Montag, 31. Oktober 2011

Halloween - Hallo Wien

Hatschi und Halloween
ist das wirklich nötig?
Die Unruhenacht des Jahres steht uns bevor. OMG!

Viele setzen nebst "Süsses - sonst gibt's Saures" und Eierwerfen zwecks Fasadenveschönerung auf krasse Verkleidungen, wie zum Beispiel Heidi Klum. Sie trägt dieses Jahr ein Kostüm aus der Kollektion von Gunther von Hagens. Sehr gediegen, sag ich Ihnen. Müsste sie sich eigentlich patentieren lassen.


Aber Achtung: nicht jeder, der irgendwie abartig aussieht, ist tatsächlich verkleidet. Es kann sich auch um vollkommen normale Verschleisserscheinungen des Alltags handeln. Tja, eigentlich wollte ich ganz im Sinne von "Hallo Wien" um die Häuser ziehen (Sissi!! - Franzl !!), aber erstens hatte Göttergatte weder Lust noch Zeit, meine Schleppe zu tragen und zudem passte das meiner Nase überhaupt nicht. Woher diese Massen an Flüssigkeit (Rotz!!) stammen. Böse Zungen behaupten ja, es handle sich dabei um Hirnflüssigkeit!

Hatschi und happy Hallogen ... eh ... -ween 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

X-Factor: Sarah Connor - ein Hörsturz?

X-Factor
Nachwuchsförderung oder Prestigeangelegenheit?
"Du denkst von allen immer nur das Beste", sagt meine Schwester mir in regelmässigen Abständen, und sie scheint damit tatsächlich recht zu haben, wie diverse unangenehme Erfahrungen der letzten Tage zeigen.

Eigentlich mache ich ja eine TV-Pause. Das Interesse an gewissen Formaten bleibt jedoch bestehen. So schaute ich nach einem dreistündigen (!!) Telefonat mit einer Freundin mal eben kurz online, wer bei X-Factor raus ist: Gladys Mwachiti? Das kann doch nicht sein .... ich staune nicht schlecht. Da ich die Sendung aufgenommen habe, konnte ich mir im Schnelldurchlauch kurz selber ein Bild machen und was ich sah, spricht nicht eben für die gestandene Pop-Diva.

Lag es an der einseitigen Frisur, welche Auge und Ohr gleichermassen verhüllte? Hat Sarah Connor Tomaten auf den Ohren? Hat ihr einst so sicheres Musikgehör nach der Geburt von Tochter Delphine Malou verzweifelt das Weite gesucht? Geht es vielleicht um Tinnitus oder gar einen kompletten Hörsturz?

Gladys war eine der besten Sängerinnen. Sie hatte daneben durchaus Entertainer-Potential, wie sie in den Castings deutlich bewiesen hat. Ihre Gesangsduell-Gegnerin Monique überzeugte dagegen weit weniger und konnte bereits zum zweiten Mal das Publikum nicht zum Anrufen bewegen .... eigentlich eine klare Aussage.

Sarahs gestrige Wahl war meines Erachtens nicht ihr erster Fehlentscheid. Als es darum ging, 4 wettbewerbsfähige Showacts zu wählen, war ich bei zweien klar nicht ihrer Meinung ... von beiden musste sie sich letztes Mal verabschieden. Sie ist also gerade noch mit zwei Acts im Rennen, wobei Nica und Joe tatsächlich das Rennen machen könnten, nicht allein wegen ihrer tollen Stimmen sondern auch wegen des Rätselns um ihren Beziehungsstand, das ewige Knistern, Joes Art, Nica mit blossen Augen auf Händen zu tragen .... und mehr als einen Act braucht es für den Juroren bekanntlich nicht zum Sieg!

Gestern sassen allerdings nicht alle Töne (Huch):


Ist allerdings m.E. unmöglich, auch nur annähernd an die Version von U2 und Marie J. Blidge ranzukommen....


Eines meiner Lieblingslieder - eine der besten Performances ever - I♡like!

Wie dem auch sei: gestern entschloss sich wohl Sarah zu einer taktischen Massnahme, indem sie eine von Tills stärksten Kandidaten, wenn nicht die stärkste, aus dem Rennen schmiss, damit spekulierend, dass Monique wohl auch in der nächsten Runde ins Gesangsduell muss!

Sarah die böse Stiefmutter? der eiskalte Engel? Darauf bin ich nicht selber gekommen, die Medien haben es rausposaunt ... und je länger ich darüber nachdenke, umso mehr erscheint mir das plausibel. Jedenfalls konnte ich mir vorher nicht vorstellen, dass eine Profimusikerin solch unprofessionellen Entscheidungen trifft.

Das ist auch der Schwachpunkt von X-Factor. Jeder Juror möchte gewinnen - ohne Rücksicht auf Verluste anderer. Meines Erachtens kann man auf diese Weise keine Nachwuchsförderung betreiben, was wieder einmal gegen das Medium Fernsehen spricht!

Montag, 24. Oktober 2011

VORSICHT KINDER!

Huch - jung, unbewaffnet, aber gefährlich
Man muss Gelegenheiten nutzen, vor allem jetzt im Herbst, wenn nebelfreie Zeiten rar sind und man jeden Sonnenstrahl einzeln einfangen sollte. Das haben wir gestern getan und trotz vollgepacktem Programm einen kurzen Spaziergang unternommen. Allerdings scheint das Gebiet um meine Praxis herum (Sonnenhofspital, Buchserstrasse, Melchenbühlweg, Klee-Zentrum) ein gefährliches Pflaster zu sein. Alle paar Meter warnt ein riesiges Plakat rosa und violett auf gelb: VORSICHT KINDER! Nur diese beiden Worte, zwei rennende Körper, kopflos noch dazu.

Freilaufende Kinder in der Wildbahn - das kann ja heiter werden! Lieber Finn und Björk samt Nachwuchs!

