Dienstag, 29. März 2011

Handschrift - auch am Haarbeitsplatz

Handschrift am Haarbeitsplatz
"Aber ein Profi sieht doch, was für eine Frisur ich habe", sage ich zu meinem Starcoiffeur. "Kann doch für einen ausgebildeten Haarkünstler nicht so schwer sein, einen Schnitt nach Vorgabe hinzukriegen. Geht ja in gewisser Weise um Winkel, Richtungen, um Geometrie im eigentlichen Sinn".


Ist meine Meinung.... war sie bis vor kurzem. Klar gehört da noch etwas mehr dazu als trockene Technik, etwas Wind und Inspiration am Haarbeitsplatz:


"Kannst Du meine Unterschrift immitieren?" fragt mich Pepe. Ich bin verblüfft. Noch niemals hatte ich mir überlegt, dass das Wort "Handschrift" in mehr als nur einem Zusammenhang eine Rolle spielen könnte, dass nämlich jeder von uns in seiner beruflichen Tätigkeit seine urpersönliche Handschrift erkennen lässt, nicht zuletzt im Resultat. Nicht immer ist der Unterschied zwischen Künstler und Handwerker so augenscheinlich wie bei unserem wichtigsten Kopfschmuck. Hier einige prominente Beispiele:

Winehouse, Gaga, Kaulitz
Spielt man den Gedanken weiter, wird klar, dass auch im therapeutischen Bereich viele zwar denselben Ansatz haben können - z.B. Klangtherapie, Handauflegen, Arbeiten mit Druckpunkten - und dennoch spielt die Handschrift des Therapeuten, seine Energie, sein individueller Ansatz, eine wichtige, wenn nicht DIE entscheidende Rolle für das Ergebnis.

Dasselbe gilt übrigens in Sachen Bewegung, z.B. im Tanz oder beim Aikido. Die Techniken sind vorhanden, aber da jeder seinen individuellen Schwerpunkt, seine ureigenste Art zu bewegen hat, wird es niemals zweimal denselben Ikkyo geben, oder eben Tenchi Nage. Ich wage sogar zu behaupten, dass auch ich selber ihn nicht zweimal genau gleich hinkriege, denn jede Bewegung ist einzigartig, wie jeder Augenblick auch! Dieser hier liegt schon fast 7 Jahre zurück, meine 3.-Dan-Prüfung.... sehr speziell!



Apropos Handschrift: Es gibt verschiedene Seiten auf dem Internet, welche einem darin behilflich sind, die eigene Handschrift, oder was davon nach all den Jahren Tastenhauen noch übriggeblieben ist, in eine Computerschrift umzuwandeln.

einige Beispiele gefällig?
Hier werden Sie zum Beispiel fündig. Trauen Sie sich, los, gibt fast gar nichts zu tun.

Und im Anhang noch einige berühmte Unterschriften, die eigentlich gar nicht so schwer nachzumachen wären. Versuchen Sie aber bitte jetzt nicht, als Elvis Presley zu unterschreiben, das würde, glaube ich, auffallen!

kann man nicht wirklich alle entziffern, oder?

Montag, 28. März 2011

Von Kindern lernen.... Bäume umarmen

BIG BIG HUG
Das Kind versucht noch schnell, über den Fussgängerstreifen zu hasten, um den Bus auf der andern Seite zu erhaschen. Die Mutter hält ihre Tochter fest; es ist eh zu spät, der Bus wird ohne die beiden abfahren.

Plötzlich hat das Mädchen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, und die nimmt es sich auch. Spontan und innig umarmt es den Baum neben sich. Warum seine Mutter es hektisch davon abzubringen sucht, ist nicht ganz klar, denn der nächste Bus lässt auf sich warten.... ziemlich genau 6 Minuten, wenn es nach Fahrplan geht.

Ich wünsche mir, mal einfach wieder einen Baum zu umarmen. Es gibt nämlich nichts Schöneres, als die erhabene Energie zu spüren und das spezielle Pulsieren, das so viel langsamer ist als bei uns Menschen. Warum sind wir Erwachsenen bloss so kompliziert, so gehemmt, allem natürlichen entwachsen?

Genau, wir sind nicht Erwachsen, wir sind eigentlich Entwachsen. Heisst es nicht schon in der Bibel: "Ihr sollt werden, wie die Kinder"!?

In traditionellen chinesischen Entspannungskünsten (z.B. Qi Gong) haben Bäume ihren festen Platz. Übungen mit Bäumen - z.B. Baum umarmen - gehören zu den vielleicht stärksten und ursprünglichsten Verjüngungstechniken überhaupt. Auch sollen die Bäume ausgleichende Kräfte auf bestimmte Organe haben, so zum Beispiel die Kiefer auf Leber, Galle und Augen, die Weide auf Magen und Milz, die Buche, Linde und Platane auf Herz und Kreislauf und die Zypresse auf die Nieren.

Ob ich nun einen Baum umarme, mit dem Rücken dranlehne oder ihn begeistert umtanze.... ich werde mich danach ganz bestimmt viel lebendiger fühlen, voller Kraft und Elan, Energie und Begeisterung, fast als könnt' ich Bäume ausreissen! Also, worauf warten wir?

Sonntag, 27. März 2011

Natalie Portman - Lügen haben nicht immer kurze Beine

in nur 9 Monaten zur Primaballerina? - Mission impossible!!
"Ist das wirklich möglich", fragte ich mich? Als Absolventin einer Musicalschule, wo jeden Tag mehrere Stunden hart trainiert wurde, habe ich mich gefragt, ob es tatsächlich möglich ist, dass eine Schauspielerin innerhalb von nur wenigen Monaten zur Primaballerina assoluta heranreift. So soll Natalie Portman 85 Prozent der Ballettszenen selber getanzt haben, wie unter anderem auch ihr Verlobter, der Tänzer Benjamin Millepied versichert.

Ich war von Anfang an skeptisch. Aufgrund meiner Erfahrungen konnte ich mir das schlichtweg nicht vorstellen. Auch wir haben seinerzeit 6 Stunden täglich allein unserer Tanzausbildung gewidmet, nebst Schauspiel, Gesang und vielen andern Fächern - bei Natalie sollen es gar 9 Stunden gewesen sein. Dennoch müsste da nebst einem Jahrhunderttalent eine entsprechende tänzerische Vorbildung bestanden haben, am besten ab dem Alter von zirka 4 - 5 Jahren. Das ist nämlich der richtige Zeitpunkt zum Einstieg und ein Muss, wenn man im Klassischen Ballett Fuss fassen möchte.

Die berühmte Paluccaschule in Dresden z.B. ist eine Hochschule mit integrierter Mittelschule und Internat, damit die Schulbildung nebst dem Tanzen nicht zu kurz kommt und man beidem gleichzeitig gerecht werden kann. Einen Ausbildungsbeginn zum Tänzer nach Abschluss der Realschule kann man gleich vergessen.

