....ein Satz, den man oft schon auf sich zukommen sieht, bevor er laut geäussert wird.
Wir haben Fürsorge, Fixerstübli und ein gut haltendes soziales Auffangnetz. Dennoch betteln viele, vor allem Drogensüchtige, auch weiterhin auf unseren Strassen. Was sicher zunächst Überwindung oder gar einen Mut der Verzweiflung braucht, wird mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit, zu einer Art Automatismus, ebenso wie mein darauffolgendes "Nein".
Das mag jetzt sicher hart klingen, aber ich gebe seit geraumer Zeit nichts mehr, mag ich doch auch indirekt nicht in Drogen investieren. Dennoch bin ich der Meinung, dass niemand Hunger leiden sollte und deshalb plädiere ich dafür, jemandem etwas zu Essen zu geben, wenn er sagt, er habe Hunger. Geld für die Strassenbahn braucht man nicht zu spendieren, denn die Süchtigen dieser Zeit fahren sowieso, ob mit oder ohne Fahrschein... und das ohne Konsequenzen. Die Kontrolleure sind in solchen Fällen einfach tolerant.
In Zeiten der Krise gibt es wohl auch immer mehr Bedürftige. So habe ich denn kürzlich eine so erheiternde Bettelattacke gesehen, dass ich sie Ihnen nicht vorenthalten möchte: 100 Franken verloren, bitte melden unter 079...., Finderlohn :-).
Das fand ich soooo süss, dass ich beinahe dort angerufen hätte um zu fragen, wie die Note denn ausgesehen habe. Sofort zu wissen, wer den 100-Franken-Schein ziert, wer die 50er-Note, den 20er, den 10er.... keine leichte Aufgabe, oder hätten Sie's gewusst? Wenn nicht, dann klemmen Sie sich mal dahinter, und zwar bevor wir schon wieder einen Satz neue Banknoten kriegen.
Obwohl ich seit geschätzten 15 Jahren nicht mehr selber unseren Wagen aufgetankt habe, weil ich meist einen riesigen Mercedes mit eigenem Chauffeur fahre (Bus Nr. 40), habe ich nicht schlecht gestaunt, was einem da alles so passieren kann.
Eine Warnung mit "Unbedingt Lesen" wurde mir per Mail zugestellt und liess mich wieder einmal an HOAX denken. Mit Burundanga getränkte Visitenkarten... ??? =D
Wenn ich Mails erhalte, in welchen mir weisgemacht wird, Bill Gates verschenke mal wieder eine Million oder Sony Ericsson, Nokia oder Motorola würden dies mit WAP-Handys tun, irgendwo in Florida sitze ein kleines Kind, das an Krebs erkrankt sei und bald sterben müsse und als letzten Wunsch einen Kettenbrief um die Welt gehen lassen wolletc.... werde ich misstrauisch.
Was ich in solchen Momenten tu, das kann ich Ihnen allen ebenfalls nur raten: einen Blick in die HOAX-Liste der Technischen Universität Berlin riskieren... meist wird man da auch umgehend fündig.
Ich finde diesen Service fabelhaft, so wie sicher u.a. auch der Hersteller von Swiffer-Tüchern, Procter & Gamble, welcher sich in HOAX-Mails den Vorwurf gefallen lassen musste, "Swiffer Wet" seien für Haustiere giftig und bereits das Ablecken des damit gereinigten Bodens könne zu Tod durch Organversagen führen.
Bevor man nun also selber ungewollt und in durchaus guter Absicht zum Versender solcher Kettenbriefe wird, lohnt sich auf jeden Fall ein Nachprüfen der Angaben.
Warum es Leute gibt, die solchen Scheiss in die Welt setzen, weiss ich nicht. Ob die es lustig finden??? Seltsamer Humor, wie ich meine. Da gab es zum Beispiel mal eine Kettenbrief-Petition bezüglich Bonsai-Kitten, also in Flaschen gezüchteten Kätzchen. Geschickt manipulierte Fotos brachten Tierschützer in Rage. Alles FAKE und inklusive extra erstellter Bonsai-K-Webseite offenbar moderne Satire, und somit mehr als haarscharf an jeglichem Humor vorbei.
Um mit der heutigen Schnellebigkeit zurecht zu kommen, gibt es einen HOAX-Weblog, der mittels kleiner Notizen über Vorgänge informiert, für welche kein separater Eintrag angefertigt wird. Hier finden sich aber auch Artikel zur IT-Sicherheit, welche der Verfasser für PC-Welt Online schreibt.
Vertrauen ist nur in einigen Fällen wirklich gut, Kontrolle in den meisten definitiv besser.
Gestern habe ich auf VOX in "Wolkenlos" eine sehr bemerkenswerte Frau "kennenlernen" dürfen: Stella Deetjen - den Engel respektive Stern von Benares.
Während ihrer ersten Indienreise, sie war damals gerade mal 24 Jahre alt, sah sie in Benares erstmals Leprakranke und wie sie lebten. Ausgestossen von einer Gesellschaft, welche in dieser Krankheit die Quittung für das Verhalten im vorangegangenen Leben sieht, gehören diese Menschen dort noch heute zu den Unberührbaren. Obwohl Lepra mittlerweile heilbar und nicht ansteckend ist und auch nicht an die Nachkommenschaft weitergegeben wird, werden ehemalige Kranke wie auch deren gesamte Familie stigmatisiert und ausgegrenzt.
Als Stella bei ihrem Besuch am heiligen Fluss Ganga plötzlich unter so starken Bauchschmerzen litt, dass sie nicht mehr weitergehen konnte, fragte sie ein leprakranker alter Mann, ob er ihr helfen könne. Dies war der Beginn einer wunderbaren Geschichte, welche so lesenwert ist, dass ich hier am besten den entsprechenden Link einfüge: Bild anklicken "Back-to-Life" heisst nämlich Stellas Hilfsorganisation, welche zunächst Leprakranken und ihren Kindern eine Zukunft verschaffte, indem sie sie mit den nötigen Medikamenten versorgte, und welche sich jetzt generell den "Kindern der Strasse" und deren Nöten widmet, Strassenkliniken, Kinderheime und gar Schulen errichtet und führt, und das in beeindruckender Art und Weise.
Was mich persönlich nebst der Geschichte an sich so vereinnahmt hat, ist Stella selber. Ihre natürliche Art, völlig ohne Berührungsängste auf Menschen zuzugehen, mit Leprakranken umzugehen, die "Unberührbaren" einfach zu berühren, sie so selbstverständlich und voller Herzlichkeit zu umarmen und ihren ihre Liebe zu schenken.... das hat mich wirklich im tiefsten Inneren berührt.
Stella hat ihren Platz im Leben gefunden, besser gesagt: er hat sie gefunden. Aus den ursprünglich geplanten 2 Jahren Einsatz für die Ärmsten der Armen sind mittlerweile 15 Jahre geworden. Und sie hat noch weitere, auf Bestehendem aufbauende Projekte, für welche sie unsere Unterstützung braucht.
Hier ein Filmdokument aus den Anfängen:
oder dieses hier:
hier Eindrücke der Strassenklinik:
einige ihrer Goahead-Kids erzählen.... in Englisch!!
und einige Eindrücke vom geschäftigen Treiben in Benares...
Vielleicht mögen Sie Stella ja bei dem einen oder anderen Projekt mit unterstützen?
Im Oktober 2006 wurde sie mit dem "Women's World Award for Hope 2006" ausgezeichnet und hat den Preis auch angenommen, nicht aus Eitelkeit, sondern um der Sache zu dienen.... der Mission: "Zurück zum Leben"!
Sie ist krank... und braucht sofort vor allem Überwindung. Allein um sich aus dem Bett zu wälzen benötigt man je nach Zustand enormen Willen. In der Küche bereitet sie sich selbst eine Kanne Tee und allen andern Familienmitgliedern, sofern vorhanden, Frühstück. Danach macht sie Besorgungen und bereitet für alle etwas zu Essen. Im weiteren sucht sie sich eigenverantwortlich die nötigen Medikamente zusammen und eröffnet den chemischen Krieg. Einer Frau ist klar, dass mit rumliegen allein noch nicht die nötige Verantwortung für das aktuelle Geschehen übernommen worden ist. Inhalieren, Tröpfchen hier, Schüsslersalze, Fiebermittel (nur wenn nötig), Umschläge machen, Energiebehandlung, QiGong und vieles mehr. Da sie die Bakterien und Viren mit diesem Massnahmenpaket einigermassen in Schach hält und immer den nächsten Zug plant, geht es ihr auch relativ gut; gut genug, dass sie ihren diversen familiären und beruflichen Verpflichtungen nachkommen kann.
Er ist krank.... und braucht vor allem eine umfunktionierte Krankenschwester. Sie steht auf, macht ihm einen Tee, nötigt ihn, diesen auch zu trinken, solange er heiss ist, sucht den Fiebermesser, sagt ihm wohin damit und stellt gleich noch den Timer auf 10 Minuten. Im weiteren versorgt sie ihn mit allen medikamentösen und kulinarischen Notwendigkeiten und spart nicht mit Mitgefühlsbekundungen. Selbstverständlich sorgt sie dafür, dass sie am Mittag nach Hause kann um ihm kurz noch eine frische Mahlzeit zu bereiten, bevor sie wieder ins Büro hastet. Leider hat er den Krug Tee vom Morgen nicht getrunken und so wandert der in die Spüle um Platz zu machen für frischen. Dann erklärt sie noch kurz das Behandlungsschema, bevor sie wieder zur Arbeit eilt. Überstunden abends liegen nicht drin: sie hat ja einen Patienten zuhause.... und eine Aufgabe in der ihre weibliche Seele erst richtig aufgeht: "Oh, mein Schatz, geht es Dir nicht gut? Das ist ja schrecklich, was bist Du doch für ein Armer...".
Ja, man kann die Männer einfach nicht allein solche Krisensituationen durchleben lassen. Wie heisst es doch so schön: in guten wie in schlechten Zeiten. Gute Besserung Schatz!
