Sonntag, 31. Juli 2011

Grössenwahn im Vergleich

Und wo bin ich ;-)
Ja, ja, ich weiss, man sollte nie die Relationen aus den Augen verlieren. Von wegen der Wettergott interessiert sich, wann unsere Ferien stattfinden. Als ob er nichts Besseres zu tun hätte, oder auch einfach nur etwas anderes.

Haben Sie sich schon mal mit Grössenverhältnissen auseinandergesetzt? Unsere Erde erscheint uns riesig. Kleiner sind wohl, was die Planeten anbelangt, nur noch Venus, Mars, Merkur und Pluto. Letzterem hat man erst kürzlich den Planetenstatus aberkannt und ihn den Zwerg-Planeten zugeordnet, was nicht gerade nett war.

Grösser als die Erde wären Neptun, Uranus, Saturn, Jupiter und natürlich die Sonne. Die wiederum sieht winzig aus im Vergleich zu den Planeten Sirius, Pollux und Arcturus. Der wiederum wäre ein Zwerg, wenn er neben Rigel, Aldebaran, Betelgeuse oder gar Antares Platz nehmen würde. Aber auch Antares ist nicht das Ende der Geschichte, respektive dieser Tonleiter und im Vergleich zum ganzen Universum nicht grösser als ein Nichts gemalt auf die Leinwand des Lebens.

Back to Earth... zurück zur Erde. Sie bietet mittlerweile fast 8 Milliarden Menschen Platz... und ich bin eine von denen. Und ausgerechnet ich soll auserwählt sein, unser Wetter zu beeinflussen? Vergessen Sie's! Und so schäme ich mich ein wenig für meinen verbalen Wutausbruch (s. Post vom 28.7.), gelobe Besserung und halte in Zukunft am besten meinen Mund, vor allem dann wenn nur nicht Rezyklierbares (kurz: Müll) rauskommt. Interessant in diesem Zusammenhang: wie klein sind unsere Probleme angesichts dieser gigantischen Tatsachen!

Gemeinsam mit "Swiss Ufoline" wünsche ich uns allen auch wetterseitig 
einen schönen 1. August




und weil es eben sein muss, dafür wortlos

Donnerstag, 28. Juli 2011

Mit dem Wettergott auf Kriegsfuss

nimm Dich in Acht... Wettergott!! Grrrr!!!
 "Ab Montag wird das Wetter besser" prophezeihten mir viele gegen Ende letzter Woche, als ich relativ skeptisch Richtung bevorstehende Ferien blickte. Doch-doch, der Bucheli hat's vom Dach gepredigt, da kann echt nichts mehr schiefgehen.

Wer's glaubt wird selig und ich war mehr als skeptisch, sintemal Schwab'sches Ferienwetter kapriziöser ist als wir selber es je werden können. So wirklich sonnig war unsere erste Ferienwoche bis jetzt tatsächlich nicht.

Gestern hatten wir mit der Petersinsel eine glückliche Wahl getroffen. Heute wollten wir die absolut sehenswerte Gotteronschlucht durchwandern, also von Fribourg nach Tafers pilgern. Ich war an sich guter Dinge, hatte doch auch Kachelfroschs Meteocentrale das Wetter in Fribourg wie folgt beschrieben: "Am Donnerstag ist es am Tag bewölkt, aber überwiegend trocken. Am Abend gibt es wechselhaftes Wetter mit einigen Regenschauern. In der Nacht setzt sich sternenklares.... usw.".

nur echt mit Sherpa ... und violetten Schuhen
Nach einem leckeren Mittagessen nahmen mein Sherpa und ich die ersten Kilometer unter die der Tour entsprechend ausreichend beschuhten Füsse. Eine zauberhafte Landschaft präsentierte sich und liess unsere Herzen höher schlagen, nicht zuletzt wegen der zunehmend steilen Passagen - Puls geschätzte 200 Schläge pro Minute - welche uns überdeutlich offenbarten, dass bei uns im Herz-Kreislauf-Bereich echt Handlungsbedarf bestünde.

