Sonntag, 30. Mai 2010

"Unser" Vitali.... bald Präsident der Ukraine?


Sie kennen ihn sicher alle, unseren Vitali... den sympathischen Klitschko, meine ich. Obwohl gebürtiger Ukrainer, hat jeder von uns dieses Boxwunder mit den schlagkräftigen Argumenten sozusagen gedanklich adoptiert. Seine Kämpfe sind gut besucht, selbst von zartbesaiteteren Seelen, welche auch schon mal ihre Augen vor allzu brutalen Szenen mit beiden Händen schützen.

Soviel ich weiss, ist Klitschko mehrfacher Schwergewichtsweltmeister. Gerade gestern Abend konnte er wieder einen Kampf für sich entscheiden, und zwar vor 40'000 Zuschauern gegen den Polen Sosnowski.

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Dr. Eisenfaust bereits jetzt in Teilzeit politisch unterwegs. Offenbar wurde er im April zum Parteichef der demokratischen Allianz UDAR gewählt und schliesst eine Kandidatur für das Präsidentenamt in der Ukraine nicht aus.

Vitali, wie kannst Du auch nur ansatzweise daran denken, von einem so sauberen Geschäft wie dem Boxen in ein Drecksgeschäft, wie die Politik es nun mal ist, zu wechseln? Das kannst Du Dir und uns doch nicht antun, oder?

Da war das mit der Milchschnitte die bessere Idee!! Nein, ich meinte damit natürlich nicht Wladimir ;-)




Lauschangriff auf Toilette?


Wie schon im Kritzelkratzel-Blogeintrag erwähnt, hatten wir am Samstag Delegiertenversammlung der ACSA. Durchgeführt wurde sie im Hotel Kreuz in Bern, professionell, zweisprachig und mit Übersetzerin.

Obwohl diese ein Mikrofon besprach, hatten wir in den hinteren Reihen echt Schwierigkeiten, sie zu verstehen. Viel zu leise!!! Das grosse AHA-Erlebnis kam, als ich während der Sitzung die Toilette aufsuchen musste. Zur Tür raus, durch einen weiteren Raum ins Treppenhaus, wieder eine kleine Treppe rauf... dort war das stille Örtchen.

Das war diesmal jedoch alles andere als still, und das lag für einmal nicht an mir. Hier konnte ich nämlich endlich klar und deutlich verstehen, was im Saal gesprochen wurde, halt einfach jeweils in der deutschen oder französischen Übersetzung. Irgendein Profi hat vermutlich einen Knopf falsch gestellt. Damit auch alle Frau M. gut verstehen konnten, haben wir dann für den Rest der Sitzung die Tür zum Vorraum offen gelassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich vor einem Sitzungszimmer als Aussenstehende die Geschehnisse und Verhandlungen mitverfolgen kann. Gut, dass wir kein Geheimbund sind und nichts zu verbergen haben. Das einzige, was passieren könnte: der Lauscher verschläft das Ende der Sitzung!

Ja, ja, es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz ;-)

ESC - viel hätte nicht gefehlt für die Schweiz









Wäre Michael von der Heide....

- hetero
- etwas jünger
- etwas viriler
- etwas freakiger
- muskelbepackt - am liebsten Sevenpack ;-)
- etwas lockerer - flockiger
- weniger lyrisch
- z.B. Immigrant mit russischen Wurzeln und englischer Muttersprache
- eine Art Klon von Clooney
- nur echt mit Pearcing
- oder gar Tattoo
- eine Art männliche Lena Meyer-Landrut
- .......
- .......

- und vielleicht noch mit einem anderen Song....

.... also es hätte echt Gold geregnet. Aber ➠ der Rest ist Geschichte. Es hat wieder mal nicht sollen sein.

Gemäss Stefan Raab ist Michael eine Mischung von Prinz Charles und Ross Anthony. Etwas böse aber auch nur knapp daneben.

Übrigens: das Feld von hinten aufgerollt belegen wir ja dieses Jahr schon Platz eins! ;-)

ESC: €uropa im Lena-Fieber....


Sie kam, sang und siegte: Lena Meyer-Landrut. Und ihr Land kommt seither nicht mehr zur Ruhe; ja was sag ich: €uropa schafft es nicht mehr, aus ihrem Satelliten auszusteigen.

Das Lied: ein echter Ohrwurm, und Lena selbst: ein Kracher, eine Rakete im Steilflug! Nur das Champagneröffnen muss sie noch ein wenig üben, aber dafür hat sie ja einen starken Mann an ihrer Seite: Stefan Raab.



Er war es auch, der sie erfolgreich vor allzu aufdringlichen Reportern und Fans abschirmte. Die Ruhe selbst, ein Fels in der Brandung... und doch begeisterungsfähig und ehrgeizig, das alles ist er, unter anderem.

Stefan ist mehr als ein witziges Kerlchen. Was er schon so alles aus dem Boden gestampft hat, ist unglaublich. So ist er in vielem praktisch ein Garant für Erfolg.

War es nicht auch Stefan Raab, der uns Schweizern zeigen musste, was da im hintersten Wallis für ein stimmgewaltiger Rohdiamant heranwuchs, obwohl sie damals noch fleissig die Schulbank drückte, unsere Stefanie Heinzmann.

In einem Format wie DSDS hätte Stefanie nach eigenen Angaben niemals mitgemacht und wenn, dann hätte sie dort definitiv keine Chance auf den Sieg gehabt. Stefan Raab hat einen Riecher für Musik, für Potential, für Erfolg und für sogenannte "Typen" und stösst so auf starke, selbstbewusste, moderne junge Frauen, welche es vielleicht gerade deshalb schaffen werden, sich längerfristig im Geschäft zu behaupten und auch mit dem Druck der Medien umzugehen: mit dem Hype, der oft unschönen Kritik, der Intoleranz....

