Samstag, 31. Juli 2010

Seifenspender

Meine Frage nach unseren Ferien mit doch vermehrt Restaurantbesuchen: warum heissen eigentlich Seifenspender Seifenspender, wenn doch meist nichts rauskommt?

Wahrscheinlich weil bei der Antwort "ich kümmere mich gleich darum" auch nur heisse Luft bewegt wird.

Gottseidank hat irgend ein kluger Mensch vor geraumer Zeit Messer und Gabel erfunden, sonst müsste man sich echt was einfallen lassen!

Freitag, 30. Juli 2010

STROM - MORTS


Wir hatten heute ein Touristenvisum für Bern. Den ursprünglichen Plan, Zürich heimzusuchen, haben wir aufgrund der Wetterprognosen fallengelassen. Warum sollten wir in den Norden reisen, wenn es in der Zentral- und Westschweiz viel sonniger ist? Eben.

Anziehungspunkte waren natürlich zuerst Letec und Data Quest, unsere beiden Apfelparadiese, welche mal wieder nicht mit dem Neusten vom Neuen dienen konnten, dem Trackpad. Der nächste Programmpunkt nach einem wirklich guten Mittagessen in der Krone war Flanieren.

Unseren Altenbergsteg haben ein paar Aktivisten offenbar zur Meinungsplattform umgerüstet. Unter anderem steht da momentan in Grossbuchstaben: GEGEN DEN STROM. Da ich die Aare aber von der anderen Seite her überquerte, las ich zu allererst: MORTS, also Tote. Die enge Verbindung von Strom und Lebensgefahr wurde mir nie klarer wie heute. Strom bringt aber auch jede Menge Spass! Man stelle sich mal das Leben ohne ihn vor. Düster!

Lebensgefahr und Spass scheinen überhaupt ein Paar zu sein, zu welchem sich als dritter im Bunde noch die Abenteuerlust gesellt. Schauen Sie mal diesen jungen Leuten beim Leiterspiel respektive -sport zu. Die scheinen echt auch unter Strom zu stehen. Statt Pompadour, Pomparkour....



ÜBERHÄNGEND das Ganze. Da möchte man fast nochmal jung sein, mit der Betonung auf fast. Ich krieg echt ein wenig die Krise, wenn ich sehe, wie weit sich die Jungs da rauslehnen. Aber eben, was tut man nicht alles für eine Portion Nervenkitzel und so ganz ohne Vorbereitung geht es auch bei diesen Semiprofis nicht:



Hier lautet das Motto für einmal: NICHT LOSLASSEN.... sonst wird aus dem Leiterspiel ganz schnell ein Leiderspiel! Join!!!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Kachelmann - ENDLICH frei


Nachdem man sich nun seit geschlagenen 4 Monaten Sorgen machen musste um den Zustand des Rechtssystems in Deutschland, wurde heute unser Kachelfrosch endlich auf Anweisung des Oberlandesgerichts Karlsruhe in die Freiheit entlassen. Momentan bestehe kein dringender Tatverdacht mehr! Es sei nicht mehr auszuschliessen, dass die Frau ihn zu unrecht belastet habe. Die Fachleute sind sich einig: diese Entscheidung war längst überfällig.

Das Heraustreten aus der Haftanstalt, welche doch irgendwie auch eine Art Schutz bedeutete in diesen hektischen Zeiten der Berichterstattung und Meinungsbildung.... ein schwieriger Moment, selbst für den mediengewohnten Meteoprognostiker, denn irgendwie muss man ja gut Wetter machen vor all den Kameras, der Öffentlichkeit... oder eben eine gute Figur, man weiss ja wie das so läuft!

Wie man es nämlich macht, ist es falsch. So wurde durch RTL Punkt12 ein sogenannter TOP-Experte für Körpersprache (Menschenkenntnis und Charakterkunde) namens Bernhard Wirth bemüht, um uns Doofis zu erklären, was in Jörg Kachelmann im Moment der Freilassung vorging.

So sei seine Verabschiedung des Haftjustizbeamten unnatürlich (gut sichtbar an der Haltung von Oberkörper und Kopf) und die Farbe des T-Shirts mit unschuldigem Weiss eine bewusste Aussage. Dass Kachelmann zwar lächle, die Zähne aber dabei niemals zu sehen seien, deute darauf, dass er innerlich nicht ganz so locker war (wen wundert's!). Ein geschlossener Mund sei ein Zeichen von Aggressivität. Ob Herr Wirth deshalb so viel redet?

Um zu sehen, was in dem Menschen Kachelmann heute vorgegangen ist, brauche ich keinen Simultan-Übersetzer. Ich habe fast ein wenig mitgelitten. Es war unübersehbar, dass er sich unsicher und ausgestellt fühlte, nicht zuletzt, weil ihm als Medienmann bewusst war, dass man jedes Zucken seiner Augenwinkel, jeden Atemzug, jede Bewegung genauestens unter die Lupe nehmen und bis zu einer absoluten Unkenntlichkeit vergrössern und breittreten würde.

Ich wünsche unserem Wetterfrosch, dass er die Füsse wieder auf den Boden bekommt, dass die Sonne für ihn wieder scheint (für uns hoffentlich auch!) und die ganze Wahrheit endlich ans Licht kommt. Sollte die Anklägerin, deren voller Name über Internetforen übrigens mittlerweile bekannt ist, der Lüge respektive des versuchten Rufmordes überführt werden, dann wäre es meines Erachtens zwingend, dass sie sich dafür auch verantworten muss. Es darf nicht angehen, dass man ungestraft und aus purer Rachsucht das Leben eines Menschen vollkommen umkrempeln und schlimmstenfalls praktisch ruinieren kann.

Am 6. September wird es wohl vor Gericht losgehen. Am Schluss des Prozesses werden wir eines wissen: das Urteil der Richter. Wie sich die Sache tatsächlich abgespielt hat, wissen nur die Beteiligten selbst.... und da steht bekanntlich Aussage gegen Aussage.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Krake Paul und der Neid der Besitzlosen


Mahmoud Ahmadinejad wetterte in einer Rede über Paulchen, unsere visionäre Krake mit dem Händchen... besser gesagt deren acht.... für zutreffende Voraussagen. Der Oktopus sei ein Symbol für die Dekadenz und den Zerfall in der Reihe seiner Feinde. Wer an solche Dinge glaube, habe keinen Anspruch auf Führerschaft globaler Nationen, die nach Perfektion strebten, so wie eben der Iran. Öhm???

Es mag ja zutreffen, dass es mit der Welt nicht schlechter, sondern um einiges besser bestellt wäre, würde man sämtliche Staatschefs ersetzen, zum Beispiel durch Hausfrauen, welche es unter anderem gewohnt sind, mit einem Budget klar zu kommen. Vermutlich wäre auch Paulchen für den Ausgang gewisser kritischer Situationen durchaus ein Gewinn. Das Gehirn einer Krake ist nämlich äusserst leistungsfähig. So bewältigen Kraken laut meiner Freundin Wiki zum Beispiel Irrgarten-Probleme effizienter als die meisten anderen Säugetiere.... und die heutige Welt ist bekanntlich ein einziger Irrgarten.

Bei so viel Schönheit, Begabung, Intelligenz, Treffsicherheit.... dazu Sympathiepunkte aus allen Bevölkerungsschichten vieler Länder, ist es ganz klar, dass Politiker vor Neid erblassen MÜSSEN.

Auf die Frage, welches Staatsoberhaupt als allererstes abgesetzt werden solle, konnte sich unser WM-Orakel zunächst fast nicht entscheiden, war die Liste der Kandidaten doch immens. Auf wen seine Wahl schlussendlich gefallen ist, erstaunt jedoch nicht weiter. Danke Paul, auf Dich kann man sich echt verlassen. Und wer ist der nächste?

Montag, 26. Juli 2010

Mann - Frau....


Mars - Venus, ihre Zeichen symbolisieren Mann und Frau.

Mars - eine Symbiose aus Kreis (das geistige Prinzip) und Pfeil (Aktivität). Mars steht für: Tatkraft, Spannung, Leidenschaft, Aktivität, Leistung, Kampf, Streit....

