Samstag, 27. November 2010

Kate, William, Diana... und jede Menge Paparazzi

♡ Amore per sempre? ♡
Ménages à trois haben in England Tradition; das musste das Lieblingsmitglied des britischen Königshauses, Lady Di, bereits kurz nach ihrer Hochzeit erfahren. Dazu meinte sie in einem Interview: "Well, there were three of us in this marriage, so it was a bit crowded...." Genau genommen war Di wohl trotz des Trubels um ihre Person immer eher einsam... so wie auf dieser Aufnahme von ihrem grossen Tag.

wo ist der (un)glückliche Angetraute?


Royale hohe Zeiten sind angekündigt. Waity-Katie - und der Rest der Welt - muss sich nur noch bis am 29.4.2011 gedulden, dann darf-soll-muss die junge Frau in Fusstapfen treten, die den meisten von uns um einiges zu gross sein dürften, so vermutlich auch Kate Middleton.

Ob der geschichtsträchtige Verlobungsring - Riesensaphir umgeben von zahlreichen Diamanten - an den Finger der jungen Frau gepasst hat oder extra angepasst werden musste? Ob er Glück oder Unglück bringt?

Was ihre Freizeit anbelangt, wird sich die "Lady of Leisure" jetzt schon umgestellt haben, denn Repräsentation ist bei Königs ein Fulltime-Job. Ob es spezielle Krafttrainingsgeräte für Mundwinkel gibt? So ein Dauerlächeln kann echt anstrengend sein, wenn man nicht von klein an dazu erzogen worden ist.

Aber ehrlich, würden Sie einen Angehörigen aus dem Hause Windsor oder überhaupt einen Abkömmling des britischen Königshauses ehelichen wollen? Dahinter steht eine lange Tradition von Eroberungen, Enthauptungen und gescheiterten Ehen.

William scheint allerdings einer der wirklich guten Sorte zu sein, ist er doch Dianas Sohn und Vorzeigespross der Familie. Ist sich dieses Mädchen aus dem Volke tatsächlich bewusst, gegen was sie den kläglichen Rest ihrer persönlichen Freiheit eintauschen wird? Die Paparazzis kann sie ja seit Jahren nicht wirklich abschütteln, aber was bisher war, war wohl nur ein vager Vorgeschmack dessen, was kommen wird. Ich glaube, man kann sich so ein Leben im Blitzlichtgewitter, wie Diana es zeitweise durchleiden musste, nicht wirklich vorstellen. Auch plötzlich von Bedeutung zu sein, Einfluss zu haben, Macht zu spüren.... kann den Charakter eines Menschen nachhaltig prägen und zu einer echten Herausforderung werden. Da heisst es "auf dem Teppich bleiben", fest verankert und erdgebunden.

Eines ist sicher, man wird Kate immer wieder mit der unvergleichlichen, unvergessenen Di vergleichen wollen, DER Königin der Herzen und einzigen Prinzessin des Volkes. Ob sie dabei gewinnen kann?

Eines ist sicher: am 29. April 2011 werde ich einen wichtigen Fernsehtermin wahrnehmen müssen!!! Sie?

Freitag, 26. November 2010

Tina Turner - Simply the best

simply the best
Ich habe früher regelmässig mit Tina gejoggt - d.h. als ich noch joggen ging. Und Tina kam jedesmal mit, ohne zu murren. Sie gab mir Kraft, Energie und legte etwas Wildes in meine Gedanken- und Gefühlswelt. Ob mit "I might have been Queen", "I can't stand the rain" oder "Private Dancer", das Leben wurde mit ihr wieder einfacher.

Damals kannte man noch weder iPod, noch iPod nano oder shuffle. Man war allenfalls stolze Besitzerin eines riesigen transportablen CD-Gerätes und hatte Zugang zu schätzungsweise 12 Songs... aber, wie im Falle von Tina, was für welchen.

Heute habe ich am Fernsehen hautnah miterleben können, dass ihr Leben nicht immer einfach war, vor allem die Zeit an Ike's Seite. Ich habe ihr natürlich gleich ein paar Selbstverteidigungstipps gegeben, aber sie wollte ganz offensichtlich nicht auf mich hören.

Hier eine Aufnahme aus diesen Zeiten:




Ikes mangelndes Selbstwertgefühl angesichts von Tinas innerer Stärke und natürlich die vielen Drogen waren wohl zuviel für den vermutlich eher schwachen Charakter. Sie brachten ihn dazu, Dinge zu tun, die weder ihm noch seiner nächsten Umgebung förderlich waren.

Ob Tina wohl ohne diesen Widerstand dermassen über sich hinausgewachsen wäre? Ist es nicht ein wenig wie beim Krafttraining. Anfangs schaffen wir nicht eine Wiederholung, stemmen nur wenig Gewicht, um mit der Zeit kaum mehr zu verstehen, warum wir einmal überhaupt so Mühe bekundet haben. Vielleicht wäre Tinas Name immer noch Anna Mae Bullock und sie würde irgendeinem sympathischen Mann aus Tennesee die Socken stopfen und ab und zu die (Ur)Enkel hüten. Eventuell würde sie ihnen abends vor dem Einschlafen etwas vorsingen und die Schweiz würde sie möglicherweise sogar mit Schweden verwechseln. So aber wohnt sie hier ganz in der Nähe, kennen tut man sie in der ganzen Welt und man kann mit Fug und Recht behaupten: She's simply the best!