In England würde Stefan wohl spätestens nach dem sensationellen Sieg am €urovision Song Contest geadelt. Sir Stefan also.

Eventuell könnte genau dieser Mann unseren Juroren bei der Vorauswahl für ESC 2011 mal auf die Sprünge helfen. Dass diese einen Michael von der Heide direkt in den Grossstadtdschungel Oslo schickten, lässt nur einen einzigen Schluss zu: die Leute haben Angst, die Schweiz könnte doch mal wieder einen ersten Platz gewinnen. Und was dann??? Wir haben doch nicht das Geld, einen so riesigen Anlass zu finanzieren.

Unser Lenchen von Platz eins zu verdrängen, hätte dieses Jahr wohl selbst Stefanie Heinzmann nicht geschafft. Da war dieser ganz spezielle Zauber, dem sich niemand entziehen konnte oder wollte. So haben wir denn auf ihren Sieg angestossen und uns erlaubt, ein wenig mitzufeiern, denn schliesslich hatten wir auch fleissig für sie angerufen.

Samstag, 29. Mai 2010

Happy doodling... Kritzelkratzel


Kritzeleien, hergestellt während langatmiger Telefonate, Meetings oder einfach sonst als Gesprächsbegleitung kann laut wissenschaftlicher Erkenntnis helfen, sich an Details zu erinnern. Eine Psychologin der britischen Uni Plymouth liess 40 Probanden zwischen 18 und 55 eine zweieinhalbminütige Bandnachricht abhören, welche besonders monoton vorgetragen wurde und viele Facts enthielt. Die Hälfte der Probanden wurde angehalten, während des Abhörens auf ein Blatt Papier wahllos etwas zu kritzeln. Die "Doodler" konnten sich an bis zu 30 Prozent mehr Details erinnern als die Nichtkritzler.

Kritzeln hält uns wach und davon ab, uns in Tagträumen zu verlieren. Fantasien, welcher Art auch immer, beanspruchen nämlich einen grossen Anteil der Gehirnaktivität, während Kritzeleien unseren grauen Zellen genügend Spielraum für die eigentlich wichtigen Dinge im Leben lassen, wobei nicht immer ganz klar ist, was effektiv zu letzeren zu zählen ist.

Nun soll es Leute geben, welche beides kombinieren und ihren Fantasien "doodlend" freien Lauf lassen.



"Honi soit qui mal y pense"! Meine Kritzeleien anlässlich der DV unseres Aikidoverbandes wirken dagegen recht seriös und sachbezogen, so wie ich ja auch! Ob ich nun aus dem Gedächtnis ein vollständiges Protokoll unserer Sitzung verfassen könnte, wäre auszuprobieren. Für ein Geschäftsessen oder die nächste Familienzusammenkunft halte ich mich auch ganz gerne mal an happy Doodling (easy scheduling) über diese Seite.

Kritzel-kratzel-kräuschen... wer kritzelt an meinem Häuschen? Solche Künstler hingegen bezeichnet man wohl eher als Sprayer und obwohl auch ihre Aktivität nebst dem ultimativen Kick und einem Adrenalinschub auch eine gewisse Konzentration mit sich bringt, wird es von niemandem wirklich goutiert.

Ich wünsche allen einen blattfüllenden schönen Kritzelsonntag!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Jesse James...



.....geboren am 5.9.1847, war ein berühmter Bandit und machte sich einen Namen mit Bank- resp. Zugüberfällen. Aufgrund dessen, dass er Passagiere meist unbehelligt lies und sich mit dem Inhalt des Safes begnügte, wurde er gerne mit Robin Hood verglichen. Er würde diesen September seinen 143sten Geburtstag feiern.

...geboren am 19.4.1969 und Noch-Ehemann von Sandra Bullock wurde zunächst durch seine Ehe mit der Oscar-Preisträgerin, seit kurzem vor allem aber durch zahlreiche Affären mit Tattoo-Girls berühmt und berüchtigt. Er feiert (?) dieses Jahr seinen 41sten.

In einem Interview trauert er nun all demjenigen nach, das er bis vor kurzem noch als das Seine bezichnen, vor allem aber die Seinen nennen durfte. Nebst der besseren Hälfte Sandra wäre da nämlich noch Baby Louis. Er wisse nicht, warum er das alles getan habe, weint er.

Ich denke einfach, der Mann hatte nichts zu Lesen. Seine Affären sind allesamt von oben bis unten durchtätowiert. Und da das Wechsel-Tattoo noch nicht erfunden worden ist, geriet Jesse in die Wechseljahre und tauschte einfach die Geliebten aus.

Wer gerne mal testen möchte, wie er mit Tattoo aussehen würde, kann das bei Tatmash relativ schmerzfrei tun. Einfach Foto hochladen und ausprobieren. Was meinen Sie übrigens zu meinem Exemplar?

Dienstag, 25. Mai 2010

From Bearwatch to Bearwatsch...


Gestern in aller Hergottsfrühe haben wir uns aufgemacht zum Bearwatching. Die Kleinen sind wirklich mega süss und am Morgen richtig hyperaktiv. Wir haben in kürzester Zeit die ganze Palette ihrer bisher antrainierten Fähigkeiten geniessen dürfen: rennen, klettern, Steine verschieben, kämpfen und sogar etwas schwimmen. Fressen können sie auch, fast schon so viel wie Mama-Bär, welcher sie meist auf Schritt und Tritt folgen. Und der schien das urplötzlich auf den Wecker zu gehen... und Klatsch, kriegte das eine eine Watsche, dass es das Gleichgewicht verlor und Katja Saalfrank vor Schreck wohl in Ohnmacht gefallen wäre.