Venus - ein Zusammenschluss aus Kreis (das harmonisch-geistige Prinzip) und Kreuz (das Körperliche). Das Geistige über dem Körperlichen stehend ist die Venus auch die Formerin von Materie. Venus steht für: Daseinsbejahrung, Ästhetik, Liebe, Harmonie, Kunst, Erotik, Hingabe, Zärtlichkeit....

Mars steht auch für den Mann resp. das männliche Prinzip, Venus für die Frau respektive alles Weibliche. In der Realität kann das aber alles auch genau umgekehrt sein (le Pastis c'est pour Madame :-).

Mars steht auch für schnelles Einparken und Venus für einen unbändigen Drang, sich permanent mitzuteilen.....

Schön ist ja, dass wir in den meisten Sprachen klare Begriffe für Adam und Eva kennen.

Deutsch: Mann - Frau
Holländisch: Man - Vrouw
Französisch: Homme - Femme
Italienisch: Uomo - Donna
Spanisch: Hombre - Mujer
Portugiesisch: Homem - Mulher
Chinesisch: 丈夫 - 女子
Japanisch: Otoko (男) - Onna (女性)
Koreanisch 남자 - 여자
Russisch Человек - Женщина
Griechisch Άνθρωπος - Γυναίκα
Arabisch: رجل - امرأة (von links nach rechts, wegen der nassen Aussprache!)

Nur in Amerika, England, Kanada, Australien und Neuseeland sieht das ein wenig anders aus. In der selbsterklärten Weltsprache Nummer 1 finden wir mal den Mann als "man". Wendet man sich seiner weiblichen Ergänzung zu, fragt man ganz unverschämt: "wo-man", bei Vielmännerei (die gibt es übrigens in einigen Ländern wegen Frauenmangels) sogar "wo-men"?

Wo Mann? Ej Mann, nix Mann, wir sind selbständige Wesen! So heisst wohl "single" in Englisch auch "no-man"?!

Solche Dinge fragt sich Frau, wenn sie auf einem Spaziergang ihren Blick schweifen lässt.... beim Mann ist letzteres ja meist eher umgekehrt, jedenfalls bei den Nacktwanderern.

Samstag, 24. Juli 2010

British Polluters (BP) - Auf zum Boykott!


Der in die Schlagzeilen geratene Ölteppichhändler BP wurde mit dem nicht ehr- sondern höchst fragwürdigen Gaddaf(f)i handelseinig und sicherte sich die Bohrrechte im Mittelmeer, und das bereits vor 3 Jahren. Klar, Teppiche und Beduinen, das passt!! 900 Millionen Dollar sind eine Sprache, die Muammar gefällt. Auch soll bei diesem Kuhhandel eine Rolle gespielt haben, dass Grossbritannien den libyschen Lockerbie-Attentäter al-Megrahi auf Anraten des Ölkonzerns vorzeitig aus der Haft entlassen hat.

Heute müsste BP wohl noch tiefer in die mittlerweile fast leeren Taschen greifen, denn bei dem doch etwas angeschlagenen Ruf würde Libyen um einiges schwerer mit sich verhandeln lassen.

Die Bohrungen vor Libyen werden in wenigen Wochen beginnen. Man wird noch 250 Meter tiefer in den Körper der Erde eindringen, als dies vor Mexiko der Fall war (bis 1750 Meter!). Der Energiekonzern wies Sicherheitsbedenken über die neue Tiefseebohrung zurück. "Bedenken"; für skrupellose Menschen eine Buchstabensuppe ohne Bedeutung. "Gewinnmaximierung" ist zwar länger, steht jedoch schon eher in Resonanz mit der BP-Geschäftsleitung.

Interessant in diesem Zusammenhang: Im Juni, also 2 Monate nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko trieb ein angeblich alkoholisierter Börsianer durch Aufkauf von 7 Millionen Barrel Öl den Ölpreis auf ein Rekordhoch. Er wurde daraufhin mit einer Geldbusse von umgerechnet 89 000 €uro sowie einem fünfjährigen Berufsverbot belegt. Da fragt man sich als Laie tatsächlich, auf wessen Lohnliste der Mann wohl gestanden haben könnte!

Warum jedoch dieses Schweigen der Lämmer... eh.... Politiker! Ich finde es schockierend. Da mischt man sich international gesehen in alles und jedes ein, Hauptsache Kinkerlitzchen. So forderte zum Beispiel der Europarat die Schweiz kürzlich auf, das Bauverbot für Minarette aufzuheben, da es die Religionsfreiheit verletze, obwohl genau dieses Verbot offenbar bei der Abstimmung dem Volkswillen entsprochen hat. So wird aus einer Demokratie eine Dekoramtei! Den gleichen Rat kümmert übrigens herzlich wenig, dass in islamischen Ländern die Religionsfreiheit der Christen mit Füssen getreten wird und Kirchen weder neu gebaut noch bestehende renoviert werden dürfen. Die christlichen Gläubigen sind wohl im Jammern einfach zu wenig geübt!

Was ich jedoch grundsätzlich sagen will: wenn einer irgendwo zu laut hustet, dann wird das international gesehen kritisiert; jeder Furz wird vor irgendeinem Ausschuss diskutiert. Unsere Gesetze müssen zum Beispiel der EU angepasst werden, obwohl wir nicht Teil der EU sind. Aber man lässt ohne weiteres zu, dass die Ölkonzerne mit ihrem riskanten Unfug weitermachen und sich einfach dem nächsten Meer zuwenden, für ein Mehr an Kohle... oder eben Öl.

Man kann nichts besitzen, die Erde gehört uns nicht! Niemandem! Die jeweilige Nation hat für "ihr" Territorium einfach nur die Verantwortung. Sie muss Entscheidungen so treffen, dass die nächsten 7 Generationen gedanklich in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden, wie dies die Indianer taten, und nicht nur die nächsten 7 Minuten/Stunden/Tage oder bestenfalls Monate plus die eigenen 7 Bankkonten.



Ich rufe Sie hiermit auf, BP-Tankstellen künftig zu boykottieren!!! DANKE

Natürlich sind Shell, Exxon und all die andern vermutlich nicht viel besser. Dennoch geht es darum, ein Zeichen zu setzen. Vergessen wir nicht, dass der Boykottaufruf "Shell to Hell" in Bezug auf die seinerzeit geplante Versenkung der Bohrinsel Brent Spar die Umsätze bei Shell um 50 Prozent einbrechen liessen, worauf die Bohrinsel umweltschonend demontiert wurde. Der Ölmulti erholte sich nur schwer von dieser Einbusse.

Wir Konsumenten haben mehr Macht als wir wahrhaben (wollen). L'état c'est nous!!! Dadurch, dass wir etwas kaufen oder eben nicht oder halt woanders, zeigen wir direkt unsere Meinung und zwar in der praktisch einzigen Sprache, welche solche Leute verstehen "Money-Geld-Kohle"! Und wenn sie nicht spuren, dann wird "Mittelmeer" hoffentlich bald zu: "keine Mittel mehr!"

PS: Boykott auch über Facebook: D/E

Donnerstag, 22. Juli 2010

Swisstransplant - nice try


Swisstransplant, unterstützt von ETAGEN und Loeb, führt einen Wettbewerb durch. Bis Freitag, den 6. August um 18:00 Uhr kann der Teilnahmetalon in einer Urne (!!!!) deponiert werden.

Da streut wohl jemand eher Sand als Asche ins Blickfeld derjenigen, die sich von so einem Angebot locken lassen. Nein, es gibt keine Leber zu gewinnen und auch kein Ersatzherz. Es gilt nach wie vor, Sorge zu seinem Körper zu tragen.

Es kann nur einen Gewinner geben, und das ist nicht etwa derjenige, welcher nach dem Zufallsprinzip die versprochenen 200 Franken erhält. Auch die wunderbaren jungen Künstler, deren Werke man hier bewundern und benoten und sofern gewünscht auch ersteigern kann (online-Teilnahme möglich), gehören vermutlich nicht dazu. Swisstransplant selber wird das Rennen machen! Wieviele Adressen inklusive Telefonnummer und E-Mail-Kontakt da wohl wieder fürs ganz grosse Geschäft zusammenkommen... das Geschäft mit den Organen?!!!