Von wegen vorwiegend trocken; die ersten Tropfen fielen ziemlich rasch, zu denen sich dann auch postwendend viele weitere gesellten, bis es schliesslich sträzte wie Sau. Männiglich hatte eine Goretex-Jacke, ich selber einen kleinen Schirm und so dauerte es nicht lange, bis wir beide ziemlich durchnässt waren. Als ich dann mit meinen neuen tollen Schuhen noch durch eine Megapfütze hätte schwimmen sollen, wählten wir den Weg zurück.

Ich war stinksauer, besser gesagt: ich rauchte und spie Feuer vor Wut. Wir Schwabs sind offenbar nach wie vor Garanten für einen richtigen Landregen, selbst wenn vorher das schönste Wetter angekündigt war. Eigentlich sollte man uns ins Schweizer Hilfskorps integrieren und als Regenmacher in Gebiete mit Dürrekatastrophen schicken, damit das lebensspendende Nass auch da wieder einmal die Erde beglückt.

ich: noch rothaarig
und völlig durchnässt
Das erinnert mich an unser 10jähriges vom Dojo. Strahlenden Sonnenschein sollte es geben und so bestellte ich zwei Zelte, die als Schattenspender gedacht waren. Spinnst Du, was soll das mit den Zelten, meinten einige noch. Kurz nach Ende der Vorführungen, als alle so richtig ins Apéro liegen wollten (wir hatten ein super Catering mit allem was das Herz begehrt!) fing es an zu regnen. Nach 5 Minuten kübelte dermassen, dass wir alle in kürzerster Zeit völlig durchnässt waren, trotz Zelten und so.

Ich bin mittlerweile überzeugt, dass der Wettergott es persönlich auf mich abgesehen hat und so scheint ein Verschieben des Austragungsortes für unsere restlichen Ferientage eine relativ sinnlose Angelegenheit zu sein. Wir möchten auch nicht verantwortlich zeichnen dafür, dass z.B. in Malle eine Schlechtwetterperiode einsetzt.

Im Nachhinein und angesichts wirklicher Probleme, z.B. in Somalia, schäme ich mich für mein Verhalten und gelobe Besserung. Da auch dies nicht das erste Mal ist, habe ich auch hier wenig Hoffnung auf eine wirkliche Wende! Wie heisst es doch so schön: das einzige, worauf man sich im Leben verlassen kann, ist der stete Wandel, die Veränderung, der ewige Wechsel von Yin und Yang.... !?

Ryffel Running .... immer noch top!

Ryffel Running: Shoe-Solutions
Ich liebe es, zu Fuss zu gehen. Wenn ich Zeit habe, verzichte ich im Alltag auf Tram und Bus. Meinen Laufstil könnte man als sportlich bezeichnen, elastisch allenfalls. Am besten ginge man ja barfuss, aber das kann man sich in der Stadt nicht leisten, zu sehr läuft man Gefahr, in eine Scherbe zu treten oder sich sonst zu verletzen.

Was ich in letzter Zeit für Schuh-Fehleinkäufe getätigt habe, um dieses ersehnte Laufgefühl zu geniessen, geht auf keine Kuhhaut. Einzig der Nike-free kann hier punkten. So habe ich mich am Dienstag wieder einmal in ein Fachgeschäft begeben, das diesen Namen auch verdient: Ryffel Running! Anders als in anderen Sportgeschäften nimmt man sich hier Zeit; das Verkaufspersonal ist auf hohem Niveau ausgebildet.

Zunächst stellt sich der potentielle Kunde auf ein Plexiglasteil, das im Bodenbereich über einen Spiegel verfügt. So kann man sich einmal von unten betrachten und sieht genau, wo man den Fuss wie belastet. Nun muss der Kunde jeweils auf nur einem Fuss stehend ins Plié gehen, so wird beidseits geprüft, wie kräftig das Fussgelenk ist und ob man abknickt.