Übrigens: I can't stand the snow!!!!!!!

Dienstag, 23. November 2010

Erkältungssymptome... und kein Bakterium und kein Virus weit und breit

aus Stephen T. Changs "Handbuch ganzheitlicher Selbstheilung"
Meine unangenehm kratzenden Halsschmerzen begleiten mich treu durch meinen Alltag, und das seit über 14 Tagen. Dazu kommen Ohrschmerzen, mal links, mal rechts.

Irgendwie kam mir dann urplötzlich die Idee, die typischen Erkältungssymptome könnten mit den Taoistischen Heilübungen zu tun haben, welche ich in letzter Zeit intensiv und noch basierend auf alten Bewegungsmustern gemacht hatte, allen voran mit der Schildkrötenübung.

Die Übungen, welche von Stephen T. Chang im "Handbuch ganzheitlicher Selbstheilung" so wunderbar beschrieben werden, sind super, allerdings ist nicht ganz unwichtig, WIE man sie ausführt. So darf man bei Bewegungen niemals die Extremposition anpeilen und schon gar nicht da innehalten. Die Antwort liegt buchstäblich - und wie bei allem - irgendwo dazwischen.

immer schön irgendwo dazwischen
Die Schildkrötenübung soll übrigens die gesamte Wirbelsäule dehnen, führt dem Nacken Energie zu, kräftigt die Schultermuskulatur und beseitigt Müdigkeit und (fast!) jede Form von Steifheit. Sie wirkt zudem anregend und kräftigend auf Schilddrüse und Nebenschilddrüsen und verbessert den Stoffwechsel. Von Hals- und Ohrenschmerzen war da nie die Rede.

Am Montag liess ich Hals und Ohren mal schulmedizinisch gründlich durchchecken: kein Bakterium und kein Virus weit und breit. Ganz sicher wollte ich diesmal nicht als esoterisches Huhn wahrgenommen werden und sagte deshalb nichts von meiner taoistischen Vermutung. Da ich die Frage nach Reflux von Magensäure verneinte, sprach mich Dr. Lehmann darauf an, ob ich eventuell Probleme mit dem Nacken resp. der HWS habe. Das machte mich fast sprachlos und so erzählte ich ihm denn von den Übungen und der dadurch seither leicht veränderten Körperhaltung, die mir Mühe bereitet und die ich noch nicht wieder optimal einstellen konnte. Das sei eigentlich der Beweis für den Zusammenhang, meinte Dr. Lehmann.

Nun habe ich ein leicht entzündungshemmendes Muskelrelaxans und schaue mal, ob ich bald wieder etwas weniger nach Milva und wieder mehr nach Annemarie Schwab klingen werde.....



.... sonst muss ich mir doch noch die Haare wachsen lassen... però non mi arrenderò (im Sinne von kapitulieren) mai!!!! =D

Freitag, 19. November 2010

Lohnt sich der ganze Schönheitswahn?

Sei Du selbst ♡ bleib Du selbst
Eine Frau in besten Jahren wurde unerwartet schwer krank. Im Krankenhaus, voller Angst angesichts des OP-Tisches, hatte sie plötzlich eine spirituelle Erfahrung. Sie habe noch 43 Jahre, 2 Monate und 8 Tage zu leben, versicherte ihr Gott höchstpersönlich.

Da sie nun schon mal vor Ort war und es sich offenbar zeitlich gesehen auch lohnen würde, blieb sie um sich die Gesichtsfalten straffziehen, die Lippen unterspritzen, das Bauchfett absaugen, die Nase korrigieren und die Ohrläppchen verkleinern zu lassen. Selbstverständlich liess sie sich auch rechts und links einen angemessenen Gruss aus Silikon-Valley einpflanzen. Noch niemals hatte sie soooo ausgesehen. Voller Freude und guter Dinge verliess sie das Hospital nach dem letzten Eingriff und.... wurde beim Überqueren der Strasse von einem Auto zu Tode gefahren.

Keuchend schaffte sie die vielen weissen Stufen des Paradieses (man kennt sie aus der Nespresso-Werbung) und konfrontierte Gott persönlich mit ihrem tragischen Schicksal. Aufgebracht sagte sie: "Du hast mir gesagt, ich hätte noch über 40 Jahre zu leben, und jetzt bin ich schon hier! Wie kann das sein!!! Warum hast Du mich nicht gerettet? Da antwortete Gott schlicht: "Ich habe Dich einfach nicht erkannt."

Moral von der Geschichte: KEINE, denn der Chirurg hat dabei ein Vermögen verdient. Das Fazit aber lautet: "Bleib wie Du bist, denn die Schönheit liegt eh im Auge des Betrachters!"

