Mittwoch, 29. September 2010

Polyphasic Sleep.... Bieridee oder Grenzerfahrung?

Traumrealitäten...
Nur 2 Stunden Schlaf pro Tag bringen einem was? Genau, genügend Freizeit! Super!! Aber wie soll das funktionieren?

Man schläft zum Einstieg 3 Stunden und wird dann aufgeweckt. Um ein möglichst schnelles Erwachen zu gewährleisten wird das Schlafzimmer blitzartig erleuchtet, auch wenn das Licht zunächst in den Augen schmerzt. Dann geht es erst richtig los:

Auf 4 Stunden Wachphase, welche Raum für Aktivitäten lässt, folgen 20 Minuten Schlaf. Gnadenlos wird man danach aus dem Reich der Träume zurückgeholt, erneut für abgezählte 4 Stunden. Wieder gönnt man sich 20 Minuten Schlaf, bevor eine weitere 4-Stunden-Hyperaktivitätsphase eingeläutet wird ... und so weiter und so fort.

Seltsam dabei ist, dass 6 x 4 Stunden Wachphase allein schon einen 24-Stunden-Tag ergeben. Die 6 x 20 Minuten sind also ein Supplement, ein Nachschlag sozusagen. Somit haben die sogenannten polyphasic Sleepers einen 26-Stunden-Tag, es sei denn, der Wach-Schlaf-Rhythmus verschiebt sich jeden Tag um zwei Stunden.

RTL-Reporter Thorsten Sleegers hat sich auf ein 50-Stunden-Experiment unter medizinischer Aufsicht eingelassen, wobei in der heutigen Folge nicht ganz klar war, ob er es auch abschliessen konnte, denn nach dem ersten Tag ging es ihm plötzlich dermassen dreckig, dass sich die Leiter des Schlaflabors diesbezüglich nicht ganz sicher waren. Es wird also spannend bleiben.

Auf was für schwachsinnige Ideen der Homo sapiens... wohl besser spinnerens immer wieder kommt. Wäre der Mensch für so ein Phasenleben eingerichtet, würde die Sonne naturgegeben ebenfalls diesem Rhythmus folgen respektive ihn erst auslösen. Sie würde also 4 Stunden scheinen, für 20 Minuten verschwinden, 4 Stunden scheinen... Dass dem nicht so ist, zeigt uns Helios bei schönem Wetter ganz prachtvoll.

Thorsten hat jedenfalls herausgefunden, dass 50 Stunden Schlafentzug unter anderem eines machen: unkonzentriert und aggressiv. Eine Nacht ohne Schlaf - für Spitalärzte übrigens leider brutaler Alltag - wirkt auf den Körper wie 1,8 Promille im Blut! Wenn man die zahlreichen Selbstversuche in der Blogosphäre verfolgt, sprechen viele der Probanden von luziden Träumen, ganz oft vom Fliegen. Solange sie das dann nicht im Wachzustand versuchen indem sie sich aus dem nächsten Fenster stürzen, geht es ja noch. Viele stellen ihr Experiment wieder ein, weil es zwar kurzfristig tatsächlich möglich zu sein scheint, sein Schlafverhalten zu ändern. Die Frage ist, wie lange man es durchhält, ohne krank zu werden. Viele berichten übereinstimmend von Charakterveränderungen. Das grösste Problem scheint jedoch für die meisten zu sein, dass sie nicht wissen, was sie mit der vielen gewonnenen Zeit anfangen sollen. Blöd ist das Ganze auch für Leute, welche unter Einschlafschwierigkeiten leiden und während der doch eher kurzen Ruhephase den Schlaf nicht finden. Wer mehr als 20 Minuten braucht, bis er einschlafen kann, soll nicht einmal mit dem Gedanken spielen, diesen Schwachsinn selber auszuprobieren.

Was aber die gewonnene Zeit anbelangt, hätte ich da so eine Idee: wie wäre es mit einem praktischen Table-Dance-Tournier mit Partner, bei welchem man sich nicht einmal vom Tisch zu erheben braucht.... das bringt den richtigen Schwung und weckt garantiert die Lebensgeister.




Und wenn Ihr Mann nicht will, dann fragen Sie Ihren Hund oder ... sorgen dafür, dass Ihr lästiger Wecker endlich das zeitliche segnet! Gute Nacht!

Heit Dir chli Münz - in Variationen

wo Berge sich erheben...
In Afrika vergehen jede Minute 60 Sekunden... helfen Sie!

Weihnachtszeit - Spendeaufrufzeit.... und Weihnachten ist bereits näher als uns lieb ist. Daraufhin deuten nicht nur die ersten am Horizont erscheinenden Dekoelemente, sondern vor allem ein zunehmend überfüllter Briefkasten. Wir haben übrigens deren drei, was das bereits volle Mass noch voller macht.

Mehr oder weniger bekannte Hilfswerke versuchen, mit einprägsamen Bildern und Worten, die kaum mehr einer überfliegen mag, auf ihren Einsatzbereich aufmerksam zu machen und Geld in die Kasse zu kriegen.

An der Pizza-Dönerfront will man auch gegen Ende des Jahres 2010 nicht einsehen, dass "keine Reklame" respektive "keine Werbung" zu missachten eine Besitzstörung durch verbotene Eigenmacht darstellt (Gerichtsentscheid, Bezirksgericht ZH). Da das Lesen, Verstehen und Umsetzen von Juristendeutsch nicht zwingend zu den Stärken eines Pizzaiolo gehört, wird mein Kasten auch weiterhin zugespamt, obwohl ich angefangen habe, die Werbebroschüren mit "A-Post - refusée" konstenpflichtig zurückzuschicken.

Politische Parteien DÜRFEN sich von Gesetzes wegen über meinen Wunsch nach werbefreier Post hinwegsetzen und in meinem Kasten ihre Meinung kundtun. Der schätzt das übrigens gar nicht und reklamiert oft über die langfädigen Inhalte. So zum Beispiel als letzthin unser Stapi Tschäppät seinen Namen dafür einsetzte, das Stimm- und Wahlrecht für bei uns ansässige Ausländer durchzupauken. Interessant, vor allem im Hinblick auf künftige Wahlen im allgemeinen und diejenige des Stadtpräsidenten im besonderen.

Jedem Anzeiger, Bernerbär, Bernerzeitung, Teletc.... liegt zudem ebenfalls noch Reklame bei, nicht immer gedruckt auf recycletem Papier. Wer liest so etwas? Da geben Firmen beachtliche Beträge aus für Fernseh- oder eben Katalogwerbung, obwohl sie doch wissen MÜSSEN, dass kein Sch....n sich dafür interessiert.

Unser Altpapierstapel wächst und wächst... Wieviel Wald muss gerodet werden, um all die Werbebroschüren und Politflyer zu drucken? Hat sich das mal wer überlegt?

Genau, daher gibt es immer mehr Firmen, welche sich darauf spezialisiert haben, uns per Anruf auf die Not unserer Mitmenschen (oder ihre leeren Kassen) aufmerksam zu machen und an unsere Spendierfreudigkeit zu appellieren. Meist wird diese Arbeit an Callcenter ausgelagert und so kann es schon mal vorkommen, dass ich mit dem gleichen Ansinnen dreimal innerhalb einer Woche konfrontiert werde. Gottseidank habe ich nichts anderes zu tun, denn sonst wäre es echt zum Mäuse melken.

PS: Fast hätte ich sie noch vergessen, die Leute von Greenpeace, Vier Pfoten, Amnesty International etc., welche den Mann und die Frau von der Strasse "pflücken", die Nein-Danke-Zeitungsverkäufer (Surprise), die Handorgel- oder Geige malträtierenden Musikacts, die direkt aus dem Osten importierten Bettelbanden (bitte, Madame...), und natürlich "heit Dir chli Münz?", welche einem auch schon mal gerade dann anquatschen, wenn man am Bankomat das Konto plündert.

HIIIIIIIIIIIIIILFE !!!!

Montag, 27. September 2010

Bundesrat Depp-artementsverteilung...

.... die Inkompetenz geht weiter: Unser Malgrüppli hat sich in Neubesetzung zusammengefunden, um die Depp-artemente neu zu verteilen. Eigentlich ginge das so, dass jeder sein Departement wählen kann, angefangen beim Dienstältesten. Simonetta Sommaruga musste dann aber dem nach ihr gewählten Schneider-Ammann den Vortritt lassen, nach dem Motto: "Ladies not always first" respektive "ich zuerst und Sie danach". Negativ aufgefallen ist vor allem Bundesrätin Leuthard, welche offenbar in ihrer Funktion als Bundespräsidentin persönliche Interessen über alle andern Argumente gestellt hat.