Die Prüfung ergab, was ich schon lange weiss und Otto Normalverkäufer immer zu erklären versuche: mein Fuss braucht keine Unterstützung, weder fürs Stehen noch fürs Gehen und im Liegen schon gar nicht. Eine weiche, natürlich geformte Innensohle reicht aus, damit ich mich wohlfühle. Ich erstand nach fachkundiger Beratung einen ASICS, der sich toll anfühlte und idealerweise auch farblich zu meiner Handtasche passte - d.h. an einigen Stellen pink.

Gestern ging es dann zu Fuss auf die Petersinsel, wobei wir selbst den Rundgang um die Insel anhängten - 3 Stunden walking insgesamt. Es war ein anderes Gehgefühl als sonst und mir offenbarten sich Po-Muskeln, die ich vorher noch nicht einzeln begrüsst hatte. Ob das zu 'nem strafferen Hintern verhilft? Das einzige Problem mit den neuen Schuhen war rechts eine Naht, die wohl zwei-dreimal zuviel genäht worden war. Sie trug dermassen dick auf, dass es mich schmerzte und abends eine rote Stelle zu sehen war. Wir fuhren gleichentags erneut bei Ryffels vorbei und die Verkäuferin (an)erkannte den Produktionsfehler sofort. Leider gab es den Schuh nicht mehr an Lager und so bin ich umgestiegen auf einen anderen, diesmal ohne Goretex, dafür etwas leichter. Allerdings ist der Schuh violett und hat im Bereich der Sohle einige orangen Tempomacher! Super! Hoffe, er hat keine versteckten Mängel.

Daumen hoch !!
Fazit: Es lohnt sich gerade bei Sportschuhen, sich an den Fachmann zu wenden, und damit meine ich solche mit spezifisch geschultem Personal und nicht einfach Schuhverkäufern, welche einem zeigen, wo man selber stöbern kann. Ryffel geht jedoch darüber noch hinaus und ersetzt kulant einen Schuh mit Produktionsfehler. Das ist Spitze!!!!

Wie ich gelesen habe, übernahm die Migros im Dezember 2010 die Marktrechte von Ryffel Running sowie die Mehrheit der gleichnamigen AG. Hoffentlich wird dies der seit Jahrzehnten gebotenen Qualität keinen Abbruch tun, vor allem was das unersetzlich Knowhow anbelangt, denn letzteres erspart dem Kunden viel Geld, Schmerzen und Umtriebe.

PS: Wann gibts den ersten ASICS-High Heel? ;-)

Montag, 25. Juli 2011

Apple - Raubtieralarm zum dritten

Grrrrrr-ab it...... ;-)
Nach Tiger und Snow Leopard beglückt neu King Lion die Apple-User weltweit, vor allem diejenigen, welche zuviel Geld auf ihren Konten haben und nicht wissen, wohin damit.

Nein, es ist nicht das Betriebssystem selber, das mit knapp 24 €uro den Anwender überfordern könnte. Wie immer bei solchen Upgrades funktionieren jede Menge Programme nicht mehr und müssten allenfalls neu gekauft werden, allen voran ältere Adobe-Anwendungen wie z.B. der Dreamweaver CS4. Nicht eben billig das Ganze.

Aber auch "mobile me" soll ja demnächst durch iCloud ersetzt werden. Wieviele Nachteile wohl die Vorteile überwiegen werden? Nimmt mich bloss Wunder, was dann alles wieder nicht mehr funktioniert!

Und irgendwo im Versteckten verdienen sich gewisse Leute eine goldene Nase damit, dass das Motto "einmal Apple immer Apple" jedes noch so kostspielige Upgrade überleben wird, denn wer will schon zu Windows mit all seinen Virenprogrammen und den unzähligen Bluescreen-Varianten zurückkehren?

Dennoch gibt es heute von mir ein Daumen unten für Steve Jobs und Konsorten! Es wäre für solch geniale Entwicklern ein Klacks, dass nach einem Wechsel beim User nicht nur die Tränen der Enttäuschung laufen!!!!!

By the way: welches Raubtier wird wohl als nächstes Pate stehen.... vielleicht einmal eines aus unseren Reihen.... das grösste überhaupt: ein Mensch, meine ich, einer der Marke "Geiz ist geil" aus der Liga der reichsten Abzocker dieser Welt. Bill Gates wird es wohl nicht sein, oder? Eher ein Politiker, ein Banker oder ein Börsenhai.... es bleibt jedenfalls spannend!