Donnerstag, 18. November 2010

Nespresso... Heaven can wait

What else oder The else?
Heaven or Hell?
ööööhm??
Vom Himmel hört man ja nicht unbedingt das Beste. So soll der Service dort teilweise richtig lausig sein. Zumindest behauptet das einer, der stets ein ehrsames Leben geführt und alles getan hat, um sich den Platz auf Wolke 27 zu erobern. ENDLICH war es soweit und, nennen wir ihn Heinrich, am Ziel seiner Träume angelangt. Feierlichen Schrittes betrat er seine Räume, die ihm ab dato und bis in alle Unendlichkeit Obdach bieten sollten.
Am ersten Abend gab es was Leichtes: Yoghourt nature, weiss, rein und wirklich schön angerichtet, sympathisch halt. Das drauffolgende Frühstück gestaltete sich ebenfalls eiweissreich und gesund: Yoghourt nature. Zum Mittagessen dann - wenn einem schon nichts einfällt - etwas Ausgefallenes: Yoghourt nature. So ging das weiter: tagaus-tagein. Nicht das der Yoghourt geschmacklos gewesen wäre; nein, man spürte sogar eine gewisse Sämigkeit. Aber es war halt relativ wenig Abwechslung im Speiseplan. Nach einigen Wochen - Heinrich war ein sehr geduldiger Mensch - wollte er mal kundtun, wie es denn so um den höllischen Speiseplan bestellt war, wenn er schon hier im Nirvana etwas öde anmutete. Was Heinrich sah, liess ihm nicht nur das Wasser im Mund zusammenlaufen. Erstmals seit seinem Aufstieg über die lange weisse Treppe fühlte er ein Gefühl der Enttäuschung, wenn nicht Empörung in sich aufsteigen. Die "Höllenbewohner" sassen an reich gedeckten Tischen und liessen es sich so richtig schmecken, selbst der Wein fehlte nicht
"Genug" dachte Heinrich und machte sich auf dem Weg zum Büro des Chefs. Nachdem er nochmals tief durchgeatmet hatte, klopfte er forsch an die Tür. Ein freundliches "Herein" erklang: "Ach Du bist es Heinrich, schön dass Du mich besuchen kommst, hast Du Dich gut eingelebt? "Ja, eigentlich ist ja alles recht schön, kein Grund, sich zu beschweren, ausser vielleicht was das Essen anbelangt. Ich esse jetzt seit Tagen und Wochen immer nur Yoghourt. Jetzt habe ich entdeckt, dass die höllischen Nachbarn es sich richtig gut gehen lassen. Heute gab es zum Beispiel Barbecue, mit allem was das Herz begehrt. Wieso werden die belohnt und ich, der ich mir nie was zuschulden habe kommen lassen....". "Ja weisst Du, mein Lieber" entgegnete Gott bedächtig "für zwei zu Kochen lohnt sich eben nicht".

Wenn ich sowas lese, dann sage ich nur: heaven can wait, wobei: glaubt man der Nespressowerbung, dann gibt es im vielgelobten Paradies wohl eines garantiert: einen guten Kaffee.... Nespresso. What else.... und da kann man es sich schon fast wieder überlegen. Streicht mir alles, aber meinen Kaffee, den brauche ich. Die Antragsformulare für himmlisches Sein habe ich allerdings noch nicht ausgefüllt und Plätze reservieren lassen wie im Altersheim geht, wie ich gehört habe, auch nicht. Ob die im Schattenreich mit der von Adrian Iten lancierten Anti-Clooney-Maschine "the Else" auf Kundenfang gehen? Der dazugehörige Kaffee schmeckt jedenfalls schon mal göttlich.... ehrlich gesagt eigentlich besser als der von Nespresso, zum Beispiel Adriano's Lungo, die Hausmischung für lange Kaffeepausen, eine mokkabraune Röstung, mild, aromatisch und ausgewogen Arabicas.... ein wirklich aussergewöhnlicher Alltagsgenuss! Bedenkt man weiter, dass ich noch nicht viel geleistet, was auf einen Platz an der Sonne hindeuten würde......



Und wo sehen Sie sich in... sagen wir mal 50 Jahren?

Wahrscheinlichkeitsrechnung: Einhorn oder Lottogewinn

ein Einhorn kommt selten zu zweit
Früher galt das Einhorn als Symbol der Jungfräulichkeit. Ob es damit zusammenhängt, dass den meisten noch niemals eines über den Weg gelaufen ist?

Mein Besuch bei der Augenärztin bezüglich Fortsetzung der Doppelbilder (s. Blogeintrag vom 1.8.2009) auch bei 0,0 Promille im Blut hat mich dem edlen Tier wieder ein wenig näher gebracht. Bevor wir uns jedoch medizinisch gesehen mit Klarsicht befassen können, müssen wir erst einmal die Augenwandentzündung therapieren, welche sich offenbar beinahe unbemerkt eingeschlichen hat. Cortison-Augentropfen sollen helfen, und natürlich meine Schutzengel, welche mich vor den im Beipackzettel angedrohten Nebenwirkungen bewahren müssen.

Ich dachte ja, dass die Probleme wiederum einen Zusammenhang mit den Zähnen haben könnten oder mit den Nebenhöhlen, aber nein: es handelt sich vermutlich um ein Autoimmungeschehen, dem auch Fussgänger unterliegen können.

Auf Granulome angesprochen meint Frau Doktor: es gäbe da ganz-ganz selten Menschen, welche an verschiedensten Stellen abakterielle Granulome produzierten. Sie habe so etwas in ihrer langjährigen Tätigkeit noch niemals gesehen, ich wäre die erste. Man kenne lediglich ein paar Fallbeispiele aus der medizinischen Literatur. Das sei ein wenig wie bei den Geschichten, die sich ums Einhorn ranken. Noch niemals habe jemand eines gesehen, nur gehört habe man davon in Märchen und Geschichten. Bei laut vernehmbarem Hufgetrampel würde vielleicht der lesefreudige übereifrige Student auf ein Einhorn tippen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei tatsächlich um das stolze Fabeltier handle sei etwa so gross, wie diejenige, dass gerade ich die erste wäre, die ihr etwas so Seltenes aus dem Lehrbuch frei Haus liefern würde.

