Dienstag, 31. August 2010

CH - Stimm- und Wahlrecht für Ausländer?


Die Spinnen die Helveter, getrau ich mich wieder einmal ganz offen zu sagen. Warum sollten Ausländer, welche in der Schweiz leben, arbeiten und logischerweise hier Steuern zahlen, automatisch auch stimm- und wahlberechtigt sein? Es gibt keinen zwingenden Grund!

Weshalb sollte jemand doppeltes Stimmrecht haben - in der Schweiz und in seinem Herkunftsland. Da ist der Interessenskonflikt gleich vorprogrammiert, denn es gibt bestimmt immer mal wieder Themen, in welche zufällig beide Staaten involviert sind.


Es mag ja sein, dass dieses Recht in gewissen Kantonen bereits eingeführt worden ist; muss ich es jedoch deshalb für gut befinden. NEIN, muss ich nicht. Deswegen bin ich noch lange nicht ausländerfeindlich oder rassistisch. Es gibt meines Erachtens ganz klar Grenzen der Integration. Von einem guten Freund weiss ich, dass ein in Mexiko lebender und arbeitender Ausländer Null Rechte hat und ich denke, dass dies in andern Ländern auch so ist. In Japan z.B. kann man sich als Gaijin zwar einbürgern lassen, muss allerdings vorher die alte Staatsbürgerschaft ablegen und seinen Namen japanisieren. Der Ausländeranteil beträgt dort übrigens gerade mal 1,7 Prozent.

Ob es den Linken ganz einfach wieder einmal darum geht, Wähler für ihre Partei zu rekrutieren? Will ein Ausländer in der Schweiz volles Stimm- und Wahlrecht haben, kann er das Schweizer Bürgerrecht beantragen, das ist heute wohl einfacher denn je und seinen eigenen Namen kann man bei uns erst noch behalten.

Die Schweiz hat wohl eine der höchsten Einbürgerungsraten überhaupt. Zwischen 1991 und 2007 haben sich die jährlichen Einbürgerungen verachtfacht, Tendenz steigend; 2007 waren es 45'000 Personen. Trotzdem betrug der Ausländeranteil (also der Anteil der Nichteingebürgerten) im April 2008 ganze 21,1 % (NZZ, 25.6.2008). Ob das wirklich positiv zu werten ist, sei dahingestellt.

Ich warte schon auf die nächste Initiative, welche die Schweizer Grenzen sozusagen niederreisst, für ungültig erklärt und jeden, der auf "einstigen Schweizerboden" seinen Fuss setzt und einmal in die Aare pinkelt gleich als eingebürgert betrachtet, mit sämtlichen Rechten aber selbstverständlich nicht zwingend allen Pflichten. Der Ausverkauf der Schweiz geht voran: wer hat noch nicht, wer will auch mal.

Übrigens: Wie der Tagesanzeiger anfang diesen Jahres meldete, kandidierte Eduardo Frei - seit kurzem eingebürgerter Schweizer - für das Amt des Präsidenten von Chile. Also wenn das nicht einfach alles sagt!

Ich glaube, jetzt muss ich echt einen Schluck trinken und auf die Naivität von uns Schweizern anstossen. Ich wähle dafür wohl am besten einen noch nicht eingebürgerten weissen Tarapacà Chardonnay aus Chile und lasse mich verführen von seinem glänzenden Goldgelb, dem exquisiten Duft nach exotischen Früchten und Vanille….

Warum starten wir nur immer solche Aktionen, deren Ausmass und Folgen wir meist erst im Nachhinein wirklich erkennen, wenn überhaupt. Da würden es die Lateinamerikaner wohl einfach auf den Punkt bringen mit einem trockenen:

Por tontos!!

An alle Stimmberechtigten: am 26. September gilt es, darüber zu befinden. Somos tontos?

Sonntag, 29. August 2010

Apropos Hollywood… ♡







Interessanterweise haben Martin und ich immer die lustigsten Erlebnisse rund um die Filmindustrie, sei es die des Ostens oder des Westens.

Als wir unser Dojo noch in der Lorraine hatten, fühlten wir uns des öftern im falschen Film, und das aus den verschiedensten Gründen. Einmal nach einem Abendtraining gingen wir Richtung Rampe, da torkelte uns ein betrunkener Velofahrer entgegen und schmiss sich buchstäblich vor unsere Füsse. Nein, es war kein Stuntman und so wir gingen nach Schema GABI vor:
Gibt er Antwort?
Atmet er?
Blutet er?
Ist sein Puls in Ordnung?
Zunächst war nichts aus dem Mann rauszukriegen, er war scheinbar bewusstlos, doch plötzlich riss er die Augen auf, starrte uns an und hauchte: oh, Hollywood!

Hä? Wir verstanden erst einmal nur Bahnhof, doch dann wurde er konkreter. Er fragte Martin: "Das da, ist das Deine Frau?" Als Göttergatte dies zögerlich zugab meinte der andere: "Hollywood, Du, echt Hollywood! Hilfst Du tauschen? Du kannst meine Alte dafür haben!

Ehm, also kurz gesagt: wir sind heute immer noch zusammen. Martin hat sich nicht auf diesen unsicheren Handel eingelassen, wobei wir heute noch nicht genau wissen, ob er nicht doch den besseren gemacht hätte. =D

Bollywood - potz wüeschti Wulche


Potz wüeschti Wulche… ein Ausdruck, der sich uns heute in seiner wahren Bedeutung offenbart hat.

Ohne was Böses zu denken oder gar zu ahnen machten wir uns auf den Weg in Berns ehemaligen Friedhof, den Rosengarten. Von 1765 bis 1877 war nämlich dieses Gelände den Toten vorbehalten, bis es dann anno 1913 in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt wurde.

Vorne beim Restaurant war dann wirklich was los. WOW! Riesige Filmkameras sprachen von professionellen Aufnahmen, da können wir mit unseren Mikrodingern nicht mithalten. Schnell wurde uns klar, dass Bollywood in Bern Einzug gehalten hatte. Und da waren sie auch schon, die beiden wunderschönen Protagonisten. Sie standen eher bibbernd als romantisch gestimmt auf der Mauer und warteten auf ihren Einsatz. Als die Aufnahmetechniker schon grünes Licht gaben, schaute ER nochmals intensiv in den Spiegel. Diese markanten Züge, die schwarzen Locken, die weissen Zähne… alles sensationell. Was für ein eitler Kerl, ein echter Narziss! Hat nur Augen für sich selber. Ob ihn Frauen wohl wirklich interessieren? Sie vertraut derweil auf das, was Mutter Natur ihr in die Wiege gelegt sowie all die Zusätzlichkeiten, welche die Maskenbildnerin ihr aufs Gesicht gezaubert hat. Man muss manchmal aufpassen, denn die Grenzen zu Kitsch sind sehr schnell überschritten.

