Dienstag, 29. Juni 2010

Ronaldo - Superstar?


Es läuft recht gut für Ronaldo!! Muskelbepackt wirbt der Superstar für Armani und Calvin Klein. Jetzt sollte es nur noch mit dem Fussballspielen besser klappen, denn sonst wird er bald nur noch als Unterhosenmodel wahrgenommen. Und wie man sich da fühlt, da könnte er mal Becks fragen.

In die Geschichte eingegangen ist Ronaldo ja schon als Weltfussballer 2008 und teuerster Spieler aller Zeiten mit 94 Millionen Ablöse. Da möchte man natürlich auch auf dem Rasen etwas davon sehen.

Das einzige Tor im heutigen Spiel Spanien - Portugal fiel, als ich kurz mal meinen Hintern auf dem Fernsestuhl plazierte, und zwar zugunsten von Spanien.... eh.... das Tor natürlich! Ein kurzer Blick und - obwohl unbedarfte Laiin - erkannte ich sofort: "Abseits", was die Slomos dann auch bestätigten und nebst Göttergatten auch mich selbst ein wenig erstaunte.

Schiri Baldassi war mal wieder in Höchstform und auf mindestens einem Auge blind. Wie lange man nach dieser WM zumindest bei grossen Spielen noch auf den Einsatz von Technik verzichten wird, fragen sich wohl nicht nur eingefleischte Fussballfans.

Momentan sieht es bei der Umfrage von 20Minuten folgendermassen aus:
  • 53% sind für klassischen Videobeweis
  • 15% für Torkamera
  • 11% für Mikrochip im Ball
  • 10% wollen keine Technik, aber Torrichter
  • 8% stimmen für Hawk-Eye
Ob sich die FIFA danach richten wird? Die Skandal-Schiris sind schon mal aus dem Verkehr gezogen worden; dazu unser Busacca, welcher offenbar mit seiner guten Leistung Gastgeber Südafrika verärgert hat. Khalil Imbrahim Al Ghami ist übrigens nach wie vor im Rennen. Für die Finalteilnehmer bleibt bloss zu hoffen, dass er nicht in diesem wichtigsten Spiel der Saison die Karten verteilen wird!!!!

Musik: Stars und Sternchen...


Ich kenne mich wohl besser aus mit Pop, Rock, R&B etc. als mit Mozart, Schubert, Schumann und so. Letztere sind bekanntlich die eigentlichen Stars, welche durch ihre Musik bereits unsterblich geworden sind.

Also ab zu den Sternchen und etwas grösseren Sternen. Das heutige Musikgeschäft ist knüppelhart. Berühmt und gefeiert zu sein birgt für praktisch jeden Menschen die Gefahr, zu straucheln. Man stelle sich einmal vor: Tausende von Fans jubeln Dir zu, Du spürst diese Woge der Begeisterung, der Emotionen, kannst Dich daran laben, auftanken... um Dich dann in irgendeinem unpersönlichen Hotelzimmer wiederzufinden, ausgelaugt, müde, allein mit Dir und der Hotelbar! Irgendwann müssen einem da sämtliche Sicherungen rausspringen. Nicht gefestigte Personen können so schnell jeglichen Halt verlieren und sich in Alkohol flüchten und Drogen aller Art.

Robbie Williams hatte solche Zeiten, Whitney Houston wird wohl nie mehr zur Höchstform zurückfinden und viele andere folgen ihnen nach.

Irgendwie kann man als Popstar auch nicht verstehen, dass man nun derjenige oder diejenige sein soll, welche... und all die Meldungen in den Zeitungen und die Verfolgungsjagden durch die Paparazzi machen die Sache nicht einfacher. Man verliert sämtliche Dimensionen.

Kürzlich soll nun auch Rihanna mit ein paar "Freunden" eine Party auf ihrem Hotelzimmer gefeiert haben... bis der Feueralarm losging. Ehrlich gesagt bin ich kein Fan von ihr und ihrer Musik. Obwohl meine CD-Sammlung mittlerweile gigantische Ausmasse hat, besitze ich nicht eine einzige Single von ihr; ihre Stimme gefällt mir nicht wirklich.

Letztere muss für mich nämlich stimmen, mir unter die Haut gehen, mir sämtliche Haare aufstellen und mich in Bewegung - sprich: tänzerische Ekstase - versetzen. Dies schafft zum Beispiel locker Christina Aguilera, deren letzte CD ich allerdings eher unter dem Label "Schrott ist Kult" ablegen würde. Schaaaade dass sie ihre tolle Stimme nicht besser zur Geltung zu bringen versteht ...



... was waren das noch für Zeiten mit "Back zu Basics" ...


... oder Beautiful.... übrigens mit auffallend weniger Oberweite ...



Okay, das ist alles Geschmackssache und meiner ist nicht für alle massgebend... ausser für mich selber.

Wer mich im Laufe der Zeit immer wieder beeindruckt mit ihrer Konstanz, ihrer "Normalität", ihrer inneren Kraft und fantastischen Stimme, Songs die überzeugen und auffallend wenig (Negativ)Schlagzeilen ist Alicia Keys. Im Gegensatz zu "Bionic" habe ich ihre letzte CD "the Element of Freedom" käuflich erstanden und geniesse sie, lasse mich davon einlullen, verzaubern, bewegen und vieles mehr.




Gerne werde ich Alicia's Entwicklung weiterverfolgen. Sie erwartet übrigens ihr erstes Kind und schiebt bereits eine kleine Babykugel... Nachwuchs für die Musikindustrie?

Hayek... stirbt Unternehmergeist langsam aus?


Nicolas Hayek war einer der letzten grossen Unternehmer hierzulande, wenn nicht gar weltweit.

Anstatt in den 80er-Jahren an der Beerdigungsfeier der Uhrenindustrie teilzunehmen, liess er diese wie den Phoenix aus der Asche steigen... weiter hinauf denn je. Mit "Second Watch" - "Swiss Watch" - kurz "Swatch" machte er aus einem Zeitanzeiger ein modisches Accessoire. Das Erfolgsgeheimnis: Straffung und Vereinfachung - ein von 151 auf 51 Einzelteile reduziertes, in einen vorgestanzten Plastikkörper eingeschweistes Etwas, das nicht nur gut aussah sondern auch funktionierte und zu einem ansprechenden Preis erhältlich war.

"Da hätt' ja jeder drauf kommen können", meinen Sie? Ja, hätte können... hätte MÜSSEN, aber alle übrigen hätten sich viel eher in schwarz gekleidet einer Kranzniederlegung angeschlossen; ist ja auch viel einfacher als selber etwas aus dem Ärmel zu schütteln oder aus dem Boden zu stampfen.

Mit diesem Konzept war Hayeks Pulver übrigens noch längst nicht verschossen. Er hatte mit Smart (Swatch-Mobil) eine weitere zündende Idee. Geplant war ein Mikrokompaktfahrzeug mit umweltverträglichem Hybridantrieb. Da sein Partner Daimler-Benz jedoch auf letzteren verzichtete, verkaufte Hayek seine Anteile 1998 und stieg aus dem Projekt aus.

Er war ein Unternehmer durch und durch; ein Stratege mit Weitblick. Er verliess sich nicht auf den vorgekauten, halbverdauten Einheitsbrei, wie ihn Managerschulen allenthalben bereitstellen, sondern suchte immer einen eigenen, einen neuen Ansatz. Ich glaube, das nennt man Kreativität! Und letztere wurde bei Hayek gross geschrieben.

Überhaupt machte er einen Unterschied zwischen Unternehmern, welche ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und Menschen Arbeitsplätze und somit Selbstachtung und ein Zuhause geben, und Nicht-Unternehmern, also Managern, welche Mitarbeiter lediglich als Kostenfaktoren betrachten, durch deren Abschaffung sich die Bilanz verschönern lässt.

Interessanterweise war er auch ein Gegner von "too big to fail". Es dürfe nicht einfach weitergehen wie bisher. Staatliche Regeln müssten den Banken "die Flügel stutzen", meinte er. Wenn man die Unbelehrbarkeit der UBS in Sachen Boni sieht, kann man das nur unterstreichen - doppelt.

Hoffen wir, dass dieser grosse Mann einige Menschen soweit inspirieren und ihnen Mut machen konnte, dass sie sich trauen werden, selber zu denken, neue Wege zu gehen, alles immer wieder aus verschiedensten Blickwinkeln neu zu betrachten, alteingesessene Trampelpfade endgültig zu verlassen und selber Verantwortung zu übernehmen.

