Freitag, 28. Januar 2011

Hauptsache GAGA

praktisches Lebensmotto
Was kann ich mich jeweils ärgern, wenn mir etwas nicht auf Anhieb gelingt. "Ungeschickt lässt grüssen" macht mich regelmässig fuchsteufelswild!

Eigentlich Blödsinn, andere setzen vor allem auf Abgefahrenes, Kurioses, Skurriles, Groteskes, Befremdliches, Widerwärtiges, Abstossendes.... wenn nur die Umwelt reagiert, am besten mit Entsetzen. Lady Gaga ist so ein Fall. Ihr Motto lautet, wie könnte es anders sein: Hauptsache GAGA!

Nun bastelt die Diva an ihrem ersten Parfum. Ob sie sich Jean-Baptiste Grenoille zum Vorbild genommen hat? Jedenfalls setzt sie gemäss Fashionista.com auf eine Mischung aus "Blut und Sperma"! Was da noch fehlt ist definitiv Schweissgeruch. Es geht nicht über Männer, die gemeinsam um die Wette stinken!

Gaga selber wird mit absolut jedem Duft fertig, ist sie doch für ihre gewöhnungsbedürftigen Outfits berühmt. Eine Gasmaske würde auf ihrem Gesicht absolut nicht auffallen, und wer weiss, vielleicht setzt sie mal wieder einen neuen Trend und die Grippeerreger haben das Nachsehen! Und was das Gute ist: jeder darf mal so richtig doll GAGA aussehen...

Burlesque ✰✰✰ Christina, Cher, Dita....

Es braucht viel für amerikanische Filme, mich ins Kino zu bewegen... und doch auch wieder nicht. Der Trailer von Burlesque war ein echtes Appetithäppchen. Christina Aguilera ist optisch gesehen nicht wirklich eine Schönheit .... but she's perhaps a good girl...



.... and definitely a great performer; eine der grössten! Vor geschätzten 20 Jahren, als ich mal wieder müde und abgespannt auf dem Sofa rumlungerte, wurde das Portrait einer Nachwuchssängerin gezeigt. Die Klang ihrer Stimme stellte mir sofort sämtliche Haare auf, raubte mir den Atem und war dermassen vielversprechend, dass ich mir den Namen aufschrieb. Ich wusste, die wird es schaffen. Ich sollte recht behalten.

Der Besuch von "Burlesque" lohnt sich nicht nur wegen ihr, sondern auch wegen Cher. Die ist einfach nicht klein zu kriegen und alt schon grad gar nicht. Auch sie hat eine der besten Stimmen, noch immer, und aussehen tut sie schon fast wie meine kleine Schwester.

Als ich mich übrigens gerade wundern wollte, wie gut ich alles verstand, ohne die Untertitel zu konsultieren, wurde mir erst bewusst, dass ich mit einer synchronisierten Fassung beglückt wurde. Nichts dagegen, solange die Lieder nicht ebenfalls in einer deutsch synchronisierten Version gezeigt werden, das vertrage ich nämlich gar nicht.

geschüttelt und nicht gerührt
Was allerdings das Wort Burlesque selber anbelangt, kommt mir als erstes Dita von Teese in den Sinn. Bei ihr kriegt Striptease eine ganz eigene Note.... Stripteese eben. Ihre Bewegungen sind geschmeidig und erotisch, bis in die kleine Zeh, und sie hat auch ein wenig mehr Speck auf den Rippen... und Fett ist bekanntlich ein Geschmacksträger!



Also, wer am Wochenende noch nichst vorhat, könnte ja mal wieder ins Kino gehen. Viel Spass!

Donnerstag, 27. Januar 2011

RTL im Lügen-Dschungel

Filzhut vs. Stetson
Lügner haben kurze Beine, sagt man. Mag ja sein; viel praktischer wäre jedoch ein riesiger Stetson. Je nach Bedarf senkt man einfach den Kopf und keiner sieht mehr, was in einem vorgeht. Jedenfalls hat Jay Khan die richtige Kopfbedeckung gewählt, wenn man einmal davon ausgeht, dass Sarah die Wahrheit gesagt hat über Gay-Jay's Plan, im Dschungelcamp mit ihr eine romantische Liebesgeschichte zu performen.