Dann Action bei ihr: der schützende Umhang wird abgelegt und offenbart ein Kleidchen, das lieber wärmere Zeiten gesehen hätte, herzschmerztriefende Musik setzt ein und…. die beiden umarmen sich innigst…. ganze 50 Sekunden. Was für ein erhabener Moment… und wir waren Zeuge davon.

Noch leicht benommen setzen wir uns in Bewegung. "Potz wüeschti Wulche"… hustet plötzlich Göttergatte und da trifft es mich auch…. ein unbeschreiblich kitschig-süsses unnatürliches indisches Parfüm, das sich in unser Riechorgan eingräbt und dort für die nächsten zehn Minuten festsetzt. Es scheint auch recht grosszügig und grossflächig versprüht worden zu sein... Eeeeeeeeekelhaft, zum davonlaufen, wirklich.

Do us a favour and f… o… with that Indian flavour. Es brauchte eine gute Portion echten Männerschweiss um uns zu erlösen. Noch niemals in meinem Leben war ich soooo dankbar für einen Deo-Versager.

Samstag, 28. August 2010

Tipps vom eingefuchsten (?) Profi


Die erste unnatürliche Bewegung ergibt sich beim Menschen, wenn Mama mit dem vollen (Spinat)Löffel bewaffnet zu ihrem Wonneproppen sagt: Tor (Mund) auf bitte. Das ist Kleinstkinderförderung und der Nachwuchsathlet bewegt gehorsam Ober- und Unterkiefer voneinander weg. Viel natürlicher geschieht die Bewegung, wenn man einfach dem Löffel Raum gibt, dann bleibt alles schön locker oder, wie im Falle des Spinats, draussen, was ja eigentlich nicht der Sinn der Übung war.

Später sorgen dann ausgebildete Turnlehrer dafür, dass sich selbst der letzte Rest spontanen Bewegens in Luft auflöst. Seien wir ehrlich: noch niemals konnte ein Sportpädagoge einem Sack Kartoffeln - mir - erklären, wie er - in diesem Fall eine sie - das obere Ende der Stange erklimmen kann. Warum nicht? Weil solche Sachen nur gelingen, wenn man den Körper spürt und ideal mit der Schwerkraft zusammenarbeitet und der Lehrer ganz viel vom Leben nicht nur im Kopf begriffen hat.

Seit unzähligen Jahren beschäftige ich mich mit optimalem Bewegen und den zahllosen Wegen, welche uns dies beibringen und es unterstützen. Mein Kontakt mit meinen Körpern - dem physischen und den energetischen - ist so intensiv, dass ich einfach eine Frage stellen und die Antwort aufnehmen und umsetzen muss. Dank dieser und vieler weiteren Fähigkeiten ist es mir heute möglich, andern sofort zu sagen, wo sie ansetzen müssen, um zum Beispiel eben ans andere Ende der Fahnenstange zu gelangen.

Gerne lasse ich mich auch von meinen nicht denaturierten Freunden inspirieren. So verriet mir kürzlich ein wirklich wunderschöner Hund, wie er es schafft, die Balance im fahrenden Bus zu halten. So zeigte sich mir wieder einmal der wichtige Zusammenhang zwischen Rücken und dem Bereich unter den Fussohlen. Nicht dass ich das nicht schon gewusst hätte. Interessant ist jeweils nur, dass sich die Inspiration genau im richtigen Augenblick ergibt, dann nämlich, wenn man sie optimal integrieren kann wie ein längst gesuchtes Puzzleteil. Danke vielmal mein geliebter vierbeiniger Freund. Ich freue mich schon auf unser nächstes Wiedersehen.

Freitag, 27. August 2010

Annemarie mit den Scherenhänden


Man hat niemals ausgelernt, gerade was Banalitäten oder Alltäglichkeiten anbelangt. Jetzt bin ich doch schon --- das möchten wohl jetzt viele gern wissen --- Jahre alt und lerne immer noch dazu. So zum Beispiel von meinem über alles geliebten Starfrisör. Pepe ist ne Wucht und gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erfinden. Manchmal sollte es ihn in doppelter oder dreifacher Ausführung geben, vor allem dann, wenn er ausgebucht ist.

In einem Gespräch kam es nun ans Licht des Tages, warum er so wunderbar Haare schneiden kann. Das hängt mit der Art zusammen, wie er sein Instrument hält. Nicht wie Laie und Laiin mit Daumen und Zeigefinger oder bestenfalls Daumen und Mittelfinger, nein: mit Daumen und Ringfinger, so kann man die Schere am besten stabilisieren und selbst im Mikrobereich genauestens arbeiten. Super!!! Das habe ich gleich ausprobiert als kürzlich meine Finger- und Zehennägel dran glauben mussten, und siehe da: so ein tolles Resultat habe ich noch niemals in meinem ganzen Leben erzielt, und das dauert ja nun auch schon eine ganze Weile an… wie lange verrate ich nicht… noch nicht! Üben Sie's gut =D

X-Factor Jury 2010 - nicht nur Glueck allein…


…sondern vor allem jede Menge Sachverstand!

Was haben wir bloss für ein Glueck. Der gleichnamige Georg sitzt nämlich ebenso gut ange- und er-zogen wie kompetent neben einer "sexy as hell"-Sarah Connor und man brönnt förmlich darauf, den beiden und Till Brönner baldmöglichst wieder bei der Arbeit über die Schulter zu blicken… oder mitten ins Gesicht. Da ist nämlich ganz besonders viel los, vor allem bei Sarah.

Böse Zungen behaupten ja, dass beim Anhören einer Geschichte Frau innerhalb von 2 Minuten mindestens 8 verschiedene Gesichtsausdrücke zeigt, während Mann seinem einen über Jahre treu bleibt! Sarahs Mimik entspricht diesem Bild mehr als nur, allerdings sieht man auch den beiden Jungs jeweils voll an, was sie von einer Performance halten.

ENDLICH eine Jury, welche mit den Ohren, einem musikalischen Gespür sowie einer sicheren Nase für Talent arbeitet. Von Dauerjuror Dieter sind wir gewohnt, dass jemand (vornehm)lich mit Mund - zum Sprücheklopfen - und Augen - um umgehend Körbchengrösse und Beinlänge zu erfassen - zur Sache geht. Ob es daran liegt, das Deutschlands Superstar jeweils kurz nach dem Finale untergeht.

