Kann es der 1. August noch schaffen, in uns das bengalische Feuer der Begeisterung zu entfachen? Welche Begriffe verbinden wir mit dem Wort "Vaterland"? Was genau feiern wir?
718 Jahre falsche Bescheidenheit
41'285 Quadratkilometer begehbare Postkarte
74 Jahre Bankgeheimnis (☼ 1935 - 2009 ✝)
Zuviele Jahre langfädig-unnötige Augustreden des jeweiligen Bundespräsidenten
Fühlen wir in uns überhaupt noch so etwas wie Nationalstolz? Sind wir nicht einfach froh, dass wir seit 1994 am Nationalfeiertag nicht mehr arbeiten müssen. So bleibt nämlich viel mehr Zeit zum grillieren und eine dritte Ladung Feuerwerk in die Luft zu lassen. Wie schlecht es auch um die familiären Finanzen stehen mag, dafür hat man doch immer Geld.
Als Kinder hatten meine Schwester und ich ja sogar Schiss, die Bengalischen selber anzuzünden. Wir überliessen diese Ehrenrunde lieber meinem Vater, der damit wunderschöne Achten in die Luft schrieb. Uns wurde aber vorher auch ziemlich eingeheizt von wegen Gefährlichkeit des Feuerwerks; wir kriegten allein von den Ermahnungen Brandblasen. Und schliesslich war es dann auch ausgerechnet mein Lieblingslampion gewesen, der da plötzlich lichterloh brannte.
Die Schweiz bedeutet für mich Heimat. Hier habe ich meine Wurzeln und fühle mich am wohlsten. Auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden bin und stets etwas zu meckern finde, möchte ich nirgendwo sonst lieber leben. Man hat eine gewisse Freiheit, geniesst den Frieden und wächst am Widerstand, der einem in vielen Dingen entgegengesetzt wird. Und wenn wir auch manchmal den Revolutionären in uns spüren und nähren....
...so sind wir doch irgendwie-irgendwo verdammt stolz auf uns, denn die Schweiz ist mehr als ihre farblosen Politiker.
Drum Urbi et Gürbe.... oder eben Aare, und allen einen schönen "ärgsten" August =D
"Zwei doofe - ein Gedanke" könnte man sagen, oder eben "Übereinstimmung auch in den kleinen Dingen des Lebens".
Unglaublich, wie Martin und ich harmonieren, wenn wir nicht gerade der Uneinigkeit frönen. Heute haben wir unabhängig voneinander genau dasselbe zu Mittag gegessen.
Für mich war es der erste essbare Mac, genauer gesagt ein CBO (Chicken, Bacon, Ognion .... rülps). Martin hatte sich immer dermassen lobend über das gleichnamige Menu geäussert, dass ich bei meinem Erstbesuch (!!!) eines Mc Donalds fast automatisch das einzige bestellte, das mir geläufig war, allerdings ohne Pommes, meinen Stromlinien zuliebe. Also ich muss sagen, es schmeckte gar nicht mal so übel.
Während ich da so rumkaute kam mir plötzlich der Gedanke, dass meine bessere Hälfe im fernen Zollikofen vielleicht zufällig auf dasselbe Mittagessen ausgewichen ist, wohlwissend dass ich keine Zeit zum Kochen hatte. Ein zartes Lächeln umspielte dabei meine Lippen....
Und siehe da, abends stellte es sich heraus, ich lag genau richtig. Also wenn wir kein Traumpaar sind, dann weiss ich auch nicht.
Mc Donalds ist einfach gut... und wer es schafft, ohne Gegenfrage zu bestellen, der ist bestimmt ein alter Hase =D
... sich immer wieder zu finden, oder dann halt zu suchen. Halloooo, Schaahatz, wo bist Du?
Mann ist in einer Beziehung nicht immer gleicher Meinung, das ist wohl normal. Wenn Dinge in gegenseitigem Unverständnis passieren, kann das zu Problemen führen.
Wieso eigentlich? Ich brauche doch bloss die Silbe "Un" durch "Ein" zu ersetzen, und dann ist alles paletti. Ein kleiner Trick, ein Griff in die Zauberkiste und schon hängt allenfalls noch das Bild schief. Der Familiensegen jedenfalls ist gerettet.
Was steht einem solchen Schritt oft im Wege? Ich sage es Ihnen: "ä herte Bärnergring", vor allem meiner der Marke Gürbental. Nur immer schön durch die Wand mit dem Ding, und wenn von der anderen Seite das Seeland auch nicht zurückweichen will, dann ... setzt man sich am besten gemeinsam auf das neue Sofa und schaut friedlich vereint etwas, worüber man sich sozusagen im Chor aufregen kann, oder freuen, oder was auch immer. Hauptsache es heisst wieder "Schwabs gegen oder mit dem Rest der Welt!!"
Gute Nacht und finden Sie den Weg zueinander... immer wieder; es lohnt sich. =D
"Ä Schwan so wiss wi Schnee" kann man im Fall der schwarzen Schwäne vom Thunersee weder sagen noch singen. Sagenhaft finde ich, dass die schönen Tiere dort nicht geduldet werden, da es sich offenbar ursprünglich um Exoten aus Australien handelt. Aus diesem Grund gibt es in einem Land, das vergleichsweise einen der höchsten Ausländeranteile weltweit hat, eine sogenannte Schwarzschwan-Verfügung. Damit soll wohl verhindert werden, dass es bald kleine Mulattenschwäne geben könnte; anders ist es nicht zu erklären, dass die auffallenden und schönen Tiere sich nur in einem bestimmten Bereich rund um den Thunersee aufhalten dürfen respektive durften. So wurden ihnen kurzerhand die Flügel gestutzt, um sie am Herumfliegen zu hindern, so einfach ist das.
Momentan halten sie sich inkognito an einem versteckten Ort auf und wundern sich vermutlich über die Aufregung um ihre Person.... eh... tja.Übrigens haben die weissen Artgenossen des Trauerschwans weniger Mühe mit Integration anders Aussehender, und auch die Enten und anderen Wasservögel zeigen sich wenig beeindruckt.
Schwarze Schwäne gibt es mittlerweile nicht nur in Thun, sondern auch in anderen Gebieten Europas, und so scheint mir das mit dem Flügelstutzen eher in den Bereich unnötiger Tierquälerei zu gehören.
Also diese Behörden immer, oder gibt ihnen vielleicht dieses Bild hier zu denken?
... das klingt in meinen Ohren nach Sport, nach Eis und Kufen um genau zu sein. Verwundert stelle ich fest: es handelt sich um ein Gebiet am Rande der Stadt Freiburg.
Wir parkierten also unser Auto in der Schmiedgasse - leider ein Platz an der prallen Sonne. Unter Aufbietung sämtlicher Kräfte sind wir eine vielversprechende Treppe in ein Türmchen hinauf zu einer potentiellen Sehenswürdigkeit gestiegen, von wo aus jedoch lediglich eine weitere Treppe zu einem stinknormalen Haus führte. Die Enttäuschung war dementsprechend. Nachdem wir uns mühsam wieder nach unten gekämpft hatten, sind wir über die Rue des Forgerons in den Chemin du Gotteron eingebogen, der wohl Teil der Gotteronschlucht bildet.
Eigentlich war es auf der asphaltierten Strasse viel zu heiss, um zu wandern und meine Begeisterung hielt sich dementsprechend in Grenzen. Dennoch hat es sich letztendlich gelohnt, durchzuhalten, denn das scharfe Auge meines Supermans hat doch tatsächlich eine Gemse - und ich schreibe das Wort hier ganz bewusst nach traditionellen Regeln - entdeckt, die sich waghalsig einer Felskante entlang bewegte. Gott, sind diese Tiere geschickt!!!
Überraschung geglückt, denn Tiere in freier Wildbahn hätte ich so nahe der Stadt eigentlich nicht erwartet. Und bevor wir eventuell noch auf Braunbären gestossen wären, haben wir lieber den Rückweg angetreten.... man weiss ja nie!!
Heute abend fuhren wir in Sachen Ultrakurzurlaub noch husch von Freiburg an den Schwarzsee.
Leider ist das anstelle der abgebrannten Gypsera erbaute gleichnamige Hotel samt Restaurant nicht wirklich gemütlich. Man hat den Bau anders als ursprünglich ausgerichtet. So ist es jetzt auf der Terrasse entweder zu heiss oder zu windig. Als wirklich angenehm habe ich die Situation dort noch nie empfunden.
