Montag, 28. Februar 2011

High Heels - wat'n Spass!!

High Heels 愛
Gestern waren wir bei meiner Nichte eingeladen... und die hat ein Schuhparadies, das sie normalerweise nur mit ihrem Allerliebsten (einem ebenfalls eingefleischten Schuhfreak) teilt und aus dem sie sich auch nicht vertreiben lassen wird. Natürlich war das Anziehungspunkt für die weibliche Gästeschar. Fast so wie in dieser Heineken-Werbung, die übrigens mehr als genial ist.


Das zieht einem die Schuhe und Strümpfe gleichzeitig aus, und so probierten schon die ersten Ladies "the higher the Heel". Quetsch? Nein, Quitsch!!! Ich bewunderte Andreas Gleichmut über die Tatsache, dass so viele nackte Füsse ihre Heiligtümer betraten, fast so wie freizügige Touristinnen eine Moschee. Das wollte ich natürlich nicht, obwohl ich auch sehr gerne einmal in meinem Leben...... seufz!

Da gab mir Andrea für jedes Füsschen einen Hauch von Kniestrumpf; schwarz natürlich... und dann gab es kein Halten mehr. Geeeil, sag ich Ihnen, und damit es mir meine Enkelkinder (? ööhm ? ;-) auch glauben werden, habe ich diesen historischen Moment gleich mit der Kamera festgehalten.

die roten Schuhe

goldig!
Ich kann gar nicht sagen, was mich mehr erstaunte: meine Freude über das Gefühl an sich oder die Tatsache, dass ich mit den Dingern sogar ziemlich elegant über den Boden schweben konnte!

Etwas anderes wurde mir schlagartig klar: entweder kauft man sich flache Schuhe oder aber dann gleich die ganz hohen High Heels. Bei den Zwischendingern rutscht man in den Schuh quasi immer tiefer hinein respektive nach vorne und so wird das Gewicht in den Zehenbereich gedrückt und gequetscht, während es bei den ganz hohen Dingern auf den Ballen sowie im Bereich unterhalb der Zehen ruhen kann. Alles klar?

die Höhen-Expertin :-)
Wunderbar! Und hier werden Sie auch online fündig:


Liebe Andrea, herzlichen Dank nochmals für den schönen Abend und diese tolle Erfahrung ♡

Sonntag, 27. Februar 2011

Hässliche Frauen oder: wo liegt die Schönheit?

all you need is LOVE ♡
"Hässliche Frauen - wir haben hier wirklich die hässlichsten Frauen!" klingt es gut vernehmlich und mürrisch vom Sitz hinter mir. Wer sagt so etwas, vor allem über diese gepflegte Frau mittleren Alters, die soeben mit ihren beiden Hunden ausgestiegen ist? Zugegeben, sie hat einiges an Farbe im Gesicht, aber nicht übertrieben und gekonnt gesetzt. Dazu stahlt sie eine überschäumende Lebensenergie und Freude aus; ihr Lächeln ist einnehmend und ansteckend; man kann es annehmen wie ein seltenes Geschenk in unserer oft ernstmienigen Gesellschaft.... könnte es!

Ich drehe mich um, weil mich interessiert, wem die nörgelnde Stimme hinter mir gehört. "Ist doch wahr", meint er "wir haben in der Schweiz wirklich die hässlichsten Frauen der Welt". Er sieht nicht aus wie jemand, der etwas von Schönheit versteht noch wie jemand, der sie gepachtet hat. Vielmehr erinnert er mich an einen jener speziellen Zierkürbisse.... die mit den grossen Pickeln. Auffallend viel Ähnlichkeit hat er auch mit jenen Männern, welche sich aus Asien ein Souvenir mitbringen, das auf zwei zierlichen Füssen durch die Welt trippelt, immer ein-zwei Schritte hinter IHM.

Man kann ja mal eine schlechte Laune haben, aber gestern im 9er-Tram "moffelten" gleich mehrere Exemplare. Das war vielleicht eine Energie, sag ich Ihnen. Wir haben wirklich die mürrischsten unhöflichsten und unfreundlichsten Männer der Welt, könnte man manchmal denken. Um etwas so Persönliches, Verletzendes laut zu sagen, braucht es jedoch schon etwas mehr Unverfrorenheit oder ganz einfach das Gefühl einer tiefen Verlassenheit und Einsamkeit. LIEBE ist eigentlich das, wonach wir alle streben, wonach uns buchstäblich dürstet.... und sie fehlt schon mal hie und da. "All you need is LOVE" und die Welt wird rosarot!


Ich beliess es jedenfalls auf diesem einen Blick nach hinten und war froh, dass mich mein Auge nicht im Stich lässt.... denn Schönheit liegt bekanntlich eh im Auge des Betrachters.... dann hat nämlich selbst das pickligste Kürbisgesicht seine ganz ureigenste Schönheit.

Freitag, 25. Februar 2011

Kleinlich - Kleinl-ICH

Kleinl-ICHkeit --- zum Niederknien!
Im Detail liegt die Herausforderung, der Unterschied und manchmal gar der Teufel. Es ist gut, differenziert zu beobachten und sorgfältig Feinheiten zu berücksichtigen, wo es Sinn macht und etwas bringt.

Jemand, der auf Details herumreitet, kann zum Beispiel im Beruf in eine für andere kaum erreichbare Tiefe vordringen, immer mehr Puzzleteile herausarbeiten und so zu einem grösseren Ganzen gelangen. Dennoch verliert er oder sie schon mal den Blick auf eben dieses.

Das weltgrösste Puzzle setzt sich übrigens aus 32'256 Einzelteilen zusammen und wird in 8 Säckchen geliefert, welche acht Teilstücke beinhalten, die sich zusammengesetzt dann zum Gesamtkunstwerk namens "Double Retrospect" zusammenfügen lassen..... wenn man es denn kann!

Puzzle sind nicht ganz so mein Ding und so würde ich mich denn lieber an das holzige 5teilige Ravensburger namens "Der kleine Winnie the Pooh" halten. Ich denke, das würde ich gerade mal noch schaffen!

Dann gibt es da natürlich auch den eher grosszügigen Typen, der gerne wichtige Punkte übersieht und lieber gleich zum gemütlichen Teil übergeht. Das hat zwar einige Nachteile, aber eben auch viele Vorteile. Bestimmt fühlen sich solche Menschen entspannter, lächeln öfter und finden, alles sei eigentlich gleichgültig, weil gleich gültig.