Natalie Portman wird diesen Juni 30 Jahre alt. Als Tänzerin stünde sie wohl kurz vor der Pensionierung. Nicht jeder ist eine Fonteyn und tanzt bis ins "hohe Alter". Hier Dame Margot in "Salut d'amour", einer Choreographie, welche Sir Frederick Ashton ihr zu ihrem 60sten Geburtstag auf den immer noch zierlichen Leib "geschneidert" hat. Wundervoll ihr Ansatz, elegant, wenn auch auf "stumpfen" Schuhen.


Tanzen ist ein Knochenjob. Was so leicht aussieht, ist nur mit hartem Training zu erreichen... täglichem Training, über Jahre; keine Pausen, keine Ferien, keine Ausnahmen und eiserne Disziplin in der Lebensführung.


Beim Vergleich der beiden Filme fällt auf, dass der sportliche und elegante Aspekt sowie der Seelenausdruck in perfekter Harmonie stehen sollten. Es genügt nicht, nur hoch zu springen oder bei einer Pirouette zehnmal drehen zu können.

Und das alles soll sich die Portman innerhalb von zirka 9 Monaten angeeignet haben? Nein, wie uns Sarah Lane, Ihr Body-Double jetzt verrät. "Nur 5 Prozent der Körperaufnahmen zeigen tatsächlich Natalie", sagt sie. Sauer aufgestossen hat ihr, dass sie im Abspann nicht wirklich erwähnt wird sondern nur bei den Statisten aufgeführt ist. Man hätte sie explizit als Body-Double aufführen sollen, meint sie. Noch mehr stört sie, dass die Welt nun glaubt, eine Schauspielerin könne innerhalb kurzer Zeit Ballerina werden, etwas, wofür sie selber 22 Jahre lang hart trainiert hat. "Man kann ja auch nicht in eineinhalb Jahren Konzertpianist werden, auch nicht als Filmstar", meint sie. Ärgerlich ist Sarah Lane nicht so sehr auf Natalie Portman als vielmehr auf die Studiobosse, welche diesen Schmarren so glaubhaft unter der Allgemeinheit verteilt haben.

Ob die Portman den Oscar auch dann gewonnen hätte, wenn die Wahrheit etwas früher ans Licht gekommen wäre? Eins ist sicher: das Licht der Welt erblicken wird demnächst ein Kind, an dessen Erzeugung Natalie Portmann mit ihrem Tanzpartner Millepied ohne Body-Double zu 100 Prozent selber beteiligt war! Wir freuen uns mit ihr!

PS: In dieser Vorankündigung tanzt übrigens Sarah Lane mit, und nicht die Portman:

Elisabeth Taylor - die Rolle ihres Lebens

Liz Taylor - RIP
Liz Taylor galt einst als schönste Frau der Welt und war Vorbild für viele ihrer Geschlechtsgenossinnen. Sie war kapriziös, glamurös und sich ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst. 8 Mal hat sie den Schritt gewagt in die Zw-Einsamkeit, davon zweimal mit Richard Burton.

Was aber nehmen wir von unseren Mitmenschen tatsächlich wahr? Da gehen beinahe 80 Jahre ins Land, und ehrlich gesagt sehen wir doch in erster Linie das Äussere, nicht zuletzt was die Entwicklung anbelangt. Wir sehen, wie aus einer wunderschönen, anmutigen 10jährigen eine 79jährige Rollstuhlfahrerin wird. Wir können uns zwar ihr Curriculum auf Wikipedia reinziehen und wissen aber immer noch gar nichts von ihr. Dass jemand dreimal einen Oscar erhalten hat, 4 Golden Globes, 6 Laurel Awards und viele andere Auszeichnungen, sagt noch nichts über sein Innenleben aus.

Was geht zum Beispiel in einem Menschen vor, dessen Spiegelbild ihm so viel an Loslassen und Rückblicken ohne Wehmut abverlangt. Was, wenn das gefühlte ICH so gar nicht mehr dem entspricht, das einem da aus dem Spiegel entgegenblickt. Wir sind Bewusstsein und somit alterslos, wir sind weder Zeit noch Raum unterworfen. Bei unseren physischen Anteilen ist das jedoch anders. Die Diskrepanz vergrössert sich im Laufe der Jahre immer mehr. Wohl dem, der schon in jungen Jahren nicht nur durch Schönheit und Aussehen sondern vor allem durch sein Wesen und seine Präsenz punkten konnte.

Überhaupt ist Loslassen im Alter ein Thema. Vielleicht hört man nicht mehr so gut, sieht nur noch einen Bruchteil, ist eingeschränkt in seiner Beweglichkeit, hat Schmerzen. Viele Weggefährten haben bereits das Zeitliche gesegnet und man wird von Verlustängsten geplagt. Vor allem aber reduzieren sich die Möglichkeiten auf ein überschaubares Mass. Mit 17 hat man noch Träume.... und die könnten sich tatsächlich noch verwirklichen. Mit 80 ist man schon froh, wenn man überhaupt noch schlafen kann.

Das Schlimmste ist jedoch, dass man plötzlich von seiner Umwelt in der Altersschublade eingeordnet oder gar abgelegt wird. Der Mensch braucht dieses Schubladisieren, das gibt ihm Sicherheit. So ist jeder erst ein Kind, dann ein Jugendlicher, ein Erwachsener, ein Alter.... dazu gibt es noch jede Menge Unterschubladen (ADHS-Kind, Randalierer, Chef, Vater, Mutter, Rentner, Pensionär...). Spätestens ab 75 fällt einem auf, dass die Leute einen nicht mehr für voll nehmen, die Stimme anheben, wenn sie mit einem sprechen, dabei oft das Wort "wir" brauchen im Sinne von: "wie haben wir geschlafen?".

Jede noch so ausführliche Lebensgeschichte kann einen Menschen nicht in seiner Ganzheit wiedergeben und so wissen wir eigentlich nichts über unsere Mitmenschen, wissen nicht, wer Elisabeth Taylor war; ja wir wissen eigentlich nicht einmal genau, wer wir selber sind.

Es war Liz Taylors Job, Liz Taylor zu verkörpern, mit allen Höhen und Tiefen, Erfolgen und Abstürzen. Keine leichte Aufgabe.... aber wessen Leben ist schon leicht. Allerdings ist es um einiges einfacher, sein Leben in Anonymität zu leben. Obwohl: es kann verdammt anstrengend sein, Annemarie Schwab zu verkörpern, das kann ich Ihnen sagen; dauernd mit ihr zusammen zu sein... ihre Gedanken zu denken, ihre Gefühle zu erleben....