Okay, dann nehme ich lieber den Lottosechser, entgegnete ich und frage mich seither, wie wohl diese seltene Krankheit heisst? Huch.... ich schlucke dreimal leer und bemerke konsterniert, dass meine Halsschmerzen immer noch nicht Schnee von gestern sind. Ob ich zuviel auf einmal probiert habe? Das erinnert mit an Ephraim Kishons "Medikamentenstaffette"..... nachzulesen in seinen Büchern "Arche Noah Touristenklasse" oder "Alle Satiren", falls Sie auch was zu Lachen brauchen.....
......aber 8-ung: Platzgefahr!

Sonntag, 14. November 2010

Halskrätze oder: mir geht was an die Gurgel

Shank- oder Muschelmudra
"Du stinkst", meinte soeben Göttergatte Martin, nachdem er meinen morgigen Termin mit einer Freundin, die ich seit über einem Jahr nicht gesehen habe, für mich telefonisch gecancelled hat. "Hui, sorry", flüstere ich beschämt und bewege die riesige Knoblauchzehe in die andere Backentasche. Knoblauchlutschen soll nämlich dem Hals auf die Sprünge helfen, nebst vielem anderen.

Seit drei Tagen leide ich unter absolut tierischen Halsschmerzen, und es wird immer schlimmer. Noch habe ich das ultimative Heilmittel nicht herausgefunden. Im Netz findet man jene Menge gute Hausmittelchen: gurgeln mit Salbei, gurgeln ja nicht mit Salbe, gurgeln mit Kamille, gurgeln mit Salzwasser, Teebaum, diverse Schüsslersalze, Heilpflanzen wie schwarze Johannisbeere, Eibisch, Malve, isländisch Moos, aber auch Süssholzraspeln wäre keine schlechte Idee, wenn man welches im Haus hätte. Viel trinken und ja den Honig nicht vergessen (Cystus-Tee, Kamillentee, Lindenblütentee), Inhalieren mit Japanöl, Sole oder Lavendel, dazu ein paar Mudras wie das Shank-Mudra.

"Schweig einfach", meint Martin, und damit hat er vermutlich recht, aber das mit dem einfach kann sich noch als echte Knacknuss für mich herausstellen. Sofort fällt einem auf, wieviel man nur noch schnell dem andren sagen, ihn fragen muss.

PS: das mit dem Knoblauchlutschen hat tatsächlich etwas gebracht, allerdings nicht das Gewünschte.... die Schmerzen sind schätzungsweise doppelt so stark wie vorher und selbst der sanfteste Tee brennt jetzt wie Feuer! Na Bravo....

Dreck am Stecken: Pilger des Lebens oder: Monarchie in Gefahr?

Sex, Lies and Videotape?
Es gibt Menschen, mit denen man sich immer wieder in das Universum der Wortbedeutungen begibt. Nebst Göttergatte Martin ist mein guter Freund Peter ist so ein Wegbegleiter.

Im Verlaufe der stets sehr inspirierenden Gespräche lässt Peter sich zum Beispiel auf ein Wort, einen Ausdruck, eine Redewendung ein und sagt etwas dazu. Das löst in mir dann wieder innere Bilder aus und eine Kettenraktion ist die Folge. Wir sind jeweils kaum zu bremsen.

"Dreck am Stecken haben", was für ein interessanter Begriff. Mir kam sofort das Bild eines Pilgers in den Sinn. Als Pilger des Lebens bewegen wir uns im Laufe der Jahre durch verschiedendstes Gelände. Der Zustand des Steckens zeigt an, wo wir uns durchgeschlängelt, -bewegt oder gar -gekämpft haben. Schlamm, Morast, feuchter Sand oder was immer es auch war: wir können noch so lange versuchen, unser "Reisetagebuch" zu verstecken, definitiv gelingen wird es uns nicht.

Wer sich für Pilgerei interessiert, dem seien die Bücher von Alex Ignatius (teilweise leider vergriffen) empfohlen über seinen Pilger Mu (Mu japanisch = Nichts). Einen Einblick in Stationen des Lebens eines Pilgers sind auf dieser Seite abrufbar. Ein Beispiel habe ich im Buch "Pilger Mu - Diesseits von Jetzt" abgezeichnet.

Fremdsprachenkenntnisse erwünscht =D
Bei uns für die Medien völlig uninteressanten, irrelevanten Pilgern spielt es der Allgemeinheit nicht so eine Rolle, was für Dreck sich an unseren Stecken festgesetzt hat. Nur wir selber möchten manchmal den Lebensfilm zurückspulen und gewisse Dinge anders machen.... besser eben. Dabei stören uns meist nur Kleinigkeiten, die wirklich grossen Dinge verdrängen wir in der Regel erfolgreich. Fast ausnahmslos alle haben eine Leiche im Keller, sagt man.

Geheimnisse eines Durchschnittsmenschen sind für die Allgemeinheit überwiegend uninteressant. Sie werden allenfalls "individuell genutzt", indem man den Geheimnisträger damit unter Druck setzen kann, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Ungesunde Machtbeziehungen entstehen oft durch reale oder auch nur vermeintliche Erpressbarkeit. Im Falle eines Königs aber kann sich so etwas für das Wohl eines ganzen Landes fatal auswirken.