Ein typischer Fall von Bearwatsch! Ob sich das Jugendamt einschalten und Urs und Berna in eine Pflegefamilie geben wird, ist noch nicht ganz ausgefochten!

Man sieht es jedoch immer wieder. Tiererziehung ist alles andere als antiautoritär. Man fragt auch nicht für alles und jedes die Kleinen, was sie und wie sie es gerne hätten. Oft genügt es, wenn Mama Bär eine Braue anhebt, manchmal knurrt sie vielleicht und ab und setzt es halt auch eine Backpfeife. Sagt einer heutzutage öffentlich, ein Klaps auf den Hintern habe einem Kind noch nie geschadet, wird er gleichentags verhaftet.

Ob unsere Erziehungsmethoden besser sind als die von Björk? Jedenfalls hat der Kleine sofort munter weitergespielt und wird sicher das eine oder andere Mal wieder an Mutters Grenze gehen... oder eben darüber hinaus. Was diese auch mal bereit ist zu tun....

.... eindrücklich!! Wir bleiben an dem Fall dran ;-)

Samstag, 22. Mai 2010

Die Samurai von Bern - Escortservice mal anders



Nicht sieben, sondern gleich dreizehn Samurai sind bereit, notfalls für den Schutz von uns Frauen zu sterben. Waaahnsinn!

John Lash, Inhaber der Berner Tai-Chi-Schule «harmonischer Drachen» bringt es auf den Punkt: "Es dauert zwanzig Jahre, eine sanftmütige junge Frau zu erziehen; ein gewalttätiger Mann kann dies in einem Augenblick zerstören".

Es ist tatsächlich so, dass sich in einem einzigen Moment - dem Bruchteil einer Sekunde - ein Leben komplett ändern kann, z.B. wenn einem jemand Gewalt antut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich in den letzten Jahren äusserst selten auf sanftmütige Frauen gestossen bin; eigentlich nie, um genau zu sein. Saufwütige kann schon mal vorkommen, übermütige vielleicht, aber sanftmütig? Gibt es das heutzutage überhaupt noch? Hat nicht die Emanzipation uns zu wehrhaften Geschöpfen mit genügend Haaren auf den Zähnen gemacht, zumindest verbal (hey Mann hesch du Problem?).

Der Eskort-Service durch echte Wu-Shi-Kriegern (Wu-Shi ist eine Richtung des Tai-Chi) ist für uns Frauen - im Taoismus als heilige Wesen verehrt - gratis. Männer müssen sich jedoch auch weiterhin allein nach Hause trauen, egal was sie da erwartet! Selbst Tipps, wie man ein Nudelholz wirksam abwehrt, gibt es für Exemplare des starken Geschlechts nicht.

Warum sich die edlen Ritter der Moderne als Arbeitsuniform eines japanischen Hakamas bedienen, ist mir nicht ganz klar, kommt ihre Kampfkunst doch eigentlich aus China. Aber egal, wer es laut eigenen Angaben mit bis zu sechs Angreifern aufnehmen kann und notfalls bereit wäre, sein Leben für jemanden zu opfern, darf schliesslich tragen, was er will.

Die Hakama hat übrigens vorne fünf und hinten zwei Falten, welche praktischerweise mit den sieben Tugenden der Samurai assoziiert werden, die da wären: Güte (Jin 仁), Gerechtigkeit oder rechte Entscheidung (Gi 義), Höflichkeit/Etikette (Rei 礼), Weisheit/Intelligenz (Chi 智), Aufrichtigkeit (Shin 信), Loyalität (Chūgi 忠義) und Ehre/Respekt (Meiyo 名誉). Vielleicht muss ich anfangen, meinen Falten auch Namen zu geben, statt sie einfach nur zu zählen!? ;-)

Wu-Shi, nicht Wischiwaschi... und Frau kommt wieder sicher nach Hause, und wenn sie schon mal einen sooo starken Mann an ihrer Seite hat, dann sind auch Torkeln oder Highheals kein Thema mehr! Also ab dato und bis auf weiteres keine gefallenen Mädchen mehr auf Berns Strassen!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Colmar - nicht Cauchemar


Colmar, ein Name der auf der Zunge zergeht, fast so zart und würzig wie die Tarte flambée, nebst Choucroûte und Kugelhopf eines der Nationalgerichte des Elsass.

Nach 5 Jahren Reiseabstinenz wollten wir wieder einmal für ein paar Tage wegfahren, ein Entschluss, den uns die YB-Final-Hysterie vom Sonntag - wir wohnen praktisch neben dem Stadion - leicht gemacht hat. Um 14.50 Uhr reservierte ich online ein Zimmer, und nur sage und schreibe 2 Stunden später sassen wir im Wagen und fuhren Richtung Grenze. In so kurzer Zeit Blumen giessen, Packen und ab dafür ist für uns Schwabs sensationell.

Um 19 Uhr checkten wir im Hôtel Colombier ein und assen nach einer "Tour de ville" äusserst gediegen im Hôtel Maréchal. Kann ich übrigens sehr empfehlen, wobei die Weine - Gewürztraminer und Pinot Gris - für meine Begriffe einen Ticken zu süss waren. Das Elsass ist nicht unbedingt als Weinland interessant, würde ich mal meinen.

Müde von den vielen Eindrücken freute ich mich auf mein Bett. Es sollte jedoch die Nacht der fliegenden Matratzen werden. Kaum hatte ich mich langgelegt, wurde ich an einen mittelalterlichen Folterkeller erinnert. Die Matratze war konvex und ich perplex, denn die Federn waren dermassen hart, dass sie an allen möglichen und unmöglichen Stellen meinen Rücken malträtierten; an Schlaf war nicht zu denken! Nach einer Stunde Durchhaltewillen schmerzte mein ganzer Körper; ein mir völlig fremder Zustand.