Elisabeth Taylors kann jetzt aufhören, Elisabeth Taylor zu sein und kann sich anderen Projekten widmen! Irgendwie eine schöne Vorstellung, oder? Ich wünsche Ihr jedenfalls auf Ihrem weiteren Weg alles Gute!

Freitag, 25. März 2011

Let's Dance - liebe Sylvie... nur Aussehen allein ist zuwenig

moderieren.... aber bitte mit Stil
Es gibt Leute, die sind im Fernsehen omnipräsent, LEIDER, Sylvie van der Vaart gehört neu auch dazu. Ob als Ersatzjurorin bei DSDS, Jurorin beim Supertalent, Kandidatin bei Let's Dance oder neu Co-Moderatorin desselben Formats .... die Holländerin ist vom Schirm nicht mehr wegzudenken, auch wenn man sich noch so sehr bemüht. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass RTL seit kurzem einen Vertrag mit der Blondine hat, und sie somit einsetzen MUSS.

Zugegeben, sie sieht nicht schlecht aus.... aber viel mehr Positives ist nicht zu vermelden. Sylvie gefällt - vor allem sich selbst. Sie geniesst die Öffentlichkeit, liebt den Glamour und die Kamera. Seit sich alle um sie reissen, ist es selbst mit dem letzten Rest Natürlichkeit vorbei. Ihr Lachen klingt einstudiert wie eine wohltemperierte Mischung aus Gurren und Glucksen, ihre Posen wechseln zwischen Schulmädchen-Report und Möchtegern-Vamp, ihre verbalen Äusserungen sind unbeholfen und, seien wir ehrlich: eigentlich völlig überflüssig. Ganz daneben war jedoch, dass sie trotz mehrmaligen Hinweisen seitens Hartwichs den Zuschauer mit "Du" ansprach, was absolut nicht ansprechend war. Statt: "Rufen Sie für Ihren Kandidaten an" mussten wir ein "Du willst, dass X weiterkommt; rufst Du für ihn an!" über uns ergehen lassen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Sylvie seit der Schockdiagnose Brustkrebs nicht mehr dieselbe ist wie vorher. Es gibt Dinge im Leben, die verändern einem nachhaltig. Man gerät in eine Art Starre, aus der man sich schlecht lösen und herausfinden kann. Dennoch ist es in der Medienwelt wie auch sonst in der Berufswelt nun mal üblich, dass man aufgrund seiner Leistung beurteilt wird und nicht wegen seiner Krankengeschichte.

Let's Dance - was mit Hape Kerkeling und Nazan Eckes so stilvoll begonnen hat, erfuhr mit dem Moderatorenwechsel Hartwich-van der Vaart eine unerwünschte Kehrtwendung.

Auch auf der Jurorenbank hat sich was getan. Zwischen Meister Llambi und Klingelingeling Harald Glööckler sitzt die umwerfende Motsi Marbuse, die ihren Job sehr gut macht. Bei Tanzsporttrainer und Wertungsrichter Roman Frieling habe ich das Gefühl, dass er ein ebenso harter Hund werden möchte wie Joachim Lambi, von welchem er sagt, dass die Börsenwelt in ihm den Tänzer sieht und die Turniertänzer den Börsenmakler.
♡ Platz 1 und 2 ♡

Dass Let's Dance trotzdem irgendwie Spass macht, haben wir unter anderem Leuten wie Maite Kelly zu verdanken. Sie beweist, dass ein BMI über 18 kein Hinderungsgrund ist, fantastisch zu tanzen... im Gegenteil. Was für eine tolle Frau, der absolute Hammer! Sie war die Siegerin des Abends UND der Herzen...


... gefolgt von Klausi Beimer.... sorry: Moritz Sachs, der wunderbar tanzte und ein erstaunliches Gefühl für Musik und Bewegung offenbarte.


Ebenfalls überraschend gut waren Andrea Sawatzki und Liliana Matthäus. Es bleibt also spannend.

Meines Erachtens würde die Sendung gewinnen, wenn man Frau van der Vaart umgehend aus dem Rennen nehmen und zum Beispiel - warum denn nicht - durch Letztjahres-Siegerin Sophie Thomalla ersetzen würde. Die ist zwar noch sehr jung, aber sie hat Stil! Oder vielleicht hat die liebe Nazan ja noch etwas Zeit für uns? Bitte - Bitte - Bitte!

Dienstag, 22. März 2011

Sarkozy: Imagepflege durch Krieg

Monsieur le Président....
Die historischen Aufzeichnungen erzählen sie immer wieder, die Geschichte der sinkenden Akzeptanz eines Staatsführers bei seinem Volk und die darauf folgenden Kriegseinsätze, welche das Steuer noch einmal rumzureissen vermochten.

Frankreichs Staatspräsident hat nicht nur neben seiner Gattin, Carla Bruni, eine eher farblose, schwächliche Figur abgegeben. Gemäss neusten Umfragewerten befindet sich sein Stern seit längerem im Sinkflug.... befand er sich jedenfalls bis vor kurzem. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sarkozy es kaum erwarten konnte, endlich in Libyen loszulegen. Praktisch unmittelbar nach Ende des Libyen-Sondergipfels erfolgte Feuerbefehl aus Paris. Mit im Boot: Grossbritannien und die USA.

Kann gut sein, dass der kleine Mann sich so erfolgreich eine zweite Amtszeit erkämpft; besser gesagt: erkämpfen lässt. Man kann durchaus davon ausgehen, dass für George W. Bush ohne 9/11 und seinen "Krieg gegen den Terror" nach 4 Jahren Ende Feuer gewesen wäre.

Schaut man sich z.B. mal die Liste der Präsidenten der USA auf Wikipedia an und gibt den Suchbegriff "Krieg" ein, stehen da 51 Treffer. Jimmy Carter, 39. Präsident der Vereinigten Staaten, führte offenbar - nach Präsident Hoover (36. Präsident) - durch die erste Amtszeit ohne offene kriegerische Auseinandersetzungen. Er wurde nicht wiedergewählt. Bill Clinton betrieb ebenfalls eher eine Politik der Aussöhnung, konnte diese immerhin beachtliche 8 Jahre durchhalten und söhnt sich noch heute mit der Lewinsky-Affäre aus. Dann kam "Tubelyou"... dessen IQ nur geringgradig grösser ist als der meiner Fussmatte. Seinem Nachfolger Barack Obama wurde anno 2009 sogar der Friedensnobelpreis verliehen, was ich angesichts der diversen Kriegsschauplätze (Afghanistan, Irak) nach wie vor für übertrieben halte.

Ein ebenfalls kleiner Mann spielte einst Schicksal für Frankreich: Napoléon Bonaparte. Anders als Sarkozy nahm er jedoch aktiv an den diversen Feldzügen teil und liess sich nicht einfach von "Kanonenfutter" vertreten.