Dass diejenigen, welche eigentlich das Wohl der Schweiz vertreten und unser Schiff in die richtige Richtung steuern sollten, statt Konsens immer nur Nonsens hervorbringen, lässt auf Analphabethismus schliessen oder ganz einfach mangelnde Intelligenz. Jedenfalls lässt es einem nicht unbedingt zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Warum konnte Sommaruga eigentlich nicht das Departement von Didier Burkhalter übernehmen und endlich im Gesundheitsbereich mal etwas zum Positiven verändern? Von Didier hört man nämlich rein gar nichts. Ein Kunde von mir brachte es auf den Punkt: "Couchepin war wenigstens ein A...loch und brachte Entscheide, wenn auch meist unpassende..."!

Wie der Beobachter in der neusten Ausgabe offenlegt, erhält z.B. die Pharmafia für jede neue Pille eine Zusatzprämie für Innovationen, sozusagen als Anreiz, weiterzuforschen. Ob es bereits als Innovation gilt, wenn zum Beispiel Viagra die Farbe (aus blau mach rot!) wechselt, sei dahingestellt. Jedenfalls fliessen jährlich Millionenbeträge - weder das BAG noch sonstwer weiss genau wieviel - auch ins Ausland, denn vor allem ausländische Pharmaforschung werde mit den Geldern subventioniert. Sommaruga wollte diesbezüglich schon anno 2005 Änderungen durchsetzen und war überhaupt immer wieder treibende Kraft im Kampf gegen überrissene Preise im Gesundheitswesen. Als ehemalige Konsumentenschützerin wäre sie dort viel besser eingesetzt als im EJPD. Gemäss SP-Präsident Levrat wäre sie aufgrund ihrer Kenntnisse und Kommissionsarbeiten für fünf von sieben Departementen prädestiniert gewesen und muss jetzt per Mehrheitsbeschluss genau eines der beiden andern übernehmen.

Die SVP findet die neue Departementsverteilung ebenfalls verantwortungslos, und betrachtet die Neubesetzung von vier Departemente ein Jahr vor Ende der Legislatur als Zwängerei. Das ist vermutlich das falsche Wort, aber es dürfte wohl jedem klar sein, dass sich jemand Neues einarbeiten muss, mit entsprechendem Zeitverlust, und dass der vorherige Departamentsinhaber sich am neuen Ort ebenfalls neu einarbeiten muss. Leerlauf-Leerlauf-Leerlauf...

Man hätte die Departemente aber auch spielerisch neu verteilen können. Jeder kennt das Magnetfischen. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass gewisse Magnete weniger anziehend oder Angelschnüre einfach kürzer ausgefallen wären, denn unsere Doris kennt nun absolut kein Pardon.

Meine Empfehlung:

Hier noch ein etwas anderer Ansatz von Tobias Mann: Politik nach Noten... unbedingt reinhören, respektive rein hören, noch reiner....:

Sonntag, 26. September 2010

(F)Rohstoff Mensch - Handelsstandort Schweiz

Die Schweizer sind nicht eben spendefreudig, was die eigenen Organe anbelangt. Persönlich halte ich dies ja für ein Zeichen angewandter Intelligenz. Nicht so FDP-Ständerat Felix Gutzwiller, der vom Bund Massnahmen zur Erhöhung der Zahl der Organspender fordert.

In Frankreich, Italien, Österreich und Spanien ist die Bereitschaft zur Organspende wohl allein deshalb um einiges höher, weil in diesen Ländern sämtliche Verstorbenen potenzielle Organspender sind, sofern sie sich nicht explizit dagegen ausgesprochen haben. Und vermutlich wissen dies gerade mal 0,2 Prozent der Bevölkerung.

Unser System soll nun entsprechend angepasst werden von der heute geltenden Zustimmungs- hin zur Widerspruchsregelung. Kürzlich lag der Zeitung "Das Magazin" ein solcher Anti-Organspenderausweis bei, bereit zum herauslösen und ausfüllen. Interessanterweise handelte es sich dabei um eine zweiteilige Karte in Kreditkartenformat, welche in der Mitte perforiert war. Der eine Teil war den Personalien vorbehalten, auf den andern gehörte die Erklärung, dass man keine Organe zu spenden gedenke. Ein Leichtes, die Widerspruchsdeklaration abzutrennen, bevor man den Verblichenen ausweidet.

Sollte die bei uns geforderte Zustimmungsregelung durch eine solche Widerspruchsregelung ersetzt werden, vergreift sich der Staat sozusagen am letzten, was uns tatsächlich gehört und jeder von Geburt an sein eigen nennt: unser Körper. Es ist dies eine Aussage, welche auf gut Deusch lautet: unsere Bürger sind ökonomische Ressourcen, und das nicht nur mittels Steuereintreibung. Kommt ein Unfallopfer vom Physischen her gesehen (Alter, Gesundheitszustand, Blutgruppenübereinstimmung) als Spender in Frage, dann wird nicht lange gefackelt. Man wird ausgeweidet, um nicht zu sagen ausgeschlachtet. Nebst den Organen werden auch die Gewebe (Knochen, Haut, Sehnen, Knorpel, Gefässe) verwertet, zum Beispiel durch Schönheitschirurgen, welche Produkte aus menschlichen Leichen benötigen, um den Nasensattel aufzupolstern, Falten zu unterfüttern, Lippen aufzupeppen etc.

Reinkarnation? Nichts dagegen, aber gleich so? Ein klares Nein, und zwar definitiv und ohne Zusatzfragen. Ich bin diesbezüglich aber auch konsequent, das heisst ich bin nicht nur kein Organspender sondern auch kein Organempfänger.

Wenn man mal in Betracht zieht, was für ein Riesengeschäft der Organhandel ist und was in diesem Zusammenhang weltweit für unsagbare Verbrechen an unseren Mitmenschen geschehen. Der chinesische Vize-Gesundheitsdirektor Huang Jiefu hat zugegeben, dass die Organe Hingerichteter verkauft werden und dass 95 Prozent der chinesischen Transplantate von exekutierten Verbrechern stammen. Wenn man zudem bedenkt, für was man in China zum Tode verurteilt wird und wo in diesem Land die wahren Verbrecher sitzen, dann wird einem schlecht. Viele Menschen in armen Ländern verkaufen z.B. ihre Nieren, weil sie dafür für dortige Verhältnisse sehr viel Geld erhalten, zum Beispiel in Indien oder den Philippinen.



Die kleinen Dörfer Südindiens werden Nieren-Basare genannt, und das aufgrund der dort herrschenden bitteren Armut der Bevölkerung. Ausbezahlt werden jedoch vergleichsweise lächerliche Summen, wenn man bedenkt, wieviel andere daran noch mitverdienen werden... z.B. die Organmafia. Aber auch völlig legal durchgeführten Organtransplantationen sind, wenn man es genau nimmt, eine gut funktionierende Geschäftsidee. Im Organhandel zeigt sich die freie Marktwirtschaft von ihrer grausamsten Seite.

Wichtig wäre für Leute, die ihre Organe nicht spenden möchten, eine schriftliche Patientenverfügung zu verfassen, in welcher sie für den Notfall alles ganz genau regeln und beglaubigen lassen (lebenserhaltende Massnahmen, Schmerz- und Symptombehandlung, künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, Wiederbelebung, künstliche Beatmung, Dialyse, Antibiotika, Verabreichung von Blut, Organspende etc.). Es kann nämlich der Moment kommen, da man nicht mehr für sich sprechen, eintreten oder entscheiden kann. Im Falle von "Organspende ja oder nein" wäre ein Flächendeckendes Tattoo "ich bin kein Organspender" ein gangbarer Weg, wobei immer noch die Gefahr besteht, dass das K einfach "versehentlich" bei der Organentnahme rausgeschnitten wird!

Wer wie ich auf eine ganz intensive Art mit dem Körper arbeitet, dem eigenen und demjenigen anderer, der ist überwältigt von der Erkenntnis, mit was für einem intelligenten System, besser gesagt Wesen man es zu tun hat. Auf ganz einfache Weise mit subtilen Impulsen kann man in jedem Alter Dinge wiederherstellen, die wahrhaft an ein Wunder grenzen. Ich bin meinem Körper deshalb zu grossem Dank verpflichtet und wünsche nicht, dass er mittels Gesetzesänderung zu einem Selbstbedienungsladen für den Staat umgewandelt wird.

Merken wir uns das abstruse Ansinnen Gutzwillers.... für die nächsten Wahlen. Es ist nicht gut, wenn solche Leute zuviel Macht haben!

Lesen Sie zu diesem Thema auch meinen Eintrag vom 27. Februar 2008 (Transplantationsmedizin - ja oder nein?).

24. September 2011.... und die Miss Schweiz (Q)Wahl

Es ist stockfinster, ausreichend Nahrung liegt bereit und auch die guten Tropfen fehlen nicht.