Mein selbstloser Göttergatte, durch mein Geächze geweckt, bot mir an, die Betten zu tauschen, denn seins war etwas weniger rabiat. Doch auch dieses konnte und wollte ich meinem geschundenen Körper auf Dauer nicht antun. In meiner Verzweiflung hüllte ich mich in den Bademantel und setzte mich in einen der Sessel. Das war schon viel besser, wenn auch nicht optimal, denn im Sitzen Liegen geht nun mal nicht ... und ich kann nur im Liegen schlafen. Also neuer Plan, neues Glück: die zwei Riesenkissen auf den Boden gelegt und das Kopfkissen dazu.....

Meine nächtlichen Aktivitäten weckten meinen Herzallerliebsten, wenn auch nicht ganz. Halbschlafen raunzte er etwas von "geht's noch", um dann doch akuten Handlungsbedarf zu erkennen. Genie wie er nunmal ist, hatte er auch gleich den richtigen Riecher. Ein kurzer Test mit den Händen bestätigte die Eingebung: die andere Seite der beiden Folterlager war etwas besser und so konnte Smartin verhindern, dass ich noch in selbiger Nacht abreiste.

Geblieben sind wir trotzdem nicht sehr lange. Es geht halt nichts über häuslichen Konfort. Dennoch werde ich gerne an Colmar zurückdenken und es nicht unbedingt sofort mit dem Wort Cauchemar in Verbindung bringen. Was würde ich ohne meinen praktisch veranlagten Schatz machen... nur echt mit seinem einzigartigen Näschen für Lösungen. Danke Schatz, Du bist und bleibst der Beste!!! ;-)

Multifunktionalität als Kunstkiller


Ich bin mir ganz sicher, dass Picasso seine grössten Werke gemalt hat, während er zwischen Staffelei und Küche hin- und herrannte, um nichts anbrennen zu lassen und gleichzeitig seiner Kreativität bildhaft Ausdruck zu verleihen.

Das war jedoch wohl eher nach seiner blauen Phase... eh... Periode. Kein Wunder sehen die Gesichter oft so verkorkst aus. Kunststück, vielleicht wusste er jeweils einfach nicht mehr, wo er verblieben war. Ich dagegen möchte nicht wissen, wie sich seine kulinarischen Werke dem Betrachter präsentiert haben. Wohl wie von Lastwagen überfahren!?

Gedanken einer kreativ-überforderten Hausfrau ;-)

Abstimmung vom 13. Juni: es lebe die Dekoramtei


"Entschuldigen Sie bitte die Störung; Sie haben vielleicht schon davon gelesen oder gehört, dass die Initiative "keine gewalttätigen Demonstranten" am 13. Juni 2010 vom Souverän, sprich: Volk angenommen wurde. Wir können Sie jetzt also auffordern, den Ort des Geschehens sofort zu verlassen. Im Widersetzungsfalle drohen Ihnen Bussen bis zu 5000 Franke... eh... eh... "

Letzte Worte eines Ordnungshüters vor dem grossen k.o.-Schlag? Wenn ja, dann ist er ziemlich weit gekommen mit seinem Text!

Der Stadtrat empfiehlt den Stimmberechtigten mit 38 Nein-Stimmen, 33 Ja-Stimmen und einer Enthaltung Ablehnung der Initiative.

Für das Stimmvolk kann nicht garantiert werden, denn die sind immer für eine Überraschung gut. Was die Durchführbarkeit bei Annahme anbelangt, da müsste man dann noch einmal über die Bücher. Ob wirklich jemand, dessen Blut in Wallung ist, zuhören mag, was die Obrigkeit mittels Megafon oder direkt zum Besten gibt, wage ich zu bezweifeln.

Wenn man sich mal ansieht, wie oft der Schweizer Bürger jährlich zur Urne gebeten wird und für was! Wenn man dann mal kurz überschlägt, was das alles kostet und es dem Nutzen gegenüberstellt, dann verschlägt es einem entweder die Sprache oder man nimmt an der nächsten bewilligten Demonstration gegen Volksverdummung... ehm... dämliche Volksinitiativen teil. Und für alle, die sich gleich dafür in Schale stürzen wollen: das Vermummungsverbot wurde bereits vor Jahren eingeführt. Es lebe die Dekoramtei... Demokratie!!

Samstag, 15. Mai 2010

Ackermann mit Maulkorb


Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, erhält als einer der ersten die neu entwickelte "Ma$k€ gegen die Allgemeine Verunsicherung" verpasst, einen Maulkorb also, mit dessen Hilfe verhindert werden soll, dass unangenehme Wahrheiten nach aussen, besser gesagt: in die Gehörgänge der Staatsbürger, Steuerzahler und Wähler gelangen.

Die Wahrheit durfte man noch nie laut sagen, schon gar nicht, wenn sie den Nagel 100pro auf den Kopf trifft.

Ackermann bezweifelt öffentlich, dass Griechenland seine Schulden je wird zurückzahlen können. Das tun Leute mit einem IQ oberhalb der Schneefallgrenze schon lange, und das sind gute 99%, doch Ackermann wird vorerst nahe gelegt, doch einfach mal seinen Mund zu halten. Ob wir mit dieser Massnahme die Krise in den Griff kriegen?

Die "Ma$k€" lässt "Audio in" zu, verhindert also lediglich "Audio out". Mit Hilfe einer durchdachten Spezialeinrichtung - Marke Strohhalm - wird jedoch gewährleistet, dass der Träger trotz allem noch atmen kann. Also, für alle, denen die aktuelle Entwicklung in der Finanz- und Politwelt nicht sowieso die Sprache verschlagen hat... das Ding soll diesen Sommer echt trendy sein.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Zu verkaufen: Lebensgrundlage





Mont sur Rolle... allen Anhängern von Weinseligem ein Begriff.