Staatsführer MÜSSTEN ZWINGEND und von Gesetzes wegen an vorderster Front stehen, wenn sie denn unbedingt Krieg spielen wollen. Vielleicht würden sie es sich dann zweimal überlegen, sind sie doch meist nur solange "harte Kerle" als es um Entscheidungen über das Leben anderer geht. Was das eigene Leben, die eigene Haut anbelangt, sind die Sarkozys dieser Welt nämlich erbärmliche Feiglinge.

Der homöopathische Gedanken in Ehren, aber meines Erachtens ist es unmöglich, Krieg mit Krieg zu bekämpfen, Frieden mittels Waffengewalt zu erzwingen, und das erst noch auf fremden Territorium. Laut Endzeitvoraussagen (2012 lässt grüssen) soll es ja noch zu einem kurzen, aber relativ heftigen 3. Weltkrieg kommen, bevor dann endlich Ruhe herrscht. Bin bloss froh, dass Deutschland in Libyen nicht mitzieht, vorläufig zumindest. Eines meiner besorgten Augen wird diese leidige Geschichte weiterverfolgen....

Hier noch ein interessantes Video einer Pressekonferenz mit Monsieur le Président anlässlich des G8-Gipfels 2007... kurz nach einem kleinen ... hicks ... Umtrunk mit Putin. Beeindruckend wie er es schafft, nichts davon preiszugeben, obwohl man zwischendurch das Gefühl hat, man sehe den Ansatz eines Wodkas zwischen seinen Zähnen hervorblinzeln: hein bon bien, c'est des Sarkonneries ..... zumindest trinkfest ist der Mann!!!


Und vielleicht bald mal wieder aktueller denn je dieses Lied:


Monsieur le Président
Je vous fais une lettre
Que vous lirez peut-être
Si vous avez le temps

Je viens de recevoir
Mes papiers militaires
Pour partir à la guerre
Avant mercredi soir

Monsieur le Président
Je ne veux pas la faire
Je ne suis pas sur terre
Pour tuer des pauvres gens

C'est pas pour vous fâcher
Il faut que je vous dise
Ma décision est prise
Je m'en vais déserter

Depuis que je suis né
J'ai vu mourir mon père
J'ai vu partir mes frères
Et pleurer mes enfants

Ma mère a tant souffert
Elle est dedans sa tombe
Et se moque des bombes
Et se moque des vers

Quand j'étais prisonnier
On m'a volé ma femme
On m'a volé mon âme
Et tout mon cher passé

Demain de bon matin
Je fermerai ma porte
Au nez des années mortes
J'irai sur les chemins

Je mendierai ma vie
Sur les routes de France
De Bretagne en Provence
Et je dirai aux gens:

Refusez d'obéir
Refusez de la faire
N'allez pas à la guerre
Refusez de partir

S'il faut donner son sang
Allez donner le vôtre
Vous êtes bon apôtre
Monsieur le Président

Si vous me poursuivez
Prévenez vos gendarmes
Que je n'aurai pas d'armes
Et qu'ils pourront tirer


Sonntag, 20. März 2011

Michelle Hunziker - ihr süsses Geheimnis

eifach härz(l)ig
Gestern Abend kam "Wetten, dass...". Da DSDS zur Farce verkommen ist, habe ich mich für das seit 30 Jahren bewährte Format entschieden, nicht zuletzt, weil ich ein absoluter Fan von "unserer" Michelle bin.

Und sie hat mit ihrem Charme auch wieder die Herzen aller erobert. Da paart sich Schönheit, mit Natürlichkeit, Witz und - nicht zu vergessen - Können. Plötzlich sagte ich zu meinem Schatz: "Sag mal, ist Michelle wohl schwanger?". Eine blödere Frage kann man einem Mann wohl kaum stellen, vielleicht höchstens noch: "Sag mal, bist Du schwanger?". So erhielt ich denn wie erwartet ein "keine Ahnung" zurück. Was mich jedoch irritierte war die Tatsache, dass das elegante Kleid nicht so recht sitzen wollte und sich ungewohnte Wölbungen im Bereich von Bauch und Po der sonst so zierlichen Blondine zeigten!

Michelle hatte ja zudem eine erfreuliche Überraschung für Thomas angekündigt; aber ob eine Schwangerschaft seiner Co-Moderatorin für diesen wirklich so erfreulich gewesen wäre?

Die Lösung folgte gegen Ende der Sendung auf den Fuss.... resp. auf der Hand. Michelle barg tatsächlich die ganze Zeit ein süsses Geheimnis unter dem edlen schwarzen Stoff: eine absolut herzerweichende Unterhose der Marke "schlimmer geht (n)immer"!

solche Ausrutscher muss man sich leisten können ♡
Na Gott sei dank, die gibt um einiges weniger zu tun als ein Geheimnis mit zwei Patschhändchen und ebensovielen Patschfüsschen! Auch wenn ich schon gelesen habe, Gottschalk wolle mit Heidi Klum betreffend Übernahme des Wetten-dass-Formats befinden, hoffe ich noch immer, dass die begabte Schweizerin uns erhalten bleibt. Die war schon bei ihrem ersten Auftritt bei "Wetten Dass" einfach der Knüller ...


..... und Heidi Klum kann vieles - Moderieren gehört definitiv nicht dazu!

Eine ganz zauberhafte Überraschung schenkte die liebevolle Michelle ihrem Kollegen dann zum Schluss: Michael Raivard schaffte es mit Pinsel, Leim und etwas Glitter innerhalb von 3 Minuten, ein absolut goldiges Jugend-Portrait des Blondlöckchens zu fabrizieren. Faszination pur sag ich Ihnen!!! Wetten, dass das für diesen Künstler einen Durchbruch im deutschsprachigen Raum bedeuten könnte.

Hier ein paar bewegte Beispiele seiner Vorgehensweise:


Donnerstag, 17. März 2011

Jimmy Kimmel Diät - funtastisch

ein "All-you-want-to-eat-Märchen" wird wahr ;-)
Gestern stieg eine ziemlich hungrig aussehende Frau ins Tram. Die Size Zero-Hose umspielte lose Ihre Hüften. Oben in ihrer Einkaufstüte steckte ein lecker aussehendes Kernenbrot, von welchem ein verführerischer Duft ausging. Dem konnte man kaum widerstehen und so klaubte meine Geschlechtsgenossin denn bedächtig einen Sonnenblumenkern nach andern ab, steckte ihn genüsslich in ihren Mund und ass ihn andächtig auf. Mir kam langsam der Verdacht auf, dass sie den Kernenspender, die Unterlage also.... das eigentliche Brot meine ich, danach entsorgen würde.... es sei denn, es fände sich jemand, der ihr diese Aufgabe abnehmen könnte.