Schön, wenn man sich den Gefallen einer so relaxten Lebensführung tun kann. Mir will das einfach nicht so recht gelingen. In vielen Dingen kann ich echt zur Erbsenzählerin mutieren oder spalte Haare bis zum Umfallen. Interessant dabei: wer zu sehr ins Detail gehen will, muss sich ganz klein machen, herunterbeugen oder gar niederknien und wird kleinl-ICH... es sei denn, es gelingt einem, das Kleine ganz gross zu machen mit Hilfe eines geeigneten Vergrösserungsapparates, dann kann man sich ganz aufrecht, aufgerichtet und aufrichtig seinen grössten Herausforderungen stellen.

Happy Birthday Steve Jobs

Happy Birthday 
Etwas wovon Politiker weltweit nur träumen können: Sie öffnen den Mund und die Welt hängt an Ihren Lippen und hält buchstäblich den Atem an. Ihr Gesundheitszustand wird als kritisch beschrieben und die Börse reagiert schlagartig mit Wertverlusten. Müssen Sie beruflich genesungshalber etwas kürzer treten, möchten einige umgehend das Geheimnis um die Nachfolgeregelung gelüftet haben.

Sie sind ja wirklich ein Tausendsassa, obwohl Sie nicht im Sternzeichen Wassermann geboren sind. Fisch ist aber auch nicht schlecht, schwimmen einige doch meist gegen den Strom... weil sie die Kraft und das Knowhow dafür haben. Ihre Genialität könnte aber auch damit zusammenhängen, dass Sie am selben Tag Geburtstag haben wie meine Grossmutter mütterlicherseits!?

Einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde erzielten Sie jedoch erstaunlicherweise als schlechtest bezahlter Geschäftsführer eines Unternehmens, da Sie über mehrere Jahre hinweg für ein Jahresgehalt von einem Dollar arbeiteten.

Mir ist das alles Pustekuchen. Ich bin einfach nur dankbar für die genialen Erzeugnisse aus dem Hause Apple. Sie helfen mir tagtäglich, meine Arbeit mit Hilfe von technischen Geräten zu machen, die halten was sie versprechen und gleichzeitig meine Nerven schonen.

Lieber Steve Jbs, ich wünsche Ihnen in letzter Sekunde des 24.2. alles Gute zum Geburtstag und im kommenden Lebensjahr vor allem gute Gesundheit, denn wie heisst es so treffend: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts! We count on you - wir zählen auch weiterhin auf Sie!

Dienstag, 22. Februar 2011

Lauter Passifisten statt Pazifisten....

Passifistenhaltung 2011 - Schlabbis in Action
.... oder: "und tschüss Frieden"!

Was die Welt jetzt wohl am nötigsten hätte, wären wahrhafte Pazifisten, Leute also, die nicht nur etwas von Frieden verstehen, sondern diesen fest verankert in ihren Herzen tragen. Die Welt ist in Aufruhr, vorläufig vor allem auf der arabischen Seite.... die Menschen lehnen sich gegen Missregimes und Diktatoren auf, notfalls mit Gewalt.... und teilweise sogar mit Erfolg.

Es soll ja Leute geben, die tatsächlich "Frieden" studiert haben - ich kenne sogar persönlich jemanden! Ob die allerdings Antworten auf unsere Fragen haben oder uns einen Weg zu diesem Frieden vorgeben können, kann echt bezweifelt werden. Einen Vortrag über ein Thema zu halten ist um einiges einfacher als etwas konkret zu leben.

Revolutionäre können zwar Umstürze herbeiführen. Um einem Land Perspektiven zu eröffnen braucht es jedoch Reformer, Leute mit Ideen und Visionen. Ob wir tatsächlich über solche verfügen, wird die Zukunft weisen. Unsere aktuelle Lebensform mit all ihren technischen Möglichkeiten erzeugt jedoch vor allem eines: Passifisten..... Leute also, welche in einer Art Konsumationshaltung erstarrt sind und sich gerne und fast rund um die Uhr berieseln lassen ... und sei es auch nur, um ja nichts falsch zu machen.

I've been happy lately, thinking about the good things to come.... Now come and join the living, it's not so far from you, and it's getting nearer, it soon will be with you.... come'on Peace Train.....  (1971, Cat Stevens)

Montag, 21. Februar 2011

Ring-Ring-Ring.... ein Unding

Ring-Ring-Ring
Schätzungsweise 04:45 Ortszeit. Eigentlich noch alles ruhig und friedlich, wäre da nicht dieses unsägliche "Ring-Ring-Ring". Da mir im Schlaf bewusst ist, dass es sich dabei um einen Weckton handelt, baue ich ihn kurzerhand in meinen Traum ein.



Immer und immer wieder versuche ich, die Quelle zu besiegen und den Störsender endgültig zum verstummen zu bringen. Unbewaffnet, aber gefährlich stürze ich mich drauf, wie ein kampferprobter Ninja. Der subkomatöse Mann neben mir reagiert gar nicht - seinTiefschlaf scheint von all dem unangetastet.

Als sämtliche Kampfstile durchprobiert sind und nichts gewirkt hat, setze ich mich auf. Noch nicht ganz da, will ich aufstehen und dem Ring-Ringelreien den Hahn abdrehen. Jetzt fällt mir erst auf und ein, dass ja Göttergatte gemeint ist und rüttle ihn.

Statt dass er bei seinem Superwecker, welcher mit Vogelzwitschern und immer heller werdendem Licht arbeitet, einfach den richtigen Knopf drücken und sich durch Weckwiederholung sanft aus dem Schlaf "pellen" lassen würde, setzt er auf iPhone (im Rucksack!) und Klingelton. Wäre ja nix dagegen einzuwenden... aber er hört ihn nicht oder eben nur indirekt über meine Ohren und das Weckschütteln.

Es wären ja nur etwa zwei Minuten gewesen, meint Martin. Wie es sich herausstellt, hatte "the Ring-Voice" uns aber ganze 12 Minuten "beglückt". Das nervt ganz schön, sag ich Ihnen, wenn der Klingelton selber ja auch ganz originell ist.... so originell übrigens, dass ER ihn niemals hörte, als er ihn noch als Klingelton benutzte.... vor dem Trrrr-Trrrr, das ich ihm dann sozusagen mit Gewalt verordnet habe. Über dieses Weckritual werde ich wohl noch einmal mit ihm sprechen ;-) !!!