Bei X-Factor hätte ich bisher mit einer einzigen Ausnahme jeden einzelnen Entscheid mit unterschreiben können, und zwar mit meinem richtigen Namen. Voller Vertrauen und Vorfreude sehe ich der nächsten Folge entgegen. Schwierig wird es wohl erst, wenn die Zuschauer wieder mitvoten dürfen, denn dann kommt Drama respektive Mitleidsbonus vor Talent:

- meine Katze ist vor 3 Monaten gestorben… sie wurde nur 2 Tage alt
- ich habe seit 3 Minuten einen Herzfehler
- ich lebe von Hartz 27
- Drogen, Alkohol und Schlägereien haben bis vor kurzem mein Leben geprägt

Connor, Brönner, Glueck… diese Jury hat auf jeden Fall den X-Faktor. Da muss sich der über die Sommerferien noch einmal auffallend frisch erstraffte "Ditäääää" echt warm anziehen.

Ob unsere Edita "wo warst Du die ganze Zeit" das Ding letztendlich für sich entscheiden kann? Zu gönnen wär es ihr. Nebst enorm viel Talent kann sie nämlich auch bei "Drama" mitmischen.



Abdieski - gebürtige Schweizerin und erst noch aus Bern - ist zum Beispiel u.a. auch Absolventin der Swiss Musical Academy und hat 2007 am Streetdance Musical "Someone tell me" beeindruckt:



SIE KANN WIRKLICH SINGEN - laut Till sogar wie ein Rennwagen - hat Musik im Blut und ist einfach nur bezaubernd. 4 X JA.

Ganz anders der ebenfalls Schweizer Fabrizio Fiore, der zwar sowohl Aussehen als auch Künstlernamen bereits hat, aber eben eher den berühmten Nixfaktor spazierenführt.



Ihm ist das nicht wirklich bewusst "kchann ichch nochch fraagen was nicht gut waaahr"? Lieber Fabrizio, einfach ALLES, vor allem Deine Selbsteinschätzung... die ist nämlich eine Selbstüberschätzung!

Donnerstag, 26. August 2010

Bürgisweyerbad… eine Entdeckung


Mir geht es meistens richtig gut, oft aber auch einfach fantastisch. Dann ist das Leben Verwöhnaroma pur. So auch letzten Samstag, als eine wunderbare Freundin uns zu ihrer Geburtstagsfeier ins Bürgisweyerbad einlud.

"Am Füdle vo der Wäut" …. am Allerwertesten dieser Erde? Auf keinen Fall. Man könnte diesen Ort sogar als Zentral- oder Fixpunkt der Schweiz bezeichnen, wenn nicht als Fixstern am Himmel des kulinarischen Erlebens.

Allein das Drumherum ist stimmig: viel Grün, Natur, Stellen zum Verweilen, zum Entschleunigen, zum Tanzen und Feiern. "Lassen Sie sich von uns rundum verwöhnen" lautet das Motto der Gastgeber Sonja und André Schreiber, und das ist für einmal nicht zuviel versprochen.

Uns wurde einiges geboten. Zum leckeren Weissen reichte man Flamenkuchen nach Art des Hauses. Hätten die Wespen nicht den Narren an mir gefressen, ich würde wohl heute noch dort sitzen, einfach so, nicht um auf bessere Zeiten zu warten, die eigentlich gar nicht eintreffen könnten.

Das Abendessen war für mich dann eine komplette Überraschung. Dieser Koch lässt doch tatsächlich seine ganze Kreativität in jeden einzelnen Gang mit einfliessen. Das Rezept für die Currysuppe wollte er mir partout nicht verraten und hat damit wohl eine gewisse Kundenbindung erzielt! Sympatisch auch, dass er die exquisiten Teigwaren meiner Freundin - diesmal unter anderem die Rosennudeln - regelmässig in seine kulinarischen Aufwartungen mit einflicht… die Produkte von "les Délices de Barbara" sind nämlich mehr als eine schmackhafte Beilage.

Eines ist sicher: trotz der für uns Berner etwas längeren Anreise (zirka 50 Minuten ein Weg) haben wir da sicher nicht zum letzten Mal gegessen. Vom 3. bis 19. September führen sie übrigens eine Kräuterwoche durch, gegen die noch kein Kraut gewachsen sein dürfte, gefolgt von den Schoggiwochen vom 4. bis 21. November, welche ganz klar unsere Schokoladenseiten in den Vordergrund rücken werden… bestimmt mit Hilfe von Barbaras sensationellen Schogginudeln mit Ingwer und Chili…… Mmmmmh - E Guete =D

Dienstag, 24. August 2010

Albert Anker - ein Leben in Farbe


Vor knapp einer Woche habe ich mich wieder einmal in ein Museum getraut. Zum 100. Todestag des grossen Inser Sohnes wurde eine Gedenkausstellung eingerichtet. Das Werk auf der linken Seite ist meine Interpretation von "Mädchen, die Haare flechtend", einfach etwas grown up", aber ich denke, das hat wohl jeder sofort bemerkt!

Es ist nun nicht so, dass ich bei mir zuhause ein Bild dieses Künstlers aufhängen würde, selbst wenn mir Christoph Blocher eines seiner unzähligen Originale unbedingt aufdrängen möchte.

Dennoch sprechen die Gemälde von einer Zeit, in der die Uhren etwas langsamer tickten, die Kinder noch in die Kunst des Strickens eingeweiht wurden und überhaupt sehr viel mit anpacken mussten, so viel, dass sie auch schon mal vor lauter Erschöpfung auf einer Bank einnickten. Die alten Leute waren noch fest in die Familien-Gemeinschaft mit eingebunden und leisteten aktiv ihren Teil, sei es um Enkel zu füttern, zuzuhören, zu raten, Geschichten zu erzählen … ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden!

In den Häusern drin war es eher düster. Manch einer würde jetzt das Wort "heimelig" gebrauchen, ich jedoch müsste wohl das ganze Jahr über eine Lichttherapie machen, um das überhaupt durchzustehen. Manch ein Bild spricht auch von den Krankheiten, denen nicht selten auch die ganz Kleinen zum Opfer fielen, wie zum Beispiel Ankers Söhne Ruedi und Emil, welche nur 2 respektive 1 Jahr alt wurden. So ist denn Tod und Sterben ein wichtiges Thema, das ganz eindrücklich bildlich festgehalten wurde.