So komme ich denn ohne Umschweife auf Jimmy Kimmels fantastisches Diätprogramm! Fertig mit Kalorienzählen, mit magerem Hähnchen oder Fisch und aus dem Wasser gezogenem Gemüse... rein ins volle, fettriefende Vergnügen... ins pralle Leben sozusagen. Ein modernes "All-you-can-eat-Märchen", noch besser: ein "All-you-want-to-eat-Märchen". Es gibt absolut keine Einschränkungen, denn Sie essen alles, was ihr Herz begehrt, allerdings nur einen Bruchteil, einen Fünftel sozusagen. Mit Jimmys Hilfe wird ihr Essen "dekalorisiert". "The Hottie Body Jim-Miracle Diet" wird von Amerikas Prominenz voll unterstützt, Leuten wie Jessica Biel, Eva Longoria, Scarlett Johannson und sogar Heidi Klum!



Und notfalls gibts einen Klaps auf die Finger! Tja, Ihr Lieben, es lohnt sich eben immer wieder, die kleinen und grösseren Tricks der Stars und Sternchen abzulinsen, dann klappt es auch mit Ihrer Bikinifigur. Jetzt brauchen Sie nur noch Ihren ganz persönlichen Figurencoach, denn Jimmy Kimmel ist grad ziemlich im Stress. Kann sich ja nicht um alles kümmern, der Mann.

Genau, Jimmy Kimmel ist auch der Erfinder des in Hollywood so beliebten Humpilates (Bumps-Pilates) und ist damit dauernd auf Promi... eh Promotour.



Es gibt nichts, was es nicht gibt.... sonst wird es einfach erfunden!

Hilfe für Japan...

Notwendigkeit
....nicht morgen oder übermorgen..... JETZT!

Dem heutigen Blick entnehme ich, dass sich die Schweizer mit Spenden für Japan zurückhalten. Man scheint sich allenthalben zu fragen, ob das überhaupt nötig sei bei der drittgrössten Wirtschaftsnation der Welt. Dass man sich angesichts dieses Leides und der aktuellen Zustände dort eine solche Frage überhaupt stellt, kann ich nicht verstehen. Japan WAR die drittgrösste Wirtschaftsnation der Welt, momentan ist es einfach ein Land, das von mehr Leid heimgesucht wurde, als es ertragen kann. Seine Bewohner haben unsere Hilfe dringend nötig - umgehend praktische Hilfe: Essen, Wasser, Decken, Medikamente und vieles mehr.

Zwar haben die Grossbanken CS und UBS rund eine Million Soforthilfe versprochen, ebenso der Pharmariese Novartis, welcher sogar mehr als 3 Millionen Dollar zur Verfügung stellt. Im Falle von Haiti gingen jedoch allein bei der Glückskette über 66 Millionen Franken ein.

Wie gesagt, habe ich bei der Glückskette für Japan gespendet. Ein Spendetag wie bei Haiti ist bei dem Hilfswerk keiner geplant. Auch arbeitet man dort ausschliesslich mit Schweizer Hilfswerken zusammen und über diese mit japanischen Hilfswerken vor Ort.

Ganz anders die Leute von World Vision. Die sind zwar nicht ZEWO-zertifiziert, aber bereits mit einem Erkundungsteam in der 500 Kilometer nördlich von Tokyo gelegenen Stadt Tome eingetroffen, um die wichtigsten Hilfsmassnahmen für die Betroffenen zu koordinieren. Als humanitäre Soforthilfe stellt World Vision Schweiz 200'000 Franken zur Verfügung. Vor Ort helfen sie aktiv, stellen sauberes Trinkwasser, Decken und andere Hilfsgüter zusammen, planen Kinderbetreuungszentren zu organisieren.... Aber lesen Sie selber auf der Homepage von World Vision oder Mitsuko Sobatas Lagebericht auf Facebook und teilen Sie die Vision. Spenden kann man online oder über PC-Konto 80-1384-5, Stichwort Japan.

Ich habe jedenfalls World Vision trotz meiner Spende an die Glückskette mit einem Betrag unterstützt, denn die leisten genau die Hilfe, welche mir aus dem Herzen spricht.

Mittwoch, 16. März 2011

Japan - auch ich bin nicht mehr dieselbe

Japan - .... und nichts ist mehr, wie es einmal war, so die Überschrift in meinem letzten Eintrag. Seither ist viel passiert und noch ist kein Ende des Schreckens abzusehen. Der Punkt, ab welchem man sich nur noch dem Aufräumen und Wiederaufbau widmen könnte, ist noch immer nicht erreicht. Noch gibt die Erde keine Ruhe, bebt immer wieder in beachtlicher Stärke. Irgendwie bedeutungslos angesichts der atomaren Bedrohung.

Diese armen Menschen! Man möchte etwas tun angesichts des vielen Leidens und ist doch so hilflos. Die Glückskette Schweiz hat mir die Gelegenheit gegeben, wenigstens finanziell etwas beitragen zu dürfen.... wenn es auch ein Tropfen auf den heissen Stein ist.

Nichts ist mehr, wie es einmal war.... auch ich bin nicht mehr dieselbe. Die Unbeschwertheit ist weg und was an Zuversicht vorhanden war, hat einen argen Dämpfer erhalten. Selbst der Frühling, der mich sonst in fast ekstatische Freude versetzt, kann es nicht mehr richten. Die Luft ist draussen, sozusagen. Ein Teil meiner Gedanken ist IMMER in Japan und mit meinen Mitmenschen dort vor Ort - vom Moment des Aufwachens bis in den Schlaf hinein..... da ist immer diese Besorgnis, dieses Bangen, dieses Hoffen und Warten.

Da ich weiss, was positive Gedanken und Visionen bewirken können, arbeite ich ganz bewusst und im Rahmen meiner Möglichkeiten daran, einen Gegenpol zu setzen zu der vielen Angst und der riesigen negativen Gedankenform, die sich mittlerweile gebildet hat. Und wer weiss, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder!

Sonntag, 13. März 2011

Japan - ..... und nichts ist mehr, wie es einmal war

Schutz- und Heilkreis für Japan
Die Welt schaut wie gebannt nach Japan. Seit dem schweren Beben, gefolgt von dem verheerenden Tsunami ist nichts mehr wie es einst war. Man kann sich das Ausmass der Katastrophe selbst dann nicht vorstellen, wenn man sich Bilder "vom Tag danach" ansieht, wohl ebensowenig wie die Tatsache, dass Japan sich um 2,4 Meter verschoben haben soll.