So setzten wir uns auf einen Stein ans Wasser und wurden so unfreiwillig Zeugen einer Familienidylle. Er lag regungslos auf dem Rücken, die Mütze über den Kopf gezogen und ruhte sich aus. Sie betreute derweil die drei Kinder, welche im See badeten. Den aus ihr raussprudelnden Sätze bezüglich einer Bergtour, welche sie mit ihren Sprösslingen allein unternommen hatte, mochte Mann gar nicht zu folgen, das sah man nur allzu gut. Nur unwillig grunzte er ab und zu etwas ähnliches wie eine Antwort. Sie machte ihm klar, dass es auch den Kiddies lieber gewesen wäre, von Papa gesichert zu werden als von ihrer Mutter.
Als die Sprache auf das bevorstehende Abendessen kam und darauf, dass wohl nicht mehr genügend Brot vorhanden sei, meinte dieser Göttergatte: "Für heute Abend wird's wohl noch reichen; musst halt morgen um 7 Uhr aufstehen und rasch eins kaufen gehen". Die Kinder regten an, Mami könne ja ein paar Teigwaren kochen. "Eigentlich würde ich lieber nicht noch kochen heute Abend", entgegnete diese matt. Wahrscheinlich war der Stein, auf dem wir jetzt sassen, ihre Sitzgelegenheit gewesen, denn sie hatte als einzige der Familie kein Badetuch, auf welches sie sich hätte legen können. Auch Selbstvertrauen war nicht wirklich vorhanden
Bevor es mir dann endgültig reichte mit diesem Superman, kam die Rede aufs Duschen. Und da machte dieses Traumexemplar eines Parademachos den Seinen klar: "Ich dusche dann als erster, nur dass das klar ist". Ja wer sich beim faul Rumliegen dermassen verausgabt, kann schon echt ins Schwitzen kommen. Und wer will schon Körperpflege machen, wenn das warme Wasser alle ist?? Eben!!!
"Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht doch was Bess'res findet!", und das bitte bevor man sich inmitten einer Kinderschar als "Gib-häb-zünd" wiederfindet respektive verliert.
Wohin kann man noch in die Ferien reisen, ohne Gefahr zu laufen, Opfer irgendwelcher politisch Motivierter, religiös Fanatisierter, seefahrender Numismatiker oder sonst irgendwelcher Wahnsinniger zu werden oder auch einfach der Schweinegrippe in die Arme zu laufen; von Unwetter- und Naturkatastrophen ganz zu schweigen.
Balkonien wäre relativ sicher, es sei denn, es liegt ein versteckter Bauschaden vor und man stürzt haltlos in die Tiefe.
Mal ehrlich, man traut sich wirklich kaum mehr aus dem Haus. Ja, das Leben ist tatsächlich lebensgefährlich, und das vom ersten Tag an. So viele Versicherungen kann es gar nicht geben, dass alle erdenklichen Fälle abgedeckt wären, gottseidank.
Zu den heutigen, seriösen Reisevorbereiten gehört idealerweise auch der Besuch der entsprechenden Homepage des EDA. Dort kann man die Destination eingeben - Adelboden sucht man übrigens hier vergebens - und sich mit den bekannten Risiken vertraut machen. Dennoch sind gewisse Ereignisse nicht vorauszusehen.
Ägypten ist für mich seit ich denken kann ein faszinierendes Land. Schon immer gab es dort ab und zu Terroranschläge, wurden Touristen verletzt oder getötet. 1995 hab ich mich dennoch in dieses Wunderland getraut und hatte die Gelegenheit, dort ganz spezielle Momente zu erleben. 1997 gab es dann den Anschlag beim Hatschepsut-Tempel und danach noch einige andere, leider. Heute sind zwar die meisten Sehenswürdigkeiten durch Sicherheitskräfte geschützt, dennoch bleibt ein gewisses Risiko bestehen und ich würde mich wohl heute nicht mehr hintrauen.
Wer die ewigen Impfungen und nicht kalkulierbaren Risiken leid ist, mache einfach uHu-Ferien, die liegen jetzt voll im Trend. Geht man dann für einmal wie ein Tourist bekannte Wege, sieht man plötzlich alles in einem anderen Licht. Die eigene Stadt zeigt sich einem in ihrer vollen Pracht und man kommt ins Staunen ... nicht zuletzt darüber, dass man an vielem meist achtlos vorbeigeht, weil es einem selbstverständlich geworden ist. Es ist übrigens nicht verboten, seinen Freunden trotzdem eine Karte zu schreiben.
Sickertime als solches gibt es eigentlich nicht. Es ist dies meine Wortschöpfung aus den Komponenten "sickern" respektive "versickern" und dem englischen Ausdruck für Zeit: "time".
Dass Sickertime ubiquitär vorhanden ist, und das sogar im Überfluss, wird mir bewusst, wenn ich mir unser aller Bemühungen betrachte, die Zeit totzuschlagen.
Keiner wird in so einem Zusammenhang des Mordes angeklagt, ist doch kein Tropfen Blut geflossen, und dennoch fühlen wir uns immer mal wieder schuldig.
Was tun wir mit der kostbaren Zeit, die uns geschenkt wird, 24 Stunden im Tag, 7 Tage in der Woche, und das bis zum Tage X? Wieviele Minuten wenden wir für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens auf? Und was sind diese wichtigen Dinge?
Jeder Mensch setzt seine Prioritäten anders. So ist dem einen seine Freiheit oberstes Ziel, ein anderer findet seine Erfüllung in der Begegnung mit andern, wobei sich beides nicht auszuschliessen braucht.
Was die Zeiteinteilung anbelangt, geht es in erster Linie darum, sich bewusst zu werden, wofür es sich wirklich zu leben lohnt und auf was wir in keinem Fall verzichten möchten. Bevor nun die ersten aufbrechen um das Beste zu finden, was ihr Keller hergibt, gibt es hier eine kleine Anweisung, wie es uns gelingen könnte, mehr aus unserer Zeit zu machen.
Teilen wir also zum Beispiel Tätigkeiten ein in "oberste Priorität", "sehr wichtig", "wichtig", "mittelwichtig", "unwichtig" und "Sickertime".
"Oberste Priorität", das sind die grössten Steine, "sehr wichtig" sind etwas kleinere, "wichtig" sind immer noch beachtlich, "mittelwichtig" klein und "unwichtig" winzig. "Sickertime" ist vergleichbar mit Sand.
Füllen wir nun alles in ein Glas, dann sollten wir nicht mit "Sickertime" beginnen, denn dann bringen wir nichts anderes mehr im Behältnis - unserem Leben - unter. Wir müssen mit den grössten Steinen beginnen, dann die Kleineren unterbringen, die Beachtlichen nicht vergessen, auch ein paar Mittelwichtige einfügen um dann gekonnt auch den Unwichtigen etwas Platz einzuräumen. Zuletzt mit Sickertime auffüllen und .... geniessen.
Wir können nicht nur mit den grossen Brocken fälieren, das würde uns total überfordern. Die für uns jeweils richtige Mischung unseres Lebenscocktails herauszufinden gehört in die Sparte Lebenskunst, da unsere Prioritäten im Laufe der Jahre auch immer wieder anders aussehen werden.
So wünsche ich denn allen einen gekonnten Mix und einen wunderschönen Sonntag.
Vergleicht man die Wettervorhersage von anno domini - damals noch persönlich kurz angesprochen von Pudelliebhaber Léon Huber - mit dem heutigen "Meteo" oder sonstigen Wetterpräsentationen durch diverse "Feen" auf Dächern oder turnend vor irgendwelchen Karten, dann könnte man denken, das Wetter würde sich für dieses Interesse irgendwie erkenntlich zeigen und uns ein paar Verwöhnhäppchen präsentieren.
Aber nein, das Wetter macht, was es will und verwechselt mal wieder Juli mit April. Schafskälte wechselt sich ab mit kurzen Auszeiten von Affenhitze und Tropenfieber.
Wenn sich nun, wie letzte Woche, Bucheli und seine Kollegen massiv verspekulieren, dann hat das keinerlei negativen Auswirkungen. Niemand nimmt es den Leuten übel, alle verstehen, dass man soooo ein Wetter nicht voraussagen KANN.
Welche Berufssparte kann auf so viel Toleranz seitens der Kundschaft setzen. Wohl kaum eine. Verspekuliert sich ein Banker, hat das, wie wir nur allzu gut wissen, ganz andere Folgen. Macht ein Chirurg einen Fehler, dann gnade Gott seinem Patienten, vertippt sich eine Sekretärin, kommt es darauf an, an welcher Stelle, vertippt sich Bucheli .... so what, who cares!!!