Sonntag, 20. Februar 2011

OM - Ostermundigens Töchter

Ursi National - la belle Michelle - und jetzt noch eine Julia
Ostermundigen ist eine Gemeinde in der Agglomeration Bern. Die Luft dort scheint ganz besonders bekömmlich zu sein. Was da nicht schon alles für Karrieren ihren Anfang nahmen! Prominente Schönheiten wie allen voran Ursula Andress, die sympathische, wohlgeformte, wunderschöne Michelle Hunziker und jetzt auch noch Julia Saner... ich meine Laufstege ohne Ende UND ein Titelblatt auf der amerikanischen Vogue!!!

Seit mir das bewusst geworden ist, nehme ich ab und zu den Ostermundiger-Bus anstelle des Trams Nummer 9. Ich meine, was tut man nicht alles für Aussehen und Karriere! Wobei: etwas mehr "Glanz und Gloria" wäre in diesem Rüttel- und Schüttelbecher manchmal echt willkommen, aber man kann nicht alles haben.

PS für Ortsunkundige: Nein, Ostermundigen liegt nicht am Meer.... noch nicht!

Samstag, 19. Februar 2011

Übersetzungsprogramme und... Françoise Hardy

Heute bin ich auf Facebook über eine alte Freundin gestolpert: Françoise Hardy. Was sah diese Frau doch toll aus ...


.... und tut es übrigens immer noch!


Ja, ja, meine Jugend mit "Salut les Copains", um Französisch zu lernen mit Sylvie Vartan, France Gall, Johnny Hallyday, Jacques Dutronc.... also geringgradig besser als mit Hilfe eines Übersetzungsprogramms.

Was hätte ich darum gegeben, nur einen Tag wie Françoise auszusehen - SEUFZ! Heute sind solche "Vorlagen" wohl eher Britney Spears, Lady Gaga oder Angelina (gar nicht) Jolie.

Was aber hat das alles mit Übersetzungsprogrammen zu tun? Nicht viel und doch eine ganze Menge.

"Nachdem Françoise ihren Behälter übergegangen ist, lenkt sie sich in Richtung Musik." Was für ein Behälter? "Aber nachdem sie von einem Erzeuger bemerkt und ihm sein Ersten registrieren lässt 45 Umdrehungen"... kommt ihre Karriere ins Rollen. Sie lebt mit Jacques Dutronc aujourd'heute immer Gesamtheit, und das ist auch gut so! Aber ein Satz schlägt fast alles und räumt wohl bei jedermann die letzten Gehirnzellen aus: "Ende 2004 Françoise Hardy kommt "Tant schöner Sachen" mit der Teilnahme ausserdem seiner Fäden Thomas heraus." Äääähm... öh.... die wurde operiert?

Sie glauben mir nicht? Dann sehen Sie doch gleich selber, auf den nachstehenden Bildern oder direkt auf dieser Page:


Darum: Wenn es drauf ankommt, lohnt sich das Herbeiziehen eines professionellen Übersetzungsbüros auf jeden Fall! Oder wie Google Translate dazu bemerkt: "Donc, si c'est important, il vaut la peine d'envoyer une agence de traduction professionnelle, en tout cas!" Ich wünsche allen ein fröhliches Knuddelmuddel ... beim aktuellen Turmbau zu Babel ;-)

Donnerstag, 17. Februar 2011

EXIT: und tschüss...

Zauberformel: Leben + i = Lieben
.... ich bin dann mal weg!

Ich weiss nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn "der schwarze Hund" einem wieder mal einen Besuch abstattet. Dieser treffende Ausdruck stammt übrigens von einem Onkel von mir und ist ein Synonym für Depression. "Onkel Hans hat heute keine Sprechstunde" habe ich als Kind offenbar jeweils allen erklärt, die es sicher teilweise gar nicht hören wollten.

Schwierig zu sagen, womit einfacher umzugehen ist; mit einer körperlichen oder einer psychischen Behinderung respektive Krankheit. Körperliche Gebrechen offenbaren sich der Umwelt oft unmittelbar und der Kranke stösst meist auf Verständnis und Mitgefühl. Gerade heutzutage kann man offen mit andern über seine gesundheitliche Situation sprechen, wenn man es möchte. Psychische Leiden laufen oft ganz versteckt hinter den eigenen vier Wänden ab. Meist können sich psychisch Gesunde nicht vorstellen, warum sich da einer so schwer tut mit seinem Leben.

Es ist schon grotesk: da nehmen auf der einen Seite Schwerstkranke modernste Therapien mit unerträglichen Nebenwirkungen auf sich und kämpfen bis zum letzten Atemzug um ihr Leben. Auf der andern Seite sind da die körperlich Unversehrten, die eine so tiefe Traurigkeit, Leere.... ja Sinnentleerung empfinden, dass sie sich ihren Tod herbeisehnen.

Man kann sich manchmal schon die Zähne ausbeissen am Leben, dabei könnte alles doch so schön sein! Die Frage bleibt: Was kann ich tun, was muss ich ändern? Ob EXIT da die richtige Antwort ist?

Während der heute gezeigten Dokumentation auf SF1 hat sich bei mir echt Beklemmung breitgemacht. Was der manisch-depressive Arzt André Rieder seinen Mitmenschen - und übrigens auch sich selbst - da zugemutet hat, ist nah an der Grenze des Ertragbaren.

EXIT wirbt mit Hilfe von Prominenten für Selbstbestimmung in Leben und Sterben, zum Beispiel mit Walter Andreas Müller.



Wie aber steht es mit der Selbstbestimmung von Angehörigen und Freunden eines potentiellen Selbstmörders? Könnte ich mit meinem besten Freund an dessen letztem Tag in einem stilvollen Restaurant eine Henkersmahlzeit einnehmen, danach in aller Ruhe mit ihm eine Picassoausstellung besuchen um dann zuletzt gemeinsam mit einem Freitodbegleiter einem zelebrierten Tod beizuwohnen? Definitiv nein, und ich möchte das auch nicht. Mir würde nicht nur das Mittagessen im Hals stecken bleiben! Ebenso schwierig wäre es für mich, wenn mir jemand, den ich liebe, vor seinem geplanten Freitod einen Abschiedsbesuch abstatten und mir ein Andenken überreichen möchte.