Was mich persönlich am meisten erstaunt ist die Disziplin der Menschen dort vor Ort, zumindest wenn man den Bildern der Fernsehstationen glaubt. Da scheint keine Panik zu herrschen, keine Plünderungen, kein Drängeln beim Anstehen, keine Gewalt. Ob es den Asiaten eigen ist, Dinge, die unabänderlich sind, hinzunehmen, sich zu fügen und zu versuchen, das Beste draus zu machen? Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind seither mit all diesen Menschen. Ich bin einfach unendlich traurig!

Wie versorgt man überhaupt eine Bevölkerung mit Wasser und Lebensmitteln, Medikamenten, Decken oder sonst dem Notwendigsten, wenn sämtliche Transportwege zugeschüttet sind? Wie mir die Glückskette heute auf meine Anfrage, warum sie noch nicht für das Erdbebengebiet sammle, mitteilt, hat Japan bisher auf Hilfe im grossen Umfang von aussen verzichtet. Nicht einmal das SRK wurde angefragt, allerdings ist die Rettungskette Schweiz mittlerweile vor Ort eingetroffen.

Das Hauptaugenmerk weltweit liegt momentan jedoch vor allem auf der radioaktiven Bedrohung, ohne die es schon genügend Probleme gegeben hätte. Erschütternd finde ich, dass es auf einer Insel, welche an der geologischen Bruchzone vierer tektonischer Platten liegt und wo Erdbeben praktisch zum Alltag gehören, 54 Kernkraftwerke gibt! Das sind meines Erachtens 54 zuviel. Dasjenige von Fukushima hätte Ende Monat vom Netzt genommen und durch zwei neue ersetzt werden sollen. Störfälle prägten die Geschichte dieses AKWs, oft in Zusammenhang mit Erdbeben, zuletzt anno 2008.

Interessant war wie immer die Rolle der Politiker. Der atomare Notstand wird zwar schon am Freitag ausgerufen, dennoch wird schöngeredet, beruhigt und eine Kernschmelze ausgeschlossen.... um dann allmählich einzuräumen, dass wohl eine nukleare Katastrophe der schlimmsten Art ins Haus stünde. Die Kontrolle, welche nie jemand überhaupt gehabt hat, scheint zu entgleiten.... aktuell wird der Notstand für das AKW Onagawa wird ausgerufen und auch der Vulkan Shinmoedake ist ausgebrochen, das Kühlsystem des ältesten AKWs Japans, Tokai, fällt ebenfalls aus.....

Kann es sein, dass der Mensch in seinem Fatalismus "the worst case" einfach in Kauf nimmt, weil der eben meist nicht eintritt..... wie gesagt: meistens!

Einer meiner Facebook-Kontakte postet am 11. März: "Die Japaner in der Nähe der brennenden AKWs wären jetzt wohl glücklich, würden sie im Notfall über Zivilschutzräume wie in der Schweiz verfügten". In seinem Blog geht er noch etwas mehr ins Detail und befürchtet, dass sich die Situation rund um die Sicherheit in der Schweiz ändern könnte. Schaut man sich allerdings die Halbwertszeiten radioaktiver Nuklide an, dann müsste man theoretisch gleich einige Leben eingebunkert verbringen, bevor man wieder einmal das Licht dieser Welt erblicken dürfte. Bei Uran 704 Millionen Jahre.... und wir sprechen von Halbwertszeit!. Wieviele Generationen sind das?

Bern sagte in der konsultativen Abstimmung vom 13. Februar 2011 JA zu Mühleberg II, wenn die Entscheidung auch knapp ausfiel. Die kantonale Abstimmung galt als Test, denn national wird erst anno 2013 abgestimmt. Man könnte sich ja nun vorstellen, dass die aktuellen Ereignisse einen Einfluss auf künftige Abstimmungen bei uns und auch in Europa haben werden. Der Mensch ist jedoch ein Meister im verdrängen und vergessen. "Gebt ihnen Brot und Spiele.....", also meine Hand würde ich diesbezüglich definitiv weder ins Feuer noch in die Kernschmelze legen.

Und wir können nurmehr warten, hoffen und beten, dass nicht noch Schlimmeres geschieht. Erinnerungen an Atlantis werden wach.... So lege ich denn für Japan einen Schutz- und Heilkreis im Wissen, dass viele andere Menschen an vielen Orten dieser Erde ebensolches tun.

Freitag, 11. März 2011

amazon.de - ein Lichtblick unter den Online-Shops

Amazonen haben es in sich!
Amazon ist mein absoluter Lieblings-online-Shop. Meine bisherigen Erfahrungen waren durchwegs positiv. So habe ich denn für mein Schwagerherz kurzentschlossen etwas bestellt und gleich 20 €uro Porto in Kauf genommen, und so die Lieferzeit auf einen Werktag "runtergehandelt". Das war am 9. März. Leider stehe ich zwei Tage später noch immer ohne den gewünschten Artikel im Klee. Unter "meine Bestellungen" sehe ich etwas irritiert "Lieferung voraussichtlich 14. März".

Huch, der Geburtstag ist aber am 13. März und die Geschenkübergabe gar am 12. Aber auch für solche Fälle ist amazon.de gerüstet. Mittels Link "Kontaktieren Sie uns" kann ich einen Anruf auf eine von mir gewünschte Telefonnummer aktivieren und dabei angeben: "rufen Sie mich jetzt an" oder "rufen Sie mich in 5 Minuten an". Ich entscheide mich für "jetzt" und schon klingelt mein Telefon. Sofort habe ich eine kompetente Frau am Draht, welche meine Ansicht über das in diesem Fall überteuerte Porto teilt. Selbstverständlich werde mir das Porto rückerstattet. Frau Jahnke will mir sogar ein Bestätigungsmail schicken, das noch während ich diese Zeilen schreibe, bei mir eintrifft. Auch die Gutschrift ist bereits bei der entsprechenden Bestellung eingetragen! Selbstverständlich entschuldigt man sich mehrmals für die Unannehmlichkeiten.

Obwohl ich mir jetzt etwas einfallen lassen muss, um doch noch an den eigentlich als Geschenk vorgesehenen Artikel zu kommen, bin ich mit Amazon mehr als zufrieden. Ich werde gerne auch weiterhin diesen Service beanspruchen, denn die sind gut organisiert und ich habe selten eine besser aufgebaute Page mit mehr Möglichkeiten gesehen. Allein bei der Kontaktaufnahme scheitert man oft selbst bei grösseren Anbietern oder hängt 3 Stunden, völlig beduselt von unnötiger Musikuntermalung, in der Warteschleife. Aber gleich einen Rückruf in die Wege leiten zu können, was dann erst noch umgehend klappt, das ist Extraklasse! BRAVO und volle Punktzahl! Tja, so Amazonen haben es halt in sich!

PS 17 Uhr: Es klingelt: "UPS, wir haben ein Paket für Sie". Wider Erwarten - selbst Frau Jahnke glaubte nicht mehr an eine Zustellung am späten Nachmittag - ist das Dingen bei mir eingetroffen. Wat'n Ding!