Sogar unsere hauseigene Wetterstation wollte mich kürzlich 08:21 Ortszeit davon überzeugen wollen, dass draussen eitel Sonnenschein herrsche. Leider stimmte dies nicht mit der tatsächlichen Wettersituation überein. Ich denke ich muss mal in Himmelhausen anrufen.
Meines Erachtens hat der Wettergott einfach die Nase voll von unserem ewigen Sicherheitsbedürfnis. So trainiert er fleissig unsere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Wir werden so zu einer Art Chamäleons umgeschult, welche lässig zwischen Sonnenbrille und Regenschirm hin- und her switchen. Vielleicht mag er auch einfach diesen lästigen Grillgestank nicht leiden, der bei gutem Wetter ein gesundes Mass bei weitem übersteigt. Ich könnte das gut verstehen.
Möglicherweise setzen wir zukünftig lieber wieder auf "Meteofrog", die bioaktive Wettervoraussage, welche sich niemals täuschen lässt. Gras- und Glasfrösche fressen, wie ich gelesen habe, Regenwürmer und Maden, sind aber ganz reinliche Tiere. Und einmal ablecken versetzt einem in einen Rauschzustand, in welchem einem das Wetter dann sowieso ziemlich egal sein sollte.
PS: Frösche können übrigens manchmal ganz schön fies sein!!!
Propofol klingt irgendwie harmlos, fast ein wenig wie Propolis. Die Liste der Nebenwirkungen dürfte jedoch grösser sein, als diejenige der Einsatzmöglichkeiten. "Faszikuläre Zuckungen" kann man ja allenfalls noch in eine Tanzimpro einbauen, aber dann hört der Spass auch schon auf. Und dieses Mittel soll Michael Jackson kurz vor seinem Tod verabreicht worden sein.
Husten, Spontanbewegungen, Erregungserscheinungen, Erbrechen, epilepsieartige Krämpfe, Erniedrigung der sexuellen Hemmschwelle, Halluzinationen, Hysterie, Euphorie, emotionale Labilität, Anaphylaktische Reaktion, Thrombose an der Injektionsstelle, Venenentzündung an der Injektionsstelle, Krampf der Bronchialmuskulatur, Beugung des gesamten Körpers nach hinten, Anfallsleiden, Anfallsprovokation, generalisiertes Erythem, Hyperventilieren, schwer verlangsamte Herzfrequenz, massiver Blutdruckabfall, Atemversagen, Fieber, eingeschränktes Reaktionsvermögen, Schmerzen an der Injektionsstelle..... Also mindestens zwei dieser aufgeführten Folgeerscheinungen können tödlich enden.
Propofol wird u.a. zu Sedierungszwecken eingesetzt werden, zum Beispiel vor Endoskopien. Verabreicht wird das Medikament durch einen Facharzt. Der Patient muss vor der Applikation über potentielle Risiken informiert werden, also auch über den Extremfall Exitus.
Wer dem King of Pop dieses Mittel verabreicht hat und warum, ist nicht ganz klar. Er sei süchtig danach gewesen, seit er im Zusammenhang mit Verbrennungen 2. und 3. Grades damit in Kontakt gekommen sei. Zugezogen hat er sich diese bei einem Werbedreh für Pepsi:
Wir spielen manchmal im übertragenen Sinn ebenfalls mit dem Feuer, wenn wir uns die Erzeugnisse moderner Forschungstechnik allzu nahe kommen oder gar unter die Haut gehen lassen. Manchmal Segen, manchmal ein Fluch.... in unserer polaren Welt gibt es bekanntlich immer beide Seiten. Ich würde ohne Antibiotika nicht mehr hier in die Tasten hauen. Dennoch gilt es, die nötige Vorsicht walten und sich bei allfälligen Suchtproblemen auch professionell helfen zu lassen.
Dass jetzt aber gleich von Mord gesprochen wird, ist schon fast symptomatisch und erinnert ein wenig an die vielen Gerüchte und Spekulationen rund um den Tod von Marylin Monroe oder auch von Prinzessin Diana. Seien wir ehrlich: wirklich gesund hat Michael schon lange nicht mehr ausgesehen.
Manchmal haben es Super-Prominente auch einfach viel schwieriger, da sie an Dinge kommen, welche uns Normalsterblichen zu unserem Glück verwehrt werden.
Übrigens: kurz vor seinem Tod hat sich Michael tatsächlich auf seine "This is it-Tour" vorbereitet, wie diese Aufnahmen beweisen. Und er sieht erstaunlich fit aus, fitter als auch schon in letzter Zeit. Ob er dafür etwas mehr "von diesem und jenem" einwerfen musste ... wir werden es vielleicht nie erfahren.
Eines ist sicher: die Gerüchteküche wird wohl noch einige Zeit weiterbrodeln. Die Mordtheorien werden sich vermutlich hartnäckig halten und auch über Jahre immer wieder neu aufgenommen werden.
Etwas anderes ist ebenso unbestritten: Michael Jackson hat die Musik unserer Zeit geprägt, wie kaum einer vor ihm, ebenso wie das Musikgeschäft selber und uns alle noch dazu. Ich kann mich nicht erinnern, ob es vor ihm solche Videoclips gab oder solch gigantische Shows. Und wenn auch seine Stimme nicht die stärkste war, sie hatte absoluten Wiedererkennungswert und mit seinem Tanz und seiner Performance hat er eh alles wieder rausgerissen. Sein "Moonwalk" war eine Quelle der Inspiration und hat Massen mehr oder weniger gekonnt in Bewegung versetzt:
Man kann sich wirklich nur schwer entscheiden, welcher Song der beste war; es gab so viele gute. Michaels "Earth Song" oder auch "Heal the World" sind für mich spirituelle Lieder und eine Aufforderung an uns alle, nicht nur umzudenken, sondern auch aktiv etwas zu tun.
... dies sind oft passende Bezeichnungen für Hüte. Am "Ladies Day" in Ascot würde sich keine Frau unbehütet zeigen ... je extravaganter desto besser.
Was wäre die Queen ohne Kopfputz? Ja, okay, sie wäre immer noch Königin von England, würde aber nicht mehr so viel hermachen, es sei denn, sie setzt gleich auf ein Diadem.
Frau von Welt trägt Hut - das habe ich mir auch gesagt - und sei es nur als Sonnenschutz! Mein "Chäppi" eignet sich dafür grossartig.
Als wir uns vorgestern an der Aare kurz die Füsse vertreten wollten - klingt zwar jetzt hier irgendwie nach Sehnenriss und Bänderzerrung - stiessen wir auf einen riesigen Libellenschwarm. Auf dem abgeernteten Weizenfeld neben dem Fussweg waren noch die Stoppeln übrig und boten offenbar den eleganten Flugobjekten Nektar oder sonstige Nahrung an. Am Fluss selber nutzte die restlichen Tiere ihre Zeit für eine Flugshow. Obwohl meines Erachtens die Brautwerbung eher im Frühjahr stattfindet, scheint das bei Libellen nicht der Fall zu sein.
Auch was das Paarung selber anbelangt, scheint diese die wohl faszinierendste in der gesamten Tierwelt zu sein, da Libellen mit gekoppelten Geschlechtsorganen gar nicht fliegen könnten - wie wir ja übrigens auch nicht☺!! Aus diesem Grund machen sie das berühmte herzförmige Paarungsrad. Muss das alles jedoch gerade ausgerechnet auf meinem Sonnenhut stattfinden, noch dazu mit ohrenbetäubendem Flattern? Definitiv NEIN!!!
Diejenigen die mich kennen, können sich die Lautstärke meines (Ur)Schreis in etwa ausmalen. Unnötig zu sagen, dass ich mich kleinmütig aus der Natur zurückzog in die Sicherheit unseres geliebten Peugeots. Danke Leo!
Obwohl Prudenz im Zusammenhang mit Rechtssprechung Klugheit heissen soll, taucht in meinem Zentralrechner das Wort Vorsicht auf. So könnte Jurisprudenz gut und gerne "Vorsicht Juristen" heissen. Wie wir alle wissen, gibt es massive Unterschiede zwischen Weisheit, Klugheit und Cleverness. Wer hat noch nie das Wort "Rechtsverdreher" gehört?
Gestern habe ich mir gerade noch mit Begeisterung eine Folge von "Liebling Kreuzberg" reingezogen. Manfred Krug spielt da einen sehr sympatischen Anwalt. In besagter Folge erklärt er seinem Angestellten, es komme nicht darauf an, ob ein Mandant eine Straftat begangen habe, sondern ob man sie ihm auch nachweisen könne.