Da hatten einst Leute die Idee, dass mit Gift behandeltes Gemüse oder damit gespritzte Früchte giftig sein könnten. "Logisch", sagen wir heute, "gesund ist anders". Die Initiatoren der Biowelle, die Pioniere also, standen nicht nur allein auf weiter Flur sondern wurden bestenfalls milde belächelt. Sektierer sind das, hiess es oder man sagte ihnen gar nach, bei Nacht und Nebel dennoch auf bewährte Mittel zu setzen.
Doch der Kunde setzte ganz klare Zeichen und so kam man irgendwann nicht mehr an dieser Idee vorbei. So gibt es heute alles zwischen konventionellem Anbau, integrierter Produktion, Bio in jeder zertifizierten Abstufung sowie Demeter. Es gibt gar ein Forschungsinstitut für Biologischen Landbau. Das wäre in den 50er und 60er-Jahren undenkbar gewesen.
Und was den Esswaren gut tut, und deren Konsumenten, das tut sich anderswo noch besser. Bio-Kosmetik, Bio-Kleidung, Bio-Putzmittel, Bio-Dosenöffner.... und der Kunde geniesst das Gefühl, sich etwas ganz Besonderes gegönnt zu haben.
Wo man immer noch einen Nahkampf ausficht ist im Bereich Medikamente. Obwohl viele Leute auf bioloisch-dynamische Phytopräparate setzen, verlässt sich ein Grossteil vor allem bei schweren Erkrankungen auf unsere Spitzenchemie. Obwohl ich selber ohne Antibiotika heute den biologischen Landbau von unten betrachten würde - ich hätte meine Lungenentzündung definitiv nicht überlebt - kann ich nicht nachvollziehen, dass 38 Chemotherapien mit zum Teil unglaublichen Giftmixturen zu einer besseren Gesundheit beitragen können.
Alkylanzien greifen die Moleküle der Erbsubstanz an, Antimetabolite werden als "falsche" Bausteine eingebaut und zerstören die Erbinformation, mittels Taxane wird die Zellteilung sozusagen eingefroren..... aber all das möchten wir eigentlich gar nicht wissen und schon gar nicht serviert bekommen. Eine haarsträubende Angelegenheit!! Ob einem vielleicht gerade deshalb bei den meisten solchen Massnahmen die Haare gleich büschelweise ausfallen, wie mir anno 1997 nach 3 Wochen Antibiotikakur?
Es ist immer eine Frage des Abwägens, des Pro und Kontras, denn man kann ja auch biologisch-dynamisch zugrunde gehen. Allerdings habe ich noch nie von einer biologischen Chemotherapie gehört, ausser vielleicht die Mistelinjektionen der Anthroposophen.
Nun wird BIO durch NANO abgelöst oder zumindest ergänzt. "Nanopartikel überall, tönt es durch die Luft mit frohem Schall". Praktisch sind sie ja schon, die Nano-Kuchenbleche, auf welchen das Backgut ohne das übliche Backpapier verwendet werden kann, zumindest bis zu dem fatalen Moment danach... nachdem es in der Spülmaschine war. Dort wird es nämlich im Knopfumdrehen zu einem handelsüblichen Blech.
Mittlerweile wird die Euphorie der Anwender von Nano-Sachen etwas dadurch gedämpft, dass warnende Stimmen immer lauter werden. So wurden Nanopartikel in Imprägnierungsmitteln zwar als funktionell positiv angesehen, allerdings können die winzigen Teilchen direkt über die Atemwege in unseren Körper gelangen, und frei nach Zauberlehrling weiss noch keiner so recht, was daraus noch werden könnte. Durch die "Wunderfaser" Asbest mussten einige am eigenen Leib erfahren, dass etwas gleichzeitig Segen und Fluch sein kann. Asbest wurde 1979 verboten und stellt heute ein riesiges Entsorgungsproblem dar.
Dennoch üben schmutzabweisende Hemden gerade auf uns Hausfrauen eine enorme Faszination aus und Sonnencrèmes, welche streifenfrei einziehen, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Nanopartikel reflektieren das schädliche UV-Licht, schützen die Haut effektiv und gehen im Wasser auch nicht sofort ab. Selbst die Computertechnik greift gerne auf Nano zurück.
Zellbiologen der EMPA widmen sich jetzt der Erforschung der "Nanotoxikologie" innerhalb des Projektes "Nanorisk" mit dem bisherigen Ergebnis: Nanopartikel ist nicht gleich Nanopartikel, oder: "... nicht alle Nanopartikel sind gleich schädlich für die Zellen". Von nützlich oder gar gesundheitsfördernd steht da gar nichts.
Warum muss Ketchup Nanopartikel enthalten? Ging doch früher auch irgendwie ohne. Warum muss die Lagerfähigkeit von Bier mittels Nano-T verlängert werden, wenn eh immer alles sofort getrunken wird? Macht es Sinn, Nano-Chemie in Würste zu stecken, um deren Farbe appetitlicher zu gestalten, wenn es da doch eher um den Geschmack geht. Wieso müssen Nanopartikel in dadurch schmutzabweisenden Socken- und Unterhosen die Geruchsentwicklung hemmen, wenn Unterwäsche doch sowieso aus Hygienegründen regelmässig gewaschen werden sollte.
Interessant beim Menschen ist seine Fähigkeit, Dinge zu vernetzen, selbst dann, wenn sie unvernetzbar sind, und dadurch eine "Neuentdeckung" zweck Gewinnmaximierung in soviele Anwendungsbereiche wie möglich einfliessen zu lassen.
Diese Rechnung kann aufgehen, muss aber nicht unbedingt. Nehmen wir einmal ein praktisches Beispiel. Gisèle Bündchen, Top- und bestbezahltes Model der Welt ist mit 1,80 m und den Traummassen 91-60-89 eine Erfolgsgarantin. Dennoch wäre sie in einer Fussballmannschaft oder auf dem Tenniscourt wohl nicht sehr erfolgreich um nicht zu sagen fehl am Platz. Gut, bei 1,80 kann man nicht von Nano sprechen, aber es geht ums Prinzip.
Alles und jeder hat seine Stärken und Schwächen - und somit auch seinen Platz im Leben - eine Tatsache, welcher auch in der schulischen Erziehung unseres Nachwuchses mehr Beachtung geschenkt werden sollte. So gibt es diese wunderbare Geschichte, in welcher ein Elefant, ein Affe, ein paar esoterische Hühner und sagen wir mal ein Eichhörnchen auf einen Baum klettern müssen. Wer ist zuerst oben?
Genau, der Elefant, und wie Peter Gaymann in einem seiner erfolgreichsten Bücher meint, ist dies allein eine Frage der Atemtechnik. Aber besuchen Sie doch einmal sein Huhniversum... eine Portion Humor könnte jetzt nicht schaden.
In diesem Sinne schauen wir doch mal den Herstellern von "Flutschi" einem Lutsch-Frucht-, oder besser gesagt, Frucht-Lutschbonbon einmal bei der Entwicklung von Marktstrategien über die Schulter:
...eine Warnung, welche von vielen einfach in den Wind geschlagen wird. So sehe ich denn immer wieder Mofa-Fahrer, welche ihren Helm lässig am Lenker befestigen, um der Helmpflicht doch noch nachzukommen. Fahrradfahrer überschätzen ihre Fähigkeiten oft und beweisen eifrig ihren Mut zum Risiko, indem sie bei ROT einfach durchfahren und überhaupt sämtliche Verkehrsregeln missachten ausser vielleicht dieser einen: "egal wie es aussieht, ich habe immer Vortritt". Da leider jeder so denkt, klappt das bei der Umsetzung nicht immer in gewünschter Weise.
Wer schon mal die Platzverhältnisse auf städtischem Terrain im Feierabendverkehr erlebt hat, dem fällt auf, dass Zweiradfahrer recht gefährlich leben. Umso mehr würde das Tragen eines Helmes sich geradezu aufdrängen. Eitelkeit ist eine Zier, doch weiter kommst Du ohne ihr. Was bringt es, wenn die Frisur perfekt sitzt aber der darunter befindliche-empfindliche Schädel zertrümmert ist. Ich meine, wir sprechen da von unserem Zentralrechner.
"Ach was soll's, sowas passiert ja doch immer nur den andern. Ich fahre nun schon seit zig Jahren und mir ist noch nie etwas passiert." In einigen Fällen werden solche Sätze reumütig ersetzt durch "hätt ich bloss...".
Auch auf Skipisten - gerade bei der heutigen Fahrweise - ist der Helm als Schutz nicht mehr wegzudenken und schon gar nicht wegzulassen. Dies gilt generell und auch am Idiotenhang. Dass Prominentenstatus nicht vor Unfällen und schon gar nicht vor deren negativen Folgen schützt, zeigt uns das Beispiel von Natasha Richardson, einer wunderschönen Frau im besten Alter. Nach einem Sturz auf der Anfängerpiste wies sie keine äusserlichen Verletzungen auf. Sie stand offenbar lachend auf und ging in ihr Hotelzimmer. Erst Stunden später klagte sie über Kopfschmerzen, welche zunehmend stärker wurden.... 2 Tage später verstarb sie. Natasha Richardson trug keinen Helm.
Wenn ich mir beim Sport oder wo auch immer einen blauen Fleck einhandle, dann habe ich nicht unbedingt das Gefühl, dies sei gefährlich. Es handelt sich ja nur um ein Hämatom, einen sogenannten Bluterguss. Blutgefässe wurden verletzt und Blut strömt ins umliegende Gewebe. Das Blut nimmt Raum ein und verdrängt das Gewebe. Die Folge davon: Druckgefühl bis hin zu starken Schmerzen.
Was viele nicht wissen: bei einem Sturz mit Aufschlagen des Kopfes kann es zu einer subduralen Blutung kommen, d.h. einem Blutgerinnsel unter der äusseren Hirnhaut. Ein kleines Subdurales kann sich von selbst zurückbilden, ein grosses dagegen müsste idealerweise erkannt und dann schlimmstenfalls operativ entfernt werden. Wie meine Erfahrung im medizinischen Bereich zeigte, denken Ärzte oft nicht an ein SDH, d.h. Patienten werden nach einem Sturz nicht gezielt daraufhin untersucht und leben meist einige Zeit mit dessen Folgen, bevor sie operiert werden.