Mittwoch, 9. März 2011

Modezirkus - ein Kleid von Dior

Vogelnest oder Blumenbeet?
Julia Saner ist einfach toll; sie sieht gut aus, ist wandelbar und scheint ausserdem sympathisch zu sein. Ob ich sie allerdings erkennen würde, wenn sie in einem Berner Café neben mir ihren Capuccino schlürfen würde, wage ich zu bezweifeln. Meine Augen sind nicht so Promi-geil, um es mal ganz salopp zu sagen.

Alles andere als geil oder gar sexy finde ich die etwas zu durchsichtigen Einblicke auf Julias Allerwertesten, ins Bild gesetzt an der Pariser Fashion Week 2011 (unterer Bildteil).

alles Julia oder was?
Der Bildausschnitt lässt mich eher an Blasenkatheter, Harninkontinenz oder präoperative Vorbereitung denken und wirkt eher krank als schön. Fehlen tun wirklich nur die weissen Stützstrümpfe. Das berühmte "Kleid von Dior" habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Wer sich noch an Inge Meysel erinnert, wird das verstehen :-)

Ob dieser Hauch von Nichts vom unglücklichen John Galliano kreiert worden ist, welcher zwei Tage vor der Show aufgrund seiner diversen Ausrutscher entlassen worden ist? Er ist ein typisches Beispiel dafür, dass der Modezirkus nicht für alle gesund ist. Ein Blick auf seine Energie im Stirnbereich lässt erahnen, dass er sich wohl eher an die weisse Linie als an einen roten Faden hält. Was für eine traurige Entwicklung!

was für eine Entwicklung!
Nicht wirklich, was der Onkel Doktor uns verschrieben hat. Schade für so viel Talent, wobei: natürlich sieht irgendwie anders aus!



Die Show steht im Vordergrund: die Mode teilweise nach dem Motto "Hauptsache untragbar" ..... und dennoch immer wieder spannend und inspirierend. Wir dürfen weiterhin gespannt in die Zukunft blicken.

Montag, 7. März 2011

Mittel gegen Staatsverschuldung und Eurokrise?

Your's forever, AniTime
"Wer hat, dem wird gegeben"; stimmt das? Was Promis als Werbeträger anbelangt vielleicht schon. Geht das nicht auch umgekehrt? Wie man sieht könnte es in gewissen Fällen tatsächlich heissen: "Wer nicht hat, der gibt mit vollen Händen". Alles klar, reut einem dann auch nicht so.

Japan sei in punkto Staatsfinanzen weltweit am schlimmsten dran, entnehme ich am 19. Februar der Gratiszeitung "20min" unter "Wirtschaft".

20min vom 19.2.2011
Ebenfalls im Wirtschaftsteil erfolgt am 7. März die Meldung, Japan habe Europa im Kampf gegen die Schuldenkrise mittels Kauf von Staatsanleihen unter die Arme gegriffen.

Okay?!? Zugegeben, ich bin nun wirklich kein Rechengenie; deshalb kann ich mir rein praktisch gesehen nicht vorstellen, wie so etwas vor sich gehen soll!

Also: Ich öffne meinen völlig leeren Safe und lasse Sie an meinem Reichtum teilhaben!? Buchstäblich leere Versprechungen oder kühle Berechnung? Wer weiss, vielleicht war ja auch mehr der innere Reichtum gemeint. Die wichtigsten Dinge des Lebens sind eh mit Geld nicht zu bezahlen, das weiss doch jedes Kind!

Sonntag, 6. März 2011

DSDS 2011 - es geht ums Singen!

"schwach angefangen und dann stark nachgelassen"
Gestern haben wir uns eine Konserve reingezogen; eine Art "Lost in Translation" auf Französisch. "Es regnet Pflaumen in Japan" beschreibt den Versuch, mit völlig Fremden und über Kulturen hinweg eine gemeinsame Sprache zu finden. War etwas langfädig und dennoch kann man die Bräuche und Sitten Japans auch nach vielen Jahren der Auseinandersetzung immer noch schlecht nachvollziehen. Fasziniert hat mich vor allem die brillante Adriana Asti, welche einem mit ihrer Darstellung der nach einem Infarkt verstummten Grossmutter des Helden völlig in ihren Bann zog und alle an die Wand spielte.

Den wahren Kulturschock erlebte ich jedoch danach. Ich erwachte sozusagen mitten in DSDS und einem Zickenkrieg der Superlative. Hauptakteurinen dieses Jahr sind nach dem Auszug von Sarah Engels Nina Richel und Anna-Carina Woitschack. Molto dramatico... viel Feind, wenig Ehr und ganz viel Tränen und Nervenzusammenbrüche.

Da dieses Hin und Her jetzt schon ein paar Tage dauert, meinte Jurorin Fernanda Brandao nach Nina's Auftritt in etwa: "Ihr hattet eine schwierige Woche und wenn man das bedenkt.... war das ein guter Auftritt". Das Statement des faden Patrick Nuo hatte ich offenbar gerade verpasst, dafür kam "unsä Dittääää" umso gereizter rüber, in etwa so: "Mensch, Ihr hattet es schwierig, verdammte Scheisse nochmal.... hört endlich auf zu zicken und konzentriert Euch auf die Musik. Es geht hier ums Singen".

Wie bitte, das sind echt ganz neue Töne? Es geht bei DSDS ums Singen? Wusst ich gar nicht und hab ich über all die Jahre auch nicht wirklich bemerkt. Da ging es meist um "Titts and As" und irgendwelche Rührgeschichten rund um die Kandidaten. In allererster Linie ging es jedoch um die Selbstdarstellung des allseits beliebten Sprücheklopfers Bohlen mit Aussagen wie: "Wenn Du bei mir im Keller singen würdest, kommen die Kartoffeln freiwillig geschält nach oben" oder ganz wichtig für Dschungelcamper "Damit kannst Du Kakerlaken ins Koma singen".

Ich meine, was ist Dieter Bohlen ohne DSDS oder Supertalent: ein ehemaliges Bandmitglied von Modern Talking und ein erfolgreicher Frauenbeschwörer, welcher offen zugibt, dass die einzige Frau, auf die er hört, sozusagen in seinem Navi eingebaut ist.

Jedenfalls hat er bei einer der letzten Staffeln Edita Abdieski, die X-Factor-Siegerin 2010, nach einer ultrakurzen Singprobe nicht mehr zu Wort und Ton kommen lassen. Soviel zu seinem absoluten Gehör für Talente. Ich denke, dass die erfolgreiche Stefanie Heinzmann gut daran getan hat, nicht bei DSDS anzutreten sondern bei SSDSDSSWEMUGABRTLAD.