Man kann die Blondine zu recht als schwierig bezeichnen, als Zimtzicke oder gar Nervensäge.... aber eine ehrliche Haut scheint sie zu sein. Die Geschichte, die sie erzählt, klingt plausibel, die Art wie Sarah die Vorkommnisse schildert, spricht dafür, dass sie aus ihrer Erinnerung schöpft und sich nicht in Fantasialand bedient. Noch klarer wird die Sachlage, wenn man sich Jay's Reaktionen und seine Art zu kontern ansieht. Der Mann schwindelt... das sahen gestern Mittag nicht nur 63 Prozent der Punkt12 Zuschauer so, sondern auch ein Psychologe und Experte für Körpersprache.

Was könnte mehr für Sarah's Ehrlichkeit sprechen als die Art, wie sie besagten Satz äussert: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Sie kann nämlich das Wort Star kaum aussprechen, weiss sie doch genau, dass sie eigentlich kein wirklicher Star ist!

video


Froh war man als Mitfühlender oder gar Mitleidender um die Präsenz von Peer. Er ist authentisch, fair, hat und zeigt als einziger Gefühl, bleibt sich selber treu und ist auch sonst ein toller Hecht. Allein wie er mit Hilfe seines Äffchens die Geburtstagsballons für Gitta ins Camp geschmuggelt hat.... einfach rührend. Also wenn da nicht einer den Stetson ENDLICH - am besten noch heute - aus dem Dschungel rauskatapultiert und sich zu guter Letzt statt Filzhut die Krone aufsetzen wird, würd' mich das sehr wundern!

Dienstag, 25. Januar 2011

Gut gebrüllt... ehm... bebrillt

eine Lesehilfe ab Stange fehlt noch :-)

Erklärungsnot ;-)
"Gut gebrüllt Löwe" passt auf die verschiedensten Situationen. Bei mir müsste es momentan eher heissen: "Gut bebrillt, Wassermann", denn die Zahl meiner Sehhilfen ist beängstigend schnell gestiegen! Proportional zu der Anzahl Lebensjahre? Wäre mein Gatte, seines Zeichens Käser, nicht mit einer so stoischen Ruhe ausgestattet, hätte ich wohl keinen Ehemann heiraten, sondern mir gleich den berühmten Fielmann schnappen sollen.

Das soll jetzt keine Reklame für "es gibt keinen besseren" werden, denn mein Erstkontakt mit dem Billiganbieter ist nicht ganz so gut verlaufen. Ich wurde an ProOptik weitergereicht und kämpfte danach einige Zeit mit einem Klappergestell sowie unklarer Sicht, denn wie es sich nachträglich herausstellte, hatte man auf der einen Seite schlicht die Korrektur nicht eingeschliffen.

Als Breitenrain-treue Quartierbewohnerin habe ich danach und bis anhin immer den Optiker um die Ecke aufgesucht... Prädikat: nett aber sauteuer! Aufgrund vieler positiver Erzählungen seitens meiner Familie und Klientel, habe ich diesmal VISILAB bevorzugt.... eine Schweizer Firma, immerhin, tätig seit 1988, Umsatz 2009: 190 Millionen und das mit 772 Mitarbeitern, allesamt Augenoptiker. 85 Geschäfte gibt es im Land, der Marktanteil beträgt momentan 22 Prozent.

Trockene Fakten kann man an sich abperlen lassen, wenn man dazu gleichzeitig einen Feierabend-Prosecco schlürft. Was das Erstaunliche ist: die Leute bei VISILAB sind mega kompetent und freundlich, die Brillen um einiges billiger als anderswo und man hat die neue bereits nach einer Stunde in den Händen oder noch besser auf der Nase.

Drum, Visilab, nicht Fielmann... oder war es Schielmann?

Sonntag, 23. Januar 2011

Schweizer Bundesrat - mit neuem (?) Finanzkonzept

das wäre mal ganz neu - die Sparschweiz!!!
Die geplanten Massnahmen zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur werden uns als "neues Finanzkonzept" verkauft. Ohne ein solches komme es zum Ausbaustopp, droht unsere Doris vehement.

Ist das Konzept wirklich so neu? Sind wir nicht seit Jahrzehnten gewohnt, immer stärker zur Kasse gebeten zu werden? Fragen sich die Politiker überhaupt jemals, ob für ein Projekt genügend Geld zur Verfügung steht oder plant man nicht einfach Ausgaben, welche weder durch Einnahmen noch durch den aktuellen Kontostand abgedeckt werden können?