«Drei Dinge sind wichtig. Man muss sich die Phantasie eines Sechsjährigen erhalten, der an das Unmögliche glaubt. Zweitens: Man darf die Gesellschaft nicht so ernst nehmen. Ich bin immer ein Rebell geblieben. Das Dritte ist: Man darf dem Druck, den die Gesellschaft ausübt, nicht nachgeben, sondern muss tun, was man für richtig hält.» («Süddeutsche Zeitung» 13. 12. 2003)
Obwohl ich Nicolas Hayek nicht persönlich gekannt habe, bin ich grad ein wenig traurig!

PS: hier einige seiner bekanntesten Aussagen!

Krokodilskot statt Tränen


Wie ich der "Annabelle" entnehme, haben Frauen aller Epochen sich mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt... mehr oder weniger erfolgreich. Manch einem "Bastard" ist so ein leidvolles Dasein erspart geblieben.

Da war zum Beispiel die Trampolinmethode im alten Rom und Griechenland, mit Auf- und Abhüpfen und danach Auswaschungen mit allem, was die Vorratskammer so hergab.

Da war aber auch die Samenblockade mittels zerstossenem Krokodilskot in gegorenem Pflanzenschleim, welcher man sich im alten Ägypten bediente. Die war sehr erfolgreich, da durch das veränderte Scheidenmilieu die Beweglichkeit der Spermien blockiert war.

Von wegen Beweglichkeit blockiert... die Spermien hielten sich die Nase zu und verloren dabei die Orientierung.... den berühmten Weg "der Nase nach"! Oder sie verloren ganz einfach das Bewusstsein!!

Die Idee, "örtlich" zu verhüten anstatt den Körper (und die Umwelt) über Jahre mit Hormonen zu belasten, ist natürlich nicht schlecht. Ich denke, dass heutzutage appetitlichere Sachen zur Verfügung stehen würden als Krokodilskot, obwohl man bei den Erzeugnissen der Pharmaindustrie diesbezüglich auch Zweifel hegen kann. Also lieber Krokodilskot statt Krokodilstränen!!!

Eventuell würde ja schon eine geballte Ladung Militärmusik genügen, damit die Spermien strammstehen und sich nicht mehr zu rühren trauen. Diese Methode steckt allerdings noch in den Kinderschuhen ;-) es werden laufend Probanden gesucht!!!!!!

Donnerstag, 24. Juni 2010

Neuigkeiten aus Monaco


Nicht ganz eine Woche nach der Traumhochzeit in Schweden, verblüfft eine längst überfällige, fast nicht mehr erwartete Meldung die Königsblattleser: Albert der II. gedenkt nun doch, seine 20 Jahre jüngere und um einiges attraktivere Dauerfreundin zu ehelichen.

Jede andere Frau hätte ihm längst den Schuh gegeben, diesem angeblichen Charmeur, von dem ich trotz diversen unehelichen Nachwuchses eigentlich stets eher den Eindruck hatte, er wildere lieber am andern Ufer. Kennen tun sich die beiden bereits seit 2000.

Dass Charlene letzten Samstag bei einem so wichtigen offiziellen Anlass an der Seite ihres Fürsten über den hellblauen Teppich schwebte, durfte man eigentlich bereits als Zeichen dafür deuten, dass aus Spass bald Ernst wird. Und die Plautze seiner Durchlaucht würde auf ein süsses Geheimnis schliessen lassen, eines mit Händen und Füssen... im Falle eines Mannes sind dies jedoch wohl eher die Folgen süsssaurer Versuchungen.

Mit seiner künftigen Schwiegermamma dürfte sich der "monegassische Lebemann"gut verstehen, wie das unter Gleichalterigen halt so ist. Albert hat übrigens beim Schwiegerpapa in spe brav um die Hand seiner Zukünftigen angehalten, wie das sich gehört, wenn auch erst einen Tag vor der offiziellen Bekanntmachung. Der um seinen Segen Gebetene witzelte, er habe möglichst schnell ja gesagt, denn der historische Moment hätte kurz vor dem Anpfiff des WM-Spiels Südafrika gegen Frankreich stattgefunden. Da scheint zumindest Humor kein Fremdwort zu sein.

Und während wir uns nun zirka ein Jahr auf eine weitere Traumhochzeit freuen dürfen, können wir den beiden nur alles Gute wünschen, auf dass neben den diversen Pflichten auch ein wenig Freude ihren Alltag bestimmen wird... dafür sollte der gute Albert sorgen, denn sonst schwimmt ihm Charlene am Ende noch vor besagtem Tag ganz einfach davon.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Die USA ein Schurkenstaat?


Ein amerikanisches Gericht kippt den von Barack Obama verhängten sechsmonatigen Bohrstopp im Golf von Mexico. Nun plant die Regierung einen neuen Bohrstopp auszusprechen, um den aktuellen Gerichtsbeschluss zu umgehen.

Heute gilt als "in"-telligent, wer rational in Dollars und Euros denkt. Halten wir mal die Daumen, denn ich denke, dass bei DER Einstellung vieler Amerikaner Baracks Stuhl langsam ins Wackeln kommt!!!!!!

WM: Unser Schiri fürs nächste Spiel =D


Der Schiri für das Spiel Schweiz - Honduras wurde endlich gefunden. Er erholt sich zwar noch von seinem letzten Einsatz:

aber das kann sich höchstens noch um Stunden handeln. Eine grössere Pfeife (sprich: F(e)ifa) als der letzte kann er jedoch kaum sein, zumindest in nüchternem Zustand. Das kann ja heiter werden, also entspannt Euch, Leute =D

Dienstag, 22. Juni 2010

Libyen-Affäre.... haltet ENDLICH die Klappe


  • Peinlich
  • Peinlicher
  • am Peinlichsten
  • unser Bundesrat

Alarmstufe ROT! Kräftig unterstützt von der Boulevardpresse, allen voran dem Blick, gehen die Peinlichkeiten rund um unseren Regierungskindergarten in eine neue Runde. Nun wird u.a. diskutiert, wer denn von den angeblichen Plänen zur Befreiung der in Libyen festgehaltenen Geiseln gewusst hat und wer nicht. Merz verlangt angeblich den Rücktritt Calmy-Reys und Leuthard gibt eine Medienkonferenz. Auch wird über 1,5 Millionen, welche zugunsten der Gadhaffen auf irgendwelche Konten überwiesen wurden, werden sollten, aber nicht überwiesen werden wollen, stundenlang diskutiert und berichtet.

Göldi ist frei. Es hat genügend unschöne Momente in diesem Zusammenhang gegeben, deren wir uns noch heute schämen müssen!! Haltet endlich die Klappe, heizt die Story nicht immer weiter an, sondern arbeitet mal wieder etwas! Eines ist jedenfalls sicher: Big (?) Brother is watching us!!

Ich wäre sowieso dafür, den Bundesrat baldmöglichst als Ganzes abzusetzen - egal wer wie was - einmal einen Strich zu machen und neu anzufangen. ES REICHT!!!!

Ölteppich - jetzt auch in Ägypten!


Das Rote Meer ändert seine Farbe; die ägyptische Küste soll nun ebenfalls in einer Länge von 160 Kilometer mit Öl verschmiert sein (20min). Eine Bohrinsel vor Hurghada leckt. Obwohl die Nachrichtenagentur MENA Entwarnung gibt, melden Umweltaktivisten, dass aus dem Leck nach wie vor Öl austrete, nachdem es vorübergehend hatte geschlossen werden können.

Wie kann man all diese News noch verdauen? Da ist nicht nur ein Ölwechsel angesagt, sondern ein völliges Umdenken. Andere Energiequellen müssen erschlossen und genutzt werden. Es gibt dazu fertige Konzepte, welche nur aus der Schublade genommen werden müssten, zum Beispiel auch im Bereich "freie Energie", mit welcher sich seinerzeit auch Tesla mit Erfolg auseinandergesetzt hat, nicht ohne negative Konsequenzen für sein Leben. An einem Seminar konnte ich selber ein Buch über Teslas Konzepte einsehen, welches verboten ist und "eigentlich" nicht eingesehen werden könnte oder darf!

Allerdings wird man erst auf Alternativen zurückgreifen, wenn der letzte Tropfen Öl zu Geld gemacht wurde oder wenn es wirklich, aber auch wirklich nicht mehr anders geht!

Hier ein paar interessante Beispiele:
Methernita Testatika


oder dieses Perpetum mobile

Montag, 21. Juni 2010

Weg mit diesen Fussball-Schiris


Was mich beim Fussball total anscheisst sind diese Schiris und ihre Willkürentscheide. Fair ist anders!!! So wie beim letzten Schweizer-Spiel Howard Webb und jetzt Al Ghamdi aus Lybie.... eh... Saudiarabien, der mehr als befangen wirkte.