Eine Frau hatte kurz zuvor wutentbrannt ihren Ehemann angezeigt, der 2 Jahre vorher einen bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle begangen hat. Sie tat dies nicht aus Gewissensgründen, sondern weil ihr Versorger sich eine Freundin zugelegt hatte.
Anwaltskanzlei Liebling & Arnold konnte nun das Ganze gerade noch mal gradebiegen. Sie erklären der betrogenen Ehefrau, die ihren Ausraster mittlerweile bereut und auf eine Rückkehr des verlorenen Ehemannes setzt, sie brauche gegen letzteren einfach nicht weiter auszusagen. Eine Ehefrau brauche prinzipiell nicht gegen ihren Mann auszusagen. Da sie bei der bereits getätigten Aussage nicht explizit auf diesen wichtigen Punkt hingewiesen worden sei, seien die damals gemachten Angaben ungültig, weil vor Gericht nicht verwertbar.
Soweit so gut, oder auch nicht. Was man bei einer TV-Serie noch mit einem Lächeln quittiert, empfindet man im tatsächlichen Leben als eine skandalöse Frechheit.
Eine junge Frau, Nadine Münster aus Lübeck, wurde im Dezember 2007 Opfer einer Vergewaltigungsorgie. Bei einem Discobesuch lernte sie den jungen Schwarzen Isaac B. kennen und hat sich auf einen Kaffee in dessen Wohnung einladen lassen. Obwohl zunächst Sympathie im Spiel war und es auch zum Austausch von Zärtlichkeiten kam, hat ihr der wegen Drogendelikten bereits Vorbestrafte Drogen gegeben, welche Nadine nach eigenen Angaben wehrlos machten. Plötzlich sei dann ein zweiter Mann, Collin Y., aufgetaucht und beide Männer hätten die junge Frau während etwa 6 Stunden immer wieder missbraucht. Sie sei geistig voll dagewesen, hätte sich aber einfach nicht wehren können. Und genau diese Wehrlosigkeit auf dem von einem der Täter gedrehten Handyvideo könnte u.a. fatal auf den Ausgang des Prozesses wirken.
Nadine Münster erstattete sofort Anzeige. Davon gibt es übrigens ein Polizeivideo. Sie schämte sich und war nicht mehr in der Lage, ihr normales Leben weiterzuführen oder gar zu arbeiten. Doch sie arbeitete aktiv an ihrer seelischen Heilung, las Erfahrungsberichte anderer Frauen und raffte sich auf, ihr Leben wieder aufzunehmen. Da begegnete sie erneut einem ihrer Peiniger, welcher sie auch direkt ansprach: "sag mal, bist Du nicht Nadine?".
Das warf Nadine in ihrem Heilungsprozess um Wochen zurück; die junge Frau fiel in eine tiefe Depression, konnte nicht mehr essen, wollte nicht mehr aufstehen und wies sich letztendlich selber in eine Psychiatrische Klinik ein. Nach wochenlangem Aufenthalt sollte sie in eine offene Therapie überwechseln, doch es gab keinen freien Therapieplatz. Am 18. August 2008 beendete Nadine Münster mit einer Überdosis Schlaftabletten ihr einst so hoffnungsfrohes Leben.
Die Täter sitzen vor Gericht. Von Reue oder Schuldempfinden keine Spur. Die Anklage lautet zwar auf Vergewaltigung. Wie heute durch RTL gemeldet wurde, ist die Möglichkeit, dass beide ungeschoren freikommen, relativ gross, nicht zuletzt wegen diverser Formfehler während der Verhandlung durch die Lübecker Polizei. Dazu der Anwalt von Nadines Vater: "Bereits im Ermittlungsverfahren sind Fehler gemacht worden. So haben Polizisten im Prozess ausgesagt, dass sie die Beschuldigten nicht ordungsgemäss belehrt hätten. Das heisst: Die Aussagen von damals dürfen nicht verwertet werden. Es gab Beamte, die wörtlich ausgesagt haben, sie hätten kein Konzept für die Vernehmungen gehabt - Widersprüche sind so nicht geklärt worden. Auch sind nicht gleich umfangreich Drogentests durchgeführt worden, sodass nur spekuliert werden kann, inwieweit Drogen die Wahrnehmungs- und Vernehmungsfähigkeit der Betroffenen beeinflusst haben könnten." Anwalt Liebling lässt grüssen.... und Isaac und Collin geben sich bereits jetzt siegessicher, mit Victoryzeichen und allem Pipapo.
Ich denke, Nadine hat sich nicht nur dreckig und in den Schmutz gezogen gefühlt. Am meisten belastet haben sie wohl die unausweichlichen Selbstvorwürfe sowie die Unveränderbarkeit des Geschehenen. Sie sah keinen Ausweg mehr.
Als sie 2006 zu Deutschlands bester Bäckerei-Fachverkäuferin gekürt wurde, hatte sie noch ganz andere Pläne: "Bis zum Abitur sind es noch zwei Jahre. Dann mache ich ein duales Studium, d.h. Betriebswirtschaft an der Universität und parallel dazu in der Filiale (Wandsbeker Filiale des Hansebäckers) verkaufen. Darauf freue ich mich, denn dann stehen mir alle Wege offen." An Selbstmord hat sie da sicher nicht gedacht!!
Rechtssprechung hat mit Recht, wie wir das empfinden, oft nicht viel zu tun; darum Juris prudenz: Vorsicht vor Cleverness und Rechtsverdrehung.
Übrigens: das englische "prudence" bedeutet nebst Klugheit eben nicht zuletzt auch Vorsicht, so wie im Französischen übrigens auch!
In Büchsen bewahrt man allerhand auf: alte Fotos, wichtige Papiere, Gruschkram oder eben Süssigkeiten. Unsere Güetzibüchse war stets prall gefüllt, jedenfalls in den ersten Minuten nach dem Auffüllen. Dass dem nicht lange so blieb, dafür haben wir dann eifrig gesorgt.
Vor dem Fernseher sitzen und gedankenlos Kalorienträger in sich hineinzustopfen ist eine fatale Handlung. Trotz eifrigem Einsatz der Hand kann man jedoch nicht wirklich von einer Handlung sprechen, denn alles passiert automatisch. Hand - Mund - Kauen - Schlucken - Hand ....
Würde einem die Waage nicht ab und zu den Spiegel vorhalten, könnte das vermutlich ewig so weitergehen. Bei mir ist jetzt Ende Feuer und aus mit solchem Büchsenfutter.
Die Keksvernichtungsmaschine Annemarie Schwab hat ihren Dienst eingestellt ... hoffe ich jedenfalls. Ich habs mir ganz fest vorgenommen. Einige Kilos mehr auf Rippen und Hüften ist irgendwie gleichbedeutend mit einigen Jahren mehr auf dem Buckel. Man fühlt sich plötzlich alt.
Gestern bin ich nun zufällig auf eine Büchse gestossen, die eine wahre Alternative zu sein scheint: "365 fernöstliche Weisheiten", also für jeden Tag eine. Da kann man sich auch mal ein paar hintereinander zu Gemüte führen ohne saures Aufstossen! Im Gegenteil; "Harmonie und Gelassenheit für das ganze Jahr" wird einem hier versprochen.
Da werde ich jetzt ganz spontan mal reinfassen und schauen, was auszubüchsen gedenkt. Kurz schütteln, herzhaft zugreifen und ...
... ein japanisches Sprichwort sagt mir: "Was du deinen Eltern schuldig bist, weisst du erst, wenn du selber Kinder hast."
Ui-ui, das ist jetzt aber ganz schlecht. Da ich die Kinder übersprungen habe und seit Jahren vergeblich auf Enkelkinder warte, werde ich das wohl nie erfahren. Ob ich mal meine Schwester fragen könnte? Oder hat jemand von Ihnen eine bessere Idee?
Jeder hat schon mal Geld gewaschen, ich bilde da keine Ausnahme. Meist handelt es sich dabei um eher ungeplante Aktionen. Das kann sich um eine in der Hosentasche zwischengelagerte Zehnernote handeln oder um jeden beliebigen Betrag. Farbig 40 Grad ohne Weichspüler hat noch keiner Währung geschadet.
Was ich nicht wusste: meine Bank im Breitenrain verfügt ebenfalls über eine Geldwaschanlage, speziell geeignet für Münzen jeder Grösse. Es handelt sich um eine fixe Installation direkt vor dem Eingang. Betrieben wird sie mit reinem Regenwasser.
