Dienstag, 30. Juni 2009

Multikulti und die Rechtschreibung


Die Schweiz ist ein Multikultiland. Viele Einwanderer sprechen gar kein Deutsch oder nur grad ein paar Worte! Vom Schreiben wollen wir gar nicht sprechen, und auch die hier geborenen und aufgewachsenen Kinder tun sich schwer mit der Deutschen Sprache, Rechtschreibung und Grammatik. Das soll nun alles besser werden, d.h. wir kommen allen, die Mühe bekunden, ein wenig entgegen. Hier die vorgeschlagenen Massnahmen

Vereinfachung der deutschen Sprache in nur 5 Schritten:

Erster Schritt:
Wegfall der Grossschreibung:
einer sofortigen einführung steht nichts mehr im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt:
wegfall der dehnungen und schärfungen:
diese masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt.

driter schrit:
v und ph ersetzt durch f, z durch s und sch verkürtzt auf s:
das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden

firter srit:
g, c und ch ersetst durch k, j und y durch i:
ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, die sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden, anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt werden.

fünfter srit:
wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken:
ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortokrafi wider slikt und einfak, naturlik benotikt es einike seit, bis dise fereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt ein bis swei iare. ansliesend durfte als nekstes sil di fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik anfisirt werden.

Das kommt Ihnen nun fast holländisch rüber? Mir auch. Möglicherweise waren die Niederländer ursprünglich Deutsche, welche sich einer neuen Rechtschreibung zu- und von der traditionellen Schreibweise abwandten. Ein Blick ins Jahr 3020 würde zeigen, wohin Anpassungen dieser Art uns führen. Unschwer festzustellen, dass ich mich immer noch an mittlerweile antiquierte Regeln halte. Wie man aber auch immer schreiben möchte, gegen eine anständige Buchstabensuppe hat doch wohl niemand etwas einzuwenden, oder?

PC-Freaks, Hiiiiilfe!!


An alle PC-Freaks: kann mir mal jemand erklären, wie es möglich ist, dass jemand über meine gmx-Adresse eine Spam-Mail verschickt, welche dann zufälligerweise auch in meinem eigenen Posteingang landet, und zwar im Spamverdachtsordner?

Das ist nicht nur einmal vorgekommen, sondern schon ganz oft. So ist offenbar jetzt auch "Pfizer" auf meine Mailadresse gestossen und wirbt darüber sogar für Viagra. Da krieg ich gleich steife Ohren und soooo'nen Hals von. Manchmal kommt es sogar noch dicker, wenn Sie verstehen, was ich meine.

Ich könnte es ja verstehen, wenn ich irgendwo meinen Zugang samt Passwort bekanntgegeben hätte, und sei es nur auf Facebook bei der Freundessuche. Hab ich aber nicht.

Selbst in meinem hispeed-Account sind immer mal wieder verdächtige Mails angekommen, z.B. wörtlich:
"Hispeed Service möchten Sie darüber informieren, dass Wir haben festgestellt, einige Probleme in unserer Datenbank auf einem Fehler Code 334409. Dieser Fehler wird auf Ihre E-Mail-Konto in wenigen Tagen. So, Hispeed Service zu Service & Upgrade Ihre E-Mail-Konto zu verhindern, dass Spam Mail und sichern Sie Ihre E-Mai Konto. In diesem Bereich, sind Sie an die folgenden Informationen: accout update@sify.com
1) vollständige E-Mail-Adresse
2) Passwort
3) Land
4) Vorname / Name:

Hinweis: Hispeed Service nicht senden von unserer Webseite E-Mail-Konto als Ergebnis einige technische Probleme, die wir haben, im Moment. Vielen Dank für Ihr Verständnis

cablecom Gmb"
Sieht verdächtig nach Deutsch-Übersetzungsprogramm aus. Unnötig zu vermerken, dass ich auf solches niemals geantwortet habe. Und gerade deshalb herrscht bei mir seit längerem Erklärungsnotstand.

Nicht, dass ich jetzt ähnliche Schandtaten über die Mailadresse eines andern tätigen möchte. NEIN, ich will endlich wissen, wie ich mich vor solchem schützen kann. Es ist mir bekannt, dass ich auf den Homepages meine Mailadresse für Computer unlesbar machen könnte mit (at). Gibt es noch weitere Tricks?

Input wird jederzeit gerne entgegengenommen, am besten verfasst in leicht verständliches Hausfrauendeutsch!! Herzlichen Dank zum voraus.

Sonntag, 28. Juni 2009

Anektier-Anektoten


Kürzlich wurde unserer Stefanie Heinzmann kurzerhand die Deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. In einem Fernsehbericht über die leidigen Drohungen gegen sie hiess es, die "Deutsche Sängerin" habe, von 400 Sicherheitsbeamten bewacht, trotz allem locker und souverän performt. Seit wann liegt jedoch das Wallis in Deutschland? Wer hat's erfunden? Nein, nicht die von Ricola!

In der heutigen Kocharena wurde nun Starkoch Johann Lafer verdeutscht. Unglaublich, ist der Mann doch schliesslich Österreicher, geboren in der Steiermark, genauer gesagt in Graz. Und was das Interessante ist: er hat sich nicht einmal gewehrt.

Ja die Ösis, die haben einen enormen Charme und würden nie jemanden freiwillig brüskieren. "Des passt scho" würden sie sagen, ausser vielleicht beim Ötzi, da haben sie sich vehement gewehrt, als die Gletschermumie plötzlich von den Italienern beansprucht wurde. Die Fundstelle liegt jedoch leider ganz klar im Südtirol, also in Italien.

Wie kommt es, dass wir uns immer mit fremden Federn oder Staatsbürgern schmücken wollen. Ob Steinbrück zwecks Sanierung der Portokasse auf der Suche nach finanzkräftigen Steuerzahlern ist?

Ich will ja der Alpenrepublik zu unserer Rechten nicht vorgreifen, aber ich denke die Lafer-Puppe dürfen sie adoptieren, unsere geschätzen Nachbarn aus dem Norden, oder?

Ein Rätsel...


... zwei Lösungen!

Das Kryptische Rätsel gehört für mich zu den Highlights des Anzeigers. Immer gegen Ende Monat wartet "Wettbewerb abzweiger" damit auf. Man könnte einen Gutschein vom Stauffacher gewinnen, aber wir lösen meist einfach nur die gordischen Verbalknoten, d.h. wenn wir es denn können.

Da gibt es nicht einfach Fragen wie "Nennen Sie die Hauptstadt der Schweiz" sondern eben speziell verpackte, wie beispielsweise:

"Einen ... des Rheins gibts nur beim Rhein - Reich ... ... hingegen überall auf der Welt". Sofort dachte ich an Reinfall, denn so etwas ist heutzutage weit verbreitet. Falsch, die richtige Antwort lautete: Nebenarm! Okay, alles klar... eh... ja genau!!!!

Weiteres Beispiel gefällig?:
"Worin gut tappen ist, auch im Halbdunkel". Natürlich in die Falle, logo, oder? In so eine bin ich wohl eben auch getappt, denn die passende Antwort lautet "Nebel".