In punkto Spendefreudigkeit liegen wir in der Schweiz verglichen mit dem Ausland massiv zurück, zumindest wurde das medial so kommuniziert. Vermutlich ein weiteres Zeichen dafür, dass Schweizer ganz intelligente Kerlchen sein können.

Swisstransplant.... sie wollen nur unser Bestes.... doch sie kriegen es nicht!

Kleiner Rat am Rande: vor jeder Wettbewerbsteilnahme mal kurz das Hirn einschalten und sich fragen: wer kann und wird hier tatsächlich gewinnen... und ich meine wirklich gewinnen! Meine Antwort auf diese Frage ist meist Verzicht!

Mittwoch, 21. Juli 2010

Peter Brabeck - Mr. Brabbabel?


Peter Brabeck äussert sich in einem Interview mit dem Migros-Magazin, dass das Wasserproblem viel vordergründiger sei als das Klimaproblem. Da mag er ja durchaus recht haben, prophezeiten doch seinerzeit schon Viktor und Walter Schauberger, dass Wasser irgendwann teuerer sein würde als Wein. Aus Brabecks Worten spricht jedoch meines Erachtens nicht unbedingt Sorge, sondern vielmehr die Gier nach klingelnder Kasse.

  • Wasser ist ein kostbar' Gut und darf keinesfalls verschwendet werden
  • Es dürfte eigentlich!! auch nicht von all den Ölteppichproduzenten dieser Welt verschmutzt werden (Golf von Mexico, Nordsee, Nigeria etc.)
  • Sicher ist es auch nicht in unbegrenzten Mengen erhältlich, aber...

...und jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt: die Nicht-Unternehmer unserer Zeit, die Manager, die Spezies der gierigsten Nagetiere der Moderne, sind längst der Meinung, dass Dinge nicht einfach gratis bezogen werden dürften. Könnten Sie die Luft einfangen, würden sie auch die nur portionenweise gegen Bares abgeben.

Im Schönreden und Brabbabeln sind die Leute jedoch spitzenmässig geschult, so auch der Verwaltungsratspräsident von Nestlé. Deshalb klingen seine Worte auch noch irgendwie nachvollziehbar... ausser vielleicht in der Praxis, denn der Normalverdiener ist dank überteuerten Krankenkassenprämien, hohen Mieten, Klimarappen, Wasserrappen - den haben wir im Kanton Bern nämlich seit 2008 (s. Kurzum-Blog) - und all den übrigen Abgaben längst an einem Punkt angelangt, an welchem es mit Einsparungen schwierig wird.

Nun sollte der Mensch bekanntlich 1,5 bis 2 Liter Wasser zu sich nehmen, pro Tag versteht sich. Auch wäre eine gewisse Körperpflege wünschenswert. Wie schon in meinem Eintrag vom Dezember 2008 vorgeschlagen, könnte man jedes zweite Glas Wasser durch ein alkoholfreies Freibier aus dem Hause Apple ersetzen...



...und wer weiss, eventuell gibt es ja bald ein entsprechendes Wasser-App, oder aber es wird nebst der Münzsparlampe bald auch ein Wassersparhahn produziert, der für ein leichtes Aufgeld noch auf dem Mist, der von den Brabbabels dieser Welt erzählt wird, zur Freude aller kräht.

Montag, 19. Juli 2010

Hörbares (?) Tattoo in Basel


Basel Tattoo... das einzige hörbare (??) Tattoo der Welt, mit Pipes & Drums und Schottenröcken. Das wäre nichts für meine zarten Nerven, die Pipes gehen mir seit Jahren so richtig auf den (Dudel)Sack!



Als ich seinerzeit im Zentrum Berns arbeitete, gab es oft die Situation, dass irgendein Möchtegern-Schotte stundenlang seiner Kunst, dem Blasen... eh... frönte und wir uns von Minute zu Minute mehr und mehr an den Rand eines Nervenzusammenbruchs portiert fühlten. So fragten mein Chef und ich uns denn mehr als einmal, ob es tatsächlich eine Straftat wäre, dem Kerl einfach die Luft abzudrehen, oder ob das nicht eher in den Bereich "Notwehr" gehören würde!? Ich meine, wir mussten uns ja konzentrieren!!! Ausserdem galt damals die Vorschrift, dass ein Künstler jede halbe Stunde den Standort wechseln musste.... nur dass schon damals Regeln dazu da waren, sie zu umgehen. Unnötig zu sagen, dass wir uns nicht getraut haben.

Tja, Pipes... und der dahinter manchmal eine Megapfeife, wobei man sich ja immer wieder fragt, ob das tatsächlich stimmt, dass die unter dem Schottenrock traditionell nix anhaben. Wie praktisch; dann kann jedenfalls schon das mit der Musik nicht in die Hose gehen. Eben, drum =D

Sonntag, 18. Juli 2010

Weckup, Christine Henning und die Rasensprenger


Bildungsfernsehen am Sonntag in der Früh; ja das geht, vor allem, wenn man eine Konserve erstellen und trotzdem ausschlafen kann.

So liess ich es mir denn nicht nehmen, Christine Henning bei ihrem ersten Auftritt in der Sendung "Weckup" zu bewundern. Normalerweise moderiert sie ja seit dem 1. Juli 2007 nach Christus die super Internet-TV-Sendung "Ehrensenf", meine tägliche Portion Humor... ausser eben am Samstag und Sonntag. Christine hat Katrin Bauernfeind abgelöst, welche ja auch den Verlockungen einer Fernsehkarriere nicht widerstehen konnte. Hoffe nur, Chrissy bleibt uns bei ES noch lange erhalten.

Dieses Demotape gibt einen Eindruck von ihrer Frische und Natürlichkeit. Da versteht es sich von selbst, dass genau sie die richtige ist, um Morgenmuffel wie uns aus ihren Betten zu holen.



Eine ihrer stärksten Comedy-Auftritte war die Reportage Vattenfall, die mich trotz des eher ernsten Themas stets zum Schmunzeln bringt. Wer auch wieder einmal etwas Mundwinkelgymnastik mitmachen möchte, muss sich leider auf YouTube bemühen, da ich den Film nicht einfügen kann.

Ja, Weckup war super und so informativ. Wir erlebten im (? ;-) Studiohund eine echte Konkurrenz zu WM-Orakel Paul und wissen schon jetzt, wer der nächste Fussball-Europameister sein wird und wie lange der heisse Sommer noch dauert. Daneben wurden wir über den Knigge-gemässen Dresscode bei Sommerhitze informiert und halfen der Präsidentenfamilie Wulff bei der Wohnungssuche. Und was mussten wir da vernehmen? Der Bundespräsident liebt es, den Rasen zu sprengen. Gefährlicher Mann, echt! Da kann man die übrigen Staaten nur davor warnen, ihn einzuladen. Wenn dieses Beispiel mal nicht Schule macht!!

So erkundigt sich Karl Auer vom Bayrischen Fernsehen bei einer seiner Umfragen unter anderem auch, ob, wenn Rasen tötet, wie der europäische Verkehrsminister sagt, der dann einfach gesprengt werden dürfe...


Schönen Sonntagabend und "nume nid gschprängt!"

Samstag, 17. Juli 2010

Silikone Pamela Anderson


Unglaublich aber wahr! Da wollte die Mutter aller Silikonen, Pamy Anderson, das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und mit vollem Körper- und Kunst(stoff)einsatz unser Herz für die Tiere sowie unsere Erinnerung an Baywatchzeiten wecken, da wird ihr Plakat verboten... zumindest in Montréal, Kanada. Dabei hat sie noch nicht einmal gegen die absolut verwerfliche, dort offenbar als normal geltende, grausame Robbenjagd geposed.

Das Plakat ist eigentlich!! harmlos, zeigt es doch lediglich Pamelas wohlgeformte Körperteile beschriftet mit einer Nomenklatur, wie wir sie vom Fleischer her kennen. Das Bild sei sexistisch, meinte der offizielle Sprecher der Behörden.