Mittwoch, 20. Juli 2011

Lernen - apprendre = à prendre....

c'est à prendre (apprendre) ou à laisser
... ou à laisser!

Das französiche Lernen - apprendre - zeigt wieder einmal überdeutlich, wie intelligent Sprachen aufgebaut sind, und zwar ausnahmslos jede! Öffnet man sich nämlich der Worten innewohnenden Weisheit, erkennt man darin sogleich auch eine Art Gebrauchsanweisung.

Apprendre heisst lernen, aber auch begreifen, entdecken, erkennen, herausfinden und erfahren. Diese Begriffen sprechen von ganz viel Eigenarbeit. Lernen ist somit alles andere als ein Auswendiglernen irgendwelcher Fakten, sondern ein lebendiger Akt des Erahnens, gefolgt von einem freudigen Begreifen und Erkennen.

Wahres Wissen kann jederzeit angezapft werden, und damit ist für einmal nicht Google gemeint. Das einzige, was man tun muss, um an Wissen zu gelangen, ist: sich selber Fragen zu stellen resp. Fragen in den Raum zu stellen, am besten vor dem Einschlafen! "Klopfet an, so wird euch aufgetan", heisst es schon in der Bibel.

Wer Gurus, Professoren oder Büchern alles unverdaut glaubt, wird nicht selig.... allenfalls armselig und abhängig noch dazu. Wir verfügen selber über einen "24 hours Discovery Channel", den es zu nutzen gilt.

Lassen wir uns auf eine Art des Lernens ein, die den Gegebenheiten unserer Zeit entspricht. Das Wissen ist da, kostenfrei und für jeden stets zugänglich: C'est à prendre ou à laisser. Viel Spass beim Erkunden!

Montag, 18. Juli 2011

Kinderförderung.... oder doch eher Kinderarbeit?

angewandte Intelligenz
Man muss sich das Rüstzeug holen, um das Leben zu meistern, Ausruhen kann man sich auf dem Friedhof oder bestenfalls etwas früher, nach der Pensionierung, dann hat man Zeit! Etwa so empfand ich die Message meiner Grossmutter mütterlicherseits. Jahrelang habe ich mich denn auch in verschiedenen Bereichen versucht, schlau gemacht, aus- und weitergebildet.... ich habe geübt und geschuftet, bin immer tiefer in gewisse Gebiete eingetaucht, um jetzt plötzlich festzustellen: es ginge auch anders.

Eigentlich wurde mir dieses "anders" ja bereits in Kindertagen von einer meiner Cousinen vorgelebt. Sie war sowieso speziell. "Hast Du Esthers Aufgaben gemacht" wurde ihr Bruder Hans jeweils gefragt; sein "Nein" mit einem postwendenden "Warum nicht?" quittiert. Ich fasste es jeweils kaum und dachte, die Kleine müsste ihre Aufgaben doch selber machen oder halt gar nicht und dazu stehen; alles andere bringt doch nichts!

Obwohl sie es wohl schulisch nie auf eine Oberstufe geschafft hätte, verfügte sie durchaus über ganz viel praktische, angewandte Intelligenz. Wenn zum Beispiel Grosi väterlicherseits ihrem Powernapping frönte - nur echt mit Augenbinde und einem Hundertsiebenundzwanzigstel Kopfwehpülverchen - tauchte Klein-Esther nach einer kurzen Anstandspause auf, in der einen Hand Grosis Gebiss, in der andern das Märchenbuch: "Grosi, kannst Du uns noch ein wenig vorlesen?". Ja, denn ohne Zähne liest's sich schwer!

Als Esther dann schwanger wurde, hatte man allenthalben Bedenken. Sie gab ihrem Kind jedoch das Wichtigste, was es überhaupt gibt. Nein, ich spreche nicht von Essen, von Aufgabenhilfe, von blitzblank gebohnerten Böden oder Daueranweisungen, sondern von ganz viel LIEBE. Ihre Tochter war und ist ein wundervoller Mensch, der das Leben mit einer Leichtigkeit meistert, die auf Urvertrauen, Selbstwertgefühl und ganz viel Liebe beruht, einer Liebe, mit der sie nun ihrerseits alle, die ihr begegnen, beschenkt.