Männiglich nutzt eine Machtposition gerne aus, vor allem bei Frauen. Und bei Frauen kommt Macht um ein Vielfaches besser an als Geld, und so lassen sie sich gerne auf Staatsführer, erfolgreiche Unternehmer, Mafiabosse etc. ein, auch wenn diese schon alt und nicht besonders attraktiv sind. Der Duft der Macht... etwas daran teilhaben und als Frau wiederum die eigene Macht über diesen Mächtigen spüren... ein tolles Spiel!

Aus so einem Spiel wird manchmal auch Ernst. In den wenigsten Fällen hat Ernst zwei kleine Patschhändchen, winzige Füsschen, ein süsses Lächeln und wird jahrzehntelang totgeschwiegen. Einem Staatsmann kann so ein Spiel auch mal Kopf, Kragen und Stellung kosten, es sei denn, es handle sich um den König von Schweden.

Das Enthüllungsbuch über Carl Gustafs Seitensprünge - "Der widerwillige Monarch" - scheint so zu interessieren, dass es innerst kürzerster Zeit nicht nur ab- sondern vergriffen war. Dass jedoch ein Clubbesitzer mit dem typisch schwedischen Namen Markovic nun gross damit angeben kann, er habe Beweis-Videos, die des Königs vergnügliches Zusammensein mit Nutten zeigten, dann müsste man eigentlich kurzen Prozess mit so jemandem machen.

Erpressung ist soviel ich weiss kein Antrags- sondern ein Offizialdelikt, bei welchem Justiz und Polizei verpflichtet wären, ein Verfahren einzuleiten, sobald sie davon erfährt. Warum das im Falle des Nachtclub-Betreibers, welcher schon früher Prominente mit Hilfe von Videos erpresst hat, nicht geschieht, ist seltsam. Ob da andere Mächtige auch schon mit in der gleichen Patsche - sprich: Whirlpool - sassen?

Um einiges seltsamer scheint mir jedoch, dass ein nicht wirklich minderbemittleter König sich als Ort für seine ausserehelichen Vergnügungen ausgerechnet einen dermassen berüchtigten Nachtclub aussucht. Aber China ist ja bekanntlich ganz-ganz weit weg!

Donnerstag, 11. November 2010

Edita.... d'Venus vo Bümpliz?

d'Venus vo Bümpliz isch schön win es Füür i dr Nacht....
D'Venus (W. Nuss) vo Bümpliz isch schön win es Füür i dr Nacht, win e Rose im Schnee...

Hei, spontan, das war mal! Berühmt werden ist verbunden mit einer rund-um-die-Uhr-Selbstkontrolle, auch im Ausnahmezustand. Bümpliz als Scheissgegend zu bezeichnen, das bringt bei manch einem das Blut in Wallung, vor allem bei den Politikern. Grossrat Fuchs, Nationalrat Hess und der Präsident der Quartierkommission Bümpliz/Bethlehem Albisetti haben offenbar keine anderen Sorgen, als eine sinnbildliche Aussage wörtlich zu nehmen... und in den falschen Hals zu kriegen. Man sei nicht unfroh, wenn Nestbeschmutzer wie Edita nach Köln emigrieren, heisst es da. Ganz anders reagieren teilweise Noch- und Ex-Bümplizer. So statet einer trocken: "Auch eine Feuerwalze wäre eine Aufwertung des Quartiers. Bümpliz/Bethlehem IST eine Scheissgegend in Bern".

Ist doch alles kein Problem: Bern (130'000 Einwohner) selber ist ein Kuhdorf verglichen mit Riesenstädten wie Frankfurt (672'000 Einwohner), Berlin (3,4 Millionen Einwohner) oder eben Köln (2 Millionen Einwohner). In Bümpliz wohnten anno 2007 gerade mal 15'671 Personen, und eine davon hiess wohl Edita Abdieski. Okay Kaff und Scheissgegend ist nicht gerade dasselbe. Trotzdem bin ich echt froh, dass ich in der Freiheit der Anonymität noch reden kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss. Also wenn ich nicht mehr Schei....benkleister sagen könnte, wenn es genau dieses Wort sein muss, dann....!

PS: Leider ist kein vernünftiges Video der Bümplizer Nationalhymne von Patent Ochsner verfügbar, da Sony Music etwas "büggelig tuet" :-(

Mittwoch, 10. November 2010

Und jetzt auch noch Bärbel Mohr...

5. Juli 1964 - 29. Oktober 2010
Thalia-Buchhandlung Bern vor einigen Jahren: Ich hatte zufällig gerade mal ein paar Minuten Zeit und etwas müde Füsse. Die Gelegenheit, mir das nächstgelegene Buch zu schnappen und so zu tun, als klappe es noch immer ohne Lesebrille.

Der kleine Band, den ich da in Händen hielt, war jedoch dermassen anziehend, dass ich meinen Augen doch noch gläserne Unterstützung bot. Lustig und faszinierend beschrieb die Autorin, wie sie schon länger mit einfachen Bestellungen beim Universum alles frei Haus geliefert bekam, termingerecht und in sämtlichen Punkten stimmig.