Obwohl wir die ganze Zeit kein einziges Kind zu Gesicht bekamen, traten wir umgehend den Rückzug in die eigenen, sicheren vier Wände an - man weiss wirklich nie. Es ist ja eigentlich nichts passiert... vielleicht haben wir aber auch einfach nur Glück gehabt.

PS und hyperaktuell: Da wo Plakate uns wirklich warnen sollten, stehen meistens keine!!!!!!

Freitag, 21. Oktober 2011

Dufte Erlebnisse und Erfindungen

BEFORE WE QUIT(TE)
Düfte sind etwas Wunderbares, wenn sie denn gut riechen. Tun sie das nicht, merkt man, wie ausgeliefert man trotz der technischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte ist. Nach wie vor MUSS man ein- und ausatmen - es bleibt einem gar nichts anderes übrig. Die Luft anhalten gelingt einem Laien wohl maximal 1 Minute, mit ein wenig Hilfe auch etwas länger, wie man in diesem Video sieht:


Kürzlich haben wir ein paar Quitten zur Weiterverarbeitung erhalten. Die riechen echt fantastisch - das wusste ich gar nicht. Bisher habe ich mich nämlich immer erfolgreich dagegen gewehrt und lieber gleich den unvergleichlichen Quittengelée verdankt!

Quitten weisen eine Frische auf, die man bei anderen Obstsorten nicht in der Intensität wahrnimmt. Anders ist es jedoch, wenn man sie kocht. Der Einfachheit halber habe ich mir von meiner Schwester einen Saftborn ausgeliehen. Seither köcheln die Früchte still und friedlich vor sich hin. Gestern Abend hat es mich schon ein wenig gestört, dass die ganze Wohnung so exotisch roch und da ich heute nochmal ein paar Garstunden anhängte, drängte sich ein umgehender Duftwechsel auf.

Die einen greifen zu Chemie, die geschickte Blondine setzt auf Natur respektive Kontrastprogramm und serviert zum Mittagessen ein Raclette. Alles Käse oder was?

Eigentlich interessant, dass unser Geschmacksempfinden (manch einer hat bekanntlich gar keinen) dem Geruchsempfinden um einiges unterlegen ist. Mit der Nase nehmen wir Millionen und Abermillionen verschiedene Gerüche wahr.

Kürzlich habe ich im Beobachter über den Berner Unternehmer Beat Grossenbacher (Wangen an der Aare) gelesen, der Düfte gezielt einsetzt, zum Beispiel in Altersheimen. Das läuft unter "Luftveredelung" oder "Duftmarketing". Schlechte Gerüche entsprechen folgender Botschaft ans Hirn: "das ist nicht gut für dich".

Intensiv riechende Patienten werden erfahrungsgemäss bestenfalls weniger oder kürzer besucht als solche mit neutraler Geruchsnote. Schwerstkranke riechen oft so unerträglich, dass man es ohne Einsatz neutralisierender Aromen bei aller Liebe kaum aushalten könnte. Krebs z.B. verströmt einen ganz typischen Geruch und Inkontinenz bleibt meist auch nicht lange unentdeckt.

Bei Air Creative gibt es Duftkreationen, welche Informationen direkt ins Unterbewusstsein schleusen. In vielen Geschäften werden wir bereits damit beglückt, vertreiben solche Produkte zum Beispiel gezielt den Schweissgeruch aus Umkleidekabinen, was niemanden wirklich stört. Der Konsumentenschtz scheint zwar etwas gegen diese Art "Manipulation" zu haben, aber in Alters- oder Pflegeheimen ist man dankbar dafür, gelten die Duftboten doch als Mittel gegen Vereinsamung. Da die ätherischen Öle kalt verdampft werden, bestehe auch kein Allergierisiko, versichert der Erfinder.

Grüne oder blaue Düfte, also etwa Fichtennadeln, Thymian oder Rosenholz seien für Alters- und Pflegeheime besonders geeignet. Etwas weniger passend wären Patschuli (erotisierend) oder Eukalyptus (stimuliert Risikofreude). Nicht auszudenken, womit das Pflegepersonal zusätzlich überfordert sein könnte.

Unsere Kocherfahrung ist noch nicht abgeschlossen. Wir haben jetzt einmal den Saft gewonnen und können uns dann morgen - BEFORE WE QUIT - in aller Ruhe der Weiterverarbeitung widmen.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Wahlherbst Schweiz und 'Femen'

rechts - links - Mitte - LOS ;-)
Wahlherbst Schweiz und 'Femen' - was hat das miteinander zu tun? Nichts und doch sehr viel. Am Sonntag spätestens müssen Herr und Frau Schweizer entschieden haben, ob sich unter den vielen Unwählbaren jemand finden lässt, der einem zumindest ein " JEIN " abluchsen kann.

Da heutzutage Parteipolitik vor Sachpolitik kommt - leider - suchen die Parteien krankhaft nach einem Aufhänger: Kernkraft resp. Atomausstieg, Umweltschutz, öffentlicher oder privater Verkehr, Rentensicherung, Gewaltprävention, EU-Beitritt oder eben halt doch Masseneinwanderungen. Was schreiben sich SVP, BDP, FDP, EVP, SP, Grüne etc. aktuell auf die Fahne?

Nun zeigen uns ein paar Politaktivistinnen aus der Ukraine, dass es auch anders geht und jede gute Schweizerin eigentlich zwei einprägsame Argumente hätte, mit denen sich jedes Parteiprogramm untermalen liesse: "Wir haben selber Argumente --- Ihre SVP gegen ausländische nackte Tatsachen" zum Beispiel!