"Oh, wir müssten noch die Autos umstellen...." flüstert Eva. "Genau! Ob der Zeitpunkt dafür jetzt günstig ist?" haucht Adam in ihr verführerisches Ohr. Riskieren wir's einfach, entscheiden beide und parkieren ihre Autos ein paar Strassen weiter in der blauen Zone. Wie Kinder beim Indianerspielen schleichen sie zurück zu ihrem Haus, schliessen die Tür, löschen die Lichter und steigen wieder hinab in den Keller.

Damit sie sich, was Essen und Trinken anbelangt, nicht völlig auf den Geruchssinn verlassen müssen und zur Not auch eine Verbindung zur Aussenwelt herstellen könnten, haben sie vorsorglich ihren iPad mitgenommen. Die beiden haben nämlich je einen IQ, der selbst Grössen wie Albert Einstein (IQ 160) und Johann Wolfgang Goethe (IQ 183) vor Neid erblassen liessen, hätten sie diese Gesichtsfarbe nicht schon beim seinerzeitigen Hinschied erworben.

Wie gesagt, Eva und Adam wissen, dass sie nicht mehrere Tage an diesem Rückzugsort verbringen müssen, sondern lediglich die Stunden vor, während und nach der Miss-Schweiz-Wahl. Nur so ist sichergestellt, dass sie sich dieses fade Fernsehformat nicht ein drittes Mal reinziehen müssen. Noch knobeln sie aus, wer das nächste Video von "Der Schockwellenreiter - die tägliche Portion Wahnsinn" aussuchen darf, zum Beispiel dieses faszinierende 3D-Fassaden-Show:



....oder das etwas weniger gekonnte, in welchem eine junge Japanerin nur mit dem Bikini bekleidet sämtliche Stationen der Tokyo'er U-Bahn auswendig aufsagt. Das Lachen über so eine Kläglichkeit vergeht einem schlagartig, wenn man mal selber versucht, angezogen zum Beispiel sämtliche Stationen der Tramlinie 9 ab Guisanplatz bis Endstation Wabern aufzusagen. Ein Spickzettel wäre echt "ke Seich".

Wir versprechen an dieser Stelle unseren geliebten Verwandten und Herzensfreunden, in deren Haus wir gestern bei einem fanastischen Essen und edlen Tröpfchen unsere gute Laune wiederfinden durften, dass wir nächstes Jahr die Miss Schweiz Wahl ganz bestimmt NICHT bei ihnen schauen werden... weder mittels Fernsehgerät noch MacBook Pro. Es war auch gestern bloss ein glücklicher Zufall gewesen, der uns von Soleur-Malheur über Grenchen in ihre erholsame Oase geführt hat. Wie gesagt: wir hätten bei uns zuhause höchstens die Werbepausen von RTL auf SF1 verbracht.

Sollten wir also pünktlich am 24. September 2011 erneut vor Eurer Türe stehen, dann wäre das wieder der eigentlich ungeplante glückliche Ausgang eines eventuell mittelmässigen bis versch.....Tages. Wir geben Euch hiermit jedoch SCHRIFTLICH DIE GARANTIE, dass wir alles anschauen werden, ausser die Miss Schweiz-Wahl 2011. Hand aufs Herz und DANKE nochmals für alles. Love you deeply =D

Freitag, 24. September 2010

Traditionell bewährte Reihenfolge?

eviva Nasenklammer
Ein mittlerweile alltägliches Bild in Schweizer Strassen: traditionellerweise sieht die Inderin ihren Mann bei gemeinsamen Spaziergängen nur von hinten. Brav folgt sie dem ihr Angetrauten, Anvertrauten und stets zu Verwöhnenden wie mittels Magnet verbunden.

Als wir gerade mal wieder einen herrlich mundenden Mung Dhal genossen hatten, wusste mein Göttergatte endlich, warum das so ist. Mann will Linsen und Bohnen zwar gerne geniessen, kann aber auf die bekanntesten Folgeerscheinungen verzichten. So muss Mutti denn brav im Hintergrund Dampf ablassen, während er seine Nase in Frischluft badet.

Ich hatte dazu eine etwas andere Idee: Dank SEINER Ausdünstungen wird sie erst fähig, sich brav im Hintergrund und an bewährte Traditionen zu halten.

Beide Möglichkeiten sind denkbar, wer hat eine andere Idee?

Wir konnten uns jedenfalls an besagtem Tag nicht einigen, wer jetzt hinter wem hergeht... und so zogen wir Arm in Arm glücklich von dannen! ☺

PS: Wie ich gelesen habe, sollen Munglinsen die einzigen sein, welche nicht blähend sind. Was ich gehört habe, steht auf einem andern Blatt. Jedenfalls sind Linsen enorm gesund und für Vegetarier eine wertvolle Eiweissquelle, die jedoch auch von uns Carnivoren angezapft werden kann. E Guete!

Donnerstag, 23. September 2010

Bald Misswahlen im Bundesrat?

Seit der Wahl einer weiteren Frau in den Bundesrat bangt unsere Doris um ihre Leaderposition bezüglich Beliebtheitsgrad. Zumindest war so etwas heute in den Medien zu lesen. Ob es auch wirklich stimmt, sei dahingestellt, denn manchmal ist einfach kurz vor Redaktionsschluss noch ein kleiner Bereich mit irgendwelchen, teils erfundenen Unwichtigkeiten zuzutexten.

In punkto Aussehen hatte die Aargauerin bisher die Nase vorn. Auch was ihre Leistungen und Kompetenz anbelangt, kriegte sie von den Schweizer Bürgern stets Bestnoten. Bei der letzten Blick-Umfrage im April belegte sie nach Didier Burkhalter (von dem hört man seit seiner Wahl übrigens rein gar nichts, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen zu sein braucht) Platz 2. Die einst so erfolgsverwöhnte Micheline liegt auf dem drittletzten Platz!

Diese Situation könnte sich nach dem Einzug der ehemaligen Konsumentenschützerin schlagartig ändern. Auch was das Aussehen anbelangt, könnte Simonetta Sommaruga ihrer Kollegin Leuthard bei Umfragewerten den Rang ablaufen. In die Quere kommen könnten sich die beiden Politikerinnen auch, was die Verteilung der Departemente anbelangt. "Iwett Uvek", kann man noch lange rufen, wenn der offenbar etwas allzu einflussreiche Dachverband der Schweizer Wirtschaft Economisuisse diesbezüglich andere Wünsche formuliert.

Ein Glück, dass Frau Keller-Sutter nicht auch noch in dem ganzen Zirkus mitmischt, denn sie ist eine sehr hübsche, gepflegte und dazu noch fachlich kompetente, patente Frau, von der es mehr zu vermelden gäbe, als ihren Hochzeitstag. Der wievielte war es übrigens?

Ich schlage vor, dass wir jährlich eine Miss Schweiz-Wahl der etwas andern Art durchführen könnten, parallel zur tradidionellen. Wo das Matterhorn ist, sollte den gelegentlichen Überfliegerinnen ja bereits aufgefallen sein und dass das Bundeshaus keine Kirche ist, wissen die Bundesrätinen aus eigener Erfahrung. Allerdings dürften die Fragen dennoch nicht allzu schwierig ausfallen, denn unsere Magistratinnen haben nicht allzuviel Zeit, welche sie in Nebensächlichkeiten wie zum Beispiel die Allgemeinbildung investieren könnten.

Wahlkriterien könnten sein:
1. Styling
2. Frisur
3. Lächeln
4. Professionelles Auftreten
5. Gehen in High Heels
6. Allgemeine Wissensfragen
7. Politische Kompetenz
8. Durchsetzungsvermögen
9. Kollegialität

Auf Durchläufe in Bikini oder Abendkleid werden wir alle nur allzugern verzichten. Anders als einst bei den etwas farblosen Alt-Bundesräten, welche auch schon mal wie ein ungemachtes Bett an einem offiziellen Anlass erscheinen durften, wird bei weiblichen Politikern akribisch auf deren Gesamteindruck geachtet. Die Frisur ist oft wichtiger als die Aussagen und Handlungen. Um eine adäquate Wahl-Vorbereitung zu garantieren und auch den Spassfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen, schlage ich als Coach Bruce Darnell (das ist der Wahrheit) vor.

Stimmberechtigt wäre jeder Schweizer Bürger, die Wahl kann nebst lukrativem Telefonvoting auch online erfolgen und dient als Hauptprobe für die Wahl künftiger Bundesräte durch das Volk.

"Spieglein, Spieglein an der Wand.... wer ist die Schönste im ganzen Land"?

Mittwoch, 22. September 2010

Bundesratswahlen 2010 - Zauberformel 4:3?


Fast halten wir es mit Bundesratswahlen in der Schweiz wie mit der Steuererklärung, welche seit einiger Zeit ebenfalls jährlich abgegeben werden muss. Die Rücktritte erfolgen jeweils parteipolitisch taktisch und geschickt gewählt, was der Unterlegene der letzten Runde, CVP-Fraktionschef Urs Schwaller, in klare Worte fasste und sogleich mit geplanten Taten eine mögliche Entwicklung aufzeichnete.