Pamela setzt sich übrigens seit Jahren in zahlreichen Kampagnen für PETA ein. Schon als Teenagerin mutierte sie zur Vegetarierin. Alle Nicht-Vegetarier kennen das unangenehme Gefühl, das einem immer dann beschleicht, wenn man wieder einmal darüber nachdenkt, dass für unsere Gaumenfreuden ein anderes Lebewesen mit seinem Leben bezahlen muss. Fleisch ist nicht einfach ein Begriff!!

Selber lebte ich jahrelang vegetarisch, habe aber wieder mit Fleischessen angefangen, nachdem ich eine Lungenentzündung nur knapp überlebt hatte. Und seitem leide eben auch ich wieder ab und zu unter diesem unangenehmen Gefühl..... würde aber deswegen wohl kaum ein Plakat gegen Fleischkonsum verbieten. Sie?

Freitag, 16. Juli 2010

F-ernsehen wie F-ake


Mittlerweile ist längst jedem klar, wie Fernsehen heutzutage funktioniert. Man bläst eine Kleinigkeit, sagen wir einen eingerissenen Fingernagel, soweit auf, dass man locker eine Stunde darüber berichten und die Leute bei der Stange halten kann.

Der Möchtegern-Prinz und Unterhosendesigner HH von Schaumschläger-Kippe hat sich entschieden (s. Eintrag vom 15.7.). Nachdem er zwei der letzten vier Hoffnungsfrohen noch illusorischer gestimmt und sie ein Wochenende lang ausprobieren durfte (?), hat sein Herz (oder war's doch der Rechner zwischen den Ohren?) ihm von sämtlichen Parvenues dieser Welt abgeraten. Wenn man selber nur einen "Cru ordinaire" durch die Adern fliessen hat und allein durch Adoption geadelt wurde, dann muss man sich was einfallen lassen. Die Schmetterlinge im Bauch anlässlich eines Treffens mit Schwedenprinzessin Madeleine (s. Pressebericht) haben ihn offenbar davon überzeugt, dass er doch eine Liga höher einsteigen sollte. Wie die Sache ausgehen wird? Ich denke, so schlecht kann es der sympathischen Schwedin gar nie gehen, als dass sie sich von Mario-Max die Krone aufsetzen lässt .... oder gar eine Baseballkappe aus der hauseigenen Kollektion.

PS: gut stehen würde sie ihr ja schon und bei ihrer Schönheit könnte man sich die Frage stellen: wer adelt hier wen?

Donnerstag, 15. Juli 2010

RTL-Formate: Eeeeeinmal Prinzessin sein....


....welche Frau (ausser mir) träumt nicht davon! Seufz!

Geld ausgeben - Kinderheime besuchen - Kreditkarte zum Glühen bringen - eine Schule eröffnen - Markenklamotten kaufen - eine Galerie besuchen - nach Paris jetten - am Opernball tanzen - lächeln, winken, blinken...

Wer es bei "Gräfin gesucht" nicht geschafft hat, könnte rein theoretisch noch Teil eines RTL-Formates sein, in welchem ein adoptierter Normalblütiger.... nennen wir ihn Prinz Mario-Max zu Schaumschläger-Kippe, seine Prinzessin sucht.

Noch im September letzten Jahres war seine Durchraucht mit Boris Beckers Besenkammerbekanntschaft Angela Ermakova beinahe verlobt und wollte Anna, die Tochter des Tennisprofis, gar adoptieren. Was dann passierte??

Im Februar 2010 war MM jedenfalls ganz kurze 4 Wochen mit Nina "Bambi" Bruckner liiert, Sie wissen schon, das ist die, welche zuvor erfolgreich mit Richard Lugner das "Rühr-mich-nicht-an"-Spiel gespielt hat.

MM, oder besser HH (his Highness), ist jedoch kein Kind der Traurigkeit noch einer, der was Anbrennen lässt, weder privat noch beruflich. Der Doktor der Jurisprudenz - ein Berufstand der weniger mit Vorsicht als mit verbaler Auslegung eines Tatbestandes zu tun hat - ist seit kurzem auch "Modedesigner", und erst noch mit einer ganz erlesenen Kollektion, welche auch vor Unterwäsche nicht halt macht. So steht denn hinten auf der Unterhose... da wo normalerweise die Luft durchkommt, edel und gekrönt: "BY APPOINTMENT TO MARIO-MAX PRINCE SCHAUMBURG-LIPPE". Also wenn jeder Furz gleich sooo geadelt würde, die Welt würde weniger stinken!!

Im morgigen Punkt 12 ist es dann soweit. Die Auserwählte wird bekanntgegeben. Ob und wie lange sie sich Hoffnungen machen kann, sich tatsächlich den begehrten (?) Titel zu holen? Wir dürfen gespannt bleiben.

Sarah Palin: Misswahl in Sicht?


Die Zeichen verdichten sich: Sarah Palin wird wohl 2012 für die amerikanische Präsidentschaft kandidieren. Dafür sprechen m.E. nicht etwa die 865 000 Dollar Spendegelder, welche laut Angaben des dafür zuständigen Komitees Sarah PAC in gerade mal 3 Monaten zusammengekommen sind. Vielmehr die Meldung vom 14. Juli, Bristol Palin, die Tochter von Sarah, habe sich nach ihrer Trennung von Levi Johnston (2008) zum zweiten Mal mit ihrem Ex-Freund und Vater ihres unehelichen Sohnes Tripp verlobt, spricht dafür, dass demnächst in Sachen Moral endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Im konservativen Amerika kommt es wohl nicht so gut an, wenn die Tochter der Vorkämpferin für Tugendhaftigkeit und sittsames Benehmen ledige Mutter ist!? Zumindest könnte dies für "Mommy goes for President" so ausgesehen haben!!

Das war wohl bisher Sarah Palins - geborene Heath - erfolgreichste Wahl.... eine Misswahl 1984:



Eine Misswahl wäre es in meinen Augen auch diese Dame (?) ins Amt "der mächtigsten Frau der Welt" zu berufen. Das wäre als "Change" wohl ebenso schwer zu verkraften wie George Tubelyou während seiner zwei Amtsperioden - auch gerade zwei zuviel. Es ist nicht unwichtig, wessen Geistes Kind der oberste Chef einer Nation wie der USA ist.

Ob die zwei schlagenden Argumente sich bei den Wählerinnen (wohl eher nicht) und Wähler (dafür umso mehr) durchsetzen werden? Sollte Sarah Palin tatsächlich die erste Frau an der Spitze Amerikas werden, dann können alle bloss hoffen, dass ihre To-Do-Liste in etwa so aussehen könnte (s.oben) !!

Dienstag, 13. Juli 2010

Boote können Leben gefährden....


.... besser gesagt: der Geschwindigkeitsrausch.

Auf jeder Zigarettenpackung hat es grosse Warnschriften und abschreckende Fotos, welche über die Gefahren des Rauchens informieren. Bestelle ich etwas irgendwo, steht gross auf dem Verpackungsmaterial, dass ich mir die Tüte nicht über den Kopf ziehen soll wegen Erstickungsgefahr. Aber wo es um den Geschwindigkeitsrausch geht, fehlen Warnhinweise gänzlich.

Man stelle sich vor: statt eintönigem Lack weisen auf Autos aufgesprühte Unfallszenen darauf hin, dass Mensch das Gerät beherrschen sollte und nicht umgekehrt. Solch bildlicher Klartext fehlte wohl auf dem Boot, das innerhalb einer Sekunde ein Leben ausgelöscht und mindestens ein anderes auf brutale Weise zerstört hat.

Sie seien von Lüscherz aus mit einem gelben Gummiboot auf die St. Petersinsel gefahren, erzählt der Freund des Opfers. Er habe noch verzweifelt versucht, den Lenker des heranrasenden Motorbootes auf sich aufmerksam zu machen... vergeblich. So entschliesst sich das Paar zum rettenden Sprung ins Wasser, wobei die Frau in die Bootsschraube gerät. Beide Beine werden abgetrennt, die Hauptschlagader durchtrennt und die 24jährige stirbt in den Armen ihres Verlobten - sie wollten in drei Wochen heiraten.