'Femen', vor 3 Jahren gegründet und schon auf Europa-Tour! Also wenn die BDP etwas Gas geben würde, dann hätte Evelyne Widmer-Schlumpf am 14. Dezember eine reelle Chance, im Bundesrat zu verbleiben. Sachlich betrachtet ist sie nämlich unsere Spitzenreiterin und macht einen super Job. In einer Tagi-Umfrage vom August diesen Jahres schnitt sie denn auch am besten ab mit 27 Prozent der Stimmen, gefolgt von Ueli Maurer (20%), Doris Leuthard (17%), Simonetta Sommaruga (15%), Micheline Calmy-Rey (10%) Didier Burkhalter (8%) und Johann Schneider-Ammann (3%). Also Mädels.... rechts-links-Mitte LOS ;-) !

Wer genug hat von der ewigen Parteimeierei, der kann sich ja mal unter parteifrei.ch etwas umschauen. Vielleicht wäre das der Start in eine politische Karriere - auch mit Kindern kein Hindernis, wie uns Frauen wie Ursula Wyss zeigen!

Jetzt müsste ich nur noch den Tournéeplan von 'Femen' kennen, das wäre doch ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für meinen Schatz. Und seien wir ehrlich: nie sehen Busen besser aus als bei Minustemperaturen. Sooo viel Frischfleisch gratis und franko gibt es nicht einmal in Ihrer Migros!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Indalien - der Stiefel kann jeden treffen

Gehört Indalien zu Europa?
Meine Nichten verbrachten in Kindertagen ihre Ferien oft in Indalien. Ich fand diesen Ausdruck immer besonders lustig, denn Italien und Indien hatten für mich soviel gemeinsam wie ein Fiat uno mit einer heiligen Kuh.

Hätte ich damals etwas genauer hingeschaut, wären mir bereits gewisse verbindende Elemente aufgefallen wie zum Beispiel die Vielfalt der Gewürze, die Kochkunst aber auch die Lautstärke, mit der diskutiert wird. Indien ist sehr laut, habe ich mir sagen lassen und in Italien spricht man auch nicht nur mit den Händen.

Jetzt habe ich ein Beispiel einer Indialità, wie es besser nicht sein könnte. Am 3. Oktober habe ich im Auftrag unseres Aikidoverbandes ein "Gut zum Druck" nach Italien geschickt - Aikidobroschüren für Kinder in deutsch und französich, die auch für Anfänger eine willkommene schriftliche Anleitung bieten werden. Stundenlang hatte ich Korrektur gelesen und war froh, endlich damit fertig zu sein. Der Drucker hatte seine Maschinen schon auf Start gestellt. Das einzige Problem: seit dem 4. Oktober liegen die "manuali" am italienischen Zoll, und das kann wohl noch ein Weilchen dauern.

So gesehen hat Italien eigentlich alles richtig gemacht, was die eigentümliche Form des Landes anbelangt. Ein Stiefel ist bekanntlich ein Schuh, und diesen Schuh geben die Italiener bei Bedarf, wenn sie das Gefühl haben, es sei nötig. "Chi me lo fa fa(re)?"

Endlich kann ich es brauchen, das Büchlein, das Martin zum Geburtstag von eben einer seiner Nichten erhalten hat: "italienisch schimpfen - Beleidigungen, Flüche, Sauereien": 'Stronzo, pignolo, cretino, scemo, rompiscatole, rompiballe, che cazzo vuoi?' Ob ich alla dogana mal anrufe und denen sage: "le mie nipotine avevano raggione a chiamare l'Italia Indalia. Indovini perché!"

Vermutlich wäre die Broschüre in Indien nicht nur durch den Zoll gekommen sondern bereits fertig gedruckt wieder in der Schweiz! Eviva .... ehm ... öh ..... tja: in diesem Sinne buona giornata!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Schlag den Raab 2040

Ra-Abende oder Raab-Ende 
"Herzlich Willkommen zu einer weiteren Folge von 'Schlag den Raab'. Pater Stefanus (seit seinem, vor einigen Jahren aus persönlichen Gründen erfolgten Eintritt in einen Benediktinerorden heisst der ehemalige Metzgermeister und Kultmoderator so) ist fitter denn jeh. Brille, Hörgerät und Stock... alles mit dabei!
Schön, dass er sich auch heute Abend wieder die Zeit genommen hat, Ihnen die Pausen zwischen den Werbelblöcken zu vertreiben. Einen kleinen Gruss an dieser Stelle an meinen Vor-Vor-Vorgänger Steven Gätjen, der der Sendung in der Seniorenvilla Schöneck bestimmt persönlich beiwohnen wird.
Ich darf Ihnen kurz die Herausforderer vorstellen. Da ist erst einmal Yannick, 5 Jahre. Seit vorgestern ist er der Krabbelgruppe entwachsen und besucht den Vorkindergarten. Als Pazifist getraut er sich nicht zu sagen "ich schlag den Raab", ist aber festen Willens, ihn punktemässig zu überholen. Der zweite Kandidat wäre Dominic; er ist schon 7 Jahre alt und zweifacher Juniorweltmeister im Marmelspielen. 'Ich werde Raab mal zeigen, wo der Hammer hängt', meint er trocken. Dann haben wir da noch Sophie, 6 Jahre, die goldene Mitte also. Und goldig ist sie wirklich. Ihre Spezialität ist ein vielbesuchter Stylingblog, den sie seit ihrem 4. Lebensjahr führt. Optimal betreut werden die heutigen Kandidaten übrigens von Sylvie van der Vaart, einst beliebte Fernsehmoderatorin bei RTL."
So könnte das im Jahre 2040 klingen, aber ehrlich Leute: man sah es Stefan schon zu Beginn der Sendung an: er hat keinen Bock mehr! Das berühmte Lachen war eingefroren; die Luft ist raus, wie man so schön sagt. Und seit Steven Gätjen durch die Sendung führt, sorgt allein dieser lehrerhafte Ton dafür, dass man sich bereits um 21:30 freiwillig ausklinkt, etwas, das früher undenkbar gewesen wäre. Es gab schon Ra-Abende, da sass ich bis um 01:00 vor der Glotze und fand es durchaus unterhaltsam.