Zunächst wurde die Nachfolge von Moritz Leuenberger geregelt. In 4 Wahlgängen wird Simonetta Sommaruga zur 113. Bundesrätin der Schweiz gekürt, welche statt des Eids nur das säkulare Gelübde ablegt und unter anderem "gelobt", die Pflichten ihres Amtes gewissenhaft zu erfüllen.

Für Karin Keller-Sutter schwanden mit der Wahl Sommarugas - die mich seltsamerweise immer ein wenig an Elisabeth Kopp erinnert - schlagartig die Chancen, die Nachfolge von Hans-Rudolf Merz anzutreten. "Fünf Frauen im Bundesrat wären zuviel", meinte kürzlich sogar unsere Micheline, ohne dabei an ihren eigenen Rücktritt zu denken. Das Naheliegende sieht man oft zuletzt, obwohl man am 8. Juli mit 65 Jahren eigentlich das Pensionsalter erreicht hat.

Kann ja sein, dass die sich häufenden Zickereien in unserem Bundesrat mit dem ständig steigenden Frauenanteil in Verbindung zu setzen sind, denn Frauen funktionieren anders als Männer; Kommunikationswege und Vorgehensweise könnten unterschiedlicher nicht sein. Es bleibt beim Verhältnis 4:3, denn gegen Mittag wurde der Wunschkandidat des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft (Economiesuisse) in ebenfalls 4 Wahlgängen bestätigt. Im Gegensatz zu seiner Kollegin "schwört" Bundesrat Schneider-Amman sogar "vor Gott dem Allmächtigen", Verfassung und Gesetze zu beachten....

Mit Schweizer Wirtschaft ist übrigens nicht die Bellvuebar gemeint, in welcher sich gemäss Filippo Leutenegger gestern Abend bereits der Ausgang der Wahlen abgezeichnet hatte. Es ist nämlich tatsächlich vor allem seitens der Männer oft so, dass wirklich wichtige Entscheide nicht in Sitzungszimmern fallen, sondern beim anschliessenden Umtrunk in der Bar vereinbart werden. Prost.

Nun befinden sich angeblich erstmals zwei Berner im Bundesrat. Simonetta Sommaruga verrät es uns jedoch mit jedem Wort: ich bin eigentlich keine Bernerin, sondern Polylinguistin. Im Kanton Aargau geboren hat sie im Kanton Schwyz das Gymnasium besucht, sich in Luzern, Kalifornien und Rom zur Pianistin ausbilden lassen, um dann im Kanton Freiburg ein Studium der Anglistik und Romanistik zu absolvieren. Warum sie Romanistik nicht gleich in Rom studiert hat, sei dahingestellt; von Bernerin kann man bei ihr ja eigentlich nicht sprechen. Was den Kantönligeist anbelangt, meldet sich Ignazio Cassis im Verlaufe der Wahl auch noch zu Wort mit dem elementar wichtigen Hinweis, dass der Kanton Tessin seit Jahren nicht mehr im Bundesrat vertreten sei. Insomma(ruga).... die haben doch die im Fernsehen seit Jahrzehnten stets omnipräsente Nella Martinetti, und das ist ja auch schon fast ein halber Bundesratssitz, oder?

Das tragische an dieser Wahl ist wohl, dass wir mit Johann Schneider-Ammann wieder einen erfolgreichen Unternehmer an die Politik verlieren. Hat es denn nicht genügend ambitionierte Arbeitslose mit einigermassen Sachverstand (1+1= :-), welche diesen Job mit ebensoviel Hingabe erledigen könnten? Wie wäre es zum Beispiel mit einer Hausfrau und Mutter, deren Kinder schon gross sind und welche neue Herausforderungen sucht?

Reto Brennwald zeigt übrigens live, dass er in Sachen Höflichkeit ein echter Schweizer und kein Mann unnötiger höflicher Floskeln ist. Es gelingt ihm nämlich, Wahlverliererin Keller-Sutter vors Mikro zu locken. Tapfer beginnt sie über ihre Gefühle zu sprechen, da fällt ihr der Moderator ins Wort: "Oh, da kommt der neugewählte Bundesrat Schneider-Ammann.... machen wir es nicht künstlich...." und lässt Frau Keller-Sutter in der Warteschleife hängen. Profi, wie sie ist, bleibt die Politikerin da geduldig stehen, bis der Neubundesrat seiner Freude genügend verbal Ausdruck verleihen konnte und stellt sich dann Brennwalds nicht wirklich brennenden Fragen nach ihrem Hochzeitstag!

Interessant auch die Fotosession, bei der sich zunächst mit Bundeskanzlerin Casanova, den sieben amtierenden und den beiden neugewählten Bundesräten insgesamt 10 Leute aufs Bild drängen... ein Lächeln breiter als das andere (Micheline gewinnt natürlich trotzdem). Dann werden Leuenberger und Merz buchstäblich an die Luft gesetzt. Sie verlassen den Raum und dislozieren auf den Balkon, um eine Aufnahme des beinahe nach bewährter Zauberformel zusammengesetzen zauberhaften Bundesrates zu ermöglichen. Die Erlösung folgt in der Person des Bundesweibels (?), der ein Tablett mit Champagnergläsern hereinbringt, damit alle zusammen mit "Veuve Cliché" darauf anstossen dürfen, dass alles wieder einmal nach Denk- und Wahlschema X abgelaufen ist.

Hätte er doch gleich die ganze Flasche mitgebracht... eine Magnum natürlich! Ja was heisst denn hier Magnum (1,5 Liter), nehmen wir doch gleich eine Melchisedech (30 Liter), dann heisst das Verhältnis bald 8:6 oder 12:9 hicks!

Veräppeln - vern


"Imitieren geht über studieren", das denken sich immer mehr Hersteller technischer Geräte. Warum sein Gehirn durchforsten, sich was aus den Fingern saugen oder in den Allerwertesten kneifen, wenn Apple über so kreative Entwickler verfügt.

Apple hat die Landschaft der Computer und Unterhaltungselektronik, der Betriebssysteme und Anwendungssoftware nicht nur bereichert sondern so nachhaltig geprägt, wie kein anderes Unternehmen. Die Geräte sind nicht nur technisch sensationell sondern auch optisch wahre Hingucker. Egal ob iMac, iBook, Powerbook, MacBook (Pro, Air), iPod (shuffle, nano, touch), iPhone, iPad, Trackpad.... die Lust, zuzugreifen, vergeht einem niemals.

Zugreifen tun aber auch Hersteller von konkurrierenden Unternehmen. Sie bedienen sich ohne Hemmungen in allen -Bereichen. So vermeldete der Blick am Abend kürzlich, dass nun "Bretter die Welt erobern", nicht die vor dem Kopf, sondern iPad-Imitate. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Maus durch Trackpads, vor allem aber auch Imitate anderer Produzenten abgelöst wird. Letztere werden dann wie immer so tun, als sei alles auf ihrem Mist gewachsen oder zumindest dank ihnen von lästigem Unkraut befreit worden.

Das Wort (Kunden) veräppeln kriegt da eine ganz neue Bedeutung: vern = nachahmen und als geistiges Eigentum weiterverscherbeln. Allerdings lässt sich der eingefleischte Applekunde nicht vern und selbst unsere vierbeinigen Hausgenossen wissen echte Qualität zu schätzen.



Hallelujah... lujah hob i gsagt =D

Montag, 20. September 2010

Kinder der Landstrasse....


... oder doch eher der Autobahn?

Man stelle sich mal vor: Jemand - zum Beispiel ich selber - fährt mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Landstrasse. Ist ja kein anderer Wagen in Sicht und Erbtante Ismelda mag es überhaupt nicht, wenn man sich verspätet. Also noch einmal kurz das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt... da....

.... vor Ihren Augen auf der Fahrbahn ein Kind, es steht da und rührt sich nicht von der Stelle. Was tun Sie... oder ich? Ausweichen natürlich. Wie eine Stuntwoman reisse ich das Steuerrad herum und bremse dazu und wenn ich Glück habe, rase ich nicht in den nächsten Baum, die Telefonstange oder eines der Häuser, die den Strassenrand säumen.

Offenbar ist die Angelegenheit dennoch relativ sicher, denn Vancouver setzt auf diese verkehrsberuhigende Massnahme mittels 3D-Illusionen.



3D-Strassenkunst ist etwas ganz Tolles, da tun sich manchmal echt Abgründe auf. Man denke da zum Beispiel mal an die Börsenkurse... kurz vor dem Fall!

Was, wenn Drogen legalisiert würden?


Schwierig wird so ein Leben, wenn das einzig Positive respektive positiv zu Vermeldende der Drogentest ist. Lindsay Lohan ist so ein Fall... einer von vielen und wenn man mal einen Blick auf Whitney Huston's Karriereentwicklung wirft, kommen einem echt die Tränen.