"Unheilvoll, hilft aber immerhin, bei Koordin den Weg zu finden" (Ate)
"Tuts bei Wolkenbruch, dort und anderswo, und jene hier schwillt dann an" (Giessen)
"Beagles Tagtraum, Fuchses Nachtmahr" (Hetzjagd)
"Klingen wie eine Benzinwährung, und Hedera helix gehört dazu" (Aralien)

Dass es für ein Problem oder ein Rätsel mehrere Lösungen gibt, beweisen Ihnen Annemarie und Martin Schwab, tatatattaaaa!!

Mein Ansatz: brauche ich für ein ein Sudoku oder sonstige Hirnakrobatik mehr als eine halbe Stunde, dann lässt die Begeisterung nach.

Mein Rätsel an Sie: welche der beiden Fotos zeigt meine Lösung?
Zusatzfrage: welche Lösung beweist mehr Geduld?

Was es zu gewinnen gibt: Das Gefühl, eine wirkliche Intelligenzbestie mit scharfsinnigem Verstand zu sein. BRAVO!!

BOGA braucht Zukunft


Wir waren heute zu Fuss in der Stadt unterwegs. Das hauseigene Thermometer zeigte mit 17 Grad wohl die Rückschau auf vergangene Zeiten, denn es war echt heiss. Instinktiv wählten wir daher einen Umweg durch den Botanischen Garten.... herrlich. Kein Sonnenschirm vermag als Schattenspender mit den Bäumen mitzuhalten. Auch ist die Pflanzenvielfalt ein Erlebnis für beinahe alle Sinne. Dass die Zukunft dieses paradiesischen Fleckchens Erde gefährdet ist, haben wir wohl unserer fragwürdigen Politik zu verdanken, welche alles immer in Fränkli und Räppli misst, ausser es handle sich zufälligerweise um Fussball oder Prestige.

Bis Ende 2009 ist die Finanzierung gesichert. Über ein längerfristiges Engagement soll der Grosse Rat im November diesen Jahres entscheiden.

Sollten die sich gegen die Natur entscheiden, wäre es vielleicht einmal an der Zeit, uns für diese einzusetzen, für sie einzustehen und uns einzubringen, bevor es zu spät ist, denn manches geht in unserer gemütlichen Stadt jeweils erstaunlich schnell... zu schnell!

Habseligkeiten - Hab Seligkeiten


Meine Freundin Erika war unter anderem eine Philosophin und Wortakrobatin. So konnte sie denn dank ihrem Gespür und einem Sinn für das Wesentliche beinahe jedem Wort das ihm innewohnende Geheimnis entlocken - den Wahrheitskern.

Habseligkeiten war so ein Wort. Sprechen wir allgemein von Habseligkeiten, bezeichnen wir damit umgangssprachlich den mehr oder weniger armseligen Besitz Mittelloser. Erika brauchte mich jedoch nur kurz damit anzustupfen und ich sah darin sofort die Aufforderung "habt selig".

Die meisten unserer Besitztümer finden kaum mehr Beachtung. Sie sind uns selbstverständlich geworden. Bei Kindern ist das noch etwas anderes. Sie sind selig mit ihrer Habe, deren Wert sie nicht auf monetärer Ebene sehen. So lieben sie beispielsweise inbrünstig ihren Stoffteddy, wie abgegriffen er auch immer aussieht. Selbst wenn ihm ein Auge fehlt, ist er unersetzlich. Um nichts in der Welt würde eine treue Seele ihn gegen einen Neuen aus dem Warenhaus eintauschen.

So erzählte mir einst mein Schauspiellehrer, dass er als Kind während des Krieges bei Bombenalarm jeweils selber sein Köfferchen packen musste, um in den Schutzkeller zu gehen. Er füllte das Behältnis mit seinen Habseligkeiten, den Dingen nämlich, die seine Gefühlswelt bereicherten. Mutters Kontrollblick entging der Fehlgriff meist nicht, und sie packte um und vor allem Kleider und Essbares ein. Sobald sich Klein-Ruedi jedoch die Gelegenheit bot, hat er diesen "Fehler" korrigiert.

Wann haben wir selber das letzte Mal bewusst wahrgenommen, was bei uns so alles herumsteht? Bedeuten uns die Sachen noch etwas oder sind sie uns einfach egal? Manch ein einstiges Lieblingsstück fristet bei uns lediglich noch ein Dasein als Staubfänger? Kennen wir jemandem, dem es noch wahre Freude bereiten könnte?

Irgendeinmal werde ich mich wohl daran machen müssen, meine Besitztümer zu durchkämmen und aufs Wesentliche zu beschränken und nur noch Dinge um mich zu haben, die mich erfreuen und noch mit mir und meinem aktuellen Leben zu tun haben - echte Habseligkeiten eben. Das wird nicht leicht werden und viel Zeit kosten, da bin ich mir ziemlich sicher.

Ob ich in meinen Ferien gleich damit anfange? Und wenn ich gar nicht weiss, wohin mit dem Rest, wäre das dann vielleicht ein Fall für Google, genauer gesagt Gugel Kram?

Mittwoch, 24. Juni 2009

Schockbilderalarm!


Ein Bild aus seinem Kopf zu verbannen braucht viel mehr, als eine ganze Abhandlung in Worten zu vergessen. Ein Bild setzt sich fest, brennt sich mehr oder weniger tief ein und hat nachhaltigen Einfluss auf unser Leben, unser Wohlbefinden.

Hier setzt man an im Kampf gegen das Rauchen, wobei man sich in diesem Zusammenhang einmal die Verlogenheit einer solchen Politik vor Augen führen sollte. Ich bin überzeugte Nichtraucherin und als solche froh, dass in nurmehr 14 Tagen das Essen in Restaurants ein viel freieres Erlebnis sein wird, als bisher... ein rauchfreieres. Dennoch finde ich die Vorgehensweise mit ekelerregenden, beängstigenden Bildern auf Zigarettenpackung eine absolute Zumutung. Nicht nur, dass auch Kinder diese sehen werden - wo bleibt da der Jugendschutz - sondern diese Bilder arbeiten mit Angst... und Angst hat negative Folgen.

Um diesen wirksam vorzubeugen, rate ich denn allen Rauchern, sich dieser fatalen Wirkung zu entziehen, indem sie zum Beispiel einfach Zigarettenetuis kaufen oder ganz bewusst mental gegensteuern mit "ich bin gesund, Rauchen schadet mir nicht".

Man stelle sich mal vor, auf jedem Auto müssten Bilder von Unfällen aufgedruckt werden, auf jeder Scho(c)koladetafel Fotos von Übergewichtigen, auf der Mayonnaise die Androhung einer Magenband-OP.

Würde es deswegen weniger Massenkarambolagen geben oder keine Adipösen? Ich meine NEIN! Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Da wo immer... auf der Strecke.

Marmor, Steinbrück, Eisen bricht...


...aber unser Bankgemeinnis nicht!

Wäre ein guter Song gewesen, nur leider nicht ganz realistisch.