Da gäbe es heutzutage entschieden bessere Möglichkeiten bei DER Technik, die uns mittlerweile zur Verfügung steht. Schickt diese lästigen, gelben Grashüpfer nach Hause und überdenkt mal, ob es nicht viel mehr Spass machen könnte, wenn man z.B. anhand von Wiederholungen Entscheide überprüft und allenfalls korrigiert. Alte Zöpfe gehören abgeschnitten, oder etwa nicht?

Das 1:0 der Chilenen ist übrigens aus der Offside-Position erfolgt ... und wäre eigentlich gar nicht gültig, wenn ich den Reporter richtig verstanden habe. Auch die rote Karte gegen Behrami stiess zuvor bei den meisten auf Unverständnis.

Gelb-Schwarz... Schiedsrichterkleidung und Armbinden von Sehbehinderten haben dieselbe Farbe.... ob das ein gutes Zeichen ist?

Al Bundi... Ghamdi kriegt von mir für den Rest dieser WM die rote Karte.

Sonntag, 20. Juni 2010

Kulina(nnema)rie☆: Chesery Murten


Wir sind nicht zum ersten Mal hier. Anders als sonst liegt heute jedoch ein auffallend penetranter Käsegeruch über allem in der Chesery Murten, fast so als hätte eine Gruppe durchgeschwitzter Soldaten auf Kommando ihre Schuhe ausgezogen. Das Lokal ist gut besucht; trotzdem wartet hinten in der Ecke ein Tischchen (CHF 680.-) auf uns. Alle Möbel und Einrichtungsgegenstände sprechen von einer jahrzehntealten Geschichte und können käuflich erstanden werden, ebenso wie Bilder, Dekomaterial etc. Louis irgendwas sucht man jedoch wohl vergebens.

Vorsichtig setze ich mich auf einen Stuhl (CHF 560.-), der irgendwie moderig riecht. Der Stoff der Armlehnen ist teilweise abgewetzt und es sieht fast so aus, als ob die Ratte gleich mit eingebaut wäre. So wechsle ich kurzerhand auf ein Sofa, welches gegebenenfalls auch als Trampolin benutz werden könnte. Der Tisch ist übervoll mit Gläsern, die von der letzten geselligen Runde sprechen, teilweise jedoch noch unbenutzt sind.

Man muss es mögen, dieses Ambiente von alt, ein wenig angestaubt, ja fast etwas überladen. Die angeschlossene Vinothek lässt kaum Kundenwünsche offen. Was etwas irritiert: es gibt nirgends eine Karte mit dem aktuellen Angebot samt Preisen. Die kulinarischen Leckereien sind zwar per Handschrift auf einem Zettel vermerkt, aber man möchte halt doch gerne wissen, was so ein Käse- Wurstplättchen oder der Serrano-Schinken kostet.

Auch Getränke- oder Weinkarte gibt es keine. Man kann sich in der Vinothek selber schlau machen, denn da sind sowohl Flaschen- als auch Deziliter-Preise angegeben. Allerdings: welcher durstige Erdenbürger möchte sich erst einmal durch die vielen Crus durchlesen? Eben!

Auf gut Glück bestellen wir mal die erste Runde: zwei Gewürztraminer, einen Rosé und einen Vully. Die Meringues (pro Stück 3.50) werden in einem Bottich auf den Tisch gestellt, in der Mitte Double crème und dazu noch eine Flasche Kirsch. Martin strahlt.... und bedient sich ausgiebigst. Lecker!!!

Die nächste Gläserrunde steht an und dazu bestellen wir diesmal ein Käseplättchen und Serranoschinken. Vorsichtigerweise fragen wir aber erst, mit was wir etwa rechnen resp. welche Kreditkarte wir einsetzen müssen. Vorsicht ist die Mutter aller Porzellankisten und das hat sich wieder einmal ausbezahlt.

Der 100-Gramm-Preis beim Käse beträgt 12 Franken. Das wäre ein Kilopreis von aufgerechnet 120 Franken! Der Serrano Schinken schlägt mit 18 Franken pro 100 Gramm resp. einem Kilopreis von stolzen 180 Franken noch mehr zu Buche. Ich finde das unangemessen - Sie?

1 Deziliter Gewürztraminer kostet übrigens Fr. 8.50, der Pinot gris Fr. 7.50, der Oeil de Perdrix Fr. 7.00, der Cru de l'hôpital Fr. 5.00. Unser Wein war übrigens fast ausschliesslich Cru de l'Hôpital, also Wein aus der Gegend... und dafür war er echt an bzw. über der oberen Grenze. Unser Apéro von 110 Franken für 4 Personen kann man nicht unbedingt als günstig bezeichnen. Wir werden nächstes Mal wohl anders disponieren.

Nomen est omen - Victorias Sieg


Normalerweise erobern die Schweden unsere heimischen Wohnzimmer mit Ikea. Gestern wurde ein gezielt geplanter Angriff auf helvetische und europäische Tränendrüsen gekonnt umgesetzt. BRAVO!

So fragt sich die brave Schweizer Hausfrau wieder einmal, warum WIR anstelle unserer nicht wirklich medienwirksamen Bundesrätinnen und Bundesräte nicht auch eine Prinzessin haben, die es schafft, die Herzen aller im Sturm zu erobern.

Ja, ich weiss, der Rütlischwur, alles klar. Die verbliebenen Royals dieser Welt haben politisch gesehen jedoch kaum etwas zu melden, so wie der Schweizer Normalbürger ja auch.... sie repräsentieren einfach... ist doch harmlos, wenn auch nicht ganz billig.

Etwas mehr Märchenglanz und Gloria wurde jedoch auch uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich habe mich sowieso gefragt, mit was für einem Spezialtraining man es schaffen kann, 14 Stunden am Stück zu lächeln, zu strahlen und dazu noch zu winken. Meinen Test, nur schon das mit dem Lächeln mal für 5 Minuten durchzuhalten, musste ich nach der Halbzeit abbrechen, da mir die Mundwinkel wehtaten. Meine Talente müssen woanders liegen!!

Allerdings wurde selbst dem grössten Nörgler klar: die beiden Frischvermählten sind einfach nur glücklich - und verliebt. Victoria hat ihren Sieg (der Liebe) errungen und ihr Daniel hat mehr als eine gute Figur gemacht. Auch dessen Eltern haben mich total in Erstaunen versetzt; die haben das echt toll gemeistert - würdevoll, elegant und locker, als ob das die normalste Sache der Welt wäre.

Würde jemand aus meiner Familie in ein Königshaus einheiraten... müsste ich wohl wegen akuter Windpocken die Teilnahme LEIDER absagen.

Etwas unlogisch war die Diskussion um Daniels Bürgerlichkeit ja schon, ist doch Königin Silvia zwar von Wesen und Ausstrahlung her durch und durch royal, jedoch von Geburt her eine Bürgerliche. Im weiteren wurden die Bernadottes allenfalls durch Heirat von Generation zu Generation adeliger, denn der Urvater der Dynastie war Napoléons Lieblings-Marschall Jean-Baptiste Bernadotte und seine Angetraute Désirée eine Seidenhändlertochter sowie gar ehemalige Verlobte Napoléons. Auch die Aussage eines Reporters, das Thronfolgerpaar sei nun erstmals eine rein schwedische Paarung, ist wohl nur haarscharf an den Tatsachen vorbeigeredet: Victoria ist genau genommen zur Hälfte Deutsche.

Was die "Modenschau" anbelangt gab es einiges zu sehen. Victoria und Daniel sahen echt toll aus, ebenso Silvia, die wie immer zudem mit ihrer Anmut und Warmherzigkeit punkten konnte. Königin Rania war ein Hingucker, ebenso wie Mary von Dänemark. Deren Schwiegermama Margarethe hat meines Erachtens den wohl grössten Missgriff dieses 19. Junis gemacht mit einem umfunktionierten Teewärmer von geradezu erschreckend grell leuchtendem Neongrün. Liebe Margarethe, das geht gar nicht! Letizia von Spanien war zwar gut gekleidet, braucht jedoch wohl längst keine Schlüssel mehr, denn so dünn, wie sie ist, kann sie sich unter jeder Tür durchzwängen. Ja ich weiss, in Sachen Tenue schaut man halt immer noch vor allem auf uns Frauen; die Männer wählen unter den schwarzen Anzügen resp. Smokings den passendsten aus und all diese bekordelten Uniformen haben für mich trotz aller Royality etwas Lächerliches.

