Donnerstag, 31. Dezember 2009

2010; ein neues Jahr....


Alles auf Anfang? Was gewesen einfach abgetan, unter "Unerledigtes" abgelegt? Schon möglich, dass uns morgen gelingt, was heute noch zu schwergefallen ist. Immerhin segeln wir ab dem 1.1. unter einer neuen Zahl und somit einer völlig anderen Energie.

Numerologisch gesehen ändert sich für uns einiges, denn 2010 ergibt die Querzahl 3 (2+1). Addieren ich diese Zahl nun zu meinen Geburtsdaten, also zur Querzahl von Tag und Monat, dann ergibt sich in meinem Fall die Zahl 7, welche mein Leben für die kommenden 365 Tage bestimmen wird. Dem Buch "Lebenszahl als Lebensweg" von Dan Millman, Kapitel Neun-Jahres-Zyklen, entnehme ich, dass es 2010 bei mir um Vertrauen und Offenheit gehen wird:

"Das siebte Jahr ist eine Zeit, in der mit Dankbarkeit des grossen Ursprungs aller Früchte und Bäume gedacht wird. Jetzt werden kaum noch Ziele ins Auge gefasst, denn es ist eine Zeit der Musse und des Geniessens, eine Zeit zurückzuschauen und aus den Jahren zu lernen, die vergangen sind: aus den schöpferischen Impulsen des ersten Jahres, dem Teamgeist und der Zusammenarbeit des zweiten, der Überwindung der Verletzlichkeit und des Zweifels im dritten, der Sammlung und Verdichtung des vierten, dem Wachstum im fünften und dem Austeilen (???) im sechsten Jahr...."

Klingt vielversprechend und ist offenbar der ideale Anlauf für 2011, für mich dann ein 8er-Jahr von Überfluss und Macht. Jetzt hoffe ich bloss, dass ich keinen Rechenfehler angestellt habe. Und wie gesagt, das sind mal eben die Versprechungen aus Dan Millmans Buch. Vielleicht finde ich ja in meinen übrigen Wälzern noch den einen oder anderen Anreiz!!

Ihnen allen von Herzen ein gutes neues Jahr. Und denken Sie dran: immer schön beweglich bleiben und sich auch mal was trauen... braucht ja nicht gleich vor einem Altar zu sein. ;-)

Samstag, 26. Dezember 2009

WW: da kriegt jeder sein Fett weg....


Wahnsinn; nach einem zweijährigen Aufenthalt in den USA kehrt Michelangelos David reumütigst nach Italien zurück. Es ist ja nun nicht so, dass das Essen in Italien nicht lecker schmecken würde, aber wenn man schon über solche Sponsoren stolpe... eh... verfügt....

....dann wird alles klar wie Wurstsuppe. Geschmacksverstärker, künstliche Aromastoffe, Aspartam und jede Menge Fett.... nicht gerade das, was der liebe Onkel Doktor uns verschrieben hat.

Dennoch gibt es auch in der Schweiz Hüftgoldzeiten, Weihnachten-Neujahr zum Beispiel. Apéros, Einladungen, süsse Geschenke!

Nach jahrelangem Auf und Ab auf der Waage und einigem Zögern hatte ich mich, was das anbelangt, Ende September in bewährte Hände begeben. Der Leidensdruck hatte diesmal genügt. Einer der wohl häufigst gedachten Gedanken bei Weight Watchers ist vermutlich: "das funktioniert ja auch bei mir!". Die Pfunde purzelten und das interessante dabei: ich konnte mich sattessen. Was heisst hier konnte; ich muss(te) mich sattessen! Manch einer muss sich nämlich direkt anstrengen, alle Punkte zu brauchen.

Zu den ersten Erfolgserlebnissen führten mich die Flex Points®. Als ich dann alles geistig in etwa intus hatte und ein gewisser Automatismus die Führung übernahm, hiess es: alles auf Anfang. Das Pro Points™-System hatte die Testphase bestanden und wurde uns Ende November vorgestellt. Nach ein paar Tagen wurde klar: the system works.... und zwar noch besser als das vorherige. Toll, ich fühle mich wie neu geboren!