Man kann sich sowieso des Eindrucks nicht erwehren, die Promis hielten sich in ihrem Leben nicht so sehr an den roten Faden, sondern viel lieber an die für sie offenbar ganz einfach zugänglichen weissen Linien.

Was würde helfen? Meines Erachtens wäre das einzige ein Legalisieren und somit Entkriminalisieren der Drogen. Der Handel damit wäre wohl um einiges weniger lukrativ und der Einstieg in eine legale Drogenwelt nicht mehr gar so attraktiv.

Was verboten ist, wirkt magnetisch und magisch, vor allem auf Jugendliche. Und wer weiss, wirklich trendy wird wohl bald nur noch sein, wer sein Koks hingezaubert in A-Dur oder B-Moll konsumiert. Aufs Bild kommts an, denn das Auge schnüffelt schliesslich mit!

Samstag, 18. September 2010

Robbie's Pfiff


Samstag Morgen früh, fast Wochenende, noch ein wenig auf den Felgen. Wie immer gehe ich zu Fuss in die Stadt. Lustigerweise bin ich auf der einen Route schneller. Muss an der Streckenführung liegen und daran, dass es die meiste Zeit nicht geradeaus geht, sondern leicht der Schwerkraft entgegen.

Dann, Ecke Breitenrainstrasse-Optingenstrasse ein anerkennendes Pfeifen, "phü-phü", man fühlt sich wieder jung, obwohl einem bewusst ist, dass es sich um eine spezielle technische Installation handelt, ein Gagmobil sozusagen. Sicher war es nicht Robbie Williams, der kurz darauf bei Radio Energy Bern aus der Tür zu treten und zu fragen scheint: "Kennt einer von Euch den Text".

Robbie zweidimensional, aber lebensecht, ein super Poster dieses Ausnahmekünstlers, der Pannen mit so viel Witz und Charme ins Programm einbaut, dass man ihm einfach nur allzu gerne aushilft. Das haben auch die Fans am Benefizkonzert "Help for Heroes" getan. 60'000 sangen begeistert:
Come on hold my hand

I wanna contact the living

Not sure I understand

This role I've been given
I sit and talk to God 

And he just laughs at my plans 

My head speaks a language 

I don't understand
I just wanna feel real love

Fill the home that I live in

'Cause I got too much life 

Running through my veins 

Going to waste
I don't wanna die 

But ain't keen on living either 

Before I fall in love

I'm preparing to leave her
I scare myself to death 

This's why I keep on running 

Before I've arrived 

I can see myself coming
I just wanna feel real love 

Fill the home that I live in

'Cause I got too much life 

Running through my veins 

Going to waste
And I need to feel real love 
In a life ever after
I cannot get enough
I just wanna feel real love

Fill the home that I live in 

I got too much love 

Running through my veins

To go to waste
I just wanna feel real love 

In a life ever after
There's a hole in my soul

You can see it in my face

It's a real big place
Come on hold my hand

I want to contact the living 

Not sure I understand 

This role I've been given
Not sure I understand 
- Not sure I understand 
- Not sure I understand.....



Schmelz. Voller Elan setze ich meinen Weg fort und frage mich, wem ich als nächstes begegne. Mein Tag ist jedenfalls gerettet!

Freitag, 17. September 2010

Mutterbindung?


Was kann man nicht alles von unseren Kleinsten lernen. In letzter Zeit wurde mir immer mal wieder eindrücklichst vor Augen geführt, auf was die lebenslange Mutterbindung wohl letztlich zurückzuführen ist. Der hoffnungsfrohe Nachwuchs folgt Mammas Einkaufswagen wie frischgeschlüpfte Enten ihrem Ziehvater. Mämmämm... Essen klingt schliesslich fast wie Mamma und die geschickten Patschhändchen öffnen jede noch so gut gesicherte Tasche problemlos.

Eigentlich heisst es ja, die frühkindliche Bindung an eine Bezugsperson sei lebenswichtig. Meine Beobachtungen in der freien Wildbahn haben jedoch ergeben, dass diese Bindung wohl eher mit Abhängigkeit zu tun hat, zum Beispiel was das Verabreichen von Nahrung anbelangt.

Kurz nachdem man den postnatalen Schlag auf den Hintern verdaut hat, kriegt man Mutters wunderbar weiche Brust ins Gesicht gedrückt und entdeckt, dass Eigenversorgung ohne Umweg über die Nabelschnur richtig gut schmecken kann. Eine Sucht ist geboren und Mutterbindung wird ab dato gleichgesetzt mit Nahrungsversorgung. Eigentlich klar, denn anders als bei die meisten unserer vierbeinigen Freunden ist ein Säugling 100 Prozent auf Versorgung und Betreuung angewiesen, andernfalls würde er kläglichst eingehen. Ist wirklich alles, was wir über die Eltern-Kind-Bindung gelernt haben, reine Illusion?

All you need is love.... und war leckeres zu Essen. E Guete!

Montag, 13. September 2010

Kamasutra oder Pino?


So etwas habe ich noch nie erlebt. Tram Nummer 9 high noon: er, ein Italian Lover wie er im Buche steht, zirka 1 Meter 80, braungebrannt mit glänzenden, knackigen Muckis und ebensolchem Hintern, comme il faut. Ein selbstgefälliges Strahlen auf dem Gesicht hält er seine Angebetete... besser gesagt: seine ihn Anbetende im Arm. Sie hat dafür auch genau die richtige Körpergrösse, misst sie doch höchstens einen Meter 50 und kann deshalb wirklich nur zu ihm aufschauen.

Dichtgedrängt stehen sie beisammen, obwohl genügend Platz vorhanden wäre. Sie haben nur Augen und Hände füreinander und knutschen, kuscheln, flüstern sich Dinge ins Ohr... man hat fast ein wenig Hemmungen und befürchtet schon, alsbald in die ersten "Stellungen des Verlangens" von Kamasutra eingeführt zu werden.

Man ist ja zugegebenermassen lernwillig, manchmal gar lernbegierig, aber gewisse Dinge sind persönlich und so intim, dass sie meines Erachtens noch immer in die eigenen vier Wände gehören. Wenn ich einen Erotikfilm sehen will, gehe ich ins Kino oder in die Videothek!

Beim Kursaal fällt den beiden schlagartig ein, dass sie ja aussteigen müssen und das tun sie dann auch im letzten Augenblick. Die Türen schliessen sich und dann: ein Schrei! PINO! PINO!!!!

Und drinnen der kleine Junge: Mamma, Mamma! Nur der schnellen Reaktion zweier jungen Frauen ist es zu verdanken, dass Pino (Peppino - also offenbar Giuseppe) noch aussteigen konnte, denn normalerweise sind die Türen nach dem Schliessen blockiert und können von aussen und später auch von innen nicht mehr geöffnet werden.

Wie ist es möglich, dass man im Reigen von Östrogen und Testosteron sein eigenes Kind vergisst, und das erst noch im ÖV!?? Irgendwie tut mir der Kleine leid, denn er muss sich vorkommen wie das fünfte Rad am Wagen. Man hat echt den Eindruck, dass Mamma und Papa (eventuell Neu-Lover und gar nicht Erzeuger von Pino) stark drauf setzen, dass man ja immer noch ein neues Kind zeugen kann, sollte man das alte verlieren. Und wozu gibt es in jeder Stadt ein Fundbüro...


Sonntag, 12. September 2010

Schweiz entkriminalisiert - ein Zukunftsmodell?


Das Bundesamt für Statistik wertet erstmals die polizeiliche Kriminalstatistik aus, indem sie gleichzeitig auch die Nationalität der Straftäter mit berücksichtigt.

Spitzenreiter in Sachen Strafanzeiger sind die Afrikaner; Männer aus Angola, Nigeria, Algerien und der Elfenbeinküste. Sie kommen auf sechsmal soviele Strafanzeigen wie Schweizer Männer und weisen damit die höchste Kriminalitätsrate unter den Immigranten auf. Unter den ersten zehn Plätzen befinden sich ganze acht afrikanische Staaten. Aber auch die Tamilen und Einwanderer aus der Dominikanischen Republik werden fünfmal mehr straffällig als Schweizer. Dagegen liegt die Rate der kriminellen Deutschen, Franzosen oder Österreicher im Vergleich sogar weit unter derjenigen der Schweizer. Möglicherweise ergeben sich hier aber auch Rechenfehler, denn mittlerweile sind dermassen viele Leute auch aus Afrika, Sri Lanka und der Dominikanischen Republik eingebürgert worden, dass es "den Schweizer" als solches gar nicht mehr gibt, und das kann schon etwas am Statistikregler drehen!