Hier ein kurzer Eindruck der Zeremonie:



Die drei grossen internationalen Nachrichtenagenturen AFP, AP und Reuters haben übrigens die Hochzeitsübertragung boykottiert aufgrund völlig überzogener Preise für die Übertragungsrechte. Wenn wir da "unser" Zweites nicht hätten....

Donnerstag, 17. Juni 2010

Juhuuu - 0:1 trotz Parteiischem


Wer mich kennt, der weiss: die Annemarie interessiert sich nicht für Fussball, oder wenn, dann nur ganz am Rande. Kein Stehplatz, mehr ein Zapperstopp.

An WMs und EMs kann ich auch schon mal eine Ausnahme machen, denn da sehen selbst Laie und Laiin den Unterschied zu Bümpliz Süd gegen Ostermundigen Nord. Das schöne am Fussball ist: man braucht nicht einmal die Regeln zu kennen und weiss trotzdem genau, was die Jungs alles so falsch machen und wo sie noch zulegen könnten.

Gestern kam Göttergatte nach Hause mit einer Hammer Meldung: Spanien - Schweiz 0:1, Spiel noch am laufen. 10 Minuten vor Spielschluss wollten wir noch schnell einen Blick drauf werfen, und siehe da, die Schweizer hatten ihren Vorsprung halten können. Aber dieser Schiri!!!!! Eine Katastrophe!!!!!!!!!! Da kommt einem gleich das Abendessen wieder hoch. Eine Frechheit!!! Da regnet es nicht Gold, sondern hagelt Gelbe Karten, selbst für Benaglio. Ausserdem gibt der gelbe Mann gleich noch 5 Minuten Nachspielzeit (nach der ersten Halbzeit auch schon 1 Minute), welche er dann um weitere 40 Sekunden in die Länge zieht, wohl um den Spaniern eine allerletzte Chance zum Ausgleich zu geben. Jedenfalls dauert es eine verunsichernde Langeweile, bis zum endgültigen Abpfiff, was nicht nur die Spieler irritiert.

Also mich regt so etwas auf, es ist einfach unfair. Ob es an solchen Parteiischen Unparteiischen liegt, dass Spanien von 44 Spielen angeblich bisher nur 2 verloren hat.... eines davon gegen die Schweiz. Wieviel hat dieser Howard Webb für seine Bemühungen wohl erhalten .... und vom wem?

Gemäss Pressemeldung zur EM 2008 wurde Howard Webb damals übrigens vorzeitig aus dem Schiedsrichterkreis entlassen, da ihm beim Spiel zwischen Polen und Österreich ein schwerer Fehler unterlaufen war, als der Führungstreffer für die Polen trotz klarer Absteitsposition des Torschützen anerkannt wurde....

Alles klar!? Jedenfalls sind dem Mann sicher nicht die Haare in die Augen geraten, das würde schon an ein Wunder grenzen, denn da glänzt frisch gemähte Zone!

Oder hätten unsere Jungs die Spanier gewinnen lassen sollen, eventuell in Zusammenhang mit den diversen Deals rund um die Libyen-Affäre? Echt jetzt?

Mittwoch, 16. Juni 2010

Öldesaster - Fallstrick für Obama


Was sind die Leute bloss für Narren! Die Ölkatastrophe im Golf von Mexico ist eine der schlimmsten menschgemachten "Plagen" auf diesem Planeten. Bei Naturkatastrophen weiss man zwar auch nicht, wann es vorbei sein wird, so wie beim Eyjafjallajökull, aber.... es gibt immer eine Normalisierung!

In den letzten Wochen wurde selbst dem Blauäugigsten klar, dass die von BP längst am Ende ihrer Weisheit sind, sofern letztere überhaupt jemals vorhanden war. Cleverness hat nämlich nichts mit Weisheit oder Intelligenz zu tun; man könnte sie allenfalls als Bauernschläue bezeichnen, würde man damit nicht den Bauernstand beleidigen.

Clever genug war BP ja, vor allem, um nicht ganz in Verruf zu geraten. So kaufte der Konzern bei Google, Bing und Yahoo die Begriffe "Ölkatastrophe", "Oil Spill" und sonst noch ein paar klug gewählte. Mit einer prominenten Platzierung konnte das BP-Managment erreichen, dass primär ihre Sicht der Dinge auf den Suchmaschinen abrufbar ist, da die entsprechenden Artikel an erster Stelle erscheinen.

Damit ist das Problem vor Ort jedoch nicht gelöst. Nach wie vor sollen täglich an die 8000 Tonnen Öl ins ins Meer schiessen. Interessanterweise sind die Menschen in der Region jedoch gar nicht dafür, dass die amerikanische Regierung an ihrem sechsmonatigen Bohrstopp festhält. Zu gross ist die Abhängigkeit der Region vom Öl, vor allem wirtschaftlich gesehen. Überhaupt wird fast ausschliesslich darüber berichtet, was das alles kosten wird, wieviel Schadenersatz gefordert werden könnte und ob BP dies alles überhaupt überlebt.

Für mich stellt sich die Frage, ob die Natur mit dem Desaster fertig werden wird. Alles andere ist nebensächlich! Geld ist oft das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde; die Natur jedoch ist unser wertvollstes Gut... wenn uns das nur ENDLICH bewusst würde!

Nun werden immer mehr kritische Stimmen laut, was Obama selber anbelangt. Als ob er persönlich etwas tun oder gleich selbst Hand anlegen könnte. Der Mann ist Politiker und kein Experte in Sachen "Ölbohrungen und weitere Katastrophen"!! Wenn selbst die "Experten" nicht mehr weiterwissen, wie sollte da ein amerikanischer Präsident mit Knowhow aushelfen?

Seien wir ehrlich: selbst wenn man BP unter Druck setzt, ihnen alles mögliche androht, die Pest an den Hals wünscht: das Leck wird damit nicht geschlossen und die Leute, welche sich um Problem-Minimierung bemühen, nicht gescheiter. Ausserdem ist BP selber interessiert, nun endlich zu Potte zu kommen, aber.... der Zauberlehrling Mensch steht vor den Auswirkungen seiner nicht à fond und umsichtig geplanten, durchdachten Aktionen. Hilflos müssen wir zuschauen, wie solch riskanten Unternehmungen Früchte tragen. Wenn nicht ein Wunder passiert.... dann hilft es auch nicht, wenn Obama nach den nächsten Präsidentschaftswahlen nicht mehr Nummer eins sein wird. Möglicherweise kommt ja wieder so ein öltriefender Bush aus dem Busch, denn da wäre mit Jeb Bush ja noch ein potentieller Kandidat vorhanden.... schliesslich "dient" diese Familie traditionsgemäss seit Jahren der Ölindust.... ehm... ihrem Vaterland!

Montag, 14. Juni 2010

Stolpert Kachelmann über einen Tampon?


Man hat langsam den Eindruck, als wolle die Staatsanwaltschaft dem Wetterexperten unbedingt eine möglicherweise niemals stattgefundene Vergewaltigung nachweisen... und da greift man auch schon mal zu einem blutigem Tampon und weiteren vagen Ausführungen.

Was für ein Schmierentheater (im wahrsten Sinne des Wortes) ist das denn? Könnte es sein, dass es sich bei Sabine W. um eine krankhaft eifersüchtige Frau handelt, welche sich aus Rache geschworen hat, ihrem Ex die Hölle heiss zu machen nach dem Motto: wenn ich ihn nicht haben kann, dann soll ihn nicht nur keine andere mehr haben, dann mache ich ihn fertig?

Das ist ihr mittlerweile fast gelungen; der Mann scheint be-Ruf-lich ruiniert und wird bestimmt nicht mehr so arbeiten können wie bisher. Die einzige Möglichkeit wäre, ein Buch zu schreiben, zum Beispiel über einen Racheengel namens Sabine, deren Namen (und Foto!!) übrigens bisher nirgendwo in der Presse aufgetaucht ist, ganz im Gegensatz zu demjenigen Kachelmanns.

Ein O.B. also, was soviel wie "ohne Binde" heissen kann oder eben "ohne Befund". Wie die DNA des Angeklagten immer wieder an die unterschiedlichsten Gegenstände gerät... das sorgt mal wieder für jede Menge Zündstoff; die Zündschnur ist beim aktuellen "Beweisstück" gleich mit eingebaut.

Jetzt wollen wir es aber wirklich langsam wissen! Möge die Wahrheit endlich ans Licht gelangen.

Nerv-tröööötend


Unser Duden wird nach dieser WM bestimmt um ein Wort erweitert: "nervtrötend". Dabei wird nicht genauer definiert, um welchen Nerv es sich handelt, nebst den Hörnerven wohl auch um unseren letzten Ersatznerv.