Auch könnte es zum Problem werden, dass die Erfolgssträhne von Stefan ein Ende gefunden zu haben scheint. Statt "Schlag den Raab" sieht die Sendung mehr nach "hol Dir mal ne schnelle Million" aus, ich meine 500'000 Euro in 5 Stunden, das gibt einen Stundenlohn von 100'000 Euro; da kann ich mich schon mal zum Affen machen und ne wacklige Leiter hochklettern.

Leider ist Göttergatte Martin absolut nicht zu bewegen, etwas mehr zu trainieren und am 17. Dezember bei Pro7 etwas abzusahnen. Aber wer weiss, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!

Homerun - Hauptsache Quote

huch
Das Prinzip ist fast schon so alt, wie die Menschheit selbst. Aus 1200 Bewerbern werden 4 Glückliche (?) herausgesucht auf deren Kosten die Quoten in die Höhe getrieben werden sollen, damit man mit Werbeaufträgen überschüttet wird; Werbung, die niemand wirklich sehen will und daher jeder die unerwünschten Pausen nutzt, um mal wieder die Schränke auszumisten.

Im Falle von Homerun werden die Kandidaten Mitten in der Wüste ausgesetzt. Wichtig dabei: für den Zuschauer sieht alles furchtbar wild und gefährlich aus. Fast noch wichtiger ist jedoch, dass keinem der Kandidaten etwas passieren kann. Man stelle sich die Unsummen vor, welche bei einer Schadenersatzklage gezahlt werden müssten. Da werden garantiert Vorsichtsmassnahmen ohne Ende getroffen. Man hörte diesbezüglich schon einiges, was das Dschungelcamp im wilden Australien angeht.

Trotzdem, etwas Risiko muss sein, sonst schlafen einem nicht nur die Füsse ein. Also ein paar Schlangen, Spinnen und Skorpione wollen wir schon sehen und ein Gewichtsverlust von mindestens 7 Kilogramm ist Pflicht.

Man könnte diese Art Format auch mit viel weniger Aufwand inszenieren. Von mir aus castet man aus 15'000 Bewerbern vier Todesmutige und setzt sie im Dschungel eines Verwaltungsgebäudes aus. Sie müssten es schaffen, zu überleben (das Wasser in den Toiletten - "Eau de Toilette" - wäre die einzige Möglichkeit, den Durst zu löschen) und die 7000 Kilometer zu Fuss zurückzulegen um am Schluss vier spezielle Formulare vorweisen zu können. Der Gewinner kriegt gratis einen biometrischen Pass und ein Visum für eine Reise nach Flims inklusive Aufenthalt für zwei Personen in der dortigen Jugendherberge.

Aber eben, die Idee stammt nicht von heute. Sie kennen sicher alle das wunderbare Lied von Mani Matter über den Unglückswurm, der am Freitag vor neun Uhr in einem Straffall im Hauptgebäude, Block zwei, im Büro 146 persönlich zu erscheinen hatte .... und seither verschollen ist! Nein?


Är isch vom Amt ufbotte gsy, am Fritig vor de Nüne,
by Schtraf, im Unterlassigsfall, im Houptgebäud, Block zwo,
Im Büro 146 persönlich ga z'erschiine,
Und isch zum Houptiigang am Halbi Nüüni inecho.
Vom Iigang, d'Schtäge uf und de nach rächts het är sech gwändet,
isch dür'ne länge Gang, de wider rächts und de graduus,
de zrügg, und wider links, bis wo der Korridor het gändet,
de wider zrügg und gradus - witer meh und meh konfus.
I sött doch - het er dür die lääre Gäng grüeft - vor de Nüne,
by Schtraf im Ungerlassigsfall im Houptgebäud Block Zwo,
im Büro 146 persönlech ga erschiine
und dür die lääre Gäng da het me s'Echo ghört derfo.
Hie bin'i - het är dänkt - scho gsy, nei dert bim Egge chumme
ni veillecht wider... nei s'isch s'isch anders - warum geit's jetz da,
i ha doch gmeint... aha.. jetz no dert vorne einisch ume,
was isch de das, da geits... jetz weis i nümme won'i schtah.
Und dä wo isch ufbotte gsy am Fritig vor de Nüne,
by Schtraf im Ungerlassigsfall im Houptgebäud Block Zwo,
im Büro 146 persönlech ga z'erschiine,
isch immer witergloffe und isch nie meh ume cho.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Littering mal anders

Waren das wohl Crevetten?
Über diese Brücke musst Du gehn
um die Partynacht zu überstehn
mit all dem Caipi, Wodka oder Wein
liegt sonst all's im Magen wie ein Stein

An das Lied von Peter Maffay von den Brücken musste ich heute denken, als ich über die Kornhausbrücke zu Fuss Richtung Stadt unterwegs an vier "Grüssen direkt aus dem Magen" vorbeizirkeln musste. Sah nicht wirklich appetitlich aus und ich weiss echt nicht, was mit Berns Gastronomie los ist. Oder liegt es eher an den Partygängern? Wie es aussieht kotzt es sich wohl auf einer Brücke am angenehmsten. Man muss einfach aufpassen, woher der Wind weht!

Es ist zwar strengstens verboten, sich von der Brücke in die Tiefe zu stürzen, aber reihern ... ich meine, da erst noch die Erlaubnis einzuholen bevor man die Verantwortung abgibt, wäre echt zuviel verlangt.

