten findet man nicht in der Geschäftsleitung, sondern allenfalls als Veredelung auf Lack und Leder. Eine zerfetzte Smiley-Ausgabe kostet übrigens "nur" 759 Euro.



Entstanden ist Camouflage Couture - CC!! - aus Camouflage Deluxe, dem Taschenlabel des Kreativ-Duos Franco Stork und Kay Schöning. Ob Kay immer noch mitmischt, wird auf der neuen Homepage nicht deklariert! Verkauft wird jedoch Fashion Made in Germany; zu 100% Handarbeit.

CC erinnert mich umgehend an Coco Chanel. Eine faszinierende Person, die übrigens zu den 100 wichtigsten Persönlichkeiten des 20 Jahrhunderts gezählt wird. Frau hat ihr viel zu verdanken, unter anderen, dass sie endlich korsettfrei richtig durchatmen konnte. Obwohl man seine Weiblichkeit nicht mit mehr zu umhüllen braucht als mit Chanel 5, hatte Cocos Kreativität viel mehr hervorgebracht als diese unvergleichliche Duftnote. So zum Beispiel "das kleine Schwarze" oder das berühmte Chanel-Kostüm aus Tweedstoff, ein Muss für die gepflege Frau. Ihr Evening Ensemble von 1936 ist sogar im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt.

Ob das Franco Stork mit seinem Löcherlook auch gelingen wird? Was er kann, können unsere Motten schliesslich schon lange, und das erst noch ohne Rasierklingen. Allerdings flucht Frau dann meist über das Resultat, statt zu zahlen!

Hmmm, schon verrückt, wie manche einen Haufen Geld machen! Aber die Promis schwören auf Stork! Ob ich meinen Ansatz neu überdenke?

Freitag, 12. August 2011

Unruhen in London - Auflehnung gegen das System

Game is over - fertig lustig!
Seit einigen Tagen herrscht in London der Ausnahmezustand: Krawalle, Plünderungen, Brandstiftung... ganze Strassenzüge werden verwüstet, Angst grassiert und Unsicherheit.

Für mich sind solche Geschehnisse ein Spiegel der Gesellschaft. Wenn man als Jugendlicher ausschliesslich von kommenden Horrorszenarien liesst - kein Job, keine Zukunft, keine Möglichkeiten, Naturkatastrophen etc. - dann macht das einem Angst... und Angst erzeugt nun einmal Aggression. Je mehr Angst, desto grösser ist die Aggression, und irgendwo muss Dampf abgelassen werden. Wenn man zudem sieht, was sich u.a. Banker und Politiker alles leisten und wie sie sich gegenseitig stützen....

Zu Zeiten des Vietnamkrieges gab es eine andere Message: "Make love, not war". Die Jugendlichen zeigten, dass es auch anders gehen könnte; mit Flower-Power zu New Age - Aquarius - statt mittels Molotow-Cocktails mitten hinein ins Chaos!

Diese Art der Rebellion hat mir persönlich besser gefallen als was ich jetzt in den Medien mitverfolgen muss. Es war um einiges kreativer und nicht auf Zerstörung aus, sondern auf Wandel! Aber die Zeitqualität ist jetzt eine andere, und die Einflüsse auch!

Still loving it!!!

Hier noch einer der schönsten Songs des Musicals Hair! Wow, die Stimme von Cheryl Barnes erzeugt bei mir noch heute Gänsehaut am ganzen Körper!

Easy to be hard!

Um zum "Spiegel der Gesellschaft resp. unseres Gesellschaftsystems" zurückzukehren: für mich lautet die Message: Ihr macht unsere Welt kaputt, wir die Eure!

Und dass wir Menschen unsere Erde immer mehr in einen unbewohnbaren Planeten verwandeln und der Zug zur Umkehr wohl schon längst abgefahren ist, ist unübersehbar. Wir ärgern uns, dass ein paar Rowdies nicht zu stoppen sind, dass sie sich die Frechheit herausnehmen, zu plündern und alles zusammenzuschlagen, was ihnen unter die Fäuste kommt.