Wenn mich jemand fragen würde, was ich wohl anders machen würde in meinem Leben, wenn ich die Chance erhielte, müsste ich antworten: "Meine Brille würde ich nach wie vor nicht bei Jedermann kaufen, aber bei Weight Watchers schon in jungen Jahren vorbeizuschauen hätte sich echt gelohnt. Mir wäre viel erspart geblieben!"

Unser Santa hier sollte sicher erst einmal die Feuerwehr bemühen und sich dann aber bei Weight Watchers ein paar Tipps abholen. Bis zur nächsten Saison wird er dann fit wie ein Turnschuh sein. Es muss dann nur aufpassen, dass er nicht zu früh mit seinen Geschenken bei uns auftaucht.

Geniessen Sie's gut - aber alles immer mit Mass!


=D

Mittwoch, 23. Dezember 2009

"Schnibbeldi-schnibbelda-life goes on..."


Kürzlich wurde ich unmittelbar mit der Auswirkung von Dogmen konfrontiert, und zwar sowohl medizinisch-hygienischer als auch religiöser Art.

Was ich bis anhin nicht wusste: mehr und mehr werden Knaben in jüngsten Jahren und ohne spezifische medizinische Indikation (z.B. Phimose) zirkumzisiert. Moderne Beschneidungen gehören in den Bereich Hygiene/Vorsorge und stehen u.a. in Zusammenhang mit dem HPV-Virus, welches im Verdacht steht, Gebärmutterhalskrebs auszulösen.

Gemäss Wikipedia sind gegenwärtig an die 25 Prozent der männlichen Weltbevölkerung beschnitten. Die präventive Beschneidung bei Kindern und Neugeborenen ist jedoch umstritten. Wie bei allem gibt es schätzungsweise gleich viele Befürworter wie Gegner.

In vielen Ländern, in welchen die Zirkumzision einen religiösen Hintergrund hat, erfolgt die Beschneidung erst im späteren Kindesalter, ist eher ritueller Natur und wird mit einer grossen Familienfeier verbunden. Erfolgt sie jedoch präventiv, wird dies oft schon im Säuglingsalter gemacht, und erst noch, wie ich erfahren musste, ohne jegliche örtliche Betäubung, bis vor kurzem jedenfalls. Da sträuben sich einem allein bei der Vorstellung sämtliche Haare.

Früher ging man davon aus, dass das Schmerzempfinden bei Kleinstkinder noch kaum vorhanden sei. Daher wurden "Frühchen" noch bis in die 70er-Jahre ohne Narkose operiert.

Schlimm finde ich, dass der Bewohner respektive Eigentümer des Körpers - das Kind selber - nicht gefragt wird, nicht gefragt werden kann. Man schnibbelt an seinem Körper rum wie an einem Bonsai. Für mich, die ich mit dem Körper und dessen unendlicher Weisheit arbeite, ist der Körper heilig, sozusagen der Tempel unserer Seele. Oft habe ich in meiner Praxis mit den Folgen operativer Eingriffe im Kindesalter zu tun; Erlebnisse mit traumatischen Auswirkungen. Meist wurden die Kinder vorher nicht einmal informiert, damit sie nicht Angst haben mussten; sie kriegten je nach OP einfach kein Abendessen und wussten nicht warum.

Eltern müssten sich unbedingt einmal klar darüber werden, dass die Kinder in ihre Obhut gegeben wurden, aber keinesfalls ihr Eigentum sind. Man kann das selber nicht schöner ausdrücken, als dies Khalil Gibran getan hat (s.oben).

In Deutschland ist die rechtliche Situation offenbar nicht ganz klar. Es gibt jedoch Bestrebungen, wonach die Beschneidung als Körperverletzung nach § 223 StGB gilt und auch dann strafbar sein soll, wenn die Personensorgeberechtigten in die Beschneidung eingewilligt haben. Diese Einwilligung sei unwirksam, da der Eingriff gemäss deutscher Rechtsordnung nicht dem "Wohl des Kindes" entspreche, den Inhabern der Personensorge also die Dispositionsbefugnis über das Rechtsgut der körperlichen Integrität fehle. Von der Rechtssprechung wurde die Kriminalisierung bisher nicht aufgegriffen.