Wie wir Schweizer nun mal sind, sehen wir jedoch die Ursache für das schlechte Abschneiden der Afrikaner in unseren Integrationsbemühungen; d.h. wir nehmen die Schuld auf uns. Gut möglich, dass im Rahmen einer Entkriminalisierung der Schweiz alle Schweizerbürger in den EU-Raum ausgelagert werden und das Land zum Beispiel mit Deutschen neu besiedelt wird. Mit dieser einfachen Massnahme würde gleichzeitig auch das Selbstbewusstsein des (neuen) Schweizerbürgers steigen, denn darin sind die Deutschen Weltmeister. Da könnten wir uns echt mehr als eine Scheibe abschneiden!!!

Freitag, 10. September 2010

Schlangensteher: ein topseriöses Angebot =D


Sie kennen das Problem: Sie erwarten Gäste und sind schon ganz hibbelig. Vieles, das Ihnen sonst ganz leicht von der Hand geht, läuft schief und als Sie dann kurz vor knapp noch zu Ihrer Geheimwaffe - dem Spezialsenf aus Fronkraisch - greifen, ist da rein gar nichts ausser gähnender Leere. Irgendein lieber Zeitgenosse hat sich diese Köstlichkeit wohl erst kürzlich zusammen mit einer Nullachtfünfzehnwurst reingezogen. Wer hat jetzt noch ausreichend Zeit, die er an der Kasse von Migros oder Coop "abstehen" kann?

Es ist Ferienzeit, alles perfekt vorbereitet, es fehlt nur noch der Pass. Da andere dieselbe Idee hatten, müssen Sie sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen, und sich - am besten mit einer halben Bibliothek bewaffnet - im Passbüro den Hintern viereckig sitzen, bis sie endlich drankommen. Es soll schon Leute gegeben haben, die beim Warten auf eine Identitätskarte in Würde ergraut sind.

Früher waren Warteschlangen noch ganz klein. Ob es daran lag, dass die Welt einfach weniger bevölkert war? Vielleicht brauchte man aber auch einfach nicht für alles und jedes einen Wisch?

In Russland haben Warteschlangen eine jahrhundertelange Tradition. Da ging es wohl meist um Esswaren. Mir wurde erzählt, dass die Leute meist einfach mal anstanden in der Hoffnung, überhaupt noch etwas kaufen zu können, wenn die Reihe an ihnen war. Von Auswahl war da nie die Rede.

Mein Tanzvater hatte oft Gäste aus dem Osten; Tänzer, die bei ihm lernen wollten und auch in seinem Haus wohnen durften. Und selbstverständlich gingen sie dann auch mal mit auf Einkaufstour. Manch ein Besucher ist angesichts der Käsetheke im Globus fast in Ohnmacht gefallen; nicht etwa wegen des Geruchs, sondern weil er oder sie noch niemals soooo viele verschiedene Käsesorten auf einmal gesehen hatte. Einen musste Alain ins nächste Flugzeug setzen und wieder nach Hause schicken, denn der ist völlig durchgedreht ob diesem Kulturschock.

Das ist lange her und mittlerweile sieht es in Russland, zumindest was das Einkaufen anbelangt, rosiger aus. Wobei...??? Seit Sowjetzeiten gehört in der Ukraine Schlangestehen zum Alltag. Das ist heute nicht besser als vor 20 Jahren. Vor allem vor Ämtern stehen sich Hunderte die Beine in den Bauch. Wer zum Beispiel in Kiew sein Auto anmelden will, benötigt dafür an die 15 unterschiedliche Papiere, allesamt von verschiedenen Stellen abgestempelt.

Andrej Matiaschewitsch machte aus dieser Not für sich (und andere) eine Tugend und vermietet seit einiger Zeit professionelle Schlangensteher. Nachdem Matiaschewitsch nämlich selber mehrfach halbe Tage im Bürokratie-Dschungel überleben musste, stolperte er buchstäblich über diese Marktlücke. Seine Kunden buchen bei ihm für einen Stundenlohn von umgerechnet rund Franken 5.20 einen Profi-Warter. Kurz bevor der an der Reihe wäre ruft er seinen Auftraggeber an, damit dieser seine Angelegenheit rasch erledigen kann. Matiaschewitsch beschäftigt ausschliesslich Männer, da diese offenbar geduldiger und härter im Nehmen sind als wir Frauen.

Na logo, Frau hat eben besseres zu tun als Büromief zu schnuppern; zum Beispiel SEINE Kreditkarte zum Glühen bringen und sich daraufhin in der Cüplibar ausgiebigst erholen und mit der besten Freundin die Tages-Schnäppchen besprechen.

Wäre das mit den Schlangenstehern nicht auch eine lukrative Idee für unsere Breitengrade? Natürlich alles ganz seriös und zum absoluten Spezialpreis von 5 Franken pro Minute. Viel, sagen Sie? Kommt darauf an, wie lange die Wartezeit dauert. Ausserdem weiss doch jeder, dass Zeit Geld ist, oder?

So könnte zum Beispiel Ihr Werbespot aussehen. Ich habe mich dabei ein wenig von Mike Shiva inspirieren lassen. Das mit dem Haarband ist allerdings an der Auswahl der Farbe gescheitert:



Es ist nie zu spät, eine gute Idee zu haben. So werde ich bei meiner nächsten Werbesendung meinen Stuhl etwas höher stellen, dann befinde ich mich nämlich mit Ihnen.... meinem Kunden, dem König, der Königin dieses Momentes... doch irgendwie auf Augenhöhe, was doch irgendwie mehr dem Zeitgeist entspricht. =D

Hier finden Sie übrigens die entsprechenden Artikel (1/2) sowie eine Zusammenfassung weiterer gewinnbringender Geschäftsideen. Viel Spass am Erfolg!

Mittwoch, 8. September 2010

Weko aufgeweckt?


"Der Schutz des Wettbewerbs ist die wichtigste ordnungspolitische Aufgabe in einer Marktwirtschaft. In der Schweiz wird sie in erster Linie über das Instrumentarium des Kartellgesetzes erfüllt." So begrüsst uns die Wettbewerbskommission, eine unabhängige Bundesbehörde (gibt es das?), auf ihrer Homepage. Es geht um die Bekämpfung schädlicher Kartelle, die Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen, die Durchführung von Fusionskontrollen sowie die Verhinderung staatlicher Wettbewerbsbeschränkungen.

So untersagt die WEKO beispielsweise am 22.4.2010 den Zusammenschluss von Orange und Sunrise als Massnahme gegen eine marktbeherrschende Stellung durch die fusionäre "Range Ruine SOS" (=Anagramm Sunrise/Orange) und zur Verhinderung eines Ausscheidens des aktivsten Netztbetreibers aus dem Markt.

"Monopolistische Beherrschung des Marktes", kennen wir das nicht auch aus anderen Bereichen, zum Beispiel bei den Lebensmitteln. So gibt es wohl kaum noch Milchprodukte, die nicht vom EMMI-Riesen stammen.

Vor etwa 10 Jahren haben Martin und ich an einem Treffen der Rütiabgänger (Käsermeister) teilgenommen. Göttergatte war damals der einzige, der nicht in einem EMMI-Betrieb arbeitete, ausser seinem Kollegen, der in den USA lebt und auch dort tätig ist.

Aber auch das ist Geschichte. Seit Juli diesen Jahres gehört selbst diese Firma unter bewährte Fittiche, hinauskatapultiert aus dem deutschen Hochland in eine ungewisse Zukunft; die WEKO sah hier keinen Handlungsbedarf.

Langsam sehe ich schwarz und frage ich mich, wo ich meinen Raclettekäse künftig beziehen kann, denn "Martins" Firma stellt einen absolut köstlichen der Superlative her, unvergleichlich in Geschmack und Konsistenz und durch keinen andern zu ersetzen..... schmelz!!! Auch das ist wohl bald Geschichte....

Ob Uncle Bens oder Tante Emmi, was solls: so oder so wird es ein Morgen geben... und ein Übermorgen und irgendwann wird die Aera der Nicht-Unternehmer ein mehr oder weniger jähes Ende finden. Irgendwie kann es ja nicht ewig so weitergehen, oder?

ÜBRIGENS: Was ist der Untschied zwischen monopolistischer Beherrschung des Marktes?

X-Factor - Jurorenarbeit unter der Lupe


"Der X-Factor-Gewinner 2010 ist in diesem Raum, da bin ich mir ganz sicher" sagt Till Brönner mit Überzeugung und ich gebe ihm da vom Fachlichen her vollkommen recht. Der Juror mit der meines Erachtens interessantesten Gruppe konnte aus dem Vollen schöpfen, hatte er doch am letzten Tag im Bootcamp ausschliesslich gute Leute zur Auswahl, solche die singen können und nicht krächzen oder brüllen. Sein Problem war wohl eher die Limitation auf 6. Sie kennen das sicher vom Einkaufen, aber da haben sie eine Kreditkarte und freie Hand. Nötigenfalls nehmen sie einfach alle Schuhe, Handtaschen, Hosen, CDs..... Bei X-Factor geht das nicht.