Der Blick unserer Verkehrsministerin fällt gnadenlos auf sämtliche Verkehrsteilnehmer - uns alle. So sollen Bahnfahrer und Automobilisten gleichermassen stärker zur Kasse gebeten werden. Demgemäss müssten Pendler nicht nur mehr Bundessteuern zahlen; auch der Abzug für die Fahrkosten soll reduziert werden. Interessant, propagierte Leuthard doch als Wirtschaftsministerin ganz klar, Arbeitslose müssten für eine Stelle auch weite Wegstrecken in Kauf nehmen.

Wer jetzt clever auf Privatverkehr setzt, hat sich in den falschen Finger geschnitten. Nebst Stau und schlechten Strassen muss der Automobilist künftig auch höhere Ausgaben bei der Vignette in Kauf nehmen. Der geplante Preis liegt, verglichen mit dem heutigen, bei 250 Prozent. Welches Geschäft kann sich sonst leisten, bei einem Artikel um 150 Prozent aufzuschlagen? Und damit das Ganze zudem noch etwas Aufwind bekommt, ist eine zusätzliche Erhöhung der Benzinsteuer geplant.

Das Argument, es habe sonst zuwenig Geld in der Kasse, lässt der Freisinnige Markus Hutter nicht gelten. Geld habe es genug, es werde nur anderweitig eingesetzt, zum Beispiel für den Bahnausbau!

Wie wäre es mit einem wirklich neuen Konzept: der Sparschweiz? Und wenn Leuthards mit hausfraulichem Einteilen des vorhandenen Geldsegens überfordert sind, dann soll sie sich zurückziehen und künftig anderen Tätigkeiten widmen. Sie sieht gar nicht mal so schlecht aus... und falls es nichts wird mit der Modelkarriere, könnte sie ja z.B. ihre kostbaren Gene weitergeben... noch wäre es nicht zu spät für eigenen Nachwuchs, ich meine bei unseren heutigen medizinischen Möglichkeiten!

Doppelt sehen mit einem Auge...

alt oder jung - jung oder alt - alt oder jung
egal... Hauptsache doppelt
...wenn das andere abgedeckt ist - eigentlich unmöglich, denn Doppelbilder sind in der Regel auf eine Störung des Binokularsehens zurückzuführen.

Wie ich meinem Blogeintrag vom 1.8.2009 entnehme, war einseitige Doppelsicht in meinem Fall bereits eine längere Geschichte. Trotz Brille wurde der Dopplereffekt in letzter Zeit immer stärker und beschränkte sich nicht mehr nur auf Lichtvolles (Lampen, Spots, Ampeln, Leuchtreklamen), sondern weitete sich auf alles aus - so hatten meine Mitmenschen plötzlich zwei Münder, zwei Nasen etc. Ausserdem gesellte sich zwischenzeitlich eine Augenwandentzündung hinzu (s. Eintrag vom 18.11.2010) sowie ab Dezember Probleme, beim Aufwachen das linke Auge zu öffnen... es war wie gelähmt und ich musste ihm manuell auf die Sprünge helfen.

Wenn es um die Augen geht, hört bei mir der Spass auf. Bevor ich wie Karl Dall aussehe, suche ich erneut meine Augenärztin auf. Die gibt mir ein Brillenrezept sowie grünes Licht für weitere Experimente. Google sowie "Natürlich besser sehen" helfen mir ein wenig auf die Sprünge, aber Louise Hays Büchlein "Heile deinen Körper" öffnet mir den Blick für eine mögliche Ursache: Wirbelverschiebung von C2, also vom zweiten Halswirbel; der hat direkt mit den Augen, den Sehnerven, den Hörnerven, Nebenhöhlen, dem Mastoid-Knochen, der Zunge und der Stirn einen Zusammenhang. Das musste es aufgrund der Symptomlage sein, und so behandelte ich am Donnerstag Nachmittag meine HWS. Volltreffer: die C2-Region war druckdolent und sehr interessiert am Kontakt mit meinen heilenden Händen. Das unglaubliche geschah: das Doppeltsehen verschwand sozusagen im Handumdrehen beinahe vollständig und auch andere Begleiterscheinungen besserten sich schlagartig, so z.B. eine progrediente Fehlstellung der grossen Zehe rechts, welche mir das Tragen diverser, einst passender Schuhe immer mehr verunmöglicht hatte.