Wie dem so ist mit der Resonanz: da ich mich so intensiv mit dem Thema befasste, zappte ich gleichentags auf eine Sendung, welche sich mit der Genitalverstümmelung bei Mädchen, wie sie vor allem auf dem afrikanischen Kontinenten praktiziert wird, befasste. Selbstverständlich ist die Beschneidung von Knaben und Mädchen in keinster Weise vergleichbar, allein schon was die Folgen anbelangt.

Rüdiger Nehberg und seine Target e.v. kämpfen gegen das unsagbare Unrecht, besser gesagt Verbrechen an diesen zahllosen armen Mädchen und Frauen an. Wie ich der entsprechenden Homepage entnehmen durfte, wurde auch schon viel erreicht. Ob sich in diesem Zusammenhang ein kenianischer Vater für die körperliche Unversehrtheit seiner zwölfjährigen Tochter vehement eingesetzt hatte? Leider konnte er sie letztlich nicht schützen. Obwohl er die Genitalverstümmelung abgelehnt hatte, wurde die Kleine auf Anordnung des Dorfältesten hin trotzdem beschnitten. Aus Protest und um ein Zeichen zu setzen hat sich der siebenfache Vater daraufhin das Leben genommen (wie 20min vom 23.12. berichtete).

Wann werden wir lernen, aus den Gefängnissen unserer eingetrichterten, eingeimpften und mit der Muttermilch eingesogenen Ansichten und anerzogenen Muster zu entfliehen und frei (von Angst) zu leben und so unsere Entscheidungen zu treffen? Ob ich diesen grossen Tag der Menschheit noch miterleben werde? Schnibbeldi-schnibbelda-life goes on (?)....

Freitag, 18. Dezember 2009

Unding? FinnDing?


Das Wort Unding wird wohl ab dato bei uns in Bern durch FinnDing ersetzt! Es zeugt von der hier grassierenden absoluten Humorlosigkeit. Selbstverständlich haben wir mit unserer Regierung wenig zu lachen. Sind wir vielleicht gerade deshalb die einzige Schweizer Stadt, in welcher die Bürger mittels Netzen daran gehindert werden müssen, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Bei der Kornhaus- und Kirchenfeldbrücke sind die Sicherheitszäune bereits monitiert, allerdings nicht über die ganze Länge. Wie mir scheint, sollen durch die hässlichen Dinger einfach unschuldige Bürger davor geschützt werden, von einem herunterfallenden Lebensmüden erschlagen zu werden. Der Sprung ins kalte Wasser ist jedoch nach wie vor möglich. Ob sich Verzweifelte durch eine angebrachte Warntafel davon abhalten lassen, sich an der "richtigen Stelle" runterzustürzen, wird die Zukunft weisen.

Ich fand das online-Spiel "FinnDing" jedenfalls absolut lustig und bedauere, dass Leute mit Lachfältchen bei uns auch weiterhin als zwielichtig oder suspekt gelten. Könnte ja sein, dass sie sich diese beim Einsammeln von Plastiksäcken resp. Ausweichen von Bären geholt haben. Leider konnte ich in Sachen Highscore gar nicht punkten, da zuwenig Übungszeit zur Verfügung stand. Dafür habe ich aber mal wieder so richtig frei und laut herausgelacht. Ein Unding oder ein Finnding?

Die Erfinder des Games haben das Spiel mittlerweile entfernt und es tut ihnen leid-leid-leid, wenn sie damit die Gefühle der einen oder anderen Person verletzt haben sollten. Ach, waren es tatsächlich zwei?
:-@

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Stressige Dezember-Nächte....


Woran genau es liegen mag, dass ich jeweils im Dezember die Nächte durcharbeiten muss?

Nicht dass ich vor dem PC sitze und wirklich produktiv bin. Nein, ich liege im Bett und versuche, runterzufahren und mich zumindest auszuruhen. Dass dabei immer wieder die To-Do-Liste vor meinem geistigen Auge rumtanzt, ist sicher nicht ideal und könnte der Grund dafür sein, dass ich das Sandmännchen nicht finde.

Das "to do" ist ja nicht unbedingt das Problem. Der Gedanke, etwas Wichtiges zu vergessen in all der Hektik, treibt einem den Angstschweiss auf Gesicht und in die Achselhöhle. Man mutiert zum nachtaktiven Wesen und.... arbeitet bestenfalls - das heisst, wenn man es denn doch noch schafft, einzuschlafen - im Traum gleich weiter.