Irgendwie hätten die Schweizer etwas mehr Rückgrat von ihren Bundesräten erhofft. Die kriechen jedoch zu Kreuze; noch genauer: küssen beinahe den Boden, auf welchem Peer soeben noch gestanden und ein Lob auf die Schweiz ausgesprochen hat von wegen Kooperation und so.

Etwas schlecht wird einem schon, wenn man sich diesen krassen Niveauunterschied betrachtet, wobei man im Zusammenhang mit Steinbrück dieses Wort nur zögerlich in den Mund nehmen will.

Zumindest die linken Hände der beiden Politiker suchen Halt auf gleicher Höhe. Merz's andere klammert sich verzweifelt an die rechte seines deutschen Kollegen. Die Augen unseres Finanzministers ruhen auf dem auffälligsten Merkmal Steinbrücks, seiner grossen Klappe. Es ist, als möchte Merz herausfinden, wieviel Potential da tatsächlich dahinter steckt.

Dennoch komme ich nicht umhin zu bemerken, dass unser Finanzminister im direkten Vergleich nicht mithalten kann. Es geht dabei nicht um Körper- oder Klappengrösse, sondern manchmal auch einfach darum, ein wenig zu Pokern, also zumindest so zu tun, als sei man ein Mann von Format.

Ein Lord Gaga???

Montag, 22. Juni 2009

Tour de Suisse...


Bisher war für mich die Tour de Suisse mit Velo, Gestrampel und Dopingvergleich verbunden.

Ist man mit dem Auto unterwegs, können schon die Hobby-Biker zu einem echten Problem werden, vor allem auf engen Strecken ohne Überholmöglichkeit. In Massen genossen sind die Profis auch nicht viel besser, im Gegenteil. Das Drumherum kann den Verkehrsfluss einer Stadt zum völligen Erliegen bringen.

So kurvten wir gestern sage und schreibe eine Stunde in und um Bern herum, um jemanden im Tiefenauspital zu besuchen. Überall war gesperrt, wurde umgeleitet, fehlte eine vernünftige Signalisation, blockierten stehende Kolonnen die Durchfahrt etc. Wäre da nicht der motorisierte Polizist Moser gewesen, den ich in meiner Verzweiflung um Rat fragte, wir würden wohl jetzt noch einen Ausgang aus dem Labyrinth suchen.

Wie ich der Presse entnehme, wird ab 2010 die Schlussetappe nicht mehr in Bern stattfinden. Juhuuuu aber auch. Der seit 2005 bestehende Vertrag mit den Tour-Organisatoren wird nicht mehr erneuert, da die jährlich 70'000 Franken zulasten von Hoteliers, Restaurateuren sowie der Burgergemeinde Bern gingen. Die sind jedoch aufgrund des offenbar mangelnden Interesses nicht mehr bereit, dafür aufzukommen und der Berner Gemeinderat will für dieses Sportevent keine Steuergelder aufwerfen. Suuuuuuuuper!!! So werden wir denn wenigsten für einmal verschont!!!

Eine etwas andere Tour de Ville zeigen uns diese verrückten Kerle. Waaahnsinn, aber cool!

Sonntag, 21. Juni 2009

Bettelbriefe - Hiiiiiilfe



Sind ab einem gewissen Alter schon keine auf Büttenpapier gebannte Liebesschwüre mehr in unseren Briefkästen zu erwarten, so können wir doch mit mindestens einem Bettelbrief pro Woche fest rechnen. Allein die Liste der ZEWO-zertifizierten Hilfsorganisationen ist ellenlang. Dazu kommen bestimmt noch ebensoviele nicht zertifizierte Abnehmer für unsere Schlechtes-Gewissen-Boni an die sogenannte dritte Welt.

Wer zudem über einen virtuellen Posteingang verfügt - "Datenschutz" sei dank - wird auch da masslos bedient. Würde man jede Spendenanfrage mit Einzahlung von nur 5 Franken beantworten, könnte man sich nach einem halben Jahr mittellos auf einer Parkbank wiederfinden.

Ich finde helfen toll. Hilfe zur Selbsthilfe ist für mich jedoch immer noch die höchste Form der Nächstenliebe. Viele Projekte im Ausland zielen genau darauf ab. Gerade in Sachen Versorgung mit Trinkwasser ist enorm viel getan worden. Alles, was die Ermöglichung von Schulbildung anbelangt, geht ebenfalls in die richtige Richtung!

Übrigens: anders als viele Kiddies der Industrieländer haben diese Kinder tatsächlich begriffen: Wissen ist Macht, Wissen ist unsagbarer, unsichtbarer Reichtum. Sie fechten keine Kämpfe mit den Lehrern aus, sondern öffnen Augen und Ohren und arbeiten fleissig an ihrer Zukunft.

Jeder von uns hätte in seinem Umfeld ebenfalls die Möglichkeit, zu helfen. Solche Hilfe äussert sich nicht zwingend in Franken und Räppli, sondern kann auch mal ganz praktisch sein, indem man jemandem zur Hand geht, die Hand reicht, ein Ohr leiht etc.

Heute hatte ich schon wieder einen Bettelbrief in der Hand. Ich kriege die ja alle noch in dreifacher Ausführung, da ich drei Anschriften habe. Als Motivator vorne das Bild eines armen Afrikanerkindes im Arm seiner Helferin. Da kam mir plötzlich ein irgendwie faszinierend beunruhigender Gedanke.

Jede "Hochkultur" ging irgendwann zu Ende, das zumindest erzählt uns die Geschichte, und wie es aussieht, könnte dies mit Amerika und Europa einmal genauso aussehen. Würde nun, sagen wir mal Afrika zu unermesslichem Reichtum kommen - Bodenschätze sind da ja genug vorhanden - wie würden diese Länder sich gegenüber der restlichen Welt verhalten, gegenüber der neuen dritten Welt? Könnte die Korruption endlich zu Grabe getragen werden und mit der Zeit der Gedanke der Nächstenhilfe aufkeimen, erste Blüten tragen oder gar zur Bildung eines Netzwerks führen, wie wir eins aufgebaut haben - zertifiziert oder nicht - zwecks Unterstützung der westlichen Welt? Selbstverständlich könnte die neue "Hochkultur" auch im asiatischen Raum entstehen, oder in Indien!

Alles ist im Wandel, allein darauf ist bekanntlich Verlass. Aber mal ganz ehrlich, was die doch sehr spezielle Frage anbelangt, habe ich da so meine Zweifel, dass das Helfersyndrom übertragbar ist, ebenso ansteckend wie zum Beispiel Gähnen. Es ist nicht einfach, aus einem eingespielten Muster herauszufinden, es sei denn, man werde aufgrund äusserer Umstände herausgefunden. Und genau das könnte uns tatsächlich passieren! Was denken Sie?

Donnerstag, 18. Juni 2009

GPS? Navi? Nicht ohne meinen Verstand!




Zum einen hat der Mensch einen Verstand mit auf den Weg erhalten, hoffentlich einen der Marke GMV (gesunden Menschenverstand). Im weiteren wurde dieser u.a. ergänzt und bereichert durch Bauchgefühl, Instinkt und Intuition. Dazu kommt jede Menge angeborene und anerzogene Intelligenz und vieles mehr.

