Dienstag, 29. September 2009

Piraten in öffentlichen Ämtern


Die Daumenschrauben werden angezogen, der Bürger muss noch mehr bluten und das gleich an verschiedenen Fronten.

Da es offenbar allenthalben nicht gelingen WILL, mit den vorhandenen Finanzen vernünftig umzugehen und wirkliche Einsparungen zu machen, muss mehr Geld her, ganz einfach! Wie es scheint, hat auch niemand wirklich Interesse an Sparmassnahmen, ausser vielleicht der Prämienzahler selber, zu welchen zum Beispiel unsere Bundesräte NICHT gehören, soviel ich weiss!!

Obwohl die Prämien jetzt schon Luxusstatus haben - kann sie doch kaum mehr einer bezahlen - werden die bisher von vielen Sparfreudigen genutzten Möglichkeiten noch weiter eingeschränkt.

Dadurch, dass die Rabatte bei den hohen Franchisen ab 2010 massiv sinken, würden angeblich 200 Millionen jährlich eingespart. Das Wort Sparen ist in diesem Zusammenhang eine Frechheit. Gespart wird gar nichts. Von dieser Art Wortakrobatik halte ich nichts. Klar, kostet uns jeder Kassenwechsel, aber das ist bestimmt nicht das Hauptproblem.

Was früher Wegelagerer, Seeräuber, Freibeuter oder ähnliches Pack, betrachtet sich heute als vom Volk gewählt und nennt sich z.B. Parlament. Dabei vergessen Politiker und Bürgerinnen und Bürger gleichermassen, dass das Schweizer Volk laut Bundesverfassung der Souverän des Landes ist.

Wer ist das Volk? Wir natürlich!! Warum zum Teufel lassen wir uns solchen hahnebüchenen Mist vorsetzen und zahlen brav weiter jedes Jahr höhere Prämien? Und damit die Rechnung aufgeht, wird demnächst evtl. ein jährlicher Kassenwechsel resp. die Anpassung der Franchise nur noch alle 3 Jahre möglich sein.

Also von souverän kann keine Rede sein. "Gebt ihnen Brot und Spiele" (und Facebook natürlich!!!) und solange uns keiner in den Teller scheisst, oder zumindest nicht direkt auf die Gabel, ist die Welt doch in Ordnung. Ich bin echt sauer, auch auf mich selber. Warum lassen wir uns dies alles gefallen?

Stehen wir kurz vor einer Revolution? Nein, natürlich nicht, brav akzeptieren wir die Dauererhöhungen und legen gleich noch einen drauf, indem wir (also ich nicht!!!) einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auch noch zustimmen. Wie blöd kann man sein!!

Also heute habe ich mir das mal angesehen mit der Greencard-Lotterie. Vielleicht wäre es nicht schlecht, der Schweiz mal für eine gewisse Zeit den Rücken zuzukehren, sich dem Ganzen Wegelagertum zu entziehen und sich anderswo niederzulassen. Ich höre schon das Meer rauschen.....

Übrigens: Ob das bei den Politikern an den Krawatten liegt? :-@

Donnerstag, 24. September 2009

Inspirierende Fashion Weeks



Valeria Marini, Vivienne Westwood, Vicki Beckham oder ...

Es ist Herbst, höchste Zeit sich mit dem nächsten Modesommer auseinanderzusetzen. Ob man sich gen Norden, Süden, Osten oder Westen wenden muss, hängt in erster Linie vom eigenen Geschmack und natürlich von den Geografiekenntnissen ab. Die sind bei mir katastrophal. Dennoch vermute ich Mailand im Süden und New York sowie Kolumbien im Westen. Jaaa, meine Lieben, es gibt tatsächlich eine Kolumbianische Fashion Week, und da ist wohlverpacktes Silikon die Hauptattraktion schlechthin.

"Im Westen nichts Neues" wäre wohl eh das falsche Statement, wobei ich zugegebenermassen nicht allzuviel von Mode verstehe. Dass die gute alte Vivienne eine Ode an uns Putzfrauen auf den Laufsteg bannt, finde ich echt anständig von ihr. Also das Modell könnte ich mir bei meinen Einsätzen mit Staubsauger und Co. gut vorstellen. Das kolumbianische Model trägt ein grandioses Netz, das Haut und Décoltée des nachts vor Druckstellen und Zerknitterung schützt. Super Idee, von wem auch immer! Dass jedoch die Italiener das Stylen ihrer Models der Mafia überliessen, ist doch allerhand. Alles in allem finde ich die Mode von Styleikone Vicky recht ansprechend, um nicht zu sagen: sehr elegant, allerdings dürfte dieses Abendkleid in meiner Grösse schwer erhältlich sein, wie alle andern Modelle übrigens auch! Ist ja auch klar, denn ab Grösse 34 würde jede Frau darin wie eine Presswurst aussehen.