Allmählich beginnen sich immer mehr Leute öffentlich über die wenigen Profiteure aufzuregen, welche in ihrer Gier eine ganz andere Art der Ausbeutung und Plünderung betreiben, eine viel subtilere, welche durch die geltenden Regeln und das System noch gestützt wird. Das Volk zahlt, macht vielleicht die Faust im Sack, trägt noch jeden Scheiss mit und hat selbst in Demokratien - allesamt Dekoramteien - nicht viel zu melden. Schon lange warte ich darauf, dass die Menschen aufstehen werden, nicht länger bereit, sich hilflos alles gefallen zu lassen. Wir werden uns wohl an Bilder wie diejenigen aus London gewöhnen müssen.

Eine andere Möglichkeit, seinem Unmut Luft zu machen: "Lucy in the Sky with Diamonds....". Eine zweifache Mutter und Hausfrau aus dem Mittleren Westen langte tief in die Tasche - die eigene notabene - um ihrer Wut auf die Banken und Politiker Ausdruck zu geben. Sie mietete ein Kleinflugzeug, flog damit über das New Yorker Bankenviertel, im Schlepptau ihre Meinung zur ganzen Entwicklung in Sachen Kreditwürdigkeit der USA: "Danke für die Herabstufung - ihr solltet alle gefeuert werden"


Ob ich mal ein Kleinflugzeug miete und über dem Bundeshaus ein paar Kreise ziehe?

Dienstag, 9. August 2011

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs

Schräglage Ferien - mein Sommer-Schleuderkurs
Während der Ferien gerät manch einer in Schräglage, um nicht zu sagen: ins Schleudern. Mir geht das regelmässig so. Wenn ich an all die Dinge denke, die zu unternehmen ich mir vorgenommen hatte!

Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Dabei ist nicht das Wetter allein erfolgreicher Verhinderer. Es sind vor allem unsere Verhaltensmuster. Kommen dann noch zwei ähnlich Gestrickte zusammen, kann es sehr schnell heiter werden.... oder bewölkt, schlimmstenfalls alltäglich.

  • Packen! Ja aber.....
  • Reiseziel? Hmmm.....
  • Reiseart: eigentlich schwören wir auf "per Pedes"
  • Planung? By Chaos.... funktioniert nie!

So fragen wir uns regelmässig gegen 16:30 Uhr, ob wir bei dem Wetter nicht einfach eine Stadt besichtigen möchten. Okay, aber welche? Vor allem eine, die wir noch vor Ladenschluss erreichen könnten, würde ich sagen! Martin sind offene Geschäfte vermutlich weniger wichtig und unsere Haushaltskasse liebt heruntergelassene Gitter.

Apropos heruntergelassen: Wird bei Mundwinkeln nicht gern gesehen, lieber diese flockig-leichte Gelassenheit und Lässigkeit, wie wir sie aus Filmen kennen und im Alltag meist vermissen.

Meteocentrale.ch verwöhnt uns mal wieder mit niederschlagenden Radarbildern, während draussen die Sonne zwischen Wolkentürmen durchblendet. Göttergatte liegt darnieder, geschafft von einem sehr leckeren Essen nach Dojoputzete. Ob ich ihn mal kurz anstupse?

Mein Glückskeks würde dazu wohl sagen: "Für Risiken und Nebenwirkungen halten Sie ein Nunchaku griffbereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld."

...halten Sie Ihr Nunchaku bereit oder fassen Sie sich noch etwas in Geduld!


PS: So gut wie Bruce Lee bin ich mit dem Nunchaku allerdings nicht.... noch nicht!

Sonntag, 7. August 2011

Heinz Erhardt und Dalli Dalli reloaded - es lebe der NDR

Hei Leute, das war SPITZE ♡
Gestern habe ich wieder einmal einen rundum unterhaltsamen Fernsehabend verbracht, und zwar auf dem NDR. Grosses Kompliment!