So zum Beispiel den optimalen Lebensabschnittpartner, der 7 Kriterien erfüllen und am Tage X in ihr Leben treten musste.... er tat dies denn auch; er konnte gar nicht anders, er war ja bestellt. Der nächste Traummann musste schon in 21 Bereichen des Lebens stimmig sein und trat wiederum pünktlich auf die Minute in dasjenige der Autorin, welche dann nach einer weiteren gescheiterten Beziehung endlich verstand und um einiges gescheiter wurde, sprich: den optimalen Partner ohne Angaben von besonderen Eigenschaften oder Merkmalen orderte.

Der faszinierten Leserin wurde auf wenigen Seiten vor Augen geführt, dass von der geblümten Unterhose in den Farben pink-lila, über ein Auto mit goldenen Türgriffen bis hin zu einer schönen Wohnung in einem Schloss oder einer interessanten Arbeitsstelle ausnahmslos alles beim Universum bestellt werden kann. Dem ist es nämlich egal, was man als nächstes für sich anpeilt. Und was interessant ist: die Lieferfristen werden eingehalten. Dieser fantastische Service kosten kein Vermögen, sondern ist absolut gratis!

Wie gesagt, ich hatte nur ein paar Minuten Zeit und habe das Büchlein letztendlich doch nicht gekauft. Es hiess "Bestellungen beim Universum", die Autorin Bärbel Mohr. Zunächst wurde ihr Werk nur in kopierter Form abgegeben oder verkauft, an Freunde und Bekannte. Das Interesse wurde jedoch dermassen gross, dass eben ein gebundenes Buch daraus gemacht wurde, welches über 2 Millionen mal verkauft und in bisher 17 Sprachen übersetzt worden ist.

Bärbel Mohr hielt Vorträge, gab Seminare und unterstützte ihre Mitmenschen auf vielfältigste Weise, indem sie Adressen vermittelte, andere Bücher empfahl und vieles mehr. Am 29. Oktober verstarb sie im Alter von 46 Jahren an einem Krebsleiden. Es ist doch irgendwie seltsam, dass in letzter Zeit so viele ganzheitlich orientierte und engagierte Menschen frühzeitig ihre Wirkungsebene verlassen müssen (s. Eintrag Wolfgang Wiedergut). So auch die Impfgegnerin Anita Petek-Dimmer, welche am 6. September verstorben ist. Wenn ich mir diesen Nachruf betreffend Heiner Gehring (verstorben 2004 im Alter von 41 Jahren) zu Gemüte führe, dann frage ich mich, ob da was dran sein könnte an den Gedanken, die sich verschiedene Leute zu der Sterbeanfälligkeit alternativ denkender und handelnder Menschen machen. Man kann sich nämlich definitiv nicht vorstellen, dass Bärbel ihre Krankheit beim Universum geordert hat!

Madonna... oder: kann Frau in Würde älter werden?

per la Madonna!!
Madonna, die Pop(p)queen, seit Jahrzehnten kämpft sie ebenso erfolgreich gegen das Alter an, wie hier gegen das Gähnen. Kabbalah, exzessives Fitnesstraining, diverse Adoptionen, immer jüngere Liebhaber..... "Strech the straff" oder "nieder mit der Schwerkraft"! Dennoch gibt es einen Bereich, der ihre wahre Jugend verrät: die Hände. Da geht es um Alterspigmente und hervortretende Venen. Glaubt man Madonnas Bekannten, hasst sie ihre Hände regelrecht und gedenkt jetzt offenbar, auch hier die Schönheitstechniker zu bemühen.

Das wusste ich natürlich nicht. Ich hatte dazu nur die kritische Aussage "Aussehen Top, die Hände ein Flop" in der Coopzeitung gelesen und mich etwas geärgert. Gerade in diesem Blatt werden Singles auf Partnersuche solange "neu verunstylt", bis sie zwar anders, aber nicht zwingend besser aussehen. Diese Woche zum Beispiel haben sie es geschafft, eine 40jährige massiv älter aussehen zu lassen (Coopzeitung Nr. 45; Seite 132). Als Test liess ich Martin raten, wie alt die sympathische Frau auf dem Foto sei. 51 riet er, und das waren gerade mal 11 Jahre zuviel.

Bezüglich Älterwerden der Frau habe ich kurz mal nachgedacht und mich gefragt, welche Frau in Würde älter werden durfte, ohne dass man dauernd nach Altersflecken, Falten und ersten Zeichen des grauen Stars Ausschau hielt. Die einzige, die mir dazu spontan einfiel, ist Mutter Teresa, eine wundervolle Frau, zuletzt voller Falten, aber mit einer Ausstrahlung, welche selbst die wunderbare Lady Di in den Schatten stellte. Und sie durfte erst noch ihr Kopftuch tragen!

Apropos Mutter Teresa und Lady Di: Nach ihrem Tod fährt Mutter Teresa zum Himmel auf und hofft eingelassen zu werden. An der Himmelstür ist jedoch kein Mensch. Durch das Gitter sieht sie lediglich Blitzlichtgewitter. Also wartet sie draussen geduldig. Als Petrus nach einer Stunde eintrifft, will sie wissen, was da los war. Petrus entschuldigt sich und sagt: "Lady Di ist eben hier eingetroffen." "Aha", meint Mutter Teresa, "Das freut mich sehr, aber müssen Sie deswegen einen solchen Zirkus veranstalten und gleich wieder alle Paparazzi auf sie loslassen?" "Wissen Sie", sagt Petrus, "Heilige wie Sie kommen alle Tage hierher. Aber von der englischen Königsfamilie verirrt sich nur alle paar hundert Jahre mal jemand hierher..."