Gemäss meiner Freundin Wiki handelt es sich dabei um ein Weinbauerndorf oberhalb von Rolle, 12 km nordöstlich von Nyon: "Am gesamten Hang der Côte unterhalb einer Höhe von 550 bis 600 m.ü.M. wird Weinbau betrieben, auf dem Hochplateau Milchwirtschaft, Viehzucht und Ackerbau....."


Erschreckendes berichtet der "Beobachter" unter "Es wird eng im Paradies": 1980 war Rolle noch ein verschlafenes Städtchen mit 3500 Einwohnern. An den Hängen wurde Wein angebaut und wer im Dorf wohnte, arbeitete auch dort. Alles andere als eine pulsierende Wirtschaftsregion. Dann geschah etwas von tiefgreifender Bedeutung: Waadt wurde als "wirtschaftlich bedrohte Region" eingestuft und somit kam der sogenannte Bonny-Beschluss zum Zug. Dank Bundesgeldern konnte man fortan Firmen mit der Aussicht auf Steuererleichterungen in die Region locken. Ein Bauboom setzte ein. Die Nachbargemeinden (z.B. Gland) wuchsen schnell, Einkaufszentren entstanden und die Superreichen sicherten sich die besten Bauplätze der Côte für ihre Villen.

Da in Rolle Bauland und erschlossenes Industrieland knapp war, zeigte die Entwicklung daselbst vorerst kaum Spuren. Erst als die Gemeinde eine grosse Parzelle direkt an der Autobahn verkaufen konnte, zog das Wirtschaftswunder mit dem "A-One-Business-Center" resp. klingenden Namen wie Yahoo, Chiquita, Nissan etc. ein. Wie die Erfahrung mittlerweile zeigt, profitieren Einheimische von den entstandenen Arbeitsplätzen jedoch kaum. Im Gegenteil! Die Arbeitslosigkeit im Distrikt Nyon hat sich seit September 2008 praktisch verdoppelt. Die Firmen im "A-One" bieten vor allem Arbeit für sogenannte Business-Nomaden (Expats), eine Art Wohnnomaden, welche nirgends heimisch werden wollen; Geschäftssprache: Englisch.

"Dank" der zugezogenen Firmen nahm die Einwohnerzahl in Mont sur Rolle beständig zu und die Wohnbautötigkeit gehört zur intensivsten im Land. "In Rolle rollt der Rubel", könnte man jetzt meinen. Die Gemeinde selbst merkt davon jedoch nicht viel. Die Angestellten des "A-One Business Centers" verpflegen sich im Personalrestaurant und eingekauft wird in den grossen Zentren der Umgebung. Der vermeintliche Wirtschaftsboom in der Gemeinde hatte bisher vor allem Auswirkungen auf die Mietzinsen. Die stiegen nämlich seit den 80er-Jahren um mehr als das Dreifache.... für Einheimische kaum mehr zu bezahlen!


Philippe Rosse, ein gebürtiger Rollois, seines Zeichens Weinbauer in der vierten Generation, hat vor zwei Jahren bereits eine Hektare Land aus Familienbesitz zugunsten von sieben grossen Mehrfamilienhäusern mit 52 Wohnungen geopfert, sprich: gerodet. Wohnungen zu vermieten bringe eben deutlich mehr als Wein anzubauen und die Lage sei nun mal geeigneter für Bauen als zur Landwirtschaft, meint er dazu.

Was wird jedoch aus all diesen Wohnungen, wenn die zeitlich begrenzten Steuererleichterungen nicht mehr greifen und die Firmen andere Standorte suchen?

Geld bringt uns die Möglichkeit, Voraussetzungen zu schaffen. Sein Wert ist alles andere als beständig, das zeigen uns die kürzlichen Entwicklungen auf dem Finanzmarkt. Sich seiner Lebensgrundlage zu berauben, indem man relativ krisenfeste und risikolose Möglichkeiten gegen Geld eintauscht, halte ich für eher kurzfristiges Denken, denn wenn das Geld nicht einmal mehr das Papier wert sein wird, auf dem es gedruckt wurde, könnten uns die Reben immer noch helfen, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, wenn da dann nicht leerstehende Wohnruinen an unsere kurzfristige Planung erinnern würden!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Wunderpille kommt ....


.... und damit die ewige Jugend!? ;-o

Juhuu, hurra, juppiiii-yeah. Wie es aussieht, werden wir in Kürze mit 120 (nicht nur auf der Autobahn) auf den Putz hauen. Nix dekorativ in Urne rumstehen, nein, richtig Rämi-Dämi. Professor Nir Barzilai, man merke sich diesen Namen, entdeckt als erster das Methusalem-Gen.

Hallelujah und Pharmaindustrie sei wieder einmal dank wurde eine Pille herausgearbeitet, welche ewige Jugend inklusive Gesundheit verheisst. Sensationell!!!

Ab 2012 steht dieser in Pulver gefasste Menschheitstraum für die ersten Tests bereit, wobei die Produktetester aus Sicherheitsgründen zunächst wohl eher aus dem Tierreich rekrutiert werden; sicherlich nicht ganz freiwillig! Menschliche Probanden wird man wohl nicht lange suchen müssen, denn wer sich freiwillig Botox spritzen lässt und der Schönheit zuliebe auch mal ne dicke Lippe riskiert, der lässt sich wohl bei solchen Experimenten nicht zweimal bitten; ist ja erst noch alles gratis.

Mit der Einnahme von täglich einer Pille beginnt man am besten mit 40 resp. 50. Die Antibabypille wird also direkt von dieser Wunderwaffe wider die Natur abgelöst.