In der heutigen Zeit stellen wir jedoch die Resultate irgendwelcher Geräte massiv über unsere eigenen Ergebnisse, Empfindungen und Erfahrungen.

Früher verliess sich ein Arzt auf seine 5 Sinne. Er schaute den Patienten an, horchte ihn ab, fühlte seinen Puls, roch möglicherweise diverse Fehlfunktionen und - das war noch ganz in den Anfängen - testete allfälligen Diabetes per Geschmackssinn. Heute weiss manch ein Medicus nicht einmal mehr, wie seine Stammkunden aussehen. Dadurch fallen ihm Änderungen (Gewichtsab- oder -zunahme, Gesichtsfarbänderung nach rot oder gelb, Exophthalmus etc.) nicht einmal mehr auf. Zu sehr steckt er seine Nase in die Untersuchungsergebnisse des Labors, des Röntgeninstituts sowie des zugezogenen Spezialisten. Subjektive Eindrücke sind jedoch unerlässlich und würden den Arztberuf eher bereichern.

Auch in der Küche sind die technischen Helfer nicht mehr wegzudenken. Pipstöne zeigen an, wenn das Fleisch gar ist, die Gemüsepfanne fertig oder was auch immer. Nichts wird mehr dem Zufall überlassen, oder eben dem Instinkt einer erfahrenen Köchin. Mir stinkt das langsam!!!!!!!

Als Kartenleserin war ich, das gebe ich gerne zu, eine Null. Meist versuchte ich den Standort zu finden, bevor ich die Karte in die richtige Position gerückt hatte. Nach eingehendem Studium der eingetragenen Fixpunkte wie Strassen, Kirchen, Schulen etc. entschloss ich mich dann meist, einen Passanten zu fragen. Heute gibt es Navigeräte nicht nur für Autofahrer, sondern auch fussgängertaugliche. Wie gut die im einzelnen sind, hat der Kassensturz kürzlich getestet.

Woran es gelegen haben mag, dass sich Andrew Byrd des abends statt auf dem heimischen Sofa auf der Strasse wiederfand, wird wohl noch genauer abgeklärt werden müssen. Jedenfalls wurde sein Haus versehentlich von einer Abbruchfirma abgerissen, da die Verantwortlichen sich nicht an die genaue Adresse hielten, sondern einfach an die GPS-Koordinaten. Vermutlich wird eine Entschuldigung hier nicht ausreichen.

Künftig müsste in der Betriebsanleitung speziell darauf hingewiesen werden, dass beim Einschalten des Navis das Hirn nicht zwangsläufig ausgeschaltet werden müsse. Viele Autofahrer landen nämlich auf Feldern, Bahngleisen, im Wasser oder sogar als Geisterfahrer auf der Autobahn, weil sie der Technik zu sehr vertrauen.

Diese totale Abhängigkeit von irgendwelchen Geräten macht uns unsicher und denaturiert. Mehr und mehr suchen wir im Aussen, statt unsere Antworten im Innern zu finden. Die Frage ist, ob wir darauf warten, bis das Pendel wieder zurückschlägt ins andere Extrem - eventuell aufgrund der Entwicklung im Energieversorgungsbereich - oder ob wir uns einen Ruck geben und auch mal wieder eine Karte zur Hand nehmen, den Gargrad des Fleisches mit Handgefühl testen und unserem Gegenüber intensiv in die Augen blicken. Das würde unserern Alltag bereichern und ihm etwas Würze verleihen.

Des Menschen Sinne wären: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Dazu kommen Unsinn, Gleichgewichtssinn, kinästhetische Wahrnehmung, der 6. Sinn, der 7. Sinn, Hellsehen, Hellhören, Telepathie, Intuition... In dem fatalen Moment, in welchem wir auf ein Display starren, werden die offenbar alle auf einmal abgeschaltet! Sch...ade!!!

Und wenn schon nach dem Weg gefragt werden MUSS, dann sucht Euch die Leute aus, mit gaaanz viel Bauchgefühl, sooonst....





.... und lassen wir uns bei unserem "Selbstfindungstrip" bitte nicht von diesen fantastischen 3D-Strassenbildern ablenken =D

Mittwoch, 17. Juni 2009

GRATIS: Free Beats






Da sagt man doch immer, es gebe nichts gratis in dieser Welt, jedenfalls nichts Sinnvolles. Das stimmt offenbar so nicht ganz. Da gab es kurz nach Obamas sensationellem Sieg diesen selbstlosen jungen Mann, der jedem Freak etwas Aufmerksamkeit, Zeit und vor allem ganz viele Beats zur Verfügung stellte. Nicht jeder Beschenkte hatte auch die nötige Begabung, das Maximum da rauszuholen und wieder einmal zeigte sich, dass die Schwarzen uns in Sachen Musik, Rhythmus, Tanz etc. um Längen voraus sind. Die Freude ist jedoch in jedem Fall voll übergesprungen.



Yeah-hu-yeah-phuphu-yeah-hippedihopp-yeah-dropandrop....

Ich finde diese Idee phänomenal. Eine absolut neue, frische Art der Interaktion. Schön auch, dass das Gratis-Geschenk etwas Immaterielles war. Macht Spass und setzt absolut keinen Staub an.

Dienstag, 16. Juni 2009

Alzheimer-Test...


Sitzen Sie bequem, atmen Sie durch, werden Sie ruhig. Dies ist ein ernsthafter Test, welcher Auskunft gibt über die aktuelle Situation Ihres Zentralrechners. Stellen Sie das Kreislaufdenken ein und Ihr Gehirn in eine neutrale Ausgangslage.

Test 1: Finden Sie das (hohe) C ohne Hilfe des Cursors:

OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOCOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO
OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO

Test 2: Falls Sie es schon gefunden haben, suchen Sie hier nach der 6:

9999999999999999999999999999999999999999999999999
9999999999999999999999999999999999999999999999999
9999999999999999999999999999999999999999999999999
6999999999999999999999999999999999999999999999999
9999999999999999999999999999999999999999999999999
9999999999999999999999999999999999999999999999999


Test 3: Ein wenig schwieriger: finden Sie N.

MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMNMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM
MMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMMM


Wie gesagt, das ist kein Witz. Haben Sie alle Tests bestanden, dann brauchen Sie dieses Jahr keinen Neurologen aufzusuchen. Ihr Gehirnzustand ist bestens und Sie haben noch kein Geplänkel mit Alzheimer. Gratuliere.

Hier noch Test 4: Finden Sie den 44sten Präsidenten der USA?