Es ist eines, in einer Kurzschlussreaktion von der Brücke zu springen. Auch hier ist jemand ganz auf sich selbst bezogen und denkt nicht mehr an die andern. Selbstmord ist immer auch Selbstbezogenheit in Reinkultur, das Aufeinandertreffen von Angst und Mut im Sinne einer Wiedervereinigung von zwei Polen... zwei Gegensätzen, im Bruchteil einer Sekunde.

Entscheidet sich ein Mensch, diese Welt mit Hilfe von EXIT zu verlassen, muss jemand von der Familie oder ein enger Freund mit dabei sein! Die Frage ist, ob man dann selbstbestimmt genug ist, nur das zu tun, was man auch zu tun bereit ist und allenfalls ein solches Ansinnen dankend abzulehnen?

Ist es nicht irgendwie krank, was alles am Fernsehen gezeigt wird? Quote-Quote über alles? In was für einer Welt leben wir eigentlich?

zu Guttenberg oder... nach "Dr. hc" jetzt auch "Dr. cap"...

mein Gutt, Karl Theodor :@
Nach Doktor "honoris causa" gibt es neu den Doktor "copy and paste". Wie die Presse verlauten lässt, hat Herr von und zu Guttenberg seine Doktorarbeit im Internet zusammengeklaut. Die Anzahl der wörtlich und "ich bin so frei(herr)" zitierten Textzabschnitte wächst im Minutentakt. So soll der Adelsspross - wenn der Titel denn echt ist - sich sogar in einem Reiseführer bedient haben.

Während immer mehr Stimmen laut werden, der Doktortitel müsse aberkannt werden, hat sich zu Guttenberg von dannen gemacht und erst einmal nach Afghanistan verabschiedet.

Mein Gott, Leute, ist ja klar: Adel verpflichtet.... aber kann man deshalb jemandem zumuten, die kopierten Textabschnitte noch durchzulesen, allfällige Fehler zu korrigieren und dabei gleich noch leicht abzuändern? Ich meine, Zeit ist ein kostbares Gut(tenberg) und irgendwann braucht jeder mal seine Ruhe. Als Verteidigungsminister wird der Freiherr wohl die richtigen Worte finden, das Ganze zu relativieren.... sprich: schönzureden.

Ob und wie die Geschichte allerdings bei seiner Frau ankommt, darüber darf spekuliert werden!

Dienstag, 15. Februar 2011

Coop - für mich und dich...

Coop? für mich nicht, LEIDER
....mit diesem Slogan wirbt das Schweizer Detailhandelsunternehmen seit einiger Zeit. Jeder soll sich angesprochen fühlen, aber wie sieht es in sogenannten Einzelfällen aus?

Ich scheine so ein Einzel- respektive Ausnahmefall zu sein, denn MEINE Lieblingsprodukte verschwinden nach einiger Zeit meist sang- und klanglos, weil offenbar zuwenige Mitmenschen meinen Geschmack teilen.

Habe ich so ein schlechtes Qualitätsbewusstsein... oder eventuell ein zu hochstehendes? Wie es scheint, gefallen mir vor allem die Ladenhüter, welche am Markt und den aktuellen Bedürfnissen vorbeiproduziert wurden.

So geschehen bei Brot (Pane Nostrano der Linie Pain Artisanale), den Weight-Watcher Linguine (der Coop-eigenen Lifestyle-Linie) und vielem mehr. Das ist vielleicht frustrierend, sag ich Ihnen. Und machen.... kann man gar nichts. Anders als im Tante Emma-Laden werden Kundenbedürfnisse nur befriedigt, wenn mindestens eine halbe Million Menschen sich in ein Produkt verliebt haben. Nur wenn jeden Tag zehn Briefe im Posteingang des Konsumentendienstes landen, hört man auf, diese einfach im Rundordner abzulegen und zieht eventuell in Erwägung, ein abgesetztes Produkt wieder aufleben zu lassen!

S'isch mängisch ächt e Seich, ehrlich! Coop für mich und dich.... aber für MICH NICHT, LEIDER! :@

Montag, 14. Februar 2011

Fernsehvergnügen: Augenkiller 16:9?

unsere Wahrnehmung ist individuell!
Unser traditionelles Fernsehformat (und Ballenformat für Packpapier) entspricht einem Verhältnis 4:3. Es wurde bei älteren Computermonitoren verwendet (z.B. 1024 x 768 Pixel) und geht zurück auf Thomas Alva Edison, der anno 1889 das Format des klassischen Filmbildes auf 24 x 18 mm festlegte.

Der Zahlenfaktor, der sich aus dem Verhältnis Höhe zu Breite ergibt, entspricht 1,3 und somit nicht dem Goldenen Schnitt (=Φ:1,6180). Dennoch empfindet man so ein Bild als harmonisch.

Verhältnis der Höhe zur Breite im Vergleich zum Goldenen Schnitt
Die Breitbildfernseher versorgen uns mit Bildern im Format 16:9 (und einem Zahlenfaktor von 1,7). Wie mir erst heute bewusst wurde, hat dies einen unmittelbaren Einfluss auf mein Sehverhalten. So zieht es mir die Augen nach aussen und erzeugt eine enorme Spannung. Sehe ich länger fern, werde ich kribbelig, muss dauernd die Position wechseln und die Augen beginnen zu schmerzen. Zudem orientiere ich mich nicht an den Seitenrändern, was mich mit dem Boden verbinden würde, sondern am oberen und unteren Bildrand, eine Sicht auf die Umgebung, welche ich auch nach Drucken der OFF-Taste offensichtlich nicht ändere. Ich brauche dann jeweils einige Zeit, um die Spannung, welche auf den ganzen Körper übergegangen ist, wieder abzubauen.

1,7 ist vielleicht näher beim Goldenen Schnitt als 1,3, aber eben nicht ganz. Neuere Computerschirme arbeiten übrigens mit dem Format 16:10 (Faktor 1,6). Ich habe bei unserem Fernseher heute die Standard-Einstellung auf 4:3 umgestellt und kann schon nach einer Stunde Testsehen sagen, dass meine Augen entspannt allem folgen können, was mir da so präsentiert wird.... die Spannung wird höchstens noch von den Sendungsinhalten erzeugt.

Mal sehen, wie Göttergatte Martin das neue Sehvergnügen einschätzt und ob er auch eine Veränderung spürt.