Ob Prof. Barzilai auch das Gen findet, welches unsere Hirnleistung dermassen optimiert, dass wir die durch die Wunderpille erst hervorgerufenen oder verschärften Probleme (Pensionierung, AHV....) werden lösen können?

Eines ist sicher: um auch im Alter körperlich und geistig fit zu bleiben, muss man früh genug beginnen, aktiv etwas zu tun. Das Pharmamudra (=Tablette rausdrücken und einwerfen) reicht bei weitem nicht aus. Auch mit 60, 70 oder 80, ja gar 100 Jahren gelenkig, kräftig und gesund zu sein, ist durchaus möglich, aber nicht mittels Fastfood, Fernsehmarathon und Dauermedikation. Die Erzeugnisse der Pharmamultis halten für den Anwender meist Risiken und unangenehme Nebenwirkungen bereit und wir müssen aufpassen, dass unsere Lieblingsstellung - im Yoga natürlich! - nicht diejenige über dem Klobecken sein wird.

Und: Gesundstossen werden sich mal wieder andere!

Dienstag, 11. Mai 2010

Wohlfühlfaktor statt Wohlstandsfaktor


Oh (money)honey, just 10 Dollars"... begeistert drehte die Touristin das Tunesienandenken in ihren Händen.... und mit "let's buy it!" war der Kauf eigentlich schon getätigt. Brav zückte der gut dressierte Ehemann seine Brieftasche und war froh, auf so einfache Weise den Redeschwall seiner besseren Hälfte eindämmen zu können.

Der Händler schluckte dreimal leer und schaute etwas ungläubig auf die Banknote in seinen Händen. So eine hatte er, wenn überhaupt, erst ganz selten gesehen. Sein Tag war gerettet und er konnte bereits den Minztee riechen, den er sich gleich mit seinen Freunden würde gönnen können. Er schloss seinen Souvenirshop und nahm sich die Musse, zu leben. Diese Geschichte habe ich anno domini selber miterlebt.

So ein Verhalten ist den Gierigen und Unersättlichen der heutigen Zeit völlig fremd. Der Mann hätte das Geschäft seines Lebens machen können, doch was tut der Kerl: er macht seinen Laden dicht, wenn auch nur für einen Tag oder eine Woche.

Genügsamkeit statt Lust nach mehr, Lebensfreude statt rackern und sparen. Das Bruttosozialprodukt mag in solchen Ländern etwas anders ausfallen als in den modernen Industrienationen... Wohlfühlfaktor statt Wohlstandsfaktor.

Gemäss IWF lag Tunesien 2009 auf der Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf Rang 96, auf der kaufkraftbereinigten Liste auf Rang 89. Als Vergleich: die Schweiz lag im selben Jahr auf Rang 4 resp. 7. Eine vergleichbare Liste bezüglich Lebensqualität existiert, soviel ich weiss, nicht, denn da würden die Letzten wohl die Ersten sein.

Griechenland belegte übrigens interessanterweise im gleichen Zeitraum offiziell auf beiden Listen den guten 26 Rang von total 182. Das gibt einem echt zu denken, denn denen fallen momentan noch die letzten Ruinen unter dem Hintern zusammen. Aber Hilfe naht. Notkredite sogar von Ländern, welche sich, wie Slowenien, das Geld zum Verleihen erst selber leihen müssen. 384 Millionen Euro muss dieser Staat zum internationalen Hilfspaket beitragen. Auch die Schweiz beteiligt sich mit 5,6 Milliarden. Irgendwie erinnert die ganze Situation ein wenig an den Zauberlehrling. Keiner sieht mehr durch, und so versucht denn jeder auf seine Weise, seine Schärfchen ins Trockene zu bringen und in erster Linie sich selber vor dem Untergang zu bewahren.

Ob irgendein Flaschengeist das Ganze richten mag oder ob wir alle vom grossen Strudel mitgezogen werden?

Ich träume jedenfalls von einer Welt, in welcher wieder andere Werte gelten und Menschen mit Sachverstand, einer ethischen Haltung, mit Grundsätzen, mit Verantwortungsgefühl und Weitblick unsere Geschicke leiten und nicht, wie im Moment, die Dümmsten mit den grössten Salären und den meisten Connections im Sinne von "Souhäfeli, Söidecheli". Ansonsten muss man sich allmählich etwas überlegen oder, wie dieses Tier, einen Ausweg resp. das Weite suchen.



Ob wir uns dabei auch so geschickt anstellen werden?

Sonntag, 9. Mai 2010

Lena Meyer-Landrut...


.... kurz Lena, hat ihre erste CD rausgegeben: "My Casette Player" ... sicher schon bald ganz oben in Ihrer Sammlung. Produzent: Stefan Raab, der zumindest einige der Songs beigesteuert haben soll, wenn ich das gestern in "Schlag den Raab" richtig verstanden habe.

"I like to Bang My Head"... eine Verarbeitung des Unfalls bei Raabs letzter Sendung?

Stefan ist ja ein ganz gewitzter Bursche, auch was die Musik anbelangt. So schrieb er unter dem Pseudonym Alf Igel (nein, eben nicht Ralph Siegel) Guildo Horn einen Song auf den Leib ("Guildo hat euch lieb")



mit dem dieser es beim Eurovision Song Contest immerhin auf den 7. Rang schaffte, und zwar ohne den seit ein paar Jahren so dringend benötigten Osteuropa-Bonus. Raabs "Maschen-Draht-Zaun, eigentlich eine Verarsche, verkaufte sich wie warme Semmeln (Dreifach-Gold) und mit "Wadde hadde dudde da" belegte er selber als Elvis-Verschnitt sogar den 5. Platz bei ESC.