Ich fühle Stephans Schmerz, seine Verzweiflung und seine Versuche, Angela, seinen Engel, zu retten. Es ist soooooo traurig, es macht sooo wütend, scheint soooo ungerecht und man denkt: hätte... wäre...

Zu Akzeptieren, dass ein Leben einfach ausgelöscht wird, weil eventuell sogar jemand mal versuchen durfte, wie es sich anfühlt, so ein Boot zu lenken, und das erst noch ganz schnell. Ist ja möglich. Ebenso möglich wäre, dass der Apéro an Bord etwas üppiger oder hochprozentiger ausgefallen ist als gut war. Dass der Raser noch nicht gefunden wurde ist unfassbar. Dass er sich selber meldet, damit ist wohl so schnell nicht zu rechnen. Ob er von den ebenfalls auf dem Boot Mitfahrenden angezeigt wird? Wie dem auch sei, Angela wird dadurch, dass jemand die Verantwortung für sein hirnloses Tun übernimmt, nicht wieder lebendig.

Gemäss Internet sind übrigens Boote der Marke Pedrazzini extrem rar... unglaubliche 6 bis 7 exklusive Boote pro Jahr verlassen die Werft, das hat seinen Preis. Offenbar hat es sich beim Tatfahrzeug um ein Holzboot der Marke Pedrazzini oder Boesch gehandelt. Beim "kleinen" Boesch sind Sie ab CHF 131'800.- dabei, beim "grossen" ab CHF 497'500.-. Beim Pedrazzini fehlt der Preis... gibt's wohl nur auf Anfrage. Der Bootsbesitzer dürfte kein armer Mann sein! Ob er auch der Täter ist? Ob jemand das Tatfahrzeug für eine Spritztour entwendet hat? Die Ermittlungen laufen jedenfalls auf Hochtouren und in diverse Richtungen. Mögen sie bald von Erfolg gekrönt sein und der Verantwortliche nicht einfach mit einer Strafe auf Bewährung davonkommen!

Stierkampf Adé statt Olé


Es gibt alte Zöpfe, die gehören eindeutig abgeschnitten. Der Stierkampf - für mich ein dunkelrotes Tuch - gehört meines Erachtens längst dazu.

Diskutieren Sie jedoch niemals mit einem Spanier über diese widerliche Art der Volksbelustigung. Vor Jahren schon habe ich versucht, zumindest zum Überdenken anzuregen; vergeblich. Zu sehr hat sich diese barbarische Überlieferung im Laufe der Jahrhunderte als traditionsgemässe Selbstverständlichkeit in unzähligen Köpfen sanktioniert. Da stösst man auf Beton resp. hormigón!

Dieses Jahr, wie auch schon in den Jahren zuvor, gab es bereits eine beachtliche Reihe von blutigen Zwischenfällen, bei welchen der Torero resp. Matador unschöne Bekanntschaft mit den Stierhörnern machen und die Szenerie wie auf Knopfdruck von weiter oben oder unten betrachten durfte, zum Teil sogar lebensgefährlich verletzt. Der Stier hat jedoch selbst dann, wenn er "gewinnt", keine Chance... er wird so oder so getötet.

Ganz anders in dem Witz über die "rognons blancs" resp. "criadillas", wo ein Tourist in einem Restaurant in Spanien einen Einheimischen fragt, was er da so geniesserisch in sich hineinschaufle.... natürlich nicht roh wie hier:



"Stierhoden, eine Delikatesse, müssten Sie unbedingt auch einmal probieren!" Der Spanier arrangiert sogleich mit dem Wirt, dass der Touri bei der nächstbietenden Gelegenheit seine Experimentierfreudigkeit unter Beweis stellen konnte. Das klappte auch hervorragend, nur dass die Portion diesmal etwas mickerig ausfiel. Darauf angesprochen entschuldigt sich der Wirt: "Tja, amigo, diesmal hat halt der Stier gewonnen!


Wenn einer nun statt in den Hosen- in den Hodenlupf genommen wird, wie "El Juli" vorgestern, kommt bei mir absolut kein Mitleid auf, höchstens dafür, dass man sich sowohl als Mensch wie auch als Volk in einer Art familiären Mustern bewegen MUSS und wirkliche Entscheidungs-Freiheit wohl eine Illusion bleiben wird.

Von einem Spanier weiss ich, dass kein Torero dieser Welt es mit den Kühen aufnehmen würde; die seien um einiges gefährlicher als ihre männlichen Kollegen. Lassen Stiere sich nämlich vom roten Tuch ablenken und an der Nase herumführen, wenden sich Kühe umgehend dem Zentrum der Störung zu... dem Bauch des Stierkämpfers. Eventuell haben sich die Stiere mittlerweile bei ihren Frauen einiges abgeschaut? Sagt man nicht: hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau?

Montag, 12. Juli 2010

Finale Voraussagen

Manch einer wollte Krake Paul mal so richtig einheizen nach deren Voraussage über Deutschlands Niederlage gegen Spanien, und zwar am liebsten mit Fritierfett. Paul habe Schuld am Desaster hiess es sogar!

Also selbst wer seinen Job versteht, lebt gefährlich, vor allem dann, wenn es sich um Fussball handelt, denn da versteht niemand so richtig Spass.

Paulchens Voraussagen stimmten zu 100%! Wow!! Er hat sich zwar nicht auf detaillierte Angaben eingelassen, was die Anzahl Tore und die Tordifferenz anbelangt, wird jedoch definitiv in die Geschichte der erfolgreichsten tierischen Wahrsager eingehen.

20Minuten berichtete kürzlich über ihren Redaktionshund Lucy, welcher die Voraussage des Meeresorakels bestätigte. Wau! Ohne zu zögern setzte auch er resp. sie Spanien auf Platz eins. Da so ein Hund eine wesentlich längere Lebenserwartung hat als eine Krake, könnte dies der Beginn einer erfolgreichen Karriere sein, z.B. als CEO bei der UBS!

Auch bei mir stimmten einige Aussagen mit den danach erspielten Resultaten überein. Heute war ich ganz eindeutig auf der Seite Spaniens. Mein Tipp lautete 0:1 für Spanien. Nicht schlecht.

Wenn der Titel "Foul-Weltmeister" vergeben würde, dann läge Holland in meinen Augen ganz vorne mit dabei, nicht ohne noch kurz eine Schwalbe zu machen. Da lob ich mir die saubere Spielweise "meiner" Deutschen!!! Allerdings gebe ich zu, dass auch die Spanier heute nicht unbedingt Angelitos waren.

Seufz!!! Aufschnauf!!!!! Nun haben wir endlich wieder Ruhe vor dem runden Ball und der damit einhergehenden Aufregung... erst einmal 2 Jahre bis zur nächsten EM. Juhuuuu =D

Sonntag, 11. Juli 2010

Urs und Berna - geniale Lösung in Sichtweite

Heute die Blick-Schlagzeile: "Drama um Berner Bären: Berna und Urs droht Todesspritze".

Schande über uns. Wo das Herz seinen Stammplatz haben sollte, ist beim "homo erectus 2010" eine Rechenmaschine eingepflanzt.

Während noch die halbe Welt vor Verzücken die Mundwinkel nicht mehr runterkriegt, plant Bern heimlich nolens-volens die Hinrichtung unserer vierbeinigen Superstars. Leider ist es bisher nicht gelungen, für die Zukunft zu planen und einen Platz für die beiden Wonneproppen zu finden.

Hei Leute, Moment mal; warum denn so kompliziert? Hin- und her telefonieren, die Hände ringen oder gar verzweifeln? Nein!!!! Macht es doch einfach wie Medwedew!!!! Anlässlich seines Besuches im September 2009 kam Russlands Präsident nämlich nicht mit leeren Händen.