Testen Sie selber auf dem Bild oben die Wirkung der Ausrichtung. Schauen Sie zuerst auf die 16:9 Version und halten Sie sich dabei an die Querlinien. Machen Sie danach dasselbe mit der 4:3 Version und halten Sie sich an die Längslinien. Spüren Sie den Unterschied der Spannung Ihrer Augen, Ihres Körpers sowie der Erdung. Möglicherweise besteht für Sie kein Unterschied, denn unsere Wahrnehmung ist sehr individuell! Fühlen Sie jedoch die Spannung, dann lohnt sich auch für Sie das Umstellen des Formates. Wählen Sie die Menü-Taste auf der Fernbedienung und ändern Sie die Einstellung "Bildschirmformat".

PS: An der Qualität der Programme ändert sich dadurch nichts.... LEIDER!

Valentinstag.... Liebesbeweise nach Kalender?

Each day is Valentine's Day.....
Jedes Jahr frage ich mich erneut: was soll das mit dem Valentinstag? Eine amerikanische Erfindung oder was? Welcher geschäftstüchtige Rosenverkäufer hat Europa zirka anno 1950 überzeugen können, auf diesen verheissungsvollen Zug aufzuspringen, so wie zum Beispiel Buddhisten, Shintoisten etc. auf denjenigen von Weihnachten.

Offenbar geht der Brauch nicht auf Karl Valentin zurück, sondern auf einen italienischen Heiligen gleichen Namens, welcher im dritten Jahrhundert nach Christus in Italien lebte und Liebende mit Blumen aus seinem Garten zu beschenken pflegte. Auch vermählte er Paare nach christlicher Tradition, was bei Kaiser Claudius II nicht wirklich gut ankam. Weil sich Valentin das Praktizieren des Christlichen Glaubens nicht verbieten lassen wollte, wurde er am 14. Februar 269 in Rom hingerichtet. 200 Jahre später erklärte Papst Gelasius - Gelato (= Eiscrème) und nicht Rosaio (= Rosenstrauch)!! - den 14. Februar zum Valentinstag. Dass wir uns heute nicht gegenseitig zum Eisessen einladen, verstehe ich nicht ganz, wobei das Eis noch weniger lange haltbar ist als normalerweise Valentinsrosen. Es zerfliesst, wie unsere Herzen angesichts einer Liebeserklärung!

Martin und ich schenken uns gar nichts.... im guten Sinne natürlich, und das auch nur am 14. Februar. Also ein Lächeln liegt natürlich schon drin, aber Rosen darbieten, dafür bleiben uns jedes Jahr 364 Tage zur Auswahl - der Valentinstag ist Tabu... aus Prinzip!

Happy Valentine's! Meine neues Haustier ist übrigens zu Valentine's rotzig wie sonst nie!!!
Hat mir den ganzen Bildschirm verkratzt, das Vieh!!!

Sonntag, 13. Februar 2011

Anreize setzen leicht gemacht

heute wird ein Bein-reicher Tag, vielleicht.... ;-)
Wie ich schon immer im Unterricht predige: Will ich Mann beim Kühlschrank, dann geht das nicht mit Ziehen und Zerren! Einfach Anreize setzen wie: "Wie wär's mit einer Praline?" Ehe er denken kann öffnet Göttergatte die Tür zum Kühlfach: "Wenn du schon dort bist, bringst du mir gleich eine mit? Bist ein Schatz!"

Um doch etwas Bewegung in netter Begleitung zu haben, greift Frau auch schon mal zur List. "Bei dem Wetter wird das wohl ein Bein-reicher Sonntag, mein Lieber", das nebenbei erwähnt, löst auch die festgefahrendsten Männeraugen vom PC und motiviert selbst Bewegungsmuffel zu einem Spaziergang an der frischen Lust.... ehm Luft. Viel Spass beim Ausprobieren!
es wird Frühling, hoffentlich

Freitag, 11. Februar 2011

Moderne OP-Quickies

aufwachen bitte.... genug geschlafen
"Hallooooo, Frau Schwahab, aufwachen... genug geschlafen. Es ist alles gut gegangen. Wir haben Ihre Gallenblase samt Steinen erfolgreich lokalisiert und komplett herausgeschnitten. Sie können jetzt nach Hause gehen! Sie sind doch Frau Schwab, oder?"

Etwa so könnte das unsanfte Erwachen einer einst steinreichen Frau im Aufwachraum einer modernen Klinik klingen. Übertrieben? Wenn ja, dann nur ein kleines Bisschen. Früher hütete man nach einer Gallenblasen-OP 14 Tage das Spitalbett. Mit Einführung laparoskopischer OP-Methoden reduzierte sich die Verweilzeit auf 5 Tage. Heutzutage wird man jedoch postwendend nach Hause geschickt. Eine Freundin von mir wurde gestern um 10 Uhr operiert und sollte heute Morgen bereits das Spital verlassen. Wie man dieser Aussage unschwer entnehmen kann, ist meine Freundin allgemein verunsichert! Wäre sie Privatpatientin, käme sie nach wie vor in den Genuss eines etwas längeren Aufenthaltes.

Auf der einen Seite ist eine solche Entwicklung krass. Wer je operiert wurde, weiss, wie man sich selbst nach dem kleinsten Eingriff fühlt. Auf der anderen Seite muss man ja nicht zwingend länger als notwendig auf den Angriff des berühmt-berüchtigten Methicilin-resistenten Staphylococcus aureus, MSRA, warten. Der Kontakt mit demselben kann nämlich tödlich enden, wie bei Werner Meyer, Chefreporter der Münchner Abendzeitung, der während 37 Jahren aus Krisenherden der ganzen Welt berichtete, 2006 nach einem Treppensturz jedoch Opfer des viel gefährlicheren "Krisenherdes Hospital" wurde. Bereits wenige Tage nach seiner Einlieferung durften die Angehörigen ihn nur noch in Schutzkleidung besuchen. Zwei Jahre lang litt Meyer an den Folgen einer MRSA-Infektion, der er letztendlich 2 Jahre später erlag.