Nachdem er (viiielen Dank nochmal!!!) UNSERE Stefanie Heinzmann (hier mit den heavytones)



mittels Format "SSDSDSSWEMUGABRTLAD" in den Musikhimmel aufsteigen liess - sie tourt übrigens momentan durch Deutschland - dachte er sich wohl: das geht doch nicht so weiter mit "Germany zero points" bei ESC. Deutschland soll die Möglichkeit haben, seinen Beitrag samt Künstler aktiv zu wählen. So entstand "Unser Star für Oslo" und seitdem ruht vielleicht das Land, aber nicht das gewitzte Lenchen.

Keine Sendung, in der sie nicht als Überfliegerin mit ihrem "Satellite" auftritt. Und schon gibt es die erste gelungene Parodie durch die göttliche Katrin Bauernfeind .... exklusiv bei Harald Schmidt, der sich wohl nicht als einziger fragt, wann sich Deutschland mal wieder eine Lena-freie Woche gönnen wird.



Fun-tastisch, sag ich da nur!!!

Und natürlich sind schon die ersten Nacktaufnahmen aufgetaucht, und obwohl eigentlich nichts zu sehen ist, kann jetzt wohl kaum mehr was passieren, das sich diesem einst so scheuen Reh (???) in den Weg stellen wird, ausser einer Horde mit Mikro bewaffneten Journalisten oder Paparazzis im Jagdfieber.

Freitag, 7. Mai 2010

Klasse(n)stimmung in der Palucca-Schule


Es gibt sie noch, die Klasse(n)räume, in welchen eine konzentrationsförderne Ruhe und Ordnung herrscht. Diese Schülerinnen und Schüler wissen ganz klar, für wen sie lernen und warum. Die Motivation ist für niemanden Problem, weil jeder sie für sich selber erzeugt und auch der Respekt, den sich Ausbildner und Auszubildene gegenseitig entgegenbringen, ist kein Thema.

Was, keiner der "ey Mann, voll konkret krass" seine Füsse auf den Tisch legt, ein Bierchen zwitschert und ne qualmende Selbstgedrehte zwischen den Imponierfingern hält? Keine verbalen oder physischen Attacken des Lehrkörpers? Von der ersten Minute an kann man sich den wichtigen Dingen einer Unterrichtsstunde widmen! Unglaublich!!!!!!

Wer jetzt sofort seine Kinder da einschreiben möchte, muss jedoch wissen: es ist kein Zuckerschlecken. Ja, denn Zucker steht nicht zuoberst auf dem Ernährungsplan angehender Tänzer.

An der weltbekannten Palucca-Schule in Dresden bietet der Lehrplan für jede Hirn- und Körperzelle etwas: sämtliche normalen Schulfächer wie Mathe, Sprachen etc., dazu intensive Auseinandersetzung mit der richtigen Ernährung - die Kinder kochen selber - und eben Tanzen, Tanzen Tanzen.

Tanzen ist Schwerstarbeit, und wer nicht UNBEDINGT tanzen will, der sollte es von vornherein bleiben lassen. Auch ist die aktive Zeit auf der Bühne - von wenigen Ausnahmen mal abgesehen (Margot Fonteyn) - äusserst beschränkt. Man lernt intensivstens, um dann zwischen 20 und 30 allmählich seinen Zenit zu überschreiten respektive zu übertanzen.

"Vom Tanzen besessen" ist eine 6teilige Doku auf MDR (Donnerstag 19.50 bis 20.15). Die "Palucca-Kinder" träumen von der ganz grossen Tanzkarriere, doch der Weg dahin ist steinig und erst noch ohne jede Erfolgsgarantie. Einen kleinen Einblick in den Werdegang einer hoffentlich zukünftigen Solistin resp. eines künftigen Solisten bieten uns 4 Tanzeleven; die beiden Sechstklässler Nina und David sowie die Zehntklässler Pauline und Shirley, welche sich im letzten Jahr ihres Grundstudiums befinden.

Eines wird sofort klar: wer ein Ziel hat im Leben, lebt absolut fokussiert. Er kann es sich nicht leisten, seine Zeit totzuschlagen und Freizeit ist während der Ausbildung ein Fremdwort. Man lebt für einen Traum, der sich zudem nur in den allerseltesten Fällen erfüllt. Also nichts mit Gamen, Rumhängen, Rauchen, Rumtrödeln etc. Selbst die Liebe muss ein wenig warten. Dafür beschäftigt man sich tagaus-tagein mit etwas vom Faszinierendsten, was es überhaupt gibt: Bewegung mit all ihren Facetten!

Dass die Füsse einer 15jährigen Ballerina nach dem Spitzentanztraining alles andere als glücklich aussehen, gibt einem schon etwas zu denken. Die sahen übrigens schon vor der Lektion nicht mehr allzu gesund aus. Wie bei Spitzensportlern hinterlassen Extremansätze unverwischbare Spuren. Es soll Tänzerinnen geben, die ihre Schuhe mit Kalbfleisch, Schafwolle oder Toilettenpapier auspolstern, um den unerträglichen Druck besser zu ertragen. Ob es was hilft?

Schön ist jedoch, diese starken, zentrierten und begeisterungsfähigen jungen Menschen zu sehen, welche dem inneren Ruf folgen und sich voll und ganz ihrem eigenen, urpersönlichen Seelenausdruck widmen.

Ob es sich finanziell auszahlen wird, fragt sich hier übrigens keiner. Geld ist für einmal Nebensache, wenn auch nicht ganz unwichtig, denn es kann schon sein, dass eine Tänzerin während einer schwierigen Aufführung bis zu drei Paar Schuhe durchtanzt. Im normalen täglichen Trainingsalltag sind die Schuhe meist nach einer Woche schon "weich" und werden zunehmend unbrauchbar. Anders als Laien benötigen Profitänzerinnen zudem oft eine Massanfertigung, welche deutlich mehr kostet als ein 08:15-Modell. Ob die heutigen Banker und Manager bei einer solchen Einsatz-Ertragslage bereit wären, auch nur eine einzige Augenbraue hochzuziehen. Wohl doch eher nicht!!