Edita Abdieski: A Star is born

Ist Dieters Meinung massgebend? Nöööö!!!
Edita Abdieski hat es geschafft: a star is born! Wobei, der Stern hat unsere Erde bereits am 14. November 1984 erreicht und wartete seither nur darauf, von uns entdeckt zu werden.

Das bringt mich zum grossen und kleinen Dieter. Es ist nicht alles Gold was grinst! Der Möchtegern-Star unter Deutschlands Juroren hatte in den Vorausscheidungen zur letzten DSDS-Staffel ganz klar NEIN gesagt zu der stimmgewaltigen Sängerin. Selbst der kleine Dieter hatte sich da überhaupt nicht dagegengestellt!

Macht nichts! Deutschland hat heute JA zu ihr gesagt, dazu noch die Fans aus der Schweiz. Vermutlich war es ein Riesenglück für die Schweizer Kölnerin, bei diesem und nicht beim andern Format angetreten zu sein, denn wo sind all die Deutschen Superstars hin verschwunden. In der Versenkung! Ob Edita die Charts stürmen und sich in der Musikszene behaupten kann, wird sich weisen.

Wir hatten jedenfalls heute guten Grund, auf sie anzustossen. Und ja, Roland, ich habe wieder einige Male angerufen. Martin wird morgen wohl einen Kredit bei Dir aufnehmen müssen, aber was solls. Geld allein macht nicht glücklich und auch zu zwein braucht es auch noch etwas mehr dazu.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Edita, und bitte weiter so... noch ganz-ganz lange. I love your voice... "The Voice".

Montag, 8. November 2010

BRAVO: Deutschland geht auf die Strasse...

Menschen für und wider die Natur
... und wir könnten uns echt ein Beispiel daran nehmen. Sie tun dies für einmal nämlich nicht wegen einer Erhöhung des Rentenalters oder aufgrund geplanter Lohnkürzungen. Sie tun dies für die Natur und dafür, Lebensqualität für kommende Generationen zu erhalten. Es sind dies Aktionen gegen eine kurzsichtige, kurzfristige und rücksichtslose Planung, welche rein gewinn- und prestigeorientiert ist.

Zehntausende protestierten tagelang gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Sofortiger Baustopp und Gespräche waren ein Etappenziel, das zumindest teilweise erreicht wurde. Selbst eine symbolische Wiederbegrünung vor Ort wurde von Aktivisten durchgeführt. Man wird jedoch den Eindruck nicht los, dass sich die materialistische Sichtweise der Politiker letztendlich durchsetzen wird und der Bürger mal wieder nur die Faust im Sack machen kann. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr lange so weitergehen wird. Vielleicht braucht es nur noch den berühmten letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und die Emotionen zum überschwappen bringt.

People dare to care; besser gesagt: big enough to dare, small enough to care. Zum Beispiel jene 14jährige, die mit Erlaubnis ihrer Eltern jeden Tag vor Ort war um zu protestieren! Weil man nicht zuschauen kann, bis es zu spät ist.



Ein uralter Baum, einmal gefällt, kann nicht ersetzt werden. IKEA führt keine alten Bäume! Bäume sind kostbar, sind unsere Verbündeten und Freunde, nur sehen die ganz oben an der Macht die Zusammehänge nicht mehr, wenn sie überhaupt je etwas anderes als ihre eigenen Interessen im Fokus gehabt haben.

Aber auch die Castor-Transporte werden nicht mehr einfach kommentarlos hingenommen. Da gibt es Menschen, die sich einsetzen, mit ihrem Körper, mit ihrem Willen und ganz viel Herz. Trotz grosser Kälte haben Demonstranten die Strecke für den Atommüll-Transport blockiert. Manche haben gar versucht, die Gleise zu stürmen. Zuletzt wurden die Atomkraftgegner dann in einem improvisierten Lager solange festgehalten, bis der Staat seinen Willen durchgesetzt hatte, wieder einmal!

Wären die Politiker nicht dafür verantwortlich, im Interesse des eigenen Volkes zu handeln? Kann es im Interesse eines Volkes sein, zum Beispiel der Menschen im niedersächsischen Gorleben, 123 Tonnen französischen Atommüll zwischenzulagern? Definitiv NEIN, sollen die ihren Müll doch selber horten, wenn das die französischen Staatsbürger zulassen.

Das nur mal wieder zum Thema: saubere Energie. Wer sich mal die Halbwertszeiten von Uran etc. anschaut, kriegt echt die Krise. Der Mensch hat mit den Atomkraftwerken nicht (nur) Lösungen geschaffen, sondern massive Probleme, solche, die Tag für Tag ganz automatisch immer grösser werden. Homo sapiens? Nööö!

Für die Polizisten ist das Ganze übrigens alles andere als lustig. Logischerweise müssen sie ihre private Gesinnung in der Garderobe lassen, auch mal gegen die (eigene) Natur und gegen Leute vorgehen, die doch eigentlich nur das Beste wollen.

Im Namen von uns allen, auch kommender Generationen, danke ich all jenen Mutigen, die aufstehen, etwas tun und die uns beweisen, dass man mit Duckmäusern allein in dieser Welt nichts bewegen kann!

Samstag, 6. November 2010

X-Factor-Finale: Big Size oder Big Voice?