Selbstverständlich gerät man tendentiell immer wieder in alte Bewegungsmuster und Haltungen zurück, bis sich das Neue, Angestrebte etabliert hat. So gilt auch hier das Motto: "nid nalah gwinnt"... und so bleibe ich weiter dran.

Also, Betroffene bitte immer schön dran denken: Probleme mit den Augen (wie übrigens auch andere körperliche Probleme) können auch auf Fehlstellungen einzelner Wirbelkörper zurückzuführen sein. Für Leute, welche in Bezug auf Behandlungen auf Hilfe angewiesen sind, lohnt sich der Besuch eines spezialisierten Therapeuten (Osteophathie, Craniosacral Therapie, Atlasologie etc.). Ich wünsche von Herzen viel Zuversicht und Erfolg!

Dienstag, 18. Januar 2011

Stephanie Glaser zeigt es uns....

Ob sie ihren Mini vermissen wird, da wo sie jetzt ist....
.... Schönheit kennt kein Alter! Sah die Schauspielerin früher "sosolalla" aus, wurde sie in den letzten Jahren immer schöner, immer faszinierender. Da war dieses spezielle helle Leuchten in ihren Augen, dieses ansteckende Lachen, der Schalk stand ihr ins Gesicht geschrieben, man hatte das Gefühl von unbändiger.... besser gesagt ungebändigter Energie. Stephanie Glaser machte keine Werbung für l'Oréal - wie auch - ihre vielen Falten standen ihr jedoch meines Erachtens fantastisch. Sie erschrecke nicht mehr, wenn sie in den Spiegel schaue, und so habe die nachlassende Sehkraft doch auch noch ihr Gutes, meinte sie kürzlich in einem Interview.

Obwohl ihr die unvermeidlichen Begleiterscheinungen des Alter sicher oft auch lästig waren, strahlte sie einen Optimismus und eine Positivität aus, die ansteckend war. Wer mit 86 als Schauspielerin seinen grössten Erfolg verbucht und mit 90 immer noch Rollenangebote erhält, hat etwas vollbracht, das eigentlich gerade in der Branche als unmöglich gilt!

Das gibt uns Frauen doch den Mut, dem Alter einigermassen gelassen entgegenzusehen. Es gibt nämlich nur eine Methode, nicht alt zu werden, und die wäre, früh genug zu sterben. Dass man dabei eine ganze Menge verpassen würde, zeigte uns die Glaser, welche mit ihrem Film "Die Herzstzeitlosen" sogar noch auf Tournee ging, eine, die sie bis nach Japan führte. Und da liess sie es sich natürlich nicht nehmen, in einem Tokioter Nachtclub zu tanzen... man wird zwar älter, aber nicht automatisch zahmer!

Goldfisch Traugottli hat bestimmt schon von Jahrzehnten das Zeitliche gesegnet. Mit ihm stand Stephanie Glaser zwischen 1974 und 1981 vor der Kamera. Ob es da irgendwo in den himmlischen Sphären ein Wiedersehen geben wird? Gönnen würden wir's denn beiden! Ich wünsche Stephanie Glaser auf ihrem weiteren Weg von Herzen alles Gute!

Samstag, 15. Januar 2011

RTL: Ich bin ein Star.... holt mich hier raus

Abstrusia lässt grüssen
Nach zwei Jahren Pause geht das RTL-Dschungelcamp in die nächste Runde. "Die Hölle öffnet ihre Pfoten" steht in den News zu lesen. Auf wen oder was sich das Wort "Hölle" jedoch bezieht und für wen eine höllische Zeit beginnt, ist sicher Ansichtssache.

Wer mich kennt, weiss, dass ich keine Insektenfreundin bin und wohl vor Schreck tot umfallen würde, wenn ich auch nur eine Minute im Dschungel campieren müsste, und das sogar ohne die berüchtigten Dschungelprüfungen. Bei meiner Insektenphobie wäre es schon unerträglich, ruhig liegen oder sitzen zu bleiben, wenn ich auf meiner Pritsche Besuch von einem unbekannten Flugobjekt, einer Spinne oder Giftschlange erhalten würde, geschweige denn beim wichtigsten Tagesgeschäft!