Tja, da werde ich mir wohl selber etwas zusammenschustern müssen!!! Ani-Fashion gibt's ab nächsten April in allen Läden, die etwas auf sich halten. Wo sind meine Stricknadeln??? ;-)

Polo Hofer....


.... noch dümmer als die Polizei erlaubt?

Die hatte allerdings das Nachsehen, denn jemand hatte sie zwar alarmiert, als der den mittlerweile wohl meist eher legalen Drogen zugeneigte ehm.... öhm.... Künstler im Lorenzini zur Zigarette griff. Da keiner der anderen Gäste dieses unfaire Benehmen bestätigen wollte - Promibonus? - mussten die "Tschugger" wohl unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Hofer ruft nun die Raucher zu zivilem Ungehorsam auf. Er selbst habe jedenfalls für seine Winter-Jassrunde bereits Rauchbefehl ausgegeben. Unterstützung in seinem Widerstand hat er zumindest schon von FDP-Regierungsrat Käser, welcher nach dem umstrittenen Verbot auch schon Rauchzeichen setzte und meinte: "Gesetze müssen nach Augenmass gemacht werden." Ob Justizia deshalb meist mit verbundenen Augen dargestellt wird? Meines Erachtens sollte dies doch wohl eher verdeutlichen, dass Recht ohne Ansehen der Person und nach sorgfältiger Prüfung der Sachlage gesprochen wird (??????????), dies im Sinne einer Gleichbehandlung aller. Also keine Ausnahmen für Y-Z-Promis!

Polo wäre eindeutig ein Fall für Kesslers Knigge. Interessant z.B. die Folge:
10 Drogen, die Sie nicht nehmen sollten, wenn Sie Autofahren...



Okay, zugegeben, Rauchen war jetzt eben nicht dabei, aber etwas Allgemeinbildung kann ja wohl nicht schaden, oder?

Übrigens: diese 10 Dinge sollte Polo National auf der Herrentoilette unbedingt meiden.....



...wobei ich ihm soooo viel Kreativität gar nicht zutraue.

Als Nichtraucher kann ich mir allenfalls überlegen, welche legalen Massnahmen gegen ein solches Verhalten getroffen werden könnten. Ist es verboten, einen Robydogbeutel auf dem Nebentisch zwischenzulagern?? Ist vielleicht eine Frage des vorher-nacher-Effekts. Na ja, dann werd' ich wohl mal den Knigge durchforsten.

Übrigens: wie steht es im Nirvana mit dem Promibonus? "Sagen Sie mal, wissen Sie nicht, wen Sie vor sich haben?" Ob das gut ankommt???



Man(n) darf gespannt bleiben, oder war es entspannt?

Montag, 21. September 2009

der Clou-ney


Als mir eine Kindergartenkollegin seinerzeit unsanft eröffnete, den Weihnachtsmann und den Osterhasen gäbe es "im Fall nicht", verneinte ich dies vehement. Mein Argument: meine Mutter lügt mich nicht an.

Zuhause angekommen informierte ich diese empört über die ätzenden Verleumdungen, worauf sie eingestehen musste, dass .... Sauerei, was soll das? Warum muss ein Kind für dumm verkauft werden? Ich konnte es kaum fassen!!

Nun häufen sich die Gerüchte, "the sexiest man alive" solle schwul oder bestenfalls bisexuell sein. Mit letzterem wäre er voll im Trend, denn alle Normalos sollen sich mal schämen, zumindest könnte man das meinen, wenn man tagtäglich die News durchforstet (I kissed a girl... tralallalla...).

Das mit der Neuen an Clooneys Seite soll also eine "Pardon-Excusez-"-Scheinbeziehung sein; alles zusammen ein symbiotischer Akt gegenseitiger medialer Wertsteigerung. Elisabetta Canalis sagte zwar in einem Interview, dass sie gerne Männer an sich binde, welche schwer zu haben seien. Ob sie damit unseren Nespresso-Man gemeint hat? Das wäre ja dann der Clou-Clou-Clou-ney, oder?

Warum um alles in der Welt müsste uns der sympatische Schauspieler überhaupt etwas vormachen? Was einer für eine sexuelle Ausrichtung hat, sollte doch eigentlich egal sein, Hauptsache er macht seine Sache gut..... eigentlich!!! Im Falle des weltweit weiblicherseits begehrten Clooney - wer würde den schon von der Bettkante stossen, ausser mir? - wäre Homosexualität wohl eine Tragödie, geht man doch davon aus, dass seine Filme bei der Damenwelt nicht mehr ankommen würden. Der Womanizer würde ihm nicht mehr abgenommen, das ganze Image zerbröckeln.