Noch gefährlicher ist ein epidurales Hämatom, welches zwischen Schädelknochen und der äusseren Hirnhaut liegt; meist eine Folge eines Schädeltraumas mit Arterienverletzung und entsprechend hohem Blutverlust. Durch die schnelle Ansammlung grosser Blutmengen im Raum zwischen Schädelknochen und Hirnhaut, ist ein epidurales noch gefährlicher ein subdurales Hämatom. Es endet oft mit dem Tod.
Es braucht keinen Sturz aus grosser Höhe, keinen Zusammenprall mit hoher Geschwindigkeit, keinen extrem erscheinenden Aufprall... Unser Gehirn ist nun mal ein... wenn nicht DER zentraler Punkt in unserem Körper, den es zu schützen gilt, denn sonst ist bald mal Ende Feuer. Selbst wenn man ein SDH oder gar ein EDH überlebt, muss man mit Folgeschäden rechnen.
Es braucht nur etwas Überwindung... und der stete Griff zum Helm wird uns zur Gewohnheit, auch beim Rollbrettfahren und Inlineskaten. Eine gewisse Sorglosigkeit ist sicher nicht schlecht und Angstfreiheit wäre wohl schon lange unser Ziel, denn Angst ist beinahe Ursache allen Übels. Allerdings ist das Leben immer mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen.
Die kürzliche Aktion "Rettet mein teures Outfit" von Henrik Stenson ist weltweit ziemlich gut angekommen, vor allem bei uns Frauen. Das zeigt mal wieder, dass sich Männer tatsächlich auch überlegen müssen, was für "Dessous" sie tragen, denn man weiss ja nie. Ein ungeplanter Besuch im Krankenhaus, wenn möglich noch eingeliefert per Ambulanz, bringt oft Unansehnliches zu Tage. Darum sollten Männer sich nicht bloss des morgens etwas Wasser ins Gesicht spritzen und allenfalls einmal im Monat die Nägel schneiden; nein, sie sollten auch bei den normalerweise bedeckteren Zonen dieselbe Sorgfalt walten lassen.
"Das ist kein Pariser Fango Monsieur!"....
... das ist echte amerikanische Matschepampe und ich bin überzeugt, dass bestimmt eine ganze Menge Leute für den tapferen Henrik anrufen würden, hätten wir es hier mit einem sportlichen Wettkampf àla DSDS zu tun.
Ob die ganze Aktion einen Einfluss auf das Handicap von Stenson hatte, und wenn ja in welche Richtung, darüber kann man nur spekulieren. In der offiziellen Weltrangliste der Golfer liegt er momentan auf Platz 9, und daran hätte sich wohl auch dann nichts geändert, wenn er uns anstelle von "Björn-Borg-Boxershorts" die Namenlose vom Kaufhaus offenbart hätte. Wir sind einfach alle froh und dankbar, dass es keine String-Tanga war, es reicht schon, wenn uns Borat solches zumutet.
Übrigens: mein Lieblingsbär ist ein ganz exzellenter Golfspieler, dessen Handicap wohl darin liegt, dass er gerne mal dem (Un)Glück etwas nachhilft.
Meine Lieben, heute kann man aus jedem Sch.... etwas machen und dabei spielerisch Geld verdienen. Unsere Banken haben ein neues Spiel erfunden, das selbst unseren Kleinen enorm viel Spass macht und erzieherisch wertvoller ist, als all die Brutalosachen. BANKENKRISE sollte in keinem Haushalt fehlen. So machen wir unseren Nachwuchs fit für die aktuell herrschenden Tendenzen auf dem Finanzmarkt. Nicht verzagen, Staat anfragen und ein RISIKOLOS gewinnen =D
Bei uns geht die Autoindustrie flöten oder sogar betteln, und derweil entwickelt Indien das billigste Auto der Welt. 2203 Franken soll die Staatskarosse kosten, allerdings ohne Schnickschnak wie Servolenkung oder elektrische Fensterheber. Sogar die Klimaanlage wird durch Abwesenheit glänzen, was in Indien zu gewissen Jahreszeiten eher fatal sein könnte.
VW auf Indisch also, der Tata Nano.... und Tata können kleine Kinder noch eher sagen als Fielmann. Die aktuelle Version des Tatü-Tata wird uns Europäer nicht beglücken, wir werden eine eigene Version erhalten; eine, die nicht gleich unseren strengen Tests in Sachen Sicherheit zum Opfer fällt.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde ja ein Mittelklassewagen aus China vorgestellt, der Brillance BS6, welcher zwar in der DeLuxe-Version keine Wünsche offen liess, ausser eben in Sachen Sicherheit. Beim ersten Euro-NCAP-Test vor knapp zwei Jahren erreichte er gerade einen von 5 Sternen. Bereits bei einem Frontalaufprall von 64 km/h - und sowas ist ja Alltag auf unseren Strassen - wurde die Fahrgastzelle derart stark deformiert, dass an ein Überleben der Insassen selbst bei Aktivierung sämtlicher global verfügbaren Schutzengel nicht zu denken gewesen wäre. Trotzdem lag der Preis damals zwischen stolzen 19'000 und 21'900 €uro.
Für dieses Geld krieg ich hier einen Smart oder eben wieder einen Peugeot und habe erst noch die Garantie, dass allfällige Ersatzteile innert nützlicher Frist verfügbar sind.
Wer nicht über ein so grosses Budget verfügt, sollte sich hierzulande vielleicht eher mit dem Gedanken tragen, ein Bike zu kaufen oder seinen edlen Körper dem ÖV anzuvertrauen. Und mit etwas "Überzeit" könnte man sich den Gang ins Fitness-Center sparen und überallhin zu Fusse pilgern.
Indien, da denkt jeder sofort an Curry, Dhal, und Taj Mahal, an Schlangenbeschwörer, indischen Tanz, Sitharmusik, Yogaverrenkungen, an Krisna, Vishnu, Ganesha oder Erleuchtung, allenfalls noch an Computertechnik, aber an Fahrzeuge? Rikscha ja, aber Autos? Niemals, und daran wird sich wohl auch in den nächsten Jahren nichts ändern! Das hoffen nicht zuletzt die Alteingesessenen dieser Branche.
Gehören wir bald auch zu denjenigen, die ein Lidl singen können über einen der auszog, die Supermärkte in der Schweiz das Fürchten zu lehren?
Aldi... oder besser gesagt: alle die, welche jetzt am liebsten gleich lospreschen möchten, um das Schnäppchen des Jahrhunderts zu machen, sollten vielleicht kurz mal ihr Hirn hinterfragen. Haben wir wirklich auf ein neues Schnäppchenparadies gewartet? Sind Sie sicher?
Der Erfolg bei der Eröffnung der ersten 13 Schweizer-Filialen gibt den Initiatoren wohl recht. Noch surfen sie auf der "Geiz-ist-geil-Welle" und profitieren von der zweiten allgemeinen Verunsicherung. Im Vergleich zu den andern Anbietern seien die Lidl-Produkte zwar günstiger, wenn auch nur einige oder wie "Die Butter" gerade mal einen Rappen. 3.19 kostet die und ich frage mich, wie das geht, denn die Räppler wurden doch vor einiger Zeit abgeschafft, oder etwa doch nicht?
Als treuer Kundin reichen mir die 3 Alteingesessenen: Migros, Coop und Denner. Letzterer ist bei uns für Hochprozentiges zuständig, Alohol den Geschmackstuner, die beiden andern konnten schon viel erreichen in Sachen FairTrade, Bio, Recycling....
Umweltschutz...
.... und vielem mehr. Also no Stress, wir können auch weiterhin um die uns vertrauten Regale kurven und gewohnte Wege gehen. Diejenigen allerdings, die bis anhin in regelmässigen Abständen nach Deutschland zum Einkaufen pilgerten, werden sich wohl leicht umgewöhnen müssen. Sie finden ihren Lidl resp. Aldi nun direkt vor ihrer Haustür und können so gleich aktiv etwas für die Umwelt tun. Muss I denn, Muss I denn denn zum Städtele hinaus...?
Nööööööööööööö!!!
Übrigens: auch die Beatles gingen schon bei LIDL einkaufen! Doch, ist echt wahr, oder kennen Sie den Song nicht: "I gonna buy with a LIDL help...., get high with a LIDL help....". Ob ich doch mal das Weinsortiment anschauen sollte? Oder haben die evtl. gar Hanfprodukte???
Falls uns das alles zuviel werden sollte, dann findet sich hier ein Trick, wie man eine LIDL-Kasse für einige Zeit lahmlegen kann..... Viel Spass beim Ausprobieren!!
Die UBS will selber gross sein und verteilt zu den 2 Milliarden Boni grosszügigst noch weitere 1,6 Milliarden aus einem Extrabonuspool (wer ist die Finma...??)! Dass es sich dabei um Geld handelt, das ihnen gar nicht gehört, scheint niemanden in der Geschäftsleidung zu stören. Bald wird das Ganze so unübersichtlich sein wie Schwimmen im längsten Pool der Welt (San Alfonso del Mar, Chile), welcher über einen Kilometer lang ist. Ja, das ist mal Poolbillard, meine Lieben. Wieviele Liter Wasser braucht es wohl, um den zu füllen?
Klickediklick
Das Fassungsvermögen der Steuerzahler scheint ähnlich unendlich zu sein und unsere farblosen Politiker lassen sich nur allzu gerne auf der Nase rumtanzen; etwas Bewegung hat bekanntlich noch niemandem geschadet! Ob ihnen unser Schuh im Hintern auch so gefallen würde? Ich meine, es wäre allmählich an der Zeit!!