Seine beiden tapsigen Geschenke aus einem Moskauer Zoo sind mittlerweile auf stattliche (Über)Grösse angewachsen - russische Bären werden grösser als unsere Braunbären - weshalb die Stadt schon wieder an kreative und finanzielle Grenzen zu stossen scheint. Das Gehege im Dählhölzli ist für Mischa und Mascha nämlich in Bälde um einiges zu klein, und vermutlich hatte der Moskauer Zoo ähnliche Probleme wie wir jetzt mit unseren "Schnüggle", doch dann kam DIE Chance! .-)

Aber zurück zu DER Lösung: Urs und Berna wären doch DAS IDEALE GESCHENK beim nächsten Auslandbesuch von Bundespräsidentin Leuthard oder Aussenministerin Calmy-Rey. Es braucht ja nicht gleich wieder Libyen zu sein. Statt U&B einfach (!!!) zum Tode zu verurteilen wäre es doch um einiges sympathischer, sie kurz nochmal zu herzen und zu knuddeln und dann mit ihnen unter dem Arm zum Beispiel Deutschlands Engel (Angie) heimzusuchen. Das Motto: die Schweiz grüsst Berlin.... und zeigt sich für einmal grosszügig. Notfalls wird aus Berna - eigentlich ein Männchen - über Nacht Berlino, und das erst noch ohne geschlechtsumwandelnde Massnahmen.

Nur am Rande erwähnt: früher wurden Berns Jungbären Jahr für Jahr getötet, damit man im drauffolgenden Frühjahr an Ostern wieder den ersten Spaziergang der nächsten Generation bewundern konnte. Lebensdauer von Bärengraben-Jungbewohnern: geringgradig länger als die einer Eintagsfliege!! So servierte z.B. die Brasserie Bärengraben regelmässig Bärensteaks.

Wir sind jedoch mit diesem Problem kein Einzelfall. Zoos sind nun mal kein sicherer Hort für Tierbabys. Da wird getötet, was das Zeug hält. Warum verzichtet man jedoch nicht einfach auf Tiernachwuchs, ich meine, das kann man heutzutage doch steuern!? Eine Frage, die sich per Jööö-Effekt von selbst beantwortet. Der Besuch unseres Bärenparks ist zwar gratis, beim Zoo sieht das ein wenig anders aus. Eisbärenkind Knut zum Beispiel war ein Glückstreffer für den Zoo und dank Thomas Dörflein - ein wunderbarer liebevoller Mensch mit gaaanz viel Herz! - gab es für alle Seiten unendlich viele zauberhafte Momente.



Meist sieht die Realität jedoch anders aus. Man tötet Tiernachwuchs aus Platzgründen und damit die Mütter wieder trächtig werden... und keinem der verantwortlichen Menschen kommt es auch nur annähernd in den Sinn, dass auch Tiermütter Gefühle haben, ihre Kinder LIEBEN und sich sorgen wie jede Mutter! Das ist krass!!!!



Aber sind sie nicht einfach knuffig?

Moritz Leuenberger ... medial gewür(di)gt!


Stellen Sie sich vor: Sie sind (über)motiviert, haben nicht selten einen 16-Stunden-Tag, stehen in einer eher kritisch gestimmten Öffentlichkeit, bereit Verantwortung zu übernehmen und stets Ihr Bestes zu geben. Sie sind integer, konnten nicht immer ganz genau das vertreten, was Sie eigentlich wollten (Kollegialitätsprinzip), haben aber einiges erreicht für Ihr Vaterland. Sie haben sich sozusagen den Rütlischwur auf die Brust tätowieren lassen.

Anstatt dass die Medien Ihren Rücktritt mit einer Lobesrede auf Ihre eindrücklichsten Momente beantworten, kriegen Sie den verbalen Schuh ab. So liest man allenthalben: "15 Jahre sind genug", "Leuenberger geht. Endlich"... es fallen Worte wie "befreiend" und "Wohltat" und es wird darauf hingewiesen, Sie hätten immer lustloser und frustrierter gewirkt. Das mag wohl sein, denn es sind einige unschöne Dinge schiefgelaufen in der letzten Zeit, wenn man da nur mal an den Merzenfleck denkt, die Libyenaffäre, das Bankgeheimnis, die UBS-Affäre etc.. Auch ist malen und basteln mit Amtskollegen (s. 20min), und das erst noch mit einem für psychologische Interpretationen öffentlich zugängliche Resultat, nicht jedermanns Sache.

Leuenberger war u.a. ein genialer Redner und steht damit praktisch allein auf weiter Schweizer Flur!! Er ist der einzige bloggende Bundesrat, was ihm vielerseits zum Vorwurf gemacht wurde (wo findet der die Zeit, noch solch lange Einträge zu posten?). Man kann ihn mögen oder nicht: es zeugt von mangelnder Emotionaler Intelligenz, wenn man jetzt mittels (Er)Schlagzeilen auf ihm und seinen Gefühlen rumtrampelt, denn glauben Sie mir, er putzt nicht nur seinen Hintern ebenfalls mit Papier... es lässt ihn ebensowenig kalt wie es Sie oder mich lassen würde, solche "Wür(di)gungen" über den eigenen, doch beachtlichen Einsatz zu lesen.

Die medialen Reaktionen zeigen überdeutlich, in was für einen kalten, gefühlslosen Welt sich Redakteure und Journalisten bewegen MÜSSEN, wollen sie ihr (Gratis)Blatt noch loswerden. Das kann ja nur noch besser werden.

Ich persönlich hätte es lieber gesehen, Hans-Rudolf Merz wäre ENDLICH zurückgetreten (s. Eintrag August 2009), aber da können wir wohl noch lange warten. Möge die Freude in Leuenbergers Leben zurückkehren, schrittweise, in kleinen, gut verdaulichen Portionen. Vielleicht mag er uns darüber ja jeweils in seinem Blog berichten =D

Samstag, 10. Juli 2010

Think Pink... ♡


... und wenn das nicht auf Knopfdruck klappt, dann nehmen wir uns halt die auditive Version vor. PLAY!!!

Mir gefällt diese Powerfrau samt Hammerstimme. Heute tritt sie erstmals im Stade de Suisse auf und legt ihren Klangteppich aus. Der ist so vielfältig wie die Künstlerin selber. Ich fühle mich irgendwie stolz, dass ein solcher Topact in unserer sonst so verschlafenen Stadt zu sehen sein wird. Schade nur, dass ich Massenaufläufe meide wie die Pest... sie machen mir ehrlich gesagt Angst. Eventuell bekommen wir ja den einen oder anderen Ton mit, auf dem Balkon sitzend bei einem Glas Wein. Akustisch sicher submaximal.... am besten lege ich einfach eine meiner rosaroten CDs ein und lasse mich begeistern.



So könnte das in etwa aussehen.... I love her ♡

Freitag, 9. Juli 2010

Sentimental Journey.... 3 Engel für Charlie


Was für eine Freude erfüllt einem jedes Mal, wenn man auf Spuren aus seinen Kinder- und Jugendtagen stösst. Gerade das Fernsehen ist dafür bestens geeignet (s. Eintrag über Emma Peel).

Wer hat sie nicht, die Erinnerungen an damals, als man sich auch schon mal richtig anstrengte mit den Hausaufgaben, um pünktlich vor die Kiste zu kommen, diesen Familien-Störsender, der noch immer die Aufmerksamkeit aller in seinen Bann zu ziehen vermag?

Kürzlich habe ich mir zwei Folgen von "3 Engel für Charlie" angeschaut. Rot-Schwarz-Gold etwas anders. Überraschend für mich war, wie ungeschickt sich Frau damals noch anstellen musste, wie hilflos. Im geeigneten Augenblick sorgte Unfähigkeit oder Unaufmerksamkeit für unerträgliche Spannung, welche sich bei mir meist in Ärger über die Protagonistin entlud. Ungeschickt lässt grüssen! Vor allem die blonde Jill sorgte für ganz viel Tussialarm, Sapsi... also Sabrina war der kluge Kopf und Kelly verband auf vollendete Weise Schönheit mit Intelligenz.

An einem Punkt meines "Sentimental Journeys" hatte ich dann plötzlich den Eindruck, mein Fernseher sei kaputt resp. der Ton ausgefallen. Sabrina sass mit Bosley im Wagen, keiner sprach und es war .... still .... einfach nur still. Erst da wurde mir bewusst, dass es eine solche Ruhe vor dem Sturm in heutigen Krimis nicht mehr gibt, denn seit einigen Jahren ist IMMER und überall Musik unterlegt, eine, welche z.B. die Spannung ins unerträgliche steigern kann. Ein seltsames Erlebnis!