Gefunden? Dann sind Sie auch nicht farbenblind. Toll =D

Montag, 15. Juni 2009

Madonna - diese Sammelwut


Als Kind bin ich einst mit einer leeren Kartonschachtel losgezogen. Auf die Frage nach meinem Vorhaben antwortete ich keck: "Tauschbildchen tauschen". Der Hinweis, dass ich ja gar nichts zu Tauschen hatte, konnte mich nicht von meinem Plan abbringen. Nach etwa 2 Stunden bin ich dann freudestrahlend mit einer prallgefüllten Schachtel zuhause eingetrudelt. Sogar von diesen Kostbaren mit Glanzpartikeln waren einige darunter. Es hatten sich einfach andere Kinder meiner erbarmt und mir einen Grundstock geschenkt, den ich dann nach und nach gegen besser erhaltene Exemplare eintauschen konnte. Nicht auszudenken, wo ich heute stehen würde, hätte ich diese Art Geschäftstüchtigkeit über die Jahre retten können.

Ist man einmal bei etwas auf den Geschmack gekommen, dann kennt die Sammelwut oft keine Grenzen. Das können Kaffeerahmdeckel sein, Fingerhüte, Barbie-Puppen, Briefmarken, Handtaschen, Schuhe... ja selbst bei Tattoos und Schönheits-OPs kann man kaum mehr damit aufhören, hat man erst einmal damit angefangen.

Sammelwut; das ist so eine Sache, vor allem, wenn eine flotte Fünfzigerin wie Madonna sich in den Kopf setzt, ihren eigenen Nachwuchs durch Adoption weiterer Steppkes aus Malawi zu erweitern. Eventuell möchte sie ja auch einfach mit Brangelina gleichziehen, welche mittlerweile einen halben, teilweise selbstgemachten Kindergarten zuhause haben.

Meines Erachtens ist es mehr als fragwürdig, dass Prominente immer wieder mit Ansinnen durchkommen, welche einem Normalsterblichen ganz klar verweigert würden (s. Eintrag vom 3.10.08). Ist es wirklich sinnvoll, ein Kind komplett zu entwurzeln, nach Amerika zu verpflanzen, wo es, wie in diesem Fall, aufgrund der Umstände gleich noch zum Jagdobjekt der Paparazzi wird?

Vor Gott und dem Gesetz sind (fast) alle Menschen gleich, heisst es immer wieder. Gleichartig, gleich artig, gleich unartig, gleich abartig? Wie man es nimmt. Jedenfalls werden wir ALLE älter, ALLE müssen wir einmal sterben.... da macht selbst die Dicke des Portemonnaies keinen Unterschied. In gewissen Lebensbereichen würde das Prinzip wohl eher lauten: alle Menschen sind gleich, nur manche sind ein wenig gleicher.... es sei denn, so ein Promi fällt, zum Beispiel in Ungnade.

Es gibt ja neu diese lebensechten, künstlerisch gestalteten Babypuppen zum Schnäppchenpreis. Man sieht kaum einen Unterschied zu einem echten Baby und kann soviele davon kaufen, wie man möchte. Und hat man einmal keine Zeit, sie liebevoll zu umsorgen, dann braucht man nicht einmal einen Babysitter. Das wäre doch etwas für die Pop-Diva.

PS: Diese Puppen eignen sich auch ganz speziell als Enkelkinderersatz; sehr empfehlenswert, wenn man die eigenen Kinder aus praktischen Erwägungen heraus gleich übersprungen hat.

Freitag, 12. Juni 2009

Eine Nase tritt zurück... Juhuuuu?


Le petit roi de la Suisse, Monsieur Cauchemar, besser gesagt Pascal Couchepin, tritt zurück. Höchste Zeit, wie ich meine. Einige finden anscheinend tatsächlich noch Worte des Lobes bezüglich der "Errungenschaften" eines Bundesrates, der nicht nur mir ein Dorn im Auge war. Was hat er doch nicht zuletzt auch im Gesundheitswesen so alles in Bewegung gebracht, vom Pensionsalter der Frauen ganz zu schweigen. Die Kassenprämien stiegen jedenfalls über die Jahre ins Unermessliche und sind wirklich kaum mehr bezahlbar.

"Nachdem Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi das Rücktrittsversprechen vorgelesen hatte, wurde der scheidende Gesundheitsminister von den Parlamentariern mit Standing Ovations empfangen", so ähnlich berichteten die Medien. Ob man da nicht was völlig falsch verstanden hat? Wäre es nicht denkbar, dass die Begeisterung weniger dem Politiker selber als dessen Abtreten von der Politbühne galt?

Couchepin hat ja wirklich eine eindrucksvolle Nase, welche jedoch eher auf einen Weinkenner schliessen lässt. Er hatte weder die Nase noch das Händchen, wirklich eine positive Wende im Gesundheitswesen herbeizuführen, wenn er auch alles besser machen wollte, als einst unser Ruthli. Wir haben heute tatsächlich eine Zweiklassenmedizin, dies nicht nur bei Spitalbehandlungen sondern auch im ambulanten Bereich. Zudem bestehen riesige Verluste bei den Krankenkassen, welche auf Geheiss Couchepins ihre Reserven anzapfen mussten. Er war es auch, der im Jahre 2005 von jetzt auf gleich die Komplementärmedizin aus dem Leistungskatalog kippte.

Bezüglich Nachfolge wird wohl bald ein Sesseltanz beginnen. Ob sich an der problematischen Sitation unter neuem Patronat etwas ändern oder noch besser: zum Guten wenden wird, dafür gibt es keine Garantie. Dass ich dem selbstgefälligen Mann keine Träne nachweinen werde, ist jedoch sicher, kann er seine Nase doch künftig sonstwohin stecken.

Rentier-ts?


Wie das Rentier ist der Mensch ebenfalls einem gewissen Herdentrieb unterworfen, zumindest was Lebensweise und Lebensausdruck anbelangt. "Sowas geht gar nicht" heisst manch ein Friedhof unserer geheimsten Träume, Wünsche und Ziele.

Äussert ein Jugendlicher als Berufswunsch etwas Kreativ-Künstlerisches, wird ihm sofort der Wind aus den Segeln genommen.... und dann herrschen Flaute und Einöde. Fotograf? Brotlos! Schauspieler? Gibt es wie Sand am Meer! Schriftsteller? Aussichtslos, einen Verlag zu finden, geschweige denn eine Leserschaft. Modedesigner? Forget it! Musiker? Dona nobis oro pacem (kurz: Oropax)! Maler? Ich hätt' ne Wand zum Streichen.

So begraben wir denn umgehend solche Seelenanteile und verhöhnen uns vielleicht gar für unsere Blauäugigkeit. Keine Träne wird vergossen. Tapfer schreiben wir uns an der Uni ein, denn ein abgeschlossenes Studium zu haben ist schon mal nicht schlecht. Was für ein Fach? Egal, ist eh nur eine Basis für.... ja wofür eigentlich?

Warum gibt es denn überhaupt weltberühmte Künstler in all diesen Sparten, wenn es doch soooo unmöglich ist, zu reüssieren? Weil es Menschen gibt, die sich nicht beirren lassen. Sie verlassen sich auf die innere Führung und haben gespürt, dass sie so oder so singen, tanzen, malen werden, egal was passiert.... weil sie es MÜSSEN.

"Ja klar, schon, aber Du gehörst bestimmt nicht zu den Begnadeten" entgegnen Eltern oft wohlmeinend. Woher wissen sie das?