Wie lange dauert es noch, bis das Volk genug hat? Gibt es bald einen Volksaufstand oder gar einen Bürgerkrieg? Krieg füllt leere Taschen, zumindest diejenigen Einzelner - kann es sein, dass es das ist, was die Drahtzieher wollen? Wer hat wirklich die Fäden in der Hand? Doch die sagenumwobenen Illuminati auf ihrem Weg zur Weltherrschaft? Die Rothschilds scheinen eine der tragenden Säulen in diesem Spiel zu sein: "Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes, dann interessiert es mich nicht, wer die Gesetze macht"; offenbar ein Ausspruch von Mayer Amschel Rothschild.
Wurde der Film "Illuminati" nur deshalb gedreht, um das Ganze definitiv in die Ecke der Fiktion zu stellen? Immerhin kommt Google so auf beachtliche 5,7 Millionen Einträge... wer soll sich da zurechtfinden? Jedenfalls scheint die Neue Weltordnung für die einflussreichen Politiker unserer Zeit kein Fremdwort gewesen zu sein. Und dank ihrer Kontrolle über das Banksystem haben die selbsternannten Erleuchteten MACHT gewonnen, sagt Anthony J. Hilder:
Wieder so ein Verschwörungstheoretiker, meinen Sie? Kann sein! Kann nicht sein! (Gewünschtes bitte ankreuzen)
Lesen Sie 5,7 Millionen Einträge, darunter: 1 / 2 / 3
(M)ACHTUNG: Es ist mal wieder 12:10 pm und keiner tut was!! Müssen wir tatsächlich zuwarten bis zum geheimnissvollen Jahr 2012? Dann soll nämlich der Aufstieg der Menschheit in eine neue Dimension erfolgen, das weiss doch jedes (Maya-)Kind.
Time is always NOW... also worauf warten wir?!!
Allons enfants de la patrie.... oder auf Berndeutsch: chömet modi u giele, aber nume nid gschprängt!! :-@
Warum der beliebte Fernsehmoderator überhaupt bloggt, wird auf seiner Seite in etwa beantwortet:
"Aeschbacher führt Tagebuch, gibt Einblicke in seinen Alltag und wagt Ausblicke darüber hinaus. Denn einer, der stets andern auf den Zahn fühlt, sollte sich auch einmal über die eigenen Schultern blicken lassen..."
Seit dem 16. Januar herrscht jedoch auf seiner Seite Funkstille. Und wie das so ist bei Kurt, gab es bereits nach einer Woche die ersten kritischen Stimmen im Web. Mehr als einmal las ich die Aufforderung, er möge doch seinen Blog ganz einfach schliessen, ein Blog ohne Einträge sei kein solcher.
Überhaupt gehen die Kommentatoren nicht unbedingt zart mit Aeschbi um und gewisse liessen es sich auch nicht nehmen, über die Einträge anderer zu lästern, sie zu beleidigen oder gar aufs übelste zu beschimpfen. Kurt liess dies in den meisten Fällen zu, nur bei der scharfzüngigen "Mother Tongue", welche m.E. auch ab und zu unter anderem Namen in die Tasten griff, handelte er dann doch, da diese Person offenbar nicht einmal den Mut hatte, eine gültige Mailadresse anzugeben. Wie mir scheint, wurden die entsprechenden Kommentare gelöscht und so kann ich leider kein Beispiel des verbalen Giftes liefern, nur der ewig nörgelnde Pascal ist noch omnipräsent. Jedenfalls führte es dazu, dass kaum mehr Leute am interaktiven Geschehen teilnehmen mochten, die Kommentare blieben oft einfach aus.
Etwas mehr "Contenance" (huch) und die Beachtung der Netiquette, besser gesagt Nettikette, seitens der Gastschreiberlinge und man hätte sich echt wohlfühlen können auf Kurts Seite resp. an seiner Seite, beim über die Schulter blicken.
Was viele jedoch nicht begriffen zu haben scheinen: ein Blog ist ein Weblog, ein virtuelles Tagebuch also für persönliche Gedanken, welche nur der eigenen Zensur unterliegen. Man kann beim Schreiben durchaus spontan seinen Gefühlen Ausdruck geben und auch mal über ein Ereignis berichten, ohne tagelange Recherche. Dies tat Aeschbi unter dem Titel "Horror", als der Neffe seiner Haushalthilfe Lucia beim Schulbaden ums Leben kam; aber lesen Sie selber!
Er musste sich daraufhin den Vorwurf gefallen lassen, als unbeteiligter Besserwisser zuwenig klare Aussagen gemacht und nur weitergegeben zu haben, was er vom Hörensagen wusste. Und auch die Behörde selber gab sich erstaunt, im Blog Spekulationen und Unwahrheiten zu finden. Selbst Blogger Goggi fand, Aeschbachers Blog sei kein normaler Blog, da er vom Schweizer Fernsehen gehostet werde. Natürlich gab es auch andere Stimmen, aber ich fand es doch krass, dass Aeschbi anscheinend nicht subjektiv von einem Erlebnis erzählen kann und darf, wie jeder andere auch, genau so eben, wie er es erlebt hat. Seine Reaktion auf die Reaktionen ist ein Dankeschön.... eben typisch Aeschbacher.
Dies ist nur ein kleines Beispiel von vielen und es zeigt, dass es nicht einfach ist, in der Öffentlichkeit zu stehen und gleichzeitig über dieselben Rechte zu verfügen wie Martha und Otto Normalverbraucher. Lieber dominant als prominent, sage ich immer, und so kann und darf ich denn schreiben, wie mir die Finger gewachsen sind und sogar ungeschminkt zum Briefkasten gehen. Ich darf richtig Sch..... aussehen, und keinen stört's, ausser vielleicht mich selber.
Warum Kurts Feder verstummt ist, weiss ich auch nicht. Vielleicht ist ihm einfach die Tinte ausgegangen. Möglicherweise war die Begegnung mit Pascal Voggenhuber jedoch so einschneidend, dass es ihn aus den Pantinen gekippt hat. In seinem letzten Post "mit toten reden" gibt er sich jedoch eigentlich wie immer recht nüchtern und realistisch. Es reiche ihm, im jetzigen Dasein den Sinn des Lebens zu finden. Das ist auch vernünftig, denn was sinnieren wir über ein Leben nach dem Tod, wenn wir dabei dasjenige vor diesem einschneidenden Ereignis einfach vergessen.
Je länger es dauert mit dem Blogloch auf sf.tv, desto mehr spekuliert man, ob und was für private Ereignisse den sonst so mitteilsamen Mann verstummen liessen. Vielleicht möchte Kurt aber auch einfach sein Herz nicht mehr in der Blogosphäre ausschütten und quasi einer mehr als kritischen Öffentlichkeit zum Frase vorwerfen. Es gibt eben Dinge, die sind etwas für das ganz persönliche Tagebuch.... das Tagebuch unseres Lebens, und somit privat.
Hiermit ist das Wettbüro eröffnet: Wetten über eine Wiederaufnahme der Blogeinträge werden gerne entgegengenommen.
Schreiben Sie ein Datum und überweisen Sie den gewünschten Wettbeitrag, am besten auf mein Konto. Teilnahmeberechtigt ist jeder, ausser Kurt Aeschbacher selber.
Ich sage mal: 14. April 2009, das richtige Datum für einen Widderbeginn! Und Sie?
Ohne Rolf, ohne Worte... aber doch hoffentlich nicht ohne Kurt, oder?
Heute lese ich im 20Minuten, dass sich die Fischereiministerin von Kanada, Gail Shea, enttäuscht zeigt über den Vorstoss im EU-Parlament, den Verkauf von Robben-Produkten in Europa zu verbieten, wurde doch die Fangquote für dieses Jahr auf 280'000 Tiere festgesetzt.
Was macht man mit all den Fellen, habe ich mich gefragt und einmal den Suchbegriff "Robbenfellprodukte" gegoogelt. Als erstes gelange ich auf die Seite "PeTA - stoppt tierquälerei" und auf eine Erfolgsstory: "Gucci stoppt Verkauf von Robbenfellprodukten". Unvorsichtigerweise, ich hatte die Jugendschutzwarnung nicht gesehen, wollte ich kurz in das Video hineinschauen. Nach ein paar Sekunden suche ich bereits verzweifelt den Stop-Knopf. Allein dieser unbeschreibliche Ton eines verzweifelten Tieres in Todesangst brennt sich wie unauslöschbar in mein Hirn ein und bricht mir buchstäblich das Herz.
Ich meine gelesen zu haben, dass man den Robben das Fell bei lebendigem Leib abzieht. Was ist mit uns Menschen geschehen, dass wir so etwas tun können oder auch einfach gedankenlos zulassen, dass es getan wird, Jahr für Jahr. Greenpeace unternimmt seit langer Zeit aktiv etwas dagegen, zum Beispiel 1976 haben sie die Tiere geschützt, indem sie deren Fell mit Farbe besprüht und es somit entwertet haben. Die Greenpeacer wurden daraufhin in Kanada verhaftet und wegen Tierquälerei angeklagt.
Auch die Fondation Franz Weber setzt sich für die Robben ein. So reiste dessen Tochter Vera anno 2008 nach Kanada. Hier ein Auszug ihres Berichts:
«Die kanadische Regierung verweigerte uns bis heute vormittag das uns zustehende Recht, die Massaker zu beobachten und zu dokumentieren », berichtet Vera Weber aus Charlottetown auf der Prince Edward Insel. « Erst jetzt, wo das umgeschlagene Wetter jegliche Helikopterflüge und Schlauchbootexpeditionen verunmöglicht, wurden meiner Equipe ein paar wenige Bewilligungen erteilt. Offensichtlich geht es der kanadischen Regierung darum», klagt Vera Weber an, «die unvermeidliche Grausamkeit der Robbenjagd mit allen Mitteln zu vertuschen!
275'000 Robben, zum grossen Teil noch schwimmunfähige Babies, sind dieses Jahr zur Jagd freigegegen. Die barbarische, in unvorstellbarer Hetze durchgeführte Schlächterei wehrloser Jungtiere dauert nur wenige Tage und soll so weitgehend wie möglich unter Ausschluss der Oeffentlichkeit stattfinden, damit die Fiktion, es handle sich um eine anständige, humane Jagd, vor der Weltmeinung, und namentlich vor der Europäischen Kommission, aufrechterhalten werden kann.