Mit 120 Dezibel kommt eine Plastik-Tröte beinahe an einen Düsenjet heran, zumindest was die Lautstärke betrifft. Vuvuzela heisst das Teil original, und bisher wurden angeblich 3,5 Millionen Stück verkauft.

Nun scheint es dem Deutschen Musik-Tüftler Tobias Herre gelungen zu sein, ein perfekt funktionierendes Vuvuzela-Filter zu erschaffen... einen Trötentöter sozusagen. Das klappt natürlich nur virtuell und nicht, wenn Nachbars Kinder trötend auf sich aufmerksam machen wollen. Vielleicht hilft da eher ein Eis... aber ein ganz ausgiebiges =D.

Nachtrag: Möglicherweise muss man sich bald mal darauf gefasst machen, dass einem auch schon mal gesagt werden wird: "Du bist aber auch eine Tröte".... Da fühlt man sich schon jetzt betröten!!!

Weindegustations-Palette


Auf unserer kleinen Weinreise an den Murtensee konnte ich kürzlich ein paar wunderschöne Weisse kaufen. Alle Weinkenner werden sich jetzt bestimmt an den Kopf langen beim Prädikat "wunderschön" in diesem Zusammenhang. Schön ist was fürs Auge, nicht für den Gaumen. Als blonde Tussi hat man jedoch auch hier einiges an Freiraum.

Gewundert habe ich mich immer über die riesige Palette an Ausdrücken, über welche die Sommeliers verfügen. Da kriegt jeder vinifizierte Traubensaft mindestens eine Be- wenn auch nicht unbedingt eine Auszeichnung. Zitronig, fruchtig, blumig, gehaltvoll, harmonisch, nussig, würzig, samtig.

Am Samstag hatten wir zum Apéro einen Aligoté aus dem Wallis. Unsere Wahl war auf ihn gefallen, weil es der einzige offene Weisse war. So gab ich mich denn einfach dem Genusse hin. Plötzlich mein Herzallerliebster: "der Wein riecht nach Kirsch"... nach Kirsch, wie der gleichnamige Schnaps und nicht wie frische Kirschen. Und wissen Sie was; der Mann hatte recht. Nun roch ich es auch, und zwar ganz stark. Nun schmeckte ich es auch, und zwar ganz stark, ich schmeckte praktisch nur noch Kirsch..... ja um ehrlich zu sein hegte ich urplötzlich den Verdacht, der Winzer habe seinen Wein mit Kirsch angereichert.... natürlich solchem aus dem Wallis.

Jedenfalls schaffte ich es nicht mehr, den Wein als Ganzes zu trinken; ja nicht einmal mehr, den Wein EINFACH zu trinken. Er schmeckte mir nach wie vor, aber eben wie die sanfte Schwester eines Kirsch.

Heute nun lese ich einen Artikel über die Wein-Autorin Chandra Kurt. Sehr interessant, etwas über ihren Tagesablauf zu erfahren. Sie schreibt da unter anderem: "Wir Weinkritiker benutzen gerne blumige Attribute wie "schmelzig", "eckig" oder "nasser Hund", was übrigens auf einen Hefefehler hinweist."

Was bin ich bloss froh, dass unser Aligoté sich an die Kirschen hielt. Nicht auszudenken, wenn Martin da "nassen Hund" rausgeschmeckt hätte! Châteauneuf de Fifi... Wuff... ich meine natürlich Prost!!

Sonntag, 13. Juni 2010

Libyenatmosphäre....


Als ich anno domini in einem renommierten Röntgeninstitut arbeitete, wurden uns regelmässig Libysche Staatsbürger zur röntgenologischen Abklärung überwiesen, welche daselbst offenbar damals nicht durchgeführt werden konnten. Meist konnten die Patienten überhaupt keine Fremdsprachen, was den Umgang mit ihnen etwas schwieriger machte. Das Interessante dabei war, dass der Staat die Kosten der Untersuchungen übernahm. Wir schickten jedenfalls unsere Rechnungen an die Libysche Botschaft, welche sie eigentlich begleichen sollte.

Das klappte am Anfang recht gut, dauerte aber mit der Zeit oft endlos lange. Da mir schon in jungen Jahren klar war, aus welchem Pool u.a. auch mein Gehalt bezahlt wurde, verfolgte ich die Zahlungseingänge, vor allem aber die säumigen Zahler. =D

Als man sich von den libyschen Ausständen schon einiges an Luxusgüter hätte anschaffen können und die Kopien der Mahnbriefe richtig viel Platz einnahmen, riss mein eh nicht allzu langer Geduldsfaden. Kurzerhand rief ich bei der Botschaft an, wo man mich zu vertrösten suchte. Als ich jedoch klar machte, dass wir so lange keine libyschen Staatsbürger mehr berücksichtigen würden, bis sämtliche Rechnungen bezahlt wären, kam Leben ins Spiel. Es wurde sogar vorgeschlagen, mein Chef könne persönlich in die Botschaft kommen und dort auf das Geld warten. Anders als die Arzthelferin eines Kollegen meines Chefs, der so vergeblich 4 Stunden seiner kostbaren Zeit geopfert hatte, lehnte ich dies vehement ab. Ich kann ein harter Verhandlungspartner sein und sprach offenbar eine Sprache, die die libysche Seite verstand. Das war umso erstaunlicher, als wir Frauen in solchen Ländern eigentlich überhaupt nicht wahrgenommen werden. Das Geld wurde jedenfalls umgehend überwiesen!!

Wenn ich jetzt sehe, was für ein Traritrara im Fall Max Göldi gemacht werden muss, kann ich das nur als Affentheater bezeichnen, wobei nicht ganz klar ist, wer hier die Rolle des Affen einnimmt. Wie ich der Zeitung entnehme ist unsere Michelline mittels Bundesratsjet nach Tripolis gereist und wird wohl damit auch alleine wieder zurückreisen. Übergeben wird Göldi nämlich angeblich Gaddafis Busenfreund Berlusconi, welcher sich heute ebenfalls auf den Weg nach Tripolis gemacht hat. Es würde mich nicht wundern, wenn noch mehr "wichtige Leute" in den Kuhhandel involviert würden und der Flugverkehr über Tripolis zum erliegen kommt.

Trotzdem spricht Michelline von einem "Beginn der Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern". Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann.... aber was heisst heute schon normal. Wichtig ist einfach, dass der Mann endlich nach Hause kommen kann und es bleibt bloss zu hoffen, dass er nicht z.B. wie Ex-Geisel und IKRK-Delegierter Arnold Notter gleich wieder an den Ort seiner Gefangenschaft zurückzureisen gedenkt (s. Zeitungsnotiz).

Samstag, 12. Juni 2010

Voll Schweiz, voll cool....


....statt Vollidiot.

Seit dem 8. Mai wird unser Land unter anderem repräsentiert durch einen tollen, gutaussehenden, muskulösen und sympathischen jungen Mann. Unser Mister Schweiz 2010, der 22jährige Jan Bühlmann ist ein Glücksfall; was fürs Auge und fürs Herz... der Traumschwiegersohn schlechthin.

Nach diversen Missgriffen (oder heisst es neu Miss- und Mistergriffen?) haben wir endlich mal wieder einen würdigen Botschafter für unser Land gefunden, jemanden, mit dem sich jeder irgendwie identifizieren kann. Hier geht es um Öffentlichkeitsarbeit, um Repräsentation der Schweiz im Ausland, und da haben wir in letzter Zeit leider kläglichst versagt.

Schauspieler möchte er werden, ein Mann mit Ambitionen also, der sich nach seinem Amtsjahr am Londoner Shakespeare College dafür sein Rüstzeug holen möchte. So wie es aussieht, wird er sich dies auch leisten können, dürfte doch sein Verdienst noch höher ausfallen als bei seinem Vorgänger, welcher es immerhin auf eine Rekordsumme von 450'000 Franken gebracht hat.

Andere Schweizer rufen nicht unbedingt Vaterlandsstolz in einem hervor. Im Gegenteil. Da sind mal unsere Bundesräte, die meisten jedenfalls, vor allem aber machen in letzter Zeit vermehrt Politiker der SVP auf unangenehme Art auf sich aufmerksam. Da war die Minarett-Initiative, das angestrebte Burka-Verbot und neu fordert SVP-Nationalrat Dominique Baettig unter Applaus der Parteispitze indirekt Gebiete von Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien (Baden-Württemberg, Vorarlberg, Elsass, Aosta, franz. Jura, Bozen, Savoyen, Varese, Como) ein. So soll die Schweiz ihre Bundesverfassung dahingehend ändern, dass diese Gebiete den Beitritt zur Eidgenossenschaft beantragen können.