Anders als zum Beispiel Van Gogh konnte Anker von seiner Malerei leben - im Sommer in Ins, im Winter gar in Paris - sicher auch dank diverser Auftragsarbeiten. 9 Jahre vor seinem Tod erlitt er einen Schlaganfall, wodurch seine rechte Hand gelähmt wurde. Deshalb begann er, vermehrt seine linke Hand einzusetzen und arbeitete statt in Öl mit Aquarellfarben. Ein Maler malt nicht primär, weil er damit Geld machen will, sondern weil er malen MUSS…. denn es ist der Ausdruck seiner Seele.

Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat: sie wurde bis zum 19. September verlängert…. es lohnt sich unbedingt.... und ich bin bloss froh um meine hellen Räume und die vielen interessanten Aktivitäten, die es anstelle von Stricken und der diversen Hausarbeiten heute gibt. =D

Samstag, 21. August 2010

Volks(?)initiative Todesstrafe ⤵


Wer will unser Land erneut dermassen heftig diskreditieren, sprich: schwächen? Vergeblich suche ich nach dem "Volk", das eine solche Initiative in der Schweiz einzureichen wagt. Die Initianten sind offenbar noch nicht ins Netz gegangen, es sei denn, meine Suchbegriffe auf Google greifen nicht. Das einzige, was ich herausfinden konnte, ist, dass sich das Initiativkomitee dermassen bedeckt gibt, dass selbst eingefleischte Profis (Zeitungen etc.) im Trüben fischen und nicht an die Namen kommen; ein einziger taucht auf: Marcel Graf. Keiner kennt ihn - wen wundert's.

Wenn ich so ein Ansinnen lese, wird mir als erstes richtig schlecht. Selbstverständlich befürworte ich weder Mord noch sexuellen Missbrauch, aber müssen wir uns deswegen gleich ins finsterste Mittelalter zurückkatapultieren? Kommen die Initianten evtl. eher aus denjenigen Kreisen, welche seit langem eine Art Ausverkauf der Schweiz vorantreiben?

Wollen wir mal kurz einen Blick in die USA riskieren. Da wird einem nämlich vor Augen geführt, was für ein (menschen)unwürdiger alter Zopf seit Jahren darauf wartet, endlich abgeschnitten zu werden. Wieviele Unschuldige wurden hingerichtet, weil sie ihre Unschuld mit den damals zur Verfügung stehenden forensischen Ansätzen nicht beweisen konnten? Zahllose! Im Nachhinein fast heiliggesprochen zu werden, bringt den Opfern einer so fragwürdigen Justiz auch nichts mehr.

Aber was heisst hier schuldig oder unschuldig? Meines Erachtens gehört die Todesstrafe generell weltweit abgeschafft. Unser Verhalten wäre nämlich nicht wirklich viel zivilisierter als die drakonischen Strafen der Scharia (aktuell gerade die überall kritisierte Steinigung!).

Sollte die Initiative wider Erwarten angenommen werden, dann müsste direkt eine Initiative nachgereicht werden, die ausdrücklich verlangt, dass die Initiatoren dieses barbarischen Strafvollzugs zwingend auch diejenigen sein MÜSSEN, welche die Hinrichtungen nach dem Urteilsspruch persönlich ausführen. Es ist nämlich niemandem zuzumuten, von Staates wegen einen Mord zu begehen… weder im Krieg noch im Strafvollzug! Juristisch gesehen mag ein solcher Mord zwar zulasten des Auftraggebers gehen, moralisch gesehen belastet so eine Tat jedoch das Gewissen des Auftragsmörders nachhaltig.

Wenn wir Glück haben, wird uns diese Peinlichkeit nicht zugemutet und die Initiative dem (übrigen) Volk nicht vorgelegt, zum Beispiel weil die Menschenrechtskonvention die Todesstrafe verbietet oder weil die Initiative gegen zwingendes Völkerrecht verstösst. Ob wohl Beten hilft?

PS: mit einer Ablehnung rechnen wohl auch die Initianten; dafür spricht ihr feiges Verhalten, nicht öffentlich für ihr Ansinnen einzutreten. Mit sowas kann man sich nämlich ruckzuck ins politische Ausseits manöverieren. Schon interessant, was für Menschen offenbar unser Land regieren…. Huch, der Gedanke allein ein echtes Schreckmümpfeli!!!

Mittwoch, 18. August 2010

Musik àla Daniela Katzenberger


Nothing's gonna stop her now! Da kriegt das Wort Katzenmusik gleich eine ganz andere Dimension…. eine viel realistischere.

Daniela Katzenberger: im wahrsten Sinne des Wortes eine Marke für sich. Die Augenbrauen etwas zu weit nach oben gerutscht - tattoo-tattä - eine kesse Lippe und vor ihrer Schönheits-OP noch von Natur aus oben rum gut bestückt wollte Dani eigentlich nur Hugh Hefner bezirzen und Playmate werden. Sie kam jedoch gar nicht an den knackigen Gesellen ran und eine Dokusoap nahm ihren Anfang, die NOCH kein Ende gefunden hat.

Im letzten Jahr ist viel passiert und nach einigen Anlaufschwierigkeiten jagt nun ein Erfolg den andern. Jeder kennt die Katze, jeder (ausser vielleicht mir) möchte mit ihr fotografiert werden und besucht gerne auch ihr Café auf Mallorca und immer wieder ist man erstaunt, dass einem die Frau mit ihren kessen Sprüchen und dem entwaffnenden Lächeln immer mal wieder ein amüsiertes Lächeln entlocken kann. Sie hat jedenfalls Unterhaltungswert.

Nun will sie auch noch singen, LEIDER, die Superblondine, und das so gänzlich ohne Musikgefühl, Talent oder gar Stimme. Hört man sie nämlich frisch von den Stimmbändern weg ins Mikro trällern, wird einem das sofort klar. Heute kann man jedoch allem und allen virtuell etwas auf die Sprünge helfen. Versemmelte Töne werden digital korrigiert und dann klingt das alles…. naja (leider wurden die meisten Videos auf YouTube gelöscht):



Wie sie selber von sich sagt, ist sie halt eine Kampfwurst und wird sicher deshalb mindestens einen ihrem platinblonden Haar entsprechenden Status erreichen. Ich werde diese CD wohl auslassen, denn… wer mag schon Katzenmusik… doch nicht einmal die Katzen selbst:

Dienstag, 17. August 2010

Zweiklassensystem bei der Post oder im Internet


Die Post startet im September in gewissen Gemeinden Versuche für ein etwas fragwürdiges neues Zustellsystem. So sollen Unternehmen künftig zuerst bedient werden und der Privatkunde hat das Nachsehen, sprich: seine Post schlimmstenfalls erst um 14 Uhr im Kasten. Das hat ein wenig mit der Routenplanung des Zustellers zu tun und vermutlich damit, wieviele Unternehmen sich in meiner Wohnzone befinden.