Zuerst gab es eine Sendung zu Ehren von Heinz Erhardt, bei welcher die Lachmuskeln nach langer Durststrecke wieder einmal voll zum Einsatz kamen. Die waren schon richtig eingerostet. Moderatorin Ina Müller führte gekonnt durch die völlig werbefreie Sendung und wurde von vielen Künstlern tatkräftigst unterstützt.

Die Frau hat übrigens eine ganz tolle Stimme, wie man sich auf YouTube überzeugen kann (Medley Echo 2011 mit diversen Künstlern).


Interessant, dass Heinz Erhardt sein erstes Gedicht im Alter von zirka 6 Jahren verfasste. Da er des Schreibens noch nicht mächtig war, übermittelte er es wortgewandt seiner Mutter, die es für die Nachwelt festhielt.

Was hat er dann im Laufe seines Lebens nicht alles in Worte gefasst: Weisheiten wie:
"Frauen sind die Juwelen der Schöpfung; man muss sie mit Fassung tragen"
oder
"Das Lernen macht stets dann Verdruss, wenn man's nicht will, es aber muss!"

Seine Vierzeiler beweisen das dichterische Talent:
Wenn dir ein Fels vom Herzen fällt,
so fällt er auf den Fuss dir prompt!
So ist es nun mal auf der Welt:
ein Kummer geht, ein Kummer kommt ....
oder ganz kulturell:
Wenn die Opern dich umbrausen
mit Getön,
dann geniesse auch die Pausen:
sie sind schön!
wie wär's mit kurz und knapp:
Die alten Zähne wurden schlecht,
und man begann, sie auszureissen,
die neuen kamen grade recht,
um mit ihnen ins Gras zu beissen.
Jou! Super ei!! Nach einer kurzen Vorschau auf zwei Krimis in der kommenden Wochen - und absolut NULL Werbung!!! - folgte "Dalli Dalli reloaded" mit Kai Pflaume. Nennen Sie mich altmodisch, aber es war einfach nur toll - von A bis Z! Erinnerungen an Hänschen Rosenthal wurden wach - das waren noch Zeiten! Nein, das werden noch Zeiten!!!!! Fernsehen kann man ja auch geniessen! Ich bin jedenfalls ganz sicher das nächste Mal wieder dabei.

Übrigens: früher war der NDR einer meiner bevorzugten Sender, bevor ihn "Cablecom analog" brutal aus dem Programm schmiss. Jetzt, mit Swisscom TV, kann ich ihn wieder problemlos empfangen und werde mich wohl des öftern da aufhalten. Meine Lachmuskeln sind jedenfalls schon jetzt begeistert und meinen: das war Spitze!

Montag, 1. August 2011

Rap-Hunzel lass Dein Haar herunter

Eintritt 1 €uro - Fehltritt 100 €uro
Rap-Hunzel lässt grüssen
YEAH ;-)
"Soll ich es Ihnen gleich einpacken".... meint die nette Buchverkäuferin geflissentlich. "Sehr gerne" - meine Standardantwort, die ich vielleicht für zukünftige Einkäufe noch einmal grundlegend überdenken sollte. Das Resultat der Bemühungen von zehn zarten Fingern war katastrophal, schlimmer als wären zehn Zehen zum Einsatz gekommen:

Das Papier: eine Musterauswahl, welche bei sensiblen Menschen zu Epilepsieanfällen führen könnte. Das in 1000 kleinste Einzelfäden gesplisste, mehrfarbige Geschenkband entführte mich jedoch sogleich in meine Kindheit zurück bis hin zu "Rap-Hunzel, lass Dein Haar herunter".

Von den zwei Möglichkeiten

  1. ich packe aus und neu ein: umweltunfreundlich und umständlich
  2. ich nutze die Gunst der Stunde und gebe dem Ganzen eine Richtung: umweltfreundlich und Spass erzeugend

entschied ich mich umgehend für Spass. Hoffentlich fallen meine Gastgeber nicht vor Entsetzen in Ohnmacht, denn selber kochen und feiern hätte ich auch zuhause können. In knapp einer Stunde weiss ich mehr. Es bleibt also spannend....