Jeden Mittwoch und Donnerstag liefern Bauern ihre frische Ware zu uns Anwohnern im Breitenrain. Als ich heute meine Einkäufe bezahlen wollte, fiel ein Zweifrankenstück in die oben erwähnte Geldwaschanlage. Sch....ön blöd, will heissen: Shit happens! Es brauchte zwar eine Spezialeinladung zuhanden des Bauern, seiner Frau und mir zu helfen, meine Anzahlung wieder da herauszuholen. Männer brauchen eben manchmal einen kleinen Anstupf.
Ob es sich wohl lohnen könnte, einmal nach Ladenschluss die Abdeckungen zu entfernen? Was wohl sonst noch so alles da unten lagert? Doch wohl keine Tinner-Akten, oder?
Marie aus Paris (alias Lena aus München??) möchte im Auftrag ihres Freundes Geld zum Waschen geben. Schwarzgeld? Nein, die Noten sind Lila, lauter 500 Euro-Scheine. Was ist denn daran illegal, diese in eine Waschmaschine zu geben und wird das Ganze dann gleich ausgebügelt?
Warum denn in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah. Ferien "ums Huus ume" machen Spass und man spart sich die lästige Plackerei mit der Packerei. Reine Kraftverschwendung sag ich Ihnen, und ausserdem mag heutzutage keiner so recht in einen Flieger steigen oder einen Zug, nicht zu reden vom Auto. Gut beraten sind all diejenigen, welche einen Fuss vor den andern setzen, und das möglichst gemächlich. Einzig das schöne Wetter ist nicht immer mit von der Partie.
Um Magenverstimmungen vorzubeugen empfiehlt es sich sowieso, möglichst gewohnte Nahrung zu sich zu nehmen, am besten aus Eigenproduktion... man will ja nichts riskieren. Selbstgekocht ist halb verdaut und notfalls kann man ab und zu ja trotzdem auswärts essen.
Im eigenen Bett zu schlafen ist der ultimative Luxus, d.h. wenn es nicht völlig durchgelegen ist. Man ist mit den hauseigenen Milben auf Du und Du, von den Kuschelecken ganz zu schweigen.
Je nach Feriendestination wird seitens des Personals wenig Wert gelegt auf höfliche Umgangsformen. Etwas besser wird allenthalben auf die Tischdeko geachtet. Eine weisses Tischtuch mit kostbarer und wohlgefalteter Serviette ersetzt jedoch nicht zwingend die Liebenswürdigkeit, ist jedoch sicher nicht zu verachten.
Was gibt es Schöneres als an einem schön gedeckten Tisch eine gemütliche Zvieripause zu machen. Das kann man nämlich auch zuhause, wie dieses Foto hier beweist...
...eh... öh.... Tja wie sagt man so schön: an Apple a day keeps the doctor away! Und die Erdbeeren (s. Markierung) waren echt lecker.
.... der mit dem Toten sprach. Diesen Spruch kennt wohl jeder unter Hundert.
Tatort: anno 1975, Kiosk irgendwo in der Schweiz um 07.15. Ein Mann um die 40, gepflegt, leicht intellektueller Touch, verlangt verlegen einen "Bund mit". Kurz darauf ein rüstiger Rentner mit demselben Ansinnen. Hä???????? Was bedeutet dieses "mit"? Wer jetzt an Kondome denkt, der liegt ganze 100 Prozent daneben.
Es gab jedoch damals schon ehrliche Käufer, genauer gesagt Käuferinnen. Mehrheitlich Frauen gönnten sich ganz ungeniert, was andere heimlich buchstäblich verschlangen. Die aufgetakelte Blondine zum Beispiel verlangte ganz unverschämt und direkt "einen Blick, bitte"! Belohnt wurde sie für ihre Offenheit mit schrägen Blicken von rechts und links.
Der Blick war tatsächlich allerhöchstens als Klo-Literatur geeignet und keine Firma, keine Arztpraxis hätte solchen Schmierkram im Wartezimmer aufgelegt. Dennoch kam das Blatt vom "Niveau" her nie an die deutsche Bildzeitung heran.
Das alles kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Den "Blick am Abend" gibt es sogar gratis und man kann ihn, wie auch seinen kostenpflichtigen grossen Bruder problemlos öffentlich geniessen, wobei geniessen in diesem Zusammenhang wohl das falsche Wort ist.
Mir gefällt diese Art der Berichterstattung wenig. Sie ist zu schrill, zu aggressiv, zu skandalträchtig, zu spekulativ. Für eine fantasiebegabte Frau wie mich reichen nüchtere Tatsachenberichte. Die gibt es jedoch immer seltener, und wehe, jemand Prominenter passt den Damen und Herren in den Redaktionen nicht mehr, und sei dies nur der Neid Erfolgloser. Sofort ändert sich die Berichterstattung. Streicheleinheiten und Schmeicheleien werden allmählich ersetzt durch Verbalattacken, der Promi wird medial abgebaut! Heidi Klum kriegt diesbezüglich momentan ihr Fett weg. Ist sie den Medien einfach zu erfolgreich geworden?
Heidi ist bekanntlich schwanger, bereits zum vierten Mal. Ob man jetzt denkt, drei Kinder hätten eigentlich gereicht, ist Ansichtssache. Es kann jedoch nicht angehen, dass ein Promi nicht mehr Mensch sein und irgendwo hingehen kann, ohne dass er oder sie fertig gemacht wird, weil zuwenig aufgebretzelt, das Lächeln nicht sitzt, der Lidstrich fehlt oder was auch immer. Was kümmert es "aau", wieviel Make-up Heidi trägt: "Glamour-frei, ungeschminkt, leichenblass, unscheinbar. Der Lack ist ab....." ihr (???) Kommentar. Mir gefällt Heidis Natürlichkeit. Sie sieht zwar etwas müde aus, aber das ist ja auch kein Wunder.
Dem Bund wäre wohl Heidis Besuch einer Brodwayshow keine Zeile wert gewesen, weil irrelevant. Trotz Sommerloch brauchen die dort kein Shrekmümpfeli, um ihre Seiten zu füllen. Und wer weiss, vielleicht wird man in einigen Jahren an Schweizer Kiosken wieder hören: "ein Bund mit", wenn es letzteren dann überhaupt noch geben wird. :-@
Gestern wurde mein kleiner Neffe 4 Jahre alt. Schon beachtlich, um wieviel Prozent an Körpergrösse unsere Kleinen Jahr für Jahr so zulegen. Auch in Sachen Aktivität sind sie kaum zu bremsen, und so werden sie denn wohlweislich mit genügend Spielsachen eingedeckt, damit ihnen auch ja nicht langweilig wird. Das ist zum Beispiel auch der Sinn eines Tantendaseins!! Wir haben dieses Jahr versucht, ihm Stelzen schmackhaft zu machen.
Eigentlich wird einem Kind nicht langweilig, sofern es wirklich spielen kann und nicht nur einem Spielroboter bei der Arbeit zusehen muss. So liebt Jérôme u.a. alles, was Räder hat und fährt, vor allem seinen heissgeliebten Mähdrescher. Das wird mal ein Bauer, könnte man jetzt vermuten, und vielleicht wären wir tatsächlich mal froh, wenn sich der Bub in ein paar Jahren um unsere Versorgung mit Nahrungsmitteln kümmern könnte. Allerdings ist es für Voraussagen noch ein wenig früh, denn vielleicht wird er auch viel lieber Pirat.
Da ist nämlich ein Anfang bereits gemacht worden, hat Jérôme doch eines dieser knapp Wohnzimmer-tauglichen Riesenschiffe für Freizeitpiraten gekriegt, in welches er sich nicht nur zum Schmollen zurückziehen kann. Ich kann mich noch gut erinnern, dass es echt Spass macht, eine Rückzugsoase zu haben, welche von Erwachsenen nicht betreten werden darf. Bei mir war das damals der Kleiderschrank meiner geliebten Patentante. Hinter Röcken und Mänteln konnte man sich super verstecken.
Das Zusammensetzen zeltähnlicher Riesenspielzeuge braucht meist die gezielte Zusammenarbeit von mindestens 5 Erwachsenen. Gut ist auch, wenn die zusätzlich von jemandem angeleitet werden, der sich mit koreanischen Bedienungsanleitungen auskennt.
Wenn man sich nebst dem Ausmass der Spielzeuge im einzelnen auch dasjenige aller Habseligkeiten eines Kindes zusammen betrachtet - in Zweikinderhaushalten mal zwei gerechnet - freut man sich einfach, dass vermutlich mehr Geld für Spielsachen ausgegeben wird als für unser krankes Gesundheitswesen und die Schweizer Armee zusammen.