Überlegen wir doch kurz einmal! Kein Mensch sagt Dinge wie: "Stell Dir vor, Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank ist ein Hetero!! Und der Steinbrück soll auch dazu gehören, und die Merkel.... alles ein Filz, aber das ist in der Schweiz wohl nicht besser!!" Ist es nicht einfach grotesk, wieviel Wert auf Nebensächlichkeiten gelegt wird, um dabei an der Hauptsache vorbeizudiskutieren!

Na, mir soll's egal sein, ich finde George super sympathisch, denn er nimmt sich selber nicht allzu wichtig und ist bei all dem Rummel bescheiden geblieben. Er mag es so oder so nicht, wenn er ausgefragt wird, wie mir scheint....



.... aber wer mag das schon!

Jedenfalls haben wir wohl seit dem armen Rock Hudson nichts dazugelernt, das aber gleich gründlich!! See you George, am Comer See, hopefully!!

Donnerstag, 17. September 2009

Jeder Franken für den Versicherten...


.... das war die Philosophie des einstigen Direktors König der ehemaligen Krankenkasse Artisana. Im weiteren sagte er stets: unsere Mitarbeiter sind unser Kapital. Die Arbeit einer Sachbearbeiterin Pflegekosten resp. Taggeld war vielseitig und interessant, die Geschäfte liefen gut.

In gewisser Weise war der Risikoausgleich eine erste Hürde für die einst so erfolgreiche Kasse. Da wir damals lauter gute Risiken hatten und dementsprechend niedrige Prämien anbieten konnten, entschloss sich die Geschäftsleitung, älteren Leuten ohne Versicherung oder solchen mit teuren Privatversicherungen, die Chance zu geben, in eine Krankenkasse zu wechseln. Leider lockte die Freizügigkeits-Aktion auch viele junge Leute an und hatte somit nicht den gewünschten Erfolg; unser Durchschnittsalter sank noch weiter.

Schlecht für's Geschäft waren aber auch die diversen Jungmanager und ein Jurist, der schon am zweiten Arbeitstag die Führungsfäden an sich riss. Unser Direktor wurde im Nu zu einer Art Marionette umfunktioniert, der "eigene" Entscheidungen nur noch nach Rücksprache traf. Die Sachbearbeiter wurden zu Abrechnungsrobotern umgeschult und die Zufriedenheit sank ebenso massiv, wie das gesundheitliche Befinden. Und zu guter Letzt (?) kam noch das KVG!!! Meine Prognose damals für die Artisana war nicht sehr aussichtsreich..... and Artisana went to Hell.

Die Helsana bietet die verschiedensten Versicherungsmodelle an und tritt zudem unter den verschiedensten Namen auf, z.B. Aerosana. Letztere schrieb mir soeben, wie sehr sie mich als Kunden schätzten. Das glaube ich gerne, denn ausser Prämienüberweisungen einzubuchen hatten sie mit mir nichts zu tun.

Jeder Franken für den Versicherten klingt wohl heutzutage völlig veraltet. Da kann man Reisegutscheine gewinnen, einen Wellnessurlaub, da wird gesponsert was das Zeug hält .... und all das wird wohl unter Werbung abgebucht.

Die angebotenen Gesundheitstipps kann man sich ja mal reinziehen, wobei das Lastenheben in dieser Position (s. Bild) auf Dauer höchstens mit Dingen bis zur Grösse einer Zahnbürste klappt.

Aber ernsthaft: wäre es nicht langsam an der Zeit, unsere Prämiengelder da einzusetzen, wo sie am nötigsten gebraucht werden? Wer in die Ferien fahren möchte, soll das bitte auf eigene Kosten tun. Die an Kader- resp. höheren Fachschulen getrimmten Geldzerstäuber sollten mal wieder an die alten Werte erinnert werden, auch wenn ihnen das gar nicht gefallen wird.

Und was für unsere Prämiengelder gilt, sollte auch für Pensionskassengelder, AHV-Beiträge etc. gelten. Ist doch logisch oder.

Wie es aussieht, muss ich mich wieder einmal von meiner Krankenkasse verabschieden und zumindest nächstes Jahr woanders unterkommen. Diesmal könnte es die Sana24 werden, wobei die genauen Zahlen noch ausstehen. Einen Prämienrechner, der die Krankenkassen keinen Cent kostet und somit gar nichts verteuert, bietet der K-Tipp. Ein Wechsel kann sich auszahlen, Change zur Chance werden!! Wechseln Sie gut!