USA - geschafft.... okay, aber was genau?

s. auch YouTube: wie funktioniert Geld 1
"Obama geschafft (wie jetzt genau?)", titelt der Blick heute: "Wir haben einen Deal"!

Deal or no Deal: Wäre die überverschuldete USA zahlungsunfähig geworden, hätte sich wohl die Sonne verdunkelt, wäre der Planet selber ins Schwanken geraten. Etwa so sehen dies Wirtschaftsfachleute und Politiker gleichermassen.
Wie kann jemand, der total verschuldet ist, überhaupt zahlungsfähig genannt werden? Er ist allenfalls kreditwürdig... trotz allem oder für alle!
Wie dem auch sei: die Schuldenobergrenze der USA darf nun, sofern die beiden Kammern zustimmen, von derzeit 14,3 Billionen Dollar auf eine bisher nicht bestimmte Höhe hochgeschraubt werden. Selbstverständlich will man es auch mit Sparen versuchen, sagt Meister Obama, zum Beispiel durch Ausgabekürzungen.

Jedenfalls scheint jetzt angesichts der Entwicklung in den USA jeder irgendwie erleichtert, ja beinahe in Feierlaune. Fast euphorisch war man auch, als kürzlich entschieden wurde, dass man Griechenland erneut milliardenschwer unter die Arme greifen werde. Vorher waren bereits Portugal und Irland Empfänger einer solchen Palliativbehandlung und schon munkeln einige von Italien als potentiellem weiterem Patienten.

Wer sieht da noch durch. Wohl definitiv keiner. Höchstens zur Hälfte SCHWARZ, die andern ROT. Durch die Globalisierung ist es selbstverständlich geworden, das eigene Volk arbeiten zu lassen um die Misswirtschaft in anderen Ländern aufzufangen und so die eigene Währung zu stützen.

Das Denken in grösseren Zusammenhängen unter Missachtung der Bedürfnisse des eigenen Volkes ist nicht neu. Solange alles sich nur um bedrucktes Papier - sprich: Geld - dreht, wird das wohl auch so bleiben.

So zum Beispiel in Chile, genauer gesagt in der Atacama. Sie gilt als trockenste Wüste der Erde. Dennoch bietet genau diese Region mit ihren Gold und Kupferminen eine der wichtigsten Einkommensquellen der chilenischen Regierung (ich hätte zwar auch "des Staates" schreiben können, aber...).

Fast einen Kilometer tief haben sich die Arbeiter in Chuquicamata auf der Suche nach den gewinnbringenden Rohstoffen bereits gegraben. Bevor das Kupfer geschmolzen werden kann, muss das Erz mit enormen Mengen an Wasser und mit Hilfe giftiger Chemikalien "gewaschen" werden, und das in einem Landstrich, in welchem Mensch und Tier buchstäblich das Wasser zum Überleben langsam ausgeht. Aber nicht nur Wassermangel ist für die immer weniger werdenden Anwohner ein Problem, sondern auch die aus der Kupfergewinnung resultierenden physischen Probleme wie Staublungen, Asthma und Krebs (Feinstaub!) und eben die giftigen Chemikalien (z.B. Arsen), welche die Wasserqualität entsprechend prägen.

Ein Problem? Viele Probleme? Ach wo, solange der Rubel rollt, der Euro auf Kurs bleibt, der Franken nicht zu hoch aufsteigt und ein chilenischer Peso immer noch in Centavos unterteilt werden kann und nicht in Besitos ausbezahlt werden muss.... bleibt alles beim alten!

Homo sapiens lässt grüssen und stösst schon mal mit Billigsekt (Sparen tut not) auf die Klugheit der amerikanischen Republikaner und Dominikaner.... eh.... Demokraten an. Hicks!

PS: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, heisst ein altes Sprichwort!