Dass die Eltern manchmal etwas Platz machen müssen, leuchtet sicher jedem ein. Und sollte das Piratenschiff grösser sein als das Wohnhaus selber, dann fällt einem bestimmt die eine oder andere Feriendestination ein, Hauptsache unsere Knirpse sind glücklich!!!! =D
Eine deutsche Grossbank hat vorgestern ihren ersten "Drive In" - Bankomaten in Betrieb genommen.
So sind Kunden neu in der Lage, Bargeld abzuheben, ohne ihr Auto verlassen zu müssen. Um die Vorteile der neuen Einrichtung auch richtig nutzen zu können, gibt es gleich zwei Bedienungsanleitungen; eine für den zielstrebigen Kunden und einen für die selbstbewusste Frau von heute. Wichtiger Hinweis nebenbei: eine Taste für Chicken nuggets sucht man hier vergebens!
Für unsere männlichen Kunden:
1. Fahren Sie an den Bankomat heran.
2. Öffnen Sie Ihre Fensterscheibe.
3. Führen Sie Ihre Karte ein und geben Sie Ihre PIN-Nummer ein.
4. Geben Sie den gewünschten Betrag ein und entnehmen Sie das Geld.
5. Entnehmen Sie Ihre Karte.
6. Schliessen Sie Ihr Fenster und fahren Sie weiter.
Für unsere weiblichen Kunden:
1. Fahren Sie an den Bankomat heran.
2. Starten Sie den abgewürgten Motor.
3. Fahren Sie rückwärts, bis der Bankomat wieder in Höhe Ihres Seitenfensters ist.
4. Öffnen Sie Ihre Fensterscheibe.
5. Öffnen Sie die richtige Fensterscheibe.
6. Leeren Sie Ihre Handtasche auf dem Beifahrersitz und suchen Sie Ihre Karte.
7. Falls Sie Ihren Eyeliner entdecken, checken Sie Ihr Make-Up jetzt nicht.
8. Versuchen Sie, Ihre Karte in den Bankomaten einzuführen.
9. Öffnen Sie die Autotür, um den Bankomaten besser erreichen zu können.
10. Überlegen Sie sich eine Ausrede, die die Beule in der Fahrertür plausibel erklärt.
11. Führen Sie die Karte in den vorgesehenen Schlitz ein.
12. Entnehmen Sie die Karte und führen Sie sie in richtiger Richtung nochmals ein.
13. Nehmen Sie Ihre Handtasche und suchen Sie Ihren Terminplaner. Die PIN steht auf der ersten Innenseite unter dem Vermerk "PIN (geheim!!!)"
14. Geben Sie die PIN ein.
15. Drücken Sie auf "Korrektur" und geben sie die richtige PIN ein
16. Geben Sie den gewünschten Betrag ein.
17. Überprüfen Sie währenddessen Ihr Make-up im Rückspiegel.
18. Entnehmen Sie Ihr Bargeld.
19. Öffnen Sie die Fahrertür und heben Sie das heruntergefallene Geld auf
20. Leeren Sie Ihre Handtasche erneut aus und suchen Sie Ihre Geldbörse
21. Verstauen Sie das Geld darin.
22. Ignorieren Sie die hupenden Autos hinter Ihnen.
23. Starten Sie den Motor.
24. Starten Sie den abgewürgten Motor erneut.
25. Fahren Sie rückwärts zum Bankomaten und entnehmen Sie Ihre Karte.
26. Stecken Sie Ihre Karte in die dafür vorgesehene Hülle.
27. Betätigen Sie nicht den Anlasser bei bereits laufendem Motor.
28. Fahren Sie los.
29. Lösen Sie nach ca. 2 bis 3 Kilometern die Handbremse.
Man muss nur frech genug sein, zu fragen. Im Kemmeribodenbad ist nicht nur lecker Essen ein Thema, sondern offenbar auch die Kunst des Bogenschiessens. Und da sowohl der Chef als auch das gesamte Team die Kunst des Gastgebertums bestens beherrscht, haben sie mein Ansinnen, eine Auszeit als Amazone zu nehmen, tatkräftigst unterstützt.
Die Bogen wurden neu bespannt und auch eine kurze Einweisung inklusive Hinweis, dass es sich hier ganz klar um eine Waffe handle, lag drin, dann konnte es losgehen. Als Frau mit Oberweite aber ohne Brustschutz hat man die Schwierigkeit, den Busen vor der zurückschnellenden Sehne zu schützen. Aus diesem Grund habe ich meine Abgabeposition leicht angepasst, zulasten einer gewissen Treffsicherheit.
Es hat trotzdem ganz toll Spass gemacht bis zu dem Moment, als der Styroporwürfel mit der Zielscheibe vom Wind erfasst und zu Boden geworfen wurde. Leider ging dabei ein Pfeil zu Bruch. Hoffentlich ein gutes Omen!!!
Unnötig zu sagen, wer letztendlich besser geschossen hat. Obwohl ich recht gut war und sich meine Pfeile meist in die Zielscheibe bohrten, konnte man die Geschosse meines Freizeit-Tells kaum mehr aus dem Styropor entfernen. Der Mann hatte sich ja auch nicht um einen Busen zu kümmern, wenn er sicher auch da nicht nein gesagt hätte. Gegen den Amazonas kann eine Amazone höchstens mit Verbalattacken punkten.... oder eben mit einem schönen Busen!!
Wer meine Blogeinträge über längere Zeit verfolgt hat, weiss um das Schwab'sche Ferienwetter. Es ist dies eine Mischung aus Aprilkapriolen, Schafskälte, Nieselregen, Hagel und ganz selten mal ein Hitzestau. Viele richten ihre Ferien explizit nach den unseren, das heisst sie nehmen sie entweder vorher oder nachher. Wer ganz sicher vom Wettergott verwöhnt werden möchte, der nimmt seine Auszeiten gleichzeitig mit meiner Schwester, die hat ein sicheres Händchen dafür.
Was tun, wenn man nicht weit verreisen möchte, weder Fliegen noch Autofahren oder Zugreisen mag? Am liebsten wäre mir ja Wandern gewesen, braucht ja nicht unbedingt der Jakobsweg zu sein. Einfach Kontakt mit der Natur haben, einen Fuss vor den andern setzen und zu sich kommen. Aber bei DEM Wetter! Museen besuchen ist nicht so mein Ding, wobei die Keltenausstellung sicher interessant wäre, vor allem die Schmuckstücke.
So sind wir denn heute wieder einmal beim Bowlingcenter Bern vorbeigegangen. Es war dies unser zweites Mal. Mein erster Wurf war vielversprechend, denn es fielen gleich 9 Pins um... und schon war ich voller Erwartungen an mich selbst. Ehrgeiz kommt vor dem Fall; das konnte nicht wirklich gut gehen. Nach einer gewissen Zeit merkte mein Schatz dann auch noch, dass ich die Kugel völlig falsch hielt, doch für mich gab es kein Zurück mehr. Mit der korrekten Handstellung spielte ich dermassen schlecht, dass die animierten Rückmeldungen sich einer immer klareren Sprache bedienten. Leider schaffte ich es nicht, vernünftige Fotos davon zu machen, und so habe ich halt zum Zeichenstift gegriffen, und das ohne Übertreibung.
Den Stein habe ich mir nicht an den Hals gehängt und aufgegeben noch lange nicht. Was kann man nach einer Trainingseinheit auch gross erwarten. Allerdings steht im Bowlingcenter auch noch ein Billardtisch und es würde mich schon reizen, meine Fähigkeiten mit einem Stock zu testen. Kenne zwar die Regeln nicht, aber wozu hat man denn das Internet. Hier ein paar ganz tolle Tricks zum Nachahmen:
Und das geht erst noch bei jedem Wetter, das heisst wenn es geht!! =D
Ja, ich weiss, man sollte nicht zum Essen fernsehen, ebensowenig wie man zum Fernsehen essen sollte. Weder vertragen noch ergänzen sich diese beiden Tätigkeiten. Aber ich gehöre offenbar zu den Unbelehrbaren und untermale mein Mittagsmahl gerne mit Mittagsmagazinen.
Über Jahre zappte ich stets zwischen RTL und Pro7 hin und her, beides Sender, bei denen der Werbeanteil ihrer Formate gut 70 Prozent ausmacht. Bei Sendern, welche über Gebühren finanziert werden, ist dies anders und somit wesentlich angenehmer. Eigentlich!!!