Klar bin ich heute froh, dass ich einige Sprachen spreche, über spezielle Fertigkeiten verfüge und gelernt habe, zu lernen. Wichtig war für mich aber auch, dass ich als Kind zwischendurch auch Zeit für mich selber hatte; um zu lesen, draussen zu spielen oder einfach zu sein. Wenn ich heute bei unseren Aikidokindern sehe, was alles in deren Agenden steht, wieviele Kurse sie nebst der Schule noch besuchen, dann wundert es mich nicht, dass beinahe jedesmal eines über unerträgliche Kopfschmerzen klagt - Spannungskopfschmerzen halt und zwar solche, bei denen ein Hundertsiebenundzwanzigstel Kopfwehpülverchen kaum etwas nützt und mit stärkerem Geschütz dagegen vorgegangen werden muss.

Ist es wirklich im Sinne unserer Steppkes, für alle Eventualitäten vorzubeugen resp. gerüstet zu sein und schon im zarten Alter von 10 Jahren über den Terminkalender eines Managers zu verfügen? Muss wirklich jedes Kind Frühenglisch büffeln, mindestens ein Instrument spielen und noch irgendetwas in Sachen Bewegung absolvieren? Wann bitteschön haben Kevin, Julia und Konsorten noch Zeit, eigenen Impulsen nachzugehen? Fördern ist gut, aber wo ist fängt die Überforderung an, oder gar die Kinderarbeit?

PS: Meine Cousine Esther ist leider gestorben, 4 Wochen nach der Geburt ihres ersten Enkelkindes. Das kann ich übrigens irgendwie immer noch nicht ganz begreifen! Es macht mich einfach traurig!

Sonntag, 17. Juli 2011

Ferienzeit - Schlappschusszeit

Schlappschüsse 2011
Sommer 2011, unsere Ferien nähern sich in Riesenschritten und es sieht in Bern ganz nach Schwabwetter aus (eifrige Kurzum-Blog-Leser wissen, was das heisst). Um Wasserreserven brauchen wir uns wohl nicht weiter zu bemühen. Kluge Menschen versuchen, nicht dieselbe Desti-Nation anzupeilen wie wir. Eventuell lohnt es sich also, Frongkraisch grossräumig zu umgehen.

Ferienzeit ist immer auch Schlappschusszeit. Man fotografiert sich gegenseitig in jeder nur erdenklichen Pose und Situation, nicht immer vorteilhaft. Hauptsache es macht Spass.... meist allen, ausser dem Sujet selber, es sei denn es handle sich um ein gähnendes Kamel oder die Wüste Gobi... beide garantiert nicht eitel.

Ich frage mich immer, wer sich all diese Aufnahmen mal ansehen wird. Meine Unvollendete - unser Hochzeitsalbum vom Februar 1993 - fällt mir ein. Schande über mich.... ich konnte mich immer noch nicht aufraffen; wohl zu schlapp!

Schlapp fühlt man sich nicht nur während der Ferien, sondern auch kurz davor und unmittelbar danach. Viele Arbeitnehmer werden zufällig genau dann "krank", davon können Arbeitgeber ein Lied singen!

Was für einen Rat kann ich mir jedoch jetzt erteilen, kurz bevor es losgeht mit Freizeitvergnügen:

  •  nicht zu hohe Ansprüche stellen; es braucht nicht jede Minute unter dem Motto "non plus ultra" zu stehen
  • dem Allerliebsten mal eine Pause zu gönnen; keiner kann pausenlos zuhören
  •  beim Fahren auf der Autobahn nicht nur eines, sondern am besten gleich beide Augen zudrücken, der Lastwagen vor einem schwankt nur, weil der Chauffeur schunkelt
  •  unbedingt das eigene Kopfkissen mitnehmen
  • die Hygieneansprüche runterschrauben
  • am besten einen leeren Koffer mitführen; er kann vor Ort gefüllt werden, wobei diesbezüglich Paris vor St. Emilion kommt, ausser vielleicht bei Rotweinen
  • EINFACH DIESES JAHR NICHT ZUHAUSE BLEIBEN.... nur Mut!!