Mittwoch, 16. September 2009

Kindermund =D


Kindermund ist kunterbunt und macht den Griesgram in Dir gesund!
Wer etwas andere Töne mag als bei meinem vorherigen Blog, wende sich an unsere Zukunft, unseren hoffnungsfrohen Nachwucht.... eh ....wuchs, die Kinder:
"Mir kannst Du keinen Witz erzählen, ich bin viel zu elegant!!!"
"Ein Arzt kann es auch erkennen, wen einer arm ist... wenn der Magen leer ist!"
Also, Sie sehen es, Kinder wissen unheimlich viel. Die Rangliste des Verdienens: Arzt, Briefträgerin, Putzfrau... die verdient ganz wenig. Früher wurde ja eh getauscht, gell. Wunderschön!!!



Und was die erst über die Liebe wissen!!! Teilweise richtig pötisch! Man braucht nur zu schauen, ob einer ein herzförmiges Gesicht hat. Auch die Schmetterlinge im Bauch kommen direkt an die Oberfläche. Klasse!!!



Viel Spass an der Freud =D

Burkhalter - alles eitel Freude?


Ja was jetzt? Neubundesrat Burkhalter scheint zwar, wie ich meine, etwas eitel zu sein, ob er aber künftig für die nötige Freude sorgen wird, ist unsicher. Sonnenklar ist auch nach dieser Wahl mal wieder, dass mehr auf Parteipolitik denn auf Sachpolitik gesetzt wird.

Was könnte uns jedoch zu einem wahren Luftsprung verhelfen?? Sicher nicht die neuen Krankenkassenprämien!! Bei unserer mittlerweile sanktionierten Zweiklassenmedizin läuft nun wirklich alles schief. Mehr als eine nackte Allgemeinversicherung kann sich eh kaum mehr einer leisten.

Anstatt wirklich Geld einzusparen - regieren tut wohl nach wie vor die Pharmaindustrie - schaut man jetzt einfach, wo man es bei den Lebenden noch holen kann. Die auf dem Friedhof kann man nicht mehr schröpfen. All jene, welche bis anhin alles selber bezahlt und auf Prämienersparnis durch hohe Jahresfranchise gesetzt haben, sind jetzt am Zug. Da wird nämlich Geld vermutet. Wer im Extremfall bereit ist, die ersten 2'500 resp. 1'500 Franken zu zahlen, um dann noch bis zum Kostenbeteiligungsmaximum Selbstbehalt zu leisten, der HAT WOHL ERSPARTES!!! Juhuuu, wie kommen wir da ran??? Genau, indem wir die Prämienersparnis bei den Wahlfranchisen minimieren.

Statt dass es sich lohnen könnte, nicht zu rauchen, nicht zu saufen oder zu kiffen, gesund zu leben mit Bio und allem drum und dran, wird man geschröpft bis einem das Augenwasser ausgeht.

Sollte ein Allgemeinpatient zum Beispiel auf die Begegnung mit einem unserer Bundesräte oder sonst einem Politiker mit einem anaphylaktischen Schock reagieren, würde er wohl im Gang des Spitals liegenlassen, da man zuerst selbstverständlich noch die Halsentzündung und den Mückenstich eines Privat- resp. Halbprivatpatienten behandeln müsste. Alles schön der Reihe nach, nur nicht drängeln.

Müssen wir tatsächlich auf die Sonnenstürme warten, welche gegen das Jahr 2012 erwartet werden, und vor denen uns die Forscher warnen. Tschschsch und alles ist ausgestanden? Vielleicht würde eine kleine Finanzspritze von Seiten der Pharmaindustrie helfen, die Geldmenge den stets steigenden Ausgaben zumindest etwas anzugleichen. Die Eins haben wir schon, ein paar Nullen würden da schon reichen, und die werden ja wohl da zu finden sein, oder?

Ich überlege mir ernsthaft, auszuwandern oder auszusteigen. Vielleicht hat Zaffaraya noch einen Stellplatz für ein Zelt oder einen Wohnwagen. Deren Art des Wohnens und Lebens: Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortlichkeit. Bei welcher Krankenkasse sind die Leute versichert?

Dienstag, 15. September 2009

Bahnhof Bern - Beim IQ-Test durchgefallen?


Hier ein paar Vorgaukler "falscher Tatsachen".

  • EVP - Fussverkehr Bern
  • Grüne Freie Liste
  • Grünes Bündnis
  • Grunliberale Partei
  • Junge Alternaiv.... native
  • Junge Grüne Bern
  • JUSO
  • Läbigi Stadt
  • Pro Velo Bern
  • Sozialdemokratische Partei
  • VCS
  • WWF
Als "Komitee Autofreier Bahnhofsplatz" werben sie für mehr Platz zum Leben etc. etc. etc.