Meines Erachtens bessern die Kliniken mit frühen Entlassungen und kurzen Aufenthaltszeiten ihre Statistiken auf. Und dann sind da natürlich noch die Fallpauschalen. Das Spital kriegt nur eine vorher festgelegte Pauschale für OP und Aufenthalt, egal wieviel Material- und Arbeitsaufwand betrieben werden musste. In vielen Fällen müssen die Frischoperierten jedoch kurz nach ihrer Entlassung wegen Nachblutungen oder weiterer Komplikationen erneut eintreten, was das ganze Gesundheitswesen nicht zwingend kostengünstiger macht. Ein anderer Freund von mir wurde an einem Montag Abend notfallmässig wegen eines geplatzten Blinddarms operiert und bereits am drauffolgenden Donnerstag Morgen entlassen.

Da kann man nur eines hoffen: gesund bleiben oder dann im Notfall doch lieber auf den philippinischen Wunderheiler setzen.

PS: kürzlich beim Rumzappeln bin ich auf die Sendung "Doctor's Diary" gelangt. Schrecklich, mir blieb fast der Feierabendschluck am Gaumen kleben. Da wurde mir Laien erst klar, worum es bei der Medizin tatsächlich zu gehen scheint.... um eine andere Art OP-Quickies... zumindest wenn es nach den Fantasien der Produzenten (vermutlich männlich) geht. Dass in so einem Spital überhaupt ein Patient überleben könnte, darf bezweifelt werden. Die Sendung selber wird jedoch noch einige Jahre überdauern..... LEIDER!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Symbole: Medizin zum Aufmalen - Akupaintur

Medizin zum Aufmalen ♡

Symbole sind Bilder.... Sinnbilder. Sie stehen für etwas..... und gleichzeitig in engem Kontakt mit unserem Unterbewusstsein und so assoziieren wir das jeweilige Zeichen automatisch etwas ganz Bestimmtem. Alle kennen das grosse gelbe M, welches den einen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, während andere einen grossen Bogen um das so bezeichnete Geschäft machen.


Symbole haben Kraft und Einfluss, sie zeigen Wirkung, ob wir ihre Bedeutung nun bewusst kennen oder nicht. So wirkt das japanische Zeichen für Frieden positiv auf uns, während die ursprünglich heilbringende Swastika seit dem unheiligen Adolf mittlereweile sehr negativ besetzt ist.
Heiwa - Frieden

Kürzlich bin ich über ein Kartenset (ISBN 978-3-938396-59-9) gestolpert, welches 64 Symbole enthält, und zwar aus den Bereichen

  • Strichcodes der Neuen Homöopathie (18)
  • Heilige Geometrie (18)
  • Symbole aus aller Welt (28)

Torus
Stri Yantra
Lebensblume
Wir können uns also zum Beispiel auf eine Situation einstimmen und dann intuitiv eine Karte ziehen. Dadurch, dass wir eine Resonanz zu unserem aktuellen Problem erzeugt haben, findet die richtige Karte automatisch den Weg zu uns. Wir können sie einfach nur anschauen und über die Augen auf uns wirken lassen. Das Auflegen auf den Körper ist im Krankheitsfall eine gute Möglichkeit. Nachts unter das Kopfkissen gelegt soll es besonders effizient sein. Wer möchte, kann sein Wasser damit energetisieren und besonders begabte Künstler können ein Symbol direkt auf eine schmerzende Stelle aufmalen. Allerdings könnte man bei besonders komplizierten Bildern echt ins Straucheln kommen, zum Beispiel bei Torus, Sri Yantra oder der Lebensblume.

Macht nichts, denn wie ich im Reiki gelernt habe, werden Fehler vom Universum nicht nur verziehen sondern gleich auch auskorrigiert.

Wer sich unsterblich in ein Symbol verliebt, der wende sich an einen Tattoo-Meister seines Vertrauens!

Und wenn Sie keine Probleme haben sollten und chronisch über vollständige Gesundheit klagen, dann borgen Sie sich eines oder geniessen Sie einfach die Schönheit von Farben und Formen. Zeichnen Sie's gut!

Sonntag, 6. Februar 2011

Reisdampf oder Weisser Lotus....

das Leben ist ein SPA-ziergang
Bambusblatt oder Ingwerblüte... oder gleich Belle de Jour?

Wäre das Geheimnis der Schönheit endgültig gelüftet, wäre es kein Geheimnis mehr. Die Schönheit liegt eh im Auge des Betrachters, man kann es also sowieso nicht allen recht machen.... ausser eben sich selbst. Das ist überhaupt das wichtigste. Wer sich wohlfühlt, strahlt Zufriedenheit aus und ein Lächeln kleidet einfach jeden besser als ein verkrampfter 20nach8-Mund. Ohne einen Rappen auszugeben haben wir uns etwas Gutes getan.

Die Kosmetikindustrie versorgt uns mit unzähligen Produkten, um uns von Kopf bis Fuss zu verwöhnen. Da werden jährlich Milliarden umgesetzt! Aber Achtung "verleiht Ihnen jugendliches Aussehen" kann ein anderer Ausdruck für "kann Akne erzeugen" sein. Es dauert oft Jahre, bis man SEIN Produkt gefunden hat, eines, das zudem noch einigermassen erschwinglich ist. Da ich auf vieles empfindlich reagierte, bin ich über Jahre immer wieder reumütig zur blauen Nivea zurückgekehrt, obwohl die nicht wirklich für die Gesichtshaut geeignet ist.

Vor einigen Monaten habe ich "zufällig" Produkte gefunden, die in jeder Hinsicht fantastisch sind. Modeschöpfer Takada Kenzō hat unter der Marke KENZOKI Gesichts- und Körperpflegeprodukte entwickelt resp. entwickeln lassen, die man sozusagen mit allen Sinnen erfassen und geniessen kann, ausser vielleicht dem Geschmacks- und dem Unsinn. So ist bei der Entscheidungsfindung der Geruchssinn ebenso wichtig wie der Hauttyp. "Weissen Lotus" war für mich zu Beginn das Non-Plus-Ultra, jetzt nährt Reisdampf meine Haut und belebt die Sinne!

Tja, hat man mal gefunden, dann hört die Suche auf, eine uralte Weisheit. Das Leben wird zum SPA-ziergang.... das Badezimmer zur Wellnessoase. Geniessen Sie's gut, mit all Ihren Sinnen!

Wasserfall - kalt oder doch lieber wohltemperiert

der Wasserfall fällt auf jeden Fall ins Wasser!
Was tut der Wasserfall bei jedem Wetter? Genau, er fällt ins Wasser! Und niemand nimmt ihm dies übel.