Übrigens: Apropos Schlappen: einstecken kann man solche auch während der Arbeitszeit! Darum: schöne Ferien!

PS: das war mein 800ster Eintrag auf blogger.com, abzüglich zweier Posts, die ich gelöscht habe!

Dienstag, 12. Juli 2011

Sommer und Shen - der Geist des Feuers

Wie sieht wohl heut' der Himmel aus?
Von meinem Horoskop her bin ich laut Fachleuten ein Feuer-Luftgemisch, absolut ohne Erdung und extrem explosiv. Ob ich deshalb so wild auf Bewegung bin? Seit ich denken kann bereitet langes Sitzen mir Mühe. "Äs Fieggifüdle" meint der Berner dazu.

Im Frühling befinde ich mich jeweils in Höchstform, vom Gefühl her ausgeglichen, fokussiert und voller Zuversicht. Lebenslust taucht aus den tiefsten Tiefen auf und das Motto lautet: "mein ist die Welt". Ach könnte dieser Zustand doch ewig andauern!

Der Sommer bringt mich jedes Mal in einen Unruhezustand. Shen - der Geist des Feuers - ist ungebändigt und lodert mich um den Verstand. Jetzt könnte ich etwas Jungfrau-Aroma meines geerdeten Göttergatten gut brauchen! Himmisackra und verflixt noch einmal, nun bin ich schon... naja... einige Jahre über 20 und verbrenn' mir immer noch die Finger, rede mich um Kopf und Kragen, schwitze und vibriere vor Überempfindlichkeit. Ein kitzelndes Haar... und ich greife beinahe zur Domdöse, das Brummen eines Insekts.... und mein Puls ist auf 200, Heiterkeit tanzt Tango mit Wehmut und Trauer.... WO BLEIBT DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS? Halloooooooo!!!

Höchste Zeit für gezieltes Üben, zum Beispiel Kuji-Kiri (eine Folge von Mudras), bewegte Entspannung wie Aikiko, Aikido und Tanzen oder eine Runde Tiefkühltruhe als kleine Vorschau auf kommende, nicht wirklich gemütlichere Momente. Klirr-Brrr-Hmmm: oder wie meistern Sie ihren Geist des Feuers?

Donnerstag, 7. Juli 2011

Shampoos ohne Phthalate - weil Sie es sich wert sind!

Bier ..... bis in die Spit-ZEN
Klingt gut, aber welche Produkte sind heutzutage überhaupt noch unbedenklich? Phthalate werden beinahe überall eingesetzt, ausser in Brotaufstrichen, und auch da bin ich mir nicht ganz sicher. Gemäss Ökotest vom Oktober 2010 wurde nämlich der Kult-Aufstrich Nutella auf Diethylhexylphthalat (DEHP) positiv getestet. Phthalate gehören zu den Weichmachern und sind in zirka 70 Prozent aller Shampoos enthalten. Amerikanische Forscher haben nun herausgefunden (Danke Jungs, wir hatten vorher schon genug Probleme!), dass solche Haar"pflegemittel" nicht nur krank (Unfruchtbarkeit, Diabetes), sondern auch dick machen können. Sie wirken wie Hormone. Zudem würden gewisse Rückkoppelungsmechanismen nicht mehr greifen und so z.B. die Sättigungsmeldung ausbleiben.

Es wird geraten, unbedingt vor dem Kauf eines Produktes die Liste mit den Inhaltsstoffen durchzugehen - am besten mittels Elektronenmikroskop, denn die Schriften sind mittlerweile so klein gewählt, dass die Buchstaben sich dem menschlichen Auge entziehen. Im weiteren müssen Phthalate nicht zwingend deklariert werden, was die Sache nicht einfacher macht und Otto und Hilda Normalverbraucher auf ihre hoffentlich anzapfbare Intuition zurückwirft.