Die Kombination "falsch" und "Tatsachen" ist übrigens ebenso unlogisch, wie das Versprechen eines Bahnhofsplatzes im Sinne einer Flaniermeile. So wird das Volk manipuliert.

Spätestens jetzt weiss man, welchen Parteien man künftig bei Wahlen wenig bis keinen Kredit geben sollte.

Frage: gibt es ehrliche Politiker?

Montag, 14. September 2009

Jugendliche Straftäter und Samthandschuhe?


Mit Samthandschuhe solle man gerade diejenigen anfassen, welche ihre Mitmenschen im Extremfall zu Tode prügeln, wie dies tragischerweise letzten Samstag auf einem Münchner S-Bahnhof geschehen ist. Das ist glatter Mord... ein Mord aus purer Frustration!

Samthandschuhe gehören meines Wissens nicht ins Waffenarsenal gewaltwilliger Halbwüchsiger. Da finden sich vielmehr Eisenstangen, Schlagringe oder gar Schusswaffen.

Heute auf RTL sagte ein Prügeltäter ganz offen, Deutschland sei blöd. Er wisse, dass er selbst dann, wenn sein Opfer an den Folgen eines Übergriffs sterben sollte, maximal ein halbes Jahr hinter Gitter müsse. No problem. Und er sehe nicht ein, warum er für sein Geld schwitzen solle, wenn es bei andern so einfach zu holen sei.

Eins ist klar: ein wirklich selbstsicherer Mensch, ein angstfreier Mensch schlägt nicht zu. Ein solcher Mensch macht auch anderen keine Angst. Angst und Aggressivität gehören zusammen; Angst, gepaart mit Unsicherheit, Minderwertigkeitsgefühlen und fehlender Frustrationstoleranz löst aggressives Verhalten aus. Da genügt dann oft ein Blick, und die Gang schlägt zu. Ja, denn Alleintäter sind relativ selten, dazu sind sie zu feige. Nur in der Gruppe kommt genügend Unmut zusammen, um handlungsfähig zu sein.

Aggression macht in gewissen Situationen Sinn und kann lebensrettend sein. Ist es das einzige Gefühl, dessen ich noch fähig bin, dann ist es mehr als bedenklich.

Ich bin der Meinung, dass auch Jugendliche zur Verantwortung gezogen werden MÜSSEN. Sie haben heute bereits in jüngsten Jahren schon fast alles erlebt. Viele haben in einem Alter Kinder, indem man sich früher noch kaum für das andere Geschlecht interessierte. Wer nicht mit 15 mindestens 3 gescheiterte Beziehungen hinter sich hat, ist eine alte Jungfer. In gewissen Lebensbereichen sind Jugendliche heute früher reif, in anderen leider um einiges später bis nie.

Sicher ist noch kaum jemand im Gefängnis zu einem besseren Menschen mutiert, ausser vielleicht Karl May. Das wäre ein Punkt, der gegen lange Haftstrafen spricht. Dennoch geht es meines Erachtens nicht, dass man fast ohne Konsequenzen andere in Angst und Schrecken versetzen, zum Behinderten oder gar zu Tode prügeln kann, und die Deutschschweizer Jugendheimleiter stellen fest, "dass sich die Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenenalter halt in einem Reifeprozess befänden und dass es Aufgabe der Gesellschaft und damit auch des Jugendstrafrechts sei, diesen Reifeprozess durch geeignete Massnahmen zu begleiten."

Jugendliche wollen ja selber als erwachsen wahr- und für voll genommen werden, und vielleicht ist es gerade dies, was wir auch in (straf)rechtlicher Hinsicht tun sollten. Vielleicht könnte das den einen oder andern zum Nachdenken bringen, zum Nachdenken darüber, was eine angemessene Reaktion auf Kleinigkeiten wäre. Zudem sollte schon Kleinkindern beigebracht werden, das nicht alles immer nach dem eigenen Kopf läuft.

Dominik B. hatte 4 Kindern helfen wollen, indem er ihnen anbot, mit ihnen auszusteigen und die Gefahrenzone zu verlassen. Er hat sein an sich korrektes und überlegtes Handeln mit seinem Leben bezahlt. Wie es jetzt den Anschein hat, kommen die 17- und 18jährigen Täter diesmal nicht so einfach davon, denn die Anklage lautet auf Mord. Vielleicht ein erster Schritt in eine neue Richtung?

Sonntag, 13. September 2009

A-M-ektoten


MM = Marilyn Monroe oder Martin und die Mücke

Ich mach gerade an einem Wadenkrampf rum - sehr unangenehm - da schreckt mich ein penetrantes Tzzzztzzztzzz auf. Mückenalarm!!!!