Die Geberit AG wirbt ebenfalls mit einem Wasserfall... und mit einer toll aussehenden Melanie Wyniger: "Ich liebe Wasser, weil es so ist wie es ist, rein, frisch natürlich - das ist für mich Lebensqualität. Wasser ist das natürlichste der Welt. Ich liebe Wasser....." Geberit AquaClean, das WC, das Sie mit Wasser reinigt.

Man sieht der Powerfrau nicht an, dass das Wasser mit gerade mal 8 Grad Celsius wirklich sehr frisch gewesen sein muss! Sie ist halt ein Profi und der Clip kommt super rüber. Beim Dreh war Melanie übrigens erkältet. Tags darauf waren alle Krankheitssymptome verschwunden.... die Viren hatten das Weite gesucht! Aber informieren Sie sich gleich selber unter "www.i-love-water.de".

Man kann übrigens davon ausgehen, dass AquaClean den Allerwertesten mit wohltemperierten 25 Grad oder mehr verwöhnen wird.

Apro-Po: der Herz-Po aus der Plakatwerbung scheint nicht ganz so gut anzukommen. So hat jemand kürzlich das entsprechende Plakat mit einem extra PorNo-Kleber überdeckt. Ich hab's genau gesehen PorNo nicht PoNo! Schono!

Hinter dem Mond(kalender)

sich einfach treiben lassen.....
Mein Mondkalender 2011 beschert mit tagtäglich wertvolle Tagestipps zu den wichtigsten Lebensbereichen. Er verrät mir, wie ich den Stand des Mondes im Tierkreiszeichen am besten nutzen kann, hilft mir die richtigen Entscheidungen zu treffen und mit dem Mond im Einklang zu leben.

Wir schreiben heute den 6.2.2011. Der zunehmende Mond durchwandert das Tierkreiszeichen der Fische und verströmt Wellen von Hilfsbereitschaft und Fantasie.

Freizeit: Keine Frage, dass Sie helfen, wenn man Sie bittet und es Ihnen sogar Spass macht. Trotzdem sollten Sie darauf achten, nicht ausgenutzt zu werden.


Liebe: Dieses Wochenende ist wie geschaffen, die eigene Beziehung mit dem Partner zu feiern. An Ideen mangelt es Ihnen nicht.

und jetzt kommt der Clou:
Familie: Wie wäre es mit einem Nachmittag im Schwimmbad? Das macht bei dieser Mondphase besonders viel Spass....

... und was das Gute daran ist: bei Aussentemperaturen von 7 bis höchstens 11 Grad verirren sich nicht allzuviele Menschen dahin. Sie haben sowohl im Becken als auch am Beckenrand genügend Zeit, sich zu verbreiten.... eventuell um die Beziehung mit Ihrem Partner zu vertiefen. Ihre Hilfsbereitschaft müssten Sie allerdings mangels Zielpersonen auf später verschieben.

"Anstaunen ist auch eine Kunst. Es gehört etwas dazu, Grosses als gross zu begreifen" lautet übrigens der Tagesspruch von Theodor Fontane. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er dabei nicht an Doppel-D und einen Schwimmbadbesuch gedacht hat, lasse mich allerdings gerne eines besseren belehren!

Freitag, 4. Februar 2011

Transglutaminase zum Zweiten

noch kann jeder Chirurg Knöpfe selber annähen....
rekonstituiert ☺ nicht reformiert
Wie in meinem Post vom 1.2. beschrieben, weiss man in der Metzgereiabteilung Coop nichts vom Fleischkleber Transglutaminase und hält einen Einsatz des Hilfsstoffes in der Schweiz - unserer Insel der Sonderregelungen - für völlig unmöglich. Heute habe ich mir die runden Trutenschnitzel bei Coop-Konkurrent Migros mal genauer angesehen... und siehe da: das Produkt wird unter "Trutenscheiben rekonstituiert" verkauft und hintendrauf steht klar und deutlich: mit Hilfe von Transglutaminase hergestellt. Also wenn das kein Indiz dafür ist, dass wir Schweizer uns einfach des öftern fragen sollten, ob ein Produkt eher natürlich oder unnatürlich aussieht, in diesem Fall also, ob es tatsächlich so runde gleichmässige Scheiben gibt, wenn eine Trutenbrust in Stücke geschnitten wird! Da sieht man mal wieder, wie unter den Augen von uns Konsumenten Sachen eingeschleust werden können, ohne auf Widerstand zu stossen.

Und wer weiss, vielleicht findet TGn bald in der Chirurgie einen festen Platz. Das ist überhaupt DIE Idee!!! Warum einen Bauch noch zusammennähen, wenn man die Wundränder mittels TGn einfach, natürlich und praktisch über Nacht zusammenwachsen lassen kann? Ich sehe schon die ersten Schönheitschirurgen gierig-listige Äuglein machen! Die Zeit wird kommen, da wird selbst der beste Chirurg keinen Knopf mehr selber annähen können!

Wer klug ist, kauft Aktien von Ajinomoto - gleich heute noch - JETZT!

Donnerstag, 3. Februar 2011

Natürlich besser Sehen

Wer weiss, was wir am Ende des Regenbogens finden werden!
Das Leben beschert uns immer wieder Momente, in denen wir zum Beobachter werden und ganz viel lernen dürfen. Augen und (natürlich besser) Sehen sind im Moment ganz wichtige Themen für mich, denn nicht nur Starrsinn kommt vom starren Blick, sondern auch die überall herumliegenden Brillen, die sich häufenden Rechnungen vom Optiker und Augenarzt, die verkrampfte Gesichtsmuskulatur und vieles mehr. Was liegt da näher, als sich bei den ganz kleinen Menschen wieder mal etwas abzuschauen. Die sind noch viel natürlicher und nicht so verbildet und in Mustern gefangen wie wir Erwachsenen.

Babys nehmen die Welt ganz anders wahr. Sie lassen nicht tagaus tagein irgendwelche Bilder und Worte von viereckigen Schirmen auf sich einwirken, sondern staunen soweit ihre Wahrnehmung reicht. Ihre Augen folgen frei den faszinierenden Lichtreflexionen oder Schattenbildern, dazu spielen sie mit den Händen, öffnen den Mund, bewegen die Zunge, erfassen mit allen Sinnen...