Shampoos sollte man generell nicht zu lange einzumassieren, da sonst Phthalate und andere (bestimmt ebenfalls enthaltene und bislang unentdeckte) bedenkliche Stoffe direkt über die Blutgefässe aufgenommen und zum Hirn transportiert werden könnten. Auf der einigermassen sicheren Seite sei man mit Naturkosmetik!

Phthalate finden sich auch in Kunst- und Klebebstoffen, Gummi etc. und stehen im Verdacht, Asthmaanfälle zu fördern.

Okay, vermeid ich dies - riskier ich dies und das - und jene lauernde Gefahr wurde noch gar nicht erst entdeckt. Wissen Sie was, am besten brauche ich auch weiterhin mein Shampoo von Redken und ab und zu das seit 100 Jahren hergestellte Biershampoo von Denner ___☺____ für einmal keine Bieridee, oder?

PS: Hier übrigens die Inhaltsliste des besagten Produktes! Beruhigend: es enthält tatsächlich Bier - Beunruhigend: es enthält sogar noch mehr als Bier!

Dienstag, 5. Juli 2011

Fürstin Charlènes neue Welt

alles dieselbe Frau?
Monaco ist der zweitkleinste Staat der Welt - nach dem Vatikan. Nur gerade 2,02 km² gross, dafür flächendeckend mit Hochhäusern versehen - man expandiert in die einzige Richtung, die dies noch zulässt.

Südafrikas Staatsgebiet beläuft sich auf 1.219.912 km², ist also genau 1'219'910 km² grösser als Monaco. 41 Einwohner pro km² stehen 16'319 in Monaco gegenüber, natürlich nur bildlich gesprochen.

Fürstin Charlène von Monaco hat allerdings nicht nur ihre Landeszugehörigkeit aufgegeben, sondern auch vielem anderen abgeschworen, das das Leben lebenswert macht und Körper und Seele erfreut. Viel Freiheit wird sie als Durchlaucht nicht mehr geniessen und wohl auch von Termin zu Termin hetzen, um irgendwelche Charity-Projekte zu unterstützen, Reden zu halten, Schulen zu eröffnen, Bänder zu durchschneiden und sonst allerlei "Wichtiges" zu erledigen. Wenn man sich zudem einmal alte Fotos oder gar Interviews von ihr ansieht, wird klar, dass sie so ziemlich alles hat verändern lassen, was einem Menschen seinen urpersönlichen Ausdruck verleiht: Zähne, Gesichtszüge, Lippen etc. Aber auch Verhalten, Temperament und Spontaneität haben gelitten und der einst so sportliche Körper ist viel asthenischer geworden und entspricht eher dem, was heute von den Modeschöpfern geschätzt wird zwecks Vorführung ihrer Kreationen.

Auch nach der Hochzeit brodelt die Gerüchteküche noch immer von wegen Fluchtversuchen, ausstehenden Vaterschaftstesten, knallharten Eheverträgen und vielem mehr. Daher könnte man sich tatsächlich fragen, ob die Tränen anlässlich der Niederlegung des Brautstrausses in der Kirche St. Dévote Tränen der Freude, der Rührung, der Erschöpfung oder gar des Kummers gewesen waren, ausgelöst durch ein Lied aus ihrer Heimat, das ihr von einem Chor dargebracht wurde. Vielleicht haben die vertrauten Noten ihr überdeutlich vor Augen geführt, was sie alles aufgegeben hat, um an der Seite des fürstlichen Staatsoberhauptes eines Ministaates in gewisser Weise Geschichte zu schreiben... und davon hoffentlich ausschliesslich glückliche Kapitel.

Wir könnten die beiden auch einfach ein wenig in Ruhe und ihr hoffentlich vorhandenes Glück geniessen lassen. Na, Blick, Bild, Bunte, Gala, RTL, Pro7 etc., wie wärs.... macht Ihr mit?

PS: Wirklich alte Bilder von Charlene Wittstock findet man auf dem Netz kaum mehr.... da war wohl einer fleissig. Allein in den Fernseharchiven war da noch einiges an Material vorhanden!