Was ich zu dem Zeitpunkt nicht weiss: das Monster hatte mich zuvor schon mindestens zweimal zu Ader gelassen und war wohl auf den Geschmack gekommen. Eventuell war das komische Gefühl in meinem rechten Bein ja auch eine Nebenwirkung des Mückengifts. Besser als eine Thrombose, sage ich mal.

Es dauerte eine Weile, bis Göttergatte einigermassen mobilisiert war. Wenn der mal schläft, dann schläft er den Schlaf des Gerechten!

M-artin steht also nach längeren Motivationsversuchen - ich kann ja nicht stehen - auf und das lästige Teil findet wohl einen Schlupfwinkel. Vermutlich schüttelt es sich dort vor Lachen, ist aber zu viel klein, um damit Vibroalarm auszulösen.

Nachdem es dann erneut durch das weltweit bekannte Tzzzztzzztzzz auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigt es sich von seiner besten Seite.... im Flug nämlich, und genauso erwischt es Martin denn auch, mit einer Karte und einem Becher bewaffnet. Interessanterweise hielt er den Becher verkehrt. Das Ding war also zwischen Karte und Bodenraum gefangen und wurde dann, wie es sich gehört, in die Freiheit entlassen. Wir sind zwar nicht Vegetarier, aber wir wissen schon, was sich gehört!! Und so haben Sie vielleicht schon heute Nacht selber Gelegenheit, auf Mückenfang zu gehen..... Fangen Sie's gut!!!

Tzzzztzzztzzz Tzzzztzzztzzz Tzzzztzzztzzz Tzzzztzzztzzz Tzzzztzzztzzz Tzzzztzzztzzz ;-)

Sing out loud, sister....


... sagte einst Perez Hilton. Er ist ein absoluter Fan von ihr, und ich kann mich dem nur anschliessen. Nicht alle Kommentare unter seinen Einträgen über UNSERE Stefanie Heinzmann klingen positiv. Meist wird das Schweizer Stimmwunder als Deutsche bezeichnet und einige meinen, warum man in Amerika Leute wie sie brauche, wenn man doch mit Beyoncé mehr als gut bedient sei.

Am Freitag kam Stefanies neues Album raus und ich kam nicht umhin, mir kurz etwas Stress aufzubürden, um das Teil in meine mittlerweile beachtliche CD-Kollektion einzureihen. Also eingereiht habe ich bisher allenfalls die Hülle, denn die CD selber läuft fast rund um die Uhr. Ich sage Ihnen, es ist der Hammer!!!! Wenn man bedenkt, dass die Künstlerin dieses Jahr 20 geworden ist....

Man kann gespannt sein, ob Stefanie das hohe Niveau halten kann und auf Dauer mit dem Status des Prominentseins klar kommt. Dank dem Zusammenhalt mit ihrem Bruder stehen die Chancen gut. Ich halte ihr jedenfalls sämtliche verfügbaren Daumen und schliesse mich Perez an.....

Sing out loud, sister, on and on and on....


Freitag, 11. September 2009

9/11 ... alles Lug und Trug?


Es hat meines Erachtens einige sehr interessante Links. So kann sich jeder selbst seine Meinung bilden.

Persönlich sehe ich die Sache heute nicht anders und habe demnach auch nichts hinzuzufügen.
... in Gedenken an die Opfer


Dienstag, 8. September 2009

Intelligenztest an der Urne


Am 27. September ist es soweit. Die Auszählung der Stimmen gibt nicht nur Auskunft darüber, wie unser Bahnhofsplatz in Zukunft aussehen wird. Klar wird durch das Resultat auch, wie hoch der Anteil manipulierbarer Wähler ist und wie es um den IQ der Berner bestellt ist.

Da schwärmt z.B. Michael Aebersold - Stadtrat SP Bern Nord - im Anzeiger für das Nordquartier den Tränen der Rührung nah von einem "Bahnhofsplatz zum Leben", dem ersten verkehrsfreien der Schweiz überhaupt, und plädiert für ein deutliches JA. Ein neues Wunder von Bern würde das bewirken. Ob er damit meint, dass unsere Busse, Ambulanzen, Feuerwehrautos, Taxis etc. fliegen lernen? Das müssten sie nämlich, denn frei wird der Bereich um den Bahnhof allenfalls vom Privatverkehr. Wer sich eine verkehrsfreie Flanierzone vorstellt, sollte vor der Stimmabgabe noch mal kurz das Hirn einschalten.

Die Initiative sei ein Mosaikstein einer klugen Verkehrspolitik, meint Aebersold. Eine solche vermisse ich seit Jahren, und ich stehe mit dieser Ansicht nicht alleine da. Die Ausrichtung unserer Verkehrsplaner ist eine völlig falsche. Anstatt auf Verkehrsfluss setzen sie auf Stau und vertrauen darauf, dass so der lästige Privatverkehr irgendwann verschwinden wird.