So betrieb ich denn in der Nacht von Montag auf Dienstag gemeinsam mit meinem Vater eine chemische Reinigung. Der wusste davon gottseidank nichts und schlief den Schlaf des Gerechten. Ich allerdings hatte mich mit einem Kunden rumzuschlagen, dessen Ware ich nicht finden konnte. Am liebsten hätte ich die Spürhunde herbeordert, wenn das was gebracht hätte. Nach einiger Zeit war für mich klar, dass unser Klient sich selber umsehen musste, und genau in dem Moment fiel mir auf, wie unsagbar schmutzig es überall war. Peinlich, dachte ich, was wird Herr Mettler wohl denken? Gottseidank hat jeder Albtraum ein Ende und ich wachte auf resp. schreckte hoch. In der nächsten Nacht warteten dann zur Abwechslung andere stressige Aktivitäten auf mich, und immer geht es darum, dass etwas nicht geliefert werden kann, dass man die Strassenbahn nicht erreicht und zu spät kommt, zu was auch immer, oder ein Übermass an Aufgaben zu erledigen hat.

Morgens bin ich dann so nudelfertig, dass ich mich erst einmal bei einem starken Kaffee erholen muss. Ich frage mich tatsächlich, was anstrengender ist: die Tages- oder die Nachtarbeit. Da die Nächte so lang sind wie selten im Jahr, ist die Antwort eigentlich logisch. Fast schon habe ich daran gedacht, nachts meine Pendenzen zu erledigen und gar nicht mehr zu schlafen, aber was machen dann all unsere Kunden in der chemischen Reinigung, wenn sie ihre Waren vor Weihnachten nicht mehr abholen können?
;-@

Freitag, 11. Dezember 2009

Popstars.... Angriff auf unsere Lauscherchen










Die neuste Staffel von Popstars ist Geschichte.
  • schwach
  • schwächer
  • am schwächsten
  • schlimm
  • schlimmer
  • schlimmer geht nimmer
.... so oder ähnlich könnte man die Entwicklung dieses TV-Formats beschreiben. So lohnte es sich diesmal nicht einmal aus professionellem Interesse, den Werdegang der Möchtegern-Stars 2009 zu verfolgen. Allerdings zappe ich nach meinem Krimi immer eine Weile rum und so landete ich denn in letzter Zeit meist kurz vor der Entscheidung im Vorzimmer der Pophölle. Wie schon immer wurden im Laufe der Zeit die stärksten Stimmen aussortiert, zumindest war dies mein Eindruck.

Aus dem Halbfinale am Dienstag gingen nicht wie angekündigt zwei Siegerduos hervor, sondern die genau gleichen "3 x 2", welche schon ins Halbfinale eingestiegen waren. Die Buh-Rufe waren also durchaus berechtigt und die intelligenteren unter den Zuschauern haben nicht weiter angerufen.

Als ich gestern gegen 22 Uhr wieder zuschaltete, um nach Leo Teardrop Ritzmann zu sehen, war das in meinen Augen "stärkste" Duo - Dagmar und Daniel - bereits ausgeschieden. Zurück blieben zwei Naja-Jungs mit ihren modisch gestylten Partnerinnen, welche durch beinahe völliges Fehlen von Gesangstalent auffallen.

Gewonnen hat übrigens, man höre und staune, "unser" Leo, ein Schweizer mit mütterlicherseits brasilianischen Wurzeln, welcher bei der Schweizerischen Version von Popstars (Musicstar) durchgefallen war. Sein Name geht jedoch künftig ebenso unter, wie derjenige seiner Partnerin Vanessa. "Some & Any" lautet der "Band"name, wobei die beiden wohl noch ausknobeln müssen, wer Some ist und wer Any.

Aber mal ehrlich, wäre ich die Jury, würde ich nicht mit Superlativen um mich schmeissen, sondern vor Gram und Scham erröten und mich selber in den Hintern beissen.

Das ist ja eine sagenhafte Entwicklung, eine von:
  • No Angels
  • Bro'Sis
  • Overground (??????)
  • Nu Pagadi (nulla pagare??????)
  • Monrose
  • Room2012 (????????)
  • Queensberry
  • Some & Any

oder annagramatisch:
  • S t i m m t a l e n t
  • Alten Stimmt
  • Lastet Nimmt
  • Sattel Nimmt
  • Lamm Stettin
  • Malst Mitten
  • Alt Stimmten
  • Stamm Titeln
  • Samt Mitteln
  • Matt Misteln
....... öh ....