Die Aufgabe der Fondation Franz Weber liegt nun darin, durch konstante Information und Anprangerung dieses Verbrechens am universalen Erbe, dem längst fälligen Handelsverbot für Robbenprodukte in der EU zum Durchbruch zu verhelfen.
Es sei daran erinnert, das die EU Hauptabnehmer von Robbenfellen, Robbenölen, Robben- fetten und anderer Robbenerzeugnissen ist. Die kanadische Robbenjagd steht oder fällt mit dem Europäischen Markt ! Charlottetown und Montreux, 28. März 2008»
Der letzte Satz gibt einem zu denken: die kanadische Robbenjagd steht und fällt mit dem Europäischen Markt. Ja ist das denn die Möglichkeit. Gemäss Greenpeace Aachen sind die Hauptabnehmerländer offenbar Dänemark, Griechenland und Deutschland.
Warum ist es verdammt noch einmal nicht möglich, diesen Massenmord damit zu unterbinden, dass man die Nachfrage auf Null herunterfährt? Was brauchen wir Gesetze, wenn jeder doch ein fühlendes Herz hat, und ein Gewissen. Gemeinsam könnten wir es schaffen, oder ist für manch eine einfach die Versuchung zu gross? Fällt das Nachdenken in diese Richtung einfach einer Art körperinterner Zensur zum Opfer, als Selbstschutz sozusagen.
Mit den verschiedensten Tricks versucht die Pelzindustrie zudem diejenigen, welche keinen Pelz tragen möchten, zu überlisten. Da gab es in etwas pelzfeindlicheren Jahren sogar Schnürsenkel aus Pelz, dann kamen Krägen und Kapuzen, dann peu à peu das Mantelinnenfutter bis man es sich wieder ganz getraute.
Aber Pelz ist doch ein Naturprodukt und die Tiere werden eh geschlachtet, also wäre es doch schade, die Felle einfach wegzuwerfen, sagen die Befürworter. Ausserdem würden ganz viele Leute arbeitslos, ich meine, die sind dort auf den Pelzverkauf angewiesen. Humanitäres Wirken über die Mode also?
Nein, Mädels, alles Quatsch! Pelztragen ist eine Gewissensfrage... und wenn wir das einfach nicht mitmachen, wenn also kein Markt mehr vorhanden ist, dann braucht es kein Verbot, denn das Angebot regelt sich über die Nachfrage wie von selbst.
Ganz viele Stars setzen sich ein, zum Beispiel so:
Darum: lieber unangezogen als Ungeheuer. Und wenn jemand unbedingt mit Haut angeben oder Furore machen muss, dann bitteschön mit der eigenen. Sollte sich nackt ein wenig unangenehm nackt anfühlen, dann gäbe es nebst adäquater, tierfreundlicher Kleidung noch Tattoos oder Bodypainting.
Gestern genossen wir einen freien Tag und fuhren in den Jura. Irgendwie fühlen wir uns dort zuhause seit diversen Aikido-Stages in Saignelégier. Selbst ausserhalb der Stagezeiten sind wir immer mal wieder dorthin gepilgert, weil es da wahre Kraftorte zu entdecken gibt, wie zum Beispiel den Etang de Gruyère, jenes Hochmoor mit dazugehörigem See, welcher in angemessener Zeit zu Fuss umrundet werden kann oder die nahezu magische Landschaft entlang des Doubs.
Dort ist es heute leider nicht mehr ganz so überwältigend wie anno 2004, da selbst diskrete bauliche Massnahmen immer einen massiven Eingriff in die Natur darstellen.
Sowieso war gestern alles anders, auch im Dorf selber. Der Coop ist umgezogen, das Restaurant de la Gare in eine Art Westerntaverne verwandelt, nur echt mit zwei laufenden Fernsehgeräten - Grund genug für uns, zu dislozieren. Aber wohin mit zwei hungrigen Seelen oder besser gesagt Mägen? Wir fuhren also los Richtung la Chaux-de-fonds. Der Name hat nichts mit heissen Hintern zu tun, wie Martin hoffte, und auch nicht mit heissen Quellen wie ich meinte, sondern gemäss Wiki mit Kalkgrund. Hust! Wie auch immer, auf dem Weg dahin kommt man an Noirmont vorbei, einem kleinen Kaff, das vor allem mit einem berühmten Koch punkten kann, Georges Wenger. Ob das in der Gegend "Wansché" ausgesprochen wird, nobel ist die Adresse seines Relais auf jeden Fall.
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Da wir gerne gut essen, war die Hemmschwelle, dort zumindest einmal zu parkieren, nicht allzu gross. Ein Blick auf das aktuelle Menu à la Truffe Noire, "Tuber Melanosporum, provenance Périgord", erhältlich nur ab 2 Personen für 320 Franken pro Person zeigte klar an: hier wären wir wohl willkommen aber nicht unbedingt zuhause. Ich will ja das Restaurant nicht gleich kaufen, nur weil ich etwas zu Mittag essen will. Nicht auszumalen, in welchen Sphären sich der Preis bewegen würde, hätte Georges weissen Trüffel genommen, denn da kostet das Kilogramm nämlich bis zu 9000 €uro pro Minute!
Auch wenn ich mich jetzt wieder einmal unmöglich oder gar lächerlich mache in den Augen vieler: ich mag Trüffel nicht wirklich. Ab und zu ist ganz okay, aber bitte nicht dauernd oder wie hier gar in 9 Gängen.
Da wir wirklich hungrig waren, riskierten wir kurz einen Blick auf das à la carte-Angebot... schauen kost' ja nix. Der erste Punkt unter Vorspeisen: dreimal grand-cru-Schinken en apprêt... in Appretur! So , so, wohl mit Goldhandschuhen und vollendet-veredelter Behandlung auf den Teller gelegt oder was? Stolze 66 Franken will Wensché dafür. An zweiter Stelle sehe ich gleich Froschschenkel (cuisse de grenouilles), was ich für absolut verwerflich halte, egal zu welchem Preis. Les Cuisses dürfen in jurassischen Speisekarten offenbar keinesfalls fehlen, was die Auswahl eines Restaurants für mich jedes Mal schwierig gestaltet. Normalerweise meide ich Lokalitäten, welche solch barbarische "Erntemethoden" unterstützen. Aber würden die Leute es nicht bestellen, wäre es auch nicht im Angebot. Leute, wo bleibt das Gewissen? Zwischen Teller und Gaumen auf der Strecke, ich verstehe.
So machten wir uns denn schleunigst vom Acker und fuhren weiter bis zu den heissen Hin.... also nach Kalkgrund. Das Intérieur des Hôtel de Ville war Klasse, die Hygienevorschriften waren wohl eingehalten worden, nur das Essen war leider trotz der 13 GautMillau-Punkte (wie ich jetzt auf der Homepage sehe) nicht wirklich gut. Es gab um die Zeit nur noch den Tagesteller: ein in literweise Rotem verkochtes Fleisch (Civet de Boeuf à l'ancienne), etwas Gemüse (Jardinière de Légumes) und, da wir Polenta crèmeuse nicht mögen, Pommes. Letztere waren eine Abscheulichkeit, wohl ein Gruss aus der Mikrowelle. Das beste war wirklich das Brot, das war superlecker.
Wenn ich übertriebenes Getue rund ums Essen und Trinken sehe, dann tritt bei mir das Wort "Dekadenz" in den Vordergrund. Schlemmen und gesunde Ernährung sind nicht unbedingt ein- und dasselbe. Auch stellt sich die Frage: was braucht mein Körper, was würde er sich bestellen und was will der verwöhnte Gaumen sich noch so alles antun. Mittlerweile ist zum Beispiel die Molekularküche in aller Leute Munde und selbst Herr und Frau Biedermann machen einen auf Ferran Adrià, jenen Spitzenoch aus Spanien, der auf Monate ausgebucht ist und bei welchem die Gäste oft ein halbes Vermögen liegen lassen.
Zuviele chemische Zusätze, warnen jetzt die Gastrokritiker - allen voran GaultMillaud-Chefredaktor Manfred Kohnke - und schädlich für die Gesundheit. Es ist jedoch sicher eine Zeiterscheinung, dass man sich heute nicht mehr nur auf eine einfache Essenszubereitung konzentriert, sondern versucht, noch verrückter, noch teurer, noch komplizierter, noch ausgefallener zu sein als der Kollege. Gourmettourismus ist in.... "warst Du schon bei...?" Wer eine solche Frage mit: "wer ist das denn?" beantwortet, hört praktisch auf ein Mensch der zivilisierten Gesellschaft zu sein. Das ist fast so, als würde ich als Europäer am Tisch rülpsen, eine (Un)Sitte, die bei den Chinesen eine Höflichkeitsgeste ist.
Obwohl man bekanntlich sagt: "Il y a plus de vieux gourmands que de vieux médecins" essen wir tunlichst gesund, in Massen (?) und noch immer am liebsten Zuhause, denn...
...froh zu sein bedarf es wenig und wer Fro(sc)h ist, ist ein König.
Ice cream oder I scream? Lastwagenchauffeure, ein Völkchen für sich - einst DIE Autofahrer per se. Früher gab es für die harten Kerle so etwas wie einen Ehrenkodex. Oft waren sie richtige Helden der Strasse, welche auch schon mal bei Unfällen anderen aus der Patsche halfen oder ihnen gar das Leben retteten.
Heute sind sie selber oft Unfallverursacher. Meldungen wie: "Lastwagen fuhr ungebremst ins Stauende" häufen sich. Es trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei, wenn man vor sich einen Brummer sieht, der zwischen Pannenstreifen und Überholspur hin- und her-"torkelt".
Woran kann das diesmal liegen, fragt man sich jeweils besorgt - und das ist bei mir noch die low-fat-Variante. Hier eine mögliche Antwort
Dieser Chauffeur bildet sich weiter. BRAVO! Ist ja logisch, man muss seine Zeit nutzen, vor allem die Arbeitszeit. Alles auf Feierabend zu verschieben gäbe daselbst eine Überlastung, die nur schwer zu handhaben wäre, denn man hat schliesslich noch andere Interessen. Möglicherweise schaut der Fahrer aber auch nur schnell die News des Tages durch, von wegen Wetterprognosen und so.