80 Millionen in den Wind geschossen!!! Meines Erachtens ist es eine Frechheit, 15 Monate nach Fertigstellung der aktuellen Situation alles wieder auf Anfang zu stellen und allein für die Neuplanung einen Kredit von 900'000 Franken zu sprechen. Aber wir haben es ja flüssig.... überflüssig!! Wenn es nach mir geht vor allem, was die dämlichen Verkehrsverplaner anbelangt.

Jetzt hilft nur noch Daumendrücken... oder Beten!!!!

Freitag, 4. September 2009

Aktionswoche Arthritis? :-@



Aktionswochen, ein Paradies für Schnäppchenjäger. Da gibt es oft zwei für drei, vier für fünf, 30% Rabatt oder ein gratis T-Shirt, das keiner je tragen wird. Hauptsache man fühlt sich beschenkt!

Heute fällt mein interessiertes Auge auf Tramwerbung respektive das vielversprechende Aktionswort. Daneben steht jedoch eher weniger erstrebenswert "Arthritis" sowie "entzündliches Rheuma". Das brauche ich in etwa so wie ein Loch im Kopf.

Werbung versteht wohl jeder auf seine Weise. Diese hier finde ich einigermassen unbeholfen. Für mich ist jeweils der Eye-Catcher ausschlaggebend; in diesem Fall in roter Schrift. Alles andere verschwindet, wird irrelevant!

Also: Eintritt frei zu Rheumatoider Arthritis, Morbus Bechterew, Gicht, Lupus erythematodes, Kollagenose und entzündlichem Rheuma. Und wer will, kriegt die Schweinegrippe noch obendrauf, oder wie?

Selbstverständlich nicht! Die Rheumaliga bietet Fachvorträge, Informationen, kostenlose Beratung und Workshops für Interessierte, und zwar vom 1. bis 8. September 2009 (s. Details). Meine Eye-Catcher hätten wohl etwas anders ausgesehen, aber das ist wohl Glücks- oder Geschmackssache, so wie dieser Spot hier auch!


Uääääää.... öh.... tja....

Dienstag, 1. September 2009

Merzenflecken ....





....Politposse in mehreren Aufzügen

Wir schreiben den 1. September 2009. Die Geiseln sind nicht da, Lybien hält sich nicht an seine Versprechen und .... unser Bundespräsident hofft weiter.

Hat er nun sein Gesicht bereits verloren oder wird es momentan erst einmal unter einem Haufen Merzenflecken versteckt?

Hei, wer auch nur eine Sekunde geglaubt hat, der grössenwahnsinnige Ex-Terrorist würde Wort halten, ist selber schuld. Interessant wird sein, welche Politiker respektive Nationen ihm die Stange halten und an seinem "40. Jahrestag der Revolution" mit dabei sind, nebst Berlusconi versteht sich!! Der dürfte schon mal Knieschoner montieren, denn ein Kniefall wird wohl mindestens als Eintrittskarte verlangt. Gaddaffi ist halt jetzt von uns Schweizern respektive unseren Niederwerfungen verwöhnt! Es bleibt also spannend! ;-/

Frieden und die ewige Sehnsucht....


Kürzlich habe ich eine tolle Geschichte gelesen über jenen reichen Mann, der jahrelang Frieden suchte, und sich den auch etwas kosten lassen wollte.

Nun ist guter Rat bekanntlich das einzige auf Erden, das umsonst gegeben und von niemandem wirklich angenommen wird. Nur Narren geniessen hier eine gewisse Freiheit, sowohl im Erteilen wie auch im Annehmen.

Unser Mann wurde also mit guten Ratschlägen nur so überhäuft, doch nichts half wirklich. Irgendwann wurde er dann von einem, den er nicht einmal um Hilfe gebeten hatte und den man in der Gegend für einen Trottel hielt, mitten auf der Strasse angesprochen. "Du vergeudest nur unnötig deine Zeit", meinte er, "die du fragst, sind keine wirklich weisen Leute, ich kenne sie. Ich kenne einen wirklich weisen Mann, und der wohnt erst noch gleich im Nachbardorf. Du kannst nur gewinnen, wenn du dich an ihn wendest."

Der reiche Mann bestieg sogleich sein edles Pferd und machte sich mit einem grossen Beutel kostbarer Diamanten auf den Weg. Tatsächlich traf er den weisen Mann an. Der sass friedlich unter einem Baum. Sogleich fragte der Wohlhabende ihn: "Kannst du mir helfen, Frieden zu finden?" "Helfen? Ich kann ihn Dir verschaffen!"