Angegebener Grund für die geplante Zweiklasseneinteilung: in einem Unternehmen müsse umgehend auf Anfragen eingegangen, die Korrespondenz teilweise noch am selben Tag erledigt werden. Dass ich nicht lache! Auf Antwortschreiben wartet man als Kunde bei gewissen Unternehmen nicht tage- sondern wochenlang, manchmal auch vergebens. Cablecom ist zum Beispiel so eine Firma. Ob die ihre Post um 8 Uhr oder erst um 14 Uhr erhalten ist völlig egal, landen doch die Beschwerdebriefe eh im Rundordner.

Was das Mehrklassensystem (Kastensystem?) anbelangt könnte auch die fürs Internet angestrebte Netzneutralität interessieren. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es zumindest da keine VI-Bits geben und alle Daten gleich schnell transportiert werden, unabhängig von Inhalt und Verfasser. In die Schlagzeilen geraten ist in diesem Zusammenhang Google, welcher gemäss NYT mit dem amerikanischen Proviter Verizon in Verhandlungen steht zwecks Bevorzugung von Verizons Datenverkehr gegen Bares. Google dementiert diese Meldung zumindest teilweise, wobei die Nachrichtenagentur Bloomberg in die Runde schmeisst, die beiden Unternehmen hätten wohl einen Kompromiss gefunden wonach sich der Provider verpflichte, die Daten z.B. von Googles YouTube nicht zu verlangsamen. Tja, eine Hand wäscht eben die andere - und nicht nur Bares ist Wahres, oder.

Ob die Sache um die "Bits and Bytes" gerichtlich geregelt werden muss, wird die Zukunft zeigen. Aber wir sind uns ja Zweit- und Drittklassenansätze seit langem gewohnt, nicht zuletzt dank unserer Krankenkassen.

I am a VI-Bit… in diesem Sinne schönen Abend.

Montag, 16. August 2010

Wo Aktenberge sich erheben


Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen der Unlust, seine Zeit vollumfänglich in den Dienst seiner Arbeit respektive seines Arbeitgebers zu stellen und den hierarchischen Strukturen in einem Betrieb?

Gibt es allein darum so viele Chefs, weil eigentlich jeder die langweiligen, zeitintensiven Tätigkeiten hasst, sie deshalb lieber gleich outsourct und einen Unterhund braucht, dem er solch Plackerei abtreten kann? Letzterer kann meist auch nicht viel Inspirierendes daran finden und klagt, er brauche seinerseits ebenfalls unbedingt eine Sekretärin…….

Wir kennen das ja mit dem Teamwork; jeder möchte das Team sein und keiner die Work. Wo Aktenberge sich erheben müsste man schliesslich einmal irgendwo anfangen. Es gibt so wunderbare Menschen, die in dem ganzen Chaos den Überblick behalten und genau wissen, wo. Die sind zwar meist um einiges schlechter bezahlt als die Hierarchiestufen obendran, sind jedoch mehr als Gold wert.

Leider hat man als Selbständigerwerbender in einem Kleinstbetrieb meist nicht die Möglichkeiten, wie wir sie in der Verwaltung finden. Wenn es heisst: "man müsste dann noch", dann ist dieser "man" man selber. Und so übt man sich eine weitere Woche darin, Dinge vor sich herzuschieben, welche der Erledigung harren. Tja, so ist das, Ihr Lieben, da braucht man eben unbedingt zwischendurch etwas für's Gemüt, und sei es auch nur eine Stipvisite auf Facebook oder YouTube. Man gönnt sich ja sonst nichts und kann auch immer etwas lernen, oder?

Zum Beispiel in Bezug auf den nächsten Besuch beim Arbeitsamt....

Suisa - Deppisa und MeTubel


Stellen Sie sich vor Sie kaufen einen Teppich, den Sie nur unter gewissen Umständen für den erworbenen Zweck nutzen können. Aus Copyrightsgründen darf er nämlich keinesfalls auf Fotos oder Filmmaterial erscheinen.

Solange nur Sie selber darauf spazieren gehen, ist es in Ordnung. Profitieren aber zum Beispiel Ihre Gäste vom Komfort einer optimalen Knüpftechnik, bezahlen Sie eine vertraglich geregelte Summe an "Deppisa". Die jährliche Gebühr hängt davon ab, wie oft und wie regelmässig sich Nicht-Familienmitglieder (Freunde, Bekannte, Verwandte) in Ihren Räumlichkeiten aufhalten. Mit diesen Massnahmen wird verhindert, dass andere die speziellen Muster kopieren und in ihren Lebenslauf einweben können. Ausserdem wird dem Teppichhersteller Ali mit einem Teil der Einnahmen ein geruhsamer Lebensabend ermöglicht und auch der Zwischenhändler kriegt noch sein Fett oder seine Portion Kameldung weg.

Etwa so mutet es an, wenn man Musik käuflich ersteht. Sie darf zwar zuhause angehört werden, gehört einem aber selbstverständlich nicht. Sobald man sie zum Beispiel im Unterricht oder als Hintergrundmusik in einem Geschäft einsetzt, zahlt man bei der Suisa entsprechend Gebühren als Entschädigung für die Urheberrechte. Ich habe 2 seperate Verträge bei der Suisa laufen. Diese geben mir jedoch noch immer nicht das Recht, Videomaterial mit der Hintergrundsmusik ins Internet zu stellen, denn dafür müsste ich, wo auch immer, wiederum zahlen. Da die Künstler selber vertraglich gebunden sind, haben sie gewisse Verwertungsrechte bereits abgetreten. Man könnte also nicht einmal direkt zum Beispiel bei Stefanie Heinzmann das Veröffentlichungsrecht einholen, denn die hat einen Teil der Rechte an ihrem Erzeugnis dauerhaft verloren.