Kat-Zen: Unerwünschter Whiskas-Rücklauf

Grrrrrrr-ummel !!!
Ich mag Katzen. Sie sind mir in vielem ein Vorbild. Ihre Bewegungen fliessen harmonisch und elegant, und sie scheinen irgendwie nicht von dieser Welt. Ätherische Wesen halt. Eines würde ich persönlich jedoch niemals tun: das kleine oder grosse Geschäft den Nachbarn vor die Eingangstür zu platzieren.... und das beinahe täglich. Das geht nun schon seit Jahren so und nicht jede ist so anständig, ihr Werk entsprechend zu signieren.

Mitzeli von der Heide
In Gedanken habe ich sie schon gevierteilt und ihr versprochen, dass sie zwischen zwei Brotscheiben auf meinem Teller landet, wenn das nicht aufhört. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass ich angesichts der vier Samtpfötchen dazu nicht fähig wäre und so werden wir wohl nach jeder Menge Pfefferstreuen demnächst auf etwas neuere Technologien setzen, zum Beispiel eines dieser kleinen Geräte, welches einen für uns meist unhörbaren Ton erzeugt und dafür sorgen wird, dass Mitzeli unverrichteter Notdurft von Dannen schleicht.

Freitag, 1. Juli 2011

Heidi Klum mags schmutzig....

Honi soit qui mal y pense!
.....und das erst noch im Schlafzimmer!!! Soll sie doch mal mit ihrer Putzfrau reden, da liesse sich doch sicher was machen, oder?

Schön, dass wir darüber gesprochen haben!

PS: Wussten Sie, das eine Staubschicht nur dann auffällt, wenn ein unvorsichtiger Staubkontrolleur mit dem Finger deren Homogenität zerstört?

Gefahrenzone Haushalt - Alarmstufe BLOND

lieber blöd als fit - oder war's doch umgekehrt?
Alarmstufe BLOND, das ist typisch Annemarie! Genau, oder würden Sie bei diesen Sichtverhältnissen in der Wohnung rumspazieren? Wie: Sie sehen nichts? Das ist ganz normal; ich doch auch nicht!

Eigentlich wäre gegen einen Mondspaziergang nichts einzuwenden, es sei denn - wie gestern Nacht - gerade Neumond. Bei uns war dermassen stickig und heiss überall, dass ich mich für ein kurzes Durchlüften entschied, aber da sind ja noch unsere Freundinnen, die Mücken. Auch wenn deren Lobby kürzlich in den Zeitungen verbreiten liess, sie würden sich nicht von Licht, sondern von Geruch anziehen lassen, geht man wohl besser auf Nummer sicher und löscht sämtliche Lichter.

Besser wäre, auch die mitten im Wohnzimmer befindlichen Trainingsgeräte zu entfernen, vor allem, wenn sie so riesig sind, wie unser Trampolin. So wurde letzteres für mich gleich mal zum Trampel-in (ich "Trampel", Du "in").

Obwohl ich bei der Nord-Süd-Durchquerung der Wohnung noch dachte: "ui, das Ding steht da gefährlich", hatte ich die Warnung meines Zentralrechners auf dem Rückweg von Süden nach Norden bereits wieder vergessen. Ich fiel buchstäblich über das sperrige Ding her. Vor Wut hätt'ich's dann am liebsten aufgegessen, aber was soll's. Das nächste Mal, das schwor ich mir, lass ich stickige Luft stickige Luft bleiben und gehe als Egoistin zu Bett.

Was heisst hier Trampolin wegstellen? ?? ??? Okay, Sie haben ja recht; aber wie um alles in der Welt setze ich einen dauerhaften optischen Reiz zwecks Erhöhung meiner Fitness durch Rumgehüpfe?

PS: Da haben sich 32 Jahre Aikidotraining ja mal wieder gelohnt, ansonsten hätte es vielleicht geheissen: "guarda mamma senza denti" (schau mal Mutti, ohne Zähne)!

PS-2: Das Färben der Haare ändert nichts an naturgemässen Gegebenheiten, das konnte ich in "25 Jahre Rotschopf" selber austesten!