Mein zirka 3 bis 6monatiger Lehrer im Tram war vor allem von den Bäumen an der Thunstrasse angetan, welche in regelmässigen Abständen die Strasse säumen. Durch die rhythmische, wellenförmige Blickbewegung geriet er in eine Art Trance.... und als ich mich ebenfalls auf das bewegte Sehen einliess, machte es klick... und seither lässt mich die alte-neue Art des Sehens nicht mehr los. Der normalerweise eher fixe Blick ist freier geworden, die Nackenmuskulatur lockerer und ich um einiges zuversichtlicher, dass ich die Kurve doch noch kriegen werde.

Lassen wir uns einfach mal wieder voll auf das Leben in seiner ganzen Farbenpracht ein.... wer weiss, was wir am Ende des Regenbogens finden werden!

Mittwoch, 2. Februar 2011

The Avengers - Mit Schirm, Charme und Melone...

Gale oder Peel - Blackman oder Rigg ?
...vor allem aber mit Frauenpower! Was hätte Patrick Macnee alias John Steed ohne die bildhübschen, blitzgescheiten und wehrhaften Frauen an seiner Seite gemacht? Wohl nach kürzerster Zeit den Hut genommen - Pardon, die Melone!

Er, ganz Gentleman, ist smart, überlässt allerdings das Denken und Handeln oft lieber seinen Partnerinnen. Allein beim Öffnen der Champagnerflaschen kann ihm keiner was vormachen.

Wie in meinem Post vom 18.4.2009 schon erwähnt, war und bin ich ein absoluter Fan von Emma Peel, gespielt von der unvergleichlichen Diana Rigg. Bisher dachte ich auch immer, dass absolut keine andere so gut war oder je so gut sein würde wie sie, obwohl ihre Kampfkünste sich auf einem relativ niedrigen Niveau befinden, was ich allerdings vor meiner Aikidokarriere überhaupt nicht bemerkt habe.

Seit ARTE nun die 54 Anfangsfolgen von "The Avengers" über den Schirm flimmern lässt, bin ich mir diesbezüglich nicht mehr so sicher. Honor Blackman wirkt in ihrer Rolle als Cathy Gale noch heute unschlagbar, denn ihre schlagkräftigen Argumente sitzen, die Techniken sind effizient. Mrs. Gale kann daneben in jede nur erdenkliche Tarnrolle schlüpfen und mimt jeweils nach Bedarf eine Archäologin, eine Ärztin oder auch einfach die effiziente rechte Hand eines Chefs, weiss über alles alles oder kann es sich innert nützlicher Frist einverleiben... und sieht erst noch toll aus! Waaaahnsinn!!! Wer jetzt denkt, das Ganze wirke irgendwie altmodisch oder verstaubt, den muss ich enttäuschen. Oft wundere ich mich über die futuristischen Ideen, mit welchen die Szenenschreiber ihre Zuschauer immer wieder überraschen konnten.

Gale oder Peel - Blackman oder Rigg... ich kann mich nicht entscheiden. Eines ist klar: beide haben die Latte für das weibliche Geschlecht hoch gelegt und das Bild der Frau nachhaltig geprägt. Okay Mädels..... en Garde!


Dienstag, 1. Februar 2011

Transglutaminase - es (k)lebe geklebtes Frischfleisch :@

ich klebe - also lebe ich
Transglutaminasen (TGn) sind Enzyme, welche, als Biokatalysatoren genutzt, an Reaktionen in unteschiedlichsten Lebewesen beteiligt sind. Sie bieten die Möglichkeit der Veränderung physischer Eigenschaften von eiweissreichen Lebensmitteln. In Japan wurden TGn schon Ende der 80er-Jahre endeckt und werden seither als technischer Hilfsstoff bei der industriellen Herstellung von Lebensmitteln genutzt. TGn katalysieren chemische Reaktionen ohne dabei selber strukturell verändert zu werden.

Die japanische Firma Ajinomoto produziert TG in Frankreich, ein Hilfsstoff, mit welchem man aus Fleischresten in Nullkommanichts ein saftiges Steak herstellt, das sich rein optisch nicht von einem wirklichen Steak unterscheidet. Warum jedoch ausgerechnet in Frankreich? Weil da, anders als in anderen europäischen Staaten, Transglutaminase als Verarbeitungshilfsstoff in vielen Lebensmittelkategorien zugelassen ist. In den USA gilt das Enzym gar als GRAS (Generally Recognized As Safe).

Gepriesen wird auf ajinomoto.de die milchallergenfreie Bindung für Schweinefleischprodukte, die hohe Stabilität während weiterer Bearbeitungsschritte wie Slicen, Marinieren, Erhitzen und Verpacken und die Verbesserung der Produktivität durch eine Standardisierung von Produkten, also h.B. durch die Herstellung verlängerter Rohschinken-Rohlinge zur Reduzierung von Slicingverlusten. Mmmmmmmh - einfach toll???! Auf dieser Seite finden Sie auch diverse Loblieder auf ACTIVA® GS, dem Markennamen für Transglutaminasepräparationen von Ajinomoto, zum Beispiel in Zusammenhang mit Fisch!

Ich habe kürzlich den Chef der Metzgereiabteilung unserer Coop-Filiale auf TG und die falschen Steaks angesprochen. Der hat noch nie davon gehört und zweifelt auch daran, dass es so etwas gibt, je geben wird oder dass jemals etwas solches in der Schweiz zugelassen oder zum Einsatz kommen wird! Seltsam nur, dass zum Beispiel bei Konkurrent Migros Truthahnschnitzel verkauft werden, welche aufgrund ihrer kreisrunden Form und überhaupt vom Aussehen her auf einen Einsatz von TGn schliessen lassen. In Deutschland scheint die Information selbst der zuständigen Stellen ebenso schlecht zu sein. Nachforschungen von ZDF haben jedoch ergeben, dass die Gastronomie ganz oft und gerne beliefert wird. So kann eine Perlhuhnbrust mit einer Pouletbrust veredelt werden... oder umgekehrt. Aber sehen Sie doch dazu den Beitrag der ZDFmediathek! Was kann man anderes erwarten, wenn man Ingenieure an unsere Lebensmittel ranlässt!? Das würde mal wieder für eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise sprechen!!

Also wir müssen echt aufpassen, sonst fliegen uns bald die Nashörner um die Ohren... und dann kann's unangenehm werden.

Weiterer Link: 1