Das machen schliesslich Beamte auch lieber im Büro, da haben gerade Väter ihre Ruhe.
Oft werfe ich beim Vorbeifahren einen Blick hinauf in die Führerkabine. Das sollte ich wohl künftig tunlichst unterlassen, denn meist habe ich sofort eine neue Frisur. Da war schon mal einer, der hatte sich kurz gebückt, wohl um etwas unter dem Beifahrersitz zu suchen. Ein anderer hatte die Zeitung so vor sich ausgebreitet, dass ein grosser Teil der Frontscheibe damit bedeckt war. Wahrscheinlich hat ihn seine eigene Fahrweise zu sehr beunruhigt und so dachte er: Augen zu und durch. Und heute wieder Muttis Liebling, der bei sage und schreibe 120 kmH eine SMS schrieb.
Früher fuhr ich gerne auf der Autobahn hinter Brummies, denn das gab mir ein Gefühl der Sicherheit. Heute weiss ich nicht, was mir lieber wäre: hinterhertuckern oder so schnell wie möglich vorbeifahren und Land gewinnen. Dass auch LKWs aus der Gegenrichtung gefährlich werden können, zeigt uns dieses wirklich tragische Video - der Chauffeur vermutlich Opfer eines Sekundenschlafs:
Das Leben ist nun mal lebensgefährlich, aber lesen Sie dazu meinen Blog vom 22. Juni 2007, zu finden auf mac.com. Bild anklicken
Ich werde mich wohl künftig solchen Abenteuern verschliessen und zuhause bleiben. Der Sitz ist schon angewärmt und die Fernbedienung liegt richtig gut in der Hand.
Mobilezone mit Rekordergebnissen, hiess es kürzlich in den Medien. Dem Handy-Riesen geht es also prächtig. Auf was ist dieser Aufwind wohl zurückzuführen? Da steht es schwarz auf weiss: 2000 Kunden kaufen täglich Handys!
Meine Kaufwut in Bezug auf diese kleinen Gadgets hält sich einigermassen in Grenzen. Meist so nach eineinhalb-zwei Jahren geht die eine oder andere Funktion nicht mehr und ich entschliesse mich zum Neukauf. Aber täglich ein Handy, 365 Stück im Jahr abzüglich zirka 60 (Sonn- und Feiertage), das wäre mir echt zuviel. Nun frage ich mich: was machen die Freaks damit. Vieltelefonieren wohl.
Es ist schwierig mit der deutschen Sprache. So äusserte sich kürzlich einer im TiWu: "Der Heinz hat lauter schöne Frauen an den Wänden hängen!" Dass der Mann noch nicht festgenommen wurde, kann ich nicht verstehen.
Man kennt es ja aus Briefen an Versicherungen, zum Beispiel:
In hohem Tempo näherte sich mir die Telegrafenstange. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf mich die Stange am Kühler.
Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitplanke, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über das Auto.
Dummerweise stiess ich mit einem Fussgänger zusammen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und bedauerte dies sehr.
Der Fussgänger rannte in mich und verschwand wortlos unter meinem Wagen.
Der Fussgänger hatte keine Ahnung, in welcher Richtung er gehen sollte... und so überfuhr ich ihn.
Der andere Wagen war absolut unsichtbar und verschwand dann wieder.
Ich habe so viele Formulare auszufüllen, dass mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben.
Der Mopedfahrer, der am Tatort alles miterlebte, hat der Fahrerin meines Autos aufrichtig erklärt, dass er seiner Zeugungspflicht nachkommen würde.
Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorne in meinen Frisiersalon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden.
Autsch, alles erfunden, meinen Sie? Ich habe ähnliches in Unfallbeschrieben mit eigenen Augen gesehen. Zum Beispiel gab eine Frau, die in der Wohnung gestürzt war, als "Zeuge des Unfalls" "meine Katze" an und unter "Name des Zeugen" "Mitzeli". Deren Befragung gestaltete sich dann entsprechend schwierig. Ein Fall für Berlitz oder Bermitz?
Sehr verkehrte Damen und Herren.... könnte die Anrede im Falle der AHV lauten, welche aus was für Gründen auch immer ihre Quartalsrechnungen diesmal gleich doppelt und erst noch in separaten Couverts verschickt. Auch hat sich bei mir der zu bezahlende Betrag auf wundersame Weise vermehrt, was ich von meinen Einkünften nicht unbedingt sagen kann. Neu verrechnet man mir auch Beiträge an die Familienausgleichskasse, was bisher nicht der Fall war.
So melde ich mich denn telefonisch bei der zuständigen Zweigstelle, um denen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Da ergeht es mir beinahe wie bei Cablecom, denn ich warte erst einmal, um dann eine bereits völlig erschöpfte Mitarbeiterin am Draht zu haben, welche sich für das Versehen des Doppelversands entschuldigt. Meine Bemerkung, das komme uns alle wohl wieder teuer zu stehen, mag sie gar nicht so recht eingehen und was die Familienbeiträge anbelangt, weiss sie überhaupt nichts. Ich werde weiterverbunden und warte geschlafen... eh geschlagene 6 Minuten in der Leitung, bevor ich entnervt aufgebe.
Nach dem Mittag dann ein erneuter Versuch, welcher wieder mit einer beachtlichen Wartezeit beginnt. Dann endlich eine menschliche Stimme!! Offenbar hat der Souverän (???) letztes Jahr entschieden, dass aus Solidaritätsgründen Selbständigerwerbende ohne Kinder sich an den Kinderzulagen Selbständigerwerbender mit Nachkommen zu beteiligen haben.
Wenn ich Solidaritätsbeiträge schon nur höre, kriege ich umgehend einen Ausschlag. Würde man sämtliche Solidaritätsbatzen (Krankenkasse, Sport, Kultur etc.) zusammenzählen, käme man wohl auf eine beachtliche Summe. Der zuständige Beamte ist meiner Meinung und empfiehlt mir, mich doch direkt an den Bundesrat zu wenden. Die Geschehnisse der letzten paar Monate zeigen jedoch deutlich, dass da wohl eh Hopfen und Malz verloren ist: "Frölein 7 Bier" und für mich am besten ein Valium, das ich selbstverständlich bei einer Franchise von 1500 Franken plus Selbstbehalt selber bezahlen muss.
Im Dickicht (Verwaldung) des Solidaritätsprinzipes (Fairwaltung??) verloren hoffe ich darauf, dass die Abzockerei bald mal ein Ende haben wird und wir wieder etwas mehr in der Bereich der Eigenverantwortung kommen.
Dumm bleibt dumm, da helfen keine Pillen - und keine kalten Umschläge.
Ich weiss, dass ich nicht dumm bin, und brauche mir dies eigentlich nicht zu beweisen. Wer jedoch schon mal Günther Jauchs "Wer wird Millionär" mitgespielt hat und dabei eventuell sogar die Millionenfrage lösen konnte, ist eindeutig auf den Geschmack gekommen. Nichts ist schöner als Antworten auf Fragen zu finden, denn genau das fällt uns oft sonst im Leben schwer. Nun könnte man natürlich ins "Wer wird Millionär"-Trainingslager einloggen und dort die aktuellen Fragen der letzten Sendungen nachspielen. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn man diese NICHT gesehen hat, ansonsten bestätigt man sich allenfalls eine gute Gedächtnisleistung.
Um die auf Facebook oft angepriesenen Intelligenztest zu machen, bin ich zu intelligent, denn eine Auswertung der Antworten ist kostenpflichtig und bei gewissen handelt man sich ein Abonnement ein.
Auf 20Minuten nun gibt es ein Quiz mit Fragen zu Allgemeinwissen, Politik, Kultur etc. Da gibt es sehr interessante Fragen, zum Beispiel: In welcher Stadt steht der Zwinger? Dösköppe, in jeder Stadt steht ein Zwinger! Ich meine, wohin sonst mit den Hunden. Wenn sämtliche streunenden Viecher nach Erfurt, Dresden, Weimar oder Leipzig verfrachtet werden müssen, wird das echt mühsam.
Weitere Frage: Welche Sportmoderatorin leistete sich den Versprecher "Schalke 05"? Da sitz doch wem echt der Schalk im Nacken, was hat das mit Allgemeinwissen zu tun, weiss doch jedes Kind, dass es Carmen Thomas war, die eigentlich sagen wollte: Schalke 08:15.
Und weiter: Was ist ein Umami. Falsch, kein undeutlich ausgesprochener Tsunami; auch nicht klein Hänschen der meint: uh-Mami, ich habe Hunger, obwohl es schon etwas mit Essen zu tun haben scheint. Gemäss Wiki Pedia ist es die Feinschmecker-Bezeichnung für den Geschmack von Shiitake-Pilzen. Diese Antwort kommt nicht vor, sondern allenfals "japanische Bezeichnung für faulen Fisch". Ich sage ganz ur-schweizerisch: das ist alles fauler Zauber.
Aber hier etwas Geschichtliches: Wer verlor am 27. Mai 1905 die Seeschlacht bei Tsushima? Keine Ahnung, habe damals noch nicht gelebt, allerdings weist die Silbe "shima" (Insel) auf Japan hin und Wiki sagt, die Russen haben verloren.
Etwa in der Währung geht es weiter bei 20Minuten. Da will man wissen, wie viele Spieler des deutschen Fussball-WM-Kaders von 1954 vom 1. FC Kaiserslautern kamen. Ich frage Sie, was hat das mit Intelligenz zu tun? Mein Resultat war niederschmetternd: 65 Prozent der 20Minuten-Leser waren intelligenter als ich und seither trau ich mich kaum mehr auf die Strasse.
Dass man bei der Auswertung von Fragen auch ganz kreative Ansätze haben kann, zeigen uns diverse Schüler (s. Fotos). Das ist der absolute Oberhammer, dafür verdienen die Kiddies einen Ehrenorden!!