Wäre schade gewesen, wenn die "Soulsister" vor der Herausgabe ihrer beiden Alben und ihrem Start in eine erfolgreiche Karriere im Musikbusiness durch einen selbstgefälligen Poptitan ausgebremst worden wäre. Schliesslich hat unsere Stefanie 2009 schon mit Lionel Richie auf der Bühne gestanden. Yeah


Um es mal mit Dieter zu sagen: DSDS "hat schwach angefangen und dann stark nachgelassen". Aber "Schweine können z.B. auch nicht Stabhochspringen und sind deshalb nicht traurig"! Also, Kopf hoch, Dieter und such Dir nächstes Jahr Juroren aus einem etwas anderen Alterssegment und mit mehr Pepp und Lebenserfahrung.

Freitag, 4. März 2011

Edelweis(?)er Schlagabtausch...

na denn Prost
Es soll Leute geben, die den Unterschied zwischen frustriert und engagiert noch nicht kennen! Wie Sie dem edelweis(?)en Kommentar auf meinen Eintrag vom 1. März und meiner Antwort darauf entnehmen können, hatte ich einen kurzen Schlagabtausch mit dem CEO respektive Inhaber des Edelweiss Shops, Filiale Bern. Herr Bögli hält mich für eine frustrierte Hausfrau mit zuviel Zeit und viel zuwenig Toleranz und Lebensfreude.

Sicher nerven mich manchmal Situationen, die andere kühl lassen. Als Macherin versuche ich stets, etwas zu ändern. Oft sind einem ja die Hände gebunden und man ist machtlos... und muss sich halt mit dem Status quo abfinden - zumindest vorübergehend! Dennoch habe ich versucht, mit meiner "Hunde die bellen-Aktion" etwas zu bewegen; nicht für mich selber, sondern für die Angestellten von Herrn Bögli. Mein Helfersyndrom lässt grüssen.

Meines Erachtens kann man strahlende Kinderaugen nicht über alles stellen und dafür z.B. die eigenen Angestellten an den Marterpfahl binden (Sortiment, Artikel 524, inklusive Axt, Pfeil und Bogen). Das wäre keine echte Win-Win(Winnetou)-Situation!

Ob sich meine Hoffnung, jemanden zum Nachdenken gebracht und etwas bewirkt zu haben, erfüllen wird, wissen die Götter, allen voran Manitu! Jedenfalls war heute Mittag gegen 12 Uhr nur ein Plüschhund aktiv... und erst noch mit etwa einem Viertel der üblichen Lautstärke. Zufall oder nur falsche Batterie? Time will tell und ich sag's Ihnen weiter!

Dienstag, 1. März 2011

BOTOX - perfektes Volumen bis in die Spitzen

Botox - perfektes Volumen bis in die Spitzen
Hurra, Juheee.... man hat eine zusätzliche Anwendungsmöglichkeit für Botox entdeckt, die Kasse klingelt fröhlich weiter!

Das bekannte Nervengift wird bei Stars, Sternchen und solchen, die es gerne werden möchten, seit einiger Zeit auch in den Haaransatz gespritzt. Nicht dass die Haare Falten kriegen; ist es allerdings warm, kommt man auch schon mal ins Schwitzen und der Haarboden wird feucht. Reines Gift für jede Hochsteckfrisur... da gibt es eben nur ein Gegengift.... BOTOX.

Eine Amerikanerin - einst Model - in den besten Fünfzigern hat es den Promis gleichgetan und sich für einen TV-Sender ihre mittelgescheitelten, steckengeraden Haare mit Botulinumtoxin behandeln lassen. Die sahen danach echt super aus: mittelgescheitelt und steckengerade!

Da der Schönheitsdoc gerade noch etwas Flüssigkeit in der Spritze und genügend Zeit hatte, liess sich die Probandin auch unter den Achseln botoxen. Ach was, Achselhaare.... aber für die nächsten 6 Monate kann sie da einiges an Deo sparen, und damit rechnet sich so ein Eingriff gleich ganz anders.

Und immer noch war etwas von der kostbaren Flüssigkeit übrig und deshalb lautete die nächste Station "Schweissfüsse". Etwas Botox in die Ballen und der High Heel drückt absolut gar nicht mehr - die Muskeln bleiben locker und die Schweissproduktion aus.

Ist es nicht super war man mit ein und demselben Mittel alles anstellen kann. Und wer weiss, vielleicht können wir demnächst einen Brotaufstrich im Supermarkt kaufen.... mit Botox..... gegen Haare an den Zähnen. Alles wird gut!

Edelweiss Shop Bern oder ....

einmal Klappse und kein zurück
... Hunde die bellen beissen nicht.

Mag ja stimmen, aber sie nerven!!!!!

Seit einiger Zeit gibt es bei der Haltestelle (Tram 9) am Zytglogge einen Edelweiss Shop. Edelweisse sind friedliche Erdenbürger, still und bescheiden. Als Alpenbewohner bevorzugen sie felsige Höhenlagen resp. die Ruhe und Erhabenheit, die im Gebirge herrscht. Das hat so gar nichts mit besagtem Souvenirshop zu tun.

  • Ob es sich bei der verkauften Ware um Schweizer Sujets "made in China" handelt oder ob einige Artikel tatsächlich aus Schweizer Produktion mit ebensolchem Qualitätsstandard handelt ist für mich nicht relevant.
  • Dass aus dem Eingangsbereich bei offener Tür jahraus-jahrein zwei rund um die Uhr kläffende Plüschköter meine Nerven in Anspannung versetzen, mag auch noch angehen, da die maximale Wartezeit vor Geschäftsschluss 15 Minuten beträgt.
  • Dass allerdings ein Geschäft sein Verkaufspersonal dieser nervtötenden Dauerbelastung aussetzt, finde ich unfassbar. Ob das arbeitsmedizinisch zulässig ist? Jedenfalls geht das nur, weil sich die eigentliche Geschäftsleitung wie es aussieht in Bülach befindet, also ausser Hörweite.

    Heute habe ich die Verkäuferin darauf angesprochen und sie meint auf die Frage, ob das nicht nerve: "Ja natürlich, aber was soll ich tun. Wir verkaufen die Dinger dermassen gut!" Das nenne ich Loyalität, echt. Ich würde es dort als Angestellte nicht eine Stunde aushalten, schon gar nicht ohne Oropax oder Valium, vor allem bei DEN Öffnungszeiten!

    Apropos "made in China": an der Nydeggasse 17 gibt es ein Geschäft, dass läuft erst wirklich gut, seit die Inhaberin, selber gebürtige Chinesin, sogenannte "Schweizer Souvenirs" - allesamt made in China - fast ausschliesslich ihren eigenen Landsleuten verkauft. Das nennt man "Wasser in die Aare getragen" und erst noch über lange Umwege. Es lebe der Tourismus!!