Okay, er ist a) Psychiater und b) leidenschaftlicher Jäger, eine schwierige Kombination.... da muss man ihm das eine oder andere sicher nachsehen. Eine vergrösserte Schweiz würde dem Land mehr Gewicht verleihen, meint er. Dass die Parteispitze diesen chancenlosen Vorstoss nicht umgehend im Rundordner abgelegt sondern sogar noch unterzeichnet hat (Brunner, Mörgeli etc.) finde ich unfassbar. Schlimmer geht echt nimmer. Man muss fast lachen, wäre da nicht etwas, das einem zu denken gibt. Müsste man da nicht langsam die Bremse oder den Stecker ziehen, solange es noch geht. Wie die Vergangenheit zeigt, kann es echt ein Fehler sein, Politiker nicht ernst zu nehmen.

Das Bild der Schweiz nach aussen hat in den letzten Jahren echt gelitten. Das wäre ja eigentlich egal, könnte man als Bürger hinter den diversen politischen Entscheidungen stehen. Das ist jedoch immer weniger der Fall. Also hätten wir nicht unseren Roger Federer oder eben neu auch Jan Bühlmann, wir müssten uns echt unter einer Burka verstecken oder ein Papier-Minarett überstülpen.

Fussballfieber - auch bei uns Frauen


"Schatz, gibt es irgendetwas, was Du mir noch sagen oder mit mir dringendst besprechen möchtest, das nicht einen Monat warten kann".... so oder ähnlich lauten die letzten Worte eines einfühlsamen Gatten vor dem ersten Anpfiff.

Aber hei, sagt mal Jungs, wenn Ihr uns vorher verraten hättet, dass der Umgang mit dem Ball für soviel Spass sorgt....



... dann hätten WIR uns gestern von Euch in eine Art Beziehungsauszeit verabschiedet. Ist das nicht SUPER?!!

Da frage ich mich - als "Fachfrau" - tatsächlich, warum man nicht die Tore einfach abschafft, jedem einen Ball gibt und Benotungen wie im Eiskunstlauf einführt.... für Ballgefühl, Technik, Choreographie, Synchronizität etc.

Und dann diese Muskeln!!!! Bowow-WOW! Es geht nichts über echte Kerle, auch wenn sie mal vor triefendem Schweiss kaum auszumachen sind! =D

Freitag, 11. Juni 2010

Stresscode...





Manchmal wird der Dresscode für uns Frauen zum Stresscode. Mann kann aussehen wie ein ungemachtes Bett, Frau muss sich Zeit nehmen und achtsam ihr Äusseres den Gegebenheiten anpassen.

American Apparel zum Beispiel fällt durch etwas seltsame Geschäftspraktiken auf. Angestellte in der USA müssen sich mit Ganzkörperfotos bewerben. Kündigungsgrund war auch schon mal mangelnde Attraktivität.

Ganz anders dagegen ging es der 33jährigen Puertoricanerin Debrahlee Lorenzana. Sie war zu schön für ihren Einsatz als Bankerin bei der Citigroup. Erst waren die Hosen zu eng, dann passten wieder die Schuhe nicht oder die Bluse war zu aufreizend. Da ihre testosterongesteuerten männlichen Kollegen sich diesem "Eyecatcher" nicht entziehen konnten und sich von der Arbeit abhalten liessen, wurde Debrahlee letztendlich entlassen, obwohl sie in ihrer Verzweiflung für eine gewisse Zeit den Armanianzug gegen Schlabberlook und die Christian-Louboutin-Pumps (ich kenne nur Manolos!) gegen Flip-Flops eintauschte.

Frauen haben es echt nicht leicht. Entweder sind sie zu attraktiv oder zu hässlich, nach dem Motto: wie man es macht, ist es falsch. Dazu kommt, dass Frauen etwa doppelt so viel leisten müssen, wie ihre männlichen Kollegen, und das für den halben Lohn. Da sind wir bloss froh, dass sich unser Gemeinderat zumindest um verbale Gleichberechtigung bemüht (s. Eintrag vom 4.6.)

Donnerstag, 10. Juni 2010

GNTM 2010 - Finale


Neele ist draussen... nicht wirklich eine Überraschung, ausser vielleicht für sie selber.

Wäre ich Jurorin, würde ich gewisse Gedanken in meine Entscheidung mit einbeziehen. So wäre es zum Beispiel nicht ganz unwichtig, genau zu wissen, was man eigentlich sucht: ein Model, ein Laufstegmodel, eine Schauspielerin, eine Werbebeauty....

Alisar Ailabouni, die geheimnisvolle Schönheit, welche bezaubert und überzeugt, bis sie uns von ihren glatten Beinen erzählen will. Alle, die schon in ihrer Kindheit Schneewittchen lieben gelernt haben, werden ihr das sicher verzeihen. Geht das bei Heidi, Q und Kristian auch so problemlos?

Hanna Bohnekamp, eine Art zopflos-fröhliche Pippi Langstrumpf, total sympathisch und mittlerweile richtig gereift, aber trotzdem noch unberechenbar wie ein junges Fohlen, das auch schon mal ausschlägt. Möchte die Jury da mit ihren Namen für einstehen?

Laura Weyel, die vielseitig einsetzbare Düsseldorfer Cameron Diaz mit den guten Nerven und einem Sinn für Kundenwünsche. Ob das bei den mächtigen 3 ankommt? Sie war übrigens ganz zu Beginn mein Tipp.

Könnte Alisar auch sprechen und schauspielern, sich in Rollen versetzen, dann würden nicht nur sämtliche Umfragen sie an erste Stelle setzen. Es ist jedoch m.E. einem Kunden nicht zuzumuten, einen ganzen Drehtag damit zu verbringen, einer möchtegern Werbeikone einen einzigen Satz zu entlocken.

So aber würde ich eindeutig Laura auf dem Cover der deutschen Cosmopolitan platzieren und sie die Nachfolge von Sara Nuru antreten lassen. Sie ist einfach sozusagen der sicherste Wert.

Allerdings dürfte es schwierig werden, Sara Nuru vom ersten Platz meiner heimlichen Top 10.... ehm... der GNTM-Models zu vertreiben, die da bis heute lautet:

1. Sara Nuru
2. Lena Gercke
3. Jennifer Hof
4. Barbara Meier

Es bleibt spannend, denn vom energetischen her gesehen ist noch immer nichts entschieden! ,-)
Oh - ;-) mit dem zweiten sieht man besser, auch auf Pro7!

Ausmass des BP-Öldisasters


Über diesen Weblink kann man ganz einfach feststellen, wie gross der BP-Ölteppich sich vor der eigenen Haustür ausmachen würde. Ich gebe also "Bern" ein... und siehe da... wie es scheint, wäre ungefähr die Fläche der gesamten Schweiz betroffen!

Das macht betroffen, nicht wahr? Vor allem, wenn man bedenkt, dass es bereits jetzt Energiequellen geben würde, die weniger umweltbelastend wären, welche man aber nicht "anzapfen" wird, solange man noch mit Öl unheimlich viel Geld verdienen kann, trotz Schadenersatzklagen etc.

Der gebändigte Mann


Was Frau selbst mit Lack und Leder(peitsche) nicht schafft, nämlich IHN zu zähmen, gelingt einem ganz bestimmt und ohne grossen Zeitverlust: dem Businessanzug.

Grau in grau, mit Krawatte und Aktentasche, verschwindet sämtliche Individualität zugunsten einer Unterordnung, eines Funktionierens, einer gewissen Geschäftstüchtigkeit (?)....

Dabei traut sich Mann kaum zu atmen. Busy sieht er aus während er sich so eilig-eifrig dem Kursaal zubewegt. Dort stehen schon ein paar gleichermassen Uniformierte scheinbar in ein ernsthaftes Gespräch vertieft. Dabei träumt nicht nur einer von seinem letzten Haft... ehm... Hawaii-Urlaub und denkt sich dabei: I'm too sexy for my shirt...

Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht. Es entspricht meiner genauen Naturbeobachtung heute morgen auf dem Weg zum Zahnarzt.

Muss ich zuhause jetzt eine Kleiderordnung einführen um gehört zu werden... damit ER meine Befehle umgehend oder noch schneller in Taten umsetzt?

Kachelmanns Verdauung.....




.... sowie sein Immunsystem waren bis anhin top, glaubte man tatsächlich seinen werbenden Aussagen in Sachen Actimel. Das könnte sich nun schlagartig ändern.