Dennoch tun mir bei dem vermaledeiten Fernsehformat nicht die Promis leid. Die werden für ihren Einsatz bezahlt und erhalten wieder etwas mehr mediale Aufmerksamkeit. Und geht gar nichts mehr, genügt ein Satz: "Ich bin ein Star (?!), holt mich hier raus".

Die wirklich bedauernswerten Geschöpfe sind die Tiere, und die geraten ganz einfach in Panik, wenn so ein unbekanntes Riesenwesen seinen Schlund öffnet, sie zur Hälfte reinsteckt und mit den Zähnen festhält. Da sie das Drehbuch nicht gelesen haben, wissen sie nicht, dass sie die Prozedur nicht länger als 30 Sekunden aushalten müssen. Für sie geht es um Leben und Tod, und wenn sie dann in Ihrer Todesangst noch einen Saft absondern, eventuell zur Abwehr, machen sich die Moderatoren noch darüber lustig, dass "das Tierchen kotzt".

Da fehlt wirklich jeglicher Respekt vor dem Leben. Die "Krone der Schöpfung" hat damit (und bedauerlicherweise nicht nur hier) eindeutig Grenzen überschritten, die unbedingt gewahrt werden müssten. Sendungen wie diese leben von der Schadenfreude und nähren die niedrigsten Charakteranteile des Menschen.

Meines Erachtens müsste der Tierschutz hier wirklich endlich massiv durchgreifen, und zwar vor Ort, denn dieses Format läuft in verschiedenen Ländern, und wenn die Deutsche Staffel vorbei ist, beginnt vielleicht die Englische...

Leider können die Tiere nicht reden, sonst würden sie bestimmt sagen: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", und zwar bevor jemand lustlos und voller Ekel - wie im Falle der Kängurus - auf ihren Hoden herumkaut. Die Kängurus merken davon zwar nicht mehr viel... sie sind bereits tot. Ganz anders die Mehlwürmer, Kakerlaken, Maden und anderen Tiere, welche beim Dschungeldinner bei lebendigem Leibe verspeist werden.

"Mensch, mir graut vor dir"... würde Gretchen dazu wohl sagen. Die Hölle ist manchmal nicht aussen zu suchen....

Freitag, 14. Januar 2011

Wartezimmeranektoten - Kinder, Kinder

it's Showtime folks!
Interessant, wenn Leute gemeinsam einen Raum samt Atemluft teilen, um sich dann vom Medicus kurz und tief in die Augen blicken zu lassen. Der Wartebereich in der Gemeinschaftspraxis mit 3 Augenärzten ist eher klein, davon ist die Hälfte den Kleinsten vorbehalten: die drei riesigen, stapelbaren Stoffseehunde verschwimmen mir fast vor den Augen, die gigantischen Kissen laden zu einem Pisolino, also einem Schläfchen ein, die bebilderten Bücher faszinieren vor allem den Vater des einen bebrillten Jungen, der sein möglichstes tut, um dennoch die Aufmerksamkeit seines Erzeugers zu ergattern.... leider halt vergeblich, wie wohl meistens, da helfen weder Dezibel noch Schuhattacken gegen die weisse Wand - Papa ist still in die Geschichte versunken, wohl eine Art Selbstverteidigung vor zuviel Ansprüchen seitens des Filius.

Zwei Mädchen bauen Plastikburgen - Maman c'est le plus grand château du monde" - die eine Burg gehört wohl einer Abbaufirma, denn sie fällt immer wieder selbst in sich zusammen. Und da ist noch dieses auffallend hübsche Mädchen mit Namen Soleil (?), unbebrillt und ganz offensichtlich Papas grösster Stolz. Ihr Opa daneben kommt nun, wie übrigens wir alle, in den Genuss einiger Anekdoten, vor allem aber wird uns vor Augen geführt, was Soleil alles kann (wir kommen echt aus dem Staunen nicht mehr raus), zum Beispiel schon Lesen und Rechnen, obwohl sie noch gar nicht zur Schule geht. Befiehlt der Vater etwas sagt sie offenbar stets wie aus der Pistole geschossen "jawohl Chef" (cleveres Mädchen) und Zeichnen kann sie.... "Nein, Soleil, das Malbuch gehört in die Praxis, da darfst Du nichts drin anfärben! .... Sie malt übrigens super an, einfach genial!"

huch!!
Es ist immer faszinierend, Kinder zu beobachten, wenn ihre Eltern über sie ins Schwärmen geraten. Obwohl sie Miene machen, als gingen sie vollends in ihrem Tun auf, hören sie doch jedes Wort, saugen es buchstäblich in sich auf und nähren damit ihr Selbstwertgefühl. Sie lernen auch, dass selbst der grösste Scheiss, den sie sich geleistet haben und wofür sie gehörig gerügt worden sind, die Erwachsenen im Nachhinein zum Lachen bringen. Somit ist für sie klar, dass sie auch weiterhin für die Unterhaltung zuhause und auch unterwegs zuständig sein werden.