Ich frage oft Menschen, die zu mir kommen, was sie tun würden, wenn sie nicht ihren Lebensunterhalt verdienen müssten. Diese Frage stelle ich auch auf unserer Homepage unter Gedankenspiel. Schlafen und erstmal Ferien kommt gar nicht so oft vor, wie man meinen könnte. Da outet sich mit leuchtenden Augen schon mal eine Bankerin als potentielle Schriftstellerin, ein Kaufmann als Fotograf.... Wir sind ja so unendlich facettenreich!

Statt sich immer nur zu fragen "Rentierts?" und dem Herdentrieb zu folgen, könnten wir ja mal innehalten und uns selbst beim Träumen zuhören. Es soll welche geben, die gehen tatsächlich in Erfüllung. Und nicht vergessen: Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Metamorphose und Gedankenspiel


Alles auf dieser Erde ist im ewigen Wandel begriffen. Es gibt eine Zeit, da fühlt man sich weder Fisch noch Vogel, um sich dann später irgendwie selbst zu definieren oder als Haufrau aufzuwachen.

Wer oder was bin ich, sind Fragen, die zu wirklich inspirierenden Antworten führen können, oder auch einfach zu Identifikationsmustern: Ich bin diejenige, welche immer kurz vor knapp, vor allem aber keuchend irgendwo eintrifft. Ich bin die mit dem leichten Silberblick und dem leuchtend goldenen Haar. Ich bin .... alles oder nichts!

So kommen im Laufe der Zeit jede Menge Grundsätze zusammen, welche sich dann, wenn wir nicht aufpassen, irgendwann verselbständigen.

Einer meiner Leitsätze war bis vor kurzem: "Ich bin total ungeschickt, was alle hausfraulichen Tätigkeiten - hier treffender: Tötigkeiten - anbelangt". Tatsächlich wurde ich in dieser Hinsicht nicht unbedingt von der Pampelmuse geküsst. Nun wurde es allmählich für mich immer offensichtlicher: je mehr ich meinen Glaubenssatz wiederholte, umso stärker manifestierte er sich. So schaffte ich es denn mit links, dass mir nicht einmal mehr das Kochen leicht von der Hand ging.

So habe ich mich kürzlich entschlossen, meine Suggestionen zu ändern. Als gestern - Ungeschickt lässt grüssen - der Kaffee, wenn auch nur knapp neben dem Kocher landete, lobte ich mich für mein unvergleichliches Geschick: "Ich bin die Beste, die mit den Goldhänden, der alles gelingt". Stur fuhr ich fort mit meinen Positivaussagen, egal was geschah.

Sagt man nämlich zum Beispiel einem Kind: "Du bist dumm", dann versteht es mit der Zeit nur noch Bahnhof. Repetitive Aussagen setzen ein Programm in gang, das im Hintergrund unbemerkt weiterläuft und sein destruktives Werk weiter vollbringt .... oder eben sein konstruktives.

Eine meiner Freundinnen hat es momentan sehr schwer. Sie steht an einem Punkt im Leben, den wir alle irgendwann erreichen, sofern wir alt genug werden. Diese zeitweise totale Hilflosigkeit zu sehen, tut einem im Herzen weh und führt dazu, dass man vom Mitgefühl direkt ins Mitleiden hineinrasselt. Das ist jedoch für keine der Beteiligten hilfreich. So änderte ich denn auch hier die Sichtweise und programmierte gestern nach einem intensiven Gespräch mit ihr: "Ich habe eine Freundin, der fliesst Hilfe von allen Seiten zu. Sie wird aufgefangen, unterstützt und inspiriert." Dazu machte ich noch etwas Energiearbeit und fand ein Meistersymbol von Ingrid Auer. Heute ging ich wieder zu Erika, und siehe da, sie erzählt mir, war ihr alles Unglaubliches passiert ist und wie sich jetzt Möglichkeiten eröffnet hätten, die sie vorher nicht hatte. Dass ich ihr mit meinen Behandlungen zudem buchstäblich auch noch ein wenig unter die Arme greifen kann, macht mich dankbar und glücklich.

Eine gewisse Achtsamkeit im Alltag ist so bereichernd. Gewohnheiten machen das Denken überflüssig, deshalb haben wir davon auch reichlich. Richtiges Denken ist eine Kunst, die es zu erlernen gilt, denn:
"Wer heute einen Gedanken sät
erntet morgen die Tat
übermorgen die Gewohnheit
mit der Zeit den Charakter
und letztlich sein Schicksal"
video

Mittwoch, 10. Juni 2009

Warten... W-arten... War...ten



Jeder kennt die Situation: man wartet auf etwas bestimmtes, zum Beispiel seinen Anruf.

Früher konnte das ganz schön nervenaufreibend werden, vor allem dann, wenn es sich um jenen tollen Mann handelte, den man gerne etwas näher kennenlernen wollte. "Ich rufe Dich morgen an" führte in handylosen Zeiten dazu, dass man versucht war, ununterbrochen neben dem Telefon zu sitzen und nervös mit den Händen zu spielen und an den Nägeln zu knabbern. Nach ein paar ereignislosen Stunden wählte man dann irgendeine Nummer, um zu kontrollieren, ob das Telefon überhaupt funktionierte. Auch der Störungsdienst war eine Option. Ein wenig unwohl war einem dann nachts vor dem Einschlafen bei dem Gedanken, unser Brad Pitt der 80er-Jahre habe wohl gerade dann angerufen, als man das Telefon auf seine Funktionalität testete.

Momentan warte ich auf eine Warenlieferung. Es gibt Geschäfte, welche ihre Pakete nicht der Post anvertrauen, sondern zum Beispiel DHL. Der Vorteil ist (manchmal): es geht schneller und die Lieferung wird wirklich nur dem Empfänger ausgehändigt. Nachteil: die Auslieferung ist kompliziert, vor allem, wenn es eine Unterschrift braucht. Da lob ich mir die Post, von welcher ich einfach einen Abholzettel kriege, wenn ich nicht zuhause bin.

Nun warte ich, sitze fest, bin sozusagen blockiert und hoffe, dass es endlich klappt. Noch ist der Morgen nicht vorbei. Allerdings plant man seine Zeit anders und hofft, dass man nicht gerade ein stinkwichtiges Geschäft zu erledigen hat, unter der Dusche steht, in der Waschküche die Wäsche einfüllt oder sonst wo ist, wenn es dann endlich klingelt.

Bei der ganzen Warterei wird mir bewusst, dass irgendwann einmal der Zeitpunkt kommt, da warten wir auf etwas ganz anderes, etwas viel Monumentaleres, und das wird von einem gewissen professionellen Umfeld - zum Beispiel im Altersheim unserer (Q)Wahl - auch irgendwie erwartet. Wir warten auf den Tod. Wann kommt er? Kommt er des nachts, leise und sanft, gemeinsam mit unserem Engel, und wir können einfach mit ihm ziehen und unser physisches Gefährt zurücklassen. Das wünscht sich sicher ein jeder! Treffe ich ihn oder er mich jedoch, wenn ich gerade unter der Dusche stehe, nackt und nicht mehr ganz so ansehnlich und taufrisch? Werden diejenigen, die mich finden, sanft mit meinem Körper umgehen, und mit Respekt?