Bei den vier jungen Frauen - zweimal Kindergrösse, eine halbe Portion sowie eine Übergrösse - die kürzlich an der Tramstation Zytglogge ihren McFleury-Becher einfach der Allgemeinheit zur Entsorgung überliessen, sah ich das ein wenig anders. Die Übergrösse war selbst auf gutes Zureden nicht bereit, die Verantwortung für ihren Abfall zu übernehmen. Hätte ihr sagen können, dass es mit dem Hüftgold nicht ganz so einfach klappen würde wie mit der Verpackung, das kam mir aber leider erst zu spät in den (Un)Sinn.

Wussten Sie, dass Zigaretten mit 58,3% die am meisten gelitterten Wegwerfartikel sind? Und da sind die Kippen, welche direkt in der Kanalisation landen, noch nicht einmal mit inbegriffen! Ob man für Sackgesichter auch eine Abfallvignette braucht?

Dienstag, 11. Oktober 2011

Bern: mit BOGA Jump

BOGA-Altersmeter - 365 Tage im Jahr geöffnet...
...besser gesagt: geschlossen, ab 17 Uhr ;-)
Jumping to conclusions in gemütlicher Atmosphäre?

Wie auch immer: wir haben heute einen wunderschönen Abendspaziergang unternommen, mit einem kurzen Abstecher in den Botanischen Garten. Ein Paradies und dazu so angenehmes Herbstwetter - einfach atemberaubend!

So lustwandelten wir denn längs und quer um zu guter Letzt vor verschlossenen Toren zu stehen, wir Tore! Eigentlich wissen wir ja seit Jahren, dass die Gartenanlagen um 17 Uhr geschlossen werden.

Anders als vor ungefähr zwanzig Jahren bin ich jedoch völlig ohne Hilfe, ohne Schieben und Stossen seitens von Martin, anmutig wie eine Gazelle auf der anderen Seite des Zaunes gelandet. Ich lass mich doch von solchen Nebensächlichkeiten nicht aufhalten.

Jetzt weiss ich, wie sich Reinhold Messner, Ueli Steck und Konsorten fühlen, wenn sie einen Achttausender bestiegen haben... wie ein Tausendsassa eben.

Eben! The system works: je älter desto fitter, flexibler, schöner und überhaupt. Mit diesem guten Gefühl verabschiede ich mich in den mittlerweile unverzichtbaren Schönheitsschlaf.

PS: der BOGA-Altersmesser ist 365 Tage im Jahr geöffnet ... also geschlossen, und zwar ab 17 Uhr. Probieren Sie's aus!

Nationalhymne - aber bitte mit Sahne!

Nationalhymne... wenn schon, dann stilvoll
Nun brat mir einer nen Storch (bitte nicht zu sehr durch, eine Sauce mit Portwein wär nicht schlecht und ein paar Kastanien, jetzt ist ja Saison, dazu einen Château Pétrus - man gönnt sich ja sonst nichts)!!!

Da wird doch am 5. Dezember extra die weltbekannte Opernsängerin Noëmi Nadelmann eingeflogen, um den frisch gewählten Parlamentariern die Nationalhymne vorzusingen, und das erst noch in Deutsch, Französisch und Italienisch.

Eingeladen wurde sie vom neuen Nationalratspräsidenten Hansjörg Walter. Nobel Nobel!

Da man die Politiker nicht unter Trällerzwang stellen kann (warum eigentlich nicht?) und eine Nationalhymne halt eben nach Staat, Macht, Einfluss und Wichtigkeit klingen sollte, fand Walter es besser, mit Nadelmann über eine dominierende Stimme zu verfügen. Sonst gäbe das einen gar jämmerlichen Gesang ab, denn die Nationalräte wurden bekanntlich nicht beim Supertalent gecastet.

Dass überhaupt gesungen wird, ja gesungen werden muss, wurde letzten Herbst vom Parlament entschieden. Bei jeder Feier zum Legislaturbeginn muss neu zwingend die Landeshymne ertönen, egal wie schrecklich es klingen mag.

Aber auf Noëmi ist Verlass. Nur: "La Nadelmann" kommt vermutlich nicht ganz gratis nach Bern. Wenn wir Steuerzahler mal wieder in die Taschen greifen müssen, dann wollen wir auch etwas davon haben. Wie wäre es mit einer Liveübertragung und einer anschliessenden Autogrammstunde in der Wandelhalle?!

"Trittst im Abendkleid daher, lieben wir Dich umso mehr...." ... Ich hoffe es passiert der stimmgewaltigen Diva nicht dasselbe wie Christina Aguilera, die beim Super Bowl Endspiel eine Zeile versehentlich doppelt sang. Und auch Cindy Lauper patzte an ähnlicher Stelle anlässlich der US Open in New York.....

Samstag, 8. Oktober 2011

Luftsprung - Lustsprung ♡

Juhuuu - Jippiiiii - Hurrah
Es ist vollbracht. Tagsüber und abends in die Tasten hauen, umgestalten, texten, kürzen, streichen; nachts weiterarbeiten, Ideen schmieden, memorieren.

Die Brütezeit dauerte nicht 9 Monate, nicht einmal 9½ Wochen. Für die erste "Hausseite" brauchte ich ein paar Wochen, die zweite habe ich innerhalb von 7 Tagen aus dem Ei gepellt! Und so sieht sie auch aus: frisch, leicht und dynamisch!

Heute nun habe ich beide Homepages mit Hilfe meiner Schwägerin dem Server übergeben können, und das Resultat kann sich meiner Meinung nach sehen lassen: Juhuuuu! Luftsprung hoch 3, Lustsprung hoch 27!

Wer mal ein bisschen rumstöbern möchte: unter www.aikidoai.ch respektive www.aikiko.ch ist das ab sofort 24 Stunden im Tag, 7 Tage in der Woche möglich. Wir schlafen nie ... respektive endlich mal wieder etwas ruhiger. Gute Nacht in die Runde und liebe Pia, nochmals meinen herzlichsten Dank für alles. Love you deeply


Freitag, 7. Oktober 2011

Schweiz: Wahlherbst 2011


Wählen Sie Rosa Rot
Kennen Sie den Unterschied zwischen einem Politiker und einer Prostituierten? Die Prostituierte muss was tun für ihr Geld, hält meist, was sie verspricht, labbert nicht lange endlos Mist und trägt auch das Geschäftsrisiko meist selber und ihre eigene Haut zu Markte!