Big Size oder Big Voice?
Dienstag, 9.11. 20.15 bei VOX
Was haben Maite Kelly, Tine Wittler, Vera Int-Veen und die vier Girls von Big Soul gemeinsam? Genau, die Kleidergrösse. So ein BMI verbindet eben ungemein, und so setzen diese Promis ihre gewichtigen Daumen ganz gezielt ein.

Beth Ditto dagegen wollte sich nicht festlegen, wer ihr Favorit ist. Allerdings grinste sie keck in die Kamera und meinte, Edita singe viel besser als sie selber. Kurzerhand nimmt sie letztere Huckepack und düst durch die Gänge des Studios. Cool!

Im Boxen würde es wohl nächsten Dienstag heissen: Fliegengewicht gegen Superschwergewicht. Was die Stimme anbelangt, ist Edita allerdings für mich Schwergewichtsweltmeisterin. Von Big Soul kommt da höchstens Nadine etwas in ihre Nähe.

Ob die Schweizerin von ihrer BMI-Fraktion (18 bis 25?) genügend Unterstützung erhält, wird sich weisen, wobei: kommt es nicht bei der Musik vor allem auf den Klang an? Ist mir doch scheissegal, was für einen BMI Aretha Franklin hat!!!!



The Queen of Soul einfach göttlich; wer möchte hier mit Hilfe einer Waage voten. Think!!!

Wussten Sie übrigens, dass die geplante Gewinner-CD zirka 105 Gramm wiegen wird, egal welche Künstlerin(nen) das Cover zieren wird! Ich hoffe natürlich auf meine Favoritin und bin schon ganz hibbelig! Etwas Unterstützung von der Bernerfraktion wäre echt "ke Seich!".

Übrigens: Lovely Aretha konnte auch schon mal das Fach wechseln und anlässlich der Grammy Awards 1998 für niemand geringeren als Luciano Pavarotti einspringen, und: nessun dorma! Waaaahnsinn!!!!

Dienstag, 2. November 2010

X-Factor: Edita Abdieski... und mein Rückfall

Rückfall oder Fortschritt?
Edita just released me, hatte ich am 28. Oktober noch grossartig geschrieben und gemeint, ich würde mich heute einfach zurücklehnen, das Halbfinale von X-Factor geniessen und den Ausgang andern überlassen - aber ich konnte nicht. Unmöglich!!

Die Frau ist einfach der Hammer, die gehört in das Finale! Sooooooooo eine Stimme gibt es nur ganz selten. Obwohl ich irgendwie spürte, das Mati wohl heute seine letzten Auftritte haben würde, musste ich wie zwanghaft anrufen.... egal was. Schliesslich will ich mich nächste Woche beim Finale entspannt zurücklehnen und voll diesen herrlichen Edita-Tönen hingeben. Ihre CD habe ich vorsichtshalber schon heute bei meinem Händler vorreservieren lassen.

Mein Daumen glüht ... aber ich freue mich unglaublich! Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!! Herzliche Gratulation Edita!

Swisstransplant mit Schlachtplan

Minus Zeh(e)n Prozent
Was all unsere gesundheitlichen Vorkehrungen (nicht Rauchen, viel Bewegen, gesund Essen, normales Gewicht) nicht schafften, soll nun offenbar doch für den nicht mehr allzu finanzkräftigen Prämienzahler Wirklichkeit werden: weniger Prämie .... sozusagen als Prämie für (oder gegen?) unsere Organe.

Swisstransplant klagt noch immer über die Schweizer Spendeunfreundlichkeit und geht erneut in die Offensive (s. Migrosmagazin Nr. 43). Direktor Franz F. Immer hat schon einen Schlachtplan: 10 Prozent weniger Prämie für Spendewillige wäre seiner Ansicht nach eine exzellente Idee, denn "wer bereit ist, Menschen in der Not zu helfen, soll dafür einen gewissen Anreiz, eine Wertschätzung, erfahren".

Daneben sieht er auch das Widerspruchsrecht als Option, wonach per Gesetz jeder ein Organspender ist, der nicht aktiv deklariert, dies nicht sein zu wollen. In Ländern mit diesem Gesetz gebe es einen weniger stark ausgeprägten Organmangel. "Auch hätten wir weniger Tote zu beklagen und könnten bessere Ergebnisse präsentieren", ergänzt Immer. Dass der Organspender selber auch tot ist - also hoffentlich nicht lebendig ausgenommen wird - vergisst er bei seiner Aussage.

Von Berufs wegen "mit Vorbildfunktion" ausgestattet ist Immer selber potentieller Organspender. Er macht nur eine einzige Ausnahme: etwas würde er auch über seine Leiche nicht weggeben: seine Cornea! "Ich schaue einem Menschen immer zuerst in die Augen. Sie sind sehr zentral und persönlich für mich."

Das finde ich wirklich sehr interessant. Die Augen sind bekanntlich Spiegel der Seele. In ihnen zeigt sich unter anderem auch, wieviel Herz ein Mensch hat, und so frage ich mich denn, ob nicht auch das Herz persönlich ist, oder der Magen, auf welchen einem so manches schlägt, was einem an die Nieren geht?

Meine Einstellung bleibt: ich bin kein wandelndes Organlager sondern ein lebendiger Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen, seinen Gefühlen und Visionen ..... Ich lasse mich nicht kaufen, nicht einmal in Einzelteilen ... ich bin unbezahlbar! Sie?
das Wunderbare, Einzigartige sehen