Bis zu unserem letzten Atemzug wird dies ein Geheimnis bleiben. Wichtig ist, die Wartezeit zu nutzen! Besser noch, sie zur Lebenszeit zu machen! Meist ist das nicht mehr so einfach wie in jungen Jahren, da selbst früher Selbstverständliches uns bis zum Äussersten (über)fordert. Auch wenn man in gewissen Heimen den Angestellten predigt, die Klienten seien hier, um zu sterben, sind wir doch auf dieser Erde, um zu leben... und dies bis zum letzten Atemzug!

Dienstag, 9. Juni 2009

Bernmobil = Perpetum stehbile



Ups..... they did it again. 13.40 Ortszeit. Auf die Minute genau 2 Wochen nach dem Kurzgrounding vom 26.5. stehen Berns Strassenbahnen der Linie 3, 5 und 9 wieder still. Es ist wie verhext. Jedesmal wenn ich Dienstags vom Training komme und noch schnell dies und das erledigen sollte, werde ich von den umständlichen Umständen eines Besseren belehrt. Per pedes heisst es dann, aber dallidalli. Ob die bei Bern Inmobil bemerkt haben, dass ich dringendst etwas für meine Kondition tun sollte?

Eines ist sicher, die roten Flitzer verbinden sich, alles in allem gesehen, mehr und mehr zu einem Perpetum stehbile. Hoffen wir nur, dass sich nicht bald die ersten Standschäden zu Worte melden. Leider habe ich mein Tramabonnement soeben erneuert, sonst müsste ich mir tatsächlich überlegen, mir ein paar schnelle Schuhe zu kaufen, zum Beispiel die original 7Meilenstiefel-Pro. Selbst das Spitzenmodell ist mit CHF 689 immer noch 11 Franken billiger als ein Jahresabo bei Bernmobil.

Freitag, 5. Juni 2009

Ändern heisst, Voraussetzungen schaffen


Wir sind schon komische Wesen. Ein Blick auf die Waage zeigt mir überdeutlich, dass ich was ändern muss, UNBEDINGT. In solchen Momenten vergisst man meist, dass es nicht ganz unwichtig ist, was man ändert. Wenn ich nun statt der Brille Kontaktlinsen trage, bin ich nur etwa zwei Mikrogramm leichter, finde dafür aber eventuell den Mann fürs Leben. Also ich nicht, ich habe meine grosse Liebe längst gefunden und mich bei Martin für mindestens die kommenden 3 Inkarnationen gleich vormerken lassen. Gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erfinden.

Zurück zu dem gewichtigen Thema. Was könnte ich ändern, damit ich abends nicht wie eine ausgehungerte Einfrau-Armee vor dem Kühlschrank stehe und meine Hände nicht von den Verlockungen fernhalten kann?

Die Auseinandersetzung mit dieser Frage bringt mich auf die wirklich hilfreiche Erkenntnis, dass es nicht in erster Linie darum geht, etwas zu ändern, sondern Ursachen zu erkennen und Voraussetzungen zu schaffen. Um Voraussetzungen zu schaffen muss ich eine Resonanz zum Angestrebten herstellen.

Bin ich im Schach auf Verliererkurs, dann habe ich mich vermutlich darauf beschränkt, die Position meiner Figuren zu verändern, ab dem zweiten Zug meist nur noch als Reaktion auf die Aktionen meines Gegenspielers. Der hatte möglicherweise von Anfang an ein Konzept und sich vom ersten Zug an darauf konzentriert, die Voraussetzungen für das Erreichen seines Ziels zu schaffen. Unnötig zu sagen, dass ich natürlich auch nicht verlieren wollte. Mir fehlt hier ganz einfach das strategische Denken und die Erfahrung.

Ändern und des Änderns willen, so ganz ohne Perspektive, sollte man tunlichst unterlassen, im Kleinen wie im Grossen. Schiebt man im übertragenen Sinn den Turm nach vorne, um ihn kurz darauf wieder an seinen angestammten Platz zu stellen und das Pferd etwas zu bewegen, ist eine Verausgabung kostbarer Energie. Man hätte ebensogut alles beim alten belassen können.

Einfach die richtige Richtung anpeilen, die Resonanz zum Erwünschten spielen und sich inspirieren lassen, dann erscheinen die notwendigen Änderungsschritte auf dem eingebauten Screen... und wir müssen es nur noch tun, oder lassen. Cool. Mal sehen, ob sich jetzt was ändert...

Donnerstag, 4. Juni 2009

Gesicherte Altersversorgung 65-65?


Einst war 65-62 die goldene Regel. Bei Erreichen der geforderten Altersklasse konnte man sich bei der AHV melden (!!!), der wohlverdiente Ruhestand war erreicht. Besonders Weitsichtige äusserten schon in den 70er-Jahren Zweifel, zum Beispiel dass für unsere Generation, ja sogar die davor, wohl nicht viel mehr übrig sein würde als ein Ziegel vom Dach des AHV-Gebäudes.... am besten direkt auf den Kopf mit tödlicher Treffsicherheit, das hilft sparen.

AHV heisst übrigens NICHT Alle Helfen Vinanzieren; allerdings scheint so oder so viel zuwenig Bares im grossen Topf zu liegen, daran konnten selbst die 9., 10. und 11. AHV-Revision nichts ändern... oder sind wir schon bei der 12. angelangt?

Nachdem das AHV-Alter der Frau erst kürzlich auf 63 Jahre erhöht wurde, hat nun der Ständerat beschlossen, es direkt demjenigen der Männer anzupassen. Die Gleichstellung von Mann und Frau, auf welche wir im Lohnsektor schon so lange vergeblich warten, soll nun bezüglich Rentenalter eingehalten werden. Juhuuu :-/

Dass möglicherweise 36 dafür plädierten und 10 dagegen waren ist eine reine Vermutung meinerseits, entsprechen diese Zahlen doch der Geschlechterverteilung bei den amtierenden Ratsmitgliedern.

Es ist mir nicht entgangen, dass die Frauen mit einer höheren Lebenserwartung statistisch gesehen besser dastehen. Allerdings könnte die in den letzten Jahrzehnten veränderte, zunehmend männlichere Lebensweise der Evas, was Alkohol und Nikotinkonsum sowie Karrierestreben anbelangt, daran bereits massgeblich etwas geändert haben. Eigentlich ist das auch irrelevant. Tatsache ist noch heute, dass Frau bis zum Übertritt ins Altersheim oder gar bis zu ihrem Tod kocht, wäscht, putzt, organisiert, einkauft, die Familie zusammenhält, Nachbarhilfe aufrechterhält etc. Sie kann sich also nicht über Arbeitsmangel beklagen. Vielleicht sind die heutigen Männer ihr darin ja ebenbürtig. Früher jedoch war Mann einfach pensioniert und nervte seine bessere Hälfte allenfalls dadurch, dass er den Haushalt verbal ganz neu und straff durchorganisieren wollte.