"Ich bin nicht Chef", sagt Soleil noch, "ich bin bloss ein kleines Mädchen". Genau, aber was für eins: it's Showtime folks!

Donnerstag, 13. Januar 2011

Nespresso - abgekapselt

Moment... sprech nur noch kurz fertig... it's George ♡

Denner hatte die gloriose Idee, den Nespressokapseln den Kampf anzusagen. Da hat er aber nicht mit dem darauf folgenden Himmelsdonnerwetter gerechnet, und vor allem nicht mit den rechtlichen Schritten. Das St. Galler Handelsgericht hat dem Antrag des Kaffeegiganten stattgegeben.

In diesem Zusammenhang wichtig ist vielleicht, zu erwähnen, dass die Dennerkapseln bei weitem nicht an das Original heranreichen konnten. Nicht nur das berühmte Schäumchen fehlt, sondern auch der Geschmack lässt zu wünschen übrig. Die Kapseln beider Hersteller sehen sich rein optisch ähnlich, allerdings variert wohl auch hier die Qualität, was zu Problemen am Nespresso-Gerät führen kann (ein Teil des Brühwassers fliesst in den Auffangbehälter).

Das alles spricht dafür, dass man als Kunde weiterhin die gewohnte Qualität vorzieht. Wenn ich Clooney in einem Film will, gebe ich mich auch nicht mit Harry Hasler zufrieden. Dass allerdings der Ausdruck "what else" nicht nur in englischer Sprache eine geschützte Marke ist (also: what else®), sondern auch in der Schweizer Übersetzung "was susch" (Berndeutsch: was süsch, Hochdeutsch: was sonst), finde ich etwas übertrieben, ob mit oder ohne Bezug zu Kaffeekapseln.

Dass Denner mittlerweile sämtlichen Angestellten im Zusammenhang mit der Kapselherstellung gekündigt hat, zeigt, dass der Discounter den Fall wohl nicht gerichtlich weiterziehen will.

Da sieht man, was passiert, wenn der Himmel selber seine Hand über ein Produkt hält. Persönlich ziehe ich allerdings weiterhin meine Art der Kaffeezubereitung vor, obwohl ich wohl weltweit die einzige bin, die keine Nespressomaschine hat. Ich bin eben auch ein Unikat.... what else☺!

Dienstag, 11. Januar 2011

Bernmobil - Schwarzfahren zu teuer?

....voll konkret krass Mann!!!
"Isch waaahnsinnig Mann, voll konkret krass... immer mussen zahle, immer mehr. Schwarzfahren 80 Franken, Mann.... 80 Franken!!! 80 Franke mir reichen für 2 Monate, Mann." Das ebenfalls schwarzhaarige, bärtige Gegenüber des aufgebrachten Bernmobil-Kunden respektive Schwarzfahrers kickt letzteren vielsagend an, vergebens... der Vortrag geht weiter. "Isch doch wahr, Mann, Leute sind nicht mehr zufrieden, niemand...."

Da mag er ja recht haben, der wortreiche Immigrant. Vielleicht spart er ja gerade für seine Einbürgerung. Ob er sich mal überlegt hat, dass er für 2 Franken eine kurze Strecke mitfahren oder aber einfach gratis zu Fuss gehen könnte?! So eine Wahl haben wir bezüglich unserer Krankenkassen nämlich nicht, und die kosten uns mehr als 80 Franken im Monat... aber wer weiss, vielleicht in nicht allzuferner Zukunft 80 Franken im Tag.

Nasskalter Sonntagsspaziergang ♡

....helfen zu dürfen oder gebraucht zu werden!
Sonntag Abend 18 Uhr; es regnet, ist kalt und schon finstere Nacht: "Wollen wir nicht trotzdem noch kurz einen Spaziergang machen", frage ich Göttergatten Martin. Eigentlich spricht alles eher für eine gemütliche Sofarunde, und trotzdem.... irgendetwas zieht mich raus. 