"Wer die Wahl hat, hat die Qual" sagt man, und da wir nicht wirklich eine Wahl haben, hält sich auch die Qual in Grenzen.

tztztztztz....

Wie die Medien im August vermeldeten, zeigte SVP-Nationalrat Thomas Fuchs im August überdeutlich, was sich die Classe politique auch schon mal an Privilegien rausnimmt. So parkte sein Mercedes während längerer Zeit gegenüber dem Bundeshaus West vor dem Medienhaus an der Bundesgasse 8 auf dem Trottoir. Der Wagen behinderte Anlieferer und die Berner Feuerwehr gleichermassen. Obwohl zwei Polizisten vor Ort waren, wurde Fuchs nicht gebüsst. Er habe militärische Güter umschlagen müssen, meinte er auf Nachfrage, was die Funktionäre des Medienhauses jedoch dementierten. Fuchs habe weder was ein- noch ausgeladen, sondern einfach seinen Wagen auf dem Trottoir parkiert und sei dann weggegangen. Was wäre wohl passiert, wenn Rosa Rot ihren VW dort abgestellt hätte?

Wer den SVP-Kandidaten jedoch von den Plakatwänden her kennt, begreift sofort: es ist dem Mann bei dem Übergewicht nicht zuzumuten, längere Strecken als nötig zu Fuss zu gehen. Humor scheint er ja zu haben (und vielleicht bald zu brauchen). Seine Witzseite ist nicht schlecht, zum Beispiel dieser Intelligenztest für Blondinen, wobei es immer einfacher ist, über andere zu lachen als über sich selbst!

Weiss trotzdem nicht, ob ich am diesjährigen Voting (klingt doch gleich viel besser als Wahlen) teilnehmen werde. Eventuell kann ich ja meine Stimme an den meistbietenden verkaufen? Interessenten bitte melden!!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Jobs Rat: You've got to find what you love

Am 12. Juni 2005 hielt Steve Jobs eine unglaubliche Rede an der Stanford University. Sie ist dermassen reichhaltig und weise, dass man sie mehr als einmal hören und lesen kann:

I am honored to be with you today at your commencement from one of the finest universities in the world. I never graduated from college. Truth be told, this is the closest I've ever gotten to a college graduation. Today I want to tell you three stories from my life. That's it. No big deal. Just three stories.
The first story is about connecting the dots.
I dropped out of Reed College after the first 6 months, but then stayed around as a drop-in for another 18 months or so before I really quit. So why did I drop out?It started before I was born. My biological mother was a young, unwed college graduate student, and she decided to put me up for adoption. She felt very strongly that I should be adopted by college graduates, so everything was all set for me to be adopted at birth by a lawyer and his wife. Except that when I popped out they decided at the last minute that they really wanted a girl. So my parents, who were on a waiting list, got a call in the middle of the night asking: "We have an unexpected baby boy; do you want him?" They said: "Of course." My biological mother later found out that my mother had never graduated from college and that my father had never graduated from high school. She refused to sign the final adoption papers. She only relented a few months later when my parents promised that I would someday go to college.
And 17 years later I did go to college. But I naively chose a college that was almost as expensive as Stanford, and all of my working-class parents' savings were being spent on my college tuition. After six months, I couldn't see the value in it. I had no idea what I wanted to do with my life and no idea how college was going to help me figure it out. And here I was spending all of the money my parents had saved their entire life. So I decided to drop out and trust that it would all work out OK. It was pretty scary at the time, but looking back it was one of the best decisions I ever made. The minute I dropped out I could stop taking the required classes that didn't interest me, and begin dropping in on the ones that looked interesting.
It wasn't all romantic. I didn't have a dorm room, so I slept on the floor in friends' rooms, I returned coke bottles for the 5¢ deposits to buy food with, and I would walk the 7 miles across town every Sunday night to get one good meal a week at the Hare Krishna temple. I loved it. And much of what I stumbled into by following my curiosity and intuition turned out to be priceless later on. Let me give you one example:
Reed College at that time offered perhaps the best calligraphy instruction in the country. Throughout the campus every poster, every label on every drawer, was beautifully hand calligraphed. Because I had dropped out and didn't have to take the normal classes, I decided to take a calligraphy class to learn how to do this. I learned about serif and san serif typefaces, about varying the amount of space between different letter combinations, about what makes great typography great. It was beautiful, historical, artistically subtle in a way that science can't capture, and I found it fascinating.
None of this had even a hope of any practical application in my life. But ten years later, when we were designing the first Macintosh computer, it all came back to me. And we designed it all into the Mac. It was the first computer with beautiful typography. If I had never dropped in on that single course in college, the Mac would have never had multiple typefaces or proportionally spaced fonts. And since Windows just copied the Mac, it's likely that no personal computer would have them. If I had never dropped out, I would have never dropped in on this calligraphy class, and personal computers might not have the wonderful typography that they do. Of course it was impossible to connect the dots looking forward when I was in college. But it was very, very clear looking backwards ten years later.
Again, you can't connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life.
My second story is about love and loss.
I was lucky — I found what I loved to do early in life. Woz and I started Apple in my parents garage when I was 20. We worked hard, and in 10 years Apple had grown from just the two of us in a garage into a $2 billion company with over 4000 employees. We had just released our finest creation — the Macintosh — a year earlier, and I had just turned 30. And then I got fired. How can you get fired from a company you started? Well, as Apple grew we hired someone who I thought was very talented to run the company with me, and for the first year or so things went well. But then our visions of the future began to diverge and eventually we had a falling out. When we did, our Board of Directors sided with him. So at 30 I was out. And very publicly out. What had been the focus of my entire adult life was gone, and it was devastating.
I really didn't know what to do for a few months. I felt that I had let the previous generation of entrepreneurs down - that I had dropped the baton as it was being passed to me. I met with David Packard and Bob Noyce and tried to apologize for screwing up so badly. I was a very public failure, and I even thought about running away from the valley. But something slowly began to dawn on me — I still loved what I did. The turn of events at Apple had not changed that one bit. I had been rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.
I didn't see it then, but it turned out that getting fired from Apple was the best thing that could have ever happened to me. The heaviness of being successful was replaced by the lightness of being a beginner again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most creative periods of my life.
During the next five years, I started a company named NeXT, another company named Pixar, and fell in love with an amazing woman who would become my wife. Pixar went on to create the worlds first computer animated feature film, Toy Story, and is now the most successful animation studio in the world. In a remarkable turn of events, Apple bought NeXT, I returned to Apple, and the technology we developed at NeXT is at the heart of Apple's current renaissance. And Laurene and I have a wonderful family together.
I'm pretty sure none of this would have happened if I hadn't been fired from Apple. It was awful tasting medicine, but I guess the patient needed it. Sometimes life hits you in the head with a brick. Don't lose faith. I'm convinced that the only thing that kept me going was that I loved what I did. You've got to find what you love. And that is as true for your work as it is for your lovers. Your work is going to fill a large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do what you believe is great work. And the only way to do great work is to love what you do. If you haven't found it yet, keep looking. Don't settle. As with all matters of the heart, you'll know when you find it. And, like any great relationship, it just gets better and better as the years roll on. So keep looking until you find it. Don't settle.
My third story is about death.
When I was 17, I read a quote that went something like: "If you live each day as if it was your last, someday you'll most certainly be right." It made an impression on me, and since then, for the past 33 years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: "If today were the last day of my life, would I want to do what I am about to do today?" And whenever the answer has been "No" for too many days in a row, I know I need to change something.Remembering that I'll be dead soon is the most important tool I've ever encountered to help me make the big choices in life. Because almost everything — all external expectations, all pride, all fear of embarrassment or failure - these things just fall away in the face of death, leaving only what is truly important. Remembering that you are going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you have something to lose. You are already naked. There is no reason not to follow your heart.
About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn't even know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get my affairs in order, which is doctor's code for prepare to die. It means to try to tell your kids everything you thought you'd have the next 10 years to tell them in just a few months. It means to make sure everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for your family. It means to say your goodbyes.
I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy, where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that is curable with surgery. I had the surgery and I'm fine now.
This was the closest I've been to facing death, and I hope it's the closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now say this to you with a bit more certainty than when death was a useful but purely intellectual concept:
No one wants to die. Even people who want to go to heaven don't want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.
Your time is limited, so don't waste it living someone else's life. Don't be trapped by dogma — which is living with the results of other people's thinking. Don't let the noise of others' opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.
When I was young, there was an amazing publication called The Whole Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation. It was created by a fellow named Stewart Brand not far from here in Menlo Park, and he brought it to life with his poetic touch. This was in the late 1960's, before personal computers and desktop publishing, so it was all made with typewriters, scissors, and polaroid cameras. It was sort of like Google in paperback form, 35 years before Google came along: it was idealistic, and overflowing with neat tools and great notions.
Stewart and his team put out several issues of The Whole Earth Catalog, and then when it had run its course, they put out a final issue. It was the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of their final issue was a photograph of an early morning country road, the kind you might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath it were the words: "Stay Hungry. Stay Foolish." It was their farewell message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish that for you.
Stay Hungry. Stay Foolish. Thank you all very much.
Unglaublich der Mann! Bestimmt sitzt er jetzt auf seiner iCloud und tüftelt bereits an seinem nächsten Projekt. Was das wohl sein wird? Wir werden es wohl nie erfahren, oder vielleicht.......

Ich bin grad ein wenig traurig! 
Tears in heaven....
....

Ani Tricks gefällig?

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Dann besuchen Sie meinen zweiten Blog!

Wieso noch ein Blog? ANI-TRICKS ist eine Erweiterung meiner beiden Homepages (Schule + Praxis) - welche in völlig neuem Kleid am 8.10. aufgeschaltet werden - und dient mir als virtuelles Gedächtnis und hoffentlich meinen Schülern als Quell der Inspiration.

Vielleicht möchten aber auch Sie sich ab und zu über unsere Art des Bewegens und Behandelns informieren oder sich sonst den einen oder andern Tip resp. Tipp holen. Würde mich echt freuen!

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Kennen Sie Teenitus?

Kreisch
Teenitus .... auch "Justin Bieber-Alarm", kann man nicht einmal als Phänomen unserer Zeit bezeichnen. Generationen vor uns konnten fast nicht an sich halten, angesichts von vier harmlosen Pilzköpfen, deren Haartracht heutzutage im Vergleich zu Tokyo-Bills extremsten Looks konfirmandenhaft brav abschneidet. Die weiblichen Fans fielen Reihenweise in Ohnmacht, was auch heute nicht selten ist - und ich mir beim besten Willen nicht erklären kann.

Apropos Bill Kaulitz (der übrigens mit seinem neusten Look grauenhaft aussieht; man sollte seinem Stylisten umgehend die Lizenz entziehen): angeblich weist der junge Mann aufgrund der lauten Akustik bei Konzerten und des extremen Gekreisches der Fans (sehr hohe Dezibel-Werte) bereits seit Jahren Ansätze von Tinnitus auf.... oder eben Teenitus.