Die Ausbildungszeit ist übrigens dennoch gut investiert. Noch heute profitiere ich mich von Dingen, welche ich einst in der Musical-Schule von Alain Bernard gelernt habe, der ersten Schweizerischen Musicalschule überhaupt. Und immer noch prägt Bewegung mein Leben, wenn ich mich auch heute noch subtiler und präziser bewegen und meine Energie gezielter einsetzen kann. Das Eintauchen in die Welt der Bewegungsanatomie ist tatsächlich erfüllend. Was für mich früher einen riesigen Kraftaufwand bedeutete, wird dank "paraphysischem" Bewegen mit Hilfe sämtlicher Energiekörper, zu einem wohltuenden Genuss. Wurde ich seinerzeit auch oft physisch und psychisch bis fast zum Geht-nicht-mehr gefordert, kann ich nur sagen: es hat sich mehr als gelohnt.

Michael Barischnikow meinte übrigens einst:
"I don't try to dance better than anyone else; I only try to dance better than myself"
"Ich versuche nicht, besser zu tanzen als alle andern, ich versuche lediglich, besser zu tanzen als ich selber". Ein super Ansatz, den es täglich neu auszuprobieren gilt!

Apropos Tanzen: Wie wäre es, wenn Sie wieder einmal das Tanzbein schwingen würden... heute, morgen oder spätestens übermorgen? Tanzen Sie's gut!

Mittwoch, 5. Mai 2010

Burkaverbot - ja oder nein?


Die Burka.... mittlerweile ein alltägliches Bild in der Schweiz (???). 100 Frauen schweizweit sollen sich diesem kleidsamen Accessoir bereits verschrieben haben. Unsere Schwachstrompolitiker sehen akuten Handlungsbedarf.

Hallooooo, worum geht es "unseren Volksvertretern" hier mal wieder? Man hat tatsächlich das Gefühl, geplant sei eine Art Kräftemessen mit dem Islam.... Nachwehen diverser Gesichtsverluste in der Gadaffi-Affäre? Armdrücken auf Politebene also?

Ich weiss: wir haben ein Vermummungsverbot in der Schweiz, das sich jedoch momentan auf Teilnehmer an Demonstrationen beschränkt.

Ich weiss: Frauen werden heutzutage weltweit noch immer auf verschiedenste Weise unterdrückt, was eine Menschenrechtsverletzung darstellt. Das ist nicht in Ordnung, und daran wird sich wohl leider in den nächsten Jahren auch kaum was ändern.

Ich weiss aber auch: dass sich Frauen islamischen Glaubens oft selber wohler fühlen, wenn sie zumindest ihr Haar bedecken dürfen, wobei es sich dabei meist nicht um eine Burka handelt, sondern z.B. allenfalls um ein Kopftuch oder einen Tschador. Eine Burka ist eine Ganzkörperverschleierung, welche vor allem in Afghanistan getragen wird und nicht einmal die Augen freilässt.

Braucht die Schweiz wirklich ein Burkaverbot? Meines Erachtens etwa so wie ein Loch in Kopf und Staatskasse oder Politiker, welche solch gequirlte Sch.... ausbrüten!

Ich habe jedenfalls noch niemals eine Frau in Burka auf Schweizer Strassen gesehen.... Sie?

Dienstag, 4. Mai 2010

Kindsmissbrauch auch dies!!!


Gestern wurde in "Punkt 12" kurz eine Frau vorgestellt, welche in zirka 9 Monaten über 70 Kilogramm an Gewicht verloren hatte.

Wer jetzt diese Erfolgsdiät nachmachen möchte, der sei von vornherein gewarnt: Kaffee und Zigaretten, unterbrochen von einer TV-Pause, nichts wirklich Gesundes.

Jeder kann sich in etwa vorstellen, wie man aussieht, wenn das Fett die Haut nicht mehr auspolstert, vor allem bei so krassen Gewichtsverlusten. Die ganze überflüssige Haut neigt sich der Schwerkraft entgegen. Das sieht nicht nur Scheisse aus, sondern stellt einem auch vor das Problem: wohin mit all den Rollfalten?

Sixspeck statt Sixpack, wobei es sich, entgegen der gängigen Terminologie, keinesfalls um eine "Fettschürze" handelt, denn das Fett ist ja weg.

Gabriele hat nun offenbar ihre Chance gepackt und wurde im Rahmen von "extrem schön" (RTL 2) kompletterneuert. Das Zuviel an Haut wurde operativ entfernt, wobei es mit einem einzigen Eingriff nicht getan war. Danach kam selbstverständlich ein Facelifting mit Kampfansage nicht nur an die Sorgenfalten. Da fast sämtliche eigenen Zähne das Weite gesucht hatten, musste der Zahnarzt das Gebiss neu bestücken.

Bei diesem Vergleich würde tatsächlich niemand vermuten, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt:

Das ist ja alles gut und recht. Nicht richtig finde ich, dass Gabriele ihren Kleinsten vor ihrer Rundumverschönerung des nachts als eine Art Bodyguard zwischen sich und ihrem Ehegatten platzierte. Ganz klar eine Form von Kindsmissbrauch, wie ich meine. Frau ekelt sich vor ihrem Körper und mag nicht mehr, dass ihr Mann sie anfasst. Um sich den nicht dauernd vom Leibe halten zu müssen, muss der Sohn als Ehebett-Trenner hinhalten.

Das ist leider kein Einzelfall. Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit stosse ich, wenn auch gottseidank eher selten, immer mal wieder auf solche Situationen und interessanterweise sind die betroffenen Frauen auf diesem Ohr meist vollständig taub.