Aber wir lassen uns gerne von den CD-Verkaufszahlen eines besseren belehren. Und nein, die Dame auf dem Bild ist nicht Vanessa! ;-)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Pimp my Kopftuch ;-)


Hab ich Ihnen schon erzählt, dass ich mein Kopftuch wieder anderweitig verwenden kann? Warum? Na ja, im Anschluss an die Minarettabstimmung gab es einiges an neuen Informationen für mich. Zum Beispiel, dass es den Christen in Dubai verwehrt wurde, ihr Gotteshaus mit einem Kirchturm zu versehen. Da die Christen daraufhin nicht mit einem weltweit laut vernehmbaren Geschrei reagierten oder gar Angehörige islamischer Nationen wahllos zu Gefängnisstrafen verurteilt haben, wussten davon hierzulande wohl nur einige Eingeweihte. Okay, vielleicht wurde ja der böse Hannibal deswegen von der Genfer Polizei festgenagelt... wer weiss das schon so genau.

Der deutsche Religionswissenschafter Prof. Thomas Schirrmacher meinte zu diesem Thema u.a.: "Die Türkei, Malaysia, Iran, Jordanien, Saudi-Arabien, Marokko sind – in verschiedenen Abstufungen – noch immer meilenweit von religiöser Toleranz entfernt, wie wir sie in Mitteleuropa kennen. Die wenigsten islamischen Länder kennen echte Religionsfreiheit!"

Wahrscheinlich hat der Mann noch einige Staaten in seiner Aufzählung vergessen, geht aber noch etwas näher darauf ein: "Beispiel Türkei: Offiziell herrscht dort zwar Religionsfreiheit. Doch in der Praxis werden Christen am Bosporus behindert, verfolgt, bespitzelt, in seltenen Fällen sogar mit dem Tode bedroht! 2007 ermordeten Jugendliche drei Missionare in der Stadt Malatya, fesselten ihre Opfer, schnitten ihnen die Kehlen durch. Auf dem Höhepunkt des Streits um die 2006 in dänischen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen wurde der katholische Priester Andrea Santaro (60) erschossen. Christliche Kirchen dürfen in der Türkei keine Häuser oder Grundstücke kaufen, keine Schulen oder Klöster einrichten. Bestehende Einrichtungen werden systematisch dem Verfall preisgegeben. Folge: Die deutsche Evangelische Gemeinde in Ankara hält ihre Gottesdienste auf dem Gelände der Deutschen Botschaft ab."


Er appelliert aber gleichzeitig unter anderem an die Medien, sich nicht an einer Hetze zu beteiligen, die sozialen Unfrieden heraufbeschwört, sondern versöhnlich, demokratisch und fair über religiöse Fragen zu berichten. Den Politikern rät er, sich doch eher den wirklichen Problemen zuzuwenden. Sein Appell an uns alle ist dahingehend, den Kulturkampf zu beenden und nicht ständig an rechtlichen Stellschrauben zu drehen, die den Spielraum der Kirchen einengen sollen.

Selbst wenn ich von alledem gewusst hätte: an meiner Entscheidung am Wahlsonntag hätte das nichts geändert. Das unerträgliche Getue, das dem Ganzen nun gefolgt ist und noch weiter folgt, das Geschrei von Mohammedanern und Nicht-Mohammedanern und die Androhung einer neuen Volksinitiative seitens Intellektueller könnte an meiner Haltung durchaus etwas ändern. Beim Resultat vom 29. November handelt es sich um einen Volksentscheid und ich denke, dass die Schweiz mit diesem Entscheid leben kann.... ja leben muss. Alles andere würde uns noch mehr der Lächerlichkeit preisgeben und völlig unglaubwürdig machen, wenn wir das nicht schon sind, international gesehen, meine ich.

Mein Kopftuch habe ich vom Gesicht entfernt. Man kann es optimal zum Hüfttuch umfunktionieren. Ich brauche mich absolut nicht zu schämen, Schweizerin zu sein, no matter what...!!!!