Die Teenitus-Gefahr beschränkt sich jedoch nicht auf Rockkonzerte, sondern kann auch mal anlässlich einer Klassenfahrt ein ganzes Tram- oder Zugsabteil erfüllen; nicht zwingend einhergehend mit Freude. Und nicht immer kann kurzerhand entfliehen. Regt man sich über alle Massen auf, ist dies ein untrügliches Zeichen des Alterns.

Also immer mit der Ruhe! Wir waren seinerzeit nämlich genau so und hatten das Gefühl, unsere Witze und unser angeberisches Gehabe sei interessant für jedermann. So schaukelten wir uns gegenseitig auf und irgendwann durchbrachen wohl auch wir fast die Schallmauer.

Tinnitus äussert sich übrigens in einem beständigen Geräusch (Pfeifen, Brummton, Klopfen, Rauschen) im Ohr und beruht auf einer Störung der Hörfunktion ... ein lästiges Dauergeräusch, das niemals schläft und die Betroffenen durch ihre Tage und schlaflosen Nächte begleitet.

Vor zirka einer Woche wohnte ich kurz einer kleinen Demonstration bei. Es dauerte eine Weile bis mir schlagartig klar wurde, dass ich einem Konzert meines eigenen Herzschlages beiwohnte. Ich war nicht unfroh, dass das Phänomen nach einer intensiven Energiebehandlung verschwand.

Apropos Schlafen.... schon wieder Mitternacht vorbei. Zeit, mal wieder ausgiebigst an meinem Kissen zu lauschen. Gute Nacht allerseits.

Montag, 3. Oktober 2011

Fernsehen macht dumm ....

Schema für Rechtshänder
... und daran sind nicht diese fürchterlichen, meist amerikanischen Soaps schuld. Nicht einmal die unzähligen Castingshows mit nicht immer kompetenter Jury. Es hat mit der Art, zu schauen, zu tun. Man müsste hier vielmehr von "Starren" sprechen.

Es braucht nur wenig Fantasie, den Unterschied unseres Wahrnehmens zu erinnern, wenn wir zum Beispiel a) am Strand stehen, aufs Meer blicken und den Sonnenuntergang in all seiner Pracht geniessen oder b) mit Röhrenblick Richtung Kiste starren, um ja nichts zu verpassen. 

Augenbewegungen und die damit einhergehenden Augenstellungen sind für uns zentral, um nicht zu sagen lebenwichtig, und das nicht nur während der Tiefschlafphase. Sie haben einen Einfluss auf die gesamte Körperstatik, das Erinnerungsvermögen, die Vorstellungskraft und nicht zuletzt auf unsere Psyche.

Die Begründer von NLP (Bandler, Grinder) fanden heraus, dass es einen eindeutig nachweisbaren Zusammenhang zwischen Augenbewegungen und Denkprozessen gibt. Sie konnten feststellen, dass Suchprozesse von atomatischen, unbewussten Augenbewegungen unterstützt werden. So gilt zum Beispiel für Rechtshänder folgendes Schema:

  • links oben: visuelle Erinnerung (Geschehnisse)
  • rechts oben: visuelle Konstruktion (Vorstellungskraft)
  • links waagrecht: auditive Informationen (Erinnerung an Geräusche, Stimmen...)
  • rechts waagrecht: auditive Konstruktion (Komponieren)
  • links unten: innerer Dialog (Selbstgespräche)
  • rechts unten: Kontakt mit den Gefühlen und kinästhetische Wahrnehmung
  • unfokussiert geradeaus: Tagträume, leichter Trancezustand oder eben TV-Faktor

Im Rahmen einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) an 23'000 Kindern zwischen 10 und 15 Jahren, von denen die Hälfte der Jungen und ein Drittel aller Mädchen gar einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer hatten, wurde festgestellt, dass sich Intelligenz und Fernsehkonsum reziprok zueinander verhalten. Je höher der TV-Konsum, desto dümmer der Nachwuchs. Gewalt in Fernsehen und Videospielen beeinflusst obendrein die Lernfähigkeit negativ. Jugendliche, welche sich viel mit Gewalt konfrontieren, haben häufiger Probleme mit in ihrer Auffassungsgabe als Gleichaltrige ohne Gewaltobsession.

Wer zudem mehrere Stunden vor dem Bildschirm verbringe, werde dabei nicht nur dick, sondern auch dumm, krank und traurig, meint KFN-Chef Pfeiffer. Gestützt wird diese Studie von rund 50 weiteren Studien aus diversen Industrieländern. 

Fernsehen sei schuld an der zunehmenden Verblödung der Jugend. Kinder stellen Surfen, Videospielen und Fernsehen vor Bewegung (und, wie ich meine: eigene Kreativität). Der Ulmer Hirnforscher Prof. Spitzer meint dazu: "Dieser Effekt betrifft alle Fächer, ist nicht mit anderen Faktoren zu erklären und wirkt sich langfristig auf den erreichten Ausbildungsgrad aus".

Aufgrund eigener Erfahrungen mit dem Einfluss diverser Komponenten - über die Augen respektive den Blick - auf meine Lebensqualität (Verspannungen des Körpers, Nervosität, schlechter Schlaf etc.) schaue ich seit letzter Woche praktisch nicht mehr fern. Vor allem auf das Essen vor der Glotze verzichte ich zur Gänze. Hallelujah.... das wollte ich doch schon lange! Ich bin viel weniger verspannt und habe plötzlich mehr Zeit, die ich in andere Projekte einfliessen lassen kann. So habe ich meine beiden Homepages beinahe pfannenfertig neu gestaltet... und die können sich sehen lassen, wie ich meine. Wirklich online gehen sie zwar erst nächsten Samstag, da ich dabei ein wenig Hilfe benötige, aber ich freue mich sehr; sprich: ich blicke hoffnungsfroh in eine sicherlich erfolgreiche Zukunft. Das wäre dann nach rechts oben, wenn ich es richtig verstanden habe!