Was könnten wir tun, um unsere Renten zu sichern? Das AHV-Alter aller auf 70 oder 80 anheben? Das Rauchen in öffentlichen und privaten Räumen amtlich verordnen? Die medizinischen Behandlungen für Leute ab 65 verbieten?

Aber sehen wir hier doch mal einem Medicus im Dienste der Allgemeinheit bei der Arbeit zu. Er hat sich seine ganz persönlichen Gedanken zum Problem "gesicherte Altersvorsorge" gemacht.



Na also, es wird doch!!

Mittwoch, 3. Juni 2009

Menschen ganz uniform?


Coco Chanel hat einst gesagt: "Sind Frauen schäbig angezogen, schauen die Leute auf die Kleider, sind sie elegant gekleidet, auf die Frau.".

Eine wirklich interessante und irgendwie auch inspirierende Aussage. Ob deshalb die Promis Millionenbeträge in ihre Outfits stecken und sich irgendwie auch darüber zu definieren scheinen? Obwohl die Wahl der richtigen Robe nicht massgeblich entscheidend dafür ist, ob man den Oscar nun tatsächlich erhält und seine vor dem Spiegel einstudierte Rede öffentlich loswird, schauen gerade wir Frauen uns gerne an, was die Stars und Sternchen auf dem roten Teppich kleidermässig zum Besten geben.

Versace, Armani, St. Laurent oder eben Chanel... es umhüllt gekonnt und lässt an der richtigen Stelle tiefe Einblicke gewähren. Stimmt es jedoch, dass diese Eleganz den Blick auf das wahre Wesen des Menschen hinter dem Starsein offenbart? Meines Erachtens ist genau das Gegenteil der Fall und das Wahrnehmen seines Gegenübers eine besondere Kunst, die mehr als nur ein modisch geschultes Auge verlangt. Jemanden mit all seinen Facetten zu erfahren und ihn für das zu schätzen, was er verkörpert, von ihm zu lernen, das alles hat wenig oder nichts mit der Hülle zu tun.

Ich frage mich jedoch, ob Uniformen z.B. in Schulen nicht viel mehr geeignet wären, die Individualität eines jeden in einer Gruppe erkennen zu lassen. Die modischen Unterschiede würden wegfallen und damit auch der Druck, mit Marken zu punkten. Jeder würde mit seinen Stärken hervortreten; doch auch die Schwächen blieben nicht verborgen. In englischen oder auch amerikanischen Internaten sowie in Japan sind soviel ich weiss Schuluniformen für alle - also auch für ausländische Studenten - Vorschrift.

Auch im Kampfsport gibt es Uniformen, das Dogi resp. Kimono. Früher hatten wir im Aikido farbige Gürtel, welche den (manchmal auch vermeintlichen) Entwicklungsgrad des Schülers erkennen liessen. In Schulen, welche dem Honbu Dojo Japan angeschlossen sind, gibt es bis zum schwarzen Gürtel keinen Unterschied, alle tragen weiss und das ist gut so. Allerdings hat es auch schon mal dazu geführt, dass blutige Anfänger anlässlich einer Schnupperlektion einer Frau kurz vor deren 1. Dan-Prüfung in Machomanier Anweisungen gaben, weil sie nicht merkten, dass sie es mit einer Fortgeschrittenen zu tun hatten. Obwohl ich bei den Kindern nicht auf einem Dogi bestehe, da es ganz schön ist Geld gehen kann, wenn man alle 6 Monate ein grösseres kaufen muss, finde ich diese Art Uniformität beruhigend.

Auch im Militär setzt man auf Uniformen, wobei sicher ganz genau darauf geachtet wird, was für Rangzeichen oder Auszeichnungen auf den Ärmeln oder an der Brust zu erkennen sind. Orden waren auch immer sehr beliebt, vor allem um weiblicherseits Eindruck zu schinden. Dass wir Frauen uns überhaupt nicht auskennen, sei nur am Rande erwähnt.

ÜBRIGENS: Auch die aktuelle Mode ist in gewisser Weise Uniform resp. uniform. Und Jeans gehören zu den weltweit alteingesessensten Uniformteilen überhaupt.

Es wäre schön, wenn wir es irgendwann schaffen könnten, einander wirklich wahrzunehmen; uns nicht auf das Äussere zu reduzieren, jeden Menschen so zu sehen und zu akzeptieren, wie er ist und ihn für seine inneren Werte zu schätzen.... ob er nun eine stinknormale Jeans trägt oder ein Kleid von Chanel.

Dienstag, 2. Juni 2009

Tertiäre Geschlechtsmerkmale


Über primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale brauchen wir nicht zu diskutieren, die sind aus- und überdiskutiert. Das Geheimnisvolle, das ihnen in vergangenen Jahrunderten noch anhaftete, ist nicht erst seit dem Nacktwandern und Theateraufführungen für Nudisten gut ausgelüftet.

Zu den tertiären weiblichen Geschlechtsmerkmalen gehört nebst High Heals, dass SIE bei Parties oder BBQ-Auftritten das jeweilige Buffet mit vielen Highlights bereichert. Es genügt nicht, mit nur einer Spezialität aufzuwarten. Am besten gibt man einen kurzen Überblick über die hauseigenen Köstlichkeiten oder serviert das berühmte "non merci, pas de dessert", das aus mindestens 12 süssen Komponenten besteht.

Als Frau nicht mit den Ellenbogen zu klingeln ist in etwa so, wie busenlos einen Bikini spazieren zu führen. Man schämt sich; noch schlimmer: man hat wieder einmal die Erwartungen aller enttäuscht, wird doch weiblicherseits ein Talent als Küchenschabe sowie eine gewisse Fürsorglichkeit vorausgesetzt.

Enttäuschung ist gut, zeigt sie uns doch die vorangegangene Täuschung auf. Ein Grund zum jubeln, eigentlich. Juhuuu-hust-hust :-/

Zu den tertiären männlichen Geschlechtsmerkmalen gehören nebst Händen in den Hosentaschen und einem meist völligen Ablehnen von Sonnencrème und Sonnenhut, dass sie einem als kräftige Dosen- und Flaschenöffner willig zur Hand gehen, wobei der modernen Frau längst keine Weinflasche mehr widerstehen kann.

Mann bringt zu BBQs den Wein mit plus seine bessere Hälfte, die sich überbeladen zum Buffet durchkämpft. Niemand erwartet, dass er sich vorher als Zuckerbäcker versucht, und meist wird diese Erwartung auch nicht enttäuscht. Allenfalls brillieren kann er als Grillmeister und so möchte ich in diesem Zusammenhang nochmals kurz auf meinen Eintrag vom 18. Juli 2008 hinweisen und darauf, dass Ausnahmen noch immer jede Regel bestätigen, auch diese und sogar die monatlich wiederkehrende der Frau.

Ob sich am oben Aufgeführten irgendeinmal noch etwas ändern wird? Lassen wir uns überraschen oder noch besser: überraschen wir uns selber!!