Dies ist jedoch nicht der einzige Unterschied. Nebst den Werbeunterbrüchen fällt auch die Art der Berichterstattung ins Gewicht. Die Privaten arbeiten mit den Emotionen der Zuschauer und deren Sensationslust. Öffentliche Sender halten sich da mehr an nüchterne Information, so zum Beispiel ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten) und ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen).
Es ist immer sehenswert zu beobachten, was RTL und Konsorten aus einer Einzeilenmeldung so alles herausholen. Da kommt die ganze angebliche Vorgeschichte, da ist Dramatik, da ist aber auch jede Menge Spekulation.
Gewisse Dinge möchte ich jedoch überhaupt nicht sehen. Gewisse Dinge sollte man auch nicht zeigen. Bilder gehen unter die Haut, prägen sich ein und sind unvergesslich. Wer am 11. September 2001 wie gebannt vor dem Fernseher gesessen hat, weiss genau was ich meine.
Wir leben in einer Zeit, die allein dadurch sehr belastend ist, dass man nicht nur die Dinge in seinem Umfeld unmittelbar mitkriegt, sondern auch sonst alles, was sich auf unserem Globus noch so ereignet. Das mag ja sensationell sein, aber meist nicht besonders gut fürs Gemüt: Krieg, Mord, Totschlag, Umweltkatastrophen, Terror.... all das müsste meines Erachtens nicht omnipräsent sein. Im weiteren räumt man Jugendlichen und ihren Mätzchen und Problemen viel zu viel Raum ein. Kampfsaufen, Schlägereien, Umerziehungslager, Drogensucht, Schwanger mit 12 und und und.... Auch diese Bilder wirken, prägen sich ein und formen die Gesellschaft.
So habe ich jetzt angefangen, mich wieder etwas mehr an die öffentlichen Sender zu halten. Aber offenbar hat mittlerweile das unzeigbar Unzeigbare auch hier Einzug gehalten. So waren heute auf ARD die letzten Eindrücke vor dem Wegzappen Amateuraufnahmen aus China, die zeigten, wie soeben zwei Menschen mit Eisenstangen todgeschlagen wurden.
Und da wundern wir uns noch, wenn Jugendliche auf Maturreise wahllos und zum Spass ein paar Leute "wegklatschen" wollen, und sei es nur, um zu begreifen, wie es sich anfühlt.
Eventuell müsste man sich überlegen, den Fernsehmachern, egal ob öffentlich oder privat, etwas mehr auf die Finger zu schauen und notfalls zu klopfen. Ob dabei ein Satellit hilfreich wäre?
Hier Teil 1 einer 5teililgen online-Doku über die faszinierende Entstehungsgeschichte der Satelliten.
Unser Satellit "Spucknicht" ist übrigens gestern auf folgende Bilder gestossen:
Das beweist wieder einmal, dass es auch die etwas älteren Semester faustdick hinter den Ohren, vor allem aber in der Handtasche haben.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und dem Bären das Fell nicht über die Ohren ziehen, bevor man ihn erlegt hat. Solche und ähnliche Gedanken gingen mir durch den Kopf, als die Presse gestern etwas verfrüht unseren Roger bereits zum Sieger kürte. Man traute Roddick wohl nicht allzuviel zu. Umso mehr hat es mich gefreut, dass der Mann einfach fantastisch spielte und mehrmals nicht allzuviel gefehlt hätte, ein Quentchen Glück zu Andy's Gunsten mehr auf der Waage, und das Siegerfoto hätte etwas anders ausgesehen.
Irgendwann im Verlauf des vierten Satzes hatte ich ganz stark das Gefühl, unserem Mann dringendst etwas den Rücken stärken zu müssen, denn schliesslich müssen wir Schweizer ja zusammenhalten. Und es hat gewirkt, fantastisch, das Resultat ist bereits Geschichte.
Das As schlägt Asse wie ein Weltmeister - es waren wohl an die 50 - und gleich auch diverse Rekorde, u.a. mit dem 15. Grand-Slam-Titel. Nur mit dem Break wollte es lange nicht klappen, und das in mehrfacher Hinsicht, wurde den beiden ja auch kaum eine (Werbe)Pause gegönnt. Hätte mich nicht gewundert, wenn Roger und Andy noch ein paar Tage weitergespielt hätten, und sei es nur aus Spass.
Interessieren würde mich nun noch, wie der Stundenlohn des Siegers aussieht. Irgendwo habe ich die Zahl 993'000 Euro gelesen, das wären ja umgerechnet 1'507'153.432 Franken für etwas mehr als 4 Stunden. Mit so einem Ansatz kann wohl keiner von uns mithalten.
In meinen Augen hatte dieses Finalspiel 2 Sieger, denn erst dank diesem mehr als würdigen Gegner ist es bereits ein paar Stunden nach dem für uns erfreulichen Ausgang legendär. Herzlichen Glückwunsch an die beiden Superhelden.
Mit Hilfe der begehrten Trophäe ist es Federer dann auch gelungen, sich mehrmals innigst selber mit einem Kuss zu belohnen. Ob er von seiner Mirka wohl trotzdem noch einen gekriegt hat?
Heute habe ich nach Jahren wieder einmal einen amerikanischen Schinken reingezogen. Normalerweise schaue ich mir keine Filme aus Hollywood mehr an, aber bei Brad Pitt kann ich schon mal ne Ausnahme machen. Der Mann sieht einfach Klasse aus, vor allem wenn er ohne la Jolie an seiner Seite bildfüllend sein Bestes gibt. Ein Teil des Lobes gebührt natürlich auch den Leuten der Maske, welche mit ihrer Arbeit den Beruf des Schauspielers annähernd überflüssig machen.
Nur "Vom Winde verweht" und "Ben Hur" stellt ähnliche Anforderungen an den Zuschauer, was das Zeitliche anbelangt. Letzteres habe ich zwar nicht gesegnet, allerdings verfüge ich nun mal über ganz wenig Sitzleder und bin sogar hin und wieder kurz eingenickt.
Interessant ist der Ansatz ja schon, dass jemand als Greis zur Welt kommt, um dann immer jünger zu werden. Dass sich Benjamin irgendwann in der Lebensmitte auf gleicher Altersstufe wie seine Angebetete befindet, kann man als wahren Glücksfall bezeichnen. Dennoch wird gegen Ende des Films immer deutlicher, dass der jünger werdende Alte vor seinem Tod mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat wie ein älter werdender Jüngling. Der Grad der Selbständigkeit nimmt in beiden Fällen brutal ab. Nicht ganz logisch war für mich, dass Button junior als Greisenbaby Rheuma, Arthritis und all die übrigen netten Alterserscheinungen zeigte, dann aber als Babygreis trotzdem mit Erscheinungen zu kämpfen hatte, welche sonst nur 80jährigen vorbehalten sind.
Wie sagte einst Charlie Chaplin: Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme. Dennoch hat die richtige Reihenfolge gewisse Vorteile: man kann mit 80 noch Lesen, Schreiben, Sprechen und vieles mehr.... d.h. wenn man es noch kann!
Dann leg ich mich mal kurz aufs Ohr und träume davon, mich moderat etwas zu verjüngen. Ich meine bereits, die ersten Vorboten von Pickeln zu verspüren.
Pünktlich zum Ferienbeginn stellt sich das richtige Stauwetter ein. Nein, nicht Sauwetter sondern tropischfeuchte Hitze. "Ich klebe, also lebe ich"!! Gibt es etwas Schöneres, als stundenlang vor dem Gotthard zu warten? Kommt man sich da nicht endlich etwas näher, dann weiss ich auch nicht!
Nun soll es ja Leute geben, die machen sich schon um 04:30 morgens auf den Weg. Gute Idee, sofern nicht 100'000 andere über denselben Einfall klagen. Besonders hilfreich im Sommer sind ja bekanntlich auch die unzähligen Baustellen, welche zusätzlich am Chaos mitbauen.
Beruhigenderweise sind dies keine Aufnahmen aus dem Gotthardtunnel, sondern aus Russland.
Dennoch ziehe ich ein Verweilen auf Balkonia einer ungemütlichen Autofahrt vor. Auch auf eine Abkühlung resp. "Erfrischung", wie man sie in Tokyos Schwimm- resp. Wellenbädern gewohnt ist, kann ich gut verzichten. Baden in Achtungsstellung, nur echt mit Schwimmhilfe, obwohl man da wohl kaum untergehen kann. Übrigens gibt es alle 15 Minuten Schichtwechsel, wie mir meine Japanischlehrerin bestätigt, denn es hat noch mehr Leute, die ins Wasser wollen. Krank, oder?