Statt dass die namhafte Firma Danone (was, nicht Nestlé?) die bedauernswerte Situation unseres Wetterfrosches in einen neuen, einprägsamen Slogan hätte einfliessen lassen, zum Beispiel:

"Dank Actimel verdaue ich auch die ganz grossen Brocken"
oder
"Ein gesundes Immunsystem ist auch in staatseigenen Hotels ein Muss"
kündigt der Hersteller nun den Vertrag und setzt neu auf Sauberfrau Steffi Graf.

Wir bleiben am Ball und schauen mal, was sich da in Kachelmanns Leben sonst noch so alles verändert. Vielleicht könnte er ja in die Viagra-Werbung wechseln oder seinen Namen für einen optimierten Zeitplaner einsetzen. Time is not always money.

Dass man ihn aufgrund des neuen Gutachtens resp. begründeter Zweifel an der Aussage des angeblichen Opfers nicht umgehend aus der U-Haft entlässt, hat er wohl seinem Promistatus zu "verdanken", will die Staatsanwaltschaft doch deutlich zeigen, dass sie sich nicht vom Bekanntheitsgrad einer Person beeinflussen lässt.... ausser vielleicht, wie in diesem Fall, andersrum.

Potz Blitz und Donnerwetter nochmal ;-(

Mittwoch, 9. Juni 2010

GNTM 2010 - das Halbfinale


An der Modelfront wird es heute spannend. Nachdem letzte Woche Klein-Schiffer/Bardot das Feld räumen musste, stehen jetzt noch vier Beauties zur Auswahl. By the way: ich hätte mich bei der bestehenden Auswahl auch für dieses Quartett entschieden.

Alisar, eine wahre Schönheit, aber soooooo laaaangweilig. Ob es an ihrem Alter liegt, an der Schüchternheit oder doch eher am Temperament? Bei ihrem letzten Job durfte.... ehm... musste... sollte... sie einen Satz auf die Reihe bringen: "love me for what I am"! Man probierte dann noch "Don't love me for my beauty" und einigte sich letztendlich auf ..... also unsere Alisar sagte dies dann so einprägsam, dass ich mich absolut nicht erinnern kann. Sie ist bei vielem oft hölzern und überzeugt vor allem auf Bildern.

Neele ist witzig, spritzig und selbstironisch. Auf dem Laufsteg ist sie top und auf Fotos sieht sie oft phänomenal aus, was mich sehr erstaunt, denn diese hängenden Mundwinkel sind echt ein Problem... Sie wäre vielseitig einsetzbar, aber ohne strahlendes Lächeln wird das einfach auf Dauer nichts.

Laura wirkt oft eingebildet, hart und hochnäsig, hat aber faszinierende Augen und sehr sinnliche Lippen. Sie überzeugt beim Walk, bei den Shootings und bei Spots gleichermassen und versteht dank ihrer Intelligenz und Präsenz schnell, was der Kunde verlangt und worauf es ankommt. Da wir keine Miss Amitié suchen, hat sie als Gesamtpaket gute Chancen. Einziger Punkt: ich würde ihr Blond etwas abdunkeln, das gäbe einen besseren Kontrast. Der Stylist hatte seinerzeit sogar ein Braun versucht, was jedoch dazu führte, dass Laura bei den Castings nicht mehr wahrgenommen wurde. So wurde sie halt einfach wieder umgefärbt.

Hanna ist das Kücken mit einer unglaublicher Ausstrahlung und einem tollen Lachen, hat aber sehr nah am Wasser gebaut. Obwohl sie manchmal dermassen umwerfend rüberkommt, dass man sofort ausrufen möchte: wir haben unser GNTM gefunden, hat man kurz darauf wieder den Eindruck, dass es für Hanna, wenn überhaupt, noch etwas zu früh ist. Ich würde sie wohl nicht ins Finale mitnehmen und doch eher Neele bevorzugen.

Trotzdem könnte das Finale lauten: Schwarz-Rot-Gold.... und sei es auch nur als Einstimmung auf die Fussball-WM. Es bleibt also spannend. Wer das Rennen wirklich macht, ist auch bei mir noch untentschieden.

Dienstag, 8. Juni 2010

Frauen(gold) einst und heute


Was waren wir doch einst ausgeglichen, wir Frauen. Stets ein Lächeln oder gar ein Lied auf den Lippen wurden wir charmant mit jeder Situation fertig. Nix Haare auf den Zähnen.

Dann kam die Emanzipation, und damit eine gewisse Härte und Unnachgiebigkeit in die Mann-Frau Beziehung, das könnte man zumindest meinen.

Was ist jedoch wirklich passiert? Es kam tatsächlich etwas, nämlich abhanden. Seine chemische Formel lautet C2H50H. Für die einen ist das purer Alkohol, für die andern: "Frauengold". Lassen wir uns diesen Namen für einen Moment auf der Zunge zergehen.

Frauengold, im Jahre 1953 ein geschätztes Stärkungsmittel, vom gleichnamigen Unternehmen rezeptfrei auch in Apotheken angeboten, war ein Kreislauftonikum mit beruhigender und stimmungshebender - hicks - Wirkung, was vermutlich auf dessen Alkoholgehalt von 16,5 Volumenprozent zurückzuführen war. 1981 wurde diese Alltagsstütze aufgrund schädlicher Inhaltsstoffe verboten.

"Frauengold schafft Wohlbehagen, wohlgemerkt - an allen Tagen" lautete der einschlägige Werbeslogan:





Nun versucht man uns mit "Julia, Wege zum Glück" abzuspeisen, als ob das funktionieren würde. Nein meine Lieben, ich sag dazu nur "in dubio Prosecco" und wenn alle Stricke reissen, ein Schlückchen Gewürztraminer - das hilft einfach immer.

Vergessen wir jedoch nie: "auch die Hausbar eine Gefahr!". Prost allerseits.

Montag, 7. Juni 2010

Montags-Gen =)


Gene sind kleinste Bausteine unseres Körpers; kodierte Informationen vergleichbar mit Buchstaben, aufgereiht und im besten Fall an der richtigen Stelle eingefügt in die DNA. In gewisser Weise sind sie laut Wissenschaft verantwortlich für all das, was wir an uns mögen, vor allem aber für das, was wir an uns gar nicht schätzen.

Gene sind demnach Sündenböcke, denen man sämtliche An- und Auffälligkeiten in die Schuhe schieben kann.

Nun ist es der Genforschung gelungen, das berühmte Montags-Gen (Montagen) zu entschlüsseln, verantwortlich für eine Art lähmende Katerstimmung pünktlich zu Wochenbeginn. Man erkennt es unschwer an der hängenden Zunge und dem Nullbock, den es an einer kurzen Leine stets mit sich schleppt.

Sie sehen, es ist also kein Zufall, dass Sie sich einen Ruck geben und manchmal echt aufraffen müssen. Ist die Woche einmal angerollt, dann läuft alles wie von selbst......


... ehm... tja....

Warum es allerdings ausgerechnet Montagen-Firmen gibt? Hmm? Da kann ich jetzt mal wieder 7 Tage drüber nachsinnen! =D

Freitag, 4. Juni 2010

Zebrastreifen ☝ und die Gleichberechtigung


Dass Mann und Frau für dieselbe Arbeit noch immer nicht gleich entlöhnt werden, ist bekannt und nach wie vor NICHT IN ORDNUNG! Ob sich daran je etwas ändern wird, sei dahingestellt.

Zumindest was den Sprachgebrauch anbelangt, sorgt der Berner Gemeinderat für Gleichberechtigung... und jede Menge Schmunzelalarm. Das Wort "Fussgängerstreifen" ist nicht geschlechtsneutral und soll somit ab dato aus der Liste der politisch korrekten Ausdrücke verbannt werden. Neu heisst das Ding "ZEBRASTREIFEN".

Das Zebra, Vorlage für so viele alltägliche Nützlichkeiten.... den Strichcode zum Beispiel. Ob das dem schönen Tier auch passt, darüber schweigt der Berner Gemeinderat sich aus.

Im "Sprachleitfaden der Stadtverwaltung" gibt es noch einige andere Anpassungen: "Mannschaften" sind ab sofort verpönt. Vorgeschlagen sind die Begriffe "Team" oder "Gruppe". "Anfängerkurse" werden der Einfachheit halber als "Einstiegskurse" tituliert, damit es nicht so kompliziert wird wie beim "Stimmrecht für Ausländerinnen und Ausländer"! Darf ich eigentlich jetzt "Frauenstimmrecht" noch in den Mund nehmen?