Der Reiche dachte: "Mein Gott, da schlägt mir dieser Idiot vor.... und in meiner absoluten Verzweiflung dachte ich, es könne wohl nichts schaden...."

"Kannst Du das denn wirklich", fragte er. "Ich habe schon tausende von Ratschlägen befolgt wie tue dies, lasse das, diszipliniere dich, hilf den Armen... nichts hat geholfen. Nein, alles ist noch viel schlimmer geworden dadurch, und nun sagst du, du könnest mir Frieden verschaffen??!!!!"

"Oh, das geht ganz leicht", meinte der Weise, "steig erst mal vom Pferd! Was hast du übrigens da in diesem Beutel; und warum drückst du den so fest an dich?" "Da sind lauter Kostbarkeiten drin, welche mir den Frieden verschaffen sollen! Solltest du das tatsächlich können, gehört der Beutel dir!"

Da schnappte sich der Weise den Beutel mit kühnem Griff und rannte damit weg. Der Reiche musste wohl oder übel hinter ihm herlaufen. Da er sich in der Gegend nicht auskannte und auch vom Gewicht her wohlhabend geworden war, hatte er Mühe, dem Ortsansässigen zu folgen. Er keuchte, jammerte, weinte und schrie: "Man hat mich belogen und beraubt. Alles, was ich mein ganzes Leben verdient habe, ist weg!"

Die Dörfler folgten ihm und lachten nur, doch niemand machte Anstalten, den Dieb zu stellen. Ja sie behaupteten sogar, der sei gar kein Dieb, sondern ein ganz weiser Mann.

"Dieser Idiot aus meinem Dorf hat mir die Sache eingebrockt, wenn ich den in die Finger kriege...." dachte der Reiche, indem er keuchend und schwitzend weiterrannte bis zu der Stelle, wo der Weise ursprünglich gesessen hatte... und jetzt wieder ruhig sass. "Da, nimm deinen Beutel", sagte dieser und der Reiche presste seinen Besitz ganz fest an sein Herz. "Nun, spürst Du jetzt ein wenig Frieden?", fragte der Weise. "Oh ja, es fühlt sich alles ganz friedvoll an in mir. Du bist aber ein merkwürdiger Mensch und hast ebensolche Methoden!" entgegnete der Reiche.

"Ganz und gar nicht", meinte der Weise, "das ist simples Einmaleins. Was man hat, wird mit der Zeit selbstverständlich. Erst wenn man es verliert, erkennt man seinen wahren Wert. Du hast absolut nichts dazugewonnen. Es ist derselbe Beutel, den du ohne inneren Frieden, ohne jegliche Freude mit dir herumgeschleppt hast. Nun drückst du ihn fest und innig an dein Herz. Jeder kann sehen, wie friedlich du dabei aussiehst. Und jetzt geh heim und lass mich in Ruhe!"

Der Mensch hat die Gewohnheit, immer mehr und immer neue Schätze anzuhäufen. Er - besser gesagt "sie" - braucht nur ein Paar Schuhe.... mehr als einst Imelda Marcos. Nicolas Hayek rettete seinerzeit die Uhrenindustrie, indem er allen zeigte, dass eine Uhr keine ist und eine ganz Kollektion davon nicht allzuviel Platz braucht. Sprechen Sie niemals mit einer modebewussten Frau über ihre Handtaschensammlung. Selbst wenn die Barschaft irgendwann auf unter Null anwächst... wat mut, dat mut!!

Das alles führt zu überfüllten Kleiderschränken, aus allen Nähten platzenden Kühlschränken, kaum mehr begehbaren Keller- und Estrichabteilen.... und irgendwann dazu, dass auf- resp. ausgeräumt werden müsste.

Der Mensch und seine Sammelwut! Ist es Gier? Langeweile? Angst? Jedenfalls wird all das oft zur unübersehbaren Belastung und plötzlich träumt man wieder vom einfachen, unbeschwerten Leben, wie man es aus Kindertagen kennt!

Und wer schon mal seine Habe durchgegangen ist und sich radikal von einem grossen Teil getrennt hat, weiss, dass man oft schon am nächsten Tag unbedingt etwas brauchen würde, das sich wohl jetzt zuunterst in der Schuttmulde befindet. Sehnsucht hat bekanntlich auch mit Suche zu tun..... und plötzlich kriegt dieser Gegenstand einen Wert und eine Wichtigkeit, die er während all der Jahre im Stauraum niemals gehabt hat.

Dennoch meine ich, es wäre von Vorteil, mit leichtem Gepäck zu reisen, wenn das mit dem Aussortieren bloss nicht so unendlich mühsam wäre!!! (T)Räumen Sie gut!!