Mein Fazit über alte Krimiserien: man ist diese Machart nicht mehr gewohnt und der Genuss liegt mehr in einer gewissen Sentimentalität, die einem doch noch lieber ist als Senilität.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Man soll den Tag nicht vor dem Abpfiff loben!


Grossmaul wurde er oft genannt, Muhammed Ali resp. Cassius Clay, denn er machte seine Gegner im Vorfeld eines Boxkampfes buchstäblich platt, wenn auch nur verbal. Das mag zwar etwas gewöhnungsbedürftig rüberkommen, aber wenn es hilft! Im Falle der Boxlegende hat es dies wohl zu 95 Prozent.

An dieser Fussball-WM habe ich buchstäblich mitgefiebert, und zwar mit Deutschland. Die Jungs haben echt toll gespielt. Schade, dass Müller das Halbfinale nicht bestreiten durfte... 2 gelbe Karten waren mindestens eine zuviel.

Wie schon bei Viertelsfinalgegner Argentinien hörte man auf deutschen TV-Sendern in Bezug auf Spanien ganz viele verbale Scharmützel der besonders selbstbewussten Art. Man gab sich allenthalben siegessicher. Unzählige Deutsche wollten sich das Spiel gar im Land des Gegners, genauer gesagt: auf Malle ansehen und flogen deshalb extra für einen Tag da hin.

Leider sollte der Traum nicht wahrwerden und so können Schweini, Poldi und Konsorten allenfalls noch den dritten Platz erobern. Seit Tagen warne ich vor allzuviel Mundakrobatik, denn Europameister Spanien scheint praktisch unschlagbar, ausser vielleicht durch unsere helvetischen Superkickern. Die "Españoles" haben übrigens gestern ganz eindeutig besser gespielt und somit auch verdient gewonnen. Felicidades!!

Man merke für die Zukunft: "Du sollst den Tag nicht vor dem Abpfiff loben", ist so. Eines bleibt uns jetzt gottseidank erspart: all die Leute, welche im Falle eines deutschen Sieges nackt durch die Gegend zu flitzen gedachten. Will eigentlich keiner wirklich sehen, oder!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Schneiderei gesucht?


Abnehmen ist was Angenehmes, vor allem wenn man danach um so viel leichter durchs Leben schreiten kann. Leider sind Kleider, die sich der Figur anpassen, also mitwachsen und ebenso schrumpfen können, noch immer nicht erfunden worden. Das wäre mal eine Marktlücke!!

Meine Talente liegen zwar nicht brach, aber garantiert nicht im Bereich Handarbeiten. So bin ich auf eine gute Schneiderei angewiesen.

Nun gibt es solche und solche. Viele sind heutzutage einfach auf Hosenkürzen spezialisiert. Oft wird einem Kunden auch der Rat erteilt, die zu grossen Stücke einfach in einer Secondhand-Boutique zum Verkauf zu geben oder bei der nächsten Textilsammlung anonym weiterzureichen in der Hoffnung, dass sich da jemand über unser gutes Stück freuen wird.

Ich bekam gottseidank einen heissen Tipp und der hat sich als dermassen genial herausgestellt, dass ich ihn an dieser Stelle gerne weitergeben möchte:
Änderungen aller Art sowie Kleidung nach Mass in einer fantastischen Ausführung erhalten Sie bei der Schneiderei Umeri in Bern. Und da dort doppelt so gut gearbeitet wird wie anderswo, gibt es auch gleich zwei Filialen:

Marktgasse 9 (031 312 74 34)
Marktgasse 32 (031 311 41 31)

Leider gibt es immer weniger Leute, welche den Beruf des Schneiders erlernen möchten, das zumindest wurde mir bei Umeris erklärt. Natürlich ist es kein einfaches Handwerk, aber hat uns nicht der grosse Nicolas Hayek gerade kürzlich noch erklärt, wie wichtig es wäre, dass das Knowhow nicht verschwindet und wie ausschlaggebend für den Erfolg einer Gesellschaft es ist, dass Handwerk nicht durch Kopfarbeit abgelöst wird? Der Versuch, dies zu tun, MUSS scheitern, denn es gibt zwar vieles, was man mit dem Kopf lösen kann, aber ganz bestimmt ebenso vieles, wofür Herz und Hand besser geeignet sind.

Die zahllosen jungen Frauen und Männer, welche sich für Mode interessieren und davon träumen, vielleicht sogar einmal Star-Desinger zu werden, vergessen dabei meist etwas ganz Grundlegendes: man muss an der Basis anfangen und einen Beruf von der Pike auf erlernen. Und Modeschöpfen geht nun mal nicht, ohne dass man zumindest eine Ahnung hat, wie so ein Teil zusammengenagelt werden könnte!!

So hoffe ich denn ganz eigennützig, dass sich die Nachfolge im Hause Umeri auch in Zukunft erfolgreich gestaltet und ich weiterhin meine Hausschneiderei mit delikaten Näharbeiten beauftragen kann, denn dann wäre ich, was Selbernähen anbelangt, aus dem Schneider! =D

Dienstag, 6. Juli 2010

Sex-trablatt....


Heutzutage gibt es Zeitschriften und Bücher, die kommen locker mit zwei-drei Worten aus. Sex als wichtigste Nebensache der Welt steht dabei ganz oben auf der Liste, gefolgt von "Gewichtsverlust", dies vor allem in Frauenzeitschriften, und das dritte.... öhm... das hab ich jetzt vergessen.


Interessant und dabei soooo fesselnd!! Gottseidank lassen wir uns nicht anderweitig verbilden und nähren unsere Intelligenz und Gedankenwelt praktisch alle aus ein und derselben Quelle. Blond lässt grüssen =D

906er-Nummern oder: Lachalarm im Hause Schwab


Am Samstag haben wir uns wieder einmal gegenseitig inspiriert, wie das bei eingespielten Ehepaaren so üblich ist. So habe ich mich z.B. sehr über "Güzins Welt" in der Tele amüsiert. Die wird doch tatsächlich von Woche zu Woche besser. Diesmal ging es darum, dass Äusserlichkeiten einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den beruflichen Erfolg haben können, also Grösse, Haarfarbe, Bart(los) etc., alles ist wichtig. So müsste in einem Beispiel Frau M. auf 214 cm Körpergrösse anwachsen oder Ihren Kollegen J. auf 147 cm kürzen um den bestehenden Lohnunterschied auszugleichen!
Im Gegenzug zeigte mir Martin Andreas Thiels Kolumne in der Bernerzeitung. Die fand ich diesmal zwar nicht ganz so gut, aber immerhin, ein Schmunzeln konnte sie mir doch entlocken.

Da - plötzlich - ein nicht zu bremsender Lachkrampf bei meinem Herzallerliebsten. "Das schlägt echt alles"... japste er, und schob mir die Zeitung rüber. Unter "Telekiosk" waren da ein paar 090Sex-er-Telefonnummern aufgeführt mit sehr speziellen Angeboten.... und zwar: ich zitiere wörtlich:

"Ich bin eine reichte Witwe und suche geile Männer. Kann dir auch ein Taschengeld geben." Der Anrufer wird dabei unter 0906 999 XXX 2.50 Grundtaxe sowie denselben Betrag im Minutentakt los, was jedoch bei dem versprochenen Taschengeld kein Problem darstellen sollte.

"Blonder Engel - oder Teufel? - möchte dir gerne ihre Vielfalt an Dessous vorführen. Gefällt dir schöne Unterwäsche?" Nicht viel- sondern einfältig muss man sein, um sich für 2.95 pro Minute die Spitzen(bordüren) beschreiben zu lassen?

"Bitte verwöhne meine Doppel-D-Möpse!..." oder waren es doch eher begossene Pudel, und erst noch besonders kostspielige.

"Bin nicht die Schlankste, dafür aber sehr wild im Bett! Stehe auf aussergewöhnliche Dinge! Willst Du wissen, welche?" Nööööööö, behalte das für 2.95 in der Minute lieber für Dich!!!