Dann schon lieber ein Ausflug in diesen Fake-Pool, da bleibt man wenigstens schön trocken hinter den Ohren:
Und doch werden sicher irgendetwas unternehmen ohne uns zu übernehmen. Einfach mal Zeit zu haben, um sich nötigenfalls auch mal zu langweilen, ist ein Luxus, den wir uns gerne gönnen. Wir wünschen allen einen schönen Sommer und vor allem Ferien nach Wunsch.
Geboren und aufgewachsen in Vancouver, Kanada, gründete Severn Suzuki mit gerade mal 9 Jahren die ECO (Environmental Children's Organisation). Als sie 12 war, gelang es ihr und drei Mitstreitern, das Geld zusammenzubringen um anno 1992 an den Earth Summit in Rio de Janeiro zu reisen. Sie zeigte auf, wie die diversen Umweltprobleme aus der Sicht Jugendlicher aussehen. Meines Erachtens ist dies so bemerkenswert, dass ich Ihnen den Auftritt nicht vorenthalten möchte. Was mich besonders beeindruckt, ist, wie diese Zwölfjährige vor einem internationalen Publikum spricht, vor allem wenn ich daran denke, wie ich in dem Alter einen fünfminütigen Vortrag über viel banalere Themen zu halten, besser gesagt: stottern pflegte.
Da mir so wichtig erscheint, dass nicht nur die Art des Sprechens sondern auch der Inhalt der Rede rüberkommt, habe ich den Text ins Deutsche übersetzt.
Mein Name ist Severn Suzuki und ich spreche im Namen der ECO "Enviromental Children's Organization". Wir sind eine Gruppe Elf- bis Zwölfjähriger aus Kanada, welche versuchen, einen Unterschied zu bewirken, Vanessa Suttie, Morgan Geisler, Michelle Quigg und meine Wenigkeit.
Ganz allein haben wir das Geld aufgebracht, um 6000 Meilen zu reisen und Euch Erwachsenen zu sagen, dass Ihr etwas ändern müsst. Ich bin gekommen ohne Hintergedanken. Ich kämpfe für meine Zukunft. Eine Zukunft zu verlieren ist nicht dasselbe, wie eine Wahl zu verlieren oder ein paar Punkte im Aktiengeschäft. Ich spreche hier im Namen aller zukünftigen Generationen. Ich spreche im Namen der verhungernden Kinder dieser Welt, deren Schreie ungehört verhallen. Ich spreche für die zahllosen Tiere, welche auf diesem Planeten verenden, weil es für sie keinen Platz mehr gibt. Wir können es nicht verantworten, dass sie nicht gehört werden.
Ich fürchte mich in die Sonne zu gehen wegen des Ozonlochs. Ich habe Angst die Luft zu atmen, weil ich nicht weiss, was für Chemikalien sie enthält. Früher ging ich mit meinem Vater fischen, bis wir dann vor einigen Jahren Fisch fingen, der voller Krebs war. Und jetzt hören wir gar von Tieren und Pflanzen, welche aussterben - für immer verschwinden.
Ich habe davon geträumt, Herden wilder Tiere, Dschungel und Regenwälder voller Vögel und Schmetterlinge zu sehen, doch jetzt frage ich mich, ob dies alles überhaupt noch existieren wird, wenn meine Kinder es einmal sehen möchten.
Mussten Sie sich über solche Sachen Gedanken machen, als Sie in meinem Alter waren? All dies geschieht vor unseren Augen und dennoch reagieren wir, als ob wir noch alle Zeit der Welt hätten und alle Lösungen.
Ich bin nur ein Kind und ich habe nicht all die Lösungen, aber ich möchte, dass Sie realisieren, dass auch Sie sie weder haben noch kennen. Sie wissen nicht, wie das Ozonloch geschlossen werden kann. Sie wissen nicht, wie man Lachs in einen ausgetrockneten Fluss zurückbringt. Sie wissen nicht, wie die ausgestorbenen Arten zurückgeholt werden könnten. Und Sie können uns die Wälder nicht zurückbringen, welche einmal da waren, wo jetzt Wüste herrscht.
Wenn Sie nicht wissen, wie Sie all dies rückgängig machen können, dann hören Sie auf, es zu zerstören!
Hier mögen Sie zwar Delegierte Ihrer Regierungen sein, Geschäftsleute, Organisatoren, Reporter oder Politiker, aber in Wirklichkeit sind Sie Mütter, Väter, Brüder und Schwestern, Tanten und Onkel - und Sie alle sind jemandes Kind! Ich bin nur ein Kind und weiss doch, dass wir alle Teil einer Familie sind, die 5 Milliarden Mitglieder zählt, 30 Millionen Species und wir teilen alle dieselbe Luft, dasselbe Wasser und denselben Grund und Boden - und daran werden weder Grenzen noch Regierungen je etwas ändern.
Ich bin zwar nur ein Kind und doch weiss ich, dass wir alle in einem Boot sitzen und vereint, mit einem Ziel vor Augen handeln sollten. In meinem Ärger bin ich nicht blind und trotz meiner Furcht habe ich keine Angst, der Welt zu sagen, wie ich mich fühle. In meinem Land produzieren wir so viel Abfall; wir kaufen und werfen weg, kaufen - werfen weg, kaufen - werfen weg, und trotzdem wollen wir nördlichen Länder nicht mit den Bedürftigen teilen. Selbst wenn wir mehr als genug haben, fürchten wir uns vor dem Verlust unseres Wohlstands und davor, zu teilen.
In Kanada leben wir ein privilegiertes Leben mit Essen im Überfluss, Wasser und einem Dach über dem Kopf - wir haben Uhren, Fahrräder, Computer und Fernseher. Vor zwei Tagen waren wir echt geschockt hier in Brasilien, als wir etwas Zeit mit den Strassenkindern verbrachten. Eines dieser Kinder sagte zu uns: "Ich wollte ich wäre reich, denn dann würde ich all den Strassenkindern Essen, Kleider, Medikamente, ein Dach über dem Kopf, Liebe und Zuneigung schenken." Wenn ein Strassenkind, das nichts hat, bereit wäre, zu teilen, warum sind wir, die wir alles haben, immer noch so gierig? Ich kann nicht aufhören daran zu denken, dass diese Kinder nicht älter sind als ich und dass es einen unglaublichen Unterschied macht, wo man geboren wird, und dass ich eines dieser Kinder sein könnte, das in den Favelas von Rio lebt, oder ein verhungerndes Kind in Somalia, ein Kriegsopfer im Mittleren Osten oder ein Bettler in Indien. Ich bin nur ein Kind und doch weiss ich, was für ein wundervoller Ort diese Erde sein könnte, würden wir all das Geld, welches wir in Kriege stecken, dafür verwenden, der Armut ein Ende zu setzen und Lösungen in Bezug auf unsere Umweltprobleme zu finden.
In der Schule, ja selbst im Kindergarten, bringt Ihr uns bei, wie wir uns zu verhalten haben. Ihr lehrt uns:
nicht mit anderen zu kämpfen
Probleme zu lösen
andere zu respektieren
unseren Müll zu entsorgen
andere Lebewesen nicht zu verletzen
zu teilen
nicht gierig zu sein
Warum um alles in der Welt tut Ihr genau die Dinge, die Ihr uns lehrt, nicht zu tun?
Vergessen Sie nicht, warum Sie solche Konferenzen abhalten und für wen Sie es tun - wir sind Ihre eigenen Kinder. Sie entscheiden, in was für einer Welt wir aufwachsen. Eltern sollten ihre Kinder beruhigen können indem sie sagen "alles ist gut", "wir tun unser Bestes" und "das ist nicht das Ende der Welt". Ich denke jedoch kaum, dass Sie das weiterhin zu uns sagen können. Sind wir überhaupt noch auf Ihrer Prioritätsliste aufgeführt? Mein Vater pflegte zu sagen: "Du bist nicht was Du sagst, sondern was Du tust". Was Sie tun bringt mich nachts zum weinen. Ihr Erwachsenen sagt, ihr liebt uns. Ich fordere Sie heraus, bitte lassen Sie Ihre Handlungen Ihre Worte widerspiegeln.
Danke, dass Sie mir zugehört haben.
Heute ist Severn Cullis-Suzuki 30 Jahre alt und immer noch Umweltschützerin, welche der Natur eine Stimme verleiht. Sie ist zudem Autorin und war Gast in diversen Fernsehprogrammen zum Beispiel Free Speech TV.
Schön, dass es solche Menschen gibt. Es gibt einem Zuversicht und Hoffnung.