Und so befindet sich momentan auf YouTube und über YouTube eingebettet auch auf meiner Homepage Videomaterial, das dem Auge nicht mehr zugänglich ist, da gesperrt in den Ländern "Argentina, Austria, Belgium, Chile, Colombia, Denmark, Finland, Germany, Greece, Hungary, Malaysia, Norway, Peru, Philippines, Poland, Portugal, Romania, Russia, Saudi Arabia, Singapore, Sweden, Switzerland, Thailand, Venezuela". Na denn Prost, nun weiss ich endlich, was YouTube heisst. Es ist dies die Abkürzung von "You Tubel, Du wirst es wohl nie lernen".

Sonntag, 15. August 2010

Pisskers…. ehm… Buskers Bern


34 Gruppen, 140 Künstler/innen aus 24 Nationen und……. geschätzte 150'000 Wildpinkler. Nach dem Auftakttag von Buskers Bern 2010 liegt am Samstag statt Morgenduft ein schrecklicher Mief über der Stadt.

Wenn Nachbars Katze regelmässig bei uns vor der Haustür ihre Duftnote versprüht, dann stinkt das zwar penetrant und ist auch irgendwie ärgerlich, ist jedoch für sie… besser gesagt den unkastrierten ihn auch normal; man nennt das markieren.

Wenn Männiglich dasselbe tut, geht das nicht unter markieren sondern hat meist damit zu tun, dass er zu faul oder zu betrunken (oder beides) ist, ein Klo oder Pissoir aufzusuchen.

Hätte sich unser Schöpfer das mal etwas früher überlegt, hätte er möglicherweise Adam mit einer etwas komplizierteren Vorrichtung ausgestattet, in etwa vergleichbar mit derjenigen von uns Frauen. Wir können nämlich nicht so einfach unsere Notdurft im Freien verrichten ohne allzuviel nackte Tatsachen zu zeigen.

Mir tun jeweils vor allem die Ladenbesitzer leid, wenn am Morgen nach etwelchem Anlass die ganze Stadt - sorry - nach Pisse mieft. Auch Pflanzen, die über Nacht draussen stehen, werden kurzerhand zur Toilette umfunktioniert, und da ganz viele mit Harndrang dieselbe Idee haben, gehen Olivenbäume, Bambus etc. nach kürzerster Zeit ein und müssen ersetzt werden.

Da Bern ja mittlerweile dank unserem Stapi beinahe zur Festhütte umfunktioniert wurde, wäre es endlich an der Zeit, etwas zu unternehmen. In Deutschland gibt es zum Beispiel extra Patrouillen, die nicht zuletzt auch bezüglich Wildpinkeln für Ordnung sorgen. Wenn einmal Urinieren 100 Franken kostet überlegt man es sich vielleicht zweimal und hält sich doch lieber an die haufenweise vorhandenen Toiletten, Mobitoils etc.

Der Buskers-Becher müsste umgestaltet und mit einem Pinkel-Verbot versehen werden…. es sei denn, Mann möchte ihn zu einem Zwischenlager für seinen exquisiten Cru der Marke "Eigenurin" umfunktionieren.

Donnerstag, 12. August 2010

Grübel unterqualifiziert?


Oswald Grübel kann man mögen oder nicht; er hat es jedenfalls geschafft, in der UBS für eine gewisse Ruhe zu sorgen. Die Schweizer Grossbank scheint wieder auf Erfolgskurs. Eigentlich hätte ihm das ja nicht gelingen dürfen, denn dazu fehlt dem Mann doch wohl einiges!

Gemäss eFinancialTimes hätte Grübel nämlich bei dem Curiculum - mit "nur" einer Lehre zum Bankkaufmann und fehlendem Studium - heute überhaupt keine Chance, Karriere zu machen. Er wäre unterqualifiziert und nicht vermittelbar.

Was zeigt uns das?
Karriere machen und Erfolg haben ist offenbar zweierlei!
Ein Studiumsabschluss ist keine Garantie für Erfolg, aber vielleicht für einen Karriereschub!

Jemand, der seinen Beruf von der Pike auf gelernt hat ist jedoch meines Erachtens den überstudierten Theoretikern bei weitem vorzuziehen. Wenn erstere was sagen, wissen sie wovon sie sprechen, und sie können auch mal zupacken. Auf dem Papier und im Computer geht nämlich fast alles, erst wenn man die Dinge dann 1:1 praktisch umsetzen möchte, wird man oft seiner Illusionen beraubt, und der Aktionär seiner Dividenden.

Der heutzutage grassierenden Diplomanie ist wohl auch mit dieser aufschlussreichen Geschichte kaum beizukommen. Weiterhin werden Leute rein aufgrund eines Studiums eingesetzt, obwohl sie von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Geht dann das Ganze schief und die Firma den Bach runter, kriegen sie eine Abgangsentschädigung oder ergattern sich den nächsten gutbezahlten Job, um auf der Karriereleiter weiter hinaufsteigen zu können.

Also das bringt einem schon ein wenig ins Grübeln, oder?

Mittwoch, 11. August 2010

DEOs von Ed Hardy und Ferrari!!


Manche Männer sind streng, andere wiederum riechen so. Frau kann sich dann oft nicht entscheiden, was ihr lieber ist. Gerade im Tram stossen wir diesbezüglich oft arg an unsere Grenzen.

Die Welt würde besser riechen, gäbe es Deo's der Marken Ed Hardy oder Ferrari. Für jeden Geschmack etwas; nichts ist so prägnant wie ein olfaktorisches Statement.

So wäre der junge Mann heute allein durch sein cooles T-Shirt aufgefallen oder noch besser durch den neuen dezenten EH-Duft für den gepflegten Mann. Und "la testa rossa" wäre nicht einer verzweifelten Schnappatmung zuzuschreiben, sondern ausschliesslich der Verpackung des edlen Pflegeproduktes vorbehalten.

Die Welt wäre um einiges friedlicher, wenn sich die männerorientierten Marken-Produzenten etwas mehr ins Zeug legen würden. Die Damenwelt könnte dann nämlich wieder mal auf- respektive frei durchatmen.

PS: Meine Nachforschungen haben ergeben, dass Ed Hardy und Ferrari diese Marktlücke schon entdeckt und geschlossen haben, eventuell leider von (manch einem) IHM unbemerkt. Sch☂de!

Dienstag, 10. August 2010

Im Reich des Sofatigers...


Zwei trainingsfreie Abende pro Woche, die lob ich mir. Vier bis fünf Stunden Zeit vor dem Einschlafen, welche mehr oder weniger sinnvoll frei genutzt werden könnten. Ein Luxus!