Übrigens: Risiken und Nebenwirkungen sogenannter Intelligenztests sind noch nicht mittels Langzeitstudien untersucht worden; die tragen wir momentan noch vollumfänglich selber.
Die Harfe geht und Holger hoppelt weiter. Ist ja auch bald Ostern und Cornelia war sowieso eher auf der Suche nach einem Mann. Nach eigenen Aussagen erhält sie nun täglich an die 500 Mails mit hoffentlich seriösen Angeboten.
Für Stunk sorgte die etwas allzu freizügige und scharfzüngige Annemarie, welche gegenüber RTL aussagte, hätte sie eine Chance, würde sie Holger aus der Sendung kippen, da er nicht zu DSDS passe. Recht hat sie, nur sollte sie ihre Zunge im Zaum halten. Holger stolperte daraufhin genervt zu ihr hin und musste von den anderen Kandidaten daran gehindert werden, ihr eine zu kleben. Annemarie krebste zurück, entschuldigte sich und faselte etwas von Manipulation, und die Welt war wieder in Ordnung.
Die Jury fand unisono, Holger müsse unbedingt weiter die Zuschauer erfreuen. Dennoch kommt man nicht umhin, zu bemerken, dass Holger leicht behindert wirkt. Ich habe absolut nichts gegen Behinderte; behindert sind wir alle, jeder auf seine Weise. Dennoch kann ich mir den springwütigen Entertainer, welcher eher an einen tolpatschigen Bären erinnert, nicht "live at The Dome" vorstellen. Er passt bestenfalls auf eine freakige Hochzeit, Grossvaters 80sten oder einen Kindergeburtstag, aber doch nicht als ernstzunehmender Künstler auf die grossen Bühnen dieser Welt.
Eigentlich!!! weiss das die Jury auch, und sie plädiert vermutlich nur deshalb für Holgers Weiterkommen, weil er einen gewissen Unterhaltungswert hat: Lord GaGa statt Lady GaGa:
Deutschland bist Du bereit für dieses Traumpaar, wobei die Lady ganz schön was draufhat!!
Eines ist sicher: spätestens wenn es gegen das Finale zugeht, wird allen voran Juror Dieter Holger abbauen: "Also, sach mal, heute war das echt Scheisse. Du weisst, dass ich immer zu Dir gehalten habe, aber mein Lieber, heute hast Du voll danebengehauen, sämtliche Töne versemmelt und mein Kragen hat sich von selber aufgestellt. So singt nun mal kein Superstar. Das wird wohl knapp werden für Dich diesmal." Und die Leute werden sich danach richten und Holger fallen lassen wie eine heisse Kartoffel.
Allerdings würde ich mich schon tierisch freuen, wenn es mit den Manipulationen diesmal nicht klappen und Holger im Finale obenaus schwingen würde. Hallelujah würde ich rufen. Deutschland, da hast Du Deinen Superstar.
Liebe Leute, worum geht es eigentlich bei so einer Sendung: um Mitleidsboni oder um Können? Mal sehen, ob ich mit meiner Voraussage recht behalte. Es könnte aber durchaus auch sein, dass Deutschland die Kurve noch kriegt und z.B. Daniel Schuhmacher das Ding gewinnt. Er hat in meinen Ohren die interessanteste Stimme und wenn die und ihr Besitzer noch etwas nachreifen, dann könnte das durchaus eine Erfolgsstory werden.
Aber Achtung: als Gewinner hat man genau ein Jahr Zeit, seine Füsse im Musikgeschäft auf den Boden zu kriegen. Danach geht es schon wieder los mit DSDS und die Medien müssen einen Clou finden, den Vorjahressieger wieder abzubauen, damit überhaupt Platz entsteht für den Neuen. Das war bei Mark Medlock so und das wird auch Thomas Godoj nicht anders gehen. Es ist ähnlich wie früher bei uns im Bärengraben: um die Besucher Jahr für Jahr mit schnuckeligen Jungbären verwöhnen zu können, mussten die armen Kleinen jeweils nach einer gewissen Zeit umgebracht werden, damit die Bärin wieder trächtig wurde. Traurig aber wahr. Man hatte einfach keine andere Verwendung für sie. So krass geht man im Falle von DSDS-Siegern allerdings nicht vor, denn irgendwo hat alles seine Grenzen.
So dürfen wir gespannt in eine trällernde Zukunft blicken und hoffen, dass der Albtraum bald vorbei sein wird. Ich bleibe jedenfalls am Puls des Geschehens
Star Search, Music-Star, DSDS, Starmania.... einige dieser Formate gehen mittlerweile in die x-ste Runde. Wo zunächst noch eine gewisse Faszination über die Leistung von Laien herrschte, bewegen sich heute die Reaktionen zwischen Gähn, Stöhn und ab und zu gar dem Ruf nach Ohrenschutz. Selten gab es in einer DSDS-Staffel so viele schräge Töne und wenn ich die jetzigen Kandidaten vergleiche mit einer Franziska Urio, einer Linda Theodosiu, oder mit Juliette Schoppmann und deren legendären "Big-Spender-Auftritt", von dem man übrigens heute noch heute spricht.....
.... dann ist das echt kein Vergleich.
Bei den Männern waren da Leute wie Mark Medlock, Mike Leon Grosch, Nevio Passaro etc. In dieser Folge sehe ich Miss Atemlos (Vanessa)ungewollt auf Dieters Schoss landen, einen selbsternannten Entertainer unkoordiniert und völlig neben dem Takt über die Bühne zappeln und strampeln (Holger), eine Möchtegern-Sexbombe hölzern mit "Hit me baby one more time" herumstelzen, während sie ihre Mundwüste im Zaume zu halten versucht (Annemarie).... es ist unglaublich. Natürlich ist DSDS auch dieses Jahr keine talentfreie Zone, aber wirkt dieses TV-Format mittlerweile nicht etwas überholt? Nein?
Wie steht es denn mit Music-Star? Die Jury ist dort arg unter Druck, da man nicht mit Sachbezogenheit punkten kann, sondern allein mit abgenutzten Bohlen-Sprüchen. Auch bei den Kandidaten bietet eine tolle Stimme kaum Schutz vor einem allzu raschen Abgang. Beim Schweizer Fernsehen macht man sich echt Gedanken darüber, wie man die Quoten wieder etwas nach oben treiben könnte.
Wer sucht der findet, heisst es. Eines ist sicher, wie das Format auch immer heisst und wieviele Zuschauer auch motiviert werden können, sich den Hintern breitzusitzen, gefunden werden Eintagsfliegen. 15 Minuten Ruhm und die Sache ist ausgestanden, jedenfalls was die meisten Sieger anbelangt.
Interessant ist nämlich, dass sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und Österreich die "Verlierer" oft mehr Erfolg haben als der eigentliche Sieger (Christel Stürmer, Nevio Passaro, Baschi, Dani Kandelbauer). Gerade Christina war der Erfolg buchstäblich ins Gesicht geschrieben, nur haben es die (nicht) anrufenden Deppen damals nicht gesehen, sie wurde nur Zweite. Mir war das von Anfang an klar, wer es schaffen würde, und ich habe recht behalten. Vom damaligen Sieger weiss heute wohl nurmehr Wikipedia den Namen.
Keine Eintagsfliege wurde in Stefan Raabs Show SSDSDSSWEMUGABRTLAD gesucht und gefunden. Stefanie Heinzmann ist seit ihrem Sieg auf absoluter Erfolgsspur, abgesehen von ab und zu etwas Problemen mit dem Rücken. Sie hat eine Bombenstimme, Jazzfeeling, eine super Ausstrahlung und durfte stets sich selber bleiben. Keiner hat ihr eine Änderung des Stylings nahegelegt oder sie gar zur Puppe umgestaltet. Und sie ist noch voll vorne mit dabei. Soeben durfte sie nebst dem Swiss Music Award ihren ersten ECHO in Empfang nehmen. Eine Rede hatte sie leider nicht vorbereitet, das bringe Unglück, meint sie. Sie durfte jedoch gemeinsam mit Lionel Richie ein Duett singen, und sie hat das einfach toll gemacht. Aber sehen Sie selber:
In Perez Hilton hat Stefanie übrigens einen einflussreichen Dauerfan gefunden. Er meinte einst "Sing Out Loud, Sister" und widmete ihr schon ein paar lobende Blogeinträge, und ein Lob aus seiner Feder grenzt nun wirklich schon fast an ein Wunder.
Die bess'ren Damen gewinnt man nur durch Beherrschung der Liter'tur. Du wirst Eindruck schinden, zitierst du kess Aeschylos und Euripides. Homer gibt dir über Frauen Macht! Homer ist der, wenn man trotzdem lacht! Die Mädchen verehr'n deinen Kunstverstand, hast du 'n Knüller von Schiller zur Hand. Aber Shakespeare ist der Clou - du wirst im "Salong" zum Löwen, rezitierst du immerzu den Schwan von "Stratford am Avon" Schlag' nach bei Shakespeare, bei dem steht was drin! Kommst du mit Shakespeare, sind die Weiber (sorry zit.) gleich ganz hin.
(hier die englische Version.... die deutsche ist einfach unzumutbar)
Shakespeare, das war mal in Kiss me Kate, dem Musical von Cole Porter. Heute heisst es "googlen". Sie brauchen ein Rezept für Hühnerbrühe oder Gänsehaut, eine Bastelanleitung, etwas Allgemeinwissen oder sonst einfach Unterstützung im Alltagsdschungel, Seelsorge inklusive: www.google.ch ist Ihr persönlicher Ansprechpartner und spendet den nötigen Trost.