Till macht als Juror einen guten Eindruck und hat ein sicheres Gespür für Qualität. Seinen Co-Juror Mousse T. hätte er nicht wirklich gebraucht. Auf einer Skala von 1 bis 10 kriegt er für seine Arbeit von mir 8 Punkte.

Sarah hatte gestern nicht nur die zum Teil am wenigsten überzeugenden Kandidaten zu beurteilen sondern zeigte plötzlich selber als Jurorin Schwäche. Nicht immer war klar ersichtlich, warum sie den einen rauswarf und die andere weiterliess. So hätte ich persönlich zum Beispiel Ronny Amponsem (Ron Jerome)



unbedingt mitgenommen und auf die Kaprizen von Caprice verzichtet, bei der Singen doch ziemlich zur Halskrankheit ausartet:



Was war mit Sarah los? Da muss ich echt an ihrem Urteilsvermögen zweifeln. Ronny war einer der besten, die ihr zur Auswahl standen, und das waren in der Gruppe 16 bis 25jährige nicht gerade viel. Sie will das Ding jedoch gewinnen (das hat sie mehrmals gesagt) und setzt wohl auf die Wähler- resp. Fangemeinde, die mit ihrem Telefon-Voting letztendlich Zünglein an der Waage spielen wird.... und wohl genau um die 16 sein wird oder noch drunter und weniger auf Fachliches und Qualität achtet sondern auf äusserliche Sachen schaut (ist Mati nicht einfach süss, Caprice's Styling ist echt der Hamma).


Das war wohl auch der Grund warum sich Lara Pilger völlig hat umstylen (verformen oder entstellen wäre wohl der treffendere Ausdruck) lassen und zwar so, dass sie nun wirklich nicht mehr sich selber zu sein scheint. Wer das verbrochen hat gehört echt eingesperrt. Nicht jeder mit 'ner Schere in der Hand ist ein Udo Walz.



Sch...ade um die Natürlichkeit. Als sie nicht weiterkommt, wird ihr dieser Persönlichkeitsverlust wohl erstmals wirklich schmerzlich bewusst... sie bricht zusammen.

Sarah kommt bei mir auf einer Skala von 1 bis 10 auf magere 3 Punkte. Daran kann leider auch Larsito nichts ändern.

George hat da schon das glücklichere Händchen, ist es ihm doch sogar noch gelungen, aus zwei Gruppen eine neue aus dem Boden zu stampfen: Urbanize mit Candy... könnte Zucker werden. Er hat Fach- respektive Sachverstand, eine klare Linie, Führungsqualitäten und lässt sich durch nichts und niemandem vom richtigen Kurs abbringen, nicht einmal von der Schönheit seiner Co-Jurorin Kelly Rowland. Auch muss man in Erwägung ziehen, dass seine Gruppe die wohl schwierigste ist und die andern Juroren mehr als glücklich waren, als dieser Kelch an ihnen vorüberging.

Ich kann Georges Entscheide unterschreiben und gebe ihm somit auf einer Skala von 1 bis 10 die Note 9... muss ja noch Luft nach oben sein!

Nächsten Dienstag wird noch einmal halbiert. Nur 3 Acts pro Gruppe kommen weiter. Ich halte unserem Rennwagen aus der Schweiz voll die Daumen.

Dienstag, 7. September 2010

Convince or confuse....



Wer nichts wird, wird Wirt.... wer das nicht schnallt, wird Rechtsanwalt... und wem selbst das nicht ganz gelungen, der macht in Versicherungen.

Eine leicht gekürzte Fassung nicht ganz ernst gemeinten Volksmundes, wobei mein neuster Versicherungsvertreter vorher tatsächlich Koch war. Zufall? Nein, zu strenge Arbeitszeiten.

Meist habe ich weder viel am Hut noch viel zu tun mit Versicherungen. Gottseidank! - "touch wood" - musste ich deren Hilfe auch noch nicht oft in Anspruch nehmen.

Einst hatte ich mit einem Berater der ELVIA ein echtes Vertrauensverhältnis aufbauen können. Er verstand mein Motto: sowenig wie möglich, soviel wie nötig und liess mich meist in Ruhe. Dann war leider Schluss mit lustig und meine Verträge wurden 1:1 von einer anderen Versicherung übernommen. Warum dann trotzdem neue Verträge aufgesetzt werden mussten? Vermutlich Provisions-Abründe, wobei es offiziell hiess, das sei für das System einfacher. Ich hab's nolens-volens getan und mir auch zähneknirschend für den neu und ab dato für mich zuständigen Berater Zeit genommen - das ist etwa 5 Jahre her.

So ein Versicherungsvertrag erneuert sich gemäss AVB nach Ablauf jeweils um ein Jahr, wenn nicht termingerecht von einer Seite her die Kündigung erfolgt. Warum ich trotzdem seit einigen Jahren mindestens halbjährlich von meinem "neu für Sie zuständigen" Berater wechselnden Namens kontaktiert werde, ist mir nicht ganz klar. Da sich jetzt im einen Bereich etwas leicht zu meinen Gunsten geändert hat, habe ich kürzlich einem Besuch zugestimmt, nicht ohne zu bemerken, dass wohl "bei Ihnen ein reger Personalwechsel herrscht".

"Convince them or confuse them", wie einfach ist es mit dieser Vorgehensweise, einem Laien einen Vertrags-Bären aufzubinden. Ich bin in dieser Hinsicht ein mehr als gebranntes Kind, hat mir doch unser früherer Vermieter, ein ehemaliger Karatelehrer, nach seiner Umschulung zum Anlageberater ein ganz mieses faules Ei gelegt, an welchem ich ganz arg zu knabbern hatte und immer noch habe. Umso misstrauischer bin ich heute und stelle Fragen wie: "Warum sollte ich einen Vertrag neu aufsetzen, der sich jeweils automatisch erneuert, wenn ich für die gleiche Ausgangslage respektive Leistung künftig mehr Prämie bezahlen muss?" Da heisst es dann schnell: "Tja, wie soll ich Ihnen das jetzt erklären?".

Ich hätte jetzt abwarten können, dass mir die Versicherung den Vertrag von ihrer Seite her kündigt - sprich: neu aufsetzt - falls eine Weiterführung zu den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich gewesen wäre. Da die Erhöhung nur geringgradig ist, habe ich für einmal ein Auge zugedrückt und denke, dass ich jetzt erst mal wieder etwas Ruhe habe.

Gibt es eigentlich eine Versicherung gegen Versicherungsvertreter? Noch nicht, aber man kann sich zu Kontrollzwecken während eines Beratungsgesprächs immer mal wieder selber Fragen stellen. Weiss man plötzlich nicht mehr, wie man heisst, dann ist echt Vorsicht geboten.

Sonntag, 5. September 2010

Doch ein Drache...


....aber wer jetzt von uns beiden?

In der Astrologie respektive unseren Sternzeichen spielen Tiere eine mittelgrosse Rolle und liegen mit 7 zu 5 leicht in Führung: der Stier, hoffentlich nicht im Portemonnaie; der Widder, bestenfalls nicht wider jeglichen gesunden Menschenverstand; der Fisch, wirklich kaum zu fassen; der Löwe, L'Oréal sei dank mit einer mächtigen gesunden Mähne; der Skorpion, nur echt mit Giftstachel; der Krebs, tut genau dies oft gern im Retourgang und der Steinbock bockt nicht nur im Frühling. Sie merken auf Anhieb: ich verstehe rein gar nichts davon.

Noch weniger sagen mir die chinesischen Tierkreiszeichen, welche nicht von Tag und Monat eines Menschen ausgehen sondern vom dessen Geburtsjahr. Um noch etwas genauer Auskunft über die positiven und negativen Eigenschaften respektive Möglichkeiten zu erhalten wird weiter unterteilt in die 5 Elemente, die da sind: Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz.

Als Ziege müsste ich zum Beispiel Büffel meiden und mich eher an Schweine oder Hasen halten. Okay? Aber Göttergatte ist ein Drache?!!!! HIIIIIIILFE, was nu!!???

Also, mal sehen mit was für einem ich es hier zu tun habe: Positive Eigenschaften: Mut, Aufrichtigkeit, Unbestechlichkeit, Optimismus, Grosszügigkeit, Charme, Gastfreundschaft, Ehrgeiz, Kraft, klarer und analytischer Verstand, Autorität, Niveau, Geschmack, Extrovertiertheit, Mut, Redegewandtheit, Zuverlässigkeit.

Negative Eigenschaften: Machthunger, Kompromisslosigkeit, Unabhängigkeit, Eifersucht, Despotismus, Aufsässigkeit, Grössenwahn, Hochmut, Ungeduld, Streitsucht, Intoleranz, Stolz

Dass er Geschmack hat, ist klar, er hat sich schliesslich für mich entschieden. Extrovertiert kann man bei ihm nicht unbedingt erkennen und seine Redegewandtheit versteckt er oft mehr als erfolgreich (hinter Doppelklicks und Trackpad-Moves).