Und da steht sie dann, am Viktoriaplatz, mit hilfesuchendem Blick, einen Zettel in ihren zitternden Händen. Wir wagen erst gar nicht, sie direkt anzusprechen, doch Taktiker Martin weiss Rat: "Wollen wir hier umkehren", fragt er mich gut vernehmlich und bleibt stehen. Da wagt sie die Kontaktaufnahme. 

Die Frau ist 86, wie es sich herausstellt, und findet das Haus ihrer Schwiegertochter nicht mehr. Da jetzt klar ist, wo das Problem liegt, versuche ich es zuerst bei Heinz (Combox), dann bei Christine, das sind zwei ihrer drei Kinder. Urs wohnt in Oberhofen, bei dem muss ich gar nicht erst probieren, meint die Dreifach-Mamma. Bei Christine hab ich Glück: sie kann mir Namen und Adresse der Zielperson durchgeben. Und während wir mit der immer noch ziemlich aufgewühlten Frau in die richtige Richtung marschieren, erzählt sie mir aus ihrem Leben....

Es hat mich sehr berührt und ich kann mir mehr als gut vorstellen, wie es sein muss, wenn man einfach nicht mehr weiss, wo man steht, was man tun und wo man ansetzen könnte. "Was bini öich schuldig", fragt sie noch. Natürlich nichts... wir sind einfach nur glücklich, dass wir helfen konnten. Auch sind wir überzeugt, dass 99 Prozent der Menschen ebenso geholfen hätten.... die Welt ist nicht so schlecht, wie man immer glaubt.

Wenn Sie also das nächste Mal das Gefühl haben, sie müssten trotz Hudelwetter eine Runde drehen.... wer weiss, welcher Engel Sie in die richtige Richtung geleitet hat!

Sonntag, 9. Januar 2011

Eiskunstlauf EM 2011 in Bern ♡ vor dem Bundeshaus?

Eiskunslauf-EM 2011 vor dem Bundeshaus?
Erstmals in der Geschichte der eislaufenden Menschheit wird eine Europameisterschaft in unserer schönen Hauptstadt durchgeführt. Die Schweiz war zwar 1962 schon einmal Gastgeberin, da fand der Anlass jedoch in Genf statt. Bei den Damen gewann damals eine nicht sehr elegante, dafür umso Pflicht-erprobtere Niederländerin namens Sjoukje Dijkstra, bei den Herren der Franzose Alain Calmat, der heute nur noch auf der Politbühne seine Kurven dreht.

Vom 24. bis 30 Januar ist es soweit. Alles was Rang und Namen hat, wird sich um einen der vordersten Ränge bemühen, am besten Platz 1. Fans, welche sich die Austragung live sehen möchten, brauchen dafür nicht extra zu Unzeiten aufzustehen, da die übliche lästige Zeitverschiebung wegfällt.

Als wir kürzlich bei einem Stadtspaziergang am Bundeshaus vorbei gingen, fiel mir das Megaevent ein, eventuell angeregt durch ein entsprechendes Plakat. Da meinte Göttergatte: hier auf dem Bundesplatz, gäu!

Was für eine blendende Idee!!! Der Ort ist wie dafür gemacht! Unsere Bundesräte könnten teilweise die spannendsten Momente direkt von ihren Büros aus betrachten und wer weiss, vielleicht wissen bei der nächsten Miss-Schweiz-Wahl dann auch sämtliche Kandidatinnen, dass das Gebäude mit der Kuppel keine Kirche ist. So kann man das Angenehme mit dem Nützlichen ver☺kuppeln und gleichzeitig etwas Allgemeinbildung unter's Volk bringen - oder was meinen Sie?

Tschäppu läuft sich warm und zu Form auf
ÜBRIGENS: nein, unser Stapi gehört diesmal nicht zu den Anwärtern für Gold!

Mittwoch, 5. Januar 2011

1 gegen 100 ..... Rindlisbacher gegen Kunz

Daumen hoch!!!!
Ursprünglich war ja für "1 gegen 100" Mona Vetsch vorgesehen, die dann aber wegen Krankheit verzichten musste.