Am Fernsehen meist Schnarchalarm, da gibt es weit besseres zu tun: ein romantischer Spaziergang, ein Glas Wein mit meinem Liebsten… gerade heute, da ich von meinem Starfrisör so ausserordentlich verführerisch zurechtgemacht wurde. Ja, ich weiss, dies bleibt von den Herren der Erschöpfung meist unbemerkt. Dennoch fühle Ich mich voller Abenteuerlust und versuche, Göttergatten doch noch zu aktivieren… zu motivieren. Okay, sieht etwas abgekämpft aus, der Mann, aber das braucht ja nicht so zu bleiben, oder? Hallooo! Schahatz!! Was machst Du heute Abend?

Wissen Sie, was der antwortet: eine Sofakur!

Das klingt in meinen Ohren wie "hau den Lukas", so überhaupt nicht romantisch, auch nicht wie eine Einladung…. eigentlich mehr wie eine Bieridee… und erst noch eine alkoheilfrohe.

Notrutsche - ich bin dann mal weg


Wer hatte nicht als jung mal den Traum, viel Spass zu haben, zu reisen, fremde Länder zu sehen, interessante Leute kennenzulernen, einen angesehenen Beruf auszuüben und dazu auf die Stunden umgerechnet erst noch recht beachtlich zu verdienen. Etwa so stellte man sich den Beruf der Flugbegleiterin, ehemals Stewardess, vor. Eine Bekannte von uns schmückte unsere Fantasien noch mit jeder Menge genialer Stories aus und so spielte selbst ich (!!!) mal mit dem Gedanken, meinen Horizont fliegenderweise zu erweitern.

Dass man dabei zu einem grossen Prozentsatz den Beruf einer Serviertochter ausübt, einfach in 10'000 Metern Höhe, übersieht man dabei. Daneben ist man noch Verkäuferin (Taxfree), Betreuerin, gerne auch mit fundierten psychologischen Kenntnissen (Flugangst, alleinreisende Kinder), Gepäckverstauerin und vieles mehr. Geduld ist dabei Grundvoraussetzung! Daneben braucht es noch Geduld, Geduld und Geduld.

Der gleichnamige Faden ist kürzlich einem Flugbegleiter endgültig geplatzt als er die undisziplinierten Kunden einer Billigfluglinie einfach nicht mehr ertrug. Kurzerhand löste er die Notrutsche aus, schnappte sich noch schnell ein Bier und….. war dann mal weg!

Wie mancher von uns würde sich wünschen, irgendwo einfach einen Notknopf drücken und kurzerhand aussteigen zu können aus seinem Job, seinen familiären Verpflichtungen etc. Nicht jeder hat so eine praktische Vorrichtung direkt am Arbeitsplatz und so lohnt es sich, sein Möglichstes zu tun, dass das Fass gar nicht erst zum Überlaufen kommt, aber wie?

Da es für Individuen nur individuelle Lösungen geben kann, gibt es kein Patentrezept. Manch einem genügt es, mal irgendwo laut "Füdle" zu schreien.

Apropos Füdle, eine Freundin von mir hat einmal anlässlich einer Curling-WM (an den Austragungsort kann ich mich nicht mehr erinnern) nach einem verlorenen Spiel in der Hotelhalle laut "Füdle" gerufen. Vom Empfangschef darauf angesprochen, was das denn bedeute, sagte sie kurzerhand: "Guten Tag". Ab dato wurde sie jeden Morgen mit einem herzlichen "Füdle" begrüsst. Einfach genial, und man kann nur hoffen, dass der Mann seine neuerworbenen Sprachkenntnisse nicht gleich bei den nächsten Schweizer Touristen weiterverwendet hat! =D

Montag, 9. August 2010

Trackpad - it's magic


Wow, Yeah, Juhuuuuu, Finally… das neue Trackpad von Apple ist der Hammer! Zunächst sah es ja nicht danach aus, als ob es sich um die angepriesene Erlebnistechnologie handeln würde. Gewisse Grundvoraussetzungen müssen erfüllt sein. So kann nur der smoothe Schneeleopard mit dem edlen Teil umgehen. Ein Update des Leoparden ist unumgänglich, und nicht alle Programme vertragen sich mit dem neuen Betriebssystem.

Nachdem das geregelt war, konnte das magische Teil gerade mal eine der angepriesenen Aktionen ausführen. In den Systemeinstellungen war es auch nicht -wie angegeben - separat aufgeführt. Was war passiert?

Googlen mit den entsprechenden Suchbegriffen führte zu einer Ernüchterung, wenn nicht Entzauberung. Offenbar gab es jede Menge Leute, bei denen dieselben Probleme auftraten und welche meldeten, dass das Ding unter gewissen Umständen unbrauchbar sei.

Meine bessere Hälfte hat dann die Lösung gefunden: Softwareupdate zu neuster Version von Snowleopard, Trackpad per Blootooth verbinden und erneut nach Softwareupdates suchen…. dann läufts! Jubel!

Mein Fazit: mit dem Magic Trackpad habe ich die Möglichkeit, mein Handgelenk zu schonen und für spezielle Aufgaben greife ich zwischendurch auf die Normalmaus zurück.

Sonntag, 8. August 2010

Fokussiert - knight and day?


Tom Cruise ist wieder einmal in eine Rolle geschlüpft, mit welcher er sein angeknackstes Scientology-Image etwas aufbessern könnte, und ich denke, das wird ihm auch gelingen. An seiner Seite die sympathische Cameron Diaz, welche auf dem Filmplakat etwas zu stark an die omnipräsente Angelina Jolie erinnert. Mir gefällt sie besser, wenn sie nicht so eine Flappe zieht oder einen auf Schlauchbootlippen macht.

Als Frau hat man es in Hollywood nicht leicht, wenn man auf die Vierzig zugeht. Die Entfaltungs(!)möglichkeiten reduzieren sich auf ein Minimum, zum Beispiel auf Produkte der Marke l'Oréal! Da haben es die Männer schon einfacher, denn obwohl Cruise 10 Jahre älter ist als Diaz, sieht er, was das Rollenangebot angeht, rosigeren Zeiten entgegen. Ich meine, "verrückt nach Mary"-Cameron ist nicht der Typ Haus- oder Grossmütterchen? She's far too sexy for that shirt!

Den Film habe ich persönlich noch nicht gesehen. Da ich auch kein Fan amerikanischer Produktionen bin, weiss ich nicht, ob ich mich dafür wieder mal mit Popcorn bewaffnet in ein Kino trauen werde. Knight and day verspricht nach meiner Einschätzung viel Spannung, etwas Humor, wenig Erotik (Cruise!) und eine Überdosis Special Effects.