Aber schauen wir mal beim allgemeinen Charakterbild. Angeblich lautet die Devise des Drachen "handeln", bei meiner besseren Hälfte ist der erste Schritt oft eher ein Zuwarten. In der Liebe gehört der Drache-Mann zu den Siegernaturen. Er hat das gewisse "Etwas" - stimmt!! - was ihn beim weiblichen Geschlecht so unwiderstehlich macht - genau - .... und ihn angeblich zu Seitensprüngen und ewigem Junggesellentum verdammt. Hei, da stimmt jetzt echt nicht alles!!! Ausserdem wären Ratten und Affen seine idealen Partner und damit kann ich nun mal nicht dienen. Ich bin allenfalls sein ihn ewig liebender und umsorgender Hausdrache, sofern mir das meine Ziegeneigenschaften erlauben, denn Ziegen können ganz schöne Zicken sein.

Schönen Sonntag und guten Start in eine hoffentlich erfolgreiche Woche, die sich vor allem dann wirklich vorteilhaft gestaltet, wenn man ohne Horoskopdeutungen und Tierschubladisierungen einfach frisch von der Leber weg, voller Freude und Zuversicht in den Alltag hineinspringt. Platschschsch =D

Donnerstag, 2. September 2010

Schmecken Männer besser... ?


Mit dieser Frage beschäftigt sich die aktuelle Coopzeitung und kommt unter anderem zu folgendem Schluss: "Männer schmecken zunehmend weiblicher". Da ich bei Kannibalismus passen muss, kann ich diese Frage nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Allerdings ist es möglich, dass Männer weiblicher schmecken, wenn sie zunehmen, denn Frau hat normalerweise einen höheren Fettanteil. Da Fett bekanntlich ein Geschmacksträger ist und den Gerichten den nötigen Gout (Gout mieux) verleiht, schmecken wohl etwas robustere Männer besser als die halben Portionen vom Laufsteg, allerdings immer noch weniger gut, als eine Frau mit normalem BMI.

Eventuell geht es der Coopzeitung aber auch um die Frage, ob Männer über einen feineren Gaumen verfügen als Frauen. Genau, und zu diesem Punkt steht, dass kochende Frauen eine ausgeprägtere Sensorik haben als der Mann. Offen lässt die Redaktion, wie es bei nichtkochenden Frauen aussieht, also nicht Essen zubereitenden Frauen, denn kochen kann man auch vor Wut.

Interessanterweise sind Köche im Sternebereich meist Männer. Warum dies so ist, kann wohl selbst der im Artikel vorgeschlagene Blindtest nicht ans Licht des Tages bringen.

Test 1:
Gleichgrosse Stücke von Kiwi, Birne, Apfel und Pflaume

Test 2:
1 Gläschen Joghourt nature, 1 TL Zucker, 1 Messerspitze Salz, 2 Spritzer Zitronensaft

Aber Achtung, Sie sind danach bei weitem noch nicht satt. Dennoch steht Ihnen der Appetit nicht zwingend nach wohlgeformten (rasierten) Männerhaxen. Aber keine Angst, das ist vollkommen normal!!!!

PS: Riechen Männer eigentlich besser? =D

Mittwoch, 1. September 2010

Coca Cola .... simply the best


Die Welt wäre um einiges ärmer ohne dieses Kultgetränk. Gerade im Haushalt gibt es oft keinen anderen Weg aus einer auswegslosen Lage. Okay, man sollte nun mal nicht gleichzeitig kochen und am PC sitzen, jedenfalls solange man sich nicht an zwei Orten gleichzeitig manifestieren kann, wie dies angeblich Indische Meister können.

Mein wundervolles Gemüse, ich hätte heulen mögen, als ich die Kohleteile am Boden der Pfanne kleben sah, aber selbst meine bittersten Tränen hätten den Belag wohl nicht lösen können. Dies gelang selbst meinen stärksten Bäng-Bings nicht. Es war nicht nur zum Verzweifeln sondern fast zum Verdreifeln.

Nicht verzagen oder gar vervierfeln.... es gibt ja Coca Cola. Das ist für die meisten Putzarbeiten bestens, wenn nicht am besten geeignet, ausser vielleicht fürs Staubwischen. Seit Jahren habe ich immer mindestens eine Flasche in Reserve, da CC auch bei Magen-Darmerkrankungen das Heilmittel schlechthin ist.

Hallelujah Gloria und herzlichen Dank aus mittlerweile vor Freude tränenfeuchten Augen und tiefstem Herzen. Coca Cola - not just for the taste of it.

Das sehen andere wohl ebenso:

Bern ent-sorgt (für) Sie


Entsorgen hat zweierlei Bedeutungen, und - wenn ich's genau bedenke - doch auch wieder nicht. Abfall entsorgen heisst, dass eine Stadt das Notwendige tut für den Anwohner, und das entsorgt diesen wirklich gewaltig. Stellen Sie sich vor, Sie müssten mit Ihrem Müll höchstpersönlich zum Verbrennungshof pilgern oder statt mit der alten Kaffeemaschine einfach zum Entsorgungshof zu fahren, müssten Sie alles selber in die Hand nehmen, sprich: rezyklieren.

Dass so ein Service nicht gratis sein kann, ist wohl jedem klar. Wir zahlen deshalb der Stadt Abfall- und Entsorgungsgebühren. Einen Teil davon zum Beispiel mit jedem Müllsack, früher mittels Vignetten.

Um Littering entgegenzuhalten lässt sich Bern immer wieder einiges einfallen. So stehen seit kurzem neue gelbe Plakate neben Abfalleimern, welche auf diverse Sachen aufmerksam machen. Eines ist mir besonders aufgefallen: ich habe 24 Stunden für Sie geöffnet, meint ein freundliches Männchen diensteifrig. Das muss wohl einer unserer immigrierten (noch nicht stimmberechtigten) Brüder aus Afrika oder Sri Lanka falsch verstanden haben. Zielstrebig und eiligen Schrittes nähert er sich der Busstation, stopft seinen übervollen Plastiksack in den Abfalleimer und zieht wieder von dannen. Auf mein Rufen hin verfällt er in ein Fliehtempo, ohne rechts und links zu schauen.

Hätte ich seinen Müllsack nun nehmen, ihm ins Cooprestaurant folgen, das Teil auf den Tisch knallen und den Mann auf Suaheli auf seine Verantwortung hinweisen sollen? Wie weit geht die Verantwortung eines Bürgers? Fehlt in manchen Sprachen ganz einfach das Wort Verantwortung?

Manchmal genügt es, jemanden kurz anzuschauen. Martin kann das besonders gut. Sein Blick wirkt wie eine Fernsteuerung, welche auch schon mal über eine etwas weitere Distanz wirkt. Wie macht der Mann das? Zum Beispiel neulich, als zwei junge Männer ihre Flaschen auf dem Rasen vor dem EWB-Gebäude entsorgten - oder eben eher sich selber. Ich blickte Martin an und fragte: "Willst Du etwas sagen" und der entgegnet: "Will ich etwas sagen"… und schwupp, nahmen die beiden ihren Müll wieder auf. Vermutlich haben sie ihn dann etwas später wieder reingeschmissen, vielleicht aber auch nicht. Ein anderes Mal "verlor" ein junger Mann etwas, bevor er sich an der Tramhaltestelle zum warten hinsetzte. Martin hob das Zigarettenpäckchen auf und brachte es dem für kurze Zeit Entsorgten freundlich zurück und sagte: Sie haben da was verloren. Verblüfft und verlegen steckte der Mann das Teil wieder ein.

Die Stadt hat noch ein paar lustige Plakate an Lager. Vielleicht sollten die Bürger des öftern einen Seh oder IQ-Test absolvieren.

Besser wäre allerdings, jeder würde sich bewusst, dass irgend jemand seinen Scheiss letztendlich dem richtigen Ort zukommen lassen muss und dass es eine Sauerei ist, immer die andern für etwas zu bemühen, das zu den eigenen Pflichten gehört. Bis es soweit ist, werden wohl auch weiterhin spezielle Sauberteams zusammengestellt - von der Stadt selber und auch von Bernmobil - welche sehr oft mit Immigranten aus Afrika oder Sri Lanka besetzt werden. Und so schliesst sich doch auch irgendwie der Kreis.

PS: Um Missverständnissen vorzubeugen: es gibt auch ganz viele Schweizer, welche die Abfallkübel der Stadt als gratis Entsorgungsstation missbrauchen. Gerade die ganz alten Semester sind hier besonder anfällig... weil halt eben oft die AHV hinten und vorne nicht reicht, buth that's another problem!!!