Wir lachen, bis uns die Bäuche wehtun und stellen uns vor, wie Frau Müller sich ihren Rentnerinnenalltag etwas kurzweiliger gestaltet und dabei erst noch etwas dazuverdient. Und um sich etwas von der verkrampften Lüsternheit der Anrufer abzulenken, strickt sie für ihren Enkel noch einen Schal für Weihnachten.....

Freitag, 2. Juli 2010

Hayeks Ideen leben weiter ....


.... hoffentlich!!
Die Zeitung der Unia hatte Nicolas Hayek kurz vor seinem Tod interviewt und veröffentlicht nun eine nicht autorisierte Fassung des Gesprächs, da Hayek die Korrektur nicht hatte zu Ende führen können. Er wurde von der Lebensbühne abberufen. Ich finde seine Worte jedoch dermassen inspirierend, dass ich Ihnen das nicht vorenthalten möchte. Im Zusammenhang mit der überall grassierenden "Diplomanie" steht unter anderem: "Wenn du einen Esel nach Salzburg schickst, macht das aus ihm noch keinen Mozart"... aber lesen Sie selber das davor und danach.... es lohnt sich. Spielen wir doch einfach eine Runde "fang den Hut" respektive "fang die Idee"....
Danke Nicolas ☺♡☺

Donnerstag, 1. Juli 2010

Pastis-serie


Manche lieben Pâtisserie, andere Pastis-serie... also ohne Ende =D

Bei unseren Aufenthalten in Saignelégier pflegte ich jeweils den Abend mit einem Pastis (vom provenzialischen "Pastaga" für Mischung oder auch "Pastiche" für Nachahmung in Bezug auf Absinth abgeleitet) einzuläuten, während sich Martin meist lieber Kaffee und Kuchen zu Gemüte führte. "Le Pastis c'est pour Monsieur?" fragte jeweils die Servierkraft zielsicher. Mein "non, le Pastis c'est pour Madame" sorgte stets für Staunen. Ein seltsamer Rollentausch....

Original Pastis wird aus Alkohol, Sternanis, Wasser und Zucker hergestellt. Diese Ingredienzien lässt man über 24 Stunden ziehen und so zum Anisextrakt werden. Auf gleiche Weise wird aus Lakritzpulver und Alkohol ein Lakritzextrakt hergestellt. Beide Extrakte werden nun nochmals mit Alkohol, Wasser und Zucker vermischt, und eines der bekanntesten Apéritifs, das Pastis 51, ist geboren. 51 heisst diese beliebte Sorte, weil sie seit dem Jahr 1951 von Pernod vertrieben wird, enthalten tut er "nur" an die 45 Volumenprozent Alkohol. Ich kaufe meist den etwas günstigeren Pastis 45.... der schmeckt auch und wird praktisch identisch hergestellt.

Pastis mundet ausgezeichnet und eignet sich auch gut zum Aromatisieren von Speisen und Saucen. Man sagt ihm sogar Heilkräfte nach!! Anders als seinerzeit Absinth resp. Wermut enthält Pastis oder Pernod kein Thujon, ein Kraut, welches u.a. Schwindel, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Depressionen oder gar Blindheit hervorrufen kann. Seit 1998 darf die "grüne Fee" übrigens wieder legal verkauft werden. In Saignelégier konnte man schon vorher illegal den klaren Absinth, auch "Blanche" oder "La Bleue" genannt, kaufen. Aus Vorsicht verzichtete man bei der Herstellung auf die verräterische typische Grünfärbung!

Heute sprach ich mit jemandem über Pastis und dessen Wirkung auf unser Wohlbefinden... letztere natürlich nur, wenn nicht übertrieben wird. Da meine Freundin das Getränk nicht kannte, schlug ich vor, gemeinsam einen zu geniessen.

Meine empfindlichen Geschmacksnerven meldeten sofort und auch für mich einigermassen überraschend: Pastis ist nicht gleich Pastis.... meine Enttäuschung über das gebotene Geschmackserlebnis war riesig. Da war zwar dieser angenehm mundende Anisgeschmack, der wurde jedoch übertönt durch etwas, das mich sofort an die indische Küche denken liess. Meine diesbezügliche Frage konnte das Personal nicht beantworten, allerdings wurde mir die Flasche präsentiert. Meine Freundin Wiki lüftete dann das Geheimnis. Im Pastis Henri Bardouin findet sich nebst den üblichen Inhaltsstoffen unter anderem Zimt, Pfeffer und Kardamom. Letzteres war es auch, das mich störte, dies obwohl genau dieser Pastis 2008 mit einer Medaille d'Or ausgezeichnet wurde. Trotzdem schmeckt der auf wenige Ingredienzen reduzierte um vieles besser.

"In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung" lautete Leonardo da Vincis Motto und Schiller meinte dazu: "Einfachheit ist das Resultat der Reife."... und auf die reife Leistung meiner Geschmacksknospen bin ich schon ein wenig stolz. Prost zäntume =D

Viagra ♡ Pink Viagra.... Rosa für die Frau


Rosa für die Frau, Hellblau für den Mann.... und es knistert in unseren Schlafzimmern bis das der Tod uns scheidet.... was in seltenen Fällen genau dann und dort auch passiert.

Nachdem Pharmafia dem Mann jeden (!!) Alters erfolgreich zur Dauererektion verhelfen konnte, wenden sich die Forscher nun FSD zu resp. HSDD, auf Neudeutsch "Female Sexual Dysfunction" resp. "Hypoactive Sexual Desire Disorder" zu.

Es kann ja nicht sein, dass die Libido im Leben eines Menschen Schwankungen unterliegt... und bei Frauen schon gar nicht, oder? Frauen wollen auch wollen, ja sie müssen es!! Denn nur auf diese Weise kann Sex bis ins Greisenalter die wichtigste Sache eines erfüllenden und erfüllten Lebens bleiben!!!

So macht man sich daran, Viagra ein weibliches Pendant zur Seite zu stellen - "Pink Viagra". Zwei Medikamente stehen bereits vor einer möglichen Zulassung: ein Psycho-Aphrodisiakum sowie ein Testosterongel. Interessanterweise stellte man fest, dass es bei Frau nicht ausreicht, die "örtliche Durchblutung" anzuregen, bei Eva spielt sich die Lust ganz stark zwischen den Ohren ab. So fokussieren die medizinischen Bemühungen auf den Stimulierungspunkt im Gehirn, den etwas anderen G-Punkt also.

Es gibt für alles eine Tablette... und für ganz grosse Gewinne sicher mehr als nur zwei!

Könnte es jedoch sein, dass man/frau nicht immer ein gleich heisser Feger bleibt und dass es völlig normal sein könnte, dass auch eine Beziehung einem stetigen Wandel unterliegt, wie alles in dieser Welt? Schmetterlinge im Bauch sind gut und recht, aber doch nicht 100 Jahre lang... ich meine, wohin mit Pommes und Steak? Zudem sind Hormone Medikamente und keine Lifestyleprodukte!!!

In der heutigen Zeit, in welcher, Pille sei Dank, auch Frau meistens kann oder notfalls Zuflucht zur Migräne sucht, besteht ein enormer Druck. Glaubt man den Medien gehört Sex zum wichtigsten schlechthin und ist somit Qualitätsmesser für unser Leben... mit einem stetigen Blick auf die Quantität. Wer es nicht glauben will, der schaue mal nur einen einzigen Tag lang fern - also nicht Fussball!! So fragte schon anno domini mein Gynäkologe jede Patientin standardmässig: "wie mängisch tüet der schätzele?". Halloooooo!!!!

Neulich habe ich gelesen, dass sich Mann, was das Zusammenleben anbelangt, vornehmlich (!!) an Pornofilmen orientiert, während Frau sich eher an die Seifenopern hält. Ob das tatsächlich stimmt, weiss ich nicht; beides liegt vermutlich etwa gleich weit von der Realität entfernt.

Waaas? Nein, ich kann jetzt nicht, ich bin am bloggen! In diesem Sinne wünsche ich allen einen wunderschönen heissen Sommertag =D