Auch der "Führerschein" macht dem "Fahrausweis" Platz. Ist ja völlig in Ordnung, denn das Wort Führer hat immer noch einen leicht negativen Touch.

Der zwölfseitige (!!!) Leitfaden ist übrigens für die Stadtverwaltung verbindlich, heisst es in einer Mitteilung. Wer sich nicht daran hält, dem wird wohl die Laune spätestens beim "Mitarbeitergespräch"... padon "Beurteilungsgespräch" vergangen werden.

Da wundert sich der-die-das Bevölkerung und fragt sich: haben die rot-grünen nichts anderes zu tun?

Donnerstag, 3. Juni 2010

Alltagstaugliche (?) Bau- und Verkehrsplanung...


.... Vision oder doch eher Illusion?

Ab und zu fahre ich mal wieder mit dem PW umher, statt mit dem grossen Mercedes samt eigenem Chauffeur (=Buslinie 40, RBS).

Da unsere Verkehrsplaner es nun - dank verschiedener, gleichzeitig verkehrsbehindernder Massnahmen (Baustellen Viadukt, Wankdorf, Schosshalde, Brunnadern etc.) - tatsächlich beinahe geschafft haben, ihre Vision vom Dauerstau in die Realität umzusetzen, kann man oft echt ausflippen.

Eigentlich habe ich ja jeweils genügend Zeit eingeplant; was fehlt ist meist die Geduld. Zu gewissen Zeiten braucht man z.B. im Ostring ganz viel davon, plus eine Extraportion starke Nerven, denn man kriegt an der Ampel zwar grünes Licht, aber die Kreuzung ist verstopft. Von zwei Autobahnen sowie der Hauptverkehrsachse ergiesst sich der Verkehr auf die Kreuzung. Jeder fährt bei Grün einfach mal los und irgendwann kann gar keiner mehr fahren, nicht einmal der Bus. Höchstens der Velofahrer, und auch das nur, weil er auf das Trottoir ausweicht.

Nun bin ich an der Reihe. Ich überlege kurz, als intelligente Person etwas zu warten, zumindest bis die Kreuzung frei ist. Da wird mir schlagartig bewusst, dass das nichts bringen würde, weil von drei andern Ampeln her die Leute vermutlich nicht so rücksichtsvoll wären und weiter die Kreuzung stürmten. Da ich vor Weihnachten noch etwas zu tun habe, stürze ich mich ebenfalls bei der nächsten Grünphase ins Getümmel und bahne mir einen Weg auf meine Spur. Huch... es hat geklappt, gerade noch mal Glück gehabt.

Noch vor Ankunft in der Praxis formuliere ich in Gedanken einen Brief an das Tiefbauamt. Warum muss man gleichzeitig an verschiedenen, miteinander in direkter Verbindung stehenden Orten die Strasse aufreissen, noch dazu, da sie, wie im Bereich Schosshalde, erst vor kurzem nach langedauernden Bauarbeiten wieder geschlossen worden war? Ich darf mir gar nicht vorstellen, dass wir die für dieses Chaos Verantwortlichen noch mit unseren Steuergeldern fürstlich entlöhnen, sonst ... ehm.... tja... ;-@

Dienstag, 1. Juni 2010

Verhexte Jagd nach dem "schwarzen Gold"


Die Jagd nach dem "schwarzen Gold" vom Grund des Meeres ist sicher kein leichtes Unterfangen, und ein kostspieliges noch dazu. Da kann man sich gut vorstellen, dass sich Ölmultis wie BP (British Polluters!!!) immer mal wieder mit Fragen beschäftigen, wie: "Können wir es uns überhaupt leisten, unsere Sicherheitsstandards hoch zu halten?". Da nämlich das Öl langsam zur Neige geht, musste man seit einiger Zeit auch an Stellen bohren, welche man früher nicht als geeignet eingestuft hätte, wie etwa "Tiefseequellen".

Amerikanische Firmen (Transocean) errichteten im Auftrag von BP eine Ölplattform, die dazu dienen sollte, den wertvollen Rohstoff an die Oberfläche zu befördern. Das unfassbare, nicht kalkulierte - weil statistisch vermutlich niemals eintretende - geschah: die Bohrinsel sank und das Loch im Meeresboden scheint seither unverschliessbar.

Wie es aussieht, waren letztendlich wieder einmal fehlende Sicherheitsvorkehrungen, menschliche Fehleinschätzung sowie eine fatale Kombination menschlichen und technischen Versagens dafür verantwortlich. So bestand u.a. ein BP-Manager offenbar entgegen dem ausdrücklichen Wunsch mehrerer Transocean-Mitarbeiter darauf, vor dem Versiegeln des Bohrlochs den schützenden, schweren Bohrschlamm gegen Meerwasser zu tauschen. Wieder mal so ein überbezahlter, eingebildeter Sesselfurzer, der alles nur in Dollars und Zahlen misst und meint, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben. Ein Sicherheitsexperte äussert sich jedenfalls in der TV-Sendung "60 Minutes" dahingehend, dass wohl dieses Desaster nicht geschehen wäre, hätte man den Bohrschlamm im Loch belassen.

Seit genau 6 Wochen, d.h. seit dem 20. April lassen sich Spezialisten (???) immer wieder was Neues einfallen, wobei manche Versuche fast anmuteten, als wollte man einfach Tante Klaras Kaffeehaube drüberziehen. Am liebsten würde man ja so tun, als sei nichts geschehen... doch da strömt ungebremst Öl in buchstäblich unfassbaren Mengen in den Golf von Mexiko. Da ich mir die publizierten Massen und Zahlen eh nicht vorstellen kann, und sie zudem je nach Zeitung verschieden ausfallen, erübrigt sich eine genauere Angabe.

Neu wollen sie nun versuchen, ein Ventil am zerstörten Bohrloch anzubringen und das sprudelnde Öl teilweise (!!) kontrolliert abzuleiten. Dafür wird das bestehende Steigrohr gekappt und in einem zweiten Schritt eine Dichtungstülle aufgeschraubt und das Öl zu Schiffen gepumpt.

Dass die BP-Aktie eingebrochen ist... ist nun wirklich SCHEISSEGAL!!! Es macht einem einfach nur stinksauer, was für gefährliche Aktionen immer wieder getätigt werden in einer Gier, welche ihresgleichen sucht. Man hat tatsächlich den Eindruck, dass man politikerseits den Ölmultis (wie auch allen anderen -multis) einfach freie Hand lässt, und das seit Jahren. Dass sich die US-Regierung jetzt doch rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen überlegt, löst das Problem selber auch nicht.

Da fällt mir das indianische Sprichwort ein:
Erst wenn der letzte Baum gefällt
der letzte Fluss vergiftet
und der letzte Fisch gefangen ist
werdet ihr euch bewusst
dass man Geld nicht essen kann
(Häuptling Seattle)
Unsere Erde ist ein lebendiger Körper, oder hat schon mal jemand beobachtet, dass tote Materie blühen kann, sich verändert, pulsiert, atmet....

Bei einem Aderlass oder einer Blutspende kann man notfalls die Kanüle entfernen und das entstandene Loch wird sich durch die dem Körper innewohnenden Heilkräfte von selbst verschliessen. Auch die Erde verfügt über Selbstheilungskräfte, welche sich vermutlich auch mal als Vulkanausbrüche zeigen können. Ich denke aber, dass das mit der Selbstheilung leider mit Bohrlöchern nicht funktionieren würde, da technisch nicht machbar. Was im Extremfall geschehen könnte, d.h. wenn alle Bemühungen nichts fruchten sondern die Situation nur noch verschlimmern, wäre vielleicht vergleichbar mit einem Verbluten durch ein geplatzes Aneurysma!

Da fallen einem sämtliche Endzeitprophezeihungen ein, welche man mal irgendwie-irgendwo-irgendwann überflogen hat (Johannes, Cayce, Nostradamus). Und der Maya-Kalender endet ebenfalls bereits im Jahre 2012. Damit die Menschen nicht vollständig ihre Lebenslust verlieren, kommt wie gerufen die Fussball-WM samt Paninibildchen und allem PiPaPo. Gebt ihnen Brot und Spiele....

Die richtige und wirklich wichtige Frage hat nichts mit Geld zu tun: Können wir es uns tatsächlich leisten, den Planeten, auf und von dem wir letztendlich leben, bis zum Geht-nicht-mehr auszubeuten und nachhaltig zu zerstören? Die Antwort ist NEIN. Und wer es nicht glaubt, der soll doch mal versuchen, nackt und ausschliesslich mit einem Haufen Geld versehen in einer Einöde zu überleben, und sei es nur ein paar Tage.

Link zu Wiki: Deepwater Horizon