Wie jedoch jetzt erst bekannt wird, heizt Google nicht nur ein, sondern auch die Atmosphäre auf. So soll ein einziger Besuch einer Internetseite pro Sekunde eine Emission von rund 20 Milligramm Kohlendioxid verursachen, wie der amerikanische Physiker Alex Wissner-Gross aufgrund der von ihm erstellten Ökobilanzen zu Internetseiten bekanntgibt. Über das gesamte Ausmass der Umweltbelastung streiten sich die Experten zwar noch immer. Man geht jedoch bei täglich 103 Millionen Suchanfragen allein in Deutschland von 20 Tonnen Kohlendioxid pro Tag aus. Diese Rechnung betrifft jedoch "nur" den Energieverbrauch der Server. Berücksichtigt man alle IT-Aktivitäten inklusive private Rechner, gehen rund zwei Prozent aller CO2-Emissionen auf das "virtuelle" Konto. Noch viel problematischer als Google seien z.B. virtuelle Spielwelten wie Second-Life. Die Umweltbilanz falle jedoch alles in allem immer noch positiv aus, da man sich bei Informationsnotstand eine Autofahrt zur Bibliothek spare.
Da gab's doch früher mal nebst der Brockenstube noch den Brockhaus, die Enzyklopädie in weiss nicht wievielen Bänden. Einmal geliefert war auch der recht umweltfreundlich wenn auch nicht so ergiebig wie das Internet, denn da gibt es halt aktualisierte Einträge.
Wie steht es jedoch um den Klimakiller Kuh. Aus den Hintern und Mäulern dieser Wiederkäuer sollen angeblich Tonnen von Methangas entweichen. So soll eine einzige Milchkuh täglich 235 Liter Methangas produzieren, nebst Milch natürlich. CH4 ist nach CO2 die Nummer Zwei unter den Klimagasen. Wie CO2 ist es farb- und angeblich geruchslos (???) und entsteht bei Stoffwechselprozessen von Pflanzen und Tieren.
Furzende Kühe, eine Katastrophe für den Planeten Erde? Wissenschaftler weltweit sind sich einig: die Kuh selbst ist Tatort und nicht Täter; der Mensch ist und bleibt der wahre Übeltäter.
Das wäre wohl eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt, diejenige zwischen Google oder Kuh, Information oder Milch.....
Übrigens: menschliche Fürze bestehen vor allem aus Stickstoff, Wasserstoff und Kohlendioxid und nur bei einem Drittel der Menschen aus Methan. Ob man zu diesem Drittel gehört, sieht man daran, ob der Stuhl schwimmen kann oder nicht. Ist Methan beteiligt, brauchen Ihre Exkremente keine Schwimmhilfe. Methangas brennt übrigens blau, wobei es sich nicht lohnt, seinen Forschungsdrang in diese Richtung auszuweiten, denn manch einer hat sich dabei schon den Allerwertesten verbrannt.
Fürze, welche dem menschlichen Hirn entspringen, sind geruchlos und für's Klima meist unbedenklich, allerdings haben sie manchmal andere verheerende Eigenschaften.
Mobbing, Überfälle, Einbrüche, Prügeleien, Vergewaltigungen, Kampfsaufen, Drogenexzesse, Amokläufe.... es gibt kaum einen Tag, an welchem keine solchen Negativschlagzeilen tausendfach die Frontpage von Gratiszeitungen und mehr oder weniger seriösen Blättern zieren. Was aber steckt hinter diesen Auswüchsen unserer (Un)Zivilisation?
Eine totale Verunsicherung, gepaart mit Hoffnungslosigkeit, Mutlosigkeit, Angst, Resignation, Frustration, Lebensmüdigkeit, Trauer und Wut und vielem mehr. Ein total lebensfeindlicher Cocktail ist das, völlig unverträglich für Körper, Geist und Seele. Logisch, dass daraus nichts Gutes entstehen kann.
Warum verkaufen sich negative Meldungen einfach besser als positive? Letztere stossen bei den Massen nämlich überhaupt nicht auf Interesse. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir Negativität einfach gewöhnt sind. Es ist ein wenig wie mit Dosennahrung: wer zuhause nichts anderes erhalten hat, wird Frischkost überhaupt nicht schätzen. In Tests mit Kiddies waren es einzig frische Ananas, welche überzeugten, bei allem andern hatten Büchsen die Nase vorn.
Da müssen wir halt mal selber aktiv werden, unbedingt. Schreiben wir doch einfach unsere eigene Zeitung, auch wenn wir für lange Zeit der einzige Abonnent bleiben werden. Schauen wir uns im Spiegel an und lächeln erfreut, weil uns der Erfolg auf die Stirn geschrieben steht. Lassen wir uns nicht vom Dow Jones mit in einen Abgrund ziehen; die Börse hat Fieberschübe, so what.
Was haben selbsternannte Experten uns in der Vergangenheit schon so alles prophezeit und damit ganze Massen in Angst und Schrecken versetzt. Das meiste davon ist nicht eingetreten. Das macht ja eigentlich nichts, denn niemand ist sauer, wenn ein Schreckensszenario nicht eintritt. Auf der anderen Seite machen es uns die Ärzte vor: lieber für alle Fälle eine Voraussage machen als sich hinterher den Vorwurf gefallen lassen, nicht gewarnt zu haben.
Bewegte Bilder prägen sich noch tiefer in unser Bewusstsein ein als das geschriebene Wort. Und so kann eine einzige Tagesschau Risiken bergen und Nebenwirkungen verursachen, welche weder vom Arzt noch vom Apotheker aufgefangen werden können. Und so kann aus einem einst harmlos wirkenden Menschen sozusagen über Nacht eine tickende Zeitbombe werden und es braucht nurmehr einen einzigen Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Einem Gerücht zufolge sollen Cablecom-Kunden besonders gefährdet sein.
Suchen wir also in all den Meldungen des heutigen Tages diejenige mit dem meisten Potential, ein Lächeln auf die Gesichter vieler Zuschauer resp. Zuleser zu zaubern. Oh, unser Tenniskönig ist in guter Hoffnung, also natürlich nicht er, sondern seine Mirka. Aber sagen wir's mal in gewohnterer Manier: "Ab Sommer soll es etwas schwieriger werden mit Durchschlafen im Hause Federer. Wie wird sich das auf die Leistung des Tennisstars auswirken?" Doch sowas brauchen wir den beiden jetzt noch gar nicht aufzutischen. Freuen wir uns für und mit ihnen und sagen ganz einfach: "alles Roger! und falls Ihr mal eine Hand zu wenig hat, dann wäre dies ein Fall für (ruckizucki-zack) Zaky, den preisgünstigsten Babysitter für Vielbeschäftigte. Und für die Ohren hätten wir auch gleich noch einen Schutzbeauftragten zu vergeben!!
Vergessen wir nie: Die Gegenwart ist der Moment, den wir in der Vergangenheit so gefürchtet haben. Die Gegenwart ist aber auch der Moment, in dem wir uns unsere Zukunft in den schönsten Farben ausmalen könnten. Ich wünsche gutes Gelingen und freue mich schon heute auf Ihr Extrablatt!!
"Vermisst wird"; jedesmal wenn ich so einen Aufruf lese, wühlt mich das unsagbar auf, lässt es doch Ungutes erahnen.
Leider hat sich das auch im "Falle" von Lucie Trezzini wieder bestätigt, die 16jährige ist tot. Es ist einfach unfassbar. Hoffnungsfrohes blühendes Leben ausgelöscht, vernichtet von einem Mann, der bereits vorbestraft war, ebenso wie der Mörder der 17jährigen Schweizer Schülerin Maniela R., welcher mittlerweile gar bestreitet, das Mädchen erwürgt zu haben. Oder da ist eine ebenfalls 16jährige, welche diesen Samstag im Auto vom eigenen Freund erschossen wurde.
Das sind alles keine Einzelfälle. Entführung, Vergewaltigung und Mord sind an der Tagesordnung. Zum Teil sind die Opfer noch kleine Kinder.
In gewisser Weise sind Jugendliche viel zu vertrauensselig, zu gutgläubig und wohl auch zu unsicher und schüchtern, um sich zu einem klaren "Nein" durchzuringen. Gerade Mädchen versuchen sich meist anzupassen, wollen "lieb" sein und andere nicht enttäuschen. Das ist gefährlich.
Noch gefährlicher wird es, wenn ein schönes Mädchen - und Lucie war ein wunderschönes Strahlewesen - von einer Karriere als Model träumt.
Oft hört man ja zum Beispiel, Topverdienerin Gisèle Bündchen sei auf der Strasse angesprochen worden. Fakt ist, dass sie gemeinsam mit ihrem Vater bei McDonald's sass und vom Chef der Modelagentur Elite entdeckt wurde. Sie gewann daraufhin den "Elite Model Look" in Paris, und der Grundstein für eine sagenhafte Karriere war gelegt. Claudia Schiffer wurde in einer Diskothek gesichtet, und zwar vom Geschäftsführer der Modelagentur Metropolitan persönlich. Sie wurde daraufhin zu Probeaufnahmen nach Paris eingeladen. Heidi Klum gewann den Wettbewerb "Model '92". Kate Moss wurde von der Gründerin der Modelagentur Storm am JFK-Flughafen New York entdeckt. Linda Evangelista wurde beim "Miss Teen Niagara Contest" von einem Modelscout entdeckt.
Liebe Mädchen, keine dieser Frauen wurde einfach so auf der Strasse angesprochen; keiner der obgenannten Frauen aus der Model-Topliga wurde jemals angeboten, irgendwo in einem Hotelzimmer Fotoaufnahmen zu machen. So läuft das nicht. Wenn Ihr davon träumt, auf den Laufstegen dieser Welt zu laufen und zu posen, viel zu reisen, gut zu verdienen und Euch nebenbei die Füsse zu ruinieren, dann meldet Euch an für die nächste Staffel "Germany's Next Topmodel" oder stellt Euch bei einer Modelagentur vor. Bewerbt Euch, aber lasst Euch nicht auf der Strasse anquatschen. So läuft das nicht!! Das ist ein uralter und ganz verwerflicher Trick kranker Typen, mit denen Ihr nichts zu tun haben möchtet. Ob Lucie auf so einen Trick hereingefallen ist, weiss ich nicht. Sicher wird sich das im Laufe der Ermittlungen herausstellen.
Lucie ist tot! Es ist unfassbar!! Keiner konnte Ihr helfen! Keiner hat etwas gehört von ihrem letzten Kampf, den sie leider nicht gewonnen hat. Lucie, wir vermissen Dich. Ich bin unendlich traurig.