Interessant finde ich jedoch das Plakat. Gut erkennbar ist die heutige Art, zu fokussieren. Jedem ist klar, dass man nur in eine Richtung zielen und dann auch noch treffen kann. Mit zwei Waffen, Blick in eine Richtung, artet das in ein ungezieltes Umherschiessen aus - nach Cowboy-Manier, wie einst im wilden Westen - wobei durchaus nicht ausgeschlossen ist, dass man dabei auch etwas trifft. Ob dieses Etwas dann auch voll den Erwartungen entspricht? Doch wohl eher nicht, und so schlage ich denn eine etwas fokussiertere Lebensweise vor.

Das erinnert mich an jenen Witz, in welchem eine Nonne und ein Priester gemeinsam Tischtennis spielen. Der Priester ist etwas aus der Übung und so flucht er nach einiger Zeit bei jedem Fehlschlag ganz übel: "Scheisse, voll daneben"! Die Nonne ermahnt ihn, dass der liebe Gott Fluchen überhaupt nicht mag. Als mehrmaliges Ermahnen nichts fruchtet, verbittet sich die Nonne strengstens diese gottlose Schimpferei. Daraufhin der Priester: "Möge der Blitz mich treffen, wenn ich noch ein einziges Mal fluche". Als er dann nach dem nächsten Fehlschlag wieder mal so richtig vom Leder zieht, zuckt ein riesiger Blitz aus dem Himmel hinab.... und trifft die Nonne. Da ertönt von oben herab eine gewaltige Stimme: "Scheisse, voll daneben!"

Freitag, 6. August 2010

Apple... Softwareobst Klasse II


Beiss nicht gleich in jeden Apfel
er könnte sauer sein
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein.
Na, ja-ja-ja...
es ist nicht alles Gold was glänzt
nein-nein-nein-nein....
es trügt auch oft der Schein.

Sauer sind manchmal nicht die Äpfel, sondern die Kunden des gleichnamigen technischen Permanent-Trendsetters. Was einem da als Softwarelösungen manchmal zugemutet wird, ist schlicht..... unzumutbar. So habe ich - i - viele meiner ich-Produkte ersetzt durch Apple-kompatible Programme anderer Hersteller.

Gestern hatte mein Tag geschätzte 48 Stunden. 24 davon setzte ich ein, um für unsere Homepage zwei kleine Filme zuzuschneiden und über YouTube einzubinden. Das Resultat war wirklich ergreifend. So traten mir denn um zirka 0:30 tatsächlich Tränen der Erleichterung in die Augen, als da endlich etwas zu sehen.... besser gesagt zu erahnen war.

Was mich dann doch erstaunte war die Tatsache, dass das viel ältere "iMovie HD 6.0.3" (1999 - 2005)

dem um einiges neueren "iMovie 08 7.1.4" (2007 - 2008)

um Welten, wenn nicht um Lichtjahre überlegen war.

Wie kann man ein Programm total umwälzen und dermassen verschlimmbessern, wenn nicht ganz bewusst, zumindest, wenn man in Sachen Computer und Software absolute Weltspitze ist.

Nun wird als geniale Novität "iMovie 09" angepriesen, bei dem man z.B. idealerweise auch die Musikspur sehen kann. So neu ist das aber nicht, das konnte man nämlich schon bei iMovie HD vor 10 Jahren.

Heute hab ich nun ein Final Cut Express käuflich erstanden und versuche, mich da etwas einzuarbeiten. Um das Handgelenk zu schonen, wollte ich dazu soeben noch das neue Trackpad installieren. Das wird aber so lange ein "Dräckpäd" bleiben - zu nichts als zum Anschauen zu gebrauchen - bis ich endlich den Leoparden zum Schneeleoparden hochgezüchtet habe; ein Schritt, der gut überlegt sein will, laufen doch mit dem neuen, angeblich fortschrittlichsten Betriebssystem wieder jede Menge Programme nicht mehr. Die muss ich dann wohl oder übel wieder neu erwerben!

Zufall? Doch wohl eher Absicht, würde ich sagen und so frage ich mich nicht zum ersten Mal, wie es in der technischen Welt wohl aussehen würde, wäre der Apple nicht angebissen sondern jungfräulich unversehrt. So aber wird immer eine Seite stärker sein als die andere... und das ist wohl im Falle Apples die Hardware-ige.

Allerdings werde ich dem Obstproduzenten wohl dennoch treu verbunden bleiben (bis das der Herzinfarkt uns scheidet!!!!), denn wenn ich ihn mit dem Fensterhersteller vergleiche, dann ist das echt ---- kein Vergleich.

Sonntag, 1. August 2010

Happy Birthday Schweiz

Luegit vo Bärge u Tal
flieht scho der Sunnestrahl
lueget uf Aue u Matte
wachse die dunkele Schatte
D'Sunn uf de Bärge no stoht
ooooooo wie sy d'Gletscher so root!
Nein, ich weiss, das ist nicht UNSER Lied, aber doch auch irgendwie schweizerisch. Es laufen ja genügend Leute mit rot-weissen Spickzettel-TShirts in der Gegend rum, als dass wir die Nationalhymne vergessen könnten. Viele hätten eh lieber etwas Fetzigeres, vorgetragen zum Beispiel von unserer künstlerisch begabten Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, und das erst noch mit einem Alphorn.

Die Schweiz feiert jedenfalls morgen ihren 719 Geburtstag, und sie hat auch allen Grund dazu. Was haben wir bloss für ein schönes Land!! Das geht mir immer durch den Kopf, wenn ich wieder einmal das Gefühl habe, durch eine lebendige Postkarte zu wandeln. Herrlich, alles da, Berge, Seen, Wälder... eine Augenweide! Einzig mit dem Meer hat es nicht ganz geklappt.

Viele unserer Nachbarn verschiessen ihr Pulver schon heute und lassen die Raketen in den nächtlichen Himmel steigen. Schliesslich ist jetzt gerade schönes Wetter und die Aussichten für morgen nicht so prickelnd. Ausserdem befinden sich die "Frühchlepfer" in guter Gesellschaft. Basel feiert nämlich auch am 31.7., aus was für Gründen auch immer. Und wenn man lange genug durchhält, dann ist tatsächlich schon 1. August.... zum Beispiel gerade jetzt!

Ich wünsche unserem Land, dass es sich all die schönen und wertvollen Dinge erhalten kann, welche das Leben hier so lebenswert machen. Auf dass wir noch ganz viele Jahre immer wieder Grund zum feiern haben.