Da kam "üsi Susle" ins Spiel, welche dank "Eiger, Mönch und Kunz" bereits über Quizerfahrung verfügte. "1 gegen 100" gefällt mir vor allem, weil man mitraten kann. Mutter Kunz ist mir etwas zu sehr Quasselstrippe und zwar der nervigen Art. Logorrhoe permagna, plätschernd und ohne Unterhaltungswert.

Eine positive Überraschung war für mich am 3.1. ihr Stellvertreter René Rindlisbacher. Allein die Einführung was super: "Herzlich Willkommen zur ersten Sendung von 1 gegen 100 im Jahr 2011. Wenn Sie zuhause jetzt denken: mein Gott, die Susanne Kunz sieht jetzt aber verdammt gut aus, muss ich sie enttäuschen, ich bin es nicht. Das Schweizer Fernsehen hat sich überlegt: "was machen wir in der Babypause von Susanne Kunz? Man holt einen neuen Moderator, und es gibt nur einen, der das kann, und zwar Sven Epiney!" Tja, leider hat der auch keine Zeit und so ist man bei mir hängen geblieben, ich freue mich auf die nächsten zirka 14 Sendungen! Sie müssen mich ertragen, sonst ist alles beim alten geblieben... "

Von Ertragen keine Spur. Ich finde Renés Sprüche einfach toll - nicht übertrieben, genau richtig und niemals auf Kosten anderer - er hat seine Sache mehr als gut gemacht.... um einiges besser als Susanne! Leider dauert eine Schwangerschaft auch im 2011 nur 9 Monate und ein Mutterschaftsurlaub zirka 14 Wochen. Von mir aus könnte Rindlisbacher die Sendung gleich übernehmen, gehört er doch bisher noch zu den seltenen Gästen auf Schweizer Kanälen!

Wer sich selber seine Meinung bilden möchte, kann die Sendung im Archiv von SF1 abrufen; viel Spass:

1 gegen 100 vom 03.01.2011

Sonntag, 2. Januar 2011

catch as catch can ..... ehm ... Kenken

es gibt ein App - yeah ;-)
Denken dank Kenken!!!

Kenken bedeutet übersetzt "Quadrat der Weisheit".

Weisheit ist natürlich etwas sehr Kostbares. Mir war es jedoch über Weihnachten erst einmal wichtig, meine Hirnzellen wieder etwas in Schwung zu bringen und so dem Altern entgegenzuwirken. Ich bin ja bereits seit Jahren ein Sudoku-Fan, aber was sich Mathikprofessor Tetsuya Miyamoto da mit Kenken aus den Fingern gesaugt hat, ist einfach phänomenal! Ich liiiiiiiiiiebe Kenken, und Göttergatte hat gar um die 5 Franken springen lassen und mir ein Kenken-App auf's Handy geladen. Deshalb habe ich jetzt auch nicht weiter Zeit zum Bloggen, denn .... ich bin dann mal hin und weg.



Wer sich über die Regeln informieren und gleich einige Probespiele absolvieren möchte, besuche meinkenken.ch. Viel Spass an der Freud! Und wenn Kenken verleidet, wie wäre es dann mit ein wenig Cancan?

Neujahrsgedanken 2011 - Bau Dein Leben nicht auf Sand....

eine einfache Rechenaufgabe - Juhuuuuuuu ♡♡♡
...ein wohlgemeinter Rat, der sich von Generation zu Generation weitervererbt hat.

Was aber, wenn das Befolgen und Beherzigen solcher Ratschläge dazu führt, dass irgendwann die Unbeschwertheit und Freude aus Kindertagen nur noch als schwacher Hauch in unserer Erinnerung wahrnehmbar ist? Wieviele von uns wünschten sich diese Leichtigkeit und Lebendigkeit von einst zurück?

Sooo viele begeisterte JA's! Wer hindert uns daran, unseren Sehnsüchten unser Ohr zu leihen und sie als wichtiger einzustufen als irgendwelchen bürokratischen Papierkram?

Wenn wir den mal gefunden haben, dann geben wir ihm am bsten was zu tun. Drücken wir ihm oder ihr Schaufel und Rechen in die Hand. Aus einer einfachen Rechenaufgabe braucht ja nicht zwingend ein japanischer Zengarten zu entstehen, eine einfache Sandburg würde schon reichen, um prickelnde Lebendigkeit durch unsere Adern pulsieren zu fühlen.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein wundervolles kreatives neues Jahr!